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Mit seinem massenhaften Verschenken von Aufenthaltstiteln an eine halbe Million Illegale hat der spanische Premierminister Pedro Sánchez ein europäisches Eigentor geschossen. Bei einem EU-Gipfel in Brüssel hagelte es nun scharfe Kritik von anderen Regierungs- und Staatschefs. Der Vorwurf: Spaniens Alleingang konterkariert jedes Bemühen um den Schutz der EU-Außengrenzen und exportiert das Migrationsproblem direkt in den restlichen Schengen-Raum.
Es sollte eigentlich ein Frontalangriff gegen die geplante Verschärfung der europäischen Asylpolitik werden, doch für den sozialistischen Premierminister Pedro Sánchez endete es im Fiasko. Während der ersten Sitzung des Europäischen Rates am 18. Juni in Brüssel nutzte der Sozialist die Gelegenheit bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen, um die von der EU gebilligten Abschiebezentren in Drittstaaten zu kritisieren. Doch anstatt Zustimmung für seine katastrophale Migrationspolitik zu ernten, knöpften sich gleich mehrere europäische Regierungschefs den Spanier vor. Der Grund für den massiven Unmut ist hausgemacht: Die spanische Linksregierung hatte Ende Januar ein Dekret erlassen, durch das rund 500.000 illegale Einwanderer auf einen Schlag legalisiert wurden. Eine irrsinnige Maßnahme, die in diametralem Gegensatz zu dem Kurs steht, den weite Teile des Kontinents angesichts der eskalierenden Asyl-Krise mittlerweile dringend einfordern.
Wie berichtet wird, ergriffen drei Regierungschefs das Wort, um Sánchez für diesen Alleingang zurechtzuweisen. Darunter befanden sich keineswegs nur rechte Politiker wie die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni oder der belgische Premierminister Bart De Wever. Auch die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (Sozialdemokratin) – deren Land einen strikten Anti-Migrationskurs fährt – schloss sich der Kritik an. Bezeichnenderweise hielten sich die Bundeskanzler Friedrich Merz und Christian Stocker ganz offensichtlich mit Kritik am spanischen Sozialisten-Chef zurück. Wohl auch um die eigenen sozialdemokratischen Koalitionspartner nicht vor den Kopf zu stoßen, anstatt sich für die Interessen der eigenen Bevölkerung einzusetzen.
Die gemeinsame Beschwerde der anderen Spitzenpolitiker lautet, Madrid habe eine Legalisierung in dieser absurden Größenordnung durchgedrückt, ohne auch nur im Ansatz andere EU-Mitgliedsstaaten zu konsultieren. Ein führender Politiker soll Sánchez unmissverständlich gewarnt haben: Die pauschale Vergabe von Papieren an mindestens 500.000 illegale Migranten in Spanien bedeutet unweigerlich, dass sich nun eine halbe Million Menschen zusätzlich völlig frei quer durch Europa bewegen könne. Man hätte zumindest erwartet, vor einem solch folgenschweren Schritt informiert zu werden.
Der Eklat folgte auf eine Ansprache der Präsidentin des EU-Parlaments, Roberta Metsola. Erst am Tag zuvor hatte das Parlament mit 418 zu 218 Stimmen die neue Rückführungsverordnung verabschiedet – ein Gesetz, das es den Mitgliedstaaten künftig erlaubt, sogenannte „Rückführungs-Hubs“ (Abschiebezentren) außerhalb der EU-Grenzen zu errichten. Sánchez lehnt diesen dringend nötigen Paradigmenwechsel in Richtung Ausweisung illegaler Zuwanderer kategorisch ab. Er vertritt weiterhin den Kurs eines völlig „offenen Europas“ und propagiert unbeirrt das linke Narrativ seiner Regierung, wonach Massenmigration das Wirtschaftswachstum antreibe.
Dabei warnt sogar die EU-Kommission mittlerweile vor den Konsequenzen der spanischen Politik. Man befürchtet seit Monaten, dass die neu legalisierten Migranten den Schengen-Raum nutzen werden, um massenhaft in andere Länder – und deren lukrativere Sozialsysteme – weiterzuziehen. EU-Migrationskommissar Magnus Brunner hatte bereits im Februar vor dem Brüsseler Votum klargestellt, dass eine Aufenthaltserlaubnis in einem Mitgliedstaat „kein Blankoscheck“ für die Freizügigkeit in der gesamten Union sein dürfe.
Sánchez‘ Verteidigungsstrategie beim Gipfel wirkte derweil reichlich weltfremd. Er versuchte sich damit herauszureden, dass ein Großteil der Profiteure seiner Massenlegalisierung aus Lateinamerika stamme. Aufgrund ihrer sprachlichen und kulturellen Bindung an Spanien sei es angeblich unwahrscheinlich, dass sie sich woanders in Europa niederlassen würden. Doch das ändert nichts daran, dass die spanischen Sozialisten mit ihrem eigenmächtigen Vorgehen das gesamte europäische Migrationssystem beschädigt haben. Und das, obwohl die Europäische Union schon lange die bestehenden Probleme in Sachen Grenzschutz und Dubliner Abkommen nicht in den Griff bekommt.




