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Heute — 19. April 2026

Olympia-Bewerbung: Kieler Referendum hat begonnen

19. April 2026 um 06:31

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Kiel (dpa/lno) –

In Kiel hat der Bürgerentscheid über eine Olympia-Bewerbung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt begonnen. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Bis dahin können die Einwohnerinnen und Einwohner darüber abstimmen, ob Kiel sich als Segelstandort an einer deutschen Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Stimmberechtigt sind rund 190.000 Menschen.

Die vier deutschen Kandidaten für eine Olympia-Bewerbung sind Hamburg, München, Berlin und die Region Rhein-Ruhr, in der es an diesem Sonntag ebenfalls ein Referendum gibt. Hamburg hat sich bereits für Kiel als Segelstandort ausgesprochen, Berlin für den Kieler Konkurrenten Rostock-Warnemünde. 

Die Entscheidung über den deutschen Bewerber soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963883/1

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Einsatzkräfte retten betrunkene Männer aus der Oker

19. April 2026 um 06:28

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Braunschweig (dpa/lni) –

Die Polizei Braunschweig hat in der Nacht zwei Betrunkene aus der Oker gerettet. Beide Männer wurden dabei leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Situation sei potenziell lebensgefährlich gewesen.

Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr wurden in der Nacht zum Eisenbütteler Wehr alarmiert. Beim Eintreffen habe eine zufällig anwesende Streife der Braunschweiger Polizei die beiden Betrunkenen bereits aus dem Wasser gezogen. Weitere Maßnahmen waren demnach nicht notwendig. Ein bereits gerufenes Rettungsboot und Taucher der Feuerwehr Wolfsburg brachen die Anfahrt deshalb ab. 

Die beiden Männer im Alter von 26 und 27 Jahren wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Wie die beiden Männer in die Oker gelangten, war laut einem Sprecher der Polizei unklar.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963867/1

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AfD-Vize: «Bin überzeugt, dass sie damit nicht durchkommen»

19. April 2026 um 04:30

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Hannover (dpa/lni) –

Niedersachsens AfD-Vize Stephan Bothe sieht hinter der Kritik im eigenen Landesverband persönliche Motive und Interessen. «Es sind aus meiner Sicht einzelne Personen, die ihren Karriereweg nicht so gegangen sind, wie sie es wollten, und nun versuchen, mit einer Empörungskampagne einem erfolgreichen Landesvorsitzenden zu schaden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin überzeugt, dass sie damit nicht durchkommen.»

Am Samstag, 25. April, kommt die AfD Niedersachsen in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) zu ihrem Landesparteitag zusammen. Dort soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Bothe zeigte sich zuversichtlich, dass Landeschef Ansgar Schledde mit großer Mehrheit bestätigt werde. Er selbst wolle erneut als stellvertretender Landesvorsitzender kandidieren.

Schwere Vorwürfe gegen Landesverband

Doch im Vorfeld des Parteitags sorgen interne Konflikte für Unruhe. Hintergrund sind zwei sogenannte Brandbriefe an den Bundesvorstand der Partei um die Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla, in denen die AfD-Europaabgeordnete Anja Arndt und weitere Parteimitglieder schwere Vorwürfe gegen den niedersächsischen Landesverband erheben. 

Zu den Unterzeichnern des ersten Schreibens vom 2. Februar zählt unter anderem der frühere niedersächsische AfD-Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzende Stefan Marzischewski-Drewes.

Worum es geht

Im ersten Schreiben ist unter anderem von einem «korrupten System» und einer «Parallelorganisation» die Rede. Man sei in tiefster Sorge um den AfD-Landesverband. Die Unterzeichner fordern den Bundesvorstand auf: «Ohne Ihr zügiges und beherztes Eingreifen ist unsere Partei der Alternative für Deutschland in Niedersachsen verloren.» 

Im zweiten Schreiben vom 18. Februar wird unter anderem der Vorwurf erhoben, Bewerber um ein Bundestagsmandat würden gedrängt, Einfluss auf einen Teil der ihnen zustehenden Mitarbeiterstellen abzugeben. Diese würden dann durch den Landesvorstand mit Gefolgsleuten besetzt. So entstehe ein Netzwerk von Abhängigkeiten; Beschäftigte in den Abgeordnetenbüros könnten nach Darstellung des Schreibens auch für Parteiarbeit eingesetzt werden.

Mitarbeiter von Abgeordneten werden aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Sie dürfen während ihrer Arbeitszeit ausschließlich Aufgaben zur Unterstützung der parlamentarischen Arbeit wahrnehmen.

Ermittlungen und parteiinterne Prüfung

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt – unter anderem wegen des Verdachts der Untreue und wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Der Landesvorstand weist die Vorwürfe zurück. Zur Prüfung der Vorwürfe hat der Bundesvorstand eine «Vertrauensgruppe» nach Niedersachsen entsandt, wie Bothe sie nennt.

Gegen Arndt läuft unterdessen ein Parteiausschlussverfahren. Nach einem Beschluss des Landesschiedsgerichts der AfD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen ihr bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren die Mitgliedsrechte entzogen werden.

Bothe greift Arndt an

Durch Arndts Schreiben sei «erheblicher Schaden» für die Partei entstanden, sagte Bothe. «Deshalb sehe ich für sie keine Zukunft in der AfD Niedersachsen.» Wenn es ihr um die Aufklärung von Missständen gegangen wäre, hätte sie sich persönlich an den Bundesvorstand gewandt, statt Brandbriefe zu verfassen.

Zudem äußerte Bothe die Einschätzung, Arndt habe eigene Ambitionen auf den Landesvorsitz und nutze die Situation, um Parteichef Schledde zu schaden. Arndt äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Konfliktlinie verläuft auch durch Fraktion

Mit Blick auf den Landtagsabgeordneten Marzischewski-Drewes, der den Brandbrief mitunterzeichnet hatte, sagte Bothe, dies sei «schon enttäuschend». Marzischewski-Drewes habe «möglicherweise nicht alle Hintergründe gekannt und ist hier vielleicht für etwas benutzt worden». Er gehe davon aus, dass es sich um Missverständnisse handele, die sich ausräumen ließen.

Marzischewski-Drewes teilte auf Anfrage mit: «Ich arbeite seit Jahren konstruktiv und gut mit Stephan Bothe im Landtag zusammen. Und das wird auch so bleiben!»

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963696/1

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Wenn der Rabe ein Gänseküken jagt – Kann ich es retten?

19. April 2026 um 04:30

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Hamburg (dpa/lno) –

Ein einzelnes Gänseküken rennt Mitte April an der Außenalster entlang – und wird von einem Raben gejagt. Er steuert immer wieder direkt auf das kleine Tier zu. Dann erwischt er es. Mit dem Gänslein im Schnabel fliegt der große schwarze Vogel davon, Alster-Spaziergänger schreien an dem sonnigen Frühlingstag entsetzt auf. Sie fragen sich: Hätten sie das Tier retten sollen – und können?

Eine Chance für den Raben

«Für uns Menschen und das Tier ist es schrecklich. Aber das ist Natur», sagt Olaf Nieß vom Hamburger Schwanenwesen über das Geschehen. «Deswegen bekommen Tiere so viele Kinder.» Enten zum Beispiel bekämen 12 bis 14 Küken – und am Ende der Saison bleibe davon nur ein brutfähiges Pärchen übrig. «Die Natur hat es sich so ausgedacht, dass die Schlauesten und Kräftigsten durchkommen», erklärt Nieß der Deutschen Presse-Agentur. «Der Rabe hat die Ausnahme-Situation gesehen und seine Chance genutzt.» 

Den Angreifer vertreiben? 

Sollten und könnten Passanten einen Raben in solch einer Situation vertreiben? «Dann ist ja das Küken wieder alleine und kommt in die nächste Gefahrensituation», sagt Nieß. Aber: «Wenn man das Küken greifen kann, dann kann man es in eine Wildtierstation bringen.» Wenn das Jungtier schon verletzt ist, etwa weil ein Rabe es schon körperlich attackiert hat, sei es meist allerdings nicht mehr zu retten. 

Ist das Küken eine Trophäe für den Raben?

«Tiere gehen nicht los und verspeisen etwas als Trophäe. Entweder verspeisen sie es selbst – oder versorgen damit ihre Jungtiere», berichtet Nieß. Viele Jungtiere würden deshalb zur Beute. «Wenn der Fuchs junge Hasen fängt oder junge Rehkitze gefressen werden – oft bekommt das der Mensch nicht mit.»

Gänse-Eltern können nicht zählen

Ob an der Alster oder anderen Gewässern, ob Gänse oder Enten: Meist sind die Küken mit ihren Geschwistern und Eltern unterwegs, immer in der schützenden Nähe der Erwachsenen – und immer piepend. «Elterntiere können nicht zählen. Sie reagieren nur auf Rufe und Bewegung», beschreibt der Vogel-Experte. «Sie ziehen weiter, wenn sie nichts mehr hören.»

