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Sperrung der A7: Geringe Verzögerung für Reisende

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Hamburg (dpa) –

Die Sperrung der A7 zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Stellingen und -Heimfeld sorgt wohl nicht für größere Verzögerungen im Verkehr. Wie eine Sprecherin der Verkehrsleitzentrale Hamburg mitteilte, ist die eingerichtete Umleitung frei. Wie sich die Situation im Laufe des Tages entwickele, sei schlecht einzuschätzen. Auch der ADAC rechnet derzeit für Reisende in Richtung Süden mit einem geringen Zeitverlust von rund drei Minuten. 

Seit Freitagabend ist die Autobahn rund um den Elbtunnel gesperrt. Die 55-stündige Sperrung soll planmäßig am Montagmorgen aufgehoben werden. Der Verkehr wird weiträumig über die A1 und A27 durch Schleswig-Holstein umgeleitet.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964880/2

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1,3 Millionen Menschen besuchen Hamburger Frühlingsdom

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Hamburg (dpa/lno) –

Mehr als eine Million Gäste haben im März und April den Hamburger Frühlingsdom besucht. Insgesamt seien 1,3 Millionen Menschen über das große Volksfest auf dem Heiligengeistfeld geschlendert, teilte die Wirtschaftsbehörde am Mittag mit. 

«Maßgeblich für den Erfolg war insbesondere die außergewöhnlich starke Besetzung mit spektakulären Fahrgeschäften – allen voran die Rückkehr des Olympia Looping nach 14 Jahren», hieß es. Im vergangenen Jahr hatten die Veranstalter rund 1,4 Millionen Besucherinnen und Besucher auf dem Frühlingsdom gezählt. 

Die Schausteller sind mit den diesjährigen Zahlen zufrieden und ziehen eine durchweg positive Bilanz. «1,3 Millionen Gäste sind ein klares Signal: Der Frühlingsdom bleibt ein echter Publikumsmagnet. Die Kombination aus spektakulären Fahrgeschäften, lang ersehnten Comebacks und familienfreundlichen Angeboten hat viele Menschen begeistert», sagte Sascha Belli, der Vorsitzende des Landesverbandes des Ambulanten Gewerbes und der Schausteller Hamburg, laut Mitteilung. Mit diesem Frühlingsdom sei ein starker Saisonauftakt gelungen. 

Das Volksfest wird dreimal im Jahr auf dem Heiligengeistfeld in St. Pauli veranstaltet. Als nächstes steht der Sommerdom an. Der startet am 24. Juli und wird in diesem Jahr um eine Woche verlängert. Er endet damit erst am 30. August.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964897/1

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Brand in Mehrfamilienhaus

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Bad Rothenfelde (dpa/lni) –

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus im Landkreis Osnabrück ist ein Schaden von rund 200.000 Euro entstanden. Den ersten Erkenntnissen der Ermittler nach, gerieten in einem Hobbyraum einer Wohnung im Erdgeschoss Akkus oder Batterien in Brand, wie ein Polizeisprecher sagte. Ein Bewohner erlitt eine leichte Rauchgasvergiftung und wurde vor Ort in Bad Rothenfelde behandelt. 

Die betroffene Wohnung ist laut Polizei vorerst nicht mehr bewohnbar. Alle Bewohner der insgesamt 16 Wohnungen konnten am Samstagnachmittag selbstständig das Gebäude verlassen, wie die Feuerwehr mitteilte.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964872/1

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Raketen, Rote Karten, Rivalität: Werders wichtiger Derbysieg

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Bremen (dpa) –

Selten war es so gefährlich, einen Derbysieg zu feiern. Die Spieler von Werder Bremen bejubelten vor ihrer Fankurve gerade ausgelassen den verdienten 3:1 (1:1)-Erfolg gegen den Hamburger SV, als neben ihnen mehrere Leuchtraketen einschlugen. Abgeschossen wurden sie am anderen Ende des Weserstadions im Gästeblock der HSV-Anhänger. 

