Es war wie so oft beim FC St. Pauli in den vergangenen Wochen und Monaten. Beim Pokal-Aus in Leverkusen ließ St. Pauli gegen einen starken Gegner kaum etwas zu, war offensiv aber erneut viel zu harmlos.
Voll: Mit mega Dusel, dass sein fataler Fehler im Aufbau nicht zum Gegentor führte (16.). Gegen Terriers Geschoss ebenso machtlos wie bei Schicks und Hofmanns Treffer. Konnte sich kein einziges Mal auszeichnen. Note 5
Ando: Hatte in seinem dritten Startelf-Einsatz den dritten Abwehrchef neben sich. Machte das Beste draus und gab sich keine Blöße. Note 3
Sands: In Abwesenheit von Smith und Wahl Abwehrchef. Löste diese anspruchsvolle Aufgabe absolut passabel. Note 3
Mets: Was für eine Rettungstat auf der Linie gegen Schick (16.)! Beim Klärungsversuch vorm 0:1 zu zaghaft, sprang vorm 0:3 unterm Ball durch. Note 4,5
Pyrka: Erneut ohne Fehl und Tadel, diesmal erst rechts, später dann links. Bereitete Kaars zweite Chance klasse vor (40.). Versuche, Grimaldo zu tunneln, sollte er sich aber schenken. Note 3
Rasmussen: Ohne auffällige Szenen, bis er vorm 0:1 zu halbherzig gegen Terrier zu Werke ging. Danach mit einem Mix aus guten und misslungenen Aktionen, wirkte irgendwie auch schwerfällig mit zunehmender Dauer. Note 4,5
88. Ceesay: Noch kurz dabei und mit dem Ballverlust vorm Treffer zum Endstand. –
Fujita: Völlig sinnbefreites Foul an Palacios, für das er auch hätte vom Platz fliegen können (19.). Die Szene rausgenommen, machte er ein ausgesprochen vernünftiges Spiel. Note 3,5
68. Irvine: Nahm, so gut er eben konnte in den rund 20 Minuten, Einfluss aufs Spiel. –
Oppie: Aus irgendeinem Grund derzeit gehemmt und verunsichert. Hätte viel bewirken können auf seiner Seite, aber keine Flanke, kaum ein Zuspiel fand den Adressaten. Note 5
46. Saliakas: Gleich voll drin und offensiv mutig. Beim 0:2 allein gegen zwei Gegner. Note 3,5
Sinani: Auch wenn nicht alles gelang, hatte er doch in einigen guten Situationen den Fuß im Spiel. Note 3,5
Pereira Lage: Oft unpräzise in den Zuspielen, vor der Kaars-Chance (40.) stark. Es blieb aber sein einzig positiver Moment. Note 5
46. Jones: Im Glück, dass seine vergebene Großchance aus einer Abseitsstellung resultierte (49.). Verletzte sich bei einem Abschlussversuch am linken Sprunggelenk und musste wieder raus. Note 4
80. Hara: Gab sein Debüt für Braun-Weiß. –
Kaars: Machte eine Menge, viel davon in höchstem Tempo. Hatte zwei gute Gelegenheiten, belohnte sich aber nicht. Einige technische Unzulänglichkeiten. Note 4
Das US-Militär hat eine iranische Drohne unweit der Südküste des Landes abgeschossen. Eine weitere Drohne der iranischen Revolutionsgarden sei bereits auf dem Weg zur Überwachung eines amerikanischen Flugzeugträgers im Arabischen Meer, berichtete das Onlineportal Sabrin-News.
Zuvor hatte das US-Nachrichtenportal Axios berichtet, dass ein Kampfjet vom Typ F-35 eine iranische Drohne abgeschossen habe. Dabei handelt es sich Berichten zufolge um eine Überwachungsdrohne vom Typ Schahed-139, die vom iranischen Militär oft in Grenzregionen eingesetzt wird.
Zuletzt haben die Spannungen zwischen den USA und der iranischen Staatsführung wieder deutlich zugenommen. US-Präsident Donald Trump hatte den Flugzeugträger USS „Abraham Lincoln“ samt Begleitflotte in die Region verlegt. Am Freitag wollen Regierungsvertreter aus Teheran und Washington für neue Verhandlungen zusammenkommen. (dpa)
Nach einem Verkehrsunfall in Lurup fahndet die Polizei nach einem Autofahrer, der nach dem Unfall verletzt die Flucht ergriff. Der Vorfall ereignete sich am frühen Sonntagmorgen auf der Luruper Hauptstraße.
Nach bisherigen Erkenntnissen war ein unbekannter Mann mit einem blauen Nissan Qashqai in Richtung Luruper Chaussee unterwegs, als er aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geriet. Dort streifte er seitlich den entgegenkommenden Toyota Yaris eines 48-Jährigen. Der Mann wurde bei dem Zusammenstoß verletzt, beide Fahrzeuge wurden beschädigt.
Anstatt sich um den Verletzten zu kümmern, soll der Nissan-Fahrer ausgestiegen, sich kurz umgesehen und dann zu Fuß in Richtung Böttcherkamp geflüchtet sein. Rettungskräfte versorgten den verletzten Toyota-Fahrer und brachten ihn ins Krankenhaus.
Fahrzeug des Unfallfahrers von der Polizei sichergestellt.
Der flüchtige Autofahrer wird als 40 bis 60 Jahre alt, 1,70 Meter groß, korpulent und mit Halbglatze beschrieben. Er hat laut Polizei ein „südländisches Erscheinungsbild“. Trotz sofortiger Fahndung mit mehreren Streifenwagen blieb der Mann bislang verschwunden. Sein Fahrzeug sowie weitere Beweismittel wurden von der Polizei sichergestellt.
Für die Unfallaufnahme war die Luruper Hauptstraße zwischen Elbgaustraße und Stadionstraße bis etwa 7.20 Uhr voll gesperrt. Die Ermittlungen dauern an. Zeugen, die den Unfall beobachtet haben oder Hinweise zum geflüchteten Fahrer geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder bei jeder Polizeidienststelle zu melden.
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Mittwoch, 4. Februar 2026
Horoskop morgen: Widder
Vormittags haben Sie besonders starke kreative Kräfte und fühlen sich leicht in andere Menschen ein. Profitieren Sie davon! Abends sollten Sie es ruhig angehen lassen.
Horoskop morgen: Stier
Nutzen Sie für wichtige Vorhaben den Nachmittag. Sie finden Gehör bei anderen und können einen Plan umsetzen. Versprechen Sie sich abends nicht zu viel von einem Flirt.
In der Partnerschaft und im Umgang mit anderen kann es heute immer wieder Reibereien geben. Verschleppen Sie Streit nicht, bemühen Sie sich um eine gütliche Klärung.
Horoskop morgen: Krebs
Bleiben Sie heute eher im Hintergrund und erledigen Sie anstehende Aufgaben unauffällig. Fangen Sie möglichst nichts Neues an. Halten Sie abends maß beim Essen und Trinken!
Horoskop morgen: Löwe
Mit Ihrer Entschlusskraft beeindrucken Sie andere heute sehr und setzen durch, was Sie sich vorgenommen haben. Lassen Sie sich abends von einem Schmeichler nicht blenden.
Horoskop morgen: Jungfrau
Hüten Sie sich morgens und vormittags vor Spekulationen. Misstrauen Sie Versprechungen. Abends sollten Sie mit Alkohol sehr sparsam umgehen, er macht Sie labil.
Horoskop morgen: Waage
Sie haben einen Erfolg versprechenden Tag vor sich. Nutzen Sie vor allem die Mittagsstunden, um ein wichtiges Vorhaben voranzutreiben. Am Abend schaffen Sie sich Freiräume.
Horoskop morgen: Skorpion
Hüten Sie sich heute vor Spekulationen, versuchen Sie nicht, Ihr Glück zu erzwingen oder zu ertricksen. Nehmen Sie es nicht zu ernst, wenn man Ihre Autorität nicht achtet.
Horoskop morgen: Schütze
Eine anfangs bedrohliche Situation kann zum Glücksfall für Sie werden oder sich zufriedenstellend auflösen. Suchen Sie abends das Gespräch. Man hört Ihnen zu und hilft Ihnen.
Horoskop morgen: Steinbock
Heute haben Sie die Ruhe, sich ausdauernd und konzentriert um eine schwierige Aufgabe zu kümmern. Wenn Sie am Ball bleiben, können Sie am Abend einen schönen Erfolg feiern.
Horoskop morgen: Wassermann
Über Mittag haben Sie eine Idee, die geradezu revolutionäre Folgen haben kann. Bringen Sie den Mut auf, den ersten Schritt zu ihrer Verwirklichung zu tun. Abends finden Sie Hilfe.
Horoskop morgen: Fische
Sie entfalten sich jetzt im Verborgenen am besten. Bleiben Sie im Hintergrund! Abends entwickeln Sie Ideen, durch die Sie finanzielle Vorteile oder mehr Einfluss bekommen.
Polstersessel, Retro-Stehlampen, Holztische: Für viele Besucher des „Hadley’s“ ist die Bar in Rotherbaum ihr zweites Wohnzimmer. Nur: In diesem Wohnzimmer zieht es! Um die Kosten einer dringend benötigten Sanierung stemmen zu können, hat Inhaberin Tina Heine jetzt einen Spendenaufruf im Internet gestartet.
Das „Hadley’s“ ist Tina Heines Lebensprojekt. Sie war Studentin und gerade mal Anfang 20, als sie mit ihrem damaligen Partner die Schnapsidee hatte, in dem ehemaligen Rot-Kreuz-Hospital Beim Schlump 84a eine Bar zu eröffnen, in der es Jazz-Konzerte geben sollte. Jetzt – 30 Jahre später – ist aus der Schnapsidee längst eine Institution geworden. Eine, welche die inzwischen 51-jährige Inhaberin gerne weiter am Leben erhalten möchte.
Lange Mängelliste: Die Bar „Hadley’s“ in Rotherbaum muss dringend renoviert werden
„Ich habe gerade einen neuen Mietvertrag für zehn Jahre unterschrieben“, sagt Heine mit der gleichen Zuversicht wie damals als Studentin, als sie sich privat 200.000 D-Mark pumpte, um die Bar zu eröffnen. Dass ihr Optimismus noch immer ungebrochen ist, ist erstaunlich. Denn die Liste der Mängel in den Räumlichkeiten ist lang. Durch die alten Fenster zieht der Wind ins Innere. Die Eingangstür weist zahlreiche Sprünge im Glas auf. Die Lampen sind notdürftig geflickt. Mehrere Anlagen und der Fußboden sind kaputt. Die Elektrik ist alt. Es bedarf einer energetischen Sanierung. Kostenpunkt: 70.000 Euro.
