Hannover (dpa/lni) –
Hunderte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben vor dem niedersächsischen Finanzministerium für höhere Löhne demonstriert. Die Gewerkschaft Verdi schätzte die Teilnehmerzahl bei der Kundgebung auf rund 800 Menschen, die Polizei Hannover sprach von einer Zahl im mittleren dreistelligen Bereich.
Unter anderem legten Mitarbeiter der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Straßenmeistereien ihre Arbeit nieder. «Das Wetter passt zu den kalten Herzen der Finanzminister», sagte einer der Demonstranten. Verdi hatte seine Streiks ausgeweitet, um vor der dritten Verhandlungsrunde für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder den Druck zu erhöhen.
Finanzminister Gerald Heere würdigte auf der Kundgebung die Arbeit der Beschäftigten des Landes, verwies aber auch auf die wirtschaftliche Stagnation. «Wir brauchen einen Interessenausgleich», sagte der Grünen-Politiker. Er sei «sehr optimistisch», dass es in der dritten Verhandlungsrunde Fortschritte bei den Tarifgesprächen geben werde.
Beschäftigte fordern 7 Prozent mehr
Die Arbeitnehmer fordern sieben Prozent mehr Geld im Monat, mindestens aber 300 Euro zusätzlich, um die unteren Lohngruppen zu stärken. Für Nachwuchskräfte sollen die Vergütungen um 200 Euro pro Monat steigen und sie sollen nach erfolgreicher Ausbildung unbefristet übernommen werden.
Die Arbeitgeber hatten das als unbezahlbar abgelehnt. Die Gewerkschaften werfen den Ländern vor, bisher kein Angebot vorgelegt zu haben. Die dritte Verhandlungsrunde soll vom 11. bis 13. Februar in Potsdam stattfinden.
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