Wegen des heftigen Winterwetters fällt am Mittwoch der Präsenzunterricht an Schulen in Bremen und Bremerhaven aus. Schülerinnen und Schüler sollen stattdessen von zu Hause aus lernen, wie die Bildungsbehörde mitteilte. Ziel sei es, den Schulbetrieb in sicherer Form aufrechtzuerhalten und das Risiko auf den Schulwegen zu minimieren. Auch in Niedersachsen gibt es vielerorts Schulausfälle.
Die Schulen blieben aber geöffnet, um eine Notbetreuung für Schülerinnen und Schüler sicherzustellen, die zu Hause nicht betreut werden könnten. Die jeweiligen Schulen informierten Eltern über konkrete Regelungen und Abläufe, hieß es weiter. Aus Sicherheitsgründen sollen außerdem Sonderfahrten für Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen entfallen, die normalerweise von Fahrdiensten gebracht werden.
Das gilt an Kitas
Die Kindertagesstätten reagierten flexibel auf das Winterwetter: Beim städtischen Träger Kita Bremen solle die Betreuung grundsätzlich stattfinden, teilte die Bildungsbehörde weiter mit. In einzelnen Einrichtungen kann es jedoch zu Einschränkungen oder Notdiensten kommen. Die Leitungen informierten betroffene Eltern direkt. Freie Träger entschieden eigenständig über ihr Vorgehen.
Nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau im U-Bahnhof Wandsbek hat Hamburgs der CDU-Landesvorsitzende Dennis Thering die Abschiebung straffällig gewordener Ausländer gefordert. Auch der 25 Jahre alte Südsudanese, der Ende vergangener Woche eine 18-Jährige mit in den Tod gerissen hatte, als er sich mit ihr vor einen einfahrenden Zug stürzte, sei schon zuvor mit Straftaten in Erscheinung getreten – unter anderem mit einem Angriff auf einen Polizisten, sagte Thering beim Landesparteitag der CDU.
«Wie kann es sein, dass jemand hier ist, um angeblich Schutz zu suchen, und dann bereits nach so kurzer Zeit polizeibekannt ist? Und wie kann es sein, dass das für die betreffende Person völlig folgenlos geblieben ist?», fragte er. So etwas dürfe nicht mehr passieren. «Ausländer, die polizeibekannt sind, die Polizisten tätlich angegriffen haben, müssen abgeschoben werden», forderte Thering.
CDU fordert mehr Sicherheit an Bahnhöfen
Wenn das mit der geltenden Gesetzeslage nicht möglich sei, müsse diese geändert werden. Hier sehe er vor allem die Bundespolitik in der Pflicht. Aber auch in Hamburg könne etwas getan werden, damit sich solche Fälle nicht wiederholen, sagte Thering vor rund 130 Delegierten in der Berufsschule für Medien und Kommunikation in Wandsbek. «Wir können zum Beispiel ganz konkret Bahnsteige deutlich sicherer machen.»
So könnten im Zuge einer Automatisierung von S- und U-Bahnen Sicherheitstüren an den Bahnsteigen für mehr Sicherheit sorgen. «Und Zugangsbeschränkungen, so dass man ohne Ticket gar nicht mehr auf den Bahnhof kommt», sagte Thering.
Damit sich Menschen auf der Reeperbahn nachts sicherer und wohler fühlen, hat das Clubkombinat Hamburg in seinem Projekt «WTF -What the Fear» eine ganze Liste an Maßnahmen vorgelegt. Nötig seien Awareness-Teams im öffentlichen Raum, sichtbare, betreute Anlaufstellen für Betroffene sowie Aufklärung, Empowerment und Prävention, teilte das Clubkombinat nach einer ersten Auswertung der Projekte vom vergangenen Jahr mit. Wichtig seien aber auch eine bessere Infrastruktur, etwa bei der Beleuchtung und barrierefreien Wegen, sowie eine stärkere Einbindung von Anwohnenden, Gewerbe und Nachtleben.
Sicherheit durch Transformation, Solidarität und Verantwortung
Der Tenor der gewonnenen Antworten sei eindeutig: «Sicherheit entsteht nicht allein durch Kontrolle, sondern durch kulturelle Transformation, Solidarität und gemeinsame Verantwortung.» Das Projekt «WTF – What the Fear» hatte von Juni bis September 2025 mit verschiedensten partizipativen Elementen im öffentlichen Raum auf St. Pauli stattgefunden. Im Kern ging es darum, Übergriffe und die Ängste davor sichtbar zu machen, ein Bewusstsein dafür zu schaffen und Betroffene zu stärken.
Dreh- und Angelpunkt dafür war ein gläserner Container am Spielbudenplatz und eine 90 Meter lange Bauzaun-Fassade. Am Container fanden den Angaben zufolge 183 Gespräche statt. Ein Ergebnis dabei: Es gibt einen Bedarf an niedrigschwelligen Anlaufstellen abseits der Polizei. Und «sensible Erfahrungen benötigen geschützte Räume, professionelle Erstunterstützung und verlässliche Strukturen».
Fast 60 Eingaben bei der digitalen Meldestelle
Daneben gab es auch eine digitale Meldestelle, bei der 58 Meldungen eingingen. Rund 40 Prozent der Meldungen betrafen den Angaben zufolge sexualisierte Grenzüberschreitungen, 32 Prozent sexualisierte körperliche Gewalt. Mehr als 70 Prozent der Teilnehmenden waren weiblich, rund 23 Prozent divers. Die Täter seien fast ausnahmslos als männlich und unbekannt beschrieben worden.
Das Clubkombinat hat sich des Themas angenommen, weil der Wunsch nach Sicherheit eben nicht an der Clubtür ende. «Wir haben 930 Meter voller Nachtleben. Jedes Wochenende kommen durchschnittlich 50.000 Menschen. Das macht uns natürlich zu einem international bekannten Nachtviertel», hatte das Clubkombinat zum Start des Projekts erklärt. Wer sich für Live- und Clubkultur einsetzt, der müsse den öffentlichen Raum mitdenken.
Projekt soll in diesem Jahr ausgeweitet werden
Das Kombinat kündigte an, das Projekt in diesem Jahr auf Grundlage der Ergebnisse auszubauen. «Ziel ist es, Livekulturerlebnisse für alle Menschen zu ermöglichen und den Zugang dazu sicher zu gestalten.» Geplant seien vertiefende Analysen, interaktive Workshops, bundesweite Praxisbeispiele, sowie die gemeinsame Planung, wie eine geeignete Anlaufstelle für Betroffene aussehen könne.
