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Ältere BeiträgeOsnabrücker Geschichtsblog

Neubeginn nach dem Krieg: Eheschließungen polnischer Displaced Persons im Lager Bad Essen 1945


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Auszug aus dem Heiratsregister von Bad Essen (NLA OS, Rep 492, Nr. 8004, 11/1945)

Bad Essen blieb im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Zerstörungen verschont. Dennoch war der Ort unmittelbar von den Folgen des Kriegsendes betroffen. Wie in vielen Gemeinden der britischen Besatzungszone befanden sich hier nach 1945 zahlreiche sogenannte Displaced Persons (DPs) – Menschen, die sich infolge von Krieg, Verschleppung und Zivilzwang außerhalb ihrer Heimat befanden. Ein Teil von ihnen war polnischer Staatsangehörigkeit. Während der deutschen Besatzung wurden sie als Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter ins Deutsche Reich deportiert. Nach Kriegsende wurden sie in Sammelunterkünften untergebracht, die in den Quellen als „polnisches Lager“ bezeichnet werden.

Diese Lager dienten der Versorgung und Registrierung der Betroffenen sowie der Vorbereitung ihrer Rückführung oder Auswanderung. Viele Menschen kehrten jedoch nicht sofort in ihre Herkunftsregionen zurück. Unsichere politische Verhältnisse, zerstörte Infrastruktur und neue Grenzziehungen führten dazu, dass zahlreiche polnische Displaced Persons über längere Zeit vor Ort verblieben.

Ein Standesamtsregister aus Bad Essen, das kürzlich in das Niedersächsische Landesarchiv übernommen wurde, dokumentiert diese Situation auf eindrucksvolle Weise. In den Einträgen ab Herbst 1945 häufen sich Eheschließungen, bei denen als Wohnort der Verlobten „polnisches Lager“ angegeben ist. Trauzeugen stammen häufig ebenfalls aus dem Lagerumfeld und sind dem Standesamt als Dolmetscher dienlich. Mehrfach wird vermerkt, dass die Identität der Brautleute dem Standesbeamten „auf Grund [der] Aufgebotsverhandlung bekannt“ sei – ein Hinweis darauf, dass Ausweisdokumente oft fehlten und die Feststellung der Identitätsdaten auf Zeugenaussagen beruhte.

Die Herkunftsorte der Eheschließenden liegen überwiegend in den Regionen Posen, Schlesien und anderen Teilen Polens. Diese Angaben spiegeln die Herkunft vieler während des Krieges verschleppter Arbeitskräfte wider.

Auffällig ist zudem, dass in mehreren Fällen Kinder erst nachträglich anerkannt wurden. Solche Legitimationsvermerke deuten darauf hin, dass Beziehungen bereits vor der standesamtlichen Eheschließung bestanden. Die nachträgliche Anerkennung diente der rechtlichen Absicherung der Familienverhältnisse und war insbesondere für die staatsrechtliche Stellung der Kinder von Bedeutung.

Geburteneinträge aus späteren Jahren weisen darauf hin, dass polnische Displaced Persons teilweise über längere Zeit in Bad Essen verblieben sind. Dies entspricht der historischen Situation: Viele DPs warteten auf Rückkehrmöglichkeiten oder zögerten aufgrund politischer Veränderungen in ihren Herkunftsgebieten eine Rückkehr hinaus.

Die Einträge verdeutlichen zugleich den sozialen Kontrast der unmittelbaren Nachkriegszeit. Zwischen den zahlreichen Eheschließungen polnischer Lagerbewohner findet sich die Trauung eines Angehörigen des Adels. Diese Gleichzeitigkeit des Seins verweist auf die räumliche und administrative Nähe sehr unterschiedlicher sozialer Gruppen im lokalen Alltag.

