Es gibt Marzipanbrote, die großen 300-Gramm-Schokoladentafeln, Pralinen, „Goldhasen“ und noch viel mehr: Seit Monaten werden Hamburger Flohmärkte mit Produkten von Lindt und Niederegger überschwemmt. An fast allen diesen Ständen verlangen die Anbieter den halben Ladenpreis. Wie geht das? Steckt etwa eine „Schoko-Mafia“ hinter diesen leckeren Angeboten?
Die 32 Goldhasen à 50 Gramm waren noch original in einem braunen Karton verpackt. Ich kaufte das Paket für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Bahrenfelder Trabrennbahn. Zwei Stände weiter erstand ich die 300-Gramm-Tafel Lindt „Weiss-Mandel“ für fünf Euro. Natürlich hab’ ich das Mindesthaltbarkeitsdatum gecheckt. Es war der 30.6.2026. Den Kollegen in der MOPO-Redaktion hat es jedenfalls prima geschmeckt – nichts angelaufen oder gar verdorben.
MOPO-Reporter Thomas Hirschbiegel mit den 32 Goldhasen, die er für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Trabrennbahn Bahrenfeld erstanden hat.Florian Quandt
MOPO-Reporter Thomas Hirschbiegel mit den 32 Goldhasen, die er für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Trabrennbahn Bahrenfeld erstanden hat.
Edle Schokolade auf dem Flohmarkt – was steckt dahinter?
Solche Schoko-Stände, die oft auch exklusive Marzipan-Produkte von Niederegger anbieten, sind derzeit auf fast jedem Flohmarkt in Hamburg oder dem Speckgürtel zu finden. Was steckt dahinter?
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16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
28 Seiten Plan 7: Endlich wieder nachts ins Museum & Ausgeh-Tipps für jeden Tag
Auf MOPO-Anfrage erklärte Lindt-Sprecherin Leonie Barbier entschieden: „Lindt & Sprüngli führt grundsätzlich keine Direktverkäufe auf Flohmärkten durch!“ Sie bat um Übermittlung des „L-Codes“ auf dem Karton der in Bahrenfeld gekauften „Goldhasen“. Die ergatterten wir übrigens vor Ostern. Nach den Feiertagen gibt es die Oster-Produkte auch im offiziellen Handel zum halben Preis.
Lindt-Sprecherin kann nicht nachvollziehen, wie die Schokolade dort landete
Doch die Überprüfung der Charge durch Lindt brachte kein Ergebnis. Die Sprecherin: „Wir können nicht nachvollziehen, wie die Waren auf Hamburger Flohmärkte gelangt sind.“
Ähnlich äußerte sich Kathrin Gaebel, die Sprecherin von Niederegger in Lübeck: „Diese Flohmarktverkäufe sind natürlich kein Vertriebsweg von uns.“ Sie rät von Flohmarkt-Käufen ihrer Ware ab, weil bei diesen Angeboten die übliche Lieferkette sicher nicht eingehalten wurde und die Produktqualität nicht garantiert werden könne.
Aber wo könnten die leckeren Süßigkeiten herstammen? Ein Kollege meint lachend: „Die sind sicher irgendwo einfach vom Laster gefallen.“ Die Polizeien in Norddeutschland berichten ja tatsächlich regelmäßig von geplünderten Lkw-Ladungen auf Autobahn-Parkplätzen. Auf Nachfrage zeigten sich Flohmarkt-Verkäuferinnen auf der „Flohschanze“ an der Feldstraße und in Bahrenfeld einsilbig, behaupteten, das habe alles so seine schöne Ordnung, es seien eben „Sonderangebote“. Tja, schmecken tut die Ware jedenfalls.
Blutige Tat in Hamm: Am frühen Sonntagmorgen erlitt ein Mann bei einer mutmaßlichen Messerattacke schwere Stichverletzungen. Die Polizei fahndete nach dem Tatverdächtigen – mit schnellem Erfolg.
Nach der mutmaßlichen Messerattacke auf einen 27-Jährigen hat die Polizei am Sonntagmorgen einen 33-jährigen Mann noch in Tatortnähe vorläufig festgenommen.
Mann mutmaßlich im Schlaf attackiert
Laut Polizei soll sich der Angriff um kurz nach 6 Uhr in einer Wohnung am Südkanal im Bereich Osterbrookplatz ereignet haben. Demnach sei der 27-Jährige zuvor mit seinem 33-jährigen Bekannten in dessen Wohnung angekommen und habe sich dort direkt schlafen gelegt.
Kurze Zeit später soll der 33-Jährige den bereits Schlafenden dann mit einem Messer am Oberkörper verletzt haben. Warum, ist noch unklar. Danach flüchtete der Angreifer in unbekannte Richtung.
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Die Polizei leitete sofort mit zehn Streifenwagenbesatzungen die Fahndung ein – mit Erfolg. Der Tatverdächtige wurde noch in der Nähe angetroffen und vorläufig festgenommen. In der Wohnung fanden und sicherten die Einsatzkräfte außerdem das mutmaßliche Tatmesser. Ein Atemalkoholtest bei dem 33-Jährigen ergab laut Polizei einen Wert von mehr als 2,2 Promille.
Der verletzte 27-Jährige wurde durch den Rettungsdienst versorgt und mit potenziell lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist nach Polizeiangaben stabil.
Der 33-jährige Tatverdächtige soll nun dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft. (mp)
Die Pleite in Bremen (1:3) erlebte Luka Vuskovic von der Tribüne aus. Alle Hoffnungen, dass es der angeschlagene Kroate in den HSV-Kader schaffen würde, waren vergebens. Bereits zum zweiten Mal in Folge fehlte Vuskovic, wie in der Woche zuvor in Stuttgart (0:4) wurde er auch beim Derby schmerzlich vermisst. Die bange Frage, die sich derzeit wohl alle HSV-Fans stellen: Wann kann der Überflieger dieser Saison wieder spielen? Und wie schwer ist er wirklich verletzt? Alle Vorzeichen deuten auf eine schwerere Blessur hin als zunächst angenommen.
Der HSV und das Vuskovic-Rätsel. Offiziell ist von einer Knieprellung die Rede, die den 19-Jährigen derzeit daran hindert, Fußball zu spielen. Vor knapp zwei Wochen erhielt er im Training einen Schlag, seitdem war er nicht mehr auf den Trainingsplätzen zu sehen. Ein ungewöhnlich langer Zeitraum für eine Verletzung dieser Art.
Auch gegen Hoffenheim wird Vuskovic dem HSV wohl fehlen
Tatsächlich soll sein Gelenk auch deutlich schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden sein, als es nach außen hin kommuniziert wird. Man müsse von Woche zu Woche schauen, heißt es. Aber: Zumindest sein Einsatz am kommenden Samstag gegen Hoffenheim (18.30 Uhr/Liveticker auf mopo.de) sei in jedem Fall stark gefährdet.
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Offen ist, welches Mitspracherecht Tottenham Hotspur in Bezug auf das Vuskovic-Comeback hat. Der Abwehrmann steht bis 2030 beim akut abstiegsgefährdeten Premier-League-Klub unter Vertrag und spielt in dieser Saison auf Leihbasis beim HSV. Nach MOPO-Informationen unterzog er sich Ende vergangener Woche in London eingehenden Untersuchungen, weil sich die „Spurs“-Bosse ein genaues Bild von der Verletzung machen wollten.
HSV-Profi Vuskovic ließ sich in London behandeln
Dass sich Leih-Profis von den Medizinern ihres Stammvereins untersuchen lassen, ist kein ungewöhnlicher Vorgang. Das aber stützt die Vermutung, dass es sich um eine schwerere Blessur als ursprünglich kommuniziert handelt. Wegen einer Prellung wäre Vuskovic kaum nach London gereist.
Dank für den Support: Luka Vuskovic und seine HSV-Kollegen wanderten nach dem Abpfiff zu den HSV-Fans.imago/Jan Huebner
Dank für den Support: Luka Vuskovic und seine HSV-Kollegen wanderten nach dem Abpfiff zu den HSV-Fans.
Wie sehr der Jungstar dem HSV fehlt, wurde in Bremen insbesondere beim Gegentreffer zum 0:1 deutlich, als Werders Jens Stage in der Mitte quasi unbedrängt hochstieg und einköpfen konnte. Kaum vorstellbar, dass dieser Treffer auf diese Art und Weise gefallen wäre, wenn der HSV auf den kopfballstärksten Spieler der Bundesliga hätte zurückgreifen können.
Der HSV hat ohne Vuskovic noch kein Spiel gewonnen
Ohnehin ist die HSV-Bilanz ohne Vuskovic alarmierend. Seit er Ende August 2025 nach Hamburg wechselte, kam er bislang viermal nicht zum Einsatz. Keine einzige dieser Begegnungen konnte der HSV gewinnen. Weder unmittelbar nach dem Wechsel gegen St. Pauli (0:2), noch Ende Februar in Mainz (1:1), als der Nationalspieler seine Gelbsperre absitzen musste. Dazu kamen nun die jüngsten Pleiten in Stuttgart und Bremen.
Seit Freitag ist der Elbtunnel, durch den die A7 führt, für Fahrzeuge gesperrt. Dennoch bleibt der Verkehr rund um Hamburg wohl entspannt.
Die Sperrung der A7 zwischen den Anschlussstellen Stellingen und Heimfeld sorgt wohl nicht für größere Verzögerungen im Verkehr. Wie eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale Hamburg sagte, ist die eingerichtete Umleitung frei.
A7: Geringer Zeitverlust trotz Sperrung
Wie sich die Situation im Laufe des Tages entwickele, sei schlecht einzuschätzen. Auch der ADAC rechnet derzeit für Reisende in Richtung Süden mit einem geringen Zeitverlust von rund drei Minuten.
Seit Freitagabend ist die Autobahn rund um den Elbtunnel gesperrt. Die 55-stündige Sperrung soll planmäßig am Montagmorgen aufgehoben werden. Der Verkehr wird weiträumig über die A1 und A27 durch Schleswig-Holstein umgeleitet. (dpa/mp)
Schalke 04 kann nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit allmählich die Feier zur Rückkehr in die Fußball-Bundesliga planen. 1058 Tage nach dem fünften Abstieg der Vereinsgeschichte machten die Königsblauen mit dem souveränen 4:1 (2:0) gegen den Tabellenletzten Preußen Münster den nächsten großen Schritt zum Wiederaufstieg.
