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☐ ☆ ✇ Nie wieder Krieg!

Friedensdemonstration zum Tag der Begegnung in Torgau am 25. April 2026

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Rede von Jutta Kausch-Henken am Tag der Begegnung am 25. April in Torgau

81 Jahre nach dem Händedruck hier in Torgau zwischen Leutnant William Robertson von der US-Armee und Leutnant Alexander Silwaschko von der Roten Armee, ist die Situation in der Welt gefährlicher denn je. Es droht ein Dritter Weltkrieg, wenn wir dem um sich greifenden Wahnsinn nicht geschlossen Einhalt gebieten. Die Hoffnung auf eine friedliche, solidarische Welt, in der der Mensch dem Mensch kein Wolf ist, scheint immer unrealistischer, wenn man die öffentlichen Verlautbarungen, die verbalen und realen Aufrüstungsinitiativen der deutschen Elite und der Leitmedien verfolgt. Als Begründung dient heute wie früher: Der Russe bedroht uns. Er hat das schon immer getan. Punkt. Was 1914 nicht stimmte, was 1941 nicht stimmte, stimmt heute auch nicht.

Deutschland wurde vor 81 Jahren in erster Linie von der Roten Armee besiegt. Die Sowjetunion hat den deutschen Faschismus beendet, die Alliierten sind erst dann zur Hilfe geeilt, als klar wurde, dass Hitler den Krieg nicht gewinnen würde. Nicht die GI’s, nein die Rote Armee hat Auschwitz befreit. Nicht die US-Amerikaner, nein, die sowjetischen Völker mit 27 Millionen Toten beklagten die allergrößten Verluste. All das wird heute versucht, aus der Geschichtsschreibung zu radieren und stattdessen den Sieg über den Faschismus der heldenhaften US-Armee anzudichten.

Der symbolische Händedruck als Zeichen der Freundschaft zwischen den USA und der Sowjetunion war nur von kurzer Dauer.

Die Waffen waren kaum eingesammelt, begann man im Westen mit Plänen, die Sowjetunion „im Falle eines Krieges“ mit tausenden von Atombomben zu attackieren. Die Sowjetunion aber hatte gar kein Interesse am Krieg, hatte auch gar keine Ressourcen für solche absurden Pläne. Sie wollte ihr Land wieder aufbauen und hatte damit genug zu tun.

Es hätte die Chance gegeben auf einen wirklichen Neuanfang für Deutschland damals, 1945, wenn es entmilitarisiert geblieben wäre, neutral und friedensfähig. Doch das war nicht im Interesse des US-amerikanischen Imperialismus. Er wollte keine Entmilitarisierung, sondern ein starkes Bollwerk gegen den Kommunismus, der als Idee in den Köpfen der Menschen durchaus attraktiv war zu jener Zeit. Dass diese Idee einer neuen, gerechteren, sozialistischen Welt nicht um sich griff und womöglich die Deutschen in ihrer Mehrheit erfasste, musste verhindert werden. Konrad Adenauer war ein willfähriger Vollstrecker der US-Idee, auf keinen Fall eine Aussöhnung Deutschlands mit der Sowjetunion zuzulassen. Deshalb wurde Deutschland geteilt: „Lieber ein halbes Deutschland ganz als ein ganzes Deutschland halb“, war Adenauers damaliger Ausspruch.

Der Rest ist traurige Geschichte. Es folgte die Politik des Totrüstens unter dem Euphemismus „Wettrüsten“. Die DDR konnte dem imperialen Dauerfeuer 40 Jahre standhalten, trat dann unter dem permanenten Druck der BRD bei. Und wurde prompt von ihr verramscht. Die SU löste sich auf.

Ein zweites Mal wäre die Chance auf Deutschland als Friedensgarant möglich gewesen. Der Zwei-plus-vier-Vertrag, die Charta von Paris hätten dazu den Rahmen bieten können. Aber auch dieses Mal hatten die USA kein Interesse an einer gemeinsamen europäischen Sicherheitsarchitektur von Wladiwostok bis Lissabon. Das Versprechen, dass sich die NATO keinen Zentimeterweit nach Osten ausbreiten wird, wenn die DDR sich auflöst, hielten sie nicht ein.