«Irgendwo sind Grenzen. Die Verletzungsgefahr war groß», sagte Werder-Trainer Daniel Thioune dazu. Aber immerhin: Verletzt wurde niemand. Die Polizei drängte zur Verhinderung einer weiteren Eskalation in den nicht einmal mehr halbgefüllten HSV-Block. Und auch der Hamburger Trainer Merlin Polzin meinte: «Wir wollen das in keinster Weise unterstützen oder gutheißen.»

Das Nordderby zwischen Bremen und Hamburg ist eines der brisantesten Duelle des deutschen Fußballs. Sieben Jahre lang fand es zumindest auf Erstliga-Niveau nicht mehr statt. In dieser Saison aber hat sich die Rivalität zwischen Werder und dem HSV mit voller Wucht in der Bundesliga zurückgemeldet.

Rote Karten nach Rudelbildung

«Das war ein Derby, das alles hatte vom ersten Moment an», sagte Thioune: «Sehr viel Energie. Zwei Mannschaften, die wollten. Unfassbare Tore auf beiden Seiten. Emotionen, die dazugehören. Rote Karten, die vielleicht überzogen waren.» Schon vor dem Anpfiff liefen beide Teams zu einer gigantischen Fan-Choreographie ein, die sich über mehrere Tribünen erstreckte. 

Bei aller Rivalität und allen Emotionen war es ein Geschenk für dieses hitzige Duell, dass die beiden Trainer so eng befreundet sind. Thioune und Polzin verurteilten nicht nur die Attacken aus dem HSV-Fanblock. Thioune und Polzin waren sich auch beide einig, dass gleich zwei Rote Karten als Reaktion auf eine Rudelbildung in der Nachspielzeit nicht verhältnismäßig waren. Je ein Co-Trainer musste nach dem Tor zum 3:1 durch Cameron Puertas (90.+1) vom Platz.

Punktgleich sind beide Trainer jetzt auch noch. Vier Spieltage vor dem Ende der regulären Saison haben Werder und der HSV fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Die Ausgangslage ist dennoch verschieden. Dieses Nordderby hat gerade die Krise der Hamburger noch einmal verschärft.

«Das war ein sehr emotionaler Nachmittag für uns mit einer Mischung aus Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit. Und das wird sicherlich noch ein, zwei Tage nachwirken», sagte Polzin.

HSV in der Krise

Beim HSV verstärken sich gerade mehrere Faktoren gegenseitig. Der Form- und Energieverlust ist nach nur einem Sieg in den vergangenen neun Spielen offensichtlich. Der Qualitätsverlust durch die Verletzungen von Luka Vuskovic und Sambi Lokonga kommt hinzu. Die vieldiskutierte aber regelkonforme Rote Karte für Philip Otele (79.) war bereits der achte Platzverweis in dieser Saison. «Immer in Unterzahl hinterherzulaufen, kostet Energie», sagte Nicolai Remberg. «Das ist einfach scheiße!»

Die Bremer dagegen haben im Abstiegskampf die Qualität entwickelt, immer genau die Spiele zu gewinnen, die sie gewinnen müssen: erst Heidenheim (2:0), dann Wolfsburg (1:0) – und jetzt auch gegen den HSV.

Trainer Thioune packt diese Mannschaft ganz offenbar mit seiner Ansprache und seinen taktischen Ideen. Auch die Geschichte des neuen Bremer Derby-Helden spielte er nicht herunter – ganz im Gegenteil.

Derby-Held Jens Stage

Noch bis einen Tag vor dem Spiel fehlte Jens Stage wegen einer Oberschenkel-Verletzung. «Ich war tot. Ich hatte Krämpfe am ganzen Körper. Nach 60 Minuten ging es einfach nicht mehr», sagte der Däne hinterher. Diese 60 Minuten reichten trotzdem, um das Nordderby mit zwei Toren zum 1:0 (37.) und 2:1 (57.) zu entscheiden.

