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Fieberhafte Untersuchungen zum Thema Graphen – was steckt dahinter?

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Die US Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) untersucht nunmehr fieberhaft die Eigenschaften von Graphen. Was steckt hinter diesen „hektisch“ anmutenden Bestrebungen?

Graphen ist das dünnste, stärkste und leitfähigste Material der Welt

Es wird beispielsweise in Flugzeuge integriert, um leichtere, stärkere und kraftstoffeffizientere Konstruktionen zu ermöglichen.
Durch die Verstärkung von Kohlefaserverbundstoffen und die Verbesserung der Schutzbeschichtungen kann das Gewicht reduzieret, die Enteisungsfunktionen unterstützt und die Luftqualität im Innenraum verbessert werden.

Für das US-Militär, das Luftstreitkräfte selbst über den weiten Pazifik „versenden“ will, sind diese Eigenschaften besonders attraktiv.

Was sucht DARPA eigentlich?

DARPA untersucht dabei, wie Graphen heute produziert wird und wie fortschrittlich die aktuellen Herstellungsmethoden sind. Wie man dabei Festigkeit, Steifigkeit und Flexibilität erhöhen und gleichzeitig das Gewicht in Luft- und Raumfahrtstrukturen reduzieren kann. Auch wie es bei der Konstruktion und Herstellung von tragenden Strukturen eingesetzt werden kann, einschließlich Flugkörpern, Rumpf, Flügeln und Innenrahmen ist dabei von Interesse.

Weiters gilt die Forschung dem Interesse, ob es einen bedeutenden Vorteil gegenüber Carbonfaser- und Metallstrukturen bietet. Die Kosten für die Herstellung von Aerostrukturen, die Graphen enthalten, sowie Möglichkeiten, die Größe und Herstellbarkeit von Graphen-Platten zu erhöhen.

China „kann“ das bereits seit Jahren

China beherrscht jedoch mittlerweile mehr als 40 % des weltweiten Graphen-Marktes und ist der weltweit größte Produzent und Verbraucher des Materials.
Es integriert aktiv Graphen sowohl in zivile als auch militärische Technologien und strebt Fortschritte in den Bereichen Tarnkappen, Wärmeschutz, Energiespeicherung und Verbundwerkstoffe an.

Beispiele dafür sind wie folgt.

Forscher der Peking-Universität und der Harbin Engineering University haben bereits ultradünne (0,1 mm) Graphen basierte radarabsorbierende Beschichtungen entwickelt.
Chinesische Batteriehersteller und Forschungsinstitute haben graphenverstärkte Lithiumbatterien eingeführt, die schnelleres Laden und eine längere Lebensdauer für Drohnen und Luftfahrtanwendungen ermöglichen. So hat Jinghong beispielsweise Schwerlastdrohnen beworben, die auf proprietärer Graphen-Kohlenstoff-Verbundtechnologie basieren.

Die Zhejiang-Universität hat ein ultrawiderstandsfähiges Aerogel entwickelt, das graphenbasierte Techniken verwendet, um extremer aerodynamischer Hitze in Raumflugzeugen und Raketen standzuhalten. Chinesische Forscher integrieren Graphen in Verbundwerkstoffe, um leichtere und widerstandsfähigere Flugkörper zu schaffen. Das Beijing Institute of Aeronautical Materials (BIAM) konzentriert sich auf die Herstellung von Graphen verstärkten Aluminiummatrix-Verbundwerkstoffen

Das Rennen China gegen die USA

Das Pentagon hat Berichten zu Folge in den letzten Jahren über 120 Millionen Dollar für graphenbezogene Technologie ausgegeben, doch China übertrifft diese Leistung bei Weitem, auf Grund von:

  • Massiver Produktions- und Lieferkettendominanz
  • Militärisch-ziviler Fusion, oder „Dual-Tech“-Strategie, wie auch
  • Zustandsgesteuerter Geschwindigkeit und Lautstärke

Das Pentagon scheint einmal mehr auch dieses Rennen für Flugzeuge der sechsten Generation in „Richtung“ China verloren zu haben. Das Verlieren des Graphen-Rennens würde allerdings bedeuten, in der Luft- und Raumfahrttechnologie noch weiter zurückzufallen. Die US-Produktion steht nun vor massiven Herausforderungen sowohl durch bürokratische Hürden, verzögerte Finanzierung, den aktuellen Fokus auf KI, wie auch Herausforderungen im Bereich der inländischen Fertigung.




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Brüssel will Bürger zum Stromsparen wegen KI-Rechenzentren bringen

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+ Wespen im Garten sofort loswerden: Dieser simple Trick funktioniert garantiert + Corona-Irrsinn geht weiter: Ministerium lässt rund 2000 Tonnen Masken vernichten+ KI-Spielzeug kann Kinder gefährden: Star-Psychologe warnt vor emotionalen Problemen durch smarte Teddybären + Deutscher Wetterdienst liefert CSD-Vorhersagen: „Wir können Regenbogen“ + Eskalation: Israel startet Gegenangriff auf Iran +

Seeadler legen Windrad lahm – ein Bauer und die AfD freuen sich

Etliche Windräder drehen sich in der Elbmarsch in Altengamme. Doch ein Seeadler-Paar scheint das nicht zu stören, es hat sich ausgerechnet in der Nähe eines Rotors einen Horst gebaut. Muss die Anlage stillgelegt werden? Muss die Stadt womöglich die Kosten dafür tragen?

Ein Seeadlerhorst in einem Baum nah einer Windkraftanlage in Altengamme (roter Kreis). | FOTO: SANDRA SCHÄFER

Für die windkraftkritische AfD kommt der Fall wie gerufen. Ein Landwirt, den die MOPO vor Ort trifft, sieht die Aufregung dagegen deutlich gelassener. Er hat überraschende Erkenntnisse. Zur Elbe und zu weiteren Gewässern ist der Weg nicht weit und der Brutplatz in einer Pappel ist sehr geschützt vor neugierigen Blicken, weil das gesamte Gebiet weiträumig umzäunt und abgesperrt ist. Für das Seeadler-Paar in Altengamme ein idealer Nistplatz. Dass sich zehn Windanlagen nördlich des Nestes drehen, hat die beiden Vögel offenbar nicht gestört. Weiterlesen auf mopo.de

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Brüssel will Bürger zum Stromsparen wegen KI-Rechenzentren bringen

Stromsparen für die neuen KI-Rechenzentren? Statt ausreichend Energie zu produzieren, setzt die EU-Kommission auf mehr Verbraucherkontrolle: Mit KI-gesteuerten abschaltbaren Smart Metern sollen Haushalte künftig am besten dann waschen, kochen und heizen, wenn gerade genug Wind weht oder die Sonne scheint.

Parallel soll so die Versorgung energiehungriger KI-Rechenzentren nicht zusammenbrechen.
[…]
Wie die Kommission am Mittwoch in einem Strategiepapier zur Digitalisierung des Energiesektors ankündigte, soll noch in diesem Jahr ein Gesetzentwurf vorgelegt werden, der den flächendeckenden Einbau der neuen vom Netzbetreiber abschaltbaren Stromzähler massiv beschleunigt.
[…]
Stromsparen sollen vor allem die Haushalte: Nach der jahrelangen Verringerung der Stromproduktion in Europa – Abschaltung der Fossilen, Rückbau der Kernkraft, etc – , sollen nun die Verbraucher ihren Alltag umstellen. Die Smart Meter sollen Haushalte dazu bringen, den Strom dann zu verbrauchen, wenn die Windkraft- und die Solarenergieanlagen viel produzieren oder wenn wenige andere Verbraucher Energie anfordern. Ziel ist es, den Verbrauch in die Nebenzeiten zu verschieben und so das Netz zu entlasten – damit genug Kapazität für Industrie und KI-Großrechenzentren bleibt. Weiterlesen auf jungefreiheit.de

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KI-Spielzeug kann Kinder gefährden: Star-Psychologe warnt vor emotionalen Problemen durch smarte Teddybären

Jonathan Haidt, Professor an der NYU Stern School of Business, hat mit seinem Buch „The Anxious Generation“ eine weltweite Debatte über die Auswirkungen von Smartphones und sozialen Medien auf die psychische Gesundheit junger Menschen angestoßen. Nun hat er eine neue Sorge: KI-Spielzeug, das für Kinder entwickelt wird.

In einem kürzlich gehaltenen TED-Talk sagte Haidt, der schnell wachsende Markt für KI-gestütztes Spielzeug und Chatbots könne die Beziehungen von Kindern zu ihren Eltern beeinträchtigen. Der Grund: Solche Produkte könnten zu emotionalen Bezugspersonen werden.

Wir sehen einen boomenden Markt für KI-Spielzeug. Chatbots werden in Puppen und Teddybären eingebaut“, sagte Haidt. Er nannte keine konkreten Produkte. Doch in den vergangenen Jahren ist eine wachsende Kategorie KI-gestützter Spielzeuge und Begleiter entstanden.
Weiterlesen auf businessinsider.de

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Deutscher Wetterdienst liefert CSD-Vorhersagen: „Wir können Regenbogen“

Regenbogen oder Regenschauer beim Christopher Street Day (CSD)? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) gibt die Antwort.

Zu den Pride-Demonstrationen in zehn deutschen Städten – Dresden, Leipzig, München, Bonn, Köln, Berlin, Stuttgart, Hamburg, Essen und Frankfurt am Main – liefert das queere Mitarbeitendennetzwerk BUNT@DWD aktuelle Wetterprognosen über die Social-Media-Kanäle des DWD (Links am Ende des Artikels).

Mit der Aktion „CSD-Wetter“, die es erstmals 2024 gab, will die Bundesanstalt mit Sitz im hessischen Offenbach nach eigenen Angaben ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen. „Denn Vielfalt wird bei uns im DWD großgeschrieben: unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, ethnischer und sozialer Herkunft, Nationalität, Religion oder Weltanschauung, körperlichen & geistigen Fähigkeiten, Alter sowie sexueller Orientierung – bei uns sollen sich alle willkommen und wertgeschätzt fühlen.“ Weiterlesen auf queer.de

Anmerkung der Redaktion: Der Slogan des DWD „Wir können Regenbogen“ (siehe Bild) stellt neben der Vergewaltigung der deutschen Sprache ein Musterbespiel dar, in welchem Grad der geistigen Umnachtung sich diese Gesellschaft bereits befindet.

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Eskalation: Israel startet Gegenangriff auf Iran

Trotz Trumps Appell zur Zurückhaltung, hat Israel militärische Ziele im Iran angegriffen. Jerusalem macht damit klar: Frieden auf Kosten der eigenen Sicherheit wird es nicht akzeptieren.

Auch im Libanon geht der Krieg weiter. | Bild: Ibrahim Amro/​AFP via Getty Images

Die israelischen Streitkräfte (IDF) bestätigten am Montag, dass die Luftwaffe militärische Ziele im westlichen und zentralen Iran angegriffen hat. Der Schlag folgte auf einen iranischen Raketenangriff auf Israel. Nach Angaben der iranischen Staatsagentur IRNA erklärte die Revolutionsgarde (IRGC), Israel habe luftgestützte ballistische Raketen eingesetzt. Iranische Medien meldeten Explosionen in Teheran, Tabriz und Isfahan. Berichten zufolge wurden etwa 15 Ziele getroffen, darunter laut Al Jazeera ein Drohnenlager in Teheran. Iran schloss daraufhin den Luftraum um den Imam-Khomeini-Flughafen. Weiterlesen auf berliner-zeitung.de

+++ „PANDEMIE“-VERBRECHEN +++

Irrsinn geht weiter: Ministerium lässt rund 2000 Tonnen Masken vernichten

Milliarden Masken als Symbol einer verfehlten Corona-Politik: Unter Jens Spahn wurden Schutzmasken im Wert von Milliarden angeschafft, nun lässt seine Nachfolgerin Nina Warken tonnenweise Material vernichten – erneut für Hunderttausende Euro.

Wie viele Masken genau betroffen sind, was ihre Lagerung bislang gekostet hat und wie der Bundesrechnungshof das ganze Desaster bewertet, lesen Sie mit allen Zahlen und Details im vollständigen Artikel. Quelle: bild.de

+++ TIPP +++

Wespen im Garten sofort loswerden: Dieser simple Trick funktioniert garantiert

Chemie ist verboten, Wedeln macht aggressiv. Doch ein simples Hausmittel verscheucht Wespen blitzschnell – ganz ohne Risiko und völlig kostenlos.
[…]
Wassernebel simuliert Regenschauer – Wespen flüchten instinktiv Der SWR erklärt den Mechanismus hinter dem Trick: Wenige Sprühstöße aus einem Zerstäuber erzeugen feinen Wassernebel. Wespen interpretieren diesen Nebel als beginnenden Regen und kehren reflexartig in ihr Nest zurück. Entscheidend ist allerdings, dass die Flasche absolut sauber sein muss – Rückstände von Reinigungsmitteln könnten den Tieren schaden. Besonderes Geschick braucht niemand: Ruhig bleiben, Flasche nehmen, in Richtung der Wespen sprühen – aber nicht direkt auf die Tiere zielen.
Weiterlesen auf merkur.de

+++ GENDERWAHN +++

Subtile Manipulation die kaum bemerkt wird

Mit welcher akribischen Präzision die volkspädagogischen Erziehungsmaßnahmen vor sich gehen zeigt wieder unser heutiges kleines Beispiel.