„Das Geld habe ich einfach nicht“, sagt Tina Heine. Die Schwierigkeiten begannen während der Corona-Zeit. Damals sprangen oft Freunde ein, um ihr finanziell zu helfen. Zuletzt brachte die Mehrwertsteuerreform eine Entlastung – allerdings nur für das Alltagsgeschäft. Heine hatte sich deshalb an ihre Bank gewandt, um einen Kredit für die Renovierungskosten aufzunehmen. Er wurde ihr verweigert.
Spendenaufruf: Bar-Inhaberin startet Crowdfunding im Internet
Tina Heine will die Bar auch in Zukunft noch mehr zu einem Ort der Gemeinschaft und Gesellschaft umbauen. Schon jetzt ist das „Hadley’s“ immer montags mehr Salon als Bar. Es finden Veranstaltungen und Diskussionen zu wichtigen sozialen Fragen wie dem Klima, nachhaltiger Wirtschaft oder dem Weltfrieden statt. Am liebsten würde Heine eine Stiftung oder einen Mäzen mit in ihr Projekt hineinnehmen, welche die Salon-Veranstaltungen mittragen könnten. Auch über Workshops für Nachhaltigkeit denkt Heine nach.
Eine Rolle spielt dabei sicher auch, dass Heine kürzlich Oma von Zwillingen geworden ist. Sie macht sich viele Gedanken über die Zukunft. „Ich möchte meinen Geist hier in der Stadt zur Gestaltung einsetzen”, sagt sie. Wissenschaftler und Politiker gehören zu ihren häufigen Gästen.
Wenn alles glatt läuft, dann gibt es am 9. Oktober richtig etwas zu feiern: das 30-jährige Jubiläum des „Hadley’s“ – und den Startschuss für das nächste Jahrzehnt bis zum 40. Geburtstag. „Ich hoffe auf eine möglichst große Unterstützung, damit wir diesen Ort der Gemeinschaft erhalten können“, sagt Heine. Sie sieht das Crowdfunding auch als eine Art Übung: „Solidarität ist etwas, das wir alle jetzt und in den nächsten Jahren als Gesellschaft viel brauchen werden.“
Mitglieder des Rocker-Clubs Bandidos sollen seit Jahren mit Rauschgift handeln. Die Polizei durchsuchte nun rund ein Dutzend Objekte in zwei Bundesländern.
Bei der Durchsuchungsaktion im Großraum Neubrandenburg und im Bundesland Brandenburg sind zwei Männer festgenommen worden. 13 Objekte, darunter mehrere Wohnungen, seien durchsucht worden, gaben die Staatsanwaltschaft Rostock und das Landeskriminalamt Mecklenburg-Vorpommern bekannt.
Gefunden und sichergestellt worden seien unter anderem Kokain und Marihuana, Bargeld, mehrere Messer, Schreckschusswaffen und eine Handfeuerwaffe.
Ermittlungen liefern Hinweise auf Strafgeldzahlungen
Hintergrund sei ein Ermittlungsverfahren, das sich unter anderem gegen Angehörige des Rocker-Clubs „Bandidos MC Neubrandenburg“ und deren Unterstützer richte. 13 Männer im Alter von 22 bis 52 Jahren stünden im Verdacht, seit Jahren gemeinschaftlich und gewerbsmäßig mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen zu handeln.
Die Ermittlungen hätten zudem Hinweise auf sogenannte Strafgeldzahlungen ergeben. Dabei seien Opfer durch Bedrohung, Erpressung oder Körperverletzung zu Geldzahlungen gezwungen worden.
Die Ermittler durchsuchten zwölf Objekte in Mecklenburg-Vorpommern und eines in Brandenburg. An dem Einsatz waren den Angaben zufolge insgesamt 77 Einsatzkräfte der Landespolizei MV sowie der Landespolizei Brandenburg beteiligt. (dpa/mp)
50.000 Gäste am Wochenende, aber viele fühlen sich unsicher. Was das Clubkombinat jetzt auf der Reeperbahn fordert, um Solidarität und echte Veränderung im Nachtleben zu schaffen.
Damit sich Menschen auf der Reeperbahn nachts wohler fühlen, hat das Clubkombinat Hamburg in seinem Projekt „WTF – What the Fear“ eine ganze Liste an Maßnahmen vorgelegt.
Nötig seien Awareness-Teams im öffentlichen Raum, sichtbare, betreute Anlaufstellen für Betroffene sowie Aufklärung, Empowerment und Prävention, gab das Clubkombinat nach einer ersten Auswertung der Projekte vom vergangenen Jahr bekannt. Wichtig seien aber auch eine bessere Infrastruktur, etwa bei der Beleuchtung und barrierefreien Wegen, sowie eine stärkere Einbindung von Anwohnenden, Gewerbe und Nachtleben.
Projekt für mehr Sicherheit auf der Reeperbahn
Der Tenor der gewonnenen Antworten sei eindeutig: „Sicherheit entsteht nicht allein durch Kontrolle, sondern durch kulturelle Transformation, Solidarität und gemeinsame Verantwortung.“ Das Projekt „WTF – What the Fear“ hatte von Juni bis September 2025 mit verschiedensten partizipativen Elementen im öffentlichen Raum auf St. Pauli stattgefunden. Im Kern ging es darum, Übergriffe und die Ängste davor sichtbar zu machen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und Betroffene zu stärken.
Dreh- und Angelpunkt dafür war ein gläserner Container am Spielbudenplatz und eine 90 Meter lange Bauzaun-Fassade. Am Container fanden den Angaben zufolge 183 Gespräche statt. Ein Ergebnis dabei: Es gibt einen Bedarf an niedrigschwelligen Anlaufstellen auf der Reeperbahn abseits der Polizei. Und „sensible Erfahrungen benötigen geschützte Räume, professionelle Erstunterstützung und verlässliche Strukturen“.
Fast 60 Eingaben bei der digitalen Meldestelle
Daneben gab es auch eine digitale Meldestelle, bei der 58 Meldungen eingingen. Rund 40 Prozent der Meldungen betrafen den Angaben zufolge sexualisierte Grenzüberschreitungen, 32 Prozent sexualisierte körperliche Gewalt. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmenden waren weiblich, rund 23 Prozent divers. Die Täter seien fast ausnahmslos als männlich und unbekannt beschrieben worden.
Das Clubkombinat hat sich des Themas angenommen, weil der Wunsch nach Sicherheit eben nicht an der Clubtür ende. „Wir haben 930 Meter voller Nachtleben. Jedes Wochenende kommen durchschnittlich 50.000 Menschen. Das macht uns natürlich zu einem international bekannten Nachtviertel“, hatte das Clubkombinat zum Start des Projekts erklärt. Wer sich für Live- und Clubkultur einsetzt, der müsse den öffentlichen Raum mitdenken.
Projekt soll in diesem Jahr ausgeweitet werden
Das Kombinat kündigte an, das Projekt in diesem Jahr auf Grundlage der Ergebnisse auszubauen. „Ziel ist es, Livekulturerlebnisse für alle Menschen zu ermöglichen und den Zugang dazu sicher zu gestalten.“ Geplant seien vertiefende Analysen, interaktive Workshops, bundesweite Praxisbeispiele, sowie die gemeinsame Planung, wie eine geeignete Anlaufstelle für Betroffene aussehen könne. (mp/dpa)
Gut elf Jahre nach dem Verschwinden eines Studenten durchsucht die Polizei ein Waldgebiet in der Nähe von Hamburg. Neue Hinweise lassen auf einen möglichen Fundort der Leiche schließen.
Im Fall eines seit elf Jahren vermissten Studenten sucht die Abteilung für ungeklärte Fälle des Landeskriminalamts seit Dienstag in einem Waldgebiet nördlich von Neumünster nach der Leiche des Mannes. Der zum Zeitpunkt seines Verschwindens 28 Jahre alte Maschinenbau-Student aus Neumünster wird seit dem 15. Dezember 2014 vermisst, wie Staatsanwaltschaft Kiel und LKA mitteilten. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Die Leiche wurde bisher nicht gefunden. Neue Erkenntnisse der Ermittler deuten den Angaben zufolge nun darauf hin, dass diese sich in dem Waldgebiet befinden könnte.
Freundin meldete ihn vor gut elf Jahren als vermisst
Der junge Mann war zuletzt am Mittag des 15. Dezember 2014 von seiner Freundin in ihrer Neumünsteraner Wohnung gesehen worden. Am Abend desselben Tages meldete sie ihn als vermisst. Das Auto des 28-Jährigen wurde fünf Tage später in Hamburg gefunden. Im Januar 2015 geriet außerdem ein Leihanhänger mit einer auffälligen gelben Plane in den Fokus, der offenbar von genutzt worden war.
Ein Tatverdacht richtete sich gegen zwei damals 28 und 26 Jahre alte Männer aus Neumünster und Kappeln, die zum Umfeld des Vermissten gehörten. Die Tat konnte ihnen jedoch nicht nachgewiesen werden, wie die Ermittler berichteten.
Leiche angezündet und dann vergraben?
Im Juli 2015 gingen die Ermittler aufgrund ihrer bisherigen Erkenntnisse davon aus, dass der 28-Jährige tot war und seine Leiche im Bereich Neumünster erst angezündet und dann vergraben worden sein könnte, teilten LKA und Staatsanwaltschaft mit. Mehrere Areale wurden mit Spürhunden und einem Bagger in der Folge erfolglos abgesucht.
Cold Case Unit rollt Fall 2024 neu auf
In der Öffentlichkeit sei es danach still um den Fall geworden, doch die Ermittlungen seien weitergelaufen, berichteten die Behörden. 2024 rollte die sogenannte „Cold Case Unit“ den Fall neu auf. Die Ermittler beschäftigten sich den Angaben zufolge intensiv mit den Akten, analysierten die bisherigen Ermittlungsschritte und Erkenntnisse, prüften neue Ansätze und tatrelevante Spuren, nutzten modernste kriminaltechnische Methoden und befragten Zeugen.
Die neue Spurensuche führte nun in das Wattenbeker Gehege zwischen Neumünster und Bordesholm. Das gesamte Waldgebiet wird für die Dauer der Suche abgesperrt und ist auch für Spaziergänger nicht passierbar, hieß es.