Auch administrative Veränderungen lassen sich im Register ablesen. Unmittelbar nach Kriegsende erscheint in den Eheformulierungen zur Hoheitsgewalt „im Namen des Reiches“ der Zusatz „und der englischen Militärregierung“. Diese Ergänzung dokumentiert den Übergang der staatlichen Hoheitsgewalt auf die britische Besatzungsmacht und deren Einfluss auf standesamtliche Verfahren. Parallel dazu ist eine Veränderung der Handschrift und Schreibweise festzustellen, was auf personelle Wechsel im Standesamt hindeuten könnte.

Administrative Veränderungen lassen sich im Register u.a. an handschriftlichen Ergänzungen erkennen (NLA OS, Rep 492, Nr. 8004, 11/1945)

Mit dem fortschreitenden Abbau der DP-Lager und der Rückkehr beziehungsweise Auswanderung ihrer Bewohner verloren diese Einträge in den folgenden Jahren wieder an Bedeutung. Gleichwohl dokumentieren sie eine Phase des Übergangs, in der sich globale Ereignisse unmittelbar im lokalen Raum niederschlugen.

Das Standesamtsregister der Gemeinde Bad Essen macht damit sichtbar, wie Menschen nach Jahren des Zwangs, der Entwurzelung und der Unsicherheit begannen, familiäre Strukturen neu zu ordnen und rechtlich abzusichern. Hinter den nüchternen Verwaltungsvermerken stehen individuelle Lebensgeschichten von Verlust und Neubeginn. Zugleich spiegeln die Einträge den administrativen und gesellschaftlichen Wandel der frühen Nachkriegszeit wider.

Solche Quellen erinnern daran, dass Archive nicht nur amtliche Vorgänge dokumentieren, sondern auch Zeugnisse menschlicher Erfahrungen bewahren. Sie eröffnen Perspektiven auf Migration, Integration und das Wiederaufkeimen ziviler Strukturen nach Krieg und Gewalt – Themen von bleibender historischer und gesellschaftlicher Relevanz.

Am 08. März 2026 öffnet das Niedersächsische Landesarchiv Abteilung Osnabrück von 11 – 16 Uhr seine Türen auch außerhalb der Öffnungszeiten: Der Tag der Archive wird alle zwei Jahre vom Verband deutscher Archivarinnen und Archivare ausgerufen. Das diesjährige Motto lautet „Alte Heimat – neue Heimat“. Neben Vorträgen, Informationsständen und einem Büchertisch des Historischen Vereins wird bei Magazinführungen unter anderem auch das Heiratsregister aus Bad Essen zu sehen sein. Zum gemeinsamen Programm mit dem Diözesanarchiv Osnabrück gelangen Sie hier.

(Auszug von RSS-Feed)

Darme


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Archivalie des Monats März 2026 (Stadtarchiv Lingen)

Wie in Baccum und Bramsche reichen die frühesten Siedlungsspuren im Gebiet Darme bis in die Steinzeit zurück. Erstmals erwähnt wird Darme 1302, als der Famulus Matheus de Thune dem Kloster Wietmarschen für 29 Mark sein Erbe „Sudendorpe“ (später Heitel) verkaufte, das „in villa dicta Dermen“ lag. Darme, unterteilt in Niederdarme im Westen und Hohendarme im Osten, gehörte trotz seiner Lage östlich der Ems zum Kirchspiel Schepsdorf und zum Bistum Münster.

Schleuse bei Hanekenfähr (Stadtarchiv Lingen)

Das adelige Gut Haneken in Niederdarme war ursprünglich ein Sundern im Besitz der Grafen von Bentheim. Diese verkauften es 1320 an den Ritter Johann von Langen. Beschrieben wird es dabei als großes und kleines Haus in „Hanikena“ mit dem zugehörigen Sundern, mit Wäldern, einer Mühle und Fischereirechten. Die Familie von Langen errichtete hier bald darauf eine Burg. Auf einer Karte von 1645 ist von dieser Burg allerdings nur noch die Gräfte zu sehen. Die Grenze der Fischereirechte des Hauses Haneken markierte der sogenannte Ikenstein („Eckstein“) oder Fischstein, ein seit dem 15. Jahrhundert belegter Findling auf der anderen Seite der Ems.