Die Gewerkschaft IG Metall hat eine für Donnerstag geplante Pressekonferenz zum Arbeitskampf sowie eine Protestkundgebung beim Gabelstaplerhersteller Jungheinrich in Hamburg abgesagt. Grund sind laufende Verhandlungen über die Zukunft des Werks im niedersächsischen Lüneburg, wie die Gewerkschaft mitteilte.
Heute haben demnach Gespräche zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite über einen Interessenausgleich, einen Sozialplan und einen Sozialtarifvertrag begonnen. Beide Seiten hätten vereinbart, die Verhandlungen in der kommenden Woche von Montag bis Donnerstag fortzusetzen. Jungheinrich bestätigte dies.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen den Angaben zufolge Abfindungsregelungen im Rahmen des Sozialplans und des Sozialtarifvertrags, darunter auch zusätzliche Leistungen für Gewerkschaftsmitglieder. Zu konkreten Inhalten sei Stillschweigen vereinbart worden.
Laut der Gewerkschaft befinden sich die Beschäftigten in Lüneburg seit dem 20. November in einem unbefristeten Streik. Die IG Metall wollte ursprünglich in Hamburg über den Stand des Arbeitskampfes informieren und Eckpunkte eines eigenen Zukunftskonzepts für den Standort vorstellen.
Gefühlte -13 Grad Celsius am heutigen Dienstag in Hamburg. Temperaturen, die zur Lebensgefahr für Obdachlose der Stadt werden. Im Januar sind bereits 15 Menschen auf der Straße gestorben, eine extreme Zahl, auch wenn die Gründe womöglich vielfältig sind.
Wieso der Winterschutz von Obdachlosen offenbar nicht besser funktioniert, hat SAT.1 REGIONAL-Moderator Arne Bremer mit Jörn Sturm, Geschäftsführer des Obdachlosenmagazins Hinz&Kunzt, besprochen.
Wegen Warnstreiks im öffentlichen Dienst müssen sich Autofahrer am Mittwoch auf Umwege und schlecht geräumte Straßen einstellen. Nach Angaben von Verdi werden etwa die Jann-Berghaus-Brücke im ostfriesischen Leer komplett sowie der Wesertunnel im Landkreis Wesermarsch teilweise infolge der Warnstreiks für den Verkehr gesperrt.
Weil auch bei Straßenmeistereien zu Warnstreiks aufgerufen wird, ist zudem mit Einschränkungen im Winterdienst zu rechnen. «Wir raten dazu, witterungsangepasst zu fahren und mehr Zeit für die Wege zur Arbeit einzuplanen», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Vereinbart wurde aber ein Notdienst, damit die wichtigsten Straßen befahrbar blieben.
Eisiges Wetter derzeit in Schleswig-Holstein. Ob Elbe-Lübeck-Kanal oder auch die Fähre von Glückstadt nach Wischhafen: Das Eis in den Fahrrinnen ist für die Schiffe ein echtes Problem.
Insbesondere in der Pflegebranche macht sich derzeit Personalmangel bemerkbar. Damit Fachkräfte aus dem Ausland hierzulande schneller Fuß fassen können, gibt es in Osnabrück (Niedersachsen) nun eine zentrale Stelle, um bürokratische Abläufe zu verkürzen. Seit dem ersten Januar werden dort alle landesweiten Verfahren gebündelt.
SAT.1 REGIONAL-Reporter Olli Vollmering hat mit Innenministerin Daniela Behrens (SPD) über die Arbeit der neuen Zentralstelle gesprochen.
Das Waffen- und Messerverbot am Hauptbahnhof in Bremen und im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wird deutlich ausgeweitet. Das hat der Senat beschlossen, wie ein Sprecher mitteilte. Die neue Regelung tritt am Mittwoch in Kraft.
Das Waffen- und Messerverbot in der Bahnhofsvorstadt gilt demnach weiterhin von 22 bis 6 Uhr. Neu einbezogen werden jetzt das Bahnhofsgebäude selbst, der Willy-Brandt-Platz sowie die Bereiche Richtweg und Contrescarpe. Im Bahnhofsgebäude gilt das Verbot künftig ganztägig. Ausgenommen sind unter anderem Messer in einem verschlossenen Behältnis oder einer Verpackung, sodass sie nicht unmittelbar greifbar sind.
Waffen- und Messerverbot erstmals im gesamten Nahverkehr
Erstmals gilt das Waffen- und Messerverbot laut Sprecher auch landesweit rund um die Uhr im Nahverkehr, das heißt in allen Bussen, Bahnen, Straßenbahnen sowie an Haltestellen und Bahnsteigen. Taxen seien von der Regelung ausgenommen. Bei Verstößen drohen demnach Bußgelder bis zu 10.000 Euro. Waffen und Messer könnten eingezogen werden.
«Mit dem erweiterten Waffen- und Messerverbot am Hauptbahnhof ermöglichen wir Polizei und Ordnungsamt wirksame Kontrollen und stärken damit deutlich die Sicherheit von Reisenden und Gewerbetreibenden», sagte Innensenatorin Eva Högl (SPD).
Ausschlaggebend für die vollstreckten Haftbefehle sei eine versuchte Sabotagehandlung an der Korvette «Köln» gewesen, heißt es. Foto: Marcus Brandt/dpa/Archiv
Festnahmen wegen des Verdachts der versuchten Sabotage: Die Polizei hat in Hamburg und in Griechenland zwei Männer festgenommen, denen versuchte Zerstörungen an einem für die deutsche Marine vorgesehenen Schiff vorgeworfen werden. Bei den Verdächtigen handelt es sich um einen 37-jährigen Rumänen und einen 54-jährigen Griechen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Hamburg mitteilte. Ausschlaggebend für die vollstreckten Haftbefehle sei eine versuchte Sabotagehandlung an der Korvette „Köln“ gewesen, sagte eine Sprecherin.
Die beiden Männer sollen im vergangenen Jahr während ihrer Tätigkeit im Hamburger Hafen an mehreren Korvetten Sabotagehandlungen vorgenommen haben. Die Schiffe lagen demnach auf einem Werftgelände und waren für die Marine bestimmt. Eine genaue Anzahl der betroffenen Schiffe nannte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft nicht. Die Hintergründe der mutmaßlichen Taten sind bislang unklar.
Erhebliche Schäden befürchtet
Die Männer sollen, teils allein, teils gemeinschaftlich handelnd, über 20 Kilogramm Strahlkies in den Motorblock eines der Schiffe eingebracht, Frischwasserzuleitungen zerstochen, Tankdeckel von Treibstofftanks entfernt und Sicherungsschalter der Schiffselektronik deaktiviert haben.
