Pikanter Tatvorwurf: Mit hygienisch eher fragwürdigen Methoden sollen fünf Männer in der JVA Fuhlsbüttel einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben. Sie sollen einen Kurier eingesetzt haben, der den Stoff laut Anklage in seinem Po in den Knast geschmuggelt haben soll – und das in beachtlichen Mengen. Ab Freitag stehen die fünf mutmaßlichen Dealer vor Gericht.
Den Angeklagten A. (41), F. (35), S. (34) und Z. (28) wird vorgeworfen, in vier Fällen gemeinsam mit Cannabis in nicht geringer Menge gehandelt zu haben. A. und S. müssen sich außerdem zusammen mit dem Angeklagten G. (38) wegen eines weiteren Falls verantworten: Dabei geht es neben Cannabis auch um Kokain und den psychoaktiven Stoff „Spice“.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft sollen sich die Männer im Jahr 2022 zusammengeschlossen haben. Ihr Plan: Haschisch, Kokain und synthetische Cannabinoide sollten in die JVA Fuhlsbüttel gebracht und dort mit Gewinn verkauft werden. Kurier sollte ein Mann namens Gr. sein, der die Drogen während seiner Ausgänge in Empfang nahm. Gr. wird gesondert strafrechtlich verfolgt.
Bis auf S. saßen damals alle Angeklagten sowie Gr. in der JVA. Im Juni 2022 soll S. an Gr. auf dem Gelände der Asklepios Klinik Nord-Ochsenzoll zwei Haschischriegel übergeben haben. Sie waren jeweils in Kondome verpackt und wogen zusammen rund 100 Gramm.
Gr. soll sich die Kondome anal eingeführt und den Inhalt bei seiner Rückkehr unbemerkt in die JVA gebracht haben. Dort soll er das Haschisch an F. und Z. übergeben haben. Die beiden sollen es – abzüglich von 30 Gramm als Lohn für Gr. – an A. zum Verkauf weitergegeben haben.
Zwischen Ende Juni und Mitte August 2022 soll das noch drei weitere Male nach demselben Muster passiert sein. Wieder sollen jeweils etwa 100 Gramm Haschisch in die JVA Fuhlsbüttel gebracht worden sein. Nach Abzug des Anteils für Gr. sollen insgesamt 266,7 Gramm verkauft worden sein – in der Regel für 20 Euro pro Gramm.
Ein weiterer Fall soll sich am 25. Januar 2023 abgespielt haben. S. soll Gr. im Auftrag von A. und G. auf dem Klo eines Fastfood-Restaurants an der Langenhorner Chaussee erneut Rauschmittel übergeben haben: zwei in Kondome verpackte Haschischriegel, vier Plastiküberraschungseier mit 40,24 Gramm des synthetischen Cannabinoids „Spice“ sowie 4,83 Gramm Kokain.
Dieses Mal landeten die Drogen laut Staatsanwaltschaft aber nicht in der JVA, wo sie demnach durch den gesondert strafrechtlich verfolgten P. verkauft werden sollten. Stattdessen übergab Gr. die Rauschmittel an die Polizei.
Das Verfahren hatte ursprünglich am 14. Januar 2025 begonnen. Am ersten Prozesstag gab es aber einen Eklat, der Prozess wurde daraufhin ausgesetzt. Am Freitag um 9.30 Uhr beginnt die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht neu. (tst)
Drogen im Po in die JVA geschmuggelt: Fünf Männer stehen vor Gericht wurde gefunden bei mopo.de
Ein Hamburger Unternehmer soll in der Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld in großem Stil erschlichen haben. Die Staatsanwaltschaft hat den 34-jährigen Angeklagten F. wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betruges in drei Fällen angeklagt. In zwei Fällen blieb es demnach beim Versuch.
F. soll im Mai 2020 als Geschäftsführer einer GmbH über eine Lohnabrechnungsgesellschaft gegenüber der Bundesagentur für Arbeit falsche Angaben gemacht haben. Laut Anklage simulierte er einen pandemiebedingten vollständigen Arbeitsausfall für 250 Arbeitnehmer.
Auf dieser Grundlage beantragte er Kurzarbeitergeld sowie die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen. Für den Monat Mai 2020 zahlte die Bundesagentur für Arbeit nach einem Antrag vom 13. Juli 2020 rund 190.000 Euro aus.
