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Neues aus dem Freiluft-Irrenhaus: Frühstücken für die Klima-Rettung

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Es gibt sie noch, die guten Nachrichten. Während Kriege mit kilometerhohen schwarze Rauchsäulen nach dem vom Westen mitunterstützen Beschuss von Öllagern, Aufrüstung und geopolitische Krisen die Schlagzeilen dominieren, wurde in Kehl am Rhein endlich an der Wurzel des Problems gearbeitet: beim Frühstück.

Wie „Klimaschutzmanagerinnen“ den Untergang der Zivilisation stoppen!

Anstatt endlich – so wie in den 80er-Jahren des vorigen Jahrhunderts – gegen Krieg und Aufrüstung auf die Straße zu gehen, erklärten im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen erklärten zwei „Klimaschutzmanagerinnen“ den Beschäftigten der Hanauerland-Werkstätten der Diakonie Kork, welche Lebensmittel das Klima schonen und welche offenbar direkt für Waldbrände, Dürren und den Untergang der Zivilisation verantwortlich sind.

Daran erkennt man, dass es solchen verwirrten Idealisten weniger um die Sache, sondern in erster Linie um die Durchsetzung einer religionsartigen Agenda geht, die in der Praxis praktisch nichts bewirkt, außer, dass man sich dabei gut fühlen darf.

Wenn die Gurke die Welt rettet

Auf einem reich gedeckten Tisch warteten Baguette, Käse, Wurst, vegane Alternativen sowie Obst und Gemüse darauf, moralisch bewertet zu werden.

Die Lektion war eindeutig: Regionale Produkte gut, lange Transportwege schlecht. Wenig Verpackung gut, viel Verpackung schlecht. Welch großartige Erkenntnis! Kühe problematisch, weil sie im Stall oder einfach so in der Gegend herumfurzen. Gurken hingegen scheinen weitgehend unverdächtig zu sein!

Vom Klimaflüchtling zum Baguette-Fresser

Zur Veranschaulichung des Ernstes der Lage wurden Bilder von Waldbränden, ausgetrockneten Landschaften und Klimaflüchtlingen gezeigt. Anschließend ging es an die entscheidende Frage unserer Zeit: Was kommt aufs Baguette?

Die Teilnehmer meisterten die Herausforderung mit Bravour. Obstsalat wurde angerichtet, Gurken geschnitten, Käse und vegane Lyoner sorgfältig platziert. Der Planet durfte vorerst aufatmen.

Am Ende stand die Erkenntnis, dass ein klimaschonendes Frühstück gar nicht so einfach zusammenzustellen ist. Das überrascht wenig. Schließlich muss man heute, wenn man einen Apfel betrachtet, nicht nur entscheiden, ob er schmeckt, sondern auch, welche CO₂-Bilanz, Transporthistorie und ethische Gesamtbewertung er mitbringt.

Die Botschaft des Tages: Die Rettung der Welt beginnt mit einem Baguette, einer regionalen Birne und der mutigen Entscheidung gegen die Leberwurst. Zumindest bis zum Mittagessen. (CR)

Weitere Beiträge aus unserer Serie „Neues aus dem Freiluft-Irrenhaus“




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Heimatliebe als ‚Desinformation‘: CDU will Social-Media-Verbot wegen ‚rechter KI‘

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Die Verrohung von Kindern durch diverse „Games“ per Handy oder PC wo Jugendliche fotorealistisch hunderte Leute pausenlos abknallen können hat bis dato noch niemanden aus dem linkgrünen Umfeld gestört. 

„Gefährlich“ wir es mit der KI oder schlimmer noch, wenn die alternativen Medien die Wahrheit über die katastrophalen Zustände im Land verbreiten. Da tauchen dann plötzlich Rufe nach Verboten auf. Wie neulich in Brandenburg.

Der Status, unser Partner in der europäischen Medienkooperation schreibt dazu:

Heimatliebe als ‚Desinformation‘: CDU will Social-Media-Verbot wegen ‚rechter KI‘

Hintergrund: Magnific; Redmann: CDU Brandenburg/Laurence Chaperon, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0; Screenshot: X; Komposition: Der Status.

Diese vermaledeiten Rechten und ihre „hetzerischen“ KI-Mädels, die vorgaukeln, es gebe lokale Heimatverbundenheit! Dieses Narrativ befeuert der Brandenburger Verfassungsschutz – eine Einrichtung, die dort ungleich anderen Bundesländern keine eigene Behörde ist, sondern nur eine Abteilung des Innenministeriums. CDU-Ressortchef Jan Redmann wettert über Angriffe auf das „Fundament unserer Demokratie“ und „schleichende Verunsicherung“. Er empfiehlt eine Social-Media-Sperre für Jugendliche in Reaktion darauf, die er u.a. damit argumentiert, dass man sämtliche Mitglieder der in Umfragen führenden AfD nun statistisch als „rechtsextrem“ rechnet.

AfD zu stark: Social-Media-Verbot im Raum

Es sind noch keine drei Monate vergangen seit dem fliegenden Koalitionswechsel in Brandenburg, nachdem SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke das BSW als Partner durch die CDU ersetzte. Damit verbunden war allerdings auch die Abgabe des Innenministeriums an die CDU. Dieses Amt sowie der Posten des Landeschefs krallte sich Jan Redmann höchstpersönlich. Der verpartnerte Jurist erreicht damit seine unerwartete politische Krönung relativ zeitnah, nachdem er erst vor anderthalb Jahren ungeachtet des Skandals um seine Trunkenheitsfahrt auf einem E-Scooter nur wenige Monate zuvor zum schwarzen Fraktionsvorsitzenden gewählt wurde.

Kaum im Amt, sucht Redmann nun nach Profil, und politisch drängt die Not. Zwar wählt Brandenburg planmäßig erst 2029 einen neuen Landtag, doch in Umfragen steht die AfD inzwischen bei 34% – und ist damit fast so stark wie SPD (24%) und CDU (14%) zusammen. Dies führt zu einiger Kreativität, so rechnet man – entgegen früherer Dementis – nun doch sämtliche Mitglieder der AfD zur Zahl der „Rechtsextremisten“, durch diesen Taschenspielertrick wenig überraschend um 61% auf 5.890 aufgebläht. Außerdem möchte er das Praktische mit dem Nützlichen verbinden: Er warnt vor der „Radikalisierung“ von Jugendlichen in sozialen Medien und will diese daher davon ausschließen.

Warnung vor „Heimatliebe aus Algorithmus“

Für derart einschneidende Änderungen braucht es natürlich ein argumentatives Fundament. der Verfassungsschutz in Brandenburg keine eigenständige Behörde, sondern eine nachgeordnete – und somit auch weisungsgebundene – Einrichtung des Innenministeriums ist. Und so koppelte man diese Woche bereits vorab aus dem neuen Bericht das Kapitel über „Desinformation“ aus, die man als „uraltes strategisches Mittel im Ringen um Macht und Einfluss“ bezeichnet. Auch die Schuldigen hat man gleich ausgemacht: Neben Russland sollen dafür auch „politische Extremisten“ verantwortlich sein, die mit „KI-Werkzeugen“ operieren.

Herausgeholt dafür hat man sich ein „Brandenburger Mädel“, bei dem es sich um keinen echten Account handle. Sondern um – Schreck lass nach:

„Heimatliebe aus dem Algorithmus“. Der Account habe Alltagsthemen aufgegriffen, politische Inhalte verbreitet und „Wahlwerbung im Umfeld der ‚AfD'“ geteilt.

Dahinter vermutet man einen teuflischen Masterplan: „Hinter der vermeintlichen Heimatverbundenheit steckt System. Der Bezug zu Senftenberg dient als emotionaler Türöffner. Er instrumentalisiert die Sehnsucht nach Vertrautheit, damit politische Themen im Fahrwasser einer scheinbar privaten Erzählweise organisch mitschwimmen können.“

Harmlose Patriotismus sei „rechtsextrem“

Damit werde dem Nutzer eine persönliche Nähe suggeriert, um Vertrauen zu schaffen und so „politische Botschaften fast unmerklich in das kollektive Bewusstsein einsickern zu lassen“. Im Doppelpass mit dem systemkritischen Magazin „Compact“, das erfolgreich gegen den politisch motivierten Verbotsversuch durch Ex-SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser klagte, wähnt man die Bespielung einer „Brücke, um rechtsextremistische Inhalte als harmlose Alltagsbeobachtungen zu tarnen“. Die „FAZ“ griff das Thema sofort auf und skandalisierte, dass große Themen wie Migration regional angepasst worden seien.

Ein Blick auf das fragliche Profil – das mindestens seit 2024 die Verwendung von KI transparent macht – zeigt aber, dass die Inhalte aber tatsächlich ganz harmlos die Stimmung des Volksempfindens wiedergeben. Die letzten Beiträge drehen sich u.a. um Vermögensaufbau, den Mordfall Henry Nowak, eine kritische Auseinandersetzung mit Leihmutterschaft, einen Besuch im Fitnessstudio. Dazwischen findet sich der Wunsch nach einer politischen Wende und Reposts patriotischer, impf- oder migrationskritischer Accounts oder vom Hermannsdenkmal. Nichts davon ist so gefährlich, dass es von einem Inlandsgeheimdienst mimende Ministerialabteilungen verteufelt werden müsste.

Staatliche Kampfansage gegen Kritiker

Es dürfte sich also um das übliche politische Manöver handeln. Redmann wetterte: „Diese KI-Kampagnen verfälschen nicht nur Fakten, sie attackieren das Fundament unserer Demokratie.“ Die größte Bedrohung sei die schleichende Verunsicherung, wenn Bürger nicht mehr sicher sein können, dass digitale Nachrichten, Videos oder gar Nachbarn echt seien. Man dulde aber „keine unsichtbaren Keile in unserem gesellschaftlichen Diskurs“, weswegen die „Abwehr dieser Angriffe eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“ sei. Es brauche eine „starke IT-Sicherheit, echte Medienkompetenz und eine enge Allianz aus Staat, Wirtschaft und wacher Zivilgesellschaft.“ Wie musterdemokratisch…

In der zugehörigen Aussendung wird auch von einem Spektrum gefaselt, dass von „digitaler Spionage im Internet bis zur gezielten Unterwanderung von gesellschaftlichen Lebensräumen“ reiche. Auch Verfassungsschutz-Chef Wilfried Peters stieß in dieses Horn: „Das Ziel ist, Propaganda und Desinformation als digitales Allgemeinwissen zu tarnen.“ Der Abteilungsleiter wurde noch von Redmanns Amtsvorgänger René Wilke (SPD) eingesetzt. Dieser erhoffte sich von der Einsetzung des Ex-Richters, dass er „denjenigen das Handwerk gelegt wird, die versuchen wollen, unseren Staat zu zerstören“, was medial als Kampfansage an die in Umfragen haushoch führende AfD gesehen wurde. 




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Wie können Jungen überhaupt noch zu guten, glücklichen Männern werden?

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Früher war das einfach. Der Sohn schaute auf seinen Vater. Die Mutter liebt er zärtlich, aber der Vater ist das Vorbild – oder die Herausforderung für seine eigene Rolle im Leben. Auch dann, wenn er einen schlechten Vater hatte. Wie das alte Sprichwort sagt: Auch ein schlechtes Vorbild dient als Lehre.

Wenn die eine Hälfte der Menschheit schon fast verloren ist:
Wie können Jungen überhaupt noch zu guten, glücklichen Männern werden?

Von NIKI VOGT | Ein heranwachsender Junge weiß dann schon, was richtig gewesen wäre, weil er es woanders gesehen hat, weil er es fühlt. Weil er so nicht sein will. Weil die Gesellschaft ihm ein Vater- und Männerbild vermittelt, das er übernehmen kann. Er hat eine Vorstellung, was männliche Tugenden und Fähigkeiten sind. So wie die Tochter auch die weiblichen Tugenden und Fähigkeiten instinktiv erfasste. Was nicht bedeutet, dass es einen Prototyp gibt, dem alle entsprechen müssen. Doch es gibt eine Grundstruktur.

Das wird heute gern bestritten. Jeder kann selbstverständlich sein, was er will, und wenn das nicht reicht, dann kann er ein Hündchen oder ein Irgendwas sein, er-sie-es kann mit Pronomen, wie „them“ und „they“ gehen und fordern, dass man ihn-sie-es auch absolut ernst nimmt. Man kann sein Geschlecht ändern, muss sich aber nicht umoperieren lassen. Männliche Straftäter bezeichnen sich als weiblich und LesbierInnen und schwängern dann im Frauenknast die strafgefangenen Frauen. Junge Menschen bekommen hochgefährliche Pubertätsblocker, damit sie noch Zeit bekommen, sich zu entscheiden, was sie sein wollen. Überflüssig anzumerken, dass diese Medikamente dem Körper Schaden zufügen.

Dass sehr viele keineswegs glücklicher werden, wenn sie eine „Transition“ (sich zum anderen Geschlecht umoperieren zu lassen) hinter sich gebracht haben, das wird gern verschwiegen. Unter dem Suchbegriff „regret transition“ findet man im Netz erschütternde Schicksale von Um-Operierten, die sich offen als „Verzweifelte und Verstümmelte“ outen. Und wissen, dass sie nie wieder zurück können in den natürlichen Körper, den sie einmal hatten.
Sehr erhellend: Desillusion und Ambivalenz nach Transition.

Männlich geboren sein und Mann werden, was bedeutet das?

Nichts gegen homosexuelle Männer. Die gab es immer schon und ganz besonders im antiken Griechenland. Solange sie – wie Heterosexuelle auch – ihre Sexualität nicht hinausposaunen und in aufsehenerregenden Aufmachungen halbnackt durch die Straßen toben, ist das vollkommen in Ordnung. Bitteschön, chacun à son goût.

Aber es ist nicht in Ordnung, dass es einen neuen, lebensunwerten Untermenschen auf dieser Erde gibt, auf dem alle herumtrampeln und der an schlichtweg allem Unheil dieser Welt schuldig ist: Der weiße Mann.

Schon das Wort „Mann“ kann bei bestimmten Kreisen Schnappatmung auslösen. Nicht wenige Jungen und Männer versuchen daher, sich betont weiblich und defensiv und für alles offen zu geben, um „dazu“ zu gehören, um ja nicht anzuecken und den Totschlagsbegriff „toxische Männlichkeit“ um die Ohren gehauen bekommen. Wobei auch dieser Begriff eine unfaire Beleidigung ist, denn das ist allenfalls eine Extremvariante, genauso, wie auch nicht alle Frauen hinterhältige, kreischende Zicken sind.

Was ich übrigens vor kurzem erfahren habe und mich zum lachen brachte ist, dass es gerade in den Kreisen der knatschelinksgrünen Frauen durchaus „in“ ist, sich einen ordentlich maskulin-toxischen Typen ins Bett zu holen, nunja, man weiß schon, warum. Das heißt dann in diesen Kreisen ein „Fascho-Fick“. Immerhin schwingt darin mit, dass die Damen die weichgespülten, eingeschüchterten Gesinnungsgenossen nicht attraktiv und aufregend genug finden, aber sich gleichzeitig damit exkulpieren, dass sie diesen Männern doch intellektuell überlegen sind und sie nur zu ihrem Amusement benutzen.

Was können Eltern heute tun, um einen Sohn körperlich und seelisch gesund zu einem guten Mann heranwachsen zu lassen?

An allererster Stelle steht, ihn zu lieben wie er ist. Ihn loben, wenn er etwas wirklich gut gemacht hat, damit er Selbstvertrauen entwickeln kann. So kann ein Junge in sich selbst Halt finden.

Selbstvertrauen ist nicht Arroganz, hinter der sich oft innere Unsicherheit verbirgt. Solche Männer werden aggressiv, wenn sie hinterfragt werden. Ein wirklich selbstbewusst Mann muss das nicht ständig anderen beweisen. Ein selbstbewusster Mann kennt sich selbst, er überschätzt sich nicht, er weiß, dass er nicht alles weiß, und ist bescheiden und zugänglich genug, um die Meinung anderer zu hören, sie abzuwägen und möglichst zu berücksichtigen.Er weiß aber auch, dass er da, wo wichtige Dinge in seiner Verantwortung stehen, nicht einfach nachgeben kann, wenn er weiß, es ist falsch. Dann muss er respektvoll, aber klar seiner Verantwortung folgen. Er muss schon von klein an einen echten Gerechtigkeitssinn vermittelt bekommen, den Kinder, Jungen und Mädchen eigentlich von Natur aus von Anfang an besitzen. „Das ist ungerecht!!!“ hören Eltern, sobald das Kind so eine Situation bewusst spürt. Wenn der kleine Mann das verstanden hat, wird er sich auch für Gerechtigkeit für andere einsetzen, und das überlegt und überzeugend.

„Der ist kein Mann, der nicht weinen kann“. Wenn der kleine Mann wirklich Kummer hat, wenn er tief unglücklich ist, dann sollte man eben gerade nicht das negativ zu unterdrücken: „Hör auf zu heulen! Du bist doch kein Mädchen!“

Natürlich sind die „Katastrophen“ in den Kindertagen für uns Erwachsene Lappalien. Aber nicht für ihn. Sein Vater sollte sich den Kummer anhören, die Tränen trocknen und ihm vorschlagen, zusammen das kaputte Auto zu reparieren, ein Pflaster auf das Knie zu kleben … kurz, ihm zu zeigen, dass man fallen kann, aber nicht liegenbleiben darf, sondern aufstehn und die Sache so gut es geht in Ordnung bringen.

Wenn er etwas in die Hand zu tun versprochen hat und weiß, was er versprochen hat, dann muss er lernen, diese Pflicht auch zu erfüllen. „Ein Mann, ein Wort, eine Tat“ ist nicht dummes Gerede. Wie will er sonst im Leben seinen Weg gehen? Wenn er eine Familie gründet und sich vor Unannehmlichkeiten drückt, dann ist er kein Mann, der seine Familie schützt. Ein Mann wird weder von Erfolg und Geld, noch von Misserfolgen definiert. Sondern von seiner inneren Haltung, von seiner Identität, die er bewusst aufgebaut hat und die er ist. Nur so kann „Mann“ Rückschläge und Misserfolge unbeschadet, mit Haltung, Ausdauer und ungebrochener Entschlossenheit hinnehmen und wieder aufstehen. Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weiter gehen.

Steh zu Deinem Sohn!

Solange ein Junge ein Kind ist, ist es die Pflicht seiner Eltern, ihn zu schützen, wenn er sich richtig verhalten hat und sich plötzlich – vielleicht auch nur, weil er ein Junge ist – in der Position des Übeltäters findet. Das kommt leider immer wieder vor.

Ich habe mit meinem Sohn so etwas im kleinen, aber wichtigen Rahmen erlebt. Kurz, bevor er vom Kindergarten in die Schule wechselte, wurde ich zur Kindergartenleiterin zitiert. Mein Sohn würde Mädchen schlagen. Ich war baff. Er hatte sich daheim bei seinen Schwestern nie so benommen. Als ich ihn fragte, sah er mir direkt in die Augen und sagte, „Ja, ich hab ihr eine geklebt, weil sie mich dauernd zwingen wollte, mit ihr zu spielen. Und weil ich aber an die Eisenbahn wollte, hat sie mich geschlagen und ihre doofe Puppe über den Kopf gehauen und ich hab ihr auch eine geklatscht.“
Aaaaha.

Was dann geschehen ist war, dass die Kleine sich bei der Gruppenleiterin beklagte, die das wiederum der Leiterin erzählte. Die Eltern des Mädchens waren ebenfalls bei dem Gespräch dabei. Es stellte sich heraus, und da waren die Erzählungen beider Kinder ziemlich gleichlautend, dass das Mädchen meinen Sohn unbedingt und obstinat zum Vater-Mutter-Kind-Spielen nötigte. Er hat das ein Weilchen gemacht, fand es langweilig und wollte mit seinen Freunden bei der Holzeisenbahn spielen. Sie hat ihn dabei ständig gestört, die Puppe vor die Nase gehalten, an ihm gezerrt und ihm schlussendlich eine Watsch‘n verpasst, die er dann zurückgegeben hat. Und schwupps! kochte die Kindergartenleiterin das Ganze zur männlich-toxischen Gewalttat hoch. Gottseidank waren die beiden Eltern des Mädchens vernünftige Leute und wir einigten uns, dass jede Seite ihren Nachwuchs mal ins Gebet nimmt. Und damit war der Fall erledigt. Ich habe meinem Sohn gesagt, dass er in solchen Fällen zur Gruppenleiterin gehen soll und ihr sagen, dass die Kleine ihn in Ruhe lassen solle.

Ich habe mir daraufhin damals das Buch gekauft „Kleine Helden in Not“. Mein jüngster Sohn geht heute stracks auf die Vierzig zu, das Buch gibt es noch, ich kann ich das allen Eltern von Jungs empfehlen.

Wehrhaftigkeit!

Reden wir nicht um den heißen Brei herum. Wenn Dein Sohn nicht in einem Dorf oder einem Stadtviertel wohnt, wo er normalerweise weder auf der Straße noch in der Schule schikaniert wird, hat er eine hohe Wahrscheinlichkeit, auch gegen seinen Willen in eine gewalttätige Auseinandersetzung bzw. brutale Angriffe zu geraten. Das kann lebensgefährlich werden. In Schulen und Vierteln, wo extreme Gewalt herrscht, hat ein Junge nichts zu lachen. Gewalt und Demütigung ist dort an der Tagesordnung und er allein kann sich da nicht zur Wehr setzen. Wenn es irgendwie geht, muss der Junge in eine Schul- und Wohnumgebung, in der er sich halbwegs sicher fühlt.

Jedenfalls sollte er heutzutage eine Selbstverteidigungstechnik lernen, die ihm auch das geistige Rüstzeug zum Umgang mit seiner Wehrhaftigkeit vermittelt. Martial Arts-Ausbildungskurse sind da meistens die beste Lösung, weil sie auch Achtsamkeit, innere Ruhe und Selbstsicherheit vermitteln. Es ist ein Wesenszug des Mannes, wehrhaft zu sein. Das liegt in den Genen und er sollte das auch leben. Wer weiß, dass er wehrhaft ist, aber das nur dann anwendet, wenn es nötig ist, ist kein „toxischer“ Brutalo. Mut, Ritterlichkeit, sich seine Familie schützen zu können ist der Kern des Mannes. Aber auch zu sehen und entscheiden zu können, wann das geboten ist. Ein wirklich wehrhafter Mann fängt niemals von sich aus mit Gewalt an. Aber wenn es nicht anders geht, wird er niemals kneifen.

Es ist ja auch genau das, was echte Frauen zu ehren und zu schätzen wissen. Da scheinen ja, wie Eingangs erwähnt, auch noch irgendwo in den hintersten Winkeln der Köpfe von linken „Grüninnen“ solche Residuen vorhanden zu sein. Wie schade, dass sie das wunderbare Gefühl nicht kennen, einen wirklich guten MANN zu haben.




