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Ben Bernschneider in Hamburg: „Ein Arschloch im Anzug bleibt ein Arschloch“

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Fliegen, Tweed-Sakkos und Espresso Martinis: In der Hamburger Innenstadt traf sich am Donnerstagabend eine Szene, die sich für klassische Herrenmode begeistert. Anlass war die Vorstellung von Ben Bernschneiders neuem Bestseller „100 Staple Pieces“. Zwischen Safari-Jacken, Maßanzügen und alten Koffern wurde an diesem Abend allerdings erstaunlich wenig über Kleidung gesprochen.

Um kurz nach 19 Uhr wird es eng bei „Rudolf Beaufays“. Der kleine Vintage-Laden nahe des Gänsemarkts ist bis auf den letzten Quadratmeter gefüllt. Zwischen Lederschuhen, Krawatten und britischen Jagdjacken stehen Studenten neben Unternehmern, Anfangzwanziger neben Männern, die doppelt und dreimal so alt sind. Draußen posieren Gäste in Dinnerjackets und Fliegen für Gruppenfotos, drinnen wird der Verkaufstresen zur Cocktailbar.

Anlass des Abends: Ben Bernschneiders Wunschliste für Gentlemen

Der Anlass: Bernschneider stellt sein Buch „100 Staple Pieces – Die Wunschliste des modernen Gentleman“ (Ullstein Extra, 224 Seiten, 23 Euro) vor. Darin versammelt der Wahl-Hamburger 100 Stücke, die ihn über Jahre begleitet haben. Trenchcoat, Cordanzug, Oxford-Schuh oder Safari-Jacke. Letztere stammt von Gastgeberin Meisun Farhat. Die von ihr entworfene Jacke hat es als eines der „Staple Pieces“ ins Buch geschafft.

Vom Punk zum Gentleman? Ben Bernschneider hält wenig von Schubladen. FRIEDERIKE HAASE
Ben Bernschneider steht vor dem Eingang des Vintage-Laden „Rudolf Beaufays“ und hält ein Getränk in der Hand.
Vom Punk zum Gentleman? Ben Bernschneider hält wenig von Schubladen.

Wer Bernschneider zuhört, merkt allerdings schnell, dass sein Buch keine Anleitung zum richtigen Anziehen sein will. Im Vorwort des Abends und des Buches bezeichnet er dies ausdrücklich nicht als „Stiftung Warentest für Kleidung und Accessoires“. Es geht ihm weniger um Stilregeln als um persönliche Geschichten und die Freude an Dingen, die beständig sind.

Der Gentleman von heute „kommt gar nicht über die Klamotte“

Die Szene pflegt ihre Eigenheiten, weiß aber auch um ihre Eigenheiten. Niemand wirkt so, als wolle er anderen erklären, wie man sich anzuziehen hat. Genau dagegen richtet sich Bernschneider. Ein Gentleman komme „gar nicht über die Klamotte“, sagt er im Interview. Viel wichtiger seien „ein bisschen Respekt vor anderen Menschen, ein bisschen Empathie und ein bisschen zuhören können“.

Gerade darin sieht er auch einen Gegenentwurf zu manchen Vorbildern der vergangenen Jahre. Härte und Dominanz hätten oft mehr Aufmerksamkeit bekommen als Höflichkeit oder Taktgefühl. Das beginne etwa „In dem Moment, wo du einer Frau mehr zuhörst, als du ihr erklären willst. Das ist doch einfach Common Sense.“

„Ein Sakko oder eine Chino reichen völlig“

Dass Bernschneider heute über Loafer und Safari-Jacken schreibt, bedeutet nicht, dass er schon immer so aussah, als könne er den nächsten Bond verkörpern. Als Jugendlicher war der heute 50-Jährige Skater und Punk. Bis heute stört ihn vor allem Schubladendenken. Männer würden sich oft zu wenig trauen, sagt er. Wer anfangen wolle, sich mit klassischer Herrenmode zu beschäftigen, müsse nicht gleich zum Maßanzug greifen. „Ein Sakko oder eine Chino reichen völlig.“

Zwischen Tweed-Sakkos, Loafern und Vintage-Klassikern wurde es bei „Rudolf Beaufays“ schnell eng. FRIEDERIKE HAASE
Zahlreiche Gäste füllen einen Laden für klassische Herrenmode und Vintage-Kleidung.
Zwischen Tweed-Sakkos, Loafern und Vintage-Klassikern wurde es bei Rudolf Beaufays schnell eng.

Gastgeberin Meisun Farhat beobachtet die Szene als Inhaberin von „Rudolf Beaufays“ seit Jahren. Die Gentlemen’s Night veranstaltet sie bereits seit 2015. Das Publikum sei größer und jünger geworden. „Vom Studenten bis zur Hollywood-Schauspielerin ist alles dabei“, sagt sie. Dass sie als Frau einen Laden für klassische Herrenmode führt, sieht sie als Vorteil: „Die Herren vertrauen mir in Stilfragen.“

„Ein Arschloch im Anzug bleibt ein Arschloch“

Gleichzeitig wundert sie sich, dass sich viele Hamburgerinnen noch immer nicht stärker an Herrenmode herantrauen. „In Paris oder London wäre das total unproblematisch“, sagt Farhat, die selbst häufig Mäntel oder Trenchcoats aus der Herrenabteilung trägt. Wer erstmals in ihre Welt eintauchen will, müsse nicht tief in die Tasche greifen. Eine Vintage-Krawatte gibt es bereits für 25 Euro. Das teuerste Stück im Laden ist derzeit ein maßgefertigter Mantel aus den 1980er Jahren mit Kaschmir und Nerzfutter für 2400 Euro.