Dutzende Küken beim Hamburger Schwanenwesen 

Das Hamburger Schwanenwesen, das dem Umweltdezernat des Bezirksamtes Hamburg-Nord angegliedert ist, rettet in Not geratene Wildtiere. Aktuell kümmere es sich schon um 60 bis 70 Küken, sagt Nieß. «Wir ziehen jährlich zwischen 600 und 800 verwaiste Jungtiere auf.» Darunter sind neben Küken von Gänsen, Enten und Schwänen zum Beispiel auch junge Füchse.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963702/1

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Wieder Rot, wieder Pleite: HSV-Krise geht weiter

19. April 2026 um 04:23

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Bremen (dpa) –

Nach der verdienten Niederlage im Nordderby war der Frust bei HSV-Coach Merlin Polzin groß. «Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit», sagte der Hamburger Trainer nach dem 1:3 (1:1) beim Erzrivalen Werder Bremen, durch das der Aufsteiger weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz 16 noch fünf Punkte, nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen sind beim HSV aber die Sorgen groß.

Vor allem, weil die Hamburger die hektische und emotionsgeladene Partie im Weserstadion wieder einmal nicht mit elf Spielern beendeten. Dieses Mal sah der erst kurz zuvor eingewechselte Philip Otele wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Es war bereits der achte Feldverweis für einen HSV-Profi in der laufenden Spielzeit. Damit haben die Hamburger nun mehr Platzverweise als Siege (sieben) zu Buche stehen. In Bremen wurde zudem am Ende noch Co-Trainer Loïc Favé auf die Tribüne geschickt.

Platzverweise als Problem

«Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann hilft es mehr, wenn du mit elf gegen elf antrittst oder vielleicht sogar einer mehr bist, als wenn du einer weniger bist», sagte Polzin zu den vielen Roten und Gelb-Roten Karten. «Mit so vielen Roten Karten kannst du in der Bundesliga kein Spiel gewinnen», sagte auch Nicolai Remberg.

Doch auch ohne Rot für Otele wäre es für den HSV schwer geworden, in Bremen zu gewinnen. Vor allem im zweiten Durchgang fanden die Gäste offensiv fast nicht mehr statt. «Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Werder, uns haben die Torchancen gefehlt», sagte Robert Glatzel, der mit seinem Traumtor zum 1:1 für zwischenzeitliche Hoffnung beim HSV gesorgt hatte.

Ausfälle wiegen schwer

Doch wie schon beim 0:4 in Stuttgart in der Woche zuvor konnten die Hamburger die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Luka Vuskovic oder Sambi Lokongo nicht verkraften. Angesichts des schweren Restprogramms mit Partien gegen Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen sowie des seit Wochen andauernden Leistungsabfalls ist der einstige Bundesliga-Dino noch lange nicht auf der sicheren Seite.

Doch bei aller Niedergeschlagenheit über das verpatzte Nordderby ist Remberg weiter absolut davon überzeugt, dass es auch in der kommenden Saison zwei Duelle mit dem großen Rivalen aus Bremen geben wird. «Wir gehen nicht in die Zweite Liga. Das kann ich hier felsenfest sagen», versprach Remberg.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963684/1

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Wimmers Traumtor für die Ehefrau: «Genau 2.800 Tage»

19. April 2026 um 04:21

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Berlin (dpa) –

Für Wolfsburgs Patrick Wimmer war der Tag beim 1. FC Union Berlin rundum perfekt. Eine neue Frisur, ein Traumtor mit dem Außenrist und ein ganz spezieller Liebestag mit Ehefrau Sarah. «Mit meiner Frau habe ich heute einen besonderen Tag, wie lange wir schon zusammen sind. Es ist witzig, dass ich die ganz genauen Zahlen weiß. Es sind 400 Wochen genau und 2800 Tage genau. Es sind alles gerade Zahlen», verriet der Österreicher nach dem 2:1 beim 1. FC Union Berlin mit einem Grinsen. 

Dass er diese Zahlen so exakt parat hatte, kommt nicht von ungefähr. «Es kommt immer von mir. Kein Spaß», erklärte der Bundesliga-Stürmer und gab zu: «Ich muss sagen, ich habe schon eine App, die mitzählt.» Das besondere Datum habe ihm zusätzliche Energie verliehen. 

Wimmers Schlenzer mit dem Außenrist

Wimmer hatte den Tabellenvorletzten, der bis auf zwei Punkte an St. Pauli auf Platz 16 heranrückt, sehenswert in Führung gebracht. Der 24-Jährige nutzte die Räume im Mittelfeld, zog nahezu unbedrängt bis vor die Strafraumgrenze und schlenzte den Ball aus der Distanz mit dem Außenrist ins Eck. «Ich habe mich selber gewundert, dass ich den Ball treffen kann mit dem Außenrist. Bin selber froh, dass der dann so reingerutscht», sagte Wimmer ungläubig. 

Neue Frisur bringt Glück: «Frau hat das Machtwort»

Auch der neue, kürzere Haarschnitt hatte nach Meinung des Offensivspielers Anteil am Erfolgstag. «Heute kommt alles zusammen. Vor allem in Bielefeld und erste Saison in Wolfsburg hatte ich die Frisur», berichtete Wimmer. Die Idee kam aber nicht von ihm. «Die Frau hat das Machtwort. Wenn die Frau ja oder nein sagt, dann habe ich das so zu machen», scherzte der Wolfsburger.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963678/1

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23-Jähriger stirbt nach Kollision mit Baum

19. April 2026 um 03:54

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Löningen (dpa/lni) –

Bei dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Baum ist ein junger Autofahrer ums Leben gekommen. Der 23-Jährige kam mit seinem Wagen bei Löningen (Kreis Cloppenburg) von der Straße ab und prallte gegen den Baum, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch die Wucht der Kollision fing der Wagen in der Nacht Feuer und brannte vollständig aus. 

Der Fahrer habe nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, berichtete der Sprecher weiter. Für ihn sei jede Hilfe zu spät gekommen. Warum er mit dem Wagen von der Straße abkam, war zunächst unklar.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963617/1

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Tennisprofi Zverev erwägt Startverzicht für Hamburg

19. April 2026 um 03:50

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München (dpa) –

Nach seinem Halbfinal-Aus in München erwägt Tennisprofi Alexander Zverev, doch nicht alle drei anstehenden Sandplatzturniere als Vorbereitung auf die French Open zu bestreiten. Das könnte bedeuten, dass er das ATP-500-Event in seiner Geburtsstadt Hamburg vom 16. bis 23. Mai auslässt. «Das werden wir sehen», antwortete Zverev auf die Frage, ob er bei den Masters von Madrid und Rom und dann noch in Hamburg starten werde.

Kurz vor seinem 29. Geburtstag am Montag war Zverev bei den BMW Open in der bayerischen Landeshauptstadt im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli ausgeschieden. Er führte dies auch darauf zurück, dass er erschöpft war von den vielen Turnieren und Matches seit Jahresbeginn.

Zverev: Spielplan vor Paris «schlau gestalten»

Nun freut er sich auf eine kurze Pause bis zum Beginn des Masters in Madrid. «Ein paar freie Tage werden jetzt auch schon hilfreich. Und die habe ich jetzt, ich glaube sechs Tage bis zu meinem nächsten Match. Das sind mehr, als ich gehabt habe in den letzten paar Monaten», sagte Zverev.

Der Olympiasieger von 2021 richtet seine Planungen ganz auf die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni aus. «Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen», unterstrich er. Deshalb gehe es nun darum, seine gute Form zu halten oder gar zu steigern. «Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten.»

Beispiele Sinner und Alcaraz

Zverev will sich auch ein Beispiel nehmen an den Branchengrößen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. «Ich glaube, so ein Carlos und so ein Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind.» Der Spanier Alcaraz etwa lässt Madrid – auch wegen einer Verletzung – aus.

In der spanischen Hauptstadt wird Zverev an den Start gehen. Was er dann in Rom und Hamburg macht, das hängt wohl vom Abschneiden bei den Turnieren davor ab. Kommt er beispielsweise in Madrid bis ins Halbfinale oder Finale, dann ist ein Verzicht in Rom denkbar. Sollte der Deutsche in Italien dagegen lange dabei sein, dann könnte er sich für eine Absage in Hamburg entscheiden. Das ATP-500-Event in der Hansestadt ist die Generalprobe für Paris – nur einen Tag nach dem Finale am Rothenbaum beginnen die French Open.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963607/1

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Merz und Lula wollen strategische Partnerschaft ausbauen

19. April 2026 um 03:00

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Hannover (dpa) –

Deutschland und Brasilien wollen ihre strategische Partnerschaft bei zweitägigen Beratungen in Hannover weiter ausbauen. Heute empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den brasilianische Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva am Schloss Herrenhausen mit militärischen Ehren zu einem Gespräch unter vier Augen. Am Abend eröffnen beide im Congress Centrum die Hannover Messe, die als weltweit wichtigste Industrieschau gilt. 

Am Montag finden dann im Schloss die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen statt, an denen aus Brasilien sieben und auf deutscher Seite acht Minister teilnehmen. Ziel ist es, die Beziehungen in Bereichen wie Handel, Rohstoffe, Rüstung, Digitalisierung, Forschung und Klimaschutz weiter auszubauen. 

