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Heute — 21. April 2026

Wirtschaft in Bremen und Niedersachsen spürt Iran-Krieg

21. April 2026 um 12:14

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Hannover/Bremen (dpa/lni) –

Der Iran-Krieg hinterlässt Spuren in der niedersächsischen und bremischen Wirtschaft. Mehr als 80 Prozent der Unternehmen in Niedersachsen sind einer Blitzumfrage der niedersächsischen Industrie- und Handelskammer (IHK) zufolge aktuell von der Krise am Persischen Golf betroffen. In Bremen und Bremerhaven sind es nach Angaben der dortigen Handelskammer rund 75 Prozent. 

Dabei gehe es nicht nur um höhere Energie- und Logistikkosten, sondern zunehmend auch um knapper werdende Vorprodukte – von chemischen Rohstoffen über Metalle bis hin zu Elektronik und Halbleitern, sagte die Hauptgeschäftsführerin der IHK Niedersachsen, Maike Bielfeldt, in Hannover. 

Mit weiteren Lieferschwierigkeiten ist zu rechnen

«Was wir im Moment sehen, ist erst der Anfang», sagte Bielfeldt. Für die kommenden Monate sei damit zu rechnen, dass es bei vielen weiteren Produkten zu Lieferschwierigkeiten kommt. Viele der inzwischen knappen Produkte stammen nicht unmittelbar aus der Golf-Region. Aber die Logistik sei ausgehend von der Lage am Persischen Golf weltweit großen Verwerfungen ausgesetzt. 

So seien erhebliche Warenvolumen auf dem Weg nach Europa «gestrandet». Inzwischen herrsche auch ein großer Mangel an Containern. Grund sei die hohe Anzahl an Lieferungen, die nicht in ihren Bestimmungshäfen gelandet seien, sondern an anderen Orten «zwischengeparkt» worden seien. Selbst wenn die Straße von Hormus sofort und dauerhaft geöffnet würde, werde es noch viele Monate dauern, bis die Logistik wieder relativ normal laufe, hieß es. 

Verkehrsgewerbe am stärksten betroffen

Am stärksten ist der Umfrage zufolge das Verkehrsgewerbe von der Nahost-Krise betroffen: 96 Prozent aller Unternehmen spüren die Auswirkungen. Gestiegene Fracht- und Transportkosten sowie höhere Energiekosten gehören zu den am häufigsten genannten Folgen. 

Für den Hafen- und Logistikstandort Bremen und Bremerhaven seien die Folgen besonders hart, erklärte der Hauptgeschäftsführer der Handelskammer Bremen, Matthias Fonger. Stabile Handelsrouten und eine sichere Energieversorgung seien für exportorientierte Standorte wie Bremen und Bremerhaven Grundvoraussetzung.

Noch keine flächendeckende Knappheit an Rohstoffen

Im Baugewerbe klagen laut IHK Niedersachsen 84 Prozent der Unternehmen über stark gestiegene Rohstoff- und Materialkosten. Im Gastgewerbe wiederum verzeichnen knapp zwei Drittel der Firmen Nachfrage- und Auftragsrückgänge. 

Derzeit herrsche noch keine flächendeckende Knappheit bei Rohstoffen und Vorprodukten. Darüber klagen über alle Branchen hinweg bislang 12 Prozent der Unternehmen. Am stärksten ist bislang die Industrie betroffen, hier klagen 18 Prozent der Unternehmen über Knappheiten. In der bremischen Wirtschaft seien solche Engpässe bislang kaum spürbar, hieß es. 

Chemische Rohstoffe und Metalle sind knapp

Zu den knappen Produkten gehören neben Kunststoffen und Polymeren auch chemische Rohstoffe, rohölbasierte Produkte wie Öle, Schmierstoffe, Bitumen, Düngemittel sowie Metalle und kritische Rohstoffe wie Aluminium, Wolfram oder Kupfer. Auch an Elektronik und Halbleitern mangele es.

Reaktion der Unternehmen

53 Prozent der befragten Unternehmen in Niedersachsen reagieren mit Preisanpassungen auf die Situation. Davon machen der Umfrage zufolge vor allem der Verkehrssektor, der Handel, das Baugewerbe und die Industrie Gebrauch.

Weitere Maßnahmen seien unter anderem die Verzögerung von Projekten und Investitionen. Etwa ein Fünftel der Unternehmen erhöhe die Lagerhaltung oder passe die Lieferkette an.

«Die Bundesregierung muss jetzt die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland spürbar verbessern – durch niedrigere Energiekosten, konsequenten Bürokratieabbau und schnellere Verfahren», sagte der Chef der IHK Bremen, Matthias Fonger.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-974029/1

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Neue Modellprojekte zum Wohnenbleiben im Alter

21. April 2026 um 11:37

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Hamburg (dpa/lno) –

Sechs neue Modellprojekte sollen in Hamburg älter werdenden Menschen ein möglichst langes Leben im gewohnten Umfeld ermöglichen. Dabei würden in Zusammenarbeit ihrer Behörden mit Pflegekassen und Bezirksämtern innovative Maßnahmen erprobt, sagten Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer und Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (beide SPD) bei der Vorstellung des Projekts «Wohnen bleiben im Quartier» im Rathaus. Neu ist, dass die Pflegekassen an der Finanzierung beteiligt sind.

Der Fokus soll den Angaben zufolge auf Quartierspflegediensten, gemeinschaftlich nutzbaren Räumen, nachbarschaftlichen Aktivitäten, einer übergreifenden Quartierskoordination und einer barrierearmen Gestaltung des Wohnumfelds liegen.

Pflegekassen übernehmen hälftige Finanzierung

Die Projekte in den Bezirken Mitte, Einsbüttel, Nord, Wandsbek, Bergedorf und Harburg starten zum 1. Mai. Träger sind unter anderem die AWO Hamburg, die Immanuel Albertinen Diakonie, die ASB Sozialdienste und das DRK.

Über eine Laufzeit von drei Jahren beträgt das Fördervolumen 5,2 Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt je zur Hälfte durch die Pflegekassen und Hamburgs Stadtentwicklungsfonds «Lebendige Quartiere».

Hilfe soll näher zu den Menschen gebracht werden

Sie fußen auf bereits bestehenden Projekten, wie den schon vor zehn Jahren ins Leben gerufenen «Lebendigen Nachbarschaften» (LeNa) der städtischen Wohnungsgesellschaft Saga, von denen es Pein zufolge inzwischen fünf gibt. Hinzu kommen über die Stadt verteilt 15 LeNa-ähnliche Projekte.

Für viele älter werdende Menschen sei die Frage entscheidend: «Wie kann Hilfe so organisiert werden, dass ein Leben zu Hause auch bei Unterstützungsbedarf möglich bleibt?», sagte Schlotzhauer. Hier wolle man mit den Modellprojekten ansetzen. «Wir bringen Hilfe näher zu den Menschen – direkt vor Ort – und sorgen dafür, dass sie einfacher erreichbar ist.»

Professionelle Pflege soll demnach mit nachbarschaftlicher Unterstützung verbunden und verlässliche Anlaufstellen im Quartier geschaffen werden.

Professionelle und nachbarschaftliche Hilfen verbinden

«Viele Menschen möchten in der eigenen Wohnung oder zumindest im vertrauten Quartier alt werden», sagte Pein. «Dafür braucht es mindestens barrierearme Wohnungen und ein Umfeld, das auf den erhöhten Pflege- und Assistenzbedarf eingeht.»

Sie verwies auf entsprechende Projekte der städtischen Wohnungsgesellschaft Saga. «Sie bieten barrierefreie Wohnungen für ältere Menschen mit und ohne Pflege- und Assistenzbedarf und verbinden das mit einem Quartierspflegedienst und Begegnungsangeboten und gegenseitiger nachbarschaftlicher Unterstützung.»

Mit den sechs neuen Modellprojekten würden Versorgungslücken geschlossen, Zugänge zu Unterstützungsangeboten vereinfacht und die Selbstständigkeit von pflegebedürftigen Menschen gestärkt, sagte Pein.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973748/1

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Reiche sieht KI als «Überlebenschance» für Industrie

21. April 2026 um 11:20

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Hannover (dpa) –

Künstliche Intelligenz (KI) entscheidet nach Ansicht von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche über die Zukunft der deutschen Industrie. KI sei «eine Überlebenschance» für den Industriestandort Deutschland, sagte die CDU-Politikerin auf der Hannover Messe. 