Weitere Anträge betrafen die Monate Juni und Juli 2020. Dabei ging es um knapp 174.000 Euro und rund 190.000 Euro Kurzarbeitergeld sowie um etwa 128.000 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen.
Diese Zahlungen lehnte die Bundesagentur für Arbeit ab. Der Grund: Die Behörde hatte laut Staatsanwaltschaft erkannt, dass es sich mutmaßlich nur um vorgetäuschte Anträge handelte.
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Erst im Juli 2020 soll F. 201 angebliche Arbeitnehmer rückwirkend zur Sozialversicherung angemeldet haben. Diese Personen sollen jedoch gar nicht für die GmbH gearbeitet haben. Ab Freitag (13 Uhr) muss sich F. vor Gericht verantworten. (tst)
34-Jähriger betrügt während der Pandemie die Bundesagentur für Arbeit wurde gefunden bei mopo.de
Ein Mann soll einer Frau mehrfach mit einem Hammer gegen den Kopf geschlagen haben – nun muss sich der 36-Jährige vor dem Landgericht Hamburg verantworten.
Rückblick: Am 20. Dezember 2025 soll der 36-Jährige in der Bernstorffstraße (Altona) eine Frau mit einem Hammer attackiert haben. Das Opfer wurde dabei schwer verletzt: Die Frau habe laut Anklage ein Schädel-Hirn-Trauma und einen Schädelbruch erlitten und liege seit der Tat im Koma.
Dem Angeklagten wird nun schwere Körperverletzung in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung vorgeworfen. Wie die Staatsanwaltschaft nach den Ermittlungen ausgeht, sei der Angeklagte vom Versuch des Totschlags strafbefreiend zurückgetreten. Der Grund: Er soll unmittelbar nach der Attacke selbst den Notruf alarmiert haben.
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Der Prozess gegen ihn beginnt am Freitagmorgen vor dem Landgericht Hamburg. Weitere Verhandlungstage sind angesetzt. (mp)
Mann schlägt Frau mit Hammer ins Koma – darum fällt die Anklage milder aus wurde gefunden bei mopo.de

Hannover – Der Anstieg rechtsmotivierter Gewalt in Deutschland wird von der DPolG Niedersachsen als besorgniserregend angesehen. Er zeigt eine alarmierende Tendenz, die unser gesellschaftliches Klima belastet. Gleichzeitig muss auch die Bedrohung durch linksmotivierte Gewalt im Fokus bleiben, weil beide Formen des Extremismus den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Werte unserer Demokratie gefährden.
Das kürzlich veröffentlichte Urteil gegen die linksextremistische Lina Engel, das jetzt der Bundesgerichtshof bestätigt hat, verdeutlicht die Notwendigkeit, jegliche Form von Extremismus mit aller Konsequenz zu verfolgen. Der BGH hat klarstellend betont, dass linke und rechte Straftaten gleichermaßen verwerflich sind und eine ernsthafte Bedrohung für unsere Gesellschaft darstellen.
Patrick Seegers, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft Niedersachsen, äußerte: „Die Ränder des politischen Spektrums dürfen nicht die Mitte dominieren und dadurch unsere Demokratie untergraben. Es ist an der Zeit, dass die demokratische Gesellschaft für ihre Werte einsteht, die uns vereinen. Jeglicher Extremismus hat keinen Platz in unserem Land.“ Seegers betonte auch: „Wir müssen den Blick weiterhin schärfen, statt auf beiden Augen blind zu sein.“
Um diesen Herausforderungen effektiv begegnen zu können, ist es unerlässlich, dass die Ermittlungsbehörden mehr Personal, Kompetenz und rechtliche Möglichkeiten erhalten. Nur so können wir sowohl auf die akuten Bedrohungen reagieren als auch präventiv gegen diese gefährlichen Ideologien angehen.
Zu den notwendigen Maßnahmen zählen:
Seegers fordert abschließend: „Niemand braucht jetzt politische Moralisten. Was wir benötigen, ist solide Politik, mit dem Willen, die Sorgen der Menschen ernst zu nehmen und dadurch unsere Demokratie zu stärken. Nur durch ein gemeinsames Handeln können wir Extremismus in jeglicher Form entschlossen entgegentreten.“
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Wegen einer volksverhetzenden antiisraelischen Karikatur im sozialen Netzwerk Instagram ist ein Mann von einem Hamburger Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 3000 Euro verurteilt worden. Der Entscheidung vom Donnerstag zufolge muss der 34-Jährige als Auflage außerdem eine Geldbuße von weiteren 1000 Euro bezahlen, wie eine Gerichtssprecherin in der Hansestadt mitteilte.
