Hunderte Motorradmotoren röhrten am Samstag durch den Kreis Schleswig-Flensburg: Im Rahmen einer Trauerfeier für ein verstorbenes Mitglied eines Motorradclubs fuhren bis zu 300 Biker in einem Konvoi. Doch schon kurz nach dem Start kam es zu einem schweren Unfall.
Die Motorradfahrer hatten sich am Samstag in der Gemeinde Busdorf versammelt. Von dort aus setzte sich der Konvoi gegen 13 Uhr in Richtung Harrislee in Bewegung, um einem verstorbenen Clubmitglied die letzte Ehre zu erweisen.
Biker bei Sturz schwer verletzt
Doch noch in Busdorf stürzte einer der Biker, wie die Polizeidirektion Flensburg mitteilte. Demnach rutschte der Mann mit seiner Maschine weg und wurde schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Schleswiger Krankenhaus.
Die übrige Trauerfeier verlief laut Polizei ohne weitere Zwischenfälle. Unter Polizeibegleitung setzte der Konvoi seinen Weg fort und erreichte knapp eine Stunde später den Zielort in Harrislee. (mp)
Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, hat sich bei einem Zusammenprall verletzt. Der 29-Jährige musste nach dem 0:2 des FC Cesena beim FC Palermo in der zweiten italienischen Fußball-Liga Serie B ins Krankenhaus gebracht werden.
„Er hat eine Schnittwunde im Nackenbereich und wird von den Ärzten betreut, die uns hinsichtlich seines Allgemeinzustands beruhigt haben“, erklärte Trainer Ashley Cole.
Klinsmann war bei einer Abwehraktion am Samstag kurz vor Schluss mit einem gegnerischen Spieler zusammengeprallt und hatte dabei Berichten zufolge einen Schlag auf den Kopf bekommen. Die Nummer eins der Bianconeri sei wegen der Folgen eines Kniestoßes auf einer Trage vom Platz gebracht worden.
Kopftrauma-Protokoll: Klinsmann auf Trage vom Platz
Jonathan Klinsmann im Cesena-TrikotIMAGO/ABACAPRESS
Jonathan Klinsmann im Cesena-Trikot
Das Vorgehen entspricht dem üblichen Protokoll nach einem Kopftrauma, berichtete der „Corriere Romagna“. Der Schlag habe eine Wunde verursacht, die genäht werden musste, aber es gehe Klinsmann gut, sein Zustand gebe keinen Anlass zur Sorge.
Jonathan Klinsmann spielt seit Februar 2024 für Cesena, er war damals aus der Major League Soccer in den USA von LA Galaxy nach Italien gewechselt. Zuvor hatte er für den FC St. Gallen in der Schweiz und Hertha BSC sowie den US-Club UC Berkeley gespielt. (dpa/dj)
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Mittwoch, 15. April 2026
Horoskop heute: Widder
Verzetteln Sie sich nicht und reiben Sie sich nicht an anderen auf! Sie brauchen mehr Ruhepausen als sonst, um konzentriert zu sein. Spätabends finden Sie einen Kompromiss.
Horoskop heute: Stier
Halten Sie heute nicht an einem Irrtum fest, bleiben Sie in jeder Hinsicht nüchtern! Unkorrektheiten können rechtliche Schwierigkeiten bringen. Stehen Sie aufrichtig zu einem Fehler.
Nehmen Sie Spannungen in der Familie heute nicht auf die leichte Schulter. Am Nachmittag sollten Sie bereit sein, anderen zu verzeihen. Verlieren Sie sich nicht in düsteren Gedanken!
Horoskop heute: Krebs
In der Partnerschaft sollten Sie heute mehr Wärme und Entgegenkommen zeigen. Suchen Sie am frühen Abend das Gespräch. Finden Sie gemeinsam Ansätze für Problemlösungen.
Horoskop heute: Löwe
Wenden Sie sich heute Ihrem Partner zu, gehen Sie mehr auf ihn ein. Sie können ganz neue, liebenswerte Züge entdecken und Ihre Partnerschaft auf eine neue Basis stellen.
Horoskop heute: Jungfrau
In der Partnerschaft können Sie einander heute ein großes Stück näherkommen. Nutzen Sie den Abend, um gemeinsame Ziele festzulegen, reden Sie mehr miteinander!
Horoskop heute: Waage
Heute ist nicht Ihr Tag. Wenden Sie keinen Druck an, wenn man nicht auf Ihre Vorschläge eingehen will. Sie würden sich selbst ins Abseits stellen. Abends wird es wieder leichter.
Horoskop heute: Skorpion
Sie kommen nur schwer in die Gänge. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, rechnen Sie mit Verzögerungen. Ein Gerücht kann abends Unruhe bringen. Lassen Sie sich nicht bluffen!
Horoskop heute: Schütze
Sie haben einen recht ruhigen Tag vor sich, sollten aber Menschen, die Ihnen lästig werden könnten, früh in Ihre Grenzen weisen. Regen Sie abends andere mit Ihren Gedanken an!
Horoskop heute: Steinbock
Gehen Sie heute mit anderen Menschen nicht zu hart ins Gericht. Vor allem über Mittag drohen sonst massive Auseinandersetzungen. Seien Sie abends etwas versöhnlicher.
Horoskop heute: Wassermann
Sie müssen vormittags mit einer Absage rechnen. Reagieren Sie schnell, werden Sie anderweitig tätig, dann können Sie sogar in Vorteil kommen. Lassen Sie sich abends nicht reizen.
Horoskop heute: Fische
Dieser Tag kann Ihnen schöne Erlebnisse bringen. Unternehmen Sie etwas, suchen Sie Kontakt zu anderen Menschen! Lassen Sie es sich abends richtig gut gehen.
Schwerer Unfall in Marienthal: Am Sonntagvormittag ist ein Mann bei Arbeiten an der S-Bahn-Trasse schwer verletzt worden. Der 54-Jährige wurde von einem Radlader überrollt. Zwei weitere Personen konnten sich nur knapp retten.
Ein schwerer Arbeitsunfall sorgte am Sonntagvormittag ab 10.30 Uhr für einen großen Rettungseinsatz an der S-Bahn-Trasse auf Höhe der Hammer Straße 41.
Rettungshubschrauber im Einsatz
Wie ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes sagte, wurde dort ein 54-jähriger Bauarbeiter von einem Radlader überrollt. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Ersten Erkenntnissen nach konnten sie sich mit einem Sprung zur Seite noch vor dem Radlader in Sicherheit bringen.
Es war ein bitterer Nachmittag, einer, den sich HSV-Fans in ihren Albträumen kaum schlimmer hätten ausmalen können. Die verdiente 1:3-Niederlage bei Werder Bremen ist schwer zu verdauen und wird vielen, die es mit den Hamburgern halten, einen gebrauchten Abend und eine unruhige Nacht beschert haben. Da war die Mannschaft, in der sich nur Nicolás Capaldo und Robert Glatzel in der benötigten Derby-Form befanden, da war ein Schiedsrichter Florian Exner, der zwar keine haarsträubende Fehlentscheidung traf, aber mit seinem unsouveränen Gesamtauftritt dazu beitrug, dass es auf dem Rasen und daneben immer stärker zu brodeln begann. Das alles aber bietet nicht den Hauch einer Berechtigung für das, was einige HSV-Fans im Weserstadion veranstalteten. MOPO-Sportchef Frederik Ahrens kommentiert.
Schon weit vor Spielbeginn bewiesen einige, die es mit dem HSV halten, dass ihr Testosteron-Level an diesem Tag auf einem nicht ganz gesunden Niveau zu sein schien. Kaum hatte man ihnen die Stadiontore geöffnet, stürmten sie vermummt in den Block und führten sich dort auf, als hätte man sie in die Steinzeit zurückgebeamt. Wahllos feuerten einige Fans Raketen in Richtung des Werder-Anhangs. Feurige Geschosse landeten knapp neben dem DAZN-Team. Die Übertragung musste unterbrochen werden. Hurra, hurra, die Vollidioten waren da. Und es sollte nur die Ouvertüre für das sein, was sich nach dem Abpfiff abspielte.
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Damit nicht genug: Als Polizisten in den HSV-Block vordrangen, laut eigener Erklärung aufgrund des Brandes im Toilettenbereich, wurden diese von Fans attackiert. Prügel gegen Polizisten. Für einen Teil der Fanszene ist das legitim und angebracht.
Choreo in Stuttgart romantisierte Gewalt gegen die Polizei
Schon beim Spiel gegen den VfB Stuttgart hatte eine Choreo der Ultras, die Gewalt gegen Polizisten romantisierte, für Kopfschütteln beim weit überwiegenden friedlichen Teil des HSV-Anhangs gesorgt, während Präsident Henrik Köncke diese direkt auf seinem Instagram-Kanal postete. Ohne Distanzierung. Köncke war selbst vom Ultra zum höchsten Vereinsvertreter aufgestiegen. Er pflegt die Nähe zu denen, die ihm zum Job verholfen haben.
Nun wird es seine Aufgabe und die des HSV-Vorstands sein, deutlich zu machen, dass die Grenzüberschreitungen von Bremen innerhalb des Klubs nicht geduldet werden können. Wer Gewalt ausübt, wer andere Menschen im Stadion gefährdet, der darf beim HSV kein Zuhause finden. Stadionverbote sind in diesen Fällen alternativlos.
HSV-Fans als vorbildliche Botschafter eines Boom-Klubs
Die Eskalation im Weserstadion ist vor allem deshalb so schlimm und für den Klub nahezu tragisch, weil auch die aktive Fanszene so viel dazu beigetragen hat, dass der HSV zumindest bis zum Samstagnachmittag in einem anderen Licht erschien als in früheren Zeiten.
HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz.WITTERS
HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz.
Lange als Chaosklub und Lachnummer verspottet, ist der HSV dank des sportlichen und wirtschaftlichen Aufschwungs nicht nur ein ernst zu nehmender Bundesliga-Klub. Die Tatsache, dass kein anderes Team von so vielen Auswärtsfahrern in fremden Stadien begleitet wird, dass die Unterstützung im stets ausverkauften Volksparkstadion so laut und enthusiastisch ist wie fast nirgendwo in Fußball-Deutschland, hat dem HSV zusätzlichen Respekt eingebracht. Die HSV-Fans sind Botschafter einer fußballverrückten Stadt. Sie sprechen sich klar gegen Rassismus und gegen Ausgrenzung aus. Vorbildlich.
Gewalttätige HSV-Fans bekommen Applaus bei Instagram
Die Idioten, denen in Bremen die Sicherungen durchbrannten, haben vieles dafür getan, andere Botschaften auszusenden. Flankiert werden sie noch von den Sofa-Tätern, von denen, die in den sozialen Netzwerken Gewalttätern applaudieren. Auch auf dem Instagram-Kanal der MOPO fiel einigen Clowns nichts Klügeres ein, als mit Parolen wie ACAB („All Cops are Bastards“) oder ähnlich Geistreichem auf die Berichterstattung zum Raketen- und Gewaltexzess zu reagieren.
Schon vor dem Spiel gegen Werder führte der HSV die Strafentabelle der Bundesliga an. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Pyro-Vorfälle vom Hinspiel gegen Werder den Klub mehr als eine halbe Million Euro an Strafen eingebrockt hatten. Das Zünden von Pyro aber ist in keinem Fall gleichzusetzen mit Gewalt und auch nicht mit Vandalismus.
