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Marathon-Kolumne: Warum Laufen mehr ist als ein Individualsport

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Laufen gilt als Inbegriff des Individualsports. Eine Person, ein Körper, ein Tempo. Selbstoptimierung und Disziplin. Alle gegen alle. Dieses Bild hält sich hartnäckig; kein Wunder, es passt zur Logik von Trainingsplänen, Laufuhren und Wettkampf. Es ist trotzdem höchstens die halbe Wahrheit.

Denn wer regelmäßig läuft, merkt: Die Realität sieht anders aus. Menschen, die sich grüßen und anfeuern, obwohl sie sich nicht kennen. Die sich ehrlich freuen, wenn andere ihr Ziel erreichen, unabhängig davon ob das ein Halbmarathon in 2:30 Stunden oder ein Marathon in 2:59 Stunden ist.

Vielleicht liegt genau darin die Qualität dieses Sports: Leistung wird nicht relativiert, sondern individualisiert. Jede Zeit hat ihre Geschichte. Jede Strecke ihren Kontext. Und jede Anstrengung ihren Wert. Wer das versteht, läuft anders – und begegnet anderen anders.

Laufgruppen: Oft orientiert sich die Dynamik nicht nach oben, sondern nach unten

Das zeigt sich auch in Laufgruppen und Laufcrews. Oft orientiert sich die Dynamik nicht nach oben, sondern nach unten: an der langsamsten Person. Ziel ist nicht, sich abzusetzen, sondern zusammen anzukommen. Gemeinschaft entsteht also nicht durch Gleichheit, sondern durch Respekt für die individuellen Möglichkeiten und gegenseitige Unterstützung.

Wie weit dies tragen kann, zeigt ein Bereich, der selten im Fokus steht: das Laufen mit sehbehinderten oder blinden Menschen. Organisationen wie das Guide Netzwerk Deutschland vermitteln genau das. Über das Netzwerk werden Schulungen für Guides organisiert, so auch am kommenden Wochenende am Millerntor. Es gibt eine Datenbank, in der sich sowohl Läufer:innen als auch Begleitpersonen registrieren können.

So haben Nick und ich uns gefunden. Nick lebt in Altona, ist Straßenmusiker, voller Energie, voller Lebenslust. Er war ein leistungsorientierter Triathlet. Jetzt will er wieder mehr laufen. Das geht aber nicht allein, denn Nick ist blind. Ich hole ihn ein bis zwei Mal pro Woche ab, wir drehen unsere Kilometer durch Altona.

Verbunden sind wir durch einen Ring, den er in der linken Hand und ich mit der rechten trage. Ich bin seine Augen, er läuft. Damit ist das gemeinsame Laufen vor allem eines: eine Frage von Vertrauen. Jede Bordsteinkante, jede Richtungsänderung, jedes Hindernis – all das liegt in meiner Verantwortung. Gleichzeitig entsteht eine Form von Verbindung, deren Basis der Sport ist, die Freude an der Bewegung.

Es geht nicht nur um Pace, Distanz oder Trainingspläne

Das gemeinsame Laufen mit einem blinden Läufer ist eine Erfahrung, die meinen Blick erweitert. Wenn ich Nick wieder nach Hause bringe, wird mir jedes Mal bewusst, was für ein Privileg es ist, einfach loslaufen zu können. Ohne Abhängigkeit, zusätzliche Organisation oder Risiko, das über die eigene körperliche Belastung hinausgeht.

Es geht nicht nur um Pace, Distanz oder Trainingspläne. Es geht darum, was dieser Sport ermöglichen kann: Begegnung, Unterstützung, Sinn. Für Nick hilft es, wieder in Bewegung zu kommen. Für mich bedeutet es, etwas zurückzugeben – und gleichzeitig selbst zu gewinnen.

Diese Erfahrung passt zu vielen anderen: Ob beim „Lauf gegen Rechts“, in der Marathonabteilung des FC St. Pauli oder einfach mit neuen Bekannten nach einem Wettkampf: Immer wieder zeigt sich, wie stark dieser vermeintliche Individualsport Gemeinschaft schafft.

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Wer diese Kraft gebündelt erleben will,  ist genau richtig beim Hamburg Marathon am 26. April. Die Läufer:innen scheinen dort in der Masse aufzugehen. Doch genau das tun sie nicht. Sie sind Teil einer Bewegung, sie bleiben aber in der Masse Individuen. Jede und jeder mit der eigenen Geschichte. Und alle haben es verdient, unterstützt zu werden: die Gewinner, die Letzten im Ziel und die vielen, die an diesem Tag ihre ganz eigene Heldengeschichte schreiben.

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„Müssen auch nach unten gucken“: St. Paulis Doppel-Strategie im Klassenkampf

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Das Beste, was man über das Remis des FC St. Pauli gegen Köln sagen kann: Die Leistung stimmte. Die Kiezkicker haben die 0:5-Klatsche gegen Bayern München gut weggesteckt, keinen Knacks abbekommen, sondern sich berappelt und eine Performance auf den Rasen des Millerntor-Stadions gebracht, die einen Sieg verdient gehabt hätte.

Chance verpasst. Nicht nur die ungeliebte Relegation rückt durch das 1:1 näher. St. Pauli muss in der entscheidenden Phase des Klassenkampfes und mit nur noch vier Spielen in der regulären Saison auf alles gefasst sein und den Blick verändern.

St. Pauli verpasst mit Sieg gegen Köln den Anschluss

Zum sechsten Mal nacheinander wird St. Pauli den Spieltag auf Platz 16 beenden. Nimmt man allein das Liga-Ranking als Maßstab, dann geht es für die Braun-Weißen seit Wochen nicht vor und nicht zurück. Das ist gut und schlecht zugleich, denn sie haben aus den vergangenen fünf Spielen lediglich zwei Zähler geholt mit den Unentschieden gegen Köln (1:1) und Berlin (1:1). Trotz der vergleichsweise sehr bescheidenen Ausbeute nicht auf einen direkten Abstiegsplatz gefallen zu sein: grundsätzlich positiv.


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  • Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
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Allerdings hat es die Mannschaft auch verpasst, sich mit möglichen Siegen oder Punktgewinnen weiter nach oben zu arbeiten. Weder gegen Köln noch gegen Union hatte St. Pauli eine 1:0-Führung über die Zeit ins Ziel bringen können. Macht vier potenzielle Zähler. Auch beim unglücklichen 1:2 gegen Freiburg war ein Remis und damit ein Punkt drin. Insgesamt waren vier bis fünf Zähler mehr als die aktuell 26 Punkte im Bereich des durchaus Möglichen. Damit sähe die Ausgangslage anders aus, besser.

Wolfsburg rückt heran, Werder zieht nach Derbysieg davon

„Natürlich ist es ärgerlich, weil es zu wenig ist“, redete Trainer Alexander Blessin nach der verpassten Chance gegen Köln nicht drumherum. „Mit den drei Punkten hätten wir wieder alles schön beieinander gehabt.“ Wäre St. Pauli aufgerückt und hätte auch den Puffer nach unten gewahrt. So aber rückte Wolfsburg am Samstag durch den glücklichen 2:1-Sieg bei Union Berlin bis auf zwei Punkte heran an St. Pauli. Und auch der 3:1-Sieg des SV Werder Bremen gegen den in der braun-weißen Fanszene nicht wahnsinnig beliebten HSV hat nicht ausschließlich positive Konsequenzen. Werder war zuvor das Team, dem St. Pauli tabellarisch am nächsten war, ist nun aber auf Punkte enteilt und hat genauso viele Zähler wie der HSV.

Der direkte Klassenerhalt bleibt das erklärte Ziel, aber die Relegation gilt es mindestens zu sichern, was auch schon eine herausfordernde Aufgabe ist. „Wir müssen auch nach unten gucken“, betont Blessin deshalb. „In beide Richtungen. Wir müssen nach oben schauen und wollen sicherlich nicht den Relegationsplatz am Ende haben, aber auch nach unten. Heidenheim und Wolfsburg scharren mit den Hufen. Die warten auf Ausrutscher.“

St. Pauli-Trainer Blessin: „Jeder Punkt ist gut“

Köln war kein Ausrutscher, aber auch kein echtes Erfolgserlebnis. „Trotzdem ist auch jeder Punkt gut“, wirft der Coach ganz bewusst einen positiven Blick auf die Dinge, weil dies seine Art sei.

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Es gilt, Wolfsburg so lange und so weit wie möglich auf Distanz zu halten und erst einmal Platz 16 zu verteidigen – natürlich vor dem Hintergrund, dass der VfL am letzten Spieltag am Millerntor gastiert. Nicht mehr weit entfernt, aber dennoch Zukunftsmusik.

Jetzt muss St. Pauli erst einmal nach Heidenheim reisen, zum nächsten heißen Keller-Duell, das am kommenden Samstag an der Brenz steigt. Die Gefahr, dass der kommende Gegner St. Pauli noch überholen könnte, ist seit diesem Sonntag quasi gebannt. Nach der 1:2-Niederlage beim SC Freiburg liegt der FCH sieben Punkte hinter St. Pauli.

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Es ist nicht egal, sondern relevant und von hoher Wichtigkeit für St. Pauli, was in der sogenannten „Crunchtime“ der Saison auf den anderen Plätzen passiert, aber maßgeblich für alles andere ist immer noch die eigene Leistung, und auf die „können wir aufbauen“, wie Blessin nach dem Spiel gegen Köln gleich mehrfach betonte. „Und wenn wir die wieder so abrufen, dann holen wir auch was in Heidenheim.“

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Mann erschießt acht Kinder – das jüngste war ein Jahr alt

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Bei einem Schusswaffenvorfall in Shreveport im US-Bundesstaat Louisiana sind am Sonntagmorgen (Ortszeit) nach Polizeiangaben acht Kinder getötet worden. Vorläufigen Erkenntnissen zufolge waren die Getöteten zwischen einem und 14 Jahren alt, sagte Chris Bordelon von der örtlichen Polizeidienststelle.

„Es handelt sich um einen sehr großen Tatort, an dem mehrere verstorbene Kinder zu sehen sind“, sagte er weiter. Kurz nach 6 Uhr am Morgen war es Bordelon zufolge zu der häuslichen Auseinandersetzung gekommen, bei der ein Mann erwachsenen Alters geschossen habe. Dieser habe allein gehandelt.

Acht Kinder tot: Tatverdächtiger nach Verfolgungsjagd erschossen


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Zwei weitere Menschen seien verletzt worden. Der Tatverdächtige sei daraufhin geflüchtet und dann von der Polizei nach einer Verfolgungsjagd erschossen worden.

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Shreveport im Nordwesten Louisianas liegt nah an der Grenze zu Texas. Sie ist nach New Orleans und Baton Rouge gemessen an den Einwohnern die drittgrößte Stadt des Bundesstaates. (dpa)

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Massenschlägerei vor dem Bayern-Spiel: Polizei greift mit Großaufgebot ein

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Vor dem Südgipfel in der Fußball-Bundesliga zwischen Bayern München und dem VfB Stuttgart ist es zu Krawallen gekommen. An der Allianz Arena lieferten sich Fans beider Klubs eine heftige Schlägerei. Die Polizei musste nach „Bild“-Informationen mit einem Großaufgebot eingreifen.

„Nach aktuellem Kenntnisstand kam es zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen Ultras des VfB Stuttgart und des FC Bayern München. Die Polizei konnte die Situation einfrieren“, sagte Polizeisprecher Thomas Schelshorn auf „Bild“-Anfrage und ergänzte: „Aktuell befinden sich rund 100 Personen in einer polizeilichen Maßnahme. Das weitere Vorgehen wird jetzt mit der Staatsanwaltschaft abgestimmt.“

VfB-Ultras stürmten zum Treffpunkt der Bayern-Ultras

Nach ersten Berichten sollen vermummte VfB-Ultras von der U-Bahn-Station in Richtung der Allianz Arena gestürmt sein. Sie hätten dabei gezielt den Treffpunkt der Bayern-Ultras am Südkurvenplatz angegriffen. Als Reaktion darauf hätten sich mehrere hundert Bayern-Fans vermummt und den Stuttgarter Anhängern entgegengestellt. Die Folge seien heftige Tumulte gewesen.