Es dürfte auch um Trump gehen

Es wird aber auch um Außenpolitik gehen. Unter anderem dürfte das Agieren von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran, aber auch gegenüber lateinamerikanischen Ländern wie Venezuela und Kuba eine Rolle spielen.

«Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt», sagte Lula vor seinem Deutschlandbesuch dem «Spiegel». «Er kann anderen Ländern nicht pausenlos mit Krieg drohen.» Der US-Präsident hatte vor wenigen Tagen gesagt: «Vielleicht werden wir in Kuba vorbeischauen, wenn wir hiermit fertig sind.» Damit meinte er den Iran-Krieg, den er zusammen mit Israel angefangen hatte.

Lula will der Großmachtpolitik Trumps eine Reform der Vereinten Nationen entgegensetzen und strebt wie Deutschland einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an. Alle Versuche, das Gremium zu reformieren, sind in den vergangenen Jahrzehnten aber gescheitert. Derzeit hat der Sicherheitsrat fünf permanente Mitglieder, die Vetorecht besitzen: USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – alles Atommächte. 

Mercosur-Abkommen kann ab 1. Mai angewendet werden

Es ist das erste Treffen von Merz und Lula seit der Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur. Das Abkommen kann ab dem 1. Mai vorläufig angewendet werden. Dadurch entsteht eine neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen angekurbelt werden. Besonders große Chancen werden für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche erwartet.

Deutschland ist der viertgrößte Handelspartner Brasiliens mit einem Volumen von 20,9 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und etwa 38 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen. Mit rund 1.000 ansässigen deutschen Unternehmen ist beispielsweise der Großraum São Paulo Deutschlands größter Industriestandort im Ausland.

Brasilien will sich als innovative Industriemacht präsentieren 

Auf der Hannover Messe will sich Brasilien der Welt «als nachhaltige, innovative und wettbewerbsfähige Industriemacht» präsentieren, wie der Leiter der Abteilung für Handels- und Investitionsförderung im brasilianischen Außenministerium, Carlos Henrique Moscardo sagt.

Bei den Konsultationen im Schloss dürfte auch der Klimaschutz ein wichtiges Thema werden. Deutschland hatte bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém im vergangenen November für einen neuen Fonds zum Schutz des Regenwalds eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zugesagt. 

Lula will Wurst vom Straßenimbiss 

Die Teilnahme des Bundeskanzlers an der Konferenz mitten im Amazonasgebiet blieb in Brasilien aber aus einem Grund in Erinnerung. Nach seiner Rückkehr hatte Merz sich auf eine Weise über die arme Stadt Belém geäußert, die viele Brasilianer als beleidigend und abschätzig empfanden. Die deutsche Delegation sei froh gewesen, «von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt» zu sein, hatte er gesagt. Auch Lula hatte ihn zunächst dafür kritisiert, sich dann aber beim G20-Gipfel in Johannesburg wieder mit ihm versöhnt. 

Für seinen Besuch in Hannover hat Lula nun bei Merz einen besonderen Wunsch angemeldet. «Ich habe ihm gesagt, wenn ich nach Deutschland reise, esse ich gerne Wurst vom Straßenimbiss», sagte Lula, der bei seiner Reise von seiner Frau Janja begleitet wird, dem «Spiegel». «Das letzte Mal, als ich im Büro von Angela Merkel war, habe ich eine Wurst gegessen, die ich an einem Stand gekauft hatte. Wenn ich im Ausland bin, versuche ich die örtlichen Speisen zu probieren.»

Am Sonntagabend steht statt Straßenimbiss allerdings zunächst einmal ein Dinner mit Wirtschaftsvertretern im Schloss Herrenhausen auf dem Programm.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963562/1

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In welchen Hamburger Parks gegrillt werden darf

19. April 2026 um 03:00

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Hamburg (dpa/lno) –

Wenn die Temperaturen steigen und die Abende wieder länger werden, dann riecht es an den ersten Ecken Hamburgs nach Bratwurst und Grillkäse. Im Frühling schmeißen viele zum ersten Mal den Grill an. Was aber, wenn man keinen eigenen Garten oder geeigneten Balkon hat? Grundsätzlich ist Grillen in den Grünanlagen außerhalb der ausgewiesenen Grillzonen Angaben der Stadt zufolge nicht erlaubt. Ein Überblick, an welchen Orten man brutzeln darf – und ein kleiner Grill-Knigge im Anschluss:

Hamburg-Mitte

Wer in Hamburg-Mitte grillen möchte, kann das in mehreren Parks tun, allerdings auch hier nur in den ausgewiesenen Grillzonen. Gebrutzelt werden darf beispielsweise in Billstedt: Im Öjendorfer Park gibt es zwei Grillstellen – beide mit Seeblick. Auch im Hammer Park gibt es eine große Grillzone und auch im weitläufigen Wilhelmsburger Inselpark darf an zwei ausgewiesenen Grillplätzen gebrutzelt werden. 

Wer seine Bratwürste etwas zentraler grillen will, kann das auf der Michelwiese in der Neustadt mit Blick auf den Hamburger Hafen und die St. Michaelis-Kirche tun. Hier gibt es eine Grillstation mit drei Elektrogrills, die man für ein paar Euromünzen benutzen kann.

Altona

In Altona gibt es nur einen ausgewiesenen Grillplatz. In der Rissener Kuhle im Nordwesten der Stadt kann man einen bequemen Grillabend mit der ganzen Familie verbringen: Hier stehen mehrere gemauerte Grills sowie Tische und Bänke zur Verfügung. 

Eimsbüttel

In Eimsbüttel können Grill-Fans im Niendorfer Gehege brutzeln. Der Grillplatz befindet sich neben dem Waldcafé Corell und dem Parkplatz vom Ponyhof. Im Waldcafé gibt es auch öffentliche Toiletten. In anderen Teilen des Waldes gilt absolutes Grillverbot. 

Bergedorf

Wer in Bergedorf grillen will, kann das im Grünen Zentrum Lohbrügge tun: auf öffentlichen Grills mit Blick auf den Parksee. 

Harburg

Auch im Harburger Stadtpark gibt es ausgewiesene Grillplätze in den Langenbeker Wiesen. Nach dem Essen können sich Kinder noch auf dem Bolzplatz austoben.

Hamburg-Nord

Im Stadtpark in Winterhude stehen zwei offizielle Grillstellen auf der Festwiese und auf der Wiese westlich vom Planschbecken zur Verfügung. An anderen Stellen im Park ist das Grillen nicht erlaubt. Auch rund um die Außenalster laden zwei Wiesen zum Grillen ein: Gebrutzelt werden darf allerdings auch hier nur in den ausgewiesenen Grillzonen an der Fernsichtbrücke und am Schwanenwik. In Eppendorf darf im Haynspark gegrillt werden: Hier befinden sich die ausgewiesenen Grillplätze am Ufer der Alster und im Schatten der Bäume. 

Hamburger Grill-Knigge

Um die offiziellen Grillzonen zu erkennen, stehen entsprechende Schilder in den Grünanlagen, wie das Bezirksamt Hamburg-Nord mitteilte. Zusätzlich gebe es im Stadtpark saisonale Banner, die über die Grillzonen und den Umgang mit Grills informierten.

Wichtig ist laut Stadt, einen sicheren Standplatz mit ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern zu suchen. Die Grills müssen zudem mindestens 50 Zentimeter vom Erdboden entfernt sein. Das Benutzen von Einweggrills ist grundsätzlich verboten.

Klar ist auch: Die Grillplätze müssen nach der Benutzung sauber hinterlassen werden. Heiße Asche sollte vorsichtig abgelöscht und sicher entsorgt werden. Die Hamburger Feuerwehr rät außerdem von Spiritus zum Anzünden des Grills ab. Wenn es zu trocken ist, können die Bezirksämter das Grillen wegen Brandgefahr verbieten. 

Das Grillen auf dem Balkon ist durch den Mietvertrag oder die Hausordnung geregelt, die Feuerwehr rät aber vom Grillen mit Holzkohle ab. «Achten Sie auf einen sicheren Stand und halten Sie ein Löschmittel bereit. Sorgen Sie dafür, dass sich kein Rauch, beispielsweise in Nachbarwohnungen, ausbreitet. Wenn doch etwas schiefgehen sollte, rufen Sie sofort die Feuerwehr über den Notruf 112», teilte die Feuerwehr mit.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963544/1

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FDP fordert spätere Klimaneutralität für Schleswig-Holstein

19. April 2026 um 05:55

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Kiel (dpa/lno) –

Schleswig-Holsteins FDP-Fraktion fordert eine Verschiebung des Ziels des Landes, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel klinge zwar gut, sei aber «weder realistisch noch sinnvoll», sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. «Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, die Europäische Union erst bis zum Jahr 2050.»

Der europäische Emissionshandel führe dazu, dass unterschiedliche Klimaziele zwischen EU-Staaten und Regionen lediglich Emissionen verlagerten, erklärte Vogt. «Dem Klimaschutz helfen solche hehren Ziele also überhaupt nicht, sie sind aber brandgefährlich für unseren Wirtschaftsstandort und führen zu hohen gesellschaftlichen Kosten, die viele Menschen überfordern werden.»