Um ja niemanden zu „diskriminieren“ werden Vater und Mutter von Wahnsinnigen bereits als „das Elter 1“ oder „Elter 2“ ersetzt. Auch „meine Damen und Herren“ ist bereits anstößig. Offensichtlich haben Genderforscher*Innen jetzt die Bezeichnung für eine Frau als „Frau“ im Visier. Plötzlich taucht da die Bezeichnung „Weibliche Menschen“ auf: Statt „Frauen ab 40“ soll es jetzt „Weibliche Menschen 40+“ heißen. Hier ein aktuelles Beispiel:

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Hier geht es zu den SHORT NEWS von gestern:

Merz läßt Katze aus dem Sack: „Sozialstaat kann so nicht bleiben“




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Medwedew über Neo-Kolonialismus in pseudo-demokratischer Verpackung – Teil 3

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Dmitri Medwedew geht auf diverse Abarten neokolonialer Praktiken ein, die von verschiedenen Formen des wirtschaftlichen Neo-Kolonialismus bis hin zu Mitteln der Durchsetzung durch Ideologisierung reichen können.

 „Die Zeit der Metropolen ist vorbei“ – von Dmitri Medwedew in deutscher Übersetzung – Teil 3

Von Dmitri Medwedew | Um seine geopolitische Präsenz in verschiedenen Regionen der Welt zu sichern, nutzt der Westen aktiv Mechanismen des „Neokolonialismus durch Verschuldung“. Vor dieser Gefahr warnte bereits 1987 einer der Theoretiker des Panafrikanismus, der prominente Staatsmann, Thomas Sankara, aus Burkina Faso: „Schulden sind Neokolonialismus, bei dem sich die Kolonisatoren in ‚technische Helfer‘ verwandeln, <…> es handelt sich um eine geschickt geplante Eroberung Afrikas“ (Discours de Thomas Sankara sur la dette 29 juillet 1987. YouTube. URL: https://www.youtube.com/watch?v=WFaUaatu8T8).

Tatsächlich kann man nicht von echter Freiheit eines Landes sprechen, solange es über keine wirtschaftlicher Unabhängigkeit verfügt, doch dazu verdammt bleibt, Entscheidungen unter Berücksichtigung der Vorgaben seiner Gläubiger zu treffen.

Die Neo-Metropolen über die vor allem von ihnen kontrollierten Finanzinstitute nutzen  die schwierige sozioökonomische Lage vieler Staaten des Globalen Südens aktiv für ihre eigenen Zwecke aus, um diese dazu zu bewegen, …

… Kredite zu Zinssätzen aufzunehmen, die im Vergleich zu den Ländern der „Goldenen Milliarde“ weit überzogen sind!

Nach Angaben der Globalen-Krisen-Einsatz-Gruppe der UN für die Bereiche Ernährung, Energie und Finanzen beläuft sich die Schuldenbelastung durchschnittlich auf:

  • 6,5% für die Länder Asiens und Ozeaniens!
  • 7,7% für Lateinamerika und die Karibik!
  • 11,6% für Afrika!

Hingegen liegen die entsprechenden Zinssätze für Deutschland bei 1,5% und für die USA bei 3,1% (A world of debt. UN Global Crisis Response Group. Juli 2023., S. 10 URL: https://www.unctad.org/publication/world-of-debt).

Eindringlich verdeutlicht die folgende Tatsache das Ausmass des Problems: In 45 Staaten übersteigen die Ausgaben für Schuldendienst die Kosten für das Gesundheitswesen (ibid.). Mit anderen Worten: Viele Nationen müssen die Gewährleistung eines angemessenen Lebensstandards für ihre Bürger und deren Zukunft opfern, …

… um die Bedürfnisse rücksichtsloser Wucherer zu befriediegen!

Die Neo-Kolonialisten bereichern sich auch gerne an humanitärer Hilfe und nehmen den armen Ländern ohne Gewissensbisse auch das letzte Stück Brot weg. Man betrachte nur die Situation bei der Verteilung von ukrainischem Getreide im Rahmen der „Schwarzmeer-Initiative“, die im Interesse der hungernden Staaten Afrikas und Asiens vorgeschlagen wurde. Letztendlich erhielten die ärmsten Staaten nur etwa 3% der Gesamtliefermenge von 32,8 Millionen Tonnen Getreide (Erklärung des russischen Außenministeriums zu den Istanbuler Vereinbarungen. 17. Juli 2023. URL: https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1897157).

Doch die Neo-Metropolen wollen sich mit dem bisher Erreichten nicht zufrieden geben. Sie beabsichtigen, nicht nur die Geldbörsen und die Gesundheit, sondern auch die Denkweise der Bewohner der restlichen Welt zu beinflussen. Leider greifen sie dabei auf den über Jahrhunderte gewachsenen Kanon moralischer Normen und Verhaltensregeln zurück, indem …

… auch Weltreligionen unter die Walze der Perversion geraten!

Washington und seine Satelliten unternehmen erhebliche Anstrengungen, um die Grundelemente des Christentums und des Islam nach ihrem Interesse umzuformatieren, im unter dem Deckmantel „modernisierter Lehren“ in Folge der ganzen Welt aufzudrängen. Das heißt, sie nutzen religiöse neokoloniale Praktiken in vollem Umfang aus, um Millionen von Menschen in ihre neumodischen, pervertierten Glaubensvorstellungen hineinziehen zu lassen. Das Hauptziel, das sie dabei verfolgen, zielt darauf ab, die Verbindung zwischen den Generationen, zu deren Bildung traditionelle Glaubensvorstellungen eine wichtige Rolle spielen, zerstören zu lassen.

Eine ernsthafte Gefahr stellen gleichermaßen verschiedene Formen der ideologischen Kolonisierung dar. Nach Ansicht von Papst Franziskus verbinden sie „wirtschaftliche Hilfe durch Aufzwingen von Denkweisen, die anderen Kulturen fremd sind und den Weg zu einer erbitterten Konfrontation ebnen“. Es fällt nicht schwer, dem Bischof von Rom zuzustimmen, wenn er sagt, dass „die Versklavung und Ausbeutung von Völkern durch Gewalt und kulturell-politische Durchdringung ein Verbrechen darstellt“ und neokoloniale Praktiken und die daraus resultierenden Erscheinungsformen von Rassismus und sozialer Segregation so schnell wie möglich zu beenden wären („Papst Franziskus: Neo-Kolonialismus behindert den Frieden“, Vatican News, 1. April 2023).

Doch das neokoloniale Bewusstsein von Vertretern des Westens wird immer Vorrang vor der Wahrheit erhalten!

Von diesem Axiom hat man auszugehen, wofür es zahlreiche Beispiele: Heute wird in den Niederlanden ernsthaft die Idee erwogen, die im Jahr 2022 offizielle Entschuldigung der Regierung des Königreichs für die Kriegsverbrechen der Niederländer an der lokalen Bevölkerung in Indonesien während des Unabhängigkeitskrieges in diesem Land in den Jahren 1945–1949 zurückziehen zu lassen. Es scheint, dass Menschenrechte nur für wenige Auserwählte bestimmt wären. Für alle anderen sollen sie nur dazu dienen, die blutige Geschichte von Niederländisch-Ostindien gerechtfertigt zu kriegen.

Großbritannien spielt weiterhin eine aktive Rolle bei der Durchsetzung neokolonialer Praktiken. Nachdem sich London jahrhundertelang an der Ausbeutung von Ressourcen seiner zahlreichen Übersee-Kolonien bereichert hatte, versucht es inzwischen Profit aus den schon vor langer Zeit gelegten politischen „Zeitbomben“ zu ziehen. Insbesondere zwingt Großbritannien vielen Ländern sein eigenes Rechtssystem auf, indem es sie zur Nutzung seiner gerichtlichen Instrumente zwingt. Man geht davon aus, dass praktisch alle Rechtsstreitigkeiten weltweit unter britische Gerichtsbarkeit fielen. Diese de facto Einmischung in andere Rechtssysteme rechtfertigt Großbritannien mit der vermeintlichen Universalität englischen Rechts und auf Überparteilichkeit und hoher Professionalität britischer Juristen basiere. Das liegt natürlich meilenweit von der Wahrheit entfernt. Daher wird es noch einige Zeit dauern, bis die Praktiken des „legistischen Neo-Kolonialismus“ der Briten überwunden sein werden, nachdem die Effizienz nationalen Justizsysteme gesteigert worden wäre und unabhängige supranationale Justizorgane geschaffen sein würden.

Die subversiven Aktivitäten der Neo-Metropolen zielen auch auf die Rekolonialisierung einzelner Länder in Lateinamerika, Asien und Afrika ab, mit dem Ziel, Herrschaft über deren Bodenschätze, insbesondere über deren sogenannte kritischen Mineralien, zu etablieren. Im Fokus steht der ungehinderte Zugang zu Vorkommen von Lithium, Graphit, Nickel, Kobalt und Seltenerdmetallen, die für den Übergang zu einer kohlenstoffarmen Energiewirtschaft so essentiell sind. Unter dem Deckmantel des Umweltschutzes und Kampfes gegen den Klimawandel werden de facto Narrative des „grünen/klimatischen Neokolonialismus“ vorangetrieben, die dem „kollektiven Westen“ zugutekommen. Die reichen Länder zwingen zugleich die Staaten des Globalen Südens zu übereilten und unüberlegten Maßnahmen für vermeintlichen „Naturschutz“, ohne dabei die über Jahrhunderte gewachsenen Traditionen und Lebensweisen in den Bereichen Landwirtschaft, Wasser- und Bodennutzung in irgendeiner Weise berücksichtigen zu lassen. Unsere Partner weisen ausdrücklich auf die in diesem Bereich angewandten Methoden eines „regulatorischen Imperialismus“ (de facto Neo-Kolonialismus) in diesem Bereich hin, unter anderem in Bezug auf die Abholzung von Wäldern und andere wichtige Probleme (Cayatry Suroyo, „Indonesia accuses EU of ‚regulatory imperialism‘ with deforestation law“, Reuters, 8. Juni 2023).

Um ihre „elitäre“ – bzw. parasitäre Existenz., um es beim Namen zu nennen, …

… zu sichern, schreckt die selbsternannte „goldene Milliarde“ vor nichts zurück!

Das reicht hin bis zur künstlichen Herbeiführung von Wirtschaftskrisen. Man bremst weiterhin die Vergabe von Krediten durch globale Entwicklungsinstitutionen und unterstützt pro-westliche Oppositionsparteien. Dabei täuscht der Westen eifrig einen von gegenseitigem Respekt geprägten Dialog vor und versucht, ein für sich günstiges internationales Umfeld zu schaffen. Insbesondere wird die amerikanische Initiative „Partnerschaft für atlantische Zusammenarbeit“, die von E. Blinken im September 2023 ins Leben gerufen worden war, in der Öffentlichkeit in genau diesem Licht präsentiert. Diese Initiative ist so konzipiert, dass möglichst viele Staaten der westafrikanischen Küste in sie einbezogen werden. Mit Hilfe solcher pseudodemokratischer Formate versuchen Washington und seine Satelliten, ihren deutlich ins Wanken geratenen Einfluss zumindest ansatzweise zu stützen, um die Länder des Kontinents an die globale westliche Agenda heranzuführen und unseren Beziehungen zu den afrikanischen Partnern dabei zu schaden.

Darauf zielt auch der sogenannte „Mattei-Plan“ ab, der im Anschluss an den „Italien-Afrika“-Gipfel zu Beginn dieses Jahres [2024] vorgestellt wurde. Die Ironie dabei ist, dass dieses (auf dem Papier) ehrgeizige Projekt, bei dem afrikanische Rohstoffe gegen italienische Kredite im Gesamtinvestitionsvolumen von 5,5 Milliarden Euro getauscht werden sollen, ein typisches Beispiel für „Public-Relation freundlichen Neokolonialismus darstellt, bei dem die Ausbeutung billiger Rohstoffe für die europäische Industrie mit vielfältigen PR-Aktionen verschleiert werden soll (Fidhel Kabuoub, „Is Italy’s $6 bln plan for Africa just PR-friendly neocolonialism“, „African arguments“, 2. Februar 2024). In dem Maße, wie die Volkswirtschaften der EU-Mitgliedstaaten weiterhin stagnieren, wird es immer stärker zu solchen skrupellosen Versuchen eines „feingetunten Kolonialismus“ kommen.

Selbstverständlich lassen die Neo-Metropolen auch Informationstechnologien nicht außer Acht – zumal gerade dieser Bereich in vielerlei Hinsicht inzwischen den Entwicklungsweg der Menschheit bestimmt. Die Planziele der Neo-Kolonialisten geben sich diesbezüglich nicht besonders originell, um

  • das „digitale Gefälle“ zwischen sich und dem Rest der Welt auszuweiten und das Monopol der eigenen IT-Konzerne zu festigen!
  • denjenigen, deren Ansichten den pro-westlichen Einstellungen widersprechen, die Stimme entziehen zu lassen!

Opfer solcher Zensur wurden z.B. bereits Raúl Castro und Ali Khamenei. Ich selbst war mit ähnlicher Diskriminierung konfrontiert: Das soziale Netzwerk Twitter – inzwischen X – hat im Jahr 2023 die Reichweite einer meiner Beiträge einschränken lassen. Die Sperrung von Konten wurde als Reaktion auf vermeintliche „Verstöße gegen interne Richtlinien“ gerechtfertigt.

