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Diese Hamburger Events sollten Sie 2026 auf keinen Fall verpassen

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Der Sommer ist in Hamburg angekommen – und mit ihm die Saison der Straßenfeste, Festivals und Open-Air-Veranstaltungen. Überall in der Stadt wird gefeiert: mit Musik, Kultur, Kulinarik und maritimen Highlights. Mal laut und bunt, mal entspannt und familiär, mal mitten in der City, mal direkt am Wasser. Wer 2026 etwas erleben möchte, hat reichlich Auswahl. Wir haben die wichtigsten Veranstaltungen des Jahres chronologisch zusammengestellt.

Veranstaltungen im Juni:

Harburger Binnenhafenfest

Im Süden Hamburgs geht es dann vom 5. bis 7. Juni 2026 beim Harburger Binnenhafenfest rund um den Binnenhafen maritim weiter. Das Fest hat nicht ganz die Wucht des Hafengeburtstags, aber genau das macht es für viele angenehm: etwas entspannter, etwas weniger Gedränge, aber trotzdem mit Schiffen, Wasser, Bühnenprogramm und reichlich Atmosphäre. Dazu kommen Open Ships, Schiffsparaden und Angebote für Familien, die aus dem Wochenende mehr machen als nur einen kurzen Spaziergang am Hafenrand. Wer Lust auf Hafenflair hat, ohne gleich mitten im größten Besuchertrubel der Stadt zu landen, ist hier gut aufgehoben.

Altonale

Eines der größten Kulturfestivals Hamburgs startet dann am 12. Juni 2026: Bis zum 21. Juni 2026 wird bei der Altonale in Altona der ganze Stadtteil zur Bühne. Musik, Theater, Film, Kunst, Literatur und Street Art verteilen sich nicht einfach auf ein Gelände, sondern ziehen sich durch Straßen, Plätze und Häuser – und genau deshalb fühlt sich dieses Festival so lebendig an.

Mehr als 100 Veranstaltungen gibt's bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild). Thomas Panzau
Im Vordergrund eine Bühne mit Musikern, hinten stehendes Publikum
Mehr als 100 Veranstaltungen gibt’s bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild).

Die altonale ist weniger ein einzelnes Fest als ein Zustand, in dem Altona für ein paar Tage noch ein bisschen voller, kreativer und offener wirkt als ohnehin schon. Wer Lust hat, sich treiben zu lassen und eher zufällig an guten Programmpunkten vorbeizukommen, dürfte hier ziemlich glücklich werden.

Uhlenfest

Am 13. und 14. Juni 2026 wird es dann beim Uhlenfest auf dem Hofweg und in der Papenhuder Straße sommerlich und nachbarschaftlich. Das Fest ist nicht auf maximale Eskalation aus, sondern auf genau die Art von Wochenende, an dem man in Ruhe über eine bunte Meile schlendert, hier etwas isst, dort kurz stehen bleibt und zwischendurch Musik hört. Gerade diese entspannte Mischung macht den Charme des Uhlenfests aus. Es passt gut in die Gegend und wirkt wie ein Stadtteil, der einfach beschlossen hat, sich für zwei Tage von seiner angenehmeren Seite zu zeigen.

STAMP Festival

Fast parallel dazu verwandelt das STAMP Festival vom 19. bis 21. Juni 2026 in Altona den öffentlichen Raum in eine große Bühne für Urban Art, Tanz und Artistik. Anders als bei vielen anderen Sommerveranstaltungen geht es hier weniger um klassische Festmeile und mehr um Performance, Überraschung und künstlerische Formate, die direkt auf Straßen und Plätzen stattfinden.

Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild) picture alliance / Bodo Marks/dpa | Bodo Marks
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil.
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild)

Man läuft also nicht bloß von Stand zu Stand, sondern gerät plötzlich in Aufführungen, bleibt an Performances hängen und schaut Dingen zu, die man so im Alltag eher nicht mitten in Altona erwartet. Genau das macht STAMP zu einem der spannendsten Termine im Hamburger Frühsommer.