يحدث الان في محيط الآليانز ارينا ️

صدام و شجار جماعي بين آلتراس بايرن ميونيخ و شتوتغارت.#FCBVFB #ultras pic.twitter.com/unj1jd2Ao6

— BUNDESLIGA ZONE (@BUNDZONE) April 19, 2026

Die Polizei soll mit Schlagstöcken und Pfefferspray dazwischengegangen sein. Mehrere Hundertschaften sollen dabei zum Einsatz gekommen sein und hätten eine größere Fangruppe eingekesselt. Zwei Polizisten sollen verletzt worden sein.

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Das „Commando Cannstatt“, eine Ultra-Gruppierung des VfB Stuttgart, teilte inzwischen mit, dass es aufgrund der polizeilichen Maßnahmen keinen organisierten Support für die Schwaben in der Allianz Arena geben werde. Die Ultraszene werde „höchstwahrscheinlich das Spiel verpassen“. Laut „Bild“ seien aber einige der gewaltbereiten Anhänger nur wegen der Schlägerei zum Spiel gereist. (fa/sid)

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„Moment der unendlichen Trauer“: Hunderte bei Mahnwache für getöteten Radfahrer (11)

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Und dann wird es für einige Minuten komplett still auf der sonst so stark befahrenen Winsener Straße. Mehr als 500 Menschen versammelten sich am Sonntagnachmittag in Wilstorf zu einer Mahnwache, um des elfjährigen Simon zu gedenken, der am vergangenen Mittwoch auf dem Rad von einem Lkw-Fahrer überrollt wurde. Anwesend sind auch sehr viele Mitschüler und deren Eltern. Sie alle stehen unter Schock.

Die Bürgersteige an der Kreuzung zum Freudenthalweg sind brechend voll, aber auch kurz vor Beginn der Mahnwache um 14 Uhr rücken trotzdem immer noch Menschen nach. Die Menge ist bunt gemischt, viele Ältere sind da, aber auch sehr viele Jüngere. Einige sind mit dem Fahrrad gekommen, halten Blumen in den Händen, umarmen sich, sind den Tränen nah. Sie alle wollen Simon gedenken, der vor wenigen Tagen so plötzlich aus dem Leben gerissen wurde.

Unfall in Wilstorf: Elfjähriger von Lkw-Fahrer überrollt

Nach bisherigem Ermittlungsstand war der Lkw-Fahrer auf dem Freudenthalweg, einer Seitenstraße, unterwegs und bog nach rechts in die Winsener Straße ab. Dabei erfasste er den Jungen, der lebensgefährliche Verletzungen am Kopf erlitt. Die fast einstündigen Reanimationsversuche schlugen fehl, der Elfjährige verstarb noch vor Ort.

An der Unfallstelle in Wilstorf hatten bereits am Donnerstag viele Menschen Blumen, Karten und Kuscheltiere abgelegt. Florian Quandt
An der Unfallstelle in Wilstorf hatten bereits am Donnerstag viele Menschen Blumen, Karten und Kuscheltiere abgelegt.
An der Unfallstelle in Wilstorf hatten bereits am Donnerstag viele Menschen Blumen, Karten und Kuscheltiere abgelegt.

„Das trifft uns wirklich sehr, es ist immer noch unfassbar“, sagt die 44-jährige Rebecca, die zusammen mit der 38-jährigen Vanessa aus Sinstorf zu der Versammlung gekommen ist. „Wir haben selbst Kinder in dem Alter, die auch Fahrrad fahren – jetzt aber am liebsten erst einmal nicht mehr.“

Mahnwache für toten Elfjährigen: Mehr als 500 Teilnehmer

Diese Angst hat auch Helena aus Wilstorf, deren Tochter eine Parallelklasse von Simon besucht und ebenfalls oft mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Als ich von dem Unfall auf der Arbeit erfahren habe und sie nicht direkt erreichen konnte, war ich wirklich zwischen Himmel und Hölle“, erzählt sie. „Ich kann mir das gar nicht vorstellen, wie das für die Familie sein muss. Es ist so schlimm, dass solche Unfälle immer noch passieren.“

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Die 16-jährige Sarah erzählt, eine Freundin habe den Unfall hautnah miterlebt und sei auch unter denjenigen gewesen, die erfolglos versucht hätten, Simon wiederzubeleben. „Das ist alles so schwer, man kann es sich gar nicht vorstellen. Ich konnte an der Straße hier nicht mehr langgehen, meine Beine zittern heute auch wirklich sehr.“

Teilnehmer der Mahnwache legen sich auf die Straße

Um 14 Uhr sperrt die Polizei dann den Verkehr auf der Winsener Straße, sodass die Teilnehmer sich auf der Kreuzung verteilen können. Viele setzen sich auf den Asphalt oder bleiben stehen, einige legen sich auch der Länge nach hin. Letzteres bezeichnet man als „Die-in“, eine Aktionsform, bei der tödlich verunglückte Radfahrer symbolisiert werden.

„Das ist ein Moment der unendlichen Trauer“, spricht Claus Scheffler, er ist Pastor in der Evangelischen Gemeinde in Harburg. „Es fühlt sich alles falsch an, jetzt ist die Zeit, um zu weinen.“ Für die Familie sei das eine ganz besonders furchtbare Zeit. „Sie bitten, dass ihr ihnen keine Beileidsbekundungen überbringt“, fährt Scheffler fort. „Sie wissen, dass ihr hier seid, um mit ihnen zu trauern. Ihr müsst es nicht extra sagen.“

ADFC fordert mehr Sicherheit für Radfahrer in Hamburg

Organisiert hat die Mahnwache der Hamburger Fahrradclub ADFC, dessen Mitglied Kaija Dehnkamp ebenfalls ein paar Worte spricht. „Wir gedenken Simon und wir mahnen mit dieser Versammlung auch für mehr Verkehrssicherheit“, sagt sie. „Wir wünschen uns, dass Städte wieder lebenswert werden und die Sicherheit für alle im Vordergrund steht – und nicht die Leichtigkeit oder Flüssigkeit des Verkehrs.“

Jiang wohnt mit seiner Familie nicht weit von der Unfallstelle entfernt. „Diese Kreuzung hier ist vor allem morgens wirklich schlimm“, erzählt der 47-Jährige. „Es gibt keine Ampel, deshalb wollen alle schnell abbiegen, wenn es eine Lücke gibt. Oder die Autos müssen ewig auf der Kreuzung beim Linksabbiegen in den Freudenthalweg warten und alle werden ungeduldig.“

Eine Ampel wäre wichtig, aber das Minimum sei, den Radweg rot anzumalen, meint er. „Das kann doch nicht teuer sein.“ Dem stimmt Michael Sander, Bezirkspolitiker von den Harburger Grünen, zu. „Am besten wäre es, noch eine Schwelle einzurichten, damit Lastwagen vor dem Abbiegen wirklich zum Abbremsen gezwungen werden.“

Der ADFC stellte an der Unfallkreuzung ein weißes Ghostbike auf. André Lenthe
Der ADFC stellte an der Unfallkreuzung ein weißes Ghostbike auf.
Der ADFC stellte an der Unfallkreuzung ein weißes Ghostbike auf.

Dann wird es still auf der Kreuzung, als die Anwesenden des verstorbenen elfjährigen Simon gedenken. Ein Junge, nicht viel älter, sitzt auf dem Asphalt neben seinem Fahrrad, versucht, seine Tränen zurückzuhalten.

Einige Minuten später wird die Versammlung beendet, die Menge verstreut sich langsam. Zurück bleiben ein weißes Ghostbike, das der ADFC bei tödlichen Radunfällen aufstellt, und viele Blumen, Kerzen und Kuscheltiere, die Anwohner und Mitschüler bereits am Donnerstag hier abgelegt hatten.

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Lindt und Niederegger zum halben Preis: Die Schoko-Mafia vom Flohmarkt

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Es gibt Marzipanbrote, die großen 300-Gramm-Schokoladentafeln, Pralinen, „Goldhasen“ und noch viel mehr: Seit Monaten werden Hamburger Flohmärkte mit Produkten von Lindt und Niederegger überschwemmt. An fast allen diesen Ständen verlangen die Anbieter den halben Ladenpreis. Wie geht das? Steckt etwa eine „Schoko-Mafia“ hinter diesen leckeren Angeboten?

Die 32 Goldhasen à 50 Gramm waren noch original in einem braunen Karton verpackt. Ich kaufte das Paket für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Bahrenfelder Trabrennbahn. Zwei Stände weiter erstand ich die 300-Gramm-Tafel Lindt „Weiss-Mandel“ für fünf Euro. Natürlich hab’ ich das Mindesthaltbarkeitsdatum gecheckt. Es war der 30.6.2026. Den Kollegen in der MOPO-Redaktion hat es jedenfalls prima geschmeckt – nichts angelaufen oder gar verdorben.

MOPO-Reporter Thomas Hirschbiegel mit den 32 Goldhasen, die er für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Trabrennbahn Bahrenfeld erstanden hat. Florian Quandt
Thomas Hirschbiegel mit Schoko-Hasen
MOPO-Reporter Thomas Hirschbiegel mit den 32 Goldhasen, die er für 30 Euro auf dem Flohmarkt an der Trabrennbahn Bahrenfeld erstanden hat.

Edle Schokolade auf dem Flohmarkt – was steckt dahinter?

Solche Schoko-Stände, die oft auch exklusive Marzipan-Produkte von Niederegger anbieten, sind derzeit auf fast jedem Flohmarkt in Hamburg oder dem Speckgürtel zu finden. Was steckt dahinter?


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  • Luisa Neubauer im MOPO-Interview: „Ich bin immer noch das Mädchen, das seinen Vater zu früh verlor”
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Auf MOPO-Anfrage erklärte Lindt-Sprecherin Leonie Barbier entschieden: „Lindt & Sprüngli führt grundsätzlich keine Direktverkäufe auf Flohmärkten durch!“ Sie bat um Übermittlung des „L-Codes“ auf dem Karton der in Bahrenfeld gekauften „Goldhasen“. Die ergatterten wir übrigens vor Ostern. Nach den Feiertagen gibt es die Oster-Produkte auch im offiziellen Handel zum halben Preis.

Lindt-Sprecherin kann nicht nachvollziehen, wie die Schokolade dort landete

Doch die Überprüfung der Charge durch Lindt brachte kein Ergebnis. Die Sprecherin: „Wir können nicht nachvollziehen, wie die Waren auf Hamburger Flohmärkte gelangt sind.“

Ähnlich äußerte sich Kathrin Gaebel, die Sprecherin von Niederegger in Lübeck: „Diese Flohmarktverkäufe sind natürlich kein Vertriebsweg von uns.“ Sie rät von Flohmarkt-Käufen ihrer Ware ab, weil bei diesen Angeboten die übliche Lieferkette sicher nicht eingehalten wurde und die Produktqualität nicht garantiert werden könne.

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Aber wo könnten die leckeren Süßigkeiten herstammen? Ein Kollege meint lachend: „Die sind sicher irgendwo einfach vom Laster gefallen.“ Die Polizeien in Norddeutschland berichten ja tatsächlich regelmäßig von geplünderten Lkw-Ladungen auf Autobahn-Parkplätzen. Auf Nachfrage zeigten sich Flohmarkt-Verkäuferinnen auf der „Flohschanze“ an der Feldstraße und in Bahrenfeld einsilbig, behaupteten, das habe alles so seine schöne Ordnung, es seien eben „Sonderangebote“. Tja, schmecken tut die Ware jedenfalls.

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Messerattacke in Hamm: Mann sticht auf schlafenden Bekannten ein

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Blutige Tat in Hamm: Am frühen Sonntagmorgen erlitt ein Mann bei einer mutmaßlichen Messerattacke schwere Stichverletzungen. Die Polizei fahndete nach dem Tatverdächtigen – mit schnellem Erfolg.

