(David Berger) Kinder als V-Leute, Wanzen in Privatwohnungen, dehnbare Begriffe wie „böswillige Verächtlichmachung“ und sogar die gesetzliche Erlaubnis zur Verfälschung von Informationen: Der neue Referentenentwurf von Innenminister Alexander Dobrindt markiert einen beispiellosen Ausbau staatlicher Überwachungsbefugnisse. Die entscheidende Frage lautet: Wenn die AfD tatsächlich eine Gefahr für die Demokratie sein soll – warum schafft ausgerechnet die […]
Ist die Forderung nach einem „rechten Staat“ die notwendige Antwort auf den ideologisch geprägten „linken Staat“ – oder würde sie denselben Fehler nur mit umgekehrten Vorzeichen wiederholen? Frank-Christian Hansel widerspricht dieser Logik entschieden und plädiert stattdessen für einen grundlegenden Politikwechsel: Nicht die Eroberung des Staates, sondern seine Entideologisierung müsse das eigentliche Ziel einer konservativen Erneuerung […]
(David Berger) Es sind Zahlen, die noch vor wenigen Jahren einen nationalen Schock ausgelöst hätten. Heute rauschen sie nahezu geräuschlos durch die Nachrichten. Nach der Polizeilichen Kriminalstatistik wurden im Jahr 2025 in Deutschland rund 29.200 Messerangriffe registriert – durchschnittlich 80 pro Tag. Anders ausgedrückt: Fast jede Viertelstunde wird irgendwo in Deutschland ein Mensch mit einem […]
Die Absage des mit Spannung erwarteten Rededuells zwischen AfD und BSW auf dem COMPACT-Sommerfest durch Wagenknechte schlägt hohe Wellen. Auch innerhalb des BSW wird heftig darüber gestritten. Einige Stimmen lassen erahnen, dass die neue COMPACT-Spezialausgabe „Schurkenstaat“ hinter den Kulissen eine Rolle gespielt haben dürfte. Einflussreiche Transatlantiker gibt es auch in jeden Reihen. Keine Frage: Die [...]
Die August-Ausgabe von COMPACT mit einer investigativen Recherche über den Einfluss von Hintergrund-Netzwerken wie dem „Konsortium“ auf die AfD. Sensationell: Rohrböck („der Söldner“) gab COMPACT ein Interview. Hier bestellen. Die AfD steht an der Schwelle der Macht – und nun lassen die Agenten die Maske fallen. Tom Rohrböck ist einer von ihnen, bezeichnet sich ungeniert [...]
Martin Sellner, Kopf der Identitären Bewegung und COMPACT-Kolumnist, hat sich unsere Juli-Ausgabe mit dem Titelthema „Sommermärchen 2026“ angeschaut und in einem Video zusammengefasst, was ihm am besten gefallen hat. Sein Fazit: Absolut lesenswert. Hier mehr erfahren. Jetzt kommt Deutschland zurück! Unter diesem Motto blickt das Heft im Titelthema auf die Wahlen im September voraus. Sellner [...]
(David Berger) Während Deutschland und zahlreiche andere westeuropäische Staaten weiterhin darüber streiten, wie weit sie die Islamisierung tolerieren wollen, setzt Portugal ein deutliches Signal. Das Parlament in Lissabon hat ein Verbot der islamischen Vollverschleierung im öffentlichen Raum beschlossen und zugleich das Einwanderungsrecht deutlich verschärft. Der von der rechten Partei Chega eingebrachte Gesetzentwurf erhielt auch Unterstützung […]
Erklärung des Chefredakteurs. Das bereits zugesagte Duell BSW-AfD auf unserem Sommerfest wird vom BSW abgesagt. Die „Thüringer Linie“ des Verrats an Versprechen setzt sich damit fort. Die Verantwortlichen sitzen nicht im Landesverband Sachsen-Anhalt, sondern in Berlin. Das hat große Aufmerksamkeit erregt: Auf dem Sommerfest unseres Magazins am 22. August in Stößen (bei Naumburg/Sachsen-Anhalt) sollte es [...]
