NDS-News

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.
Ältere BeiträgeNXTV

Häuptlingswappen oder Regionalwappen? Teil 1: Zur Herkunft des Norder Stadtwappens

04. Dezember 2025 um 07:00

Vorschau ansehen
Ein Gastbeitrag von Hanke Immega Seit über fünfhundert Jahren führt die Stadt Norden ihr sehr prägnantes Wappen, das drei goldene Sporenräder in Blau zeigt. In der großen Ausführung des Wappens hält der heilige Andreas, im Mittelalter der Stadtpatron, den Wappenschild (Abb. 1). Dieses Wappen ist schon in nahezu identischer Form auf einem Stadtsiegel aus dem Jahr 1498 zu sehen.1 Allerdings scheint es sich hier im Wappenschild eher um Sterne zu handeln, denn den drei Wappenfiguren fehlen die mittigen Achslöcher. Auf späteren Siegeln sind sie …

„Häuptlingswappen oder Regionalwappen? Teil 1: Zur Herkunft des Norder Stadtwappens“ weiterlesen

(Auszug von RSS-Feed)

Die Lingener Nachtwächter

02. Dezember 2025 um 09:39

Vorschau ansehen

Archivalie des Monats Dezember 2025 (Stadtarchiv Lingen)

Der Dortmund-Ems-Kanal bei Nacht mit der 1899 errichteten Drehbrücke an der Lindenstraße. (Stadtarchiv Lingen)

Wie in anderen Städten auch hatte es in Lingen ursprünglich eine Wachpflicht für sämtliche männliche Einwohner gegeben. Doch wuchs der Widerstand gegen diese lästige Pflicht, und insbesondere die städtische Oberschicht suchte sich davon zu befreien. Schließlich gab auch die Stadt Lingen das alte System auf und stellte bezahlte Nachtwächter ein. Im 18. Jahrhundert hatte man vier städtische Nachtwächter. Unterwegs waren sie entweder mit einer hölzernen Ratel oder Ratsche, wie sie auch im ostfriesischen und niederländischen Raum üblich waren, oder mit einem Blashorn. Entsprechend unterschied man „Ratelwächter“ auf der einen Seite und „Blasewächter“ oder „Hornwächter“ auf der anderen. Erkennbar waren sie an ihrer Amtskleidung, den „NachtRöcken“. Der Lingener Chronist Johann Christoph Gabel berichtet 1787, dass „die Wächter alle halbe und ganze Stunden radeln oder rufen und die Zeit anzeigen müssen“.

1737 starb der alte Ratelwächter Haine. Gleich am nächsten Tag erschien der Kleidermacher Christoff Carl vor dem Magistrat und bat angesichts seiner Armut darum, die Nachfolge antreten zu dürfen. Der Magistrat stimmte zu, und so musste sich Carl eidlich verpflichten, dass er „alle stunde beharlig auff alle gaßen patrolliren“, mit seiner Ratsche „alle verdachtige Ohrtere gnau besichtigen“ und, soweit es in „seynem Vermogen“ stehe, alles zum Nutzen der Stadt befördern werde. Noch im selben Jahr starb auch der Blasewächter Osewalt. Der andere Blasewächter Jan Schulte genannt KoeJan hatte während dessen sechswöchiger Krankheit das nächtliche Wachtblasen für ihn übernommen und das eingesammelte Geld mit Osewalts Witwe geteilt. Nun bat er darum, noch bis Ostern das „nacht wacht blasen“ allein zu übernehmen. Der Magistrat war einverstanden, betonte aber, dass Osewalts Witwe weiterhin beteiligt werden müsse und Schulte, wenn er seiner Arbeit nicht gerecht werde, mit derben Strafen zu rechnen habe.

