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Nach plötzlich abgesagtem Konzert: Gute Neuigkeiten für Nena-Fans

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Die Nena-Fans sind bereits an dem Veranstaltungsort angekommen, da wird das Konzert kurzfristig abgesagt. Doch die Hamburgerin lässt nicht lange auf sich warten – jetzt steht ein neuer Termin.

Das wegen Unwetters abgesagte Konzert von Nena in Braunschweig wird am Tag der Deutschen Einheit nachgeholt. Die 66 Jahre alte Sängerin („99 Luftballons“) wird am 3. Oktober in der Volkswagen-Halle auftreten, wie die Veranstalter mitteilten.

Tickets von abgesagtem Nena-Konzert behalten Gültigkeit

Tickets für das Konzert vom Donnerstagabend behalten ihre Gültigkeit. Wer nicht zum Ersatztermin kommen kann, könne seine Karte bei der Vorverkaufsstelle zurückgeben.


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Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
  • Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
  • Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
  • 28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag

Eine Stunde vor dem geplanten Beginn des Konzerts am Donnerstag hatte der Veranstalter Undercover die Gäste aufgefordert, den Lokpark zu verlassen. Grund war eine amtliche Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor starkem Gewitter und Sturmböen.

Zum Zeitpunkt der Absage waren schon einige Hundert Fans auf dem Gelände gewesen. „Die Evakuierung lief ruhig ab, sodass das Gelände bereits nach wenigen Minuten geräumt war“, hieß es. 

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Die Open-Air-Show war mit rund 2500 Tickets ausverkauft. Erst am vergangenen Freitag musste an der gleichen Spielstätte ein Konzert der Band Sportfreunde Stiller wegen eines Unwetters abgebrochen werden. (dpa/esk)

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Beliebte Eisdiele aus Ottensen kündigt letzte Saison an

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Für viele Eis-Fans in Hamburg ist es eine bittere Nachricht: Die beliebte Eisdiele „Schlecks“ an der Fischers Allee schließt nach dieser Saison. Das gaben die Inhaber Pia Schatkowski und Thomas Noack in einem Instagram-Video bekannt.

In dem Video kündigen die Inhaber das Ende ihres Ladens in Ottensen an. Nach zehn Jahren sei nun Schluss. „Diese Saison wird unsere letzte hier sein“, sagt Schatkowski in dem Clip. Noack erklärt dazu, es sei „schlichtweg Zeit für eine Veränderung“. Bis in den Herbst hinein soll aber weiter Eis verkauft werden.

Keine Mietverlängerung als Anlass für das Aus

Wirtschaftliche Probleme seien nicht der Grund für die Entscheidung, betonen die Betreiber. Vielmehr habe es einen konkreten Anlass gegeben: „Ein Grund ist, dass wir keine Mietverlängerung kriegen. Das war eigentlich der erste Anstoß“, sagt Noack der MOPO. Die Hausgesellschaft wolle die Ladenfläche nach Angaben der Betreiber offenbar verkaufen. „Ohne Mieter verkauft sich das besser“, so Noack.


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Für Schatkowski und Noack war das der Moment, grundsätzlich über die Zukunft nachzudenken. „Dann haben wir uns nach zehn Jahren gedacht: Ziehen wir mit dem Konzept um oder machen wir vielleicht doch etwas anderes?“, sagt Noack. Am Ende sei die Entscheidung gefallen, „Schlecks“ nach dieser Saison „als schönen Abschluss nach zehn Jahren“ zu beenden.

Wie es für die beiden weitergeht, ist noch offen. „Wir sind gerade in der Findungsphase. Wir sind natürlich Gastgeber aus Leidenschaft und wollen schon gerne etwas mit Gastronomie machen, aber was genau, wissen wir noch nicht.“

Das Abschiedsvideo auf Instagram hat mehr als 100.000 Menschen erreicht. Die vielen Nachrichten und der große Ansturm hätten sie überrascht, sagt Noack. Das habe noch einmal gezeigt, „dass wir mehr als nur ein kleiner Eisladen für die Menschen hier sind“. Einige Stammgäste hätten sogar mit Tränen in den Augen vor ihnen gestanden.

Auch unter dem Instagram-Beitrag zeigen sich viele Kunden traurig. Eine Nutzerin kommentiert: „Oh wie schade. Wirklich einfach das beste Eis und das netteste Team in ganz HH.” Ein anderer: „Wo geh ich denn jetzt im Sommer das beste Eis essen?“

Außergewöhnliches Konzept – mit über 100 Zutaten

Die Idee zu „Schlecks“ entstand auf See: Pia Schatkowski und Thomas Noack lernten sich bei der Arbeit für Aida kennen und entdeckten auf ihren Reisen das Cold-Stone-Eiskonzept. Später brachten sie es nach Hamburg und eröffneten nach eigenen Angaben den ersten Cold-Stone-Laden der Stadt. Gäste konnten ihr Eis aus mehr als 100 Zutaten individuell zusammenstellen. Eis und Extras wurden direkt vor ihren Augen auf einem eiskalten Stein vermischt – fast wie eine kleine Show.

Letzter Sommer für Hamburgs verrückten Eisladen

Seit 2017 gehört „Schlecks“ fest zu Ottensen. Für viele wurde er zum festen Sommerstopp, zum Treffpunkt nach dem Freibad oder einfach zu einem kleinen Stück Stadtteilgefühl. Doch das endgültige Ende von „Schlecks” ist das noch nicht, die Inhaber lassen wissen: „Sobald es einen Nachfolger gibt, der zu ‚Schlecks‘ passt und unsere Leidenschaft teilt, geben wir das auf Instagram bekannt.”

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Bis zum Saisonende können sich Fans noch einmal ihre Lieblingsmischung auf dem kalten Stein zusammenstellen lassen. Danach ist Schluss – und Ottensen verliert einen Laden, der mit seinen bunten Eiskreationen für viele längst Kultstatus hatte.

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25 Millionen für Schwimmbäder im Norden – eines davon ist nahe Hamburg

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Wer keinen See oder das Meer vor der Tür hat, braucht zum Schwimmen ein intaktes Schwimmbad. Viele Kommunen können sich das kaum noch leisten. Land und Bund steuern mit Millionen entgegen.

Für die Sanierung oder den Neubau von Schwimmbädern in Schleswig-Holstein erhalten fünf Kommunen und der Landessportverband 25 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Landesanteil des vom Bund geschaffenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität.

Diese Schwimmbäder werden unterstützt

4,5 Millionen Euro gehen nach Flensburg für die Erweiterung des Campusbads und 4,0 Millionen Euro nach Husum für den Neubau einer Schwimmhalle. Laboe (Kreis Plön) erhält 4,0 Millionen Euro für den Neubau des Strandbades, Ratzeburg kann 4,5 Millionen Euro für den Neubau des „Aqua-SiWa“ einsetzen. Schließlich gehen 4,0 Millionen Euro für den Umbau der Wedeler „Badebucht“ an der Grenze zu Hamburg.


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Eine Jury mit Vertretern von Innenministerium, kommunalen Landesverbänden und Landessportverband hatte aus 17 eingegangenen Anträgen ausgewählt. Aufgrund der sportpolitischen Bedeutung wird das vom Landessportverband getragene Schwimmbad im Sport- und Bildungszentrum Malente (Kreis Ostholstein) außerhalb der Jury-Entscheidung bedacht. Für die Sanierung stehen ebenfalls vier Millionen Euro bereit.

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„Wir stärken mit unserer Förderung die Schwimmsportinfrastruktur im Land“, so Innenministerin Magdalena Finke (CDU). Positiv sei, dass die Jury auch Projekte ausgewählt habe in Regionen, in denen es einen hohen Bedarf an zusätzlichen Angeboten gebe. (dpa/esk)

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Wie Scientology mithilfe von Tarnorganisationen neue „Gläubige“ ködert

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Scientology – nur noch ein Thema für die Geschichtsbücher? Diesen Eindruck konnte die Mitteilung des Bundesamts für Verfassungsschutz erwecken: Scientology habe an Relevanz verloren und werde daher nicht mehr als „bundesweiter, eigenständiger Phänomenbereich fortgeführt“. Im Bundesverfassungsschutzbericht hat Scientology damit kein eigenes Kapitel mehr wie Rechts- und Linksextremismus oder Islamismus. Entwarnung also? Nein, widerspricht Daniel Perband vom Hamburger Verfassungsschutz. Das Landesamt und auch das Bundesamt für Verfassungsschutz werden Scientology weiter beobachten, denn von der selbst ernannten „Kirche“ gehe nach wie vor eine Gefahr für die Demokratie aus.

Nicht nur bundesweit, auch in der Hansestadt hat Scientology viel von ihrer früheren Kraft verloren: Mehr als 1000 Anhänger wurden der Organisation in den 1990er und 2000er Jahren zugerechnet, heute sind es noch rund 300. Doch an der Domstraße betreibt Scientology weiter einen ihrer großen Standorte in Deutschland. Und die Organisation versucht nach wie vor, mithilfe von Tarnorganisationen – Verfassungsschützer sprechen von „Frontgroups“ – neue Kontakte zu knüpfen und mögliche Anhänger zu gewinnen.

Wohl der berühmteste Scientology-Anhänger: Hollywood-Schauspieler Tom Cruise. AP Photo/Paul White
Scientology
Wohl der berühmteste Scientology-Anhänger: Hollywood-Schauspieler Tom Cruise.

Auch Jörg Pegelow, Sektenbeauftragter der Nordkirche, sieht keinen Grund zur Entwarnung: Zwar sei nachvollziehbar, dass Scientology angesichts anderer extremistischer Strömungen weniger im Vordergrund stehe als früher. Die Organisation versuche aber weiterhin, Menschen über vermeintliche Hilfsangebote anzusprechen – etwa bei Drogen- oder psychischen Problemen.

Tarnorganisation eins: „Sag Nein zu Drogen – sag Ja zum Leben“

Ein Beispiel ist der Verein „Sag Nein zu Drogen – Sag Ja zum Leben“. Der Name klingt harmlos: nach Schule, Jugendhilfe, Prävention. Auch die Broschüren wirken so: bunt, etwas altmodisch, scheinbar sachlich. Es geht um Cannabis, Kokain, Crystal Meth, Alkohol, Sucht und Abhängigkeit. Die Hefte tauchen in Hamburg immer wieder auf – in Geschäften, Lokalen, Broschürenständern. Dass der Verein in Deutschland von Mitgliedern der Scientology-Kirche gegründet wurde, ist darin aus gutem Grund nicht offen sichtbar – nach Einschätzung des Verfassungsschutzes, weil Scientology auch dank der Aufklärungsarbeit bundesweit einen schlechten Ruf genießt.

Und der Verein „Sag Nein zu Drogen – Sag Ja zum Leben“ ist weiter aktiv. Am 6. Juni ist nach MOPO-Informationen an der Ottenser Hauptstraße 1 in Altona ein Info-Stand angemeldet.  

Ein zweites Beispiel ist der Kampf gegen die Psychiatrie. Hier tritt die „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“, kurz KVPM, auf. Auch sie wird dem Scientology-Umfeld zugerechnet. Die KVPM führt seit Jahren Kampagnen gegen Psychiatrie und Pharmakologie, auch in Hamburg besitzt sie eine Ortsgruppe. Besonders heikel ist der Versuch, Psychiatrie mit den NS-Massenmorden in Verbindung zu bringen. In der Vergangenheit meldete die KVPM am Holocaust-Gedenktag eine Kundgebung am Hamburger Hauptbahnhof an. Der Tenor: Psychiatrie als Wegbereiter und Architekt des Massenmords.