Wären die jeweiligen Sabotagehandlungen unentdeckt geblieben, hätten sie zu erheblichen Schäden an den Schiffen oder jedenfalls zu deren verspätetem Auslaufen geführt und dadurch die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland und die Schlagkraft der Truppe gefährden können, hieß es weiter.
Die Auswertung der sichergestellten Beweismittel dauert laut Generalstaatsanwaltschaft an. Im Zuge der Ermittlungen wird auch die Frage möglicher Auftraggeber der Beschuldigten geprüft.
Den Angaben nach wurden auch Wohnungen der Beschuldigten in Hamburg, Rumänien und Griechenland durchsucht. Neben der europäischen Justizbehörde Eurojust in Den Haag waren demnach das Landeskriminalamt Hamburg sowie griechische und rumänische Strafverfolgungsbehörden beteiligt.
Geheimdienste warnen vor Aktivitäten Russlands
Zu den Hintergründen der Tat wurden zunächst keine Angaben gemacht. Nachrichtendienste warnten zuletzt aber erneut vor Spionage und Sabotage aus Russland. Diese sei „so präsent wie nie“, stellte der Militärgeheimdienst MAD im Dezember in seinem Jahresbericht fest. Die Bundeswehr sei dabei unter den am stärksten gefährdeten Institutionen Deutschlands.
Erst Ende Januar wurden die Gesetze gegen sogenannte Wegwerf-Agenten, die Sabotageaktionen für ausländische Mächte durchführen, verschärft. Sie müssen in Deutschland mit härteren Strafen rechnen. Als „Wegwerf-Agenten“ werden Handlanger ohne nachrichtendienstliche Ausbildung verstanden, die etwa über soziale Medien angeworben werden und für ein Handgeld gezielte Schäden anrichten.
Geschehnisse auf Korvette „Emden“ Gegenstand der Ermittlungen
Der Inspekteur der Marine, Jan Christian Kaack, hatte im Februar vergangenen Jahres berichtet, Saboteure hätten in mehr als einem Fall gezielte Schäden an Kriegsschiffen in Deutschland angerichtet.
Es gebe „auf mehr als einer Einheit Zerstörung, also Sabotage“, sagte der Vizeadmiral bei den „Navy Talks“ in Berlin. In den Werften seien darauf entsprechende Maßnahmen getroffen worden. WDR, NDR und „Süddeutsche Zeitung“ hatten damals berichtet, die Korvette „Emden“, die von der Hamburger Werft Blohm+Voss gebaut, aber zunächst nicht an die Marine ausgeliefert wurde, sei ein Sabotage-Ziel gewesen.
Dem Bericht zufolge soll im Januar 2025 bei einer Kontrolle entdeckt worden sein, dass mehrere Kilogramm Metallspäne in den Antrieb des Kriegsschiffs gekippt wurden. Unentdeckt hätte dies zu erheblichen Schäden geführt. Eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft sagte der dpa, die Geschehnisse auf der „Emden“ seien Gegenstand der Ermittlungen.
Polizeiliche Maßnahme am Dienstag
Blohm + Voss ist Teil der Militärsparte NVL der Bremer Werftengruppe Lürssen. NVL bestätigte eine abgestimmte polizeiliche Maßnahme durch das Landeskriminalamt am Dienstagmorgen und kündigte eine enge Kooperation mit den verantwortlichen Behörden an. Das Sicherheitskonzept siehe unter anderem strenge Personenkontrollen beim Zutritt des Werftgeländes vor. „Über ein elektronisches Zutrittssystem wissen wir sehr genau, wer sich wann zu welchem Zweck auf einem Schiff befindet“, teilte ein Sprecher mit.
Die „Köln“ und die „Emden“ gehören zu fünf neuen Korvetten der Klasse 130, die die Bundeswehr 2017 für etwa zwei Milliarden Euro in Auftrag gegeben hatte. Fünf K130-Korvetten hatte die Marine bereits zwischen 2008 und 2013 in Dienst gestellt. Die Schiffe sind 89 Meter lang. Korvetten sind kleiner und wendiger als Fregatten und vor allem für den Einsatz in sogenannten Randmeeren und Küstengewässern geeignet – also etwa in der Ostsee. In Hohe Düne in Rostock ist das 1. Korvettengeschwader beheimatet.
Trinkwassersystem verunreinigt
Zuvor machten auch zwei andere Vorfälle Schlagzeilen. So prüften Behörden einen möglichen Sabotagefall gegen ein Kriegsschiff der Marine. Im Marinearsenal Wilhelmshaven sei ein „möglicher sicherheitsrelevanter Vorfall“ festgestellt worden, teilte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos in Berlin dazu auf Anfrage im Februar vergangenen Jahres mit.
Nach dpa-Informationen hatten Soldaten die Militärpolizei („Feldjäger“) und die zivile Polizei eingeschaltet, nachdem im Spülsystem des Saugwagens eines zivilen Auftragnehmers etwa 50 Liter Altöl bemerkt wurden und es eine Funktionsstörung gab. Ermittelt wurde zudem in einem weiteren Fall, in dem an einem Minenjagdboot Kabelbäume durchtrennt wurden.
Der Bau der neuen Hamburger U-Bahnlinie U5 soll in diesem Jahr entscheidende Schritte vorankommen. Die Bauarbeiten laufen bereits an den künftigen Haltestellen Bramfeld und City Nord. An der bestehenden U1-Haltestelle Sengelmannstraße entsteht ein Kreuzungsbauwerk, das nach Angaben der Hochbahn die Linie U1 mit der neuen U5 verbinden soll.
Im Herbst soll der zweite Bahnsteig eröffnet werden, der den Fahrgästen künftig einen schnellen Umstieg zwischen beiden Linien ermöglicht. Während die U5-Züge in Richtung stadtauswärts in einem Tunnel verschwinden, müssen die U1-Züge stadtauswärts über eine neue Brücke über die U5-Gleise geführt werden. Mit der Eröffnung des Bahnsteigs soll die U1 die neue Trasse in Betrieb nehmen.
Die weiter südlich gelegene Nachbarstation City Nord (Stadtpark) werde als erste komplette Haltestelle der U5 noch in diesem Jahr im Rohbau stehen, hieß es. Der Betrieb zwischen dieser Station und der bestehende U3-Haltestelle Borgweg soll als Teilstrecke vorzeitig in Betrieb gehen.
Bauarbeiten in Winterhude und Steilshoop
Die Hochbahn U5 Projekt GmbH erwartet in der zweiten Jahreshälfte den Planfeststellungsbeschluss für diesen Abschnitt, der über den Borgweg hinaus bis zur künftigen Station Jarrestraße im Stadtteil Winterhude geht. Dann könnten im Bereich Barmbeker Straße / Wiesendamm vorbereitende Bauarbeiten beginnen.