Wie das Gericht feststellte, hatte der Mann knapp zwei Wochen nach dem Angriff der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 eine Karikatur auf Instagram geteilt, die das Vorgehen israelischer Streitkräfte im Gazastreifen mit nationalsozialistischen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg verglich.
Die Karikatur zeigte einen Soldaten mit israelischem Hoheitsabzeichen, der ein Gewehr auf eine am Boden liegende Frau richtet. In einem Spiegel erblickte dieser zugleich einen Soldaten mit Hakenkreuzarmbinde, der einen Mann bedroht. Laut Anklage stellt das Bild einen Vergleich dar, der das einmalige Ausmaß nationalsozialistischer Völkermordpolitik herunterspielt.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Das Amtsgericht folgte dieser Auffassung und stufte die Verbreitung als strafbare Volksverhetzung in Tateinheit mit dem Verwenden von Kennzeichnen verfassungswidriger Organisationen ein. Letzteres bezieht sich auf das in der Karikatur abgebildete Hakenkreuz.
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Der Angeklagte hätte sich vor der Veröffentlichung über die Rechtslage zur Meinungsfreiheit bei Bezügen zur NS-Vergangenheit vergewissern müssen, betonte das Gericht laut Sprecherin. Auch dass er den fraglichen Post nur wenige Tage nach dem Hamas-Angriff auf Israel absetzte, habe für das Urteil eine Rolle gespielt. Zur Verhandlung kam es, weil der Beschuldigte Einspruch gegen einen Strafbefehl eingelegt hatte. (bro/cfm)
Mann teilt Karikatur auf Instagram – 4000 Euro Strafe wurde gefunden bei mopo.de

Lüneburg:
Körperverletzung
Am 19.02.2025, gegen 14:30 Uhr, rempelte ein 25-Jähriger in der Straße Neue Sülze zunächst eine 51 Jahre alte Frau an und verfolgte diese ein Stück auf ihrem Weg. Als ein 51 Jahre alter Mann ein Foto von diesem fertigte, warf der 25-Jährige ein Gitter in Richtung der beiden 51-Jährigen und versuchte sie weiter anzugreifen. Er konnte bis zum Eintreffen der Polizeibeamten festgehalten werden. Der Mann wurde anschließend in Gewahrsam genommen.
Diebstahl aus Bekleidungsgeschäft
Am 19.02.2025, gegen 11:00 Uhr, begab sich ein 25 Jahre alter Mann mit zwei Jacken in die Umkleidekabine eines Bekleidungsgeschäfts in der Glockenstraße und verließ diese mit nur einer Jacke. Ein Mitarbeiter beobachtete ihn dabei und sprach ihn darauf an. Die fehlende Jacke, im Wert von rund 70 Euro, trug der 25-Jährige unter seiner eigenen Jacke. Es wurde ein Strafverfahren gegen ihn eingeleitet.
Diebstahl aus Bekleidungsgeschäft – Sicherungsalarm ausgelöst
Eine Jugendliche steckte am 19.02.2025, gegen 13:30 Uhr, Kleidung im Wert von rund 90 Euro in ihre Handtasche und wollte das Geschäft in der Großen Bäckerstraße verlassen. Dabei lösten die befestigten Sicherungen die Alarmanlage am Ausgang aus. Eine Mitarbeiterin kam hinzu und stellte den Diebstahl fest. Die Jugendliche wurde an ihre Erziehungsberechtigten übergeben.
Diebstahl eines Portemonnaies
Während eines Einkaufs in der Willy-Brandt-Straße am 19.02.2025, zwischen 11:00 Uhr und 11:45 Uhr, entwendete eine unbekannte Person das Portemonnaie aus der Tasche einer 56 Jahre alten Frau. Ihr entstand ein Schaden von rund 40 Euro.
Verkehrsunfallflucht
In der Nacht vom 18.02.2025 auf den 19.02.2025 touchierte eine unbekannte Person mit ihrem Fahrzeug einen auf einem Parkstreifen am Straßenrand der Straße Am Schifferwall abgestellten PKW Renault. Anschließend entfernte sich das verursachende Fahrzeug in unbekannte Richtung.