Gegen 18 Uhr ging bei der Feuerwehr Hamburg ein Notruf ein: Auf der eiskalten Bille drohe ein Hausboot zu sinken. Doch es kam ganz anders.
Am Freitagabend trugen sich zunächst dramatische Szenen auf der Bille im Stadtteil Hamm zu. Ein älteres Ehepaar alarmierte die Feuerwehr, weil sein Hausboot zu sinken drohte. Wegen der Vereisung konnten die Bewohner das Boot zudem nicht mehr sicher verlassen, wie ein Sprecher der Feuerwehr auf MOPO-Anfrage sagte.
Hausboot und Besitzer unversehrt
Mit gut 40 Einsatzkräften rückte die Feuerwehr an und brachte die Eheleute sicher an Land. Der Einsatz fand in etwa auf Höhe des Osterbrookplatzes statt. Nach gründlicher Prüfung stellte sich jedoch heraus: Fehlalarm! Das Hausboot drohte gar nicht zu sinken.
Stattdessen stellte die Feuerwehr einen geplatzen Landanschluss für Frischwasser fest. Dadurch lief Wasser in das Hausboot, was zunächst auf ein Leck schließen ließ. Nachdem das Problem behoben werden konnte, durften die Bewohner wieder auf ihr Boot. Und verletzt wurde bei dem Einsatz in eisiger Kälte zum Glück auch niemand.
Es ist nicht wirklich so, dass das Glück dem FC St. Pauli in Siebenmeilenstiefeln hinterherrennt in der laufenden Saison. Auch wenn es nicht von der Hand zu weisende Ausreißer in die andere Richtung gibt wie zum Beispiel den Strafstoß von Augsburg, werden den Hamburgern doch auffällig viele Knüppel zwischen die Beine geworfen. Und das änderte sich auch am Dienstagabend nicht.
Als gegen 19.45 Uhr die Aufstellungen für das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Bayer Leverkusen das Licht der Öffentlichkeit erblickten, fehlte auf dem Bogen ein Name komplett, den man beim Kiezklub eigentlich fest eingeplant hatte: Eric Smith musste wegen einer Verletzung am Fuß passen. Der Schwede hatte nach Augsburg über Probleme geklagt, Trainer Alexander Blessin hatte aber gemutmaßt, dass es nicht so schlimm sein würde.
St. Pauli fehlt in Leverkusen die komplette zentrale Achse
Der Verzicht auf den Strategen fällt bei Braun-Weiß immer schwer ins Gewicht, diesmal aber besonders. Denn schon vorher war klar, dass auch Hauke Wahl nicht würde spielen können. Der 31-Jährige hatte schon in Augsburg angeschlagen gefehlt. Mit dem erfahrenen Duo fielen gleich beide potenzielle zentrale Figuren der Dreierkette aus, so dass Improvisationskunst gefragt war. Und weil Blessin aus freien Stücken auf Nikola Vasilj verzichtete, um Ben Voll für seine Trainingsleistungen zu belohnen, ging St. Pauli gleich die komplette zentrale Achse flöten.
Nun hilft kein Klagen, vielmehr muss der Blick nach vorne gehen. Am Samstag wartet das Heimspiel gegen den VfB Stuttgart, und angesichts der tabellarischen Situation und dem drohenden Abstieg wäre ein Mitwirken der erfahrenen Kräfte zwingend notwendig. Vasilj wird auf jeden Fall wieder zwischen die Pfosten rücken, bei Wahl „hoffen wir stark, dass es reicht“, sagte Blessin. Im Fall von Smith muss man wohl erst einmal abwarten, ehe man eine Prognose stellen kann.
Plötzlich verschwindet eine 84-jährige Frau aus ihrem Haus. Es ist die Mutter einer bekannten US-Moderatorin. Die Polizei vermutet ein Verbrechen.
Die 84-jährige Mutter von US-TV-Moderatorin Savannah Guthrie ist verschwunden und nach erster Einschätzung der Polizei aus ihrem eigenen Haus im Bundesstaat Arizona entführt worden. „Nach allem, was wir am Tatort gesehen haben, gehen wir von einem Verbrechen aus“, sagte Chris Nanos, der Sheriff von Pima County nahe Tucson, auf einer Pressekonferenz am Montag (Ortszeit).
In einem Interview des US-Senders CBS sagte er: „Ich glaube, sie wurde entführt, ja.“ Nancy Guthrie, die seinen Angaben zufolge alleine in ihrem Haus wohnt, war demnach am Samstagabend zuletzt gesehen worden. Am Sonntagmittag wurde sie von Familienangehörigen als vermisst gemeldet, nachdem sie nicht in der Kirche gewesen war. „Sie ging nicht von selbst weg“, so Nanos im CBS-Interview weiter. „Sie ging nicht willentlich“. Tochter Savannah Guthrie ist beim Sender NBC Moderatorin der Sendung „Today“.
Sheriff: Mutter braucht innerhalb von 24 Stunden Medikamente
Auf die Frage, warum er von einem Verbrechen ausgehe, verwies Nanos während der Pressekonferenz auf die eingeschränkte Mobilität der 84-Jährigen. Zudem deuteten andere Details darauf hin, dass sie nicht von selbst das Haus verlassen habe, ohne dies aber weiter zu erläutern. „Dies ist kein Fall von Demenz“, sagte er zudem. „Sie ist hellwach.“
Nancy Guthrie habe einige körperliche Beschwerden, so der Sheriff weiter. Sie benötige Medikamente, die innerhalb von 24 Stunden eingenommen werden müssten, da es sonst tödlich enden könnte. Er bat die Bevölkerung um Hinweise und Mithilfe. Auf die Frage, ob es zufällig die Mutter der Moderatorin getroffen habe oder es eine gezielte Tat sei, sagte der Sheriff: „Wir wissen es nicht. Wir untersuchen in jede Richtung, aber wir wissen es nicht.“ (dpa/mp)
Die Akten des 2019 verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein waren schon immer politisch – allein schon deshalb, weil der US-Präsident einen monatelangen Eiertanz aufführte, um eine Veröffentlichung zu verhindern. Inzwischen sind, erzwungen durch den US-Kongress, etwa 50 Prozent der Akten zu dem Fall zugänglich, wichtige Teile werden aber nach wie vor zurückgehalten. Gerichtsfeste Beweise lassen sich darin bisher nicht finden. Aber es entsteht ein Eindruck, der Manches in neuem Licht erscheinen lässt. Unter anderem die AfD.
Die britische „Daily Mail“ berichtet, dass das Netzwerk um Epstein Teil einer russischen Geheimdienst-„Honigfalle“ gewesen sein könnte. Demnach habe Epstein mächtigen Männern in den USA junge Frauen und Minderjährige zugeführt – um sie später mit heimlich gesammeltem Material zu erpressen. Tatsächlich taucht allein Wladimir Putin 1056 mal namentlich in den bisher veröffentlichten Akten auf. Russland wird mehr als 9600 Mal erwähnt. Epstein rühmte sich in verschiedenen E-Mails immer wieder seiner guten Kontakte nach Moskau. Selbst nach seiner ersten Verurteilung wegen Sex mit Minderjährigen 2008 soll Epstein noch persönlich von Putin empfangen worden sein.
Donald Trump könnte durch Russland erpressbar sein
Natürlich sind Erwähnungen in E-Mails keine gerichtsfesten Beweise. Aber nimmt man trotzdem an, die „Honigfallen“-Theorie ist richtig, ergibt vieles plötzlich Sinn: Beispielsweise Trumps „Samthandschuhe“ gegenüber Putins Kriegsverbrechen in der Ukraine. Dass Trump lange aufs Engste mit Epstein befreundet war, ist bekannt. Wahrscheinlich hat er sich auch auf „Epstein Island“ vergnügt. Heute ist klar, dass die Insel mit technischer Überwachung nur so vollgestopft war. Gibt es also Beweise, die Trump als Sexualstraftäter überführen würden? Oder die zeigen, dass er selbst aufs Engste mit einem mutmaßlich russischen Netzwerk „verbandelt“ ist?
Solange die Akten nicht vollständig veröffentlicht sind, kann man sich nur auf Indizien stützen. Dass Microsoft-Gründer Bill Gates sich eine Geschlechtskrankheit bei einer jungen Russin eingefangen haben soll (und dann versuchte, seiner Frau heimlich Antibiotika ins Essen zu mischen), ist nur eine Randnotiz – auch wenn es auffällig viele Russinnen in dem Sex-Netzwerk gab. Trump hat dafür gesorgt, dass Ghislaine Maxwell – langjährige Lebensgefährtin und „Puffmutter“ Epsteins – nach ihrer Verurteilung Hafterleichterungen erhielt. Er wünsche ihr „nur das Beste“, hatte er vor einigen Monaten erklärt (für die Epstein-Opfer hat Trump bis heute kein Wort des Bedauerns gefunden). Geheimdienst-Experten gehen laut „Daily Mail“ davon aus, dass Epstein einst durch Ghislaine Maxwells Vater Robert Maxwell in die Welt der Spionage eingeführt wurde. Dieser starb einen ähnlich seltsamen Tod wie Epstein selbst, der sich in einer New Yorker Gefängniszelle umgebracht haben soll: Robert Maxwell stürzte mitten in der Nacht von seiner Yacht in den Atlantik.
Donald Trump: „Das schadet meinen Freunden“
Wie panisch Trump auf den Epstein-Fall reagiert, enthüllte nun auch Marjorie Taylor Greene. Die republikanische Politikerin war lange eine glühende Verehrerin Trumps – bis sie wegen der Epstein-Files mit ihm brach. Nun berichtete sie von einem denkwürdigen Telefonat mit dem US-Präsidenten aus dem November, in dem dieser sie anschrie, er könne die Epstein-Akten nicht veröffentlichen, weil diese „meinen Freunden schaden“. Tatsächlich taucht neben Trumps aktuellem Handelsminister Howard Lutnik, ihm selbst und vielen anderen auch Elon Musk mehrfach in den Akten auf, der auf die „wildesten Partys“ von Epstein eingeladen werden wollte.