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ACHTUNG REICHELT: Akte „Lügenfritz“! Politiker lügen, Bürger werden vor Gericht gestellt

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JULIAN REICHELT | Ein Mann wird verurteilt, weil er den Bundeskanzler „Lügenfritz“ nannte. 30 Tagessätze. Rechtskräftig. Während zehn Jahre politischer Lügen straffrei blieben.
👉 Heute zeige ich Ihnen, wie das Wort „Desinformation“ zum Sargdeckel der Meinungsfreiheit wurde – und warum nahezu nichts von dem, was uns die letzten zehn Jahre erzählt wurde, gestimmt hat. 📊 In diesem Video:
👉 Der Fall „Lügenfritz“ – wie § 188 zum Werkzeug der Einschüchterung wurde
👉 Michael Ballweg: 279 Tage in Stammheim, am Ende freigesprochen
👉 Die CBS-Doku: Wie Göttinger Staatsanwälte lachen, wenn sie Bürgern das Handy wegnehmen
👉 Ursula von der Leyen und ihr „Zentrum für demokratische Resilienz“ – wer zahlt, schafft an
👉 Die vollständige Liste: Energiewende, Migration, Corona, Lockdowns, Schulden – nichts hat gestimmt
👉 Warum „Desinformation“ ein anderes Wort für Zensur ist




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Iran spielt die nukleare Karte

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Was gewissen Kreisen schon länger bekannt war, hat die Führung des Irans inzwischen über die beiden Politanalysten Larry Johnson und Pepe Escobar öffentlich machen lassen:

Iran sei inzwischen im Besitz von Nuklearwaffen!

Von REDAKTION | Pepe Escobar und Larry Johnson ließen die informationelle „Bombe“ am 3.06.2026 platzen: Iran habe über Pakistan der USA ausrichten lassen, sollten die US-Drohungen und US-Provokationen künftig so weitergehen, …

würde der Iran auf eigenem Territorium eine Atombombe zu rein demonstrativen Zwecken hochgehen lassen!

Massud Peseschkian – der iranische Präsident – hätte dem pakistanischen Premier Minister, Shehbaz Sharif, dazu noch erläutert, dass eine derartige Vorführung nicht als Kriegsakt zu verstehen sei, sondern lediglich als:

Demonstration irreversibler iranischer Souveränität und seines Eskalationspotentials!

Dazu gesellen sich kompromisslose Forderungen des Irans, welche die USA vorab zu erfüllen hätten, bevor man sich mit den USA an den Verhandlungstisch setzen würde.

Die iranische Mitteilung wäre vom pakistanischen Außenminister, Senator Mohammad Ishaq Dar, der sich gerade in den USA aufgehalten hätte, an Marco Rubio, den US-Secretary of State, Ende letzter Woche persönlich überbracht worden. Die Kernpunkte daraus umfassten:

  • Kriege der Region, auch z.B. der von Israel gegen den Libanon, wären einzustellen!
  • die Frage zur Straße von Hormus wäre endgültig vorab abzuklären!
  • weitere Diskussionen zur nuklearen Frage des Irans wären vorläufig ausgesetzt!

Offensichtlich hat Anglo-Amerika es sich wesentlich einfacher vorgestellt, um es mit den Atommächten China, Russland, Nordkorea und Pakistan, die alle hinter dem Iran stehen, aufnehmen zu können.

Konsequenzen aufgrund der neuen Lage am Persischen Golf

Auf die USA und ihre kollektiven Verbündeten des Westens kommt eine strategische Niederlage mit weitreichenden Folgen und harten Zeiten zu. Fünf Jahrhunderte einer vermeintlich lukrativen Kolonial- & Imperial-Geschichte neigen sich ihrem Ende entgegen, doch haben innerhalb der atlantischen Wertegemeinschaft ein Übermaß an Hybris, Arroganz und Verblendung zum Normalzustand werden lassen. Noch scheinen die A-Gesellschaften im Westen nicht erkannt zu haben, dass sie und ihre kollektiven Mitläufer sich nicht nur in der großen gegenwärtigen Zeitenwende, sondern dazu noch auf der falschen Seite der Geschichte festgefahren haben.

Zur Übung und als kleine Fallstudie bräuchte man sich nur in die missliche Lage des vermeintlich allmächtigen 47. US-Präsidenten hier und heute hineinversetzen, der sich durch seine gebrochenen Wahlkampfversprechen und gegenwärtige Wild-West-Manier selbst aus dem Spiel genommen hat und heute vor dem politischen Scherbenhaufen seiner zweiten Amtszeit steht. Daran werden auch keine vergoldeten Triumphbögen [1] etwas ändern können. Falls die atlantische Wertegemeinschaft glaubt, wie bisher weitermachen zu können, wird sie ein ähnliches Schicksal ereilen!

***

[1]

So soll der Triumphbogen inWashington aussehen. | Bild: screenshot TAGESSPIEGEL


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Petr Bystron auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (Video)

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Auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) am 4. Juni 2026 sprach der Europaabgeordnete Petr Bystron über die Bedeutung von Kultur, wirtschaftlicher Zusammenarbeit und diplomatischem Dialog zwischen Europa und Russland. Dabei verband er persönliche Erfahrungen mit einer grundsätzlichen Kritik an der aktuellen europäischen Außenpolitik.

Unsere Analyse beleuchtet die politischen Botschaften seiner Rede und zeigt, warum Kultur für Bystron weit mehr als ein Randthema der Außenpolitik ist.

SPIEF 2026: Kultur als Brücke zwischen Europa und Russland

Von REDAKTION | Zu Beginn seiner Rede verwies Bystron auf einen Vorfall in Deutschland, bei dem ein politischer Aktivist an der Ausreise zu einer Veranstaltung in Italien gehindert worden sei. Für ihn habe dies eine besondere Bedeutung, da er in der damaligen Tschechoslowakei hinter dem Eisernen Vorhang aufgewachsen sei und daher sensibel auf Einschränkungen der Reisefreiheit reagiere.

Rückkehr zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit

Als Europaabgeordneter aus München verwies Bystron auf die enge Verbindung seiner Region zu international tätigen Unternehmen wie BMW und Siemens. Er äußerte den Wunsch, dass deutsche Unternehmen künftig wieder uneingeschränkt auf dem russischen Markt tätig sein können.

Petr Bystron (Bild Mitte) Auf dem St. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum (SPIEF) | Bild: screenshot YouTube

Die symbolische Gegenüberstellung deutscher Marken mit chinesischen Herstellern wie Geely und Haval die jetzt in Russland statt deutschen Autos präsent sind verdeutlicht diesen Gedanken. Für Bystron ist die Frage nicht nur, ob Russland auf westliche Produkte verzichten kann, sondern vor allem, wer die entstehenden Lücken besetzt. Seine Antwort lautet: Nicht Europa profitiert von der wirtschaftlichen Entkopplung Russlands, sondern vor allem asiatische Wettbewerber.

Besonders kritisch bewertete er den Rückzug von Siemens aus Russland. Politische Entscheidungen und Sanktionen seien dafür verantwortlich gewesen, dass ein Unternehmen mit einer jahrzehntelangen Präsenz das Land verlassen musste. Die Sanktionen erscheinen als Instrument politischer Einflussnahme ungeeignet und seien Maßnahmen, die europäischen Unternehmen selbst schade und gleichzeitig Wettbewerbern aus anderen Regionen neue Marktchancen eröffne.

Kultur als Instrument der Verständigung

Im Mittelpunkt seines Vortrags stand die Rolle der Kultur in den internationalen Beziehungen. Im Rahmen einer Diskussion über „Cultural Diplomacy“ und „Soft Power“ kritisierte Bystron die aktuelle außenpolitische Haltung vieler Entscheidungsträger in der Europäischen Union.

Er stellte fest, dass sich Teile der EU heute sowohl gegenüber Russland als auch gegenüber den USA in einer konfrontativen Position befänden. Dies sei eine historisch einmalige Situation für Europa, während die USA sehrwohl den Kontakt mit Russland suchen und für ein Ende des Ukrainekrieges eintreten. In diesem Zusammenhang führte er das Treffen der Präsidenten Trump und Putin in Alaska an.

Gemeinsame Geschichte statt neuer Trennlinien

Besondere Aufmerksamkeit widmete Bystron der kulturellen Dimension der internationalen Beziehungen. Er verwies darauf, dass Russland und die europäischen Nationen seit Jahrhunderten einen gemeinsamen Kulturraum teilen und durch eine lange Geschichte miteinander verbunden sind.

Als positives Signal wertete er die Entsendung eines amerikanischen Kulturvertreters nach St. Petersburg. Dies zeige, welche Bedeutung Kultur für den Dialog zwischen Staaten habe und dass Russland international weiterhin als bedeutende Kulturnation wahrgenommen werde. Nach Ansicht Bystrons sollten insbesondere die europäischen Staaten die kulturellen Gemeinsamkeiten mit Russland stärker in den Mittelpunkt stellen und Kultur als Brücke für Verständigung und Kooperation nutzen.

Plädoyer für Dialog und kulturelle Diplomatie

Zum Abschluss seiner Rede betonte Bystron, dass nachhaltige Beziehungen zwischen Staaten nicht allein auf wirtschaftlichen oder geopolitischen Interessen beruhen könnten. Kultur schaffe Vertrauen, öffne Türen für Gespräche und bilde die Grundlage für langfristige Verständigung.

Seine Teilnahme am SPIEF verstand er daher als Beitrag zu einem Dialog, der zwischen Europa und Russland wieder intensiviert werden sollte. Die Rede in St. Petersburg zeigt, dass die Debatte über das zukünftige Verhältnis zwischen Europa und Russland längst nicht beendet ist. (CR)



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Andrey Klimow über „Europa“: Auf keinen Fall ohne Kolonialismus! – Teil 1

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Der Kolonialismus, der nach 500 Jahren überwunden schien, ist inzwischen wieder zu neuem Leben erwacht. Heute kämpft die nordisch-atlantische Gemeinschaft mit Neokolonialismus und weltweiten Kriegen für die Wiedererrichtung, der von ihnen vermissten Einen-Welt-Herrschaft.

Angriffe, wie auf Venezuela, Iran und andere zeigen, dass
der kollektive Westen verstärkt auf Neo-Kolonialismus setzt

Von REDAKTION | Die laufende Zeitenwende hat den Westen dazu gebracht, seine Maske fallen zu lassen und offen seine exklusive Machtansprüche gegenüber der globalen Mehrheit nicht nur mit Worten, doch immer häufiger mit nackter Gewalt geltend zu machen.

Russland als Vorkämpfer gegen den Kolonialismus atlantischer Seemächte hat die ideologische Grundstruktur des kollektiven Westens schon früh entlarvt: Es handelt sich dabei um die Herrschaftsform transnationaler Oligarchien, welche nach ihrer Methode unterworfene Protektorate nach außen hin als Simulationsdemokratien verpacken, um sie von innen heraus im neo-kolonialen Stil parasitär auszusaugen.

Um die 85 Prozent der Weltbevölkerung gegen die Angriffe der 15% des Westens besser einzustellen, hat die russische Partei „Einiges Russland“ im Februar 2024 die Bewegung der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Formen des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen“ – gegründet. Es ist eine von Russland angeführte informell strukturierte Bewegung mit dem gestellten Ziel, politische Parteien aus verschiedenen Nationen zu vereinen, um dem immer gewaltsamer und brutaler auftretenden Neo-Kolonialismus abzuwehren.

Zu den neo-kolonialen Praktiken der hauptsächlich atlantischen Täterkreise zählen:

  • völkerrechtswidrige Sanktionen und restriktive Maßnahmen,
  • Finanzkriege und Währungsmanipulationen,
  • kulturelle Indoktrinationen und Geschichtsfälschungen,
  • psychologische Kriegsführung und Medienkampagnen,
  •  regulatorische Repressionen und asymmetrische Kriegsführung,

An der Gründungsvollversammlung des Forums der Unterstützer des Kampfes gegen moderne Praktiken des Neokolonialismus – „Für die Freiheit der Nationen!“ – im Jahr 2024 nahmen 50 politische Bewegungen teil, darunter aus:

  •  Afrika: Algerien, Angola, Dschibuti, Simbabwe, Mosambik, Namibia, Uganda, der Zentralafrikanischen Republik, Eritrea, Äthiopien und Südafrika.
  • Asien: Vietnam, Indonesien, Iran, Kasachstan, Kambodscha, Kirgisistan, Japan, China, Nordkorea, Laos, Libanon, Malaysia, Mongolei, Myanmar, Nepal, Pakistan, Bangladesch, Palästina, Tadschikistan, Thailand, Usbekistan und den Philippinen.
  • Europa: Aserbaidschan, Armenien, Weißrussland, Bulgarien, Moldawien, Russland, Serbien und der Türkei.
  • Lateinamerika: Bolivien, Brasilien, Venezuela, Honduras, Kuba, Mexiko, Nicaragua, Peru und El Salvador.

Als Vorsitzende der Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ agiert Dmitry Medvedev und als stellvertretender Vorsitzender wirkt Andrey Klimov. Letzterer hat jüngst einen Artikel, wie nachfolgend in deutscher Fassung abgedruckt, zum Thema der neo-kolonialen Ambitionen der EU verfasst:

Andrey Klimow | Quelle: htpps://klimov342.ru

Zur Person des Autors:

Andrey Klimow ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften,

  • vormaliger Abgeordneter der Staatsduma der Russischen Föderation der III., IV., V. und VI. Legislaturperiode aus dem Gebiet Perm,
  • Mitglied des Föderationsrates, Senator für das Gebiet Perm 2012–2025,
  • Mitglied des Präsidiums des Obersten Rates der Partei
  • stellvertretender Vorsitzender der internationalen Kommission des Generalrats von „Einiges Russland“ (Vorsitzender Sergey Lawrow),
  • stellvertretender Vorsitzender der Weltbewegung gegen den Kolonialismus
  • Mitglied des Russischen Rates für Außen- und Verteidigungspolitik (SWOP).
  • Mitglied des Präsidiums des Ständigen Ausschusses der Internationalen Konferenz asiatischer politischer Parteien (ICCPP),
  • Mitglied des Russischen Schriftstellerverbandes,
  • Koordinator des russischen parlamentarischen „Eurasischen Dialogs“,
  • Ehrenprofessor der Staatlichen (Klassischen) Universität Perm (PSNIU).

Der Artikel: „Europa“ ohne Kolonialismus: Auf keinen Fall!

Von Andrey Klimow | Gestern erklärte ich in einem Interview durch einen armenischen Journalisten, dass die Liebe „Europas“ – wie sich die Europäische Union heute selbst bezeichnet – zum postsowjetischen Raum im Grunde genommen eine Fortsetzung der Kolonialpolitik des westlichen Kerns der Alten Welt ist, ohne die sich dieser seit bereits fünfhundert Jahren nicht weiterentwickeln kann.

[Anmerkung der Redaktion: EU-Repräsentanten und gleichgerichtete atlantische Kartellmedien pflegen das Territorium der EU-Staaten notorisch mit „Europa“ zu verwechseln, obwohl die Europäische Union nur 42% des Territoriums Europas geographisch abdeckt. Doch, so lässt sich Brüssels „Drang nach dem Osten“ erklären, wohl einmal mehr mit dem Gesamtanspruch auf den ganzen restlichen „Lebensraum“, um die vormaligen – von den Schweden 1705 bis zur NATO/Ukraine 2026 heute – doch allesamt gescheiterten Großmachtträume vielleicht doch noch realisieren zu können.]

Im 16. Jahrhundert waren es gerade der starke Bevölkerungsanstieg in Westeuropa und die Unfähigkeit der damaligen kriegerischen katholischen und später protestantischen Monarchien, den wachsenden Bedarf aus eigenen Ressourcen zu decken, was die Eroberung von Übersee-Kolonien in Asien, Afrika und Nord- und Südamerika durch England, Belgien, Holland, Spanien, Portugal und später auch von Deutschland und Italien anspornte. [Anmerkung der Redaktion: Sowie auch von USA insbesondere ab 1900 im Zuge der blutigen Kolonialisierung samt Völkermord an den Philippinen]. Experten der von „Einiges Russland“ initiierten internationalen Bewegung „Für die Freiheit der Nationen“ schätzen …

… den Gesamtschaden jener Kolonialpolitik des Westens, nach heutiger Kaufkraftparität, auf eine Billiarde Dollar!

Nach der Schwächung der westeuropäischen Imperien in den 1940er- und 1950er-Jahren infolge des Zweiten Weltkriegs befreiten sich jedoch Dutzende von Nationen weltweit aus deren Herrschaft. Doch statt echter Freiheit erhielten viele von ihnen neue, neokoloniale Fesseln – weniger auffällig, aber nicht weniger fest und ausbeuterisch – verpasst. Damals war es jedoch gerade die UdSSR, die den Ländern der „Dritten Welt“ in vielerlei Hinsicht half, sich gegen die massiven Abgaben ihrer ehemaligen westeuropäischen Metropolen zu wehren.

Doch nach dem Zusammenbruch der UdSSR konnte der Westen seine neokoloniale Ausbeutung verstärken und begann, den Raum Osteuropas, der zuvor auf Moskau ausgerichtet war, sowie die ehemaligen Republiken der UdSSR im kolonialen Stil zu erschließen. Von dort wurden Arbeitskräfte und natürliche Ressourcen in Richtung Westen abgezogen:

Beispielsweise verlor das Baltikum mehr als ein Drittel seiner Bevölkerung im Vergleich zur Sowjetzeit, in der es eine beschleunigte sozioökonomische und kulturelle Entwicklung erlebt hatte.

Armenien ist nach dieser bedauerlichen Liste für Ziele der europäischer Neokolonialisten keinesfalls eine Ausnahme geblieben. In diesem kleinen Bergland gibt es sowohl Bodenschätze als auch ein gewisses Maß an Arbeitskräften. Doch der Hauptvorteil Armeniens besteht darin, dass es für den Westen die Rolle eines Trojanischen Pferdes im gesamten Kaukasus spielen und neben anderen Ländern in der russischen Nachbarschaft zu einem weiteren potenziellen Werkzeug zur Zerstörung unseres Vaterlandes werden kann. Darüber bin ich mir sicher, dass weder das armenische Volk noch seine historische Heimat und alte Kultur, geschweige denn die derzeitige Führung dieses postsowjetischen Landes jetzt oder künftig für die EU-Spitzenpolitik von Interesse wären…

Das Gesagte gilt nicht nur für die Armenier. Auf ähnliche Weise werden von Brüssel, Paris und Berlin auch die Serben, Moldauer, Weißrussen und Georgiern behandelt… Allerdings fällt man in Minsk und Tiflis – im Gegensatz zum heutigen Eriwan – nicht so leicht auf die neokolonialen Köder des Westens herein, wofür jene ihre guten Gründe haben.

Ich werde versuchen, dieses Thema – den neokolonialen Parasitismus der EU – am 4. Juni auf der Plattform des St. Petersburg International Economic Forums (SPIEF) zu beleuchten. Inzwischen empfehle ich Ihnen sehr, meinem Kanal auf Zen unter „Kamerad Klimov“ https://dzen.ru/klimov342 sowie meiner Autorenwebseite unter www.klimov342.ru zu folgen.

Ende des Artikels von Andrey Klimow

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

Fortsetzung folgt

+++



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Welche Zukunft hat die Massendemokratie?

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Gerade im „Kampf gegen Rechts“ wird immer wieder von der Verteidigung der Demokratie gesprochen. Dabei wird die Regierungsform der Demokratie nur nach außen hin als Grundwert definiert. Im Herzen würde man sie sofort gegen eine linkslastige Gesinnungsdiktatur austauschen.

Von REDAKTION | Nur wenige Politiker sind so unvorsichtig, dies offen zuzugeben, wie Angela Merkel. In ihrer Rede zum 60-jährigen Bestehen der CDU im Jahr 2005 sagte sie:

„Wir haben keinen Rechtsanspruch auf Demokratie auf alle Ewigkeit.“

Dieser „Ausrutscher“ wurde später so uminterpretiert, dass sie eigentlich gemeint habe, Demokratie müsse ständig verteidigt werden. Diese Form der Verteidigung wird uns gerade von den selbsternannten „demokratischen Parteien“ vorgeführt. Demnach ist jeder, der nicht links ist, automatisch ein „Rechtsextremer“ oder gleich ein „Nazi“.

Doch nachdem sich die Demokratie vom alten Griechenland bis heute immer weiterentwickelt hat, steht sie vor allem in Europa vor vielen Herausforderungen.

Allgemeine Verdummung der Jugend, linksideologische Indoktrination in Schulen und Universitäten sowie die zunehmende Radikalisierung der politischen Lager beeinflussen die demokratischen Prozesse immer mehr.

Brandmauer und Ausgenzung zum „Schutz“ der Demokratie?

Denken wir nur an die Idee der politischen Brandmauer und die absurde Forderung nach einem Verbot der AfD. Auch dass nach den letzten Wahlen in Österreich, aus denen die FPÖ als stimmenstärkste Partei hervorging, vom Bundespräsidenten abwärts alles unternommen wurde, um eine Koalition der Verlierer zusammenzubasteln, kann nur als undemokratisches Verhalten zum „Schutze unserer Demokratie” interpretiert werden. Hetze gegen Oppositionsparteien wie die FPÖ oder die AfD runden das Bild ab.

Betrachtet man zudem das Verhalten der sogenannten Antifa bei Demonstrationen, könnte man starke Parallelen zum Deutschland der 1920er Jahre ziehen, als politische Gewalt auf der Straße zur Tagesordnung gehörte. Auch das Wahlverhalten der in den letzten Jahren zugewanderten Menschen, die sich noch nicht ausreichend mit den vielen Errungenschaften unserer freien Gesellschaft auseinandergesetzt haben, wird die Demokratie in Zukunft sicher stark herausfordern.

Wie werden die nächsten Generationen ihre politische Wahl treffen, wenn sie sich nicht von seriöser politischer Bildung, sondern nur von der Tagespolitik leiten lassen, die ihnen durch Mainstreammedien, Staatskünstler oder TikTok-Stars vermittelt wird?

Wie geht es also mit „Unserer Demokratie“ weiter?

Es ist klar, dass Information und Bildung die Grundlage politischen Handelns sein müssen. Und deshalb werden alternative Medien in Zukunft die letzte Verteidigungslinie zum Schutz der echten Demokratie sein, da sie als einzige das politisch-kritische Denken fördern. Die meisten Mainstreammedien haben hingegen offensichtlich den Auftrag, die Leute zu erziehen.

***

Passend dazu:

SOS-Demokratie – EU will Korridor des Meinungsspektrums weiter einengen

Erfahren Sie hier mehr über das Treiben der Feinde der Demokratie
Beiträge aus unserer Reihe „SOS Demokratie“

 




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UNGARN – Um Staatspräsidenten loszuwerden, will Magyar Verfassung ändern

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Es ist ein altbekanntes Muster in der EU: Treiben souveränistische und EU-kritische Regierungen Reformen voran, dann sieht Brüssel die sogenannten Grundwerte in Gefahr, wenn aber Brüssel-hörige Regierungen regelrechte Säuberungen durchführen, herrscht hingegen Schweigen.

Schweigen Brüssels zu Magyars Säuberungen zeigt einmal mehr EU-Doppelmoral

So etwa geschehen in Polen, als nach der Abwahl der PiS-geführten Regierung der neue Ministerpräsident Donald Tusk den öffentlich-rechtlichen Rundfunk auf Linie brachte.