Nach der mutmaßlichen Messerattacke auf einen 27-Jährigen hat die Polizei am Sonntagmorgen einen 33-jährigen Mann noch in Tatortnähe vorläufig festgenommen.

Mann mutmaßlich im Schlaf attackiert

Laut Polizei soll sich der Angriff um kurz nach 6 Uhr in einer Wohnung am Südkanal im Bereich Osterbrookplatz ereignet haben. Demnach sei der 27-Jährige zuvor mit seinem 33-jährigen Bekannten in dessen Wohnung angekommen und habe sich dort direkt schlafen gelegt.

Kurze Zeit später soll der 33-Jährige den bereits Schlafenden dann mit einem Messer am Oberkörper verletzt haben. Warum, ist noch unklar. Danach flüchtete der Angreifer in unbekannte Richtung.


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Die Polizei leitete sofort mit zehn Streifenwagenbesatzungen die Fahndung ein – mit Erfolg. Der Tatverdächtige wurde noch in der Nähe angetroffen und vorläufig festgenommen. In der Wohnung fanden und sicherten die Einsatzkräfte außerdem das mutmaßliche Tatmesser. Ein Atemalkoholtest bei dem 33-Jährigen ergab laut Polizei einen Wert von mehr als 2,2 Promille.

Messerattacke: Potenziell lebensgefährliche Verletzungen

Der verletzte 27-Jährige wurde durch den Rettungsdienst versorgt und mit potenziell lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Sein Zustand ist nach Polizeiangaben stabil.

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Der 33-jährige Tatverdächtige soll nun dem Untersuchungsgefängnis zugeführt werden. Die weiteren Ermittlungen führt die Mordkommission (LKA 41) in enger Abstimmung mit der zuständigen Staatsanwaltschaft. (mp)

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Behandlung in London! Neuer Vuskovic-Alarm beim HSV – wie schwer ist er verletzt?

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Die Pleite in Bremen (1:3) erlebte Luka Vuskovic von der Tribüne aus. Alle Hoffnungen, dass es der angeschlagene Kroate in den HSV-Kader schaffen würde, waren vergebens. Bereits zum zweiten Mal in Folge fehlte Vuskovic, wie in der Woche zuvor in Stuttgart (0:4) wurde er auch beim Derby schmerzlich vermisst. Die bange Frage, die sich derzeit wohl alle HSV-Fans stellen: Wann kann der Überflieger dieser Saison wieder spielen? Und wie schwer ist er wirklich verletzt? Alle Vorzeichen deuten auf eine schwerere Blessur hin als zunächst angenommen.

Der HSV und das Vuskovic-Rätsel. Offiziell ist von einer Knieprellung die Rede, die den 19-Jährigen derzeit daran hindert, Fußball zu spielen. Vor knapp zwei Wochen erhielt er im Training einen Schlag, seitdem war er nicht mehr auf den Trainingsplätzen zu sehen. Ein ungewöhnlich langer Zeitraum für eine Verletzung dieser Art.

Auch gegen Hoffenheim wird Vuskovic dem HSV wohl fehlen

Tatsächlich soll sein Gelenk auch deutlich schwerer in Mitleidenschaft gezogen worden sein, als es nach außen hin kommuniziert wird. Man müsse von Woche zu Woche schauen, heißt es. Aber: Zumindest sein Einsatz am kommenden Samstag gegen Hoffenheim (18.30 Uhr/Liveticker auf mopo.de) sei in jedem Fall stark gefährdet.


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Offen ist, welches Mitspracherecht Tottenham Hotspur in Bezug auf das Vuskovic-Comeback hat. Der Abwehrmann steht bis 2030 beim akut abstiegsgefährdeten Premier-League-Klub unter Vertrag und spielt in dieser Saison auf Leihbasis beim HSV. Nach MOPO-Informationen unterzog er sich Ende vergangener Woche in London eingehenden Untersuchungen, weil sich die „Spurs“-Bosse ein genaues Bild von der Verletzung machen wollten.

HSV-Profi Vuskovic ließ sich in London behandeln

Dass sich Leih-Profis von den Medizinern ihres Stammvereins untersuchen lassen, ist kein ungewöhnlicher Vorgang. Das aber stützt die Vermutung, dass es sich um eine schwerere Blessur als ursprünglich kommuniziert handelt. Wegen einer Prellung wäre Vuskovic kaum nach London gereist.

Dank für den Support: Luka Vuskovic und seine HSV-Kollegen wanderten nach dem Abpfiff zu den HSV-Fans. imago/Jan Huebner
Nach der Niederlage in Bremen dankten Luka Vuskovic und seine Kollegen den HSV-Fans für die Unterstützung.
Dank für den Support: Luka Vuskovic und seine HSV-Kollegen wanderten nach dem Abpfiff zu den HSV-Fans.

Wie sehr der Jungstar dem HSV fehlt, wurde in Bremen insbesondere beim Gegentreffer zum 0:1 deutlich, als Werders Jens Stage in der Mitte quasi unbedrängt hochstieg und einköpfen konnte. Kaum vorstellbar, dass dieser Treffer auf diese Art und Weise gefallen wäre, wenn der HSV auf den kopfballstärksten Spieler der Bundesliga hätte zurückgreifen können.

Der HSV hat ohne Vuskovic noch kein Spiel gewonnen

Ohnehin ist die HSV-Bilanz ohne Vuskovic alarmierend. Seit er Ende August 2025 nach Hamburg wechselte, kam er bislang viermal nicht zum Einsatz. Keine einzige dieser Begegnungen konnte der HSV gewinnen. Weder unmittelbar nach dem Wechsel gegen St. Pauli (0:2), noch Ende Februar in Mainz (1:1), als der Nationalspieler seine Gelbsperre absitzen musste. Dazu kamen nun die jüngsten Pleiten in Stuttgart und Bremen.

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Neben Vuskovic zittert der HSV auch um zwei weitere Stammspieler. Miro Muheim musste in Bremen verletzt ausgewechselt werden, die genaue Schwere seiner Knieverletzung ist noch unklar. Der HSV hofft bei dem Schweizer aber auf eine rasche Genesung. Albert Sambi Lokonga (Oberschenkel), der zuletzt zweimal fehlte, soll nach Möglichkeit gegen Hoffenheim auflaufen können.

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A7 und Elbtunnel bis morgen gesperrt: So ist die Verkehrslage in Hamburg

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Seit Freitag ist der Elbtunnel, durch den die A7 führt, für Fahrzeuge gesperrt. Dennoch bleibt der Verkehr rund um Hamburg wohl entspannt.

Die Sperrung der A7 zwischen den Anschlussstellen Stellingen und Heimfeld sorgt wohl nicht für größere Verzögerungen im Verkehr. Wie eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale Hamburg sagte, ist die eingerichtete Umleitung frei.

A7: Geringer Zeitverlust trotz Sperrung

Wie sich die Situation im Laufe des Tages entwickele, sei schlecht einzuschätzen. Auch der ADAC rechnet derzeit für Reisende in Richtung Süden mit einem geringen Zeitverlust von rund drei Minuten.

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Seit Freitagabend ist die Autobahn rund um den Elbtunnel gesperrt. Die 55-stündige Sperrung soll planmäßig am Montagmorgen aufgehoben werden. Der Verkehr wird weiträumig über die A1 und A27 durch Schleswig-Holstein umgeleitet. (dpa/mp)

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Gala mit Debüt-Treffer: Schalke 04 vor der Rückkehr in die Bundesliga

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Schalke 04 kann nach drei Jahren in der Zweitklassigkeit allmählich die Feier zur Rückkehr in die Fußball-Bundesliga planen. 1058 Tage nach dem fünften Abstieg der Vereinsgeschichte machten die Königsblauen mit dem souveränen 4:1 (2:0) gegen den Tabellenletzten Preußen Münster den nächsten großen Schritt zum Wiederaufstieg.

Kapitän Kenan Karaman mit seinem 13. Saisontreffer (36.), ein Eigentor von Jannis Heuer (45.), Adil Aouchiche mit seinem Debüt-Treffer (50.) und Moussa Sylla (66.) sicherten der Mannschaft von Trainer Miron Muslic den elften Heimsieg der Saison. Für Münster traf Shin Yamada (82.). Vier Runden vor Schluss wuchs nach dem zehnten Spiel in Folge ohne Niederlage der Schalker Vorsprung vor dem Relegationsplatz auf sechs Punkte. Bereits in zwei Wochen am 2. Mai gegen Fortuna Düsseldorf könnten die Gelsenkirchener den Aufstieg perfekt machen.

Schalke, wieder mit dem zuletzt gesperrten Karaman, aber weiter ohne die bosnischen WM-Fahrer Edin Dzeko und Nikola Katic, begann furios. Karaman (5.) und Soufiane El-Faouzi (10.) verfehlten mit Schüssen knapp das Tor. Dann rettete Preußen-Keeper Johannes Schenk bei Kopfbällen von Karaman (13.) und Timo Becker (14.) in höchster Not.

4:1 gegen Münster: Schalke nutzt Paderborn-Patzer

Danach verteidigte Münster konzentrierter, Schalke tat sich plötzlich schwer, Räume zu finden – bis Karaman nach Flanke von Dejan Ljubicic per Kopf zum 1:0 traf. Nach einer Ecke von Aouchiche lenkte Heuer den Ball mit dem Kopf ins eigene Tor. Beim 3:0 patzte der zuvor so starke Schenk. Dann legte auch noch Dzeko-Ersatz Sylla nach.

Am Vorabend hatten die Verfolger Hannover 96 und SC Paderborn beim 1:1 die Punkte geteilt – und sich anschließend gemeinsam geärgert. „Ein Punkt ist zu wenig für das, was wir heute geleistet haben“, befand SC-Kapitän Felix Götze bei Nitro, „das war auf jeden Fall unser bestes Auswärtsspiel.“ Götze selbst hatte die Gäste in Führung gebracht (40.), Benjamin Källman glich aus (78.).

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„Heute wollten wir gewinnen, das haben wir nicht geschafft“, sagte 96-Trainer Christian Titz,„jetzt schütteln wir uns, besprechen das und wollen nächste Woche auswärts wieder drei Punkte holen.“ Bereits am Freitag hatte sich die SV Elversberg nach dem 1:2 gegen Schalke mit einem lockeren 3:0 (1:0) gegen den Karlsruher SC zurückgemeldet, die Saarländer liegen nun wieder hinter Paderborn auf dem Relegationsplatz. (sid/dj)

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Gnabry droht WM-Aus – das sind die Folgen für Nagelsmann und den DFB

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Auf diese Nachricht aus seiner Heimat München hätte Julian Nagelsmann sicher gerne verzichtet. Der Bundestrainer muss seine WM-Mission und die Reise in die USA womöglich ohne Schlüsselspieler Serge Gnabry antreten – und dürfte schon bald zu einem Umdenken in den eigenen Offensivplanungen gezwungen werden.

Der 30 Jahre alte Fußballprofi erlitt nach Angaben des FC Bayern einen Ausriss der Adduktoren am rechten Oberschenkel und fällt deshalb „für längere Zeit“ aus. Nähere Informationen gab es zunächst nicht. „Eine ganz bittere Nachricht„ sei das, ließ Nagelsmann mitteilen. Er habe am Samstag Kontakt zu dem Spieler gehabt und „ihm gesagt, dass wir auch in der Nationalmannschaft alle hinter ihm stehen“, so der 38-Jährige: „Wir alle werden ihn bestmöglich unterstützen, damit er so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen kann.“

Gnabrys Ausfall ist eine schlechte Nachricht sowohl für die DFB-Elf als auch für die Münchner Triple-Jäger, die in der Champions League und im DFB-Pokal vor den entscheidenden Saisonwochen stehen.