HSV-Fans verhalten sich ähnlich wie Dynamo-Ultras
Vor zwei Wochen hatten Ultras von Dynamo Dresden für kollektive Fassungslosigkeit gesorgt, als sie beim Heimspiel gegen Hertha BSC den Platz stürmten und pyrotechnische Gegenstände in den Hertha-Block warfen. Es dauerte nur wenige Stunden, bis Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU), einer der Hardliner in der Debatte, sich zu Wort meldete. Es dürfe „kein Pardon“ mehr geben, sagte er und forderte „drakonische Konsequenzen“.
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Das mutete schrill an. Wie ein Generalverdacht gegen Ultras. Die von Dynamo Dresden und die von Hansa Rostock scheinen doch eher Sonderfälle im deutschen Profifußball darzustellen – so die Meinung in Hamburg und anderswo. Wer sich aber über die schändlichen Exzesse dieser Ostklubs in scheinbar sicherer moralischer Überlegenheit erhob, der darf nun eingestehen, dass es doch klug erscheint, zunächst vor der eigenen Haustür oder aber dem eigenen Stadiontor nachzuschauen.
Vor Innenministerkonferenz: HSV-Ultras beschenken Hardliner
Die HSV-Ultras genießen viele Privilegien innerhalb des Klubs. Nicht zu Unrecht gewähren Vorstand und Präsidium ihnen Mitsprache. Jetzt aber sind Gräben aufgerissen worden. Seitens der Gewalttäter unter den Fans. Die Ultra-Gruppierungen werden sehr genau wissen, wer da dazugehört. Und mutmaßlich werden sie schweigen, die Täter decken. So wie fast immer. Wenn nicht, dann gebührt ihnen großer Respekt. Wenn doch, dann werden sie mit den Konsequenzen leben müssen.
Wie die aussehen? Die nächste Innenministerkonferenz findet vom 17. bis 19. Juni in Hamburg statt. Landauf, landab demonstrieren aktive Fußballfans seit Monaten friedlich gegen drohende Einschränkungen des Stadionerlebnisses. Auch die HSV-Fans waren Vorreiter und dürfen sich jetzt auf die Fahnen schreiben, dass sie den politischen Hardlinern ein Geschenk geliefert haben, das sie nur noch auspacken müssen.
Rattengift in Babynahrung? Die Polizei vermutet in Österreich ein zweites manipuliertes Glas im Umlauf. Wie man die Gläser erkennt.
In Österreich wird nach einem zweiten womöglich mit Rattengift verseuchten Glas Hipp-Babynahrung gesucht. Die Polizei im Burgenland südöstlich von Wien habe Erkenntnisse, dass dort ein weiteres Glas im Umlauf gebracht worden sein könnte, sagte der Polizeisprecher.
„Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt“, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Dies erschließe sich aus kriminaltaktischen Quellen – weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Trotzdem seien auch weitere Manipulationen nicht auszuschließen. Die Gläser sind daran zu erkennen, dass der Deckel manipuliert ist, und unter dem Glasboden soll sich ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis befinden. (dpa/mp)
Seit mehr als drei Tagen laufen die Vorbereitungen für den Transport des geschwächten Buckelwals zurück ins offene Meer. Heute könnte es voran gehen. Aber kann auch der Transport schon starten?
Wann geht es für den gestrandeten Wal Richtung offenes Meer? Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist zunächst noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.
Rettungsaktion seit mehr als drei Tagen in Planung
Am Vormittag hatten sich Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit den Behörden und der DLRG besprochen. Zum Zeitplan hält sich die private Initiative bereits seit Tagen eher bedeckt – nach eigenen Angaben auch, um den Druck von außen auf das Team nicht zu erhöhen. Es sind deshalb weder Details zum Zeitplan noch zu den konkreten Arbeiten auf der Plattform bekannt.
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Der Wal selbst lag am Vormittag weitgehend bewegungslos in der Bucht, in der das Wasser in seiner Nähe etwa brusthoch ist. Am frühen Morgen war er ein wenig aktiver und bewegte seine Schwanzflosse so, dass sie außerhalb des Wassers zu sehen war.
Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort sind. Insgesamt sind fünf DLRG-Boote und ein Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf und etwa 20 DLRG-Kräfte rund um den Buckelwal im Einsatz.
Geldgeber hoffen auf Kooperation des Wals
Die Rettungsaktion wird von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanziert. In der „Bild“-Zeitung sagte Gunz, dass die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen, am Sonntag beginnen soll. „Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.“
Am Samstag hatte eine der Tierärztinnen, die für die Initiative den Wal betreut und äußerlich untersucht hat, erklärt, dass das Tier eine reelle Chance habe. Die Situation sei schwierig, sagte die Veterinärin Janine Bahr-van Gemmert, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf.
Tierärztin: „Wir machen das Beste für den Wal!“
Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies Bahr-van Gemmert zurück: „Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.“
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
Bahr-van Gemmert und der Rest des Teams sind jedoch überzeugt: „Wir machen das Beste für den Wal.“ Helfer hatten unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. „Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist“, sagte die Tierärztin weiter. Das sei jedoch nicht gelungen. Außerdem legten sie wieder schützende Decken mit Zinksalbe auf die geschädigte Haut des geschwächten Tieres.
Wal soll mit schwimmenden Plattformen transportiert werden
Die Aktion wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit Behördenvertretern abgestimmt. Geplant ist, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden.
Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Hinter einem schön restaurierten historischen Fachwerkensemble von 1800 entsteht aktuell ein Hotelneubau. Eigentlich sollte das Gebäude bereits 2022 fertiggestellt sein, doch es gab Verzögerungen. Jetzt ist endlich richtig viel los auf der Baustelle. Der Standort ist wahrlich historisch: Hier gab es schon vor 290 Jahren eine Gastwirtschaft!
Ein großer grüner Kran von Otto Wulff arbeitet über dem historischen Gebäude in der Harburger Schloßstraße. Der Gehweg an der Frontseite des historischen Gebäudes ist abgesperrt, Arbeiter füllen Bauschuttcontainer vor dem Haus. Offenbar wird im Innern kräftig gewerkelt.
„Goldener Engel“: Neues Hotel hinter historischer Fassade
Auf der Rückseite ist bereits die Bodenplatte für den Hotel-Neubau gegossen und die ersten Wände des Gebäudes sind erkennbar. Der Neubau geht nahezu bis ans Wasser des Kaufhauskanals am Ende des Grundstücks.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble bleibt laut des Hamburger Bauherrn Novum Real Estate erhalten und soll zu einem Drei-Sterne-Hotel umgebaut und erweitert werden. Im Erdgeschoss des Altbaus sind die Lobby, eine Bar sowie ein Restaurant geplant. Der nach hinten anschließende viergeschossige Neubau wird 142 Hotelzimmer und Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage mit insgesamt 34 Stellplätzen bekommen.
„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen.Sandra Schäfer
„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen.
Verändert hat sich allerdings der Name des Hotels. Ursprünglich sollte es „Novum Hospitality“ heißen, nun wird es als „Garner Hotel Hamburg South“ firmieren. Hintergrund ist die Zusammenarbeit von Novum und IHG Hotels, zu denen die Marke Garner gehört. Die Eröffnung ist laut Baustellenplakat für Anfang 2027 geplant.
Lokal gilt als das älteste Gasthaus Harburgs
In dem Fachwerkbau war bis 2019 das Gasthaus „Goldener Engel“, das Schild hängt auch noch an der Fassade. 2019 mussten die Betreiber für den Hotelneubau ausziehen. Das Lokal gilt als ältestes Gasthaus Harburgs. Es soll am Standort seit fast 290 Jahren eine Gastronomie geben, den Namen „Goldener Engel“ gibt es seit 1850. Von 2003 bis zum August 2018 betrieb der bekannte Harburger Gastronom Heiko Hornbacher das Restaurant in dem denkmalgeschützten Gebäude.
Die Harburger Schloßstraße war einst das Zentrum des mittelalterlichen Harburgs. Hier befanden sich das Rathaus und die Häuser wohlhabender Bürger. Der „Goldene Engel“ ist eines der letzten Zeugnisse aus diesen vergangenen Zeiten.
Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Meistertrainer Javier Mascherano hat der achtmalige Weltfußballer Lionel Messi seinen Klub Inter Miami zum vierten Saisonsieg in der MLS geführt. Miami gewann bei den Colorado Rapids mit 3:2 (2:0) und sprang in der Tabelle der Eastern Conference auf den zweiten Platz.
Beim Debüt von Interimstrainer Guillermo Hoyos eröffnete Messi den Torreigen in der 18. Minute per Elfmeter zum 1:0 und sorgte mit seinem zweiten Treffer (79.) für den Endstand. Aufgrund des großen Interesses wurde das Spiel ins NFL-Stadion der Denver Broncos verlegt. Normalerweise tragen die Rapids ihre Heimspiele in einem deutlich kleineren Stadion in Commerce City nördlich von Denver aus.
MLS: Messi siegt mit Miami vor 75.000 Zuschauern in Denver
Zum Spiel gegen Miami kamen 75.824 Zuschauer, es war die zweitgrößte Kulisse in der Geschichte der MLS. Nur das Stadtderby zwischen den Los Angeles Galaxy und dem Los Angeles FC im Juli 2023 hatte mehr Fans (82.110) ins Stadion gelockt.
Mascherano, der Inter in der Vorsaison zum MLS-Titel geführt hatte, verkündete Anfang der Woche überraschend seinen Rücktritt. Sportdirektor Hoyos wurde interimistisch als Nachfolger bestimmt. Hoyos trainierte vier Jahre lang die zweite Mannschaft des FC Barcelona und war in dieser Zeit einer der Entdecker Messis. (dpa/dj)
Mails mit Meerblick beantworten und Kundengespräche mit Sand unter den Füßen führen. In den Küstenorten an Nordsee und Ostsee wollen Urlauber meist entspannen. Aber auch zum Arbeiten zieht es einige an die Meere von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. „Workation“ nennt man diese Mischung aus Arbeit und Urlaub.
Mancherorts können Fans dieser Form des mobilen Arbeitens ihren Laptop sogar direkt am Meer in speziellen Strandkörben aufklappen – ausgestattet mit Licht und Steckdosen.
Workation im Norden: Spezielle Strandkörbe in Büsum
In Büsum (Kreis Dithmarschen) gibt es spezielle Workation-Strandkörbe sowie sogenannte Meeting-Strandkörbe mit Platz für bis zu sechs Menschen. Mit dabei sind LED-Lichter, Steckdosen und USB-Buchsen, klappbare Notebooktische und 400-Watt-Solar-Module auf dem Dach. Auch WLAN gibt es hier laut Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
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„Wir sind stolz darauf, mit der Business Oase Büsum ein Konzept zu präsentieren, das es Familien ermöglicht, gemeinsam Zeit zu verbringen, während die Eltern in einem inspirierenden Umfeld arbeiten können“, erklärte Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS Büsum, bei der Präsentation im Herbst 2024.
Hier gibt es Coworking-Angebote auf Sylt und in St. Peter Ording
Auf Sylt gibt es mehrere Coworking-Angebote für eine Workation: darunter Arbeitsplätze mit Blick auf das Rantumbecken in Rantum, teilte eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) mit. Im Inselnorden in List befindet sich eine weitere Möglichkeit für mobiles Arbeiten und im Nobelort Kampen findet Workation unter Reet statt.