Meisun Farhat führt den Vintage-Laden „Rudolf Beaufays“ seit elf Jahren. FRIEDERIKE HAASE
Maisun Farhat steht zwischen Gästen in einem Geschäft für klassische Herrenmode.
Meisun Farhat führt den Vintage-Laden „Rudolf Beaufays“ seit elf Jahren.

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Vielleicht erklärt genau das den Reiz dieses Abends. Zwischen Cocktails, Krawatten und Cordanzügen ist die Mode am Ende nur die äußere Form. Die eigentliche Idee des Gentlemans beginnt für Bernschneider mit Respekt, Empathie und der Fähigkeit zuzuhören. Oder, wie er es formuliert: „Ein Arschloch im Anzug bleibt ein Arschloch.“

Ben Bernschneider in Hamburg: „Ein Arschloch im Anzug bleibt ein Arschloch“ wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)

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Rauf aufs Wasser! Diese Ideen könnten Hamburgs Innenstadt verändern

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Hamburg liebt sein Wasser. Alster, Elbe und Fleete prägen die Stadt wie kaum etwas anderes. Doch so nah das Wasser oft ist: Meist bleibt es Kulisse. Man schaut darauf, spaziert daran entlang oder sitzt am Ufer. Als Lebensraum wird es dagegen bislang nur selten genutzt. Genau darüber will die Ausstellung „Rauf aufs Wasser!“ eine Diskussion anstoßen.

Noch bis zum 17. Juli steht auf der Alsterwiese am Schwanenwik ein temporärer Pavillon des Architekturbüros Störmer Murphy and Partners. Die Ausstellung zeigt Ideen, wie Hamburg seine Wasserflächen künftig stärker nutzen könnte.

In Hamburg mit dem Wasser leben – statt am Wasser

Manche Entwürfe gehen weit über das hinaus, was heute in Hamburg vorstellbar ist – etwa die Idee, Wege über die Alster zu führen. Das Architekturbüro beschreibt seine Entwürfe als Bilder einer Stadt, die „nicht gegen das Wasser baut, sondern mit ihm“. Konkret geht es um Fragen, die Hamburg ohnehin beschäftigen: Hitze, Starkregen und der Umgang mit knappen Flächen.

Zwei Beispiele zeigen das: Auf dem Rathausmarkt soll eine Wasserfläche mit Nebel und Licht an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, ohne den Platz dauerhaft zu blockieren. Über den Alsterarkaden ist ein begehbares Gründach geplant, das Regenwasser speichern und zugleich neuen Aufenthaltsraum schaffen könnte. Die Entwürfe bleiben Visionen – sie zeigen aber, welche Rolle Wasser und Grün künftig in der Innenstadt spielen könnten.

Einige der Ideen wirken futuristisch, andere könnten tatsächlich eines Tages Realität werden. Die Bandbreite reicht von schwimmenden Gärten und Hausbooten bis zu neuen Badeorten und Wasserwegen in der Innenstadt.

  • Störmer Murphy and Partners Tidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
    Tidehöft (Strandhöft): Ebbe und Flut machen die Elbe hier direkt erlebbar. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten und schafft Raum für Natur, Vielfalt und Bewegung. (Visualisierung KI unterstützt)
    Tidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Die Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
    Gezeitenwelle (Kirchenpauerkai): Ebbe und Flut bringen Bewegung in die Elbe. Die Wellen wechseln mit der Tide ihre Richtung und machen den Fluss zum besonderen Ort für Sport und Surfen. Vor der Hafenkulisse wird die Kraft des Wassers direkt spürbar. (Visualisierung KI unterstützt)
    Die Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Die Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
    Elbfarm (Brandshofer Schleuse): An der Brandshofer Schleuse wird die Elbe produktiv genutzt. Strömung, Sonne und Wasser helfen dabei, Energie zu gewinnen, Wasser zu reinigen und Lebensmittel zu erzeugen. Muscheln, Fische, Obst, Gemüse und Tiere machen den Ort zu einer lebendigen Ressource. (Visualisierung KI unterstützt)
    Die Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Wasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
    Wasserweg (Binnenalster): Auf der Binnenalster führt ein leuchtender Steg über das Wasser und eröffnet neue Blicke auf die Innenstadt. Leichtes Schaukeln und die Brise der Alsterfontäne machen den Weg zu einem besonderen Erlebnis für alle. (Visualisierung KI unterstützt)
    Wasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Hayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
    Hayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
    Hayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Die Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
    Alsterlust (Schwanenwik): Am Schwanenwik wird die Alster wieder direkt zugänglich. Baden, Schwimmen und Abkühlen mitten in der Stadt verbinden sich hier mit geschützten Uferzonen und Abstand zum Bootsverkehr. (Visualisierung KI unterstützt)
    Die Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Fleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Fleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Fleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
    Fleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Flusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
    Flusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
    Flusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Billegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
    Billegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
    Billegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Billebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
    Billebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
    Billebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Klimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
    Klimaplatz (Rathausmarkt): Auf dem Rathausmarkt entsteht ein Platz aus Wasser, Nebel und Licht. Er kühlt die steinerne Fläche, lädt zum Verweilen ein und bleibt offen für Märkte, Feste und Begegnungen. (Visualisierung KI unterstützt)
    Klimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Schwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
    Schwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
    Schwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
  • Störmer Murphy and Partners Blaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
    Blaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
    Blaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)