Wie der Henker und der Gefängniswärter gehörte der Nachtwächter zu den unehrlichen Berufen. Zur fehlenden gesellschaftlichen Akzeptanz kam eine notorisch schlechte Vergütung. Dies stand allerdings in keinem Verhältnis zur Bedeutung der Nachtwächter für die städtische Sicherheit. Diese Diskrepanz konnte sich nur negativ auf ihre Zuverlässigkeit auswirken. Entsprechend hoch waren die angedrohten Strafen bei Versäumnissen. 1746 wurden alle vier Nachtwächter auf das Alte Rathaus zitiert und angemahnt, von 9 Uhr abends bis zum morgen (im Winter bis 4 Uhr) „ihre Stunde zu blasen und zu rädeln“ und alles ordentlich zu observieren. Sollte ein Feuer in der Stadt ausbrechen oder ein anderes Unglück geschehen und herauskommen, dass sie ihre Wacht vernachlässigt hätten, sollten sie „derbe bestraffet“ und gegebenenfalls sogar „nach Wesel geschicket und an die Carre geschloßen“ werden. Gemeint ist eine Karrenstrafe, bei der man zum Arbeiten an einen Karren gekettet wurde. Freilich versprachen die vier Nachtwächter, wachsam zu bleiben.

In eine ganz ähnliche Richtung ging die Eidesformel der Lingener Nachtwächter, die spätestens ab 1750 Anwendung fand. Sie lautete für die Blasewächter (in hochdeutscher Übersetzung):„Ich N.N. gelobe und schwöre zu Gott, dem Allmächtigen, dass ich als bestellter Nachtwächter sorgfältig und treufleißig jede zweite Nacht im Winter (also von Michaelis bis Ostern) meinen Dienst tun wolle; des Abends um 9 Uhr mit Blasen durch alle Straßen und Örter der Stadt anfangen und alle Stunde bis morgens um 4 Uhr inklusive ohne Unterlass fortfahren wolle; zur Verhütung von Feuergefahr, Diebereien und sonstigen Exzessen treufleißige Acht haben wolle; und auch ebenso von Ostern bis Michaelis verfahren wolle, jedoch in dieser Zeit nur von 10 Uhr Abends bis 3 Uhr morgens alle Stunde blasen und die Wacht halten wolle; und außerdem mich in meinem Dienst betragen wolle, wie es einem christlichen, ehrlichen und aufrichtigen Nachtwächter eignet und gebührt, so wahr mir Gott helfe durch seinen Sohn Jesus Christus.“

Die Lingener Burgstraße im Mondlicht. (Stadtarchiv Lingen)

Norm und Praxis wichen allerdings durchaus voneinander ab. 1771 stellte der Magistrat fest, dass die Nachtwächter „aller vom Magistrat geschehenen Erinnerungen ohngeachtet ihr devoir sehr schlecht verrichten“. In einer Märznacht des Jahres 1784 kam es zu einem weiteren Zwischenfall. Beim Regierungsdirektor wurden die Fenster eingeschlagen, und Nachtwächter Stein musste zugeben, dass seine Frau und sein Sohn für ihn den Nachtdienst geleistet hatten, weil er selbst als Bote außer Landes gewesen wäre. 1802 verlangte der Magistrat gar eine schriftliche Verpflichtung, die Saumseligkeiten im Dienst fortan zu unterlassen. Alle vier Nachtwächter unterschrieben mit Kreuzen, keiner von ihnen konnte lesen oder schreiben. 1805 dann beschwerte sich der Akziseinspektor Leesemann, der hinter der Lateinschule wohnte. Bei ihm sei in der Nacht eingebrochen worden, die Nachtwächter aber habe er um Mitternacht das letzte Mal gehört. Solche Nachtwächter, so Leesemann, verdienten wohl eher Nachtschläfer genannt zu werden.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gingen die Aufgaben der Nachtwächter zunehmend auf die Polizei über. Die Bezeichnung „Nachtwächter“ verschwand schließlich ganz. Stattdessen wurden 1919 zwei „Nachtpolizeibeamte“ bzw. „Hilfspolizeibeamte für den Nachtwachdienst“ eingestellt. Sie bekamen ein Dienstfahrrad ausgehändigt und 1921 wurden ihnen drei Begleithunde zur Seite gestellt.

 

Quellen und Literatur

  • StadtA LIN, Altes Archiv, Nr. 247, 277, 314, 315, 323, 1675, 5504.
  • StadtA LIN, Fotosammlung, Nr. 2523, 4989.
  • Glimme, Martina: „Slaept niet die daer waeckt“. Von Nachtwächtern und Türmern in Emden und anderswo. Begleitband zur gleichnamigen Ausstellung im Ostfriesischen Landesmuseum/ Emder Rüstkammer (Veröffentlichungen des Ostfriesischen Landesmuseums und Emder Rüstkammer 11), Oldenburg 2001
  • Hilkenbach, Friedrich: Lingen, Land und Stadt. Aus einer Chronik 1787, in: Heimat- und Verkehrsverein Lingen-Ems (Hg.): Lingener Heimatkalender auf das Jahr 1951, S. 37-50.