Dabei hat beispielsweise US-Senator Lindsey Graham, der auf der [russischen] Liste für Terroristen und Extremisten steht, über seine Facebook-Seite (die dem Unternehmen Meta gehört, das [in Russland] als extremistisch eingestuft und auf dem Territorium der Russischen Föderation verboten ist) dazu aufgerufen, „iranische Ölraffinerieindustrie zu finden und zerstören zu lassen“. Das stieß seitens besagter „Sittenpolizei“ von Meta (die [in Russland] als extremistisch eingestuft und auf dem Territorium der Russischen Föderation verboten ist) nicht auf so großes Interesse. Ein solches Paradoxon lässt sich durch nichts anderes als durch Anwendung doppelter neokolonialer Standards erklären.

Fortsetzung Teil 4 zum Medwedew-Artikel, “Die Zeit der Metropolen ist vorbei”, folgt.

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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Teil 1 mit Andrey Klimow zu “Europa” ohne Kolonialismus: Auf keinen Fall!: HIER
Teil 2 zum Medwedew-Artikel, “Die Zeit der Metropolen ist vorbei”: HIER



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Spanien demütigt Trumps weltweiten imperialistischen Kreuzzug weiterhin

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Spaniens scharfe Verurteilung des US-israelischen Krieges gegen Iran hatte bekanntlich Donald Trump wütend zurückgelassen. Europäische Verbündete zeigten sich erschüttert, was dem Land das Etikett Europas „Außenseiter“ in der Financial Times beschert hatte.

„Aufstand gegen US-Imperialismus“?

Der linksliberale spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hatte ja bekanntlich offen den US-israelischen Krieg gegen den Iran als „absurd und illegal“ bezeichnet. Daraufhin hatte er den USA den Zugang zu spanischen Militärbasen für alle mit dem Iran-Krieg verbundenen Operationen, verweigert.

Spanien hatte sich überdies geweigert, an einer NATO-Mission zur „Wiedereröffnung“ der Straße von Hormus teilzunehmen, die seitens Madrids als weitere Eskalation des Krieges angesehen wurde. Der spanische Außenminister José Manuel Albares erklärte dazu, „es gibt keine militärische Lösung für diese Krise.“

Darüber hinaus hatte Spanien kürzlich geheime Gespräche zwischen dem Iran und Saudi-Arabien vermittelt, um die Sicherheit im Golf und den ununterbrochenen Fluss saudischen Öls durch die Straße von Hormus angesichts Washingtons unberechenbarer Iran-Politik zu erörtern, erklärte dazu Eagle Intelligence Reports.
Bereits beim NATO-Gipfel im Juni letzten Jahres hatte Spanien Trumps Beharren zurückgewiesen, die Verteidigungsausgaben auf 5 Prozent des BIP zu erhöhen, doch man hatte trotz US-Warnungen, dass es Konsequenzen für die Weigerung zur Einhaltung geben würde, an der Weigerung festgehalten.

Die USA haben sich weiters auch über Spaniens enge Beziehungen zu China unter Sanchez verärgert gezeigt. Letzte Woche warnte der US-Botschafter Benjamin Leon davor, dass Madrid das Engagement mit Peking vertiefen würde. Kritik aus den USA und der EU wies Albares gegenüber der FT jedoch zurück, dass Spanien „das Gesetz des Dschungels“ entschieden ablehne, was sich klar auf US-amerikanische und israelische Militäraktionen im Iran und Gaza bezog, hatte er jedoch bekräftigt.  Spanien hat zudem deutlich gemacht, dass es eine „globale Außenpolitik“ aufrechterhalten will und dass „es unmöglich ist, dies zu tun, wenn man das nicht tut,  führe dies zu einem Dialog mit China“.

Spaniens Vermächtnis und Trumps Monroe-Doktrin

Spaniens Irritation über das Verhalten des Weißen Hauses deutet fraglos auf eine wachsende geopolitische Rivalität zwischen Spanien und den USA hin, insbesondere freilich in Lateinamerika.
Spanien  hat Trumps Bemühungen, die US-Hegemonie in Lateinamerika auszuweiten, scharf kritisiert, das Madrid wohl weiterhin als Teil seines historischen Einflussbereichs betrachtet.

Madrid hat die USA zudem für die Entführung des venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro scharf kritisiert und zusammen mit Brasilien, Chile, Kolumbien, Mexiko und Uruguay eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Ein spanischer Spitzendiplomat sagte gegenüber der FT, „für uns geht Lateinamerika weit über Außenpolitik hinaus. Das sind Länder, mit denen wir brüderliche Verbindungen haben. Wir sehen sie nicht als fremde Länder.“

Aus historischer Sicht erscheint der gegenwärtige Riss für viele als das jüngste Kapitel eines jahrhundertealten Kampfes zwischen der spanischen und der angelsächsischen Welt. Obwohl die USA über überlegene wirtschaftliche und militärische Macht verfügen, leisten Spanien und große Teile Iberoamerikas, dessen ideologische Sichtweise oft als katholisch-sozialistisch beschrieben wird, heftigen Widerstand gegen die angloamerikanische neoliberale Hegemonie.




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Dmitri Medwedew zum Kampf gegen moderne Formen des Neo-Kolonialismus – Teil 2

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Dmitri Medwedew, Vorsitzender der Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“, formulierte in einem Artikel für Rossiyskaya Gazeta (RGRU) und besagte neu gegründete internationale Bewegung die ideologischen Grundlagen des Kampfes gegen moderne Formen des Neo-Kolonialismus.

Über die verschiedenen Formen von Neo-Kolonialismus im neuen Gewand

Dmitri Medwedew ist Stellvertretender Vorsitzender des Sicherheitsrats der Russischen Föderation sowie Vorsitzender der russischen Partei „Einiges Russland“, welche im Februar 2004 die Gründung der Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“ im Kampf gegen moderne Formen des Neo-Kolonialismus initiiert hatte.

Artikel vom 14.06.2024 – „Die Zeit der Metropolen ist vorbei“
von Dmitri Medwedew in deutscher Übersetzung – Teil 2

 [Anmerkung der Redaktion: Als „Metropole“ wurde von den Briten ab dem 19. Jahrhundert das Kerngebiet oder das Machtzentrum bezeichnet, dass über ein Kolonialreich herrscht. Besagte britische Definition für Metropole wurde hauptsächlich im Zusammenhang mit dem britischen, spanischen, französischen, niederländischen, portugiesischen, japanischen und osmanischen Reich verwendet, um die Heimatgebiete dieser Reiche im Gegensatz zu ihren Kolonial- oder Überseegebieten zu unterscheiden. Zugleich wurde damit der feine Unterschied zwischen scheinbarer nationaler Macht im Vergleich zur echten transnationalen Macht [in Großbritannien] für Insider dezent zum Ausdruck gebracht. An Nicht-Kolonialisierern liefen solche Interpretationen meist vorbei bzw. blieben ihnen vielfach bis heute verborgen.]

Von Dmitri Medwedew | Wichtige Veranstaltungen unter der Schirmherrschaft der Partei, „Einiges Russland“, werden die Tradition der gesellschaftspolitischen Zusammenarbeit, mit dem Ziel zum Aufbau einer polyzentrischen und gerechten Weltordnung durch eine echte Demokratisierung der bestehenden Mechanismen globaler Regierungsformen, weiterführen.

Eine solche Zusammenarbeit scheint heute aktueller denn je – ja sogar lebensnotwendig. Die Logik dazu leitet sich aus dem Lauf menschlicher Entwicklung selbst ab: Immer mehr Länder auf der Welt bringen ihren Wunsch zum Ausdruck, um in einer Weltgemeinschaft zu leben, die frei vom Erbe des Kolonialsystems ist und auf Prinzipien inklusiver Multilateralität, souveräner Gleichheit, friedlichen Zusammenlebens und gegenseitigen Respekts zwischen Ländern mit unterschiedlichen politischen und sozialen Systemen beruht. Wichtige Schritte in diese Richtung stellen auch die internationalen Veranstaltungen von BRICS dar.

Ich möchte auf einige wichtige Themen eingehen, die aufgrund ihrer Aktualität künftig noch weitere intensive Erörterungen erfahren werden.

Neokolonialismus: Alte Bedrohungen in neuen Zeiten

Vom 15. – 17. Februar 2024 fand in Moskau das Forum der Befürworter des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus„Für die Freiheit der Nationen!“ –, organisiert von der Partei „Einiges Russland“, statt. Daran nahmen rund 200 Vertreter aus über 50 Ländern aus der ganzen Welt teil. Das wichtigste Ergebnis des Forums war die Gründung der weltweiten anti-neokolonialen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen!“, die sich für die Beseitigung moderner Praktiken der Ausbeutung und des Hegemonialismus einsetzt.

Das Treffen hat deutlich gezeigt: Es ist an der Zeit, die Zusammenarbeit aller fortschrittlichen Kräfte im Kampf gegen den Neokolonialismus, der viele Länder auf dem Weg zu einer nachhaltigen und gerechten Entwicklung hindert, grundlegend zu stärken. Es handelt sich um ein altbekanntes und komplexes Phänomen, dessen Lösung einen besonderen Ansatz und – was am wichtigsten ist – gemeinsame Anstrengungen erfordert.

Die Menschheit ist schon seit langem mit neokolonialen Praktiken konfrontiert. Der Begriff „Neo-Kolonialismus“ hat sich Mitte des letzten Jahrhunderts fest im Sprachgebrauch zur Bezeichnung des von den ehemaligen Kolonialmächten eingeschlagenen Kurs eingebürgert, um zu beschreiben, wie:

  • die Entwicklung junger Nationen, die gerade erst ihre formale Unabhängigkeit erlangt hatten, gebremst werden.
  • angerichtete Schäden in Folge der Entkolonialisierung zu kompensieren wären.

Die unverhohlene Einmischung in die Angelegenheiten unabhängiger Staaten fand statt und setzte sich leider in verschiedenen Formen weiter fort. Wie fest die Absichten der Menschheit auch sein mögen Neokolonialismus ausrotten zu wollen, …

… die westliche Welt wird sich dem verzweifelt entgegenstellen!

Sie wird dabei im Rahmen des Übergangs vom isolierten und nationalen – zum globalen Neokolonialismus handeln. Das heißt, in einem System ungleicher wirtschaftlicher und politischer Beziehungen, welche westliche Länder dem Rest der Welt aufzwingen und auf militärischer Macht, Aktivitäten westlichen Kapitals, sowie internationalen Finanzorganisationen und transnationalen Konzernen basieren (Gorelov A.A. Vom Kolonialsystem zum globalen Neokolonialismus. 2014, Nr. 2, S. 60). Die ehemaligen Metropolen streben nach wie vor leidenschaftlich danach, von den von ihnen abhängigen Ländern zu profitieren und sich ihren Komfort auf Kosten der Erniedrigung und Unterdrückung anderer sichern zu lassen. Nur diesmal mit raffinierteren Mitteln und Methoden. Daran ist nichts Neues, denn Consuetude est altera natura („Gewohnheit wird zur zweiten Natur“), wie ein bekanntes lateinisches Sprichwort besagt.

Ich möchte nur einige Zahlen anführen, welche die politische Komponente des Neokolonialismus eindrucksvoll belegen. Nach Schätzungen von Experten – ich möchte anmerken, dass es sich um amerikanische Experten, bei all ihrer Voreingenommenheit, handelt – haben die USA von 1946 bis 2000 mehr als 80 Mal in Wahlprozesse anderer Ländern eingreifen lassen. Seit 1945 wurden über 50 Versuche von Staatsstreichen und militärischen Interventionen unternommen (Levin, D. Partisan, Electoral interventions by the great powers: Introducing the PEIG Dataset. Conflict Management and Peace Science, 2019, Band 36(1), S. 88–106; William Blum. Overthrowing other people’s governments: The Master List. URL: https://williamblum.org/essays/read/overthrowing-other-peoples-governments-the-master-list).

Zu einem der wichtigsten Instrumente zur Umsetzung eines solchen Kurses der Neo-Metropolen bildete sich die Anwendung einseitiger Sanktionen heraus, …

… was im Widerspruch zum Völkerrecht steht!

Von den 174 Fällen, in denen im 20. Jahrhundert restriktive Maßnahmen [Sanktionen] angewendet wurden, gingen 109 auf Initiativen der USA zurück, wobei sie in 80 Fällen einen politischen Kurswechsel in unliebsamen Staaten herbeigeführt hatten (Haufbacher G., Shott J., Elliott K., Oegg B. Economic Sanctions Reconsidered – Dritte Auflage. Peterson Institute for International Economics, 2009, S. 248).

Amerika ist im Grunde genommen zu einer globalen Sanktions-Neo-Metropolie verkommen. In seiner Politik wendet Washington nicht nur Primär-Sanktionen, sondern – unter Berufung auf den Grundsatz der extraterritorialen Gerichtsbarkeit – auch Sekundär-Sanktionen aktiv an, um die Außen- und Handelspolitik von Drittländern zu untergraben und damit deren Souveränität offen verletzen zu lassen.