Nagelsmann: Umdenken in der Offensive nötig

In den vergangenen acht Länderspielen brachte Nagelsmann Gnabry jeweils von Anfang an. Der gebürtige Stuttgarter steuerte in diesem Zeitraum – wie sonst nur Stürmer Nick Woltemade – vier Treffer bei. Eine Auskunft zu Gnabrys WM-Perspektive gab es von Nagelsmann und dem DFB am Sonntag nicht.

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus prognostizierte bei Sky indes einen Wettlauf mit der Zeit. „Für mich bedeutet es eine Pause von acht Wochen. Dann wird es natürlich super, super eng für die WM. In fünf Wochen wird der Kader bekanntgegeben“, sagte Matthäus. In persönlichen Worten sprach er via TV-Kamera direkt zu Gnabry: „Ganz Deutschland drückt Dir die Daumen. Du bist ein Mehrwert für die deutsche Nationalmannschaft.“

Serge Gnabry (l.) muss darum zittern, mit Kapitän Joshua Kimmich & Co. zur WM zu fahren. picture alliance / U. Hufnagel | Ulrich Hufnagel
Serge Gnabry und Joshua Kimmich
Serge Gnabry (l.) muss darum zittern, mit Kapitän Joshua Kimmich & Co. zur WM zu fahren.

Für Nagelsmann, dessen Team am 14. Juni gegen WM-Debütant Curaçao in das XXL-Turnier startet, dürfte die Verletzung die komplette Statik seiner Offensive verändern. Als Bayern-Stammspieler war Gnabry zuletzt im DFB-Team gesetzt. Sein Tempo, seine Erfahrung und seine Torgefahr standen als ideale Ergänzung zu den feinen Füßen um Florian Wirtz, Jamal Musiala und Kai Havertz.

Die größten Auswirkungen wird der Ausfall des vielseitig einsetzbaren Gnabry auf Musiala haben, denn er ist sowohl beim FC Bayern als auch im DFB-Team betroffen. Hatte der frühere Nationaltorhüter Oliver Kahn dem angehenden Fußball-Superstar unlängst noch zu einem WM-Verzicht nach langer Verletzungspause geraten, dürfte Musiala nun zum Schlüsselbaustein für Nagelsmann und Bayern-Trainer Vincent Kompany werden.

Gnabry-Verletzung mit Folgen für Musiala, Sané und Karl

Musiala zeigte zuletzt beim 5:0 der Münchner beim FC St. Pauli sowie beim wilden 4:3 gegen Real Madrid einen deutlichen Aufwärtstrend. Kahns Vorschlag bügelte der 23-Jährige direkt ab. „Nein, auf jeden Fall will ich zur WM“, antwortete Musiala deutlich. „Mein Fokus ist jetzt auf Bayern gerichtet. Ich will der Mannschaft helfen, alles zu gewinnen. Und dann ist mein Fokus, dem Land und der Nationalmannschaft zu helfen“, fügte der Bayern-Profi an.

Auch der sportlich umstrittene Türkei-Legionär Leroy Sané und Bayern-Jungstar Lennart Karl dürften mit Blick auf die WM eine größere Rolle einnehmen als bislang gedacht. Karl laboriert selbst aktuell an einer Oberschenkelverletzung, wird aber deutlich früher zurückerwartet als Gnabry. Diesem droht angesichts der Schwere der Verletzung ein monatelanger Ausfall zur absoluten Unzeit.

Eine präzisere Prognose gab es vonseiten der Münchner zunächst nicht. Die wegweisenden Halbfinals gegen Bayer Leverkusen im DFB-Pokal sowie Paris Saint-Germain in der Champions League werden aber in jedem Fall ohne Gnabry stattfinden. Dasselbe gilt auch für die Endspiele in Berlin und Budapest, falls Bayern diese erreicht.

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Kompany trifft der Ausfall insofern schwerer als Nagelsmann, weil er deutlich weniger Alternativen hat. Da aktuell auch Karl verletzt fehlt, stellt sich die Bayern-Offensive für die großen K.o.-Duell fast von selbst auf. Hinter Torjäger Harry Kane bleiben derzeit eigentlich nur Musiala und die beiden Real-Torschützen Luis Diaz und Michael Olise. (dpa/dj)

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„Ein absolutes No-Go“: HSV-Bosse reagieren auf Fan-Skandal von Bremen

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Für HSV-Boss Eric Huwer war es eine sehr kurze Nacht – zu viel war zuvor bei der 1:3-Derbypleite in Bremen passiert. Dabei ging es längst nicht nur um die schmerzhafte Niederlage auf dem Rasen. Vor allem die schlimmen Bilder, für die Teile der HSV-Fans vor und nach dem Spiel gesorgt hatten, machten Huwer fassungslos. Nun will der Verein bei der Suche nach den Tätern helfen und hart durchgreifen.

„Da brauchen wir gar nicht irgendwie Wortklauberei zu bemühen. Es wurden Grenzen überschritten. Das ist ein absolutes No-Go“, sagte Huwer am Tag nach dem Nordderby. Ähnlich deutlich äußerte sich Cornelius Göbel, der beim HSV für die Bereiche Fans, Kultur und Nachhaltigkeit zuständig ist. „Der HSV verurteilt die Vorfälle in aller Klarheit. Was wir in Bremen gesehen haben – insbesondere das gezielte Abschießen von Pyrotechnik in Richtung anderer Zuschauerbereiche – stellt eine deutliche Eskalation dar.“

HSV-Fandirektor Göbel beklagt: „Blanker Vandalismus“

Sowohl Huwer als auch Göbel betonen, dass diese Vorfälle nichts mit der Fankultur zu tun haben, für die der HSV stehen will. Dasselbe gilt für den Polizeieinsatz nach dem Abpfiff im Gästebereich, der durch eine brennende Toilette ausgelöst worden sein soll. Die Ultras spielten dabei wohl nur eine untergeordnete Rolle. „Nach allem, was wir aktuell wissen, waren daran nicht die organisierten Strukturen der aktiven Fanszene beteiligt“, so Göbel. Und weiter: „Unabhängig davon müssen wir aber klar sagen: Die Zerstörung von Sanitäranlagen im Gästebereich ist nichts anderes als blanker Vandalismus. Dafür gibt es keinerlei Rechtfertigung. Solche Handlungen haben mit Fankultur nichts zu tun, sondern sind reine Sachbeschädigung, und sie schaden letztlich allen Beteiligten.“

Nach dem Spiel kam es zum Polizeieinsatz im HSV-Block. Dabei wurden auch Polizisten körperlich attackiert. picture alliance / dpa /Carmen Jaspersen
Polizeieinsatz im HSV-Block in bremen
Nach dem Spiel kam es zum Polizeieinsatz im HSV-Block. Dabei wurden auch Polizisten körperlich attackiert.

Verletzt wurde bei allen Vorfällen niemand. Das war angesichts der Bilder ein großes Glück. Nun geht es um die Aufarbeitung und um Konsequenzen. Der HSV steht dabei in engem Austausch mit den Werder-Verantwortlichen. „Wir werden den Bremer Kollegen behilflich sein, die Verursacher zu identifizieren. Wir werden den Behörden behilflich sein, die Verursacher zu identifizieren, und dann auch mit den bekannten Konsequenzen durchgreifen“, sagt Huwer.

HSV will klare Konsequenzen, aber keine Pauschalstrafen

Stadionverbote würden unter anderem zu den Konsequenzen gehören. Die klare Identifizierung aller Beteiligten dürfte allerdings schwer werden, denn in der Regel schützen sich die Fans untereinander. Eine Pauschalstrafe wäre aus HSV-Sicht jetzt allerdings der falsche Ansatz. „Dass nach solchen Bildern Konsequenzen gefordert werden, ist absolut nachvollziehbar. Die Vorfälle sind so gravierend, dass sie eine klare Antwort erfordern“, sagt Göbel, betont aber zugleich: „Wir wissen aus Erfahrung, dass pauschale Maßnahmen gegen ganze Gruppen oft nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Sie führen eher dazu, dass sich Strukturen weiter abschotten, dass sich interne Solidarität verstärkt. Deshalb halten wir es für entscheidend, Verantwortung dort zu adressieren, wo sie tatsächlich liegt. Das bedeutet, die konkret Beteiligten zu identifizieren, individuelles Fehlverhalten klar zu sanktionieren und strafrechtlich konsequent zu verfolgen.“

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Klare Worte, auf die nun auch klare Taten und konkrete Ergebnisse folgen müssen. Leicht wird das sicher nicht. Doch für den HSV ist es alternativlos. Zu groß waren der Schaden und die rücksichtslose Gefährdung anderer, die einige Chaoten aus Hamburg am Samstag im Weserstadion verursachten.

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„Eine echte Revolution“: So feiert die Weltpresse Marie-Louise Eta

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Sogar in der argentinischen Sportzeitung „Olé“ war Marie-Louise Eta kurzzeitig der Aufmacher und verdrängte die Vorschau auf das Fußball-Superclásico zwischen Boca Juniors und River Plate von der Startseite. Das spanische Blatt „AS“ widmete der ersten Cheftrainerin in der Geschichte der Männer-Bundesliga sogar ein eigenes Video. Gefühlt verfolgte die ganze Fußball-Welt das historische, wenn auch misslungene Debüt der Pionierin an der Seitenlinie des 1. FC Union Berlin.

„Die Vorfreude war riesig und ein ohrenbetäubender Jubel erschütterte das malerische Stadion An der Alten Försterei, als Marie-Louise Eta aus den Katakomben kam. Kein einziges Objektiv der Fotografen war nicht auf sie gerichtet. Und das war kein Wunder, denn sie wurden Zeugen eines historischen Moments“, schrieb die spanische „Marca“ nach dem 1:2 der Köpenicker gegen den VfL Wolfsburg.

Schon vor dem Anpfiff bot sich auf dem Rasen ein lustiges Bild, denn es entwickelte sich eine kleine Verfolgungsjagd. Eta eilte zunächst zum einen Spielfeldrand für ein DAZN-Interview, dicht gefolgt von einer Schar Fotografen. Kurz darauf wiederholte sich die Szene, als die 34-Jährige die Seite wechselte, um auch dem Sky-Reporter Rede und Antwort zu stehen. „Sie stand im Mittelpunkt und zog alle Blicke auf sich. Eine echte Revolution“, schrieb „Diario Olé“.

Eta stellt klar: „Es geht nicht um mich“

Dass auch Eta die Negativserie der Eisernen nicht stoppen konnte und der Vorsprung auf Relegationsplatz 16 nur noch sechs Zähler beträgt, schien zumindest die Welt-Presse nur am Rande zu interessieren. Die Nachfolgerin von Steffen Baumgart, die nur bis Saisonende die Profimannschaft der Männer coacht, war darum bemüht, den gewaltigen Medienrummel abzumoderieren.

Marie-Louise Eta konnte ihr Debüt nicht mit einem Sieg krönen. IMAGO/Steinsiek.ch
Marie-Louise Eta schaut skeptisch
Marie-Louise Eta konnte ihr Debüt nicht mit einem Sieg krönen.

„Wir sind natürlich enttäuscht. Es geht um Fußball, es geht nicht um mich“, stellte die gebürtige Dresdnerin klar. Der gesellschaftlichen Signalwirkung ihrer Beförderung sei sie sich natürlich bewusst. „Aber darum geht es nicht. Es geht nicht darum, etwas zu genießen, sondern darum, Fußballspiele zu gewinnen“, bekräftigte die Union-Trainerin, die von ihren Anhängern als „Fußballgöttin“ begrüßt wurde.

Union zeigte eine der besten Offensivleistungen der vergangenen Monate, erspielte sich unzählige Großchancen, kam durch den späten Treffer von Oliver Burke aber nur zum Anschluss. Wolfsburg schöpft nach den Traumtoren von Patrick Wimmer und Dzenan Pejcinovic hingegen wieder Hoffnung im Abstiegskampf und verkürzte den Rückstand auf den Relegationsrang auf zwei Zähler.