Tarnorganisation zwei: „Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte“

Aus Sicht des Hamburger Verfassungsschutzes soll die Kampagne gegen Psychiatrie den Boden für scientologische Alternativen bereiten – und damit für einen möglichen Einstieg in die Organisation. Gerade bei Menschen, die Hilfe suchen, in Krisen stecken, unter Sucht leiden oder psychisch belastet sind, können solche Botschaften verfangen. So kann zunächst Misstrauen gegenüber etablierten Hilfesystemen geweckt werden. Anschließend bietet Scientology die eigene Antwort an.

Eine Tarnorganisation der Scientology-Sekte: die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte Olaf Wunder
Scientology
Eine Tarnorganisation der Scientology-Sekte: die Kommission für Verstöße der Psychiatrie gegen Menschenrechte

Worum geht es bei Scientology eigentlich? Hinter diesen Kampagnen steht eine Lehre, die mit harmloser Lebenshilfe wenig zu tun hat. Im Zentrum steht L. Ron Hubbard, der Gründer von Scientology. Seine Grundannahme: Der Mensch werde von einem „reaktiven Verstand“ beherrscht, in dem schmerzhafte Erinnerungen und angebliche seelische Verletzungen gespeichert seien. Befreien könne ihn davon nur Scientology – durch Kurse, Trainings und sogenanntes Auditing, oft für erhebliche Summen.

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Ziel ist der Status „Clear“: ein angeblich befreiter Mensch, frei von den Störungen des reaktiven Verstandes. Für Scientology ist das der Weg zur geistigen Freiheit. Für den Verfassungsschutz liegt genau darin die Gefahr. Denn nach dessen Einschätzung könnten in einer scientologischen Gesellschaft nur nach scientologischer „Technologie“ optimierte Menschen, sogenannte „Clears“, die Rechte eines freien Individuums genießen.

Für Scientologen sind nur sogenannte „Clears“ wertvolle Menschen

Wie weit dieses Denken von der Idee gleicher Menschenwürde entfernt ist, zeigt ein Satz Hubbards, den der Hamburger Verfassungsschutzbericht zitiert: „Ein Wesen ist nur so wertvoll, wie es anderen dienen kann.“

L. Ron Hubbard, der Erfinder der Scientology-Sekte. MOPO-Archiv
Scientology
L. Ron Hubbard, der Erfinder der Scientology-Sekte.

Scientology bestreitet die Vorwürfe. Die Organisation bezeichnet sich als Kirche, verweist auf Menschenrechte und Demokratie, spricht von spiritueller Freiheit. Doch der Hamburger Verfassungsschutz kommt im aktuellen Bericht zu einer anderen Einschätzung: Die Praxis der Scientology-Organisation sei „gekennzeichnet durch ihr Streben nach Geld, Macht und vollständiger Kontrolle über ihre Mitglieder“. Mit ihrer Lehre versuche Scientology, diese Praxis auf eine „metaphysische Ebene“ zu heben. Hinter dem Auftritt als Kirche, als Lebenshilfe, als spiritueller Weg sieht die Behörde ein System aus Einfluss, Bindung und Kontrolle. Kleiner ist Scientology geworden. Harmlos, sagen die Hamburger Verfassungsschützer, ist sie nicht.

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Jack White in Hamburg: Wie gut kann man bitte sein?

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So. Gut. Mit dem Mastermind aus Detroit geht es in der Georg-Elser-Halle durch mehr als ein Vierteljahrhundert Musikgeschichte – und nichts klingt auch nur im Ansatz angejahrt.

„Ihr wart unglaublich – ich war Jack White.“ Und mit dieser Verabschiedung ist eigentlich auch schon alles gesagt. Nee, stimmt gar nicht. Denn wenn jemand unglaublich war an diesem Abend in der sehr zu Recht ausverkauften Georg-Elser-Halle, dann war es der Mann aus Detroit, Michigan.

Einmal in seinem Sakko stecken (nicht mehr rot wie zu The-White-Stripes-Tagen, sondern schwarz mit Sternchen, „wegen dem Star Club“) und aus einem Back-Katalog auswählen können, für den andere Musiker ihren bevorzugten Arm geben würden. Einmal vor einem Publikum spielen, von dem man ganz sicher (!) weiß, dass es nicht angeleitet, -gefeuert oder -geführt werden muss, weil von vornherein alles klar ist: Von der Bühne kommt die Musik, aus dem Publikum kommt der Jubel – und von überall her kommt die Energie.

Jack White lässt die Handys wegschließen – gut so

Könnte man das Zeug auf Flaschen ziehen, Elon Musk müsste seine Chancen darauf abschreiben, der erste Billionär der Geschichte zu werden. Von den ersten Noten von „That’s How I’m Feeling“ bis zum letzten Dööö-döö-dö-dö-dö-döö-dööö runde 100 Minuten später schwappt es durch die Halle. Der musikalische Bogen spannt sich von 1999 bis 2026, von „Cannon“ bis „G.O.D. And The Broken Ribs“, dazwischen Ausflüge zu The Dead Weather („I Cut Like a Buffalo“) und The Raconteurs („Broken Boy Soldier“). Nach Pflichtprogramm klingt hier nix, alles wirkt wie frisch aus dem Hut gezaubert.

Und man bekommt die ganze Zeit alles mit, ohne digitale Ablenkung: Denn das Konzert ist – wie man so hübsch neudeutsch sagt – „phonefree“. Alle Handys wandern in elektronisch versiegelte Beutel. Und man muss ein bisschen kichern, wenn man sich selbst (und die Menschen um einen herum) dabei beobachtet, wie alle paar Minuten der Phantomschmerz zuschlägt und man doch mal kurz nach der Uhrzeit, den Nachrichten, nach Insta, TikTok oder irgendwas anderem gucken will. Keine Angst, geht vorbei: Dafür sorgt dieses Gitarrenmonster vorne auf der Bühne zuverlässig. Entschuldigung, aber wer hat erlaubt, dass Blues-Rock so sexy klingt, so brachial, so zeitlos? Ach ja: Jack White war’s, der mit dem 40-Tonner durch seine musikalischen Jahrzehnte pflügt.

Jack White: Alter! Wie kann man denn so gut sein?

Kurz rechts rangefahren, ein paar White-Stripes-Songs abgeladen, weiter geht’s zur vor ein paar Wochen veröffentlichten Doppel-Single, auf der Stoßstange fahren „Black Bat Licorice“ und andere wunderbare Merkwürdigkeiten mit. Was fehlt denn da überhaupt noch? Ach ja, Hits: Kurz im Handschuhfach gekramt, hier bitte: „Steady, As She Goes“, kurz winken. Abgang, dann kommt die Zugabe: „Icky Thump“, stimmt, das gab’s ja auch.

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Andere hätten damit womöglich Schluss gemacht. Den Überhit, den muss man ja nicht mehr spielen. Muss man vielleicht nicht, macht Jack White aber trotzdem und zeigt allen nochmal, was für ein Monster „Seven Nation Army“ eigentlich ist. Tausendfach gehört, noch öfter mitgedöö-döö-döpt und trotzdem: kurze Schockstarre. Alter. Wie kann man denn so sein? So gut? „Ihr wart unglaublich – ich war Jack White.“ Ja, doch. Eigentlich alles gesagt.

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DFB-Schock: WM-Aus für Hoffnungsträger Karl – Ouédraogo rückt nach

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Schock für Julian Nagelsmann: Der Bundestrainer muss bei der Fußball-WM auf Shootingstar Lennart Karl verzichten. Der 18-Jährige erlitt im Abschlusstraining für die Turnier-Generalprobe gegen die USA in Chicago einen Muskelbündelriss im linken vorderen Oberschenkel. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund am Freitagnachmittag (Ortszeit). Für den Offensivspieler des FC Bayern wird etwas überraschend der Leipziger Assan Ouédraogo nachnominiert.

„Es tut mir wahnsinnig leid für Lenny. Er hat mit seiner Unbekümmertheit, seinem Spielwitz, seinem Tempo und als Typ super in die Mannschaft gepasst. Es ist für ihn und uns alle ein großer Schock, dass er die WM verpasst“, sagte Bundestrainer Julian Nagelsmann. Dass Karl noch jung sei und noch viele Turniere vor sich habe, sei „nur ein kleiner Trost“. Man hätte ihn „sehr gerne im Team gehabt“.

Ouédraogo rückt für Karl nach

In dieses rückt jetzt Ouédraogo. Der 20-Jährige absolvierte sein bisher einziges Länderspiel gegen die Slowakei (6:0) im November und erzielte dabei auch ein Tor. Danach wurde er von zwei Knieverletzungen gestoppt und gab erst Anfang April sein Comeback bei RB.

„Mit Assan Ouédraogo bekommen wir nun einen Spieler dazu, der ähnlich wie Lenny einen klasse Einstand bei uns hatte. Er ist ebenfalls hoch talentiert und soll hier mutig und unbeschwert aufspielen“, sagte Nagelsmann.

Am Samstag (20.30 Uhr MESZ/RTL) gegen die USA wird Ouédraogo noch fehlen – ebenso wie Manuel Neuer. Der Weltmeister von 2014 befindet sich nach seiner vor drei Wochen erlittenen Wadenverletzung weiter im Belastungsaufbau. „Er ist auf dem Weg zu bester Fitness. Aber wir wollen noch kein Risiko eingehen“, sagte Nagelsmann und kündigte Neuers Einstieg ins Mannschaftstraining für die nächste Woche an.

Nagelsmann will gegen die USA „Emotionen aufsaugen“

Das Spiel am Samstag im mit über 60.000 Zuschauern ausverkauften Soldier Field in Chicago soll ungeachtet aller Personalsorgen ein echter Härtetest werden. „Es geht darum, die Emotionen aufzusaugen und im Turnier anzukommen“, sagte Nagelsmann, der den WM-Ernstfall simulieren will.

Dabei will er so weit wie möglich der Anfangsformation vertrauen, die auch beim Turnierauftakt am 14. Juni in Houston gegen Außenseiter Curacao für einen Raketenstart sorgen soll.

Der viermalige Weltmeister möchte seine Siegesserie fortsetzen und weiter an den Automatismen arbeiten. „Wir gehen das Spiel wie ein WM-Spiel an und wollen Selbstvertrauen sammeln“, sagte Kai Havertz, der von Nagelsmann bereits eine Einsatzgarantie im Sturmzentrum erhielt und erstmals seit November 2024 gemeinsam mit Florian Wirtz und Jamal Musiala als gefürchteter Dreizack wirbeln soll. 


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Die USA mit dem ehemaligen Dortmunder Christian Pulisic betrachten Havertz und Nagelsmann als einen guten Gradmesser. Die Amerikaner seien eine „top Mannschaft“, so Havertz: „Es wird eine gute Probe für das erste Gruppenspiel, so werden wir es angehen. Wir wollen uns an die Atmosphäre, den Platz und die Umstände gewöhnen.“

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Nagelsmann erwartet „ein sehr emotionales Spiel“. Der Co-Gastgeber der WM würde allerdings keinen der drei Gruppengegner Curacao, Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire) oder Ecuador „widerspiegeln“. (sid)

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Ketamin und Koks: Hamburger Polizei ermittelt gegen mutmaßliche Drogendealer

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Ketamin, Kokain, Marihuana. Die Polizei hat Durchsuchungen in elf Wohnungen und vier Fahrzeugen durchgeführt und ist fündig geworden. Jetzt wird gegen mehrere Personen ermittelt.