Kapitän Kenan Karaman mit seinem 13. Saisontreffer (36.), ein Eigentor von Jannis Heuer (45.), Adil Aouchiche mit seinem Debüt-Treffer (50.) und Moussa Sylla (66.) sicherten der Mannschaft von Trainer Miron Muslic den elften Heimsieg der Saison. Für Münster traf Shin Yamada (82.). Vier Runden vor Schluss wuchs nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage der Schalker Vorsprung vor dem Relegationsplatz auf sechs Punkte. Bereits in zwei Wochen am 2. Mai gegen Fortuna Düsseldorf könnten die Gelsenkirchener den Aufstieg perfekt machen.
Schalke, wieder mit dem zuletzt gesperrten Karaman, aber weiter ohne die bosnischen WM-Fahrer Edin Dzeko und Nikola Katic, begann furios. Karaman (5.) und Soufiane El-Faouzi (10.) verfehlten mit Schüssen knapp das Tor. Dann rettete Preußen-Keeper Johannes Schenk bei Kopfbällen von Karaman (13.) und Timo Becker (14.) in höchster Not.
4:1 gegen Münster: Schalke nutzt Paderborn-Patzer
Danach verteidigte Münster konzentrierter, Schalke tat sich plötzlich schwer, Räume zu finden – bis Karaman nach Flanke von Dejan Ljubicic per Kopf zum 1:0 traf. Nach einer Ecke von Aouchiche lenkte Heuer den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor. Beim 3:0 patzte der zuvor so starke Schenk. Dann legte auch noch Dzeko-Ersatz Sylla nach.
Am Vorabend hatten die Verfolger Hannover 96 und SC Paderborn beim 1:1 die Punkte geteilt – und sich anschließend gemeinsam geärgert. „Ein Punkt ist zu wenig für das, was wir heute geleistet haben“, befand SC-Kapitän Felix Götze bei Nitro, „das war auf jeden Fall unser bestes Auswärtsspiel.“ Götze selbst hatte die Gäste in Führung gebracht (40.), Benjamin Källman glich aus (78.).
„Heute wollten wir gewinnen, das haben wir nicht geschafft“, sagte 96-Trainer Christian Titz,„jetzt schütteln wir uns, besprechen das und wollen nächste Woche auswärts wieder drei Punkte holen.“ Bereits am Freitag hatte sich die SV Elversberg nach dem 1:2 gegen Schalke mit einem lockeren 3:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC zurückgemeldet, die Saarländer liegen nun wieder hinter Paderborn auf dem Relegationsplatz. (sid/dj)
Auf diese Nachricht aus seiner Heimat München hätte Julian Nagelsmann sicher gerne verzichtet. Der Bundestrainer muss seine WM-Mission und die Reise in die USA womöglich ohne Schlüsselspieler Serge Gnabry antreten – und dürfte schon bald zu einem Umdenken in den eigenen Offensivplanungen gezwungen werden.
Der 30 Jahre alte Fußballprofi erlitt nach Angaben des FC Bayern einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel und fällt deshalb „für längere Zeit“ aus. Nähere Informationen gab es zunächst nicht. „Eine ganz bittere Nachricht„ sei das, ließ Nagelsmann mitteilen. Er habe am Samstag Kontakt zu dem Spieler gehabt und „ihm gesagt, dass wir auch in der Nationalmannschaft alle hinter ihm stehen“, so der 38-Jährige: „Wir alle werden ihn bestmöglich unterstützen, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen kann.“
Gnabrys Ausfall ist eine schlechte Nachricht sowohl für die DFB-Elf als auch für die Münchner Triple-Jäger, die in der Champions League und im DFB-Pokal vor den entscheidenden Saisonwochen stehen.
Nagelsmann: Umdenken in der Offensive nötig
In den vergangenen acht Länderspielen brachte Nagelsmann Gnabry jeweils von Anfang an. Der gebürtige Stuttgarter steuerte in diesem Zeitraum – wie sonst nur Stürmer Nick Woltemade – vier Treffer bei. Eine Auskunft zu Gnabrys WM-Perspektive gab es von Nagelsmann und dem DFB am Sonntag nicht.
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus prognostizierte bei Sky indes einen Wettlauf mit der Zeit. „Für mich bedeutet es eine Pause von acht Wochen. Dann wird es natürlich super, super eng für die WM. In fünf Wochen wird der Kader bekanntgegeben“, sagte Matthäus. In persönlichen Worten sprach er via TV-Kamera direkt zu Gnabry: „Ganz Deutschland drückt Dir die Daumen. Du bist ein Mehrwert für die deutsche Nationalmannschaft.“
Serge Gnabry (l.) muss darum zittern, mit Kapitän Joshua Kimmich & Co. zur WM zu fahren.picture alliance / U. Hufnagel | Ulrich Hufnagel
Serge Gnabry (l.) muss darum zittern, mit Kapitän Joshua Kimmich & Co. zur WM zu fahren.
Für Nagelsmann, dessen Team am 14. Juni gegen WM-Debütant Curaçao in das XXL-Turnier startet, dürfte die Verletzung die komplette Statik seiner Offensive verändern. Als Bayern-Stammspieler war Gnabry zuletzt im DFB-Team gesetzt. Sein Tempo, seine Erfahrung und seine Torgefahr standen als ideale Ergänzung zu den feinen Füßen um Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz.
Die größten Auswirkungen wird der Ausfall des vielseitig einsetzbaren Gnabry auf Musiala haben, denn er ist sowohl beim FC Bayern als auch im DFB-Team betroffen. Hatte der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn dem angehenden Fußball-Superstar unlängst noch zu einem WM-Verzicht nach langer Verletzungspause geraten, dürfte Musiala nun zum Schlüsselbaustein für Nagelsmann und Bayern-Trainer Vincent Kompany werden.
Gnabry-Verletzung mit Folgen für Musiala, Sané und Karl
Musiala zeigte zuletzt beim 5:0 der Münchner beim FC St. Pauli sowie beim wilden 4:3 gegen Real Madrid einen deutlichen Aufwärtstrend. Kahns Vorschlag bügelte der 23-Jährige direkt ab. „Nein, auf jeden Fall will ich zur WM“, antwortete Musiala deutlich. „Mein Fokus ist jetzt auf Bayern gerichtet. Ich will der Mannschaft helfen, alles zu gewinnen. Und dann ist mein Fokus, dem Land und der Nationalmannschaft zu helfen“, fügte der Bayern-Profi an.
Auch der sportlich umstrittene Türkei-Legionär Leroy Sané und Bayern-Jungstar Lennart Karl dürften mit Blick auf die WM eine größere Rolle einnehmen als bislang gedacht. Karl laboriert selbst aktuell an einer Oberschenkelverletzung, wird aber deutlich früher zurückerwartet als Gnabry. Diesem droht angesichts der Schwere der Verletzung ein monatelanger Ausfall zur absoluten Unzeit.
Eine präzisere Prognose gab es vonseiten der Münchner zunächst nicht. Die wegweisenden Halbfinals gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokal sowie Paris Saint-Germain in der Champions League werden aber in jedem Fall ohne Gnabry stattfinden. Dasselbe gilt auch für die Endspiele in Berlin und Budapest, falls Bayern diese erreicht.
Kompany trifft der Ausfall insofern schwerer als Nagelsmann, weil er deutlich weniger Alternativen hat. Da aktuell auch Karl verletzt fehlt, stellt sich die Bayern-Offensive für die großen K.o.-Duell fast von selbst auf. Hinter Torjäger Harry Kane bleiben derzeit eigentlich nur Musiala und die beiden Real-Torschützen Luis Diaz und Michael Olise. (dpa/dj)
Für HSV-Boss Eric Huwer war es eine sehr kurze Nacht – zu viel war zuvor bei der 1:3-Derbypleite in Bremen passiert. Dabei ging es längst nicht nur um die schmerzhafte Niederlage auf dem Rasen. Vor allem die schlimmen Bilder, für die Teile der HSV-Fans vor und nach dem Spiel gesorgt hatten, machten Huwer fassungslos. Nun will der Verein bei der Suche nach den Tätern helfen und hart durchgreifen.
„Da brauchen wir gar nicht irgendwie Wortklauberei zu bemühen. Es wurden Grenzen überschritten. Das ist ein absolutes No-Go“, sagte Huwer am Tag nach dem Nordderby. Ähnlich deutlich äußerte sich Cornelius Göbel, der beim HSV für die Bereiche Fans, Kultur und Nachhaltigkeit zuständig ist. „Der HSV verurteilt die Vorfälle in aller Klarheit. Was wir in Bremen gesehen haben – insbesondere das gezielte Abschießen von Pyrotechnik in Richtung anderer Zuschauerbereiche – stellt eine deutliche Eskalation dar.“
Sowohl Huwer als auch Göbel betonen, dass diese Vorfälle nichts mit der Fankultur zu tun haben, für die der HSV stehen will. Dasselbe gilt für den Polizeieinsatz nach dem Abpfiff im Gästebereich, der durch eine brennende Toilette ausgelöst worden sein soll. Die Ultras spielten dabei wohl nur eine untergeordnete Rolle. „Nach allem, was wir aktuell wissen, waren daran nicht die organisierten Strukturen der aktiven Fanszene beteiligt“, so Göbel. Und weiter: „Unabhängig davon müssen wir aber klar sagen: Die Zerstörung von Sanitäranlagen im Gästebereich ist nichts anderes als blanker Vandalismus. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung. Solche Handlungen haben mit Fankultur nichts zu tun, sondern sind reine Sachbeschädigung, und sie schaden letztlich allen Beteiligten.“
Nach dem Spiel kam es zum Polizeieinsatz im HSV-Block. Dabei wurden auch Polizisten körperlich attackiert.picture alliance / dpa /Carmen Jaspersen
Nach dem Spiel kam es zum Polizeieinsatz im HSV-Block. Dabei wurden auch Polizisten körperlich attackiert.
Verletzt wurde bei allen Vorfällen niemand. Das war angesichts der Bilder ein großes Glück. Nun geht es um die Aufarbeitung und um Konsequenzen. Der HSV steht dabei in engem Austausch mit den Werder-Verantwortlichen. „Wir werden den Bremer Kollegen behilflich sein, die Verursacher zu identifizieren. Wir werden den Behörden behilflich sein, die Verursacher zu identifizieren, und dann auch mit den bekannten Konsequenzen durchgreifen“, sagt Huwer.