Trainerwechsel-Effekt: Neue Energie bei Union

Der allgemeine Tenor in den Berliner Reihen: Die Leistung hat gestimmt, das Ergebnis nicht. Christopher Trimmel erkannte definitiv einen Trainerwechsel-Effekt. „Es kommt neue Energie auf den Platz. Wenn du 26 Mal versuchst, aufs Tor zu schießen, machst du viel richtig. Die Art und Weise war echt gut heute“, befand der Österreicher.

Dass er nun von einer Frau trainiert werde, ändere für ihn aber genauso wenig wie für seinen Teamkollegen Ilyas Ansah. „Marie-Louise Eta ist meine Trainerin und davor hatte ich einen Trainer. Und es ist mir relativ egal, ob das ein Mann oder eine Frau ist. Das ändert nichts an der Art und Weise, wie ich das Spiel angehe“, erklärte der Stürmer, der zuvor zahlreiche Chancen vergeben und sichtlich unzufrieden mit seiner Leistung war, am ARD-Mikro.

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Abwehrspieler Derrick Köhn sprach von einer „sehr guten“ Chemie zwischen Eta und der Mannschaft. „Wir haben schnell zueinander gefunden. Wir fühlen uns sehr wohl mit ihr. Wir versuchen uns jetzt, auf Leipzig vorzubereiten und ihr dort Geschenke zu machen.“ (dpa/dj)

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Nach Derby-Pleite: HSV-Fans randalieren an Bahnhof und gehen auf Fahrgäste los

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Faustschläge und Widerstand gegen die Polizei: Nach dem Derby zwischen dem HSV und Werder Bremen am Samstag eskalierte am Bahnhof Buchholz ein Streit zwischen HSV-Fans und weiteren Fahrgästen.

Am Samstagabend ist ein Streit am Bahnhof Buchholz (Kreis Harburg) eskaliert. Wie die Polizeiinspektion Harburg mitteilte, gerieten drei HSV-Fans gegen 20.20 Uhr am Gleis 1 mit mindestens zwei weiteren Fahrgästen eines Metronom-Zuges aneinander. Die Fans waren auf dem Heimweg vom verlorenen HSV-Spiel gegen Werder Bremen.

Polizei setzte Pfefferspray ein

Nach bisherigen Erkenntnissen wurde ein Mann während des Streits mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen. Zuvor sollen die drei Männer bereits eine Bierdose geworfen haben, die eine weitere Person am Kopf traf und leicht verletzte.


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  • 16 Seiten Sport: Vor dem Derby! Legende Ailton packt aus
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Kurz nach dem Notruf war die Polizei am Bahnhof und traf die drei Tatverdächtigen dort an. Die Männer versuchten laut Polizei zunächst, sich der Kontrolle zu entziehen. Einer von ihnen stieß einen Beamten zurück und ging bedrohlich auf ihn zu. Die Polizisten setzten daraufhin Pfefferspray ein, um den Angriff zu stoppen. Anschließend wurde der Mann fixiert.

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Jetzt sucht die Polizei Zeugen. Wer den Vorfall beobachtet hat oder Angaben machen kann, soll sich bei der Polizei Buchholz (Tel. 04181-2850) oder bei der Bundespolizeiinspektion Bremen (Tel. 0421-162995) melden. (mp)

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Bedrohungslage sorgt für größeren Einsatz in Hamburg

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Aufregung in Altona-Nord: An der Stresemannstraße ist es am Sonntag zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen – wegen einer Bedrohungslage. Ein 18-Jähriger hatte laut Polizei am Telefon mit einer Waffe gedroht.

Mehrere Streifenwagen standen am Sonntag um kurz vor 13 Uhr in der Stresemannstraße bei der Kreuzung zur Holstenstraße.

Mehrere Streifenwagen sind vor Ort. Privat.
Mehrere Streifenwagen sind vor Ort.
Mehrere Streifenwagen sind vor Ort.

Einsatz in Altona: 18-Jähriger droht am Telefon mit Waffe

Dort ist es zu einer Bedrohungslage gekommen, wie ein Sprecher des Polizei-Lagediensts sagte. Ein 18-Jähriger habe zuvor bei der Polizei angerufen und gesagt, er habe eine Schusswaffe – und die werde er auch ziehen, wenn die Polizei käme.

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Daraufhin machten sich die Streifenwagen auf den Weg in die Stresemannstraße, darunter waren auch Spezialkräfte, die die Wohnung des Mannes stürmten. Dieser wurde vor Ort angetroffen, laut der Polizei allerdings keine Waffe gefunden. Der 18-Jährige habe sich in einer psychischen Ausnahmesituation befunden und sei in ein Krankenhaus gebracht worden. Um kurz vor 16 Uhr war der Einsatz beendet. (mp)

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Nächster Ausfall droht: Verletzung im Derby – HSV zittert um Muheim

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Wie schwer hat es ihn erwischt? Neben der Derby-Pleite in Bremen (1:3) und den insgesamt drei Roten Karten sorgte Miro Muheims Verletzung für zusätzlichen Schmerz beim HSV. Der Schweizer hatte sich nach 73 Minuten eine Knieblessur zugezogen und musste ausgewechselt werden. Droht dem Aufsteiger womöglich der nächste Ausfall eines Stammspielers?

Humpelnd und das rechte Knie dick bandagiert, trottete Muheim nach der Partie durch die Katakomben des Weserstadions in Richtung Kabine. Nach einem Zweikampf und Leonardo Bittencourts Schubser war der HSV-Profi unglücklich auf dem Boden aufgekommen und verdrehte sich dabei das Knie. Das sah so übel aus, dass nicht wenige Beobachter an eine schwere Verletzung dachten.

HSV-Trainer Polzin gab zunächst Entwarnung bei Muheim

Immerhin: Merlin Polzin gab nach der Partie zumindest teilweise Entwarnung, so weit es ihm eben möglich war. „Die ersten Untersuchungen waren aus unserer Sicht positiv“, stellte der Trainer fest, nachdem die anwesenden HSV-Mediziner einen ersten Check bei Muheim unternommen hatten. „Es sah nicht so aus, als ob mehr passiert wäre.“ Polzin betonte aber auch, dass man zunächst noch weitere Untersuchungen abwarten müsse.


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Diese sollen spätestens am Montag im Athleticum am Volkspark erfolgen. Dann wird sich herausstellen, wie schwer es Muheim erwischt hat. Für den Schweizer steht in den kommenden Wochen eine Menge auf dem Spiel. Zunächst will er mit dem HSV in den verbleibenden vier Saisonpartien den Bundesliga-Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen. Anschließend möchte der Linksfuß mit der Schweiz bei der WM für Furore sorgen. Seine Berufung in den Kader der Eidgenossen gilt als gesichert. Seit November 2024 wurde er in jeder Länderspielphase nominiert und kam zu insgesamt acht Einsätzen.

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Beim HSV hofft man, dass Muheim bereits am kommenden Samstag gegen Hoffenheim (18.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) wieder zur Verfügung steht. Dann sollen nach Möglichkeit auch die in Bremen erneut fehlenden Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga wieder dabei sein.

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Für 3,9 Milliarden Dollar! Chelsea-Besitzer kauft beliebtes US-Sportteam

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Wow, bei diesen Summen kann einem schwindelig werden! Die San Diego Padres, eines der Topteams aus der Major League Baseball (MLB) in den letzten Jahren, stehen kurz vor dem Verkauf und sollen für eine Rekordsumme den Besitzer wechseln.

Laut Medienberichten wollen José Feliciano, Miteigentümer des Premier-League-Klubs FC Chelsea, und seine Frau Kwanza Jones 3,9 Milliarden Dollar für die Übernahme der Padres-Franchise zahlen. Zuerst hatte das „Wall Street Journal“ die krasse Zahl genannt. Diese würde die bisherige Höchstsumme klar übertreffen, 2020 hatte Steve Cohen die New York Mets für 2,4 Milliarden erworben.

Chelsea-Mitbesitzer José Feliciano kauft MLB-Team San Diego Padres

Der gebürtige Puerto Ricaner Feliciano und Jones sollen die Gebote von Tom Gores, Besitzer der Detroit Pistons (NBA), Joe Lacob, Besitzer der Golden State Warriors (NBA), sowie Dan Friedkin, Besitzer des Premier-League-Klubs FC Everton, überboten haben. Der Verkauf der San Diego Padres an den Chelsea-Mitbesitzer dürfte bereits Anfang der kommenden Woche über die Bühne gehen, 75 Prozent der MLB-Eigentümer müssen zustimmen.

The Seidler family is nearing a deal to sell the Padres for a league-record $3.9 billion to a private equity group led José E. Feliciano and Kwanza Jones, per multiple reports. pic.twitter.com/Wvf28mawGf

— FOX Sports: MLB (@MLBONFOX) April 17, 2026

Die Padres waren im November von Angehörigen des 2023 verstorbenen Besitzers Peter Seidler zum Verkauf angeboten worden. Der vor allem bei Latinos beliebte Klub aus Kalifornien hat noch nie die World Series, die Finalspiele der MLB, gewonnen. Aktuell erlebt das Baseball-Team aus San Diego, der Stadt, die ihr NFL-Footballteam Chargers 2017 an Los Angeles verloren hat, die beste Phase seit der Gründung 1969.

San Diego Padres im Dauerduell mit den Los Angeles Dodgers

Die MLB-Superstars Shohei Ohtani (l./Los Angeles Dodgers) und Manny Machado (San Diego Padres) IMAGO/USA TODAY Network
Shohei Ohtani beim Baseball-Spiel der San Diego Padres
Die MLB-Superstars Shohei Ohtani (l./Los Angeles Dodgers) und Manny Machado (San Diego Padres)

Gespickt mit Topstars wie Manny Machado, Fernando Tatis Jr., Xander Bogaerts oder Jackson Merrill haben die Padres in der vergangenen vier Jahren dreimal die Playoffs erreicht und konnten dort 2022 endlich auch den großen Divisions-Rivalen Los Angeles ausschalten. Die finanziell auf Rosen gebetteten Dodgers um Japan-Superstar Shohei Ohtani revanchierten sich allerdings 2024 auf dem Weg zur Meisterschaft an San Diego und konnten ihren Titel 2025 verteidigen.

Padres mit den zweitmeisten Zuschauern in der MLB

Aktuell dominieren die beiden Vereine aus Kalifornien die MLB. Die Dodgers haben mit 15 Saisonsiegen (in 20 Spielen) einen Traumstart hingelegt, die Padres liegen mit 14 Erfolgen aber direkt dahinter. In der vergangenen Spielzeit hatte Los Angeles mit 49.500 Fans den besten Zuschauerschnitt – gefolgt von San Diego, das 42.500 Zuschauer pro Heimspiel in ihr Stadion namens Petco Park lockt. Beachtlich, wenn man bedenkt, dass es satte 81 Baseball-Partien pro Saison vor heimischen Publikum (und 81 Auswärtsspiele) gibt.

Wenn die Padres (hier Gavin Sheets) in San Diego spielen, ist das Stadion immer voll. picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Tony Ding
Gavin Sheets von den San Diego Padres
Wenn die Padres (hier Gavin Sheets) in San Diego spielen, ist das Stadion immer voll.

Auch diese Beliebtheit dürfte den Preis für Chelsea-Mitbesitzer José Feliciano in die Höhe getrieben haben. Die Padres-Fans hoffen nun, dass durch ihn die finanzielle Lücke zu den Dodgers etwas weiter geschlossen werden kann und noch mehr Stars nach San Diego gelockt werden. Nach 1984 und 1998 soll der dritte Einzug in die World Series her – und dann der erste Titel der Franchise-Geschichte.

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„Für immer in unserer Startelf!“ So trauert sein Team nach Radunfall um Simon (11)

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Der Junge, der in Wilstorf bei einem schrecklichen Lkw-Unfall am vergangenen Mittwoch ums Leben kam, kickte in der U11 eines Sportvereins. Jetzt haben sich seine „Bravehearts“ gemeldet und gedenken des Elfjährigen in bewegenden Worten.