Ebenfalls in den Akten: der langjährige Chefstratege Trumps, Steve Bannon. Auch dieser nutzte die sexuellen „Dienstleistungen“ Epsteins. In mehreren Mails bot er einer unbekannten Person (die Empfängerdaten sind geschwärzt) 2018 an, über die AfD und andere Russland-nahe, rechtspopulistische Parteien Einfluss auf die Regulierung von Krypto-Währungen in der EU zu nehmen. Dass die AfD-Abgeordneten in der darauffolgenden Wahlperiode im Europaparlament gegen eine Regulierung stimmten, sei „sicher einfach Zufall“, sagt CDU-Außenpolitiker Johannes Volkmann sarkastisch.
Bannon diskutierte über die Nützlichkeit von AfD-Politikern
Zudem hat Bannon mit der unbekannten Person in mehreren E-Mails über das Spitzenpersonal der AfD und deren Nützlichkeit für die gemeinsamen Interessen diskutiert. Über Björn Höcke urteilte Bannon beispielsweise, dieser spreche zwar viele Menschen an, verschrecke aber durch seine Radikalität womöglich auch Unentschlossene. Einen direkten Kontakt der AfD zu Epstein belegen die Akten allerdings nicht.
Trotzdem entsteht langsam der Eindruck, dass es um Epstein herum ein großes Netzwerk sehr einflussreicher Menschen gegeben hat – mit Trump mittendrin – die aufgrund ihrer sexuellen Vorlieben durch Russland und womöglich auch andere Länder erpressbar sind. Langsam versteht man, warum Trump Angst vor einer Veröffentlichung der Akten hat(te) und die AfD zu dem Vorgang bisher komplett schweigt.
Trainerlegende Felix Magath sieht seinen ehemaligen Klub Schalke 04 nach der Verpflichtung von Stürmerstar Edin Dzeko vor einer heiklen Phase. Der Spitzenreiter der 2. Fußball-Bundesliga „muss durch diese Verpflichtung jetzt aufsteigen“, sagte der 72-Jährige im Interview mit RTL/ntv – gleichzeitig habe sich Königsblau jedoch auch „ein Problem geschaffen“.
Durch den Transfer des 39-jährigen Dzeko sei die Erwartungshaltung noch einmal gestiegen. „Vorher hat man immer ein bisschen die Daumen gedrückt und gesagt, dass da vorne noch was fehlt, aber jetzt ist der FC Schalke eindeutig Favorit“, sagte Magath. Die Mannschaft habe in der Hinrunde „super funktioniert, es war alles in Ordnung, alle waren glücklich und es ging kaum besser. Dann hat man mit Edin Dzeko einen außergewöhnlichen Spieler geholt, der der Mannschaft natürlich helfen kann, aber damit auch die ganze Statik der Mannschaft verändert.“
Magath: „Die Spieler müssen ihre Position jetzt neu suchen“
S04 ist seit vier Spielen ohne Sieg, der Vorsprung auf die Verfolger ist geschmolzen. „Andere Spieler müssen ihre Position jetzt neu suchen, deshalb gibt es diese kleine Krise. Das muss man so schnell wie möglich wieder in den Griff kriegen, sonst gerät der FC Schalke bedauerlicherweise in Schwierigkeiten um den Aufstieg“, sagte Magath, der Schalke von 2009 bis 2011 trainierte und Superstars wie Raúl oder Klaas-Jan Huntelaar nach Gelsenkirchen holte.
Von einem langfristigen Erfolg mit Dzeko ist er dennoch überzeugt: Der Bosnier sei „kein gewöhnlicher Spieler – von der Qualität gibt es nicht viele. Jetzt muss er nur noch von den anderen ins Spiel gebracht werden.“ (sid/vb)
So eine Winter-Flucht aus dem Volkspark gab es noch nie. Gleich acht Profis verließen den HSV in der am Montag beendeten Transfer-Periode, es hätte sogar noch einer mehr sein können. Doch bei Noah Katterbach schob der HSV überraschend den Riegel vor, obwohl es noch ein Last-Minute-Angebot gab.
Wochenlang versuchte der HSV vergeblich, einen Abnehmer für den 24-Jährigen zu finden, der in Hamburg chancenlos ist. Als sich nun spät die Gelegenheit zu einem Transfer bot, ließ der HSV Katterbach nicht mehr ziehen. Weil zuvor zwei andere Entscheidungen getroffen wurden, die zum Verbleib des Linksfußes führten.
HSV-Profi Katterbach wäre gern nach Dresden gewechselt
Wie kam es zum Katterbach-Verbleib? Am Sonntag hatte sich Zweitliga-Kellerkind Dynamo Dresden (belegt aktuell den Relegationsplatz) im Volkspark gemeldet und wollte den Ex-Kölner bis zum Saisonende leihen. Auch der Profi soll von dieser Chance angetan gewesen sein, erhielt jedoch keine Freigabe. Zum einen, weil der HSV zuvor mit Aboubaka Soumahoro einem anderen Abwehrspieler die Zusage erteilt hatte, ihn bis zum Sommer nach Saint-Étienne zu verleihen. Zum anderen, weil am Wochenende der beabsichtige Deal mit Dortmunds Talent Almugera Kabar abgeblasen wurde. Der Linksverteidiger hätte aufgrund einer Knieverletzung noch mehrere Wochen lang gefehlt, deshalb nahm der HSV Abstand von dem Transfer.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Dubioser Psychologe: Berater der Blocks gerät in den Fokus
Doppelt dämlich!Suff-Eklat um HSV-Star Dompé
40-Millionen-Euro-Wette: Wie es mit dem Fernsehturm weitergehen soll
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
16 Seiten Sport: Debatte um WM-Boykott, HSV-„Rambo“ im Interview & St. Paulis neuer Stürmer
28 Seiten Plan 7: Das Festival „Fokus Tanz“, „Holiday On Ice“ mit Max Giesinger & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Kabar und Soumahoro – zwei Namen und Vorgänge, die dafür sorgten, dass Katterbach nicht mehr gehen durfte. „Wir hatten ein ausführliches Gespräch mit Noah und haben auch mit den Trainern darüber gesprochen“, so Sportdirektor Claus Costa. „Dann haben wir uns entschieden, Noah hierzubehalten.“
Gegen die Bayern erhielt der erst 16 Jahre alte Lemke den Vorzug gegenüber Katterbach
Das allerdings nur als finale Absicherung für den Fall, dass sich beim HSV gleich mehrere Linksverteidiger verletzen sollten. Hinter dem klar gesetzten Miro Muheim steht William Mikelbrencis bereit, er kam bereits zuletzt gegen die Bayern an der Seite des Schweizers zum Einsatz. Auf der Bank saß mit dem erst 16 Jahre alten Louis Lemke ein HSV-Nachwuchstalent. Katterbach fehlte im Kader, wie eigentlich immer. Einzige Ausnahme: Das Hinspiel bei den Bayern Anfang September. Zwischenzeitlich wurde der gebürtige Rheinländer aufgrund mangelnder Einstellung sogar zur U21 versetzt, nun aber sagt Costa: „Nach der für ihn unglücklich verlaufenen Hinrunde hat Noah immer Gas gegeben. Entsprechend haben wir entschieden, ihn hier zu behalten.“ Im Sommer dürfte allerdings erneut eine Trennung angestrebt werden.
Dann könnte im Übrigen auch Kabar wieder Thema werden. Der 19-Jährige, der mit Deutschland 2023 U17-Welt- und -Europameister wurde, ist nicht von Costas Radar verschwunden. Einzig die Tatsache, dass er in der Rückrunde aufgrund der Folgen seiner Knieblessur nicht sofort hätte eingeplant werden können, verhinderte den Deal. „Er wäre aus körperlicher Sicht keine Soforthilfe gewesen, weil er eine kurzfristig erlittene Verletzung hatte“, so Costa. „Es gab unterschiedliche Aussagen und Bewertungen darüber, wie schnell und kurzfristig die Verletzung vollständig ausgeheilt sein würde. Dementsprechend bleibt er natürlich bei uns im Blickfeld.“
Im als Sonnenblumenhaus bekannten Hochhaus in Rostock-Lichtenhagen ist am frühen Dienstagabend ein Wohnungsbrand ausgebrochen. Dabei kam ein Mensch ums Leben.
Zuerst eine Explosion, dann kam das Feuer: Ein Brand im berühmten Sonnenblumenhaus in Rostock-Lichtenhagen löste am Dienstagnachmittag einen Großeinsatz aus. Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei rückten an und mussten das Wohnhaus zum Teil evakuieren. Wie die Polizei bekannt gab, kam es gegen 17 Uhr zu dem dramatischen Vorfall.
Augenzeugen hatten den Notruf verständigt, nachdem es in einer Wohnung im siebten Stock des Mehrfamilienhauses an der Mecklenburger Allee zu einer Explosion gekommen war. Die Verglasung des Balkons war daraufhin gesplittert und nach unten auf den Gehweg gefallen, sowie weitere Teile der Wohnung.
Direkt im Anschluss an die Verpuffung schlugen meterhohe Flammen vom Balkon. Mehrere Löschzüge der Berufsfeuerwehr machten sich daraufhin auf den Weg nach Lichtenhagen.
Gesamte Wohnung im Sonnenblumenhaus brannte aus
Der betroffene Hausaufgang wurde evakuiert. Für die Bewohner stand ein Wärmebus bereit. Die Feuerwehr brachte eine Drehleiter in Stellung. Unter schwerem Atemschutz betraten Feuerwehrleute zudem die Wohnung von der anderen Seite. Trotz des schnellen Einsatzes von Löschwasser konnte nicht verhindert werden, dass die gesamte Wohnung ausbrannte.
Nach Abschluss der Löscharbeiten fanden die Einsatzkräfte eine Leiche. Ob es sich um die polizeibekannte Bewohnerin handelt, konnten die Beamten noch nicht sagen. Die Ermittlungen dazu dauern noch an. Der Bereich um das Sonnenblumenhaus wurde während des Einsatzes von der Polizei abgesperrt.
Das kanadische Eishockey trauert um drei Nachwuchsspieler, die auf dem Weg zum Training bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Bei den Todesopfern handelt es sich laut Polizeiangaben um zwei 18-Jährige und einen 17-Jährigen. Demnach war das Fahrzeug mit den Teenagern am Montagmorgen (Ortszeit) in der Provinz Alberta in einen Unfall mit einem Sattelschlepper verwickelt. Der Fahrer des Lkws erlitt leichte Verletzungen.
