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HSV-Ikone Barbarez über WM-Träume mit Bosnien: „Nicht einfach nur dabei sein“

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Nationaltrainer Sergej Barbarez sieht Bosnien und Herzegowina bei der Fußball-WM keineswegs chancenlos und zählt dabei auch auf Torjäger Edin Dzeko. „Wir haben unsere Träume. Wir sind nicht hier, um einfach nur dabei zu sein“, erklärte der frühere Bundesliga-Profi im Gespräch mit Sky Sport: „Wenn man Italien schlägt, darf man auch ein bisschen Anspruch haben. Und den haben wir.“

Bosnien und Herzegowina hatte den viermaligen Weltmeister in den Playoffs im Elfmeterschießen bezwungen und sich damit zum zweiten Mal nach 2014 das Ticket für eine WM-Endrunde gesichert. Eine besondere Bedeutung für den Erfolg misst Barbarez auch Altstar Dzeko (40) von Schalke 04 bei. „Sein Wert ist enorm. Man kann sich kaum ausmalen, was er für unser Land bedeutet“, betonte der 54-Jährige: „Wenn er da ist, egal in welcher Verfassung, ist das Gold wert.“

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Bei dem Turnier will Barbarez versuchen, die Gruppe B mit Co-Gastgeber Kanada, Katar und der Schweiz „zu überstehen“. Für ihn persönlich sei die WM-Teilnahme ein „Traum“, sagte der frühere bosnische Nationalspieler, der während seiner aktiven Karriere in der Bundesliga für den Hamburger SV, Bayer Leverkusen, Borussia Dortmund und Hansa Rostock aufgelaufen war. Er habe „immer gesagt: Das Einzige, was mir gefehlt hat, war ein Turnier zu spielen. Jetzt bin ich als Trainer dabei. Das macht mich sehr stolz.“ (sid/sil)

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Nach Karl-Schock: Ausgerechnet Sané rettet DFB-Stars die WM-Generalprobe

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Matchwinner Leroy Sané zeigte ein spitzbübisches Lächeln, die gelungene WM-Generalprobe schien den Siegtorschützen zufrieden zu stellen. Kein Wunder: Der Karl-Schock ist verdaut, die deutsche Nationalmannschaft startet mit einer historischen Siegesserie im Rücken ins Turnier. Einen Tag nach dem Turnier-Aus für den Jungstar bezwang der viermalige Weltmeister Co-Gastgeber USA in Chicago mit 2:1 (1:1). Eine gute Woche vor dem WM-Auftakt gegen Außenseiter Curacao bleibt für Julian Nagelsmann aber noch Arbeit.

„Neuner“ Kai Havertz bescherte der DFB-Elf mit seinem Treffer nach 100 Sekunden einen Blitzstart. Die USA kamen durch ein Traumtor von Antonee Robinson (37.) zurück. Karl-Ersatz Leroy Sané (57.) machte den neunten Sieg in Folge perfekt – mit einer solch langen Serie ging eine deutsche Mannschaft noch nie in eine Weltmeisterschaft.

„Wir haben alles in allem ein gutes Spiel gemacht. Wir sind in einer guten Form“, sagte Havertz bei RTL und ergänzte: „Wir brauchen jeden Einzelnen, wir brauchen die Euphorie, das Selbstbewusstsein – und gehen mit breiter Brust ins erste Spiel.“

63.636 Fans im ausverkauften Soldier Field sahen einen echten Härtetest – auch vom Wetter her: Zum Anstoß um 13.30 Uhr Ortszeit war es schwül-warm und regnete. „Das ist ein guter Einstieg in die klimatischen Bedingungen“, sagte Bundestrainer Nagelsmann.

Nagelsmann: „Fühlt sich ein bisschen wie WM an“

Obwohl Chicago kein Turnierstandort ist, fühlte es sich für ihn „schon ein bisschen nach WM an“. Auch, was die typisch amerikanische Show betraf, inklusive leicht verspätetem Fliegergeschwader über der Arena.