In St. Peter-Ording gibt es laut Tourismus-Agentur Coworking-Plätze auf dem Campusgelände vom Nordsee-Internat im Ortsteil Böhn, nur wenige Schritte vom Deich entfernt. Auch in anderen Orten an der nordfriesischen Küste gibt es demnach Möglichkeiten, vorübergehend Arbeitsplätze zu buchen. Darunter in Husum, Niebüll sowie auf der Insel Amrum.
Auch an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins gibt es mehrere Angebote für Workation-Interessierte: darunter in Lübeck und Travemünde und Flensburg. Auf einem Campingplatz auf Fehmarn wurde eine Coworking-Station als „Open Space“-Bereich eingerichtet, die ausschließlich für Platzgäste zugänglich ist. An drei bis fünf Arbeitsplätzen können Interessierte demnach ungestört arbeiten – bei schönem Wetter auch draußen mit einem Sitzsack unter dem Sonnensegel.
Arbeiten auf dem Campingplatz auf Fehmarn
Auch aus manchen Ferienwohnungen oder Hotels kann mit Blick auf das Meer gearbeitet werden. Einige Unterkünfte bieten weitreichendes WLAN an und haben eine Terrasse mit Blick auf das Meer, sagte die Sprecherin.
In Grömitz (Kreis Ostholstein) gibt es spezielle Schlafstrandkörbe am Strand. Die meisten kommen, um in den Körben zu entspannen. „Theoretisch ist es aber sehr gut möglich, in den Strandkörben auch zu arbeiten“, sagte eine Vermieterin. Die Lehne der Liegefläche lasse sich demnach aufrichten und vor dem Strandkorb stünden Tisch und Stühle stünden bereit. Auch das Handy könne man hier laden.
Workation im Tiny House auf Norderney
Auf der Insel Norderney stehen seit letztem Jahr zwei Tiny Houses. „Die sind nicht zur Übernachtung gedacht, das sind Workspaces“, sagt Kurdirektor Wilhelm Loth. Das Angebot sei für Gäste und Einheimische gedacht, die einen Arbeitsraum auf der Insel suchen. Denn Arbeitsraum sei ebenso wie Wohnraum auf der Insel knapp. Die Tiny Houses böten dann Rückzugsmöglichkeiten etwa für Besprechungen, Video-Calls oder um sich in Ruhe konzentrieren zu können.
„Das Thema Workation gewinnt auch in Ostfriesland zunehmend an Bedeutung. Mit der wachsenden Verbreitung mobilen Arbeitens entstehen immer mehr Möglichkeiten, Arbeit und Urlaub miteinander zu verbinden“, teilte eine Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH der dpa mit. Spezielle Coworking-Plätze gibt es in Ostfriesland demnach unter anderem in Emden, Leer, Carolinensiel (Landkreis Wittmund), Jemgum (Landkreis Leer) sowie in Jever und Varel (Landkreis Friesland).
Die Übergänge seien oft fließend: Nicht immer werde gezielt ein klassischer Coworking-Space aufgesucht, „vielmehr nutzen viele Gäste ihre Ferienunterkunft temporär als Arbeitsplatz und arbeiten stundenweise im Urlaub“.
Hier gibt’s Workation-Angebote in Mecklenburg-Vorpommern
In Ückeritz auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern können Gäste Meeresrauschen und Arbeiten in Schlafstrandkörben verbinden. Die Körbe stehen oberhalb des Strandes hinter der Düne in unmittelbarer Nähe zur Ostsee.
Auch an anderen Orten im Nordosten gebe es kreative Rückzugsorte, schnelles WLAN und inspirierende Landschaften zum mobile Arbeiten, heißt es von der MV Tourismus GmbH. Zum Beispiel in einem Coworking-Space in Ahrenshoop mit Ostseeblick, und auch in Wismar gibt es buchbare Plätze direkt an der Ostsee. In Lietzow (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Rügen stehen demnach Arbeitsplätze am Großen Jasmunder Bodden zur Verfügung. (dpa/mp)
Nach dem Abpfiff in Bremen gab es nichts mehr zu lachen für den HSV, das musste auch Robert Glatzel schmerzlich erfahren. Der Abgang in die Kabine wurde für den Angreifer gemeinsam mit seinen Kollegen zum Spießrutenlauf, die Werder-Fans verhöhnten die Hamburger nach ihrem 3:1-Sieg aus Leibeskräften. Und doch war Glatzel der einzige kleine Gewinner dieses HSV-Nachmittags an der Weser. Weil er unter Beweis stellte, dass er in der Saison-Endphase vielleicht doch noch zum Trumpf im Abstiegskampf werden kann.
41 Minuten waren im Weserstadion absolviert, da war es zunächst Glatzel, der gut lachen hatte. Sein Strahl aus spitzem Winkel landete so passgenau zum 1:1 links oben im Bremer Gehäuse, dass der 32-Jährige nicht anders konnte, als seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und den Werder-Fans gestenreich zu bedeuten, sie sollten doch lieber mal die Klappe halten. „Das waren in dem Moment Emotionen pur“, stellte er später fest. „Der Moment des Tores war sehr schön, ich habe mich riesig gefreut.“
HSV-Stürmer Glatzel erzielte in Bremen sein zweites Saisontor
Deutlich wichtiger war allerdings eine andere Glatzel-Ausführung nach der Pleite. Denn wenngleich der Stachel der Enttäuschung natürlich tief saß, wusste Glatzel ziemlich genau, dass er im Derby Werbung in eigener Sache gemacht hatte. „Ich habe ja auch mal betont, dass ich an mich glaube und mit meiner Spielart helfen kann“, ließ er selbstbewusst wissen. „Es ist natürlich auch immer gegnerabhängig, aber ich denke, man hat gesehen, dass ich mich auf Bundesliganiveau bewiesen habe.“
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Tatsächlich stellt sich für die entscheidenden Saisonwochen nun eine Frage: Kann Merlin Polzin überhaupt noch auf Glatzel verzichten?
Die Zahlen im HSV-Sturm sprechen für Glatzel
Die entsprechenden Zahlen sprechen Bände und dienen als klarer Beleg für Glatzels Stärke. Lediglich fünfmal durfte Glatzel in der Startelf ran – in vier dieser Partien aber traf Glatzel (gegen Stuttgart und nun in Bremen) oder bereitete Treffer vor (gegen Union Berlin und Augsburg). Kein anderer HSV-Stürmer hat auch nur annähernd eine ähnliche Erfolgsbilanz vorzuweisen.
HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wunderschön zum 1:1.IMAGO/Steinsiek.ch
HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wundershcön zum 1:1.
Mit seinem Tor im Derby stellte Glatzel unter Beweis, dass er das gewisse Extra und eine Qualität im Abschluss hat, die den meisten seiner Kollegen abgeht. Das wird auch Polzin wissen. Für den Trainer bleiben allerdings auch andere Attribute mitentscheidend für die Frage, welche seiner Angreifer beginnen dürfen. Die Arbeit gegen den Ball, das harte Attackieren und nicht zuletzt das Verfolgen des Gegenspielers auch in die eigene Hälfte hinein, haben für den Trainer einen enormen Wert.
Polzin: „Wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben“
Entsprechend vorsichtig ging Polzin nach dem Derby auch mit seinen Worten um. Er fühle sich nach Glatzels Leistung „in der Hinsicht bestätigt, dass ich immer wieder gesagt habe, dass es darum geht, dass wir als HSV ein Ziel haben: Wir wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben, den HSV in der ersten Liga zu etablieren“. Soll heißen: Der Trainer ordnet dem Erfolg alles unter. Wer spielt, hängt allein davon ab, welche Profis Polzin für den jeweiligen Moment als die passenden erachtet.
Ein Lob für Glatzel ließ er dennoch da. „Bobby ist ein Teil dieser Mannschaft“, stellte Polzin fest. „Ein ganz, ganz wichtiger Teil, weil er als Stürmer immer wieder den Unterschied machen kann.“ Ein Unterschied, der in den letzten Saisonwochen für den HSV das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein könnte.
Zwei Männer haben in der Nacht einen Großeinsatz bei Braunschweig ausgelöst. Ohne Rettung hätte es für die beiden laut Feuerwehr ein böses Ende nehmen können.
Die Polizei Braunschweig hat in der Nacht zwei Betrunkene aus der Oker gerettet. Beide Männer wurden dabei leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Situation sei potenziell lebensgefährlich gewesen.
Männer waren unterkühlt
Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr wurden in der Nacht zum Eisenbütteler Wehr alarmiert. Beim Eintreffen habe eine zufällig anwesende Streife der Braunschweiger Polizei die beiden Betrunkenen bereits aus dem Wasser gezogen. Weitere Maßnahmen waren demnach nicht notwendig. Ein bereits gerufenes Rettungsboot und Taucher der Feuerwehr Wolfsburg brachen die Anfahrt deshalb ab.
Die beiden Männer im Alter von 26 und 27 Jahren wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Wie die beiden Männer in die Oker gelangten, war laut einem Sprecher der Polizei unklar. (dpa/mp)
KFC versucht sich ab dem 21. April in Deutschland an einem türkischen Fastfood-Klassiker: Mit dem „Krispy Kebab“ bringt die Kette eine Art Döner auch in ihre Hamburger Restaurants – allerdings nicht mit Fleisch vom Spieß, sondern mit den bereits bekannten Hähnchen-Teilen in Panade.
KFC macht dabei gar nicht erst den Versuch, das Ganze als kulinarische Neuerfindung zu verkaufen. Stattdessen setzt die Kette in ihrer Werbung demonstrativ auf das Motto: geklaut, aber eben mit eigenem Twist.
KFC will Döner nicht neu erfinden
Den Döner neu zu erfinden, wäre nicht glaubwürdig, findet KFC-Marketingchef Philipp Wachholz: „Deshalb sagen wir ganz offen: Wir haben uns inspirieren lassen und machen daraus unsere eigene Version.“
Zur Wahl stehen in den acht Hamburger Filialen ab kommendem Dienstag eine milde Variante mit „Original Filets“ und eine scharfe mit „Zinger Filets“. Kombiniert wird das Ganze mit Salat, Tomaten, roten Zwiebeln, mehreren Soßen plus Fladenbrot. Die Preisempfehlung für den „Krispy Kebab“ liegt laut KFC bei 7,99 Euro als einzelnes Gericht und 11,99 Euro als Menü. Die Veraufspreis liegt jedoch in der Hand der jeweiligen Restaurantbetreiber und kann deshalb variieren. (tst)
Für das finale Konzert seiner finalen Tournee gastierte Howard Carpendale (80) am Sonnabend in der Barclays-Arena in Hamburg. Künstler, die wie er schon öfter einen Rücktritt vom Rücktritt machten, stehen gerne mal unter dem Generalverdacht, den richtigen Moment des Abschieds verpasst zu haben. Das dürfte von Howie niemand behaupten: Die Schlagerlegende präsentierte sich mit fetter Band, erstklassigen Arrangements seiner Lieder, netten Geschichten und prominenten Familienmitgliedern. Nur bei dem Thema Abschied ruderte er nun doch wieder zurück …
Howard Carpendale winkt freundlich, als er sich am Sonnabend nach dem Intro zu seiner 15-köpfigen Band (!) auf die Bühne der Barclays-Arena gesellt. Zum blonden Haar trägt er einen schwarzen legeren Anzug und Glitzerschal. Mitte Januar ist der deutsch-südafrikanische Schlagersänger 80 geworden, die Jahre sieht man ihm nicht an. „Ich hab diese Zahl ignoriert. Für mich gilt die gar nicht, ich bin 4160 Wochen alt. Das klingt doch besser“, wird er später in seiner Begrüßung sagen.
