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Diese sieben Pipeline-Projekte könnten Irans Todesgriff brechen

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Die Blockade der Straße von Hormus und die Angriffe auf Tanker im Roten Meer treiben den Ölpreis wieder über 100 Dollar. Nun wollen die Golfstaaten Milliarden in neue Pipelines investieren, die ihre wichtigsten Exportströme am Iran vorbeiführen. Bis 2028 könnten rund 60 Prozent der Vorkriegsexporte die von Teheran kontrollierte Meerenge umgehen.

Die nächste Stufe der Energiekrise hat begonnen. Nachdem der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus weitgehend unter seine Kontrolle gebracht hat, greifen die mit Teheran verbündeten Huthi-Milizen (Ansar Allah) im Jemen nun auch Tanker im Roten Meer an. Damit gerät mit Bab el-Mandeb auch das zweite Nadelöhr unter Druck, über das saudisches Öl von den Verladeterminals in Yanbu zu den asiatischen Abnehmern gelangt. Brent verteuerte sich am Donnerstag um sieben Prozent auf 100,69 Dollar je Barrel. Seit Monatsbeginn ist der Preis damit um fast 40 Prozent gestiegen.

Der Ölmarkt reagiert damit nicht nur auf die unmittelbar fehlenden Mengen, sondern auf die Gefahr eines gleichzeitigen Ausfalls mehrerer Exportkorridore. Vor dem Krieg wurden täglich rund 23 Millionen Barrel Erdöl und Ölprodukte aus den sieben Golfstaaten exportiert, ein großer Teil davon durch die Straße von Hormus. Saudi-Arabiens 1.200 Kilometer lange Ost-West-Pipeline und die Leitung von Abu Dhabi nach Fudschaira bildeten bislang die einzigen leistungsfähigen Umgehungsrouten. Beide laufen mittlerweile nahezu am Anschlag.

Die saudische Leitung kann nach dem Umbau einer früheren Flüssiggasleitung bis zu sieben Millionen Barrel täglich nach Yanbu transportieren. Rund zwei Millionen Barrel werden jedoch von den Raffinerien an der Westküste benötigt, womit etwa fünf Millionen Barrel für den Export bleiben. Die Leitung der Vereinigten Arabischen Emirate nach Fudschaira schafft rund 1,8 Millionen Barrel pro Tag. In Friedenszeiten war dies als (teure) Reserve gedacht, doch heute verhindert die Pipeline einen noch weitaus schwereren Zusammenbruch der globalen Ölversorgung.

Sieben Projekte für die Energiesicherheit

Um sich von der vom Iran kontrollierten Meerenge unabhängiger zu machen, arbeiten die ölproduzierenden Staaten laut der US-Großbank Goldman Sachs in der Region jedoch an weiteren Pipeline-Projekten. Zwei Leitungen befinden sich bereits im Bau, drei weitere sind mögliche Abzweigungen des neuen irakischen Netzes und bei zwei Projekten geht es um die Erweiterung beziehungsweise Wiederbelebung bestehender Korridore.