Die Technologie biete die Möglichkeit, als Industrieland auf die Weltbühne der KI-Giganten zu kommen. «Da gehören wir hin», sagte Reiche. Sie zeigte sich überzeugt, dass deutsche Unternehmen dies schaffen könnten. Voraussetzung sei jedoch, dass vorhandene Daten besser genutzt werden. Deutschland verfüge über eine hohe industrielle Fertigungstiefe und «sitzt auf einem riesigen Datenschatz», um den die USA das Land beneiden würden. 

Kritisch äußerte sich Reiche zur europäischen Regulierung. Die KI-Verordnung der EU behandele das Thema, als gehe es um «Spielzeug-Chatbots». Tatsächlich gehe es um die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Die Regeln müssten so angepasst werden, dass Industriedaten für KI nutzbar würden. Andernfalls könnten Unternehmen ihre Daten nicht für das Training von Anwendungen einsetzen. 

USA profitieren – Reiche verlangt weniger Hürden 

Reiche warnte zudem vor Standortnachteilen durch zu strenge Regeln. Es sei «nicht in Ordnung», dass Unternehmen – etwa beim Training autonomer Autos – in die USA ausweichen müssten, weil sie Daten in Europa nicht ausreichend nutzen dürften. Deshalb entstünden entsprechende Trainings- und Schulungszentren an der US-Westküste. 

Zugleich plädierte Reiche für mehr Tempo in der Politik. Man müsse schneller, mutiger und entschlossener werden – und auch mal riskieren, Regulierungen nicht perfekt umzusetzen.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973588/1

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Ministerpräsident: Menschen müssen Bahn-Verbesserung spüren

21. April 2026 um 10:55

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Sylt (dpa/lno) –

Mit einem neuen Fünf-Punkte-Plan wollen das Land Schleswig-Holstein und die Deutsche Bahn (DB) den seit Jahren störungsanfälligen Betrieb auf der Marschbahnstrecke von und nach Sylt jetzt leistungsfähiger und robuster machen. 

«Die mehr als 400.000 Menschen an der Westküste brauchen endlich eine Marschbahn, auf die sie sich verlassen können. Wir alle kennen die seit langem anhaltenden Probleme, und die gehen wir jetzt an», sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) nach einem Gespräch am Mittag in Westerland. Die Verbesserungen müssten «im Alltag unmittelbar spürbar werden». Dazu sei es wichtig, den Ausbau der Strecke voranzutreiben.

Fünf-Punkte-Plan auf Sylt 

So soll ein zusätzlicher 15-Minuten-Puffer für den Regionalexpress zwischen Niebüll und Westerland für deutlich mehr Pünktlichkeit auf der Strecke sorgen. Zudem verständigte sich die DB-Spitze mit der Landesregierung auf verbesserte Konzepte, um Störungen vorzubeugen und eintretende Probleme schneller abzuarbeiten. 

Der zweigleisige Ausbau und die Elektrifizierung der Strecke bleiben ebenfalls mittelfristige Ziele, wie bei dem Treffen deutlich wurde. Der Bund wird demnach die Weichen dafür stellen, dass der zweigleisige Ausbau der teils maroden Strecke Anfang der 2030er Jahre beginnen kann. 

Zu dem nicht öffentlichen Treffen waren außerdem unter anderen DB-Chefin Evelyn Palla, Philipp Nagl, Chef der Infrastruktur-Gesellschaft DB InfraGo, weitere DB-Vertreter und Vertreter anderer Verkehrsunternehmen, Bundesverkehrs-Staatssekretär Stefan Schnorr, Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU), Mitglieder der Sylter Pendlerinitiative, Sylter Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur sowie Bundes- und Landtagsabgeordnete auf die Nordseeinsel gekommen.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973437/1

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CDU will Zeugenbefragung im Staatsräte-Ausschuss stoppen

21. April 2026 um 10:41

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Bremen (dpa/lni) –

CDU und FDP wollen mit einer Klage verhindern, dass mehrere Abgeordnete und Mitarbeiter der CDU-Fraktion als Zeugen im Untersuchungsausschuss zur Bremer Staatsräte-Affäre befragt werden. Die CDU-Fraktion und die FDP-Fraktion reichten nach eigenen Angaben eine entsprechende Klage und einen Eilantrag beim Staatsgerichtshof ein. 

Unerwartete Wendung im Untersuchungsausschuss

Der Untersuchungsausschuss prüft momentan die Versetzung von mehreren Staatsräten in den Ruhestand. Die Opposition vermutet ein «System des goldenen Handschlags» und wirft dem von der SPD geführten Senat vor, politische Spitzenbeamte mit vorgeschobenen Begründungen frühzeitig pensioniert zu haben. Dazu laufen auch Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

Nun rückt die Opposition selbst in den Fokus. Hintergrund ist eine zunächst anonyme Anzeige des Geschäftsführers der CDU-Fraktion, Tobias Hentze. Er machte die Staatsanwaltschaft darauf aufmerksam, dass möglicherweise wichtige E-Mails im Zusammenhang mit der Staatsräte-Affäre gelöscht würden. Die Fraktion erhielt nach eigenen Angaben einen vertraulichen Hinweis dazu, verfügt aber über keine Belege. 

CDU-Mitglieder bald selbst im Zeugenstand?

SPD, Grüne und Linke zeigten sich entsetzt. Sie luden Tobias Hentze als Zeugen in den Untersuchungsausschuss, auch CDU-Fraktionschefin Wiebke Winter und CDU-Landeschef Heiko Strohmann sollen aussagen. 

Das will die CDU-Fraktion verhindern. Die Vernehmung sei personell und sachlich nicht mit dem Untersuchungsauftrag vereinbar, teilte die Fraktion mit. «Aus unserer Sicht ist der Beweisbeschluss klar rechtswidrig», meint Strohmann. «Wir erwarten, dass die rot-rot-grüne Koalition die Entscheidung des Staatsgerichtshofs abwartet, bevor die Zeugen vernommen werden.»

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973303/1

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Hamburger erhalten Unterlagen für Olympia-Referendum

21. April 2026 um 10:30

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Hamburg (dpa/lno) –

Etwa fünfeinhalb Wochen vor dem Olympia-Referendum werden die Abstimmungsunterlagen an die Hamburgerinnen und Hamburger verschickt. Rund 1,3 Millionen Bürgerinnen und Bürger dürfen sich an der Abstimmung zum 31. Mai beteiligen, ob die Hansestadt gegen die drei anderen Bewerber Berlin, München und Rhein-Ruhr im Rennen um die deutsche Bewerbung für die Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 antritt. Ab Mittwoch werden nach und nach die Abstimmungsunterlagen verteilt, gab die Deutsche Post bekannt. 

In den Unterlagen sind schon die Briefabstimmungsunterlagen enthalten, die also im Vergleich zu anderen Wahlen nicht extra beantragt werden müssen. Eine Teilnahme am Referendum ist auch am 31. Mai in einer der 178 Abstimmungsstellen möglich. 

Briefe sollten bis 27. Mai verschickt werden

Beim Hamburger Referendum dürfen sich deutsche Staatsbürger ab 16 Jahren beteiligen, die seit mindestens drei Monaten in Hamburg wohnen. Bis spätestens zum 27. Mai sollten die Unterlagen in einen Briefkasten eingeworfen werden, damit sie rechtzeitig zum 31. Mai um 18.00 Uhr ankommen. Die Stimmen werden an dem Sonntagabend noch ausgezählt und das vorläufige Ergebnis wird bekanntgegeben. 

Zuletzt gab es Umfragen mit verschiedenen Stimmungsbildern. Eine repräsentative Befragung vermittelte mehrheitliche Skepsis der Hamburger, eine weitere fiel deutlich positiver aus. Die Stadt verspricht sich durch mögliche Spiele unter anderem Investitionen in die Infrastruktur und internationale Strahlkraft. Gegner kritisieren etwa hohe Kosten, ökologische Belastungen und keinen nennenswerten wirtschaftlichen Nutzen. 2015 hatten die Bürger Hamburgs mehrheitlich mit Nein gegen Olympische Spiele gestimmt. 

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) bewertet alle Kandidaten mit Hilfe einer Matrix, in die auch die Bürgerentscheide mitberücksichtigt werden. Am 26. September soll entschieden werden, welches der Konzepte für Deutschland ins internationale Bewerbungsverfahren geht. 