«Das ist ein Junge, der in der Kabine wie Kitt alles zusammenhält», sagte Thioune. «Es war sehr eng. Das ist kein Geheimnis. Er hat gesagt: Er fühlt sich nicht perfekt. Aber für mich war es wichtig, dass er einfach dabei ist.»

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964806/1

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25.000 Menschen bei der Langen Nacht der Museen in Hamburg

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Hamburg (dpa/lno) –

Die diesjährige Lange Nacht der Museen in Hamburg hat rund 25.000 Besucherinnen und Besucher angezogen. Insgesamt nahmen 53 Museen an der Kulturnacht teil und boten Interessierten rund 600 Veranstaltungen, berichtete die Sprecherin der Langen Nacht der Museen Hamburg.

Publikumsliebling war die Hamburger Kunsthalle mit rund 10.000 Besuchen. Aktuell wird dort die Doppelschau «Malfluss = Lebensfluss» gezeigt, in der Werke von Edvard Munch (1863-1944) denen Gemälden der österreichischen Künstlerin Maria Lassnig (1919-2014) gegenübergestellt werden. 

Mit rund 8.500 Besuchen teilten sich die Deichtorhallen und das Internationale Maritime Museum den zweiten Platz in der Besuchergunst bei der Langen Nacht der Museen. Auf dem dritten Platz lag das beliebte Museumsschiff Rickmer Rickmers mit rund 4.500 Besuchen. Wann die Veranstaltung 2027 stattfindet, steht noch nicht abschließend fest.

Mit dem Ergebnis der Langen Nacht der Museen zeigte sich die Leitung rundum zufrieden, wie die Sprecherin sagte. Die Besucherzahlen aus dem Vorjahr seien übertroffen worden. «Die Lange Nacht der Museen ist ein Gradmesser für die kulturelle Kraft dieser Stadt», sagte Anna Eisenberg, Projektleiterin beim Museumsdienst Hamburg. Im vergangenen Jahr besuchten rund 24.000 Menschen die Kulturnacht.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964786/1

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Wolfsburg sendet Lebenszeichen – Endspiel gegen Pauli?

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Berlin (dpa) –

Der Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga steuert auf ein Finale Furioso am letzten Spieltag zwischen dem VfL Wolfsburg und dem FC St. Pauli zu. Der Tabellenvorletzte aus Niedersachsen nutzte den Patzer des Kiezclubs gegen Köln (1:1) und verkürzte mit dem 2:1-Sieg beim 1. FC Union Berlin den Rückstand auf zwei Punkte. Ausgerechnet beim Saisonfinale Mitte Mai treffen beide Teams in Hamburg aufeinander. 

«Die Mannschaft lebt, sie will unbedingt», erklärte Dieter Hecking, der mit diesem Erfolg seinen ersten Sieg seit seinem Amtsantritt Anfang März feiern konnte. Insgesamt war es erst der zweite Erfolg für den VfL Wolfsburg in diesem Kalenderjahr. Zuvor hatte das Team zuletzt Mitte Januar gewonnen – ausgerechnet gegen Pauli.

«Zumindest wäre jetzt theoretisch das Endspiel möglich, wo wir an ihnen noch vorbeiziehen können. Wir werden alles dafür tun, dieses Endspiel zu haben», schickte Hecking als Kampfansage Richtung Norden. 

Hecking spricht von «erstem Lebenszeichen»

Der Sieg war angesichts des Spielverlaufs zwar etwas glücklich, aber von enormer Bedeutung. Ein Traumtor aus der Distanz mit dem Außenrist von Patrick Wimmer (11. Minute) sowie der Treffer von Dzenan Pejcinovic (46.) verdarben das historische Debüt der Union-Cheftrainerin Marie-Louise Eta. Die 34-Jährige musste von der Seitenlinie aus mit ansehen, wie ihr Team zahlreiche Großchancen ungenutzt ließ und durch Oliver Burke (86.) lediglich noch der späte Anschlusstreffer gelang. 