„Rauf aufs Wasser!“ will zeigen, wie Hamburg seine Wasserflächen anders nutzen könnte: nicht nur als Kulisse, sondern als Raum für Wege, Treffpunkte, Grün und neue Ideen für die Stadt.

Pavillon aus wiederverwendeten Materialien

Auch der Pavillon selbst soll nachhaltig sein. Er besteht überwiegend aus Rest- und Überschussmaterialien. Die Fassadenplatten aus Faserzement stammen aus einer alten Farbcharge und können später wiederverwendet oder recycelt werden.

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Ob daraus irgendwann mehr wird als eine Ausstellung, bleibt offen. Klar ist aber: „Rauf aufs Wasser!“ stellt die Frage, wie Hamburg künftig stärker mit seinem Wasser leben könnte – und nicht nur daneben.

Rauf aufs Wasser! Diese Ideen könnten Hamburgs Innenstadt verändern wurde gefunden bei mopo.de

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Völlig überraschend: Warum das Lehmitz doch zurück ist

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Ende vergangenen Jahres machte es dicht, jetzt hat es überraschend wieder geöffnet: das Lehmitz auf der Reeperbahn 22. Gefeiert wurde am Donnerstagabend nicht nur die Wiedereröffnung, sondern auch der 50. Geburtstag von Geschäftsführer Marco Apfler. Das Lehmitz, ein Symbol für den Kiez, der sich ständig verändert. Und das, was am Ende trotzdem bleibt.

Eine Frau im schwarzen Schlauchkleid schiebt sich durch die Menge ins Innere des Lehmitz, in der linken Hand ein Glas Wein, in der rechten ein Bier. Man weiß ja nie. Alle Glastüren sind geöffnet, trotzdem nimmt einem die dichte, rauchige Luft schon beim ersten Schritt in den Raum den Atem.

Marco Apfler: Geburtstag auf dem Tresen

Die Band steht schon auf dem charakteristischen u-förmigen Tresen bereit. Sie muss noch einen Moment warten, erst gibt es eine Rede und ein Geschenk. Gefeiert werden zugleich die Wiedereröffnung und der runde Geburtstag von Chef Marco Apfler.

Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen. Marius Röer
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.
Das Lehmitz ist für seine Live-Musik bekannt. Die Band spielt traditionell auf dem Tresen.

Sein Freund Fabian Zahrt, Kiez-Guide und Mitglied der „Bambi Boys“, schnappt sich das Mikrofon. „Mit 50 werden die meisten ruhiger und erwachsener“, sagt er, „wie gut, dass dir das niemand erzählt hat!“ Die Gäste grölen lachend. „Mögen die Tattoos nicht verblassen und das Lehmitz immer voll sein“, ruft er.

Das Lehmitz hat eine lange Geschichte

Ein bisschen Ruhe gibt es dann doch, in Form des Geschenks: ein großes Papp-Kreuzfahrtschiff, symbolisch für eine Reise mit Frau und Geschäftspartnerin Anneliese und dem gemeinsamen Sohn. „Dann ist das kein Urlaub“, schreit jemand noch dazwischen. Dann fängt die Band an zu spielen, erst „Happy Birthday“, danach Bob Marley.

Die Musik schallt nach draußen auf die Reeperbahn. Touristengruppen und Partyvolk quetschen sich mit irritierten Blicken an den Gästen vorbei, die vor dem Lehmitz stehen. Der Name hat auf St. Pauli eine lange Geschichte. An der Wand am Eingang hängen Fotos aus dem alten „Café Lehmitz“, darüber eine Geburtstagsgirlande.

In den 1960er Jahren war das Lehmitz noch eine Stehbierhalle, in der Hafenarbeiter, Prostituierte, Zuhälter, Kleinkriminelle und Nachtschwärmer zusammenkamen. Der schwedische Fotograf Anders Petersen fotografierte dort die Gäste. Sein Bildband „Café Lehmitz“ erschien 1978 und gilt heute als Klassiker der sozialdokumentarischen Fotografie. Petersen zeigte die Menschen nicht als Kuriositäten, sondern als Teil eines Milieus, das damals noch zum Alltag auf St. Pauli gehörte.