Es sei unrealistisch, Klimaneutralität in nur 15 Jahren zu erreichen, ohne wirtschaftliche und soziale Verwerfungen auszulösen. «Da kann die Landesregierung gar nicht gegen an subventionieren», sagte der Fraktionschef. Er plädierte für ein einheitliches Vorgehen, mehr Anreize und weniger Verbote. 

Vogt warnt vor Deindustrialisierung

«Die Landesregierung sollte ihren sicherlich gut gemeinten, aber leider fatalen Sonderweg beenden und Schleswig-Holsteins Klimaziel schnellstmöglich wieder dem der Bundesebene anpassen», betonte Vogt. Überdies sollte sich Deutschland insgesamt an die europäischen Vorgaben halten und nicht darüber hinaus gehen. «Angesichts der hohen Energie- und Bürokratiekosten findet längst eine gefährliche Deindustrialisierung unseres Landes statt», warnte Vogt.

Diese Entwicklung müsse gestoppt werden, denn Klimaschutz verliere an Rückhalt, wenn vermeidbare Wohlstandsverluste die Akzeptanz in der Bevölkerung schwinden ließen. Produktion und Arbeitsplätze wanderten dann in Länder mit niedrigeren Standards ab. Der Fraktionschef kritisierte: «Durch den Sonderweg von CDU und Grünen bei der Klimaschutzpolitik droht das Leben für viele Menschen schlicht unbezahlbar zu werden.» 

Dies betreffe nicht nur die Mobilität, sondern auch das Wohnen, das seit Jahren immer teurer werde. Das Land dürfe nicht dazu beitragen, dass Eigentümer und Wohnungswirtschaft ihre Investitionen so stark vorziehen, dass die Quadratmeterpreise in den kommenden Jahren explodieren. «Wer die Verlustängste der breiten Mittelschicht weiter verstärkt, stärkt die politischen Ränder», mahnte Vogt.

Kritik auch von Verbänden

Die schwarz-grüne Landesregierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral gestalten. Die Bundesregierung will dieses Klimaziel erst 2045, die Europäische Union erst 2050 erreichen. FDP-Fraktionschef Vogt kündigte an, die kommende Landtagswahl im April 2027 zu einer Volksabstimmung über die richtige Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik machen zu wollen, wenn die Landesregierung ihren «fatalen Sonderweg» nicht verlasse.

Der Sozialverband Deutschland, die SPD und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen VNW hatten zudem im März vor Folgen der ehrgeizigen Klimapolitik der Landesregierung für Ärmere gewarnt. «Wir dürfen Menschen mit niedrigen und normalen Einkommen beim Klimaschutz nicht überlasten», sagte SPD-Landeschef Ulf Kämpfer der Deutschen Presse-Agentur damals. Notwendig sei gerechter Klimaschutz.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963517/2

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Sanierungsstau – wie zuverlässig ist der Nord-Ostsee-Kanal?

19. April 2026 um 02:30

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Kiel (dpa) –

Seit Jahren investiert der Bund massiv in die noch aus der Kaiserzeit stammenden Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Trotzdem sieht der Vorsitzende der Initiative Kiel-Canal Probleme mit der Zuverlässigkeit. «Der Kanal ist keine zwingende Infrastruktur, sondern für Reeder nur eine Option, wenn die Kosten stimmen und die Planbarkeit gegeben ist, diese Abkürzung zu nehmen», sagt Jens Broder Knudsen der Deutschen Presse-Agentur.

Der Nord-Ostsee-Kanal «leidet darunter, dass dessen Nutzung so unplanbar und aufgrund von Ausfällen der Schleusen zunehmend unzuverlässig geworden ist», sagt Knudsen. Die rund 100 Kilometer lange Wasserstraße von Brunsbüttel nach Kiel ist eine Abkürzung im Vergleich mit der Route um Skagen. Schiffe sparen so eine Menge Treibstoff. Eine Kanalpassage dauert je nach Schiffsgröße bis zu etwa zehn Stunden.

Investitionen und Personal

Der Ausbau und die Sanierung der künstlichen Wasserstraße von Kiel bis nach Brunsbüttel laufen seit mehr als einem Jahrzehnt. Nach früheren Angaben des Wasserstraßen-Neubauamts Nord-Ostsee-Kanal sind bereits rund zwei Milliarden Euro verbaut, weitere zwei Milliarden werden schätzungsweise folgen. Ein Teil fließt in die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel (1,2 Milliarden Euro).

«Danach wird es weniger Krisenmodus und mehr geordneten Betrieb geben», sagt Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). «Der Kanal wurde über viele Jahre extrem vernachlässigt und weist daher einen Sanierungsstau auf, der jetzt langsam aber sicher abgearbeitet wird.» Die Investitionen erhöhten die Betriebssicherheit und Verlässlichkeit der Wasserstraße. «Auch wenn der Bund damit schon viel früher hätte anfangen müssen.»

Wenig Verständnis hat Madsen für das Festhalten der Bundesregierung am Stellenabbau. «Die Schifffahrtsverwaltung hat bereits jetzt Personalprobleme.» Der Bund müsse die Attraktivität seiner Arbeitsplätze im technischen und nautischen Segment erhöhen. «Sonst kann er die anstehenden Probleme nicht lösen und wird zudem als Arbeitgeber unattraktiv.»

Was zu tun wäre

«Die Symbolwirkung, etwas Neues zu bauen, ist politisch höher als bei Investitionen in den Erhalt einer Infrastruktur», sagt Knudsen. «Aber wenn der Bund den Bereich Wartung und Instandhaltung nicht mindestens auf gleichem Niveau sicherstellt, dann bringt der ganze Neubau und die Grundsanierung des Kanals nichts, weil dessen Fundament wegbricht.»

Nach Ansicht des Experten wird die Bedeutung maritimer Infrastruktur von der Politik noch immer unterschätzt: «Im Sondervermögen sind Straße und Schiene berücksichtigt worden, nicht aber die Wasserstraßen. Böse Zungen behaupten, weil der Wähler nicht auf der Wasserstraße unterwegs ist.» Manche verstünden die Bedeutung des Kanals für den Hamburger Hafen und die Lieferketten generell erst, wenn der Lieblings-Pudding nicht mehr im Supermarkt zu finden sei.

Kritisch sieht Knudsen die wegen Erosionsschäden an den Böschungen bereits 2023 beschlossene Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 15 auf Tempo 12, die zu längeren Durchfahrtszeiten und damit zu höheren Entgelten für Lotsen und Kanalsteurer führt. «Kleinere Schiffe müssen wieder mit höheren Geschwindigkeiten fahren dürfen.»

Knudsen ist auch geschäftsführender Gesellschafter von Sartori & Berger, einem Kanalmakler, der Dienstleistungen für die Schifffahrt übernimmt. Die vom Bund aus Attraktivitätsgründen halbierte Befahrungsabgabe findet er richtig, einen in Rede stehenden kompletten Wegfall lehnt er dagegen ab. «Die Kundschaft begrüßt ausdrücklich die Beibehaltung der Reduzierung.» Sie sei dankbar für die Senkung.

«Der Bund sollte diese Einnahmen nicht aufgeben, sondern gezielt zum Nutzen der Kunden einsetzen, beispielsweise zur Finanzierung der Kosten im Zusammenhang mit der Schlepperannahmepflicht», sagt Knudsen. Diese könne für kleine Schiffe einen überproportionalen Anteil ausmachen, der die ganze Reise verhagele. Ein Wegfall der Schlepperkosten «wäre gerade für die kleinen Schiffe ein Punkt, den Kanal künftig nicht mehr zu meiden».

Der Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Heiko Böschen, verweist auf die Sicherheit. «Die Schlepperannahmepflicht ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, wenn nur eine große Schleusenkammer zur Verfügung steht. Diese Maßnahme trägt dazu bei, Havarien zu verhindern.» Die Schifffahrt akzeptiere diese Pflicht. «Der NOK ist dadurch jederzeit nutzbar.»

Statistik

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise haben im März wieder mehr Schiffe die künstliche Wasserstraße angesteuert. Den Kanal nutzten im vergangenen Monat 1.988 Schiffe und damit gut 500 mehr als im Februar. Im Januar waren es 1.785 Schiffe. Was noch wichtiger ist: Sie transportierten wieder mehr Ladung. Im März waren es knapp 6,46 Millionen Tonnen, knapp 158.000 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Im Januar lag die Ladungsmenge bei 5,94, im Februar bei 5,07 Millionen Tonnen.

2025 war die Zahl der Schiffspassagen um fast 10,5 Prozent zurückgegangen. Zwischen Nord- und Ostsee befuhren den Kanal 22.262 (2024: 24.866) Schiffe. Dafür werden die Schiffe immer größer. Die sogenannte Bruttoraumzahl, die rechnerische Gesamtgröße eines Schiffes im Durchgangsverkehr von Kiel bis Brunsbüttel und umgekehrt, stieg von 5.688 auf 5.750.

