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Portugiesisches Fieber – Luis Sellano

16. April 2026 um 16:50

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Rezension: „Portugiesisches Fieber“ von Luis Sellano

Wenn die Straßen Lissabons im heißen Licht der Abendsonne erstrahlen und die Klänge des Fado durch die verwinkelten Gassen schallen, dann ist man bereit, sich in eine Geschichte entführen zu lassen, die so faszinierend ist wie die Stadt selbst. Luis Sellano gelingt genau das in seinem neuesten Lissabon-Krimi „Portugiesisches Fieber“. Ein Buch, das einen in seinen Bann zieht und nicht mehr loslässt.

Handlung und Figuren

Im Mittelpunkt der Geschichte steht José Pavão, ein leidenschaftlicher Fado-Verfechter, der für die Bewahrung dieser portugiesischen Tradition kämpft. Doch als die gefeierte Sängerin Dária Vale plötzlich verschwindet, bricht das Chaos aus. Ex-Polizist Henrik Falkner und Kommissarin Helena Gomes sind an vorderster Front, um die Wahrheit ans Licht zu bringen. Was beginnt als Suche nach einer verschwundenen Künstlerin, entwickelt sich schnell zu einem gefährlichen Spiel voller Intrigen und Machtgier, das die Seele Lissabons auf die Probe stellt.

Die Charaktere sind lebendig und sympathisch – man kann nicht anders, als mit ihnen zu fühlen und ihre Kämpfe nachzuvollziehen. José, der die Tradition liebt, und Helena, die vorankommen will, repräsentieren wunderbar die Spannungen, die in dieser Stadt am Puls der Zeit existieren.

Schreibstil und Atmosphäre

Sellanos Schreibstil ist unkompliziert, aber reich an Detail. Er schafft ein wunderbares Zusammenspiel aus Szenen, die sowohl die Schönheit als auch die Schattenseiten Lissabons zeigen. Man riecht das Meer, spürt die Hitze und hört die melancholischen Fado-Klänge – es ist, als wäre man selbst Teil der Geschichte!

Ein besonderes Highlight sind die interessanten Dialoge und der Humor, der immer wieder aufblitzt. „Das ist doch kein Krimi, sondern ein Fado mit Leichenschau!“ – solche Sprüche lassen einen schmunzeln und erleichtern die düstere Stimmung.

Kritikpunkte

Trotz der fesselnden Erzählweise und der lebendigen Figuren gibt es einige weniger gelungene Passagen, in denen die Handlung etwas ins Stocken gerät. Manchmal fühlt es sich an, als ob der Plot um einige Seiten gestreckt wird. Aber seien wir ehrlich: Das Fado-Festival, das im Hintergrund stattfindet, ist so mitreißend, dass man schnell darüber hinwegsehen kann.

Fazit

„Portugiesisches Fieber“ ist ein herzlicher, spannender Krimi, der sowohl Fans des Genres als auch Neulinge des Fado begeistert. Mit seinen faszinierenden Charakteren und dem authentischen Flair Lissabons ist dieses Buch ein absolutes Muss für alle, die eine gute Geschichte zu schätzen wissen.

⭐⭐⭐⭐ (4 von 5 Sternen)

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Der Artikel Portugiesisches Fieber – Luis Sellano erschien zuerst auf Nordische Post

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