Danielle Smith, Premierministerin der Provinz Alberta, sprach den Betroffenen ihr Beileid aus. „Die gesamte Eishockey-Familie von Alberta steht Ihnen in Ihrer Trauer und in Ihren Gebeten zur Seite“, schrieb sie in den sozialen Medien. „Ich bin mir sicher, dass die Einwohner von Alberta diesen Familien und diesem Team in den kommenden Tagen mit Liebe und Unterstützung zur Seite stehen werden, während sie einen Schmerz durchleben, den niemand jemals ertragen sollte.“
Calgary Flames mit Schweigeminute für die Verunglückten
Der Verkehrsunfall ereignete sich rund eine Autostunde von Calgary entfernt. Das NHL-Team der Calgary Flames hielt vor dem Heimspiel gegen die Toronto Maple Leafs eine Schweigeminute für die Opfer ab. Bereits zuvor drückte das Team über die sozialen Netzwerke sein Mitgefühl aus.
Die Tragödie weckte in Kanada Erinnerungen an einen schweren Unfall im April 2018, als ein Bus mit Angehörigen eines Nachwuchs-Eishockeyteams ebenfalls mit einem Sattelzug kollidierte. Damals kamen 16 Menschen ums Leben, 13 weitere wurden verletzt. (dpa/vb)
Schwerer Stoppschild-Unfall bei Hasenkrug im Kreis Segeberg am Dienstagnachmittag: Drei Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen mussten aus ihren Fahrzeugen befreit werden.
Gegen 15.15 Uhr befuhr ein Autofahrer mit seinem Peugeot die Dorfstraße aus Richtung Hasenkrug. Ersten Ermittlungen zufolge missachtete der Mann an der mit Stoppschildern gekennzeichneten Kreuzung zur Brokstedter Straße die Vorfahrt zweier Insassen eines VW. Beide Fahrzeuge kamen nach dem Aufprall von der Fahrbahn ab und landeten im Grünstreifen.
Da alle drei Unfallbeteiligten verletzt in ihren Autos festsaßen, rückten die umliegenden Feuerwehren mit einem Großaufgebot von etwa 60 Helfern zur technischen Hilfeleistung an die Unfallstelle aus. Der Fahrer des Peugeot wurde bei dem Unfall schwer verletzt und musste mithilfe von hydraulischem Rettungsgerät aus seinem Auto befreit werden.
Stoppschild-Unfall: Hubschrauber eingesetzt
Die Freiwillige Feuerwehr Hasenkrug öffnete hierfür das Dach des Wagens, damit der Patient schonend aus seinem Unfallwagen befreit werden konnte. Auch eine Insassin aus dem VW musste durch die Einsatzkräfte patientenschonend gerettet werden.
Die Freiwillige Feuerwehr Brokstedt übergab sie über den Kofferraum an den Rettungsdienst. Nach Angaben des Rettungsdienstes wurde der Mann aus dem Peugeot schwer, die beiden Insassen aus dem VW mittelschwer verletzt. In Lebensgefahr befindet sich nach aktuellem Stand aber niemand. Der Peugeot-Fahrer wurde mit einem Rettungshubschrauber in eine Hamburger Klinik gebracht. Die Straße wurde für längere Zeit gesperrt.
Sie sind mit Goldstaub, Kornblumen und Brezelchen dekoriert – und machen die Influencer verrückt. Social Media ist voll mit Videos, in denen die Generation Z in die Kekse von „Cookie Couture“ beißt. Dafür kommen die Kunden auch aus Bremen und Kiel ins „Westfield“-Center in der HafenCity angereist. Nun eröffnet ein zweiter Laden in Hamburg – mit einer Gratis-Aktion.
„Wir wurden überrumpelt von der großen Nachfrage“, sagt Gründer Kilian Wisskirchen (30). Vor rund acht Monaten hat „Cookie Couture“ im „Westfield“-Center eröffnet. Immer noch komme vor allem die junge Zielgruppe, um mit den Keksen zu posieren und Geschmackstest-Videos bei TikTok hochzuladen. „Uns besuchen mittlerweile aber auch ältere Kunden“, so Wisskirchen. „Wir merken, dass Cookies immer mehr den klassischen Kuchen am Sonntag ablösen.“
„Cookie Couture“: Zweiter Laden eröffnet in Hamburg
Die Kekse sind handtellergroß und vor allem ansehnlich dekoriert: Zu den Bestsellern gehören der „Raspberry Romance“ mit Frischkäse-Frosting und Himbeeren sowie der „Dubai Choc“ mit Pistaziencreme, Kadayif und „einem Hauch Goldstaub“ (ab 4,20 Euro).
Kekse von „Cookie Couture“ liegen in der Auslage.picture alliance/dpa | Christoph Schmidt
Kekse von „Cookie Couture“ liegen in der Auslage.
Die Idee für den Cookies-Laden hatten Kilian Wisskirchen und seine zwei Mitgründer auf Reisen in die USA. „Dort haben wir Cookies kennengelernt, die innen ganz weich und außen schön knusprig sind“, sagt er. Diese Konsistenz hätten sie mit gutem deutschen Backhandwerk („keine Zusatzstoffe“) und französischer Patisserie (hübsche Deko) verbunden. Alle Cookies werden frisch vor Ort im Laden gebacken – und vor den Augen der Kunden dekoriert.
Kunden stehen vor dem Laden im „Westfield“ im Überseequartier – ein zweiter eröffnet jetzt in der Altstadt.Cookie Couture
Kunden stehen vor dem Laden im „Westfield“ im Überseequartier – ein zweiter eröffnet jetzt in der Altstadt.
Und das Start-up aus Köln, ein Franchise-Unternehmen, ist mittlerweile eine echte Erfolgsgeschichte: 15 Läden gibt es bisher in Deutschland, weitere 15 sollen bis Jahresende dazukommen.
In der Altstadt (Bergstraße 14) eröffnet am 14. Februar der zweite Laden in Hamburg: Ab 13 Uhr gibt es am Eröffnungstag für die ersten 100 Gäste ein Getränk und einen Cookie gratis. Und der Ansturm sei garantiert: „Bei unseren Eröffnungen haben wir immer lange Warteschlangen“, so Wisskirchen. „Im Überseequartier standen die ersten Kunden schon vier Stunden vor Ladenöffnung vor der Tür.“
Die Nähe zu Alster, Jungfernstieg und Rathaus spiele ihm an diesem Standort in die Karten: Hier lassen sich die Kekse perfekt in Szene setzen.
Am Dienstag hatte sich Infantino offen für eine Aufhebung des Banns gegen Russland gezeigt. „Das müssen wir“, sagte der Schweizer beim britischen Sender Sky auf die Frage, ob eine Rückkehr Russlands geprüft werden müsse: „Auf jeden Fall – zumindest im Jugendbereich. Dieses Verbot hat nichts gebracht. Es hat nur Frustration und Hass hervorgerufen.“ Er ergänzte, „dass es helfen würde, wenn Mädchen und Jungen aus Russland in anderen Teilen Europas Fußball spielen könnten“.
Sybiha bezeichnet Infantino als „moralisch degeneriert“
Sybiha nahm konkret Bezug auf diese Einlassung – und scheute dabei nicht vor einem historischen Vergleich zurück. „679 ukrainische Mädchen und Jungen werden nie Fußball spielen können – Russland hat sie getötet“, schrieb der Außenminister in den Sozialen Netzwerken: „Und es tötet weiter, während moralische Degenerierte vorschlagen, die Sanktionen aufzuheben, obwohl Russland seinen Krieg nicht beendet hat. Künftige Generationen werden dies als eine Schande betrachten, die an die Olympischen Spiele 1936 erinnert.“
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Lob für Infantino kam aus Russland. „Wir haben diese Erklärungen gesehen und begrüßen sie“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow: „Das ist etwas, worüber man schon vor langer Zeit hätte nachdenken sollen.“ Der russische Fußballverband gab zu Protokoll, dass er die „Position von Herrn Infantino voll und ganz“ unterstütze.
Infantino sprach schon im April 2025 von einer Rückkehr Russlands
Kurz nach Russlands völkerrechtswidrigem Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hatten die FIFA und die Europäische Fußball-Union (UEFA) ihre laufenden Wettbewerbe für russische Teilnehmer gesperrt. Bereits im April 2025 hatte sich Infantino offen für eine Rückkehr Russlands gezeigt – in Zusammenhang mit einem Kriegsende.
Im Dezember 2025 bestätigte das FIFA-Council, dass russische Teams an U15-Turnieren teilnehmen dürfen. Der Fußball-Weltverband folgte dabei der Empfehlung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), das sich kurz zuvor für eine „uneingeschränkte“ Russen-Rückkehr bei internationalen Jugendwettbewerben stark gemacht hatte. (sid/vb)
Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.
Mittwoch, 4. Februar 2026
Nova Planetarum – Das Weltall zum Staunen und Entdecken
Kostenlose Familien-Ausstellung mit Planetenmodellen, Raumfahrt-Exponaten und Meteorit zum Anfassen. Ort und Uhrzeit:Tibarg Center, Tibarg 41, 22459 Hamburg · 7–19 Uhr Preis: kostenlos
Queer im Quartier – Zusammenkommen
Ein sicherer Raum für alle queeren Menschen und Allies zum Austauschen und Connecten. Ort und Uhrzeit:Bücherhalle Bergedorf, Holzhude 1, 21029 Hamburg · 16–18 Uhr Preis: kostenlos
Orgelmusik zur Mittagszeit
Kurzkonzert an der Barockorgel (mit Kollekte statt Eintritt). Ort & Uhrzeit:Hauptkirche St. Katharinen, Katharinenkirchhof 1, 20457 Hamburg · 12.30 Uhr Preis: kostenlos
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Make the friendship bracelets
Gemeinsam Freundschaftsarmbänder basteln (Material wird gestellt). Ort & Uhrzeit:Bücherhalle Alstertal, Heegbarg 22, 22391 Hamburg · 14.30–16.30 Uhr Preis: kostenlos
SchlossJam im Kulturschloss
Offene Jam-Session zum Mitmachen oder Zuhören. Ort & Uhrzeit:Kulturschloss Wandsbek, Königsreihe 4, 22041 Hamburg · 19 Uhr Preis: kostenlos
Studiokonzert Gesang
Studierende der HfMT (Klasse Prof. Geert Smits) geben ein Konzert im Orchesterstudio (Anmeldungen erforderlich). Ort & Uhrzeit:HfMT, Harvestehuder Weg 12, 20148 Hamburg · 19 Uhr Preis: kostenlos
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Loriot: Der Ring an einem Abend
Loriots komprimierte Ring-Version mit Jan Josef Liefers und Staatskapelle Weimar. Ort & Uhrzeit:Laeiszhalle, 19.30 Uhr Preis: ab 33,80 €, je nach Kategorie
Live-Jazz – Felix Dehmel Group
Mittwochs-Jazz in der Pony Bar Ort & Uhrzeit:Pony Bar, Allende-Platz 1, 20146 Hamburg · 20.30 Uhr Preis: kostenlos
Die Unterredung fiel kurz aus, die Wirkung aber war groß. Am Dienstag baten die HSV-Bosse den nach seiner Alkoholfahrt suspendierten Jean-Luc Dompé zum Gespräch, danach stand fest: Die Ampel beim HSV springt für den Franzosen von Rot auf Gelb – mit der Perspektive, bald wieder Grün zu sein. Der Flügelspieler wird auch am kommenden Samstag in Heidenheim (15.30 Uhr, Liveticker auf mopo.de) nicht dabei sein, darf sich in Kürze aber wohl für eine neue Chance empfehlen. Nicht herum kam er um eine Rekordstrafe, die der HSV ihm aufbrummte.