Nun wiederholt sich das Spiel der doppelten EU-Maßstäbe in Ungarn. Sah Brüssel in fast jeder Maßnahme des früheren Ministerpräsidenten Viktor Orbán eine Gefahr für die Demokratie, kommt nun kein Wort der Kritik am neuen Regierungschef Peter Magyar. Dieser will nämlich den rechtmäßig vom Parlament gewählten Staatspräsidenten Tamás Sulyok aus dem Amt entfernen, angeblich, weil dieser für das „System Orbán“ stehe. Um die totale Gleichschaltung Ungarns zu erreichen, übt Magyar Druck auf Sulyok aus, und will nun, da der Präsident nicht zurücktreten will, die Verfassung ändern. Für Magyar wäre das kein Problem, weil seine Partei TISZA im Parlament über eine Zweidrittelmehrheit verfügt.

Kritik am Schweigen der EU zu den Vorgängen in Budapest übt der freiheitliche Delegationsleiter im Europaparlament, Harald Vilimsky: „Hätte Viktor Orbán ein vergleichbares Vorgehen angekündigt, wären die Empörung in Brüssel, die Sondersitzungen und die moralisierenden Belehrungen wohl bereits in vollem Gange. Wenn jedoch ein politischer Liebling des europäischen Establishments einen derartigen Kurs einschlägt, herrscht plötzlich betretenes Schweigen.“ Für Vilimsky zeigt dieser Fall einmal mehr, dass in Brüssel nicht nach objektiven Maßstäben beurteilt wird, sondern danach, wer handelt.

Dieser Beitrag erschien auf ZURZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION




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Mearsheimer: Ukraine hat für den Westen nur die Drecksarbeit zu leisten! | Teil 3

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Mearsheimer erläutert im letzten Teil der Serie – auf „Daniel Davies Deep Dive“ – welche Probleme auftreten, falls vermeintliche Blitzkriege nicht aufgingen, doch sich in die Länge ziehen, wie in der Ukraine und im Iran.

John J. Mearsheimer: Was man aus den Kriegen in Vietnam
und Afghanistan alles lernen kann? – Das Transkript von Teil 3

Daniel Davies: Da gäbe noch en weiteren Aspekt zu besprechen, doch wir nähern uns dem Ende der Sendezeit. Hätten Sie noch ein paar Minuten für weitere Fragen?

John Mearsheimer: Okay!

Daniel Davies: EU-Europa kann das so sehen [Russland als Gefahr einer UdSSR 2.0] und sagen: „Nachdem die Russen diese Bedrohung darstellen, machen wir weiter.“ Ich meine, man macht sich gerade daran EU-Europa wieder aufzurüsten, z.B. mit einem dafür auf 5% erhöhten BIP-Anteil.

Doch das benötigt ein Jahrzehnt: Douglas Macgregor hat in der Sendung dargelegt, wie lange es dauern würde, die Streitkräfte tatsächlich wieder aufzurüsten. Wenn man ihren derzeitigen Zustand betrachtet, verfügen sie nur über eine lächerliche Truppenanzahl. Man hat im Laufe der Jahre so viel Material in die Ukraine abgegeben, dann an Israel und jetzt den Rest im Iran verbraucht. Unsere wichtigsten Waffensysteme, die Sie zuvor erwähnten – seien es die JASSMs, Tomahawks, THAAD- oder PAC-3-Abfangraketen-Systeme – diese sind bei uns so gut wie aufgebraucht.

Hingegen hat Russlands Verteidigungsindustrie auf konventioneller Ebene alle möglichen Waffe aufs Lager produzieren lassen. Wir müssen einsehen, im Moment das nicht zu schaffen. Selbst wenn wir wollten, muss uns klar sein, dass wir im konventionellen Bereich derzeit nicht mit Russland mithalten können. Wird das in unsere Köpfe hineingehen, um eine rationale, wenn auch delikate Entscheidung, zu treffen?

John Mearsheimer: Ich glaube, man hat die Situation, wie gesagt verstanden. Übrigens, wie Sie betonten, wonach die Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten und besagten europäischen Ländern sich in einem so erbärmlichen Zustand befänden, dass wir die Rüstung, die man bräuchte, um in Ländern wie Deutschland und Frankreich und den anderen eine schlagkräftige Armee aufzubauen, nicht schnell genug beschaffen können. Das wird also nicht passieren!

Doch es geschieht, dass …

… die Europäer die Ukrainer benutzen, um den Kampf für sich führen zu lassen!

Das ist eine sehr schäbige Art, Geschäfte zu machen. Es ist eine Form des Wegschiebens – mit anderen Worten: Aus Sicht der Europäer will man die Russen ausbluten lassen!Wollte man ihnen diese Geschichte, die sie sich zurechtlegten, abnehmen, indem die Russen als Wiedergeburt der Sowjetunion darauf aus wären, wieder nach Berlin zu marschieren, doch man sie selbst nicht aufhalten könne, so nutzt man dazu eben die Ukrainer und genau das tun sie:

Sie nutzen die Ukrainer und geben der Ukraine die Waffen, um Russland angreifen zu lassen!

So waren es nicht die Europäer selbst, die im August 2024 in Kursk einmarschierten: Es waren die Ukrainer mit Unterstützung des Westens. Das gilt auch für den Angriff auf die [strategische] Bomberflotte [Russlands]. Was den derzeit stattfindenden, eskalierenden Drohnenkrieg gegen das russische Hinterland angeht, so führen die Ukrainer die Kämpfe. Sie feuern zwar die Drohnen ab, aber es handelt sich größtenteils um westliche Flugkörper, was sie stark von der Unterstützung westlicher Geheimdienste abhängig macht. Wir arbeiten somit mit den Ukrainern zusammen, …

… aber die Ukrainer erledigen die Drecksarbeit!

Die EU-Europäer lehnen sich inzwischen zurück und konzentrieren sich stattdessen darauf, ihre Streitkräfte für den Dritten Weltkrieg hochzurüsten, während sie die Ukrainer in der Zwischenzeit auf die Russen losgehen lassen.

Daniel Davies: Doch, das scheint nicht realisierbar: Ich meine, es würde zu viele Jahre dauern, um eine solche Mobilisierung der Kriegswirtschaft voranzubringen. Das ließe sich nicht rechtzeitig umsetzen. Denn so ein Ereignisfall könnte buchstäblich schon in wenigen Tagen eintreten – möglicherweise nach Angriffen auf Kiew.

Lassen Sie mich Ihnen dazu eine letzte Frage stellen. Falls man Sie morgen nach Brüssel zitieren würde, um nach Ihrer Empfehlungen zu fragen, was würden Sie in einer solchem Fall Brüssel raten, um …

  • eine Eskalation im konventionellen, geschweige nuklearen Bereich, zu vermeiden?
  • der Situation eine gewisse Stabilität zu verleihen?

Was für eine Politik rationaler Art, sollte man künftig einschlagen?

John Mearsheimer: Ich denke, es ist völlig klar, was zu tun wäre:

Wir sollten die Unterstützung der Ukraine im Drohnenkrieg gegen Russland einstellen!

Darüber sollten wir die Ukrainer drängen, den Drohnenkrieg zu beenden und eine Art Friedensabkommen mit Russland zu schließen. Ich wiederhole, was ich zuvor schon sagte: Die Europäer benutzen die Ukrainer, um Russland niederzuschlagen. Es ist ganz klar, dass die europäischen Eliten ein tiefes Interesse verspüren, Russland zu besiegen, um sie aus den Reihen der Großmächte ausschließen und ihnen massiven Schaden zufügen zu lassen. Sie möchten das nicht selbst ausführen, doch wollen, dass die Ukrainer das für sie verrichten:

Sollten die Ukrainer sich dabei zu Tode bluten, so sei es!

Dieser Krieg liegt nicht im Interesse der Ukraine – wir haben das schon bis zum Überdruss durchgesprochen. Es liegt vielmehr im Interesse der Ukraine, jetzt ein Friedensabkommen abzuschließen, um das bestmögliche Ergebnis herauszuholen. Die Ukrainer werden niemals jene 20% des ukrainischen Territoriums, welches sie verloren haben, zurückerhalten. Noch werden sie die Krim wieder bekommen. Sie werden somit jene Gebiete im Donbass sowie in Saporischschja und Cherson, welche sie verloren haben, nicht zurückbekommen. Diese sind weg – so gilt es vielmehr jetzt ein Abkommen zu schließen.

Man sollte den Druck auf die Ukrainer erhöhen, damit sie einen Deal machten. Wir sollten unbedingt Druck auf die Ukrainer ausüben, damit sie aufhören, das russische Mutterland mit Drohnen zu beschießen:

Denn das könnte, wenn wir nicht aufpassen, zu einer Katastrophe führen!

Ich denke, was zu tun wäre, liegt auf der Hand und ist seit geraumer Zeit ziemlich offensichtlich. Aber unsere Argumente scheinen in den Wind gesprochen, denn kaum jemand an der Macht will daran glauben, wonach die Lösung dieses Konflikts, was im Interesse Europas und im dem der Ukraine läge, darin bestünde, diesen Krieg beenden zu lassen. Es liegt nicht im Interesse der Ukraine, diesen Krieg fortzuführen.

All diese Rhetorik, die man vernimmt, wonach die Ukraine für Demokratie kämpfe und dass man sie weiterhin unterstützen und die Ukraine bis zum bitteren Ende kämpfen soll. Dass sie die Russen am Ende besiegen könnten, ist Unsinn – die Ukraine wird Russland am Ende nicht besiegen. Tatsächlich machten die Russen inzwischen klar: Je besser die Ukraine gegen Russland abschneiden würde und genau das geschieht gerade mit immer effektiveren Drohnenangriffen, desto heftiger würden die Russen kontern. Die russische Reaktion bedeutet zugleich: Eskalation!

Das heißt, alles, was die Ukraine jetzt oder in Zukunft unternehmen würde, um ihre Lage zu verbessern, würde eine Eskalation auf der russischen Seite nach sich ziehen. Natürlich würden die Europäer und die Ukrainer nachziehen, gefolgt von den Russen:

So ginge es die Eskalationsleiter stetig hoch!

Wer weiß schon, wie das enden würde? Aber man kann von Szenarien ausgehen, die kein glückliches Ende versprechen. Deshalb wäre es das Beste, den Leuten in Brüssel zu raten, diesen Krieg einstellen zu lassen. Doch noch einmal: Das ist ein Argument, das Sie und ich schon seit langem vertreten haben. Doch aus irgendeinem Grund scheinen es jene Leute [in Brüssel] einfach nicht zu begreifen!

Daniel Davies: Ich habe das Gefühl, dass wir uns gerade in einer Situation befinden, wobei viele dieser Leute, wie Rutte, Starmer, Merz oder Macron und dergleichen, keine dummen Leute sind: Ich könnte mir vorstellen, dass diese ggfs. zu ähnlichen Ergebnissen, wie wir sie gerade besprachen, kamen. Sie können das sicher auch abschätzen, insbesondere nachdem russische Raketen beginnen würden, die Ukraine samt Kiew auf eine Weise zu vernichten, wie es bisher noch nicht geschah: Indem sie die zweite, dritte und vierte Eskalations-Stufe kommen sähen, doch diese vom Tisch haben wollten, wie Sie es gerade sagten.

Doch es scheint, als wären sie in einer mentalen Falle gefangen: Nachdem sie ihre ganze Karriere darauf aufgebaut hatten, so aufzutreten, fiele es ihnen schwer jetzt einen Rückzieher zu machen: Sie könnten befürchten ihre Machtpositionen zu verlieren, was sie dazu bewegen dürfte, einfach gedankenlos mit Eskalationen weiterzumachen. Das könnte bis hin zu einer potenziellen nuklearen Eskalation gehen, obwohl sie wüssten, dass es das Falsche wäre.

Sind Sie schon einmal in der Geschichte auf solche Situationen gestossen, bei denen man zwar wusste, was das Richtige wäre, sich aber dennoch machtlos fühlte, um einfach über die Klippe zu gehen?

John Mearsheimer: Ich glaube, man stößt laufend auf ein solches Verhalten. Es erinnert mich an den Vietnamkrieg, aus dem ich eine Menge an Lehren zog. Ich arbeitete von 1965 bis 1975 beim amerikanischen Militär, was zeitlich mit dem Vietnamkrieg zusammenfiel. Eine Lektion, die ich daraus zog, besagt, sich niemals in solche Kriege, wie in Vietnam einzulassen. Eine weitere Lektion, die ich in diesen Jahren lernte, war:

Es ist sehr leicht in solche Kriege hineinzugeraten, aber ungemein schwer wieder von dort herauszukommen!

Das ist einfach bemerkenswert und man hat es in Vietnam sowie auch in Afghanistan erlebt. Schon früh im Krieg gegen Afghanistan, nach vier bis sechs Jahren, wurde klar, dass wir in einem Sumpf steckten: Wir hatten keine Strategie, um den Krieg zu gewinnen. Doch wir brauchten 20 Jahre, um da wieder herauszukommen: Ganze zwanzig Jahre!

Sprechen wir über den Krieg im Iran: Wir werden wahrscheinlich auch noch in den nächsten Jahren darüber sprechen. Als Präsident Trump am 28. Februar 2026 in diesen Krieg zog, ging er davon aus, einen schnellen und entscheidenden Sieg zu landen: Er wollte das Regime stürzen lassen. Das wäre zugleich das Kriegsende gewesen und alles wäre fein bis ans Ende unserer Tage so geblieben.

Doch nachdem es daneben ging, landete man in einem langwierigen Krieg. Sich daraus zu befreien, ist extrem schwierig. Der Ukrainekrieg gibt dafür ein perfektes Beispiel ab. Um auf die Ursprünge dieses Krieges zurückzukommen: Viele Leute sagen, Putin sei in die Ukraine einmarschiert, um das ganze Land zu erobern. Er wäre darauf aus gewesen, Kiew zu erobern. Würde Kiew fallen, wäre die ganze Ukraine gefallen. Es wäre dann, wie mit Frankreich im Jahr 1940 gelaufen.

Doch das war hier nicht der Fall! Putin hingegen startete einen begrenzten Angriff auf die Ukraine. General Syrskyj [Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte] sagte, Russland sei nur mit 100.000 Kampftruppen einmarschiert. Ich habe die Zahl auf 190.000 [für die Truppen gesamt] als höchste Schätzung abgegeben. Syrskyi nannte 100.000 Mann, was nur eine kleine Streitmacht darstellt. Putin hat nicht versucht, Kiew zu erobern. Mit 100.000 Soldaten hätte er Kiew gar nicht erobern können, denn diese 100.000 Soldaten verteilten sich…

Daniel Davies: … auf fünf verschiedene Achsen!

John Mearsheimer: Genau! Was hat er also getan? Putin wollte einen begrenzten Krieg beginnen, um zu zeigen, wie ernst es ihm sei, um danach Verhandlungen mit den Ukrainern aufnehmen. Zwei oder drei Tage nach Kriegsbeginn sandte Putin eine Botschaft an Selenskyj mit dem Vorschlag Verhandlungen aufnehmen zu lassen.

Genau das führte fast unmittelbar im Anschluss zu Verhandlungen, die in Weißrussland begannen und dann nach Istanbul verlegt wurden. Das sind die berühmten Istanbul-Verhandlungen vom März bis Anfang April 2022! Es sah so aus, als würde Putins Strategie aufgehen. Mit anderen Worten: Es war eine Strategie mit begrenztem Ziel. Putin war nicht darauf aus, die gesamte Ukraine einzunehmen. Er war vielmehr darauf aus, einzumarschieren und diese Invasion dann als Mittel zu nutzen, um die Ukraine dazu zu bringen, im Rahmen des Istanbul-Prozesses eine Einigung zu erzielen. Er kam tatsächlich sehr nahe daran Erfolg zu haben! Hätten Boris Johnson und die Amerikaner den Ukrainern nicht gesagt, sich aus den Verhandlungen zurückziehen, hätten man eine Einigung erzielen und diesen Krieg schon damals beenden können.

Aber das Problem von Putin dann war: Wenn man eine Strategie mit begrenztem Ziel verfolgt und man die andere Seite nicht entscheidend besiegt, man darüber in einen [langen] Krieg gerät: Aus diesem Krieg kommt man sehr schwer nur wieder heraus. Putin befindet sich inzwischen im fünften Jahr dieses Krieges!

Daniel Davies: Ihre Analyse trifft haarscharf auf den Punkt!

John Mearsheimer: In gewisser Hinsicht bewegt sich Putin in demselben Dilemma, wie die USA in Vietnam und Afghanistan sowie heute wieder im Iran. Ich hoffe, dass ich mich mit diesen Vergleichen in Bezug auf den Iran und die Ukraine irrte.

Wenn man in einen Krieg zieht und glaubt, einen schnellen und entscheidenden Sieg holen zu können, doch dieses Ziel nicht erreicht, findet man sich in einem langwierigen Krieg wieder, so wie die USA im Iran. Wir dachten: Mit Schock & totale Enthauptung [in Anlehnung an das US-Kriegsmotto „Shock & Awe (Schock & Furcht)“ für den Irakkrieg im Jahr 2003] an einen entscheidenden (schnellen) Sieg!

Sie kennen den Rest der Geschichte: Das passierte nicht. Hier stehen wir nun. Bei Putin liegt der Fall insofern anders, als Russland keinen schnellen und entscheidenden Sieg erwartete: Putin wollte nur [über militärische] Gewalt zeigen, wie ernst es ihm sei, um Verhandlungen in Gang setzen, was ihm auch gelang. Er kam nahe ans Ziel, aber „nahe“ ist nicht gut genug, wenn es um Kriege geht. Hier befindet er sich in einem langwierigen Krieg, aus dem er sich – seien wir ehrlich – nur schwer wieder wird herauswinden können!

Das führt zum Punkt, den wir beide hier festmachten: Es offensichtlich, was hier zu tun wäre, nämlich jetzt einen Deal zu machen. Doch niemand hört zu: Das ist nur eine andere Art zu sagen, wie schwierig es ist, aus einem Krieg herauszukommen, wenn man erst einmal in diesen hineingeraten ist.

Daniel Davies: Unglücklicherweise werden wir es so oder so herausfinden, denke ich. Gerade eben habe ich eine Nachricht von jemandem, der Einblick in die Pläne der Russen hat, erhalten: Er sagt, es sei nur noch eine Frage der Zeit, bis zum ersten Schlag gegen Kiew. Man rechnet damit, dass es nichts bewirken werde, worauf man für Phase 2 bereitstünde.

Wir werden sehen, ob das passiert. Ich bete zu Gott, dass es nicht so weit kommt. Doch, wie Sie eben mit ziemlich fundierter Logik ausführten, wird das wahrscheinlich eintreten. Ich mache mir große Sorgen, wohin diese Dinge sich noch entwickeln könnten und wie man darauf reagieren werde. Mehr überschauen wir nicht, doch wissen es zu schätzen, dass Sie Licht in die Lage brachten – vielen Dank!

John Mearsheimer: Es war mir ein Vergnügen – danke, dass ich teilnehmen durfte.

Daniel Davies: Es ist mir immer eine Freude!

Ich möchte die Zuseher erinnern, dass sie, besonders nachdem sich etwas ereignet hätte, auf mearsheimer.substack.com gehen sollten. Ich bin mir sicher, Mearsheimer wird viel zu sagen haben über das, was auf uns zukommen dürfte. Auch wir werden das ebenfalls behandeln, sowie oder sobald etwas passieren werde.

Vielen Dank und wir sehen uns alle in der nächsten Folge von „Daniel Davis Deep Dive“. Vergesst nicht, das Euren Freunden, die gerne Podcasts schauen, mitzuteilen. Bringt sie dazu, „Daniel Davis Deep Dive“ zu ihrer Podcast-Liste hinzuzufügen. Sie müssen wissen, was Ihr wisst. Sie können es dort finden, wo sie ihre Podcasts bereits beziehen – Ihr müsst es ihnen nur sagen!

Ende der Serie

***

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

  • Teil 1 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien: HIER
  • Teil 2 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien: HIER

Der Interview auf „Daniel Davies Deep Dive“ mit J. Mearsheimer auf Englisch:




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Die Regierung des permanenten Krieges – Wer hat in Washington wirklich das Sagen?

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Viele von uns fragen sich, welche tatsächliche Macht der Präsident der Vereinigten Staaten hat. Ist er, wie er sich selbst bezeichnet, der mächtigste Mann der Welt, oder gerät er in den Sog der Oligarchen, die ständig Verschwörungen schmieden?

Von MAREK WOJCIK | Oder lässt er sich vielleicht vom größten Verbündeten der USA erpressen? Sind die Entscheidungen des Präsidenten, insbesondere jene, die den Krieg betreffen, das Ergebnis seines übersteigerten Egos, oder verfolgt er vielleicht einen teuflischen Plan, um seine großartigen „Karten“ made in China auszuspielen?

Die erfolgreichsten Schritte von Donald Trump sind die Spekulationen seiner engsten Vertrauten an der Börse. Wenn seine chaotischen Äußerungen und deren Richtung den Auserwählten des unredlichen Reichtums im Voraus bekannt sind, was spricht dann dagegen, auf steigende oder – je nach den launischen Absichten des Präsidenten – fallende Ölaktien zu setzen? Auf diese Weise lässt sich enorm viel Geld „verdienen“.

Die Verfassung sollte die Macht an der kurzen Leine halten. Der Kongress sollte den Krieg erklären, die Finanzen kontrollieren, die Exekutive zügeln und dem Volk Rechenschaft ablegen. Der Präsident sollte die Gesetze vollstrecken, nicht per Dekret regieren, nichterklärte Kriege führen oder als Frontmann für ein Imperium dienen. Die Gerichte sollten als Kontrollinstanz gegen staatlichen Missbrauch dienen, nicht die schlimmsten Auswüchse des nationalen Sicherheitsstaates absegnen.

Jeder moderne Präsident hat dieselben Kriegsbefugnisse, dieselben Geheimdienste, denselben Notfallapparat, dieselben Überwachungssysteme, dieselben Rüstungsunternehmen, dieselben militarisierten Polizeikräfte und dieselbe parteiübergreifende Sucht nach Macht ohne Rechenschaftspflicht geerbt. Trump hat die permanente Kriegsregierung nicht geschaffen. Er hat sie geerbt, genährt, vergrößert, als Waffe eingesetzt und ist, wie jeder Präsident vor ihm, zu ihrem Verfechter geworden.

Ich will Trump nicht rechtfertigen, sondern lediglich aufzeigen, dass er zwar seinen eigenen Stil namens „Trumpismus“ eingeführt hat, der auf Unberechenbarkeit und dem Bruch aller Traditionen beruht, die angeblich die Grundlage des Konservatismus bilden. Doch die wichtigsten geopolitischen Entscheidungen werden nicht unbedingt im Weißen Haus getroffen. Dieses unbekannte Haus, in dem Kriegspläne geschmiedet werden, würde ich aufgrund der Absichten hinter diesen Entscheidungen als „Schwarzes Haus“ bezeichnen. Es muss sich keineswegs auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten befinden.
Dieser Beitrag erschien auf dem Blog des Autors world-scam.com



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Norbert van Handel: Neuwahlen in Österreich jetzt!

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Die traurige Situation der österreichischen Regierung mag sich nicht sehr von der Regierung unserer deutschen Freunde unterscheiden. Dennoch wollen wir heute vor allem auf die Neutralität zu sprechen kommen, die auch für unsere Nachbarn wichtig sein könnte.