HSV will klare Konsequenzen, aber keine Pauschalstrafen
Stadionverbote würden unter anderem zu den Konsequenzen gehören. Die klare Identifizierung aller Beteiligten dürfte allerdings schwer werden, denn in der Regel schützen sich die Fans untereinander. Eine Pauschalstrafe wäre aus HSV-Sicht jetzt allerdings der falsche Ansatz. „Dass nach solchen Bildern Konsequenzen gefordert werden, ist absolut nachvollziehbar. Die Vorfälle sind so gravierend, dass sie eine klare Antwort erfordern“, sagt Göbel, betont aber zugleich: „Wir wissen aus Erfahrung, dass pauschale Maßnahmen gegen ganze Gruppen oft nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Sie führen eher dazu, dass sich Strukturen weiter abschotten, dass sich interne Solidarität verstärkt. Deshalb halten wir es für entscheidend, Verantwortung dort zu adressieren, wo sie tatsächlich liegt. Das bedeutet, die konkret Beteiligten zu identifizieren, individuelles Fehlverhalten klar zu sanktionieren und strafrechtlich konsequent zu verfolgen.“
Klare Worte, auf die nun auch klare Taten und konkrete Ergebnisse folgen müssen. Leicht wird das sicher nicht. Doch für den HSV ist es alternativlos. Zu groß waren der Schaden und die rücksichtslose Gefährdung anderer, die einige Chaoten aus Hamburg am Samstag im Weserstadion verursachten.
Sogar in der argentinischen Sportzeitung „Olé“ war Marie-Louise Eta kurzzeitig der Aufmacher und verdrängte die Vorschau auf das Fußball-Superclásico zwischen Boca Juniors und River Plate von der Startseite. Das spanische Blatt „AS“ widmete der ersten Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga sogar ein eigenes Video. Gefühlt verfolgte die ganze Fußball-Welt das historische, wenn auch misslungene Debüt der Pionierin an der Seitenlinie des 1. FC Union Berlin.
„Die Vorfreude war riesig und ein ohrenbetäubender Jubel erschütterte das malerische Stadion An der Alten Försterei, als Marie-Louise Eta aus den Katakomben kam. Kein einziges Objektiv der Fotografen war nicht auf sie gerichtet. Und das war kein Wunder, denn sie wurden Zeugen eines historischen Moments“, schrieb die spanische „Marca“ nach dem 1:2 der Köpenicker gegen den VfL Wolfsburg.
Schon vor dem Anpfiff bot sich auf dem Rasen ein lustiges Bild, denn es entwickelte sich eine kleine Verfolgungsjagd. Eta eilte zunächst zum einen Spielfeldrand für ein DAZN-Interview, dicht gefolgt von einer Schar Fotografen. Kurz darauf wiederholte sich die Szene, als die 34-Jährige die Seite wechselte, um auch dem Sky-Reporter Rede und Antwort zu stehen. „Sie stand im Mittelpunkt und zog alle Blicke auf sich. Eine echte Revolution“, schrieb „Diario Olé“.
Eta stellt klar: „Es geht nicht um mich“
Dass auch Eta die Negativserie der Eisernen nicht stoppen konnte und der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 nur noch sechs Zähler beträgt, schien zumindest die Welt-Presse nur am Rande zu interessieren. Die Nachfolgerin von Steffen Baumgart, die nur bis Saisonende die Profimannschaft der Männer coacht, war darum bemüht, den gewaltigen Medienrummel abzumoderieren.
Marie-Louise Eta konnte ihr Debüt nicht mit einem Sieg krönen. IMAGO/Steinsiek.ch
Marie-Louise Eta konnte ihr Debüt nicht mit einem Sieg krönen.
„Wir sind natürlich enttäuscht. Es geht um Fußball, es geht nicht um mich“, stellte die gebürtige Dresdnerin klar. Der gesellschaftlichen Signalwirkung ihrer Beförderung sei sie sich natürlich bewusst. „Aber darum geht es nicht. Es geht nicht darum, etwas zu genießen, sondern darum, Fußballspiele zu gewinnen“, bekräftigte die Union-Trainerin, die von ihren Anhängern als „Fußballgöttin“ begrüßt wurde.
Union zeigte eine der besten Offensivleistungen der vergangenen Monate, erspielte sich unzählige Großchancen, kam durch den späten Treffer von Oliver Burke aber nur zum Anschluss. Wolfsburg schöpft nach den Traumtoren von Patrick Wimmer und Dzenan Pejcinovic hingegen wieder Hoffnung im Abstiegskampf und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsrang auf zwei Zähler.
Trainerwechsel-Effekt: Neue Energie bei Union
Der allgemeine Tenor in den Berliner Reihen: Die Leistung hat gestimmt, das Ergebnis nicht. Christopher Trimmel erkannte definitiv einen Trainerwechsel-Effekt. „Es kommt neue Energie auf den Platz. Wenn du 26 Mal versuchst, aufs Tor zu schießen, machst du viel richtig. Die Art und Weise war echt gut heute“, befand der Österreicher.
Dass er nun von einer Frau trainiert werde, ändere für ihn aber genauso wenig wie für seinen Teamkollegen Ilyas Ansah. „Marie-Louise Eta ist meine Trainerin und davor hatte ich einen Trainer. Und es ist mir relativ egal, ob das ein Mann oder eine Frau ist. Das ändert nichts an der Art und Weise, wie ich das Spiel angehe“, erklärte der Stürmer, der zuvor zahlreiche Chancen vergeben und sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung war, am ARD-Mikro.
Abwehrspieler Derrick Köhn sprach von einer „sehr guten“ Chemie zwischen Eta und der Mannschaft. „Wir haben schnell zueinander gefunden. Wir fühlen uns sehr wohl mit ihr. Wir versuchen uns jetzt, auf Leipzig vorzubereiten und ihr dort Geschenke zu machen.“ (dpa/dj)
Faustschläge und Widerstand gegen die Polizei: Nach dem Derby zwischen dem HSV und Werder Bremen am Samstag eskalierte am Bahnhof Buchholz ein Streit zwischen HSV-Fans und weiteren Fahrgästen.
Am Samstagabend ist ein Streit am Bahnhof Buchholz (Kreis Harburg) eskaliert. Wie die Polizeiinspektion Harburg mitteilte, gerieten drei HSV-Fans gegen 20.20 Uhr am Gleis 1 mit mindestens zwei weiteren Fahrgästen eines Metronom-Zuges aneinander. Die Fans waren auf dem Heimweg vom verlorenen HSV-Spiel gegen Werder Bremen.
Polizei setzte Pfefferspray ein
Nach bisherigen Erkenntnissen wurde ein Mann während des Streits mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zuvor sollen die drei Männer bereits eine Bierdose geworfen haben, die eine weitere Person am Kopf traf und leicht verletzte.
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Kurz nach dem Notruf war die Polizei am Bahnhof und traf die drei Tatverdächtigen dort an. Die Männer versuchten laut Polizei zunächst, sich der Kontrolle zu entziehen. Einer von ihnen stieß einen Beamten zurück und ging bedrohlich auf ihn zu. Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray ein, um den Angriff zu stoppen. Anschließend wurde der Mann fixiert.
Jetzt sucht die Polizei Zeugen. Wer den Vorfall beobachtet hat oder Angaben machen kann, soll sich bei der Polizei Buchholz (Tel. 04181-2850) oder bei der Bundespolizeiinspektion Bremen (Tel. 0421-162995) melden. (mp)
Aufregung in Altona-Nord: An der Stresemannstraße ist es am Sonntag zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen – wegen einer Bedrohungslage.
Mehrere Streifenwagen standen am Sonntag um kurz vor 13 Uhr in der Stresemannstraße bei der Kreuzung zur Holstenstraße.
Mehrere Streifenwagen sind vor Ort.Privat.
Mehrere Streifenwagen sind vor Ort.
Altona: Einsatz wegen Bedrohungslage – Ursache unklar
Dort ist es zu einer Bedrohungslage gekommen, wie ein Sprecher des Polizei-Lagediensts sagte. MOPO-Informationen zufolge waren einige Einsatzkräfte auch mit Maschinenpistolen ausgestattet.
Vor Ort stellte sich die Lage jedoch als deutlich weniger gefährlich heraus als zunächst vermutet, so der Sprecher. Die Bedrohungslage war daher gegen 13.40 Uhr bereits beseitigt. Der Einsatz lief zu dem Zeitpunkt jedoch noch. Zur Ursache machte die Polizei zunächst keine näheren Angaben. (mp)
Wie schwer hat es ihn erwischt? Neben der Derby-Pleite in Bremen (1:3) und den insgesamt drei Roten Karten sorgte Miro Muheims Verletzung für zusätzlichen Schmerz beim HSV. Der Schweizer hatte sich nach 73 Minuten eine Knieblessur zugezogen und musste ausgewechselt werden. Droht dem Aufsteiger womöglich der nächste Ausfall eines Stammspielers?
Humpelnd und das rechte Knie dick bandagiert, trottete Muheim nach der Partie durch die Katakomben des Weserstadions in Richtung Kabine. Nach einem Zweikampf und Leonardo Bittencourts Schubser war der HSV-Profi unglücklich auf dem Boden aufgekommen und verdrehte sich dabei das Knie. Das sah so übel aus, dass nicht wenige Beobachter an eine schwere Verletzung dachten.
HSV-Trainer Polzin gab zunächst Entwarnung bei Muheim
Immerhin: Merlin Polzin gab nach der Partie zumindest teilweise Entwarnung, so weit es ihm eben möglich war. „Die ersten Untersuchungen waren aus unserer Sicht positiv“, stellte der Trainer fest, nachdem die anwesenden HSV-Mediziner einen ersten Check bei Muheim unternommen hatten. „Es sah nicht so aus, als ob mehr passiert wäre.“ Polzin betonte aber auch, dass man zunächst noch weitere Untersuchungen abwarten müsse.
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Diese sollen spätestens am Montag im Athleticum am Volkspark erfolgen. Dann wird sich herausstellen, wie schwer es Muheim erwischt hat. Für den Schweizer steht in den kommenden Wochen eine Menge auf dem Spiel. Zunächst will er mit dem HSV in den verbleibenden vier Saisonpartien den Bundesliga-Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Anschließend möchte der Linksfuß mit der Schweiz bei der WM für Furore sorgen. Seine Berufung in den Kader der Eidgenossen gilt als gesichert. Seit November 2024 wurde er in jeder Länderspielphase nominiert und kam zu insgesamt acht Einsätzen.
Beim HSV hofft man, dass Muheim bereits am kommenden Samstag gegen Hoffenheim (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) wieder zur Verfügung steht. Dann sollen nach Möglichkeit auch die in Bremen erneut fehlenden Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga wieder dabei sein.
Wow, bei diesen Summen kann einem schwindelig werden! Die San Diego Padres, eines der Topteams aus der Major League Baseball (MLB) in den letzten Jahren, stehen kurz vor dem Verkauf und sollen für eine Rekordsumme den Besitzer wechseln.
