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Völlig überraschend: Warum das Lehmitz doch zurück ist

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Ende vergangenen Jahres machte es dicht, jetzt hat es überraschend wieder geöffnet: das Lehmitz auf der Reeperbahn 22. Gefeiert wurde am Donnerstagabend nicht nur die Wiedereröffnung, sondern auch der 50. Geburtstag von Geschäftsführer Marco Apfler. Das Lehmitz, ein Symbol für den Kiez, der sich ständig verändert. Und das, was am Ende trotzdem bleibt.

Eine Frau im schwarzen Schlauchkleid schiebt sich durch die Menge ins Innere des Lehmitz, in der linken Hand ein Glas Wein, in der rechten ein Bier. Man weiß ja nie. Alle Glastüren sind geöffnet, trotzdem nimmt einem die dichte, rauchige Luft schon beim ersten Schritt in den Raum den Atem.

Marco Apfler: Geburtstag auf dem Tresen

Die Band steht schon auf dem charakteristischen u-förmigen Tresen bereit. Sie muss noch einen Moment warten, erst gibt es eine Rede und ein Geschenk. Gefeiert werden zugleich die Wiedereröffnung und der runde Geburtstag von Chef Marco Apfler.

Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen. Marius Röer
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.

Sein Freund Fabian Zahrt, Kiez-Guide und Mitglied der „Bambi Boys“, schnappt sich das Mikrofon. „Mit 50 werden die meisten ruhiger und erwachsener“, sagt er, „wie gut, dass dir das niemand erzählt hat!“ Die Gäste grölen lachend. „Mögen die Tattoos nicht verblassen und das Lehmitz immer voll sein“, ruft er.

Das Lehmitz hat eine lange Geschichte

Ein bisschen Ruhe gibt es dann doch, in Form des Geschenks: ein großes Papp-Kreuzfahrtschiff, symbolisch für eine Reise mit Frau und Geschäftspartnerin Anneliese und dem gemeinsamen Sohn. „Dann ist das kein Urlaub“, schreit jemand noch dazwischen. Dann fängt die Band an zu spielen, erst „Happy Birthday“, danach Bob Marley.

Die Musik schallt nach draußen auf die Reeperbahn. Touristengruppen und Partyvolk quetschen sich mit irritierten Blicken an den Gästen vorbei, die vor dem Lehmitz stehen. Der Name hat auf St. Pauli eine lange Geschichte. An der Wand am Eingang hängen Fotos aus dem alten „Café Lehmitz“, darüber eine Geburtstagsgirlande.

In den 1960er Jahren war das Lehmitz noch eine Stehbierhalle, in der Hafenarbeiter, Prostituierte, Zuhälter, Kleinkriminelle und Nachtschwärmer zusammenkamen. Der schwedische Fotograf Anders Petersen fotografierte dort die Gäste. Sein Bildband „Café Lehmitz“ erschien 1978 und gilt heute als Klassiker der sozialdokumentarischen Fotografie. Petersen zeigte die Menschen nicht als Kuriositäten, sondern als Teil eines Milieus, das damals noch zum Alltag auf St. Pauli gehörte.

Wiedereröffnung des Lehmitz im Mai angekündigt

1987 wurde das alte Gebäude abgerissen. Später machte auf der Reeperbahn 22 wieder ein Lehmitz auf. Ende vergangenen Jahres sollte es dann schließen: Der Mietvertrag lief aus, über einen Abriss sei bereits gesprochen worden, erzählt Apfler, seine Stimme kratzt. Nach mehreren Gesprächen hätten sich die Beteiligten schließlich einigen können.

Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.). Marius Röer
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).

Im Mai wurde die Wiedereröffnung angekündigt. „Das Lehmitz wurde gerettet, bevor sie hier den nächsten Kiosk aufmachen konnten“, sagt Apfler. Der neue Mietvertrag läuft erst einmal für zehn Jahre. Alles soll weitergehen wie bisher. „Was anderes auf der Reeperbahn? Das will doch keiner!“, meint er.

Und doch gibt es Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen. Direkt neben dem Lehmitz mahnt das frühere Sausalitos, wie schnell es auf der Reeperbahn vorbei sein kann. Im vergangenen Jahr musste die Kette Insolvenz anmelden, Filialen wurden geschlossen. Die alten Kaktus-Leuchtschilder hängen noch blass an der Fassade, aber der Blick fällt auf die royalblauen Schilder des neuen Ladens, der inzwischen eingezogen ist.

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung“

So schnell wie ein Laden schließt, öffnet der nächste. So schnell, wie einer gewinnt, verliert er wieder – wie Lehmitz-Barmann Thomas König, Spitzname „Mütze“. Im Jahr 2000 gewann er bei „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro. Von dem Geld konnte er seine Schulden bezahlen. Drei Jahre später war er seinen Job trotzdem los, weil er mit 850 Gramm Haschisch erwischt wurde.