  • Die zweite VAE-Pipeline nach Fudschaira: Abu Dhabis staatlicher Ölkonzern treibt eine neue, rund 300 Kilometer lange Leitung parallel zur bestehenden Strecke voran. Das drei Milliarden Dollar teure Projekt soll die Exportkapazität an der Küste des Golfs von Oman um mehr als 1,2 Millionen Barrel täglich erhöhen. Die Pipeline ist etwa zur Hälfte fertig und könnte Mitte 2027 in Betrieb gehen.
  • Die irakische Basra-Haditha-Pipeline: Die 685 Kilometer lange Stammleitung soll bis zu 2,25 Millionen Barrel pro Tag aus den Ölfeldern bei Basra nach Westen transportieren. Der Irak ist besonders verwundbar, weil der Staat rund 90 Prozent seiner Einnahmen aus dem Ölgeschäft bezieht und seine südlichen Exportterminals von Hormus abhängig sind. Mit Haditha als Knotenpunkt könnte das irakische Öl künftig in mehrere Richtungen weitergeleitet werden.
  • Die Verbindung nach Ceyhan: Von Haditha aus soll das neue Netz mit dem irakischen Norden und der bestehenden Route zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan verbunden werden. Damit erhielte das Öl aus Basra erstmals einen direkten Landweg zum östlichen Mittelmeer. Ein Konsortium mit amerikanischer Beteiligung untersucht bereits die technische und finanzielle Machbarkeit.
  • Die Abzweigung nach Baniyas: Eine weitere Strecke soll durch das mittlerweile von Al-Kaida-Islamisten regierte Syrien zum Mittelmeerhafen Baniyas führen. Washington unterstützt die Wiederherstellung dieses Korridors ausdrücklich und spricht von einem wichtigen Projekt für die Energiesicherheit. Über die irakisch-syrische Route könnten langfristig bis zu zwei Millionen Barrel täglich exportiert werden.
  • Die Route nach Aqaba: Parallel dazu verhandelt Bagdad mit Jordanien über eine Leitung zum Hafen von Aqaba am Roten Meer. Von dort könnte das Öl entweder in Richtung Asien verschifft oder durch den Suezkanal ins Mittelmeer gebracht werden. Das Projekt wird allerdings seit Jahren diskutiert und stößt im Irak auf den Widerstand proiranischer schiitischer Kräfte, die einen Exportkorridor in der Nähe Israels ablehnen.
  • Die Wiederbelebung von Kirkuk-Baniyas: Die alte Pipeline zwischen dem Nordirak und der syrischen Mittelmeerküste wurde bereits 1952 in Betrieb genommen, liegt jedoch seit Jahrzehnten weitgehend still und ist schwer beschädigt. Ihre Wiederherstellung könnte den neuen Basra-Haditha-Korridor ergänzen und eine weitere Verbindung zum Mittelmeer schaffen. Die Amerikaner unterstützen inzwischen Gespräche zwischen Bagdad und Damaskus über einen Neustart.
  • Der Ausbau der saudischen Ost-West-Achse: Riad prüft eine Erweiterung der bestehenden Pipeline um bis zu zwei Millionen Barrel täglich sowie zusätzliche Kapazitäten für Ölprodukte. Gleichzeitig müssen die Verladeterminals in Yanbu ausgebaut werden, da die bisherige Hafeninfrastruktur die maximale Leistung der Pipeline nicht dauerhaft auf Schiffe übertragen kann. Auch ein weiterer Tiefwasserterminal an der Rotmeerküste beim Neom-Projekt steht zur Debatte.

Hinzu kommen neue Häfen und Landverbindungen. Der Dubaier Hafenriese DP World will in Fudschaira die Terminals Al Rugaylat und Dibba errichten. Al Rugaylat soll jährlich bis zu 2,5 Millionen Standardcontainer, 1,7 Millionen Tonnen Stückgut und 190.000 Fahrzeuge abfertigen können. Dibba soll weitere 3,6 Millionen Tonnen Frachtkapazität schaffen. Die Anlagen sollen über ein neues Logistiknetz mit dem innerhalb der Hormus-Falle gelegenen Hafen Jebel Ali verbunden werden.

Hormus verliert – aber verschwindet nicht

Goldman Sachs rechnet damit, dass die neuen Projekte bis Ende 2027 zusätzliche Umgehungskapazitäten von 3,8 Millionen Barrel täglich schaffen. Bis Ende 2028 könnten es 7,3 Millionen Barrel sein, womit die gesamte Pipelinekapazität außerhalb von Hormus auf mehr als 14 Millionen Barrel pro Tag steigen würde. Rund 60 Prozent der Vorkriegsexporte der Golfstaaten wären dann gegen eine neuerliche Blockade der Meerenge abgesichert. Bei einem beschleunigten Ausbau wären nach Einschätzung der Bank sogar 75 Prozent möglich.

Die neue Infrastruktur wird das Öl allerdings nicht automatisch billiger machen. Für die asiatischen Hauptabnehmer liegen die Mittelmeerhäfen in der falschen Richtung. Wird zusätzlich Bab el-Mandeb blockiert, müssen Tanker aus Yanbu um das Kap der Guten Hoffnung fahren. Dadurch verlängert sich eine Reise nach Asien laut Berechnungen von 19 auf bis zu 48 Tage; allein die Treibstoffkosten können von 1,26 auf 2,87 Millionen Dollar steigen. Der Suezkanal wäre zwar kürzer, kann aber die größten Tanker mit einer Ladung von bis zu zwei Millionen Barrel nicht voll beladen aufnehmen.

Auch Pipelines sind keine unverwundbaren unterirdischen Lebensadern. Die saudische Ost-West-Leitung wurde bereits 2019 durch einen Huthi-Drohnenangriff zeitweise stillgelegt. Die jüngsten Attacken auf saudische Tanker im Roten Meer zeigen zudem, dass eine Umleitung von Hormus nach Yanbu lediglich ein Nadelöhr gegen ein anderes tauschen kann. Deshalb drängen die Golfstaaten nicht auf eine einzige Ersatzstrecke, sondern auf ein Netz möglichst unterschiedlicher Korridore.