Einige Beispiele für die Folgen solch rechtswidriger restriktiver Maßnahmen:

  • Der Gesamtschaden für die kubanische Wirtschaft durch das seit 1960 verhängte Embargo belief sich bis Oktober 2023 auf 159,8 Mrd. US-Dollar.
  • Während der Zeit der einseitigen Restriktionen gegen den Iran von 1984 bis 2000 beliefen sich die durchschnittlichen jährlichen Kosten der Sanktionen auf 80 Mio. US-Dollar (Sanctions related to Iran//The White House official press-release. Fact-sheet. 31.07.2012), während dieser Wert im Zeitraum der multilateralen Sanktionen von 2006 bis 2012 bei 5,7 Mrd. US-Dollar pro Jahr lag (Komschukowa O.V. „Sanktionen gegen den Iran: Ziele und Folgen“. „Wirtschaftliche und soziale Probleme Russlands. Soziale Faktoren des Wirtschaftswachstums“, Moskau, Verlag INION RAN, 2016, Nr. 2-11).
  • In den sieben Jahren seit Inkrafttreten der 2015 gegen Venezuela verhängten Sanktionen beliefen sich die BIP-Verluste dieses lateinamerikanischen Staates, wie dessen Präsident N. Maduro im Januar 2024 in seiner jährlichen Ansprache an die Nation erklärte, auf 642 Mrd. US-Dollar.

Mit dieser Vorgehensweise ignorieren die USA offen die Entscheidung der Ständigen Kammer für internationales Recht von 1927, nach der die Bedeutung der Achtung der Souveränität eines anderen Staates im Zusammenhang mit der Gerichtsbarkeit betont und festgestellt wird, wonach „die erste und wichtigste Beschränkung, die das Völkerrecht einem Staat auferlegt, darin besteht, dass ein Staat, sofern keine anderslautende ermächtigende Norm vorliegt, seine Befugnisse in keiner Form auf das Hoheitsgebiet eines anderen Staates ausdehnen darf“ (Ständiger Internationaler Gerichtshof. Der Fall S.S. „Lotus“ [Frankreich gegen Türkei]. Urteil. Veröffentlichung des Ständigen Internationalen Gerichtshofs, S. 18–19).

Genauso [ignorant] verhält sich Amerika auch in Bezug auf die Erklärung der UN-Generalversammlung:

  • von 1965 zur Unzulässigkeit der Einmischung in die inneren Angelegenheiten von Staaten.
  • von 1970 über die Grundsätze des Völkerrechts betreffend freundschaftlicher Beziehungen und Zusammenarbeit zwischen Staaten.
  • zur Resolution 27/21 der UN-Menschenrechtskommission vom 26. September 2014 über die Unvereinbarkeit einseitiger Zwangsmaßnahmen mit dem Völkerrecht, dem humanitären Völkerrecht und der Charta der Vereinten Nationen.

Die Versuche Washingtons, seine aggressiven und unrechtmäßigen Handlungen durch eine expansive Auslegung des Territorialitätsprinzips zu rechtfertigen, halten keiner Kritik stand. Bei der Prüfung des „Nicaragua-Falls“ hat der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen gezeigt, dass er sich gegen eine willkürliche Auslegung dessen, was eine Bedrohung der nationalen Sicherheit darstellt, wendet.

Bei der Auslegung des Begriffs „wesentliche Sicherheitsgründe“ wurde festgestellt, dass die Behauptungen der USA über Versuche Nicaraguas, Regierungen benachbarter Staaten über angeblich zwei Jahre zu stürzen, nicht ausreichend begründet waren, um sich auf eine solche Begründung berufen zu können, da die USA nicht dargelegt hätten, „wie die Politik Nicaraguas tatsächlich zu einer Bedrohung für ‚wesentliche Sicherheitsinteressen‘ geworden“ wäre.

In diesem Zusammenhang stellte Richter J. Meyer (Richter am US-Bezirksgericht für den Bezirk Connecticut, zuvor leitender Mitarbeiter der Unabhängigen Untersuchungskommission zum UN-Programm „Öl für Lebensmittel“ im Irak (2004–2005), Rechtsprofessor an der Quinnipiac University School of Law und Gastprofessor an der Yale Law School) die Neigung der USA fest: „Bezüglich übertriebener Behauptungen, wonach Sekundärsanktionen durch Grundsätze des Schutzes der Gerichtsbarkeit oder Doktrin der Folgen zu rechtfertigen wären, selbst wenn diese Maßnahmen nur Gegenmaßnahmen <…> gegen Verhaltensweisen waren, die in weit entfernten Ländern stattfanden, doch keine reale Aussicht hatten, die US-Sicherheit zu gefährden oder wesentliche Folgen für die USA zu haben“. (Meyer J.A. Second Thoughts on Secondary Sanctions//University of Pennsylvania. Journal of International Law. Vol. 30. Iss. 3., S. 909).

Tatsächlich handelt es sich um Versuche, …

… ganze Länder zu zerstören, ja sogar um de facto Völkermord!

Deren Organisatoren wurden jedoch nicht zur Rechenschaft gezogen.

Die westlichen Länder waren schon immer von der Idee besessen, politische Kontrolle über die übrigen Länder der Welt auszuüben, um auf der internationalen Bühne zu dominieren. Bereits in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts haben Ökonomen aus einer Reihe von Ländern Lateinamerikas und Europas – R. Prebisch (Argentinien), T. dos Santos und F. Cardoso (Brasilien), A. Frank (Deutschland), R. Myrdal (Schweden) – die Theorie der abhängigen Entwicklung formuliert, welche einen direkten Zusammenhang zwischen der Rückständigkeit der Dritten Welt und der Entwicklung des weltweiten kapitalistischen Wirtschaftssystems belegt. In ihren Arbeiten legten sie überzeugend dar, dass die Ausbeutung schwach entwickelter Länder durch hoch entwickelte Länder ein erhebliches Hindernis auf dem Weg des Fortschritts der Menschheit darstelle (Baran P. Zur ökonomischen Theorie der gesellschaftlichen Entwicklung. Moskau, 1960, S. 53). Dazu ein anschauliches Beispiel: Berechnungen zufolge zog …

... der Westen von 1960 bis 2018 allein Rohstoffe im Wert von über 62 Billionen US-Dollar aus dem Globalen Süden ab!

Quelle: (Hickel J., Sullivan D., Zoomkawala H., Plunder in the Post-Colonial Era: Quantifying Drain from the Global South Through Unequal Exchange, 1960–2018. New Political Economy, 26(6), S. 1030–1047).

Ein weiteres Beispiel zu diesem Thema, doch bereits mit Bezug auf die Gegenwart. Die Umsetzung de Gaulle’scher Außenpolitik, die auf der Doktrin der nationalen Unabhängigkeit und der Größe Frankreichs beruhte, einschließlich der berühmten Demarche zum Austritt von Paris aus der NATO im Jahr 1966, hätte nicht, ohne Zugang zu den fast kostenlosen Ressourcen, die aus den französischsprachigen afrikanischen Ländern abgezogen wurden, gewährleistet werden können.

(Charles de Gaulle: „Meine Absicht besteht nicht darin, Frankreich aus dem Atlantischen Bündnis zu befreien, dessen Beibehaltung meiner Ansicht nach als äußerste Vorsichtsmaßnahme notwendig ist, sondern darin, sie aus der von der NATO unter amerikanischer Führung vollzogenen Integration herauszuführen; und mit jedem Staat des Ostblocks, in erster Linie mit Russland, Beziehungen aufzunehmen, die auf eine Entspannung der Lage abzielen <…>, ebenso mit China zu verfahren, wenn die Zeit dafür gekommen ist; und schließlich Frankreich mit mächtigen Atomwaffen auszustatten, damit niemand uns angreifen kann, ohne eine vernichtende Antwort zu riskieren“, Gaulle Ch. de/ Mémoirs d’Espoir. Le Renouveau 1958–1962. P., 1970, S. 284).

Die Franzosen konnten ihr Ziel erreichen, indem sie den Staaten von Françafrique ein vollständig von der Neo-Metropole abhängiges Währungs- und Finanzsystem aufzwangen, das von der Fünften Republik durch die Ausgabe des CFA-Francs kontrolliert wurde – ein Element „monetären Neokolonialismus“ seitens der französischen Behörden, der es ihnen ermöglichte, die Wirtschaftspolitik der afrikanischen Länder zu kontrollieren. Obwohl Frankreich vor mehr als 20 Jahren auf den Euro umgestellte, behält es weiterhin die Führungsrolle in der CFA-Franc-Zone (14 westafrikanische Länder drucken bis heute den CFA-Franc, der für ihre Verrechnungen fest an die europäische Einheitswährung gekoppelt blieb). Wie zeitgenössische afrikanische Forscher anmerken, beraubt die Verwendung dieser Währungseinheit ihre Staaten der Möglichkeit, …

… interne Geld- und Finanzmittel ohne externe Einschränkungen für ihre eigene Entwicklung zu verwenden!

Zudem stellt das ein Hindernis zur Ausübung wirtschaftlicher und währungspolitischer Souveränität dar. Genau aus diesem Grund ist die Fortsetzung dieser neokolonialen Währungs-Unterwerfungs-Politik für den derzeitigen „Neo-Napoleon“ aus dem Élysée-Palast, der sich ständig als Anhänger der Ideen von Charles de Gaulle anpreist, von entscheidender Bedeutung (Pascal Boniface, „Frankreich: Das Erbe von de Gaulle und Mitterrand“, Valdai, 15.03.2021). Ohne die oben genannte Finanz-Konstruktion würde er es sicherlich nicht schaffen können. Das bedeutet, dass Paris versuchen wird, seine verdeckte Währungspräsenz in Afrika so lange wie möglich aufrechtzuerhalten.

Fortsetzung Teil 3 zum Medwedew-Artikel, “Die Zeit der Metropolen ist vorbei”, folgt.

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

***

Teil 1 mit Andrey Klimow zu “Europa” ohne Kolonialismus: Auf keinen Fall!: HIER

Andrey Klimow über „Europa“: Auf keinen Fall ohne Kolonialismus! – Teil 1

Von unserer Redaktion ‚Zeitgeschichte und Globalpolitik‘.
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Beiträge von Gastautoren oder die Übernahme von Artikeln anderer Medien sowie Aussagen in Veranstaltungen, Kongressen oder sonstigen Tagungen müssen nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion übereinstimmen.




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Die letzte Fackel: Die Schwestern, die den Taliban durch Singen trotzen (VIDEO)

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Seit ihrer Rückkehr an die Macht im Jahr 2021 haben die Taliban die Freiheiten und Rechte der Frauen eingeschränkt. Mädchen und Frauen haben protestiert, müssen aber unter massiven Repressionen leiden.

„Die Burka ist wie ein Friedhof. Sie ist ein Symbol der begrabenen Träume afghanischer Frauen.“

„The Last Torch“ ließ sich von den Frauen inspirieren, die im ganzen Land protestierten, und entstand kurz nach der Machtübernahme durch die Taliban. Diese Dokumentation begleitet sie dabei, wie sie ihr Leben riskieren, um für die Freiheit zu kämpfen.

„Wir werden jetzt singen, aber es könnte uns unser Leben kosten.“

Dieser Film zeigt drei Generationen weiblicher Musikerinnen, die sich gegen die vom Taliban Regime auferlegten Einschränkungen wehren, in einer tief konservativen Gesellschaft.

„In Kurzform: Frauen in Afghanistan sind lebendig begraben.“

Farida Mahwash ist die einzige Sängerin, die seit den 70er Jahren den Titel Ustad (Maestro) erhielt, und spricht über Chancen und Herausforderungen für Musikerinnen. Sonita Alizada, eine der ersten weiblichen Rapperinnen aus Afghanistan, nutzt ihre Bühne, um traditionelle Werte, die Frauen und Mädchen einschränken, herauszufordern.




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Andrey Klimow über „Europa“: Auf keinen Fall ohne Kolonialismus! – Teil 1

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Der Kolonialismus, der nach 500 Jahren überwunden schien, ist inzwischen wieder zu neuem Leben erwacht. Heute kämpft die nordisch-atlantische Gemeinschaft mit Neokolonialismus und weltweiten Kriegen für die Wiedererrichtung, der von ihnen vermissten Einen-Welt-Herrschaft.

Angriffe, wie auf Venezuela, Iran und andere zeigen, dass
der kollektive Westen verstärkt auf Neo-Kolonialismus setzt

Von REDAKTION | Die laufende Zeitenwende hat den Westen dazu gebracht, seine Maske fallen zu lassen und offen seine exklusive Machtansprüche gegenüber der globalen Mehrheit nicht nur mit Worten, doch immer häufiger mit nackter Gewalt geltend zu machen.

Russland als Vorkämpfer gegen den Kolonialismus atlantischer Seemächte hat die ideologische Grundstruktur des kollektiven Westens schon früh entlarvt: Es handelt sich dabei um die Herrschaftsform transnationaler Oligarchien, welche nach ihrer Methode unterworfene Protektorate nach außen hin als Simulationsdemokratien verpacken, um sie von innen heraus im neo-kolonialen Stil parasitär auszusaugen.

Um die 85 Prozent der Weltbevölkerung gegen die Angriffe der 15% des Westens besser einzustellen, hat die russische Partei „Einiges Russland“ im Februar 2024 die Bewegung der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Formen des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen“ – gegründet. Es ist eine von Russland angeführte informell strukturierte Bewegung mit dem gestellten Ziel, politische Parteien aus verschiedenen Nationen zu vereinen, um dem immer gewaltsamer und brutaler auftretenden Neo-Kolonialismus abzuwehren.