Vierländer Erdbeerfest

Wer es etwas ländlicher und traditionsbewusster mag, dürfte am 20. und 21. Juni 2026 beim Vierländer Erdbeerfest am Rieck Haus gut aufgehoben sein. Dort geht es nicht um Großstadttrubel, sondern um Trachtentanz, Kunsthandwerk, regionale Traditionen und natürlich alles, was man mit Erdbeeren sinnvoll anstellen kann. Das Fest fühlt sich ein wenig an wie ein kurzer Ausflug aus dem urbanen Hamburg heraus, obwohl man die Stadt gar nicht wirklich verlassen hat. Gerade diese andere, ruhigere Stimmung macht den Reiz aus – besonders für alle, die im Juni mal etwas anderes suchen als Bühne, Bierstand und Gedränge.

Veranstaltungen im Juli:

Schlagermove

Richtig bunt, laut und komplett schamfrei wird es dann am 3. und 4. Juli 2026, wenn der Schlagermove rund um St. Pauli und die Innenstadt wieder durch Hamburg zieht. Perücken, Glitzer, Sonnenbrillen, Musiktrucks und eine Menge Menschen, die sich mit erstaunlicher Hingabe dem deutschen Schlager verschrieben haben, machen das Event zu einem der eigenwilligsten Großtermine des Sommers.

Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild). Christian Charisius/dpa
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove 2025 an den St. Pauli Landungsbrücken.
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild).

Man muss das musikalisch nicht mal alles lieben, um den Unterhaltungswert zu erkennen – allein schon beim Zuschauen passiert genug. Für Fans ist es Kult, für andere immerhin ein Spektakel, an dem man kaum vorbeikommt.

Tibarg Fest

Direkt danach, am 4. und 5. Juli 2026, feiert Niendorf auf dem Tibarg wieder sein Stadtteilfest. Das Tibarg Fest ist klassischer, familiärer und deutlich weniger exzessiv als der Schlagermove, gerade das macht es aber sympathisch. Musik, Flohmarkt und Aktionen für Groß und Klein sorgen für ein Wochenende, das sich nicht wie Eventmaschine, sondern eher wie ein gut besuchtes Nachbarschaftsfest anfühlt. Wer ohne große Erwartungen hingeht, bleibt oft länger als gedacht – einfach, weil die Stimmung angenehm unkompliziert ist.

Bergedorfer Stadtfest

Im Osten der Stadt folgt dann vom 10. bis 12. Juli 2026 das Bergedorfer Stadtfest in der Bergedorfer Innenstadt. Für ein paar Tage wird das Zentrum dort zur großen Festmeile mit Bühnen, Marktständen, Livemusik und kulinarischem Programm. Bergedorf zeigt dann ziemlich eindrucksvoll, dass es innerhalb Hamburgs noch einmal wie ein eigener kleiner Kosmos funktioniert. Das Fest ist groß genug, um auch Besucher von außerhalb anzuziehen, bleibt aber stark im Stadtteil verankert. Genau diese Mischung macht es zu einem der wichtigeren Sommertermine jenseits der Hamburger Innenstadt.

Spielbudenfestival

Vom 24. bis 26. Juli 2026 wird es dann wieder sehr typisch St. Pauli: Beim Spielbudenfestival auf dem Spielbudenplatz lebt die alte Unterhaltungstradition des Ortes in moderner Form wieder auf. Künstlerinnen und Künstler, Buden, Shows und ein buntes Programm sorgen dafür, dass die Reeperbahn-Ecke für ein Wochenende noch etwas theatralischer und verspielter wirkt als sonst.

Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt. picture alliance/dpa/Christian Charisius
Künstlerinnen und Künstler des Variété Pavé treten bei der Eröffnung des Spielbudenfestivals 2025 auf.
Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt.

Das Ganze passt ziemlich perfekt an diesen Ort, weil es von seiner Mischung aus Kiez, Nostalgie und Live-Event lebt. Wer Hamburg gern in seiner etwas schillernderen Version mag, dürfte hier richtig sein.