Im weiter östlich gelegenen Steilshoop soll es schon im Sommer mit dem Aushub einer Baugrube losgehen. Allerdings sind gegen den Bau des ersten Abschnitts der U5 noch zwei Klagen beim Oberverwaltungsgericht anhängig, wie der Senat im Januar auf eine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitteilte.
Die U5 soll den nordöstlichen Stadtteil Bramfeld über eine südliche Schleife um Außenalster mit den Arenen am Volkspark verbinden. Auch die westlichen Stadtteile Lurup und Osdorf sollen bis 2040 angeschlossen werden. Die genaue Lage der beiden Haltestellen dort soll bis Jahresende feststehen.
Die rund 29 Kilometer lange U-Bahnlinie soll einmal 24 Haltestellen umfassen und täglich mehr als 315.000 Fahrgäste befördern.
Mit einem Sondervermögen will der Bund die marode deutsche Infrastruktur auf Vordermann bringen. Rund 940 Millionen Euro fließen dafür nach Bremen. Profitieren sollen davon unter anderem Sportstätten. Am heutigen Dienstag hat der Senat die ersten sechs Projekte auf den Weg gebracht.
Die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd kehrt nach mehr als zwei Jahren Unterbrechung wegen der Attacken der Huthi-Miliz in das Rote Meer zurück. Von Mitte Februar an werde im Rahmen der Gemini Cooperation von Hapag-Lloyd und der dänischen Reederei Maersk der IMX-Service – er verbindet Indien und den Nahen Osten mit dem Mittelmeer – wieder die Route durch das Rote Meer und den Suezkanal nehmen, wie Hapag-Lloyd in Hamburg mitteilte. Die Schiffe fahren dabei den Angaben zufolge unter dem Schutz von Marineeinheiten.
Viele Reedereien umfahren immer noch das Rote Meer
Bislang meiden viele Reedereien das Gebiet und umfahren das Rote Meer, weil die mit Israel verfeindete Huthi-Miliz die Schifffahrt in der Region bedroht. Die Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi begannen im November 2023, mehr als einen Monat nach Beginn des Gaza-Kriegs. Engstellen im Roten Meer sind der Suezkanal und Meerenge Bab al-Mandab, die das Rote Meer im Süden mit dem Golf von Aden verbindet. Wegen der Bedrohung wählen immer noch etliche Reedereien stattdessen den Weg um die Südspitze Afrikas, was die Routen teurer macht, den Reedereien aber auch höhere Frachtraten einbringt.
Den Anfang durch den Suezkanal machten in Richtung Westen die «Albert Maersk» sowie in Richtung Osten die «Astrid Maersk», teilte Hapag-Lloyd mit. Beide Containerschiffe sind jeweils 351 Meter lang. Später sollen weitere Dienste folgen. Hapag-Lloyd betonte: «Es werden höchstmögliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, da die Sicherheit der Besatzungen, der Schiffe sowie der Ladung der Kunden für beide Reedereien höchste Priorität hat.»
Gemini Cooperation seit Februar vergangenen Jahres
Beide Reedereien arbeiten seit dem 1. Februar vergangenen Jahres in der Gemini Cooperation zusammen und betreiben 29 gemeinsame Mainliner- sowie 29 gemeinsame Shuttle-Dienste auf den Ost-West-Handelsrouten. Maersk ist hinter MSC die weltweit zweitgrößte Reederei, Hapag-Lloyd belegt Platz fünf.
Die Vorbereitungen für die Straßensanierung der B76 laufen seit Dienstagmorgen. Wer auf der Bundesstraße von Kiel nach Plön (Schleswig-Holstein) oder von Eutin nach Kiel gelangen möchte, muss nun einen großen Umweg in Kauf nehmen – und das die nächsten zwei Jahre. Davon sind täglich 12.000 Autofahrende betroffen.
Wegen des Winterwetters fällt in Teilen Niedersachsens am Mittwoch erneut der Schulunterricht aus. Auf der Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen waren Ausfälle in den Landkreisen Ammerland, Aurich, Cloppenburg, Diepholz, Friesland, Hildesheim, Leer, Nienburg, Oldenburg, Osterholz, Vechta, Verden, Wesermarsch und Wittmund verzeichnet.
Zudem fällt in der gesamten Region Hannover einschließlich der Landeshauptstadt der Präsenzunterricht aus, wie die Stadt mitteilte. Im Landkreis und der Stadt Osnabrück seien Schulausfälle möglich – dort solle es bis Mittwochmorgen um 5.45 Uhr eine Entscheidung geben, hieß es.
Auch in den Städten Delmenhorst, Emden und Wilhelmshaven soll die Schule ausfallen, ebenso in der Grafschaft Bentheim. In der Stadt Oldenburg beginnt der Unterricht erst zur dritten Stunde. «Es besteht die Gefahr, dass Schneefall und gefrierender Regen in den frühen Morgenstunden für gefährliche Straßenverhältnisse sorgen», teilte die Stadt Oldenburg auf ihrer Webseite mit.
Auch im benachbarten Bremen und Bremerhaven sollen Schülerinnen und Schüler zu Hause bleiben.
So soll das Wetter werden
Dem Deutschen Wetterdienst zufolge ist von heute Abend an zunächst im Süden und Südwesten Niedersachsens mit leichtem Schneefall und teils gefrierendem Regen zu rechnen, was zu einer erhöhten Glatteisgefahr führen kann. Am Mittwoch wird der Schneefall der Prognose zufolge langsam nach Norden ziehen, vor allem im Westen des Landes ist dabei teils auch gefrierender Regen möglich.
Die Entscheidung, ob der Unterricht witterungsbedingt ganz oder in Teilen ausfällt, treffen die Landkreise und kreisfreien Städte. Eine Pflicht zum Distanzunterricht besteht für die Schulen nicht.
Ein 67 Jahre alter Mann ist bei einem Frontalzusammenstoß zweier Auto im Kreis Ostholstein lebensgefährlich verletzt worden. Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei auf einer Landstraße zwischen Stockelsdorf und Ahrensbök. Ersten Erkenntnissen zufolge geriet eine 58 Jahre alte Frau mit ihrem Auto auf die Gegenfahrbahn. Im entgegenkommenden Wagen wurde der Fahrer lebensgefährlich verletzt. Die Frau erlitt leichte Verletzungen. Der Rettungsdienst brachte beide in Krankenhäuser. Für die Rettungs- und Bergungsarbeiten wurde die Straße voll gesperrt.