Diese und frühere Archivalien des Monats können eingesehen werden auf den Seiten des Stadtarchivs Lingen.

Eine ausführliche Behandlung des Themas findet sich im aktuellen Emsland-Jahrbuch 72 (2026), S. 267-286.

(Auszug von RSS-Feed)

FW Lehrte: Stadtfeuerwehr Lehrte wünscht eine besinnliche und sichere Adventszeit


Vorschau ansehen
Freiwillige Feuerwehr Lehrte [Newsroom]
Lehrte (ots) - Die Advents- und Weihnachtszeit ist eine Zeit der Vorfreude, Besinnlichkeit, Harmonie und Ruhe. Es ist aber auch eine Zeit, in der durch Wachskerzen und Adventskränzen die Brandgefahr in den Haushalten stark steigt. Die ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Freiwillige Feuerwehr Lehrte, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

FFW Bergen: Übung wird zum Ernstfall


Vorschau ansehen
Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergen [Newsroom]
Bergen (ots) - Was als gemeinsamer Ausbildungstag der Ortsfeuerwehren Bleckmar und Bergen sowie der Auszubildenden der Johanniter-Unfall-Hilfe geplant war, entwickelte sich am Samstag unerwartet zu einem realen Einsatz. Während der Übungslage im ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Freiwillige Feuerwehr der Stadt Bergen, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

POL-EL: Lingen - Theaterstück "Leg einfach auf!" sensibilisiert hunderte Besucher für Betrugsmaschen am Telefon


Vorschau ansehen
Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim [Newsroom]
Lingen (ots) - Am Freitag, 21. November 2025, fand im Theater An der Wilhelmshöhe in Lingen eine besondere Präventionsveranstaltung gegen Telefonbetrug statt. Rund um das Stück "Leg einfach auf!" des Wolfgang-Borchert-Theaters aus Münster ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Polizeiinspektion Emsland/Grafschaft Bentheim, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

Zum 400. Todestag von Ubbo Emmius (1547-1625)

22. November 2025 um 07:00

Vorschau ansehen
Der diesjährige Tag der ostfriesischen Geschichte am 6. Dezember 2025 befasst sich mit dem friesischen Gelehrten und Kartographen Am Samstag, 6. Dezember, laden die Ostfriesische Landschaft und das Niedersächsische Landesarchiv – Abteilung Aurich zum 25. „Tag der ostfriesischen Geschichte“ ein. Von 10 bis 12:45Uhr dreht sich bei der kostenfreien Veranstaltung im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft am Georgswall 1 in Aurich anlässlich seines 400. Todestages alles um den friesischen Gelehrten und Kartographen Ubbo Emmius (1547-1625). Als erster wissenschaftlicher Geschichtsschreiber Frieslands legte Ubbo Emmius mit seiner …

„Zum 400. Todestag von Ubbo Emmius (1547-1625)“ weiterlesen

(Auszug von RSS-Feed)

BPOL-HH: Bundesweiter Vorlesetag - Bundespolizisten sorgen für strahlende Gesichter bei Kindern


Vorschau ansehen
Bundespolizeiinspektion Hamburg [Newsroom]
Hamburg (ots) - Vorlesen spricht Deine Sprache! Unter diesem Motto, das aufzeigen soll wie vielseitig Vorlesen ist, fand am 21.11.2025 der bundesweite Vorlesetag in Deutschland statt. Acht Angehörige der Bundespolizeiinspektion Hamburg beteiligten ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Hamburg, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

POL-IZ: 251121.2 Itzehoe: Medieneinladung zum Orange Day 2025


Vorschau ansehen
Polizeidirektion Itzehoe [Newsroom]
Itzehoe (ots) - Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am Dienstag, 25. November 2025, setzt die Polizeidirektion Itzehoe mit einer sichtbaren Aktion vor dem Dienstgebäude ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Polizeidirektion Itzehoe, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