Hamburger DOM – Sommerdom

Ebenfalls am 24. Juli 2026 startet auf dem Heiligengeistfeld der Sommerdom, der dann bis zum 30. August 2026 läuft. Klar, ein klassisches Straßenfest ist das nicht – aber als große Hamburger Freiluftveranstaltung gehört er natürlich trotzdem in jede Jahresübersicht.

Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an. picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
Impressionen vom Hamburger Frühlingsdom auf dem Heiligengeistfeld im April 2026
Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an.

Zwischen Fahrgeschäften, Schmalzkuchen, gebrannten Mandeln und ein bisschen Jahrmarkt-Nostalgie funktioniert der DOM seit Generationen ziemlich zuverlässig. Manche kommen für die wilden Fahrten, andere eher für einen Abendspaziergang mit Snacks und Lichtern. Gerade im Sommer hat das Ganze aber noch einmal einen eigenen Reiz, weil man die typische DOM-Stimmung perfekt mit milden Abenden verbinden kann.

Hamburg Pride Week

Nur einen Tag später, am 25. Juli 2026, beginnt die Hamburg Pride Week, die bis zum 2. August 2026 an verschiedenen Orten der Stadt läuft. Höhepunkte sind wie immer das CSD-Straßenfest und die große Demonstration, die Hamburg für einige Tage sichtbar bunter, politischer und zugleich ausgelassener machen.

Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week. picture alliance/dpa/Georg Wendt
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week.

Die Pride Week ist eben nicht nur Party, sondern immer auch Zeichen, Haltung und Öffentlichkeit. Gerade diese Verbindung sorgt dafür, dass die Stimmung zwar feierlich, aber nie beliebig wirkt. Es ist eine jener Veranstaltungsreihen, bei denen man merkt, wie stark ein Fest auch gesellschaftlich aufgeladen sein kann.

Veranstaltungen im August:

Veganes Straßenfest

Am 8. und 9. August 2026 wird der Spielbudenplatz dann zum Treffpunkt für alle, die Lust auf pflanzliche Küche, sommerliche Atmosphäre und ein etwas anderes Straßenfest haben. Beim Veganen Straßenfest geht es natürlich ums Essen, aber nicht nur: Viele Besucher kommen auch, um Neues auszuprobieren, sich inspirieren zu lassen oder einfach einen entspannten Nachmittag zwischen Food-Ständen und Open-Air-Stimmung zu verbringen.

Das Event wirkt deutlich lockerer, als der Titel vielleicht vermuten lässt, und spricht längst nicht nur Leute an, die ohnehin vegan leben. Wer gern probiert und durch die Stadt schlendert, dürfte hier ziemlich schnell fündig werden.

Eppendorfer Achtel

Genuss statt Großtrubel ist dann vom 14. bis 16. August 2026 beim Eppendorfer Achtel in Eppendorf angesagt. Das Wein- und Genussfest setzt auf entspannte spätsommerliche Stimmung, klirrende Gläser, gute Gespräche und ein Publikum, das es eher gemütlich als eskalativ mag. Gerade abends entwickelt das Fest seinen Reiz, wenn Musik, Essen und Wein in dieser typischen Open-Air-Gelassenheit zusammenkommen. Wer im August nicht schon wieder auf das nächste Riesenfestival will, sondern eher Lust auf einen netten Abend mit Atmosphäre hat, ist hier ziemlich gut aufgehoben.

Winzerfest St. Pauli

Nur wenige Tage später, vom 20. bis 23. August 2026, wird auf dem Spielbudenplatz beim Winzerfest St. Pauli weiterprobiert und angestoßen. Die Veranstaltung verbindet Wein, Kulinarik und Musik mit einer Lage, die man sonst eher mit langen Nächten und deutlich lauteren Formaten verbindet.

Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt. hfr
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.

Gerade deshalb funktioniert das Fest so gut: Es gibt St. Pauli-Flair, aber in einer etwas ruhigeren, beinahe mediterranen Variante. Wer einen Sommerabend in geselliger Atmosphäre verbringen will, bekommt hier dafür die ziemlich passende Kulisse geliefert.