Ihr Ziel war es, DIE Weltmacht zu sein, sich die Ressourcen der ehemaligen sozialistischen Länder anzueignen und die militärische Kontrolle in allen Teilen der Welt zu besitzen. Und so rückte die NATO Stück für Stück bis an die Grenze Russlands vor, trotz wiederholter Einwände von dessen Seite, weil es sich berechtigterweise durch dieses Näherrücken mehr und mehr bedroht sah.

Der Krieg, der seit über vier Jahren in der Ukraine ausgefochten wird, ist das Ergebnis dieser Missachtung russischer Sicherheitsinteressen. Die Ukraine ist kein Hort der Demokratie, in der unsere Freiheit verteidigt wird, wie uns ständig in die Hirne gehämmert wird. Sie ist vielmehr das Schlachtfeld, auf dem die ukrainische Bevölkerung für die Interessen des „Wertewestens“ stirbt. Und solange die europäischen Länder weiterhin Waffen schicken und den Russenhass schüren statt diplomatische Anstrengungen zu unternehmen, wird dieser Krieg weitergehen. Das Ziel der USA ist die Schwächung Russlands und die Wahnvorstellung der EU ist, wieder als Global Player bei der Aufteilung der Welt mitzumischen.

Mit der zweiten Amtszeit Trumps hat sich zu den schon immer imperialistischen Zielen der USA der Narzissmus dieses Machtmenschen gesellt, der unbedingt Alleinherrscher über den Globus werden will. Und die EU verfällt immer mehr in einen Größenwahn und klatscht begeistert Beifall, wenn der US-amerikanische Außenminister sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz dazu hinreißen lässt, die kolonialistischen Verbrechen der Europäer und US-Amerikaner als zivilisatorische Maßnahme für die Länder des Südens zu preisen.

Ein Panoptikum des Grauens, das sich wertebasierte Ordnung, Verteidigung der Demokratie und Freiheit nennt!

Völkerrecht ist schon lange ein Papiertiger, aber nun reicht es nicht mal mehr zum Toilettenpapier.
Es ist nicht neu, dass das Recht des Stärkeren herrscht, aber die Qualität ist neu.
Länder, die sich dem US-Willen nicht beugen, werden unter Druck gesetzt, sanktioniert, erpresst, es werden Regime Changes provoziert, unliebsame Staatsführer ermordet, Kriege unter fadenscheinigen Begründungen bis hin zu fetten Lügen angezettelt.

Die Liste reicht von Jugoslawien bis Iran. 1999 in Jugoslawien ging es angeblich um die Verhinderung einer humanitären Katastrophe, in Afghanistan angeblich um Terrorabwehr, im Irak sucht man bis heute die Massenvernichtungswaffen, in Syrien hat man angeblich das Volk von einem brutalen Diktator befreit.

Beim Genozid in Gaza wird angeblich Israel verteidigt, in Venezuela ging es angeblich um Drogen, im Sanktionskrieg und der permanenten Bedrohung gegen Kuba geht es angeblich darum, Kuba für seine Unterstützung von Terrorstaaten zu bestrafen und im Iran geht es angeblich darum, dem Land die Freiheit zu bringen und die Entwicklung von Atomwaffen zu verhindern.

Die Bundesregierung unterstützt Israel immer noch mit Waffen und steht fest an der Seite Netanjahus, sie deckt die Verbrechen in Gaza, die weiterhin stattfinden und medial keine Beachtung mehr finden, und auch im Libanon und im Iran.

Der Bundeskanzler bedankte sich nach dem 12-Tage-Krieg gegen Iran bei Israel und den USA dafür, dass sie die Drecksarbeit für uns machen. Er verurteilte lautstark die Angriffe Irans auf US-Stützpunkte in den Nachbarländern im Februar diesen Jahres, aber hatte keinerlei Kritik an der Bombardierung iranischer Städte und der Ermordung des Staatsführers sowie Teilen seiner Familie und zahlreichen Militärführern, die der Auslöser für die iranischen Verteidigungsschläge waren.

Wie kann es sein, dass sich eine solch zerstörerische, verantwortungslose Politik austoben kann, ohne dass der Souverän, also wir, dieses unterbinden? Sie ist nicht nur ein Verbrechen, sie ist gegen jede Vernunft, gegen jede Verantwortung, gegen jede Menschlichkeit.

In den USA entwickelt sich unter der Trump-Administration eine faschistische Regierung, wenn man Faschismus versteht als extrem nationalistische, antidemokratische und autoritäre politische Ideologie.