Dazu folgendes:

  1. Politisch: die EU wird, mit welchen Tricks auch immer, die Einstimmigkeit, die ein gewisser kleiner Garant auch für kleinere Länder war, zugunsten einer Mehrstimmigkeit ändern.
  2. Wenn dies der Fall ist, werden kleine Länder überhaupt keine Chancen mehr haben ihre Interessen – im Wesentlichen die Interessen von tausendjährigen Staats- und Kulturgemeinschaften – zu vertreten – damit kann man Österreich vergessen!!
  3. Vor allem neutrale Länder wurden zuletzt, ob sie wollten oder nicht, in den Strudel der kriegsfreundlichen Mehrheit in der EU hineingezogen.
  4. Das heißt, dass die Ukraine – so korrupt sie auch ist – wahrscheinlich EU- und Natomitglied werden wird, so teuer und unsinnig dies für Europa auch ist
  5. Die früher guten Beziehungen Österreichs zu allen Staaten, vor allem auch zu Russland, würden in jeder Weise zerstört werden.
  6. Wäre Österreich wirklich neutral geblieben, dann hätte man niemals die Sanktionen gegen Russland teilen dürfen. Im Übrigen gilt das auch für die Schweiz!!
  7. Wäre Österreich wirklich neutral geblieben, hätte es auch ein Standort für europäische Unternehmungen, die sich in Österreich etabliert hätten, sein können, die ohne Beeinträchtigung der EU mit Russland und allen anderen Staaten wirtschaftlich kooperieren hätten können.
  8. Neutralität heißt nichts anderes, als sich in Differenzen anderer Staaten nicht einzumischen und wirtschaftlich produktiv zu agieren.
  9. Neutralität ist also die Grundlage mit allen wesentlichen Ländern: USA, Russland, China, BRIX-Staaten in aller Freundschaft Geschäfte zu betreiben. Die EU mit ihren sinnlosen Gesetzen und Verordnungen, die alle Mitglieder glauben übernehmen zu müssen, schädigt nur die Wirtschaft. Bürokratie ist Trumpf und sinnvolle Wirtschaftsverbindungen werden nicht erkannt.
  10. Sowohl in der Verfassung als auch im Neutralitätsgesetz ist die Neutralität mehr als deutlich niedergeschrieben. Darüber spricht aber niemand. Dies wäre eine Aufgabe zum Beispiel des österreichischen Bundeskanzlers, der dies leider nicht versteht.
  11. Eine so genannte Außenministerin, die einfach fröhlich plappernd in der EU und überall anders, vor allem auch in der Ukraine, herumschwirrt, ist eine Gefahr für das Land.

Deshalb Neuwahlen jetzt, weil Österreich sonst noch mehr beschädigt wird, als es ohnedies schon der Fall ist.

Dr. Norbert van Handel                                                                                                                     02.06.2026 Steinerkirchen a.d. Traun



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Chaos-Kommunikation: Was Merz sagt, ist noch schlechter als das, was er macht

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JULIAN REICHELT | Friedrich Merz ist der unbeliebteste Regierungschef der Welt – und jetzt sagt ihm seine eigene CDU offen ins Gesicht, was die Deutschen seit Monaten wissen. 78 Prozent Unzufriedenheit, die FAZ spricht vom politischen K.o., Helene Bubrowski sagt bei Lanz: Er hat die Nerven verloren.

Heute zeige ich Ihnen, warum Merz nicht nur ein schlechter Kommunikator ist – sondern warum seine Kommunikation das Land aktiv gefährdet. Und warum der Albatros aus Bernhard und Bianca ein erschreckend präzises Bild für den Bundeskanzler ist.



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„Paris Saint Germain“ und die negativen Auswirkungen des Sieges

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Kaum war das Champions League Finale zwischen PSG und Arsenal abgepfiffen, ging es auch schon sprichwörtlich los. Straßen brennen, Junge Männer laufen durch die Gegend und legen Paris in Schutt und Asche.

Autos brennen aus, Rettungswägen werden am fortkommen gehindert und in einem viralen Video sieht man zwei junge Frauen, die in einem Auto sitzend die Fensterscheiben eingeschmissen bekommen, die Hände vor Augen halten um nicht vom Schrapnell getroffen zu werden. Als Blutzoll dieser Nacht wird ein Toter genannt, obwohl man all die Menschen die vergeblich auf Rettung und Feuerwehr gewartet haben wohl nicht mitgezählt hat.

Wer war also verantwortlich? Radikale Hooligans?

Weit gefehlt, wie schon letztes Jahr sieht man vor allem Männer Nord- und Zentralafrikanischer Herkunft ihrer unstillbaren Wut freien Lauf lassen. Was begründet diese Wut? Hat PSG etwa verloren? Nein, glücklich und knapp gewonnen. Glaubt man der „Intellektuellen Linken“ ist es die Aussichtslosigkeit, die Armut und Arbeitslosigkeit junger Migranten in den Außenbezirken von Paris, den sogenannten Banlieues die solche Gewaltexzesse auslöst.

Auf den mittlerweile bekannten Videos dieser Nacht des Schreckens zeigt sich aber ein anderes Bild. Zumeist muslimische Migranten kichern, lächeln und jauchzen vergnügt während sie Bistros, Boulangerien und Cafés verwüsten. Sie sagen auch lustige Dinge in die Kamera wie …

„… wir waren schneller als die Deutschen im zweiten Weltkrieg, innerhalb von drei Stunden gehört die Stadt uns!“

In einem anderen Video sieht man den Journalisten und früheren Präsidentschaftskandidaten Eric Zemmour ein Lokal verlassen, in dem er wohl auch das Match verfolgte. Schnell ist er davon, dank besserer Gegend, etwas weniger von migrantisch durchzogenen Fans umzingelt, die seinen Namen skandieren und ihn schubsen.

Vor kurzem noch war Zemmour in einer Talkshow zu sehen wo er sagte, dass er früher über Migration geschrieben hat „pour alerter“ also um auf ein Problem aufmerksam zu machen. Da jetzt aber jeder das Problem kenne schreibe und spreche er nur mehr „pour mobiliser“, zu mobilisieren für die richtige Sache. Ob das gelingen wird scheint unwahrscheinlich. Viele Blogger titelten am morgen nach dem Match „Paris has fallen“, Paris ist gefallen. Was sich wohl auch die Mitarbeiter jenes Cafés dachten?



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Erster Weltkrieg: Kriegschuldfrage nach „Bedarf“ – jetzt ist Russland schuld

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Nachdem der „Tätervolk-Wanderpokal” von den Juden über die Deutschen gerade an die Russen von westlichen Medien und Politikern weitergereicht wurde, verwundert es wenig, dass man Russland nun auch als Auslöser des Ersten Weltkriegs verantwortlich macht.

Kriegschuldfrage nach „Bedarf“

Von REDAKTION | Gleich vorweg: Dieser Beitrag wird sich nicht mit der Kriegsschuld der am Ersten Weltkrieg beteiligten Staaten befassen. Mit Büchern, die sich damit befassen, könnte man ganze Bibliotheken füllen. Fest steht, dass aus der Sicht von Siegermächten natürlich die jeweiligen Kriegsverlierer die Schuld tragen – mit entsprechenden Konsequenzen. Das war schon immer so.

Für Deutschland waren es nach dem Ersten Weltkrieg die nicht zu stemmenden Reparationszahlungen samt Landabtretung und für Österreich/Ungarn die Zerschlagung der Monarchie sowie das Abtreten Südtirols an den zuvor noch verbündeten Staat Italien, der 1915 auf Zuruf der Briten die „Seiten wechselte“, da ihm Südtirol als „Lohn“ für den Verrat zugesagt wurde.

Die entsprechenden Knebelverträge waren bekanntlich auch die Auslöser des Zweiten Weltkriegs. Sollte es demnächst einen Dritten Weltkrieg geben, so wird auch dieser indirekt die Folge dieser furchtbaren Entwicklungen sein.

Da die historische Betrachtung über „gute“ und „böse“ Staaten von britischen Kreisen kuratiert wird, verwundert es wenig, dass bereits seit 2014 (Anektion der Krim durch Russland) seitens englischer Historiker die Kriegsschuldfrage für den Ersten Weltkrieg von Deutschland weg in Richtung Russland verschoben wurde. Schließlich galt es, Russland als neuen „Schurken“ aufzubauen – mit all den Folgen, die ein „Tätervolk“ eben so zu tragen hat. Besonders unappetitlich dabei ist, dass auch Privatpersonen dieses „Tätervolkes” im Westen persönlich diskriminiert werden. Die Palette reicht von Auftrittsverboten für Künstler und Sportler bis hin zu Schikanen aller Art. Das ist nichts Neues, was historisch Gebildete sicher bestätigen können.

Obwohl die Publikationen zur Neubewertung der Kriegsschuldfrage bezüglich des Ersten Weltkriegs bereits zehn Jahre alt sind (siehe Links unten) und die meisten von uns vermutlich nichts davon mitbekommen haben, scheint man sich nicht zu entblöden, ausgerechnet jetzt, am Vorabend eines Dritten Weltkriegs, die Katze aus dem Sack zu lassen. So konnte man beispielsweise in der FAZ von einer „Kriegsschulddebatte 1914” lesen. Nach der oben gezeigten Überschrift als Einleitung des Artikels konnte man Folgendes lesen:

„Das Völkerrecht konnte den Ausbruch des Ersten Weltkriegs nicht verhindern. Joachim Dolezik von der Universität Wien geht über Christopher Clark hinaus und sucht die Hauptschuld bei Russland.“

Es stellt sich die Frage, warum ausgerechnet jetzt, im Jahr 2026, von einer „Neubewertung“ die Rede ist, obwohl die entsprechenden „neuen Erkenntnisse“ bereits zehn Jahre zurückliegen und derartige entlastende Argumente von „bösen“ Revisionisten schon seit Jahrzehnten publiziert wurden, wie im Artikel schon erwähnt.

Signalisiert man den (jetzt ehemaligen) deutschen und österreichischen Schuldneurotikern etwa, dass eine erhoffte Niederlage Russlands im aktuellen Ringen mit der EU und Großbritannien mehr als gerecht sei, weil man sich in der Kriegsschuldfrage leider 100 Jahre lang „geirrt“ habe? Und dass man jetzt gemeinsam mit England den „Fehler“ Churchills wiedergutmachen wolle, der gesagt hat, man habe das „falsche Schwein geschlachtet“ und nun gemeinsam mit unseren angloamerikanischen „Freunden“ das „richtige Schwein“ schlachten wolle? Beute gäbe es ja genug, was den „Drang nach Osten“ aus der Sicht der gerade kriegstauglich zu Machenden schon wieder erklärbar macht.




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Mearsheimer über Gefahren direkter Angriffe aufs russische Hinterland – Teil 2

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Im zweiten Teil des Gesprächs zwischen Daniel David und Professor John J. Mearsheimer auf dem Podcast Deep Dive geht es um die Sackgasse, in die sich der Westen manövriert hat: Wie könnte es weitergehen?

John Mearsheimer: „Viele Bürger Russlands haben das Gefühl,
dass Putin nicht früh genug ein Machtwort gesprochen hätte!“

Von REDAKTION | „Gefühle“ entspringen emotionalen Ursachen, doch können sich schnell in Narrative verwandeln, die dann jedoch nur auf Scheinwelten und Fiktionen der von diesen Gefühlen getragenen Massen beruhen. Der Spin mit Gefühlen bildet das Grundprinzip auf dem atlantische Propagandisten und Spindoktoren ihre Desinformationen aufmachen. Besagte Propaganda im Westen wird von den atlantischen Kartellmedien verbreitet, um sie dem Volk „voll mit Gefühlen“ als sogenanntes „Narrativ“ unterzuschieben!

So kann das zunehmende Gerede von „russischen Nuklearangriffen“ im Westen sehr schnell dazu beitragen über besagte „Gefühle“ Tatsachen verdrehen zu lassen, wie vor allem in Bezug auf Unterschiede zwischen der US-Nuklearstrategie [US-Nationale Sicherheitsstrategie, Nuclear Posture Review (NPR) und National Defense Strategie der USA] und der Nukleardoktrin Russlands:

Die USA haben sich in ihrer Nuklearstrategie stets geweigert einen nuklearen Erstschlag [No-First-Use] auszuschließen!

Die USA gehen sogar soweit, versteckt hinter semantischen Wortschöpfungen, wie „Präemption“ und „Prävention“, „extreme Umstände“ für einen US-Erstschlag, z.B. wie folgend offiziell definieren zu lassen:

  • Einen „Feind“ – ohne konkrete Beweise für einen bevorstehenden Angriff – nuklear angreifen zu lassen, bevor er über gefährliche Fähigkeiten verfügte!
  • Nicht-nukleare Bedrohungen, wie z.B. biologische Chemiewaffen-Potentiale nuklear ausschalten zu lassen, obwohl gerade die USA, was das Thema biologische Giftküchen betrifft, dafür weltweit die führenden Weltmeister sind!

Die Russische Föderation dagegen sieht nukleare Schläge nur für den Fall vor, dass der feindliche Angriff das nukleare Abschreckungspotential oder die Existenz des russischen Staates auszuschalten drohe: Allerdings sprechen Vertreter westlicher Eliten regelmäßig von der Zerschlagung Russlands, doch glücklicherweise unterscheidet die russische Führung zwischen Polit-Geplapper durch Repräsentanten von US-Vasallenstaaten und praktischer Umsetzung, wie z.B. über den Proxy- oder Vertreterstaat Ukraine:

So wartet Russland noch ab!

John Mearsheimer erläuterte im Teil 1 des Interviews die Logik hinter der Theorie des russischen Politikwissenschaftlers Sergei Karaganow, der ein viel radikaleres Eintreten Russlands nach Überschreiten roter russischer Linien durch den kollektiven Westen einmahnt und dabei die nukleare Komponente mit ins Spiel bringt. Hinweis: UNSER MITTELEUROPA veröffentlichte mehrere Artikel zu den Thesen von Sergei Karaganow – siehe Links im Anhang.

Zwischen den Extremen einer Speziellen-Militär-Operation [SMO] – sprich einer Militäroperation mit angezogener Handbremse – und dem Einsatz von Nuklearwaffen, existiert jedoch ein breites Spektrum anderer effektiverer Handlungsmöglichkeiten, die sich Russland anböten: Russland ist nicht nur eine der stärksten Nuklearmächte der Welt, sondern verfügt auch über eine kampfstarke konventionelle Armee auf höchstem Niveau. Dazu verfügt die Russische Föderation über eine Waffentechnik auf dem Gebiet für Hyperschall-Raketen, welchen den Feinden Russlands fehlt.

Unter russischen Raketen der letzten Generation fallen z.B. die Typen Oreshnik, Kinzhal, Zircon oder Iskander. Die US-Patriot-Raketenabwehr wäre heute nur in der Lage Iskander-Kurzstrecken-Raketen abzufangen. Westliche Experten sind sich über die eklatanten militärischen Schwächen des konventionellen Bereichs voll und ganz bewusst. Dabei geht es nicht nur um unterlegene Waffentechnik an sich, sondern ergänzend dazu um weitere zusätzlich Defizite, die ähnlich fatal klingen:

  • fehlende Produktionskapazitäten für Waffenarsenale generell, wie z.B. 155 mm Artilleriegranaten, die dem kollektiven Westen in der Ukraine ausgingen!
  • fehlende Rohstoffe im Westen, wie gegenwärtig Wolfram und Seltene Erden, was westliche Produktionsbänder hier und heute stillstehen lässt!
  • fehlende militärische Logistik und Infrastruktur, welche den westlichen Streitkräften aufgrund ihres kaputten Wirtschafts- & Finanzsystems immer stärker fehlen!

Die US-Streitkräfte verfügten noch nie über eine ernst zu nehmende Landarmee, doch verließen sich stets auf ihre Luftstreitkräfte und Marine:

Doch selbst damit ist es inzwischen vorbei, wie der Konflikt um die Straße von Hormuz zeigte!

Daraus lässt sich die russische Strategie gegenüber dem westlichen „Drang nach Osten“ ableiten – insbesondere für die Bereiche:

  • Verhandlungslösungen: Solche können nur erfolgen, solange sich auch die Gegenseite dazu bereit fände. Das war bis Alaska Mitte 2025 bei der USA noch der Fall gewesen, die jedoch im Anschluss von London an die Leine gelegt wurden: Die vermeintlich allmächtigen Vereinigten Staaten durften ihren eigenen Vorschlag von Alaska, nachdem Russland diesen akzeptiert hatte, nicht mehr umsetzen!

Die Briten selbst fallen als Verhandlungspartner aus, nachdem sie sich auf ihre hyper-aggressive Kriegspolitik verlegten. Die EU-Festlandstaaten hingegen bleiben politisch irrelevant, nachdem sie zu atlantischen Protektoraten verkommen und damit handlungsunfähig geworden sind. Das heißt, für Russland gibt es in Bezug auf den Ukrainekonflikt keine Verhandlungspartner mehr:

Es bleibt nur noch die militärische Option!

  • Militärische Lösungen: Es ist jene Option, welche der Russischen Föderation bleibt, nachdem die USA nicht mehr verhandeln dürfen und London die Rolle des obersten globalen Kriegstreibers vertritt.

Vor dem Hintergrund, dass es im Westen inzwischen für Russland keine Verhandlungspartner mehr gibt, wären russische Militäraktionen, wie Vergeltungsschläge und/oder (nukleare) Abschreckungsationen nur Zeichen der Schwäche im Sinne verfehlter militärischer Symbolpolitik und/oder Analyse, um eine Verhandlungsbereitschaft, die im Westen nicht mehr existiert, beim Gegner dann militärisch durchzusetzen.

In der gegenwärtigen Phase des West/Ost Konfliktes wäre es eine Fehleinschätzung bzw. das Ergebnis falscher Analysen auf eine Politik der Signale und Warnungen zu setzen: Vielmehr hat Russland jetzt das Militär sprechen zu lassen, um die Ziele der Speziellen Militär-Operation [SMO] voll und ganz durchzusetzen.

 Das russische Ziel muss heißen, im nächsten Schritt dem Westen die „Angriffsbasis Ukraine“ als Sprungbrett-West gegen Ost mit konventionellen militärischen Mitteln endgültig und vollständig zu entziehen:

Russland braucht dabei aufgrund ihrer militärischen Dominanz gegenüber dem Westen auf keine Atomwaffen zurückgreifen!

Russische Schläge gegen Ziele in EU-Staaten würde in dieser Situation heute gleichermaßen keinen Sinn ergeben – sie könnten vielmehr nur London erfreuen!

Es genügte vollauf, dem Regime der Ukraine eine vollständige militärische Niederlage mit rein konventionellen militärischen Mitteln zuzufügen. In Konsequenz würden die Nationalisten der Ukraine zusammen mit den noch verbliebenen Hard-Core-Bandera-Verbänden ins westliche Exil zu ihren Mentoren, Kuratoren und Gesinnungsgenossen vertrieben.

Nach dem angekündigten Abzug von US-Kräften aus Europa könnten dann die in die EU transferierten Bandera-Wehrverbände unter verdecktem Kommando aus London die neuen atlantischen Besatzungstruppen für EU-Europa abgeben. Dazu könnte man sie ggfs. in neu geschöpfte EU-Uniformen stecken. Das würde auch deren stolze Tätowierungen dem Blick der Verwunderten dahoam“ vorläufig noch entziehen…

Das Interview von John J. Mearsheimer durch Daniel Davies als Transkript in deutscher Übersetzung – Teil 2

Daniel Davies: Ich meine, das ist eine ziemlich ernüchternde Aussage. Ihre Einschätzung besagt, dass die derzeitigen europäischen Staats- und Regierungschefs – ob wir von Starmer, Merz, Macron, Ursula von der Leyen, Mark Rutte usw. sprechen – sich nicht abschrecken ließen und der Ukraine weiterhin unterstützen würden, ungeachtet:

  • einer großen Bombardierungskampagne auf Kiew,
  • russischer Drohungen gegen europäische Ziele!

Die Europäer glauben einfach nicht, dass Russland auch außerhalb der Ukraine zuschlagen könnte? Wie sehen Sie das?

John Mearsheimer, Professor für politische Wissenschaften an der Chicago Universität | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“

John Mearsheimer: Wenn ich die Äußerungen europäischer und US-Eliten höre, gewinne ich den Eindruck, dass diese nicht ganz begreifen, dass man bezüglich Russland einem atomar bewaffneten Gegner gegenüber steht, doch das eine extrem gefährliche Situation darstellt. Mein Eindruck ist, dass wir während des Kalten Krieges viel vorsichtiger waren, wenn immer es um einen kriegerische Handlungen gegen die damalige Sowjetunion ging:

Wir waren während des Kalten Krieges in unserem Verhalten viel vorsichtiger als heute!

Ich finde es bemerkenswert, in welchem Ausmaß wir uns bereit zeigen, der Ukraine dabei zu helfen, militärische Gewalt ins russische Hinterland zu tragen. Ich meine, wir sprechen hier heute über die Drohnenkampagne, die auf Infrastruktur und zivile Ziele, wie zuletzt das Studenten-Wohnheim in Starobilsk/Russland, zielt.

Aber das ist nur ein Teil der Geschichte. Man sollte sich daran erinnern, dass die Ukraine im August 2024 mit Unterstützung der Vereinigten Staaten und Großbritanniens in Russland einmarschiert war. Denken Sie nur einmal darüber nach:

Die Ukraine ist damals in Russland [Kursk] einmarschiert!

Es wäre im Kalten Krieg unvorstellbar gewesen, dass wir einem Verbündeten bei einem Angriff auf die Sowjetunion geholfen hätten. Denken Sie auch daran, dass …

… die Ukrainer die [strategische] Bomberflotte als Teil der russischen nuklearen Triade angegriffen haben!

Zu Zeiten des Kalten Krieges wäre das unvorstellbar gewesen! Aber wir – damit meine ich vor allem die Vereinigten Staaten und Großbritannien, wie auch den Westen im Allgemeinen – fanden es in Ordnung, dass die Ukraine einen Teil der russischen strategischen nuklearen Triade ins Visier nahm. Ich fand das damals schon ziemlich schockierend und empfinde es auch heute noch so.

Das bringt mich zurück zum Argument von Karaganow und anderen in der russischen Elite, wonach Leute im Westen nicht daran glaubten, dass für Russland bedeutende rote Linien existierten. Der Westen respektiert nicht die Tatsache, dass Russland eine Atommacht ist. Sie verstehen nicht, dass man 2024 keine ukrainischen Truppen nach Kursk hätte schicken dürfen! Das hätte ein No-Go sein müssen! Die Russen glauben – meiner Meinung nach zu Recht – dass sie damals im Jahr 2024 es nicht deutlich genug gemacht hätten, dass das, was der Westen und die Ukrainer taten, inakzeptabel gewesen sei. Mit anderen Worten:

Viele Menschen in Russland haben das Gefühl, dass Putin nicht früh genug ein Machtwort gesprochen hätte!

Inzwischen wäre es höchste Zeit auf die Bremse zu treten. Zugleich stellt sich die Frage, was dies in Konsequenz bedeutet? Wie Sie richtig anmerkten, sprechen Russen, so wie es scheint, inzwischen davon Kiew auf eine Art und Weise bombardieren zu lassen, wie es in der Vergangenheit nicht vorkam. Die Schläge am vergangenen Wochenende, waren die ersten Schritte in eine solche Richtung.