Lüchow-Dannenberg:
Einbruch in Werkstatt
Am 19.02.2025, gegen 20:15 Uhr, schlug eine unbekannte Person ein Fenster zu einer Werkstatt in der Straße Prießeck ein. Nachdem die Person beobachtet und angesprochen wurde, flüchtete sie in noch unbekannte Richtung. Diebesgut ist bislang nicht bekannt.
Suche nach einem vermissten Mann
Am Mittag des 19.02.2025, gegen 17:00 Uhr, verließ ein 19-Jähriger eine Einrichtung in der Domänenstraße in Schnega. Aufgrund der leichten Bekleidung des Mannes sowie der kalten Temperaturen wurden umfangreiche Suchmaßnahmen unter der Beteiligung der Feuerwehr, eines Polizeihubschraubers und Flächenspürhunden eingeleitet. Gegen 22:00 Uhr konnte der Heranwachsende am selbigen Tage aufgrund von Hinweisen auf einem Feld im Bereich Külitz/Warpke wieder angetroffen werden. Er war unterkühlt und wurde medizinisch begutachtet.
Uelzen:
Fahren unter Einfluss – Durchsuchung
Am 19.02.2025, gegen 10:00 Uhr, wurde ein PKW Ford von der Polizei festgestellt und in der Straße Bohldamm kontrolliert. Es stellte sich heraus, dass die 35 Jahre alte Fahrzeugführerin unter dem Einfluss von Kokain stand. Es wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Im weiteren Verlauf händigte der 34 Jahre alte Beifahrer den Polizeibeamten Cannabis aus. Bei einer anschließenden Durchsuchung des PKW der 35-Jährigen und der Wohnung des 34-Jährigen in Uelzen wurden nicht geringe Mengen an Cannabis aufgefunden. Es wurden entsprechende Strafverfahren eingeleitet.
Einbruch in Kleingarten
In der Nacht vom 18.02.2025 auf den 19.02.2025 verschafften sich Unbekannte durch Aufbrechen einer Tür Zutritt zu einem Gartenhaus in der Straße Hauenriede. Sie entwendeten einen Fernseher im Wert von wenigen hundert Euro.
Einbruch in Imbiss
Unbekannte Täter verschafften sich am 19.02.2025 im Zeitraum zwischen 03:30 Uhr und 08:00 Uhr Zutritt zu einem Imbiss in der Veerßer Straße, indem sie eine Tür aufhebelten. Sie entwendeten Bargeld im unteren dreistelligen Bereich. Es wurden Spuren gesichert.
Einbruch in zwei nebeneinanderstehende Transporter
Am Morgen des 19.02.2025 zwischen 9:30 Uhr und 12:45 Uhr brachen Unbekannte in zwei nebeneinander geparkte Transporter Mercedes in einem Feldweg zwischen den Ortschaften Niendorf und Vorwerk ein, indem sie jeweils ein Fenster öffneten. Es wurden zwei Rucksäcke samt Inhalt und zwei Ipads erlangt. Der daraus entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere hundert Euro.
Verkehrsunfall mit zwei Leichtverletzten
Am 19.02.2025, gegen 06:30 Uhr, befuhr eine 19 Jahre alte Fahrerin eines PKW Peugeot die Vorwerker Straße. An der Kreuzung Alte Dorfstraße übersah sie eine vorfahrtsberechtigte 57 Jahre alte Fahrerin eines PKW Hyundai und kollidierte mit dieser. Beide Fahrzeugführerinnen wurden bei dem Verkehrsunfall leicht verletzt.
Cannabispflanzen aufgefunden
Im Rahmen von umfangreichen Ermittlungen des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Uelzen wurde durch die Staatsanwaltschaft Lüneburg ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Dieser bezog sich auf die Wohnung eines 39 Jahre alten Mannes im Uelzener Stadtgebiet. Hintergrund waren Hinweise zu einem möglichen illegalen Anbau von Cannabis. Nachdem das Amtsgericht Uelzen einen Durchsuchungsbeschluss erlassen hat, begaben sich die Ermittlerinnen und Ermittler gestern Mittag zu der Wohnung und durchsuchten diese. Dabei wurden rund ein Dutzend Cannabispflanzen sowie professionelles Equipment aufgefunden. Die Polizei ermittelt auch wegen des unerlaubten Handeltreibens mit Cannabis.
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Der Artikel Zahlreiche Delikte in Lüneburg und Uelzen: Körperverletzung, Diebstähle und illegaler Cannabisanbau festgestellt erschien zuerst auf Nordische Post