Wiedereröffnung des Lehmitz im Mai angekündigt

1987 wurde das alte Gebäude abgerissen. Später machte auf der Reeperbahn 22 wieder ein Lehmitz auf. Ende vergangenen Jahres sollte es dann schließen: Der Mietvertrag lief aus, über einen Abriss sei bereits gesprochen worden, erzählt Apfler, seine Stimme kratzt. Nach mehreren Gesprächen hätten sich die Beteiligten schließlich einigen können.

Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.). Marius Röer
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).
Die Wiedereröffnung wurde groß gefeiert. Mit dabei Kiez-Guide und Freund Fabian Zahrt und der ehemalige Bordellbesitzer „Schnecke“ (l.).

Im Mai wurde die Wiedereröffnung angekündigt. „Das Lehmitz wurde gerettet, bevor sie hier den nächsten Kiosk aufmachen konnten“, sagt Apfler. Der neue Mietvertrag läuft erst einmal für zehn Jahre. Alles soll weitergehen wie bisher. „Was anderes auf der Reeperbahn? Das will doch keiner!“, meint er.

Und doch gibt es Veränderungen, die sich nicht aufhalten lassen. Direkt neben dem Lehmitz mahnt das frühere Sausalitos, wie schnell es auf der Reeperbahn vorbei sein kann. Im vergangenen Jahr musste die Kette Insolvenz anmelden, Filialen wurden geschlossen. Die alten Kaktus-Leuchtschilder hängen noch blass an der Fassade, aber der Blick fällt auf die royalblauen Schilder des neuen Ladens, der inzwischen eingezogen ist.

„Nichts ist so beständig wie die Veränderung“

So schnell wie ein Laden schließt, öffnet der nächste. So schnell, wie einer gewinnt, verliert er wieder – wie Lehmitz-Barmann Thomas König, Spitzname „Mütze“. Im Jahr 2000 gewann er bei „Wer wird Millionär?“ 125.000 Euro. Von dem Geld konnte er seine Schulden bezahlen. Drei Jahre später war er seinen Job trotzdem los, weil er mit 850 Gramm Haschisch erwischt wurde.

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Solche Geschichten gehören zum Lehmitz, wie die Menschen, die hier zusammenkommen: „Vom Obdachlosen bis zur Milieu-Größe sitzen hier alle friedlich zusammen, trinken, schnacken. Vor allem dummes Zeug“, erzählt Fabian Zahrt etwas abseits der Partygäste. „Das ist der Kiez in seiner ursprünglichsten Form, obwohl St. Pauli sich so verändert hat“, sagt er. „Nichts ist so beständig wie die Veränderung.“ Und doch gibt es Namen, die bleiben.

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Suppen-Flaute im Sommer: Ramen-Lokal krempelt Konzept um

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Japanische Nudelsuppe mit Hähnchen, Muscheln oder Soja: Das „Takumi“ im Schanzenviertel ist auf Ramen spezialisiert. Doch an heißen Tagen läuft das Suppen-Geschäft zäh. Deshalb krempeln die Inhaber ihr Konzept in den Sommer-Monaten komplett um – und bieten eine andere Speise an.

Alles wird neu im „Takumi“ im Schulterblatt 114 (Eimsbüttel): Von Juli bis Oktober gibt es hier keine Ramen mehr. „Wir haben gemerkt, dass es an heißen Sommertagen eine Flaute bei Ramen gibt“, sagt Inhaber Shu Kanemaki (42) zur MOPO. „Deshalb stellen wir in den Monaten auf Tonkatsu um.“

„Takumi“ in Hamburg: Im Sommer Tonkatsu statt Ramen

Das Schweinefleisch wird mit Pankomehl paniert und anschließend frittiert. Takumi
Das Schweinefleisch wird mit Pankomehl paniert und anschließend frittiert.
Das Schweinefleisch wird mit Pankomehl paniert und anschließend frittiert.

Das japanische Schnitzel gibt es dann klassisch mit Schweinefleisch, aber auch mit Hähnchen. „Das Fleisch wird dicker geschnitten als beim deutschen Schnitzel“, so Kanemaki. Es wird mit japanischem Pankomehl paniert und anschließend frittiert. Es sei außen sehr knusprig und innen „maximal saftig“. Auch Varianten mit frittierten Garnelen oder saisonalem Gemüse soll es geben.


MOPO

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:

  • Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
  • Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
  • Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
  • Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
  • 16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
  • 28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag

Das „Takumi“ wird vorübergehend zum „Tonkatsu Gonta“

Zum Schnitzel gibt es japanischen Senf oder eine süß-würzige Soße, Kohl- und Kartoffelsalat (ab 20 Euro). Es können außerdem Reis und eine Miso-Suppe dazu bestellt werden. Auch der Name des Lokals ist dann vorübergehend ein anderer: „Tonkatsu Gonta“. „Ein gleichnamiges Restaurant gibt es von unserem Partner schon in Düsseldorf“, so Shu Kanemaki.

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Am zweiten „Takumi“-Standort in Ottensen (Große Rainstraße 20) gibt es aber auch weiterhin ausschließlich Ramen. „Wenn sich das Tonkatsu-Konzept bewährt, planen wir einen dritten Laden in Hamburg, in dem es nur das Schnitzel gibt.“

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Noch nichts vor? Das geht morgen in Hamburg

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Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.