Die Schiffe transportierten 2025 auf dem Kanal rund 69,5 Millionen Tonnen Ladung. 2024 waren es knapp 75,6 Millionen Tonnen. Wegen der Sanktionen gegen Russland transportierten Schiffe 2025 nur rund 1,85 Millionen Tonnen von und zu den russischen Häfen. 2021 waren es noch 14,22 Millionen Tonnen.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963493/1

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Tag vier der Walrettungs-Aktion vor Insel Poel startet

19. April 2026 um 06:08

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Kirchberg/Wismar (dpa) –

Die private Rettungsinitiative für den vor der Ostseeinsel Poel festliegenden Buckelwal soll am Sonntag fortgesetzt werden. Am Samstag waren Helfer den gesamten Tag wieder in der Nähe des Wals und eine schwimmende Arbeitsplattform war näher an den Meeressäuger gebracht worden. Ein Transport ins offene Meer war nach Angaben der an dem Rettungsversuch beteiligten Tierärztin Janine Bahr-van Gemmert jedoch auch am dritten Tag der Aktion nicht möglich. 

Seit Donnerstag laufen die Arbeiten der privaten Initiative, die das Tier lebend zurück in die Nordsee bringen möchte. Ursprünglich war für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs des Rettungsplans für Freitag der Start des Transports geplant gewesen. 

Wie genau der intern bekannte Zeitplan nun aussieht, wollten die Mitglieder der Initiative am Samstag nicht preisgeben. Hintergrund sei, dass das Team von außen nicht unter Druck stehen wolle. «Wir sind jetzt gut dabei», sagte Bahr-van Gemmert. Sie gestand aber auch ein: «Wir wären gerne noch schneller.» 

Der geschwächte Wal liegt am Sonntag bereits den 20. Tag an derselben Position in der Kirchsee in der Wismarer Bucht. 

Initiative: Wir machen das Beste für den Wal 

Die Situation sei schwierig, sagte die Veterinärin, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet. Die an der Rettung beteiligten Helfer seien aber überzeugt: «Wir machen das Beste für den Wal.» Zu sehen, wie der Wal versuche, sich aus seiner Lage «rauszukämpfen», sei für sie kein Tierschutz. «Und ihn in Ruhe sterben lassen ist es auch nicht, weil es keine Ruhe ist», beschreibt sie das Wal-Dilemma.

Am Samstag hatten die Helfer nach eigenen Angaben unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. «Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist», sagte Bahr-van Gemmert. Das sei jedoch nicht gelungen. 

Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies sie zurück: «Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.» Sie betonte erneut, dass der Wal eine «reelle Chance» habe. Diesbezüglich würden ihr Expertinnen und Experten, die aktuell vor Ort waren, zustimmen.

Etliche Fachleute: Heimreise des Wals unmöglich

Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen dagegen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.

Ein Sprecher der Umweltorganisation Greenpeace sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Gesundheitszustand des Wals lasse sich an der Intensität der Ausatmung erkennen. «Wenn er strandet, wird die Atmung flacher und eher ein Seufzen, und es ist nicht mehr dieses kräftige Ausblasen.» Diese flachere Atmung sei beim Buckelwal immer öfter zu beobachten.

«Kranke Wale haben ein anderes Atemmuster, die Abstände zwischen den Atemzügen sind nicht entscheidend, sondern die Art des Atmens», sagte der Meeresbiologe weiter. Diese Walart atme demnach in der Regel zwei relativ kurze, schnelle Atemzüge in Abständen von 20 bis 30 Sekunden, dann folgten zwei bis zu fünf Minuten Pause. Dann sei der Körper mit Sauerstoff geflutet.

Greenpeace: Wal krank und stark geschwächt

Die Umweltschutzorganisation sieht wenig Chancen für eine Rettung des Buckelwals durch die private Initiative. «Was passiert im besten Fall, wenn er befreit wird: Das Tier ertrinkt in der Nordsee», sagte der Umweltschützer. Angesichts des «Hypes» mit dem durch die Aktion erzeugten Motoren-Lärm, den Booten und Tauchern müsse man sich die Frage stellen, ob das Prozedere dem Tierwohl noch zuträglich sei.

An der aktuell laufenden Rettungsaktion beteiligt sich die Organisation nach eigenen Angaben nicht, denn nach den vorliegenden Informationen sei der Wal krank und stark geschwächt, teilte sie mit. 

Zeitplan und was ist Samstag passiert

Bis zum Samstagabend hatten die Beteiligten die Befreiung des Wals weiter vorbereitet. Im Gegensatz zu Freitag, als der Buckelwal nach der Annäherung eines Tauchers plötzlich mit starken Bewegungen reagiert hatte, blieb das Tier am Samstag weitgehend regungslos. Gelegentlich buckelte der Wal leicht. Zudem stieß er in regelmäßigen Abständen Wasserfontänen aus. 

Helfer legten am Samstagmorgen erneut Tücher auf den Rücken des Wals und beobachteten das Tier. Am Nachmittag wurde eine Art großer Schlauch ins Wasser gelassen. Nach früheren Angaben soll im Bereich des Wals der Untergrund weggespült werden, um das Tier dann mit Luftkissen anzuheben.

Pontons und Plane sollen den Wal tragen

Geplant ist nach früheren Angaben der privaten Rettungsinitiative, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden. Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963499/2

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Fährpreise nach Spiekeroog steigen – andere Inseln warten ab

19. April 2026 um 02:00

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Spiekeroog (dpa/lni) –

Wer in nächster Zeit für eine Auszeit auf die ostfriesische Insel Spiekeroog reisen möchte, muss sich auf höhere Ticketpreise bei den Fährfahrten einstellen. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH kündigte an, einzelne Fährtarife wegen gestiegener Kraftstoffkosten infolge des Krieges im Iran anzuheben. Andere Fährgesellschaften an der ostfriesischen Nordseeküste prüfen die Lage, wieder andere wollen solche Preissteigerungen unbedingt vermeiden. Ein Überblick: 

Spiekeroog erhöht Preise, Langeoog prüft

Eine Hin- und Rückfahrt nach Spiekeroog kostet bei Onlinebuchung für eine erwachsene Person ab sofort 63 Cent und für Jugendliche 27 Cent mehr. Damit würden sich die Preissteigerungen je nach Ticketart in einem «moderaten, niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen», teilte die Nordseebad Spiekeroog GmbH mit. Gestiegene Betriebskosten vor allem beim Treibstoff machten die Preiserhöhungen notwendig. Die Preise für Schiffsdiesel seien im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent gestiegen. Für den Fährbetrieb entstünden dadurch zurzeit zusätzliche Kosten in fünfstelliger Höhe. 

Die Inselgemeinde Langeoog, die den Fährverkehr von und zur Insel selbst betreibt, meldete: Alle Optionen bezüglich einer Fahrpreiserhöhung würden derzeit geprüft. Noch gebe es kein Ergebnis. «Die gestiegenen Kraftstoffpreise treffen die Schifffahrt Langeoog in vollem Umfang», sagte eine Sprecherin der Inselgemeinde. 

Keine Erhöhung für Baltrum und Wangerooge 

Keinen Treibstoffzuschlag plant vorerst die Baltrum-Linie, die den Fährverkehr zwischen dem Festland und der kleinsten ostfriesischen Insel betreibt. «Wir beobachten die Lage aufmerksam und würden nur dann neu kalkulieren, wenn ein länger anhaltender Engpass beim Treibstoff sowie ein außergewöhnlich hoher Einkaufspreis dies zwingend erforderlich machen», teilte die Baltrum-Linie mit. Ziel der Reederei sei es, den Fahrgästen zusätzliche Kosten «so weit wie möglich zu ersparen und dies bei einem unveränderten Fahrplan».

Auch im Fährverkehr von und nach Wangerooge sollen die Ticketpreise der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge (SIW), ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, vorerst unverändert bleiben. «Aktuell ist nicht geplant, die Preise zu erhöhen», sagte eine Bahnsprecherin. Die Energieversorgung sei für das laufende Jahr weitestgehend gesichert. «Die Entwicklung der Marktpreise schlägt daher kurzfristig nicht voll und unmittelbar durch.»

Langfristige Lieferverträge bringen Sicherheit 

Eine ähnliche Vorsorge hat auch die Reederei Norden-Frisia getroffen, die mit ihren Fähren die Inseln Juist und Norderney ansteuert. «Um auf Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen vorbereitet zu sein, sichern wir einen definierten Teil unseres kalkulierten Jahresbedarfs frühzeitig zu einem Festpreis ab», teilte eine Reederei-Sprecherin mit. Nur für die benötigte Menge an Treibstoff, die darüber hinaus gehe, falle der tagesaktuelle Marktpreis an. 

Das schaffe Planungssicherheit und trage dazu bei, Preisentwicklungen besser abzufedern, sagte die Frisia-Sprecherin. «Eine Fahrpreiserhöhung ist aktuell nicht geplant.» Gleichzeitig wolle die Reederei weiter daran arbeiten, ihre Flotte unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Seit vergangenem Jahr gehört ein E-Katamaran zur Flotte. 