Afrikafestival Hamburg Alafia

Zum Monatsende, vom 28. bis 30. August 2026, lädt dann das Afrikafestival Alafia in Altona zu einem der farbigsten und musikalisch lebendigsten Sommertermine der Stadt. Seit mehr als 20 Jahren kommen hier Live-Musik, Markt, Tanz und kultureller Austausch zusammen. Das Festival hat eine klare eigene Handschrift und hebt sich gerade deshalb von vielen beliebigen Stadtteilfesten ab. Man merkt schnell, dass hier nicht einfach nur Programm abgewickelt wird, sondern dass Musik, Begegnung und Atmosphäre tatsächlich den Kern ausmachen.

Veranstaltungen im September:

Volksdorfer Stadtteilfest

Nach dem Sommer startet der September dann vom 4. bis 6. September 2026 mit dem Volksdorfer Stadtteilfest in Volksdorf. Live-Musik, Familienprogramm, gastronomische Angebote und Mitmachaktionen sorgen dafür, dass sich das Fest angenehm klassisch anfühlt – also genau so, wie ein gut besuchtes Stadtteilfest eben sein sollte. Es ist groß genug, damit etwas los ist, aber nicht so überdreht, dass man sofort wieder weg möchte. Gerade für Familien oder alle, die den Hamburger Norden ohnehin mögen, ist das ein ziemlich verlässlicher Termin.

Bauernmarkt mit Weinfest in Niendorf

Zum Spätsommer gehört dann auch noch der Bauernmarkt mit Weinfest auf dem Tibarg in Niendorf, der vom 25. bis 27. September 2026 stattfindet. Pünktlich zur Erntezeit wird dort gebummelt, probiert und eingekauft, während regionale Produkte, Wein und herbstliche Stimmung den Ton angeben. Das Fest ist weniger laut als viele Sommerveranstaltungen, hat aber gerade deshalb seinen Reiz. Wer Ende September noch einmal draußen unterwegs sein will, ohne gleich in den ganz großen Trubel zu geraten, findet hier einen angenehm bodenständigen Termin.

Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit:

Winterdom

Zum Jahresende verschiebt sich das Hamburger Freiluftleben dann wieder aufs Heiligengeistfeld, wo vom 6. November bis 6. Dezember 2026 der Winterdom stattfindet. Zwischen Lichtern, Fahrgeschäften und heißen Getränken bekommt der DOM in der kalten Jahreszeit noch einmal einen ganz eigenen Charakter.

Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der Nikolaus Hamburger DOM
Der Nikolaus besucht den Hamburger DOM
Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der Nikolaus

Vieles wirkt abends ein bisschen nostalgischer, ein bisschen gemütlicher und gleichzeitig natürlich weiter schön schrill. Gerade diese Mischung macht den Winterdom so verlässlich: Man weiß ziemlich genau, was einen erwartet – und geht oft genau deshalb hin.

Weihnachtsmärkte in Hamburg

Und wenn sich das Jahr langsam schließt, übernehmen schließlich die Weihnachtsmärkte in Hamburg, die sich ab November und durch den Dezember 2026 über die ganze Stadt verteilen – vom Rathausmarkt über den Jungfernstieg bis in viele Stadtteile. Glühwein, Kunsthandwerk, Lichter und die üblichen winterlichen Klassiker sorgen dafür, dass der Veranstaltungskalender in Hamburg eben nicht mit dem Sommer endet.

Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt. imago/Panthermedia
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg, fotografiert aus der Vogelperspektive
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt.

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Mal touristisch und groß, mal klein und gemütlich, mal eher klassisch, mal etwas verspielter: Die Märkte funktionieren fast wie ein eigener Festmonat zum Jahresabschluss. Wer 2026 also wirklich jede Saison mitnehmen will, kommt am Ende auch daran nicht vorbei.

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Verfahren gegen TV-Moderator Hamid Mossadegh: Sender äußert sich

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Gegen den Hamburger Autofan und TV-Moderator Hamid Mossadegh läuft in der Schweiz ein Verfahren wegen mutmaßlicher Tempoverstöße mit Supersportwagen. Medienberichten zufolge drohen ihm im Fall einer Verurteilung bis zu vier Jahre Gefängnis. Nun äußert sich auch RTL2.