Sonntag, 7. Juni 2026


Fahrradparcours auf der Rollschuhbahn – Kinderprogramm

Übungsparcours für Fahrrad/Roller/Laufrad inklusive Leihmaterial im Park.
Ort & Uhrzeit: Planten un Blomen (Große Wallanlagen), Holstenwall 30, 20355 Hamburg · 13 Uhr
Preis: kostenlos


XXL-Spielenachmittag in der Zentralbibliothek

Nachmittag mit übergroßen Spielen für Kinder ab 3 Jahren ohne Anmeldung.
Ort & Uhrzeit: Zentralbibliothek (Bücherhallen), Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 14-17 Uhr
Preis: kostenlos


Verpassen war gestern! Der MOPOP-Kulturnewsletter weiß Bescheid. Musik, Theater und Kino, Ausstellungen, Festivals und Literatur: Wir haben die besten Tipps und sagen Ihnen, was sich wirklich lohnt. Immer donnerstags. Immer persönlich. Immer kurz und knapp. Und immer direkt in Ihr Postfach. Natürlich kostenlos. Hier klicken und anmelden.


IRONMAN Hamburg European Championship

Triathlon-Großevent mit Zieleinlauf am Rathausmarkt (viel Strecke entlang Alster/Innenstadt).
Ort & Uhrzeit: Rathausmarkt (Zieleinlauf), Rathausmarkt 1, 20095 Hamburg · 6.30-23 Uhr
Preis: kostenlos (Zuschauen)


Thai Festival Hamburg 2026

Food-, Kultur- und Marktstände mit Bühnenprogramm auf dem Heiligengeistfeld.
Ort & Uhrzeit: Heiligengeistfeld, 20359 Hamburg · 10-22 Uhr
Preis: 5 € (3-Tage-Ticket; Kinder unter 15 frei)


Oper – „Tristan und Isolde“

Wagners Opernabend (Großes Haus) als Nachmittagsvorstellung.
Ort & Uhrzeit: Hamburgische Staatsoper (Großes Haus), Große Theaterstraße 25, 20354 Hamburg · 16 Uhr
Preis: 7–137 €


Swingtanzparty – Sunday Stomp

Swingtanz-Nachmittag mit Crashkurs und anschließender Tanzparty im Haus 73.
Ort & Uhrzeit: Haus 73, Schulterblatt 73, 20357 Hamburg · 16-20 Uhr
Preis: kostenlos


Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seite und auf MOPOP.


Live-Musik am Spielbudenplatz – The Funky Tunes

Funk/Pop-Liveband als Open-Air-Set am Spielbudenplatz.
Ort & Uhrzeit: Spielbudenplatz, Spielbudenplatz 19, 20359 Hamburg · ab 18 Uhr
Preis: kostenlos


Poetry Schlamassel (Poetry Slam)

Poetry-Slam-Show mit Spiel-/Impro-Elementen im Schmidtchen.
Ort & Uhrzeit: Schmidtchen, Spielbudenplatz 21/22, 20359 Hamburg · 19 Uhr
Preis: ab 19 €

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Tim Mälzer öffnet „Bullerei“-Terrasse für WM-Fans – mit besonderem Snack

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Zur Fußball-WM verwandelt sich die Terrasse der „Bullerei“ zum Fan-Treff: TV-Koch Tim Mälzer veranstaltet hier ein eigenes Public Viewing mit großer Leinwand und Getränken. Ein Gastro-Kollege verkauft seine gefeierte Speise im Foodtruck.

„Wir freuen uns auf beste Stimmung, gute Laune und erstklassigen Fußball“: Das schreibt das Team der „Bullerei“ im Schanzenviertel (Lagerstraße 34b). Auf der Sommer-Terrasse von Star-Koch Tim Mälzer werden viele WM-Spiele übertragen. Los geht es am 11. Juni um 21 Uhr mit Mexiko gegen Südafrika.

Public Viewing vor der „Bullerei“ – mit Bier und Pastrami-Sandwiches

Dazu gibt es frisch gezapftes Bier und Drinks. Für das Essen im Außenbereich sorgt der Hamburger Gastronom Latif Dereli. Er ist der Inhaber des Bistros „Füchse sind keine Rudeltiere“ (FSKR) in der Sternschanze – und versorgt die Gäste vor der „Bullerei“ mit einem Foodtruck. „Ich verkaufe dort mein Pastrami“-Sandwich“, sagt Dereli zur MOPO. „Wir pökeln das Rindfleisch selbst, legen es für eine Woche ein.“

Blick am frühen Abend auf das Restaurant „Bullerei“ auf St. Pauli picture alliance / Jörg Carstensen
Blick am frühen Abend auf das Restaurant „Bullerei“ auf St. Pauli
Blick am frühen Abend auf das Restaurant „Bullerei“ auf St. Pauli

Das Sandwich mit Sesam-Sauerteigbrot (15 Euro) habe er mal sehr erfolgreich beim Wohlwillstraßenfest angeboten: „Da sind 300 bis 400 Stück weggegangen. Influencer haben es gepostet, es gab etliche Nachfragen“, so Dereli. Es gibt auch ein vegetarisches Sandwich mit Kräuterseitlingen, eingelegten Zwiebeln, Cheddar und einer Estragon-Mayo.