Howard Carpendale schlägt am Anfang sentimentale Töne an
Doch am Anfang der letzten Show seiner vermeintlich letzten Tournee, die dementsprechend unter dem Motto „Meine Abschiedstournee“ steht, schlägt er textlich durchaus sentimentale Töne an: „Wir teilen jetzt schon alles, was man erleben kann. Erinnerungen leuchten überall auf unserem Weg zusamm′n. Und ich weiß, nichts bleibt für immer“, heißt es im Show-Opener „Let’s Do It Again!“ Und in „Ist ein Leben genug“ singt Howie sitzend auf einem in der Mitte der Bühne platzierten weißen Barhocker die Zeilen: „Was es mir bedeutet, dass ihr hier seid. Denn irgendwann ist es zu spät.“
Fette Band, erstklassige Arrangements und Mega-Show
Das soll’s dann auch erst mal gewesen sein in Sachen Schwermut. Denn er hat einiges aufgefahren für sein Finale nach 60 Jahren Karriere im Scheinwerferlicht: Seine Band, zu der auch ein Trompeter und Saxofonist gehören, die immer wieder Akzente setzen, bringen die Songs in modernen, stilsicheren Arrangements rüber. Das Bühnendesign steht dem um nichts nach: Die XXL-Leinwand, die Howie in unterschiedlichen Variationen in Großaufnahme zeigt, ist ein Star für sich. Über der Bühne hängt ein beweglicher Lichterkranz. Das alles bildet eine tolle Symbiose.
„Ich habe vor, noch eine Weile zu singen“
Nach einem „Hi / Simply The Best“ gibt es Jubel total. „Deswegen ist Hamburg immer unser letztes Konzert“, meint der im südafrikanischen Durban geborene Künstler mit Blick in die gut gefüllte Arena. „Ja, Freunde, ich muss ganz ehrlich sagen, als wir den Vorverkauf angefangen haben vor etwa anderthalb Jahren, da habe ich das nicht erwartet… Ich hoffe, ihr seid alle nicht nur gekommen, weil ihr das Gefühl habt, ich hab nur noch eine Chance, den Typen zu sehen. Nee, nee, ich hab vor, noch eine Weile zu singen, aber da komm ich noch zu …“
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Erst erzählt er von seiner Frau, die in Reihe 7 vor der Bühne sitzt. „Wir sind 46 Jahre zusammen. Eine lange Zeit… Wenn zwei Menschen so viel Zeit zusammen verbringen, muss ein gewisser Humor dabei sein: einander anmachen, einander veräppeln, einander verarschen … Ich mach es ein bisschen besser als sie.“ Von seinem Humor, der oftmals ein Geschmäckle von altem Herrenwitz hat, gibt er in kleinen Anekdoten immer wieder eine Kostprobe. „Du bist das Letzte“, stimmen die Backgroundsänger daraufhin für ihn an.
Bei „Fremde oder Freunde“ vergisst Howie den Text
Bei „Fremde oder Freunde“ vergisst Howie kurz den Text. Danach erzählt er eine Story von Frank Sinatra, dem bei einem Konzert in New York Gleiches widerfuhr und der daraufhin weinte, bis ein Zuschauer von ganz hinten rief: „Frankie, das macht nix, we love you!“ „Und ich hab mir gedacht, vielleicht könnte ja so was auch bei mir passieren“, scherzt er. Der „Howie – wir lieben dich“-Ruf kommt prompt und immer mal wieder an diesem Abend.
Dann geht es um Udo Jürgens
Dann geht es um einen anderen Großen aus dem Schlagerbusiness. Howie und Udo Jürgens waren nicht die besten Freunde, dennoch zollt er ihm mit einer umgetexteten Coverversion von „Ich war noch niemals in New York“, zu der die Familie Jürgens ihren Segen gab, Respekt. Wie jazzig die Band das musikalisch umsetzt, hätte dem 2014 verstorbenen Komponisten gefallen.
Fans drehen durch – und rennen bis zum Bühnenrand
Beim Kultsong „Tür an Tür mit Alice“ stimmt der komplette Saal mit einem „Who the fuck is Alice?“ mitein. Sowieso springen die Menschen immer wieder von den Sitzen vor Begeisterung. Manche rennen bis nach vorne zum Bühnenrand, zum Leidwesen der Security. Dann gibt es Blumen für Howie wie zu „ZDF Hitparade“-Zeiten. „Seit vielen Tourneen passiert das eigentlich gar nicht mehr“, zeigt sich der frühere Frauenschwarm freudig überrascht. Nur mit dem Aufheben der Stengel hat er – nach Hüftoperation in 2023 – ein paar Probleme.
Als er vom Barhocker aus „Eine Nacht in New York City“ vor abendlicher Wolkenkratzer-Skyline auf der Leinwand anstimmt, ein Lied über die Menschen, die wir vermissen im Leben, hat das eine unglaubliche Intensität. In diesem Moment ist der einst als Beat-Sänger und Elvis-Presley-Imitator gestartete Künstler nicht mehr nur der Schlagersänger. Man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass Howie, der über 700 Songs in seiner Karriere aufgenommen hat, erst 80 Jahre alt werden musste, um ein Grandseigneur der Musik zu werden. Er ist irgendwie erst jetzt auf dem Zenit angekommen, und man glaubt ihm jedes Wort.
Carpendale über Kriege und das Kindersterben: „Ich kann es nicht mehr sehen“
In der Anmoderation von „Unter einem Himmel“ zeigt er sich fassungslos über die momentanen Kriege, das Kindersterben und die vielen Waffen: „Ich kann es nicht mehr sehen“, sagt er und erntet zustimmenden Applaus. Später wird er zum Song „Ihr Großen dieser Erde“ noch mal nachlegen: „Da sind eine Handvoll alter Menschen, die so alt sind wie ich, die scheinen diese Welt zerstören zu wollen.“ Statt „Menschen“ hätte er allerdings auch ruhig „Männer“ sagen können …
Nach einer Pause kehrt er mit „Hello Again“ zurück – und alle singen mit. „Dass ich endlich ein Lied mit ihm auf der Bühne singe, das ist für mich das Größte“, meint Carpendale. „Es geht natürlich um meinen Sohn Wayne.“ Bevor dieser leibhaftig auf die Bühne kommt, zeigt Howie erstmal dessen Instagram-Account und ein dort von ihm veröffentlichtes Promo-Video zur Tour von den Beiden. „Mit KI kann ich jetzt endlich richtig Hochdeutsch sprechen“, sagt Howie darin und erntet Lacher in der Halle.
Carpendale singt „Stand By Me“ mit seinem Sohn in der Barclays-Arena
Vater und (ein hochkonzentrierter) Sohn singen eine eingedeutschte Version von „Stand By Me“. Ein wunderbarer Moment, der in innigen Umarmungen der Beiden mündet. „Ich hab immer über dich gesagt, dass du ein Typ bist, der sich nicht so ernst oder wichtig nimmt“, meint Wayne im Anschluss. „Aber heute Abend musst du bitte einfach mal wahrnehmen, dass du für so viele Menschen im Leben so unglaublich wichtig warst… I love you!“ Der Saal applaudiert.
Gänsehaut erzeugt Carpendale Senior mit seinem Lied für die Toten „Du bist doch noch hier“. Ansonsten reiht sich in der zweiten Hälfte Hit an Hit, vornehmlich aus den 1970ern und 1980ern: „Samstag Nacht“, „Wem (erzählst du nach mir deine Träume), „Deine Spuren im Sand“, „Laura Jane“, „Nachts, wenn alles schläft“, „Dann geh doch“ sowie „Das schöne Mädchen von Seite 1“, sein erster großer Hit, den er an diesem Abend von dem Rapper seines Backingchors aufmotzen lässt.
Howie über Zukunftspläne: „Das ist meine letzte Tournee, aber …“
„Das ist meine letzte Tournee, und das ist tatschlich so“, meint Howie gegen Ende, nach 25 Tourneen in 60 Jahren. „Das heißt aber lange nicht, dass ich aufhöre zu singen, denn ich kann nicht leben, ohne zu singen – das gehört einfach zu mir.“ Jubel der Erleichterung brandet auf. Howie präzisiert seine Zukunftspläne ohne das Reisen: „Mein Traum ist, das zu tun, was man in Amerika auch tut: In einem schönen Saal wie z.B. dem CCH für ein paar Abende hintereinander aufzutreten… Man könnte drei, vier, fünf Abende hintereinander machen. Das ist das, was ich machen möchte.“
„Ich hoffe auch, dass Hamburg in der 1. Liga bleibt“
Dann betont Carpendale nochmal, dass dies die schönste Tournee sei, die er je gemacht habe, und bedankt sich bei allen Beteiligten. „Ich hoffe sehr, dass wenn sie in sechs Monaten an diesen Abend denken werden, sie noch wissen, was sie gefühlt haben. Emotionen sind das Wichtigste …“ Seine Band hat „We love you, Howard“-Plakate für ihn gemalt und singt ihm ein entsprechendes Ständchen. Howie ist gerührt: „Es war unglaublich mit euch“, richtet er an seine Truppe.
Und an das Publikum: „Ihr seid wirklich die Besten, mir fehlen die Worte im Moment. Ich hoffe auch, dass Hamburg in der 1. Liga bleibt.“ Eine wunderbar stilsichere und mit starkem Bläsereinsatz dekorierte Version von „Ti Amo“, das der Saal im Kollektiv mitsingt, sowie den sehr persönlichen Song „Symphonie meines Lebens“ gibt es zum Abschied. Und wir legen uns fest: Das war der beste Carpendale, den es jemals gab.
Es hätte alles schon so gut aussehen können. Die 94:99-Niederlage in Weißenfels beim MBC hat die Veolia Towers Hamburg im Kampf um Platz zehn, der die Möglichkeit zur Playoff-Teilnahme bietet, allerdings wieder zurückgeworfen. Die Chance aber ist weiter da. Und könnte in den kommenden Tagen deutlich größer werden.
Die Heimspiele gegen Rasta Vechta an diesem Sonntag und die Rostock Seawolves am Mittwoch, die die Plätze zehn und neun belegen, sind von immenser Bedeutung. Crunchtime im Inselpark. Die Niederlage in Sachsen-Anhalt habe „kurz wehgetan, aber das müssen wir jetzt abhaken“, sagt Osaro Rich der MOPO. „Es war ein Rückschlag, aber wir wissen genau, woran wir arbeiten müssen“, erklärt der Publikumsliebling und fügt erwartungsfroh hinzu: „Die Post-Season lächelt uns noch an.“
Hamburg Towers haben noch sechs Bundesliga-Spiele
Sechs Spiele sind für die Türme noch zu gehen. Gerade die Duelle gegen die beiden direkten Nord-Konkurrenten muss das Team von Trainer Benka Barloschky gewinnen. „Definitiv, das sind für uns jetzt Big Games. Wir betrachten die Spiele zwar nicht als Endspiele, nach denen alles vorbei ist, aber der Druck ist da – und den brauchen wir auch. Und ich liebe ihn“, sagt Rich. „Wir wollen die Plätze über uns angreifen, dafür müssen Siege gegen die Teams direkt vor uns her.“
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Gegen Vechta erwartet der „Verteidigungsminister“ der Towers ein hartes Spiel. „Wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken und dann denke ich, dass wir eine gute Chance haben, ein starkes Vechta zu schlagen.“
Ein entscheidender Faktor soll das Heimrecht werden. Acht ihrer zwölf Siege holten die Türme im Inselpark. „Der Heimvorteil ist für uns riesig“, sagt der gebürtige Lübecker Rich. „Als Spieler spürst du diese Energie von den Rängen. Die Fans sind unser sechster Mann, und wir wollen die Arena bis zum Saisonende zur Festung machen.“
Nächtlicher Großeinsatz in der Hamburger Innenstadt: Am Jungfernstieg gerieten in der Nacht zu Sonntag bis zu 30 Menschen aneinander. Dabei wurden zwei Personen verletzt.