Den Schal über die Nase gezogen, Hände tief in den Manteltaschen – so wappnen sich viele Menschen in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gegen die Eiseskälte. Mit einstelligen Minus-Temperaturen ist es sehr kalt. Es fühlt sich sogar noch viel kälter an. Warum ist das so?
Kalter Wind mit Folgen
Grund dafür ist der Wind, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt. «Dieser kühlt die Haut nochmal schneller aus.» Der sogenannte Windchill-Effekt beschreibt die gefühlte Temperatur, die oft deutlich unter dem gemessenen Wert liegt. «Bei starkem Wind können sich minus fünf Grad schnell wie minus 15 Grad anfühlen,» so der Wetterexperte.
Mit Pinguin-Gang gegen die Glätte
Auch in den kommenden Tagen bleibt es den drei Bundesländern kalt. Nach den Vorhersagen sind wiederholt Schneefälle möglich, örtlich kann der Schnee auch in gefrierenden Regen übergehen. Besonders in Mecklenburg-Vorpommern wird teils strenger Frost erwartet. In Schleswig-Holstein und Hamburg ist es etwas weniger kalt, bleibt dafür aber windig. Die Glatteisgefahr bleibt entsprechend bestehen.
Autofahrerinnen und -fahrer sollten daher langsam und äußert vorsichtig fahren. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich ein Beispiel an Pinguinen nehmen und kleine, langsame Schritte machen, wie die Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie empfiehlt. Gut ist, den Fuß dabei möglichst flach aufzusetzen statt ihn abzurollen.
Immerhin: Ganz so kalt wie in den vergangenen Tagen wird es vorerst vermutlich nicht mehr. Die Temperaturen haben ihren Tiefpunkt erreicht, wie der Meteorologe sagte. «Ab heute geht es schon leicht bergauf.»
Autofahrerinnen und Autofahrer können am Donnerstag im Falle von Schnee und Eis aufgrund eines Streikaufrufs in Schleswig-Holstein mit glatten Bundes- und Landstraßen rechnen. «Die Straßenmeistereien werden bezirksübergreifend arbeiten und sich aushelfen, um sicherzustellen, dass Gefahrenstellen weitestmöglich entschärft werden», kündigte der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) an. Mit der Gewerkschaft Verdi sei eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden.
Auch auf Kreisstraßen kann es am Donnerstag zu einem eingeschränkten Winterdienst kommen. Den Ausfall streikender Beschäftigter der 22 Straßenmeistereien will der LBV so gut wie möglich mit einer der vorhandenen Fremdfirmen kompensieren. «Dies wird jedoch je nach Witterungslage nicht in allen Bereichen in vollem Umfang gelingen. Aufgrund der Witterung ist insbesondere in den Morgenstunden auch Glätte auf den Fahrbahnen nicht auszuschließen.»
Verdi weitet Streiks aus
In der laufenden Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder hat Verdi Beschäftigte in Schleswig-Holstein am Donnerstag in allen Bereichen zu Warnstreiks aufgerufen, die unter die laufende Tarifrunde fallen. Dazu zählen auch die Landesbauverwaltung, der Küstenschutz, das Uniklinikum in Kiel und Lübeck, die Landesverwaltung oder das Multimar Wattforum in Tönning. Ein Schwerpunkt ist der LBV. In Husum plant die Gewerkschaft eine Kundgebung.
«Viele Beschäftigte sind verärgert, dass es auch nach zwei Verhandlungsrunden noch immer kein Angebot gibt», sagte die stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiterin Diana Zimmermann. Zugleich wachse die Sorge, dass sich die Bezahlung im Länderbereich weiter vom öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen abkoppele.
Verdi und der Beamtenbund dbb fordern sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Insgesamt geht es um rund 2,2 Millionen Beschäftigte. Direkt verhandelt wird laut Verdi für mehr als 900.000 Tarifbeschäftigte im öffentlichen Dienst der Länder außer für Hessen, das eigenständig verhandelt. Das Tarifergebnis soll später auf die Landes-Beamtinnen und -Beamten und Versorgungsempfänger übertragen werden, so dass auch diese rund 1,3 Millionen Menschen betroffen sind.
Die Tarifpartner wollen ihre Verhandlungen am 11. Februar in Potsdam fortsetzen.
In Bremerhaven (Bremen) fand am heutigen Dienstag die Norddeutsche Tourismuskonferenz statt. Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik und Verbänden kamen dort zusammen, um über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen der Branche zu beraten. Dabei ging es auch um die neue nationale Tourismusstrategie.
Deutschlands größter Marineschiffbauer TKMS hat einen Schritt für einen möglichen Bau von Fregatten für die Deutsche Marine gemacht. Die Kieler Werft und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr unterzeichneten einen Vorvertrag für das Projekt Meko A-200 DEU, wie TKMS mitteilte. Die Vereinbarung soll eine Ablieferung eines ersten Schiffs bis Ende 2029 ermöglichen.
Die Vorbereitungen sollen noch im Februar starten. Nach Werftangaben deckt der Vorvertrag Beschaffungen und Arbeiten mit einem Umfang von bis zu 50 Millionen Euro bis Ende März ab. Damit ist noch kein offizieller Bauvertrag verbunden. Die Entscheidung hierzu steht noch aus.
TKMS hofft, bei dem in Schwierigkeiten geratenen Fregatten-Projekt 126 für die Deutsche Marine einspringen zu dürfen. Als Übergangslösung könnte der von der Werft entwickelte Typ A200 dienen. Der TKMS-Vorstandsvorsitzende Oliver Burkhard hatte im Dezember erklärt, dass der Bau der Schiffe aber nicht am Hauptsitz in Kiel, sondern an externen Standorten in Bremerhaven und Flensburg erfolgen soll. Das Vorhaben im Umfang von bis zu zehn Milliarden Euro ist ein zentrales Rüstungsprojekt für die Deutsche Marine.
In Hannover haben die bundesweiten Tarifverhandlungen für die rund 585.000 Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie begonnen. In einem Hotel am Flughafen kamen Vertreter der Gewerkschaft IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie) und des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) zum zweitägigen Verhandlungsauftakt zusammen.
Während die Arbeitgeberseite Lohnzurückhaltung fordert, will die Gewerkschaft mit höheren Entgelten die Kaufkraft stärken. «Wir haben ja nicht nur Unternehmen, denen es schlecht geht und die Schwierigkeiten haben», sagte IG-BCE-Verhandlungsführer Oliver Heinrich zu Verhandlungsauftakt. «Wir haben auch eine ganze Menge Unternehmen drin, denen es gut geht.» Und in der Tarifrunde gehe es nun darum, die Branche in der gesamten Breite abzubilden.