Laut Berichten von „Bild“ und „Luzerner Zeitung“ legt die Schweizer Staatsanwaltschaft Mossadegh sieben erhebliche Tempoverstöße an einem Tag zur Last. Die Vorwürfe beziehen sich auf den 8. Juni 2021. Demnach soll Mossadegh mit einem McLaren P1, einem Ferrari LaFerrari und einem Ferrari SF90 Stradale teils deutlich zu schnell unterwegs gewesen sein – darunter nach Darstellung der Berichte auch Fahrten mit mehr als 200 km/h auf der Autobahn. Im Fall einer Verurteilung drohen Mossadegh den Medienberichten zufolge bis zu vier Jahre Freiheitsstrafe.

Für Mossadegh gilt die Unschuldsvermutung. Sein Anwalt betont zudem, dass sich die Vorwürfe nach seiner Kenntnis nicht auf Blitzeraufnahmen, sondern auf Auswertungen von Videoaufnahmen stützen. Mossadegh selbst hatte in einem Statement erklärt: „Wer sportliche Autos liebt, trägt im Straßenverkehr eine besondere Verantwortung! Das ist mir heute klarer als noch vor fünf Jahren. Dem Verfahren stelle ich mich selbstverständlich.“

„Aktuell ist bis auf Weiteres keine Folge mit ihm eingeplant“

Nun äußert sich auch RTL2 gegenüber der MOPO. Hamid Mossadegh sei in unregelmäßigen Abständen als Moderator in der Sendung „GRIP – Das Motormagazin“, die für RTL2 produziert werde, zu sehen, erklärte ein Sendersprecher. „Aktuell ist bis auf Weiteres keine Folge mit ihm eingeplant.“ Nach Angaben von Mossadeghs Anwalt bestanden zuletzt allerdings ohnehin keine konkreten Vereinbarungen über weitere Folgen.

Der Sender habe Kenntnis von der medialen Berichterstattung zu einem laufenden Verfahren in der Schweiz. Da es sich um ein anhängiges Verfahren handele, äußere sich RTL2 nicht zu den konkreten Vorwürfen oder zum Verfahrensstand. „Verkehrsverstöße und mögliche Gefährdungen anderer Verkehrsteilnehmer sehen wir grundsätzlich sehr kritisch“, erklärte der Sendersprecher. Zugleich nehme RTL2 zur Kenntnis, dass Mossadegh öffentlich erklärt habe, sich dem Verfahren zu stellen.

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Der 1979 in Teheran geborene Mossadegh wuchs in Hamburg in einer Familie von Autohändlern auf. Mit 24 Jahren begann er selbst mit dem Handel von VW Käfern und Fiat 500, später spezialisierte er sich auf exklusive Klassiker und Luxuswagen. Heute verkauft er von Hamburg aus Sportwagen und Sammlerfahrzeuge weltweit.

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Party-Exzess der Jura-Elite: Plötzlich geht die Bucerius Law School auf Kuschelkurs

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Wildpinkler, Cannabis-Konsum am Spielplatz, Müllberge und nächtliche Ruhestörungen: Der MOPO-Bericht über die ChampionsTrophy der Bucerius Law School hat eine Debatte weit über Hamburg hinaus ausgelöst. Die Bucerius Law School sucht inzwischen den Dialog mit den Anwohnern – viele Teilnehmer und Hochschulgruppen halten dagegen.

Auslöser der Debatte ist die ChampionsTrophy der Bucerius Law School. Zu dem traditionsreichen Treffen waren Mitte Mai rund 2000 Studenten (insbesondere Juristen) aus ganz Deutschland nach Hamburg gekommen. Während Anwohner und eine Abgeordnete der Harburger SPD von einer „exzessiven Dauerparty“ mit Wildpinklern, Cannabis-Konsum am Spielplatz, Müllbergen und Dauerbeschallung berichten, verweisen Organisatoren und Teilnehmer auf ein mehrtägiges Sportevent mit über 100 Wettkämpfen. Die unterschiedlichen Wahrnehmungen sorgen bundesweit für Diskussionen.