In der Nacht zu Sonntag sind bei einer Massenschlägerei in der Hamburger Innenstadt zwei Menschen verletzt worden.
20 bis 30 Personen prügelten sich am Jungfernstieg
Gegen 0.15 Uhr wurde die Auseinandersetzung gemeldet, wie ein Sprecher des Polizei-Lagediensts sagte. Zeugen berichteten, dass sich am Jungfernstieg 20 bis 30 Personen prügeln würden. Nach ersten Erkenntnissen kam dabei auch eine Flasche als Waffe zum Einsatz.
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Als die Einsatzkräfte eintrafen, flüchteten zahlreiche Beteiligte in Richtung U-Bahn. Am Ort des Geschehens blieben zwei Verletzte zurück. Eine verletzte Person kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. MOPO-Informationen zufolge sollen fünf Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort gewesen sein.
Was der Auslöser für die Schlägerei war, ist noch unklar. Auch die geflüchteten Täter konnten nicht mehr gefunden werden. Der Einsatz war nach rund einer halben Stunde beendet. (mwi)
Topfavorit SC Magdeburg ist im Halbfinale des DHB-Pokals sensationell ausgeschieden und hat das Traumfinale gegen die Füchse Berlin verpasst. Im Handball-Kessel von Köln verlor der Tabellenführer der Bundesliga und Champions-League-Sieger gegen den Bergischen HC nach Siebenmeterwerfen mit 30:31. Magdeburg hat damit keine Chance mehr auf das Triple aus Pokalsieg, deutscher Meisterschaft und Königsklasse.
Die Fans des BHC träumen nun vom ersten Pokalsieg der Vereinsgeschichte. Im Finale am Sonntag (15.45 Uhr/ARD und Dyn) trifft die Mannschaft aus Wuppertal/Solingen dann auf den deutschen Meister Berlin. Der Sieg gegen Magdeburg ist eine der größten Sensationen im Handball in den vergangenen Jahren und schon jetzt der größte Erfolg in der BHC-Historie.
Triple-Traum geplatzt: Magdeburg ohne Chance auf Titel-Hattrick im Handball
Keeper Christopher Rudeck sprach von einem „wahnsinnigen, unbeschreiblichen“ Gefühl. „Es ist unfassbar. Viele Jungs waren klinisch tot. Das ist an so einem Tag scheißegal. Keine Ahnung, wie wir schlafen sollen. Wir haben die Chance, mit dem BHC einen Titel zu holen und das ist unfassbar“, schwärmte Rudeck, der mit Noah Beyer zu den besten BHC-Akteuren gehörte.
Vor rund 20.000 Zuschauern hatte es nach der regulären Spielzeit 22:22 (11:11) gestanden, am Ende der Verlängerung 27:27. Auch wenn sich der SCM schon in der Handball-Bundesliga gegen den Aufsteiger schwergetan hatte, rechnete so gut wie niemand mit diesem Coup. „Absolut verdient“, bilanzierte Ikone Stefan Kretzschmar. Ex-Bundestrainer Dagur Sigurdsson sprach von „Handball-Geschichte“.
Der SCM schwächelte nicht nur in der Crunchtime vom Punkt. Schon in der regulären Spielzeit hatten die Elbestädter einige Siebenmeter vergeben. „Wir lassen heute vier im normalen Spiel liegen. Da muss ich bei 30:31 nicht viel rechnen, woran es noch gelegen haben könnte“, sagte Trainer Bennet Wiegert.
Finale gegen Füchse Berlin: Bergischer HC vor historischem Erfolg
Die Berliner um Welthandballer Mathias Gidsel hatten sich zuvor mit 39:36 (20:16) gegen den TBV Lemgo Lippe durchgesetzt. Lasse Andersson war mit elf Toren bester Werfer der Füchse. Bei Lemgo traf Tim Suton achtmal. Die Füchse hatten zunächst Schwierigkeiten ins Spiel zu finden und lagen früh zurück, Torwart Dejan Milosavljev überzeugte jedoch mit starken Paraden und half dabei, eine zwischenzeitliche Vier-Tore-Führung aufzubauen.
Nach der Halbzeit wuchs der Vorsprung sogar auf fünf Tore an, doch durch viele Fehler ließen die Füchse Lemgo wieder herankommen. Am Ende schafften es die Berliner dennoch, den knappen Vorsprung über die Zeit zu retten. (dpa/dj)
Die furchtbare Bluttat von Flottbek: Ein 15-Jähriger sticht einen 13-jährigen Schüler ab. Das Opfer überlebt mit sehr viel Glück. Eine erschreckende Tat – aber kein Einzelfall. Ein Blick in die aktuellen Polizeistatistiken zeigt, dass die Zahl der Gewalttäter bei Kindern und Jugendlichen steigt – vor allem bei den Unter-14-Jährigen. Nun verlangt die Deutsche Polizeigewerkschaft, dass daraus Konsequenzen gezogen werden. „Da muss eine Strafe her, die weh tut“, sagt Thomas Jungfer, der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Hamburg.
In Deutschland sind Jugendliche erst ab 14 Jahren strafmündig. Wer bei einer Tat jünger ist, gilt nach Paragraf 19 Strafgesetzbuch als schuldunfähig und kann strafrechtlich nicht belangt werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft will das ändern. Thomas Jungfer, Chef der DPolG Hamburg, fordert, dass die Strafmündigkeit auf 12 Jahre herabgesetzt wird. Wer mit einem Messer in die Schule gehe und damit eine Straftat begehe, zeige schließlich, dass er sehr wohl schon eigenständig handeln könne. Viele seien heute mit 12 schon reifer, als seine Generation es mit 21 gewesen sei. Da müsse man auch die Gesetze anpassen.
Jugendgewalt in Hamburg: Polizeigewerkschafter fordert Strafmündigkeit ab 12 Jahren
Jungfer argumentiert dabei nicht nur mit Abschreckung, sondern auch mit dem Schutz der Opfer. Dem sei es schließlich egal, wie alt der Täter sei. „Da muss eine Strafe her“, sagt er, „die wirklich wehtut.“ Zugleich beschreibt er die Ursachen als vielschichtig: fehlender Respekt, Defizite in der Erziehung, überforderte Eltern, unbeaufsichtigte Schlüsselkinder, ein falscher Freundeskreis und soziale Netzwerke, in denen Gewalt vorgeführt werde. Innere Sicherheit, so seine Überzeugung, fange in der Familie an.
Vor der Stadtteilschule Flottbek: Mitarbeiter der Kriminaltechnik untersuchen den Tatort nach einem Messerangriff vor der Stadtteilschule Flottbek. Ein 15-Jähriger hat dort kurz zuvor einen 13-jährigen Mitschüler mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.picture alliance/dpa | Marcus Brandt
Vor der Stadtteilschule Flottbek: Mitarbeiter der Kriminaltechnik untersuchen den Tatort nach einem Messerangriff vor der Stadtteilschule Flottbek. Ein 15-Jähriger hat dort kurz zuvor einen 13-jährigen Schüler mit einem Messer lebensgefährlich verletzt.
Wie soll die Gesellschaft auf die zunehmende Gewalt reagieren? Mit mehr Konsequenz, findet auch die Hamburger Strafverteidigerin Dr. Christiane C. Yüksel, die früher Dozentin für Jugendstrafrecht an der Uni Hamburg war. Das ist bemerkenswert, denn eigentlich ist es ihr Beruf, für ihre Mandanten möglichst milde Strafen zu erreichen. Sie beobachtet, dass viele jugendliche Täter gerichtliche Weisungen oder Sozialstunden kaum noch fürchten. „Wenn ein Verfahren mit einer Ermahnung oder einer Weisung endet, wird das von vielen Jugendlichen nicht besonders ernst genommen“, sagt sie. Das hänge allerdings auch vom jeweiligen Richter ab. „Einige Jugendrichter sind sehr bemüht, dem Jugendlichen die Konsequenzen seines Verhaltens aufzuzeigen. Andere bekommen das weniger gut hin.“
Die Anwältin Dr. Christiane Yüksel gehört zu den bekanntesten Hamburger Strafverteidigern.Florian Quandt
Die Anwältin Dr. Christiane Yüksel gehört zu den bekanntesten Hamburger Strafverteidigern.
Von härteren Strafen hält das Deutsche Jugendinstitut (DJI) dagegen wenig. Die Fachleute verweisen darauf, dass es für eine Absenkung der Strafmündigkeit keine belastbare empirische Grundlage gibt. Kinder handelten oft impulsiv und spontan; eine abschreckende Wirkung des Strafrechts sei bei ihnen deshalb kaum zu erwarten. Das DJI warnt zudem vor Freiheitsentzug und Strafverschärfung.
Solche Maßnahmen führen bei jungen Menschen oft nicht zu weniger, sondern zu neuer Straffälligkeit und können ihre Entwicklung zusätzlich belasten. Viele frühe Auffälligkeiten blieben vorübergehend und bedeuteten noch keine kriminelle Laufbahn. Helfen könne deshalb vor allem Prävention: also frühes Eingreifen, feste Beziehungen, Erziehung, Jugendhilfe und Unterstützung in Familie, Schule und Freizeit.
Nach seinem Halbfinal-Aus in München erwägt Alexander Zverev, doch nicht alle drei anstehenden Sandplatzturniere als Vorbereitung auf die French Open zu bestreiten. Das könnte bedeuten, dass er das ATP-500-Event in seiner Geburtsstadt Hamburg vom 16. bis 23. Mai auslässt. „Das werden wir sehen“, antwortete Zverev auf die Frage, ob er bei den Masters von Madrid und Rom und dann noch am Rothenbaum starten werde.Eine Zverev-Absage wäre bitter für die Tennis-Fans in der Hansestadt und das ganze Turnier.
Kurz vor seinem 29. Geburtstag am Montag war Zverev bei den BMW Open in der bayerischen Landeshauptstadt im Halbfinale gegen den Italiener Flavio Cobolli ausgeschieden. Er führte dies auch darauf zurück, dass er erschöpft war von den vielen Turnieren und Matches seit Jahresbeginn.
Hamburg-Turnier: Start von Zverev offen
Nun freut er sich auf eine kurze Pause bis zum Beginn des Masters in Madrid. „Ein paar freie Tage werden jetzt auch schon hilfreich. Und die habe ich jetzt, ich glaube sechs Tage bis zu meinem nächsten Match. Das sind mehr, als ich gehabt habe in den letzten paar Monaten“, sagte Zverev.
Der Olympiasieger von 2021 richtet seine Planungen ganz auf die French Open vom 24. Mai bis 7. Juni aus. „Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen“, unterstrich er. Deshalb gehe es nun darum, seine gute Form zu halten oder gar zu steigern. „Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten.“
Vorbild Alcaraz und Sinner: Weniger Turniere als Strategie
Zverev will sich auch ein Beispiel nehmen an den Branchengrößen Carlos Alcaraz und Jannik Sinner. „Ich glaube, so ein Carlos und so ein Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind.“ Der Spanier Alcaraz etwa lässt Madrid – auch wegen einer Verletzung – aus.