Meine Antwort dazu lautet: Ich bin mir nicht sicher, ob das ausreichen wird. Ich glaube nicht, dass dies einen großen Eindruck auf die Menschen im Westen hinterlassen würde. Hingegen könnten Sie damit richtig liegen, dass dies [verstärkte Schläge gegen Kiew] den Westen vielmehr dazu veranlassen könnte, seine Unterstützung für die Ukraine noch weiter zu verstärken, was einen gegenteiligen Effekt ergäbe.

Nun, falls das herauskäme, würden die Russen weiter eskalieren: Es könnte bedeuten, dass sie ein Ziel innerhalb Europas mit konventionellen Waffen angreifen ließen. Falls das nicht aufginge, würden sie [die Russen] weiter eskalieren. Das wäre der Stand der Dinge:

Wir stiegen die Eskalationsleiter hoch!

Daniel Davies: Lassen Sie uns dazu die nächste Phase analysieren, nachdem Russland Kiew stark angegriffen haben würde: Das Ganze würde mit vielen Videoaufnahmen einhergehen – dazu käme Selenskyj, der vor die Kameras treten würde, um nach Hilfe zu flehen. Sodann würden wütende Europäer nicht nachgeben, doch ihre Unterstützung an die Ukraine nur noch weiter verstärken.

In Gegenzug könnte Russland zur nächsten Phase übergehen, um sich Ziele gemäß der von Russland veröffentlichten Liste mit Unternehmen für Drohnen, Raketen, die sich bis Großbritannien erstrecken, vorzunehmen. Doch falls auch das nicht bewirkte, könnte die nächste Stufe den Einsatz taktischer Atomwaffen bedeuten. Würde das die Aufmerksamkeit Westeuropas zuletzt erwecken können?

John Mearsheimer: Ich glaube schon! Ich meine, die Frage, die man sich zu stellen hat, wäre: Falls Russland Atomwaffen einsetzte, wie würde der Westen an dieser Stelle reagieren?

Falls der Westen mit eigenen Atomwaffen zurückschlüge, würden die Russen aller Voraussicht nach ebenfalls zurückschlagen und man begäbe sich hinauf auf der nuklearer Eskalationsleiter. Man könnte argumentieren: Falls die Russen mit konventionellen Waffen ein europäisches Land angriffen und gleichzeitig klipp und klar nach Europa kommunizierten, dass Angriffe aufs russische Hinterland ein Überschreiten der roten Linie bedeuteten, was Russland als Nächstes zu Atomwaffen greifen ließe. Denn das Töten einer großen Zahl russischer Zivilsten wäre für Russland kategorisch inakzeptabel. Russland wäre bereit hart durchzugreifen – bis hin zum Einsatz von Atomwaffen, um eine Verhaltensänderung zu erreichen. Wenn sie das kommunizierten, vielleicht bräuchte man dann gar keine Atomwaffen mehr einzusetzen.

Doch man sollte nicht unterschätzen, wie gefährlich sich eine solche Situation entwickeln könnte. Übrigens ist einer der Gründe dafür die Rhetorik im Westen – eine Rhetorik, die ich für töricht halte: Ich glaube nicht, dass Russland eine große Bedrohung für Europa darstellt: Punkt – Ende der Durchsage! Aber was ich denke, spielt keine Rolle.

Was hier zählt ist, was die europäischen Staats- und Regierungschefs denken. Ich meine, man kann argumentieren, dass die europäischen Staats- und Regierungschefs sich selbst davon überzeugt hätten, dass – entschuldigen Sie den Vergleich – Russland die Wiederkehr der Sowjetunion oder die des Dritten Reiches wäre und dass wir im Westen alles tun müssten, um dieses Monster abzuwehren und falls die Abschreckung versagte, es in einem Krieg zu besiegen hätten. So reden die europäischen Eliten tatsächlich!

Noch einmal: Ich denke, es gibt gute Argumente dafür, dass sie ihre eigene Rhetorik ernsthaft glauben. Falls sie das tatsächlich täten und man sich zugleich die russische Position, wie von uns beiden dargelegt, vergegenwärtigte und diese beiden Dinge miteinander verbindet, …

… so ergibt das in der Tat eine sehr beängstigende Situation!

Fortsetzung folgt

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

***

Teil 1 des Gesprächs zwischen Daniel Davies und John J. Mearsheimer erschien. HIER:

Mearsheimer: Mögliche Gründe russischer Eskalation über die Grenzen der Ukraine hinaus – Teil 1

 

Der Interview auf „Daniel Davies Deep Dive“ mit J. Mearsheimer auf Englisch:

 

Artikel von UM zu den Thesen von Sergei Karaganow:




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Die Welt will betrogen werden!

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Die Aktie als Finanzierungsinstrument soll die Quadratur des Kreises bewerkstelligen: Einerseits soll die Aktie dem Unternehmen eine günstige Finanzierung, gleichzeitig aber dem Anleger eine hohe Rendite verschaffen!

Wie soll das gehen?

Von FRANZ FERDINAND | Genaugenommen ist die Aktie aus der Sicht des Kleinanlegers nichts anderes als ein legalisiertes Pyramidenspiel, also ein Betrug! Für das Unternehmen bedeutet eine Aktie ein nicht rückzahlbarer, zinsloser Kredit. Dividendenausschüttungen sind ja nicht zwingend vorgesehen. Den „Gewinn“ soll sich der Anleger dann von einem anderen Anleger holen, der noch dümmer als er selbst ist und dem er dann die Aktie teurer verkaufen soll!

Zumindest gilt diese Sichtweise für Kleinanleger, die auf die Unternehmensführung keinen Einfluss haben und auch sonst aus dem Aktienbesitz keinerlei Vorteile ziehen können.

Damit dieser Schwindel funktionieren kann, muss über die Medien über die Aussichten und zukünftige Unternehmensgewinne ein gewaltiger Rummel veranstaltet werden, um so den zukünftigen, erhofften „Wert“ der Aktie in die Höhe zu schrauben.

Tatsächlich sind weltweit alle großen Unternehmen als Aktiengesellschaften organisiert, auch in ehemals sozialistischen Ländern. Der Grund ist einfach der, dass größere Unternehmen ihre notwendigen Investitionen in Ausrüstung und Forschung und Entwicklung nicht ausschließlich aus dem Cash Flow finanzieren können und sich über Kapitalerhöhungen finanzieren müssen. Den globalisierten Wettkampf um Absatzmärkte gewinnt Derjenige, der mehr Anlagekapital mobilisieren kann. Die Investitionen rechtfertigen sich dann durch die Gewinnerwartung und weniger durch die tatsächlichen Gewinne. Diese Logik führt dann oft zu aberwitzigen Unternehmensbewertungen, wie aktuell bei der „Künstlichen Intelligenz“!

Der „Unternehmenswert“ ergibt sich dann aus dem momentanen Aktienkurs multipliziert mit der Anzahl der emittierten Aktien. Der Aktienkurs wird durch den Handel nur eines kleinen Teils der verfügbaren Aktien auf der Börse ermittelt. Schon daraus erkennt man, dass der Unternehmenswert fiktiv ist. Ebenso ist die summarische Börsenkapitalisierung eines Marktes fiktiv. Würden nämlich alle Aktien eines Unternehmens gleichzeitig verkauft werden, so würde der Aktienpreis und somit der Unternehmenswert gegen null gehen.

Da Kleinanleger, die selbst mit Aktien spekulieren, schnell kalte Füße bekommen, fließt das Anlagekapital in der Regel über große Fonds (z.B. BlackRock mit 12,5 Billionen Dollar verwaltetem Vermögen) in die Börse. Derartige Fonds haben natürlich über ihre schiere Größe über die Aktionärsversammlung und dem Aufsichtsrat Einfluss auf die Geschäftspolitik der börsennotierenden Unternehmen.

Wie entstehen die Börsengewinne wirklich?

Die Maßstäbe für Börsengewinne sind die Börsenindizes, wie zum Beispiel der Dow Jones, der sich aus dem Wert der 30 wichtigsten Aktien zusammensetzt. Mit dieser Zusammensetzung beginnt bereits der Schwindel, da ja diese Zusammensetzung über Jahre und Jahrzehnte nicht konstant ist und auch nicht konstant sein kann. Wird eine Aktie durch eine Andere in diesem Index ersetzt, so errechnet sich der Index jetzt so, als ob diese Aktie schon immer im Index enthalten gewesen wäre. Tatsächlich müsste ein Anleger, der den Index nachbilden wollte, die Aktie die aus dem Index verschwindet, erst verkaufen und die neue Aktie kaufen. Schon aus diesem Grund ist der Erfolg derartige Indexfonds immer schlechter als der Index selbst. Ein langfristiger Indexvergleich ist somit ein reiner Apfel-Birnen-Vergleich!

Dadurch erscheint die Kursentwicklung beispielsweise des Dow Jones auf dem ersten Blick beträchtlich:

In den letzten dreißig Jahren verzehnfachte sich dieser Index von etwa 5000 auf derzeit 50000 Punkte. Der Deutsche Aktienindex DAX stieg im gleichen Zeitraum ebenfalls um etwa das Zehnfache (von 2500 auf etwa 25000 Punkte). Berechnet man daraus eine Verzinsung, so ergibt sich diese zu etwa 8 Prozent. Vergleicht man diese beiden Indizes mit der Entwicklung des Goldpreises, so stieg dieser in den letzten dreißig Jahren sogar um den Faktor 15 (von 300 auf ca. 4500 Dollar)! Dies entspräche einer Verzinsung von fast 9,5 Prozent!

Die Erhöhung der Börsenkurse beruht letztendlich darauf, dass mehr Geld in den Markt hinein, als herausfließt. Die Gründe dafür liegen hauptsächlich in der Inflation, die auch die Börsenumsätze laufend steigen lässt. Die Inflation wird wieder durch das Gelddrucken der Notenbanken und der Schöpfung von Giralgeld durch die Geschäftsbanken durch Kreditvergabe angetrieben. Wie wir alle wissen, wird die Realinflation durch den sogenannten Verbraucherpreisindex (VPI) nicht wirklich richtig dargestellt. Der VPI erhöhte sich in Deutschland in den letzten 30 Jahren bloß um 70 Prozent (etwa 1,8 Prozent pro Jahr!) Wer zufällig einen alten Kassenzettel entdeckt (siehe z.B.: https://weltwoche.de/daily/kassenzettel-von-2002-geht-viral-ein-einkauf-in-deutschland-kostete-damals-933-euro-unvorstellbar/) weiß, dass dieser VPI einfach lächerlich ist!

Hinzu kommt, dass die Börsenumsätze durch gehebelte Spekulationen angetrieben werden. Das berühmteste Beispiel hierfür sind die Yen-carry-trades: Dabei wurden in der Vergangenheit mit fast nullprozentigen Yen-Kredite Wertpapier (Aktien und Anleihen) anderswo gekauft. Allerdings brachen derartige Geschäfte vor Kurzem zusammen, da sich die langfristigen Zinsen in Japan durch die hohe Inflation in diesem Land schlagartig auf ca. 4 Prozent erhöhten!

Die aktuelle Lage an der amerikanischen Börse!

Jeder Beobachter der Aktienmärkte weiß, dass die aktuelle globalpolitische Lage wie ein Damoklesschwert über den Börsen schwebt. Speziell die Stärke der amerikanischen Börse hängt vom Supermachtstatus der USA ab. Der amerikanische Aktienmarkt macht etwa zwei Drittel der weltweiten Marktkapitalisierung der globalen Aktienmärkte aus, während die amerikanische Wirtschaft nur je nach Art der Berechnung zwischen 15 und 25 Prozent der Weltwirtschaft umfasst. Dies hängt auch unmittelbar mit der Dollarhegemonie zusammen. Die weltweiten Anleger, die nicht wissen wohin sie ihre Dollars stecken sollen, investieren in den amerikanischen Aktienmarkt. Verliert die USA diesen Supermachtstatus und die Dollarhegemonie, so steht der Wall Street ein episches Kursgemetzel bevor. Bei den aktuellen Konflikten um die Ukraine und vor allem jetzt um den Iran versucht die USA gemeinsam mit der EU eben diese Dominanz zu verteidigen, anderenfalls sich unzählige Billionen an Börsenkapitalisierung buchstäblich in Luft auflösen!

Der für die Weltwirtschaft ruinöse Kriegsverlauf gegen den Iran könnte also Panikverkäufe an der Wallstreet auslösen. Zwar gilt die alte Kostolany-Regel vom „Kaufen wenn die Kanonen donnern“, doch ist der Börsenaltmeister davon ausgegangen, dass der Krieg einen Kurssturz auslöst, den der Langfristinvestor nutzen sollte!

Die derzeitige Situation ist jedoch genau umgekehrt: die Kanonen donnern und die Börsen befinden sich auf Rekordkurs und niemand kennt den Ausgang dieses Konfliktes. Es herrscht also maximale Unsicherheit, was im Normalfall Gift für die Börsen ist.

Hinzu kommen die allgemein explodierenden Staatsschulden, die zwangsläufig höhere Marktzinsen nach sich ziehen. Hohe Zinsen sind auch wieder Gift für den Aktienmarkt.

Gold stützt den Aktienmarkt

Trotz dieser Gemengelage steigen die Börsenkurse derzeit von Rekord zu Rekord! Die Erklärung ist sehr einfach: Die großen Kapitalsammelbecken wie beispielsweise BlackRock wissen, dass es jetzt um das Ganze geht. Wenn es jetzt nicht gelingt, die Illusion von den endlos steigenden Aktienmärkten am Leben zu halten, droht ein Kurssturz, der selbst jenen vor nahezu 100 Jahren im Jahre 1929 in den Schatten stellen könnte. Die Kurse der Blue Chips müssen jetzt gegen den Trend unbedingt geschönt werden. Die dazu notwendigen Mittel erhalten sie aus der Liquidierung ihrer Goldbestände. Der Goldkurs verdoppelte sich im vergangenen Jahr von etwa 2700 auf bis zu 5500 Dollar. Die Gründe für diesen Anstieg sind genau in jenen Befürchtungen zu suchen, die die Aktienmärkte nun unter Druck setzten. Mit diesen Gewinnen wird offenbar versucht, die Aktienmärkte zu stabilisieren. Entsprechend ist der Goldkurs von 5500 Dollar in der Zwischenzeit auf 4500 Dollar zurückgegangen. Wie lange dieser Goldpuffer noch ausreicht, wird man sehen!




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Spielerschutz Deutschland: Bilanz nach vier Jahren Glücksspiel-Staatsvertrag

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Gut gemeint, aber auch gut gemacht? Eine kritische Bilanz des deutschen Spielerschutzes zwischen Bürokratie, Schwarzmarkt und Spielsuchtprävention.

Selten ist eine deutsche Reform so wortreich angekündigt und so kläglich am eigenen Anspruch gescheitert wie der Spielerschutz im Online-Glücksspiel. Mit dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 versprach der Bund nichts Geringeres, als das Wildwest-Image der Branche ein für alle Mal zu beerdigen. Vier Jahre später ist von dieser Ankündigung nicht viel übrig. Was den Spieler schützen sollte, treibt ihn heute mit, überwacht ihn und treibt ihn nicht selten direkt in jene Strukturen, vor denen er bewahrt werden sollte. Wer das nicht glaubt, kann es alle sechs Monate in einer neuen Studie nachlesen.

Doch was wollte der Gesetzgeber ursprünglich erreichen, und ab welcher Schraubenumdrehung ist aus Schutz pure Bevormundung geworden?

Der gute Ansatz: Was der Schutz auf dem Papier verspricht

Auf dem Papier wirkt der deutsche Spielerschutz vorbildlich. Lizenzpflicht für sämtliche Anbieter, ein monatliches Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Spieler über alle Plattformen hinweg, eine bundesweite Sperrdatei namens OASIS, Werbebeschränkungen, ein Panikknopf, ein laufender Realitäts-Check während des Spiels. Das Maßnahmenpaket des Glücksspielstaatsvertrags 2021 liest sich wie eine Wunschliste der Suchtprävention. Hinzu kommt: Anbieter ohne deutsche Lizenz dürfen ihre Dienste hierzulande gar nicht mehr legal anbieten, und die zentrale Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder soll dafür sorgen, dass aus Vorgaben echte Realität wird.

Das ist eine grundlegende Verbesserung gegenüber der Lage vor 2021, als sich Online-Glücksspiel in einer rechtlichen Grauzone abspielte. Wer heute legal in Deutschland Slots spielen möchte, kann das mit einem klaren Schutzrahmen tun. Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen verweist darauf, dass strukturelle Limits wie verbindliche Einzahlungsgrenzen messbar zur Reduzierung problematischen Spielverhaltens beitragen können.

Wenn Schutz zur Schikane wird

Soweit die Theorie. In der Praxis fühlen sich viele Spieler durch die Regulierung weniger geschützt als bevormundet. Das einheitliche Limit von 1.000 Euro gilt anbieterübergreifend, was bedeutet, dass schon der gelegentliche Spieler mit mittlerem Einkommen auf jede Form von Flexibilität verzichten muss. Wer einen verifizierten Limit-Antrag stellt, muss seine wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen, ein bürokratischer Akt, der in keiner anderen europäischen Jurisdiktion in dieser Form existiert.

Hinzu kommen die Anbindung an das zentrale Limit-System LUGAS und eine 5,3-prozentige Steuer auf jeden einzelnen Slot-Einsatz, die nicht auf den Gewinn, sondern auf den Wetteinsatz erhoben wird. Das Ergebnis sind Auszahlungsquoten von häufig nur noch 85 bis 90 Prozent, während international zwischen 95 und 97 Prozent üblich sind. Initiativen wie die Kampagne Check Dein Spiel der BZgA leisten parallel sinnvolle Aufklärungsarbeit, doch der eigentliche regulatorische Apparat hat sich derart verselbstständigt, dass die ursprüngliche Schutzlogik kaum noch erkennbar ist.

Das Problem ist nicht der Schutzgedanke. Das Problem ist eine Umsetzung, die den mündigen Erwachsenen schon im Ansatz nicht mehr ernst nimmt, sondern als potenziellen Patienten behandelt.

Der unsichtbare Verlierer: Wie der Schwarzmarkt vom Spielerschutz profitiert

Genau hier liegt die bittere Pointe der deutschen Glücksspielregulierung. Je restriktiver der legale Rahmen, desto attraktiver wird der unregulierte Markt. Eine vielzitierte Marktanalyse des Branchendienstes Yield Sec im Auftrag des Deutschen Online Casinoverbands (DOCV) bezifferte den Schwarzmarktanteil am deutschen Online-Casino-Umsatz für 2024 auf rund vier Milliarden Euro Bruttospielertrag. Die Kanalisierungsrate, also der Anteil der legal in Deutschland gespielten Einsätze, lag dabei nur knapp über fünfzig Prozent. Anders formuliert: Jeder zweite Euro, den deutsche Spieler in Online-Slots versenken, fließt an völlig unregulierte Anbieter.

Spieler, denen das Einzahlungslimit zu rigide oder die Spielauswahl zu schmal ist, weichen auf Plattformen aus, die in Malta, Curaçao oder Anjouan lizenziert sind und kaum mehr Schutzstandards einhalten als das jeweilige Mindestmaß ihrer Heimatregulierung. Wer dort landet, hat keinen Zugriff auf OASIS, keinen verbindlichen Limit-Mechanismus, keine deutschsprachige Aufsichtsbeschwerde. Im Gegenteil: Die Hürden, an die der deutsche Gesetzgeber so hohe Erwartungen geknüpft hat, wirken nun wie ein Treibstoff für die Konkurrenz im Ausland. Spielerschutz, der die schutzbedürftigsten Spieler in unkontrollierte Strukturen zwingt, verfehlt seinen Anspruch nicht versehentlich, sondern systembedingt.

Die strukturelle Parallele zu anderen Politikfeldern ist offensichtlich. Wie die Analyse darüber, warum Deutschland Investoren verliert, aufzeigt, folgt die deutsche Regulierungspraxis immer wieder demselben Muster: Wer die bürokratische Daumenschraube zu fest dreht, vertreibt nicht nur Kapital, sondern auch Kunden. Der Glücksspielsektor liefert dafür ein Lehrbuch-Beispiel.

Online Casinos Deutschland: Was lizenzierte Anbieter im legalen Rahmen tatsächlich leisten dürfen

Die deutschen Lizenzanbieter selbst sind in einer schwierigen Lage. Sie tragen die volle Last der Regulierung, müssen mit reduzierten Auszahlungsquoten gegen graue Plattformen bestehen und werden gleichzeitig von der Politik selten als Verbündete im Spielerschutz wahrgenommen. Dabei bieten ausgerechnet diese Anbieter denjenigen Spielern, die bewusst in einem regulierten Umfeld bleiben wollen, einen klaren Mehrwert: nachvollziehbare Identitätsprüfung, dokumentierte Einsatzhistorie, geregelte Auszahlungswege und Zugriff auf OASIS.

Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, welche Lizenznehmer in Deutschland derzeit tatsächlich operieren, ist auf spezialisierte Vergleichsportale als Transparenz-Werkzeug angewiesen. Eine aktuelle Übersicht zugelassener Slot-Anbieter bei deutschen Online Casinos macht sichtbar, wie weit das verbliebene legale Angebot bereits geschrumpft ist. Tischspiele wie Roulette oder Blackjack sowie Live-Casino-Formate sind im legalen deutschen Rahmen gar nicht enthalten, was die Diskrepanz zwischen Spielerwünschen und regulatorischem Angebot zusätzlich verschärft.

Diese strukturelle Schmalheit ist im internationalen Vergleich auffällig. Während andere EU-Staaten den lizenzierten Anbietern bewusst ein konkurrenzfähiges Produktportfolio ermöglichen, hat sich Deutschland für ein Minimum entschieden. Das mag einer engen Lesart des Schutzgedankens folgen, treibt aber genau jene Spieler, die mehr als nur Slots suchen, geradewegs in den Schwarzmarkt.

Fazit: Schutz darf kein Selbstzweck sein

Der Spielerschutz des deutschen Gesetzgebers ist gut gemeint, aber er ist krachend schlecht gemacht. Vier Jahre nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags steht eine ernüchternde Bilanz: Der legale Rahmen schützt diejenigen, die ohnehin verantwortungsbewusst spielen, und liefert die schutzbedürftigen Spielergruppen einem Schwarzmarkt aus, der keine einzige Schutzregel kennt. Wer diesen Ansatz heute noch verteidigen will, muss erklären, warum ein erklärtes Ziel ausgerechnet durch die gewählten Mittel ins exakte Gegenteil verkehrt wird.

Was bleibt, ist eine Aufgabe für die nächste Reformrunde, und sie duldet keinen weiteren Aufschub: realistische Einzahlungslimits, ein konkurrenzfähiges Produktangebot der deutschen Online Casinos im legalen Rahmen, weniger Bürokratie und stattdessen ein konsequenter Vollzug gegen illegale Anbieter. Spielerschutz darf kein bürokratisches Selbstzweck-Konstrukt sein, das in seiner Umsetzung mehr Schaden als Nutzen produziert. Er muss messbar dort wirken, wo Menschen tatsächlich vor Spielsucht geschützt werden müssen, und nicht dort, wo Behörden mit seinem Etikett ihre eigene Existenz rechtfertigen.



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Harald Martenstein: Meine Meinung kostete mich den Job

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Seit drei Jahrzehnte gilt Harald Martenstein als eine der bekanntesten Stimmen des deutschen Journalismus. Seine Kolumnen im Tagesspiegel wurden von vielen Lesern geschätzt, weil sie pointiert, ironisch und oft bewusst gegen den Strom geschrieben waren.