Nach dem Eklat: Bucerius-Hochschule sucht das Gespräch

In einer ersten Stellungnahme hatte die Bucerius Law School die Vorwürfe noch deutlich zurückgewiesen. Das Organisationsteam genieße das „volle Vertrauen der Hochschule“, erklärte Sprecherin Désirée Balthasar. Das Team beweise jedes Jahr ein „sehr hohes Maß an Professionalität“, befinde sich im engen Austausch mit den Behörden, verfüge über ein Sicherheits- und Reinigungskonzept und erfülle sämtliche Auflagen. Die Eskapaden erklärte die Hochschule zu „Einzelfällen“.

Nun schlägt die Hochschule versöhnlichere Töne an. Auf erneute MOPO-Anfrage erklären sowohl das studentische Organisationsteam als auch die Hochschulleitung, man bedauere, „dass es zu Störungen gekommen ist und Anwohnende dadurch beeinträchtigt wurden“. Das nehme man ernst. Das Organisationsteam habe bereits „konkrete Gesprächsangebote für die Aufarbeitung und bessere zukünftige Gestaltung des Sportfests“ gemacht. Zudem wolle man künftig „noch stärker in den Austausch mit den Anwohnenden gehen“.

Dennoch hält die Hochschule an der ChampionsTrophy fest. Diese sei ein „seit Jahren etabliertes Sportevent mit rund 2000 Studierenden aus ganz Deutschland“ und finde auf Grundlage der Genehmigungen des Bezirksamts Harburg statt. Die genutzten Flächen seien nach Ende der Veranstaltung gereinigt und „ohne Beanstandungen abgenommen“ worden. Viele Teilnehmer und Hochschulgruppen sehen die Kritik dagegen weiter anders. Unter dem Instagram-Beitrag der MOPO verteidigten zahlreiche Studierende, Hochschulgruppen und Organisatoren die ChampionsTrophy gegen die Kritik.

Das Organisationsteam selbst verwies auf umfangreiche Vorbereitungen. So seien Anwohner bereits vorab per Flyer über Ansprechpartner informiert worden. Um Wildpinkeln zu verhindern, habe man zusätzliche Toiletten aufgestellt. Verstöße seien „zusätzlich konsequent mit einer Geldstrafe und teilweise Eventausschluss geahndet“ worden. Mitgebrachte Lautsprecher hätten nur Richtung Arena zeigen dürfen, die Lautstärke sei regelmäßig kontrolliert worden. Das Team räumte aber ein, dass in diesem Jahr „zu wenig Mülltonnen zur Verfügung standen“.

„Elitär am Feiern“, „in Berlin kein Artikel wert“: Studenten gehen auf Gegenkurs

Auf Zinne ist vor allem die Hochschulgruppe Mannheim. Sie betonte, der Müll sei „jeden Abend vollständig entsorgt“ worden. Die ChampionsTrophy verbinde Jahr für Jahr Jurastudenten aus der gesamten Bundesrepublik. Die „stets negative und teils falsche Berichterstattung“ sende dagegen „ein ganz falsches Zeichen an junge Menschen, die in Hamburg studieren oder es vorhaben“. Die Hochschulgruppe Mannheim selbst fasste ihre Sicht auf die Debatte dabei mit den Worten „Elitär am Feiern“ zusammen.

Die Bucerius Law School gilt als eine der prestigeträchtigsten Unis der Republik. Ein Jurastudium an der Privatuniversität kostet 70.000 Euro picture alliance/dpa/Markus Scholz
Blick auf den Campus der Bucerius Law School– Hochschule für Rechtswissenschaft.
Die Bucerius Law School gilt als eine der prestigeträchtigsten Unis der Republik. Ein Jurastudium an der Privatuniversität kostet 70.000 Euro

Andere Teilnehmer reagierten spöttischer. „Meine Güte. Wenn junge Leute feiern“, schrieb ein Nutzer. Aus Berlin hieß es von der Hochschulgruppe der Humboldt-Universität: „In Berlin wäre das selbst bei diesem unerträglichen Framing keinen Artikel wert.“