Die EU mit Deutschland als Führungsmacht ist auf dem besten Weg, alle demokratischen und humanistischen Ideen – die doch angeblich ihren Geburtsort hier auf diesem Kontinent haben, man denke nur an Kant oder Marx – in die Tonne zu kloppen.

Nicht friedensfähig sollen wir sein, sondern kriegstüchtig, die Wirtschaft in diesem Land wird bereits umgebaut in eine Kriegswirtschaft, die Jugend wird zum Wehrdienst , sprich Kriegsdienst, gezwungen, sollten sich nicht genügend Freiwillige finden, die für die Interessen der Reichen bereit sind, zu töten und zu sterben.

Wir werden systematisch vorbereitet auf den Krieg. Vor zwei Tagen stellte unser sozialdemokratischer Verteidigungsminister die erste Militärstrategie Deutschlands seit dem zweiten Weltkrieg vor. Darin ist nun klar festgelegt, Deutschland zur stärksten Militärmacht Europas auszubauen. Um aber einen Krieg zu beginnen, muss man die Bevölkerung dazu bringen, den Krieg gut zu finden.

Auf der Seite der Bundeszentrale für politische Bildung steht: “Kriege sind vor allem in demokratischen Gesellschaften gegen den Willen der Bevölkerung schwer durchzusetzen. Deshalb müssen Regierung und Militär sicherstellen, dass die Menschen den Krieg mittragen. Um ihr Ziel zu erreichen, setzen sie bewusst Medien als Mittel der Beeinflussung ein. Es wird ein Bild des Krieges vermittelt, das ihn als notwendig und unausweichlich darstellt. Den Versuch der gezielten Beeinflussung der Öffentlichkeit während eines Krieges bezeichnet man als Kriegspropaganda.“
Und genau das passiert gerade hier und heute bei uns.

Meinungsfreiheit existiert nicht mehr wirklich. Außer man vertritt die richtige Meinung, die, die öffentlich in Staatsmedien propagiert wird.

Zensur findet nicht statt, außer, man schreibt etwas, was nicht in die verordnete Staatsdoktrin passt.

Was abweicht von der „gezielten Beeinflussung der Öffentlichkeit“, fällt dann unter „Feindpropaganda“, Zersetzung des Staates, ist im schlimmsten Fall antisemitisch.

Menschen wie der Journalist Hüseyin Doğru oder Jacques Baud werden für vogelfrei erklärt, von all ihren Konten abgeschnitten, sie dürfen keine Arbeit verrichten, für die sie bezahlt werden, wer sich traut, sie zu unterstützen, macht sich strafbar. Sie haben sich keines Verbrechens schuldig gemacht, es gibt keine Anklage, keine Beweisaufnahme, keine Anhörung der Beschuldigten, keine Gerichtsverhandlung, kein rechtsstaatliches Urteil. Die EU hat befunden, dass sie russische Propaganda betrieben haben und das war’s. Punkt. Keine Diskussion oder Widerspruch möglich.

Wie verkommen sind unsere Politikerinnen und Politiker, dass sie sich so über ihren geleisteten Amtseid hinwegsetzen und das Land ruinieren?

Es liegt an uns, nur an uns, diesem Wahnsinn ein Ende zu bereiten. Der Regierung die Gefolgschaft zu verweigern, solange es noch geht. Den Mund aufzumachen und sich nicht einschüchtern zu lassen. Nur Solidarität miteinander kann uns davor bewahren, auch abzutauchen, zu resignieren, es geschehen zu lassen.

Ich möchte schließen mit dem bekannten Zitat von Martin Niemöller:

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

***

Jutta Kausch Henken engagiert sich in der Friedenskoordination – FRIKO – Berlin und in der Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ Nie wieder Krieg!

Der deutsche Militarismus jubelt!

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Er nutzt die Absage, US-Mittelstreckenraketen in Deutschland zu stationieren, dazu, die Hochrüstung und Anschaffung von Angriffswaffen für die Bundeswehr und die Militarisierung der Gesellschaft zu forcieren

 
Die Initiative „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder“ begrüßt es sehr, dass die US-Regierung auf die Stationierung weitreichender Mittelstreckenwaffen in Deutschland verzichten will. Als Initiatorinnen und Initiatoren des „Berliner Appell“, der genau dies fordert und unter den bundesweit seit seiner Präsentation am 3.10.2024 ca. 100.000 Unterschriften gesammelt wurden, sind wir darüber erleichtert. Denn durch die Bekanntgabe der Entscheidung der US-Regierung, Waffen in Deutschland nicht aufzustellen, mit denen sie das russische Hinterland mit präzisen Erstschlagwaffen treffen und die Hyperschallwaffe Dark Eagle als Enthauptungsschlagwaffe einsetzen können, wird die Spannung gegenüber Russland nicht noch weiter erhöht. Damit reduziert sich auch die Gefahr von russischen Präventiv- oder Gegenschlägen auf Deutschland gewaltig.