Latif Dereli (36) verkauft vor der „Bullerei“ Pastrami-Sandwiches. Florian Quandt
Latif Dereli (36) verkauft vor der „Bullerei“ Pastrami-Sandwiches.
Latif Dereli (36) verkauft vor der „Bullerei“ Pastrami-Sandwiches.

Außerdem möchte Latif Dereli im Foodtruck Pastrami-Kroketten (10 Euro) anbieten: „Dafür wird das Pastrami gezupft, mit Bechamelsoße vermischt und dann paniert und frittiert. Es sind quasi Fleisch-Pralinen. Dazu gibt es eine Art Cocktailsoße.“ Und als Besonderheit soll es beim Public Viewing auch Pastrami in einem Brötchen aus Croissantteig geben, in limitierter Zahl.

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Gäste sollten sich vorab einen Sitzplatz auf der Terrasse reservieren. Stehplätze gebe es aber genügend.

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Bahn kündigt Ausfälle an: Wichtige Strecke in Hamburg im Sommer gesperrt

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Ausfälle und Umleitungen: In den Hamburger Sommerferien will die Deutsche Bahn bei ihren Bauprojekten Tempo machen. Eine wichtige Strecke zwischen Hauptbahnhof und Altona muss dafür fünf Wochen lang gesperrt werden.

Der direkte Zugverkehr zwischen Berlin und Hamburg soll am 14. Juni wieder aufgenommen werden, doch schon einen Monat später müssen sich Fahrgäste auf neue Bauarbeiten in Hamburg einstellen. Die Deutsche Bahn kündigt eine Sperrung der sogenannten Verbindungsbahn an. Das bedeutet, dass vom 14. Juli bis zum 20. August – die Zeit fällt in die Hamburger Sommerferien – keine Züge zwischen dem Hauptbahnhof und Altona fahren. 

Sperrung der Verbindungsbahn: Erneuerung von drei Bahnbrücken

Es werde zu Umleitungen, Ausfällen und Fahrplanänderungen kommen, hieß es. Auch die S-Bahn ist betroffen. Nach Angaben des Verkehrsunternehmens müssen Fahrgäste der Linien S2, S5 und S7 zwischen Altona und Sternschanze vom 17. Juli bis zum 13. August auf Ersatzbusse umsteigen.


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Während der Sperrpause arbeitet die Deutsche Bahn an der Erneuerung von drei Bahnbrücken. Der Neubau der Eisenbahnüberführungen Schanzen- und Holstenstraße sowie der Sternbrücke läuft bereits seit längerer Zeit. Außerdem sollen wichtige Arbeiten für die Verlegung des Bahnhofs Altona erledigt werden. 

Neuer Bahnhof Altona soll Ende 2029 fertig sein

Der neue Fernbahnhof Altona wird rund zwei Kilometer nach Norden an der S-Bahnstation Diebsteich neu gebaut. Der bisherige Kopfbahnhof wird damit zu einer Durchgangsstation. Der neue Bahnhof soll Ende 2029 in Betrieb genommen werden.

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Bereits im vergangenen März war die Verbindungsbahn gesperrt worden. Das hatte zur Folge, dass ein Teil der Fernzüge aus dem Süden und Westen Deutschlands sowie aus Berlin nicht bis zum Hauptbahnhof fahren konnte, sondern schon in Harburg endete beziehungsweise von dort abfuhr. Für Fern- und Regionalzüge aus dem Norden war Pinneberg die Endstation oder der Startbahnhof.

Die für den Sommer geplanten Maßnahmen und ihre Auswirkungen auf den Bahn- und Straßenverkehr wollen Verkehrssenator Anjes Tjarks (Grüne) und Vertreter der Deutschen Bahn am Mittwoch vorstellen. (dpa/mp)

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Wildes Gedrängel auf der Kreuzung: So verhalten Sie sich richtig

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Alle kennen die Situation: Der Verkehr stockt, die vorausfahrenden Fahrzeuge kommen nur langsam in die Gänge, gleich springt die Ampel wieder auf Rot und der Querverkehr stellt die Kreuzung zu. Wie soll ich mich verhalten?

Die gute Nachricht: Viele Autofahrer verhalten sich richtig. Einige leider nicht. Nach § 11 StVO ist das Einfahren in eine Kreuzung bei stockendem Verkehr nicht erlaubt, wenn auf ihr gewartet werden müsste. Das gilt auch an Einmündungen, Zebrastreifen und anderen Querungsstellen. Wenn eine Kreuzung oder Einmündung bereits zugestellt ist oder die Verkehrslage es erfordert, muss auf den Vorrang verzichtet werden.

Benjamin Harders ist viel mit dem S-Pedelec unterwegs. Ihm ist es wichtig, keine Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen. Florian Quandt
Benjamin Harders
Benjamin Harders ist viel mit dem S-Pedelec unterwegs. Ihm ist es wichtig, keine Verkehrsteilnehmer gegeneinander auszuspielen.