Entwarnung gibt auch die AG Ems, die mit Fähren von Emden und Eemshaven zur Insel Borkum fährt. Ein Großteil des jährlich benötigten Gasöls und Flüssigerdgases (LNG) sei durch langfristige Verträge abgesichert, teilte eine Reederei-Sprecherin mit. «Aus diesem Grund sind wir von der derzeitigen Preisentwicklung bislang kaum betroffen.» Für die Fahrgäste bedeute das auch in turbulenten Zeiten stabile Ticketpreise. 

Zudem sind die Kapitäne der Nordseefähren nach Angaben vieler Reedereien ohnehin angehalten, ressourcenschonend zu fahren. Zusätzliches Einsparpotenzial gibt es im Linienverkehr der Fähren laut Fährunternehmen aber kaum, zum Beispiel, weil Fähren wegen der Gezeiten oder für Bahnanschlüsse am Festland zu bestimmten Zeiten fahren müssen.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963447/1

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«Ein Jahr ohne Lorenz» – Demo erinnert an tödliche Schüsse

19. April 2026 um 01:30

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Oldenburg (dpa/lni) –

Unter dem Titel «Ein Jahr ohne Lorenz» wollen sich heute (14.00 Uhr) zahlreiche Menschen zu einer Demonstration in der Oldenburger Innenstadt versammeln. Sie erinnern an den 21-jährigen Lorenz, der bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum 20. April 2025 in der Fußgängerzone erschossen wurde. 

Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» ruft zum Gedenken und Protest auf. Ihr zufolge haben auch Menschen aus Bremen, Hamburg, Osnabrück und Hannover ihr Kommen angekündigt. Möglicherweise werden auch Angehörige von Lorenz sprechen. An der Kundgebung beteiligen sich auch Gruppen, die an andere durch Polizeigewalt ums Leben gekommene Menschen erinnern wollen. 

Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» und andere Aktivisten befürchten, dass die Schüsse einen rassistischen Hintergrund haben. Sie fordern Aufklärung und Gerechtigkeit.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963312/1

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Gestern — 18. April 2026

Paderborn springt mit 1:1 bei Hannover 96 an die Spitze

18. April 2026 um 20:33

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Hannover (dpa) –

Der SC Paderborn hat vorerst Platz eins der 2. Fußball-Bundesliga erobert. Durch das 1:1 (1:0) im Topspiel bei Hannover 96 steht das Team von Trainer Ralf Kettemann mit 58 Punkten dank des besseren Torverhältnisses zumindest bis Sonntag vor Schalke 04 an der Spitze. Hannover 96 (54) liegt auf Tabellenplatz vier nun einen Punkt hinter dem Dritten SV Elversberg (55).

 

In den ersten 20 Minuten war einzig die eindrucksvolle Choreographie der Fans von Hannover 96 mit schwarz-weiß-grünen Fahnen zum 130. Vereinsgeburtstag bemerkenswert. Die erste gute Chance des Spiels entstand eher zufällig: Eine Flanke von 96-Stürmer Benjamin Källman wollte Paderborns Raphael Obermair klären. Sein Versuch landete am Kopf von Hannovers Waniss Taibi, von dort ging der Ball an den Pfosten.

Götze trifft nach Torwart-Fehler

Auf der Gegenseite sorgte ein 96-Fehler für das erste Tor. Hannovers Schlussmann Nahuel Noll faustete nach einer Obermair-Ecke am Ball vorbei, Felix Götze musste nur noch zur Gäste-Führung eindrücken (40. Minute).

Nach der Pause verpasste ausgerechnet Stefano Marino (51./56.) das 2:0. Der Stürmer lief in der vergangenen Saison für die zweite Mannschaft von Hannover 96 auf.

Paderborn verteidigte in der zweiten Hälfte lange Zeit sehr klug. Doch eine perfekte Flanke von Mustapha Bundu wirbelte die Verteidigung durcheinander: Benjamin Källman köpfte unbedrängt zum 1:1-Ausgleich (78.) ins Paderborner Tor. Mit seinem 14. Saisontreffer rettete der Finne seiner Mannschaft einen Punkt.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-963155/1

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Akku-Brand in Hannover: Zwei Verletzte nach Wohnungsfeuer

18. April 2026 um 18:41

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Hannover (dpa/lni) –

Beim Brand eines Akkus in einer Wohnung in Hannover Linden-Nord sind zwei Menschen verletzt worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr in dem Mehrfamilienhaus sei eine Fensterscheibe durch die Hitze bereits geborsten gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Das Feuer sei zu diesem Zeitpunkt weitgehend erloschen gewesen, habe aber noch Nachlöscharbeiten und eine Entrauchung der Wohnung erforderlich gemacht.

Der Bewohner habe zunächst versucht, den Brand selbst zu löschen, und danach sich sowie eine weitere Person ins Freie gebracht. Er habe Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten. Die zweite Person habe ebenfalls Rauch eingeatmet. Beide seien nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Weitere Angaben zur Brandursache, zur Art des Akkus und zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-963019/1

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Schiffe von MSC und TUI haben Straße von Hormus passiert

18. April 2026 um 17:53

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Genf/Hamburg (dpa) –

Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» von TUI Cruises und die «MSC Euribia» der Schweizer Gesellschaft MSC. 

Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. «Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden», hieß es. 

Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die «MSC Euribia» fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der «Euribia» ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden. 

Straße von Hormus angeblich wieder zu

Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.

Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff «Celestial Discovery» -die ehemalige «Aida aura» – am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.

Die «MSC Euribia» saß in Dubai fest, «Mein Schiff 4» in Abu Dhabi und die «Mein Schiff 5» in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962930/1

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Wolfsburgs Arnold weint nach Jubiläum: «Es ist brutal»

18. April 2026 um 17:29

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Berlin (dpa) –

Angesprochen auf sein 400. Bundesliga-Spiel pustete Maximilian Arnold mehrmals kräftig durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. «Es ist brutal. Schon besonders», sagte der Kapitän des VfL Wolfsburg nach seinem Jubiläum beim TV-Sender Sky. Dass die Niedersachsen zuvor mit 2:1 beim 1. FC Union gewonnen und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft hatten, machte den Tag noch besonderer für den 31-Jährigen. 

Ein einzelnes Spiel aus den 400 wollte Arnold nicht herauspicken und als das besondere hervorheben. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich hätte alle genossen. Jeder Sieg, den man in der Bundesliga feiert, ist etwas Besonderes. Ich genieße es einfach, Bundesliga zu spielen», befand der frühere Nationalspieler.

Anschließend richtete Arnold noch eine Liebeserklärung an seine Frau Jenny. Auf die Frage, welche Person in den Jahren die wichtigste gewesen sei, sagte Arnold: «Meine Frau. Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Sie nimmt mich so, wie ich bin. Ich bin manchmal echt sehr, sehr schwierig. Sie ist mein Fels in der Brandung», sagte der Wolfsburger.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962899/1

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Feuerwehr löscht Waldbrand bei Celle mit Hilfe aus der Luft

18. April 2026 um 16:34

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Celle (dpa/lni) –

Die Feuerwehr hat einen Waldbrand am Fuhsekanal bei Celle gelöscht und eine Ausbreitung verhindert. Rund 500 bis 700 Quadratmeter Waldboden standen dort in Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Die alarmierten Ortsfeuerwehren Großmoor und Westercelle erhielten demnach Unterstützung aus der Luft: Ein Überwachungsflugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes Niedersachsen erkundete die Lage und lieferte den Einsatzkräften wichtige Informationen zur Ausdehnung des Feuers. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden verbliebene Glutnester im Waldboden abgelöscht.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962816/1

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72-Jähriger nach Überholmanöver schwer verletzt

18. April 2026 um 16:02

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Braunlage (dpa/lni) –

Ein 72 Jahre alter Motorradfahrer ist bei einem Unfall nach einem zu knappen Überholmanöver bei Braunlage (Landkreis Goslar) schwer verletzt worden. Der Mann musste ausweichen und stürzte, wie die Polizei mitteilte. Der mutmaßliche Unfallverursacher flüchtete.

Nach ersten Erkenntnissen überholten am Nachmittag drei bislang unbekannte Motorradfahrer den 72-Jährigen. Beim Wiedereinscheren kam der letzte Fahrer ihm so nahe, dass er ausweichen musste. Dabei geriet der Mann auf den unbefestigten Seitenstreifen und stürzte.

Die Polizei ermittelt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie fahrlässiger Körperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise. Der flüchtige Motorradfahrer war den Angaben zufolge auf einer sportlichen Maschine unterwegs und trug eine bunte Motorradkombi. Weitere Angaben lagen zunächst nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962765/1

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Derby-Held Stage: Werder Bremen schlägt den Nordrivalen HSV

18. April 2026 um 15:39

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Bremen (dpa) –

Zwei Tore von Jens Stage haben Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Derby-Sieg beschert. Durch das 3:1 (1:1) gegen den Hamburger SV machte der neue Tabellen-14. einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und zog nach Punkten mit dem Erzrivalen gleich. Beide Nordclubs haben nun fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.