Bei einem größeren Einsatz hat die Polizei in Hamburg Marihuana, Haschisch, Kokain, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen sichergestellt. Zudem wurde rund 8900 Euro mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben gegen elf Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren, die Drogen verkauft haben sollen.

Auf der Suche nach Drogendealern: mehrere Autos kontrolliert

Bei dem achtstündigen Einsatz wurden am Donnerstag an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Autos kontrolliert, mit dem Ziel, sogenannte Lieferdienste für Drogen zu finden, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte.


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Der Einsatz habe zu Durchsuchungen von vier Fahrzeugen und elf Wohnungen geführt. Es werde außerdem gegen zwei Männer und eine Frau wegen des Erwerbs von Kokain oder Cannabis ermittelt.

Polizisten finden ein Kilo Ketamin

Bereits am Dienstag habe eine Streife der Polizei Hamburg bei einer Überprüfung eines Autos zwei Kilogramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch gefunden. Zudem hätten sich Hinweise ergeben, dass der 41 Jahre alte Fahrer Drogen verkauft.

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Bei der darauffolgenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes seien weitere Drogen – rund 40 Kilogramm Marihuana, rund ein Kilogramm Ketamin und rund 500 Gramm Haschisch – sichergestellt worden. (dpa/esk)

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Horoskop: So stehen die Sterne am Samstag für Sie

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Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!

Horoskop für Samstag, 6. Juni 2026

Horoskop heute: Widder

Nutzen Sie den Vormittag. Sie können andere überzeugen und für Ihre Pläne gewinnen. Nachmittags dürfen Sie nicht zu viel erwarten, man lässt Sie möglicherweise im Stich.

Horoskop heute: Stier

Es kann Ihnen heute schwerfallen, Ihre Gedanken von Gefühlen freizuhalten. Bemühen Sie sich vor allem abends um Sachlichkeit. Gehen Sie keine unnötigen Risiken ein!

Neugierig auf die Entwicklungen des ganzen Monats? Sehen Sie sich hier an, was Ihr aktuelles Monatshoroskop verrät.

Horoskop heute: Zwillinge

Sammeln Sie heute Kraft. Konzentrieren Sie sich fest auf ein bestimmtes Ziel. Suchen Sie abends den Kontakt mit älteren Menschen. Sie bekommen einen hilfreichen Hinweis.

Horoskop heute: Krebs

Sie können am Vormittag in jeder Hinsicht erfolgreich sein. Suchen Sie die Nähe eines Menschen, der Sie schätzt und fördert! Handeln Sie mittags schnell und entschlossen!


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Horoskop heute: Löwe

Nutzen Sie die Zeit bis zum Nachmittag intensiv. Sie sehen Chancen zum Weiterkommen! Im weiteren Tagesverlauf kann Unruhe entstehen. Bewahren Sie einen kühlen Kopf!

Horoskop heute: Jungfrau

Nutzen Sie Ihre Chancen in der Liebe. Gehen Sie offen auf einen Menschen zu, den Sie für sich gewinnen wollen! Der Abend ist ideal für ein schönes Essen zu zweit.

Horoskop heute: Waage

Kapseln Sie sich tagsüber nicht so sehr ab. Wenn Sie sich missverstanden fühlen, kann ein offenes Wort sehr hilfreich sein. Abends bekommen Sie wieder Oberwasser.

Horoskop heute: Skorpion

Versuchen Sie vormittags, sich in vielversprechende Projekte anderer einzuklinken. Bringen Sie Ihre Stärken ohne Vorbehalt mit ein. Abends finden Sie in Ruhe zu einer Lösung.

Horoskop heute: Schütze

Langwierige Grübeleien und trübe Gedanken sollten Sie heute vermeiden. Genießen Sie bewusst die schönen Sonnenseiten, die das Leben auch für Sie bereithält.

Horoskop heute: Steinbock

Sie müssen sich heute dazu zwingen, auf dem festen Boden der Wirklichkeit zu bleiben. Lassen Sie sich vor allem nachmittags nicht übers Ohr hauen. Halten Sie Ihr Geld zusammen!

Horoskop heute: Wassermann

Sie kommen heute nicht so recht in Form. Beschränken Sie sich auf das Allernotwendigste, fangen Sie möglichst keine neuen Unternehmungen an. Entspannen Sie abends bewusst!

Horoskop heute: Fische

Nehmen Sie ein Angebot an, das man Ihnen vormittags macht. Sie können mit wenig Einsatz viel gewinnen! Am frühen Abend dürfen Sie sich nicht unter Druck setzen lassen.

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Betrunkener Autofahrer ohne Licht auf A1 gestoppt – und das war noch nicht alles

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Gefährliche Fahrt am Maschener Kreuz: Ein Autofahrer war ohne Licht unterwegs und stark alkoholisiert – doch die Polizei machte noch weitere Entdeckungen.

Am Donnerstagabend fiel einer Streife auf der A1 ein Honda auf, der ohne Beleuchtung an einem gesicherten Schwertransport vorbeizuziehen versuchte. Trotz angezeigtem Haltezeichen fuhr der Mann zunächst weiter und wechselte mehrfach die Spur.

Beamte stoppen stark alkoholisierten Fahrer

An der Anschlussstelle Harburg stoppten die Beamten den Wagen schließlich. Dabei stellte sich heraus: Der 52-jährige Fahrer war stark alkoholisiert, ein Atemtest war nicht mehr möglich.

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Zudem war das Auto weder zugelassen noch korrekt gekennzeichnet – am Fahrzeug waren falsche Kennzeichen angebracht. Die Polizei stellte Führerschein, Schlüssel und Kennzeichen sicher und leitete mehrere Strafverfahren ein. (rei)

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Auf dem Longboard von Flensburg bis zum Bodensee – mit Zwischenstopp in Hamburg

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Ein 36-Jähriger aus Sachsen-Anhalt rollt auf einem längeren Skateboard durch Deutschland. Sein Ziel ist über 1000 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Rund 50 Kilometer will er am Tag zurücklegen.

Von Flensburg bis zum Bodensee auf einem Longboard – das will Paul William Hiersche schaffen. Ein Longboard ist länger und breiter als ein Skateboard und hat größere Rollen. Deshalb sind damit höhere Geschwindigkeiten schaffbar. Die Strecke ist 1170 Kilometer lang. Rund 50 Kilometer will er pro Tag zurücklegen, berichtete der 36-Jährige. Dafür habe er geübt. „Die Waden brauchten noch Training.“ Die Vorbereitung zahle sich nun aus. Normalerweise arbeitet Hiersche in einem Kino in Sachsen-Anhalt.

Quer durch Deutschland in maximal 28 Tagen

Nach einem Aufenthalt in Hamburg wollte der 36-Jährige am Freitag weiter durch Niedersachsen rollen. Weitere Städte auf der Reise gen Süden sind: Hannover, Hildesheim, Göttingen, Kassel, Marburg, Frankfurt, Karlsruhe, Freiburg und letztlich das Ziel: Friedrichshafen. Zudem sind Stopps in kleineren Orten geplant. 


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Zu der Frage, warum er sich auf die Reise begeben habe, sagte Hiersche: „Das ist eine Tour, die ich für mich mache.“ Er habe mehrere Wochen Urlaub genommen. Gestartet war er am 1. Juni, also am Montag. Am 28. Juni müsse er spätestens Friedrichshafen am Bodensee erreichen, um einen Zug zu nehmen, der ihn nach Salzwedel bringe, wo er wohnt. „Am 29. stehe ich wieder im Kino und muss arbeiten.“ 

Longboarder schläft bei Freunden oder in Motels

Hiersche zufolge gibt es mehrere Varianten des Longboardfahrens. Er mag demnach Touren. Aber das Tourenfahren habe an Beliebtheit eingebüßt, was er bedauere, sagte er. Zum Longboardfahren inspiriert habe ihn eine Gruppe von YouTubern, die 2014 von Sylt zum Schloss Neuschwanstein gefahren ist. 

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Während der Reise schlafe er bei Freunden, in Hostels und in Motels, berichtete Hiersche. Zur Not, falls er keine Unterkunft finde, habe er einen Schlafsack dabei. Auf sozialen Plattformen informiert er über seine Tour. In den Videos beschwert er sich etwa über holprige Radwege – und berichtet, dass er das Board bei allzu schlechter Bodenbeschaffenheit auch mal in die Hand nehmen muss. Auch auf Landstraßen müsse er manchmal entlangfahren. (dpa/mp)

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Jahrzehntelang war sie vergessen: Emma Schindler, die Augenärztin von Theresienstadt

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Emma Schindler gehört zu den ersten Augenärztinnen Hamburgs. Als die Nationalsozialisten sie deportieren, ist sie fast 60 Jahre alt. Sie hat ihr Leben von Anfang an gegen Widerstände geführt. Sie hat sich Bildung erkämpft, weil ihr als Mädchen der Weg aufs Gymnasium versperrt bleibt. Sie hat Medizin studiert, als Frauen in Hörsälen noch die Ausnahme waren. Sie hat promoviert, geforscht, publiziert, eine Praxis geführt und sich in der Hamburger Augenheilkunde einen Namen gemacht.

Mit der NS-Machtübernahme beginnt ihre systematische Entrechtung. Emma Schindler verliert ihre berufliche Grundlage, später darf sie sich nicht einmal mehr Ärztin nennen. 1942 wird sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, das größte NS-Ghetto im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren. Dort arbeitet sie unter unmenschlichen Bedingungen weiter. Schließlich verliert sich ihre Spur in Auschwitz.

Emma Schindler (1883-1945) war eine der ersten Augenärztinnen Hamburgs. Die Nazis ermordeten sie. Am Donnerstag (4. Juni 2026) wurde im UKE ein Hörsaal nach ihr benannt. Jeremy Shindler
Emma Schindler
Emma Schindler (1883-1945) war eine der ersten Augenärztinnen Hamburgs. Die Nazis ermordeten sie. Am Donnerstag (4. Juni 2026) wurde im UKE ein Hörsaal nach ihr benannt.

Jetzt kehrt ihr Name an einen Ort zurück, der zu ihrem Leben gehört: an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Am 4. Juni hat die Medizinische Fakultät Hamburg den Hörsaal der Augenklinik nach ihr umbenannt. Eine späte Ehrung für eine Frau, deren Geschichte jahrzehntelang fast vergessen war.

Emma Schindler hat Medizin studiert, als Frauen in Hörsälen noch die Ausnahme sind

Emma Schindler wird am 23. Juli 1883 geboren. Der Vater Heinrich Schindler ist Kaufmann, betreibt zusammen mit einem Kompagnon eine Firma, die mit Gerbstoffen handelt. 1886 zieht die Familie von Berlin nach Hamburg, erst nach Eimsbüttel, später nach Harvestehude. 1901 bezieht sie ein Haus in der Hochallee 13.