Umso mehr empört es uns, dass an der bundesdeutschen Aufrüstung interessierte Kreise nach dieser Ankündigung der US-Regierung dafür plädieren, die hierzulande seit langem gehegten Ambitionen, in eigener Regie Mittelstreckenwaffen in Deutschland zu stationieren, um russisches Hinterland ins Visier zu nehmen, zu beschleunigen. Das betrifft die bisherige Planung, ab 2029 in den USA für die Bundeswehr 400 Marschflugkörper des Typs Tomahawk (Reichweite 1.600 km) zu kaufen, um sie von deutschen Territorium oder von Fregatten aus gegen gehärtete Ziele im russischen Hinterland abzufeuern, sowie das Vorhaben, eine europäische Mittelstreckenwaffe (ELSA, Reichweite über 2.000 km) zu entwickeln.

Wenn das damit begründet wird, dadurch eine angebliche Fähigkeitslücke bei land- und seebasierten Mittelstreckenwaffen gegenüber Russland auszugleichen, wird außer Acht gelassen, dass das gesamte Kräfteverhältnis zwischen Russland und der NATO in Rechnung gestellt werden muss. Allein die europäischen NATO-Staaten – ohne die USA – verfügen über mehr als doppelt so viele Kampfpanzer und Kampfflugzeuge wie Russland und schicken sich an, ihre Militärhaushalte drastisch zu erhöhen, während Russland seine Militärausgaben in diesem Jahr senken will. Wir erinnern daran, dass zum Einmaleins der erfolgreichen Kriegsführung gehört, dass die angreifende Seite über eine dreifache Überlegenheit verfügen muss, wenn sie im Krieg siegen will. Davon ist Russland sehr weit entfernt und eine Absicht, diese Überlegenheit erreichen zu wollen, ist nicht erkennbar.

Wir begrüßen es ebenso, dass die USA Truppenkontingente aus Deutschland abziehen wollen, wenden uns aber dagegen, dass dies dazu benutzt wird, die beispiellose deutsche Aufrüstung noch zu beschleunigen. Wir lehnen das Vorhaben der neuen deutschen Militärstrategie ab, wonach Deutschland zur Führungsnation der NATO in Europa und die Bundeswehr zur stärksten konventionellen Armee in Europa wird. Denn nach wie vor ist es die durch Grundgesetz und 2plus4 Vertrag festgelegte Aufgabe der Bundeswehr, eine Verteidigungsarmee zu sein. Weder Europa noch wir brauchen eine neue deutsche Militärmacht.

Wir fordern:

  • Keine Mittelstreckenwaffen auf deutschem Boden!
  • die Abrüstung der Bundeswehr, wodurch die Wehrpflicht hinfällig ist und der Sozialbbau verhindert wird
  • den diplomatischen Einsatz der Bundesregierung zur Beendigung des Ukrainekriegs mit dem Ziel, eine stabile europäische Friedensordnung zu erzielen, die gleiche Sicherheit für alle Seiten gewährleistet.

Es ist an der Zeit, widerständig zu werden!
Beteiligt euch an den Demonstrationen am 3. Oktober in Berlin und Stuttgart!

Wir brauchen Friedensfähigkeit statt Kriegstüchtigkeit!

Initiative „Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder“

Yusuf As, Wiebke Diehl, Julian Eder, Ulrike Eifler, Andreas Grünwald, Joachim Guilliard, Rita-Sybille Heinrich, Lühr Henken, Andrea Hornung, Jutta Kausch-Henken, Ralf Krämer

(Auszug von RSS-Feed)

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Newsletter 04/2026 – Schulstreik am 8. Mai 2026

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Am 23. April 2026 wurde unser Newsletter 04/2026 verschickt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Newsletter bei folgenden Themen: Nächster Schulstreik am 8. Mai 2026; Demonstrationen am 30. Mai in Wiesbaden und Grafenwöhr; Erklärung: Russland ist nicht unser Feind. Darüber hinaus gibt es einen kurzen Rückblick auf die Ostermärsche sowie Ankündigungen für verschiedene Veranstaltungen. Darunter einen Internationalen Friedenskongress in London sowie Veranstatungen im Zusammenhang mit dem 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion. Wir informieren zudem über einen Brief an alle Delegierte und Gäste des bevorstehenden DGB-Bundeskongresses.