Auch wenn es bei stockendem Verkehr schwerfällt, ist das konsequente Freihalten der Kreuzungsbereiche sehr wichtig. Andernfalls behindert der Autoverkehr sich und andere massiv und die Unfallgefahr steigt. Wird der Querverkehr blockiert, pflanzt sich der Stillstand schnell von Kreuzung zu Kreuzung fort. Wer bei stockendem Verkehr in den Bereich einer Kreuzung oder Einmündung einfährt, muss mit einem Bußgeld zwischen 20 und 40 Euro rechnen. Wer dem verständlichen Frust über das Fehlverhalten anderer Ausdruck verschafft und hupt, muss mit einer Geldbuße von 10 bis 20 Euro rechnen. Daher ist es besser, tief durchzuatmen und zu warten.

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In einigen US-Bundesstaaten wird das Freihalten von Kreuzungen erfolgreich mithilfe von Schildern mit der Aufschrift „Don’t block the box – up to  $500 fine“ (Bußgeld bis zu 500 Dollar) und gelben Markierungen erreicht. Könnten also Hinweisschilder helfen, um Kreuzungen freizuhalten, etwa im Umfeld von Autobahnauffahrten wie in Othmarschen? Die zentrale Hamburger Straßenverkehrsbehörde sagt Nein: Auf die vermeintlich bekannten Verkehrsregeln müsse auch an oft blockierten Kreuzungen nicht extra hingewiesen werden. Wie gut das funktioniert, lässt sich täglich beobachten.

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Lebensrettende Hilfsbereitschaft: Hamburg ist bundesweit die Nummer Eins

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Zahlreiche Menschen in Deutschland warten auf Spenderorgane. Zum Tag der Organspende wird über das Thema breit informiert und diskutiert. Hamburg liegt bei einem Aspekt bundesweit an der Spitze.

In Hamburg leben im Bundesvergleich prozentual die meisten Organspenderinnen und Organspender. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) aus Anlass des Tags der Organspende am 6. Juni herausgegeben hat. 

35 Organspender auf eine Million Hamburger Bürger

Demnach kommen in der Hansestadt rechnerisch 35 Organspender auf eine Million Einwohnerinnen und Einwohner. Der bundesdeutsche Durchschnitt liegt bei 13,1 Organspendern auf eine Million. Mecklenburg-Vorpommern liegt bei einem Wert von 18,5, Schleswig-Holstein bei 17,2. 


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Die Zahl der in Hamburg von Januar bis Ende Mai transplantierten Organe lag nach den Zahlen der DSO bei 105, das ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahreszeitraum, als es 86 Transplantationen waren, 2024 lag die Zahl Ende Mai bei 50.

Zahl der gespendeten Organe leicht gestiegen

Die Zahl der in Hamburg bis Ende Mai gespendeten und entnommenen Organe, die bundesweit oder im Ausland transplantiert wurden, stieg leicht auf 66, im Vorjahreszeitraum waren es 62, 2024 waren es 44. Insgesamt zählt Hamburg jetzt 27 Organspender, 2025 waren es 17 und 2024 nur 14 Organspender. 158 Menschen in Hamburg warten derzeit auf eine Organspende, 159 Organe werden benötigt, davon 150 Nieren.

Bundesweit ist die Zahl der Organspender von Januar bis Ende Mai um 6,1 Prozent auf 452 gestiegen, 2024 waren es zu diesem Zeitpunkt 426, 2024 waren es 382. Die Anzahl der gespendeten Organe liegt bei 1405, ein Plus von 12,1 Prozent gegenüber 2025 (1253). 2024 waren es Ende Mai 1140. Auch die Zahl der transplantierten Organe stieg bundesweit um 8,3 Prozent auf 1464, vor einem Jahr waren es 1352, vor zwei Jahren 1231 Organe.

Sozialsenatorin für Widerspruchslösung

Der bundesweite Tag der Organspende findet unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“ statt. Mit zahlreichen Aktionen beteiligen sich Institutionen des Gesundheitswesens, um über das Thema aufzuklären und alle, die noch keinen Organspendeausweis besitzen, zu einer persönlichen Entscheidung zu motivieren.

„Ich setze mich für die Widerspruchslösung ein“, sagt Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer (SPD). Viele Menschen in Deutschland würden Organspenden befürworten, hielten ihre Entscheidung aber nicht verbindlich fest. In einer ohnehin schweren Situation müssten dann die Angehörigen eine Entscheidung treffen – und diese falle häufig gegen eine Spende aus, obwohl der oder die Verstorbene es vielleicht anders gewollt hätte. „Lassen Sie uns den Tag nutzen, um über das Thema ins Gespräch zu kommen“, erklärte die Senatorin. 