Emma Schindler wächst behütet auf, in einem wohlhabenden jüdischen Elternhaus. Doch der Weg, der Jungen ihrer Schicht offensteht, bleibt ihr zunächst versperrt. Für Mädchen ist um 1900 keine akademische Laufbahn vorgesehen. Höhere Mädchenschulen bereiten sie auf das Leben vor, das für Frauen ihres Standes vorgesehen ist – nicht auf Abitur, Studium und Beruf. Wer trotzdem studieren will, braucht Geld, Unterstützung und großen Eigensinn.

Das Allgemeine Krankenhaus Eppendorf, das spätere UKE, um 1900. Hier bildet sich Emma Schindler nach ihrer Approbation in der Augenheilkunde weiter und ist von 1922 bis 1933 wissenschaftlich an die Eppendorfer Augenklinik angebunden. UKE
UKE
Das Allgemeine Krankenhaus Eppendorf, das spätere UKE, um 1900. Hier bildet sich Emma Schindler nach ihrer Approbation in der Augenheilkunde weiter und ist von 1922 bis 1933 wissenschaftlich an die Eppendorfer Augenklinik angebunden.

Emma Schindler nimmt trotzdem Anlauf. Sie besucht Privatschulen und wächst in einem Umfeld auf, in dem Frauen um mehr Bildung und Selbstständigkeit kämpfen. 1909 wird sie an der Staatlichen Kunstgewerbeschule zu Hamburg aufgenommen, der heutigen Hochschule für bildende Künste. Sie belegt Buchausstattung, Modellieren, Papparbeiten, Fotografie und Porträtzeichnen. Ihr Schwerpunkt ist der Kopf: Sie lernt, Gesichter zu betrachten, Linien, Licht und Ausdruck.

Sie macht mit 30 Abitur, um Medizin zu studieren

Früh sucht Emma Schindler auch praktische Aufgaben. Sie hilft in der Haushaltsschule von Agnes Wolffson, einer wichtigen Hamburger Sozialreformerin. 1911 leitet sie im Hammerbrooker Volksheim eine Knabenabteilung. Dort geht es um Fürsorge, Erziehung, soziale Arbeit. Doch Emma Schindler reicht das nicht. Sie will Medizin studieren.

Dafür braucht sie das Abitur. Emma Schindler bereitet sich an einer privaten Anstalt an der Rothenbaumchaussee auf die Prüfung vor. Im September 1913 tritt sie am Johanneum an – als Externe, als „Nichtschülerin“. Sie besteht erst im zweiten Anlauf. Sie muss nachholen, was Jungen selbstverständlich mitbekommen, und beweisen, was ihr lange nicht zugetraut wird.

Als sie das Abitur schafft, ist sie 30 Jahre alt. Zum Wintersemester 1913/14 nimmt sie das Medizinstudium auf. Sie studiert in Freiburg, Kiel, Berlin, Heidelberg und München. Frauen bleiben im Hörsaal Fremde. Sie werden geduldet, geprüft, beobachtet. Als Jüdin erlebt Emma Schindler zusätzlich eine Gesellschaft, in der Antisemitismus längst vor 1933 zum akademischen und bürgerlichen Alltag gehört.

Emma Schindler wurde 1943 zunächst nach Theresienstadt, im Oktober 1944 dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. dpa
Deportation
Emma Schindler wurde 1942 zunächst nach Theresienstadt, im Oktober 1944 dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Emma Schindler ist eine der ersten Augenärztinnen Deutschlands

In München schließt Emma Schindler ihr Studium ab. Am 31. Januar 1920 erhält sie die ärztliche Approbation. Da ist sie 36 Jahre alt. Danach kehrt sie nach Hamburg zurück, bildet sich am Allgemeinen Krankenhaus Eppendorf, dem späteren UKE, in der Augenheilkunde weiter. 1922 richtet sie ihre Augenarzt-Praxis in der elterlichen Wohnung in der Hochallee 13 ein. Rahel Liebeschütz-Plaut, Physiologin, Kollegin und erste habilitierte Ärztin Hamburgs, notiert am 4. September 1922 in ihr Tagebuch, die Praxis sei „rasend elegant eingerichtet“.

1926 ist Emma Schindler die einzige Frau unter 37 Augenärzten in Hamburg. Aber sie will mehr, sie will forschen. Von 1922 bis 1933 ist sie an die Eppendorfer Augenklinik angebunden. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten erscheinen in angesehenen Fachzeitschriften. In der Hamburger Augenärztlichen Gesellschaft trägt sie regelmäßig vor. Der Tübinger Augenarzt und Medizin-Historiker Jens Martin Rohrbach nennt ihre Arbeiten später „für die Zeit bemerkenswert“ und bescheinigt ihr ein „überdurchschnittliches wissenschaftliches Engagement“.

Dann kommt 1933.

Für Emma Schindler wird das Leben enger. Im Juli 1933 verliert sie die Kassenzulassung. Damit bricht ein wichtiger Teil ihrer beruflichen und finanziellen Grundlage weg. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit an der Eppendorfer Augenklinik endet ebenfalls. 1936 verkaufen die Schindlers das Haus in der Hochallee 13. 1937 zieht Emma in den Mittelweg 121 und bietet dort weiter Sprechstunden an.

Ihre Geschwister fliehen vor den Nazis, sie aber bleibt – um der Mutter willen

Ihre Brüder können sich retten. Theodor und seine Frau Else emigrieren mit ihrer Familie nach England. Hans Joachim geht mit seiner Frau in die USA. Emma bleibt in Hamburg. Sie will ihre Mutter nicht allein lassen. Blanca ist 87 Jahre alt und schafft den Weg in die Fremde nicht mehr.

Zum 30. September 1938 verliert Emma Schindler wie alle jüdischen Ärztinnen und Ärzte die Approbation. Von einem Tag auf den anderen darf sie nicht mehr Ärztin sein. In Adressbüchern erscheint sie nun als „Emma Sara Schindler“. „Sara“ ist der Zwangsname für jüdische Frauen, so wie jüdische Männer den Namen „Israel“ tragen müssen. Erst verliert sie die Kassenzulassung, dann die wissenschaftliche Arbeit, dann die Approbation. Nun greift die Entrechtung bis in den Namen hinein.

  • imago/CTK Photo Im 18. Jahrhundert wurde Theresienstadt als Festung erbaut und nach Kaiserin Maria Theresia benannt. Die Nazis nutzten die Stadt dann als Gefängnis – als Ghetto.
    Theresienstadt
    Im 18. Jahrhundert wurde Theresienstadt als Festung erbaut und nach Kaiserin Maria Theresia benannt. Die Nazis nutzten die Stadt dann als Gefängnis – als Ghetto.
  • Olaf Wunder Zeitweise lebten im Ghetto Theresienstadt mehr als 40.000 Menschen auf einem Gelände, das ursprünglich für rund 7000 Einwohner ausgelegt war.
    Ghetto Theresienstadt
    Zeitweise lebten im Ghetto Theresienstadt mehr als 40.000 Menschen auf einem Gelände, das ursprünglich für rund 7000 Einwohner ausgelegt war.
  • IMAGO/H. Tschanz-Hofmann Ghetto Theresienstadt: In diesem Gebäude, der sogenannten „Genie Kaserne“, befand sich während der Nazi-Zeit die augenärztliche Praxis von Emma Schindler.
    Theresienstadt
    Ghetto Theresienstadt: In diesem Gebäude, der sogenannten „Genie Kaserne“, befand sich während der Nazi-Zeit die augenärztliche Praxis von Emma Schindler.
  • IMAGO/Depositphotos So malerisch der Ort heute auch aussieht – in der NS-Zeit wr er die Hölle auf Erden: Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto, nur 23.000 überlebten, viele wurden weiter deportiert, u. a. nach Auschwitz.
    Theresienstadt
    So malerisch der Ort heute auch aussieht – in der NS-Zeit wr er die Hölle auf Erden: Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto, nur 23.000 überlebten, viele wurden weiter deportiert, u. a. nach Auschwitz.
  • Olaf Wunder Heute wird Theresienstadt wieder bewohnt, aber viele der Gebäude und ehemaligen Kasernen im einstigen Ghetto zerfallen.
    Theresienstadt
    Heute wird Theresienstadt wieder bewohnt, aber viele der Gebäude und ehemaligen Kasernen im einstigen Ghetto zerfallen.
  • Olaf Wunder Ghetto Theresienstadt: Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, unter welchen Umständen die Ghetto-Bewohner leben mussten. Theresienstadt war völlig überfüllt, es gab nie genug zu essen. Heute erinnert ein Museum an diese furchtbare Zeit.
    Theresienstadt
    Ghetto Theresienstadt: Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, unter welchen Umständen die Ghetto-Bewohner leben mussten. Theresienstadt war völlig überfüllt, es gab nie genug zu essen. Heute erinnert ein Museum an diese furchtbare Zeit.

Mutter Blanca Schindler stirbt am 22. Juni 1939 in Hamburg. Emma ist nun allein. Inzwischen sind die Möglichkeiten zur Flucht stark eingeschränkt. Freundinnen und Kollegen sind emigriert, andere werden verfolgt.

Ab Dezember 1940 darf Emma Schindler wieder medizinisch arbeiten – aber nicht als Ärztin, sondern nur als sogenannte „Krankenbehandlerin“. Schon dieses Wort ist Teil der Herabsetzung: Jüdische Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht mehr Ärztinnen und Ärzte heißen. Emma Schindler arbeitet im Israelitischen Krankenhaus, das inzwischen in die Johnsallee 68 in Harvestehude umziehen musste. Dort ist sie die einzige Frau unter den Krankenbehandlern. Mit ihren Kollegen versorgt sie Tausende jüdische Menschen, die in Hamburg geblieben sind.

1942 wird Emma Schindler nach Theresienstadt deportiert, arbeitet dort weiter

Doch diese Hilfe ist Teil des Systems der Verfolgung. Die Gestapo zwingt Krankenbehandlerinnen und Krankenbehandler, über die „Transportfähigkeit“ jüdischer Menschen zu entscheiden. Stellen sie jemanden aus Krankheitsgründen zurück, kann das sein Leben für den Moment retten. Häufig bedeutet es aber, dass ein anderer Mensch deportiert wird.

Am 19. Juli 1942 ist Emma Schindler selbst an der Reihe: Sie wird nach Theresienstadt deportiert. Mit ihr werden an diesem Tag mehr als 800 Menschen aus Hamburg, Lüneburg, Kiel, Lübeck, Reinbek und Elmshorn verschleppt. Theresienstadt ist Ghetto, Sammellager, Durchgangsort in den Tod. Zeitweise leben dort mehr als 40.000 Menschen gleichzeitig auf einem Gelände, das ursprünglich für etwa 7000 vorgesehen war. Hunger, Kälte, Hitze, Schmutz, Enge, Krankheiten. Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto. Etwa 34.000 bis 35.000 starben dort, rund 88.000 wurden weiter deportiert. Nur etwa 23.000 überlebten.

Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie vermutlich gleich nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet. Olaf Wunder
Auschwitz
Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie vermutlich gleich nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet.

Emma Schindler arbeitet weiter. Sie leitet in Theresienstadt eine Augenpoliklinik. Grete Dublon, eine Hamburger Jüdin, die mit demselben Transport deportiert worden war, schreibt im Juli 1945 an Else und Theodor Schindler: „Frl. Dr. Schindler arbeitete als Augenaerztin in der Genie Kaserne in Theresienstadt. Sie hatte viel zu schaffen, ich war oft mit meinen Blinden bei ihr. Alle hatten sie gern, sie war, wie auch in Hamburg, tüchtig.“ In ihrer Arbeit habe Emma Schindler Befriedigung gefunden. Sie sei gesund und munter gewesen, habe „tadellos gepflegt“ ausgesehen und einen angesehenen Posten gehabt.