Hier kannst Du dir diesen Newsletter so aufrufen, wie er als Mail verschickt wird:

Newsletter 04/2026 im Mailverkehr

Hier findest Du ihn im PDF-Format:

Newsletter 04/2026 im PDF-Format
 
 

 
 

(Auszug von RSS-Feed)

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Russland ist nicht unserer Feind – gegen Hochrüstung und Militarisierung

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Erklärung der Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘ zum 85. Jahrestag des deutschen Vernichtungskriegs gegen die Sowjetunion

»Wer als Deutscher über Russland und seine Menschen redet, auch über seine Politiker, seinen Präsidenten, muss im Gedächtnis haben, was heute vor 75 Jahren begann. Dann wird jede verletzende Arroganz verfliegen und sich das Bedürfnis regen, wenigstens einen Bruchteil des Horrors wieder gutzumachen. «
(Erhard Eppler, am 22.6.2016 zum 75. Jahrestag des Kriegsbeginns)

Am 22. Juni 1941 überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Der als rassenideologischer Vernichtungskrieg geplante Feldzug führte zu einer beispiellosen Brutalität in der Kriegsführung und der Besatzungspolitik. Hauptziel des deutschen Faschismus war die Ausmerzung des Sozialismus („jüdischer Bolschewismus“) sowie die Eroberung eines riesigen Kolonialreiches in Osteuropa bis zum Ural („neuer Lebensraum im Osten“), und die rücksichtslose „Germanisierung“ und Versklavung der zu „Untermenschen“ erklärten slawischen Völker.
 

Die Sowjetunion trug die Hauptlast des Kampfs gegen den Faschismus!

 
Der Raub von Rohstoffen, Nahrungsmitteln und Arbeitskräften sollte die Ressourcen schaffen, die das faschistische Deutschland zur Fortsetzung seines Kampfes um die Vormachtstellung in der Welt benötigte und gleichzeitig Versorgungsmängel für die deutsche Bevölkerung begrenzen. Der Hungertod von vielen Millionen Sowjetbürgern war einkalkuliert. Die Wehrmacht führte ihren Feldzug daher vom ersten Tag an mittels barbarischen Terrors gegen die Zivilbevölkerung. Musste sie sich zurückziehen, hinterließ sie „verbrannte Erde“. Von 1941 bis 1945 zerstörten deutsche Soldaten über 1700 Städte, 70.000 Dörfer, 32.000 Fabriken und 4000 Bibliotheken.

Insgesamt kamen bis zum Sieg über den deutschen Faschismus mehr als 27 Millionen Sowjetbürgerinnen und Sowjetbürger ums Leben. Millionen sowjetischer Kriegsgefangener und Zwangsarbeiter:innen starben in deutschen Lagern. Der Überfall markierte zugleich den Beginn des Holocausts – die Ermordung der Jüdinnen und Juden in allen von Deutschland eroberten und besetzten Ländern.

Die Bestrebungen, „Lebensraum“ im Osten zu gewinnen, hatte es schon im deutschen Kaiserreich gegeben und auch 1941 gab es in den herrschenden Kreisen breite Zustimmung. Nicht nur die Faschisten, nahezu alle bedeutenden Kräfte aus Politik, Wirtschaft und Militär standen einmütig und entschlossen hinter dem Überfall auf die UdSSR und waren vom Erfolg überzeugt.

Doch Ende 1941 wurde der Vormarsch vor Moskau gestoppt. Ein Jahr später besiegelte dann die vernichtende Niederlage in Stalingrad die Wende im Zweiten Weltkrieg. Unter ungeheuren Opfern und Entbehrung leisteten die Bevölkerung der Sowjetunion und ihre Rote Armee den größten Beitrag zur Befreiung Europas von der Herrschaft des deutschen Faschismus.
 