Auf dem Rasen standen vier Personalien im Fokus: Oliver Baumann vertrat im Tor erneut Rückkehrer Manuel Neuer, der noch immer nicht voll belastbar ist. Auf der Position des Linksverteidigers hat Nathaniel Brown seinem Konkurrenten David Raum offenbar den Rang abgelaufen, auf der Doppelsechs Felix Nmecha den Platz neben Aleksandar Pavlovic erobert. Und Sané ist rechts vorne der Ersatz für Karl.

Havertz bringt DFB-Auswahl früh in Führung

DFB-Präsident Bernd Neuendorf erhoffte sich nach dessen Ausfall eine „Trotzreaktion“, Sportdirektor Rudi Völler, „dass wir noch mehr Sympathiepunkte sammeln. Die Spieler müssen einfach brennen.“ Das taten sie – Havertz, nach dem Champions-League-Finale verspätet zur Mannschaft gestoßen, traf nach einer Freistoßflanke von Joshua Kimmich per Kopf.

Nur vier Minuten später fiel das vermeintliche 2:0 durch Havertz, doch der Ball war bei Sanés Flanke zuvor im Toraus gewesen. Dann kam die Sonne zurück, das DFB-Feuer aber glimmte nur noch, ein ums andere Mal brannte es im deutschen Strafraum.

USA erzielen Traumtor

Größter Hingucker blieb einstweilen aber der T-Shirt-Wechsel von Nagelsmann – bis Robinson zuschlug. Nachdem Jonathan Tah einen Eckball in die Mitte geklärt hatte, hämmerte der Amerikaner die Kugel aus 18 Metern volley unter die Latte. Angetrieben von Christian Pulisic wurden die Gastgeber stärker und stärker, Tah (44.) verhinderte gegen den Ex-Dortmunder das 1:2.

„Zeitumstellung, Witterung – nach drei, vier Tagen ist es nicht möglich, in den Rhythmus zu kommen“, zeigte sich RTL-Experte Lothar Matthäus gnädig, monierte aber „zu viele Fehler im Aufbau“. Der bis dahin nicht überzeugende Sané leitete immerhin mal eine Chance ein, die Nmecha (49.) vergab. Sanés Freistoß (54.) ging weiter über das Tor. „Passt zu seinem Spiel“, sagte Matthäus streng, „aber vielleicht kommt er noch.“

Spiel verflacht nach Wechseln

Und er kam, trat den Ball nach Jamal Musialas und Havertz‘ Vorbereitung ins linke Toreck. Die letzte halbe Stunde nutzte Nagelsmann, um weitere Alternativen zu testen – unter anderem Waldemar Anton rechts hinten für Kimmich.

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Das Spiel verflachte zusehends, und die USA waren kaum mehr in der Lage, die deutsche Mannschaft in Verlegenheit zu stürzen. Der eingewechselte Jamie Leweling (73.) vergab nach einem feinen Pass von Musiala, der sich im Verlauf der Partie steigerte, eine weitere Gelegenheit. Baumann (87.) verhinderte mit einer Flugparade den Ausgleich, ehe Nico Schlotterbeck in einer hitzigen Nachspielzeit noch eine Rudelbildung provozierte. (sid)

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„Anders als andere“: Nagelsmann begründet sein Nein zu El Mala mit einer Andeutung

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Julian Nagelsmann hat Assan Ouédraogo bei seiner WM-Nachnominierung auch wegen dessen besserer Fitness den Vorzug gegenüber Said El Mala gegeben. Dies sei ein „ganz wichtiger Faktor“ bei der Auswahl eines Ersatzmannes für den verletzt abgereisten Lennart Karl gewesen, berichtete der Bundestrainer vor der Turniergeneralprobe in Chicago gegen die USA bei RTL.