Im Oktober 1944 wird sie nach Auschwitz gebracht, wo sich ihre Spur verliert

Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert, gemeinsam mit 1500 jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Nach der sogenannten Selektion in Auschwitz-Birkenau werden 169 Frauen und 173 Männer als Häftlinge ins Lager eingewiesen. Die übrigen 1158 Menschen werden in der Gaskammer ermordet. Ob Emma Schindler unter ihnen ist oder zunächst registriert wird, ist unbekannt. Ihre Spur verliert sich. Sie gilt als „verschollen“. 1948 wird sie auf Antrag ihrer Angehörigen durch das Amtsgericht Hamburg auf den 8. Mai 1945 für tot erklärt.

Dass Emma Schindlers Geschichte heute wieder bekannt ist, ist vor allem Dr. phil. Rebecca Schwoch zu verdanken. Die Historikerin und stellvertretende Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat Schindlers Leben erforscht – und so eine Hamburger Ärztin ins Gedächtnis der Stadt zurückgeholt.

Druckfrisch im Buchhandel: Ein Porträt über Emma Schindler von Rebecca Schwoch, 126 Seiten, 12,90 Euro Olaf Wunder
Emma Schindler
Druckfrisch im Buchhandel: Ein Porträt über Emma Schindler von Rebecca Schwoch, 126 Seiten, 12,90 Euro

In der Böttgerstraße 5 in Rotherbaum, wo Emma Schindler zuletzt in Hamburg gewohnt hat, erinnert heute ein Stolperstein an sie. Seit dem 4. Juni 2026 trägt auch der Hörsaal der Augenklinik im UKE ihren Namen. Dort, wo sie einst wissenschaftlich gearbeitet hat, wird an sie erinnert als Hamburgerin, Augenärztin und Wissenschaftlerin. Als Frau, der die Nationalsozialisten erst den Beruf nahmen, dann die Freiheit – und schließlich das Leben.

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„Schämt euch!” Rassismus-Vorwürfe gegen Fitnessstudio bei Hamburg

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Mit einer „angenehmen Trainingsatmosphäre“ wirbt das Fitnessstudio „Sportsfreunde“ in Oststeinbek (Kreis Stormarn) um Mitglieder. Murat Firat (28), Vorsitzender des Mümmelmannsberger SV, wollte dort Mitglied werden – doch nach monatelangem Warten lehnte das Studio seine Anmeldung ohne Begründung ab. Firat vermutet, dass dabei sein Name eine Rolle gespielt haben könnte, und fühlt sich diskriminiert. Andere Nutzer schildern ähnliche Erfahrungen. Das Fitnessstudio hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Inzwischen beschäftigt der Fall auch die Lokalpolitik in Hamburg.

„Ich wollte mich dort letztes Jahr im Sommer als neues Mitglied anmelden“, sagt Murat Firat. Denn das Studio wirbt mit niedrigen Preisen und befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Billstedt. Er vereinbart ein Probetraining für den 16. Juli 2025. An diesem Tag bekommt Firat nur eine Mail: Das Studio storniert das Training. Der MOPO liegt der Mailverkehr vor. Es gibt weder eine Begründung noch einen Alternativtermin.

Mehrere Berichte über Diskriminierung im Fitnessstudio

Der 28-Jährige hat sich an dem Tag bereits freigenommen und geht trotzdem hin. Vor Ort gibt’s zwar kein Training, aber er darf laut eigener Aussage eine Anmeldung ausfüllen. Dann hört er nichts mehr von dem Studio. Immer wieder sei er hingefahren und habe nach dem Status seiner Unterlagen gefragt. Doch die Mitarbeitenden können ihm nicht helfen, die Chefin sei im Urlaub. Trotzdem hätten sie schon mal ein Foto für den Mitgliedsausweis gemacht.


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„Dann habe ich die Sache erst mal ruhen lassen“, sagt Firat. Er wartet und sieht sich schließlich die Google-Rezensionen des Studios genauer an. Dort berichten auch andere Nutzer mit ausländisch klingenden Namen von langen Wartezeiten.

„Ich weiß nicht, ob sie etwas gegen Ausländer haben, aber man sollte sich mal genauer ansehen, wie die Anmeldung dort abläuft“, schreibt ein Nutzer. Außerdem weist Google darauf hin, dass bei dem Studio zwischen 51 und 100 Rezensionen entfernt wurden. Als Grund wird „Diffamierung“ genannt. Wer die Löschung veranlasst hat und worauf sich die Angabe konkret bezieht, geht aus dem Hinweis nicht hervor.

Hamburger Fitnessstudio: Ablehnung ohne Begründung

Schließlich setzt Firat dem Fitnessstudio im März 2026 eine Frist und fordert eine schriftliche Rückmeldung zum Status seiner Anmeldung. Sollte er nicht aufgenommen werden, verlangt er die Löschung seiner Daten. Eine Woche später antwortet das Studio: „Aktuell bieten wir Ihnen keine Mitgliedschaft in unseren Studios an.” Es tut dem Studio leid, dass es keine Rückmeldung zum Antrag gab, und sie hätten keine personenbezogenen Daten erhoben.

Warum Firat keine Mitgliedschaft angeboten wird, bleibt unklar. Eine Anfrage der MOPO hat das Studio bislang nicht beantwortet.

Firat hat seinem Ärger schließlich in einem TikTok-Video Luft gemacht: „Ich bin in Hamburg geboren, aufgewachsen, ein voll integriertes Mitglied dieser Gesellschaft und ehrenamtlich als Trainer und Vorsitzender in einem Verein tätig.”

@zzfighter97 Diskriminierung durch ein Fitnessstudio in Hamburg. Schämt euch, Sportsfreund Fitness! #rassismus #sportsfreundfitness #hamburg #fitness #fyp ♬ Beat – beaty

Überall suche das Fitnessstudio mit Werbeanzeigen nach neuen Mitgliedern – und dann das. „Das ist für mich ein riesiger Dorn im Auge. Wie so ein Gym so operieren kann. Wie an diesem Standort, an dem so Multikulti gelebt wird, nach Nachnamen gefiltert wird“, sagt Firat. Eindeutige Belege dafür, dass das Studio tatsächlich nach Herkunft oder Nachnamen unterscheidet, liegen bislang allerdings nicht vor.

SPD-Abgeordneter: „Gift für unser Miteinander“

Unter dem Video gibt es inzwischen zahlreiche Kommentare von Nutzern, die ähnliche Erfahrungen schildern. „Ich wollte dort Mitglied werden, die haben mich ignoriert und danach abgelehnt. Das mit dem Probetraining hatte ich auch”, schreibt ein Nutzer, der sich „Ali Abi” nennt.

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Baris Önes, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter im benachbarten Billstedt, macht das ebenfalls wütend: „Menschen nur wegen ihres Namens auszusortieren, ist inakzeptabel und Gift für unser Miteinander. Es darf nicht sein, dass selbst ehrenamtliche Vorbilder wie Murat immer wieder um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen.” Das Gesetz verbiete solche Diskriminierung. Fitnessstudios müssten endlich begreifen, dass sie sich rechtlich nicht aus der Verantwortung ziehen können.

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Nach Blitz und Donner: Scheune brennt ab – mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz

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Bei einem Scheunenbrand ist am Freitagnachmittag in Gödestorf im Landkreis Diepholz erheblicher Sachschaden entstanden.

Der Brand brach gegen 16 Uhr in der Straße Am Moor aus. Ein Nachbar hatte zuvor einen Blitz und lauten Donner bemerkt und laut Feuerwehrangaben zunächst sein eigenes Wohnhaus kontrolliert. Dabei entdeckte er Flammen aus dem Dachstuhl der benachbarten Scheune. Er alarmierte sofort die Feuerwehr.

Nach Blitz: Scheune brennt komplett ab

Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand die Scheune bereits in Vollbrand. Sie schützten das angrenzende Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen und löschten die Scheune von der Drehleiter aus sowie mit einem Wasserwerfer. Verletzt wurde niemand, es entstand lediglich Sachschaden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Laut „Kreiszeitung.de“ waren 115 Feuerwehrleute im Einsatz.

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Bittere Umfrage: So wenige deutsche Fans glauben an den WM-Titel

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Die große Mehrheit der Deutschen traut der Nationalmannschaft nicht den Titel bei der anstehenden WM zu. Nur 15 Prozent glauben, dass die DFB-Auswahl beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko triumphieren wird, 72 Prozent bezweifeln das. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ hervor.

Nach dem Aus schon in der WM-Vorrunde bei den vergangenen beiden Endrunden meinen aber nur 3 Prozent, dass auch diesmal schon vor dem Achtelfinale Schluss ist. 15 Prozent erwarten ein Aus in der Runde der letzten 16 Mannschaften, 33 Prozent rechnen damit im Viertelfinale.

WM: Viele Fans rechnen mit Viertelfinale als Endstation

15 Prozent glauben an ein WM-Aus erst im Halbfinale und 2 Prozent an eine Niederlage im Endspiel am 19. Juli.

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An der WM nehmen diesmal 48 Mannschaften teil, die K.o.-Phase beginnt erstmals mit 32 Teams. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann startet am 14. Juni gegen Außenseiter Curaçao. Weitere Gegner des viermaligen Weltmeisters Deutschland in der Vorrunde sind die Elfenbeinküste und Ecuador. Am Samstag (20.30 Uhr/RTL) gibt es in Chicago zunächst noch die WM-Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA. Für die repräsentative Umfrage hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 1. bis 3. Juni 1.274 Personen befragt.(dpa/ggg)

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Feuer in Einfamilienhaus im Norden – ein Mensch stirbt

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Tragisches Unglück in einem Wohnhaus in Aurich. Dort war ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

Beim Brand eines Einfamilienhauses in Aurich hat die Feuerwehr einen Toten geborgen. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen, das Gebäude stand im Vollbrand, wie die Polizei mitteilte.

Ein Bewohner rettet sich bei Hausbrand ins Freie

Ein 19 Jahre alter Bewohner rettete sich mit Unterstützung von Nachbarn ins Freie. Er kam laut Polizei mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Ein Passant erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt. 

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Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und löschte das Feuer. Angaben zum Alter und Geschlecht des Toten machte die Polizei zunächst nicht. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 350.000 Euro. Die Brandursache war zunächst unklar, die Polizei ermittelt. (dpa)

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Kokain, Amphetamine und Cannabis: Großrazzia gegen Drogendealer

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Die Ermittler haben zugeschlagen: In Lüneburg hat die Polizei große Mengen Drogen sichergestellt – ein Verdächtiger sitzt jetzt in Untersuchungshaft.

Bei Durchsuchungen am Donnerstag nahmen Drogenermittler zwei Männer ins Visier, die im Verdacht stehen, im Stadtgebiet mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben.

Kokain und Bargeld sichergestellt

In Wohnungen und sogenannten Bunkerräumen fanden die Beamten unter anderem rund 800 Gramm Kokain, größere Mengen Amphetamine, mehrere hundert Tabletten sowie etwa 600 Gramm Cannabis. Auch Bargeld und Datenträger wurden sichergestellt.