Knapp 20 Minuten lang saßen die Entscheidungsträger im Volkspark mit Dompé zusammen, um ihm mitzuteilen, wie es beim HSV mit ihm weitergeht. Danach wusste dann auch der 30-Jährige Bescheid: 100.000 Euro Strafe muss er berappen, das gab es beim HSV noch nie. Vom Spielbetrieb bleibt Dompé vorerst suspendiert, darf aber wieder trainieren. Zunächst separat, wie bereits am Dienstag, als er mit den angeschlagenen Damion Downs und Fabio Baldé von Reha-Trainer Sebastian Capel beschäftigt wurde. Wann der Flügelflitzer wieder ins Teamtraining aufgenommen wird, ist vorerst offen.
Die HSV-Bosse teilten Dompé am Dienstag das Strafmaß mit
„Wir haben uns mit Jean-Luc zusammengesetzt und ein klärendes Gespräch mit ihm geführt“, stellte HSV-Sportdirektor Claus Costa fest. „Er hat sich für sein Verhalten nochmal ausdrücklich entschuldigt und weiß, dass er verantwortungslos gehandelt hat. Und dass er sich selbst und dem HSV großen Schaden zugefügt hat.“
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Dompé war in der Vorwoche vom HSV suspendiert worden
Am vergangenen Donnerstag hatte der HSV Dompé dann suspendiert, nun folgte die entscheidende Unterredung. Keine Diskussion – sondern eine Darstellung der Fakten. Costa: „Wir haben ihm die Sanktionen mitgeteilt, ihn über die Geldstrafe informiert und darüber, dass er bis auf Weiteres vom Spielbetrieb suspendiert bleibt. Er hat die Entscheidung respektiert, angenommen, akzeptiert und sich dann auch vor der Mannschaft klar und deutlich entschuldigt. Dementsprechend gucken wir jetzt nach vorne.“
Bereits am Dienstag durfte Jean-Luc Dompé wieder im Volkspark trainieren – separat, während das Mannschaftstraining lief.WITTERS
Bereits am Dienstag durfte Jean-Luc Dompé wieder im Volkspark trainieren – separat, während das Mannschaftstraining lief.
Wann aber könnte Dompé wieder mit der Mannschaft trainieren? Das ist noch offen. Entscheidend dürfte sein, wie er sich in den kommenden Tagen verhält. Zumindest seine Worte, die er mit dem HSV abstimmte und über die Vereins-Homepage von sich gab, klingen nach Einsicht. „Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist“, ließ Dompé auf diesem Weg wissen. „Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden. Ich habe schwerwiegende Fehler begangen und trage selbstverständlich die vollen Konsequenzen dafür.“ Und weiter: „Ich kann die Enttäuschung des Klubs, des Trainerteams und all der Fans, die mich bis hierhin immer unterstützt haben, verstehen. Es tut mir wahnsinnig leid. Auch, dass ich das Team in dieser Phase, den so wichtigen Wochen, im Stich gelassen habe.“
HSV-Boss Costa: „Vorgang ist nicht zu entschuldigen“
Dompé wird diesen Worten nun aber auch Taten folgen lassen müssen. Die hohe Geldstrafe des Vereins wertet Costa als klares Zeichen: „Es war uns wichtig, dass wir Haltung dahingehend zeigen, dass dieser Vorgang nicht zu entschuldigen und nicht zu tolerieren ist.“ Der Sportdirektor glaubt allerdings zu wissen, was den Profi am meisten schmerzt: „Ich denke, es tut ihm am meisten weh, dass man ihm das Fußballspielen wegnimmt. Deshalb wird er weiterhin vom Spielbetrieb suspendiert bleiben.“
Dompé steht seit Sommer 2022 beim HSV unter Vertrag
Zusätzlich zu den vereinsinternen Sanktionen soll und will Dompé sich sozial engagieren. Wie genau das aussehen wird, steht noch nicht fest. Costa jedenfalls ist sicher, dass der öffentlich gebrandmarkte Profi sich ins Zeug legen wird, um demnächst von Merlin Polzin auch wieder in den Kader berufen zu werden. „Man hat ihm angemerkt, dass es ihm wirklich leid tut“, so der HSV-Boss. „Er hat in dem Gespräch auch nochmal unterstrichen, wie sehr er den HSV mag. Es ist die mit Abstand längste Zeit, die er je für einen Verein gespielt hat.“ Seit Sommer 2022 kickt Dompé für den HSV, erzielte in 107 Pflichtspielen 17 Tore und bereitete 33 weitere Treffer vor. Sein Vertrag läuft noch bis Mitte 2027.
Unangefochten ist aber auch deshalb nicht mehr, weil der HSV am letzten Tag der Winter-Transferperiode mit Philip Otele (vom FC Basel geliehen) einen durchaus hochkarätigen Konkurrenten für den linken Flügel verpflichtete. Beim HSV hoffen sie, dass auch das den reumütigen Dompé darin bestärkt, mächtig Gas zu geben.
Auch traurige Jubiläen kann es geben. Solche, die daran erinnern, was in 125 Jahren nicht passiert ist: Schon um 1900 gab es Pläne für ein Jüdisches Museum in Hamburg. Bis heute ist es bei Planungen geblieben. Eine Ausstellung macht nun einen Schritt in Richtung konkrete Umsetzung: „Wegmarken jüdischer Geschichte“ schaut auf 400 Jahre zurück.
Denn so lange ist jüdisches Leben in und um Hamburg dokumentiert. Gesammelt und gezeigt wurden Zeugnisse und Objekte durchaus schon früher an verschiedenen Orten der Stadt, doch bislang nur als Abteilung anderer Museen oder zeitlich befristet.
Ausstellung über 400 Jahre jüdisches Leben in Hamburg
14 Wegmarken – man könnte auch Etappenziele sagen – präsentiert der Ausstellungsraum. Die Chronologie beginnt im Jahr 1611, als portugiesische Kaufleute ein Stück Land erwarben, um auf dem Altonaer Heuberg einen Friedhof anlegen zu können.
Schon damals gab es Streit: Einerseits brauchte Hamburg die Juden aus Portugal wegen des Handels mit der Iberischen Halbinsel, andererseits beschwerten sich christliche Bürger schriftlich beim Rat der Hansestadt über die Fremden.
SHMH-Altonaer MuseumDie Kreidelithografie von 1842 zeigt Salomon Heine, Bankier und Mäzen (1767–1844). Die Straße Hamburger Berg war nach dem Wohltäter benannt – bis die Nazis kamen.
Die Kreidelithografie von 1842 zeigt Salomon Heine, Bankier und Mäzen (1767–1844). Die Straße Hamburger Berg war nach dem Wohltäter benannt – bis die Nazis kamen.
SHMH-Altonaer MuseumDie Postkarte (um 1906) zeigt die frühere Synagoge am Bornplatz.
Die Postkarte (um 1906) zeigt die frühere Synagoge am Bornplatz.
SHMH-Altonaer MuseumLöwenskulptur vom Brunnen des Jüdischen Friedhofs in Altona: ein Abguss des Originals von 1736
Löwenskulptur vom Brunnen des Jüdischen Friedhofs in Altona: ein Abguss des Originals von 1736
Anfang des 19. Jahrhunderts war Hamburg die Wiege des liberalen Judentums. Die Reformwilligen hatten derart großen Zulauf, dass der israelitische Tempel an der Poolstraße gebaut werden musste; ein Stich aus dem Jahr 1844 zeigt den Neubau.
Bedeutender jüdischer Reeder Albert Ballin
Ein Foto von 1905 porträtiert Albert Ballin, den bedeutenden jüdischen Reeder und Gründer der Schifffahrtslinie HAPAG; er steht stellvertretend für Hamburgs Bedeutung als Zwischenstation osteuropäischer Juden auf dem Weg nach Nordamerika.
Weitere wichtige Wegmarken: der Neubau der Talmud-Tora-Schule 1911; die Ausgrenzung, zunehmende Entrechtung und Beraubung ab 1933; die systematischen Deportationen und Ermordungen ab 1941; die Verleihung des Lessing-Preises der Stadt Hamburg an Hannah Arendt 1959.
Die letzte Station erzählt vom geplanten Wiederaufbau der Bornplatz-Synagoge, der seit fünf Jahren diskutiert wird. Jüngste Meldung: 2026 formierte sich ein Freundeskreis, der das Vorhaben eines eigenständigen Jüdischen Museums wieder aufgreift. Im Judentum gilt Geduld als eine der wichtigsten Tugenden.
Der neue Plan7 erscheint am 30. Januar als Teil der WochenMOPO.MOPO
Der neue Plan7 erscheint am 30. Januar als Teil der WochenMOPO.
Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.
Ihr Tod erschüttert Hamburg. Am Donnerstagabend wird die 18-jährige Fatemeh „Asal“ Z. an der U-Bahnstation Wandsbek Markt getötet. Ariop A. aus dem Südsudan reißt die unbeteiligte Iranerin mit sich vor eine einfahrende U-Bahn – beide sterben. Was danach auffällt: Für einen Vorfall solcher Brutalität bleibt die politische Debatte in Hamburg erstaunlich leise. Und dann werden auch noch Forderungen erhoben, die in dem aktuellen Fall gar nicht zur Anwendung gekommen wären. Wegen eines Details ist der Fall für die Regierungsparteien dabei durchaus brisant.