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Solche Geschichten gehören zum Lehmitz, wie die Menschen, die hier zusammenkommen: „Vom Obdachlosen bis zur Milieu-Größe sitzen hier alle friedlich zusammen, trinken, schnacken. Vor allem dummes Zeug“, erzählt Fabian Zahrt etwas abseits der Partygäste. „Das ist der Kiez in seiner ursprünglichsten Form, obwohl St. Pauli sich so verändert hat“, sagt er. „Nichts ist so beständig wie die Veränderung.“ Und doch gibt es Namen, die bleiben.

Völlig überraschend: Warum das Lehmitz doch zurück ist wurde gefunden bei mopo.de

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„Es reicht“-Demo in Hamburg – mehr als 1000 Menschen protestieren in der City

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Vorschau ansehen Aufgerufen hatten Die Linke und das Bündnis „Unkürzbar“. Demonstranten nutzen Auftritt von Ministerin Karin Prien für Protest.

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☐ ☆ ✇ Hamburger Abendblatt

Trendwende geschafft? StadtRad nimmt wieder Fahrt auf – woran das liegt

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Neben Undav: Diesem Ex‑Löwen können Eintracht-Fans bei der WM die Daumen drücken

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Kader, Spielphilosophie und Kultur: So will Strobl den neuen VfL Wolfsburg formen

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Vorschau ansehen Nach dem ersten Bundesliga-Abstieg richtet der VfL Wolfsburg mit Trainer Strobl den Blick nach vorn. Es soll ein Neuanfang gelingen.

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Schlagerparty in Langenhagen: Das „Move & Groove“ am Waldsee-Krähenwinkel

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Vorschau ansehen Ein neues Schlagerfestival für Langenhagen: Am 13. Juni startet das „Move & Groove“ mit einem Partyumzug bis zum Waldsee-Krähenwinkel. Die „Schlagerzentrale“ organisiert die kostenlose Veranstaltung komplett ehrenamtlich. Und wenn die Premiere klappt, könnte das Fest in Zukunft noch größer werden.

„Move & Groove“: Der neugegründete Verein „Schlagerzentrale“ organisiert die neue Veranstaltung. Jörg Dietrich

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☐ ☆ ✇ NP

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☐ ☆ ✇ NP

Verkehr in Langenhagens Westen bis Dezember massiv beeinträchtigt

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Vorschau ansehen Von Juli bis Dezember wird die Langenhagener Straße zwischen der A352-Anschlussstelle Engelbostel und Alt-Godshorn voll gesperrt. Am Mittwoch, 10. Juni, informiert die Stadt Anlieger über die Sanierung – die weiträumige Umleitungen in Langenhagens Westen zur Folge hat.

Sperrung von Juli bis Dezember 2026: Die Stadt erneuert die Langenhagener Straße von der Kreuzung zur Anschlussstelle Engelbostel (A352) bis Alt-Godshorn. Gerko Naumann

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☐ ☆ ✇ HAZ

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Sexualstrafrecht: Justizministerin will Frauen besser vor sexueller Gewalt schützen

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Vorschau ansehen Niedersachsens Justizministerin Wahlmann (SPD) will den Vergewaltigungsparagrafen grundlegend ändern. Statt „Nein heißt Nein“ soll künftig „Nur Ja heißt Ja“ für einvernehmlichen Sex gelten. Warum die aktuelle Rechtslage zu Schutzlücken führt – und welche Länder als Vorbild dienen.

„Schweigen, Unsicherheit oder Erstarren dürfen nicht zur Straflosigkeit von Sexualstraftätern führen“: Kathrin Wahlmann (SPD), Justizministerin Niedersachsen. Julian Stratenschulte

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☐ ☆ ✇ LZ Lüneburger Heide

Sexualstrafrecht: Justizministerin will Frauen besser vor sexueller Gewalt schützen

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„Schweigen, Unsicherheit oder Erstarren dürfen nicht zur Straflosigkeit von Sexualstraftätern führen“: Kathrin Wahlmann (SPD), Justizministerin Niedersachsen. Julian Stratenschulte

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☐ ☆ ✇ CZ

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☐ ☆ ✇ SN

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☐ ☆ ✇ GT/ET

Sexualstrafrecht: Justizministerin will Frauen besser vor sexueller Gewalt schützen

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☐ ☆ ✇ AZ/WAZ

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☐ ☆ ✇ PAZ

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„Schweigen, Unsicherheit oder Erstarren dürfen nicht zur Straflosigkeit von Sexualstraftätern führen“: Kathrin Wahlmann (SPD), Justizministerin Niedersachsen. Julian Stratenschulte

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Sexualstrafrecht: Justizministerin will Frauen besser vor sexueller Gewalt schützen

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Verloren, aber aufgestiegen – Braunschweiger Kreisligist vor nächstem Meilenstein

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KI bei Strafverfolgungsbehörden: In drei Ländern, unter anderem in Bayern, wird die Palantir-Software von der Polizei bereits genutzt – Niedersachsen lehnt das ab, hat bisher aber keine Alternative. Peter Kneffel/dpa

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