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Ein 25-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. Gegen ihn erließ ein Gericht Haftbefehl, er sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern an. (rei)

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Trotz Hitze: FIFA verbietet Fans leere Wasserflaschen bei der WM

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Bei der anstehenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) dürfen Fußball-Fans selbst leere Wasserflaschen nicht mit in die Stadien nehmen – trotz erwarteter Temperaturen von teils mehr als 30 Grad. Einen entsprechenden Bericht von „The Athletic“ am Mittwoch bestätigte die FIFA mit ihrem aktualisierten Verhaltenskodex für die Stadien. Dort heißt es nun: „Um Zweifel auszuschließen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.“

Im Mai noch hatte der Weltverband dort verlauten lassen, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter mit in die Arenen gebracht werden dürften. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte ein FIFA-Sprecher, dass die Regeländerung aus Sicherheitsgründen erfolgt sei.

WM: Sicherheitsbedenken trotz erwarteter Hitze

Mehrere WM-Austragungsorte hätten die Verwendung von wiederbefüllbaren Flaschen bereits untersagt – „die FIFA hat die Entscheidung getroffen, Flaschen zu verbieten, um Risiken und Verletzungen für Spieler und Besucher zu vermeiden“, hieß es in der Erklärung. Die Preise, zu denen Wasserflaschen innerhalb der Stadien verkauft würden, blieben unverändert, teilte die FIFA zudem mit.

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Experten warnen davor, dass Fans durch die erwartete Hitze bei den WM-Spielen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein könnten.

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Ein im vergangenen Monat von der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ veröffentlichter Bericht war zu der Einschätzung gekommen, dass 26 der 104 Spiele der Weltmeisterschaft voraussichtlich unter Bedingungen ausgetragen werden, bei denen die sogenannte Wet-Bulb-Global-Temperature 26 Grad übersteigt – ab diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Sportler. Bereits bei der Klub-WM im vergangenen Jahr in den USA war es Fans untersagt gewesen, Wasserflaschen in die Stadien mitzubringen.(sid/ggg)

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Nach Attacke auf Frau in Altona: Wolf wahrscheinlich tot

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Sein Auftritt im Hamburger Stadtgebiet sorgte für mächtig Aufsehen. Doch der Wolf, der in Altona eine Frau attackierte, könnte bereits tot sein.

Ende März lief der junge Wolf noch durch Altona. Jetzt soll er tot sein. Laut NDR brach der Kontakt zu dem Peilsender, mit dem man das Tier ausgestattet hatte, Ende Mai ab. Das letzte Signal gab es 160 Kilometer entfernt von Hamburg.

Wolf aus Altona vermutlich tot

„Die verwendeten Sender sind technisch äußerst verlässlich und erprobt; ein Defekt oder ein herkömmlicher Verlust des Halsbandes wird nach so kurzer Laufzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt“, so ein Sprecher der Umweltbehörde. Man habe nach dem Wolf gesucht, doch weder ihn noch das Halsband gefunden, so der Sprecher. Vielmehr gehe man davon aus, dass er tot sei.


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Dass der Wolf erschossen und der Sender dabei zerstört wurde, sei möglich. Die Behörden ermitteln noch zu dem Fall.

Nach Angriff auf Frau in Altona – Wolf freigelassen

Der Wolf hatte am 30. März eine Frau in einer Einkaufspassage angegriffen. Sie wurde in einem Krankenhaus behandelt.

Nach früheren Angaben geht die Hamburger Umweltbehörde davon aus, dass der Wolf die Frau gebissen hat, als diese mutmaßlich auf das panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren der Einkaufspassage nach draußen zu lassen. 

Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht. Lars Ebner
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.

Naturschützer bezweifeln, dass der Wolf die Frau angegriffen und gebissen hat. Sie verweisen etwa auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau angesprungen, aber nicht gebissen habe. Dabei habe er sie möglicherweise mit der Pranke verletzt.

Polizei fand Tier in Binnenalster

Später fing die Polizei das Tier im Bereich der Binnenalster ein. Er wurde in eine Wildtierstation nach Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gebracht. Was mit dem Wolf geschehen sollte, führte zu heftigen Diskussionen. Anfang April wurde das Tier im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert. 

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Anschließend habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in einem ländlichen Bereich in Niedersachsen, über 150 Kilometer weit weg von Hamburg, niedergelassen. „Auf seiner gesamten Route hat sich das Tier völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten“, so der Sprecher der Umweltbehörde. (dpa/esk)

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Trauer um„Buffy“-Star: Anthony Head ist tot

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Viele kannten ihn aus „Buffy“ oder „Ted Lasso“. Nun ist der Schauspieler Anthony Head im Alter von 72 Jahren gestorben.

Das berichten mehrere britische Medien wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ein Statement seiner beiden Töchter. Demnach starb Head „an den Folgen einer Lungenentzündung im Kreise seiner Familie“, heißt es in dem Statement.

Anthony Head war bekannt aus „Buffy – Im Bann der Dämonen“

Der Brite war zuletzt vor allem durch seine Rolle in der Comedyserie „Ted Lasso“ einem breiten Publikum bekannt. Die vielfach gelobte TV-Serie von Apple TV dreht sich um das Geschehen beim fiktiven englischen Club AFC Richmond. Head verkörperte den ehemaligen Besitzer, Rupert Mannion.


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Auch in der US-amerikanischen Kult-Mysteryserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ wirkte Head in der Rolle des Bibliothekars Rupert Giles mit. Laut PA verließ er die Serie während der sechsten Staffel und trat anschließend nur noch als Gaststar auf. 

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„Wir wissen, wie sehr er von Freunden, Kollegen und Fans der Serien, in denen er mitgewirkt hat, vermisst werden wird“, heißt es von seinen beiden Töchtern, den Schauspielerinnen Emily und Daisy Head, in dem Statement. Die Trauer sei „weit größer als die Lücke, die sein Tod hinterlassen hat“. (dpa/esk)

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„Fiebertraum“: Burlesque-Star feiert 100. Geburtstag von Leinwand-Ikone

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Wenn Belle la Donna eine Party veranstaltet, dann wird es schrill. So viel steht fest. Und so verwandelte die Burlesque-Tänzerin, die sich selbstbewusst als deutsche „Queen of Burlesque“ bezeichnet, am Donnerstagabend das Hotel Reichshof in ein pinkes Wimmelbild. Die Hamburgerin hat anlässlich des 100-jährigen Geburtstages von ihrem Vorbild Marilyn Monroe zur großen Sause geladen. Die MOPO war dabei.

Stellen Sie sich vor, Sie sind für einen Wochenendtrip in eine deutsche Großstadt gefahren, haben Stunden auf der Autobahn hinter sich, stehen nun endlich mit Ihren Koffern an der Hotelrezeption – und um Sie herum wirbeln plötzlich Frauen mit Glitzerhüten und Männer in Netzoberteilen herum.

Party zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe

So spielte es sich am Donnerstag im Hotel Reichshof gegenüber vom Hauptbahnhof (St. Georg) ab, als Belle la Donna im Eventsaal des Vier-Sterne-Hotels feierte und das Partyvolk den Abend lang durch die marmorgetäfelte Lobby schwirrte.


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Party im Hotel Reichshof: Belle la Donnas bunte Gäste schwirren durch die Lobby

Die Hotelgäste begutachteten teils verdutzt, teils amüsiert die bunte Gesellschaft. Da war unter anderem Belles Burlesque-Kollegin Eve Champagne, die in unheimlich hohen Schuhen umherstolzierte. Auch ein paar Teilnehmer:innen der diesjährigen Staffel der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ kamen; das Finale der Sendung lief in der vergangenen Woche.

  • I AM MIA Zu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany's Next Topmodel”.
    Zu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show "Germany's Next Topmodel".
    Zu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany’s Next Topmodel”.
  • I AM MIA Belle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
    Belle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
    Belle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
  • I AM MIA Ein Tortentraum in pink.
    Ein Tortentraum in pink.
    Ein Tortentraum in pink.

Die Models, die sich nun nach der Show im Medienrummel zurechtfinden müssen, posierten fleißig für Fotos auf dem pinken Teppich. Einer musste zu später Stunde mit Zigarette in der Hand bestürzt feststellen, dass er am Vortag eine Bildschirmzeit von 17 Stunden gehabt hatte. Mehr Handy als Schlaf: Das Leben als Modelshow-Kandidat findet offenbar zum Großteil in den sozialen Medien statt.

Marilyn Monroe wäre 100 Jahre alt geworden

Zurück zu Belle la Donna und ihrer Marilyn-Monroe-Fete. Die US-amerikanische Schauspiel-Ikone wäre am 1. Juni 100 Jahre alt geworden. „Ich bin ihr größter Fan“, sagt Belle la Donna, Monroe sei ihr großes Vorbild. Während der Bühnenshow mit Gesangs- und Burlesque-Performances promotete Belle la Donna ihren neuen Song „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“, eine Neuinterpretation von Marilyn Monroes Jazz-Klassiker aus dem Jahr 1953.

Die Idee für die Party sei ihr vor einigen Wochen gekommen, sagte Belle la Donna im Vorfeld. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt sie alles daran, dass das auch klappt. Die Frau mit den pinken Haaren tanzt auf vielen Hochzeiten: Sie ist Burlesque-Tänzerin, Sängerin, Entertainerin und Friseurmeisterin mit eigenem Salon am Fischmarkt – ein Organisationstalent.

Und so hat sie allerlei Gewerke zusammengetrommelt und die Veranstaltung mit rund 100 geladenen Gästen auf die Beine gestellt. Ein Gang durch die Räumlichkeiten glich einem Wimmelbild: In einer Ecke stach ein Tätowierer Spontanentschlossenen Farbe unter die Haut, in der anderen Ecke legte eine Wahrsagerin Karten. Eine pinke Marilyn-Torte schmeckte mehr nach Zucker als nach Kuchen und an einer Fotostation rotierte eine Kamera 360 Grad um einen herum.

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Hielt man inmitten dieses Wirrwarrs kurz inne, so drängte sich einem die Frage auf: Was feiern die Leute hier eigentlich gerade? Belle la Donna? Marilyn Monroe? „Germany’s Next Topmodel“? Wirklich gewusst hat das wahrscheinlich keiner. Als die GNTM-Kandidaten auf der Bühne interviewt wurden, hörte jedenfalls kaum jemand zu.

Gegen Mitternacht war die Party vorbei. Einer der Gäste nannte die Veranstaltung einen „Fiebertraum“ und diese Bezeichnung ist ganz schön passend für diesen bunt-unordentlichen Abend.

„Fiebertraum“: Burlesque-Star feiert 100. Geburtstag von Leinwand-Ikone wurde gefunden bei mopo.de

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Mutter verschwunden – Polizeihubschrauber kreist über Ottensen

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Am Freitagnachmittag kreist die „Libelle“ über Ottensen. Der Polizeihubschrauber sucht aktuell nach einer Mutter und ihrem Kind. Laut Polizei ist ein Einsatz, wie er gerade läuft, keine Seltenheit.

„Das ist kein unüblicher Sachverhalt“, so ein Sprecher der Polizei Hamburg. Es geht um eine Mutter und ihr Kind, die gerade per Hubschrauber sowie mit Einsatzkräften am Boden gesucht werden.