Für das Flüssigerdgas bieten selbst diese Milliardenprojekte jedoch keine praktikable Lösung. Vor dem Krieg passierte rund ein Fünftel des weltweiten LNG-Handels die Straße von Hormus, ein großer Teil davon aus Katar. LNG lässt sich nicht einfach durch eine Rohölleitung pumpen, und der Bau neuer Verflüssigungsanlagen samt Pipelines zu weit entfernten Küsten würde noch weitaus länger dauern. Vor allem Katar, Kuwait und auch der Irak bleiben deshalb auf absehbare Zeit verwundbar.

Die Geschichte wiederholt sich dabei mit einer bemerkenswerten Ironie. Saudi-Arabien baute seine Ost-West-Pipeline in den 1980er-Jahren aus Angst vor einer Sperrung der Straße von Hormus während des iranisch-irakischen Tankerkrieges. Vier Jahrzehnte später zwingt Teheran seine Nachbarn nun dazu, nicht nur eine einzelne Umgehungsleitung, sondern ein ganzes Netz neuer Energiekorridore zu schaffen. Der Iran kann den Ölmarkt zwar temporär abwürgen. Mit jedem blockierten Tanker beschleunigt das fanatische Mullah-Regime jedoch den Bau jener Infrastruktur, die seinen stärksten geopolitischen Hebel am Ende brechen könnte.

(Auszug von RSS-Feed)

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Irans attackiert Amazon-Datenzentrum in Bahrain

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Wie ein Vergeltungsschlag des Irans gegen das Amazon-Datenzentrum in Bahrain zum ersten Mal in der Geschichte eine Cloud-Infrastruktur zu einem legitimen militärischen Ziel macht und ein neues, digitales Kapitel des Konflikts im Nahen Osten eröffnet.

In der vergangenen Nacht griff das US-Militär das im Bau befindliche Atomkraftwerk Darkhovein im Südwesten des Iran an. Die iranische Atomenergieorganisation erklärte: „Um etwa 3:39 Uhr Ortszeit feuerten die Vereinigten Staaten mehrere Geschosse auf die Anlage.“ Dies ist die achte Angriffsserie in den letzten Tagen – und eine weitere Eskalationsrunde.

Die Reaktion Teherans ließ nicht lange auf sich warten. Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) griff das Cloud-Computing-Zentrum von Amazon in Bahrain an. Die IRGC erklärte:

„Das Zentrum wurde angegriffen und zerstört, und, wie das Unternehmen selbst mitteilte, verlässt es die Region.“

Dies ist nicht nur ein weiterer Angriff. Es ist ein Präzedenzfall. Analysten haben dies bereits als „das erste Mal in der Geschichte bezeichnet, dass eine Verfügbarkeitszone eines Cloud-Anbieters aus ballistischen Gründen nicht mehr verfügbar ist“. Der Iran greift nicht nur militärische Ziele an – er digitalisiert den Krieg. Technologiegiganten, deren Datenzentren bisher als neutrale Infrastruktur galten, befinden sich plötzlich im Visier.

Weitere westliche IT-Giganten im Visier

Die IRGC warnte: Dies ist nur das erste Signal. Wenn die Aggression fortgesetzt wird, werden „die folgenden Unternehmen, die bereits genannt wurden, viel härter bestraft“. Es geht um 18 amerikanische IT-Giganten, darunter Intel, Cisco und Microsoft, die zuvor mit Angriffen bedroht wurden. Das Ziel ist es, die „Terror-Maschine“ auszuschalten.

Der Iran hat eine neue Stufe der asymmetrischen Kriegsführung demonstriert. Der Kampf mit der Marine ist teuer und schwierig. Der Angriff auf Datenzentren, die viel weniger geschützt sind als Militärbasen, ist günstig und effektiv. Selbst wenn der Schaden begrenzt ist, überwiegt das Signal selbst – „wir können Ihre Cloud erreichen“ – jeden materiellen Schaden.