Bei Hamburgs Konkurrent aus der Region «KölnRheinRuhr» haben sich bei Bürgerentscheiden in Nordrhein-Westfalen am Wochenende laut vorläufigem Endergebnis 66 Prozent für eine Bewerbung ausgesprochen. In München hatten sich vergangenes Jahr in der Abstimmung 66,4 Prozent für eine Bewerbung ausgesprochen. Berlin verzichtet aus verfassungsrechtlichen Gründen auf ein Referendum und lässt das Abgeordnetenhaus abstimmen.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973229/1

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Nationaler Sicherheitsrat sieht keine Treibstoff-Notlage

21. April 2026 um 10:14

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Berlin (dpa) –

Der Nationale Sicherheitsrat hat sich mit der Energiekrise infolge des Iran-Kriegs befasst und ist zu dem Schluss gekommen, dass es derzeit keine Versorgungsnotlage für Treibstoff gibt. Die Vorräte gerade an Kerosin seien als «für eine absehbare Zeit» ausreichend erachtet worden, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen. Es gebe außerdem «Raffinerieoptionen», die eine schnelle Reaktion auf möglicherweise auftretende Lücken ermöglichten, hieß es nach der Sitzung, die bereits am Montagabend stattfand.

Man sei sich allerdings der «angespannten Situation» bewusst und werde die Lage weiter intensiv beobachten. Dazu werde die bereits bestehende «Task Force Energieversorgung» ausgeweitet und in einen Staatssekretärsausschuss umgewandelt.

Vorgehen gegen die russische Schattenflotte vereinbart

Das Gremium aus Vertretern der Bundesregierung, Sicherheitsbehörden und Länder beschloss auch ein nicht näher definiertes «Vorgehen gegen die russische Schattenflotte». Damit sind Tanker und Frachtschiffe gemeint, die Russland zum Vermeiden von Sanktionen etwa beim Öltransport einsetzt und die auch in deutschen Hoheitsgewässern unterwegs sind. 

Die EU warnt schon länger davor, dass Schiffe der Schattenflotte auch als Plattform für den Start von Drohnen für Stör- oder Spionageangriffe genutzt werden können. Einzelheiten des Vorgehens gegen die Flotte in deutschen Hoheitsgewässern werden aus Sicherheitsgrünen nicht kommuniziert. 

Merz kündigte Sitzung am Sonntag an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hatte die Sitzung am Sonntagabend auf der Hannover Messe überraschend angekündigt. «Unser Ziel ist dabei klar: Die deutsche Wirtschaft und die Bürger müssen sich darauf verlassen können, dass die Versorgung mit zentralen Produkten wie etwa Diesel, Benzin, Flugbenzin gesichert bleibt», hatte er gesagt. 

Die schwarz-rote Bundesregierung hatte den Nationalen Sicherheitsrat im vergangenen Jahr gegründet, um auf Krisen und Bedrohungen aller Art schnell und effektiv reagieren zu können. Neben Mitgliedern der Bundesregierung und Sicherheitsbehörden nahmen an der Sitzung auch einzelne Ministerpräsidenten der Länder teil. 

Auch Hormus-Einsatz der Bundeswehr bestätigt

In der Sitzung stellte sich der Nationale Sicherheitsrat auch noch einmal hinter das Angebot des Kanzlers, dass sich Minenjagdboote und Aufklärungsflugzeuge bei einer dauerhaften Waffenruhe im Iran-Krieg an einer Sicherung der Handelsschifffahrt durch die Straße von Hormus beteiligen. Auch die Bedingungen dafür wurden bestätigt: Eine sichere internationale Rechtsgrundlage, ein Mandat des Bundestags und ein belastbares Einsatzkonzept.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-973119/1

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Warnstreik und Messe erschweren Verkehr in Hannover

21. April 2026 um 09:54

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Hannover (dpa/lni) –

Der Weg zur Hannover Messe war für zahlreiche Besucher am Morgen knifflig. Es kam zu überfüllten S-Bahnen und Staus, wie die zuständigen Stellen mitteilten. Grund ist neben dem hohen Besucheraufkommen auch der Warnstreik bei den Straßenbahnen und Bussen in der Landeshauptstadt.

Auf mehreren Kilometern staute sich der Verkehr am Morgen auf dem Messeschnellweg, wie die Verkehrsmanagementzentrale mitteilte. Auch der zusätzlich geöffnete Standstreifen änderte nichts daran. Auf Fotos waren lange Autoschlangen zu sehen. Am Vormittag normalisierte sich der Verkehr nach der Anreise vieler Besucher.

Fahrgäste verlassen freiwillig überfüllte Züge

Auch im S-Bahn-Verkehr gab es Probleme. Zwischen 8.30 und 9.00 Uhr waren zwei Züge so stark überfüllt, dass die Fahrzeuge eine Warnung auslösten, wie die Bundespolizei mitteilte. Einige Fahrgäste hätten die Züge daraufhin freiwillig wieder verlassen. Geräumt werden mussten die Bahnen demnach allerdings nicht. Die Bundespolizei habe vor Ort darauf geachtet, dass Menschen angesichts des ebenfalls sehr vollen Bahnsteigs nicht auf die Gleise fallen. 

Seit Montag gibt es in Niedersachsen bei den kommunalen Verkehrsunternehmen einen Warnstreik. Hintergrund ist der festgefahrene Tarifkonflikt. Am Mittwoch sollen Busse und Straßenbahnen ihren Betrieb wieder aufnehmen. Um zur Hannover Messe zu kommen, können Besucher bis dahin neben der S-Bahn und dem Auto auch auf Taxen oder Shuttle-Busse ausweichen, auf die am Hauptbahnhof hingewiesen wird.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972966/1

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Rund 21 Euro je Aktie für HHLA-Minderheitsaktionäre

21. April 2026 um 10:44

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Hamburg (dpa) –

Die Stadt Hamburg und die Schweizer Reederei MSC wollen verbliebene Minderheitsaktionäre des Hafenlogistikers HHLA hinausdrängen – und ihnen rund 21 Euro je Aktie zahlen. Genau genommen sollen 21,16 Euro in bar je Aktie übergeben werden, teilte die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) in einer Ad-hoc-Mitteilung mit. 

Die Stadt und MSC, die Mediterranean Shipping Company, halten über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent der zum Börsenhandel zugelassenen HHLA-Aktien. Ein solcher Anteil war nötig, um den Ausschluss der Minderheitsaktionäre beschließen zu können. 

Der sogenannte Squeeze-out, der Ausschluss der Minderheitsaktionäre, wird mit dem Beschluss der Hauptversammlung und dem Eintrag in das Handelsregister wirksam. Die ordentliche Hauptversammlung soll laut HHLA am 11. Juni abgehalten werden. 

Die HHLA teilte mit, die Abfindung sei nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Rechtsprechung festgelegt worden. Der Aktienkurs und eine Unternehmensbewertung seien herangezogen worden, um die Höhe zu bestimmen. Ein gerichtlich bestellter Prüfer habe die Abfindung kontrolliert. 

Im September 2023 hatte MSC über eine Tochtergesellschaft angeboten, HHL-A-Aktionären 16,75 Euro je Aktie bar zu zahlen. Die nun angekündigte Abfindung fällt um mehr als ein Viertel höher aus. 

Von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, die sich für die Interessen privater Anleger einsetzt, lag zunächst keine Stellungnahme vor.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972905/2

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VW-Chef Blume will Produktionskapazität weiter senken

21. April 2026 um 09:40

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Hamburg (dpa) –

Der Volkswagen-Konzern will seine Produktionskapazitäten angesichts des schwierigen Marktumfelds weiter deutlich senken. «Aktuell beschäftigen wir uns mit bis zu einer weiteren Million Kapazität, um die globale Marktsituation abzubilden», sagte Konzernchef Oliver Blume dem «Manager-Magazin». «Dann kommen wir von insgesamt über zwölf Millionen investierten Kapazitäten auf nachhaltig neun Millionen Fahrzeuge pro Jahr.»

Das betreffe die Standorte des Unternehmens weltweit. In China hatte VW wie in Europa – hier vor allem bei der Kernmarke VW Pkw und der Tochter Audi – die Produktionsmöglichkeiten um jeweils eine Million Fahrzeuge eingedampft.

Blume: Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch

«Überkapazitäten sind für unser Unternehmen langfristig nicht tragfähig», sagte Blume. «Und in der heutigen Markt- und Wettbewerbssituation ist die Volumenplanung der Vergangenheit unrealistisch.» Eine Entscheidung, ob dafür Werke geschlossen werden müssen, ist laut Blume noch nicht getroffen. 