(David Berger) Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) hat angesichts des neuen Bundeslagebildes „Sexualdelikte zum Nachteil von Kindern und Jugendlichen 2025“ eindringlich vor einer weiter wachsenden Bedrohung von Kindern gewarnt. Im Mittelpunkt ihrer Pressemitteilung stehen Forderungen nach einer besseren technischen Ausstattung der Sicherheitsbehörden, dem verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz bei den Ermittlungen sowie nach einer Verschärfung des Ausweisungsrechts […]
Matthias Helferich sitzt für die AfD im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages. Der Jurist aus Dortmund beschäftigt sich mit Fragen der Kulturpolitik, des Postkolonialismus und der nationalen Identität. Im Gespräch mit Ed Piper erläutert er, weshalb er Kultur für das zentrale politische Schlachtfeld der Gegenwart hält, warum er das Konzept des „Postkolonialismus“ als Angriff auf das […]
Vorabdruck aus der Augustausgabe von COMPACT-Magazin. Es brodelt in Europa. Ein neuer Film erhitzt die Gemüter. Kurz davor brannten in Belfast die Straßen. In Streaming-Charts von Amazon Prime stürmte Uwe Bolls B-Movie-Schocker Citizen Vigilante (siehe Artikel: Recht und Rache) gerade wegen der Zensurversuche in mehreren Ländern auf Platz eins. Der brutale Streifen, in dem ein [...]
COMPACT kämpft derzeit mit drei größeren Strafverfahren. Beim schärfsten Angriff verteidigt uns jetzt Dr. Ulrich Vosgerau. Aber die Prozesse werden teuer, wir brauchen Ihre Unterstützung, liebe Leser. Das ist dringend – jetzt brauchen wir wirklich Ihre Hilfe: Die Bundestagsverwaltung hat COMPACT Ende Juni einen Bescheid geschickt, der zu einer Strafzahlung von bis zu 100.000 € [...]
(David Berger) Die Würde der Frau wird heute nicht mehr nur durch Benachteiligung und Ausbeutung bedroht. Eine neue Ideologie greift tiefer: Sie stellt infrage, ob „Frau“ überhaupt noch eine Wirklichkeit bezeichnet – und löst damit gerade jene geschlechtliche Identität auf, deren Befreiung sie angeblich vollenden will. Es gehört zu den Paradoxien unserer Zeit: Noch nie […]
(David Berger) Der Fall Jens Spahn ist mehr als eine private Familiengeschichte: Er könnte zum gesellschaftspolitischen Türöffner für die Legalisierung der Leihmutterschaft werden. In einer spannenden, aber respektvoll und auf hohem intellektuellen Niveau ausgetragenen Kontroverse verteidigt Medienanwalt Ralf Höcker das Geschäft mit Schwangerschaft und Geburt – der frühere Berliner Abgeordnete Marcel Luthe hält mit dem […]
(David Berger) Während der Berliner Senat bei Sicherheit, Schulen und Infrastruktur regelmäßig über leere Kassen klagt, fließen Hunderttausende Euro an das „Muslimische Seelsorge Telefon“. Dessen Träger Islamic Relief Deutschland steht seit Jahren wegen seiner personellen Verbindungen zum Umfeld der Muslimbruderschaft in der Kritik. Berlin ist arm, aber großzügig – jedenfalls dann, wenn es um Projekte […]
Während Deutschland wirtschaftlich abrutscht und die Schulden explodieren, inszeniert sich die politische Elite in Zollwesten und barocken Schlössern als große Gestalterin. Frank Wahlig über einen Kanzler, der mehr scheint, als er ist – und über den letzten Tanz der Mächtigen vor der Sommerpause. Mit starken Bildern in die Sommerpause. Die Bilder sollen eine Zeit lang […]
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Mit einer neuen Publikation von Matthias Pausch begibt man sich auf eine historische Bilderreise Ein Gastbeitrag von Dietrich Nithack, Norderney Pünktlich zum Beginn der Sommerferien wird auch Norderney erneut von der jährlich wiederkehrenden Gästewelle überflutet. Die Annehmlichkeiten der Insel sind allzu verlockend; hier kann der Sommer in vollen Zügen genossen werden. Dabei stand Norderney als Sommerfrische nach ersten schweren Zeiten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Mitte jenes Jahrhunderts beinahe vor dem Aus. Vom Ersten Weltkrieg und den wirtschaftlich schwierigen Weimarer Jahren hatte …
Berlin, 15.05.2024. Zum internationalen Tag der Familie hat das Bundesministerium für Familie, Frauen und Jugend seinen „Familienreport 2024″ veröffentlicht.