Von Seekarten, Seezeichen und Landmarken

18. November 2025 um 07:00

Vorschau ansehen
In einem Vortrag im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft am 1. Dezember 2025 befasst sich Michael Recke mit Seekarten des 19. Jahrhunderts zwischen Ems und Jade Im Rahmen der „Landeskundlichen Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands“ widmet sich der Referent des letzten Vortrages im Jahr 2025 den Seekarten der ostfriesischen Küste im 19. Jahrhundert. Dabei konzentriert sich der seit mehr als vierzig Jahren durch Vorträge, Ausstellungen und Veröffentlichungen ausgewiesene Kartographie-Experte Michael Recke auf die Frage nach Funktion und Bedeutung der auf den Seekarten abgebildeten Landmarken, wie z.B. …

„Von Seekarten, Seezeichen und Landmarken“ weiterlesen

(Auszug von RSS-Feed)

100 Jahre Friesenkongresse – Beginn, Entwicklung und erste Bilanz

12. November 2025 um 07:00

Vorschau ansehen
Festvortrag zur Jubiläumstagung des Interfriesischen Rates am 17. Oktober 2025 im Audienzsaal des Schlosses zu Jever1 Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Steensen (Nordstrand) Einhundert Jahre Friesenkongresse – das sind 29 Tagungen mit Menschen aus allen Winkeln der friesischen Lande und weit darüber hinaus. Es sind ungefähr 150 Vorträge mit neuen Erkenntnissen über die Friesen und die Frieslande, mal wissenschaftlich-sachlich und analytisch, mal spröde und knochentrocken, mal leidenschaftlich oder gar pathetisch. Es sind ungezählte Sitzungen, „Workshops“, Auftritte von Trachten-, Tanz- und Musikgruppen, feierliche friesische …

„100 Jahre Friesenkongresse – Beginn, Entwicklung und erste Bilanz“ weiterlesen

(Auszug von RSS-Feed)

Energetische Sanierung der Grundschule soll 2027 starten

21. November 2025 um 05:30

Vorschau ansehen
Die Gemeinde Wagenfeld plant die energetische Sanierung der Grundschule Ströhen ab 2027. Die bereits laufenden Bauarbeiten an der Auburg Grundschule in Wagenfeld sind im Zeitplan. Die Schule profitiert zusätzlich von einer Rossmann-Spende für moderne Beleuchtung.

Die Grundschule Ströhen braucht eine neue Heizungsanlage. Doch vor dem Austausch soll das Gebäude energetisch saniert werden. Die Umsetzung ist ab 2027 geplant.

(Auszug von RSS-Feed)

125 Jahre Schauspielhaus: Was Sie schon immer wissen wollten

21. November 2025 um 05:30

Vorschau ansehen

Hamburg (dpa/lno) –

Seit 125 Jahren prägt das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg die Theaterlandschaft. Anbei einige Fakten zur größten deutschen Sprechbühne und ihrer wechselvollen Geschichte.

Was ist das Deutsche Schauspielhaus?

Das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg ist mit 1.200 Plätzen das größte Sprechtheater Deutschlands. Es wurde 1900 durch eine private Initiative von Hamburger Bürgern gegründet. Die Pläne stammen von dem Wiener Architekturbüro Fellner und Helmer, die das neobarocke Gebäude nach dem Vorbild des Wiener Volkstheaters gestalteten. Am 15. September 1900 wurde das Theater mit einer Aufführung von «Iphigenie auf Tauris» feierlich eröffnet.

Welche Intendantinnen und Intendanten prägten das Haus?

Zu besonderem Ruhm gelangte das Deutsche Schauspielhaus, als 1955 bis 1963 Gustaf Gründgens das Haus leitete. Seine «Faust»-Inszenierungen mit ihm und Will Quadflieg in den Titelrollen gingen als «Hamburger Faust» in die Geschichte ein und machten das Haus durch zahlreiche Gastspiele weit über Deutschland hinaus bekannt. Die Intendanz von Egon Monk endete 1968 nach nur 74 Tagen und ging als die kürzeste in die Geschichte ein.

Zu den bekanntesten Intendanten der vergangenen Jahrzehnte zählte Peter Zadek (1985-1989), der das Publikum mit seiner Maxime provozierte, «Ereignis-Theater» und kein «Erklär-Theater» machen zu wollen. Unter der Leitung von Frank Baumbauer (1993-2000) spielte das Theater viele Gegenwartsautoren und wurde dank eines erstklassigen Ensembles wieder zu einer der wichtigen deutschen Bühnen – viermal wurde das Schauspielhaus unter Baumbauer von den Kritikern der Fachzeitschrift «Theater heute» zum «Theater des Jahres» gewählt.