Keine prozentuale Lohnforderung
Gerade beim Einkommen gebe es Nachholbedarf, so Heinrich. «Wir haben gute Tarifabschlüsse in den letzten Jahren gehabt, aber die hohe Inflation der letzten Jahre hat an den Portemonnaies der Kolleginnen und Kollegen geknabbert», sagte Heinrich. Hier gebe es eine Lücke von fünf Prozent, die es zu schließen gelte. Auf eine prozentuale Lohnforderung hat die Gewerkschaft bundesweit verzichtet.
Als zweiten Schwerpunkt setzt die IG BCE auf eine Sicherung der Arbeitsplätze. «Deswegen muss es darum gehen, ein Tarifergebnis zu erzielen, was der breiten Branche gerecht wird, aber vor allen Dingen für die Kolleginnen und Kollegen auch eine Zukunftsvision ausstrahlt.» Lohnverzichte halte er dabei für den falschen Weg. Das werde keinen Arbeitsplatz retten oder sichern, sagte Heinrich.
Arbeitgeber «tarifpolitische Atempause»
BAVC-Verhandlungsführer Matthias Bürk verwies dagegen auf die angespannte wirtschaftliche Lage der Branche. «In allen unseren Segmenten stellen wir erhebliche strukturelle wirtschaftliche Schwierigkeiten fest», sagte er. «Aufgrund der schwierigsten Situationen, in der sich unsere Branche befindet, fordern wir eine tarifpolitische Atempause.» Ob dies eine Null- oder gar Minusrunde bedeuten würde, wollte Bürk auf Nachfrage nicht näher ausführen.
Die Branche produziere heute 20 Prozent weniger als noch 2018, zahle aber deutlich höhere Tariflöhne, sagte Bürk. «Wir können uns weitere Kostensteigerungen nicht leisten, weil sie die Wettbewerbsfähigkeit unserer Branche weiter verschlechtern würden. Es geht jetzt darum, die Wettbewerbsfähigkeit wiederherzustellen. Und Kostensteigerungen helfen dabei nicht.»
Nächster Termin bereits vereinbart
Beide Seiten zeigten sich zum Verhandlungsauftakt kompromissbereit. Bei der Einschätzung der Lage liege man recht nah beieinander, sagte Arbeitgebervertreter Bürk. Jetzt gelte es, dies «in entsprechende tarifliche Regelungen zu überführen». IGBCE-Mann Heinrich zeigte sich zuversichtlich, dass beide Seiten «auf einer Gesprächs-Ebene zusammenkommen» könnten. «Und dann werden wir sehen, was die erste Runde bringt.»
Im Januar hatte es bereits regionale Tarifgespräche gegeben, die aber erwartungsgemäß ohne Ergebnis geblieben waren. Sollte es in Hannover nun zu keiner Einigung kommen, so wurde bereits der nächste Verhandlungstermin vereinbart: Am 23. und 24. Februar sollen die Gespräche dann in Wiesbaden fortgesetzt werden. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.
Mit einem gestohlenen Auto fuhren die Täter in ein Juweliergeschäft im niedersächsischen Oldenburg und stahlen Schmuckstücke und Uhren im Wert von mehr als 900.000 Euro. Nun ist ein 43 Jahre alter Angeklagter vor dem Landgericht Oldenburg wegen Diebstahls mit Waffen und Sachbeschädigung zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Revision ist möglich.
Nach Überzeugung des Gerichts waren fünf Menschen an der Tat im Juni 2023 beteiligt. Ein Mittäter des 43-Jährigen wurde in einem anderen Prozess zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Dieser nutzte bei der Tat einen sogenannten Kuhfuß, also ein Brecheisen mit abgeflachtem, gespaltenem Ende. Die wesentliche Beute wurde nach der Tat gefunden, manche Schmuckstücke waren beschädigt.
Der 43-Jährige wurde nach der Tat aus dem Ausland nach Deutschland ausgeliefert und kam in Untersuchungshaft, wie der Gerichtssprecher sagte. Der Prozess gegen ihn begann im November 2025. In ihren Plädoyers forderte einer der beiden Verteidiger eine milde Strafe, der andere drei Jahre und drei Monate Haft. Die Staatsanwaltschaft hielt eine Gefängnisstrafe von fünfeinhalb Jahren für angemessen.
Wer mit dem Auto in Niedersachsen unterwegs ist, muss sich bis Donnerstag auf Umwege und schlecht geräumte Straßen einstellen. «Wir raten dazu, witterungsangepasst zu fahren und mehr Zeit für die Wege zur Arbeit einzuplanen», sagte ein Sprecher der Gewerkschaft Verdi. Wegen eines Warnstreiks bei den Straßenmeistereien sind einige Brücken sowie Tunnel gesperrt, außerdem gibt es Einschränkungen im Winterdienst.
Behörde und Gewerkschaft vereinbarten nach eigenen Angaben einen Notdienst, damit die wichtigsten Straßen trotzdem geräumt werden. «Je nach Witterung kann es jedoch zu erheblichen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen», warnt die Behörde. Wer auch mit Bus und Bahn zum Ziel komme, sollte sein Auto besser stehen lassen.
Welche Brücken und Tunnel am Mittwoch und Donnerstag betroffen sind:
Die Schwingeklappbrücke bei Stade (Landesstraße 111) ist gesperrt.
Die Jann-Berghaus-Brücke in Leer ist für Autos und Lastwagen gesperrt. Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiter überqueren.
Der Wesertunnel im Landkreis Wesermarsch (Bundesstraße 437) ist teilweise gesperrt. Eine Fahrspur Richtung Bremerhaven ist dicht, die Geschwindigkeit für beide Fahrtrichtungen ist auf 60 Kilometer pro Stunde herabgesetzt.
Der Tunnel Bovenden (Landkreis Göttingen, Bundesstraße 3) ist geschlossen.
Der Butterbergtunnel (Landkreis Göttingen, Bundesstraße 241) ist geschlossen.
Der Hasselkopftunnel (Landkreis Goslar, Bundesstraße 4 /242) ist geschlossen.
Den Schal über die Nase gezogen, Hände tief in den Manteltaschen – so wappnen sich viele Menschen in Niedersachsen und Bremen gegen die Eiseskälte. Mit einstelligen Minus-Temperaturen ist es sehr kalt – und es fühlt sich sogar noch viel kälter an. Warum ist das so?