Hierzu teilt Mariana Harder-Kühnel, stellvertretende Bundessprecherin der Alternative für Deutschland, mit:
„Der Familienreport 2024 stellt vorwiegend eine allgemeine Ansammlung von Daten und Diagrammen dar, enthält allerdings keinerlei familienpolitische Zukunftsperspektive für Deutschland. Folgerichtig findet man darin keine längeren Ausführungen über die seit Jahren bekannte Demografie-Katastrophe oder entsprechende Konzepte zur Lösung des daraus resultierenden Fachkräftemangels in Deutschland. Das Hauptaugenmerk einer nachhaltigen Familienpolitik müsste jedoch vielmehr auf einem Anstieg der inländischen Geburtenrate und einer kontrollierten Bevölkerungsentwicklung liegen.
Das Bundesfamilienministerium sollte insofern seinen Fokus auf die Diskrepanz zwischen der intendierten und idealen Kinderzahl der hiesigen Frauen und Mütter lenken und seine politischen Zielvorstellungen an ihre tatsächlich vorhandenen Kinderwünsche anpassen. Ließen sich diese realisieren, so läge die Geburtenziffer in Deutschland deutlich oberhalb des Bestandserhaltungsniveaus, sodass der Fachkräftemangel langfristig im Wesentlichen durch unsere eigene Bevölkerung beseitigt werden könnte.
Anstatt die Lösung hauptsächlich in einer verstärkten Dienstbarmachung von Müttern für die Wirtschaft zu sehen, muss der Staat für unsere Eltern eine echte Wahlfreiheit zwischen der eigenen und fremden Kinderbetreuung sicherstellen und ihnen durch die Schaffung geeigneter gesetzlicher Rahmenbedingungen den Wiedereinstieg in das Berufsleben nach der Erziehungsauszeit ohne nennenswerte Karriereeinbußen ermöglichen.
Aus Sicht der AfD stellt die Bekämpfung der demografischen Katastrophe in Deutschland eine Schlüsselfrage und damit elementare Pflichtaufgabe der Bundesregierung zur Erhaltung unseres Staatsvolks sowie zur dauerhaften Sicherung unseres Wirtschafts-, Sozial- und Rentensystems dar.“
Berlin, 06.05.2024. Laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hat die Anzahl der straftatverdächtigen Kinder unter 14 Jahren in Deutschland seit dem Jahr 2020 um über 66 Prozent zugenommen. Lag sie in 2020 noch bei 62.668, stieg sie innerhalb von drei Jahren auf 104.233 an. Davon sind 10.850 Fälle der gefährlichen oder schweren Körperverletzung zuzuordnen.