Noch in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts verlief die Ems so nahe an Lingen vorbei, dass Überschwemmungen drohten. In Absprache mit den Münsterschen wurde deshalb bei Darme ein Durchstich vorgenommen und der Ems so ein neues Bett gegeben, das näher bei Schepsdorf lag. Doch das neue Bett versandete bald, und nach einem Hochwasser 1546 suchte sich die Ems einen neuen Weg. Das Bett wurde daraufhin vertieft, sodass die Ems hierhin zurückfand. Die vormals westlich der Ems gelegenen Gebiete – etwa ein Großteil von Reuschberge und wohl auch der Möddelhof – blieben jedoch münsterisch und gehörten damit zu Darme. Die Fehrstation wurde zur neuen Ems und damit auf münsterisches Gebiet verlegt, verblieb aber als Enklave in Lingener Hand.

Nach den „Bischofsjahren“ 1672/74 setzen die im Lingenschen nun wieder herrschenden Oranier die Reformation konsequent durch. Im März 1675 wurde katholischen Geistlichen der Aufenthalt im Lingener Land untersagt. In Darme entstanden derweil katholische Notkirchen. So besuchten die Lingener Katholiken eine als Kirche eingerichtete Scheune auf dem Möddelhof, die Thuiner und Baccumer Katholiken eine weitere auf dem Lükenhof. Heidenreich Stodtbrock, vormals katholischer Erzpriester in Lingen, war bereits 1662 nach Darme geflohen, bis ihn der Bischof von Münster 1667 mit der Schepsdorfer Pfarrei betraute. In dieser Phase lässt sich auch die Darmer Kapelle erstmals belegen. Hier findet sich ein Wappenstein von Isabella Clara Eugenia, Stadthalterin der spanischen Niederlande, und ihrem Mann Albrecht VII. Diese hatten Lingen seinerzeit katholisch beherrscht, und so diente ihr Wappen später als ein Symbol des katholischen Widerstandes gegen die reformierten Oranier.

Die Staustufe bei Hanekenfähr (Stadtarchiv Lingen)

Im 19. Jahrhundetr litt Darme unter ähnlichen ökologischen Problemen wie Bramsche und Schepsdorf. Plaggenhieb und Überweidung hatten zu einer Versandung weiter Flächen geführt. Das änderte sich erst allmählich mit einer weiträumigen Aufforstung. Um die Ems schiffbar zu machen, wurde 1824 bei Haneken ein Wehr angelegt und in der Folge der Ems-Hase-Kanal ausgehoben. Das Gut Haneken durchschnitt er dabei in gerader Linie. Das ursprünglich hölzerne Wehr in Hanekenfähr wurde 1877 durch ein neues Wehr aus Beton und Stein ersetzt. Dafür wurden auch die Megalithgräber in Gleesen und Rottum geplündert. Begonnen 1871 von französischen Kriegsgefangenen wurde bis 1904 zwischen Hanekenfähr und Nordhorn der Ems-Vechte-Kanal angelegt. Auch der Anschluss an das Eisenbahnnetz 1856 prägte die Landschaft.

Das Gasthaus zum Grünen Jäger (Stadtarchiv Lingen)

Bei den Reichstagswahlen im November 1932 holte die NSDAP in Darme 11,8%, nach Brögbern das höchste Ergebnis unter den späteren Ortsteilen. Bürgermeister Bernhard Lohmann (ab 1937 NSDAP, ab 1939 mit Parteiamt) wurde 1934 vom NS-Landrat bestätigt. Sein Beigeordneter August Spratte, Leiter der Darmer Volksschule, war bereits 1933 in die NSDAP eingetreten. 1936 bekam seine Schule die Erlaubnis zum Hissen der HJ-Fahne. In Reuschberge waren derweil auf Darmer Grund die Scharnhorst- und die Walter-Flex-Kaserne errichtet worden. Das Gebiet wurde 1936 nach Lingen umgemeindet.  1941 wurde ein Gebäude auf dem Heidhof zum Kriegsgefangenenlager umgebaut und bald darauf mit Franzosen belegt. Angesichts der vorrückenden Front sprengten die Deutschen am 7. April 1945 die Eisenbahnbrücke in Hanekenfähr, die Briten ersetzten sie zügig durch eine Pontonbrücke und konnten so in Darme einziehen.