„Simon wird in Zukunft bei jedem Spiel in der Startaufstellung stehen, da er immer in den Herzen seiner Freunde und Freundinnen und damit ein Teil der Mannschaft sein wird.“ So schreibt der TV Meckelfeld auf Facebook. Simon hatte dort in der U11 bei den sogenannten „Bravehearts“ Fußball gespielt.

Weiter heißt es in dem Post: „Letzten Mittwoch ist das Schlimmste passiert, was uns als Eltern, Brüdern oder Schwestern passieren kann. Simon, ein Junge aus unserer U11 ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Seine Mannschaftskameraden- und kameradinnen, deren Eltern, der Trainer und wir als Verein sind zutiefst erschüttert. In Gedanken sind wir bei Simons Familie und wünschen ihnen in dieser furchtbar schweren Zeit ganz viel Kraft.“

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Der Unfall ereignete sich am Mittwochnachmittag, kurz nach 15 Uhr. Ein Lastwagenfahrer war vom Freudenthalweg in die Winsener Straße (B4), abgebogen und erfasste den Elfjährigen, der mit seinem Fahrrad unterwegs war.

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Schwerer Unfall bei Trauerfeier für verstorbenen Rocker

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Hunderte Motorradmotoren röhrten am Samstag durch den Kreis Schleswig-Flensburg: Im Rahmen einer Trauerfeier für ein verstorbenes Mitglied eines Motorradclubs fuhren Hunderte Biker in einem Konvoi. Doch schon kurz nach dem Start kam es zu einem schweren Unfall.

Die Motorradfahrer hatten sich am Samstag in der Gemeinde Busdorf versammelt. Von dort aus setzte sich der Konvoi gegen 13 Uhr in Richtung Harrislee in Bewegung, um einem verstorbenen Clubmitglied die letzte Ehre zu erweisen.

Zu Beginn nahmen 800 Menschen mit über 300 Motorrädern teil. Auf der Strecke seien weitere Fahrzeuge dazugestoßen. Wie viele Gefährte zum Schluss dabei waren, war laut Polizei unklar.

Unfall bei Motorradkorso: Biker bei Sturz schwer verletzt

Doch noch in Busdorf stürzte einer der Biker ohne Fremdeinwirkung, wie die Polizeidirektion Flensburg mitteilte. Demnach musste er wegen eines technischen Defekts an seinem Motorrad ausweichen, rutschte mit seiner Maschine weg und wurde schwer verletzt. Ein Rettungswagen brachte ihn in ein Schleswiger Krankenhaus.

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Die übrige Trauerfeier verlief laut Polizei ohne weitere Zwischenfälle. Unter Polizeibegleitung setzte der Konvoi seinen Weg fort und erreichte knapp eine Stunde später den Zielort in Harrislee. (mp)

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Klinsmann-Sohn nach Zusammenprall im Krankenhaus

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Jonathan Klinsmann, Sohn von Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann, hat sich bei einem Zusammenprall verletzt. Der 29-Jährige musste nach dem 0:2 des FC Cesena beim FC Palermo in der zweiten italienischen Fußball-Liga Serie B ins Krankenhaus gebracht werden.

„Er hat eine Schnittwunde im Nackenbereich und wird von den Ärzten betreut, die uns hinsichtlich seines Allgemeinzustands beruhigt haben“, erklärte Trainer Ashley Cole.

Klinsmann war bei einer Abwehraktion am Samstag kurz vor Schluss mit einem gegnerischen Spieler zusammengeprallt und hatte dabei Berichten zufolge einen Schlag auf den Kopf bekommen. Die Nummer eins der Bianconeri sei wegen der Folgen eines Kniestoßes auf einer Trage vom Platz gebracht worden.

Kopftrauma-Protokoll: Klinsmann auf Trage vom Platz

Jonathan Klinsmann im Cesena-Trikot IMAGO/ABACAPRESS
Cesena, Italien: Jonathan Klinsmann (Cesena FC) im Einsatz im Coppa-Italia-Spiel gegen Pisa SC.
Jonathan Klinsmann im Cesena-Trikot

Das Vorgehen entspricht dem üblichen Protokoll nach einem Kopftrauma, berichtete der „Corriere Romagna“. Der Schlag habe eine Wunde verursacht, die genäht werden musste, aber es gehe Klinsmann gut, sein Zustand gebe keinen Anlass zur Sorge.

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Jonathan Klinsmann spielt seit Februar 2024 für Cesena, er war damals aus der Major League Soccer in den USA von LA Galaxy nach Italien gewechselt. Zuvor hatte er für den FC St. Gallen in der Schweiz und Hertha BSC sowie den US-Club UC Berkeley gespielt. (dpa/dj)

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Horoskop: So stehen die Sterne am Mittwoch für Sie

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Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!

Horoskop für Mittwoch, 15. April 2026

Horoskop heute: Widder

Verzetteln Sie sich nicht und reiben Sie sich nicht an anderen auf! Sie brauchen mehr Ruhepausen als sonst, um konzentriert zu sein. Spätabends finden Sie einen Kompromiss.

Horoskop heute: Stier

Halten Sie heute nicht an einem Irrtum fest, bleiben Sie in jeder Hinsicht nüchtern! Unkorrektheiten können rechtliche Schwierigkeiten bringen. Stehen Sie aufrichtig zu einem Fehler.

Neugierig auf die Entwicklungen des ganzen Monats? Sehen Sie sich hier an, was Ihr aktuelles Monatshoroskop verrät.

Horoskop heute: Zwillinge

Nehmen Sie Spannungen in der Familie heute nicht auf die leichte Schulter. Am Nachmittag sollten Sie bereit sein, anderen zu verzeihen. Verlieren Sie sich nicht in düsteren Gedanken!

Horoskop heute: Krebs

In der Partnerschaft sollten Sie heute mehr Wärme und Entgegenkommen zeigen. Suchen Sie am frühen Abend das Gespräch. Finden Sie gemeinsam Ansätze für Problemlösungen.

Horoskop heute: Löwe

Wenden Sie sich heute Ihrem Partner zu, gehen Sie mehr auf ihn ein. Sie können ganz neue, liebenswerte Züge entdecken und Ihre Partnerschaft auf eine neue Basis stellen.

Horoskop heute: Jungfrau

In der Partnerschaft können Sie einander heute ein großes Stück näherkommen. Nutzen Sie den Abend, um gemeinsame Ziele festzulegen, reden Sie mehr miteinander!

Horoskop heute: Waage

Heute ist nicht Ihr Tag. Wenden Sie keinen Druck an, wenn man nicht auf Ihre Vorschläge eingehen will. Sie würden sich selbst ins Abseits stellen. Abends wird es wieder leichter.

Horoskop heute: Skorpion

Sie kommen nur schwer in die Gänge. Nehmen Sie sich nicht zu viel vor, rechnen Sie mit Verzögerungen. Ein Gerücht kann abends Unruhe bringen. Lassen Sie sich nicht bluffen!

Horoskop heute: Schütze

Sie haben einen recht ruhigen Tag vor sich, sollten aber Menschen, die Ihnen lästig werden könnten, früh in Ihre Grenzen weisen. Regen Sie abends andere mit Ihren Gedanken an!

Horoskop heute: Steinbock

Gehen Sie heute mit anderen Menschen nicht zu hart ins Gericht. Vor allem über Mittag drohen sonst massive Auseinandersetzungen. Seien Sie abends etwas versöhnlicher.

Horoskop heute: Wassermann

Sie müssen vormittags mit einer Absage rechnen. Reagieren Sie schnell, werden Sie anderweitig tätig, dann können Sie sogar in Vorteil kommen. Lassen Sie sich abends nicht reizen.

Horoskop heute: Fische

Dieser Tag kann Ihnen schöne Erlebnisse bringen. Unternehmen Sie etwas, suchen Sie Kontakt zu anderen Menschen! Lassen Sie es sich abends richtig gut gehen.

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Bei Arbeiten an Gleisen: Mann (54) wird von Radlader überrollt – schwer verletzt

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Schwerer Unfall in Marienthal: Am Sonntagvormittag ist ein Mann bei Arbeiten an der S-Bahn-Trasse schwer verletzt worden. Der 54-Jährige wurde von einem Radlader überrollt. Zwei weitere Personen konnten sich nur knapp retten.

Ein schwerer Arbeitsunfall sorgte am Sonntagvormittag ab 10.30 Uhr für einen großen Rettungseinsatz an der S-Bahn-Trasse auf Höhe der Hammer Straße 41.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Wie ein Sprecher des Polizei-Lagedienstes sagte, wurde dort ein 54-jähriger Bauarbeiter von einem Radlader überrollt. Der Mann erlitt dabei schwere Verletzungen und wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht. Zwei weitere Personen kamen mit leichten Verletzungen davon. Ersten Erkenntnissen nach konnten sie sich mit einem Sprung zur Seite noch vor dem Radlader in Sicherheit bringen.

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Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz. Die Polizei ermittelt jetzt, wie es zu dem schweren Unfall auf der Baustelle kommen konnte. (mwi)

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Kommentar: Schändliches Eigentor! HSV-Fans beschenken die Hardliner

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Es war ein bitterer Nachmittag, einer, den sich HSV-Fans in ihren Albträumen kaum schlimmer hätten ausmalen können. Die verdiente 1:3-Niederlage bei Werder Bremen ist schwer zu verdauen und wird vielen, die es mit den Hamburgern halten, einen gebrauchten Abend und eine unruhige Nacht beschert haben. Da war die Mannschaft, in der sich nur Nicolás Capaldo und Robert Glatzel in der benötigten Derby-Form befanden, da war ein Schiedsrichter Florian Exner, der zwar keine haarsträubende Fehlentscheidung traf, aber mit seinem unsouveränen Gesamtauftritt dazu beitrug, dass es auf dem Rasen und daneben immer stärker zu brodeln begann. Das alles aber bietet nicht den Hauch einer Berechtigung für das, was einige HSV-Fans im Weserstadion veranstalteten. MOPO-Sportchef Frederik Ahrens kommentiert.

Schon weit vor Spielbeginn bewiesen einige, die es mit dem HSV halten, dass ihr Testosteron-Level an diesem Tag auf einem nicht ganz gesunden Niveau zu sein schien. Kaum hatte man ihnen die Stadiontore geöffnet, stürmten sie vermummt in den Block und führten sich dort auf, als hätte man sie in die Steinzeit zurückgebeamt. Wahllos feuerten einige Fans Raketen in Richtung des Werder-Anhangs. Feurige Geschosse landeten knapp neben dem DAZN-Team. Die Übertragung musste unterbrochen werden. Hurra, hurra, die Vollidioten waren da. Und es sollte nur die Ouvertüre für das sein, was sich nach dem Abpfiff abspielte.

HSV-Fans schossen Feuerwerkskörper durchs Stadion

Zündelnde Vandalen sorgten für einen Brand im Toilettenbereich, andere Pyromanen erachteten es erneut als schlaue Idee, Feuerwerkskörper diesmal gezielt auf andere Menschen zu feuern. Es war das pure Glück, dass eine Rakete knapp neben Werder-Stürmer Keke Topp, der auf Krücken vor dem feiernden Fanblock stand, landete. Es war Zufall, dass niemand verletzt wurde.


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Damit nicht genug: Als Polizisten in den HSV-Block vordrangen, laut eigener Erklärung aufgrund des Brandes im Toilettenbereich, wurden diese von Fans attackiert. Prügel gegen Polizisten. Für einen Teil der Fanszene ist das legitim und angebracht.

Choreo in Stuttgart romantisierte Gewalt gegen die Polizei

Schon beim Spiel gegen den VfB Stuttgart hatte eine Choreo der Ultras, die Gewalt gegen Polizisten romantisierte, für Kopfschütteln beim weit überwiegenden friedlichen Teil des HSV-Anhangs gesorgt, während Präsident Henrik Köncke diese direkt auf seinem Instagram-Kanal postete. Ohne Distanzierung. Köncke war selbst vom Ultra zum höchsten Vereinsvertreter aufgestiegen. Er pflegt die Nähe zu denen, die ihm zum Job verholfen haben.