Dazu teilt Mariana Harder-Kühnel, stellvertretende Bundessprecherin der Alternative für Deutschland, mit:
„Straftaten werden auch von Jugendlichen unter 14 Jahren in Deutschland immer häufiger begangen. So sorgt derzeit eine aus 20-30 Mitgliedern bestehende Jugendbande in Ahaus für mediales Aufsehen, allein ihrem zwölfjährigen Anführer werden über 50 Straftaten zugeschrieben, für die er nicht strafverfolgt werden kann. Zudem sei an den tragischen Vorfall im vergangenen Jahr in Freudenberg erinnert, bei dem ein Mädchen von Mitschülerinnen im Alter von 12 und 13 auf dem Heimweg gezielt ermordet wurde. Diese hatten sich zuvor über ihre Strafunmündigkeit im Internet informiert.
Jugendliche unter 14 Jahren machen sich den Umstand ihrer eigenen Strafunmündigkeit offenbar ganz bewusst zunutze. Während sich der Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) noch jeder effektiven Gegenmaßnahme hartnäckig verschließt, haben andere europäische Länder hier längst Konsequenzen gezogen. In der Schweiz, England und Nordirland gelten Kinder bereits ab dem zehnten Lebensjahr als strafmündig, in Schottland, Ungarn, Belgien und den Niederlanden zwei Jahre später.
Die in unserem Land geregelte Strafmündigkeit ab 14 Jahren wird den besorgniserregenden Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik in keiner Weise mehr gerecht. Insbesondere bei schwerer Kriminalität müssen die Gerichte die Möglichkeit haben, nicht nur mit Erziehungsmaßnahmen auf die Jugendlichen einzuwirken, sondern ihnen ihr Fehlverhalten mit spürbaren Sanktionen deutlich vor Augen zu führen. Angesichts des planvollen Vorgehens selbst bei den unter 14-jährigen Tätern ist davon auszugehen, dass diese durchaus in der Lage sind, die weitreichenden Folgen ihrer Handlungen einzuschätzen und für diese die persönliche Verantwortung zu tragen.
Im Hinblick auf den Opferschutz fordert die AfD, die Strafmündigkeit in Deutschland auf zwölf Jahre abzusenken.“
CDU startet geschlossen in die Kommunalwahl – Landesparteitag beschließt einstimmig Wahlaufruf für mehr Zutrauen und Vertrauen in Niedersachsens Kommunen Vechta. In einer kämpferischen Rede hat der Landesvorsitzende Sebastian Lechner die CDU in Niedersachsen auf die Kommunalwahl am 13. September eingeschworen. „Ein besseres Niedersachsen ist machbar. Wenn wir Entscheidungen wieder dort treffen, wo die Menschen ihre Folgen […]
Archivalie des Monats Juni 2026 (Stadtarchiv Lingen)
Großsteingräber bei Mundersum, Wesel und im Poller Sand zeugen von einer bereits jungsteinzeitlichen Besiedelung. Hüvede findet erstmals in einem um 890 angelegten Einkünfteverzeichnis des Klosters Werden als „Hubide“ Erwähnung. Ein Corveyer Verzeichnis aus dem 11. Jahrhundert nennt erstmals Bramsche („Bremesge“) und Estringen („Asderingon“). Ein um 1150 angelegtes Werdener Verzeichnis erwähnt neben dem „Huvetfelde“ auch Sommeringen („Sumerhamen“), Mundersum („Munerdse“) und Polle („Polle“). 1258 wird schließlich auch Rottum („Rothem“) erstmals erwähnt.
Die Gertrudiskirche in Bramsche (Stadtarchiv Lingen)
Auf dem Hüvetfeld lag sowohl das Kirchspiel Bramsche mit Wesel, Sommeringen, Mundersum und Hüvede als auch – zum Kirchspiel Lingen gehörig – Estringen, Rottum und Polle. Wesel wird im 13. Jahrhundert als in der Pfarre Bramsche gelegen beschrieben. Spätestens jetzt gab es also eine Kirche mit eigenem Kirchspiel. Eine in der Kirche aufgefundene Inschrift, gelesen als „Hermannus Beloviensis Episcopus 1314“, könnte auf ein Baujahr 1314 hindeuten. 1452 erhielt die Kirche zwei neue Glocken, der heiligen Gertrud von Nivelles und der Jungfrau Maria geweiht. Eine dritte Glocke folgte 1513. Als Schutzpatrone der Kirche lassen sich Gertrud und Johannes der Täufer nachweisen.