Von DAVID BERGER | Doch nach 33 Jahren endete seine Zeit bei der Zeitung abrupt – ausgelöst durch eine öffentliche Debatte über seine politischen Aussagen und Positionen. Im legendären Youtube-Kanal „{ungeskriptet} by Ben“, bestätigt.

Martenstein selbst sieht darin ein Symptom einer zunehmend aufgeheizten Diskussionskultur. Besonders kritisch betrachtet er den Umgang mit politischen Meinungsverschiedenheiten in Deutschland. Für ihn wird der Vorwurf des Nationalsozialismus oder Antisemitismus inzwischen viel zu schnell erhoben. Dadurch verliere die historische Bedeutung dieser Begriffe an Gewicht. Wenn jede kontroverse Meinung sofort moralisch verurteilt werde, so seine Sichtweise, führe das nicht zu einer stärkeren Demokratie, sondern zu einer Verengung des öffentlichen Diskurses.

Im Gespräch schildert er außerdem die Ereignisse rund um seine Rede im Hamburger Thalia-Theater. Dort sprach er sich gegen ein Verbot der AfD aus – nicht aus politischer Nähe zur Partei, sondern aus grundsätzlichen demokratischen Überzeugungen. Er argumentierte, dass eine Demokratie politische Konflikte inhaltlich austragen müsse und nicht durch Verbote lösen dürfe. Die Rede verbreitete sich anschließend überraschend schnell im Internet und löste heftige Reaktionen aus.

Die Möglichkeit frei sprechen und reden zu können

Auffällig sei für ihn gewesen, dass kurz darauf mehrere Medien und öffentliche Stimmen nahezu zeitgleich seine Positionen kritisierten oder ihn aus dem gesellschaftlichen Diskurs ausschließen wollten. Ob dies tatsächlich koordiniert gewesen sei oder lediglich ein Zufall, lässt Martenstein offen. Dennoch beschreibt er eine Atmosphäre, in der Abweichungen vom vorherrschenden Meinungsklima schnell persönliche Konsequenzen haben können.

Im Mittelpunkt seiner Kritik steht die Frage, wie viel Widerspruch eine offene Gesellschaft noch aushält. Martenstein warnt davor, politische Debatten zunehmend moralisch statt argumentativ zu führen. Wer bestimmte Ansichten äußere, werde heute oft nicht mehr als Gesprächspartner betrachtet, sondern als Problem, das aus dem öffentlichen Raum verdrängt werden müsse.

Gleichzeitig zeigt das Gespräch auch die persönliche Seite der Entwicklung. Nach Jahrzehnten im etablierten Medienbetrieb erlebt Martenstein nun, wie schnell sich öffentliche Anerkennung in Ablehnung verwandeln kann. Ob es für ihn eine Rückkehr in den klassischen journalistischen Mainstream geben wird, lässt er offen. Entscheidend sei für ihn inzwischen weniger die Zugehörigkeit zu bestimmten Medienhäusern als die Möglichkeit, frei sprechen und schreiben zu können.

Dieser Beitrag erschien auf PHILOSOPHIA PERENNIS, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION

***

Dazu passend:

Neues aus dem Freiluft-Irrenhaus: Nach Martenstein-Rede therapieren sich Linke gegenseitig

 




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Irre: Merz jetzt auch mit „nuklearer Lenkungsgruppe“ gemeinsam mit Frankreich gegen Russland

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Während geopolitische Spannungen wachsen und die Sicherheitslage in Europa unsicherer wird, intensivieren Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Zusammenarbeit.

Nach aktuellen Berichten haben Berlin und Paris bereits konkrete Gespräche über eine engere Kooperation aufgenommen. Im Fokus stehen gemeinsame Strategien, militärische Übungen und die Rolle Frankreichs als einzige Atommacht innerhalb der Europäischen Union.

Macron und Merz starten nukleare Lenkungsgruppe

Bereits im März initiierten Bundeskanzler Friedrich Merz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron eine sogenannte „nukleare Lenkungsgruppe“. Ziel des Gremiums ist es, Details einer vertieften deutsch-französischen Zusammenarbeit im Bereich der nuklearen Sicherheit auszuarbeiten.

Laut Medienberichten traf sich der Sicherheitsberater von Bundeskanzler Merz, Günter Sautter, in Paris zu ersten Gesprächen mit französischen Partnern. Ein weiteres Treffen zwischen Deutschland und Frankreich soll noch vor der Sommerpause stattfinden.

„Vorwärtsgerichtete Abschreckung“

Im Zentrum der Diskussion steht ein neues sicherheitspolitisches Konzept, das Präsident Macron Anfang März auf dem Militärstützpunkt Île-Longue in der Bretagne vorgestellt hatte: die „vorwärtsgerichtete Abschreckung“.

Macron kündigte an, dass künftig Elemente der französischen strategischen Streitkräfte stärker innerhalb Europas eingebunden werden könnten. Damit signalisiert Frankreich seine Bereitschaft, eine aktivere Rolle für die europäische Kriegstauglichkeit und Wehrtüchtigkeit zu übernehmen.

Vielleicht hat man besonders in Deutschland erkannt, dass man in der konventionellen Kriegsführung mit Männern, die über Jahre zu politisch korrekten Softies erzogen wurden und aus denen nur schwer ritterkreuzträgerartige Haudegen zu formen sind, in Kriegsfall gegen Russland nicht gerade die besten Karten haben könnte. Und aus den von Kriegen traumatisierten und jetzt eingebürgerten Schutzsuchenden werden sich ebenfalls kaum in glühenden Vaterlandsverteidiger wandeln. Da müssen dann schon Atombomben her um das Manko auszugleichen!

Deutsch-französische Nuklearübungen geplant

Ein Bestandteil der deutsch-französischen Kooperation sind offenbar gemeinsame Manöver zur Vorbereitung auf Krisen- und Ernstfälle.

Demnach soll die Bundeswehr erstmals mit Frankreich an Nuklearübungen durchführen. Geplant ist zunächst eine Beteiligung an den sogenannten „Poker“-Übungen, möglicherweise bereits im September dieses Jahres.

In Ermangelung eigener Atomwaffen könnte die Bundeswehr vorläufig „nur“ unterstützende Aufgaben übernehmen, die nicht direkt mit Atomwaffen verbunden sind. Dazu zählen beispielsweise:

  • Begleitschutz durch Kampfflugzeuge
  • Luftbetankung
  • konventionelle militärische Unterstützung

Darüber hinaus soll Deutschland Einblicke in französische Atomstandorte und nukleare Einsatzstrukturen erhalten. Ob die französischen Atomwaffen irgendwann dann auch offiziell zu „gemeinsamen“ Waffen gehören werden wir wahrscheinlich von der deutschen Finanzierung in diese Richtung abhängen. Bei den Kernkraftwerken soll das ja recht gut klappen – eine ganze Reihe französische Anlagen arbeiten nur mehr für den deutschen Energie bedarf, nachdem man den (auch lt. Merz-Zitat allerdings noch vor den Wahlen) Wahnsinn, die sichersten Kernkraftwerke abzudrehen durchgezogen hat.




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Mearsheimer: Mögliche Gründe russischer Eskalation über die Grenzen der Ukraine hinaus – Teil 1

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Wladimir Putin hat über das Außenministerium ausländische diplomatische Vertretungen sowie sonstige Besucher in Kiew informieren lassen, dass sie aus Gründen der Sicherheit die Stadt verlassen sollten.

John J. Mearsheimer: „Die Europäer benutzen die Ukraine um Russland zu schlagen!“ – Teil1

Von REDAKTION | Daniel Davies und John J. Mearsheimer besprachen am 28.5.2026 auf „Daniel Davies – Deep Dive“ Begleitumstände und Hintergründe der Eskalation zwischen der Russischen Föderation und dem kollektiven Westen vor dem Hintergrund des Militärkonfliktes in der Ukraine sowie darüber hinaus.

Daniel Davies – ehemaliger US-Oberstleutnant, dekoriert mit dem Bronze Star of Valor – ist Moderator der Podcast und des YouTube-Kanals „Daniel Davis – Deep Dive“ mit profunden Analysen zu den Themen Krieg, nationale Sicherheit und US-Außenpolitik. Dazu ist Davies als Senior Fellow für die Defense Priorities Foundation tätig.

John Joseph Mearsheimer ist US-amerikanischer Politikwissenschaftler an der University of Chicago. Den Schwerpunkt seiner Analysen bilden internationale Beziehungen aus Perspektive des Offensiven Neorealismus, den er erstmals 2001 in seiner Monografie The Tragedy of Great Power Politics in Buchform der Öffentlichkeit vorstellte.

28.5.2026 – Daniel Davies (li) mit John J Mearsheimer zur Eskalation an der Ostfront | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“

Das Transkript des Gesprächs zwischen Daniel Davies und
John J Mearsheimer auf „Deep Dive“ in deutscher Übersetzung

Daniel Davies: Die neuesten Nachrichten aus Russland der letzten Stunden lauten:
Sergej Naryshkin, der Direktor des russischen Auslandsgeheimdienstes ließ wissen, dass seiner Meinung nach die Kriegstrommeln derzeit besonders laut auf dem europäischen Kontinent erschallen, wobei die Konfrontation mit Russland von Großbritannien aus aktiv angeheizt würde.

Der Chef des  Auslandsnachrichtendienstes Russlands spricht von UK-Hetze für den Krieg gegen Russland | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“

In Folge äußerte sich der russische Gesandte bei der OSZE, Dmitry Polyansky, der vor rund einer Woche in unserer Sendung zu Gast war, zu einigen dieser Punkte bzw. zur weiteren Verschärfung der Lage:

Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte eine Zielliste zu EU-Europa | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“

Das Verteidigungsministerium der Russischen Föderation veröffentlichte eine Liste europäischer Unternehmen, die mit der Produktion von Drohnen in der Ukraine in Verbindung gebracht werden. Polyansky erklärte dazu, dass Russland das Recht habe, solche Objekte als legitime militärische Ziele anzusehen. Inzwischen gab man die Warnung heraus, wonach alle Diplomaten und Ausländer Kiew zu verlassen hätten, weil härtere Schläge dort zu erwarten wären. Was kommentieren Sie diese Eskalation?

John Mearsheimer: Was sich hier abspielt, hat sehr wenig mit dem Schlachtfeld zu tun und es ist wichtig zu betonen:

Die Ukrainer haben mit Hilfe des Westens die Anzahl und Raffinesse der Angriffe auf das russische Hinterland auf die Spitze getrieben!

Dazu gesellte sich im Westen eine kriegerische Rhetorik, welche mit besagten vom Westen unterstützten Angriffen auf das russische Hinterland einherging. Die Russen kamen zum Schluss, dass sie über keine ausreichende Abschreckung gegen den Westen bzw. gegen die Ukraine bezüglich deren Angriffe auf das russische Hinterland mehr verfügten. Es müsste etwas geschehen, um dieser Situation abzuhelfen. Mit anderen Worten: Sie hätten die Abschreckung wiederherzustellen. Die Russen sind im Grunde zum Schluss gekommen, dass …

… dies nur durch Angriffe auf Ziele in Europa erreicht werden könne!

Im Grunde genommen sprechen Sie von Angriffen auf Ziele in NATO-Mitgliedstaaten. Das wäre der einzige Weg, um eine klare Botschaft auszusenden und die Abschreckung wiederherzustellen.

Es ist sehr wichtig zu betonen, dass Karaganows Ansichten von vielen, auch in den oberen Rängen der russischen Elite, geteilt werden: Man wolle mit konventionellen Waffen beginnen, doch falls das nichts bewirken würde, hätte man die Angriffe auf den Einsatz einer begrenzten Zahl von Atomwaffen auszudehnen. Dies würde für den Fall gelten, dass:

  • ein Angriff auf einen europäischen Staat mit konventionellen Waffen keine Abschreckung nach sich gezogen haben würde,
  • die Europäer nicht zum Rückzug zu bewegen gewesen wären,
  • man die Europäer nicht dazu hätte bringen können, die Ukrainer zurückziehen zu lassen!

Man würde das nicht tun, um den Krieg in militärischer Hinsicht zu gewinnen, sondern nur um an die Europäer ein robustes Signal zu richten, dass man es ernst meine, indem man dazu bereit wäre, Atomwaffen einzusetzen, um gegnerischen Staaten den abschüssigen Hang einer Verwüstung anzudeuten. Man würde damit dem Westen signalisieren, dass die letzte Chance zur Vermeidung eines weiteren Abrutschens hin zur Eskalation, darin bestünde, dass man aufhören würde:

💥Russland angreifen zu lassen!
💥der Ukraine weiter helfen würde, um Russland anzugreifen!

Das ist der Stand der Dinge. Das Problem bei der Mehrzahl der Leute im Westen ist, dass man die russischen Drohungen nicht mehr ernst zu nehmen scheint. So denken sie zusammen mit den Ukrainern, den Russen immerzu ihre Daumen in die Augen drücken zu können. Falls die Russen sich darüber beschwerten oder damit drohten, drastische Maßnahmen dagegen zu ergreifen, würde das von ihnen einfach abgetan werden: Sie gehen davon aus, dass Russland nichts machen würde. Diese hätten in der Vergangenheit nicht reagiert und würden es künftig auch nicht tun. So können die Provokationen gegen Russland immer weiter gehen. Karaganow weist auf diese Entwicklung hin. Man kann das Blatt drehen und wenden, wie man will:

Sie ignorieren einfach die Tatsache, dass Russland eine Atommacht sei!

Sie übersehen den Umstand, dass wir in einem Atomzeitalter leben und gehen davon aus, dass Russland keine Atomwaffen einsetzen würde. So scheint man an dem Punkt angelangt zu sein, dass Russland gegebenenfalls in sehr begrenztem Umfang Atomwaffen gegen sie einsetzen könnte. Es ginge darüber ein klares Signal an Russlands Gegner zu setzen:

  • Erstens, um zu zeigen, dass man im Atomzeitalter angekommen wäre!
  • Zweitens, um zu zeigen, dass Russland es todernst wäre, den ukrainischen Angriffen gegen das russische Hinterland ein Ende zu setzen, obwohl europäische Staaten wie Großbritannien und Vereinigte Staaten das unterstützen und fördern!

Daniel Davies: Es ist nur eine Zusammenstellung einiger Schlagzeilen der letzten Monate – schauen Sie sich diese nur mal an:

Der westliche Medienkomplex stimmt seine Leser auf den Krieg gegen Russland ein | Quelle: Screenshot Youtube – „Daniel Davies – Deep Dive“

Dort heißt es, beispielsweise:

  • Deutschland bereite sich auf einen Krieg gegen Russland vor!
  • NATO verkündet, dass man innerhalb von drei bis fünf Jahren mit Russland im Krieg stehen würde!
  • Großbritannien erzeugt [medialen] Druck, um sich gegen die russische Bedrohung vorzubereiten!

… Einerseits scheint es so, als glaubten sie tatsächlich, es könnte zu einem Krieg gegen Russland kommen. Sie scheinen darauf hinzuarbeiten, aber wie bei allem, geschieht nichts in einem Vakuum: Das hat auch Rückwirkungen auf Leute wie Karaganow bzw. Wladimir Putin und das russische Volk…

… Die Frage ist und lassen Sie mich das folgend ausführen: Nachdem Russland inzwischen ankündigt hatte, Kiew auf eine Weise, wie noch nie zuvor, angreifen zu wollen, um möglicherweise in den nächsten Tagen so etwas wie einen massiven Schlag gegen Kommando-, Kontroll-, Informations- und Führungsstrukturen in Kiew zu führen, was sie bisher noch nie getan hatten: Würde das ausreichen, um die Aufmerksamkeit der Westeuropäer zu erregen und einem solchen Vorgehen die gewünschte Bedeutung zu verleihen?

John Mearsheimer: Ich glaube nicht, dass es ausreichen würde! Ich denke, falls es den Russen ernst damit wäre, die Abschreckung wiederherzustellen – wir sprechen davon die Europäer davon abzuhalten, der Ukraine bei den Angriffen aufs russische Hinterland zu helfen – dann müssten sie Ziele und Orte innerhalb Europas angreifen – aller Wahrscheinlichkeit die baltischen Staaten! Ich glaube, dass sie dies zu tun hätten:

Die Russen müssten gegenüber den Europäern harte Bandagen austeilen!

Nur gegenüber den Ukrainern mit harten Bandagen anzugehen, würde nichts bringen. Die Ukrainer haben bis jetzt enorm gelitten und sie haben es geschafft, im Kampf durchzuhalten, wobei die Europäer sie weiterhin unterstützen. Ich glaube daher, dass selbst eine massive Bombardierungskampagne gegen Kiew nicht ausreichen würde!

Fortsetzung folgt

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

***

Der Interview auf „Daniel Davies Deep Dive“ mit J. Mearsheimer auf Englisch: HIER

UNSER MITTELEUROPA zur russischen Aufforderung an diplomatisches Personal und Besucher Kiew zu verlassen: HIER

Telefonat: Lawrow empfiehlt USA die Ukraine schnellstmöglich zu verlassen




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Die Erde wird grüner – sogar die Wüsten: Klima-Alarmisten rufen zur „Rettung der Wüsten“ auf?!?

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Aufnahmen der NASA aus dem Weltraum zeigen, dass die Erde deutlich grüner geworden ist. Die größte Grünfläche unseres Planeten ist das Amazonasbecken in Südamerika. Und um etwa diese Größenordnung haben die Grünflächen der Erde zugenommen. Und das ist die Reaktion der Pflanzenwelt auf den minimalen, aber für sie segensreichen CO2-Anstieg.

Von NIKI VOGT | Tatsächlich ist der Anteil des Kohlendioxid in der Atmosphäre seit einigen Jahren wieder leicht gestiegen. Der CO₂-Gehalt der Erdatmosphäre war immer schon von Schwankungen geprägt. Und in den letzten 600 Millionen Jahren unserer Erdgeschichte war er sehr viel höher als heute, nämlich dreimal so hoch – und es hat der Erde und ihren Bewohnern nicht geschadet, im Gegenteil.

Die Erdgeschichte zeigt: Ideal waren viel höhere CO₂-Werte als heute

Dadurch gediehen die Pflanzen enorm und ermöglichten so die riesigen Dinosaurier, die zwar Pflanzenfressmaschinen waren, aber die wuchernde Vegetation trotzdem nicht kleinkriegten. Und die riesigenen Herden gigantischer Pflanzenfresser ernährten auch die Raubsaurierkolosse. Wie zum Beispiel den „Tyrannosaurus Rex“ – übersetzt der „König der Schreckenechsen“. Kaum eine Kreatur übt auf kleine Jungs eine solche Faszination aus. Und sie konnte nur entstehen auf einem Planeten mit deutlich höherem CO₂ Gehalt, als wir ihn heute haben, nämlich dreimal so hoch. Am niedrigsten war er in der letzten Eiszeit vor 12.000 Jahren. Er sank damit so tief, dass Pflanzen kaum noch wachsen konnten und auch die Altsteinzeit-Menschen sich hauptsächlich von der Jagd ernähren mussten – was viele Tiere ausrottete, wie die Mammuts. Deren Überleben war durch den spärlichen Bewuchs und die Bejagung durch den Menschen nicht mehr möglich.

Wenn Sie, lieber Leser, einmal in ein Treibhaus gehen, in dem die Pflanzen geradezu explodierend wachsen und groß und kräftig werden, dann liegt das daran, dass Treibhäuser mit Kohlendioxid begast werden. Da, wo man mit Pflanzenwachstum Geld verdient, weiß man sehr gut, dass das böse Kohlendioxid in der Atmosphäre der Erde eher am unteren Rand dessen liegt, was Pflanzen benötigen, um zu wachsen. Sie verarbeiten den Kohlenstoff zu Pflanzenmasse. Bäume ganz besonders, denn die brauchen den Kohlenstoff aus der Luft, um ihren Holzkörper zu bilden. Dass das so ist, weiß eigentlich jeder: Durch Hitze verKOHLEN Bäume und aus dem Holz wird HolzKOHLE. Auch die Kohleflöze, die in Bergwerken aubgebaut werden, sind die in Zehntausenden von Jahren unter der Last des Eisen und der Erdbewegungen verdichteten Pflanzenschichten aus der Zeit davor.

NASA-Studie zum Klimawandel zeigt, dass die Erde seit 20 Jahren deutlich grüner geworden ist!

Die NASA schreibt 2019:

Die Welt ist im wahrsten Sinne des Wortes grüner als vor 20 Jahren, und Daten von NASA-Satelliten haben eine widersprüchliche Quelle für einen Großteil dieser neuen Vegetation enthüllt: China und Indien. Eine neue Studie zeigt, dass die beiden Schwellenländer mit den größten Bevölkerungen der Welt bei der zunehmenden Begrünung der Landflächen führend sind. Der Effekt ist hauptsächlich auf ehrgeizige Baumpflanzprogramme in China und die intensive Landwirtschaft in beiden Ländern zurückzuführen. (…) Insgesamt gesehen entspricht die Begrünung des Planeten in den letzten beiden Jahrzehnten einer Zunahme der Blattfläche von Pflanzen und Bäumen, die der Fläche aller Amazonas-Regenwälder entspricht. Im Vergleich zu Anfang der 2000er Jahre gibt es jetzt mehr als drei Millionen Quadratkilometer zusätzliche grüne Blattfläche pro Jahr – eine Zunahme von 5 %.“

Rama Nemani, Wissenschaftlerin am Ames Research Center der NASA, sagt dazu:

Als die Begrünung der Erde erstmals beobachtet wurde, dachten wir, sie sei auf ein wärmeres, feuchteres Klima und Düngung durch das zusätzliche Kohlendioxid in der Atmosphäre zurückzuführen, was beispielsweise zu mehr Blattwachstum in nördlichen Wäldern führte. Jetzt, mit den MODIS-Daten, die uns das Phänomen auf sehr kleinem Maßstab verstehen lassen, sehen wir, dass auch der Mensch dazu beiträgt.“

Allerdings läuft es in Brasilien und Indonesien genau andersherum. Hier schwindet der Grüne Bewuchs teilweise sehr stark, was aber auch auf großflächige Rodungen zurückzuführen ist.

Dafür steigt der Zuwachs an Grün am meisten im Osten der USA und in den äquatornahen Gebieten

Wissenschaftler von der Universität Peking werteten dazu Langzeitdaten der satellitengestützten Sensoren „Modis“ und „AVHRR“ aus, schreibt das Wissenschaftsmagazin „Spektrum der Wissenschaft“ unter dem Titel „CO₂ macht die Erde grünerschon 2016. Weltweit ergrünt die Erde – und das chinesische Team konnte nach einem Vergleich der Daten von zehn verschiedenen globalen Computermodellen von Ökosystemen denselben Schluss ziehen: Die Ergebnisse der Auswertung zeigen, dass die Zunahme der Grünflächen zu 70 Prozent auf das erhöhte Kohlendioxid, zu neun Prozent auf Stickstoffdüngung und zu 8 Prozent auf den Klimawandel zurückzuführen ist. Der Begriff „Klimawandel“ bedeutet in dieser Forschungsarbeit, dass in den nördlichen Breiten die Vegetation von der leichten Erwärmung profitiert, die Trockenregionen dagegen von den vermehrten Regenfällen.