Der Kölner El Mala „hat zweieinhalb Wochen nicht trainiert, nur ein bisschen Läufe gemacht, sein letztes Spiel war am 16. Mai“, erklärte Nagelsmann. Ouédraogo dagegen habe auf der Südafrika-Reise mit Leipzig noch am 29. Mai gespielt, „er steht total im Saft und ist im Rhythmus. Uns bringt kein Spieler was, den wir noch ranführen müssen. Assan ist fit und ein toller Spieler – und wird uns weiterbringen.“

Nagelsmann lobt Ouédraogo

Mit seinem Trainerteam habe er nach Karls Muskelbündelriss im Training am Freitag „vieles diskutiert“. Die Entscheidung für Ouédraogo sei auch deshalb so gefallen, weil der 20-Jährige bei seiner Premiere in der DFB-Elf samt Länderspieldebüt mit Tor im vergangenen November einen „top Eindruck hinterlassen hat, anders als andere junge. Es war relativ schnell klar. Assan hat von allen Spielern bei uns extrem positives Feedback gekriegt, ist ein super angenehmer Mensch, der große Fähigkeiten hat. Und wir können die Position außen auch anders auffangen“, erläuterte Nagelsmann.

Auf der linken Offensivseite habe er neben Florian Wirtz auch Maximilian Beier als Alternative, rechts neben Leroy Sané auch Jamie Leweling. Dazu könnten Kai Havertz und Jamal Musiala diese Positionen spielen. 

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Für Karl tue es ihm „extrem leid“, sagte Nagelsmann. Der Münchner habe sich bei einem „simplen Abschluss“ verletzt, „da sind die Tränen geflossen. Für ihn ist es tragisch, auch uns als Mannschaft tut es weh. Ich habe mit ihm nochmal geschrieben, wir werden ihn nicht fallen lassen und sind immer da, wenn er uns braucht.“ (sid)

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Nach Kritik: FIFA erlaubt Fans bei WM doch leere Wasserflaschen im Stadion

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Der Weltverband FIFA hat nach massiver Kritik sein umstrittenes Wasserflaschenverbot für die Fußball-WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko gelockert. Wie FIFA-Betriebschef Heimo Schirgi am Freitag mitteilte, dürfen Zuschauer nun doch eine kleine und gefüllte Einwegflasche mit ins Stadion nehmen.

„Alle Fans dürfen zu jedem Spiel der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in den USA und Kanada eine weiche, werkseitig versiegelte Einweg-Plastikwasserflasche mit einem Fassungsvermögen von 20 Unzen (590 ml) mitbringen“, sagte Schirgi. Weiterhin verboten seien jedoch „wiederverwendbare Flaschen mit festem Gehäuse“.

Experten warnen vor Hitzerisiken bei der Fußball-WM

Zwei Tage zuvor hatte die FIFA angekündigt, wiederbefüllbare Flaschen grundsätzlich zu verbieten und dies mit Sicherheitsbedenken begründet. Darauf folgte massive Kritik. „Das ist reine Geldmacherei. Warum sollte man eine Wasserflasche kaufen, wenn man sein Wasser einfach mitbringen kann? Das ist günstiger und besser für die Umwelt“, sagte Torontos Bürgermeisterin Olivia Chow.

Bei der Klub-WM im vergangenen Jahr in den USA war es Fans untersagt gewesen, Wasserflaschen in die Stadien mitzubringen – trotz großer Hitze. Experten warnen davor, dass Fans durch die erwarteten Temperaturen bei den WM-Spielen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sein könnten. Ein im vergangenen Monat von der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ veröffentlichter Bericht war zu der Einschätzung gekommen, dass 26 der 104 Spiele der Weltmeisterschaft voraussichtlich unter Bedingungen ausgetragen werden, bei denen die sogenannte Wet-Bulb-Global-Temperature 26 Grad übersteigt – ab diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Sportler.

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Die FIFA verwies auf Gegenmaßnahmen wie Sprühnebelanlagen, Trinkstationen, Kühlzelte und Ventilatoren. Flaschenwasser werde innerhalb des Stadions zu Preisen verkauft, die „mit denen anderer Veranstaltungen in den jeweiligen Stadien übereinstimmen“, hieß es. (sid/sil)

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Klopp zu Real? Berater reagiert auf Gerücht aus Madrid

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Berater Marc Kosicke hat das nächste Gerücht um seinen Klienten Jürgen Klopp klar dementiert. „Es nervt“, sagte Kosicke bei Sky. Zuvor hatte Real Madrids Präsidentschaftskandidat Enrique Riquelme angekündigt im Falle einer Wahl Klopp zum Trainer des spanischen Fußball-Rekordmeisters machen zu wollen. „Jürgen Klopp ist glücklich in seiner Rolle bei RedBull und hat keine Ambitionen, als Trainer in einem Klub zu arbeiten“, sagte Kosicke.