Verpflichtung Deutschlands für Frieden und Entspannung

 
Von deutschem Boden soll nie wieder Krieg ausgehen, das war bekanntlich nach 1945 breiter Konsens in beiden deutschen Staaten. Als Konsequenz der ungeheuren deutschen Schuld wurde das Friedensgebot zentraler Bestandteil des Grundgesetzes, das die BRD zudem auch vorbehaltlos auf das Gewaltverbot der UN-Charta verpflichtet. Bestand hatte dies nicht. Beerdigt wurde es im wiedervereinten Deutschland mit der Teilnahme am NATO-Krieg gegen Jugoslawien, einem eindeutig völkerrechtswidrigen Angriffskrieg.

Aus dem verbrecherischen Krieg gegen die Sowjetunion erwächst eine besondere geschichtliche Verantwortung Deutschlands gegenüber dessen Völkern, insbesondere auch gegenüber den Menschen in Russland: die Verpflichtung als Nachfolgerin des „Dritten Reiches“, zur Verständigung, zu einer Politik für Frieden und Entspannung.

Davon will man hierzulande schon lange nichts mehr wissen. Gemeinsam mit ihren NATO-Verbündeten setzen die Herrschenden in Deutschland auf Konfrontation, Aufrüstung und Truppenaufmarsch gegen Russland. Folgerichtig wollen sie auch die Erinnerung an den Raub- und Vernichtungskrieg im Osten Europas verblassen lassen. Vertreter Russlands werden sogar von Veranstaltungen zum Gedenken an dessen Jahrestag oder den Tag der Befreiung ausgeladen. Die überragenden Verdienste der Sowjetunion bei der Niederschlagung der Naziherrschaft werden heruntergespielt oder ganz ausgeblendet. Indem neben Fahnen und Symbolen Russlands auch die der Sowjetunion verboten werden, zeigt sich der revanchistische Geist dahinter.

Schon seit vielen Jahren wird das Feindbild Russland wiederbelebt und gepflegt. Statt sich nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine um ein rasches Ende des Krieges zu bemühen, wie es die historische Verantwortung für Ukrainer wie Russen verlangt hätte, stieg Berlin im Gleichschritt mit seinen NATO-Verbündeten selbst in den Krieg ein und feuert ihn seither an vorderster Front mit der Lieferung von immer mehr und schwerer Waffen an. Heute rollen deutsche Leopard-Panzer dort, wo vor 85 Jahren ihre Wehrmachts-Vorgänger „Panther“ und „Tiger“ angegriffen haben, feuern deutsche Geschütze wieder auf russische Truppen. Parallel dazu führt Deutschland auch am vehementesten den Wirtschaftskrieg gegen den Nachbarn im Osten Europas, mit dem erklärten Ziel ihn „zu ruinieren“ –  ohne Rücksicht auf die gravierenden Schäden für die heimische Wirtschaft und Bevölkerung.

Die Herrschenden in Deutschland nahmen den russischen Einmarsch zum Anlass in extremem Ausmaß aufzurüsten und dafür Hunderte von Milliarden Euro zu verschleudern. Die ganze Gesellschaft soll „kriegstüchtig“ gemacht werden – gegen Russland. US-Mittelstreckenwaffen sollen in Deutschland stationiert werden, die Ziele in Russland mit geringer Vorwarnzeit treffen können, darunter Hyperschallraketen, die Enthauptungsschläge, wie gegen den Iran, ermöglichen sollen.

Die tatsächlichen Gründe Moskaus für den Krieg gegen die Ukraine ignorierend, wird zur Rechtfertigung der Kriegsvorbereitungen über alle Kanäle Angst vor einer Bedrohung durch Russland geschürt. Dessen Streitkräfte würden nach der Ukraine bald auch NATO-Länder angreifen. Dabei ist offensichtlich, dass Russland weder den Willen hat, das stärkste Militärbündnis der Welt anzugreifen, noch die militärischen Fähigkeiten dazu. Ex-Kanzler Scholz und der heutige Vizekanzler Klingbeil haben die wahren Ziele schon 2022 klar benannt. Deutschland soll größte europäische Militärmacht innerhalb der NATO werden und im Rahmen der EU zu einer Führungsmacht in der Welt. Die Merz-Regierung steigert die Anstrengungen noch. Zu Recht wächst auch in den benachbarten EU- und NATO-Ländern bereits massives Unbehagen.