Hecking wertete den Sieg seiner Mannschaft als «erstes Lebenszeichen. Wir wissen auch, es müssen weitere kommen», forderte der VfL-Coach und verriet über die Stimmung in der Kabine: «Dieser Sieg hat richtig gutgetan». 

Für weite Teile der Union-Berlin-Familie war das erste Spiel nach der Trennung von Steffen Baumgart zweifellos von besonderer Emotionalität geprägt – nicht zuletzt wegen der gesellschaftlichen Signalwirkung, die Etas Beförderung mit sich brachte. Doch die Tränen und großen Gefühle gab es auf der Wolfsburger Seite. 

Arnold weint nach 400. Bundesliga-Spiel

Angesprochen auf sein 400. Bundesliga-Spiel pustete Kapitän Maximilian Arnold mehrmals kräftig durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. «Es ist brutal. Schon besonders», sagte der Kapitän nach seinem Jubiläum beim TV-Sender Sky.

Ein einzelnes Spiel aus den 400 wollte Arnold nicht herauspicken und als das besondere hervorheben. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich hätte alle genossen. Jeder Sieg, den man in der Bundesliga feiert, ist etwas Besonderes. Ich genieße es einfach, Bundesliga zu spielen», befand der frühere Nationalspieler.

Anschließend richtete Arnold noch eine Liebeserklärung an seine Frau Jenny. Auf die Frage, welche Person in den Jahren die wichtigste gewesen sei, sagte Arnold: «Meine Frau. Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Sie nimmt mich so, wie ich bin. Ich bin manchmal echt sehr, sehr schwierig. Sie ist mein Fels in der Brandung», schwärmte der Wolfsburger.

Besonderer Jahrestag für Torjäger Wimmer

Auch Teamkollege Wimmer redete wenige Minuten später in der Interviewzone über seine Frau Sarah. «Mit meiner Frau habe ich heute einen besonderen Tag, wie lange wir schon zusammen sind. Es ist witzig, dass ich die ganz genauen Zahlen weiß. Es sind 400 Wochen genau und 2.800 Tage genau. Es sind alles gerade Zahlen», verriet der Österreicher.

Dass er diese Zahlen so exakt parat hatte, kommt nicht von ungefähr. «Ich muss sagen, ich habe schon eine App, die mitzählt.» Das besondere Datum habe ihm zusätzliche Energie verliehen. Ob der Höhenflug auch nach 401 Wochen anhält, wird sich beim Heimspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach zeigen.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964477/1

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Polizei kontrolliert 400 Fahrzeuge im Landkreis Wesermarsch

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Brake (dpa/lni) –

Bei einer Großkontrolle im Landkreis Wesermarsch hat die Polizei rund 400 Fahrzeuge überprüft. Neun Fahrer und Fahrerinnen durften nicht mehr weiterfahren, weil sie Drogen genommen, Alkohol getrunken, oder ihre Brille nicht dabei hatten, wie die Polizei mitteilte. Die Kontrollen am Samstag fanden an zwei Stellen in Brake und Berne statt. Vor Ort war auch ein Rauschgiftspürhund.

Bei einem Autofahrer fanden die Beamten mehr als 10.000 Euro Bargeld. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche eingeleitet. Bei einem weiteren Fahrer entdeckte die Polizei eine geladene Schreckschusspistole unter seinem Sitz. Weil er dafür keine Berechtigung hatte, wurde die Waffe sichergestellt und ein Strafverfahren eingeleitet.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964296/1

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Freundliches Wetter zum Wochenstart im Norden erwartet

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Hamburg/Kiel/Schwerin (dpa) –

Mit ungemütlichem Wetter startet die Woche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Im weiteren Verlauf soll es im Norden der Republik jedoch Sonnenschein und milde Temperaturen geben, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte. 