Vor 41.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion traf der Däne Stage in der 37. Minute zunächst per Kopf zum 1:0 für Werder. Robert Glatzels Ausgleich nur vier Minuten später (41.) war schon sehenswert. Doch nach der Pause schlenzte der 29-jährige Stage den Ball aus 17 Metern genau in den oberen rechten Winkel des HSV-Tores. Das 3:1 in der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas (90.+1). Doch Werders neuer Derby-Held heißt Stage. Bei der 2:3-Hinspiel-Niederlage in Hamburg hatte sein Tor zum 1:0 noch nicht gereicht.

HSV-Stürmer Philip Otele sah in der 79. Minute noch die Rote Karte. Und schon vor dem Spiel war vieles nach Bremer Geschmack gelaufen.

Die beiden Hamburger Schlüsselspieler Luka Vuskovic (Knieprellung) und Sambi Lokongo (Oberschenkelprobleme) wurden nicht mehr rechtzeitig fit und gehörten nicht einmal zum Spieltagskader. Dazu wurden die Werder-Profis auf dem Spielfeld mit einer gigantischen Fan-Choreographie über mehrere Tribünen empfangen. Darauf waren eine Krake mit Werder-Emblem und eine klare Ansage an den Erzrivalen HSV zu sehen: «Wir waren euer Untergang. Wir bleiben euer Untergang».

Werder zunächst zu harmlos

Derart angespornt, waren die Bremer von Beginn die aktivere Mannschaft, während sich die Hamburger eher abwartend verhielten. Das Problem war lange Zeit nur: Werders Offensivaktionen fehlten Durchschlagskraft und Präzision.

Die erste gute Chance des Spiels hatte der HSV durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (26.), weil die Bremer Angriffe häufig so endeten wie in der Szene unmittelbar zuvor: Romano Schmid dribbelte sich auf Höhe des Hamburger Strafraums an mehreren Abwehrbeinen vorbei und wollte den Ball zu dem besser postierten Njinmah passen. Doch er spielte ihn stattdessen in den Fuß des HSV-Verteidigers Miro Muheim (26.).

Und auch als Stage nach einer Flanke von Yukinari Sugawara zum Bremer 1:0 getroffen hatte, war der Jubel im Weserstadion zwar laut und überschäumend – aber er hielt auch nicht lange an. Denn nur vier Minuten später setzte sich Glatzel im Zweikampf robust gegen Werder-Verteidiger Karim Coulibaly durch und hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze in den linken oberen Torwinkel. Der Videoschiedsrichter überprüfte noch einmal ein mögliches Foulspiel des HSV-Stürmers – aber der sehenswerte Treffer zählte.

Freundschafts-Duell Thioune-Polzin

Rund um das Spielfeld bot sich ein bemerkenswerter Kontrast. Hunderte Polizisten waren im Einsatz, um die rivalisierenden Fangruppen voneinander fernzuhalten. Beide Trainer aber begrüßten sich herzlich. Denn Werders Daniel Thioune und Hamburgs Merlin Polzin sind seit gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück eng befreundet.

Nach der Pause sahen beide zunächst ein ähnliches Spiel wie zu Beginn: Wieder kam Werder deutlich griffiger und zielstrebiger aus der Kabine. Stages Traumtor war der Lohn dafür.

Der große Unterschied war jetzt: Der HSV konnte es nicht nutzen, dass die Gastgeber sich ab Mitte der zweiten Halbzeit immer weiter zurückzogen. Die Hamburger machten zwar das Spiel, kamen aber kaum zu Torchancen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich war ein viel zu harmlos ausgeführter Freistoß von Muheim in der 72. Minute.

Rot für eingewechselten Otele

Kurz darauf schwächten sich die Hamburger auch noch selbst: Der erst elf Minuten vorher eingewechselte Otele traf Werders Puertas mit offener Sohle am Bein. Schiedsrichter Florian Exner sah sich die Szene am Videobildschirm an und stellte den Nigerianer vom Platz (79.). Eine weitere Rote Karte für Bakery Jatta (86.) nahm er nach VAR-Eingriff wieder zurück. Dafür kam es unmittelbar nach dem 3:1 noch zu einer Rudelbildung vor der HSV-Bank, für die je ein Betreuer beider Teams Rot sah.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962673/1

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«Natürlich enttäuscht»: Etas historisches Debüt geht schief

18. April 2026 um 16:35

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Berlin (dpa) –

Nach Tagen im prallen Rampenlicht hielt sich Marie-Louise Eta zunächst im Hintergrund, als sich ihre Schützlinge gemeinsam mit den Fans auf den Abstiegskampf einschworen. Dann versammelte sie die Profis des 1. FC Union Berlin nach ihrer historischen Premiere als erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer am Mittelkreis. Grund zum Feiern gab es indes nicht: Auch die 34-Jährige hat die Negativserie des Köpenicker Fußball-Bundesligisten beim 1:2 (0:1) gegen den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg zunächst nicht stoppen können.

Die Niedersachsen hingegen feierten den ersten Sieg unter Dieter Hecking und schöpfen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Patrick Wimmer (11. Minute) mit einem Traumtor und Dzenan Pejcinovic (46.) erzielten die Treffer für extrem effiziente Gäste, die den Rückstand auf Rang 16 auf zwei Zähler verkürzten. Union vergab zahlreiche Chancen und kam durch Oliver Burke (86.) nur noch zum Anschlusstreffer. 

Eta: «Wir sind natürlich enttäuscht»

«Wir sind natürlich enttäuscht», sagte Eta nach ihrem viel beachteten Debüt. Als sie vor Anpfiff aus den Katakomben gekommen war, richtete sich nahezu jedes Objektiv im Stadion auf die Trainerin. «Ich war total im Fokus. Es geht nicht um mich, es geht um Fußball», stellte die gebürtige Dresdnerin klar. 

Es war das erste Spiel in einer der fünf europäischen Top-Ligen mit einer Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Als «Fußballgöttin» begrüßte der Großteil der 22.012 Fans die 34-Jährige.

Trimmel spricht von Trainerwechsel-Effekt

Bei noch vier ausstehenden Partien haben die Eisernen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und können trotz der Pleite relativ sicher für ihre achte Bundesliga-Spielzeit planen. «Die Lage ist in Ordnung. Wir sind immer noch in einer sehr guten Ausgangsposition», befand Eta. Dennoch war es eine Woche nach der Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim der nächste harte Dämpfer. 

Kapitän Christopher Trimmel sprach trotzdem von einem Trainerwechsel-Effekt. «Es kommt neue Energie auf den Platz. Wenn du 26 Mal versuchst, aufs Tor zu schießen, machst du viel richtig. Die Art und Weise war echt gut heute», befand der Österreicher. 

Union plötzlich im internationalen Rampenlicht

Etas Beförderung hatte die sonst so unscheinbaren Köpenicker auch aufgrund der gesellschaftlichen Signalwirkung in den internationalen Fokus gerückt. Der Medienauflauf beim Premierentraining und der ersten Pressekonferenz war so groß wie vielleicht noch nie bei Union. 

Wolfsburg konnte sich dagegen nahezu ungestört auf das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf vorbereiten. «Es war ein erstes Lebenszeichen. Wir wissen auch, es müssen weitere kommen», forderte Hecking nach dem Sieg in der Hauptstadt. 

Zwei Tore aus der Distanz

Wolfsburg startete stark in die Partie: Wimmer nutzte die Freiräume im Mittelfeld, zog ungestört nach vorne und traf sehenswert mit dem Außenrist zur frühen Führung. Union wirkte davon zunächst wachgerüttelt, ließ durch Ilyas Ansah jedoch zwei klare Chancen ungenutzt. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass bis zur Pause beide Keeper nur selten eingreifen mussten.

Direkt nach dem Seitenwechsel schlug Wolfsburg erneut zu: Pejcinovic hatte viel Platz und erhöhte – wie schon Wimmer – mit einem Distanzschuss. Danach setzte Union den VfL zunehmend unter Druck, erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und kam durch Burke zum verdienten Anschlusstreffer. In der Schlussphase drängten die Gastgeber weiter, konnten ihre weiteren großen Chancen jedoch nicht nutzen.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962613/2

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Zwei Verletze beim Kellerbrand in Hannover-Ricklingen

18. April 2026 um 15:17

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Hannover (dpa/lni) –

Bei einem Kellerbrand eines Mehrfamilienhauses in Hannover-Ricklingen sind zwei Menschen, darunter ein Kind, leicht verletzt worden. Rettungskräfte brachten den 9-Jährigen und den 30-Jährigen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, wie die Feuerwehr mitteilte. 

Im Treppenraum habe sich giftiger Rauch ausgebreitet. Alle der insgesamt elf gemeldeten Bewohner konnten sich laut einem Polizeisprecher in Sicherheit bringen. Die Feuerwehr brachte den Brand eigenen Angaben zufolge schnell unter Kontrolle. Die Wohnungen seien weiterhin bewohnbar. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar. Auch die Schadenshöhe kann die Polizei derzeit nicht beziffern.