Laut Medienberichten wollen José Feliciano, Miteigentümer des Premier-League-Klubs FC Chelsea, und seine Frau Kwanza Jones 3,9 Milliarden Dollar für die Übernahme der Padres-Franchise zahlen. Zuerst hatte das „Wall Street Journal“ die krasse Zahl genannt. Diese würde die bisherige Höchstsumme klar übertreffen, 2020 hatte Steve Cohen die New York Mets für 2,4 Milliarden erworben.
Chelsea-Mitbesitzer José Feliciano kauft MLB-Team San Diego Padres
Der gebürtige Puerto Ricaner Feliciano und Jones sollen die Gebote von Tom Gores, Besitzer der Detroit Pistons (NBA), Joe Lacob, Besitzer der Golden State Warriors (NBA), sowie Dan Friedkin, Besitzer des Premier-League-Klubs FC Everton, überboten haben. Der Verkauf der San Diego Padres an den Chelsea-Mitbesitzer dürfte bereits Anfang der kommenden Woche über die Bühne gehen, 75 Prozent der MLB-Eigentümer müssen zustimmen.
The Seidler family is nearing a deal to sell the Padres for a league-record $3.9 billion to a private equity group led José E. Feliciano and Kwanza Jones, per multiple reports. pic.twitter.com/Wvf28mawGf
Die Padres waren im November von Angehörigen des 2023 verstorbenen Besitzers Peter Seidler zum Verkauf angeboten worden. Der vor allem bei Latinos beliebte Klub aus Kalifornien hat noch nie die World Series, die Finalspiele der MLB, gewonnen. Aktuell erlebt das Baseball-Team aus San Diego, der Stadt, die ihr NFL-Footballteam Chargers 2017 an Los Angeles verloren hat, die beste Phase seit der Gründung 1969.
San Diego Padres im Dauerduell mit den Los Angeles Dodgers
Die MLB-Superstars Shohei Ohtani (l./Los Angeles Dodgers) und Manny Machado (San Diego Padres)IMAGO/USA TODAY Network
Die MLB-Superstars Shohei Ohtani (l./Los Angeles Dodgers) und Manny Machado (San Diego Padres)
Gespickt mit Topstars wie Manny Machado, Fernando Tatis Jr., Xander Bogaerts oder Jackson Merrill haben die Padres in der vergangenen vier Jahren dreimal die Playoffs erreicht und konnten dort 2022 endlich auch den großen Divisions-Rivalen Los Angeles ausschalten. Die finanziell auf Rosen gebetteten Dodgers um Japan-Superstar Shohei Ohtani revanchierten sich allerdings 2024 auf dem Weg zur Meisterschaft an San Diego und konnten ihren Titel 2025 verteidigen.
Padres mit den zweitmeisten Zuschauern in der MLB
Aktuell dominieren die beiden Vereine aus Kalifornien die MLB. Die Dodgers haben mit 15 Saisonsiegen (in 20 Spielen) einen Traumstart hingelegt, die Padres liegen mit 14 Erfolgen aber direkt dahinter. In der vergangenen Spielzeit hatte Los Angeles mit 49.500 Fans den besten Zuschauerschnitt – gefolgt von San Diego, das 42.500 Zuschauer pro Heimspiel in ihr Stadion namens Petco Park lockt. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass es satte 81 Baseball-Partien pro Saison vor heimischen Publikum (und 81 Auswärtsspiele) gibt.
Wenn die Padres (hier Gavin Sheets) in San Diego spielen, ist das Stadion immer voll.picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Tony Ding
Wenn die Padres (hier Gavin Sheets) in San Diego spielen, ist das Stadion immer voll.
Auch diese Beliebtheit dürfte den Preis für Chelsea-Mitbesitzer José Feliciano in die Höhe getrieben haben. Die Padres-Fans hoffen nun, dass durch ihn die finanzielle Lücke zu den Dodgers etwas weiter geschlossen werden kann und noch mehr Stars nach San Diego gelockt werden. Nach 1984 und 1998 soll der dritte Einzug in die World Series her – und dann der erste Titel der Franchise-Geschichte.
Der Junge, der in Wilstorf bei einem schrecklichen Lkw-Unfall am vergangenen Mittwoch ums Leben kam, kickte in der U11 eines Sportvereins. Jetzt haben sich seine „Bravehearts“ gemeldet und gedenken des Elfjährigen in bewegenden Worten.
„Simon wird in Zukunft bei jedem Spiel in der Startaufstellung stehen, da er immer in den Herzen seiner Freunde und Freundinnen und damit ein Teil der Mannschaft sein wird.“ So schreibt der TV Meckelfeld auf Facebook. Simon hatte dort in der U11 bei den sogenannten „Bravehearts“ Fußball gespielt.
Weiter heißt es in dem Post: „Letzten Mittwoch ist das Schlimmste passiert, was uns als Eltern, Brüdern oder Schwestern passieren kann. Simon, ein Junge aus unserer U11 ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Seine Mannschaftskameraden- und kameradinnen, deren Eltern, der Trainer und wir als Verein sind zutiefst erschüttert. In Gedanken sind wir bei Simons Familie und wünschen ihnen in dieser furchtbar schweren Zeit ganz viel Kraft.“
Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, kurz nach 15 Uhr. Ein Lastwagenfahrer war vom Freudenthalweg in die Winsener Straße (B4), abgebogen und erfasste den Elfjährigen, der mit seinem Fahrrad unterwegs war.
Hunderte Motorradmotoren röhrten am Samstag durch den Kreis Schleswig-Flensburg: Im Rahmen einer Trauerfeier für ein verstorbenes Mitglied eines Motorradclubs fuhren Hunderte Biker in einem Konvoi. Doch schon kurz nach dem Start kam es zu einem schweren Unfall.
Die Motorradfahrer hatten sich am Samstag in der Gemeinde Busdorf versammelt. Von dort aus setzte sich der Konvoi gegen 13 Uhr in Richtung Harrislee in Bewegung, um einem verstorbenen Clubmitglied die letzte Ehre zu erweisen.
Zu Beginn nahmen 800 Menschen mit über 300 Motorrädern teil. Auf der Strecke seien weitere Fahrzeuge dazugestoßen. Wie viele Gefährte zum Schluss dabei waren, war laut Polizei unklar.
Unfall bei Motorradkorso: Biker bei Sturz schwer verletzt
Doch noch in Busdorf stürzte einer der Biker ohne Fremdeinwirkung, wie die Polizeidirektion Flensburg mitteilte. Demnach musste er wegen eines technischen Defekts an seinem Motorrad ausweichen, rutschte mit seiner Maschine weg und wurde schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Schleswiger Krankenhaus.
Die übrige Trauerfeier verlief laut Polizei ohne weitere Zwischenfälle. Unter Polizeibegleitung setzte der Konvoi seinen Weg fort und erreichte knapp eine Stunde später den Zielort in Harrislee. (mp)
Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, hat sich bei einem Zusammenprall verletzt. Der 29-Jährige musste nach dem 0:2 des FC Cesena beim FC Palermo in der zweiten italienischen Fußball-Liga Serie B ins Krankenhaus gebracht werden.
„Er hat eine Schnittwunde im Nackenbereich und wird von den Ärzten betreut, die uns hinsichtlich seines Allgemeinzustands beruhigt haben“, erklärte Trainer Ashley Cole.
Klinsmann war bei einer Abwehraktion am Samstag kurz vor Schluss mit einem gegnerischen Spieler zusammengeprallt und hatte dabei Berichten zufolge einen Schlag auf den Kopf bekommen. Die Nummer eins der Bianconeri sei wegen der Folgen eines Kniestoßes auf einer Trage vom Platz gebracht worden.
Kopftrauma-Protokoll: Klinsmann auf Trage vom Platz
Jonathan Klinsmann im Cesena-TrikotIMAGO/ABACAPRESS
Jonathan Klinsmann im Cesena-Trikot
Das Vorgehen entspricht dem üblichen Protokoll nach einem Kopftrauma, berichtete der „Corriere Romagna“. Der Schlag habe eine Wunde verursacht, die genäht werden musste, aber es gehe Klinsmann gut, sein Zustand gebe keinen Anlass zur Sorge.
Jonathan Klinsmann spielt seit Februar 2024 für Cesena, er war damals aus der Major League Soccer in den USA von LA Galaxy nach Italien gewechselt. Zuvor hatte er für den FC St. Gallen in der Schweiz und Hertha BSC sowie den US-Club UC Berkeley gespielt. (dpa/dj)
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Mittwoch, 15. April 2026
Horoskop heute: Widder
Verzetteln Sie sich nicht und reiben Sie sich nicht an anderen auf! Sie brauchen mehr Ruhepausen als sonst, um konzentriert zu sein. Spätabends finden Sie einen Kompromiss.
Horoskop heute: Stier
Halten Sie heute nicht an einem Irrtum fest, bleiben Sie in jeder Hinsicht nüchtern! Unkorrektheiten können rechtliche Schwierigkeiten bringen. Stehen Sie aufrichtig zu einem Fehler.
Nehmen Sie Spannungen in der Familie heute nicht auf die leichte Schulter. Am Nachmittag sollten Sie bereit sein, anderen zu verzeihen. Verlieren Sie sich nicht in düsteren Gedanken!
Horoskop heute: Krebs
In der Partnerschaft sollten Sie heute mehr Wärme und Entgegenkommen zeigen. Suchen Sie am frühen Abend das Gespräch. Finden Sie gemeinsam Ansätze für Problemlösungen.
Horoskop heute: Löwe
Wenden Sie sich heute Ihrem Partner zu, gehen Sie mehr auf ihn ein. Sie können ganz neue, liebenswerte Züge entdecken und Ihre Partnerschaft auf eine neue Basis stellen.
Horoskop heute: Jungfrau
In der Partnerschaft können Sie einander heute ein großes Stück näherkommen. Nutzen Sie den Abend, um gemeinsame Ziele festzulegen, reden Sie mehr miteinander!
Horoskop heute: Waage
Heute ist nicht Ihr Tag. Wenden Sie keinen Druck an, wenn man nicht auf Ihre Vorschläge eingehen will. Sie würden sich selbst ins Abseits stellen. Abends wird es wieder leichter.
Horoskop heute: Skorpion
Sie kommen nur schwer in die Gänge. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, rechnen Sie mit Verzögerungen. Ein Gerücht kann abends Unruhe bringen. Lassen Sie sich nicht bluffen!
Horoskop heute: Schütze
Sie haben einen recht ruhigen Tag vor sich, sollten aber Menschen, die Ihnen lästig werden könnten, früh in Ihre Grenzen weisen. Regen Sie abends andere mit Ihren Gedanken an!
Horoskop heute: Steinbock
Gehen Sie heute mit anderen Menschen nicht zu hart ins Gericht. Vor allem über Mittag drohen sonst massive Auseinandersetzungen. Seien Sie abends etwas versöhnlicher.