Zu den neo-kolonialen Praktiken der hauptsächlich atlantischen Täterkreise zählen:

  • völkerrechtswidrige Sanktionen und restriktive Maßnahmen,
  • Finanzkriege und Währungsmanipulationen,
  • kulturelle Indoktrinationen und Geschichtsfälschungen,
  • psychologische Kriegsführung und Medienkampagnen,
  •  regulatorische Repressionen und asymmetrische Kriegsführung,

An der Gründungsvollversammlung des Forums der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen!“ – im Jahr 2024 nahmen 50 politische Bewegungen teil, darunter aus:

  •  Afrika: Algerien, Angola, Dschibuti, Simbabwe, Mosambik, Namibia, Uganda, der Zentralafrikanischen Republik, Eritrea, Äthiopien und Südafrika.
  • Asien: Vietnam, Indonesien, Iran, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Japan, China, Nordkorea, Laos, Libanon, Malaysia, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Bangladesch, Palästina, Tadschikistan, Thailand, Usbekistan und den Philippinen.
  • Europa: Aserbaidschan, Armenien, Weißrussland, Bulgarien, Moldawien, Russland, Serbien und der Türkei.
  • Lateinamerika: Bolivien, Brasilien, Venezuela, Honduras, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Peru und El Salvador.

Als Vorsitzende der Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ agiert Dmitry Medvedev und als stellvertretender Vorsitzender wirkt Andrey Klimov. Letzterer hat jüngst einen Artikel, wie nachfolgend in deutscher Fassung abgedruckt, zum Thema der neo-kolonialen Ambitionen der EU verfasst:

Andrey Klimow | Quelle: htpps://klimov342.ru

Zur Person des Autors:

Andrey Klimow ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften,

  • vormaliger Abgeordneter der Staatsduma der Russischen Föderation der III., IV., V. und VI. Legislaturperiode aus dem Gebiet Perm,
  • Mitglied des Föderationsrates, Senator für das Gebiet Perm 2012–2025,
  • Mitglied des Präsidiums des Obersten Rates der Partei
  • stellvertretender Vorsitzender der internationalen Kommission des Generalrats von „Einiges Russland“ (Vorsitzender Sergey Lawrow),
  • stellvertretender Vorsitzender der Weltbewegung gegen den Kolonialismus
  • Mitglied des Russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik (SWOP).
  • Mitglied des Präsidiums des Ständigen Ausschusses der Internationalen Konferenz asiatischer politischer Parteien (ICCPP),
  • Mitglied des Russischen Schriftstellerverbandes,
  • Koordinator des russischen parlamentarischen „Eurasischen Dialogs“,
  • Ehrenprofessor der Staatlichen (Klassischen) Universität Perm (PSNIU).

Der Artikel: „Europa“ ohne Kolonialismus: Auf keinen Fall!

Von Andrey Klimow | Gestern erklärte ich in einem Interview durch einen armenischen Journalisten, dass die Liebe „Europas“ – wie sich die Europäische Union heute selbst bezeichnet – zum postsowjetischen Raum im Grunde genommen eine Fortsetzung der Kolonialpolitik des westlichen Kerns der Alten Welt ist, ohne die sich dieser seit bereits fünfhundert Jahren nicht weiterentwickeln kann.

[Anmerkung der Redaktion: EU-Repräsentanten und gleichgerichtete atlantische Kartellmedien pflegen das Territorium der EU-Staaten notorisch mit „Europa“ zu verwechseln, obwohl die Europäische Union nur 42% des Territoriums Europas geographisch abdeckt. Doch, so lässt sich Brüssels „Drang nach dem Osten“ erklären, wohl einmal mehr mit dem Gesamtanspruch auf den ganzen restlichen „Lebensraum“, um die vormaligen – von den Schweden 1705 bis zur NATO/Ukraine 2026 heute – doch allesamt gescheiterten Großmachtträume vielleicht doch noch realisieren zu können.]

Im 16. Jahrhundert waren es gerade der starke Bevölkerungsanstieg in Westeuropa und die Unfähigkeit der damaligen kriegerischen katholischen und später protestantischen Monarchien, den wachsenden Bedarf aus eigenen Ressourcen zu decken, was die Eroberung von Übersee-Kolonien in Asien, Afrika und Nord- und Südamerika durch England, Belgien, Holland, Spanien, Portugal und später auch von Deutschland und Italien anspornte. [Anmerkung der Redaktion: Sowie auch von USA insbesondere ab 1900 im Zuge der blutigen Kolonialisierung samt Völkermord an den Philippinen]. Experten der von „Einiges Russland“ initiierten internationalen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ schätzen …

… den Gesamtschaden jener Kolonialpolitik des Westens, nach heutiger Kaufkraftparität, auf eine Billiarde Dollar!

Nach der Schwächung der westeuropäischen Imperien in den 1940er- und 1950er-Jahren infolge des Zweiten Weltkriegs befreiten sich jedoch Dutzende von Nationen weltweit aus deren Herrschaft. Doch statt echter Freiheit erhielten viele von ihnen neue, neokoloniale Fesseln – weniger auffällig, aber nicht weniger fest und ausbeuterisch – verpasst. Damals war es jedoch gerade die UdSSR, die den Ländern der „Dritten Welt“ in vielerlei Hinsicht half, sich gegen die massiven Abgaben ihrer ehemaligen westeuropäischen Metropolen zu wehren.

Doch nach dem Zusammenbruch der UdSSR konnte der Westen seine neokoloniale Ausbeutung verstärken und begann, den Raum Osteuropas, der zuvor auf Moskau ausgerichtet war, sowie die ehemaligen Republiken der UdSSR im kolonialen Stil zu erschließen. Von dort wurden Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen in Richtung Westen abgezogen:

Beispielsweise verlor das Baltikum mehr als ein Drittel seiner Bevölkerung im Vergleich zur Sowjetzeit, in der es eine beschleunigte sozioökonomische und kulturelle Entwicklung erlebt hatte.

Armenien ist nach dieser bedauerlichen Liste für Ziele der europäischer Neokolonialisten keinesfalls eine Ausnahme geblieben. In diesem kleinen Bergland gibt es sowohl Bodenschätze als auch ein gewisses Maß an Arbeitskräften. Doch der Hauptvorteil Armeniens besteht darin, dass es für den Westen die Rolle eines Trojanischen Pferdes im gesamten Kaukasus spielen und neben anderen Ländern in der russischen Nachbarschaft zu einem weiteren potenziellen Werkzeug zur Zerstörung unseres Vaterlandes werden kann. Darüber bin ich mir sicher, dass weder das armenische Volk noch seine historische Heimat und alte Kultur, geschweige denn die derzeitige Führung dieses postsowjetischen Landes jetzt oder künftig für die EU-Spitzenpolitik von Interesse wären…

Das Gesagte gilt nicht nur für die Armenier. Auf ähnliche Weise werden von Brüssel, Paris und Berlin auch die Serben, Moldauer, Weißrussen und Georgiern behandelt… Allerdings fällt man in Minsk und Tiflis – im Gegensatz zum heutigen Eriwan – nicht so leicht auf die neokolonialen Köder des Westens herein, wofür jene ihre guten Gründe haben.

Ich werde versuchen, dieses Thema – den neokolonialen Parasitismus der EU – am 4. Juni auf der Plattform des St. Petersburg International Economic Forums (SPIEF) zu beleuchten. Inzwischen empfehle ich Ihnen sehr, meinem Kanal auf Zen unter „Kamerad Klimov“ https://dzen.ru/klimov342 sowie meiner Autorenwebseite unter www.klimov342.ru zu folgen.

Ende des Artikels von Andrey Klimow

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Fortsetzung folgt

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Jugendliche „arabischer Herkunft“ quälen Ziegen und Schafe – und schlagen Passanten krankenhausreif

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+ Präsident Trump schimpft Netanjahu + Frankreich und Großbritannien fangen russischen Tanker ab + Niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) rechtfertigt simulierte Verhaftung von Alice Weidel auf Schulhöfen + Pflicht statt Freiwilligkeit: Arbeitgeber laufen Sturm gegen neue Bundeswehr-Pläne

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Präsident Trump schimpft Netanjahu

Trump führte ein hitziges, von Schimpfwörtern gespicktes Telefonat mit Netanjahu. Er bezeichnete ihn als „verdammt verrückt“ und schrie: „Was zum Teufel machst du da?“

Quellen, die über das heutige Gespräch informiert wurden, berichten Axios, dass es von Schimpfwörtern geprägt war und zu den schlimmsten Gesprächen zwischen den beiden Männern seit Trumps Amtsantritt zählte.

Den Beamten zufolge sagte Trump zu dem israelischen Regierungschef: „Du bist verdammt verrückt. Ohne mich wärst du im Gefängnis“, warf ihm Undankbarkeit vor und warnte, dass ein Angriff auf Beirut Israel weiter isolieren würde. Trump beanstandete zudem die zivilen Opfer und die Zerstörung von Gebäuden, um einen Kommandanten zu töten, und bremste daraufhin die Operation in Beirut.

Seine Wut, so die Quellen, sei durch Netanjahus Eskalation ausgelöst worden, die die Iran-Gespräche zu sprengen drohte. Netanjahus Büro erklärt, seine Position sei unverändert. Ein US-Beamter behauptet, Trump habe ihn bei dem Telefonat regelrecht niedergemacht.

🚨🇺🇸🇮🇱 HUGE: Trump had a fiery, expletive-filled call with Netanyahu, calling him “fucking crazy” and yelling “What the fuck are you doing?”

Sources briefed on today’s call tell Axios it was profanity heavy and one of the worst between the two men since Trump returned to office.… https://t.co/k5elbwIMPH pic.twitter.com/BRjwff1uec

— Mario Nawfal (@MarioNawfal) June 1, 2026

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Frankreich und Großbritannien fangen russischen Tanker ab

Die französische Marine hat mit Unterstützung des Vereinigten Königreichs einen unter internationalen Sanktionen stehenden Öltanker abgefangen, der aus Russland kam.
[…]
Der französische Präsident Emmanuel Macron teilte die Aktion am Montag auf X mit. Demnach wurde der Tanker Tagor am Sonntag im Atlantik geentert.

In dem Beitrag schreibt Macron: „Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seerecht verletzen und damit den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt.“
[…]
Russland soll eine „Schattenflotte“ aus Hunderten von Schiffen einsetzen, um die westlichen Sanktionen zu umgehen. Frankreich und andere Länder haben angekündigt, entschlossener gegen diese Schattenflotte vorzugehen.“ Via nypost.com

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Niedersächsische Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) rechtfertigt simulierte Verhaftung von Alice Weidel auf Schulhöfen

Während der Adenauerbus des Zentrums für politische Schönheit inzwischen bereits an der dritten Schule in Niedersachsen Station macht, hat der Niedersächsische Landtag den Fall auf Antrag der AfD diskutiert.

Kultusministerin Julia Willie Hamburg (Grüne) verteidigte dabei ausdrücklich, dass auf dem Schulhof eine Puppe von AfD-Bundesvorsitzender Alice Weidel in einer Gefängniszelle gezeigt wird. Sie gewährte den Schulen weiterhin die Erlaubnis, den Bus zu empfangen, und rechtfertigte damit eine simulierte Verhaftung der führenden Oppositionspolitikerin vor Schülern.
[…]
In seinem Schlussstatement schilderte ein AfD-Abgeordneter die Szene an der KGS Leeste: Kinder seien „elektrisiert“ gewesen, der Bus habe mit bunten Lichtern gelockt, es seien „Fuck AfD“-Buttons gebastelt und unverblümt für ein Verbot der Partei geworben worden. Er bezeichnete den Bus als „Riesenskandal“ und „eine einzige Überwältigung“. Via nius.de

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Pflicht statt Freiwilligkeit: Arbeitgeber laufen Sturm gegen neue Bundeswehr-Pläne

Die deutschen Arbeitgeber haben die von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) geplante verpflichtende Teilnahme von Arbeitnehmern an Reserveübungen der Bundeswehr abgelehnt. (…)

Bislang setzt die Teilnahme an Reserveübungen nicht nur das Einverständnis der ehemaligen Soldaten voraus. Für eine Freistellung im Beruf muss auch der Arbeitgeber zustimmen. Das Verteidigungsministerium bereitet hingegen einen Gesetzentwurf vor, nach dem Reservisten künftig schon in Friedenszeiten Dienst zu leisten haben.

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) mahnt dazu, die Anforderungen von Bundeswehr und Wirtschaft sorgfältig auszutarieren.

Es müsse einen „Ausgleich zwischen den personellen Bedarfen der Bundeswehr und den betrieblichen Erfordernissen der Unternehmen“ geben, so Arbeitgeberpräsident sagte Dulger gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.“ Via berliner-zeitung.de

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Das KI-Kosten-Paradox: Neue Berichte von Microsoft zeigen, warum künstliche Intelligenz trotz Automatisierung oft teurer ist als menschliche Arbeit

Microsoft fährt den Einsatz eines populären KI-Programmierwerkzeugs zurück, nachdem die Nutzungskosten offenbar stärker gestiegen sind als erwartet. (…)

Die Entwicklung wirft neue Fragen zur Wirtschaftlichkeit künstlicher Intelligenz auf. Zwar versprechen Unternehmen und Investoren seit Jahren erhebliche Produktivitätsgewinne, doch die dafür benötigte Rechenleistung bleibt teuer. Via weltwoche.de

Anmerkung: Der Ressourcenverbrauch von großen Tech-Konzernen (Amazon, Microsoft, Google, Meta usw.) für KI-Rechenzentren ist gigantisch. AI treibt weltweit einen massiven Anstieg beim Strom- und Wasserverbrauch an. Gleichzeitig werden Verbrauchern symbolische Maßnahmen wie Papierstrohhalme, Pfand auf Flaschen oder verbundene Deckel aufgedrängt, die den individuellen CO₂-Fußabdruck minimal beeinflussen. Das wirkt oft wie „Greenwashing“ oder Ablenkung von systemischen Problemen.