Anschließend wird aber wieder ein bedrohliches Szenario geschildert, sollte der CO₂-Anstieg zu stark werden. Eingedenk der dreifachen Menge des Spurengases Kohlendioxid, das nur 0,04% der Erdatmosphäre ausmacht und – wie schon erwähnt, auch in dreifacher Konzentration noch das Pflanzen-und Tierleben florieren ließ, kann man sich durchaus entspannt zurücklehnen.

Klimawandel: Sahara ergrünt – ein bisschen …

lautet 2020 der Titel eines Berichtes der Frankfurter Rundschau. Unter einem Foto, auf dem zwischen Sahara-Sandhügeln kräftige, grüne Büsche wachsen, steht folgende Bildunterschrift: „Vereinzelt leuchtet es schon heute grün in der Sahara. Forscher glauben, dass bis zum Ende des Jahrhunderts noch viele weitere Pflanzen im Süden der Wüste wachsen werden.“

Bevor noch jemand auf die Idee kommt, dass das doch eine tolle Entwicklung ist, kommt der Satz: „Wissenschaftler gehen davon aus, dass der menschengemachte Klimawandel die Sahara-Wüste in Afrika zurückdrängt – wenn auch nur für eine gewisse Zeit.“

Auch hier wird beschrieben, dass die riesige Sahara, 25 mal größer, als Deutschland, vor etwa 11.000 Jahren (Also ebenfalls kurz nach der letzten Eiszeit und einem davor dreifachen CO₂-Gehalt in der Atmosphäre) eine grüne Savanne mit vielen Flüssen und Seen war, „an deren Rand üppige Galeriewälder wuchsen“… um dann, etwa vor 5.500 Jahren zu einer Wüste der heutigen Größe zu vertrocknen. Vor 5.500 Jahren war aber die menschliche Population auf dieser Erde noch recht überschaubar, die industriele Revolution gab’s noch nicht und daher auch keinen nennenswerten CO₂ Ausstoß durch den Menschen. Man darf also davon ausgehen, dass wir bösen Menschen an der Sahara eben doch nicht schuld sind.

Im Süden der Sahara und die Sahelzone beginnt nun die Wüste wieder grün zu werden. Und nun kommt folgender, kryptischer Absatz in dem Artikel der Frankfurter Rundschau:

Aus den kargen Ausläufern der Sahara, wo Viehhirten und Bauern traditionell mit der Trockenheit kämpfen, könnten bereits in den kommenden Jahrzehnten grüne Regionen werden – wenn der menschengemachte Klimawandel weiter so voranschreitet wie bisher. Zumindest sagt das eine Reihe der Klimamodelle voraus, in denen mit einem anhaltenden CO₂-Anstieg in der Atmosphäre – also ohne wirksamen Klimaschutz – kalkuliert wurde.“

Also ohne Klimaschutz ergrünt die Sahara, welche Katastrophe!?

Seit 1980: Auf einem Viertel bis die Hälfte der bewachsenen Flächen der Erde nimmt die Vegetation zu!

Eine Studie der Universität von Kalifornien aus dem Jahr 2021 kam zu dem Schluss, dass die Photosynthese um 12 % zugenommen hat, wobei wiederum die CO₂-Düngung die Hauptursache war. In einer Bewertung von Wissenschaftlern des Woodwell Climate Research Centre aus dem Jahr 2020 wird festgestellt, dass die Begrünung „viel umfangreicher als bisher angenommen“ und mehr als dreimal so groß wie die Wüstenbildung ist. Yale stellte fest, dass die Begrünung 41 % der Trockengebiete der Welt umfasst, von Indien über die afrikanische Sahelzone und Nordchina bis Südostaustralien.

Im Februar 2024 berichtete der Daily Sceptic über eine andere Gruppe chinesischer Wissenschaftler, die herausfand, dass in den letzten zwei Jahrzehnten etwa 55 % der globalen Landmasse ein „beschleunigtes Wachstumder Vegetation aufwiesen. „Die globale Ergrünung ist eine unbestreitbare Tatsache“, heißt es dort.

Furchtbar. Der Klimawandel als Weg in eine grüne, blühende Erde, die allem was lebt, Wärme und Wasser schenkt, ein Paradies? Der kleine Anstieg von CO₂ in der Atmosphäre und die sanfte Erwärmung der Erde lässt den Planeten nicht verglühen, sondern ausfblühen? Können wir da nicht alle aufatmen und uns freuen?

Klima-Alarmisten schreien jetzt nach Rettung der Wüsten

Natürlich nicht, denn die Klimaalarmisten kämpfen jetzt um ihr Geschäftsmodell. Das passt nämlich alles nicht in die Netto-Null-Religion, wie so vieles dagegen spricht. Zum Beispiel, dass die Eisbären keineswegs aussterben, sondern sich fröhlich vermehren, dass es in der Antarktis überhaupt keine Klimaerwärmung gibt, ja auch das Eisschild der Arktis wieder zunimmt (2024 bei 15,02 Millionen Quadratkilometer nach dem „wärmsten Jahr jemals“, 2017 waren es 14,41 Millionen Quadratkilometer, seitdem nimmt es beständig weiter zu, siehe Tabelle im Beitrag hier), so, wie es sich schon immer in Zyklen ab- und aufgebaut hat. Und auch beim totgesagten Great Barrier Reef, wo die ebenso totgesagten Korallen einen heftigen Wachstumsschub hingelegt haben und es dem Riff so gut geht, wie lange nicht, seit drei Jahren floriert es wunderbar … sind die Korallen heute gesünder, als je zuvor.

Was haben wir uns seit Jahren angehört, dass „die Wüstenbildung die größte ökologische Herausforderung unserer Zeit sei, und der menschengemachte Klimawandel“ die Erde nach und nach in eine glühende Wüste verwandle.

Nun aber, auf dem Hintergrund der „Ergrünung“ der Wüsten, barmt die Yale University School of Environment, die eine der zentralen Spieler der Klima-Agenda ist, um die Wüsten. Nun heißt die Parole: „rettet die Wüsten!“, denn trockene Ökosysteme seien ungeheuer wichtig.

Mehr braucht man dazu wohl nicht mehr zu sagen.




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Kriegserklärung Russlands an die Ukraine wäre nächste Eskalationsstufe

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Eine Kriegserklärung gegen Staaten, mit denen man sich bereits Gefechte liefert, erscheint auf den ersten Blick überflüssig. Das liegt daran, dass wir uns daran gewöhnt haben, dass moderne Waffengänge meist ohne Kriegserklärung beginnen – was derzeit auch für die Kampfhandlungen im Nahost-Konflikt gilt.

Kriegserklärungen führen zur weiteren Eskalation von Kampfhandlungen 

So führt Russland seit Februar 2022 auf dem Gebiet der Ukraine nach eigenen Angaben eine „Militärische Spezialoperation“ durch. Nachdem der Versuch, die Regierung in Kiew zum Einlenken zu zwingen und den seit 2014 andauernden Konflikt im Donbass zu beenden, missglückt war, entwickelte sich diese Operation zu einem Stellungskrieg.

Keine der beiden Seiten macht derzeit nennenswerte Geländegewinne, und ein Ende der Auseinandersetzungen ist nicht in Sicht. Doch besonders in letzter Zeit gelingt es den Ukrainern, auch strategische Ziele im russischen Hinterland zu treffen – mit massiver Unterstützung des Westens. Die Frage ist, wie lange Russland eine solche Bedrohung ertragen möchte.

Immerhin ist den Verantwortlichen im Kreml bewusst, dass der Westen über eine Veränderung der Machtverhältnisse in Russland diskutiert und einige westliche Strategen sogar eine Aufteilung der Russischen Föderation in mehrere Staaten vorschlagen. All dies gefährdet inzwischen die staatliche Integrität Russlands. Diese Umstände unterscheiden sich massiv von der Situation zum Zeitpunkt, als die „Militärische Spezialoperation“ begann.

Außerdem werden durch die vom Westen gelieferte Waffentechnik immer mehr zivile Ziele getroffen. Bei einer weiteren Eskalationsstufe könnten die Verantwortlichen im Kreml demnach entscheiden, der Ukraine den Krieg zu erklären. In einem solchen Augenblick würde sich der Verlauf des Konflikts radikal ändern. Es ist möglich, dass es zu einer Generalmobilmachung der russischen Streitkräfte kommt und bestehende Militärbündnisse aktiviert werden, die dann in den Krieg eingreifen. Mögliche Folgen wären:

  • Innenpolitisch in Russland:
    Eine Kriegserklärung könnte dem Staat breitere rechtliche Möglichkeiten geben — etwa umfassendere Mobilisierung, stärkere Kriegswirtschaft, strengere Einschränkungen oder eine offenere Umstellung auf Kriegsmodus.
  • Militärisch:
    Russland könnte eine Ausweitung von Truppenaufgeboten oder Einsatzregeln begründen. Praktisch wurden viele harte Maßnahmen zwar schon teilweise genutzt, aber formal wäre die Schwelle höher.

Die größte Bedrohung wäre jedoch der Einsatz von Waffen, die den Konflikt innerhalb weniger Minuten beenden könnten. Erinnern wir uns an die verfahrene Situation, in der sich die USA im Pazifik im Zweiten Weltkrieg befanden, und welche Entscheidung sie trafen, um Japan zur Kapitulation zu zwingen.

Bei einer Kriegserklärung wäre es nicht ratsam, sich in der Nähe ukrainischer Militärstützpunkte aufzuhalten. Die Europäer sollten sich auch mit einem Vorrat an Kaliumjodid-Tabletten eindecken, da die Auswirkungen gewisser Kampfmittel nicht unbedingt vor den Staatsgrenzen haltmachen. (Stichwort: Tschernobyl.)

Es wäre sicher besser, diesen Konflikt möglichst bald diplomatisch zu lösen. Das wäre für Menschen, Tiere und die Umwelt in Europa jetzt schon und speziell langfristig weniger ungesund.

Leider denken in Europa lediglich die friedensliebenden Oppositionskräfte wie in Österreich die FPÖ, während andere Parteien offensichtlich gegen die österreichische Neutralität arbeiten.




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Darf der Kanzler „Lackaffe“ genannt werden?

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Es handelt sich beim „Lackaffen“ um eine eher harmlose, keinesfalls aber humorlose Bezeichnung für eine Person, die einem speziellen Anlass entsprechend so „overdressed“, man könnte auch sagen „überkandidelt“, daherkommt, dass er oder sie die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das unpassende, übertriebene Outfit lenkt, anstatt auf den Zweck der Begegnung.

Von CONNY AXEL MEIER | Dass der dünnhäutige Bundeskanzler hunderte Strafanzeigen wegen „Beleidigung, Verleumdung oder übler Nachrede gegenüber Personen des politischen Lebens“ nach dem 2021 verschärften Paragraph 188 StGB gestellt hat und noch stellt, ist hinreichend bekannt. Unvorstellbar, dass beispielsweise ein Helmut Kohl oder ein Franz Josef Strauß derart empfindlich auf harmlose Schmähungen reagiert hätten. Selbstbewusste Politiker reagieren auf banale Anfeindungen weitaus souveräner. Selbst ein Helmut Schmidt oder ein Gerhard Schröder hatten eher ein dickes Fell.

Die angenommene Beleidigungsfähigkeit im Wandel der Zeit

Der Autor erinnert sich an eine Anekdote aus den frühen 1990er-Jahren, die er selbst erlebt hat. Bei einem beruflichen Termin mit dem 2013 verstorbenen früheren Oberbürgermeister von Stuttgart, Manfred Rommel, begab sich folgendes zur Mittagszeit: Der OB lud uns, eine kleine Gruppe, spontan zu einem Lunch ein. Der gemeinsame Fußweg vom Rathaus über den Marktplatz zu einem gegenüberliegenden Bistro wurde begleitet von Beschimpfungen des OB durch herumlungernde und offensichtlich angetrunkene „Leute“, die den Stadtchef erkannten und ihn versuchten mit unangebrachten Schimpfwörtern zu provozieren. Rommel, der vorausging, drehte sich nur zu uns um und erklärte freundlich lächelnd: „Ich bin nicht beleidigungsfähig!“ Punkt!

Das politische Berlin steht am Abgrund. Der nichtmigrantische Anteil am Blätterwald der bunten Republik hat das wahre Ausmaß der Katastrophe erkannt und berichtet ausführlich darüber. Nicht über den Scherbenhaufen, den die Regierung hinterlässt und über die vorsätzliche Vernichtung des Landes, sondern darüber, dass der beleidigungsfähige Bundeskanzler von einem Facebook-Nutzer als „Lackaffe“ bezeichnet wurde und nun die Staatsanwaltschaft Heilbronn gegen den Kommentator einen Strafbefehl über 30 Tagessätze verhängt hat (PI-NEWS berichtete).

Nun geht der Autor davon aus, dass sich demnächst das Amtsgericht Heilbronn mit der Angelegenheit befassen wird, falls der angebliche „Beleidiger“ dem Strafbefehl widerspricht. Es handelt sich dabei um dieselbe Staatsanwaltschaft, die in ähnlicher Sache – ein Rentner hatte den Kanzler der zweiten Wahl als „Pinocchio“ bezeichnet – unter Anteilnahme des gesamten Landes ein ähnlich banales Verfahren eingestellt hatte.

Nun hätte sich der so inkriminierte Ersteller des fraglichen Kommentars den Kanzler auch etwas vornehmer zur Brust nehmen können. „Schickimicki“, „eitler Fatzke“ oder, falls der Autor Österreicher ist, „Piefke“, hätten es auch getan. Der Autor kann nur vermuten, dass das Amtsgericht Heilbronn den Strafbefehl erwartbar bestätigen wird. Am Landgericht Heilbronn in zweiter Instanz (Schöffengericht) sieht es dann erfahrungsgemäß anders aus. Dort werden in vielen Fällen solch banale Justizpossen einfach eingestellt. Auf den Anwaltskosten bleibt der Betroffene dann aber trotzdem sitzen.

Kein sachlicher Zusammenhang?

Angeblich, so die Staatsanwaltschaft, wäre hier, im Gegensatz zum „Pinocchio-Fall“, die Sache anders gelagert. Es sei wohl so, „dass in diesem Fall kein sachlicher Zusammenhang mit dem politischen Wirken bestand, sondern die Ehrverletzung im Vordergrund stand“, teilte eine Sprecherin mit. Nun ist der sachliche Zusammenhang zweifelsohne gegeben. Als Nichtjurist steht es dem Autor natürlich nicht zu, eine zweifelsfreie juristische Bewertung abzugeben. Das ist auch nicht die Absicht. Aber ein sachlicher Zusammenhang lässt sich nicht abstreiten. Er ergibt sich schon aus der Tatsache, dass wegen einer Banalität – der Anlass des Besuchs war der Spatenstich für den örtlichen „Innovation Park Artificial Intelligence“ (IPAI) – neben einem personalintensiven Sicherheitsaufwand sogar ein zeitweiliges Flugverbot über der Stadt Heilbronn erlassen wurde. Das war sicher etwas seltsam und dem Anlass entsprechend, total überzogen.

Die öffentliche Wahrnehmung des Kanzlerbesuchs wurde so vorsätzlich überhöht und somit ins Lächerliche gezogen. Dementsprechend wurde das auch von den Lesern so kommentiert. Wegen einem Spatenstich solch einen Sicherheitsaufwand betreiben zu lassen, lädt geradezu ein, auch unsachlich zu antworten. Aber die Heilbronner Staatsanwaltschaft ist hier anscheinend humorlos. Eine „Ehrverletzung“ stand gar nicht im Vordergrund! Wäre der Bundeskanzler nicht extra mit dem Hubschrauber eingeflogen, um mit der Schaufel in der Hand einen Stein in die Erde zu legen, sondern hätte sich stattdessen um das Wohl des Landes gekümmert, also regiert anstatt Theater zu spielen, so hätte der Kommentar mit dem „Lackaffe“ möglicherweise tatsächlich als Ehrverletzung im Mittelpunkt stehen können.

Was ist ein Lackaffe?

Kommen wir zum Kern der Bedeutung des umstrittenen Wortes. Die weit verbreitete Annahme, der Begriff „Lackaffe“ wäre eine vorwiegend süddeutsche Adaption des französischen „la gaffe“, das so etwas wie „peinliches Missgeschick“ bedeutet, also einen Fauxpas, den man in der Öffentlichkeit begeht, macht durchaus Sinn, ist aber nicht gesichert.

Eine andere Herleitung sieht den Ursprung im oberdeutschen Wort „Lackel“. Damit wäre ursprünglich ein grober, ungehobelter junger Mensch oder ein großer Mann bezeichnet worden. Beide Erklärungen müssten unter normalen Umständen hinnehmbar sein. Aber was ist heutzutage noch normal?

Würde beispielsweise ein Donald Trump auf vorgebliche oder tatsächliche Verunglimpfungen, die weltweit täglich zur Genüge in den Propagandamedien verbreitet werden, so empfindlich reagieren wie der Kanzler der zweiten Wahl und dementsprechend massenweise Strafanzeigen schreiben lassen, dann käme er ja überhaupt nicht mehr dazu, mehrere Kriege gleichzeitig zu führen, die Grenzen vor den Invasoren zu schützen, mit Putin und Xi zu verhandeln um die Welt zu retten, Grönland zu annektieren und nebenbei noch den Ostflügel des Weißen Hauses zum Ballsaal umzubauen.

 

Conny Axel Meier (geb. 1956) betätigt sich seit über 20 Jahren als Publizist, Menschenrechtsaktivist und Islamaufklärer. Seit 2004 war er Schriftführer im „Bundesverband der Bürgerbewegungen“ (BDB). 2006 gehörte er zu den ersten Mitgliedern von „Pax Europa“. 2008 war er maßgeblich beteiligt an der Fusion der beiden Vereine zur „Bürgerbewegung PAX EUROPA“ (BPE) und wurde bis 2016 deren erster hauptamtlicher Bundesgeschäftsführer. 2019 zog er mit seiner Ehefrau ins politische Exil nach Ungarn und schreibt von dort regelmäßig für PI-NEWS wo auch dieser Beitrag erschien.




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Das Phänomen der Verhausschweinung – Eine Gesellschaft im Endstadium?

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Wer kennt sie nicht, die Menschen welche mit einem Burger und Cola vor dem Fernseher sitzen und sich vom System berieseln und „bilden“ lassen.

Verhausschweinung? Was ist das?

Von REDAKTION | Die „Verhausschweinung des Menschen“ ist ein Konzept des österreichischen Verhaltensforschers Konrad Lorenz. Der weltbekannte Nobelpreisträger beschreibt damit, wie sich der Mensch durch Zivilisation und Technik seiner natürlichen Instinkte und Härten beraubt hat – ähnlich wie ein Wildschwein, das zum bequemen Hausschwein degeneriert ist.

Der moderne Mensch hat sich durch Heizung, Klimaanlagen und sonstigen Annehmlichkeiten von seiner biologischen Natur entfremdet. Es ist auch zum Verlust von natürlichen Instinkten gekommen. Durch das Leben in einer sicheren Umgebung verkümmern ursprüngliche Verhaltensmuster und Anpassungsfähigkeiten. Die Bequemlichkeit führt zu Bewegungsmangel, Verfettung und degenerativen Erkrankungen.

Diese „Verhausschweinung“ ist nicht nur ein jeweiliges trauriges Einzelschicksal, sondern führt selbstverständlich auch zu negativen Veränderungen in der Gesellschaft.

Besonders in Zeiten von Krisen und des notwendigen politischen Kampfes, hängt die Zukunft eines Landes oft davon ab, wie viele Bürger aktiv am politischen Leben teilnehmen, um die Dinge zum Besseren zu wenden. Manchmal braucht es eben eine politisch aktive Wildsau und nicht das umher grunzende Hausschwein.

Inzwischen ist klar ersichtlich, dass die „Verhausschweinung“ von den politischen Eliten als Mittel zur Machterhaltung gefördert wird, da von diesem Menschentypus kein ernstzunehmender Widerstand zu erwarten ist. Ein Blick auf das Fernsehprogramm genügt, um dies zu belegen.

Die entscheidende Frage ist, ob in einer degenerierten Gesellschaft vielleicht durch größere Krisen und Nöte wieder eine Rückentwicklung zur freiheitsliebenden und selbstbestimmten Wildsau möglich ist, oder ob der Prozess der „Verhausschweinung“ unumkehrbar ist.

***

Teil 2 “Vom Sozial-Akrobat zur Mastsau“ erfolgt in kürze.




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Jeffrey Sachs: Sein offener Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz

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Der Ökonom, Diplomat und Autor Jeffrey Sachs fordert den deutschen Bundeskanzler Merz auf, unverzüglich Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über den Frieden in Europa aufzunehmen.

Jeffrey Sachs stellt sechs schwerwiegende Fehler der deutschen
Außenpolitik seit der deutschen Wiedervereinigung fest

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler Merz,

als ich Ihnen vor einem halben Jahr einen offenen Brief schrieb, forderte ich Deutschland auf, den diplomatischen Weg mit Russland zu beschreiten, anstatt den Kriegszustand zu normalisieren. Sechs Monate später hat sich die Lage in Europa dramatisch verschlechtert. Europa und Russland gleiten in einen offenen Krieg ab. Bezüglich dieser Entwicklung, Herr Bundeskanzler, tragen Sie eine besondere Verantwortung. Kein europäischer Staats- oder Regierungschef – weder in Paris, noch in Warschau, noch in Rom – hält eine Position, wie die von Deutschland oder hat Macht, wie Sie persönlich, um diese Katastrophe zu abzuwenden. Werden Sie sich für Frieden einsetzen?

Sie selbst haben im Januar 2026 gemeinsam mit Ministerpräsidentin Meloni und Präsident Macron dazu aufgerufen, die Beziehungen von Europa zu Russland wieder aufnehmen zu lassen und Russland als „ein europäisches Land“ bezeichnet. Dennoch haben Sie diese Diplomatie nicht weiterverfolgt. Angesichts der Tatsache, dass die Zukunft Europas auf dem Spiel steht, stellt dies einen außergewöhnlichen Verzicht an Führungsstärke dar. Haben Sie in Ihren Monaten als Bundeskanzler auch nur einen substanziellen Dialog mit Präsident Putin versucht? Hat Ihr Außenminister auch nur einen substanziellen Dialog mit Außenminister Lawrow versucht? Mit echten Gesprächen jener Art, welche den Kalten Krieg beendeten. Die Antwort lautet, soweit aus öffentlichen Protokollen hervorgeht, „Nein“. Nicht ein einziges Mal. Und das, obwohl es nicht an Dringlichkeit fehlt.

Die vergangenen Tage haben eine gefährliche Eskalation mit sich gebracht, welche die Aufmerksamkeit jedes Europäers verdient. Beide Hauptstädte stehen nun unter anhaltendem Beschuss:

  • Ukrainische Langstrecken-Drohnen haben tief in Moskau auch zivile Ziele getroffen;
  • russische Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew haben erheblich zugenommen.