Horoskop heute: Wassermann
Sie müssen vormittags mit einer Absage rechnen. Reagieren Sie schnell, werden Sie anderweitig tätig, dann können Sie sogar in Vorteil kommen. Lassen Sie sich abends nicht reizen.
Horoskop heute: Fische
Dieser Tag kann Ihnen schöne Erlebnisse bringen. Unternehmen Sie etwas, suchen Sie Kontakt zu anderen Menschen! Lassen Sie es sich abends richtig gut gehen.
Schwerer Unfall in Marienthal: Am Sonntagvormittag ist ein Mann bei Arbeiten an der S-Bahn-Trasse schwer verletzt worden. Der 54-Jährige wurde von einem Radlader überrollt. Zwei weitere Personen konnten sich nur knapp retten.
Ein schwerer Arbeitsunfall sorgte am Sonntagvormittag ab 10.30 Uhr für einen großen Rettungseinsatz an der S-Bahn-Trasse auf Höhe der Hammer Straße 41.
Rettungshubschrauber im Einsatz
Wie ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes sagte, wurde dort ein 54-jähriger Bauarbeiter von einem Radlader überrollt. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Ersten Erkenntnissen nach konnten sie sich mit einem Sprung zur Seite noch vor dem Radlader in Sicherheit bringen.
Es war ein bitterer Nachmittag, einer, den sich HSV-Fans in ihren Albträumen kaum schlimmer hätten ausmalen können. Die verdiente 1:3-Niederlage bei Werder Bremen ist schwer zu verdauen und wird vielen, die es mit den Hamburgern halten, einen gebrauchten Abend und eine unruhige Nacht beschert haben. Da war die Mannschaft, in der sich nur Nicolás Capaldo und Robert Glatzel in der benötigten Derby-Form befanden, da war ein Schiedsrichter Florian Exner, der zwar keine haarsträubende Fehlentscheidung traf, aber mit seinem unsouveränen Gesamtauftritt dazu beitrug, dass es auf dem Rasen und daneben immer stärker zu brodeln begann. Das alles aber bietet nicht den Hauch einer Berechtigung für das, was einige HSV-Fans im Weserstadion veranstalteten. MOPO-Sportchef Frederik Ahrens kommentiert.
Schon weit vor Spielbeginn bewiesen einige, die es mit dem HSV halten, dass ihr Testosteron-Level an diesem Tag auf einem nicht ganz gesunden Niveau zu sein schien. Kaum hatte man ihnen die Stadiontore geöffnet, stürmten sie vermummt in den Block und führten sich dort auf, als hätte man sie in die Steinzeit zurückgebeamt. Wahllos feuerten einige Fans Raketen in Richtung des Werder-Anhangs. Feurige Geschosse landeten knapp neben dem DAZN-Team. Die Übertragung musste unterbrochen werden. Hurra, hurra, die Vollidioten waren da. Und es sollte nur die Ouvertüre für das sein, was sich nach dem Abpfiff abspielte.
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Damit nicht genug: Als Polizisten in den HSV-Block vordrangen, laut eigener Erklärung aufgrund des Brandes im Toilettenbereich, wurden diese von Fans attackiert. Prügel gegen Polizisten. Für einen Teil der Fanszene ist das legitim und angebracht.
Choreo in Stuttgart romantisierte Gewalt gegen die Polizei
Schon beim Spiel gegen den VfB Stuttgart hatte eine Choreo der Ultras, die Gewalt gegen Polizisten romantisierte, für Kopfschütteln beim weit überwiegenden friedlichen Teil des HSV-Anhangs gesorgt, während Präsident Henrik Köncke diese direkt auf seinem Instagram-Kanal postete. Ohne Distanzierung. Köncke war selbst vom Ultra zum höchsten Vereinsvertreter aufgestiegen. Er pflegt die Nähe zu denen, die ihm zum Job verholfen haben.
Nun wird es seine Aufgabe und die des HSV-Vorstands sein, deutlich zu machen, dass die Grenzüberschreitungen von Bremen innerhalb des Klubs nicht geduldet werden können. Wer Gewalt ausübt, wer andere Menschen im Stadion gefährdet, der darf beim HSV kein Zuhause finden. Stadionverbote sind in diesen Fällen alternativlos.
HSV-Fans als vorbildliche Botschafter eines Boom-Klubs
Die Eskalation im Weserstadion ist vor allem deshalb so schlimm und für den Klub nahezu tragisch, weil auch die aktive Fanszene so viel dazu beigetragen hat, dass der HSV zumindest bis zum Samstagnachmittag in einem anderen Licht erschien als in früheren Zeiten.
HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz.WITTERS
HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz.
Lange als Chaosklub und Lachnummer verspottet, ist der HSV dank des sportlichen und wirtschaftlichen Aufschwungs nicht nur ein ernst zu nehmender Bundesliga-Klub. Die Tatsache, dass kein anderes Team von so vielen Auswärtsfahrern in fremden Stadien begleitet wird, dass die Unterstützung im stets ausverkauften Volksparkstadion so laut und enthusiastisch ist wie fast nirgendwo in Fußball-Deutschland, hat dem HSV zusätzlichen Respekt eingebracht. Die HSV-Fans sind Botschafter einer fußballverrückten Stadt. Sie sprechen sich klar gegen Rassismus und gegen Ausgrenzung aus. Vorbildlich.
Gewalttätige HSV-Fans bekommen Applaus bei Instagram
Die Idioten, denen in Bremen die Sicherungen durchbrannten, haben vieles dafür getan, andere Botschaften auszusenden. Flankiert werden sie noch von den Sofa-Tätern, von denen, die in den sozialen Netzwerken Gewalttätern applaudieren. Auch auf dem Instagram-Kanal der MOPO fiel einigen Clowns nichts Klügeres ein, als mit Parolen wie ACAB („All Cops are Bastards“) oder ähnlich Geistreichem auf die Berichterstattung zum Raketen- und Gewaltexzess zu reagieren.
Schon vor dem Spiel gegen Werder führte der HSV die Strafentabelle der Bundesliga an. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Pyro-Vorfälle vom Hinspiel gegen Werder den Klub mehr als eine halbe Million Euro an Strafen eingebrockt hatten. Das Zünden von Pyro aber ist in keinem Fall gleichzusetzen mit Gewalt und auch nicht mit Vandalismus.
HSV-Fans verhalten sich ähnlich wie Dynamo-Ultras
Vor zwei Wochen hatten Ultras von Dynamo Dresden für kollektive Fassungslosigkeit gesorgt, als sie beim Heimspiel gegen Hertha BSC den Platz stürmten und pyrotechnische Gegenstände in den Hertha-Block warfen. Es dauerte nur wenige Stunden, bis Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU), einer der Hardliner in der Debatte, sich zu Wort meldete. Es dürfe „kein Pardon“ mehr geben, sagte er und forderte „drakonische Konsequenzen“.
Pünktlich zum Wochenende erhalten Sie von uns alle aktuellen News der Woche rund um den HSV kurz zusammengefasst – direkt per Mail in Ihr Postfach.
Das mutete schrill an. Wie ein Generalverdacht gegen Ultras. Die von Dynamo Dresden und die von Hansa Rostock scheinen doch eher Sonderfälle im deutschen Profifußball darzustellen – so die Meinung in Hamburg und anderswo. Wer sich aber über die schändlichen Exzesse dieser Ostklubs in scheinbar sicherer moralischer Überlegenheit erhob, der darf nun eingestehen, dass es doch klug erscheint, zunächst vor der eigenen Haustür oder aber dem eigenen Stadiontor nachzuschauen.
Vor Innenministerkonferenz: HSV-Ultras beschenken Hardliner
Die HSV-Ultras genießen viele Privilegien innerhalb des Klubs. Nicht zu Unrecht gewähren Vorstand und Präsidium ihnen Mitsprache. Jetzt aber sind Gräben aufgerissen worden. Seitens der Gewalttäter unter den Fans. Die Ultra-Gruppierungen werden sehr genau wissen, wer da dazugehört. Und mutmaßlich werden sie schweigen, die Täter decken. So wie fast immer. Wenn nicht, dann gebührt ihnen großer Respekt. Wenn doch, dann werden sie mit den Konsequenzen leben müssen.
Wie die aussehen? Die nächste Innenministerkonferenz findet vom 17. bis 19. Juni in Hamburg statt. Landauf, landab demonstrieren aktive Fußballfans seit Monaten friedlich gegen drohende Einschränkungen des Stadionerlebnisses. Auch die HSV-Fans waren Vorreiter und dürfen sich jetzt auf die Fahnen schreiben, dass sie den politischen Hardlinern ein Geschenk geliefert haben, das sie nur noch auspacken müssen.
Rattengift in Babynahrung? Die Polizei vermutet in Österreich ein zweites manipuliertes Glas im Umlauf. Wie man die Gläser erkennt.
In Österreich wird nach einem zweiten womöglich mit Rattengift verseuchten Glas Hipp-Babynahrung gesucht. Die Polizei im Burgenland südöstlich von Wien habe Erkenntnisse, dass dort ein weiteres Glas im Umlauf gebracht worden sein könnte, sagte der Polizeisprecher.
„Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt“, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Dies erschließe sich aus kriminaltaktischen Quellen – weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Trotzdem seien auch weitere Manipulationen nicht auszuschließen. Die Gläser sind daran zu erkennen, dass der Deckel manipuliert ist, und unter dem Glasboden soll sich ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis befinden. (dpa/mp)
Seit mehr als drei Tagen laufen die Vorbereitungen für den Transport des geschwächten Buckelwals zurück ins offene Meer. Heute könnte es voran gehen. Aber kann auch der Transport schon starten?
Wann geht es für den gestrandeten Wal Richtung offenes Meer? Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist zunächst noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.
Rettungsaktion seit mehr als drei Tagen in Planung
Am Vormittag hatten sich Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit den Behörden und der DLRG besprochen. Zum Zeitplan hält sich die private Initiative bereits seit Tagen eher bedeckt – nach eigenen Angaben auch, um den Druck von außen auf das Team nicht zu erhöhen. Es sind deshalb weder Details zum Zeitplan noch zu den konkreten Arbeiten auf der Plattform bekannt.
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Der Wal selbst lag am Vormittag weitgehend bewegungslos in der Bucht, in der das Wasser in seiner Nähe etwa brusthoch ist. Am frühen Morgen war er ein wenig aktiver und bewegte seine Schwanzflosse so, dass sie außerhalb des Wassers zu sehen war.
Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort sind. Insgesamt sind fünf DLRG-Boote und ein Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf und etwa 20 DLRG-Kräfte rund um den Buckelwal im Einsatz.