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Vergewaltigung: Knapp jeder zweite Tatverdächtige kein Österreicher

Die Daten liegen vor – und sie sind alarmierend. Das Bundeskriminalamt hat im Rahmen der Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage des FPÖ-Abgeordneten Christian Lausch Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik veröffentlicht, Datenstand April 2026.

Demnach hatte im Jahr 2025 knapp jeder zweite Tatverdächtige bei Vergewaltigungsdelikten keine österreichische Staatsbürgerschaft: 538 von 1.147 Tatverdächtigen – 46,9 Prozent – kamen aus dem Ausland. Österreichische Staatsbürger stellen zwar die größte Einzelgruppe, doch unmittelbar dahinter folgen Tatverdächtige mit syrischer (101) und afghanischer (53) Staatsangehörigkeit.

Ein Drittel der Opfer ist minderjährig

Besonders erschreckend sind die Zahlen zu den Opfern. 423 der insgesamt 1.275 angezeigten Vergewaltigungen im Jahr 2025 betrafen Minderjährige – das ist jedes dritte Opfer. Darunter finden sich nicht nur Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, sondern laut den Daten auch Kinder im Volksschulalter. Zwischen 2020 und 2025 waren in insgesamt 2.902 angezeigten Fällen Minderjährige die Opfer. Weiterlesen auf exxpress.at

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Jugendliche „arabischer Herkunft“ quälen Ziegen und Schafe – und schlagen Passanten krankenhausreif

Wien: Eine Gruppe Jugendlicher „arabischer Herkunft“ verschafft sich Zugang zu einem Wildtiergehege und hetzt die Tiere durch die Anlage. Ein Mann greift ein und stellt die Jugendlichen zur Rede – und wird von ihnen krankenhausreif geschlagen.

In dem Gehege sollen sich unter anderem Ziegen und Schafe aufhalten. (IMAGO/NurPhoto)

Dabei soll es sich nicht um den ersten Fall dieser Art gehandelt haben, wie es auf einer Tierschutz-Plattform heißt. Demnach sollen Ziegen und Schafe in der Vergangenheit so schwer misshandelt worden sein, dass ein Tier operiert werden musste und ein anderes eingeschläfert wurde. Weiterlesen auf apollo-news.net

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Bürgermeister Mamdani boykottierte Israel-Parade in New York

Der New Yorker Bürgermeister hatte seine Entscheidung bereits im Wahlkampf angekündigt, als erster „Mayor“ seit Jahrzehnten nicht an der Parade teilzunehmen

Bei einer Parade in New York City sind viele Menschen zu sehen, darunter einige mit israelischen Flaggen und sichtlich formelle Kleidung tragend. Im Hintergrund befinden sich Gebäude. Die Szene zeigt eine Feierlichkeit oder Demonstration.
Mitmarschiert ist New Yorks Ex-Bürgermeister Eric Adams (mit Schildkappe), nicht aber der aktuelle Bürgermeister der Metropole. REUTERS/Eduardo Munoz

New York – Der New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat als erster „Mayor“ seit Jahrzehnten die alljährliche Israel-Parade in der Millionenmetropole boykottiert und damit auch scharfe Kritik auf sich gezogen. „Ich habe schon im Wahlkampf gesagt, dass ich nicht an der Parade teilnehmen werde. Und ich habe meine Ansichten über die israelische Regierung sehr deutlich gemacht“, erklärte Mamdani seine Entscheidung. New York City ist Heimat von rund einer Million jüdischen Einwohnern.

Kritik von Israels Vertretern

Der US-Demokrat Mamdani zählt zu den prominentesten propalästinensischen Politikern in den USA. Er wirft Israel vor, die Rechte der Palästinenser systematisch zu verletzen, spricht von Apartheid und bezeichnet das Vorgehen Israels im Gazastreifen als „Genozid“. Den Angriff der islamistischen Hamas vom 7. Oktober 2023 verurteilte er als „entsetzliches Kriegsverbrechen“ und sagte wiederholt, er setze sich für gleiche Rechte von Israelis und Palästinensern ein. Weiterlesen auf derstandard.at

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Ukrainische Drohnen attackieren Öl-Infrastruktur in Russland – Krim schränkt Benzin-Verkauf ein

Nächtliche Drohnenattacken der Ukraine setzen Russlands Öl-Infrastruktur weiter unter Druck. Auf der Krim reagieren die Behörden: Der Benzin-Verkauf musste eingeschränkt werden. Aus Deutschland wurde unterdessen ein Iris-T-Luftabwehrsystem geliefert.

Die Ukraine hat in der Nacht erneut Ölanlagen in Russland mit Drohnen angegriffen. Unter Beschuss geraten seien ein Öllager nahe der Stadt Taganrog am Asowschen Meer und eine Raffinerie in Saratow an der Wolga, berichtete die Internetzeitung „Ukrajinska Prawda“. Russische Behörden haben die Treffer teilweise bestätigt. Vor allem in Saratow hat die Attacke wohl schwere Folgen, den im Netz kursierenden Bildern nach zu urteilen. „Vorläufigen Informationen nach gibt es Schäden an Objekten der zivilen Infrastruktur“, schrieb auch der Gouverneur von Saratow, Roman Bussargin, auf Telegram.
Weiterlesen auf welt.de

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„Mafiöse Strukturen“ und grenzenlose Ignoranz: Warum ganze Stadtteile in illegalem Müll versinken

Quecksilber, explodierende Lackdosen, Schlachtabfälle im Hinterhof: Illegaler Müll wird zum immer größeren Problem. Experten sehen dahinter ein gesellschaftliches Kernproblem.

Müllberg in Berlin | Bildquelle: Berliner Morgenpost

[…]  Duisburger Stadtteil Marxloh, der als sozialer Brennpunkt gilt, gibt es ganze Straßenzüge, die seit Jahren den Entsorgungsbetrieben arg zu schaffen machen. Müllberge liegen dort mitten auf dem Bürgersteig. Auf den Klingelschildern an den Gründerzeithäusern, die sicher mal hübsch waren, stehen oft keine Namen. Viele Bewohner kommen aus Rumänien, leben oft nur ein paar Monate in Deutschland. Manche sind Opfer von Banden, die sie zum Betteln schicken oder zu Betrügereien nötigen. Neulich hat die Polizei entdeckt, dass Bewohner eine Ziege auf dem Balkon hielten. Manche lagern Schlachtabfälle im Hinterhof. Nachhaltigkeitsinitiativen helfen dort nicht mehr, oft geht es um organisierten Sozialbetrug in sogenannten Schrottimmobilien. Im Herbst letzten Jahres hatte Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) von „mafiösen Strukturen“ gesprochen, denen die Regierung den Kampf ansage. Weiterlesen auf merkur.de

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Paris brennt nach Fußballfinale: Fast 1.000 Festnahmen nach Krawallen in Frankreich

Hunderte Festnahmen, verletzte Polizisten und Brände in Frankreichs Hauptstadt: Die Ausschreitungen in Paris lösen internationale Reaktionen aus. Auch AfD-Chefin Weidel äußert sich.

PARIS. Nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain (PSG) ist es in Frankreich zu schweren Ausschreitungen gekommen. 780 Menschen wurden in der Nacht zum Sonntag festgenommen, teilte Innenminister Laurent Nuñez mit. 480 Festnahmen entfielen demnach auf den Bereich der Pariser Polizeipräfektur. Zudem wurden nach Behördenangaben 57 Polizisten und Gendarmen verletzt. Weiterlesen auf jungefreiheit.de/

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Österreich – Wehren voll gefordert: Schwere Unwetter sorgen für brenzlige Situationen

Über weite Teile Österreichs sind am Sonntagnachmittag mitunter heftige Gewitterzellen hinweggezogen. Vereinzelt kam es zu Schäden – vor allem umgestürzte Bäume sorgten für gefährliche Situationen.

Die Gewitterfront sorgte für zahlreiche Schäden in ganz Österreich.
Die Gewitterfront sorgte für zahlreiche Schäden in ganz Österreich.(Bild: FF Pfaffenschlag)

Heftige Gewitter haben die Feuerwehr und die Wasserrettung erneut gefordert: In Niederösterreich verursachten umgestürzte Bäume u.a. Unfälle auf der Westautobahn und einen Zugausfall, ein Blitz setzte zudem den Turm von Schloss Dobersberg in Brand, berichteten die Feuerwehren.

Laut der Unwetterzentrale erreichten die Windböen bei Wiener Neustadt bis zu 110 Kilometer pro Stunde. Für Teile Niederösterreichs, Tirols, der Steiermark, dem Burgendland und Kärnten galt sogar die Warnstufe Rot.

In der Steiermark musste gar ein ganzer Tierpark evakuiert werden. Auch im Salzburger Seengebiet hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun, dort mussten mehrere Boote und Wassersportler gerettet werden. Weiterlesen auf krone.at

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Klimaschwindel grafisch aufbereitet

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Hier geht’s zu den Short News von gestern:

Al-Sharaa nimmt keinen einzigen Syrer zurück

 




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Mearsheimer: Ukraine hat für den Westen nur die Drecksarbeit zu leisten! | Teil 3

veröffentlicht.
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Mearsheimer erläutert im letzten Teil der Serie – auf „Daniel Davies Deep Dive“ – welche Probleme auftreten, falls vermeintliche Blitzkriege nicht aufgingen, doch sich in die Länge ziehen, wie in der Ukraine und im Iran.

John J. Mearsheimer: Was man aus den Kriegen in Vietnam
und Afghanistan alles lernen kann? – Das Transkript von Teil 3

Daniel Davies: Da gäbe noch en weiteren Aspekt zu besprechen, doch wir nähern uns dem Ende der Sendezeit. Hätten Sie noch ein paar Minuten für weitere Fragen?

John Mearsheimer: Okay!

Daniel Davies: EU-Europa kann das so sehen [Russland als Gefahr einer UdSSR 2.0] und sagen: „Nachdem die Russen diese Bedrohung darstellen, machen wir weiter.“ Ich meine, man macht sich gerade daran EU-Europa wieder aufzurüsten, z.B. mit einem dafür auf 5% erhöhten BIP-Anteil.

Doch das benötigt ein Jahrzehnt: Douglas Macgregor hat in der Sendung dargelegt, wie lange es dauern würde, die Streitkräfte tatsächlich wieder aufzurüsten. Wenn man ihren derzeitigen Zustand betrachtet, verfügen sie nur über eine lächerliche Truppenanzahl. Man hat im Laufe der Jahre so viel Material in die Ukraine abgegeben, dann an Israel und jetzt den Rest im Iran verbraucht. Unsere wichtigsten Waffensysteme, die Sie zuvor erwähnten – seien es die JASSMs, Tomahawks, THAAD- oder PAC-3-Abfangraketen-Systeme – diese sind bei uns so gut wie aufgebraucht.

Hingegen hat Russlands Verteidigungsindustrie auf konventioneller Ebene alle möglichen Waffe aufs Lager produzieren lassen. Wir müssen einsehen, im Moment das nicht zu schaffen. Selbst wenn wir wollten, muss uns klar sein, dass wir im konventionellen Bereich derzeit nicht mit Russland mithalten können. Wird das in unsere Köpfe hineingehen, um eine rationale, wenn auch delikate Entscheidung, zu treffen?

John Mearsheimer: Ich glaube, man hat die Situation, wie gesagt verstanden. Übrigens, wie Sie betonten, wonach die Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten und besagten europäischen Ländern sich in einem so erbärmlichen Zustand befänden, dass wir die Rüstung, die man bräuchte, um in Ländern wie Deutschland und Frankreich und den anderen eine schlagkräftige Armee aufzubauen, nicht schnell genug beschaffen können. Das wird also nicht passieren!

Doch es geschieht, dass …

… die Europäer die Ukrainer benutzen, um den Kampf für sich führen zu lassen!

Das ist eine sehr schäbige Art, Geschäfte zu machen. Es ist eine Form des Wegschiebens – mit anderen Worten: Aus Sicht der Europäer will man die Russen ausbluten lassen!Wollte man ihnen diese Geschichte, die sie sich zurechtlegten, abnehmen, indem die Russen als Wiedergeburt der Sowjetunion darauf aus wären, wieder nach Berlin zu marschieren, doch man sie selbst nicht aufhalten könne, so nutzt man dazu eben die Ukrainer und genau das tun sie:

Sie nutzen die Ukrainer und geben der Ukraine die Waffen, um Russland angreifen zu lassen!

So waren es nicht die Europäer selbst, die im August 2024 in Kursk einmarschierten: Es waren die Ukrainer mit Unterstützung des Westens. Das gilt auch für den Angriff auf die [strategische] Bomberflotte [Russlands]. Was den derzeit stattfindenden, eskalierenden Drohnenkrieg gegen das russische Hinterland angeht, so führen die Ukrainer die Kämpfe. Sie feuern zwar die Drohnen ab, aber es handelt sich größtenteils um westliche Flugkörper, was sie stark von der Unterstützung westlicher Geheimdienste abhängig macht. Wir arbeiten somit mit den Ukrainern zusammen, …

… aber die Ukrainer erledigen die Drecksarbeit!