Mutter samt Kind nach Termin mit Jugendamt verschwunden – Libelle im Einsatz

Nach einem Termin beim Jugendamt soll die Frau gegen 16.30 Uhr gemeinsam mit ihrem Kind das Gebäude durch eine Hintertür verlassen haben. Das Kind, für das die Mutter das Sorgerecht hat, lebt in einer betreuten Einrichtung. Die Polizei spricht von einem möglichen Fall von „Entziehung Minderjähriger“. Solche Lagen seien nach Angaben des Sprechers nicht ungewöhnlich. Eine Gefährdung des Kindes bestehe nach aktuellem Stand nicht.

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Der Einsatz des Polizeihubschraubers „Libelle“ dient der Unterstützung der Suche am Boden. Nach Angaben der Polizei wird der Hubschrauber eingesetzt, wenn er verfügbar ist und zur Lagebewältigung beitragen kann. Aus der Luft habe man einen besseren Überblick über das Suchgebiet.

Bis zum Abend (Stand 20 Uhr) konnte die Frau nicht gefunden werden. Die Suche nach ihr dauert an, wie die Polizei bestätigt.

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Schon zum WM-Start: Shakira macht die Mexikaner verrückt

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Das wird eine Fiesta! Popstar Shakira wird bei der WM-Eröffnungsfeier am 11. Juni in Mexiko-Stadt den offiziellen Song „Dai Dai“ erstmals live aufführen. Das kündigte der Weltverband FIFA an – eine Woche vor dem Start des Turniers. Gemeinsam mit Co-Sänger Burna Boy wird die Kolumbianerin vor den Fans im Aztekenstadion der mexikanischen Hauptstadt auftreten. Shakira macht die Mexikaner verrückt!

„Der mit Spannung erwartete Auftritt wird auf ein unvergessliches Eröffnungsspiel einstimmen, das Fans aus aller Welt zu einem Fest des Fußballs, der Musik und der Kultur zusammenbringt“, hieß es in einer FIFA-Mitteilung zur Bekanntgabe des Programms.

Große Shakira-Show vor dem Eröffnungsspiel der WM

Die Eröffnungsshow der WM soll 90 Minuten vor dem Anpfiff des Spiels zwischen Mexiko und Südafrika beginnen. Künstler wie Danny Ocean, J Balvin, Lila Downs und Alejandro Fernández werden ebenfalls auftreten.

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Shakira war zuvor als eine der Künstler und Künstlerinnen angekündigt worden, die bei der erstmaligen Halbzeitshow des WM-Endspiels am 19. Juli in den USA auftreten sollen. Dort will sie „Dai Dai“ ebenfalls performen.

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Mit „Waka Waka“ steuerte Shakira bereits 2010 den offiziellen FIFA-Song zur Weltmeisterschaft in Südafrika bei. Den Refrain „Dai, dai, iko, dale, allez, let’s go!“ betteten Shakira und der nigerianische Sänger Burna Boy in eine tanzbare Melodie ein. In dem Song werden neben Fußballstars wie Pelé, Diego Maradona, Lionel Messi und Kylian Mbappé auch große Fußballnationen wie Deutschland erwähnt. „Dai Dai“ bedeutet auf Italienisch so viel wie „Los geht’s“.(dpa/ggg)

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Überfall im Parkhaus: Schmuckhändler mit Pfefferspray attackiert

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Dreister Raub am Donnerstagabend in Harburg: Drei Unbekannte haben einen Schmuckhändler überfallen und Beute gemacht. Die Polizei sucht Zeugen.

Der Überfall ereignete sich gegen 19 Uhr in einem Parkhaus am Harburger Ring. Ein 30-jähriger Schmuckhändler hatte zuvor ein Juweliergeschäft beliefert und war auf dem Weg zurück zu seinem Auto.

Juwelier von Trio überfallen und ausgeraubt

Im Treppenhaus stellten sich ihm drei Männer in den Weg, bedrohten ihn mit einer Schusswaffe und griffen ihn anschließend mit Pfefferspray an. Die Täter raubten eine Umhängetasche mit Altgold und Bargeld und flüchteten unerkannt.


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Der 30-Jährige wurde leicht verletzt, musste jedoch nicht medizinisch behandelt werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg.

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Die drei Täter werden als etwa 25 bis 35 Jahre alt, rund 1,85 Meter groß und kräftig beschrieben. Sie sollen ein osteuropäisches Erscheinungsbild gehabt und Caps getragen haben. Einer hatte blonde, die beiden anderen schwarze Haare. Die Männer waren überwiegend dunkel gekleidet, einer trug ein helles Oberteil.

Hinweise nimmt die Polizei unter 040 4286-56789 entgegen. (rei)

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Zwei Verletzte: Kleinwagen schmiert von der Autobahn ab – Unfallursache schnell klar

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Offenbar durch Aquaplaning haben zwei Insassen eines Kleinwagens auf der A7 im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Kontrolle verloren.

Der Wagen hatte bei Loop zwischen dem Dreieck Bordesholm und der Abfahrt Neumünster-Süd den Wildschutzzaun durchbrochen und überfuhr eine Wiese, bis er schließlich an einer Baumreihe zum Stehen kam. Die zwei Insassen wurden bei dem Unfall verletzt und konnten sich nicht eigenständig aus ihrem Wagen befreien – sie waren eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt.

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Die Helfer befreiten die Verletzten schließlich und übergaben sie an den Rettungsdienst. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber Christoph 42, der auf der Wiese landete. Während der Maßnahmen wurde der Verkehr über zwei Spuren an der Einsatzstelle vorbeigeführt.

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Noch nichts vor? Das geht heute in Hamburg

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Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.

Samstag, 6. Juni 2026


Harburger Binnenhafenfest – Familienfest

Maritimes Stadtteilfest mit Mitmachprogramm, Schiffen, Musik und Aktionen für Kinder rund um den Harburger Binnenhafen.
Ort & Uhrzeit: Kanalplatz, 21079 Hamburg-Harburg · ab 13 Uhr
Preis: kostenlos


Medien-Kids – Mitmachprogramm

Kostenloses Mitmachprogramm in der Kinderbibliothek, für Kinder ab 4 – Robotik/Programmieren/Technik-Tüfteln.
Ort & Uhrzeit: Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11 Uhr
Preis: kostenlos


Verpassen war gestern! Der MOPOP-Kulturnewsletter weiß Bescheid. Musik, Theater und Kino, Ausstellungen, Festivals und Literatur: Wir haben die besten Tipps und sagen Ihnen, was sich wirklich lohnt. Immer donnerstags. Immer persönlich. Immer kurz und knapp. Und immer direkt in Ihr Postfach. Natürlich kostenlos. Hier klicken und anmelden.


Bücherflohmarkt – Zentralbibliothek

Flohmarkt mit gespendeten Büchern und aussortierten Exemplaren (Bücher ab 1 €).
Ort & Uhrzeit: Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11-17 Uhr
Preis: kostenlos


Elphi – „5 Seasons“ – Hamburger Kammerballett

Ballettabend „5 Seasons“ als Uraufführung im Großen Saal.
Ort & Uhrzeit: Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg · 16 Uhr o. 20 Uhr
Preis: 10–119 €


Landgang Jamsession

Offene Jam-Session: erst Opener-Band, danach Bühne frei für alle Musikstile.
Ort & Uhrzeit: Landgang Brauerei, Beerenweg 12, 22761 Hamburg · ab 18 Uhr
Preis: kostenlos


Theater – „No Body”

Theaterabend von Mable Preach mit Popkultur- und Comic-Referenzen rund um Solidarität und Verantwortung.
Ort & Uhrzeit: Thalia in der Gaußstraße, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg · 19 Uhr
Preis: ab 28 € (erm. ab 11 €)


Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seite und auf MOPOP.


Live-Musik – „Blues Road“

Livemusik-Abend mit Bluesrock/Rock/Blues in der Kneipe.
Ort & Uhrzeit: Chattahoochee, Meiendorfer Straße 34, 22145 Hamburg · 20 Uhr
Preis: kostenlos


Theater-Premiere – „The Boys Are Kissing“

Komödie über den Ausnahmezustand nach einem Kuss zweier Jungen auf dem Schulhof.
Ort & Uhrzeit: Thalia Theater, Alstertor 1, 20095 Hamburg · 20 Uhr
Preis: ab 34 € (erm. ab 17 €)

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SAGA ersetzt alte Wohnblocks: Hier entstehen hunderte neue Wohnungen

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Neubaugebiete, Lückenbebauung und Aufstockungen: Hamburg baut neue Wohnungen, wo es nur geht. Eine weitere Möglichkeit wird von Genossenschaften und der SAGA immer häufiger genutzt: In der ganzen Stadt werden vermehrt alte Mietshäuser und ‑blocks abgerissen, um dann auf diesen Flächen neu und deutlich verdichteter zu bauen. Die MOPO zeigt, wo das bei der SAGA gerade passiert, was das für die Mieter und die zukünftigen Mietpreise bedeutet und welche Auswirkungen das auf die Nebenkosten haben kann.

Die SAGA hat in Horn (Culinstraße 8-12) soeben 51 öffentlich geförderte Wohnungen in einem Rotklinkerbau fertiggestellt. Auf dem Grundstück befanden sich zuvor 26 Wohnungen aus den 60er Jahren, die nicht barrierefrei waren und dringend energetisch hätten saniert werden müssen. „Wir konnten durch den Neubau die Anzahl der Wohnungen nahezu verdoppeln und die Wohnfläche sogar verdreifachen“, sagt SAGA-Sprecher Gunnar Gläser.

Zudem seien einige barrierefreie Wohnungen entstanden. Das hilft auch älteren Menschen, die so womöglich in ihrem Umfeld eine Wohnung finden und nicht umziehen müssen, wenn sie die Treppen nicht mehr steigen können.

SAGA reißt Mietshäuser aus den 60er Jahren ab

Nach Angaben der SAGA hat das sogenannte „Ersatzneubau-Programm“ mehrere Vorteile: Bei Abriss und Neubau entstehen mehr Wohnungen, es wird schonend mit dem Flächenverbrauch in der Stadt umgegangen, die Wohnqualität erhöht sich und der Energieverbrauch sinkt – was dem Geldbeutel der Mieter und auch der Umwelt zugute kommt.

Wann das städtische Wohnungsunternehmen lieber abreißt statt zu modernisieren? Das entscheidet sich nach einem internen Bewertungssystem. Faktoren sind dabei wirtschaftliche Aspekte, aber auch die Frage, ob sich auf einem Grundstück deutlich mehr Wohnraum schaffen lässt. Abgerissen wird nach Angaben der SAGA nur dann, wenn dadurch deutlich mehr Wohnungen entstehen. Allerdings ist der Abriss von Gebäuden unter Fachleuten durchaus umstritten, da dabei bestehende Bausubstanz verloren geht und durch Neubauten zusätzliche CO₂-Emissionen entstehen. SAGA-Sprecher Gläser verweist darauf, dass das Unternehmen bei seinen Berechnungen auch die sogenannte graue Energie berücksichtigt. Dabei werden die während Bau und Herstellung entstehenden CO₂-Emissionen erfasst.

Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung). cga czerner goettsch architekten
Visualisierung des geplanten SAGA-Neubauprojekts am Jahnkeweg in Hamburg-Bramfeld.
Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung).