Haus Heidhof (Stadtarchiv Lingen)

Nach dem Krieg stiegen die Bevölkerungszahlen rasch an. Hatten sich die Katholiken bisher nach Schepsdorf orientiert, bekamen sie 1959 die Christ-König-Kirche, die 1971 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Die Lutheraner hingegen konnten ab 1958 die Johanneskirche besuchen. Ende der 1950er Jahre kaufte VEW den Hof Rekkert und verschiedene Ländereien, um dort ein Elektrizitätswerk zu errichten. War zunächst von einem Kohle-, Öl- und Gaskraftwerk die Rede, zielten die Planungen schließlich auf ein Kernkraftwerk. Während die Darmer Schulchronik „Skepsis und Besorgnis“ in der Bevölkerung feststellte, begrüßte die Politik angesichts der zahlreichen neuen Arbeitsplätze das Projekt. Das 1968 in Betrieb genommene Kernkraftwerk Lingen und der in der Folge entstandene Industriepark Süd begründeten eine rasante wirtschaftliche Entwicklung. Darme war die erste Gemeinde, die mit Lingen 1968 in Verhandlungen über einen freiwilligen Zusammenschluss trat. Zusammen mit Laxten und Brockhausen wurde sie 1970 ein Lingener Ortsteil.

Quellen und Literatur:

  • BArch, R 9361-IX KARTEI / 26330529.
  • NLA OS, Rep 980, Nr. 13555, Nr.
  • StadtA LIN, Allgemeine Sammlung, Nr. 1287.
  • StadtA LIN, AV-Medien, Nr. 224.
  • StadtA LIN, Fotosammlung.
  • StadtA LIN, Lingener Volksbote vom 7.11.1932.
  • StadtA LIN, Slg. Schulchroniken, Nr. 12.
  • Bojer, Reinhard: Sag mir, wo die Gräber sind. Kriegserinnerungen aus Darme, Lingen 2002.
  • Eiynck, Andreas: Unterwegs in Hanekenfähr, Lingen 1992.
  • Fickers, Manfred: Ortsteilportrait Darme, in: Kivelingszeitung 2005, S. 201ff.
  • Goldschmidt, Bernhard Anton: Geschichte der Grafschaft Lingen und ihres Kirchenwesens insbesondere. Neudruck der Ausgabe Osnabrück 1850, Osnabrück 1975.
  • Heimatverein Darme (Hg.): Die Ems in unserer Heimat, Bad Bentheim 2008.
  • Interessengemeinschaft Chronik Darme (Hg.): Darme. Von einer Bauerschaft zu einem Stadtteil 1302-2002, Lingen 2002.
  • Lornatus, Erich: Der Wappenstein in der Kapelle zu Darme. Eine heimatkundliche Betrachtung über Vorgänge um den alten Festungsring der Stadt Lingen, in: Jahrbuch des Emsländischen Heimatbundes 27 (1981), S. 45-54.
  • Nick, Karl-Josef: Der Wandel des Landschaftsbildes im 19. und 20. Jahrhundert am Beispiel der ehemaligen Bauerschaft Darme bei Lingen anhand historischer Karten, in: JB 55 (2009), S. 201-222.
  • Remling, Ludwig: Im Bannkreis habsburgischer Politik. Stadt und Herrschaft Lingen im 15. und 16. Jahrhundert (Quellen und Forschungen zur Lingener Geschichte 1), Bielefeld 1997.
  • Schriever, Ludwig: Geschichte des Kreises Lingen, Lingen a.d. Ems 1905/1910.
  • Tenfelde, Walter: 300 Jahre Darmer Schützen zum Jubelfest, 1959.

Diese und frühere Archivalien des Monats können eingesehen werden auf den Seiten des Stadtarchivs Lingen.