Klopp hatte zuletzt immer wieder erklärt, dass er kurzfristig nicht ins Trainergeschäft zurückkehren möchte. Seit Januar 2025 fungiert der 58-Jährige als Global Head of Soccer bei Red Bull. Laut Riquelmes Wahlkampfteam deuten Gespräche jedoch darauf hin, dass Klopp möglicherweise zu Verhandlungen bereit ist.

Klopp von Riquelme bei Real ins Spiel gebracht

Real brauche einen Coach, der „Leistung, Zusammenhalt und Wertschätzung für gute Arbeit“ zurückbringe, hieß es in einem Schreiben, das mit den Worten endet: „Dieser Trainer ist Jürgen Klopp“

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Riquelme werde nach einer erfolgreichen Wahl zusammen mit dem designierten Sportdirektor Raúl das Gespräch mit Klopp suchen, heißt es weiter. Riquelme tritt am Sonntag gegen Amtsinhaber Florentino Pérez an. Beide Kandidaten hatten zuletzt im Werben um Stimmen immer wieder prominente Neuzugänge versprochen. Der bevorzugte Trainer von Pérez ist José Mourinho. (sid/sil)

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„Ein Fiebertraum“: Traumlos für HEBC! Hamburger Pokalsieger empfängt Dortmund

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Der Jubel war groß im Vereinsheim in der Tornquiststraße. Als Deniz Aytekin das Los mit dem lila-weißen Logo des HEBC zog, war die Spannung groß. Dann zog die Schiedsrichter-Legende den absoluten Knaller. Borussia Dortmund war hinter der Profi-Kugel versteckt. Damit sichert sich der Sieger des Hamburger Lotto-Pokals ein absolutes Traumlos. „Weltklasse“, jubelte Trainer Philipp Obloch. Gespielt wird eigentlich zwischen dem 21. und 24. August. Da der BVB aber am 22. August im Supercup gegen den FC Bayern München spielt, wird die Partie am 1. oder 2. September stattfinden und es winkt sogar eine Liveübertragung im Free-TV. Wo der HEBC den Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer empfängt, ist völlig offen.

„Ein Fiebertraum“, jubelte HEBC-Verteidiger Jorma Eggers: „Das muss erstmal ein paar Tage sacken. Was passiert hier gerade im Verein?“ Nur wenige Wochen nach dem Triumph im Finale des Lotto-Pokals gegen Vorwärts Wacker Billstedt das nächste Highlight. „Wir spielen seit Jahren zusammen. Wenn es einen Fußballgott gibt, dann hat er uns zu recht belohnt“, jubelte Eggers weiter, nachdem das Los gezogen wurde.

HEBC gegen Dortmund im Volksparkstadion?

Die Hamburger Vertreter waren in der jüngeren Vergangenheit nicht unbedingt gesegnet mit Traumlosen in der ersten DFB-Pokalrunde, auch wenn Eintracht Norderstedt mit dem FC St. Pauli in der vergangenen Saison sicherlich zufrieden war. Aber auch Greuther Fürth oder die nicht für eine spannende Fanszenen bekannten Klubs RB Leipzig und VfL Wolfsburg waren schon zugelost worden.