Der Montag beginnt voraussichtlich mit Wolken und Regen im Norden. Im Tagesverlauf lockert sich der wolkige Himmel von Osten her auf und die Sonne zeigt sich. Die Höchsttemperaturen erreichen im gesamten Gebiet 12 Grad Celsius und es ist windig, an den Küsten kann es auch stärker wehen. An der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern rechnet der DWD sogar mit Sturmböen. 

In der Nacht flaut der Wind ab und es bleibt klar und trocken. In Hamburg und Schleswig-Holstein fallen die Temperaturtiefstwerte dabei in Teilen auf  minus 1 Grad. Im Nordosten bleiben sie zwischen 0 und 4 Grad und es kann zu leichtem Frost in Bodennähe kommen. 

Am Dienstag wird es im Tagesverlauf im gesamten Norden sonnig und es bleibt dabei voraussichtlich trocken. An den Küsten steigen die Temperaturen auf bis zu 12 Grad. Im Binnenland zeigt das Thermometer bis zu 15 Grad. 

Auch am Mittwoch ist das schöne Wetter ein ständiger Begleiter in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Bei viel Sonne steigen die Temperaturen hier voraussichtlich auf Höchstwerte von bis zu 17 Grad.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964075/1

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Die teils überraschende Chronologie des Ostsee-Buckelwals

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Wismar (dpa) –

Erste Sichtungen hat es Anfang März gegeben. Seitdem beschäftigt die Geschichte des Buckelwals viele Menschen. Eine Chronologie der Ereignisse:

Sichtung im Hafen von Wismar

3. März: Der Buckelwal taucht im Hafen von Wismar auf und lockt Schaulustige an die Kaikante. Einsatzkräfte entfernen Netzreste vom Tier, allerdings nicht komplett. Auch die Meeresschutzorganisation Sea Shepherd ist mit einem Schiff vor Ort. Gegen Abend schwimmt der Wal wieder Richtung Ostsee. Das Deutsche Meeresmuseum geht zunächst noch von einem Finnwal aus.

4. März: Der Wal wird wieder in der Lübecker Bucht vor Brook westlich von Wismar gesichtet. Sea Shepherd versucht, noch verbleibende Leinenreste zu entfernen. Das gelingt vom größeren Schiff «Triton» aus aber nicht.

7. März: Nach einer Sichtung vor Scharbeutz sucht Sea Shepherd in der Lübecker Bucht erneut nach dem Wal und findet ihn gegen Abend vor Boltenhagen. Von einem Schlauchboot aus gelingt es, Netzreste zu entfernen.

8. März: Auch weiter östlich gibt es Walsichtungen. So erreichen das Deutsche Meeresmuseum Meldungen aus Westmecklenburg und Graal-Müritz östlich von Rostock und am Nachmittag aus Wustrow und Ahrenshoop. 

10. März: Vor der Küste bei Steinbeck in Nordwestmecklenburg verfängt sich der Wal laut Wasserschutzpolizei in einem Fischernetz. Ein örtlicher Fischer holt das Netz ein, wobei es durchtrennt wird. Anschließend schwimmt das Tier wieder seewärts.

14. und 15. März: Am Wochenende werden Walsichtungen vor der Küste Nordwestmecklenburgs vor Warnkenhagen, Steinbeck und Boltenhagen gemeldet. 

19. März: Am Abend beobachtet Sea Shepherd von der «Triton» aus, wie der Wal vor Travemünde in die Trave schwimmt.

20. März: Nach einer Sichtung in der Lübecker Bucht bei Haffkrug und Scharbeutz wird Sea Shepherd von der Wasserschutzpolizei verständigt. Der Organisation gelingt es von einem Schlauchboot aus, einen Teil der am Tier verbleibenden Leine mit einem Spezialwerkzeug zu entfernen. Später schwimmt der Wal weiter mit Netzresten am Körper Richtung offenes Meer.