Nun wird es seine Aufgabe und die des HSV-Vorstands sein, deutlich zu machen, dass die Grenzüberschreitungen von Bremen innerhalb des Klubs nicht geduldet werden können. Wer Gewalt ausübt, wer andere Menschen im Stadion gefährdet, der darf beim HSV kein Zuhause finden. Stadionverbote sind in diesen Fällen alternativlos.

HSV-Fans als vorbildliche Botschafter eines Boom-Klubs

Die Eskalation im Weserstadion ist vor allem deshalb so schlimm und für den Klub nahezu tragisch, weil auch die aktive Fanszene so viel dazu beigetragen hat, dass der HSV zumindest bis zum Samstagnachmittag in einem anderen Licht erschien als in früheren Zeiten.

HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz. WITTERS
HSV-Fans schießen Leuchtraketen auf den Platz
HSV-Fans schießen in Bremen Leuchtraketen auf den Platz.

Lange als Chaosklub und Lachnummer verspottet, ist der HSV dank des sportlichen und wirtschaftlichen Aufschwungs nicht nur ein ernst zu nehmender Bundesliga-Klub. Die Tatsache, dass kein anderes Team von so vielen Auswärtsfahrern in fremden Stadien begleitet wird, dass die Unterstützung im stets ausverkauften Volksparkstadion so laut und enthusiastisch ist wie fast nirgendwo in Fußball-Deutschland, hat dem HSV zusätzlichen Respekt eingebracht. Die HSV-Fans sind Botschafter einer fußballverrückten Stadt. Sie sprechen sich klar gegen Rassismus und gegen Ausgrenzung aus. Vorbildlich.

Gewalttätige HSV-Fans bekommen Applaus bei Instagram

Die Idioten, denen in Bremen die Sicherungen durchbrannten, haben vieles dafür getan, andere Botschaften auszusenden. Flankiert werden sie noch von den Sofa-Tätern, von denen, die in den sozialen Netzwerken Gewalttätern applaudieren. Auch auf dem Instagram-Kanal der MOPO fiel einigen Clowns nichts Klügeres ein, als mit Parolen wie ACAB („All Cops are Bastards“) oder ähnlich Geistreichem auf die Berichterstattung zum Raketen- und Gewaltexzess zu reagieren.

Schon vor dem Spiel gegen Werder führte der HSV die Strafentabelle der Bundesliga an. Das liegt zu einem großen Teil daran, dass die Pyro-Vorfälle vom Hinspiel gegen Werder den Klub mehr als eine halbe Million Euro an Strafen eingebrockt hatten. Das Zünden von Pyro aber ist in keinem Fall gleichzusetzen mit Gewalt und auch nicht mit Vandalismus.

HSV-Fans verhalten sich ähnlich wie Dynamo-Ultras

Vor zwei Wochen hatten Ultras von Dynamo Dresden für kollektive Fassungslosigkeit gesorgt, als sie beim Heimspiel gegen Hertha BSC den Platz stürmten und pyrotechnische Gegenstände in den Hertha-Block warfen. Es dauerte nur wenige Stunden, bis Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU), einer der Hardliner in der Debatte, sich zu Wort meldete. Es dürfe „kein Pardon“ mehr geben, sagte er und forderte „drakonische Konsequenzen“.

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Das mutete schrill an. Wie ein Generalverdacht gegen Ultras. Die von Dynamo Dresden und die von Hansa Rostock scheinen doch eher Sonderfälle im deutschen Profifußball darzustellen – so die Meinung in Hamburg und anderswo. Wer sich aber über die schändlichen Exzesse dieser Ostklubs in scheinbar sicherer moralischer Überlegenheit erhob, der darf nun eingestehen, dass es doch klug erscheint, zunächst vor der eigenen Haustür oder aber dem eigenen Stadiontor nachzuschauen.

Vor Innenministerkonferenz: HSV-Ultras beschenken Hardliner

Die HSV-Ultras genießen viele Privilegien innerhalb des Klubs. Nicht zu Unrecht gewähren Vorstand und Präsidium ihnen Mitsprache. Jetzt aber sind Gräben aufgerissen worden. Seitens der Gewalttäter unter den Fans. Die Ultra-Gruppierungen werden sehr genau wissen, wer da dazugehört. Und mutmaßlich werden sie schweigen, die Täter decken. So wie fast immer. Wenn nicht, dann gebührt ihnen großer Respekt. Wenn doch, dann werden sie mit den Konsequenzen leben müssen.

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Wie die aussehen? Die nächste Innenministerkonferenz findet vom 17. bis 19. Juni in Hamburg statt. Landauf, landab demonstrieren aktive Fußballfans seit Monaten friedlich gegen drohende Einschränkungen des Stadionerlebnisses. Auch die HSV-Fans waren Vorreiter und dürfen sich jetzt auf die Fahnen schreiben, dass sie den politischen Hardlinern ein Geschenk geliefert haben, das sie nur noch auspacken müssen.

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Polizei sucht zweites Hipp-Glas mit Rattengift in Österreich

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Rattengift in Babynahrung? Die Polizei vermutet in Österreich ein zweites manipuliertes Glas im Umlauf. Wie man die Gläser erkennt.

In Österreich wird nach einem zweiten womöglich mit Rattengift verseuchten Glas Hipp-Babynahrung gesucht. Die Polizei im Burgenland südöstlich von Wien habe Erkenntnisse, dass dort ein weiteres Glas im Umlauf gebracht worden sein könnte, sagte der Polizeisprecher.

Deckel manipuliert

Am Samstag war ein erstes Glas mit Rattengift entdeckt worden. Das Unternehmen soll nach Behördenangaben erpresst werden.

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„Es spricht viel dafür, dass es nur dieses zweite Glas gibt“, sagte Polizeisprecher Helmut Marban. Dies erschließe sich aus kriminaltaktischen Quellen – weitere Einzelheiten wollte er nicht nennen. Trotzdem seien auch weitere Manipulationen nicht auszuschließen. Die Gläser sind daran zu erkennen, dass der Deckel manipuliert ist, und unter dem Glasboden soll sich ein weißer Aufkleber mit rotem Kreis befinden. (dpa/mp)

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Wal soll transportiert werden – „Wir machen das Beste für ihn!“

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Seit mehr als drei Tagen laufen die Vorbereitungen für den Transport des geschwächten Buckelwals zurück ins offene Meer. Heute könnte es voran gehen. Aber kann auch der Transport schon starten?

Wann geht es für den gestrandeten Wal Richtung offenes Meer? Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist zunächst noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere.

Rettungsaktion seit mehr als drei Tagen in Planung

Am Vormittag hatten sich Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit den Behörden und der DLRG besprochen. Zum Zeitplan hält sich die private Initiative bereits seit Tagen eher bedeckt – nach eigenen Angaben auch, um den Druck von außen auf das Team nicht zu erhöhen. Es sind deshalb weder Details zum Zeitplan noch zu den konkreten Arbeiten auf der Plattform bekannt. 


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Der Wal selbst lag am Vormittag weitgehend bewegungslos in der Bucht, in der das Wasser in seiner Nähe etwa brusthoch ist. Am frühen Morgen war er ein wenig aktiver und bewegte seine Schwanzflosse so, dass sie außerhalb des Wassers zu sehen war.

Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort sind. Insgesamt sind fünf DLRG-Boote und ein Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf und etwa 20 DLRG-Kräfte rund um den Buckelwal im Einsatz. 

Geldgeber hoffen auf Kooperation des Wals

Die Rettungsaktion wird von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanziert. In der „Bild“-Zeitung sagte Gunz, dass die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen, am Sonntag beginnen soll. „Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.“

Am Samstag hatte eine der Tierärztinnen, die für die Initiative den Wal betreut und äußerlich untersucht hat, erklärt, dass das Tier eine reelle Chance habe. Die Situation sei schwierig, sagte die Veterinärin Janine Bahr-van Gemmert, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf. 

Tierärztin: „Wir machen das Beste für den Wal!“

Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies Bahr-van Gemmert zurück: „Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.“

Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.

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Bahr-van Gemmert und der Rest des Teams sind jedoch überzeugt: „Wir machen das Beste für den Wal.“ Helfer hatten unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. „Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist“, sagte die Tierärztin weiter. Das sei jedoch nicht gelungen. Außerdem legten sie wieder schützende Decken mit Zinksalbe auf die geschädigte Haut des geschwächten Tieres.

Wal soll mit schwimmenden Plattformen transportiert werden

Die Aktion wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit Behördenvertretern abgestimmt. Geplant ist, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden.

Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.

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Umbau läuft: Hamburgs wohl älteste Kneipe wird zum Hotel!

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Hinter einem schön restaurierten historischen Fachwerkensemble von 1800 entsteht aktuell ein Hotelneubau. Eigentlich sollte das Gebäude bereits 2022 fertiggestellt sein, doch es gab Verzögerungen. Jetzt ist endlich richtig viel los auf der Baustelle. Der Standort ist wahrlich historisch: Hier gab es schon vor 290 Jahren eine Gastwirtschaft!

Ein großer grüner Kran von Otto Wulff arbeitet über dem historischen Gebäude in der Harburger Schloßstraße. Der Gehweg an der Frontseite des historischen Gebäudes ist abgesperrt, Arbeiter füllen Bauschuttcontainer vor dem Haus. Offenbar wird im Innern kräftig gewerkelt.

„Goldener Engel“: Neues Hotel hinter historischer Fassade

Auf der Rückseite ist bereits die Bodenplatte für den Hotel-Neubau gegossen und die ersten Wände des Gebäudes sind erkennbar. Der Neubau geht nahezu bis ans Wasser des Kaufhauskanals am Ende des Grundstücks.

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Das unter Denkmalschutz stehende Gebäudeensemble bleibt laut des Hamburger Bauherrn Novum Real Estate erhalten und soll zu einem Drei-Sterne-Hotel umgebaut und erweitert werden. Im Erdgeschoss des Altbaus sind die Lobby, eine Bar sowie ein Restaurant geplant. Der nach hinten anschließende viergeschossige Neubau wird 142 Hotelzimmer und Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage mit insgesamt 34 Stellplätzen bekommen.

„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen. Sandra Schäfer
Garner Hotel Hamburg South soll das Hotel an der Harburger Schlossstraße heißen.
„Garner Hotel Hamburg South“ soll das Hotel an der Harburger Schloßstraße heißen.

Verändert hat sich allerdings der Name des Hotels. Ursprünglich sollte es „Novum Hospitality“ heißen, nun wird es als „Garner Hotel Hamburg South“ firmieren. Hintergrund ist die Zusammenarbeit von Novum und IHG Hotels, zu denen die Marke Garner gehört. Die Eröffnung ist laut Baustellenplakat für Anfang 2027 geplant.

Lokal gilt als das älteste Gasthaus Harburgs

In dem Fachwerkbau war bis 2019 das Gasthaus „Goldener Engel“, das Schild hängt auch noch an der Fassade. 2019 mussten die Betreiber für den Hotelneubau ausziehen. Das Lokal gilt als ältestes Gasthaus Harburgs. Es soll am Standort seit fast 290 Jahren eine Gastronomie geben, den Namen „Goldener Engel“ gibt es seit 1850. Von 2003 bis zum August 2018 betrieb der bekannte Harburger Gastronom Heiko Hornbacher das Restaurant in dem denkmalgeschützten Gebäude.

Die Harburger Schloßstraße war einst das Zentrum des mittelalterlichen Harburgs. Hier befanden sich das Rathaus  und die Häuser wohlhabender Bürger. Der „Goldene Engel“ ist eines der letzten Zeugnisse aus diesen vergangenen  Zeiten.

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Nach Trainer-Rücktritt: Messi-Show vor giagntischer Kulisse

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Im ersten Spiel nach dem Rücktritt von Meistertrainer Javier Mascherano hat der achtmalige Weltfußballer Lionel Messi seinen Klub Inter Miami zum vierten Saisonsieg in der MLS geführt. Miami gewann bei den Colorado Rapids mit 3:2 (2:0) und sprang in der Tabelle der Eastern Conference auf den zweiten Platz.