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Das interessiert die Eimsbütteler nun wahrlich nicht. Borussia Dortmund ist nach dem FC Bayern München das absolute Traumlos. Entsprechend kannte der Jubel im Klubheim, wo der Verein die Auslosung zeigte, keine Grenzen mehr. Nicht auszuschließen, dass HEBC die Schwarz-Gelben sogar im Volksparkstadion empfängt. Das tat Phoenix Lübeck in der ersten Runde 2024/25 ebenfalls, musste sich dem Favoriten im Volkspark mit 1:4 geschlagen geben. Ob es wieder zu einem Spiel in der größten Hamburger Arena kommen wird, ist aber völlig offen. Ligamanager Stilianos Vamvakidis dazu: „Wir müssen gucken, wie groß die Bereitschaft der Dortmunder Fans ist, unter der Woche nach Hamburg zu kommen.“

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„Er ist auf dem Weg“: Nagelsmann bleibt bei Neuer gelassen

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Bundestrainer Julian Nagelsmann blickt dem WM-Kaltstart von Torhüter Manuel Neuer gelassen entgegen. „Es hätte auch anders laufen können, dass er früher zurückkommt“, sagte Nagelsmann zwar, „aber Manu hat schon so viele Momente erlebt. Er braucht nicht viele Testspiele, um seinen Rhythmus zu finden“

Der Rückkehrer in die Nationalmannschaft hat vor drei Wochen eine Wadenverletzung erlitten und fällt auch für die WM-Generalprobe am Samstag (20.30 Uhr MESZ/RTL) in Chicago gegen die USA aus. Für Nagelsmann ist die fehlende Spielpraxis vor dem Turnier-Auftakt am 14. Juni in Houston gegen Außenseiter Curacao kein Problem.

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„Er muss sich in seinem Alter nicht eingewöhnen. Er kommt mit einer Drucksituation klar“, sagte Nagelsmann.
Neuer soll in der kommenden Woche endlich ins Mannschaftstraining einsteigen. „Er ist auf dem Weg zu bester Fitness“, versicherte Nagelsmann. (sid/sil)

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„Wie aus heiterem Himmel“: Schottische Fans dürfen nicht zur WM einreisen

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Fünf Tage vor dem Start der WM (11. Juni bis 19. Juli) haben schottische Fans Probleme bei der Anreise in die USA. Wie die BBC am Freitag berichtete, ist der Grund dafür eine kurzfristige Statusänderung des Reisegenehmigungssystems ESTA (Electronic System for Travel Authorization). Dahinter wiederum steckt die verschärfte Einreisekontrolle der US-Regierung.

Laut dem britischen Nachrichtensender gaben dutzende Anhänger der Bravehearts an, dass sich ihr ESTA-Status kurzfristig von „genehmigt“ auf „Reise nicht autorisiert“ geändert habe. „Das Frustrierende ist, nicht zu wissen, warum das passiert ist“, sagte Scott Braid, ein Fan aus Kirikcaldy. Das Update zu seinem Status kam „wie aus heiterem Himmel“.

Einreisegenehmigungen für WM offenbar nachträglich zurückgezogen

Ein weiterer Reisender berichtete, sein ESTA im Dezember beantragt zu haben, einen Tag später wurde der Antrag genehmigt. Nun wurde der Status ein halbes Jahr später aktualisiert – und die Reise zur WM verwehrt. „Ich finde nicht, dass das fair ist, jemanden erst zur Einreise zu autorisieren und es dann wieder zurückzunehmen“, sagte er: „Es lässt einem nicht sehr viel Zeit, irgendetwas zu unternehmen“. Allerdings erlaubt ein ESTA nur die Anreise in die USA – über die Einreise entscheiden die Beamten vorort.

Die schottische Nationalmannschaft bestreitet ihr erstes Spiel bei der WM am 13. Juni in Foxborough bei Boston gegen Haiti. Dafür anreisende Fans aus Großbritannien benötigen wie alle Touristen aus europäischen Ländern, die bis zu 90 Tage ohne Visum in die USA reisen wollen, eine ESTA-Genehmigung. Ende vergangenen Jahres hatten Donald Trump und die US-Regierung die Einreiseregeln verschärft.

ESTA reicht nicht mehr: USA machen klare Ansage

„Alle ESTA-Anträge werden fortlaufend mit Polizei und Sicherheitsdatenbanken abgeglichen“, sagte Lauren Bis, stellvertretende Heimatschutzministerin. „Die Nichtangabe von Festnahmen oder Verurteilungen stellt eine Falschangabe dar“ und könne zur „Ablehnung oder zum Widerruf eines ESTA oder zu einem dauerhaften Einreiseverbot in die Vereinigten Staaten führen“. Ein genehmigtes ESTA sei zudem „keine Garantie für die Einreise“.