Die Pfarrkirche dürfte ursprünglich die Hauskapelle der Burg Bramsche gewesen sein, deren Herren auch das Patronatsrecht besaßen. Noch heute lassen sich im Siedlungskern von Bramsche eine innere und äußere Gräfte rekonstruieren, der Name „Kring“ für den Bereich des Gräftenrings hat sich bis heute gehalten. Ältester bekannter Besitzer war wohl in den 1330er Jahren Rudolf von Langen. 1447 ging der Besitz auf die Familie von Merveldt über. Dass dabei von einer abgepfählten Freiheit und Herrlichkeit im Dorf Bramsche die Rede war, in der der Herr auch die niedere Gerichtsbarkeit ausübte, zeigt die herausgehobene Stellung der Burg. Spätestens 1551 war Otto von Grothaus der Herr von Bramsche. Dieser geriet allerdings in eine blutige Fehde mit der Stadt Osnabrück, in deren Folge die Burg Bramsche 1558 zerstört wurde. Grothaus baute die Burg nicht wieder auf. Stattdessen errichtete er weiter südlich am Ufer der Aa das von einer breiten Gräfte umgebene Gut Spyck. Ein Epitaph in der Bramscher Kirche erinnert an den Tod von Ottos Sohn Cord. Von 1911 bis 1938 wurde das Gut von den Schwestern Paula, Mimi und Alma Oosthuys, genannt „Spycks Tanten“, bewirtschaftet.
Als nach den „Bischofsjahren“ 1672/73 der katholische Gottesdienst verboten wurde, siedelte der Pfarrer der Gertrudiskirche auf münsterisches Territorium über, fand Unterkunft auf dem Hof Tegeder in Gleesen (Pfarrei Emsbüren) und hielt in einer dortigen Scheune den Gottesdienst ab. Als der katholische Pfarrer 1716 nach Bramsche zurückkehrte, wurde bei Gut Spyck eine katholische Behelfskirche errichtet. Von 1806 bis 1846 wurde die Bramscher Kirche – als erste in der ganzen Grafschaft – von beiden Konfessionen als Simultankirche genutzt.
Die 1962 abgebrochene Wassermühle auf Gut Spyck (Stadtarchiv Lingen)Das ehemalige Bauernhaus Thieke in Münnigbüren (Stadtarchiv Lingen)
1859 schlossen sich Bramsche, Wesel, Polle, Rottum, Estringen, Mundersum, Hüvede und Sommeringen zu einer Samtgemeinde zusammen. Allerdings hatte diese nicht lange Bestand. Bramsche und Wesel blieben zusammen, und aus der Gemeinde Hüvede-Sommeringen-Mundersum trat Mundersum 1924 aus. Estringen, Rottum und Polle waren bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.
Bei den Reichstagswahlen im November 1932 erhielt die Zentrumspartei über 85%, zweitstärkste Kraft wurde die NSDAP mit fast 7%. Im Mai 1933 wurde Franz Schulte (ab 1941 NSDAP) als Bramscher Bürgermeister eingesetzt, in Hüvede-Sommeringen wurde 1934 Hermann Kley (ab 1938 NSDAP) Bürgermeister. Bramsche-Wesel, Hüvede-Sommeringen, Mundersum und Polle gehörten zur NSDAP-Ortsgruppe Messingen unter Leitung von Clemens Revermann, zugleich Kreisamtsleiter der NSV. Auch eine SA-Truppe existierte, sie exerzierte dreimal wöchentlich auf dem Bramscher Schulplatz.