Seit der Saison 2013/14 leitet mit Karin Beier erstmals eine Frau das größte deutsche Sprechtheater. Unter ihrer Leitung hat das Schauspielhaus eine erfolgreiche Entwicklung genommen, was sowohl die künstlerischen Positionen als auch den Erfolg beim Publikum betrifft. 2024 wurde das Haus zum «Theater des Jahres» gewählt, besonders viel Lob von den Kritikern erhielt der fünfteilige Antiken-Zyklus «Anthropolis» von Intendantin Beier.

Wie oft wurde das Schauspielhaus «Theater des Jahres»?

Insgesamt wurde das Deutsche Schauspielhaus von den Kritikern der Fachzeitschrift «Theater heute» sechsmal zum «Theater des Jahres» gewählt. Viermal unter der Intendanz von Frank Baumbauer (1994, 1996, 1997 und 2000), einmal unter der Intendanz von Tom Stromberg (2005) und zuletzt unter der Intendanz von Karin Beier (2024).

Welche Schauspielerinnen und Schauspieler prägten das Haus?

Zu den berühmtesten Schauspielern des Deutschen Schauspielhauses in der Nachkriegszeit zählen Gustaf Gründgens, u.a. in der Rolle des Mephisto und Will Quadflieg in der Rolle des Faust. Unter Peter Zadek spielten namhafte Größen wie Susanne Lothar, Gert Voss, Jutta Hoffmann, Ulrich Wildgruber, Hermann Lause, Ilse Ritter, Eva Mattes oder Ulrich Tukur am Haus.

Auch danach ist immer wieder das Who’s Who der deutschen Schauspielerinnen und Schauspieler zu erleben, darunter Joachim Meyerhoff, Edgar Selge oder Alexander Scheer. Aktuell stehen unter anderem Lina Beckmann, Charly Hübner, Michael Wittenborn, Julia Wieninger, Carlo Ljubek, Ernst Stötzner, Angelika Richter, Lilith Stangenberg oder Devid Striesow am Deutschen Schauspielhaus auf der Bühne.

Welche Regisseure und Regisseurinnen prägten das Haus?

Zu den berühmtesten, aber auch umstrittensten Regisseuren des Schauspielhauses, zählt sicherlich Gustaf Gründgens. Unter der Intendanz von Frank Baumbauer inszenierten Regisseure wie Christoph Marthaler, Frank Castorf, Johann Kresnik, Wilfried Minks, Jossi Wieler, Matthias Hartmann, Stefan Bachmann und Karin Beier regelmäßig am Haus, an dem Stücke von Elfriede Jelinek und Rainald Goetz ihre Uraufführung erlebten.

Unter der Intendanz von Tom Stromberg lockten Regisseure wie Jan Bosse, René Pollesch, Stefan Pucher und Ingrid Lausund mit originellen Inszenierungen von Klassikern wie «Faust» (mit Edgar Selge als Faust und Joachim Meyerhoff als Mephisto) und «Othello» (mit Alexander Scheer) ein junges Publikum an.

Sein Nachfolger Friedrich Schirmer engagierte Regisseure wie Martin Kušej, Jürgen Gosch, Sebastian Nübling oder Volker Lösch. Neben Intendantin Karin Beier inszenieren heute einige der einflussreichsten Theaterregisseure: Katie Mitchell, Christoph Marthaler, Karin Henkel oder Frank Castorf.

Welche Theaterskandale sorgten für Aufsehen?

Einer der größten Theaterskandale in der Geschichte des Schauspielhauses ereignete sich 1929. Nationalsozialistische Kreise sprengten Ferdinand Bruckners sozialkritisches Stück «Die Verbrecher». Als die Störungen anhielten, wurde das Stück nach nur elf Vorstellungen aus dem Programm genommen. Später wird das Haus «gesäubert», jüdische Künstler werden verdrängt. 1935 sorgt Jürgen Fehlings «Don Karlos» dennoch für einen Moment des Aufbruchs – Posas Ruf nach Gedankenfreiheit löst Szenenapplaus aus.