Die EU-Europäer lehnen sich inzwischen zurück und konzentrieren sich stattdessen darauf, ihre Streitkräfte für den Dritten Weltkrieg hochzurüsten, während sie die Ukrainer in der Zwischenzeit auf die Russen losgehen lassen.

Daniel Davies: Doch, das scheint nicht realisierbar: Ich meine, es würde zu viele Jahre dauern, um eine solche Mobilisierung der Kriegswirtschaft voranzubringen. Das ließe sich nicht rechtzeitig umsetzen. Denn so ein Ereignisfall könnte buchstäblich schon in wenigen Tagen eintreten – möglicherweise nach Angriffen auf Kiew.

Lassen Sie mich Ihnen dazu eine letzte Frage stellen. Falls man Sie morgen nach Brüssel zitieren würde, um nach Ihrer Empfehlungen zu fragen, was würden Sie in einer solchem Fall Brüssel raten, um …

  • eine Eskalation im konventionellen, geschweige nuklearen Bereich, zu vermeiden?
  • der Situation eine gewisse Stabilität zu verleihen?

Was für eine Politik rationaler Art, sollte man künftig einschlagen?

John Mearsheimer: Ich denke, es ist völlig klar, was zu tun wäre:

Wir sollten die Unterstützung der Ukraine im Drohnenkrieg gegen Russland einstellen!

Darüber sollten wir die Ukrainer drängen, den Drohnenkrieg zu beenden und eine Art Friedensabkommen mit Russland zu schließen. Ich wiederhole, was ich zuvor schon sagte: Die Europäer benutzen die Ukrainer, um Russland niederzuschlagen. Es ist ganz klar, dass die europäischen Eliten ein tiefes Interesse verspüren, Russland zu besiegen, um sie aus den Reihen der Großmächte ausschließen und ihnen massiven Schaden zufügen zu lassen. Sie möchten das nicht selbst ausführen, doch wollen, dass die Ukrainer das für sie verrichten:

Sollten die Ukrainer sich dabei zu Tode bluten, so sei es!

Dieser Krieg liegt nicht im Interesse der Ukraine – wir haben das schon bis zum Überdruss durchgesprochen. Es liegt vielmehr im Interesse der Ukraine, jetzt ein Friedensabkommen abzuschließen, um das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Die Ukrainer werden niemals jene 20% des ukrainischen Territoriums, welches sie verloren haben, zurückerhalten. Noch werden sie die Krim wieder bekommen. Sie werden somit jene Gebiete im Donbass sowie in Saporischschja und Cherson, welche sie verloren haben, nicht zurückbekommen. Diese sind weg – so gilt es vielmehr jetzt ein Abkommen zu schließen.

Man sollte den Druck auf die Ukrainer erhöhen, damit sie einen Deal machten. Wir sollten unbedingt Druck auf die Ukrainer ausüben, damit sie aufhören, das russische Mutterland mit Drohnen zu beschießen:

Denn das könnte, wenn wir nicht aufpassen, zu einer Katastrophe führen!

Ich denke, was zu tun wäre, liegt auf der Hand und ist seit geraumer Zeit ziemlich offensichtlich. Aber unsere Argumente scheinen in den Wind gesprochen, denn kaum jemand an der Macht will daran glauben, wonach die Lösung dieses Konflikts, was im Interesse Europas und im dem der Ukraine läge, darin bestünde, diesen Krieg beenden zu lassen. Es liegt nicht im Interesse der Ukraine, diesen Krieg fortzuführen.

All diese Rhetorik, die man vernimmt, wonach die Ukraine für Demokratie kämpfe und dass man sie weiterhin unterstützen und die Ukraine bis zum bitteren Ende kämpfen soll. Dass sie die Russen am Ende besiegen könnten, ist Unsinn – die Ukraine wird Russland am Ende nicht besiegen. Tatsächlich machten die Russen inzwischen klar: Je besser die Ukraine gegen Russland abschneiden würde und genau das geschieht gerade mit immer effektiveren Drohnenangriffen, desto heftiger würden die Russen kontern. Die russische Reaktion bedeutet zugleich: Eskalation!

Das heißt, alles, was die Ukraine jetzt oder in Zukunft unternehmen würde, um ihre Lage zu verbessern, würde eine Eskalation auf der russischen Seite nach sich ziehen. Natürlich würden die Europäer und die Ukrainer nachziehen, gefolgt von den Russen:

So ginge es die Eskalationsleiter stetig hoch!

Wer weiß schon, wie das enden würde? Aber man kann von Szenarien ausgehen, die kein glückliches Ende versprechen. Deshalb wäre es das Beste, den Leuten in Brüssel zu raten, diesen Krieg einstellen zu lassen. Doch noch einmal: Das ist ein Argument, das Sie und ich schon seit langem vertreten haben. Doch aus irgendeinem Grund scheinen es jene Leute [in Brüssel] einfach nicht zu begreifen!

Daniel Davies: Ich habe das Gefühl, dass wir uns gerade in einer Situation befinden, wobei viele dieser Leute, wie Rutte, Starmer, Merz oder Macron und dergleichen, keine dummen Leute sind: Ich könnte mir vorstellen, dass diese ggfs. zu ähnlichen Ergebnissen, wie wir sie gerade besprachen, kamen. Sie können das sicher auch abschätzen, insbesondere nachdem russische Raketen beginnen würden, die Ukraine samt Kiew auf eine Weise zu vernichten, wie es bisher noch nicht geschah: Indem sie die zweite, dritte und vierte Eskalations-Stufe kommen sähen, doch diese vom Tisch haben wollten, wie Sie es gerade sagten.

Doch es scheint, als wären sie in einer mentalen Falle gefangen: Nachdem sie ihre ganze Karriere darauf aufgebaut hatten, so aufzutreten, fiele es ihnen schwer jetzt einen Rückzieher zu machen: Sie könnten befürchten ihre Machtpositionen zu verlieren, was sie dazu bewegen dürfte, einfach gedankenlos mit Eskalationen weiterzumachen. Das könnte bis hin zu einer potenziellen nuklearen Eskalation gehen, obwohl sie wüssten, dass es das Falsche wäre.

Sind Sie schon einmal in der Geschichte auf solche Situationen gestossen, bei denen man zwar wusste, was das Richtige wäre, sich aber dennoch machtlos fühlte, um einfach über die Klippe zu gehen?

John Mearsheimer: Ich glaube, man stößt laufend auf ein solches Verhalten. Es erinnert mich an den Vietnamkrieg, aus dem ich eine Menge an Lehren zog. Ich arbeitete von 1965 bis 1975 beim amerikanischen Militär, was zeitlich mit dem Vietnamkrieg zusammenfiel. Eine Lektion, die ich daraus zog, besagt, sich niemals in solche Kriege, wie in Vietnam einzulassen. Eine weitere Lektion, die ich in diesen Jahren lernte, war:

Es ist sehr leicht in solche Kriege hineinzugeraten, aber ungemein schwer wieder von dort herauszukommen!

Das ist einfach bemerkenswert und man hat es in Vietnam sowie auch in Afghanistan erlebt. Schon früh im Krieg gegen Afghanistan, nach vier bis sechs Jahren, wurde klar, dass wir in einem Sumpf steckten: Wir hatten keine Strategie, um den Krieg zu gewinnen. Doch wir brauchten 20 Jahre, um da wieder herauszukommen: Ganze zwanzig Jahre!

Sprechen wir über den Krieg im Iran: Wir werden wahrscheinlich auch noch in den nächsten Jahren darüber sprechen. Als Präsident Trump am 28. Februar 2026 in diesen Krieg zog, ging er davon aus, einen schnellen und entscheidenden Sieg zu landen: Er wollte das Regime stürzen lassen. Das wäre zugleich das Kriegsende gewesen und alles wäre fein bis ans Ende unserer Tage so geblieben.

Doch nachdem es daneben ging, landete man in einem langwierigen Krieg. Sich daraus zu befreien, ist extrem schwierig. Der Ukrainekrieg gibt dafür ein perfektes Beispiel ab. Um auf die Ursprünge dieses Krieges zurückzukommen: Viele Leute sagen, Putin sei in die Ukraine einmarschiert, um das ganze Land zu erobern. Er wäre darauf aus gewesen, Kiew zu erobern. Würde Kiew fallen, wäre die ganze Ukraine gefallen. Es wäre dann, wie mit Frankreich im Jahr 1940 gelaufen.

Doch das war hier nicht der Fall! Putin hingegen startete einen begrenzten Angriff auf die Ukraine. General Syrskyj [Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte] sagte, Russland sei nur mit 100.000 Kampftruppen einmarschiert. Ich habe die Zahl auf 190.000 [für die Truppen gesamt] als höchste Schätzung abgegeben. Syrskyi nannte 100.000 Mann, was nur eine kleine Streitmacht darstellt. Putin hat nicht versucht, Kiew zu erobern. Mit 100.000 Soldaten hätte er Kiew gar nicht erobern können, denn diese 100.000 Soldaten verteilten sich…

Daniel Davies: … auf fünf verschiedene Achsen!

John Mearsheimer: Genau! Was hat er also getan? Putin wollte einen begrenzten Krieg beginnen, um zu zeigen, wie ernst es ihm sei, um danach Verhandlungen mit den Ukrainern aufnehmen. Zwei oder drei Tage nach Kriegsbeginn sandte Putin eine Botschaft an Selenskyj mit dem Vorschlag Verhandlungen aufnehmen zu lassen.

Genau das führte fast unmittelbar im Anschluss zu Verhandlungen, die in Weißrussland begannen und dann nach Istanbul verlegt wurden. Das sind die berühmten Istanbul-Verhandlungen vom März bis Anfang April 2022! Es sah so aus, als würde Putins Strategie aufgehen. Mit anderen Worten: Es war eine Strategie mit begrenztem Ziel. Putin war nicht darauf aus, die gesamte Ukraine einzunehmen. Er war vielmehr darauf aus, einzumarschieren und diese Invasion dann als Mittel zu nutzen, um die Ukraine dazu zu bringen, im Rahmen des Istanbul-Prozesses eine Einigung zu erzielen. Er kam tatsächlich sehr nahe daran Erfolg zu haben! Hätten Boris Johnson und die Amerikaner den Ukrainern nicht gesagt, sich aus den Verhandlungen zurückziehen, hätten man eine Einigung erzielen und diesen Krieg schon damals beenden können.

Aber das Problem von Putin dann war: Wenn man eine Strategie mit begrenztem Ziel verfolgt und man die andere Seite nicht entscheidend besiegt, man darüber in einen [langen] Krieg gerät: Aus diesem Krieg kommt man sehr schwer nur wieder heraus. Putin befindet sich inzwischen im fünften Jahr dieses Krieges!

Daniel Davies: Ihre Analyse trifft haarscharf auf den Punkt!

John Mearsheimer: In gewisser Hinsicht bewegt sich Putin in demselben Dilemma, wie die USA in Vietnam und Afghanistan sowie heute wieder im Iran. Ich hoffe, dass ich mich mit diesen Vergleichen in Bezug auf den Iran und die Ukraine irrte.

Wenn man in einen Krieg zieht und glaubt, einen schnellen und entscheidenden Sieg holen zu können, doch dieses Ziel nicht erreicht, findet man sich in einem langwierigen Krieg wieder, so wie die USA im Iran. Wir dachten: Mit Schock & totale Enthauptung [in Anlehnung an das US-Kriegsmotto „Shock & Awe (Schock & Furcht)“ für den Irakkrieg im Jahr 2003] an einen entscheidenden (schnellen) Sieg!

Sie kennen den Rest der Geschichte: Das passierte nicht. Hier stehen wir nun. Bei Putin liegt der Fall insofern anders, als Russland keinen schnellen und entscheidenden Sieg erwartete: Putin wollte nur [über militärische] Gewalt zeigen, wie ernst es ihm sei, um Verhandlungen in Gang setzen, was ihm auch gelang. Er kam nahe ans Ziel, aber „nahe“ ist nicht gut genug, wenn es um Kriege geht. Hier befindet er sich in einem langwierigen Krieg, aus dem er sich – seien wir ehrlich – nur schwer wieder wird herauswinden können!

Das führt zum Punkt, den wir beide hier festmachten: Es offensichtlich, was hier zu tun wäre, nämlich jetzt einen Deal zu machen. Doch niemand hört zu: Das ist nur eine andere Art zu sagen, wie schwierig es ist, aus einem Krieg herauszukommen, wenn man erst einmal in diesen hineingeraten ist.

Daniel Davies: Unglücklicherweise werden wir es so oder so herausfinden, denke ich. Gerade eben habe ich eine Nachricht von jemandem, der Einblick in die Pläne der Russen hat, erhalten: Er sagt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis zum ersten Schlag gegen Kiew. Man rechnet damit, dass es nichts bewirken werde, worauf man für Phase 2 bereitstünde.

Wir werden sehen, ob das passiert. Ich bete zu Gott, dass es nicht so weit kommt. Doch, wie Sie eben mit ziemlich fundierter Logik ausführten, wird das wahrscheinlich eintreten. Ich mache mir große Sorgen, wohin diese Dinge sich noch entwickeln könnten und wie man darauf reagieren werde. Mehr überschauen wir nicht, doch wissen es zu schätzen, dass Sie Licht in die Lage brachten – vielen Dank!