1938 wurde mit dem Bau eines Emsseitenkanals, der Gleesen mit Papenburg verbinden sollte, begonnen. Das im Volksmund „Hitlerkanal“ genannte Projekt wurde jedoch nie vollendet. Ein 1930 auf Weseler und teils auch Plantlünner Gebiet angelegte Hilfslandeplatz wurde ab 1937 zu einem Einsatzflughafen der Luftwaffe ausgebaut. Bei den Bauarbeiten kamen hunderte von Strafgefangenen zum Einsatz. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Militärflugplatz Plantlünne intensiv genutzt. Hier existierte auch ein russisches Kriegsgefangenenlager, während in Bramsche französische Kriegsgefangene untergebracht waren. Da die Deutschen angesichts der nahenden Front Anfang April 1945 die Eisenbahnbrücke gesprengt hatten, setzten die Briten schließlich bei Hanekenfähr über die Ems. Die Einnahme Bramsches erfolgte entsprechend von dort und von Lingen aus.
Die Gaststätte Möllers, vormals Hof Wilmes, in den 1930er Jahren (Stadtarchiv Lingen)
Die 1949/51 in Plantlünne aufgekommene Idee, Wesel – gegebenenfalls im Tausch mit Gleesen – nach Plantlünne umzugemeinden, wurde in Bramsche abgelehnt. Stattdessen schlossen sich Bramsche-Wesel, Hüvede-Sommeringen, Estringen-Polle-Rottum und Mundersum 1965 erneut zu einer Samtgemeinde zusammen. Überlegungen, sich mit Lünne oder Spelle zusammenzutun, wurden nicht realisiert. Stattdessen nahm man 1971 Gespäche mit Lingen auf. So wurde die Samtgemeinde mit ihren damals 1671 Einwohnern 1974 der südlichste und flächenmäßig größte Ortsteil von Lingen.
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Ein Beitrag von Dr. Michael Hermann Auf den ersten Blick weckt der Titel der vorliegenden Broschüre Assoziationen zu Hermann Soeke Bakkers Dissertation „Norderney: Vom Fischerdorf zum Nordseeheilbad“ (1956, erw. Auflagen 1971 und 1980).1 Doch wo Bakker sich mit den wirtschaftlichen und sozialen Verhältnissen der Insulaner bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs auseinandersetzte, konzentriert sich Karl-Wilhelm Fischer, langjähriger ehrenamtlicher Mitarbeiter des Norderneyer Bademuseums, auf die schwierige Gründungsphase des Bades, während der aus einem bescheidenen ostfriesischen Fischerort ein konzessioniertes Seebad entstand. Fischer verortet seine Darstellung …
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Das neue “Emder Jahrbuch” eröffnet abermals Einblicke in die ostfriesische Geschichte Dass unsere Sicht auf die Geschichte nicht statisch ist, sondern in einem fortwährenden Prozess des Entdeckens entsteht, beweist eindrücklich die neueste Ausgabe des „Emder Jahrbuchs für historische Landeskunde Ostfrieslands“. In insgesamt sechs Forschungsbeiträgen, die zeitlich vom 15. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit reichen, unterstreicht der aktuelle Band, dass die Geschichte der Region durch moderne Fragestellungen ständig neu beleuchtet werden kann. Der erste Beitrag stammt von Hanke Immega, Mitarbeiter der Landschaftsbibliothek, der sich für …
Niedersachsen braucht einen echten Neustart in Pflege, Gesundheit und Wohnen Hildesheim / Hannover. „Die soziale Infrastruktur ist das Rückgrat unserer Gesellschaft – sie darf nicht durch starre Regeln und überbordende Bürokratie gelähmt werden. Wir wollen die Versorgungssicherheit in Niedersachsen durch passgenaue, regionale Lösungen für die Menschen im Land garantieren“, erklärt der CDU-Landesvorsitzende Sebastian Lechner beim Abschluss […]