Geldgeber hoffen auf Kooperation des Wals
Die Rettungsaktion wird von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanziert. In der „Bild“-Zeitung sagte Gunz, dass die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen, am Sonntag beginnen soll. „Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.“
Am Samstag hatte eine der Tierärztinnen, die für die Initiative den Wal betreut und äußerlich untersucht hat, erklärt, dass das Tier eine reelle Chance habe. Die Situation sei schwierig, sagte die Veterinärin Janine Bahr-van Gemmert, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf.
Tierärztin: „Wir machen das Beste für den Wal!“
Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies Bahr-van Gemmert zurück: „Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.“
Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.
Bahr-van Gemmert und der Rest des Teams sind jedoch überzeugt: „Wir machen das Beste für den Wal.“ Helfer hatten unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. „Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist“, sagte die Tierärztin weiter. Das sei jedoch nicht gelungen. Außerdem legten sie wieder schützende Decken mit Zinksalbe auf die geschädigte Haut des geschwächten Tieres.
Wal soll mit schwimmenden Plattformen transportiert werden
Die Aktion wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit Behördenvertretern abgestimmt. Geplant ist, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden.
Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.
Hinter einem schön restaurierten historischen Fachwerkensemble von 1800 entsteht aktuell ein Hotelneubau. Eigentlich sollte das Gebäude bereits 2022 fertiggestellt sein, doch es gab Verzögerungen. Jetzt ist endlich richtig viel los auf der Baustelle. Der Standort ist wahrlich historisch: Hier gab es schon vor 290 Jahren eine Gastwirtschaft!
Ein großer grüner Kran von Otto Wulff arbeitet über dem historischen Gebäude in der Harburger Schloßstraße. Der Gehweg an der Frontseite des historischen Gebäudes ist abgesperrt, Arbeiter füllen Bauschuttcontainer vor dem Haus. Offenbar wird im Innern kräftig gewerkelt.
„Goldener Engel“: Neues Hotel hinter historischer Fassade
Auf der Rückseite ist bereits die Bodenplatte für den Hotel-Neubau gegossen und die ersten Wände des Gebäudes sind erkennbar. Der Neubau geht nahezu bis ans Wasser des Kaufhauskanals am Ende des Grundstücks.
Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble bleibt laut des Hamburger Bauherrn Novum Real Estate erhalten und soll zu einem Drei-Sterne-Hotel umgebaut und erweitert werden. Im Erdgeschoss des Altbaus sind die Lobby, eine Bar sowie ein Restaurant geplant. Der nach hinten anschließende viergeschossige Neubau wird 142 Hotelzimmer und Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage mit insgesamt 34 Stellplätzen bekommen.
„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen.Sandra Schäfer
„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen.
Verändert hat sich allerdings der Name des Hotels. Ursprünglich sollte es „Novum Hospitality“ heißen, nun wird es als „Garner Hotel Hamburg South“ firmieren. Hintergrund ist die Zusammenarbeit von Novum und IHG Hotels, zu denen die Marke Garner gehört. Die Eröffnung ist laut Baustellenplakat für Anfang 2027 geplant.
Lokal gilt als das älteste Gasthaus Harburgs
In dem Fachwerkbau war bis 2019 das Gasthaus „Goldener Engel“, das Schild hängt auch noch an der Fassade. 2019 mussten die Betreiber für den Hotelneubau ausziehen. Das Lokal gilt als ältestes Gasthaus Harburgs. Es soll am Standort seit fast 290 Jahren eine Gastronomie geben, den Namen „Goldener Engel“ gibt es seit 1850. Von 2003 bis zum August 2018 betrieb der bekannte Harburger Gastronom Heiko Hornbacher das Restaurant in dem denkmalgeschützten Gebäude.
Die Harburger Schloßstraße war einst das Zentrum des mittelalterlichen Harburgs. Hier befanden sich das Rathaus und die Häuser wohlhabender Bürger. Der „Goldene Engel“ ist eines der letzten Zeugnisse aus diesen vergangenen Zeiten.
Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Meistertrainer Javier Mascherano hat der achtmalige Weltfußballer Lionel Messi seinen Klub Inter Miami zum vierten Saisonsieg in der MLS geführt. Miami gewann bei den Colorado Rapids mit 3:2 (2:0) und sprang in der Tabelle der Eastern Conference auf den zweiten Platz.
Beim Debüt von Interimstrainer Guillermo Hoyos eröffnete Messi den Torreigen in der 18. Minute per Elfmeter zum 1:0 und sorgte mit seinem zweiten Treffer (79.) für den Endstand. Aufgrund des großen Interesses wurde das Spiel ins NFL-Stadion der Denver Broncos verlegt. Normalerweise tragen die Rapids ihre Heimspiele in einem deutlich kleineren Stadion in Commerce City nördlich von Denver aus.
MLS: Messi siegt mit Miami vor 75.000 Zuschauern in Denver
Zum Spiel gegen Miami kamen 75.824 Zuschauer, es war die zweitgrößte Kulisse in der Geschichte der MLS. Nur das Stadtderby zwischen den Los Angeles Galaxy und dem Los Angeles FC im Juli 2023 hatte mehr Fans (82.110) ins Stadion gelockt.
Mascherano, der Inter in der Vorsaison zum MLS-Titel geführt hatte, verkündete Anfang der Woche überraschend seinen Rücktritt. Sportdirektor Hoyos wurde interimistisch als Nachfolger bestimmt. Hoyos trainierte vier Jahre lang die zweite Mannschaft des FC Barcelona und war in dieser Zeit einer der Entdecker Messis. (dpa/dj)
Mails mit Meerblick beantworten und Kundengespräche mit Sand unter den Füßen führen. In den Küstenorten an Nordsee und Ostsee wollen Urlauber meist entspannen. Aber auch zum Arbeiten zieht es einige an die Meere von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. „Workation“ nennt man diese Mischung aus Arbeit und Urlaub.
Mancherorts können Fans dieser Form des mobilen Arbeitens ihren Laptop sogar direkt am Meer in speziellen Strandkörben aufklappen – ausgestattet mit Licht und Steckdosen.
Workation im Norden: Spezielle Strandkörbe in Büsum
In Büsum (Kreis Dithmarschen) gibt es spezielle Workation-Strandkörbe sowie sogenannte Meeting-Strandkörbe mit Platz für bis zu sechs Menschen. Mit dabei sind LED-Lichter, Steckdosen und USB-Buchsen, klappbare Notebooktische und 400-Watt-Solar-Module auf dem Dach. Auch WLAN gibt es hier laut Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
Sommerurlaub: Wird alles teurer? Wo’s noch Schnäppchen gibt
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„Wir sind stolz darauf, mit der Business Oase Büsum ein Konzept zu präsentieren, das es Familien ermöglicht, gemeinsam Zeit zu verbringen, während die Eltern in einem inspirierenden Umfeld arbeiten können“, erklärte Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS Büsum, bei der Präsentation im Herbst 2024.
Hier gibt es Coworking-Angebote auf Sylt und in St. Peter Ording
Auf Sylt gibt es mehrere Coworking-Angebote für eine Workation: darunter Arbeitsplätze mit Blick auf das Rantumbecken in Rantum, teilte eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) mit. Im Inselnorden in List befindet sich eine weitere Möglichkeit für mobiles Arbeiten und im Nobelort Kampen findet Workation unter Reet statt.
In St. Peter-Ording gibt es laut Tourismus-Agentur Coworking-Plätze auf dem Campusgelände vom Nordsee-Internat im Ortsteil Böhn, nur wenige Schritte vom Deich entfernt. Auch in anderen Orten an der nordfriesischen Küste gibt es demnach Möglichkeiten, vorübergehend Arbeitsplätze zu buchen. Darunter in Husum, Niebüll sowie auf der Insel Amrum.
Auch an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins gibt es mehrere Angebote für Workation-Interessierte: darunter in Lübeck und Travemünde und Flensburg. Auf einem Campingplatz auf Fehmarn wurde eine Coworking-Station als „Open Space“-Bereich eingerichtet, die ausschließlich für Platzgäste zugänglich ist. An drei bis fünf Arbeitsplätzen können Interessierte demnach ungestört arbeiten – bei schönem Wetter auch draußen mit einem Sitzsack unter dem Sonnensegel.
Arbeiten auf dem Campingplatz auf Fehmarn
Auch aus manchen Ferienwohnungen oder Hotels kann mit Blick auf das Meer gearbeitet werden. Einige Unterkünfte bieten weitreichendes WLAN an und haben eine Terrasse mit Blick auf das Meer, sagte die Sprecherin.
In Grömitz (Kreis Ostholstein) gibt es spezielle Schlafstrandkörbe am Strand. Die meisten kommen, um in den Körben zu entspannen. „Theoretisch ist es aber sehr gut möglich, in den Strandkörben auch zu arbeiten“, sagte eine Vermieterin. Die Lehne der Liegefläche lasse sich demnach aufrichten und vor dem Strandkorb stünden Tisch und Stühle stünden bereit. Auch das Handy könne man hier laden.
Workation im Tiny House auf Norderney
Auf der Insel Norderney stehen seit letztem Jahr zwei Tiny Houses. „Die sind nicht zur Übernachtung gedacht, das sind Workspaces“, sagt Kurdirektor Wilhelm Loth. Das Angebot sei für Gäste und Einheimische gedacht, die einen Arbeitsraum auf der Insel suchen. Denn Arbeitsraum sei ebenso wie Wohnraum auf der Insel knapp. Die Tiny Houses böten dann Rückzugsmöglichkeiten etwa für Besprechungen, Video-Calls oder um sich in Ruhe konzentrieren zu können.
„Das Thema Workation gewinnt auch in Ostfriesland zunehmend an Bedeutung. Mit der wachsenden Verbreitung mobilen Arbeitens entstehen immer mehr Möglichkeiten, Arbeit und Urlaub miteinander zu verbinden“, teilte eine Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH der dpa mit. Spezielle Coworking-Plätze gibt es in Ostfriesland demnach unter anderem in Emden, Leer, Carolinensiel (Landkreis Wittmund), Jemgum (Landkreis Leer) sowie in Jever und Varel (Landkreis Friesland).
Die Übergänge seien oft fließend: Nicht immer werde gezielt ein klassischer Coworking-Space aufgesucht, „vielmehr nutzen viele Gäste ihre Ferienunterkunft temporär als Arbeitsplatz und arbeiten stundenweise im Urlaub“.
Hier gibt’s Workation-Angebote in Mecklenburg-Vorpommern
In Ückeritz auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern können Gäste Meeresrauschen und Arbeiten in Schlafstrandkörben verbinden. Die Körbe stehen oberhalb des Strandes hinter der Düne in unmittelbarer Nähe zur Ostsee.
