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Pulver, Kapseln, Wunderdrinks: In sozialen Netzwerken wird dieser Winter zum großen Gesundheits-Hype. „Longevity“, Fiber-Maxxing, Eiweiß-Drinks und Blutzucker-Tracking versprechen ein fitteres, längeres Leben – doch was ist wirklich dran? Ernährungs-Doc Dr. Matthias Riedl warnt vor gefährlichen Trends, die besonders Jugendliche in extreme Diäten treiben können.
Wer aktuell durch Instagram, TikTok & Co. scrollt, bekommt schnell den Eindruck: Dieser Winter steht ganz im Zeichen von Selbstoptimierung. Fitness, Superfoods und „Longevity“ – also das Versprechen eines möglichst langen und gesunden Lebens – sind allgegenwärtig. Influencer preisen Pulver, Kapseln und Wunderdrinks an, die den Körper angeblich nicht nur besser gegen Kälte und Erkältungen wappnen, sondern auch leistungsfähiger, stressresistenter und dauerhaft energiegeladen machen sollen. Der Eindruck: Mit den richtigen Nährstoffen lässt sich der Winter einfach wegboostern. Doch Ernährungsmediziner Dr. Matthias Riedl warnt vor zu viel Euphorie. Viele dieser Trends seien wissenschaftlich kaum belegt. Sein Rat ist eindeutig: „Jeder dieser Trends ist mit Vorsicht zu genießen.“
Der Mediziner aus dem Kreis Pinneberg verweist auf die wissenschaftlichen Ergebnisse der Ernährungsmedizin. „Online-Formate, die sich ‚Skinnytok‘ nennen, verleiten Jugendliche sogar zu extremen Diäten und können Essstörungen triggern. Das ist gesundheitsschädlich.“ Für unsere Redaktion hat Riedl die bekanntesten Gesundheitstrends analysiert und entlarvt.
Ballaststoffe machen satt und versorgen die wichtigen Darmbakterien mit Nahrung. Aber wie so vieles aus dem Ernährungsbereich flutet Fiber-Maxxing aktuell die Kanäle mit Extremen. Ernährungs-Doc Dr. Matthias Riedl betont zwar die Bedeutung von Ballaststoffen für unsere Gesundheit, sieht den extremen Hype aber kritisch und hält ihn sogar für gefährlich.
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Der Grund: Einseitige Ernährung tut uns nicht gut. Vor allem müsse man bei der Auswahl der Ballaststoffe auch auf eine Vielfalt achten, denn es gibt davon sehr unterschiedliche. „Wir brauchen ein Gleichgewicht aus löslichen und unlöslichen Ballaststoffen“, so Riedl. Lösliche sind in Obst, unlösliche Ballaststoffe sind in Hülsenfrüchten und Getreide. „Doch Achtung“, warnt Riedl. Empfohlen sind 30g Ballaststoffe pro Tag für Erwachsene. Wer darüber hinausgeht, riskiert nicht nur Verstopfungen, sondern auch Mangelernährung. „Jugendliche sind besonders gefährdet“, weiß Riedl. Zu extreme Zufuhr von Ballaststoffen könne Essstörungen hervorrufen. Eiweiß-Pulver, um sich Abnehm-Drinks zu mischen, sind grundsätzlich nicht schädlich. Aber man sollte sie nicht komplett als Nahrungsersatz nehmen.
„Bei fast allen Trends sollte man immer an die ausgewogene Dosierung denken“, Matthias Riedl betrachtet auch die extreme Zufuhr von Eiweiß durch teure Spezialprodukte kritisch. Hier gilt: Nahrungsergänzungsmittel, die als Pulver zu Drinks angerührt werden, sind hochverarbeitet. Das heißt, sie liefern keine Vitamine, keine Mineralien. „Natürliche Eiweißquellen wie Frischkäse, Quark, Joghurt sind immer viel gesünder als die teuren Produkte, die im Netz beworben werden“, gibt der Doc zu bedenken. „Online-Formate wie „Skinnytok“ verleiten Jugendliche zu extremen Diäten und können Essstörungen triggern.“
Apfelessig morgens auf den leeren Magen hilft beim Abnehmen. „Das kann der Darmflora und damit auch der Verdauung helfen, ist aber nicht eindeutig wissenschaftlich belegt“, bestätigt Matthias Riedl. Teure Mixgetränke, die einen Anteil von Apfelessig enthalten, brauche niemand. „Warum müssen Jugendliche einen weiteren Softdrink vorgesetzt kriegen, der chemische Zusatzstoffe und nur einen minimalen Anteil an gesundem Apfelessig enthält“, Matthias Riedl schüttelt den Kopf.
All diese sogenannten Superfood-Produkte zielen auf eine sehr sensible Gruppe von 14- bis 16-Jährigen ab. „Das tut nur dem Hersteller gut. Jugendliche sollten sich auf das Originalprodukt, den Apfelessig, beschränken“, resümiert Riedl.
Um Heißhungerattacken und Leistungstiefs am Nachmittag zu verhindern, empfehlen selbsternannte Experten auch gesunden Menschen, ihren Blutzucker zu messen. Dazu gibt es sogar ein Buch einer „Glucose Goddess“, die Jessie Inchauspé („Der Glukose-Trick“) heißt. „Ich sehe das sehr kritisch. Denn die Sache mit der Glukose ist komplizierter“, so Matthias Riedl. Ständig seinen Blutzucker zu tracken, sei für gesunde Menschen nicht sinnvoll.„Bei fast allen Trends sollte man immer an die ausgewogene Dosierung denken“, weiß der Ernährungs-Doc.
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Je flacher der Blutzuckerverlauf ist, desto gesünder sei unser Stoffwechsel, sagt der Ernährungsdoc. „Doch Nahrungsmittel führen bei unterschiedlichen Menschen zu unterschiedlichen Blutzuckerwerten“, das habe auch damit zu tun, was man sonst noch esse. Und die Bewertung von Lebensmitteln anhand von Blutzuckerverläufen sei ungeeignet, erklärt Riedl. Die Beschäftigung mit dem Blutzucker sei zudem für Nicht-Diabetiker überflüssig und teuer. Riedl: „Wer sich aufwendig damit beschäftigt, lenkt sich ab von der echten, gesunden Ernährung und von den Tatsachen, was unser Essen wirklich gesünder macht.“ (Dieser Artikel erschien zuerst auf shz.de)
„Viel Quatsch im Netz“: Vor diesen Trends warnt der Ernährungs-Doc wurde gefunden bei mopo.de



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