In der spanischen Hauptstadt wird Zverev an den Start gehen. Was er dann in Rom und Hamburg macht, das hängt wohl vom Abschneiden bei den Turnieren davor ab. Kommt er beispielsweise in Madrid bis ins Halbfinale oder Finale, dann ist ein Verzicht in Rom denkbar.
Sollte der Deutsche in Italien dagegen lange dabei sein, dann könnte er sich für eine Absage in Hamburg entscheiden. Das ATP-500-Event in der Hansestadt ist die Generalprobe für Paris – nur einen Tag nach dem Finale am Rothenbaum beginnen die French Open. (dpa/dj)
Der einstige Bundesliga-Trainer Pellegrino Matarazzo hat Real Sociedad San Sebastián an einem dramatischen Abend zum Triumph in Spaniens Copa del Rey geführt und damit auch einen persönlichen Meilenstein gesetzt. Das Team aus dem Baskenland gewann das Finale gegen den Champions-League-Halbfinalisten Atlético Madrid am Samstag mit 4:3 im Elfmeterschießen.
Nach 120 Minuten hatte es 2:2 (2:2, 2:1) gestanden. Torwart Unai Marrero hielt zwei Elfmeter, San Sebastián feierte damit den vierten Pokalerfolg der Vereinsgeschichte. Für Matarazzo ist es der erste Titel als Chefcoach, er ist zudem der erste US-amerikanische Trainer, der in den europäischen Top-5-Ligen einen Titel gewinnt.
Matarazzo gewinnt mit Real Sociedad San Sebastián die Copa del Rey
Im Olympiastadion von Sevilla legte sein Team einen Rekordstart hin: Ander Barrenetxea traf nach 14 Sekunden per Kopf, es war das schnellste Finaltor in der langen Geschichte der Copa del Rey – der bisherige Rekord aus dem Jahr 1952 hatte bei 17 Sekunden gelegen. Der frühere Leipziger Ademola Lookman (19.) glich für Atlético aus, das sich nur vier Tage zuvor im spanischen Duell mit dem FC Barcelona für das Halbfinale der Königsklasse qualifiziert hatte.
Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo mit dem Pott.IMAGO / NurPhoto
Real Sociedads Trainer Pellegrino Matarazzo mit dem Pott.
Noch vor der Pause gelang Kapitän Mikel Oyarzabal per Foulelfmeter (45.+1) aber die erneute Führung. Atlético rannte in der zweiten Halbzeit an, Real Sociedad gingen zusehends die Kräfte aus. Matarazzos Team kam phasenweise nicht mehr kontrolliert aus der eigenen Hälfte, dem erlösenden Schlusspfiff aber immer näher – doch der argentinische Weltmeister Julian Alvarez traf doch noch sehenswert zum Ausgleich (83.). Die Verlängerung war teilweise ein offener Schlagabtausch, die Entscheidung fiel erst vom Punkt.
Matarazzo hatte den Job in Spanien kurz vor dem Jahreswechsel angetreten, sein Co-Trainer ist der einstige Bundesligaprofi Ömer Toprak. In der Bundesliga trainierte Matarazzo die TSG Hoffenheim und den VfB Stuttgart – nun hat er seinen Platz in der Klubgeschichte von La Real sicher. Der Klub hatte zuletzt 2020 den Pokal während der Corona-Pandemie gewonnen, davor 1987 und 1909. Atlético, bereits zehnmal Pokalsieger, wartet seit 2013 auf den nächsten Triumph. (sid/dj)
Nach Tagen im prallen Rampenlicht hielt sich Marie-Louise Eta zunächst im Hintergrund, als sich ihre Schützlinge gemeinsam mit den Fans auf den Abstiegskampf einschworen. Dann versammelte sie die Profis des 1. FC Union Berlin nach ihrer historischen Premiere als erste Cheftrainerin in der Fußball-Bundesliga der Männer am Mittelkreis. Grund zum Feiern gab es indes nicht: Auch die 34-Jährige hat die Negativserie der Köpenicker beim 1:2 (0:1) gegen den Tabellenvorletzten VfL Wolfsburg zunächst nicht stoppen können.
Die Niedersachsen hingegen feierten den ersten Sieg unter Dieter Hecking und schöpfen neue Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt. Bis auf zwei Punkte rückte der VfL an den FC St. Pauli heran. Der HSV liegt noch sieben Punkte vor Wolfsburg. Patrick Wimmer (11. Minute) mit einem Traumtor und Dzenan Pejcinovic (46.) erzielten die Treffer für extrem effiziente Gäste. Union vergab zahlreiche Chancen und kam durch Oliver Burke (86.) nur noch zum Anschlusstreffer.
Marie-Louise Eta verliert ihr Debüt als Cheftrainerin
„Wir sind natürlich enttäuscht“, sagte Eta nach ihrem viel beachteten Debüt. Als sie vor Anpfiff aus den Katakomben gekommen war, richtete sich nahezu jedes Objektiv im Stadion auf die Trainerin. „Ich war total im Fokus. Es geht nicht um mich, es geht um Fußball“, stellte die frühere HSV-Spielerin klar.
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Es war das erste Spiel in einer der fünf europäischen Top-Ligen mit einer Frau als Cheftrainerin an der Seitenlinie. Als „Fußballgöttin“ begrüßte der Großteil der 22.012 Fans die 34-Jährige.
Trimmel spricht von Trainerwechsel-Effekt
Bei noch vier ausstehenden Partien haben die Eisernen sechs Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und können trotz der Pleite relativ sicher für ihre achte Bundesliga-Spielzeit planen. „Die Lage ist in Ordnung. Wir sind immer noch in einer sehr guten Ausgangsposition“, befand Eta. Dennoch war es eine Woche nach der Niederlage gegen Schlusslicht Heidenheim der nächste harte Dämpfer.
Kapitän Christopher Trimmel sprach trotzdem von einem Trainerwechsel-Effekt. „Es kommt neue Energie auf den Platz. Wenn du 26-mal versuchst, aufs Tor zu schießen, machst du viel richtig. Die Art und Weise war echt gut heute“, befand der Österreicher.
Union Berlin durch Eta im internationalen Rampenlicht
Etas Beförderung hatte die sonst so unscheinbaren Köpenicker auch aufgrund der gesellschaftlichen Signalwirkung in den internationalen Fokus gerückt. Der Medienauflauf beim Premierentraining und der ersten Pressekonferenz war so groß wie vielleicht noch nie bei Union.
Wolfsburg konnte sich dagegen nahezu ungestört auf das richtungsweisende Spiel im Abstiegskampf vorbereiten. „Es war ein erstes Lebenszeichen. Wir wissen auch, es müssen weitere kommen“, forderte Hecking nach dem Sieg in der Hauptstadt.
Wimmer und Pejcinovic treffen aus der Distanz
Wolfsburg startete stark in die Partie: Wimmer nutzte die Freiräume im Mittelfeld, zog ungestört nach vorn und traf sehenswert mit dem Außenrist zur frühen Führung. Union wirkte davon zunächst wachgerüttelt, ließ durch Ilyas Ansah jedoch zwei klare Chancen ungenutzt. In der Folge neutralisierten sich beide Teams weitgehend, sodass bis zur Pause beide Torhüter nur selten eingreifen mussten.
Direkt nach dem Seitenwechsel schlug Wolfsburg erneut zu: Pejcinovic hatte viel Platz und erhöhte – wie schon Wimmer – mit einem Distanzschuss. Danach setzte Union den VfL zunehmend unter Druck, erspielte sich zahlreiche Möglichkeiten und kam durch Burke zum verdienten Anschlusstreffer. In der Schlussphase drängten die Gastgeber weiter, konnten ihre weiteren großen Chancen jedoch nicht nutzen. (dpa/lam)
Jörn Maier meint es ernst. Der neue Sportdirektor verfolgt mit dem Siebtligisten FC Elmshorn aus der Bezirksliga Hamburg das ambitionierte Ziel, in den Profifußball vorzustoßen. Wie soll das gelingen?
Die Footballer der Elmshorn Fighting Pirates führte Jörn Maier bereits in die erste Liga, nun hat er mit dem FC Elmshorn große Pläne. Seit Jahresbeginn ist er Sportdirektor und Leiter Strategie der Fußballer des Klubs. Die Ziele könnten höher kaum sein: „Wir wollen mit dem FCE in den Profifußball.“
FC Elmshorn träumt vom Sprung in die 3. Liga
Aktuell kicken die Elmshorner in der Hamburger Bezirksliga 1, Deutschlands siebthöchster Spielklasse. Dort haben sie in einem Dreikampf mit dem Kummerfelder SV und dem TuS Germania Schnelsen vor dem am Sonntag anstehenden Spiel gegen die zweite Mannschaft des Niendorfer TSV (11 Uhr) die besten Titelchancen.
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Der Strategieplan von Maier sieht vor, dass im Mai der Sprung in die Landesliga gelingt; weitere Aufstiege sollen im Zwei-Jahres-Rhythmus folgen. Für 2032 oder 2033 wird demnach der Drittliga-Aufstieg in Elmshorn angepeilt.
Ziel sei es, sich in Schleswig-Holstein mindestens als Nummer drei hinter Holstein Kiel und dem VfB Lübeck zu etablieren. Aktuell suchen die Verantwortlichen gemeinsam mit der Stadt Elmshorn und unterstützt vom Immobilienunternehmer Torben Semmelhaack nach geeigneten Grundstücken für einen Stadionbau. Zudem zeigt sich Maier „offen für Investoren“, wolle aber „nie abhängig von einem Geldgeber werden“. Hier dienen etwa der FC Teutonia 05 oder der ETSV Hamburg als abschreckende Beispiele.
Die Saison von Niklas Süle ist wahrscheinlich vorzeitig beendet. Der Verteidiger von Borussia Dortmund, der den BVB nach der Spielzeit verlassen wird, erlitt am Samstag beim 1:2 (0:1) bei seinem Ex-Klub TSG Hoffenheim eine Knieverletzung. Der 30 Jahre alte Süle hat in seiner bisherigen Karriere bereits zwei Kreuzbandrisse erlitten.
„Es besteht schon der Verdacht auf eine schwere Verletzung. Er sitzt mit einer Bandage am Knie in der Kabine“, berichtete Sport-Geschäftsführer Lars Ricken nach dem Abpfiff: „Jetzt müssen wir die weiteren Untersuchungen abwarten.“
Süle verletzt sich und verschuldet Strafstoß gegen BVB
Süle war ohne Fremdeinwirkung gegen Ende der ersten Halbzeit bei einer Defensivaktion ausgerutscht und musste anschließend vom Platz. Zu allem Überfluss spielte der frühere Nationalspieler, dessen Vertrag vom BVB nicht verlängert wurde, in dieser Szene den Ball mit der Hand. Schiedsrichter Daniel Siebert (Berlin) entschied nach Ansicht der Videobilder auf Strafstoß. Andrej Kramaric brachte Hoffenheim in Führung.