Auch an anderen Orten im Nordosten gebe es kreative Rückzugsorte, schnelles WLAN und inspirierende Landschaften zum mobile Arbeiten, heißt es von der MV Tourismus GmbH. Zum Beispiel in einem Coworking-Space in Ahrenshoop mit Ostseeblick, und auch in Wismar gibt es buchbare Plätze direkt an der Ostsee. In Lietzow (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Rügen stehen demnach Arbeitsplätze am Großen Jasmunder Bodden zur Verfügung. (dpa/mp)
Nach dem Abpfiff in Bremen gab es nichts mehr zu lachen für den HSV, das musste auch Robert Glatzel schmerzlich erfahren. Der Abgang in die Kabine wurde für den Angreifer gemeinsam mit seinen Kollegen zum Spießrutenlauf, die Werder-Fans verhöhnten die Hamburger nach ihrem 3:1-Sieg aus Leibeskräften. Und doch war Glatzel der einzige kleine Gewinner dieses HSV-Nachmittags an der Weser. Weil er unter Beweis stellte, dass er in der Saison-Endphase vielleicht doch noch zum Trumpf im Abstiegskampf werden kann.
41 Minuten waren im Weserstadion absolviert, da war es zunächst Glatzel, der gut lachen hatte. Sein Strahl aus spitzem Winkel landete so passgenau zum 1:1 links oben im Bremer Gehäuse, dass der 32-Jährige nicht anders konnte, als seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und den Werder-Fans gestenreich zu bedeuten, sie sollten doch lieber mal die Klappe halten. „Das waren in dem Moment Emotionen pur“, stellte er später fest. „Der Moment des Tores war sehr schön, ich habe mich riesig gefreut.“
HSV-Stürmer Glatzel erzielte in Bremen sein zweites Saisontor
Deutlich wichtiger war allerdings eine andere Glatzel-Ausführung nach der Pleite. Denn wenngleich der Stachel der Enttäuschung natürlich tief saß, wusste Glatzel ziemlich genau, dass er im Derby Werbung in eigener Sache gemacht hatte. „Ich habe ja auch mal betont, dass ich an mich glaube und mit meiner Spielart helfen kann“, ließ er selbstbewusst wissen. „Es ist natürlich auch immer gegnerabhängig, aber ich denke, man hat gesehen, dass ich mich auf Bundesliganiveau bewiesen habe.“
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Tatsächlich stellt sich für die entscheidenden Saisonwochen nun eine Frage: Kann Merlin Polzin überhaupt noch auf Glatzel verzichten?
Die Zahlen im HSV-Sturm sprechen für Glatzel
Die entsprechenden Zahlen sprechen Bände und dienen als klarer Beleg für Glatzels Stärke. Lediglich fünfmal durfte Glatzel in der Startelf ran – in vier dieser Partien aber traf Glatzel (gegen Stuttgart und nun in Bremen) oder bereitete Treffer vor (gegen Union Berlin und Augsburg). Kein anderer HSV-Stürmer hat auch nur annähernd eine ähnliche Erfolgsbilanz vorzuweisen.
HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wunderschön zum 1:1.IMAGO/Steinsiek.ch
HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wundershcön zum 1:1.
Mit seinem Tor im Derby stellte Glatzel unter Beweis, dass er das gewisse Extra und eine Qualität im Abschluss hat, die den meisten seiner Kollegen abgeht. Das wird auch Polzin wissen. Für den Trainer bleiben allerdings auch andere Attribute mitentscheidend für die Frage, welche seiner Angreifer beginnen dürfen. Die Arbeit gegen den Ball, das harte Attackieren und nicht zuletzt das Verfolgen des Gegenspielers auch in die eigene Hälfte hinein, haben für den Trainer einen enormen Wert.
Polzin: „Wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben“
Entsprechend vorsichtig ging Polzin nach dem Derby auch mit seinen Worten um. Er fühle sich nach Glatzels Leistung „in der Hinsicht bestätigt, dass ich immer wieder gesagt habe, dass es darum geht, dass wir als HSV ein Ziel haben: Wir wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben, den HSV in der ersten Liga zu etablieren“. Soll heißen: Der Trainer ordnet dem Erfolg alles unter. Wer spielt, hängt allein davon ab, welche Profis Polzin für den jeweiligen Moment als die passenden erachtet.
Ein Lob für Glatzel ließ er dennoch da. „Bobby ist ein Teil dieser Mannschaft“, stellte Polzin fest. „Ein ganz, ganz wichtiger Teil, weil er als Stürmer immer wieder den Unterschied machen kann.“ Ein Unterschied, der in den letzten Saisonwochen für den HSV das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein könnte.
Zwei Männer haben in der Nacht einen Großeinsatz bei Braunschweig ausgelöst. Ohne Rettung hätte es für die beiden laut Feuerwehr ein böses Ende nehmen können.
Die Polizei Braunschweig hat in der Nacht zwei Betrunkene aus der Oker gerettet. Beide Männer wurden dabei leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Situation sei potenziell lebensgefährlich gewesen.
Männer waren unterkühlt
Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr wurden in der Nacht zum Eisenbütteler Wehr alarmiert. Beim Eintreffen habe eine zufällig anwesende Streife der Braunschweiger Polizei die beiden Betrunkenen bereits aus dem Wasser gezogen. Weitere Maßnahmen waren demnach nicht notwendig. Ein bereits gerufenes Rettungsboot und Taucher der Feuerwehr Wolfsburg brachen die Anfahrt deshalb ab.
Die beiden Männer im Alter von 26 und 27 Jahren wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Wie die beiden Männer in die Oker gelangten, war laut einem Sprecher der Polizei unklar. (dpa/mp)
KFC versucht sich ab dem 21. April in Deutschland an einem türkischen Fastfood-Klassiker: Mit dem „Krispy Kebab“ bringt die Kette eine Art Döner auch in ihre Hamburger Restaurants – allerdings nicht mit Fleisch vom Spieß, sondern mit den bereits bekannten Hähnchen-Teilen in Panade.
KFC macht dabei gar nicht erst den Versuch, das Ganze als kulinarische Neuerfindung zu verkaufen. Stattdessen setzt die Kette in ihrer Werbung demonstrativ auf das Motto: geklaut, aber eben mit eigenem Twist.
KFC will Döner nicht neu erfinden
Den Döner neu zu erfinden, wäre nicht glaubwürdig, findet KFC-Marketingchef Philipp Wachholz: „Deshalb sagen wir ganz offen: Wir haben uns inspirieren lassen und machen daraus unsere eigene Version.“
Zur Wahl stehen in den acht Hamburger Filialen ab kommendem Dienstag eine milde Variante mit „Original Filets“ und eine scharfe mit „Zinger Filets“. Kombiniert wird das Ganze mit Salat, Tomaten, roten Zwiebeln, mehreren Soßen plus Fladenbrot. Die Preisempfehlung für den „Krispy Kebab“ liegt laut KFC bei 7,99 Euro als einzelnes Gericht und 11,99 Euro als Menü. Die Veraufspreis liegt jedoch in der Hand der jeweiligen Restaurantbetreiber und kann deshalb variieren. (tst)
Für das finale Konzert seiner finalen Tournee gastierte Howard Carpendale (80) am Sonnabend in der Barclays-Arena in Hamburg. Künstler, die wie er schon öfter einen Rücktritt vom Rücktritt machten, stehen gerne mal unter dem Generalverdacht, den richtigen Moment des Abschieds verpasst zu haben. Das dürfte von Howie niemand behaupten: Die Schlagerlegende präsentierte sich mit fetter Band, erstklassigen Arrangements seiner Lieder, netten Geschichten und prominenten Familienmitgliedern. Nur bei dem Thema Abschied ruderte er nun doch wieder zurück …
Howard Carpendale winkt freundlich, als er sich am Sonnabend nach dem Intro zu seiner 15-köpfigen Band (!) auf die Bühne der Barclays-Arena gesellt. Zum blonden Haar trägt er einen schwarzen legeren Anzug und Glitzerschal. Mitte Januar ist der deutsch-südafrikanische Schlagersänger 80 geworden, die Jahre sieht man ihm nicht an. „Ich hab diese Zahl ignoriert. Für mich gilt die gar nicht, ich bin 4160 Wochen alt. Das klingt doch besser“, wird er später in seiner Begrüßung sagen.
Howard Carpendale schlägt am Anfang sentimentale Töne an
Doch am Anfang der letzten Show seiner vermeintlich letzten Tournee, die dementsprechend unter dem Motto „Meine Abschiedstournee“ steht, schlägt er textlich durchaus sentimentale Töne an: „Wir teilen jetzt schon alles, was man erleben kann. Erinnerungen leuchten überall auf unserem Weg zusamm′n. Und ich weiß, nichts bleibt für immer“, heißt es im Show-Opener „Let’s Do It Again!“ Und in „Ist ein Leben genug“ singt Howie sitzend auf einem in der Mitte der Bühne platzierten weißen Barhocker die Zeilen: „Was es mir bedeutet, dass ihr hier seid. Denn irgendwann ist es zu spät.“
Fette Band, erstklassige Arrangements und Mega-Show
Das soll’s dann auch erst mal gewesen sein in Sachen Schwermut. Denn er hat einiges aufgefahren für sein Finale nach 60 Jahren Karriere im Scheinwerferlicht: Seine Band, zu der auch ein Trompeter und Saxofonist gehören, die immer wieder Akzente setzen, bringen die Songs in modernen, stilsicheren Arrangements rüber. Das Bühnendesign steht dem um nichts nach: Die XXL-Leinwand, die Howie in unterschiedlichen Variationen in Großaufnahme zeigt, ist ein Star für sich. Über der Bühne hängt ein beweglicher Lichterkranz. Das alles bildet eine tolle Symbiose.
„Ich habe vor, noch eine Weile zu singen“
Nach einem „Hi / Simply The Best“ gibt es Jubel total. „Deswegen ist Hamburg immer unser letztes Konzert“, meint der im südafrikanischen Durban geborene Künstler mit Blick in die gut gefüllte Arena. „Ja, Freunde, ich muss ganz ehrlich sagen, als wir den Vorverkauf angefangen haben vor etwa anderthalb Jahren, da habe ich das nicht erwartet… Ich hoffe, ihr seid alle nicht nur gekommen, weil ihr das Gefühl habt, ich hab nur noch eine Chance, den Typen zu sehen. Nee, nee, ich hab vor, noch eine Weile zu singen, aber da komm ich noch zu …“
MOPO
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Erst erzählt er von seiner Frau, die in Reihe 7 vor der Bühne sitzt. „Wir sind 46 Jahre zusammen. Eine lange Zeit… Wenn zwei Menschen so viel Zeit zusammen verbringen, muss ein gewisser Humor dabei sein: einander anmachen, einander veräppeln, einander verarschen … Ich mach es ein bisschen besser als sie.“ Von seinem Humor, der oftmals ein Geschmäckle von altem Herrenwitz hat, gibt er in kleinen Anekdoten immer wieder eine Kostprobe. „Du bist das Letzte“, stimmen die Backgroundsänger daraufhin für ihn an.