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Ein Beitrag von Dr. Heiko Suhr Am 12. März 2026 fand im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft in Aurich der ganztägige Workshop „Polizei im Nationalsozialismus in Ostfriesland“ statt. Veranstaltet wurde er gemeinsam von der Ostfriesischen Landschaft, der Gedenkstätte Engerhafe und dem Niedersächsischen Landesarchiv – Abteilung Aurich. Gefördert wurde die Tagung durch die Hans-Heyo Prahm Stiftung, Leer. Zur Geschichte der Polizei im Nationalsozialismus in Ostfriesland liegen bislang kaum wissenschaftliche Forschungen vor. Der Workshop verfolgte daher das Ziel, den aktuellen Kenntnisstand zu bündeln und zugleich Perspektiven für …
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Nachdem der Vortrag im Januar leider ausfallen musste, widmet sich Aiko Schmidt M.A. am 20. April 2026 nochmals der Geschichte der beiden im 16. Jahrhundert errichteten Bürgerhäuser in der Pelzerstraße in Emden Im Rahmen der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „Landeskundliche Vorträge zur Geschichte Ostfrieslands“ laden die Landschaftsbibliothek und das Niedersächsische Landesarchiv – Abteilung Aurich zum letzten Vortrag in der Vortragssaison 2025/26 ein. Im Mittelpunkt steht die Erhaltung der Renaissancehäuser in der Pelzerstraße in Emden im 20. Jahrhundert. Die Emder Altstadt fiel im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig …
Förderwege, Digitale Archivierung und regionale Netzwerke im Fokus
Die 29. Ausgabe der Archiv-Nachrichten Niedersachsen ist erschienen. Dieses Heft bietet ein kompaktes, praxisorientiertes Panorama aktueller Fragen, die die Archivlandschaft Norddeutschlands bewegen: Wie profitieren Archive von großen Förderprogrammen? Wie verändern die Digitale Archivierung und die Digitalisierung die Zusammenarbeit? Welche Rolle spielen regionale Netzwerke für die Zukunft der Archive?
Das Umschlagbild der Ausgabe 29 / 2025 der Archiv-Nachrichten Niedersachsen.
Im Mittelpunkt steht die Dokumentation des 9. Norddeutschen Archivtags in Bremen unter dem Leitmotiv „Archive und ihre Partner“. Beiträge und Berichte zeigen eindrücklich, dass Archivarbeit heute nicht im Elfenbeinturm stattfindet, sondern als gemeinschaftliches Handeln: Werkstätten, Verwaltungen, Dienstleister und ehrenamtliche Initiativen arbeiten zusammen, um Originale zu erhalten, zu erschließen und nutzbar zu machen.
Ein Schwerpunkt des Hefts ist die neue Förderlandschaft: Das Programm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ eröffnet Chancen für kleinere Einrichtungen, rückt Fotobestände stärker in den Fokus und ermöglicht modulare Antragstellungen. Die Beiträge geben konkrete Hinweise, wie sich Projekte bündeln, Partnerschaften vor Ort nutzen und Förderanträge als Teamarbeit gestalten lassen – pragmatisch, ressourcenschonend und wirkungsorientiert.
Zahlreiche Fallstudien liefern unmittelbare Praxis: Kooperationen zwischen Landesarchiven und Werkstätten, ein Citizen-Science-Projekt zur Erschließung, filmische Zugänge zur Stadtgeschichte sowie Erfahrungsberichte zur Übernahme elektronischer Akten. Ergänzt werden diese Einblicke durch Beiträge zu digitaler Überlieferung, Bestandserhalt und Notfallvorsorge – Themen, die nur im Verbund erfolgreich zu bewältigen sind.
Die Rubrik „Aus der Arbeit der Archive“ enthält zwei prägnante Beiträge: eine Analyse der welfischen Adelserinnerung und ein Rückblick auf 100 Jahre Universitätsarchiv Göttingen, die beide die Bedeutung von Archiven für Identität, Forschung und Lehre unterstreichen. Unter „VANB-Angelegenheiten“ informieren der Verband und seine Regionalgruppen über aktuelle Projekte und Planungen, die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit vor Ort stärken.