John Mearsheimer: Es war mir ein Vergnügen – danke, dass ich teilnehmen durfte.

Daniel Davies: Es ist mir immer eine Freude!

Ich möchte die Zuseher erinnern, dass sie, besonders nachdem sich etwas ereignet hätte, auf mearsheimer.substack.com gehen sollten. Ich bin mir sicher, Mearsheimer wird viel zu sagen haben über das, was auf uns zukommen dürfte. Auch wir werden das ebenfalls behandeln, sowie oder sobald etwas passieren werde.

Vielen Dank und wir sehen uns alle in der nächsten Folge von „Daniel Davis Deep Dive“. Vergesst nicht, das Euren Freunden, die gerne Podcasts schauen, mitzuteilen. Bringt sie dazu, „Daniel Davis Deep Dive“ zu ihrer Podcast-Liste hinzuzufügen. Sie müssen wissen, was Ihr wisst. Sie können es dort finden, wo sie ihre Podcasts bereits beziehen – Ihr müsst es ihnen nur sagen!

Ende der Serie

***

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

  • Teil 1 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien: HIER
  • Teil 2 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien: HIER

Der Interview auf „Daniel Davies Deep Dive“ mit J. Mearsheimer auf Englisch:




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„Paris Saint Germain“ und die negativen Auswirkungen des Sieges

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Kaum war das Champions League Finale zwischen PSG und Arsenal abgepfiffen, ging es auch schon sprichwörtlich los. Straßen brennen, Junge Männer laufen durch die Gegend und legen Paris in Schutt und Asche.

Autos brennen aus, Rettungswägen werden am fortkommen gehindert und in einem viralen Video sieht man zwei junge Frauen, die in einem Auto sitzend die Fensterscheiben eingeschmissen bekommen, die Hände vor Augen halten um nicht vom Schrapnell getroffen zu werden. Als Blutzoll dieser Nacht wird ein Toter genannt, obwohl man all die Menschen die vergeblich auf Rettung und Feuerwehr gewartet haben wohl nicht mitgezählt hat.

Wer war also verantwortlich? Radikale Hooligans?

Weit gefehlt, wie schon letztes Jahr sieht man vor allem Männer Nord- und Zentralafrikanischer Herkunft ihrer unstillbaren Wut freien Lauf lassen. Was begründet diese Wut? Hat PSG etwa verloren? Nein, glücklich und knapp gewonnen. Glaubt man der „Intellektuellen Linken“ ist es die Aussichtslosigkeit, die Armut und Arbeitslosigkeit junger Migranten in den Außenbezirken von Paris, den sogenannten Banlieues die solche Gewaltexzesse auslöst.

Auf den mittlerweile bekannten Videos dieser Nacht des Schreckens zeigt sich aber ein anderes Bild. Zumeist muslimische Migranten kichern, lächeln und jauchzen vergnügt während sie Bistros, Boulangerien und Cafés verwüsten. Sie sagen auch lustige Dinge in die Kamera wie …

„… wir waren schneller als die Deutschen im zweiten Weltkrieg, innerhalb von drei Stunden gehört die Stadt uns!“

In einem anderen Video sieht man den Journalisten und früheren Präsidentschaftskandidaten Eric Zemmour ein Lokal verlassen, in dem er wohl auch das Match verfolgte. Schnell ist er davon, dank besserer Gegend, etwas weniger von migrantisch durchzogenen Fans umzingelt, die seinen Namen skandieren und ihn schubsen.

Vor kurzem noch war Zemmour in einer Talkshow zu sehen wo er sagte, dass er früher über Migration geschrieben hat „pour alerter“ also um auf ein Problem aufmerksam zu machen. Da jetzt aber jeder das Problem kenne schreibe und spreche er nur mehr „pour mobiliser“, zu mobilisieren für die richtige Sache. Ob das gelingen wird scheint unwahrscheinlich. Viele Blogger titelten am morgen nach dem Match „Paris has fallen“, Paris ist gefallen. Was sich wohl auch die Mitarbeiter jenes Cafés dachten?



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Tucker Carlson im Interview mit Oxford-Chirurgen über Folterprogramme in Gaza

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Tucker Carlson interviewt einen britischen Oxford-Chirurgen über seinen Einsatz im Gaza-Streifen und dessen erschreckende Erlebnisse. (VIDEO mit deutscher Übersetzung)

Professor Maynard’s erschütternde Schilderungen über
Folterprogramme und Raketenangriffe auf Krankenhäuser in Gaza

Professor Nick Maynard ist Oberarzt für Gastrointestinal-Chirurgie am Oxford University Hospitals NHS Foundation Trust und außerordentlicher Professor für Chirurgie an der Universität Oxford. Er gründete das Oxford Oesophagogastric Cancer Centre und war zuvor Präsident der Association of Upper Gastrointestinal Surgeons of Great Britain and Ireland.

Seit 2010 leitet er regelmäßig medizinische Hilfseinsätze in Gaza, um dort zu lehren und zu operieren, darunter auch mehrere Einsätze während des aktuellen Krieges. Als führender humanitärer Fürsprecher für Gaza hat er vor den Vereinten Nationen und mit politischen Entscheidungsträgern in den USA und Europa gesprochen. 2025 erhielt er von König Karl III. die britische humanitäre Medaille für sein Engagement in Gaza.

Gezielte Vernichtung des Gesundheitssystems

„Jedes einzelne Krankenhaus wurde angegriffen“, sagt Maynard. Die Zahlen sind erdrückend: Nahezu 2.000 Gesundheitsarbeiter wurden während dieses Konflikts getötet. Die Bomben trafen stets die klinischen Bereiche – wo Patienten lagen, wo Ärzte arbeiteten, wo Medizinstudenten lernten, die Maynard wenige Wochen zuvor unterrichtet hatte.

Jugendliche bei Lebensmittelausgaben gezielt erschossen

Lebensmittel werden in einem begrenzten Gelände ausgelegt. Die Tore bleiben verschlossen, bis sich weit mehr Menschen angestaut haben, als Lebensmittel vorhanden sind. Dann werden die engen Tore geöffnet, Chaos bricht aus – und in diesem Moment eröffnen israelische Soldaten und Drohnen das Feuer auf unbewaffnete Zivilisten. Die Opfer: überwiegend männliche Teenager, 11, 12, 13 Jahre alt. Mit System wurden an einem Tag vorwiegend auf Jungs mit Kopfschüssen, am nächsten mit Brustschüssen und am übernächsten mit Schüssen in die Hoden geschossen.

Folter an medizinischen Fachkräften

Prof. Maynard berichtet von einem systematischen Entführungs- und Folterprogramm gegen palästinensische Gesundheitsarbeiter. Nahezu 500 medizinische Fachkräfte wurden seit Oktober 2023 von israelischen Streitkräften verschleppt und ohne Anklage in israelischen Gefängnissen festgehalten. Keiner von ihnen wurde jemals eines Verbrechens beschuldigt. Keiner erhielt einen Prozess.

Hunger als Waffe

Maynard operierte Patienten mit schweren, aber eigentlich überlebbaren Verletzungen – doch die Gewebe heilten nicht. „Weil sie so unterernährt waren, dass der Körper keine Ressourcen für die Wundheilung hatte.“ Viele starben nicht an der Operation, sondern weil das Krankenhaus nichts hatte, um sie zu ernähren. Auf der Neugeborenen-Intensivstation verhungerten vier Frühgeborene, weil ihre unterernährten Mütter nicht stillen konnten und sämtliche Formula-Nahrung an der Grenze konfisziert wurde. Maynard selbst verlor in einem Monat acht Kilogramm Körpergewicht.

Früher oder später wird jedes Holocaust-Museum gezwungen sein, eine Ausstellung über die aktuelle Situation in Gaza zu zeigen. Es ist nur eine Frage der Zeit. Dr. Nick Maynard von der medizinischen Fakultät der Universität Oxford war Zeuge des Völkermords.




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Linker Kulturkampf über Speisen und Getränke

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Im verbissen geführten Kampf „von Links“ gegen das deutsche Kulturgut kommen nunmehr immer absurdere Ideen zu Tage. Speisen und Getränke werden seit geraumer Zeit bestimmten politischen Lagern zugeordnet und somit gegen den politischen Gegner, freilich von Rechts, eingesetzt.

Gemeinschaft schaffen durch „stigmatisierte“ Objekte

Anfang Mai hatte bekanntlich ein harmloses Gärgetränk aus Tee und einem Pilz, genannt Kombucha, unerwartete Reaktionen ausgelöst, wie auch anonymousnews berichtet hatte.

Die Süddeutschen Zeitung hatte in einem Bericht von Helene Hegemann gebracht, wie Gespräche über Kombucha, der Darm-, Seelen- und Weltrettung versprechen soll, bei ihr eine ähnliche innere Anspannung auslösen wie bei einem AfD-Sympathisanten das Wort „Windrad“.

Hegemann nennt dies „Symbolverschiebung“, man hasst ein neutrales Objekt, um Gemeinschaft zu stiften.

Genau diese „Technik“ beherrscht seit Jahren den Umgang mit Lebensmitteln im Kontext der AfD. Was als harmloser Konsum oder unternehmerische Freiheit beginnt, wird zum Politikum, sobald es mit dieser Partei in Berührung kommt. Zwei Kategorien sind dabei erkennbar, die Vorwürfe persönlicher Heuchelei und die systematische Ächtung ganzer Marken. Beide sagen jedoch weniger über die AfD aus als über eine Linke, die den Geschmack des Alltags zu ideologisieren trachtet.

Döner bedeutet Integrationssymbol

Der Verzehr „fremdländischer“ Speisen, vor allem solcher mit migrantischem Hintergrund, wird als Widerspruch zur Forderung nach deutscher Leitkultur gebrandmarkt. Der Klassiker ist und bleibt dabei der Döner.

Als Beatrix von Storch 2016 in Brüssel vor einem Kebap-Stand fotografiert wurde oder Alice Weidel in alten Profilen ihre Vorliebe für Döner bekundete („Dönerbude Istanbul geschlossen“ als schlimmstes Studienerlebnis), brach schlagartig ein medialer Sturm los. „Schnitzel predigen, Döner essen“, die Formel war ebenso simpel wie wirksam. Dabei ignorierten die Empörten, dass Angela Merkel ihren Döner regelmäßig „wie die Türken“ aß (nämlich ohne Soße) und dass der Döner seit den 1970er Jahren ein integraler Bestandteil der West-Berliner und später auch bundesdeutschen Imbisskultur ist.

Beatrix von Storch brachte es schließlich auf den Punkt, „Ich hab nichts gegen Döner, sondern gegen Scharia.“ Der Konsum zeigt genau das, was die AfD meint, Integration ohne Zwang und ohne Parallelgesellschaft. Der Vorwurf der Heuchelei entpuppt sich somit klar als Projektion. Es ist die Linke, die aus einem Imbiss ein identitätspolitisches Schlachtfeld macht um dann empört zu tut, wenn AfD-Politiker ihn einfach nur genießen.

„Ächtung“ von Landliebe

Weitaus systematischer und wirtschaftlich folgenreicher ist dabei fraglos die zweite Kategorie. Die Ächtung ganzer Marken durch bloße personelle Nähe. Der Fall Theo Müller und seiner Molkerei-Produkte (Müllermilch, Weihenstephan, Landliebe) steht exemplarisch dafür. Der Unternehmer pflegt freundschaftliche Kontakte zu Alice Weidel, lädt sie ein und äußert sich offen zu politischen Möglichkeiten.

Als Folge daraus hatten Linksextreme „Campact”-Aktivisten Millionen Sticker („Alles AfD oder was?“) auf die Packungen geklebt, fuhren mit LED-Trucks durchs Land und riefen zum Boykott der Produkte auf. Gerichte bestätigten daraufhin, dass die Bezeichnung als AfD-Unterstützer zulässig sei. Ein traditionsreiches, regional verwurzeltes deutsches Produkt, Milch als Symbol bäuerlicher Kultur seit Jahrhunderten, wurde so im „linken“ Handumdrehen „AfD-verseucht“.

Dadurch wird also ein Unternehmer, der seine Meinung frei äußert, zum Gefährder seiner Marke, Abweichung von der linken Linie hat also Konsequenzen. Traditionelle deutsche Produkte werden skandalisiert, während die eigenen Trends, ob Kombucha oder andere Wellness-Symbole, zweifelsfrei Narrenfreiheit genießen.

Niemand klebt Sticker auf Bio-Läden, niemand boykottiert die Fermentations-Industrie. Gleichzeitig wird Milch zum Politikum, weil ein Unternehmer nicht „linientreu“ ist.

Skandalisierung und Doppelmoral

An die Stelle von Argumenten treten eben ganz „linksideologisch“, Assoziationen, an die Stelle von Programmen treten Milieus. Politik wird somit zur Frage des Geschmacks. Die Wahlentscheidung wird nicht mehr als rationaler Akt verstanden, sondern als Ausdruck eines Lebensstils, oder, schlimmer noch, als Geschmacksverirrung. In einer Demokratie hat dies allerdings fatale Folgen.

Es ist die kulturkämpferische Gegenseite, die den Geschmack verstaatlichen und politisieren will, durch Boykott als Disziplinierung, Skandal als tägliches Ritual, als Disziplinierungsinstrument. Solange dies so fortgeführt wird, bleibt jede Packung Milch, jeder Döner-Stand und jedes Gärgetränk ein Politikum.



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