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Im Bundestag wird erneut die Einführung einer Widerspruchsregelung diskutiert, nach der alle Bürgerinnen und Bürger als Organspenderinnen und Organspender gelten, sofern kein Widerspruch vorliegt. Die zentrale bundesweite Veranstaltung zum Tag der Organspende findet am 6. und 7. Juni 2026 in Leipzig statt. (dpa)

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Riesen-Manöver „Red Storm Bravo“ in Hamburg: Stellen wir uns vor, es ist Krieg

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Es ist ein Fall, der hoffentlich niemals eintritt, den aber Experten des Bundesnachrichtendienstes und des Bundesverteidigungsministeriums durchaus für denkbar halten: dass nämlich Russland in zwei, drei Jahren in der Lage und auch willens sein könnte, einen NATO-Staat anzugreifen. Denkbares Ziel: Litauen. In einem solchen Fall würde Deutschland nicht zum Kampf-, aber zum Aufmarschgebiet. Innerhalb kürzester Zeit müssten Hunderttausende NATO-Soldaten per Straße, Schiene und in der Luft einmal quer durch unser Land an die Ostgrenze des Bündnisgebiets verlegt werden, um die russische Armee zu stoppen. Genau dieses Szenario wird vom 25. bis 27. September in Hamburg geübt.

„Red Storm Bravo“ – so heißt das Großmanöver, an dem 500 Soldaten und eine große Zahl an Helfern und Mitarbeitern von Polizei, Feuerwehr und THW beteiligt sind, außerdem Hamburger Behörden und Unternehmen. Die Übung findet in verschiedenen Hamburger Stadtteilen statt. Das Übungsszenario geht davon aus, dass im Hafen bereits große NATO-Truppenkontingente eingetroffen sind, und nun besteht die Herausforderung darin, sie über Straßen und Autobahnen auf den Weg in Richtung Nordosten zu bringen.

Falls Russland das Baltikum angreift, wird Deutschland zum Aufmarschgebiet der NATO

„Sollte Russland beabsichtigen, die NATO zu testen, wird Deutschland zur Drehscheibe für die Verlegung von Truppen und Material an die Ostflanke des Bündnisgebiets“, erläutert der Kommandeur des Landeskommandos Hamburg, Kapitän zur See Kurt Leonards, die Grundidee von „Red Storm Bravo“. „Der militärische ,Operationsplan Deutschland‘ regelt, was dann zu tun ist. Deshalb üben wir verschiedene Szenarien.“

Kapitän zur See Kurt Leonards, neuer Kommandeur des Landeskommandos Hamburg: „Wenn es uns nicht gelingt, eine glaubwürdige Abschreckung hinzubekommen, dann gibt es wirklich Grund zur Sorge.“ Olaf Wunder
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Kapitän zur See Kurt Leonards, neuer Kommandeur des Landeskommandos Hamburg: „Wenn es uns nicht gelingt, eine glaubwürdige Abschreckung hinzubekommen, dann gibt es wirklich Grund zur Sorge.“

Während sich „Red Storm Alpha“ im Jahr 2024 auf den Schutz verteidigungswichtiger Infrastruktur im Hamburger Hafen konzentrierte, steht bei „Red Storm Bravo“ die zivil-militärische Zusammenarbeit im Fokus. Ziel der Übung ist es, das Landeskommando Hamburg noch besser auf seine Aufgabe im Bündnisfall vorzubereiten: zum einen die militärische Führung, zum anderen die Koordination und Zusammenarbeit mit den zivilen Institutionen für das Funktionieren der „Drehscheibe Deutschland“ hier im Bundesland zu übernehmen.

An „Red Storm Bravo“ nehmen 500 Soldaten und zahlreiche zivile Akteure teil

Insgesamt werden rund 500 Soldatinnen und Soldaten mit zahlreichen Fahrzeugen und Hubschraubern an „Red Storm Bravo“ teilnehmen. Dazu kommen die Teilnehmer der beteiligten zivilen Institutionen und Unternehmen sowie deren Fahrzeuge und Ausrüstung. Um Beeinträchtigungen für Verkehr und Wirtschaft zu verringern, finden die Truppenbewegungen auf den Straßen in der Nacht statt. Zu rechnen ist unter anderem tagsüber mit Fluglärm durch Hubschrauber sowie einer nächtlichen Kolonnenfahrt im Stadtgebiet.

Zur Koordination der Übung wird eine Operationszentrale in der Reichspräsident-Ebert-Kaserne in Iserbrook eingerichtet und besonders gesichert. Zum Übungsszenario gehören zudem Störfälle wie beispielsweise zahlreiche Verwundete, die die Teilnehmenden vor zusätzliche Herausforderungen stellen werden.

Die Linke ruft zum Protest auf: „Keine Kriegsspiele in Hamburg“

Verschiedene Gruppen protestieren gegen die Übung. Das Bündnis „Gemeinsam gegen ,Red Storm Bravo’“, zu dem auch die linke Bürgerschaftsfraktion gehört, ruft zur Demonstration gegen das Manöver auf. Ein Protestzug wird am Freitag, 26. September, ab 18 Uhr vom Rathausmarkt über den St. Annenplatz zu den Landungsbrücken ziehen. Tenor: „Keine Kriegsspiele in Hamburg“. Kritisiert wird, dass neben logistischen Abläufen zur Truppenverlegung auch die Repression zivilen Widerstands und die Umsetzung des Arbeitssicherstellungsgesetzes gehöre, mit dem Beschäftigte im Kriegsfall zur Zwangsarbeit herangezogen werden könnten.

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