Eine schockierende Tat am Donnerstagabend. Familie und Freunde gedenken bei einer Mahnwache dem Opfer. Medien graben Details über Herkunft und Einreisegeschichte des Täters aus. Und die Politik? Die AfD versucht prompt, den Fall für ihre Zwecke zu nutzen, doch das Rathaus bleibt still. Erst vier Tage später meldet sich der Senat zu Wort.
Hamburg: Das sagt Bürgermeister Tschentscher zur U-Bahn-Tat
Immerhin: Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) äußert sich persönlich – der Fall wird zur Chefsache. Doch seine Botschaft bleibt schwammig. Der Fall zeige „die Dringlichkeit rechtlicher Regelungen zur Rückführung von Flüchtlingen, die zu einem Risiko für die Sicherheit werden“, lässt Tschentscher über seinen Sprecher ausrichten, und werfe „ernste Fragen zur Teilnahme und Umsetzung von Aufnahmeprogrammen über das Asylrecht hinaus“ auf. Der Bürgermeister sei „bestürzt über den Tod der jungen Frau“. Er spreche ihrer Familie und Angehörigen das tief empfundene Beileid des Senats aus und lasse sich fortlaufend über den Stand der Ermittlungen informieren.
Ähnlich äußerte sich am Dienstag Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident in Schleswig-Holstein: „Wenn jemand gewalttätig oder kriminell ist, müssen alle rechtlichen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Bis hin zur konsequenten und schnellen Entfernung aus dem Land.“ Die Menschen müssten darauf vertrauen können, dass ihre Sicherheit oberste Priorität habe und der Staat handlungsfähig sei.
Das Problem: Die Forderungen treffen auf den Fall von Ariop A. gar nicht zu. Dieser fiel zwar mehrfach auf, die Vorfälle wurden aber als geringfügig bewertet, es ging um Konflikte in Unterkünften oder den Diebstahl einer Bierdose. Auch der Angriff gegen Polizisten auf dem Kiez wenige Tage vor seiner schrecklichen Tat reichte nicht für eine Untersuchungshaft. Zudem besaß er, der als UNHCR-Resettlement-Flüchtling nach Hamburg kam, einen gültigen Aufenthaltstitel.
Nach welcher Regelung Ariop A. das Land hätte wieder verlassen sollen, bleibt bei Tschentscher und Günther völlig unklar. Das Schema des kriminellen Flüchtlings, der längst hätte ausgewiesen werden müssen, erfüllt er jedenfalls nicht.
Den schwersten Vorwurf, der derzeit gegen eine Bundesbehörde im Raum steht, lässt Tschentscher unkommentiert. Laut „Bild“ soll es Sicherheitslücken bei der Einreise von Ariop A. aus Kenia nach Deutschland gegeben haben. Den deutschen Behörden vor Ort hätten Kapazitäten für eine umfassende Prüfung gefehlt. Bestätigt ist das bislang nicht. Das Programm ist unter Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) derzeit ohnehin ausgesetzt. Sollte sich der Vorwurf bewahrheiten, könnte der Fall eine künftige Wiederaufnahme endgültig verhindern.
Nach U-Bahn-Tat: Das fordert jetzt die CDU in Hamburg
Auch SPD- und Grünen-Fraktionen bleiben auffällig zurückhaltend. Sie zeigen Anteilnahme, bieten aber keine politische Einordnung. Statt eines Gesprächs schickt Grünen-Fraktionschefin Sina Imhof der MOPO ein schriftliches Statement. Sie betont die Trauer – und verweist darauf, dass noch nicht genug belastbare Informationen vorlägen, um politisch zu urteilen. Außerdem hebt sie hervor, viele Geflüchtete seien psychisch belastet und es brauche mehr Betreuung. Wie das angesichts völlig überlasteter Strukturen umgesetzt werden soll, bleibt offen.
Ähnlich äußert sich die SPD über Sören Schumacher: Bestürzung, Respekt gegenüber dem Opfer und dem Ermittlungsprozess – aber keine politische Bewertung vor Abschluss der Ermittlungen.
Das Brisante für die Parteien: Beide hatten auf Bundesebene die UNHCR-Resettlement-Programme, die die Aufnahme von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten regeln, befürwortet und waren, als Ariop A. im Sommer 2024 nach Deutschland kam, noch in der Ampel-Regierung verantwortlich. Gerade deshalb fordert Dennis Gladiator (CDU) nun eine stärkere Positionierung: „Man muss sich fragen, was politisch getan werden kann, um solche Gefahren so weit wie möglich zu reduzieren“, sagte er der MOPO. „Da ist Schweigen die schlechteste Antwort.“
Noch schärfer wird CDU-Chef Dennis Thering: „Die schockierende Ermordung einer jungen Frau am Bahnhof Wandsbek Markt zeigt auf tragische Weise, welche Folgen politische Fehlentscheidungen haben können“, sagte er. „Wäre das von SPD, Grünen und FDP ausgeweitete Resettlement-Programm nicht gewesen, wäre der Täter nicht nach Deutschland und damit nicht nach Hamburg gekommen.” Seine Schlussfolgerung: „Die junge Frau wäre heute noch am Leben.“ Er fordert jetzt „automatische“ Abschiebungen bei Straftaten, mehr Sicherheit an Bahnhöfen und eine bessere Vernetzung der Behörden, um Gefährdungen schneller zu erkennen.
So steht Hamburg nun zwischen Anteilnahme, markigen Positionen und großem Schweigen. Und während Ermittlungen laufen, bleiben viele Hamburger geschockt zurück – mit einem unsicheren Gefühl auf Hamburgs Bahnsteigen.
Eine 82-jährige Deutsche ist auf Teneriffa getötet worden. Im Verdacht steht ihr Sohn. Was bisher zu den Hintergründen bekannt ist.
Die Deutsche wurde in ihrer Wohnanlage Sunflower in dem Küstenort Costa del Silencio erschossen. „Die Frau wurde am Sonntag mit Schusswunden entdeckt“, sagte eine Polizeisprecherin auf Anfrage. Wenig später sei der Sohn der Getöteten, ein ebenfalls auf der Insel lebender Deutscher, unter dem Verdacht festgenommen worden, seine Mutter umgebracht zu haben. Die Ermittlungen liefen noch und ein mögliches Motiv für die Tat sei unbekannt, betonte die Sprecherin.
Teneriffa: Deutsche erschossen – Sohn in Verdacht
Medienberichten zufolge alarmierten Nachbarn die Polizei, nachdem sie mehrere Schüsse gehört hatten. Neben der 82-jährigen Toten seien fünf Patronenhülsen gefunden worden, berichtete die spanische Zeitung „El País“ unter Berufung auf Informationen aus Ermittlerkreisen.
Zudem habe der 53-jährige mutmaßliche Täter einen handgeschriebenen Zettel mit einer Entschuldigung hinterlassen. Anschließend sei der Sohn mit der Tatwaffe in einem Auto geflohen, aber bald von der Polizei gestellt worden. (dpa/mp)
Ski-Star Lindsey Vonn hat sich nach eigenen Angaben schwer am linken Knie verletzt, will bei den Olympischen Winterspielen in Italien aber dennoch an den Start gehen. Sie habe einen Kreuzbandriss und Knochenprellungen erlitten, sagte die US-Amerikanerin bei einer Pressekonferenz in Cortina d’Ampezzo. Mit Blick auf die Abfahrt am Sonntag (11.30 Uhr) sei sie aber zuversichtlich. Auch Starts im Super-G und in der Team-Kombination schloss sie nicht aus.
„Ich weiß, meine Chancen sind nicht mehr so groß wie vorher. Aber solange es eine Chance gibt, werde ich es versuchen“, sagte die sichtlich bewegte Vonn. Der Skirennsport sei nun mal gefährlich und sie gehe ans Limit, erklärte die langjährige Speed-Queen und viermalige Gesamtweltcupgewinnerin.
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Vonn war in der letzten Weltcup-Abfahrt vor den Spielen vom 6. bis 22. Februar am vergangenen Freitag in Crans-Montana in der Schweiz heftig gestürzt und in ein Fangnetz gerauscht. Sie rutschte zwar noch auf Skiern ins Ziel, hielt sich aber immer wieder das linke Knie. Anschließend wurde sie vom Hubschrauber abgeholt. Zur Schwere ihrer Verletzung hatte sie sich zunächst nicht geäußert.
Vonn war im Dezember 2024 unter großem Aufsehen in den Weltcup zurückgekehrt. Die 41-Jährige fährt inzwischen mit einer Teilprothese im rechten Knie. In der laufenden Saison zeigte sie sich bislang in Topform, fuhr schon zu zwei Siegen und fünf weiteren Podestplätzen. In Cortina d’Ampezzo ist zum Abschluss ihrer Karriere eine weitere Olympia-Medaille nach Abfahrts-Gold 2010 das große Ziel der einstigen Alpin-Dominatorin. (kk/dpa)
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Nationaltorhüter Marc-André ter Stegen nach dessen erneuter Verletzung seine volle Unterstützung zugesichert. „Das ist wirklich unglaublich bitter. Marc war gerade wieder zurück und auf einem richtig guten Weg, wir haben uns sehr auf seine Rückkehr in die Nationalmannschaft gefreut. Im Moment zählt nur: Gesund werden, in Ruhe und ohne Druck. Wir stehen alle hinter ihm”, teilte Nagelsmann am Dienstag mit.
Ter Stegen hatte im Spiel des FC Girona bei Real Oviedo (0:1) am vergangenen Samstag eine Muskelverletzung im linken Oberschenkel erlitten. Er verpasst daher die Länderspiele am 27. März in Basel gegen die Schweiz sowie am 30. März in Stuttgart gegen Ghana. „Jetzt müssen wir weiter auf ihn verzichten. Aber für Marc persönlich ist dieser Rückschlag natürlich noch viel härter“, sagte Nagelsmann.
Julian Nagelsmann leidet mit Marc-André ter Stegen
Wie lange ter Stegen ausfallen wird, ist noch unklar. „Der Spieler wird sich weiteren medizinischen Untersuchungen unterziehen, um die Diagnose zu sichern und die Prognose festzulegen”, hatte Girona am Montag mitgeteilt. Der 33-Jährige ist derzeit von Meister FC Barcelona an den Ligarivalen ausgeliehen, damit er für die WM (11. Juni bis 19. Juli) in den USA, Mexiko und Kanada Spielpraxis sammeln kann.