„Natürlich ist es immer schön, wenn man bei seinen alten Klubs spielt. Das war auch meine Intention bei Niki“, sagte Dortmunds Trainer Niko Kovac: „Wir wissen noch nichts Genaues. Er konnte zumindest auftreten. Das ist immerhin ein gutes Zeichen.“ Dennoch deutet vieles darauf hin, dass Süle in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird. Da sein Vertrag nicht verlängert wird, war es damit wohl ein ganz bitteres Ende seiner Dortmunder Zeit. (sid/dj)
Getöse mit Tradition, spektakulär, bunt und verdammt laut.Am Freitagabend platzte das dritte und letzte Feuerwerk des diesjährigen Hamburger Frühlings-Doms auf dem Heiligengeistfeld mitten in die umkämpfte Nachspielzeit des St. Pauli-Heimspiels hinein. Bumm! Boom! Bäng!Es war aber nur das zweite große Feuerwerk auf dem Kiez an diesem Abend. Das wirdmal wieder teuerfür den FC St. Pauli, den eine Strafe durch den DFB erwartet, aber deutlich teurer für den 1. FC Köln, dessen Anhang im Millerntorstadion vor dem Anpfiff Silvester feierte.
Die sportlich bedeutsame Partie gegen die Kölner war auch in beiden Fankurven zum Pyro-Wettstreit geraten. Während sich die St. Pauli-Ultras auf der Südtribüne beim Einmarsch beider Mannschaften auf das Entzünden roter Bengalos beschränkt hatten, um die eigene Kurve zu erleuchten, waren im Gästeblock gegenüber auch noch Rauchtöpfe gezündet und Raketen abgeschossen worden – und das nicht zu knapp.
St. Pauli gegen 1. FC Köln mit viel Pyro – Anpfiff verspätet
Dicke Rauchschwaden hingen über der Spielfeldhälfte vor der Nordtribüne und zogen nur langsam ab, denn es war fast windstill. Die schlechte Sicht sorgte dafür, dass erst mit fünfminütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte. Die Spieler beider Mannschaften hielten sich mit kurzen Sprints und anderen Übungen warm.
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Es war auch diese Verzögerung, die dafür sorgte, dass das um 22.30 Uhr beginnende Dom-Feuerwerk ins laufende Spielgeschehen platzte und nicht erst nach Anpfiff des Spiels ertönte.
Mehr als 50 Bengalos in der Südkurve von St. Pauli
Das gesamte Spiel über war in beiden Kurven immer wieder Pyrotechnik gezündet worden, und jedes Mal hatte der Stadionsprecher gebetsmühlenartig verlesen, dass dies nicht erlaubt sei, was auch auf der Anzeigetafel zu lesen war. Allein: beides blieb – wenig überraschend – total wirkungslos.
Während in der Kurve der Köln-Fans immer wieder mal nur ein Bengalo gezündet wurde – vielleicht ein ökonomischer Ansatz der Sparsamkeit, oder aber sie hatten das Pulver schon gleich am Anfang nahezu komplett verschossen –, leuchtete es in der Südkurve der St. Pauli-Ultras mehrmals üppig. In der 23. Spielminute, in der 57. und 70. Minute sowie in der Nachspielzeit (90.+2) wurden jeweils rund ein Dutzend rote Fackeln gezündet.
Köln in Strafentabelle Zweiter hinter HSV, St. Pauli Neunter
Das Abbrennen von Pyrotechnik wird vom DFB pauschal mit 1000 Euro Geldstrafe pro Gegenstand sanktioniert, bei abgeschossenen Pyros sind es jeweils 3000 Euro. Eine Spielunterbrechung oder Verzögerung des Anpfiffs wird je nach Dauer noch härter bestraft: Ab einer Minute erhöht sich die Gesamtsumme um 50 Prozent, ab fünf Minuten um 100 Prozent. Das wird in diesem Fall den 1. FC Köln treffen. Die hohe Anzahl an Bengalos bei den St. Pauli-Ultras dürfte mit 50.000 bis 60.000 Euro zu Buche schlagen dürfte.
In der Strafentabelle der Bundesliga sind die Fans des 1. FC Köln mit einer Gesamtsumme von 604.000 Euro bislang übrigens Zweiter hinter dem HSV (634.400). St. Pauli liegt in diesem Ranking mit vergleichsweise bescheidenen 147.600 Euro auf Rang neun.
Wenn ein Schiedsrichter beim Fußball während des Spiels zu sehr im Mittelpunkt steht und auch nach dem Abpfiff noch ein großes Streitthema ist, dann ist das in der Regel kein gutes Zeichen. So war es bei der 1:3-Derbypleite der Hamburger in Bremen. Gleich vier Rote Karten verteilte Referee Florian Exner. Hinterher wurde auf beiden Seiten mit dem Kopf geschüttelt.
Richtig wild wurde es im Weserstadion zu Beginn der Nachspielzeit. Cameron Puertas hatte gerade das 3:1 für Werder geschossen. Zum Jubeln ging es auch vor die Gästekurve. Das gefiel den Hamburgern gar nicht. Es folgte eine Rudelbildung, in die auch beide Trainerbänke involviert waren. Die Folge: Exner zeigte beim HSV dem Physiotherapeuten Tim Roussis und kurz darauf auch Co-Trainer Loic Favé die Rote Karte. Bei Werder erwischte es Co-Trainer Jan Hoepner.
Auch Werder-Coach Thioune sieht den Referee kritisch
„Ich war mittendrin, habe aber wenige Dinge in dieser Rangelei gesehen, wo eine Rote Karte nötig gewesen wäre. Ich fand es ein Stück weit übertrieben, auch dann noch mal die Karten zu verteilen“, sagte Merlin Polzin. Werder-Coach Daniel Thioune war ebenfalls nicht einverstanden. Sein Kommentar: „Es ist sicherlich streitbar, wie man mit so einer Situation umgeht. Es war ein wenig überhöht. Vielleicht lässt sich das auch anders lösen.“
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Pikant: Favé soll zu dem Referee lediglich gesagt haben: „Du bist nervös, wie auf Pauli.“ Der Co-Trainer spielte damit auf Exners Auftritt zum Ende der vergangenen Saison bei einer 0:1-Niederlage der Kiezkicker gegen den VfB Stuttgart an. Damals hatte der Schiedsrichter gleich zwei St.-Pauli-Profis vom Platz gestellt und reichlich Kritik für seinen Auftritt bekommen. Dass diese Aussage nun direkt zu einer Roten Karte geführt haben soll, wirft Fragen auf. Zu sehen war, dass Exner nach Favés Worten keine Sekunde zögerte, sondern sofort Rot zückte.
Ärger über Rote Karte gegen HSV-Profi Philip Otele
Für den HSV war es im Nordderby nicht der einzige Schiri-Ärger. Auch dass vor Werders 2:1 kein Foul gegen Warmed Omari gepfiffen wurde, machte die Hamburger wütend. Hinter vorgehaltener Hand sprach man beim HSV von einer Konzessionsentscheidung, weil es auch vor dem HSV-Tor zum 1:1 einen härteren Zweikampf gegeben hatte. Auch die Rote Karte gegen Philip Otele, die es erst nach VAR-Einsatz gab, war diskutabel. Die Entscheidung sei „zu 100 Prozent“ falsch, sagte Polzin und hatte auch den Sky-Experten Martin Harnik auf seiner Seite, während mit Didi Hamann ein anderer Sky-Experte von einer klaren Rote Karte sprach.
„Diese Situationen und Entscheidungen haben sicherlich nicht dazu beigetragen, dass wir heute als Sieger vom Feld gehen können“, sagte Polzin, der allerdings auch betonte, dass die Gründe für die Niederlage in erster Linie in den eigenen Reihen gesucht werden müssen. Denn klar ist auch: Der HSV kassiert in dieser Saison viel zu viele Platzverweise.
Bayern gilt als Biergarten-Hochburg – doch auch der Norden kann offenbar ganz vorne mitspielen. In einem neuen, bundesweiten Biergarten-Ranking hat es auch ein Biergarten bei Hamburg unter die besten 25 Deutschlands geschafft.
Dabei handelt es sich um den Biergarten „Willkomm-Höft“ in Wedel (Kreis Pinneberg). Der beliebte Spot an der Elbe landet im aktuellen Ranking von „Tui“ auf Platz 12. An der Spitze des bundesweiten Rankings stehen das Hofbräuhaus München (Bayern), die Burg Hohenzollern (Baden-Württemberg) und das Bräustüberl Tegernsee (Bayern). Zunächst berichtete „t-online“.
Ranking von Tui: Biergarten bei Hamburg unter Top 25
Für die Auswertung hat „Tui“ nach eigenen Angaben mehr als 7800 Biergärten in ganz Deutschland anhand ihrer Google-Bewertungen verglichen. In den sogenannten Biergarten-Score flossen die durchschnittliche Sternebewertung und der Anteil der Fünf-Sterne-Bewertungen ein. Am Ende schafften es mehr als 5400 Betriebe in das große Ranking.
Dass ausgerechnet Wedel so weit oben auftaucht, kommt für viele Ausflügler im Norden wohl nicht überraschend. Das Willkomm-Höft kommt laut dem Ranking im Schnitt auf 4,7 Sterne bei Google. Besonders stark: 66,4 Prozent der 7457 Google-Bewertungen entfallen auf fünf Sterne. In der separaten „Tui“-Liste der besten Biergärten außerhalb Bayerns liegt das Willkomm-Höft sogar auf Rang sieben.
Wedel: Biergarten an der Elbe mit Blick aufs Wasser
Der Reiz des Biergartens liegt vor allem in seiner Lage. Das Willkomm-Höft gehört zum Neuen Schulauer Fährhaus und liegt direkt an der Elbe, eingebettet in die bekannte Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel. Gäste sitzen dort mit freiem Blick aufs Wasser, während Container- und Kreuzfahrtschiffe vorbeiziehen. Wer also ein kühles Bier mit Elbblick sucht, findet jetzt nicht nur einen Klassiker im Umland – sondern offiziell auch einen der beliebtesten Biergärten des Landes. (aba)
Abgelegene Orte, klare Nächte und Geduld: Wer Sternschnuppen sehen will, sollte am 22. April früh aufstehen, sagt ein Experte aus dem Planetarium Hamburg. Spielt das Wetter auch mit?
Es ist wieder Sternschnuppenzeit: Wie jedes Jahr schießt rund um den 20. April ein wahrer Sternschnuppenstrom über den Himmel, die sogenannten Lyriden. In der zweiten Hälfte des Aprils kommt es nun wieder zu dem auffälligen Sternschnuppenstrom, wie der Direktor des Planetariums Hamburg, Björn Voss, erklärt. Chancen auf einen wolkenfreien Himmel sind im Norden durchaus vorhanden.
Wolkenfreier Himmel in den Sternschnuppennächten
Von Dienstag (21. April) an, also einen Tag vor dem Höhepunkt des großen Sternschnuppenstroms, soll der Himmel über Deutschland zunehmend wolkenfrei werden, heißt es vom Deutschen Wetterdienst. Wer sich die Sternschnuppen anschauen will, sollte sich allerdings warm anziehen: Die Temperaturen können in der Nacht auf bis zu minus 2 Grad Celsius sinken.
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Und wann sind die Chancen am höchsten?
Die meisten Sternschnuppen sollen in den frühen Morgenstunden des 22. Aprils zu sehen sein, also in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch. Planetariumsdirektor Voss empfiehlt, auf dem abgelegenen Land in klaren, dunklen Gebieten nach den Sternschnuppen Ausschau zu halten. Rund 20 Schnuppen pro Stunde seien durchaus drin. Die sandkorngroßen Himmelskörper seien mit etwa 49 Kilometern pro Sekunde unterwegs.