Für die betroffenen Mieter in den Häusern ist der Abriss zunächst oft eine Schocknachricht. Bei der SAGA haben die Bewohner zwar immer ein Rückkehrrecht – allerdings müssen sie ja nun zunächst einmal aus- und umziehen. Und das meist für mehrere Jahre. Dabei können sie nicht unbedingt in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. „Die betroffenen Mietparteien erhalten aber stets für sie passenden Ersatzwohnraum im Bestand der SAGA, umfassende Unterstützung sowie Kostenübernahme bei den notwendigen Umzügen“, versichert Gläser.

Mieter befürchten nach Rückkehr viel höhere Mietkosten

Bei vielen Mietern kommt die Sorge hinzu, dass sie sich die neu gebauten Wohnungen dann später gar nicht leisten können, weil die Mieten viel höher sind als ihre bisherigen. Da gibt Gläser zunächst einmal zu bedenken, dass die SAGA fast ausschließlich geförderte Wohnungen „mit dauerhaft sozial verträglichen Mieten“ baut.

Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu. Florian Quandt
Saga reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.
Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.

Zudem verfügen die Neubauten über eine deutlich bessere Dämmung und modernere Heizsysteme als viele Gebäude aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Dadurch fallen die Energiekosten in der Regel niedriger aus. Nach Angaben der SAGA können die geringeren Nebenkosten einen Teil höherer Nettokaltmieten ausgleichen. Für die Mieter bedeutet das zugleich mehr Wohnkomfort in einem Neubau.

Am Jahnkeweg (Bramfeld) entstehen gerade 99 Wohnungen im ersten Förderweg. Dafür wurden zwei Gebäude mit 36 Wohnungen abgerissen. Ein weiteres aktuelles Beispiel für Ersatzneubau ist auch das Bauvorhaben am Friedrich-Ebert-Damm in Wandsbek. Die SAGA hat dort Ende März mit dem Abbruch der ersten beiden von insgesamt vier Gebäuden begonnen. In zwei Bauabschnitten werden dort 236 öffentlich geförderte Wohnungen (1. Förderweg), zwei Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen entstehen.

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Beispiele für Ersatzneubau-Programme der vergangenen Jahre gibt es auch bereits: So sind laut SAGA rund 300 Neubauwohnungen an der Washingtonallee in Horn 2019 fertiggestellt worden. An der Denickestraße und am Thörlweg in Harburg sind 2018 mehr als 300 Wohnungen nach Abbruch von rund 170 nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur TU Hamburg entstanden.

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Finale! Hamburgs Zverev kurz vor Grand-Slam-Traum – seine Oma feiert mit

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JA! Hamburgs Tennis-Star Alexander Zverev ist ins Finale der French Open eingezogen und nur noch einen Sieg vom ersehnten ersten Grand-Slam-Titel entfernt. Der 29-Jährige gewann sein Halbfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) mit 7:5, 6:2, 3:6, 6:3 und könnte sich nun am Sonntag seinen großen Karriere-Traum erfüllen. Und seine Oma könnte ihren Enkel dann noch einmal kräftig feiern.

In seinem zweiten French-Open-Finale trifft der Hamburger auf Flavio Cobolli oder Matteo Arnaldi. Die beiden Italiener bestreiten im Anschluss auf dem Court Philippe Chatrier das zweite Halbfinale. Unabhängig vom Gegner ist Zverev der große Favorit im Titel-Duell. Der Weltranglistendritte hat im Turnierverlauf erst zwei Sätze abgegeben und dem Titeldruck auch gegen Mensik nervlich standgehalten.

Er habe gewusst, dass es „die schwierigste Herausforderung“ bisher im Turnier werden würde, sagte Zverev: „Ich habe es geschafft, habe gewonnen – ich bin glücklich.“ Und mit Blick aufs Finale ergänzte der Hamburger: ”Ich hoffe, ich spiele am Sonntag ein weiteres großartiges Match.“

French Open: Zverev stürmt gegen Mensik ins Finale

Seine drei vorherigen Finals auf der Grand-Slam-Bühne hatte Zverev alle verloren: 2020 bei den US Open fehlten ihm gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem zwei Punkte zum Sieg. 2024 in Paris musste er sich im Fünfsatzkrimi dem Spanier Carlos Alcaraz geschlagen geben. Und im Vorjahr war er bei den Australian Open gegen den Italiener Jannik Sinner chancenlos. Sinner ist früh in Paris gescheitert, Alcaraz ging verletzt erst gar nicht an den Start.

Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev imago/Hasenkopf
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev

Zverev hatte im Turnierverlauf vier Stunden weniger auf dem Platz gestanden als sein Halbfinalgegner, der zudem mit Krämpfen zu kämpfen hatte – sogar in einer Pressekonferenz. „20 Jahre jung, zwei Tage frei – der wird fit sein wie ein Turnschuh“, hatte Eurosport-Experte Boris Becker vor dem ersten Aufschlag prophezeit.

Zverev verwandelt direkt den ersten Matchball

Doch Mensik agierte deutlich weniger druckvoll als noch bei seinem Viertelfinalsieg gegen João Fonseca, außerdem unterliefen ihm viele leichte Fehler. Die Nervosität über das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere war ihm deutlich anzumerken – und der deutlich erfahrenere Zverev schlug daraus eiskalt Kapital.

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Im dritten Satz brauchte der Tscheche eine medizinische Auszeit, in der er im Nacken- und Schulterbereich behandelt wurde. Mensik war danach besser im Spiel, nahm Zverev den Aufschlag zum 4:2 ab und schöpfte nach dem Gewinn des dritten Durchgangs neue Hoffnung. Doch die nahm ihm Zverev mit dem Break zum 2:0 im vierten Satz schnell wieder. Nach rund drei Stunden beendete der Olympiasieger von 2021 die Partie mit seinem ersten Matchball. Und Oma Natalia im Publikum konnte erneut kräftig jubeln.

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Schwerer Unfall mit zwei Lastwagen – A7 weiter gesperrt

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Stau-Chaos auf der A7: Nach einem schweren Verkehrsunfall geht seit Freitagmorgen in Richtung Hamburg nichts mehr.

Nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Lastwagen ist die Autobahn 7 am Walsroder Dreieck in Fahrtrichtung Hamburg weiterhin voll gesperrt. Zwei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten werden nach derzeitigem Stand bis in die späten Abendstunden andauern. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Westenholz abgeleitet, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Fahrzeuge stauen sich auf mehreren Kilometern. In Fahrtrichtung Hannover ist aktuell der linke Fahrstreifen gesperrt.

Reifenplatzer vermutlich Ursache für den Unfall

Nach bisherigen Erkenntnissen platzte am Freitagmorgen ein Reifen an einem Lastwagen, der 50 Jahre alte Fahrer stoppte auf dem Seitenstreifen. Ein nachfolgender 52 Jahre alter Sattelzugfahrer prallte mit seinem Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache auf den stehenden Lkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sattelzug gegen die Mittelschutzplanke geschleudert. Dabei durchschlugen die geladenen Rohre eine Wand des Containers und ragten danach auf den linken Fahrstreifen der Gegenfahrbahn in Richtung Hannover.

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Der 50 Jahre alte Fahrer wurde leicht verletzt, der 52 Jahre alte Sattelzugfahrer erlitt schwere Verletzungen. Beide wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. (dpa/mp)

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Motorradtour mit Freunden? Diese fünf Tipps machen die Ausfahrt sicherer

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Gemeinsam auf kurvigen Landstraßen unterwegs sein – für viele Motorradfahrer gehört das zum perfekten Wochenende. Doch gerade bei Gruppenausfahrten lauern Risiken. Der TÜV Süd erklärt, worauf Biker achten sollten, damit Sicherheit und Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben.

Motorradtouren mit Freunden machen vielen Bikerinnen und Bikern besonders viel Spaß. Wer gemeinsam unterwegs ist, profitiert vom Austausch, von der gemeinsamen Streckenplanung und vom Erlebnis auf zwei Rädern.

Doch Ausfahrten in der Gruppe bringen auch Herausforderungen mit sich. Vor allem unterschiedliche Fahrniveaus können zum Problem werden. „Niemand sollte sich von schnelleren Fahrern mitziehen lassen oder versuchen, Manöver zu kopieren, die er nicht sicher beherrscht“, warnt Alexander Busch vom TÜV Süd.

Motorradtour mit Freunden: Route vorher gemeinsam planen

Schon vor dem Start empfiehlt der TÜV Süd einen gemeinsamen Streckencheck. Dabei sollten die Teilnehmer die Route besprechen und festlegen, wo Tankstopps und Pausen stattfinden.

Außerdem können mögliche Gefahrenstellen entlang der Strecke thematisiert werden. Dazu zählen etwa enge Kurven oder Straßenabschnitte in schlechtem Zustand.

Kommunikation früh festlegen

Damit unterwegs keine Missverständnisse entstehen, sollten Kommunikationswege bereits vor der Abfahrt geklärt werden. Wichtige Fragen sind dabei: Was passiert, wenn jemand den Anschluss verliert? Welche Signale werden bei einer Panne oder einem Tourabbruch genutzt?

Laut TÜV Süd eignen sich dafür beispielsweise Licht- oder Hupsignale. Diese können innerhalb der Gruppe weitergegeben werden, bis die vorausfahrende Person reagieren kann. Zusätzlich empfiehlt sich der Austausch der Handynummern. Besonders komfortabel ist die Kommunikation über ein Intercom-System. Idealerweise sollte dieses meshfähig sein und alle Fahrerinnen und Fahrer miteinander verbinden.

Handzeichen für Gefahren vereinbaren

Auch Handzeichen können die Verständigung während der Fahrt erleichtern. Sie helfen dabei, andere Gruppenmitglieder frühzeitig auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dazu gehören beispielsweise Ölspuren, Schotter oder Hindernisse auf der Fahrbahn. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer die vereinbarten Zeichen kennen.

Zu große Gruppen erschweren allerdings die Kommunikation. Deshalb rät der TÜV Süd, Gruppen mit mehr als acht bis zehn Motorrädern aufzuteilen. Gemeinsame Treffpunkte sorgen dennoch dafür, dass niemand auf das Gruppenerlebnis verzichten muss.

Kettenverantwortung sorgt für Zusammenhalt

Bewährt hat sich laut TÜV Süd außerdem das Prinzip der sogenannten „Kettenverantwortung“. Dabei achtet jede Fahrerin und jeder Fahrer auf die nachfolgende Person. Vergrößert sich der Abstand zu stark oder verliert jemand den Anschluss, wird das Tempo reduziert, bis die Gruppe wieder zusammen ist.

Auch die Reihenfolge innerhalb der Gruppe sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Der TÜV Süd empfiehlt, erfahrene Fahrerinnen und Fahrer an die Spitze sowie ans Ende der Gruppe zu setzen. Weniger erfahrene Teilnehmer sollten weiter vorn fahren, allerdings nicht direkt hinter der führenden Person.

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Geschwindigkeit, Etappenlänge und Fahrtdauer sollten sich stets am Können der unerfahrensten Teilnehmer orientieren. So können alle entspannt unterwegs sein und die Tour genießen. Am Ende gilt dennoch: Keine Planung ersetzt die Einschätzung der aktuellen Situation. Der Rat des TÜV Süd lautet deshalb, „maßvoll und situationsabhängig“ zu fahren. (dpa/vd)

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