Mit der Unterzeichnung strategischer Verteidigungsabkommen mit der Ukraine hat die Bundesregierung die deutsche Kriegsbeteiligung weiter intensiviert. Sie hat Deutschland nun offiziell zur Kriegspartei gemacht und will durch eine gemeinsame Rüstungsproduktion die Ukraine auch über ein Kriegsende hinaus als Aufmarschgebiet gegen Russland ausbauen. Die in Berlin tonangebenden Falken werden dies als gute Ausgangsbasis für eine Revanche für die Niederlage 1945 sehen.

Während der Stellvertreterkrieg in der Ukraine weiter mit neuen Waffen befeuert wird, lassen Hochrüstung und Militarisierung in Deutschland und der EU die Gefahr eines großen Krieges stetig steigen, steuern geradezu auf einen Krieg zu, in dem sich Atommächte gegenüberstehen.
 

Frieden in Europa und der Welt kann es nur mit und nicht gegen Russland geben!

 
In dem wir an den Beginn des Vernichtungsfeldzuges vor 85 Jahren und an die Grauen des Zweiten Weltkrieges erinnern, verlangen wir die sich daraus ergebende historische Verpflichtung Deutschlands, diese brandgefährliche Kriegspolitik zu beenden.

Wir sagen, Russland ist nicht unser Feind, sondern ein Nachbar, mit dem wir uns verständigen müssen. Statt Konfrontation und Kriegsvorbereitung fordern wir das Eintreten für eine ernsthafte Friedens- und Entspannungspolitik. Auf die Tagesordnung gehört ein System gemeinsamer Sicherheit und kontrollierter Abrüstung in Europa und weltweit. Sicherheit für uns Menschen kann nicht durch Hochrüstung, Kriegsdrohungen und militärischer Interventionen erreicht werden.

Wir rufen dazu auf, sich an den Veranstaltungen und Aktionen zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion zu beteiligen oder selbst welche zu organisieren.

Initiative ‚Nie wieder Krieg – Die Waffen nieder‘
(April 2026)

Hier könnt ihr diese Erklärung als PDF-Datei downloaden:

Erklärung zum 85. Jahrestag als PDF-Datei downloaden
 


 

Wir rufen dazu auf, sich an den Veranstaltungen und Aktionen zum 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion zu beteiligen oder selbst welche zu organisieren.

 

Geplant sind bis jetzt u.a.:

 
 

Eine größere politisch-kulturelle Kundgebung am 20. Juni in Berlin
Motto ‚Russland ist nicht unser Feind‘

 
Die Kundgebung zu der überregional mobilisiert wird, wird von der Initiative Russland ist nicht unser Feind organisiert.

  • Datum: 20. Juni 2026
  • Zeit: 13:00 – 15:00 Uhr
  • Ort: Berlin, Brandenburger Tor

Die Initiative hat für diese Kundgebung und weitere Aktivitäten einen Aufruf veröffentlicht, der über den folgenden Link gelesen und auch unterzeichnet werden kann:

https://russlandistnichtunserfeind.de/aufruf/

Im Vorwege dieser Veranstaltung finden zahlreiche Webinare und weitere Veranstaltungen statt. Näheres dazu findet ihr hier:

https://russlandistnichtunserfeind.de/tipps-und-termine/

Die Initiative hat dazu einen Flyer erstellt. Um sich den Flyer herunterzuladen, klickt bitte auf das folgende Bild.

 

 

 

Webinar zum sogenannten Hitler-Stalin-Pakt
am 28. April ab 18:30 Uhr

 
Thematisch geht es bei dieser Veranstaltung der Initiative Russland ist nicht unser Feind mit Dr. Inge Plettenberg (Historikerin, Autorin) um den damaligen Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und der Union der Sozialistischen Sowjetrepubliken. War das Schuld am Zweiten Weltkrieg? Legenden – Fakten – Folgen.

Wer an dieser Online-Veranstaltung teilnehmen möchte, muss sich zuvor anmelden. Unmittelbar danach wird dem sich Anmeldenden ein individueller Zugangslink per Mail zugestellt, mit dem man sich am 28. April kurz vor 18:30 Uhr in die Veranstaltung einwählen kann.

Anmeldelink für die Veranstaltung am 28. April
 

 

 

Veranstaltung des AK 8. Mai des BDWO e.V.
zum Beginn eines Weltanschauungs- und Vernichtungskrieges
am 30. Mai 10:00 Uhr in Berlin-Lichtenberg

 
Am 22. Juni 1941 drangen Truppen der Wehrmacht auf breiter Front auf sowjetisches Territorium vor, der deutsche Vernichtungskrieg gegen die UdSSR begann. Das nationalsozialistische Deutschland führte im Namen Europas und der „arischen Rasse“ einen „Kreuzzug gegen den Bolschewismus“.