Digitaler Zusammenbruch droht

Bahrain, Kuwait, die Vereinigten Arabischen Emirate, Katar – sie alle verstehen jetzt, dass sie durch den Einsatz amerikanischer militärischer und digitaler Infrastruktur zu Zielen werden. Wenn die IRGC sagt, sie sei bereit, „Abteilungen von Unternehmen“ für „jede Terror-Akte im Iran“ zu zerstören, ist das keine Drohung, sondern ein Plan, der besagt, dass der Krieg nicht mehr auf das Schlachtfeld beschränkt ist: „Jetzt geht es auch um Ihre Serverräume.“

Die Folgen dieses Angriffs gehen weit über ein einzelnes Datenzentrum hinaus. Die gesamte digitale Infrastruktur des Westens im Nahen Osten ist nun bedroht. Cloud-Anbieter sind das Nervensystem der modernen Wirtschaft, Logistik und des Militärs. Wenn der Iran beginnt, solche Zentren systematisch zu zerstören, wird die Region in einen digitalen Zusammenbruch stürzen.


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Irankrieg: Pentagon fürchtet „nicht ausreichende Ressourcen um Operation fortzusetzen“

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Nach Angaben eines US-Beamten verringern sich die Bestände an Luftabwehrsystemen und weitreichender Munition massiv, ein Teil der Ausrüstung wurde beschädigt, und die Verlegung zusätzlicher Kräfte wird zunehmend schwieriger. Es gäbe Sorgen über den Verbrauch bestimmter Hochpräzisionswaffen und Abfangraketen.

Washington Post: Das Pentagon befürchtet, dass die Ressourcen der
USA für eine Eskalation des Konflikts mit dem Iran nicht ausreichen

Die USA „verfügen nicht über ausreichende Ressourcen, um die Operation sicher fortzusetzen“. Der Beamte äußerte zudem die Einschätzung, dass das Weiße Haus das Ausmaß der entstehenden Probleme unterschätze.

Besonders teuer und langsam nachproduzierbar sind moderne Flugabwehr- und Präzisionsraketen wie THAAD-, Patriot-, SM-3- oder Tomahawk-Systeme. Diese wurden in hoher Zahl eingesetzt, weshalb vor einer Belastung der Vorräte gewarnt wird.

Nach den US-Angriffen auf Brücken und die Eisenbahninfrastruktur im Raum Bandar Abbas erwägt die iranische Führung offenbar härtere Vergeltungsmaßnahmen, darunter Angriffe auf US-amerikanische Einrichtungen, bei denen es möglicherweise zu Verlusten unter den US-Soldaten kommen könnte.

US-Streitkräfte anfällig für Raketen- und Drohnenangriffe

Militärexperten weisen darauf hin, dass die US-Streitkräfte in der Region weiterhin anfällig für Raketen- und Drohnenangriffe sind und die angesammelten Waffenbestände deutlich erschöpft wurden.

US-Soldaten, die auf Stützpunkten im Nahen Osten stationiert waren, berichteten der Zeitung, dass viele Unterkünfte und Einrichtungen für das Personal praktisch nicht gegen moderne Waffen geschützt seien und ein Teil der Infrastruktur bereits erhebliche Schäden erlitten habe.

Nach Einschätzung der Washington Post könnte eine weitere Eskalation des Konflikts mit dem Iran von den USA deutlich mehr Ressourcen erfordern, als Washington ursprünglich erwartet hatte. Ein längerer Krieg oder ein zusätzlicher großer Konflikt (z. B. mit China im Indopazifik) würde jedoch die Bestände an bestimmten High-End-Waffen deutlich stärker belasten und erfordert eine beschleunigte Rüstungsproduktion.



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Nach US-Dauerbeschuß: Iran greift Bahrain und US-Verbündete an – Nahost-Konflikt eskaliert weiter

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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran erreichen einen neuen Höhepunkt. Nach der sechsten aufeinanderfolgenden Nacht amerikanischer Luftangriffe auf iranische Ziele reagierte Teheran mit einer Welle von Raketen- und Drohnenangriffen auf mehrere US-Verbündete in der Golfregion.

Bahrain offenbar Hauptziel der iranischen Vergeltung

Besonders Bahrain soll massiv unter Beschuss geraten sein. Auch Katar, Kuwait und weitere Staaten meldeten Angriffe oder aktivierte Luftabwehrsysteme.

Die Lage entwickelt sich derzeit äußerst dynamisch. Viele Informationen stammen von offiziellen Regierungsstellen oder aus sozialen Medien und lassen sich bislang nur teilweise unabhängig bestätigen.

Angriffe auf Infrastruktur: „Iranische Medien berichteten, dass bei der jüngsten Runde von US-Angriffen fünf Brücken getroffen wurden, ebenso wie der Bahnhof im Küstenort Bandar Khamir und der Flughafen Iranshahr im Südosten des Iran“, berichtet Reuters. Auch ein Flughafen wurde angegriffen.