Ukrainische Drohnen sind in den Luftraum der baltischen Staaten eingedrungen, was die unmittelbare Gefahr eines Zwischenfalls erhöht und Europa in den Krieg direkt hineinziehen könnte. Ein schrecklicher ukrainischer Angriff auf ein Jungendheim in Lugansk hat das Wenige, was an Zurückhaltung noch vorhanden war, weiter reduziert. Am 25. Mai teilte Außenminister Sergej Lawrow auf Anweisung von Präsident Putin dem US-Außenminister offiziell mit, dass die russischen Streitkräfte jetzt „systematische und anhaltende Angriffe“ auf Einrichtungen und Entscheidungszentren in Kiew ausführen werden. Das russische Außenministerium hat den Vereinigten Staaten und anderen Ländern geraten für „die Evakuierung ihres diplomatischen Personals und anderer Bürger aus der Hauptstadt der Ukraine“ zu sorgen. Diese Botschaft stellt den Prolog zu einer massiven Eskalation dar, was dringender denn je Diplomatie erforderlich macht.

Der Weg zur Verteidigung der Ukraine darf nicht in ein fortgesetztes Gemetzel münden, sondern hätte Frieden zu Bedingungen, die für alle Parteien akzeptabel wären, zu erreichen. Stattdessen stehen wir vor einer Eskalation mit mehr Toten, mehr an Zerstörungen und der realen Aussicht auf einen Krieg, der über die Ukraine hinausreicht. Indem Sie mehr Waffen und größere Kriegskapazitäten fordern und immer lautere Bekundungen der „Entschlossenheit“ ausgeben, signalisieren Sie, dass Deutschland sich auf einen Krieg vorbereitet, anstatt daran zu arbeiten, ihn zu beenden. Sie haben zugelassen, dass Berlin zu einem Beschleuniger statt zu einem Bremser für einen europaweiten Krieg geworden ist.

Deutschlands Verantwortung: Sechs Einzelheiten

Deutschland trägt eine große Verantwortung für die Situation, welcher es sich nun gegenübersieht. Bevor die deutsche Politik neu auf Frieden ausgerichtet würde, hätte man sich ehrlich mit der deutschen Bilanz auseinandersetzen. Im Folgenden stelle ich sechs schwerwiegende Fehler dar, welche der deutschen Außenpolitik seit der deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 gegenüber Russland unterliefen.

Erstens – Der Zwei-plus-Vier-Vertrag und die Osterweiterung der NATO. Am 12. September 1990 unterzeichnete Deutschland in Moskau den Vertrag über die abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland – den „Zwei-plus-Vier-Vertrag“ –, welcher die deutsche Wiedervereinigung vollendete. Dieser Vertrag kam zustande, weil Michail Gorbatschow von Hans-Dietrich Genscher, Helmut Kohl, James Baker und anderen westlichen Staats- und Regierungschefs feierlich versichert wurde, dass die NATO nicht nach Osten expandieren würde. Die freigegebenen Unterlagen – darunter die nun öffentlich zugänglichen Memoranden, die vom National Security Archive der George Washington University zusammengestellt wurden – sind eindeutig: Diese Zusicherungen wurden gegeben und sollten damals eindeutig über das Gebiet der ehemaligen DDR hinaus für Osteuropa gelten. Diese Zusicherungen wurden in den Jahren 1990 und 1991 nochmals bestätigt.

Der Zwei-plus-Vier-Vertrag schränkt die Stationierung von NATO-Truppen in der ehemaligen DDR ein und verweist auf die Grundsätze der Schlussakte von Helsinki, welche betonen, wonach die Sicherheit einer Nation nicht auf Kosten einer anderen gehen dürfe. Glaubt irgendjemand ernsthaft daran, dass die Sowjetunion sich um westliche Truppen auf dem Gebiet der ehemaligen DDR sorgte, aber gegenüber den NATO-Armeen in Warschau, Vilnius oder Kiew gleichgültig bliebe? Natürlich nicht.

Die Frage der NATO-Erweiterung wurde ausführlich erörtert und Deutschland gab den sowjetischen Staatsführern ausdrückliche Zusicherungen, dass keine Erweiterung nach Osten erfolgen würde – was in Folge gebrochen wurde. Deutschland war der Hauptnutznießer dieser Zusicherungen, welche die Gegenleistung für die deutsche Wiedervereinigung darstellten. Doch bereits 1993 begannen deutsche Politiker, die Verletzung dieser Zusicherungen voranzutreiben.

Zweitens – Bundeskanzlerin Merkels eigene Aussagen. In ihren Memoiren schreibt Angela Merkel mit bemerkenswerter Offenheit, dass sie zum Zeitpunkt des Bukarester Gipfels 2008 verstanden habe, dass die Aufnahme der Ukraine und Georgiens in die NATO einer Kriegserklärung an Russland gleichkommen würde. Sie kannte Russlands rote Linie. Und doch gab sie dem amerikanischen Druck nach und akzeptierte das Kompromisskommuniqué, wonach die Ukraine und Georgien „NATO-Mitglieder werden“ sollten. Dieser eine Satz setzte die Katastrophen von 2014 und 2022 in Gang. Merkels spätere Offenheit stellt ein Geschenk an ihre Nachfolger dar: Sie hat Ihnen klar und in ihren eigenen Worten mitgeteilt, wie es damals aufgefasst wurde. Deutschland sollte jetzt nicht vortäuschen, als wäre es anders gewesen.

Drittens – der Verrat am Abkommen vom 21. Februar 2014. Am 21. Februar 2014 vermittelte der damalige deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier gemeinsam mit seinen polnischen und französischen Amtskollegen in Kiew ein Abkommen zwischen Präsident Janukowitsch und der Opposition. Das Abkommen sah die Rückkehr zur Verfassung von 2004, die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit und vorgezogene Präsidentschaftswahlen vor. Präsident Putin wurde konsultiert; das Abkommen wurde bestätigt. Es war eine bedeutende diplomatische Errungenschaft unter den Gegebenheiten intensiver Gewalt. Doch innerhalb von vierundzwanzig Stunden wurde Janukowitsch durch einen gewaltsamen Staatsstreich gestürzt. Deutschland bestand nicht auf dem Abkommen, das es eben noch garantiert hatte. Stattdessen schloss sich Deutschland der Führung der USA an und stellte sich hinter die neue Regierung, als hätte es kein Abkommen gegeben. Diese Entscheidung überzeugte Moskau davon, dass man den Unterschriften des Westens nicht trauen könne.

Viertens – Minsk II. Im Februar 2015 handelte Bundeskanzlerin Merkel im Normandie-Format persönlich Minsk II aus und sicherte die politische Unterstützung Deutschlands durch die am 12. Februar 2015 in Minsk verabschiedete Unterstützungserklärung zu. Über sieben Jahre wurde die zentrale politische Bestimmung – die Autonomie der Donbass-Regionen innerhalb einer souveränen Ukraine – von Kiew nie umgesetzt. Deutschland drängte Kiew nicht dazu, die von ihm befürwortete Autonomieklausel umzusetzen – und Merkel räumte später ein, dass das Abkommen als Verzögerungstaktik genutzt worden sei, um der Ukraine die Aufrüstung zu ermöglichen. Präsident Hollande äußerte sich ähnlich. Die Garantie war, mit anderen Worten, gar keine Garantie. Es war eine Strategie – erneut auf Geheiß Washingtons. Erneut lautete die Botschaft an Moskau, dass man den Unterschriften des Westens nicht trauen könne.

Fünftens – Nord Stream. Am 7. Februar 2022 verkündete Präsident Biden im East Room des Weißen Hauses – mit dem damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz an seiner Seite –, dass „falls Russland einmarschiere … es keine Nord Stream 2 mehr geben werde. Man werde dem ein Ende setzen.“ Auf die Frage, wie das gehen könne, antwortete er: „Ich verspreche Ihnen, wir werden dazu in der Lage sein.“ Die Pipelines wurden sieben Monate später durch eine Sabotageaktion in der Ostsee zerstört. Die vorliegenden Beweise – investigative Berichterstattung in den Vereinigten Staaten und Deutschland, die Ermittlungen der Bundesanwaltschaft sowie öffentliche Äußerungen ehemaliger Amtsträger – deuten vornehmlich auf eine gemeinsame ukrainisch-amerikanische Operation hin. Die deutsche Regierung weiß dies seit langem. Und doch hat Deutschland zugelassen, die öffentliche Schuldzuweisung entgegen den direkten Beweisen auf Russland fallen zu lassen, während ein Akt der Industriesabotage gegen die deutsche Wirtschaft strafrechtlich nicht verfolgt wurde und unbeantwortet blieb.

Sechstens – das Istanbul-Abkommen vom April 2022, das in greifbarer Nähe lag. Nur wenige Wochen nach der russischen Invasion im Februar 2022 einigten sich russische und ukrainische Unterhändler in Istanbul auf die Bedingungen eines Friedensabkommens: Neutralität der Ukraine außerhalb der NATO, multilaterale Sicherheitsgarantien, vereinbarte Truppenobergrenzen und die politische Lösung der Donbass- und Krim-Fragen im Laufe der Zeit. Das Abkommen stand kurz vor der Unterzeichnung. Der ehemalige israelische Ministerpräsident Naftali Bennett, einer der Vermittler, hat öffentlich bestätigt, wonach das Abkommen kurz vor dem Abschluss stand, doch der Westen – insbesondere die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich – sich eingeschaltet hätten, um es blockieren zu lassen. Die Mission von Premierminister Boris Johnson nach Kiew im April 2022, um die Ukraine anzuweisen, nicht zu unterzeichnen, wurde öffentlich bekannt gemacht. Hunderttausende ukrainische und russische Menschenleben sowie die gesamte europäische Ordnung haben den Preis für diese Intervention der USA und Großbritanniens bezahlt. Deutschland hat sich dazu nicht geäußert – obwohl Deutschland mehr als jeder andere europäische Staat die wirtschaftlichen Folgen zu tragen hat.

Die zweite Katastrophe: Deutschlands wirtschaftliche Selbstzerstörung

Ihr erstes Anliegen hat der Friede sein. Die gestrige Botschaft aus Moskau macht deutlich, wie spät man dran ist. Doch neben der ersten Katastrophe vollzieht sich eine zweite: Die vorsätzliche Zerstörung der deutschen Wirtschaft, wobei Berlin sowohl Urheber als auch Opfer ist.

Deutschlands industrielle Wirtschaft baut auf dem Handel mit Russland auf. Die Zerstörung der Nord Stream [Pipelines] und der darauf folgende Abbruch der Handelsbeziehungen Deutschlands mit Russland haben dazu geführt, dass Deutschland Erdgas aus den Vereinigten Staaten zu Preisen kauft, die um ein Vielfaches höher liegen als die des russischen Pipelinegases, welches es ersetzt hat. Das ist industrieller Selbstmord. Deutschlands Chemiesektor, sein Stahlsektor, seine Glasindustrie, seine energieintensiven Hersteller – die eigentlichen Grundlagen des Mittelstands – verlieren Tag für Tag an internationaler Wettbewerbsfähigkeit. Qualifizierte Arbeitsplätze wandern aus der deutschen Wirtschaft ab. Und der deutsche Steuerzahler sowie der deutsche Verbraucher erleben einen Transfer von nationalem Wohlstand von Deutschland zu amerikanischen Gasproduzenten in einem Ausmaß, welches im Nachkriegseuropa beispiellos ist.

Darüber hinaus verspricht die deutsche Regierung nun eine enorme Aufrüstung der Verteidigung – Hunderte von Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren – um sich für einen Krieg, welche die Diplomatie leicht verhindern könnte, zu rüsten. Dies stellt eine gravierende Fehlallokation nationaler Ressourcen dar. Die grundlegende Herausforderung, vor der Deutschland in diesem Jahrzehnt steht, ist die Wettbewerbsfähigkeit im digitalen Zeitalter. Jeder Euro, der für Panzer, Raketen und Artilleriegeschosse ausgegeben wird, ist ein Euro, der nicht für Deutschlands KI-Kapazitäten, sein Chip-Design und Fähigkeiten der Chip-Fertigung, seine Energieinfrastruktur und die digitalen Hochgeschwindigkeitsnetze ausgegeben wird, doch Deutschland benötigt, um eine der führenden Weltwirtschaften zu bleiben.

Die harte Realität, Herr Bundeskanzler, ist, dass mit diesen Waffen keine Sicherheit erkauft werden kann, welche die Diplomatie zu einem Bruchteil der Kosten realisieren könnte und dass es keinen Wohlstand ohne die Investitionen in Digitaltechnik und Energie, die durch diese Aufrüstungen verdrängt würden, wird geben können.

Mein Appell

Bundeskanzler Merz, mehr als bei jedem anderen europäischen Staats- oder Regierungschef liegt die Frage, ob Europa in einen allgemeinen Krieg abgleitet oder zu Verhandlungen und wirtschaftlicher Vernunft zurückkehren würde, bei Ihnen. Die Zeit ist schon sehr knapp. Die gestrige offizielle Botschaft aus Moskau an Washington drückt dies explizit aus. Bitte nehmen Sie den Dialog mit Präsident Putin auf. Bitte entsenden Sie Ihren Außenminister nach Moskau oder laden Sie den russischen Außenminister nach Berlin ein. Bitte öffnen Sie wieder die OSZE-Kanäle, welche Deutschland verkümmern ließ. Bitte fordern Sie Kiew auf, seine Angriffe auf zivile Ziele einzustellen.

Vor allem aber teilen Sie bitte der deutschen Öffentlichkeit die Wahrheit mit: Dass ein ausgehandelter Frieden auf Grundlage ukrainischer Neutralität der realistische Weg aus der Katastrophe wäre und dass die Wiederherstellung normaler wirtschaftlicher Beziehungen zu Russland den realistischen Weg aus dem industriellen Niedergang Deutschlands darstellen würde.

Die Bedingungen für ein akzeptables Abkommen, das Deutschland vorschlagen könnte, sind klar. Die Kämpfe würden an einer Waffenstillstandslinie enden. Alle Seiten würden auf jeglichen künftigen Rückgriff durch Gewalt in der Grenzfrage verzichten. Die Ukraine würde ihre Neutralität wiederherstellen und NATO würde dauerhaft auf eine weitere Osterweiterungen verzichten. Europa und Russland würden ihre wirtschaftlichen Beziehungen wiederherstellen und die Kriegstreiberei beenden. Die OSZE würde wieder zum zentralen Forum für europäische Sicherheit werden, mit dem Grundprinzip, dass europäische Sicherheit unteilbar ist und nicht auf Militärblöcken beruht, die Europa spalten. Parallel zu diesem Frieden würde Deutschland seine nationalen Ressourcen auf Investitionen in den Bereichen Digitalisierung, KI, Halbleiter und Energie, die für die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands erforderlich sind, umlenken.

Die Geschichte wird verzeichnen, was Sie in den kommenden Wochen tun und was Sie unterlassen werden. Das wird auch die deutsche Öffentlichkeit tun. Das werden auch die Völker Russlands, der Ukraine und Europas im Allgemeinen tun. Es ist Zeit für Diplomatie, Herr Bundeskanzler. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

Jeffrey D. Sachs

Universitätsprofessor an der Columbia University

***

Übersetzung: UNSER MITTELEUROPA

Der offene Brief von J. Sachs erschien in der Berliner Zeitung auf Englisch: HIER

 



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Telefonat: Lawrow empfiehlt USA die Ukraine schnellstmöglich zu verlassen

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Das russische Außenministerium veröffentlichte zwei Protokolle: Das eine zu Konsequenzen aufgrund von Kriegsverbrechen durch „Ukraine & Co“ im russischen Hinterland und das andere zum Telefonat der beiden Minister.

Russland hat entschieden, die Handschuhe abzulegen

Von REDAKTION | Nach dem Anruf von Sergey Lawrow bei seinem Amtskollegen Marco Rubio scheint es, als hätte es der US-Seite die Stimme verschlagen. Doch das lässt sich erklären, wenn man die Erklärungen der Außenministerien liest und die Hintergründe versteht.

Die Erklärung des russischen Außenministeriums zu den Angriffen bewaffneter
Formationen ‚des Kiewer Regimes auf die Zivilbevölkerung in Russland in deutscher Übersetzung

Zitat russisches Außenministerium Anfang

Der blutige Angriff der ukrainischen Streitkräfte in der Nacht zum 22. Mai unter Einsatz von Drohnen auf das Schulgebäude und Wohnheim der Lugansker Staatlichen Pädagogischen Universität in Starobilsk (Volksrepublik Lugansk) war ein weiterer eklatanter Beweis für das nationalsozialistische und terroristische Wesen des Kiewer Regimes, welches gezielt Angriffe auf Zivilisten verübt und selbst vor der kaltblütigen Ermordung von Kindern nicht zurückschreckt.

 Die Junta von Selenskyj und ihre westlichen Sponsoren, welche die ukrainischen Streitkräfte mit Waffen für Verbrechen gegen unser Volk versorgen, haben der ganzen Welt ihre grobe Missachtung der Normen des humanitären Völkerrechts demonstriert. Es liegt ein offensichtlicher Verstoß gegen die Genfer Konventionen von 1949 und deren Zusatzprotokolle zur Regelung des Schutzes der Zivilbevölkerung während Konflikten sowie gegen die UN-Kinderrechtskonvention von 1989 und eine Reihe weiterer bedeutender internationaler Rechtsakte, vor.

 All dies hat das Maß der Geduld überschritten. Unter den gegebenen Umständen beginnen die Streitkräfte der Russischen Föderation mit der konsequenten Durchführung systematischer Schläge gegen Unternehmen des ukrainischen Rüstungskomplexes in Kiew, einschließlich konkreter Standorte zur Entwicklung, Produktion, Programmierung und Einsatzvorbereitung von UAVs [Drohnen], die vom Kiewer Regime unter Mitwirkung von NATO-Spezialisten, die für die Lieferung von Komponenten, die Bereitstellung von Aufklärungsdaten und Zielzuweisungen verantwortlich sind, eingesetzt werden. Die Schläge werden sich auch gegen Entscheidungszentren und Kommandostellen richten.

 Da die oben genannten Objekte über ganz Kiew verteilt sind, möchten wir die ausländischen Staatsbürger informieren, einschließlich des Personals diplomatischer Vertretungen und eines solchen internationaler Organisationen, um die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen und rufen die Einwohner der ukrainischen Hauptstadt auf, sich den Objekten der militärischen und administrativen Infrastruktur des Selenskyj-Regimes nicht zu nähern.

Zitat russisches Außenministerium Ende

Man beachte, dass die russische Staatsführung betont, nur militärische Ziele angreifen zu wollen und die Zivilbevölkerung der Ukraine rechtzeitig davor warnt, um sich von der militärischen Infrastruktur des ukrainischen Regimes stets fernzuhalten.

Zu besagtem Thema fand am 25. Mai auch ein follow-up-Telefonat zwischen dem Außenminister der Russischen Föderation Sergey W. Lawrow und US-Außenminister Marco Rubio statt.

Das Telefonprotokoll von russischer Seite in deutscher Übersetzung

Zitat Telefonprotokoll russisches Außenministerium Anfang

„Im Auftrag des Präsidenten der Russischen Föderation Wladimir W. Putin hat Sergey W. Lawrow der amerikanischen Seite offiziell mitgeteilt, dass die Streitkräfte der Russischen Föderation als Reaktion auf die anhaltenden Terroranschläge des Kiewer Regimes gegen die Zivilbevölkerung und zivile Objekte auf russischem Territorium mit systematischen und konsequenten Schlägen gegen in Kiew gelegene Objekte und entsprechende Entscheidungszentren, die Zwecken der ukrainischen Streitkräfte dienen, beginnen. Sergey W. Lawrow verwies auf die Erklärung des russischen Außenministeriums vom 25. Mai, in der den USA sowie anderen Staaten, die Vertretungen in Kiew unterhalten, empfohlen wird, die Evakuierung ihres diplomatischen Personals und anderer Bürger aus der ukrainischen Hauptstadt zu veranlassen.

 Der Minister erinnerte an die auf höchster Ebene und Vorschlag der USA im August 2025 in Anchorage erzielten Vereinbarungen zum Ukraine-Konflikt und bedauerte, dass die rücksichtslosen Bemühungen der europäischen Eliten und des Kiewer Regimes diese Vereinbarungen, die den Weg zu einer nachhaltigen, langfristigen Lösung auf der Grundlage eines Interessenausgleichs geebnet hätten, untergruben.

 Die Leiter der Außenministerien tauschten sich über diplomatische Initiativen zur Überwindung der Krise in der Straße von Hormuz und zur Lage rund um Kuba aus.

 Sergy W. Lawrow und Marco Rubio bekräftigten trotz bekannter Meinungsverschiedenheiten ihre gemeinsame Bereitschaft, die Bemühungen zur Normalisierung der Arbeitsbedingungen der diplomatischen Vertretungen Russlands und der USA auf dem jeweiligen Hoheitsgebiet zu intensivieren.“

Zitat Telefonprotokoll russisches Außenministerium Ende

Man beachte, dass das russische offizielle Protokoll festhält, dass die Vereinbarung von Alaska zu den von der US-Administration gemachten(!) Friedens-Vorschlägen, welchen die russische Seite zustimmte, von der US-Administration nicht durchgebracht werden konnte.

Dieses Versagen bestätigt, dass der vermeintlich „mächtigste Mann auf Erden“ – der US-Präsident, wovon atlantische Medien und ihre verblendete Leserschar so gerne tagträumen – sich nicht in der Lage sieht, seine eigenen US-Vorschläge gegenüber den ihm vorgesetzten transnationalen Klans durchzubringen.

Es wird somit Zeit, dass die kollektiven Analysten des Westens, sich langsam daran machen sollten ihre notorischen Denk- & Analysefehler gründlich zu überprüfen. Das könnte es erleichtern, die sich häufenden Bauchlandungen der vermeintlich Mächtigsten dieser Welt, den irregeführten Bevölkerungen im Westen vielleicht noch einigermaßen erklären zu können – vorausgesetzt sie würden in der Lage sein die Realitäten auch psychisch zu verkraften. Mediziner kennen das Problem aggressiver Reaktionen von Patienten, nachdem sie aus einem künstlichen Tiefschlaf aufgeweckt worden waren.

Entsprechend „kleinlaut“ und kurz fiel das entsprechende Telefonprotokoll des US-State Departments (US Außenministerium) aus. Das verwundert, zumal US-Sprüche ihrer vermeintlich „Mächtigen und Prächtigen“ zu Gott und der Welt oft nur Kaffee-Haus-Geplapper auf kindlichem Niveau, dem es selten an Länge fehlte, gleicht.

25. Mai 2026 – Dem Department of State sind die Worte im Hals stecken geblieben | Quelle: Screenshot US State Dept.

Das Telefon-Protokoll Rubio – Lawrow durch das State Department in deutscher Übersetzung:

 Zitat US State Department Anfang. Die folgende Erklärung wird Sprecher Tommy Pigott zugeschrieben:

 Außenminister Marco Rubio führte heute auf Wunsch des Ministers ein Gespräch mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow. Die beiden Seiten tauschten sich über den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, die bilateralen Beziehungen sowie die Lage im Iran aus.

Zitat US State Department Ende

Der oben gezeigte Sachverhalt macht deutlich: Wenn es ernst wird, bleiben atlantischen Politikern gerne die Worte im Hals stecken. Eine Erklärung für das politische Versagen westlicher Politik besagt, dass viele Regierungsvertreter im Westen sich dem Metier der Schauspielerei verbunden fühlen und zugleich zu oft nur nach Kriterien der Unterhaltungsindustrie ausgewählt werden.

***

UM zur „ersten langen Nacht in Kiew“ nach Starobilsk: HIER

Warum Russland auf gezielte Gegenschläge statt Vergeltung gegen Zivilisten setzt




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