Für den größten Hamburger Theaterskandal der Nachkriegszeit sorgte Peter Zadek mit seiner Inszenierung von Shakespeares «Othello», mit Ulrich Wildgruber in der Titelrolle und Eva Mattes als Desdemona. Wildgruber hechelte als Othello schwitzend und rasend vor Eifersucht über die Bühne, seine pechschwarze Bemalung färbte auf alles ab, was er berührte, die erwürgte Desdemona hängte er nackt über eine Wäscheleine. «Das ist nicht unser Shakespeare», empörte sich das Hamburger Publikum.

© dpa-infocom, dpa:251121-930-320494/1

The post 125 Jahre Schauspielhaus: Was Sie schon immer wissen wollten appeared first on SAT.1 REGIONAL.

(Auszug von RSS-Feed)

Letzte Klappe für Klemm - was kommt nach «Tatort Münster»?

21. November 2025 um 03:02

Vorschau ansehen
Von Anfang an gehörte TV-Staatsanwältin Wilhelmine Klemm zum Kernteam im «Tatort» Münster. Was hat Mechthild Großmann bewogen, nach 23 Jahren auszusteigen und was hat sie demnächst alles vor?

In der Folge «Tatort - Die Erfindung des Rades» am 7. Dezember nimmt TV-Staatsanwaltin Klemm (Mechthild Großmann) Abschied. (Archivbild). Georg Wendt/dpa

(Auszug von RSS-Feed)

Nach Glocken-Diebstahl: Gemeinde «geschockt und fassungslos»

21. November 2025 um 03:01

Vorschau ansehen
Diebe haben eine Kirchenglocke gestohlen. Was der Verlust mit den Menschen im Stadtteil macht - und wie ein Anwohner versucht, die klaffende Lücke zu füllen.

(Auszug von RSS-Feed)

Musical «Tarzan» mit Alexander Klaws – Comeback umjubelt

20. November 2025 um 23:04

Vorschau ansehen

Hamburg (dpa/lno) –

Comeback nach 17 Jahren: Das Disney-Musical «Tarzan» ist wieder in Hamburg zu sehen. Das Ensemble durfte am ersten Abend der Neuinszenierung minutenlangen Beifall genießen. Besonders viel Applaus gab es im Stage-Theater Neue Flora für Alexander Klaws als Tarzan und Abla Alaoui als Jane. 

Das Musical mit Musik aus der Feder von Phil Collins war erstmals 2008 in der Hansestadt aufgeführt worden. Das bekannteste Lied aus dem Bühnenwerk ist «You’ll be in my heart». Die Hauptrolle des Tarzan übernimmt vor allem Philipp Büttner («Hercules»). Bei einigen weiteren Vorstellungen bis April schlüpft allerdings Alexander Klaws als Stargast in den knappen Lendenschurz.

Für Klaws (42) ist diese Rolle ein Nachhausekommen in vielerlei Hinsicht. Zum einen hatte er den Part des im Dschungel aufgewachsenen Waisenkindes bereits 2010 bis 2013 in Hamburg, 2016 in Oberhausen sowie 2025 in Stuttgart übernommen. 

Zum anderen hat er dank des Musicals 2010 seine Frau Nadja Scheiwiller kennengelernt, die damals die Jane an seiner Seite gespielt hatte. Klaws sagte jüngst, für ihn sei „Tarzan“ eigentlich der Anfang der Familiengeschichte Klaws. «15 Jahre später komme ich zurück als „Tarzan“. Meine Frau und ich – wir haben drei tolle gesunde Söhne und „Tarzan“ war der Anfang von allem. Es wird immer mehr als eine Show sein.»

In «Tarzan» geht es um einen Waisenjungen, der im Dschungel allein unter Affen aufwächst und eines Tages auf Menschen trifft. Darunter ist auch Jane, in die er sich verliebt. Diese Liebe stellt ihn bald vor eine schwierige Entscheidung.

«Tarzan» soll bis Ende August im Stage-Theater Neue Flora gespielt werden. Die Premiere der Neuinszenierung haben auch zahlreiche Prominente verfolgt und sich zuvor auf dem roten Teppich gezeigt – unter ihnen waren Sänger Michael Schulte, Moderator und Autor Tobias Schlegl und Reality-TV-Sternchen Evelyn Burdecki.

© dpa-infocom, dpa:251120-930-319971/1

The post Musical «Tarzan» mit Alexander Klaws – Comeback umjubelt appeared first on SAT.1 REGIONAL.

(Auszug von RSS-Feed)

Plattdeutsche Übersetzungen für junge Menschen gesucht!