30 Minuten Handypause, um Sternschnuppen sehen zu können
Um das Himmelsschauspiel sehen zu können, müssen sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnen. Deshalb gelte es, den Augen gut 30 Minuten Zeit zu lassen, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen, sagt Voss. Der Experte empfiehlt, während dieser 30 Minuten weder auf das Handy noch auf den Mond zu schauen.
Der Ausstrahlungspunkt des Sternschnuppenstroms ist das Sternenbild Leier. Der lateinische Name dafür ist Lyra, daher auch der Name Lyriden. Das Sternenbild besteht aus vier Sternen, die verbunden ein Parallelogramm ergeben und dem vergleichsweise hellen Hauptstern Wega, der oberhalb des Rechtecks zu finden ist. Wenn das Sternenbild Leier nach Mitternacht hoch am Firmament steht, sind die Chancen für die Sichtung von Sternschnuppen am höchsten.
Tipps für das Fotografieren von Sternschnuppen
Wer die Sternschnuppen fotografieren will, sollte laut Björn Voss ein stabiles Stativ und ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv mit hohen Iso-Werten verwenden.
Mit einer langen Belichtungszeit von 15 bis 20 Sekunden sollte nicht erst beim Sichten einer Schnuppe fotografiert werden. Stattdessen sei es sinnvoll, im Intervall-Modus regelmäßig Fotos machen. Daher empfiehlt der Experte: „Die Powerbank nicht vergessen!“ (dpa/mp)
Picasso, der Titan der Kunst, der nimmermüde Superschöpfer. Es ist gar nicht so einfach, über ihn zu schreiben und nicht in Klischees zu verfallen. Doch ist die Faszination des spanischen Meisters bis heute ungebrochen. Neben seinem malerischen Werk begeistert vor allem sein Schaffen als Zeichner und Plakatkünstler. Seine grafischen Arbeiten fassen die großen Themen des Künstlers zusammen: die Liebe zur Kunst der Antike und Afrikas, zum Theater, zu Zirkus und Stierkampf, aber auch zu den alten Meistern und Erotik.
Doch Pablo Picasso konnte auch anders. Wie seine Tierzeichnungen zeigen: Sein kleiner Pinguin aus dem Jahr 1907 entstammt einer ganzen Reihe von Tierbildern und machte als Poster oder Massenedition eine Riesenkarriere: Ganz schnell, mit einem einzigen Strich zu Papier gebracht, zeigt Picasso hier, was für ein minimalistischer Zauberer er sein konnte. „Le Pingouin“ ist eine seiner bekanntesten Zeichnungen, aber auch seine anderen Tierbilder, etwa des Dackels „Lump“ oder einer Eule, sind weltweit bekannt.
Mehr als 80 Originalwerke
Mehr als 80 seiner Originalplakate und Lithografien aus Privatsammlungen sind nun unter dem Titel „Die Picassos kommen!“ in der Fabrik der Künste zu sehen: Werke eines Meisters, der in der Zeichnung und Grafik stets ein wichtiges Experimentierfeld gesehen hat. Diese Arbeiten wirken in besonderer Weise auf den Betrachter. „Um zu wissen, was man will, muss man anfangen zu zeichnen“, hat Picasso selbst die Bedeutung seines grafischen Werks beschrieben.
Die Plakatkunst entsteht bei Picasso oft mit nur wenigen schnellen Strichen. Und die Ausstellung führt die handwerkliche Präzision eines Künstlers vor Augen, der sich immer wieder mit dem Medium Plakat auseinandergesetzt hat – und das in einer beeindruckenden Stilvielfalt, bei der er zwischen Farblithografie und Linolschnitt, zwischen Schrift, Zeichnung und Motiv wechselte – und sich um klassische Gestaltungsregeln herzlich wenig scherte – „Die Picassos kommen!“ muss man sehen!
Fabrik der Künste: Bis 26.4., Mi-Fr 14-18 Uhr, Sa-So 12-18 Uhr, Kreuzbrook 12, Eintritt frei; „Collector’s Talk“ am 18.4., 17 Uhr, fabrikderkuenste.de
Der Plan7 vom 17. April 2026MOPO
Der Plan7 vom 17. April 2026
Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.
Nicht nur die Fahrt mit dem Auto wird wegen der aktuell horrenden Spritkosten zum Luxusvergnügen: Auch die Kerosinpreise haben sich infolge des Krieges im Nahen Osten fast verdoppelt – was sich wiederum auf die Ticketpreise von Flugreisen niederschlägt. Wer diesen Sommer einen Urlaub außerhalb von Balkonien plant, wird also tiefer in die Tasche greifen müssen. Mit welchen Auswirkungen des Iran-Krieges noch zu rechnen ist, ob die Urlaubsplanung zusätzlich durch Streiks gefährdet wird und wie man noch ein Urlaubsschnäppchen ergattern kann, das erfahren Sie hier.
Kommt es in den Sommerferien zu Streiks?
Vergangene Woche haben sowohl die Piloten als auch das Kabinenpersonal der Lufthansa an mehreren Tagen gestreikt. Die Folge: Am Flughafen Hamburg wurden zahlreiche Flüge gestrichen. Auch bei Eurowings legten die Piloten ihren Dienst nieder – obwohl ein Sprecher auf MOPO-Anfrage sich bezüglich der Tarifverhandlungen zuversichtlich gezeigt hatte. Mit dem Ausstand fordern die Piloten eine Anhebung der betrieblichen Altersvorsorge und höhere Löhne für die Beschäftigten der Lufthansa Cityline, während die Flugbegleiter für bessere Arbeitsbedingungen nach dem Manteltarifvertrag kämpfen. Ein erster Schlichtungsversuch am Mittwoch scheiterte – eine Einigung ist nicht in Sicht. Daher können auch für die kommenden Monate keine Streiks ausgeschlossen werden. Übrigens auch in den Nachbarländern: Aktuell kam es in Italien und Spanien zu Fluglotsenstreiks.
Wie teuer werden die Ticketpreise?
Durch den Nahostkrieg ist der Öltransport in der Straße von Hormus zum Erliegen gekommen. Das Kerosin wird knapp und daher teuer. Das wird sich auf die Ticketpreise von Flugreisen niederschlagen. Während der Osterreisezeit haben viele Airlines in Europa zwar noch auf bestehende Terminkontrakte verwiesen, mit denen sie sich auf längere Sicht günstigere Treibstoffpreise gesichert haben. Die Preise ziehen trotzdem an: Die Mitarbeiterin eines Hamburger Reisebüros spricht von deutlichen Steigerungen im Vergleich zum Vorjahr. Medienberichten zufolge hat sich der Kerosinpreis seit Ausbruch des Krieges mehr als verdoppelt!
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Die Lufthansa teilt auf Anfrage mit: „Weil das geopolitische Umfeld weiterhin sehr volatil und von kurzfristigen Veränderungen sowie Marktschwankungen geprägt ist, können sich die Ticketpreise weiter erhöhen. Derzeit ist jedoch eine unverändert hohe Nachfrage nach Reisen zu verzeichnen, obwohl bereits Ticketpreiserhöhungen durchgeführt werden mussten.“ Experten gehen von bis zu 26 Prozent Steigerung aus.
Für die Preiserhöhung nutzen die Fluggesellschaften auch das altbekannte Instrument von Kerosinzuschlägen. Diese verstecken sich bei den Airlines der Lufthansa Group und anderen in dem Posten „International Surcharge“, der je nach Ziel stark variieren kann.
Ist mit Flugstreichungen zu rechnen?
Aufgrund des Konflikts im Nahen Osten hat die Lufthansa-Gruppe alle Flüge vom Hamburger Flughafen in den Nahen Osten bis zum 30. April gestrichen. Außerdem werden aus „operationellen Gründen“ mehrere Fluglinien in die Kriegsregion bis zum 24. Oktober ausgesetzt. Das betrifft Destinationen wie Abu Dhabi, Beirut, Riad und Teheran. Flüge nach Tel Aviv und Dubai sind bis zum 31. Mai ausgesetzt.
An dem seit März veröffentlichten Sommerflugplan gibt es darüber hinaus zurzeit keine Änderungen, so eine Sprecherin des Hamburg Flughafens.
Wird ein gebuchter Flug gestrichen, hat man nach europäischem Recht das Recht auf die Erstattung des Ticketpreises oder kann auf die Umbuchung auf einen anderen Flug verlangen. Das gilt dann, wenn die Airline ihren Sitz in der EU hat oder der Flug von einem EU-Flughafen starten soll.
Welche Urlaubsziele werden jetzt beliebter?
Die Nachfrage nach bewährten Reisezielen steigt in Krisensituationen. Dazu gehören etwa Spanien, Portugal und Griechenland. Auch aufgrund der erhöhten Nachfrage können hier die Ticketpreise steigen. Und bei zusätzlichen Flügen heißt es: schnell sein. Denn diese sind aktuell fix ausgebucht.
Wo kann ich noch ein Schnäppchen machen?
Ja, das geht! Eine Mitarbeiterin eines Hamburger Reisebüros verrät, wie: „Seit Ausbruch des Krieges merkt man eine deutliche Verschiebung der Reisepräferenzen von Ost nach West.“ Daher lockten gerade die Urlaubsregionen, die relativ nahe am Krisengebiet im Nahen Osten liegen, nun mit attraktiven Preisen. Darunter Ägypten und die Türkei. Für diese Regionen hat das Auswärtige Amt (AA) keine Reisewarnung ausgesprochen. Es ist allerdings ratsam, bei der diesjährigen Reiseplanung die Warnungen des AA im Auge zu behalten.
Und wer kann, sollte seine Urlaubsplanung auf die Zeit außerhalb der Sommerferien schieben. Wem nichts anderes übrig bleibt, rät sie zum regelmäßigen Preisvergleich. Denn: Die Kosten für Flüge ändern sich täglich.
Ein weiterer Geheimtipp für alle, die günstig verreisen wollen: Auf das Flugzeug verzichten und Urlaubsziele unweit der deutschen Grenze ins Auge fassen. „Vor allem Dänemark, die Niederlande und Polen sind gerade im Kommen“, verrät sie.
Urlaub in den Nachbarländern lohnt sich dieses Jahr: Dänemark, die Niederlande und Polen sind besonders beliebt.Imago
Urlaub in den Nachbarländern lohnt sich dieses Jahr: Dänemark, die Niederlande und Polen sind besonders beliebt.
Lohnt sich Urlaub in Deutschland?
Das Mittelmeer ist schön, keine Frage. Doch auch Nord- und Ostsee haben was zu bieten und erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Der Hamburger FeWo-Anbieter Travanto hat ein Ranking der beliebtesten Küstenorte für die Sommersaison 2026 herausgegeben: Ferienwohnungen auf den Nordseeinseln Norderney und Föhr sind demnach bereits zu 62 Prozent belegt! Teuer wird es vor allem, man ahnt es, auf Sylt. Rund 1634 Euro für einen einwöchigen Aufenthalt in einer Ferienwohnung für vier Personen.
Wesentlich günstiger und damit ein echter Geheimtipp ist nach Travanto-Auswertung die Nordseeinsel Föhr. Hier liegt der Durchschnittspreis bei gleichen Konditionen bei nur 990 Euro. Auch Ferienwohnungen in den Ostseebädern Rerik und Dahme sind für gut 1000 Euro zu haben und bieten somit eine preiswerte Alternative zu den teureren Nordseeinseln. Nach einer internen Analyse seien die Preise für Unterkünfte im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent gestiegen.