«Es gibt intelligentere Methoden, als gleich ein Werk zu schließen. In Osnabrück zum Beispiel werden wir die Produktion von VW-Fahrzeugen im nächsten Jahr beenden – das hatten wir 2024 entschieden.» In dem Fall rede VW mit Rüstungsfirmen, um dort eventuell Produktion anzusiedeln und Mitarbeiter zu übernehmen. Auch dabei ist aber noch nichts in trockenen Tüchern.

«Wir haben einen klaren Plan, wie wir unsere Kapazitäten sozialverträglich verringern», sagte Blume zu den laufenden Stellenstreichungen. Derzeit baut Volkswagen bei der Kernmarke und vor allem den Töchtern Audi und Porsche in Deutschland zusammengenommen 50.000 Jobs ab, um die Kosten zu senken. 

VW-Chef betont: Schauen uns alle Kostenpositionen an

Blume zufolge reicht das derzeitige Gewinnniveau nicht aus, um die Investitionen in Modelle und Technik dauerhaft zu stemmen. Einen weiteren Arbeitsplatzabbau schließt der Manager gleichwohl nicht aus. «Unsere Pflicht ist es, alles genau zu prüfen», sagte er. «Wir schauen uns alle Kostenpositionen an. Das ist elementarer Teil unserer Verantwortung für dieses Unternehmen.»

2019 seien die Werke des VW-Konzerns auf zwölf Millionen Fahrzeuge pro Jahr ausgelegt gewesen. «Aber seit Corona liegt der Durchschnitt bei neun Millionen Fahrzeugen in komplett veränderten Märkten», sagte Blume.

In den USA denkt VW darüber nach, ob Audi die neu entstehende Fabrik der Elektromarke Scout mitnutzen kann – eine Entscheidung steht aber laut Blume weiter aus.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972894/1

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Blocks Anwalt: «Ermittlungen waren auf einem Auge blind»

21. April 2026 um 11:28

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Hamburg (dpa) –

Im Prozess um die Entführung der Block-Kinder hat der Verteidiger der angeklagten Mutter kritisiert, die Ermittlungen in dem Fall seien zu einseitig geführt worden. «Diese Ermittlungen waren auf einem Auge blind», sagte Anwalt Ingo Bott, der am 45. Verhandlungstag die Hauptermittlungsführerin der Hamburger Polizei im Landgericht stundenlang befragte. Die Staatsanwaltschaft wies Botts Vorwurf zurück.

Die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist angeklagt, eine israelische Sicherheitsfirma damit beauftragt zu haben, ihren damals zehnjährigen Sohn und die 13 Jahre alte Tochter in der Silvesternacht 2023/24 vom Wohnort ihres Ex-Manns in Dänemark nach Deutschland zu entführen. Die Tochter des Gründers der Steakhaus-Kette «Block House», Eugen Block, beteuert ihre Unschuld.

Ermittlerin: Hätte auch für Frau Block ein offenes Ohr gehabt

Die Ermittlungen seien zu sehr vorgeprägt gewesen von den Darstellungen des Ex-Mannes Stephan Hensel und seiner neuen Ehefrau, monierte Bott. Telefonate mit den beiden seien beispielsweise «im Doppelpack» geführt worden. Hensel habe die Polizistin möglicherweise «um den Finger gewickelt».

Die Ermittlerin erklärte in ihrer Zeugenaussage, nicht jedes Telefonat sei eine Vernehmung. «Er war Geschädigter in einem Strafverfahren und ich war immer ansprechbar für ihn», sagte die 44-Jährige. In den Jahren zuvor hätte sie auch für Frau Block ein offenes Ohr gehabt. «Aber sie wollte nicht mit mir sprechen.»

Zeugin war auch mit früheren Verfahren befasst

Die Kriminalbeamtin war auch mit früheren Verfahren, die die Vorgeschichte dieses Falls betreffen, befasst. Der Vater hatte die beiden jüngsten Kinder nach einem Wochenendbesuch im August 2021 nicht wie vereinbart zur Mutter zurückgebracht. Er erhob Gewaltvorwürfe gegen seine Ex-Frau, die diese bestreitet. Die Polizistin berichtete, Hensel habe ihr danach immer wieder Unterlagen zu dem Sorgerechtsstreit geschickt.

Die Staatsanwaltschaft betonte, die Polizei habe alles getan, was notwendig sei. Die Ereignisse im August 2021 und in der Silvesternacht 2023/24 seien nicht miteinander zu vergleichen. Es sei doch klar, dass in einem «derart außergewöhnlichen Fall», bei dem Kinder gegen ihren Willen mit Gewalt nach Deutschland gebracht worden seien, anders ermittelt werde.

Immer wieder ging es bei der Befragung der Zeugin nur langsam voran, weil über die Zulässigkeit vieler Fragen des Verteidigers Bott gestritten wurde. Die Kriminalbeamtin erläuterte, ihre Aussagegenehmigung beziehe sich aktuell nur auf diesen konkreten Fall – Bott wollte aber sehr viel zu den früheren Verfahren wissen. Mehrmals ermahnte ihn die Vorsitzende Richterin Isabel Hildebrandt. «Wir verhandeln hier das Ereignis in der Silvesternacht», sagte sie.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972869/2

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Kokain statt Reis – Drogenschmuggel aus Brasilien geplant?

21. April 2026 um 09:35

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Berlin (dpa) –

Es geht um Hunderte Kilogramm Kokain, die über den Hamburger Hafen nach Berlin kommen sollten. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat einen inzwischen 40-Jährigen angeklagt, der als Mitglied einer Rocker-Bande mit Drogen gehandelt haben soll. Nach den Ermittlungen wollte die Bande Kokain aus Brasilien über den Seeweg nach Europa schmuggeln, wie die Behörde mitteilte. In den Fokus geriet sie durch die Auswertung von Daten des Messengerdienstes Encrochat. 

Demnach sollte es eine erste Testlieferung aus Brasilien von 300 Kilogramm Kokain geben. Danach sollten jeweils mindestens 1.000 Kilogramm folgen. Nach den Ermittlungen sollen insgesamt 10 bis 20 Sendungen – getarnt als Reis – über den Hamburger Hafen geplant gewesen sein. 

Der 40-Jährige soll nach den Ermittlungen innerhalb der Rocker-Gruppe Hells Angels in Deutschland für die Gründung und Führung von Scheinfirmen zur Abwicklung des Transports sowie für Lagerung und Verkauf des Rauschgifts in Berlin zuständig gewesen sein. Dafür soll er gemeinsam mit zwei anderen Nutzern von verschlüsselten Krypto-Handys insgesamt 200.000 Euro erhalten haben. 

Ob die Testlieferung wie geplant erfolgt ist, konnte laut Staatsanwaltschaft nicht festgestellt werden. Rauschgift wurde keines sichergestellt im Rahmen der Ermittlungen, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte. 

Bereits zu Haftstrafe verurteilt

Der nun angeklagte 40-Jährige aus Berlin wurde bereits im Jahr 2022 vom Landgericht Berlin wegen Drogenhandels zu neun Jahren und zwei Monaten Haft verurteilt. Auch damals war der Mann durch Encrochat-Daten aufgeflogen. Er befindet sich im sogenannten Maßregelvollzug. Dort sind Straftäter untergebracht, die aufgrund einer Erkrankung – darunter fällt auch Drogensucht – nicht oder nur vermindert schuldfähig sind.

Die Verschlüsselungssoftware Encrochat wurde von Kriminellen zur Abwicklung illegaler Geschäfte genutzt. Der Dienst galt wegen seiner aufwendigen Verschlüsselung als nicht zu knacken. Der Polizei in den Niederlanden und Frankreich gelang es jedoch im Frühjahr 2020, Millionen geheimer Daten abzuschöpfen. Dies führte zu zahlreichen Verhaftungen in ganz Europa. Polizei und Justiz haben noch immer mit der Auswertung zu tun.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972849/1

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Braunschweigs Opoku fällt aus

21. April 2026 um 09:34

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Braunschweig (dpa/lni) –

Der abstiegsbedrohte Fußball-Zweitligist Eintracht Braunschweig muss im Saisonendspurt auf Außenbahnspieler Aaron Opoku verzichten. Wie die Niedersachsen mitteilten, hat sich der 27-Jährige im Training am vergangenen Samstag einen Muskelfaserriss zugezogen. 