Die Archiv-Nachrichten werden allen empfohlen, die nach konkreten Anregungen, erprobten Lösungen und vernetzten Perspektiven für die Archivarbeit suchen. Seien es Ideen für den Lesesaal, die Gestaltung der Werkstatt oder das Magazin.
Die Mitglieder des VANB (Verband der Archivarinnen und Archivare in Niedersachsen und Bremen e.V.) erhalten die Zeitschrift kostenlos im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.
Die A-NN können über das Kreisarchiv Emsland erworben werden: Herzog-Arenberg-Straße 12, 49716 Meppen, 05931/446107, [email protected]
Inhalt
9. Norddeutscher Archivtag in Bremen
Konrad Elmshäuser, 9. Norddeutscher Archivtag in Bremen. Archive und ihre Partner – Bestandserhaltung, Erschließung und Vorsorge
Ursula Hartwieg, Das neue Förderprogramm für den bundesweit koordinierten Originalerhalt: „Schriftliches Kulturgut erhalten“
Thomas Bardelle, Die Kooperation der Abteilung Stade im Niedersächsischen Landesarchiv mit den Werkstätten des Deutschen Roten Kreuzes in Stade
Angela Huang, Citizen Science zur Erschließung historischer Quellenbestände an der FGHO
Henning Steinführer, Das Stadtarchiv Braunschweig und seine Kooperationspartner bei der Erschließung und Nutzung von Archivgut
Daniel Tilgner, Archiv auf ungewohnten Wegen: Zur Entstehung einer Kinodokumentation zur Stadtgeschichte im Landesfilmarchiv Bremen
Matthias Manke, Die eAkten-Übernahme im Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern mit dem DIMAG-Ingest-Werkzeug elektronische Akte (DIWA)
Uwe Leuenhagen, Anbietung und Übernahme von elektronischen Akten der Landesverwaltung in Schleswig-Holstein: ein Erfahrungsbericht
Olga Aginski und Viktor Pordzik, Die Archivierung elektronischer Akten im Staatsarchiv Bremen – ein Arbeitsbericht
Susanne Meinicke, Digitale Archivierung gemeinsam meistern. Erfahrungen aus der Aufbauphase der kommunalen Servicestelle für digitale Archivierung
Nele Bösel-Hielscher, Archive und ihre (Notfallverbund-)Partner – Podiumsdiskussion
Jörn Brinkhus, Zur rechtssicheren Onlinestellung von urheberrechtlich geschütztem Kulturgut. Die Regelungen für nicht-verfügbare Werke und das öffentliche Archivwesen
Dominik Dockter, Christian Hellwig und Ben Rieger, Archivalische Quellen zum (post-)kolonialen Erbe in Niedersachsen und Bremen. Ein Projektbericht
Aus der Arbeit der Archive
Arne Hoffrichter, Der „welfische“ Adel als Erinnerungsgruppe nach 1866: Gutsarchive als Fundus imaginierter Kontinuität
Holger Berwinkel, 100 Jahre Universitätsarchiv Göttingen. Produkt und Voraussetzung der Forschung
VANB-Angelegenheiten
Lars Nebelung, Bericht aus der Mitgliederversammlung des VANB e. V. am 4. Juni 2025
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Am Tag der Archive fand unter dem Motto “Alte Heimat – neue Heimat” im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft ein Vortragsvormittag statt Ein Beitrag von Dr. Michael Hermann Für den 7. März 2026 lud das Niedersächsische Landesarchiv – Abteilung Aurich – in Kooperation mit der Ostfriesischen Landschaft zu einem Vortragsvormittag unter dem Titel „Alte Heimat – Neue Heimat“ ein. Die Veranstaltung fand im Landschaftsforum der Ostfriesischen Landschaft statt und war Teil des bundesweiten „Tags der Archive“, der 2026 zum dreizehnten Mal seit seiner Erstauflage im …