1. Strandung vor Timmendorfer Strand

23. März: Der Wal wird auf einer Sandbank vor Timmendorfer Strand entdeckt. Er sitzt im flachen Wasser fest. Danach besteht Konsens, dass es sich um einen Buckelwal handelt. Tagelange Rettungsversuche laufen an, unter anderem graben Bagger eine Rinne.

27. März: Der Wal ist befreit. Nachdem er sich am Abend des 26. März bereits ein Stück bewegt hat, liegt er am frühen Morgen des 27. März nicht mehr im Uferbereich vor Timmendorfer Strand. Stattdessen schwimmt er in der Lübecker Bucht.

2. Strandung in der Wismarbucht

28. März: Der Wal strandet auf einer Sandbank in der Wismarbucht südlich der Insel Walfisch. 

3. Strandung in der Wismarbucht

29. März: Bei steigendem Wasserstand befreit sich der Wal in der Nacht kurzzeitig, liegt aber wenige Meter weiter in der Wismarbucht wieder auf.

30. März: Am späten Abend schwimmt der Wal wieder. Zuvor hatten Experten versucht, das Tier mit Lärm zu animieren. Der Wal schwamm anschließend laut Schweriner Umweltministerium aber in die falsche Richtung. Er wird am Hafen von Wismar gesehen, ist später aber seewärts Richtung Seebrücke unterwegs.

4. Strandung vor der Insel Poel

31. März: Der Buckelwal wird erneut vor Wismar gesichtet und schwimmt frei. Später sitzt er erneut fest, diesmal im Kirchsee, einem Teil der Wismarbucht, vor der Insel Poel.

1. April: Die Verantwortlichen geben die Einstellung weiterer Rettungsversuche bekannt, um den laut Experten geschwächten Wal in Frieden zu lassen.

2. April: Ein Vermessungsboot beginnt damit, die Umgebung des Wals zu erkunden, um eine spätere Bergung des Tierkörpers vorzubereiten.

Ergebnisse eines Gutachtens werden vorgestellt

7. April: Die Experten stellen gemeinsam mit Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) erste Erkenntnisse des Gutachtens zum Zustand des Wals vor. Das Tier sei «schwerstkrank», sagt er. Die Experten verweisen auf den sich verschlechternden Hautzustand und gehen wegen des Aufliegens auch von Organschäden aus. Das Tier könne bei einer möglichen Rettungsaktion am Stress sterben.

11. April: Es wird doch noch ein weiterer Versuch unternommen, den Wal zu mobilisieren. Unter Wasser werden Walgesänge abgespielt. Dies bleibt aber ohne Erfolg.

Behörden geben grünes Licht für privaten Rettungsversuch 

15. April: Überraschend informiert Backhaus auf einer Pressekonferenz, dass die Behörden das Rettungskonzept einer privaten Initiative geprüft und erlaubt haben. Demnach soll das Tier lebend in die Nordsee und gegebenenfalls den Atlantik transportiert werden. Das Konzept sieht eine Anhebung des Tiers mit Luftkissen und einen Transport auf einer Plane zwischen Pontons vor.

Frühere Pläne für Rettungsaktionen hatte die Behörde noch abgelehnt, weil sie Fachleuten zufolge noch mehr Stress und Leid für den Wal bedeutet hätten. Die Experten empfahlen, den Wal in Ruhe sterben zu lassen.

Die Vorbereitungen für den Rettungsversuch laufen

16. April: Die von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und dem Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanzierte Rettungsaktion beginnt. Ein Lkw-Konvoi mit Mobilkränen, riesigen Schwimmpontons und Rohren trifft am Hafen von Kirchdorf ein. Helfer sind direkt beim Wal und legen schützende Tücher auf seine Haut.

17. April: Ein Bagger auf einer schwimmenden Plattform fährt langsam in Richtung Wal. Nach der Annäherung durch einen Taucher reagiert der Buckelwal überraschend heftig mit starken Bewegungen. Das Tier schlägt heftig mit der Schwanzflosse, den Brustflossen und dreht sich um beinahe 90 Grad. Nach wenigen Minuten beruhigt sich der Wal wieder und liegt erneut still im Wasser. 