Wind beeinflusst das Empfinden
Grund dafür ist der Wind, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) erklärt. «Dieser kühlt die Haut nochmal schneller aus.» Der sogenannte Windchill-Effekt beschreibt die gefühlte Temperatur, die oft deutlich unter dem gemessenen Wert liegt. «Bei starkem Wind können sich minus fünf Grad schnell wie minus 15 Grad anfühlen,» so der Wetterexperte.
Mit Pinguin-Gang gegen die Glätte
Auch in den kommenden Tagen bleibt es in Niedersachsen und Bremen kalt. Nach der Vorhersage wird vielerorts Schnee erwartet. Vor allem im Süden und Westen kann der Schnee in gefrierenden Regen übergehen – dann droht Glatteis.
Autofahrerinnen und -fahrer sollten daher langsam und äußert vorsichtig fahren. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann sich ein Beispiel an Pinguinen nehmen und kleine, langsame Schritte machen. Gut ist, den Fuß dabei möglichst flach aufzusetzen statt ihn abzurollen.
Immerhin: Ganz so kalt wie in den vergangenen Tagen wird es vorerst vermutlich nicht mehr. Die Temperaturen haben ihren Tiefpunkt erreicht, wie der Meteorologe sagte. «Ab heute geht es schon leicht bergauf.»
Das Anfang Januar ausgefallene Spiel der Basketball-Bundesliga zwischen den Veolia Towers Hamburg und den Gladiators Trier wird am Sonntag, den 22. März nachgeholt. Die Partie des 15. Spieltages soll dann um 18.00 Uhr beginnen, teilten die Hanseaten mit.
Die für den 10. Januar angesetzte Bundesliga-Begegnung war wegen extremer Schneelast auf dem Dach der Hamburger Inselpark Arena abgesagt worden. Die Halle war vorsorglich gesperrt worden.
Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda hat vor einer Einflussnahme von Staat, Parteien oder Institutionen auf die Kunstfreiheit gewarnt. Richtig schwierig werde es, wenn politische Kräften in ihre Programme schrieben, sie wollten künstlerische und kulturelle Produktionen zur Stärkung des regionalen Identitäts- und Heimatgefühls haben, sagte der SPD-Politiker. «Sätze, die Sie bei bestimmten Parteien regelmäßig im Parteiprogramm finden, wo sie dann eine Idee bekommen, was dann noch gefördert wird und was nicht.»
Neue Ausstellung «Kultur unter Kontrolle»
Mit diesem Thema befasst sich auch eine neue Ausstellung mit dem Titel «Kultur unter Kontrolle: Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus», die von Samstag an bis zum 10. März in der Diele des Hamburger Rathauses zu sehen ist. Die offizielle Eröffnung findet nach Angaben der Kulturbehörde am Freitagabend im Festsaal des Rathauses statt. «Die Planung ist, dass die Ausstellung dann auch auf Wanderschaft geht und an weiteren Orten zu sehen sein wird», sagte Brosda.
Basis der Ausstellung ist eine mehr als zweijährige Forschungsarbeit der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen zur Rolle der Hamburger Kulturpolitik während der NS-Zeit. Die Studie zeige, wie Museen, Theater, Bücherhallen oder die Hochschule für Bildende Künste zwischen 1933 und 1945 wirkten, außerdem werden Biografien verfolgter Künstlerinnen und Künstler vorgestellt. Großen Raum nimmt auch die von den Nationalsozialisten 1933 gegründete Kulturverwaltung selbst ein.
Vor der NS-Zeit gab es in Hamburg keine Kulturbehörde
«Bis zum Zeitpunkt des NS-Staats gab es keine Kulturbehörde in Hamburg», sagte Brosda. Schwerpunkt der neuen Kulturbehörde war damals die Förderung einer germanischen Vorgeschichte an Museen und Universitäten, um die «Überlegenheit der arischen Rasse» zu belegen, wie Kuratorin Gisela Ewe sagte. Ein anderer Schwerpunkt, in dem sich Norddeutschland und vor allem Hamburg von anderen Orten unterschieden habe, sei die Förderung der niederdeutschen Kultur gewesen.
«Der Kunst- und Kulturbetrieb gehörte zu den ersten Wirtschaftszweigen, die nach dem Beamtentum, der Ärzteschaft und dem Rechtsbereich reguliert und judenfrei gemacht wurden», sagte Stiftungsvorstand Oliver von Wrochem. Die Gleichschaltung und Arisierung von Kulturbetrieben sei in Hamburg zügig vorangegangen. «Wie in anderen faschistischen orientierten Ländern, ging es den Nationalisten darum, über die Gleichschaltung von Kunst und Kultur eine kulturelle Hegemonie zu erlangen, die es ihnen ermöglichte oder ermöglichen sollte, die Herzen und Köpfe der Bevölkerung zu formen.»
Heute wieder Strömungen hin zu einem völkischen Kulturbegriff
Heute gebe es wieder einen Vormarsch von Strömungen, die einen nationalistischen und völkischen Kulturbegriff etablieren wollten. «Das macht mir Sorgen», sagte von Wrochem. Rechtsextreme und rechtspopulistische Parteien griffen die freie Kultur und die Meinungsäußerung an und nähmen – einmal an der Macht – staatliche Eingriffe vor, die eine Gegenöffentlichkeit fast unmöglich mache. Das lasse sich etwa in Ungarn oder in den USA beobachten. «Aber auch in Deutschland machen rechtspopulistische und rechtsextreme Akteure keinen Hehl daraus, dass sie das Instrument der Kulturförderung nutzen möchten, die kulturelle Vielfalt abzuschaffen», sagte von Wrochem.
Im Juni 2025 hat ein 25-Jähriger mit einem Messer mehrfach auf einen anderen jungen Mann im belebten Hamburger Phoenix-Center eingestochen. Das Opfer starb kurze Zeit später noch am Tatort. Seit Dezember wurde der Fall vor Gericht verhandelt. Der Täter zeigte sich im Rahmen des Verfahrens geständig. Am heutigen Dienstag ist das Urteil gefallen: Der Angreifer muss elf Jahre ins Gefängnis.
Der französische Fußballprofi Jean-Luc Dompé muss nach seiner Alkoholfahrt eine Geldstrafe im sechsstelligen Bereich zahlen. Das teilte der norddeutsche Traditionsclub mit, nachdem es ein weiteres Gespräch mit dem 30-Jährigen gegeben hatte. Der Aufsteiger sprach von einer «HSV-Rekordgeldstrafe».
Dompé bleibt auch in dieser Woche vom Spielbetrieb der Bundesliga-Mannschaft ausgeschlossen und darf beim 1. FC Heidenheim am Samstag (15.30 Uhr/Sky) noch nicht wieder mitwirken auf dem Rasen. Das Training soll Dompé in dieser Woche allerdings wieder aufnehmen.