Beim Debüt von Interimstrainer Guillermo Hoyos eröffnete Messi den Torreigen in der 18. Minute per Elfmeter zum 1:0 und sorgte mit seinem zweiten Treffer (79.) für den Endstand. Aufgrund des großen Interesses wurde das Spiel ins NFL-Stadion der Denver Broncos verlegt. Normalerweise tragen die Rapids ihre Heimspiele in einem deutlich kleineren Stadion in Commerce City nördlich von Denver aus.

MLS: Messi siegt mit Miami vor 75.000 Zuschauern in Denver

Zum Spiel gegen Miami kamen 75.824 Zuschauer, es war die zweitgrößte Kulisse in der Geschichte der MLS. Nur das Stadtderby zwischen den Los Angeles Galaxy und dem Los Angeles FC im Juli 2023 hatte mehr Fans (82.110) ins Stadion gelockt.

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Mascherano, der Inter in der Vorsaison zum MLS-Titel geführt hatte, verkündete Anfang der Woche überraschend seinen Rücktritt. Sportdirektor Hoyos wurde interimistisch als Nachfolger bestimmt. Hoyos trainierte vier Jahre lang die zweite Mannschaft des FC Barcelona und war in dieser Zeit einer der Entdecker Messis. (dpa/dj)

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Laptop-Strandkorb und WLAN am Meer: Der Norden richtet sich auf Arbeits-Urlauber ein

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Mails mit Meerblick beantworten und Kundengespräche mit Sand unter den Füßen führen. In den Küstenorten an Nordsee und Ostsee wollen Urlauber meist entspannen. Aber auch zum Arbeiten zieht es einige an die Meere von Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. „Workation“ nennt man diese Mischung aus Arbeit und Urlaub.

Mancherorts können Fans dieser Form des mobilen Arbeitens ihren Laptop sogar direkt am Meer in speziellen Strandkörben aufklappen – ausgestattet mit Licht und Steckdosen. 

Workation im Norden: Spezielle Strandkörbe in Büsum 

In Büsum (Kreis Dithmarschen) gibt es spezielle Workation-Strandkörbe sowie sogenannte Meeting-Strandkörbe mit Platz für bis zu sechs Menschen. Mit dabei sind LED-Lichter, Steckdosen und USB-Buchsen, klappbare Notebooktische und 400-Watt-Solar-Module auf dem Dach. Auch WLAN gibt es hier laut Tourismus Marketing Service (TMS) Büsum. 


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„Wir sind stolz darauf, mit der Business Oase Büsum ein Konzept zu präsentieren, das es Familien ermöglicht, gemeinsam Zeit zu verbringen, während die Eltern in einem inspirierenden Umfeld arbeiten können“, erklärte Robert Kowitz, Geschäftsführer der TMS Büsum, bei der Präsentation im Herbst 2024. 

Hier gibt es Coworking-Angebote auf Sylt und in St. Peter Ording

Auf Sylt gibt es mehrere Coworking-Angebote für eine Workation: darunter Arbeitsplätze mit Blick auf das Rantumbecken in Rantum, teilte eine Sprecherin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TA.SH) mit. Im Inselnorden in List befindet sich eine weitere Möglichkeit für mobiles Arbeiten und im Nobelort Kampen findet Workation unter Reet statt. 

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In St. Peter-Ording gibt es laut Tourismus-Agentur Coworking-Plätze auf dem Campusgelände vom Nordsee-Internat im Ortsteil Böhn, nur wenige Schritte vom Deich entfernt. Auch in anderen Orten an der nordfriesischen Küste gibt es demnach Möglichkeiten, vorübergehend Arbeitsplätze zu buchen. Darunter in Husum, Niebüll sowie auf der Insel Amrum. 

Auch an der Ostseeküste Schleswig-Holsteins gibt es mehrere Angebote für Workation-Interessierte: darunter in Lübeck und Travemünde und Flensburg. Auf einem Campingplatz auf Fehmarn wurde eine Coworking-Station als „Open Space“-Bereich eingerichtet, die ausschließlich für Platzgäste zugänglich ist. An drei bis fünf Arbeitsplätzen können Interessierte demnach ungestört arbeiten – bei schönem Wetter auch draußen mit einem Sitzsack unter dem Sonnensegel. 

Arbeiten auf dem Campingplatz auf Fehmarn

Auch aus manchen Ferienwohnungen oder Hotels kann mit Blick auf das Meer gearbeitet werden. Einige Unterkünfte bieten weitreichendes WLAN an und haben eine Terrasse mit Blick auf das Meer, sagte die Sprecherin. 

In Grömitz (Kreis Ostholstein) gibt es spezielle Schlafstrandkörbe am Strand. Die meisten kommen, um in den Körben zu entspannen. „Theoretisch ist es aber sehr gut möglich, in den Strandkörben auch zu arbeiten“, sagte eine Vermieterin. Die Lehne der Liegefläche lasse sich demnach aufrichten und vor dem Strandkorb stünden Tisch und Stühle stünden bereit. Auch das Handy könne man hier laden. 

Workation im Tiny House auf Norderney 

Auf der Insel Norderney stehen seit letztem Jahr zwei Tiny Houses. „Die sind nicht zur Übernachtung gedacht, das sind Workspaces“, sagt Kurdirektor Wilhelm Loth. Das Angebot sei für Gäste und Einheimische gedacht, die einen Arbeitsraum auf der Insel suchen. Denn Arbeitsraum sei ebenso wie Wohnraum auf der Insel knapp. Die Tiny Houses böten dann Rückzugsmöglichkeiten etwa für Besprechungen, Video-Calls oder um sich in Ruhe konzentrieren zu können. 

„Das Thema Workation gewinnt auch in Ostfriesland zunehmend an Bedeutung. Mit der wachsenden Verbreitung mobilen Arbeitens entstehen immer mehr Möglichkeiten, Arbeit und Urlaub miteinander zu verbinden“, teilte eine Sprecherin der Ostfriesland Tourismus GmbH der dpa mit. Spezielle Coworking-Plätze gibt es in Ostfriesland demnach unter anderem in Emden, Leer, Carolinensiel (Landkreis Wittmund), Jemgum (Landkreis Leer) sowie in Jever und Varel (Landkreis Friesland). 

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Die Übergänge seien oft fließend: Nicht immer werde gezielt ein klassischer Coworking-Space aufgesucht, „vielmehr nutzen viele Gäste ihre Ferienunterkunft temporär als Arbeitsplatz und arbeiten stundenweise im Urlaub“. 

Hier gibt’s Workation-Angebote in Mecklenburg-Vorpommern 

In Ückeritz auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern können Gäste Meeresrauschen und Arbeiten in Schlafstrandkörben verbinden. Die Körbe stehen oberhalb des Strandes hinter der Düne in unmittelbarer Nähe zur Ostsee. 

Auch an anderen Orten im Nordosten gebe es kreative Rückzugsorte, schnelles WLAN und inspirierende Landschaften zum mobile Arbeiten, heißt es von der MV Tourismus GmbH. Zum Beispiel in einem Coworking-Space in Ahrenshoop mit Ostseeblick, und auch in Wismar gibt es buchbare Plätze direkt an der Ostsee. In Lietzow (Landkreis Vorpommern-Rügen) auf Rügen stehen demnach Arbeitsplätze am Großen Jasmunder Bodden zur Verfügung. (dpa/mp)

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HSV-Zahlen sprechen Bände: Warum Glatzel jetzt (eigentlich) immer spielen muss

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Nach dem Abpfiff in Bremen gab es nichts mehr zu lachen für den HSV, das musste auch Robert Glatzel schmerzlich erfahren. Der Abgang in die Kabine wurde für den Angreifer gemeinsam mit seinen Kollegen zum Spießrutenlauf, die Werder-Fans verhöhnten die Hamburger nach ihrem 3:1-Sieg aus Leibeskräften. Und doch war Glatzel der einzige kleine Gewinner dieses HSV-Nachmittags an der Weser. Weil er unter Beweis stellte, dass er in der Saison-Endphase vielleicht doch noch zum Trumpf im Abstiegskampf werden kann.

41 Minuten waren im Weserstadion absolviert, da war es zunächst Glatzel, der gut lachen hatte. Sein Strahl aus spitzem Winkel landete so passgenau zum 1:1 links oben im Bremer Gehäuse, dass der 32-Jährige nicht anders konnte, als seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und den Werder-Fans gestenreich zu bedeuten, sie sollten doch lieber mal die Klappe halten. „Das waren in dem Moment Emotionen pur“, stellte er später fest. „Der Moment des Tores war sehr schön, ich habe mich riesig gefreut.“

HSV-Stürmer Glatzel erzielte in Bremen sein zweites Saisontor

Deutlich wichtiger war allerdings eine andere Glatzel-Ausführung nach der Pleite. Denn wenngleich der Stachel der Enttäuschung natürlich tief saß, wusste Glatzel ziemlich genau, dass er im Derby Werbung in eigener Sache gemacht hatte. „Ich habe ja auch mal betont, dass ich an mich glaube und mit meiner Spielart helfen kann“, ließ er selbstbewusst wissen. „Es ist natürlich auch immer gegnerabhängig, aber ich denke, man hat gesehen, dass ich mich auf Bundesliganiveau bewiesen habe.“


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Tatsächlich stellt sich für die entscheidenden Saisonwochen nun eine Frage: Kann Merlin Polzin überhaupt noch auf Glatzel verzichten?

Die Zahlen im HSV-Sturm sprechen für Glatzel

Die entsprechenden Zahlen sprechen Bände und dienen als klarer Beleg für Glatzels Stärke. Lediglich fünfmal durfte Glatzel in der Startelf ran – in vier dieser Partien aber traf Glatzel (gegen Stuttgart und nun in Bremen) oder bereitete Treffer vor (gegen Union Berlin und Augsburg). Kein anderer HSV-Stürmer hat auch nur annähernd eine ähnliche Erfolgsbilanz vorzuweisen.

HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wunderschön zum 1:1. IMAGO/Steinsiek.ch
HSV-Stürmer Robert Glatzel köpft einen Ball im Derby in bremen
HSV-Stürmer Robert Glatzel erzielte den ersten Treffer des Tages, vorher stand jedoch Ransford Königsdörffer im Abseits. Später traf er dann wundershcön zum 1:1.

Mit seinem Tor im Derby stellte Glatzel unter Beweis, dass er das gewisse Extra und eine Qualität im Abschluss hat, die den meisten seiner Kollegen abgeht. Das wird auch Polzin wissen. Für den Trainer bleiben allerdings auch andere Attribute mitentscheidend für die Frage, welche seiner Angreifer beginnen dürfen. Die Arbeit gegen den Ball, das harte Attackieren und nicht zuletzt das Verfolgen des Gegenspielers auch in die eigene Hälfte hinein, haben für den Trainer einen enormen Wert.

Polzin: „Wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben“

Entsprechend vorsichtig ging Polzin nach dem Derby auch mit seinen Worten um. Er fühle sich nach Glatzels Leistung „in der Hinsicht bestätigt, dass ich immer wieder gesagt habe, dass es darum geht, dass wir als HSV ein Ziel haben: Wir wollen am 34. Spieltag um 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben, den HSV in der ersten Liga zu etablieren“. Soll heißen: Der Trainer ordnet dem Erfolg alles unter. Wer spielt, hängt allein davon ab, welche Profis Polzin für den jeweiligen Moment als die passenden erachtet.

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Ein Lob für Glatzel ließ er dennoch da. „Bobby ist ein Teil dieser Mannschaft“, stellte Polzin fest. „Ein ganz, ganz wichtiger Teil, weil er als Stürmer immer wieder den Unterschied machen kann.“ Ein Unterschied, der in den letzten Saisonwochen für den HSV das Zünglein an der Waage im Abstiegskampf sein könnte.

HSV-Zahlen sprechen Bände: Warum Glatzel jetzt (eigentlich) immer spielen muss wurde gefunden bei mopo.de

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