20. November 2025 um 18:33

Vorschau ansehen

Vier Jugendliche schauen in ein Buch, auf dem

Mit dem Hartmut-Cyriacks-Preis lobt die Stadt Hamburg erstmals 5000 Euro für die beste Übersetzung ins Plattdeutsche aus.[mehr]

(Auszug von RSS-Feed)

40 Millionen Euro für Celler Grundschulen: Verträge zum Neubau Garßen und Waldweg unterzeichnet

20. November 2025 um 18:11

Vorschau ansehen
Mit der Unterzeichnung der Verträge zum Neubau der Grundschulen Garßen und Waldweg hat die Stadt Celle einen weiteren Meilenstein in ihrer umfassenden Schuloffensive gesetzt. Im Neuen Rathaus besiegelten Oberbürgermeister Dr. Jörg Nigge sowie Siegfried Wendker und Carolin Krawczyk für das europaweit tätige Bauunternehmen Goldbeck Nord GmbH das rund 40 Millionen Euro starke Bauvorhaben. Die beiden… Weiterlesen
(Auszug von RSS-Feed)

Einsatzübung in Westercelle

20. November 2025 um 18:06

Vorschau ansehen
Am Mittwochabend führte die Ortsfeuerwehr Westercelle eine gemeinsame Einsatzübung mit der Außenwache Neustadt-Heese der Ortsfeuerwehr Celle-Hauptwache in Westercelle durch. Als Übungsobjekt stand ein leerstehender Gewerbekomplex an der Hannoverschen Heerstraße zur Verfügung. Schwerpunkt der Übung war die Absuche und Orientierung in dem weitläufigen Gebäudekomplex der aus unterschiedlichen Ladengeschäften, Bürobereichen und Lagerflächen besteht. Um die Räumlichkeiten koordiniert… Weiterlesen
(Auszug von RSS-Feed)

FW Flotwedel: Großeinsatz fordert Feuerwehren in Eicklingen


Vorschau ansehen
Feuerwehr Flotwedel [Newsroom]
Eicklingen (ots) - Am Morgen des 19. November 2025 wurden die Feuerwehren der Samtgemeinde Flotwedel zu einem gemeldeten Dachstuhlbrand in die Braunschweiger Straße alarmiert. Bereits auf der Anfahrt bestätigte sich die Lage. Dichter Brandrauch ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Feuerwehr Flotwedel, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

FW-HH: Nachhaltiger Neubau: Freiwillige Feuerwehr und Rettungswache Rahlstedt feiert Richtfest


Vorschau ansehen
Feuerwehr Hamburg [Newsroom]
Hamburg (ots) - Am Mittwoch erfolgte im Beisein von Andy Grote, Senator der Behörde für Inneres und Sport, Jörg Sauermann, Leiter der Feuerwehr Hamburg, Harald Burghart, Landesbereichsführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg sowie Martin ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Feuerwehr Hamburg, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)

Niedersachsens schönste Weihnachtsmärkte 2025: Magische Highlights im Advent

19. November 2025 um 15:26

Vorschau ansehen
Nicht nur in unserer Region locken Weihnachtsmärkte mit Glühwein, Bratwurst – und ohne Corona-Beschränkungen. Und warum nicht mal in die Ferne schweifen, um in Festtagsstimmung zu kommen? Wir haben die attraktivsten Weihnachtsmärkte in Niedersachsen für Sie zusammengestellt.

Der Weihnachtsmarkt Goslar findet inmitten der nostalgischen Kulisse des Weltkulturerbes Goslar mit den schmalen Gassen und schieferverkleideten Fachwerkhäusern statt. Juergen Sack

(Auszug von RSS-Feed)

POL-KI: 251119.3 : Kieler Weihnachtsmarkt startet morgen


Vorschau ansehen
Polizeidirektion Kiel [Newsroom]
Kiel (ots) - Morgen öffnet der Kieler Weihnachtsmarkt seine Pforten. Wie auch in den vergangen Jahren begleitet die Polizeidirektion Kiel die Adventszeit aufmerksam, damit alle Besucherinnen und Besucher ihren Weihnachtsbummel sicher und ... Lesen Sie hier weiter...

Original-Content von: Polizeidirektion Kiel, übermittelt durch news aktuell

(Auszug von RSS-Feed)
❌