Bei „Fremde oder Freunde“ vergisst Howie den Text
Bei „Fremde oder Freunde“ vergisst Howie kurz den Text. Danach erzählt er eine Story von Frank Sinatra, dem bei einem Konzert in New York Gleiches widerfuhr und der daraufhin weinte, bis ein Zuschauer von ganz hinten rief: „Frankie, das macht nix, we love you!“ „Und ich hab mir gedacht, vielleicht könnte ja so was auch bei mir passieren“, scherzt er. Der „Howie – wir lieben dich“-Ruf kommt prompt und immer mal wieder an diesem Abend.
Dann geht es um Udo Jürgens
Dann geht es um einen anderen Großen aus dem Schlagerbusiness. Howie und Udo Jürgens waren nicht die besten Freunde, dennoch zollt er ihm mit einer umgetexteten Coverversion von „Ich war noch niemals in New York“, zu der die Familie Jürgens ihren Segen gab, Respekt. Wie jazzig die Band das musikalisch umsetzt, hätte dem 2014 verstorbenen Komponisten gefallen.
Fans drehen durch – und rennen bis zum Bühnenrand
Beim Kultsong „Tür an Tür mit Alice“ stimmt der komplette Saal mit einem „Who the fuck is Alice?“ mitein. Sowieso springen die Menschen immer wieder von den Sitzen vor Begeisterung. Manche rennen bis nach vorne zum Bühnenrand, zum Leidwesen der Security. Dann gibt es Blumen für Howie wie zu „ZDF Hitparade“-Zeiten. „Seit vielen Tourneen passiert das eigentlich gar nicht mehr“, zeigt sich der frühere Frauenschwarm freudig überrascht. Nur mit dem Aufheben der Stengel hat er – nach Hüftoperation in 2023 – ein paar Probleme.
Als er vom Barhocker aus „Eine Nacht in New York City“ vor abendlicher Wolkenkratzer-Skyline auf der Leinwand anstimmt, ein Lied über die Menschen, die wir vermissen im Leben, hat das eine unglaubliche Intensität. In diesem Moment ist der einst als Beat-Sänger und Elvis-Presley-Imitator gestartete Künstler nicht mehr nur der Schlagersänger. Man kann sich dem Eindruck nicht verwehren, dass Howie, der über 700 Songs in seiner Karriere aufgenommen hat, erst 80 Jahre alt werden musste, um ein Grandseigneur der Musik zu werden. Er ist irgendwie erst jetzt auf dem Zenit angekommen, und man glaubt ihm jedes Wort.
Carpendale über Kriege und das Kindersterben: „Ich kann es nicht mehr sehen“
In der Anmoderation von „Unter einem Himmel“ zeigt er sich fassungslos über die momentanen Kriege, das Kindersterben und die vielen Waffen: „Ich kann es nicht mehr sehen“, sagt er und erntet zustimmenden Applaus. Später wird er zum Song „Ihr Großen dieser Erde“ noch mal nachlegen: „Da sind eine Handvoll alter Menschen, die so alt sind wie ich, die scheinen diese Welt zerstören zu wollen.“ Statt „Menschen“ hätte er allerdings auch ruhig „Männer“ sagen können …
Nach einer Pause kehrt er mit „Hello Again“ zurück – und alle singen mit. „Dass ich endlich ein Lied mit ihm auf der Bühne singe, das ist für mich das Größte“, meint Carpendale. „Es geht natürlich um meinen Sohn Wayne.“ Bevor dieser leibhaftig auf die Bühne kommt, zeigt Howie erstmal dessen Instagram-Account und ein dort von ihm veröffentlichtes Promo-Video zur Tour von den Beiden. „Mit KI kann ich jetzt endlich richtig Hochdeutsch sprechen“, sagt Howie darin und erntet Lacher in der Halle.
Carpendale singt „Stand By Me“ mit seinem Sohn in der Barclays-Arena
Vater und (ein hochkonzentrierter) Sohn singen eine eingedeutschte Version von „Stand By Me“. Ein wunderbarer Moment, der in innigen Umarmungen der Beiden mündet. „Ich hab immer über dich gesagt, dass du ein Typ bist, der sich nicht so ernst oder wichtig nimmt“, meint Wayne im Anschluss. „Aber heute Abend musst du bitte einfach mal wahrnehmen, dass du für so viele Menschen im Leben so unglaublich wichtig warst… I love you!“ Der Saal applaudiert.
Gänsehaut erzeugt Carpendale Senior mit seinem Lied für die Toten „Du bist doch noch hier“. Ansonsten reiht sich in der zweiten Hälfte Hit an Hit, vornehmlich aus den 1970ern und 1980ern: „Samstag Nacht“, „Wem (erzählst du nach mir deine Träume), „Deine Spuren im Sand“, „Laura Jane“, „Nachts, wenn alles schläft“, „Dann geh doch“ sowie „Das schöne Mädchen von Seite 1“, sein erster großer Hit, den er an diesem Abend von dem Rapper seines Backingchors aufmotzen lässt.
Howie über Zukunftspläne: „Das ist meine letzte Tournee, aber …“
„Das ist meine letzte Tournee, und das ist tatschlich so“, meint Howie gegen Ende, nach 25 Tourneen in 60 Jahren. „Das heißt aber lange nicht, dass ich aufhöre zu singen, denn ich kann nicht leben, ohne zu singen – das gehört einfach zu mir.“ Jubel der Erleichterung brandet auf. Howie präzisiert seine Zukunftspläne ohne das Reisen: „Mein Traum ist, das zu tun, was man in Amerika auch tut: In einem schönen Saal wie z.B. dem CCH für ein paar Abende hintereinander aufzutreten… Man könnte drei, vier, fünf Abende hintereinander machen. Das ist das, was ich machen möchte.“
„Ich hoffe auch, dass Hamburg in der 1. Liga bleibt“
Dann betont Carpendale nochmal, dass dies die schönste Tournee sei, die er je gemacht habe, und bedankt sich bei allen Beteiligten. „Ich hoffe sehr, dass wenn sie in sechs Monaten an diesen Abend denken werden, sie noch wissen, was sie gefühlt haben. Emotionen sind das Wichtigste …“ Seine Band hat „We love you, Howard“-Plakate für ihn gemalt und singt ihm ein entsprechendes Ständchen. Howie ist gerührt: „Es war unglaublich mit euch“, richtet er an seine Truppe.
Und an das Publikum: „Ihr seid wirklich die Besten, mir fehlen die Worte im Moment. Ich hoffe auch, dass Hamburg in der 1. Liga bleibt.“ Eine wunderbar stilsichere und mit starkem Bläsereinsatz dekorierte Version von „Ti Amo“, das der Saal im Kollektiv mitsingt, sowie den sehr persönlichen Song „Symphonie meines Lebens“ gibt es zum Abschied. Und wir legen uns fest: Das war der beste Carpendale, den es jemals gab.
Es hätte alles schon so gut aussehen können. Die 94:99-Niederlage in Weißenfels beim MBC hat die Veolia Towers Hamburg im Kampf um Platz zehn, der die Möglichkeit zur Playoff-Teilnahme bietet, allerdings wieder zurückgeworfen. Die Chance aber ist weiter da. Und könnte in den kommenden Tagen deutlich größer werden.
Die Heimspiele gegen Rasta Vechta an diesem Sonntag und die Rostock Seawolves am Mittwoch, die die Plätze zehn und neun belegen, sind von immenser Bedeutung. Crunchtime im Inselpark. Die Niederlage in Sachsen-Anhalt habe „kurz wehgetan, aber das müssen wir jetzt abhaken“, sagt Osaro Rich der MOPO. „Es war ein Rückschlag, aber wir wissen genau, woran wir arbeiten müssen“, erklärt der Publikumsliebling und fügt erwartungsfroh hinzu: „Die Post-Season lächelt uns noch an.“
Hamburg Towers haben noch sechs Bundesliga-Spiele
Sechs Spiele sind für die Türme noch zu gehen. Gerade die Duelle gegen die beiden direkten Nord-Konkurrenten muss das Team von Trainer Benka Barloschky gewinnen. „Definitiv, das sind für uns jetzt Big Games. Wir betrachten die Spiele zwar nicht als Endspiele, nach denen alles vorbei ist, aber der Druck ist da – und den brauchen wir auch. Und ich liebe ihn“, sagt Rich. „Wir wollen die Plätze über uns angreifen, dafür müssen Siege gegen die Teams direkt vor uns her.“
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Gegen Vechta erwartet der „Verteidigungsminister“ der Towers ein hartes Spiel. „Wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken und dann denke ich, dass wir eine gute Chance haben, ein starkes Vechta zu schlagen.“
Ein entscheidender Faktor soll das Heimrecht werden. Acht ihrer zwölf Siege holten die Türme im Inselpark. „Der Heimvorteil ist für uns riesig“, sagt der gebürtige Lübecker Rich. „Als Spieler spürst du diese Energie von den Rängen. Die Fans sind unser sechster Mann, und wir wollen die Arena bis zum Saisonende zur Festung machen.“
Nächtlicher Großeinsatz in der Hamburger Innenstadt: Am Jungfernstieg gerieten in der Nacht zu Sonntag bis zu 30 Menschen aneinander. Dabei wurden zwei Personen verletzt.
In der Nacht zu Sonntag sind bei einer Massenschlägerei in der Hamburger Innenstadt zwei Menschen verletzt worden.
20 bis 30 Personen prügelten sich am Jungfernstieg
Gegen 0.15 Uhr wurde die Auseinandersetzung gemeldet, wie ein Sprecher des Polizei-Lagediensts sagte. Zeugen berichteten, dass sich am Jungfernstieg 20 bis 30 Personen prügeln würden. Nach ersten Erkenntnissen kam dabei auch eine Flasche als Waffe zum Einsatz.
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Als die Einsatzkräfte eintrafen, flüchteten zahlreiche Beteiligte in Richtung U-Bahn. Am Ort des Geschehens blieben zwei Verletzte zurück. Eine verletzte Person kam zur Behandlung in ein Krankenhaus. MOPO-Informationen zufolge sollen fünf Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort gewesen sein.
Was der Auslöser für die Schlägerei war, ist noch unklar. Auch die geflüchteten Täter konnten nicht mehr gefunden werden. Der Einsatz war nach rund einer halben Stunde beendet. (mwi)