Der beim Hamburger SV ausgebildete Opoku werde die Auswärtspartie des Tabellen-16. beim 1. FC Kaiserslautern am Freitag (18.30 Uhr/Sky) sowie das Spiel bei Holstein Kiel am 2. Mai (13.00 Uhr/Sky) verpassen, hieß es. Zu Beginn des Jahres war der ehemalige deutsche U20-Nationalspieler vom türkischen Club Kayserispor zur Eintracht gewechselt. Zuletzt wurden die Einsatzzeiten von Opoku geringer.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972833/1

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Großangelegter Koffer-Diebstahl im Zug – hoher Schaden

21. April 2026 um 09:31

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Frankfurt/Main (dpa) –

Er soll Reisenden im Zug ihre Koffer gestohlen und gemeinsam mit einem Komplizen einen Schaden von mehr als 260.000 Euro verursacht haben – deshalb ist ein 31-Jähriger in Frankfurt angeklagt worden. Der Beschuldigte soll Opfer auf Bahnsteigen in Frankfurt, Hanau, Göttingen und Berlin ausgekundschaftet, diese in die Züge verfolgt und dort deren Koffer gestohlen haben, teilte die Staatsanwaltschaft Frankfurt mit.

Der Mann soll als Teil einer international agierenden Bande gehandelt haben. Er steht unter Verdacht des gewerbsmäßigen Bandendiebstahls in elf Fällen. Die hohe Schadenssumme von mehr als 260.000 Euro erklärt sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft durch teils sehr wertvolle Gegenstände in den Koffern.

Den Tatzeitraum gibt die Staatsanwaltschaft mit 17. September bis 5. November 2025 an. Der 31-Jährige sei einschlägig in mehreren europäischen Ländern bekannt und agiere europaweit unter mehr als 20 Alias-Personalien. Auch gegen andere mutmaßliche Bandenmitglieder laufen den Angaben zufolge Ermittlungen.

Beute ins Ausland versandt

Die Beute sei ins Ausland versandt worden, teilt die Anklagebehörde mit. Dort sei sie mutmaßlich verwertet worden.

Dass der Beschuldigte im November 2025 in Frankfurt festgenommen werden konnte, sei einem sogenannten Super-Recognizer der Bundespolizei zu verdanken, erklärte die Staatsanwaltschaft. Dabei handelt es sich um Beamte mit besonders gutem Gedächtnis für Gesichter.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972801/1

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AOK: Rückgang bei Verordnungen gegen Kopfläuse

21. April 2026 um 09:20

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Kiel (dpa/lno) –

Die AOK NordWest registriert einen Rückgang beim Kopfläuse-Befall in Schleswig-Holstein. Die Krankenkasse zählte im vergangenen Jahr Verordnungen von niedergelassenen Ärzten über 3.609 Packungen Anti-Läuse-Mittel. Das war ein Minus von 9,7 Prozent im Vergleich zu 2024, wie die AOK mitteilte.

Kopfläuse werden den Angaben zufolge fast ausschließlich durch direkten Kopfkontakt übertragen. Daher seien besonders Kita- und Grundschulkinder betroffen, so AOK-Chef Tom Ackermann. Es bestehe kein Grund zur Panik. «Dennoch sollten sie schnell behandelt werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden.»

Kopfläuse übertragen keine gefährlichen Krankheiten

Kopfläuse seien lästig, aber ungefährlich. Sie übertragen keine gefährlichen Krankheiten. Es handelt sich um ein zwei bis drei Millimeter großes Insekt, das im Kopfhaar des Menschen lebt und sich von Blut ernährt. Der Parasit bringt beim Stich in die Kopfhaut Speichel in die Wunde ein, der starken Juckreiz verursacht. Die weiblichen Tiere heften kleine ovale Eier nahe der Kopfhaut an die Haare. Sie benutzen dabei einen Klebstoff, der nicht wasserlöslich ist – durch Haarewaschen seien die Eier daher nicht zu entfernen.

Schulklassen und Kindergärten sind besonders betroffen

Kopfläuse leben nach Angaben der AOK vor allem in Kinderhaaren. Da sie weder springen noch fliegen können, müssen sie von einem Kopf auf den anderen krabbeln. Eine Übertragung erfolge hauptsächlich, wenn Kinder die Köpfe zusammenstecken. So seien besonders Schulklassen und Kindergartengruppen betroffen. Denn Kinder haben dort den ganzen Tag über engen Kontakt beim Spielen in der Gruppe oder auf dem Pausenhof. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt den Angaben zufolge als Therapie eine Kombination aus wiederholten Behandlungen mit geeigneten abtötenden Mitteln und häufigem Auskämmen. In der Apotheke gebe es verschiedene Produkte. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Hausmittel wirken nicht und können gefährlich sein

Die AOK rät vom Versuch ab, Läuse und Eier mit heißer Luft abzutöten, da dies die Kopfhaut erheblich schädigen kann. Auch Hausmittel wie Essigwasser seien ungeeignet. Als unterstützende Maßnahmen könnten laut RKI Kämme, Haarbürsten, -spangen und -gummis in heißer Seifenlauge gereinigt werden. Wäsche, Schlafanzüge, Bettwäsche und Handtücher sollten gewechselt, Kopfbedeckungen, Schals und andere Gegenstände, auf die Kopfläuse gelangt sein könnten, für drei Tage luftdicht in einer Plastiktüte verpackt werden. 

Bei einem Läusebefall ist es wichtig, die Schule oder Kita sofort zu informieren, wenn ein Kind betroffen ist.

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Beiersdorf mit deutlich rückläufigem Umsatz

21. April 2026 um 08:52

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Hamburg (dpa) –

Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf hat im ersten Quartal eine deutliche Abschwächung der Nachfrage vor allem bei der Kernmarke Niveau und der Luxuspflegemarke La Prairie zu spüren bekommen. Der Konzernumsatz sank um 7,7 Prozent auf annähernd 2,5 Milliarden Euro, wie das Hamburger Dax-Unternehmen mitteilte. Die Erlöse liegen damit aber im Rahmen der Erwartungen von Analysten.

Bereinigt um Wechselkurseffekte und strukturelle Effekte aus Akquisitionen und Veräußerungen sank der Umsatz um 4,6 Prozent. Hier wurde am Markt im Mittel ein geringerer Rückgang erwartet. 

Die Jahresprognose bestätigte Beiersdorf.

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Radstrecke am Deich soll wieder in beide Richtungen führen

21. April 2026 um 08:50

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Hamburg (dpa/lno) –

Bei der Ironman-Europameisterschaft in Hamburg am 7. Juni geht es nach aktuellem Stand zurück auf die Radstrecke am Deich in den Vier- und Marschlanden. Sie soll dort wieder in beide Richtungen führen. Betroffen ist davon auch der Gauerter Hauptdeich, auf dem es 2023 zu einem tödlichen Unfall gekommen war. 

Grund der erneuten Änderungen ist, dass der Rundkurs im vergangenen Jahr zu einer Einkesselung des Gebiets geführt hatte – und damit zu Ärger bei vielen Anwohnern. Nach einem Beschluss der Bezirksversammlung in Bergedorf vom vergangenen September stand die Austragung der Sport-Veranstaltung daher auf der Kippe. Unter anderem wurde für dieses Jahr die Einbindung der A 25 gefordert.

Möglicherweise auch ein Teilstück auf der A 25 

Der Bezirk und die Ironman Group haben sich nun auf einen neuen Verlauf geeignet, in dem die A 25 keine Rolle spielt. Jörg Froh, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU–Fraktion in der Bezirksversammlung Bergedorf, erklärte: «Der jetzt vorliegende Vorschlag des Veranstalters wurde als Kompromiss und Testballon angenommen, weil durch diese Streckenführung erheblich weniger Einwohner in Bergedorf-Süd und den Vier- und Marschlanden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden.» 

Die Autobahn GmbH erklärte der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage jedoch, dass man sich mit der Stadt Hamburg weiter im Gespräch um eine kurzfristige Lösung mit Blick auf die Nutzung der A 25 befinde.

Vor drei Jahren tödlicher Unfall auf dem Deich 

Für die 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer heißt die aktuelle Regelung, dass sie nun doch wieder zwölf Kilometer am Elbdeich hin- und zurückfahren müssen und dabei auch jenen Abschnitt passieren, auf dem vor drei Jahren ein Begleitmotorrad mit einem entgegenkommenden Radfahrer kollidiert war. Dabei war der Fahrer des Motorrads tödlich verunglückt. Die Streckenführung wurde danach verändert. 