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Seit der strengeren Einreisekontrolle müssen Touristen aus europäischen Ländern damit rechnen, ihre Social-Media-Aktivitäten der vergangenen fünf Jahre offenzulegen. Reisende, die sich nicht für ein ESTA qualifiziert, müssen stattdessen ein US-Visum beantragen, was ein langwieriger Prozess sein kann. (sid/sil)

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Spieler erhalten Visa für die WM – aber Iran kritisiert die USA scharf

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Das größte Politikum im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft ist beseitigt. Die iranische Nationalmannschaft hat wenige Tage vor dem Start der Endrunde nun auch grünes Licht für die Einreise in die USA erhalten. Dies verkündete der US-Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, am Freitag bei X. Der Iran übte derweil scharfe Kritik.

„Ich bin stolz auf unser hervorragendes Team der US-Botschaft in Ankara, das die Visa für die iranische Nationalmannschaft auf ihrem Weg zur Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten bearbeitet hat“, erklärte er in Bezug auf einen Medienbericht, demzufolge die iranischen WM-Spieler die Einreisevisa für die USA erhalten haben.
Drei Tage zuvor hatten die Iraner bereits ihre Visa für Mexiko bekommen. Derzeit befindet sich die Mannschaft im Trainingslager in der Türkei.

Iran hat nach der erfolgten Visa-Erteilung indes scharfe Kritik an den US-Behörden geäußert. „Sie haben die willkürliche und diskriminierende Behandlung des iranischen Teams auf die höchste Stufe gehoben“, schrieb die iranische Botschaft in der Türkei im Netzwerk X in einer Reaktion auf Barracks Aussage.

Iran verlegt WM-Quartier nach Mexiko

„Warum erwähnen Sie nicht, dass einem Großteil des Management- und Führungspersonals, der technischen Berater und anderer wichtiger Mitglieder verweigert wurden, die integraler Bestandteile jeder Nationalmannschaft sind?“, hieß es in dem Statement.

Das Turnier beginnt am Donnerstag kommender Woche. Sein erstes WM-Spiel soll der Iran am 15. Juni in den USA gegen Neuseeland bestreiten. Wie Verbandspräsident Mehdi Taj am Dienstag mitteilte, ist am Samstag ein Flug nach Spanien geplant, bevor es von dort aus weiter zum Turnier-Quartier in Tijuana nach Mexiko geht.

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Ursprünglich hatte die Mannschaft ihr Camp in Tucson/Arizona geplant, dieses wurde dann nach Mexiko verlegt. Die drei Vorrundenspiele finden aber in den USA statt. Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar begannen, den Iran zu bombardieren. (sid/sil)

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Zwei Jahre Sperre möglich: NADA macht Vorwurf gegen Nationalspielerin publik

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Der deutschen Fußball-Nationalspielerin Laura Freigang droht nun auch offiziell Ärger wegen Meldeversäumnissen im Zusammenhang von Dopingproben. Die Nationale Anti Doping Agentur (NADA) bestätigte am Freitag drei „Strikes“ der Kapitänin von Bundesligist Eintracht Frankfurt innerhalb von zwölf Monaten. Die NADA machte den Vorgang während des deutschen WM-Qualifikationsspiels gegen Norwegen publik, bei dem die 28-Jährige aber nicht zum Kader gehörte.

Die NADA sprach von einem „möglichen Verstoß gegen Anti-Doping-Bestimmungen“, der Fall sei an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) weitergeleitet worden. Dieser sei für das Disziplinarverfahren zuständig und werde „den vorliegenden Sachverhalt prüfen, bewerten und über die Feststellung eines Verstoßes gegen Anti-Doping-Bestimmungen und die entsprechenden Sanktionen entscheiden.“

Freigang droht Sperre: DFB wartet auf Entscheidung

Zuvor hatte es mehrere Medienberichte über den Fall Freigang gegeben. Ein Dopingverdacht bestehe nicht gegen die DFB-Torjägerin, alle ihre Tests seien negativ ausgefallen, schrieb der „Kicker“. Laut Sport1 soll Freigang dreimal innerhalb eines Jahres nicht am angegebenen Ort gewesen sein.