Der seit 2022 zum HSV gehörende Offensivspieler entschuldigte sich zum ersten Mal öffentlich in der Mitteilung des Bundesligisten. «Mir ist bewusst, dass es mit einer einfachen Entschuldigung nicht getan ist. Meiner Vorbildfunktion bin ich absolut nicht gerecht geworden», wurde der Offensivspieler zitiert. Er habe schwerwiegende Fehler begangen und dafür trage er die vollen Konsequenzen.
Dompé: «Es tut mir wahnsinnig leid»
Dompé war bei einer Polizei-Verkehrskontrolle angetrunken am Steuer erwischt worden und wurde mit auf eine Wache genommen. Mehreren Medienberichten zufolge soll der Promillewert 1,4 betragen haben. Beim Verlassen der Wache sei er obendrein von Polizisten beobachtet worden, wie er mit einem E-Scooter weiterfuhr. Das führte zu einem zweiten Verfahren. Anschließend wurde der Offensivprofi vom Club suspendiert und verpasste dadurch das überraschende 2:2 gegen den FC Bayern.
«Ich kann die Enttäuschung des Clubs, des Trainerteams und all der Fans, die mich bis hierhin immer unterstützt haben, verstehen. Es tut mir wahnsinnig leid. Auch, dass ich das Team in dieser Phase, den so wichtigen Wochen, im Stich gelassen habe», sagte Dompé demzufolge weiter. Er erklärte, soziales Engagement leisten zu wollen.
Nicht erster Vorfall
Nach der Partie gegen die Bayern hatte HSV-Finanzvorstand Eric Huwer durchblicken lassen, dass Dompé möglicherweise auf eine Begnadigung hoffen kann. «Die Tür bleibt auf. Das schauen wir uns an, wie sich der Spieler verhält», sagte er und fügte hinzu. «Die Woche war schon emotional. Das war nicht zu akzeptieren, das Fehlverhalten. Wir wissen, was wir an Jean-Luc haben. Nichtsdestotrotz: Aus Fehlern muss man lernen. Der Trainer hat es so gesagt: Keiner ist größer als der Verein», sagte Huwer.
Es ist zudem nicht der erste Vorfall um den dribbelstarken Offensivkünstler. Dompé war Anfang 2023 in einen Autounfall in der Hamburger Innenstadt im Stadtteil St. Pauli verwickelt. Entgegen erster Berichte soll es sich allerdings nicht um ein illegales Autorennen gehandelt haben.
Wegen tödlicher Messerstiche auf einen 25-Jährigen in einem belebten Einkaufszentrum hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu elf Jahren Gefängnis verurteilt. Der 26 Jahre alte Syrer habe das Tatgeschehen im Harburger Phoenix-Center am 26. Juni vergangenen Jahres gestanden, sagte eine Gerichtssprecherin. Nach Überzeugung der Strafkammer tötete er seinen früheren Freund und Landsmann aus Eifersucht und einem übersteigerten Ehrverständnis mit mindestens elf Messerstichen.
Am späten Nachmittag jenes Tages hatte der Angeklagte sein späteres Opfer an dessen Arbeitsstelle in einem Imbissladen aufgesucht. Nach einem Streit griff er zu einem mitgebrachten Messer mit einer neun Zentimeter langen Klinge und stach auf den damals gleichaltrigen Mann ein. Der 25-Jährige versuchte vergeblich zu flüchten. Die Bluttat wurde vor zahlreichen Zeugen verübt, darunter Familien mit kleinen Kindern, wie die Sprecherin sagte. Das Opfer erlitt schwerste Verletzungen im Brust- und Bauchbereich und starb auf dem Weg ins Krankenhaus.
Der Messerstecher war nach der Tat zunächst von Passanten festgehalten und schließlich von der Polizei festgenommen worden. Seither sitzt er in Untersuchungshaft.
Der Angeklagte leide unter einer Persönlichkeitsstörung des Borderline-Typs, stellte ein Sachverständiger nach Angaben der Sprecherin fest. Außerdem sei er drogenabhängig. Er habe geglaubt, dass sein ehemaliger Freund ein Verhältnis mit seiner Frau hatte. «Der Angeklagte war überzeugt, dass nicht nur der Geschädigte, sondern auch andere ein sexuelles Verhältnis mit seiner Frau hatten», sagte die Sprecherin. Er sei davon ausgegangen, dass auch seine beiden Töchter Kinder des Opfers seien.
Die beiden Syrer hatten sich 2015 in einer Unterkunft für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kennengelernt. Aus Freundschaft hätten sie sich jeweils das Geburtsdatum des anderen in die Hand tätowiert, sagte die Vorsitzende Richterin Jessica Koerner nach Angaben der Sprecherin. Der Angeklagte habe 2020 eine Frau nach islamischem Recht geheiratet. Es sei jedoch zu Spannungen gekommen, und der Angeklagte habe zeitweise in Bremerhaven gelebt.
Nach seiner Rückkehr nach Hamburg im Jahr 2024 wollte er bei seinem Freund übernachten. Dieser habe jedoch wegen der Aggressivität und Drogenabhängigkeit des Angeklagten den Kontakt abbrechen wollen. Der 26-Jährige habe das nicht akzeptiert.
Einen Tag vor der tödlichen Tat hatte der Ex-Freund ein Annäherungsverbot nach dem Gewaltschutzgesetz gegen den Angeklagten erwirkt. Das brachte diesen in Rage. Die Eifersucht und die Wut seien so stark geworden, dass er den Entschluss gefasst habe, den ehemaligen Freund zu töten. Die Tat habe er auf zwei Videos angekündigt, wobei nach Angaben des Gerichts unklar ist, ob sie veröffentlicht wurden.
Trotz seiner Persönlichkeitsstörung erklärte die Strafkammer den Angeklagten für voll schuldfähig. Doch bei der Strafzumessung wurde die Beeinträchtigung berücksichtigt. «Ohne die Krankheit wäre die Kammer zu einer Verurteilung wegen Mordes gekommen, und es wäre auf eine lebenslange Strafe hinausgelaufen», sagte die Sprecherin. Der nicht vorbestrafte Angeklagte habe Reue bekundet und sich beim Nebenkläger, dem Bruder des Opfers, entschuldigt. Er habe angekündigt, im Gefängnis eine Ausbildung zu machen und Deutsch zu lernen.
Mit dem Strafmaß entsprach die Kammer der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte sich für maximal sieben Jahre wegen Totschlags ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.