Die Ironman Group hat Konsequenzen aus diesem Unfall gezogen und teilte mit, dass aus Sicherheitsgründen die Anzahl der Motorräder auf dem Hin- und Rückkurs in diesem Jahr begrenzt wird. Stattdessen sollen verstärkt FPV-Drohnen (First Person View) eingesetzt werden. Zudem wird es auf diesem Abschnitt keine Verpflegungsstationen mehr geben.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972536/1

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Das Sterben kranker Wildtiere geht vielfach über Wochen

21. April 2026 um 11:44

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Hamburg (dpa) –

Fünf Mal ist der Buckelwal in der Ostsee inzwischen in flaches Wasser geschwommen – befragte Meeresbiologen gehen davon aus, dass es sich um den gezielten Versuch eines geschwächten Tiers handeln könnte, gestützt von festem Grund auszuruhen. Ein geschwächter Wal könne wahrscheinlich durchaus auch gewollt stranden, wenn ihm dies das Atmen erleichtere, hatte Boris Culik erklärt. 

Auch der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter geht davon aus, dass der Wal die ruhende Position im flachen Wasser womöglich immer wieder einnimmt, «weil er sich das Leben erleichtern will». «Er muss nicht dafür sorgen, dass er an die Oberfläche kommt. Er braucht sich nicht bewegen, wenn er Schmerzen hat. Und er kann atmen, die ganze Zeit.»

Ungewöhnlich ist solch ein Verhalten für Wildtiere nicht: Sie haben die Tendenz, sich bei Verletzungen zurückzuziehen und einen ruhigen Platz zu suchen, erklärte Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Ein verletzter Fuchs oder Dachs ziehe sich in seinen Bau zurück, ein angeschossenes Wildschwein verstecke sich in dichtem Unterholz. 

Experte: Orientierungslosigkeit ist bekanntes Phänomen

Die Tiere blieben so lange in ihrem Versteck, bis es ihnen besser gehe – oder der Hunger zu groß werde, sagte Kinser. Sei ein Tier so verletzt, dass es nicht mehr fressen kann, könne sich sein Sterben über mehrere Wochen hinziehen. «Je größer ein Tier, desto länger dauert das tendenziell.» Eine Maus sei wegen ihres schnelleren Stoffwechsels viel schneller am Ende ihrer Ressourcen als etwa ein Hirsch. 

Auch Orientierungslosigkeit und Verhaltensänderungen seien bekannte Phänomene: «Ein schwerkranker Igel kann sich anders als sonst tagsüber sehen lassen», nennt Kinser ein Beispiel. Wenn es für ein Tier ums nackte Überleben gehe, werde anderes irrelevant. Typisch für in Rudeln lebende Arten wiederum sei, dass kranke Tiere ausgestoßen würden.

© dpa-infocom, dpa:260421-930-972396/4

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Hochsaison für Diebe: Worauf Radfahrer jetzt achten sollten

21. April 2026 um 07:23

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Hannover (dpa/lni) –

Zur beginnenden Radsaison hat das niedersächsische Landeskriminalamt vor Fahrraddieben gewarnt. Allein im vergangenen Jahr sei mit Fahrraddiebstählen landesweit ein Schaden von rund 28 Millionen Euro entstanden, teilte die Behörde mit. Vor allem hochwertige Fahrräder und E-Bikes seien bei den Tätern gefragt – mit entsprechend hohen Schadenssummen. Für die beginnende Saison sei daher nicht nur ein straßentaugliches Rad, sondern auch der richtige Diebstahlschutz entscheidend.

Ein wirksamer Diebstahlschutz beginne mit dem richtigen Schloss, riet das Landeskriminalamt. Radfahrer sollten demnach auf massive Bügel-, Stahlketten- oder Panzerkabelschlösser setzen. Das Schloss müsse groß genug sein, um das Fahrrad an etwa einem Fahrradständer befestigen zu können. Es reiche nicht, nur Vorder- und Hinterrad zu blockieren – so könnten die Räder leicht weggetragen oder verladen werden.

GPS-Tracker als zusätzliche Sicherung

Bei E-Bikes sollten Akku und wertvolles Zubehör zusätzlich gesichert werden. Auch in Kellern oder Garagen lohne sich eine zusätzliche Sicherung, auch könnten GPS-Tracker am Rad angebracht werden.

Fahrräder sollten zudem eindeutig identifizierbar sein, riet die Behörde. Viele in Deutschland verkaufte Räder hätten eine eingeschlagene Rahmennummer, alternativ lasse sich das Rad codieren. So könne die Polizei die Wohnanschrift des Eigentümers ermitteln.

Außerdem sollten alle wichtigen Daten des Rades – Codier- oder Rahmennummer, Rahmengröße, Hersteller, Modell und ein Foto – in einem Fahrradpass festgehalten werden. Viele Händler stellen den Angaben zufolge einen solchen Fahrradpass aus.

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Teammitglieder verlassen Wal-Rettungsinitiative

21. April 2026 um 07:05

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Wismar (dpa) –

Mehrere Teammitglieder haben die private Initiative zur Rettung des Wals vor Poel verlassen oder fallen vorerst aus. Christiane Freifrau von Gregory, die als Pressesprecherin des Teams aufgetreten ist, tritt zurück. Sie mache den Weg frei, da eine konstruktive und professionelle Zusammenarbeit unter den derzeitigen Rahmenbedingungen «für uns» nicht mehr möglich sei. «Unser Ziel war es stets, die professionelle und ruhige Umsetzung des Konzepts, das Mensch und Tier schützt. Die aktuellen Entwicklungen und die Dynamiken vor Ort entsprechen jedoch nicht mehr den Grundwerten und Standards, für die ich persönlich und wir als Team stehen», heißt es in einer schriftlichen Mitteilung von Gregorys. 

Weiter teilt sie mit: «Um die Integrität unserer bisherigen Arbeit zu wahren und die weitere Rettung des Tieres nicht durch interne Differenzen zu belasten, ist ein klarer Schnitt zum jetzigen Zeitpunkt unumgänglich.»

Nicht die einzige Personalie im Team

Der Rückzug der Sprecherin ist nicht der einzige, den die private Initiative verkraften muss. So ist deren leitende Tierärztin, Janine Bahr-van Gemmert, gestern mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht worden, wie Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte. 

Auch eine weitere Tierärztin fällt demnach aus. «Ich habe natürlich auch mit großer Sorge zur Kenntnis genommen, dass die aus Hawaii eingeflogene Tierärztin abgereist ist», sagte Backhaus am Morgen. «Das nehme ich zur Kenntnis.» Zuvor hatten Medien berichtet, dass Jenna Wallace wegen Differenzen im Team abgereist sei.

Mediamarkt-Mitgründer und Mitfinanzierer der Aktion Walter Gunz sprach von einer enormen Belastung für das ganze Team. Er selbst habe seit acht Tagen nur drei bis vier Stunden pro Nacht geschlafen und sei auch angeschlagen. «Wir sind alle am Ende.» Aufgeben wolle die Initiative aber nicht. Es gehe auf jeden Fall weiter.

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In den Gegenverkehr geraten – 39-Jähriger schwer verletzt

21. April 2026 um 06:53

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Delmenhorst (dpa/lni) –

Bei einem Unfall in Delmenhorst nahe Bremen sind zwei Menschen verletzt worden, einer davon schwer. Am Montagnachmittag sei ein 39-Jähriger mit seinem Transporter aus zunächst ungeklärter Ursache in einer leichten Kurve in den Gegenverkehr geraten, teilte die Polizei mit. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden Gespann aus Trecker und Anhänger mit einem 28-Jährigen am Steuer.

Bei dem Zusammenstoß wurde der 39-Jährige im Transporter eingeklemmt, er wurde schwer verletzt. Die Feuerwehr befreite ihn aus dem Fahrzeug, er kam ins Krankenhaus. Der 28-Jährige wurde leicht verletzt. Die Straße wurde für mehrere Stunden gesperrt, die Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

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Reizgas an Schule versprüht – 38 Verletzte

21. April 2026 um 06:31

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Brake (dpa/lni) –

Unbekannte haben in einer Gesamtschule im Landkreis Wesermarsch Reizgas versprüht – und damit 38 Schülerinnen und Schüler leicht verletzt. Die Betroffenen hätten nach der Tat am Montag in Brake über Reizungen der Atemwege und Augen geklagt, teilte die Polizei mit. Sie wurden am Ort medizinisch versorgt. Die Schule wurde vorsorglich evakuiert und von der Feuerwehr belüftet. Nun ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung. Die Feuerwehr war mit 25 Einsatzkräften an der Schule, der Rettungsdienst entsandte sieben Rettungswagen sowie Notarztfahrzeuge.