Zu dieser Veranstaltung des Bundesverbandes Deutscher West-Ost-Gesellschaften e.V. – Arbeitskreis 8. Mai – wird u.a. Dr. Carola Tischler erwartet. Sie präsentiert neue Forschungen zum deutschen Angriff auf die UdSSR. Außerdem gibt es eine Filmvorführung.

Näheres zu dieser Veranstaltung, findet ihr hier:

Veranst. zun 85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion am 30. Mai in Berlin-Lichtenberg
 

 

 

Filmbesprechungen am 4. Juni und am 5. Juni in Hamburg unter dem Motto ‚Die Spur unserer Großväter in Russland‘

 
Im Film „Die Spur des Vaters“ (1989, 75min) rekonstruiert der Filmemacher Christoph Boekel anhand der Kriegstagebücher seines Vaters die Route, auf der sein Vater 1941 bis kurz vor Moskau gelangte. Konfrontiert mit den Leiden der russischen Bauern, die den Übergriffen der Wehrmacht ausgeliefert waren, erfahren wir von schmerzvollen Erinnerungen der Überlebenden. Der Krieg ist weder für sie noch für den Filmemacher beendet. Der Film entwickelt sich zu einem intensiven Dialog zwischen den Generationen.

Organisiert werden diese Veranstaltungen vom unsereweltclub in Hamburg. In Kooperation mit dem Kulturverein Olmo e.V.

Am 4. Juni findet eine Filmbesprechung ab 17:30 Uhr im Jenfeld Haus, Charlottenburger Straße 1 / 22045 Hamburg statt.

Näheres Infos dazu sind hier zu finden:
Filmveranstaltung am 4. Juni in Hamburg

Am 5. Juni findet diese Filmbesprechung ab 19:00 Uhr im Bürgerhaus Langenhorn statt.

Näheres Infos dazu sind hier zu finden:
Filmveranstaltung am 5. Juni in Hamburg
 

 

 

Friedenskonferenz in Heidelberg am 13. Juni 2026

 
Diese Friedenskonferenz in Heidelberg wird vom Antikriegsforum Heidelberg organisiert. Beteiligt ist auch pax christi Heidelberg, der Diözesanverband Freiburg sowie der Erhard-Eppler-Kreis. Sie beginnt am 13. Juni um 14 Uhr im „Haus der Begegnung“, Merianstraße 1, gegenüber der örtlichen Jesuitenkirche in der Heidelberger Altstadt. Erwartet werden als Gäste unter anderem Oleg Ju. Krasnitskiy (Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn), Michael von der Schulenburg (ehemaliger UN-Diplomat, MdÉP BSW), Arno Gottschalk (Eppler-Kreis, Mitglied der Bremischen Bürgerschaft SPD), Joachim Guilliard (Publizist, Friedensbündnis Heidelberg) und Dr. Theodor Ziegler (Friedensforscher, Diakon und Liedermacher).

Nähere Infos sind hier zu finden:

Friedenskongress in Heidelberg am 13. Juni 2026
 

 

 

Internationales Treffen gegen Faschismus und Krieg am 21. Juni in Saarbrücken / Luxemburg und Frankreich

 
Dieses Internatiomale Treffen beginnt am 21. Juni um 8:00 Uhr in Saarbrücken mit einer Busfahrt nach Luxemburg und Frankreich, wo unter anderem das Widerstandsmuseum in Esch sur Alzette besichtigt wird. Anschließend gibt ess im Département Moselle eine Besichtigung und Führung, dem schließlich um 15 Uhr eine Kundgebung an der Stèle du Ban Saint Jean unter dem Motto „85. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion: Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus!“ mit Gewerkschaftskollegen aus Frankreich, Luxemburg und Deutschland folgt. Die Rückkehr in Saarbrücken ist gegen 17 Uhr geplant.

Nähere Infos dazu finden sich auf der Webseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung:

Informationen zum Internationalen Treffen am 21. Juni
 

 

 

Weitere Veranstaltungen

 
Haben wir Veranstaltungen zu diesem Thema übersehen, werden diese von euch zusätzlich geplant, dann schickt uns bitte eine Mail an [email protected]. Wir nehmen Sie dann hier in unsere Webseite mit auf.
 

 

(Auszug von RSS-Feed)
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