(Auszug von RSS-Feed)

“Forum Zeitgeschichte” des Museumsquartiers – Programm 2026


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Im Museumsquartier treffen sich Zeitzeug:innen regelmäßig im „Forum Zeitgeschichte“, um unter wissenschaftlicher Anleitung ihre Erinnerungen zu Nationalsozialismus, zum Zweitem Weltkrieg und zur Nachkriegszeit aufzuarbeiten. Das Forum bietet Raum für Gespräche und Diskussionen zu der Frage, wie die Geschichte von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg bis heute das gesellschaftliche Leben beeinflussen. Und es geht auf Spurensuche in der Zeitgeschichte. Die Ergebnisse des Oral History-Projektes werden für das Museum dokumentiert.

Dienstag, 3. Februar 2026, 10.00 Uhr [sic!]
Deutsch-französischer Austausch über das Ende des Zweiten Weltkriegs
Im Rahmen einer Videokonferenz tauschen sich deutsche Kriegskinder des Zweiten Weltkriegs mit Jugendlichen im südostfranzösischen Gap (Departement Hautes-Alpes) über ihre Erfahrungen des Kriegsendes und der Nachkriegszeit aus.

Mittwoch, 22. April 2026, 10.30 Uhr
Osnabrück als Hochschulstadt
Anfang der 1970er Jahren wurde Osnabrück mit den Gründungen der Universität und der (Fach-)Hochschule zum Hochschulstandort. Viele Menschen sind durch das Studium oder als Hochschulbedienstete nach Osnabrück gekommen, um hier zu leben und zu bleiben. Es werden Zeitzeug:innen gesucht, die ihre persönliche Geschichte zur Osnabrücker Universität und/oder Hochschule erzählen möchten. Interesse besteht auch an Erinnerungen zur Geschichte der Vorgängereinrichtungen (Pädagogischen Hochschule, Staatliche Ingenieurakademien).

Mittwoch, 17. Juni 2026, 10.30 Uhr
Die Kraft des Erinnerns – Bericht von einer Reise anno 2025 in die USA
Bernd Kruse berichtet von seiner Vortragsreise durch die USA, bei der er über das Schicksal der jüdischen Menschen in Fürstenau während der NS-Herrschaft referierte. Neben den vielen persönlichen Kontakten, die dabei entstanden, bekam er auch Einblick in eine gespaltene US-Gesellschaft, in der die Demokratie politisch zunehmend unter Druck gerät.

Mittwoch, 16. September 2026, 10.30 Uhr
„British Garrison“ – Osnabrück als britische Garnisonsstadt
In der „AG Garrison“ bewahren interessierte Osnabrücker:innen Erinnerungen an die Zeit der britischen Militärpräsenz seit 1945. Das Fraternisierungsverbot hielt nur kurz. Aus Besatzern wurden NATO-Partner. Mit dem Abzug der Britischen Armee 2008/09 und der Konversion der Kasernen und Wohngebiete wird diese Geschichte zunehmend unsichtbar. Der Austausch dient der Spurensuche über diese wichtige Episode Osnabrücker Zeitgeschichte.

Mittwoch, 4. November 2026, 10.30 Uhr
Wer kann noch „Sütterlin“ lesen?
In den Familienarchiven befinden oft interessante Dokumente, die wegen der alten Schreibweise (Sütterlin, Deutsche Schrift) nicht mehr jede:r lesen kann. Zu der Veranstaltung können solche Dokumente (z.B. Feldpostbriefe) mitgebracht werden. Zeitzeug:innen des Forums helfen gerne beim Lesen und Transkribieren.

Mittwoch, 9. Dezember 2026, 10.30 Uhr
„2027“ planen
Die Zeitzeug:innen treffen sich in gemütlicher, vorweihnachtlicher Atmosphäre, um die Veranstaltungen des Jahres noch einmal Revue passieren zu lassen und gemeinsam neue Themen für das kommende Jahr 2027 vorzubereiten.

Museumsquartier Osnabrück
Die Villa_
Forum Erinnerungskultur und Zeitgeschichte

(Auszug von RSS-Feed)
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