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Gesundheitsminister fordert Null-Promille-Grenze am Steuer

21. April 2026 um 06:24

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Hannover (dpa/lni) –

Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi hat sich für eine Null-Promille-Grenze am Steuer ausgesprochen. Niemand könne valide abschätzen, wann der gültige Grenzwert von 0,5 Promille erreicht sei und wie Alkohol sich individuell auswirke, sagte der SPD-Politiker der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». «Ich halte es definitiv für ratsam, nur mit 0,0 Promille am Straßenverkehr teilzunehmen», betonte er. 

Viele Menschen betrunken oder berauscht am Steuer

Mitte April hatte die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens die Verkehrsunfallstatistik für 2025 vorgelegt. Diese zeige, dass «viele Menschen viel zu schnell unterwegs» seien oder sich betrunken oder berauscht ans Steuer setzten, sagte die SPD-Politikerin. «Die Zahl der Toten bei Verkehrsunfällen im Zusammenhang mit Alkohol, Drogen oder Medikamenten ist weiterhin zu hoch.»

Insgesamt sank die Zahl der wegen Alkohol oder anderer berauschender Mittel im Verkehr gestorbenen Menschen im vergangenen Jahr von 23 auf acht. Die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol oder Drogen eine Rolle spielten, ging ebenfalls leicht zurück – nämlich um etwa drei Prozent auf rund 4.200 Unfälle. 

Philippi sprach sich neben einer Null-Promille-Grenze im Straßenverkehr auch für die Anhebung der Altersgrenze für Alkohol aus. «Cannabis ist für unter 18-Jährige verboten», sagte er. «Aus suchtpräventiver und gesundheitspolitischer Sicht sollte Alkohol wie Cannabis erst ab 18 freigegeben werden.»

Auch Cannabiskonsum bereitet Philippi Sorgen

Das würde das Aus für das sogenannte begleitete Trinken bedeuten. Regulär dürfen Jugendliche ab 16 Jahren Bier, Wein und Sekt kaufen und trinken. In Begleitung einer sorgeberechtigten Person ist der Konsum dieser Getränke schon ab 14 Jahren erlaubt, auch in Gaststätten oder in der Öffentlichkeit. Die Regelung stammt aus dem Jahr 1952. Wegen der Suchtgefahren hatten sich die Gesundheitsminister schon vergangenes Jahr für ein Verbot ausgesprochen. «Vom begleiteten Trinken ab 14 Jahren halte ich gar nichts», sagte Philippi.

Sorgen bereitet dem Minister auch der Cannabiskonsum im Straßenverkehr: «Cannabiskonsum schadet nicht nur der Gesundheit des Einzelnen, sondern gefährdet auf der Straße alle Verkehrsteilnehmenden. Berauscht oder betrunken am Straßenverkehr teilzunehmen, muss ein gesellschaftliches Tabu sein», forderte er.

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Westermann-Chef: «Das gedruckte Schulbuch wird bleiben»

21. April 2026 um 05:06

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Hannover/Braunschweig (dpa/lni) –

Künstlicher Intelligenz und Digitalisierung zum Trotz: Gedruckte Schulbücher wird es nach Einschätzung des Braunschweiger Bildungsverlags Westermann auch in zehn Jahren noch geben. Allerdings dürften sich Print und digitale Angebote ergänzen – «jeweils dort, wo sie ihre Stärken haben», sagte Vorstandschef Sven Fischer der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». 

Fischer betonte: «In der Grundschule wird Print weiterhin dominieren, weil es dort didaktisch sinnvoll ist. In höheren Klassen wird der digitale Anteil wachsen.» Am Ende entschieden aber die Schulen selbst, was für sie am besten sei, sagte er. Künstliche Intelligenz sei «für uns gleichzeitig Chance und Herausforderung. Sie kann Lehrkräfte entlasten, etwa bei der Erstellung von Aufgaben oder bei der Korrektur.» Aber den Prozess der Schulbuchentwicklung ersetze sie nicht, dafür seien Fachwissen, Abstimmung mit Lehrplänen und didaktische Erfahrung notwendig.

Er erklärte, Künstliche Intelligenz dürfe «keine zusätzliche Insellösung sein, sondern muss dort funktionieren, wo Lehrkräfte ohnehin arbeiten. Die KI kann etwa Aufgaben generieren, Musterlösungen erstellen oder Schülerantworten auswerten». Fischer betonte: «Wichtig ist aber: Nichts geht ungeprüft an die Schülerinnen und Schüler raus – die Lehrkraft behält immer die Kontrolle.»

Sorge, dass Technologien wie Künstliche Intelligenz irgendwann Lernmaterialien überflüssig machten, habe er nicht, sagte er der Zeitung. «Aber wir müssen uns weiterentwickeln.»

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Sonnige Tage und milde Temperaturen im Norden erwartet

21. April 2026 um 04:54

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Hamburg/Kiel/Schwerin (dpa/lno) –

Die Menschen im Norden können sich auf sonnige und milde Tage freuen. Am Dienstag bleibt es in allen Regionen heiter und trocken. Laut Deutschem Wetterdienst (DWD) steigen die Temperaturen auf bis zu 15 Grad. Lediglich an der Ostseeküste wird es etwas kälter. In der Nacht zum Mittwoch bleibt es überwiegend klar, die Tiefsttemperaturen liegen zwischen fünf und minus drei Grad. Gebietsweise wird Frost erwartet.

Hochnebel in Mecklenburg-Vorpommern

Auch der Mittwoch zeigt sich sonnig und mild mit Höchsttemperaturen von 17 Grad im Binnenland und elf bis 15 Grad an der Küste. Am Nachmittag können jedoch über der Nordsee Wolken aufziehen. In der Nacht zum Donnerstag verdichten sich die Wolken, in Mecklenburg-Vorpommern wird Hochnebel erwartet. Es bleibt in allen Gebieten trocken. Örtlich kann sich erneut Frost bilden. Die Minimalwerte liegen zwischen fünf und sieben Grad in Hamburg und Schleswig-Holstein, in Mecklenburg-Vorpommern kühlt es noch etwas weiter ab. 

Der Donnerstag zeigt sich nach anfänglicher Bewölkung und gebietsweisem Hochnebel freundlich. Die Maximaltemperaturen liegen zwischen 14 und 18 Grad, an der Küste werden Werte zwischen zwölf und 14 Grad erreicht. Dort kann zudem ein frischer Wind aufziehen.

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Unfall auf A1 bei Dibbersen – Verursacher flüchtet

21. April 2026 um 04:41

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Dibbersen (dpa/lni) –

Auf der A1 in Richtung Hamburg sind bei einem Unfall zwei Männer verletzt worden, der Unfallverursacher flüchtete. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, fuhr am Montagabend an der Anschlussstelle Dibbersen ein Auto nach links auf den Überholstreifen. Ein von hinten kommendes Fahrzeug musste bremsen und ausweichen, wobei es ins Schleudern kam. Ein weiteres Auto, das auf die Autobahn auffahren wollte, musste auch ausweichen und überschlug sich anschließend. Der Unfallverursacher flüchtete und konnte bisher nicht gefunden werden. Die beiden Fahrer kamen leicht verletzt ins Krankenhaus. Der Schaden wird auf rund 28.600 Euro geschätzt. Die Autobahn musste für eine Stunde voll gesperrt werden.

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Wie sieht Niedersachsens Untergrund aus? Neue 3D-Karte

21. April 2026 um 03:00

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Hannover (dpa/lni) –

Wie sieht es im Untergrund unter Niedersachsen aus – wo liegen Vorkommen von Kies, Sand und Ton oder Grundwasserreservoirs? Einblicke in den Boden, und zwar mehrere hundert Meter tief, gibt eine neue, dreidimensionale Karte, an der Experten des Landesamts für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) arbeiten. Ein erster Kartenausschnitt für den Nordwesten Niedersachsens ist nun im Internet veröffentlicht worden. 

Das 3D-Modell soll nicht nur Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft oder von Behörden dienen, wenn es zum Beispiel um die Suche oder den Abbau von Rohstoffen gehe, sagte ein LBEG-Sprecher. Vielmehr soll jede und jeder den Untergrund erkunden können. Grundsätzlich sei die Lage vieler Rohstoffvorkommen auch bekannt, sagte der Sprecher weiter. Diese Datenbasis sei aber rund 30 Jahre alt. Das neue 3D-Modell soll auch eine bessere Auflösung liefern.