Drei „Strikes“ führen zu einem Disziplinarverfahren, als Strafmaß ist eine Sperre von bis zu zwei Jahren vorgesehen. Freigang gehört auch für das WM-Qualifikationsspiel am Dienstag in der slowenischen Hauptstadt Ljubljana (18 Uhr/ZDF) nicht zum Kader, ist aber auf Abruf nominiert. „Wir sehen andere Spielerinnen auf ihrer Position vor ihr“, hatte Bundestrainer Christian Wück in der Vorwoche über seine Entscheidung gesagt.

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Nach dem Spiel hielten sich die DFB-Vertreter zu dem Thema bedeckt. „Die Mitteilung der NADA ist eingegangen, mehr können wir dazu aktuell nicht sagen“, erklärte Pressesprecherin Sonja Alger. Wück betonte, er werde sich zu dem Fall und zum Prozedere nicht äußern, das betreffende Meldesystem habe er auch persönlich nie nutzen müssen: „Ich war nie Nationalspieler, ich musste das nie abgeben.“ (sid/sil)

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Proteste und Drogenkartelle: So will Mexiko für eine sichere WM sorgen

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Wenige Tage vor dem Start der WM gehen die mexikanischen Behörden trotz Protesten und Sicherheitsbedenken davon aus, dass Besucher eine „wunderbare Zeit“ im Co-Gastgeberland verbringen werden.

„Wir sind bereit, die Weltmeisterschaft unter Einhaltung aller erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen auszurichten“, sagte Mexikos Außenminister Roberto Velasco nach einem Treffen mit Bundesaußenminister Johann Wadephul in Mexiko-Stadt.

Derzeit gibt es in der mexikanischen Hauptstadt Proteste und Straßenblockaden einer streikenden Lehrergewerkschaft. Auch andere soziale Gruppen haben Demonstrationen während der WM angekündigt. „Wir sind eine Demokratie, wir sind ein Land der Freiheiten“, begründete Velasco die Proteste.

13 WM-Spiele in Mexiko: Sicherheit und Symbolpolitik im Fokus

Vor riesigen, künstlerischen Fußbällen tauschten Wadephul und Velasco nach dem bilateralen Treffen Trikots ihrer jeweiligen Nationalmannschaften aus. „Mexiko und Deutschland sind nicht nur auf diplomatischer Ebene, sondern auch in Stadien aufeinandergetroffen“, sagte Velasco. Und er erinnerte daran, wie einige der Spiele endeten: „Bei der WM 1986 in Mexiko schieden wir im Viertelfinale aus (4:1 im Elfmeterschießen), doch bei der WM 2018 in Russland haben wir uns mit einem Sieg gegen Deutschland (1:0) revanchiert.“

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Mexiko ist mit drei Spielorten und 13 Spielen Mitgastgeber der WM, die zusammen mit den USA und Kanada ausgerichtet wird. Gespielt wird in Mexiko-Stadt, Guadalajara und Monterrey. Präsidentin Claudia Sheinbaum hat ein sicheres Turnier versprochen. Mehr als 100.000 Soldaten, Polizisten und private Sicherheitskräfte sowie Drohnen, Militärflugzeuge und Sprengstoffspürhunde sollen für einen sicheren Ablauf des Wettbewerbs sorgen.

Im Februar hatten die Anhänger des mexikanischen Drogenbosses Nemesio Oseguera Cervantes, alias „El Mencho“, Mexiko nach dessen Festnahme und Tod mit einer Welle der Gewalt überzogen. Dabei starben mindestens 74 Menschen. Oseguera war der Anführer des mächtigen Drogenkartells Cártel Jalisco Nueva Generación (CJNG). (dpa/sil)

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