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Hamburgs Grüne erwägen Delegiertensystem

18. April 2026 um 15:01

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Hamburg (dpa/lno) –

Hamburgs Grüne haben den Abschied von einer lange gepflegten Tradition der innerparteilichen Mitbestimmung eingeläutet. Eine Landesmitgliederversammlung (LMV) beschloss am Samstag, die eigene Existenz auf den Prüfstand zu stellen. So könnte das bisherige LMV-System, bei dem jedes Parteimitglied zu den Veranstaltungen kommen und mitmachen darf, durch Delegiertenkonferenzen ersetzt werden. Das heißt, dann wären bei den Zusammenkünften auf Landesebene nur noch etwa von Kreisverbänden entsandte Mitglieder teilnahme- und abstimmungsberechtigt. 

Das letzte Wort hat eine Landesmitgliederversammlung

Die Landesmitgliederversammlung beauftragte den Landesvorstand mit großer Mehrheit, bis spätestens Frühjahr 2027 ein Delegiertensystem für den Landesverband zu prüfen. Bereits bis zur Sommerpause 2026 sollen erste Modelle entwickelt und mit der Basis auf mehreren Ebenen diskutiert werden. Am Ende soll dann eine Landesmitgliederversammlung abschließend entscheiden, ob sie sich selbst abschafft.

Mit inzwischen fast 6.700 Mitgliedern allein auf Landesebene stehe die Partei vor der Herausforderung, «unsere basisdemokratischen 
 Prinzipien unter veränderten strukturellen Bedingungen weiterzuentwickeln», heißt es im Antrag des Landesvorstands. Auch sei Hamburg inzwischen ein Sonderfall: «Alle anderen Landesverbände der Grünen haben heute keine LMVen mehr oder sind im Begriff, diese in Delegiertenkonferenzen umzuwandeln.»

Mitgliederversammlungen von äußeren Faktoren bestimmt

Derzeit sei die Zusammensetzung der Mitgliederversammlungen zu einem großen Teil von äußeren Faktoren bestimmt, etwa von der Lage des Veranstaltungsorts, der Mobilisierung einzelner Kreisverbände oder von individuellen Zeitressourcen. «Solche Zufälligkeiten beeinflussen reale Abstimmungsergebnisse, ohne die tatsächlichen Mehrheitsverhältnisse in der 
Mitgliedschaft abzubilden.»

Ein Delegiertensystem stelle demgegenüber sicher, dass Kreisverbände entsprechend ihrer Mitgliederzahl vertreten seien und das Stimmgewicht strukturell an die tatsächliche Zusammensetzung der Parteibasis 
gekoppelt sei. «Delegierte übernehmen ein klares Mandat.» Es könne dann nicht mehr passieren, dass auf langwierigen Landesmitgliederversammlungen nach mehreren Stunden nur noch ein kleiner Kreis von Parteimitgliedern wichtige Beschlüsse fasse, weil viele Mitglieder schon nach Hause gegangen seien.

Vorstand: Delegiertensystem schafft strukturelle Verbindlichkeit

Ein Delegiertensystem schaffe strukturelle Verbindlichkeit. «Delegierte übernehmen ein klares Mandat und verpflichten sich zur Teilnahme über die gesamte Dauer eines Parteitags oder werden durch Ersatzdelegierte vertreten.» Dadurch blieben Beschlussfähigkeit und Repräsentativität bis zum letzten Tagesordnungspunkt gewahrt.

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A7 und Elbtunnel gesperrt – stockender Verkehr

18. April 2026 um 14:38

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Hamburg (dpa/lni) –

Die Sperrung des Elbtunnels und der A7 sorgt für Verkehrsprobleme in und um Hamburg. Dabei verzögert sich die Fahrt vor allem auf den Umleitungsstrecken, wie die Verkehrsleitzentrale mitteilt. 

Auf der A1 zwischen Billstedt und der Anschlussstelle Stillhorn kommen Autofahrer über sechs Kilometer nur langsam voran. Auch innerstädtisch wird der Verkehr ausgebremst.

Die Verzögerungen im Straßenverkehr sind laut Verkehrsleitzentrale erwartbar gewesen und überschreiten nicht das vorhergesehene Ausmaß. Die Verkehrslage könne in der Innenstadt außerdem durch zwei Demonstrationen zusätzlich belastet werden.

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Kaltfront bringt Regen und kühle Luft nach Niedersachsen

18. April 2026 um 14:21

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Hannover/ Bremen (dpa/lni) –

Das Wetter in Niedersachsen soll am Sonntag und zum Wochenstart deutlich kälter werden. Schuld ist ein Tief, das zunehmend unbeständiges Aprilwetter und kühlere Luft in den Norden bringt, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. 

Am Samstag ist es in Ostniedersachsen noch heiter, von Westen her aber bedeckt und ab dem Nachmittag gebietsweise regnerisch. Die Temperaturen erreichen um die 15 Grad an der See und bis zu 22 Grad im Raum Wolfsburg. 

Abkühlung ab Sonntag

Am Sonntag kühlt es dann mit maximal 10 Grad an der See und 12 bis 14 Grad im Binnenland deutlich ab. Bei Ausflügen sollten Regenschirm oder Regenjacke eingepackt werden, denn es wird in vielen Teilen von Niedersachsen nass: Bis zum Vormittag regnet es südlich des Mittellandkanals zeitweise, zum Nachmittag und Abend gibt es dann im Ost- und Südostteil teils kräftige Schauer. Ganz vereinzelt seien auch Gewitter möglich. 

Zum Wochenstart wird es nur im Südwesten anfangs etwas sonnig, im Tagesverlauf jedoch im gesamten Gebiet regnerisch. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 9 und 12 Grad. In der Nacht zum Dienstag rutschen die Temperaturen im Nord- und Nordosten wieder unter Null – in Bodennähe ist bei bis minus 3 Grad leichter Frost möglich. 

Sternklarer Himmel in der Nacht zum Mittwoch

Auch am Dienstag startet der Tag zwischen Emsland und Harz mit örtlich ein paar Tropfen. Später soll es dort jedoch auch heiter und im Nordteil sogar sonnig werden bei Höchstwerten um die 11 Grad auf den Inseln und bis zu 15 Grad im Emsland sowie im Wendland. Nachts ist der Himmel sternenklar, im Binnenland ist in Bodennähe verbreitet wieder leichter Frost möglich.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962346/1

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Tabellenführer Osnabrück siegt spät in Ingolstadt

18. April 2026 um 14:16

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Osnabrück (dpa/lni) –

Drittliga-Tabellenführer VfL Osnabrück hat im Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Bundesliga spät den nächsten Sieg perfekt gemacht. Die Niedersachsen bejubelten dank des Treffers von Ismail Badjie (83. Minute) beim FC Ingolstadt den 21. Saisonsieg. 

Damit baute die Mannschaft von Trainer Timo Schultz ihren Vorsprung an der Spitze vorübergehend auf sechs Punkte aus. Verfolger Rot-Weiss Essen könnte mit einem Erfolg im Spitzenspiel am Sonntag bei Energie Cottbus aber wieder näher heranrücken. Durch den Sieg des MSV Duisburg beträgt der Abstand des VfL auf den Ruhrgebietsclub auf dem Relegationsrang sieben Punkte.

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Leuchtraketen aus HSV-Block: Polizei-Einsatz nach Nordderby

18. April 2026 um 17:01

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Bremen (dpa) –

Wegen Leuchtraketen aus dem HSV-Fanblock wäre das Bundesliga-Nordderby zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV nach dem Schlusspfiff beinahe eskaliert. Es kam sogar zu einem Polizei-Einsatz im Gästebereich des Weserstadions.

Als der 3:1-Sieg der Bremer feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den benachbarten Tribünenblock mit Bremer Zuschauern. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten.

Werder-Spieler Pieper: «Das ist brutal gefährlich»

«Ich habe gesehen, dass einiges neben uns einschlug», sagte Werder-Trainer Daniel Thioune. Sein Abwehrspieler Amos Pieper meinte: «Krasse Geschosse. Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet. Das ist brutal gefährlich. Das muss nicht sein.»

Ein Vereinssprecher der Bremer sagte bei der Pressekonferenz in einer vorläufigen Bilanz: «Sachschäden ja. Personenschäden sind zumindest noch nicht bekannt. Von daher ist das noch glimpflich ausgegangen.»

Nach dem Abschuss der Leuchtraketen wollten sowohl Werder-Fans noch Richtung HSV-Block laufen als auch Hamburger Anhänger aus ihrem Stadionbereich herausdrängen. Die Polizei schritt jedoch ein und drängte mit mehreren Einsatzkräften in den Gästeblock. Der war zu diesem Zeitpunkt allerdings schon nicht mehr voll besetzt. 

«Es war klar, dass es aufgeheizt ist: In der Situation, in der beide Vereine stecken. Es ist ein Nordderby. Wir spielen hier zu Hause», sagte Pieper. «Trotzdem müssen ein paar Grenzen nicht überschritten werden.»

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962269/3

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