Großer Datenschatz

«Um das 3D-Modell zu erstellen, werten wir eine Vielzahl von Daten aus», sagt Janine Meinsen, die das Projekt beim Bergbauamt betreut. Allein rund 451.000 Bodenbohrungen aus den vergangenen Jahrzehnten sollen landesweit ausgewertet und in die Karte einfließen. «Hinzu kommen tausende 2D- und hunderte 3D-seismische Daten, die aus der jahrzehntelangen Suche nach Öl und Gas in Niedersachsen stammen und jetzt wertvolle Hinweise für viele Fragestellungen geben», sagt die Geowissenschaftlerin. 

Geprägt wurde der Untergrund unter Niedersachsen durch die Kaltzeiten der vergangenen Jahrhunderttausende. In der sogenannten Elster-Eiszeit etwa vor 320.000 bis 400.000 Jahren hat ein mächtiger Eisgletscher durch Schmelzwasser ein komplexes Netz aus tiefen Rinnen in Teilen des Landes hinterlassen – teils reichen sie mehr als 400 Meter in die Tiefe. Sand, Kies und Ton aus dem Gletscher lagerten sich im Laufe der Zeit darin ab. 

«Die genaue Kenntnis ihrer Lage und Ausdehnung ist nicht nur für das Wissen um Grundwasservorkommen und die Rohstoffgewinnung wichtig», teilt das LBEG mit. Auch bei der Planung von Bohrungen, beispielsweise für die Gewinnung von Erdwärme, seien diese geologischen Strukturen von Bedeutung.

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Buckelwal in der Ostsee sorgt für Run auf Walpatenschaften

21. April 2026 um 02:00

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Wismar (dpa) –

Die Umweltschutzorganisation WWF hat zuletzt eine Vielzahl an neuen Walpatenschaften verzeichnet – und führt den Anstieg auf den Buckelwal bei Wismar zurück. «Es ist mehr Aufmerksamkeit auf dem Thema», sagte eine WWF-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur. «Die Menschen wollen was tun, tippen wir.»

In den vergangenen vier Wochen seien 113 neue Walpatenschaften abgeschlossen worden – in den vier Wochen zuvor seien es lediglich 15 gewesen. Der WWF habe sich in seinem Marketing nicht auf den Buckelwal bezogen und sei auch nicht an den Aktionen rund um das Tier beteiligt gewesen, sagte die Sprecherin. 

Die Gelder aus der Walpatenschaft werden nach Angaben des WWF unter anderem verwendet, um die Kontrolle des Walfangs zu stärken, Meeresschutzgebiete auszuweisen und den Beifang von Walen und Delfinen in Fischernetzen zu verringern. Auch sollen die Wale vor Umweltgiften und Lärm geschützt werden.

Deutlich mehr Interesse an Organisation Sea Shepherd 

Auch die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd berichtet von einem deutlich gestiegenen öffentlichen Interesse aufgrund des Wals in der Ostsee. Demnach hätten sich in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen telefonisch und per E-Mail an die Organisation gewandt, um sich zu informieren oder ihre Anteilnahme auszudrücken. Dieses erhöhte Engagement spiegele sich auch in der Unterstützung wider. Nach Angaben von Sea Shepherd ist die Zahl der Dauerspender seit dem Auftauchen des Wals merklich angestiegen.

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Schweinswale in Sicht – Wie die Tiere nun zu entdecken sind

21. April 2026 um 02:00

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Wilhelmshaven (dpa/lni) –

Jedes Frühjahr wird Wilhelmshaven zu einem Hotspot für Walbeobachter, denn dann stehen die Chancen gut, Deutschlands einzige heimische Walart zu sehen: Schweinswale. Bei den Schweinswal-Tagen vom 24. April bis 3. Mai gibt es viele Angebote zum Whale-watching – in diesem Jahr bereits zum 10. Mal. Ein Überblick, wo, wann und wie man die Schweinswale am besten sehen kann: 

Warum sind Schweinswale ausgerechnet jetzt in Wilhelmshaven zu sehen? 

Das liege an der geografischen Lage der Stadt und dem Verhalten der Wale, sagt Juliana Köhler, Geschäftsführerin des Wattenmeer Besucherzentrums, das die Schweinswal-Tage mitveranstaltet. «Die Schweinswale folgen ihrer Nahrung», erklärt sie. Das seien hauptsächlich Stinte, die jetzt im Frühjahr aus der tiefen Nordsee ins Wattenmeer bis in den Jadebusen kämen – und die Schweinswale folgten ihnen quasi. Das sei ein deutschlandweit einzigartiges Naturschauspiel, was sich beobachten lasse, sagt Köhler.

Von wo aus lassen sich die Schweinswale entdecken? 

«Das Besondere ist, dass man die Schweinswale hier von Land aus sehen kann», sagt Köhler. Das geht zum Beispiel vom Wilhelmshavener Südstrand aus oder von der Dachterrasse des Wattenmeer-Besucherzentrums. Denn parallel zur Südstrandpromenade verlaufe auch ein Priel, also eine tiefere Wasserrinne, in der sich Fische und Schweinswale tummelten, berichtet Köhler.

Wo kann man Schweinswale noch sehen? 

Das geht auch auf dem Jadebusen selbst. Denn zu den Schweinswal-Tagen werden extra Schiffsfahrten angeboten. Täglich gibt es Whale-watching-Exkursionen mit dem Fahrgastschiff «Harle Kurier». Außerdem können Neugierige mit dem Segelschiff «Nordwind» rausfahren. Dafür sind die Tickets aber fast ausverkauft. Neu im Einsatz ist dieses Jahr auch ein kleines Börteboot, wie man es sonst von Helgoland kennt. 

Wie lassen sich die Schweinswale entdecken? 

Am besten sei es, erst einmal die Augen über die Wasseroberfläche schweifen zu lassen, rät Köhler. Kameras oder Handys helfen da wenig. «Wenn man dann Schweinswale gesichtet hat, kann man gut ein Fernglas zur Hand nehmen.» Anders als etwa Seehunde, die bis zu 30 Minuten unter Wasser tauchen, kommen Schweinswale alle paar Minuten zum Atmen an die Wasseroberfläche. Dann taucht meist ihre dreieckige Rückenflosse auf. 

Wegen ihrer vergleichsweise kleinen Größe – Schweinswale gehören zu den kleinsten Walarten – sind die Meeressäuger allerdings nicht so leicht im Wasser zu erkennen. Das sei bei größeren Artgenossen wie Buckelwalen oder Pottwalen, wenn sie an die Wasseroberfläche kämen, naturgemäß anders, sagt Köhler. Schweinswal-Watching gelte daher auch als «Königsklasse» bei Walbeobachtungen. Schweinswale können nach Angaben der Deutschen Wildtier Stiftung bis zu 180 Zentimeter lang und bis zu 20 Jahre alt werden. In der Regel würden die Tiere aber nur fünf bis neun Jahre alt werden. 

Wie stehen die Chancen, tatsächlich Schweinswale zu sehen? 

Die Aussichten sind grundsätzlich gut. Die ersten Tiere seien auch schon da und im Jadebusen gesichtet worden, erzählt Köhler. Aber eine Garantie, die Tiere zu entdecken, gibt es nicht. Es seien nun mal Wildtiere, sagt die Expertin. Daher seien auch Geduld und ein bisschen Glück nötig für Wal-Sichtungen. «Wir hoffen auf ruhige See und gutes Wetter, dann sieht man die Schweinswale auch.»

Wer hilft bei der Ausschau nach Schweinswalen? 

Sowohl an Bord der Schiffe als auch am Südstrand gibt es ehrenamtliche Helfer und Walexperten etwa des Besucherzentrums, der Nationalparkverwaltung und des Vereins JadeWale, die Tipps geben. Alle Whale-watcher seien auch untereinander vernetzt und gäben Sichtungen von Schweinswalen an die Gäste weiter, sagt Köhler. An der Südstrandpromenade gibt es zudem Infostände. Walrufer machen wie jedes Jahr auf die Meeressäuger aufmerksam.

Was wird in Wilhelmshaven noch geboten? 

Zum Programm der Schweinswal-Tage gehören etwa auch Vorträge, Filme und Führungen durch die Walausstellung im Wattenmeer Besucherzentrum. Auch eine «Wal-Olympiade» ist dieses Jahr an den Wochenenden geplant. «Da geht es um interaktive Mitmach-Aktionen für Familien und Kinder», sagt Köhler. 

Alle Angebote drehen sich um das Leben und den Schutz der Schweinswale, von denen es in der deutschen Nordsee nach Angaben der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer schätzungsweise 20.000 bis 40.000 Tiere gibt. In der deutschen Roten Liste wird der Schweinswal, der auch Kleiner Tümmler genannt wird, als stark gefährdete Art eingestuft.

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