Kuwait says that one of the country’s power and water desalinations plans suffered „severe damage“ after an Iranian attack.

— Javier Blas (@JavierBlas) July 17, 2026

Übersetzung: Kuwait gibt an, dass eines der Strom- und Meerwasserentsalzungswerke des Landes nach einem iranischen Angriff „schwere Schäden“ davongetragen habe.

💥 Nach ersten Berichten trafen mehrere ballistische Raketen Bahrain. In sozialen Netzwerken verbreiteten sich zahlreiche Videos von Explosionen und abgefangenen Flugkörpern. Eine unabhängige Verifizierung dieser Aufnahmen steht allerdings noch aus.

💥Auch Katar bestätigte einen Raketenangriff. Das Verteidigungsministerium erklärte, dass die Luftverteidigung sämtliche anfliegenden Raketen erfolgreich abgefangen habe.

💥Neben Bahrain wurde auch Kuwait Ziel iranischer Angriffe. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurden mehrere strategisch wichtige Einrichtungen getroffen. Es entstand Sachschaden, während die Luftabwehr weiterhin gegen Drohnen und Raketen im Einsatz blieb.

Die kuwaitischen Streitkräfte forderten die Bevölkerung auf, den Anweisungen der Sicherheitsbehörden Folge zu leisten.

USA fliegen sechste Angriffsnacht gegen Iran

💥Parallel zu den iranischen Vergeltungsschlägen bestätigte das US Central Command (CENTCOM), dass amerikanische Streitkräfte erneut militärische Ziele innerhalb Irans angegriffen haben.

Damit dauern die Luftangriffe bereits die sechste Nacht in Folge an. Nach Angaben der USA sollen die Angriffe die militärischen Fähigkeiten Irans nachhaltig schwächen.

Iranische Behörden sprechen dagegen von mehr als 35 Todesopfern und über 300 Verletzten. Eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt derzeit nicht vor.

Straße von Hormus bleibt Brennpunkt der Krise

Besondere Aufmerksamkeit gilt weiterhin der Straße von Hormus. Rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels wird über diese Meerenge abgewickelt. Iran bezeichnet die Kontrolle über die Wasserstraße weiterhin als „rote Linie“ und kündigte an, jede weitere militärische Eskalation entschlossen zu beantworten.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor erklärt, dass weitere Luftangriffe künftig auch zivile Infrastruktur und Energieanlagen treffen könnten, falls Iran seine Position nicht ändere. Die iranische Führung reagierte darauf mit der Drohung, sämtliche Infrastruktur der Gegner in der Region anzugreifen.

Auswirkungen auf den Ölmarkt

Die Unsicherheit wirkt sich bereits auf den internationalen Energiemarkt aus.

Schifffahrtsdaten zeigen einen deutlichen Rückgang des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus. Reedereien beobachten die Sicherheitslage genau, da bereits kurzfristige Störungen erhebliche Auswirkungen auf die weltweite Ölversorgung und die Transportkosten haben können.

Zusätzliche Unsicherheit entstand durch einen Drohnenangriff auf einen Öltanker nahe des irakischen Basra-Terminals. Nach offiziellen Angaben wurden keine größeren Schäden festgestellt.

Iran wirft USA Angriff auf Krankenhausumgebung vor

Die iranische Regierung erhebt schwere Vorwürfe gegen die Vereinigten Staaten. Nach Angaben des Außenministeriums musste ein Krebskrankenhaus im Südwesten des Landes nach Luftangriffen evakuiert werden.

Es seien mehr als 200 Patienten betroffen gewesen. Von amerikanischer Seite liegt bislang keine Stellungnahme zu diesen Vorwürfen vor.

Folgen für Weltwirtschaft und Finanzmärkte

Sollte sich der Konflikt weiter verschärfen, könnten die wirtschaftlichen Folgen weltweit spürbar werden.

Steigende Ölpreise würden die Inflation erneut antreiben und Unternehmen sowie Verbraucher zusätzlich belasten. Gleichzeitig könnten Lieferketten unterbrochen werden, falls die Schifffahrt im Persischen Golf weiter eingeschränkt wird.

Zum jetzigen Zeitpunkt sind zahlreiche Berichte noch nicht unabhängig bestätigt. Die kommenden Stunden und Tage werden zeigen, ob diplomatische Bemühungen eine weitere Ausweitung der Kampfhandlungen verhindern können oder ob der Nahe Osten vor einer noch größeren Krise steht.



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