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Doch unter den Kommentaren formierte sich auch Widerspruch. Ein Anwohner hielt den Ausführungen des Organisationsteams entgegen: „Die Realität war eine andere.“ Die Veranstaltung sei „absolut unzumutbar und rücksichtslos“ gewesen. Ein weiterer Nutzer fragte: „Welches falsche Zeichen wird denn gesendet? Dass Müll, Lärm und Drogen auf Kinderspielplätzen unerwünscht sind?“ Studis aus Mannheim konterten prompt: Es werde „das Zeichen gesetzt, dass von der Stadt genehmigte Veranstaltungen für junge Leute, die im Großen und Ganzen genauso ablaufen wie vorgesehen, nicht erwünscht sind.“

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Kubicki befürwortet Pfandlotterie in Deutschland

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Pfandflaschen abgeben, gewinnen und gleichzeitig Gutes tun: Ein in Norwegen erfolgreiches Modell soll auch nach Deutschland kommen. Wer sein Pfand spendet, erhält statt einer Auszahlung die Chance auf einen Gewinn, während ein Teil der Einnahmen an gemeinnützige Organisationen fließt. Unterstützt wird die Idee unter anderem von FDP-Chef Wolfgang Kubicki.


Zusammenfassung:

  • Bei der Pfandlotterie werden Pfandflaschen gespendet, dafür erhält man eine Gewinnchance.
  • Das norwegische Modell ist seit Jahren erfolgreich, über 100 Mio. Euro flossen in wohltätige Zwecke.
  • Unterstützung: FDP-Chef Wolfgang Kubicki befürwortet die Idee.

Pfandflaschen landen normalerweise im Automaten – und das Geld anschließend im Portemonnaie. Doch was wäre, wenn der Pfandbon stattdessen zum Lotterielos würde? Genau dieses Konzept steckt hinter der Pfandlotterie. Das Modell verbindet Recycling, Glücksspiel und gemeinnützige Zwecke und wird bereits seit Jahren erfolgreich in Norwegen eingesetzt.

Die Pfandflaschen-Lotterie: Glücksspiel bei dem jeder profitiert?

Die Idee dahinter ist einfach: Wer eine Pfandflasche zurückgibt, kann sich den Betrag auszahlen lassen oder ihn direkt in ein Los umwandeln. Ein Teil der Einnahmen fließt an wohltätige Organisationen, insbesondere an das Rote Kreuz. Nach Angaben der Betreiber wurden in Norwegen auf diese Weise bereits mehr als 100 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte ausgeschüttet.

Die Initiatoren wollen das Konzept nun auch in Deutschland etablieren. Dafür setzen sie auf eine bundesweite Zulassung, damit die Pfandlotterie nicht nur an einzelnen Standorten, sondern flächendeckend angeboten werden kann.

Kubicki: „Die Deutsche Pfandlotterie ist gemeinnützig, nicht gewinnorientiert“

Prominente Unterstützung erhält das Projekt von Wolfgang Kubicki. Der neue FDP-Bundesvorsitzende ist seit Mai 2025 ehrenamtlicher Geschäftsführer der Deutschen Pfandlotterie. Nach Informationen der „Zeit“ hält er zudem vier Prozent der Gesellschaftsanteile. Recherchen der „Zeit“ und von abgeordnetenwatch.de zeigen außerdem, dass es im Kontext des Projektes mehrfach Kontakte zum schleswig-holsteinischen Innenministerium gab.

Kritiker sehen die Verbindung von Glücksspiel und politischem Einfluss skeptisch. Kubicki weist die Vorwürfe zurück. Gegenüber der „Zeit“ betonte er: „Die Deutsche Pfandlotterie ist gemeinnützig, nicht gewinnorientiert.“ Seine Tätigkeit sei ehrenamtlich, ein Gehalt oder Gewinnausschüttungen erhalte er nicht.

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Ob das Modell künftig auch an deutschen Pfandautomaten zum Einsatz kommt, ist bislang offen. Die Initiatoren hoffen jedoch darauf, den norwegischen Erfolg auf den deutschen Markt übertragen zu können.

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