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Nagelsmann und DFB-Sportdirektor Rudi Völler hatten zuletzt mehrfach betont, dass ter Stegen diese brauche, um bei der WM im Tor stehen zu können. Dass er sich nun erneut verletzt hat, passt ins Bild des Pechvogels. Als „ewiger” Kronprinz von Manuel Neuer war er erst nach dessen Rücktritt aus der DFB-Auswahl nach der EM 2024 aus dem übergroßen Schatten des Kapitäns getreten. Doch seither prägten Verletzungen und die Ausbootung bei Barca den Weg des 44-maligen Nationalspielers.
In seiner Abwesenheit wurde ter Stegen vom Hoffenheimer Oliver Baumann gut vertreten, die Rufe nach einer Rückkehr von Neuer verstummten jedoch nie ganz. (kk/sid)
Wer Hamburg auf der A1 umfahren will, braucht ab dem Frühjahr mehr Geduld: Auf der vielbefahrenen Autobahn soll an mehreren Stellen gebaut werden. Die Behinderungen dürften für einige Staus sorgen.
Für die Umfahrung Hamburgs auf der A1 müssen Autofahrer ab dem Frühjahr mehr Zeit einplanen. Eine erste Einschränkung beginnt im März, wenn die sechsspurige Autobahn zwischen Bargteheide und Bad Oldesloe saniert wird. Dann werden nur je zwei Fahrspuren in Richtung Lübeck und Hamburg zur Verfügung stehen. Die genauen Daten der Arbeiten nannte die Autobahn GmbH noch nicht, aber es gibt viel zu tun: Es sollen drei Brücken erneuert und vier Kilometer Fahrbahn saniert werden.
A1: Fahrstreifen an der Süderelbbrücke zwölf Tage im April gesperrt
Für April ist geplant, mit vorbereitenden Arbeiten für einen Neubau der Süderelbbrücke zu beginnen. Auf dem Programm stehen die Kampfmittelräumung, also die Beseitigung von Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg, sowie der Bau einer Mittelstreifenüberfahrt, um Fahrspuren auf die Gegenfahrbahn verlegen zu können.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Dubioser Psychologe: Berater der Blocks gerät in den Fokus
Doppelt dämlich!Suff-Eklat um HSV-Star Dompé
40-Millionen-Euro-Wette: Wie es mit dem Fernsehturm weitergehen soll
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
16 Seiten Sport: Debatte um WM-Boykott, HSV-„Rambo“ im Interview & St. Paulis neuer Stürmer
28 Seiten Plan 7: Das Festival „Fokus Tanz“, „Holiday On Ice“ mit Max Giesinger & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Diese Maßnahmen erfordern nach Angaben der Projektmanagementgesellschaft Deges (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) eine rund zwölftägige Sperrung des Hauptfahrstreifens in Richtung Süden. Der Planfeststellungsbeschluss für den Neubau der Süderelbbrücke wird nach Angaben einer Deges-Sprecherin im ersten Quartal, also bis Ende März, erwartet.
Seit einer neuen Verkehrsführung über die Norderelbbrücke im März vergangenen Jahres ist der Autobahnabschnitt über die Süderelbbrücke bereits stärker belastet und besonders stauanfällig. Lastwagen, die aus dem Hafen oder der Hamburger Innenstadt über die A255 am Dreieck Norderelbe in Richtung Berlin oder Lübeck abbiegen wollen, müssen zunächst auf die A1 in Richtung Süden (Bremen/Hannover) fahren. An der Anschlussstelle Harburg dürfen sie die Richtung wechseln und über die Süder- und die Norderelbbrücke in ihre eigentliche Richtung einschwenken.
Frühjahrsferien und Vollsperrungen auf der A7
Die erste Reisewelle in den Frühjahrs- und Osterferien im März und April dürfte außerdem für mehr Verkehr auf der wichtigen Route zu den Ferienorten an der Ostsee sorgen. An zwei Wochenenden, und zwar vom 20. bis zum 23. März sowie vom 17. bis zum 20. April, wird die A1 als Ausweichroute gebraucht. Dann soll die A7 mit dem Elbtunnel jeweils für 55 Stunden voll gesperrt werden.
Etwas weniger Probleme dürfte die erste Vollsperrung der A7 in diesem Jahr machen. Sie soll vom 20. bis zum 23. Februar gehen. Weitere fünf Vollsperrungen dieser wichtigen Nord-Süd-Verbindung sind für Wochenenden im Mai (8.-11.5.), Juni (12.-15.6.) und September (11.-14.9. und 25.-28.9.) angekündigt. Die Baumaßnahmen auf der A1 werden mit den Sperrungen auf der A7 koordiniert, erklärte die Deges-Sprecherin. Die genauen Daten stehen aber noch nicht fest.
Bauarbeiten im Bereich Norderelbbrücke im Herbst
Ebenfalls im September werden die Autofahrer erneut mehr Geduld auf der Ostumfahrung Hamburgs brauchen. Dann wird die Deckschicht auf der A1 zwischen Moorfleet und Billstedt saniert. Dafür muss ein Fahrstreifen gesperrt werden. Weitere Details nannte die Autobahn GmbH noch nicht. Der betroffene Autobahnabschnitt befindet sich nur gut einen Kilometer östlich der Norderelbbrücke.
Die Norderelbbrücke verbindet durch die A1 Hamburg-Wilhelmsburg mit Rothenburgsort (Archivbild).Christian Charisius/dpa
Die Norderelbbrücke verbindet durch die A1 Hamburg-Wilhelmsburg mit Rothenburgsort (Archivbild).
Der Neubau für dieses marode Bauwerk lässt derweil auf sich warten. Mit einem Planfeststellungsbeschluss rechnet die Deges erst für Ende 2027. Doch nach dem sogenannten Vorgriffsfall für besonders dringliche Bauarbeiten hat die Projektmanagementgesellschaft bereits Ende vergangenen Jahres mit einem Vergabeverfahren begonnen. Die Deges geht davon aus, dass erste Arbeiten frühestens im Oktober beginnen können.
Nach den Worten von Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) ist der Ersatzneubau der Norderelbbrücke Hamburgs wichtigstes Projekt für Autofahrer. Täglich rollen etwa 136.000 Fahrzeuge über die Brücke aus dem Jahr 1963, rund 21 Prozent davon sind Lastwagen. (dpa/mp)
Darf ein Dienstherr von Mitarbeitern Gendersprache verlangen? In Hamburg führte der Streit zu einer Kündigung. Ist das rechtens?
Sie weigerte sich, im Dienst zu gendern – da warf ihr Arbeitgeber sie raus: Eine Mitarbeiterin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg wehrt sich vor Gericht gegen ihre Kündigung. Am Donnerstag, 5. Februar, befasst sich das Landesarbeitsgericht in einer Berufungsverhandlung mit dem Fall. In der Vorinstanz hatte die entlassene Mitarbeiterin recht bekommen.
Streit ums Gendern endet mit Kündigung – und vor Gericht
Die Frau ist als Strahlenschutzbeauftragte am BSH tätig und sollte in dieser Funktion ein Arbeitsschutzdokument überarbeiten. Den Text habe die Mitarbeiterin „nach den Regeln des Handbuchs der Rechtsförmlichkeit verfasst“, teilt der Verein für Deutsche Sprache (VDS) mit, der die Klage unterstützt. Soll heißen: Genderformen hat die Beauftragte in der überarbeiteten Anweisung nicht berücksichtigt.
Ihren Vorgesetzten in der Bundesbehörde gefiel das nicht, sie bestanden auf „Gender- und Paarformen“ in dem Schriftstück. Konkrete Vorgaben zur gewünschten Sprachform habe die Angestellte allerdings trotz mehrfacher Nachfragen nicht erhalten, heißt es vom VDS. Die Mitarbeiterin weigerte sich, den Vorgaben Folge zu leisten – auch dann noch, als sie zwei Abmahnungen kassierte. Es folgten die Kündigung und die Klage dagegen.
„Arzt“ oder „fachärztliche Person“?
In der ersten Instanz im vergangenen Sommer hatte die BSH-Mitarbeiterin ihre Gender-Weigerung wie folgt begründet: „Der Strahlenschutzbeauftragte führt ein Amt aus, das unabhängig ist vom biologischen Geschlecht. Allein seine Funktion steht im Vordergrund. Gendern ist hier unangebracht, weil es vom Aufgabengebiet ablenkt.“
Vor allem aber müsse ein sensibler Bereich wie der Strahlenschutz „rechtsverbindlich und klar in schriftlichen Anweisungen formuliert“ sein. Werde beispielsweise der juristische Begriff „ermächtigter Arzt“ durch „fachärztliche Person“ ersetzt, sei das Klarheitsgebot verletzt.
Das Arbeitsgericht Hamburg gab der Frau recht. Die Kammer erklärte beide Abmahnungen und die Kündigung für unrechtmäßig. Es gebe keinen Grund für eine außerordentliche Kündigung, heißt es in dem Urteil. Auch die beiden Abmahnungen seien unwirksam, weil sie „auf einer unzutreffenden rechtlichen Bewertung des Verhaltens der Klägerin beruhen. Die Klägerin hat keine außerhalb des Strahlenschutzrechts bestehende arbeitsvertragliche Nebenpflicht verletzt.“
Das BSH äußert sich nicht zu dem Fall, lässt lediglich wissen: „Zu Personalangelegenheiten geben wir aus Datenschutzgründen keine Stellungnahme ab.“
Die Behörde legte Rechtsmittel gegen das erste Urteil ein, weshalb sich nun das Landesarbeitsgericht in zweiter Instanz mit dem Streit beschäftigt. In der mündlichen Verhandlung dürften Anhänger der Hamburger Initiative „Stoppt Gendern“ im Zuschauerraum Platz nehmen, um die Klägerin zu unterstützen.
Initiative unterstützt entlassene Mitarbeiterin
Für Sabine Mertens, Gründerin der Stoppt-Gendern-Initiative, hat der Rechtsstreit grundsätzliche Bedeutung. Sie sagt: „Sprache dient der Verständigung. Keine Instanz der Welt kann ihre Mitarbeiter zur Verwendung einer verqueren, hypersexualisierten Privatsprache zwingen. Der vorherrschende Sprachstandard in Deutschland ist und bleibt Standardhochdeutsch.“
„Stoppt Gendern“ hatte 2024 vergeblich versucht, per direkter Demokratie ein Verbot von Gendersprache in Hamburgs Behörden und Bildungseinrichtungen durchzusetzen. Das Anliegen scheiterte, weil zu wenige Unterstützerunterschriften zusammenkamen. (Dieser Artikel erschien zuerst auf SHZ.de)