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Er tut der Mannschaft richtig gut. Das wiederholen nicht nur seine Mitspieler und sein Trainer fast gebetsmühlenartig, das kann auch jeder sehen, wenn der Kapitän des FC St. Pauli mit den Kiezkickern auf dem Rasen kämpft. Trotz anhaltender Probleme mit dem linken Fuß haut sich der Kapitän in jeden Zweikampf, beißt auf die Zähne und sorgt mit seinen Einwechslungen für einen Energieschub. Aber wann kann er wieder von Beginn an ran? Oder ist genau das die größte Gefahr?
Die Lage ist verdammt knifflig, wenn es um das richtige Maß an Belastung und damit Einsatzzeit von Irvine geht. Vor jedem Spiel muss die Situation neu bewertet werden. Wie viel geht beim Käpt’n? Was hält der linke Knöchel aus? Wann ist es genug – und ab wann zu viel? Am Zustand hat sich nichts geändert. Man könnte sagen: Das ist gut und schlecht zugleich.
Feiert Irvine in Leverkusen sein Startelf-Comeback?
„Ich bin täglich mit ihm im Austausch und wir reden da ganz offen“, berichtet Trainer Alexander Blessin auf Nachfrage. „Wir sind beide sehr, sehr überrascht, dass ihm auf der einen Seite die 20 bis 30 Minuten, die er gerade bringt, guttun, also das er seine Leistung dann auch bringt.“ Und deshalb „spricht eigentlich nichts“ gegen einen Einsatz von Beginn an, beispielsweise am Dienstag im DFB-Pokalspiel in Leverkusen (20.45Uhr/Liveticker bei mopo.de), so der Coach, bevor das große Aber kommt.

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St. Pauli will nicht zu viel Risiko gehen und mit einer zu langen Spielzeit – im Falle eines Startelf-Comebacks von Irvine wären es mindestens 45 Minuten – eine Verschlimmerung der Probleme provozieren. Bislang hat der 32-Jährige seit dem Wiederaufbrechen seiner knöchernen Stressreaktion zu Jahresbeginn und einer Zwangspause drei Einsätze von rund 30 und zweimal 20 Minuten absolviert.
St. Pauli-Kapitän Irvine: „Ich will dem Team helfen“
„Ich mache alles dafür, verfügbar zu sein“, sagt Irvine zu seiner Herangehensweise. „Ich will dem Team helfen, das ist meine Rolle.“ Was die Möglichkeit eines Einsatzes von Beginn an und möglicherweise über die volle Spielzeit betrifft, hatte er sich zuletzt zurückhaltend geäußert: „Das muss man sehen. Ich war noch nie in einer solchen Situation. Wir kämpfen um alles.“
Es bleibt eine Gefühlssache. Der Körper, in den Irvine permanent hineinhorcht, ist sein wichtigster Ratgeber. „Es geht darum, wie stark die Schmerzen kommen, und wie wir dem Einhalt gebieten können“, erklärt Blessin den Prozess. „Wir gucken da immer wieder, von Spiel zu Spiel, stecken jeden Tag die Köpfe zusammen. Er hat da gerade ein gutes Gefühl, zwar immer noch Schmerzen, aber die Frage ist, kommen bei mehr Belastung, auch mehr Schmerzen? Das ist jetzt die Frage.“
St. Pauli-Trainer Blessin zwischen Prognose und Hoffnung
Die aktuelle Situation ist besser als nach dem Rückfall und Ausfall zu Jahresbeginn befürchtet, aber keine, die Irvine und St. pauli glücklich macht, wie Blessin zugibt. „Mit dem Momentum sind wir gerade nicht zufrieden, aber wir können beide gut damit leben. Aber das heißt nicht, dass wir da nicht vielleicht mal wieder reingehen und sagen, dass er mal wieder von Anfang an zum Zug kommt“, betont der Coach.
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Mehr Irvine wagen. Das ist das Ziel. Ein baldiger Einsatz des australischen Nationalspielers von Beginn an sei etwas, dass sich Blessin „sehr gut vorstellen kann“, wie er sagt und es klingt nach einer Mischung aus Prognose und Hoffnung. „Weil er einfach extrem wichtig für uns ist. Wie gesagt: Er ist der Kapitän und er geht voran. Das brauchen wir gerade.“
„Wir sind nicht zufrieden, aber…“: Wie St. Pauli für die Zukunft mit Irvine plant wurde gefunden bei mopo.de