18. April: Tücher auf dem Wal, schwimmende Arbeitsplattform und wohl erste Probespülungen in der Nähe des Tieres. Darüber hinaus ist noch nicht viel zu sehen. Das Tier buckelt nur gelegentlich leicht. Helfer versuchen erneut, in das Maul des Buckelwals zu schauen, um mögliche Netzreste zu entfernen – allerdings ohne Erfolg.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964044/1

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Merz und Lula wollen strategische Partnerschaft ausbauen

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Hannover (dpa) –

Deutschland und Brasilien wollen ihre strategische Partnerschaft bei zweitägigen Beratungen in Hannover weiter ausbauen. Heute empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den brasilianische Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva am Schloss Herrenhausen mit militärischen Ehren zu einem Gespräch unter vier Augen. Am Abend eröffnen beide im Congress Centrum die Hannover Messe, die als weltweit wichtigste Industrieschau gilt. 

Am Montag finden dann im Schloss die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen statt, an denen aus Brasilien sieben und auf deutscher Seite acht Minister teilnehmen. Ziel ist es, die Beziehungen in Bereichen wie Handel, Rohstoffe, Rüstung, Digitalisierung, Forschung und Klimaschutz weiter auszubauen. 

Es dürfte auch um Trump gehen

Es wird aber auch um Außenpolitik gehen. Unter anderem dürfte das Agieren von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran, aber auch gegenüber lateinamerikanischen Ländern wie Venezuela und Kuba eine Rolle spielen.

«Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt», sagte Lula vor seinem Deutschlandbesuch dem «Spiegel». «Er kann anderen Ländern nicht pausenlos mit Krieg drohen.» Der US-Präsident hatte vor wenigen Tagen gesagt: «Vielleicht werden wir in Kuba vorbeischauen, wenn wir hiermit fertig sind.» Damit meinte er den Iran-Krieg, den er zusammen mit Israel angefangen hatte.

Lula will der Großmachtpolitik Trumps eine Reform der Vereinten Nationen entgegensetzen und strebt wie Deutschland einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an. Alle Versuche, das Gremium zu reformieren, sind in den vergangenen Jahrzehnten aber gescheitert. Derzeit hat der Sicherheitsrat fünf permanente Mitglieder, die Vetorecht besitzen: USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – alles Atommächte. 

Mercosur-Abkommen kann ab 1. Mai angewendet werden

Es ist das erste Treffen von Merz und Lula seit der Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur. Das Abkommen kann ab dem 1. Mai vorläufig angewendet werden. Dadurch entsteht eine neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen angekurbelt werden. Besonders große Chancen werden für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche erwartet.

Deutschland ist der viertgrößte Handelspartner Brasiliens mit einem Volumen von 20,9 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und etwa 38 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen. Mit rund 1.000 ansässigen deutschen Unternehmen ist beispielsweise der Großraum São Paulo Deutschlands größter Industriestandort im Ausland.

Brasilien will sich als innovative Industriemacht präsentieren 

Auf der Hannover Messe will sich Brasilien der Welt «als nachhaltige, innovative und wettbewerbsfähige Industriemacht» präsentieren, wie der Leiter der Abteilung für Handels- und Investitionsförderung im brasilianischen Außenministerium, Carlos Henrique Moscardo sagt.

Bei den Konsultationen im Schloss dürfte auch der Klimaschutz ein wichtiges Thema werden. Deutschland hatte bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém im vergangenen November für einen neuen Fonds zum Schutz des Regenwalds eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zugesagt. 

Lula will Wurst vom Straßenimbiss 

Die Teilnahme des Bundeskanzlers an der Konferenz mitten im Amazonasgebiet blieb in Brasilien aber aus einem Grund in Erinnerung. Nach seiner Rückkehr hatte Merz sich auf eine Weise über die arme Stadt Belém geäußert, die viele Brasilianer als beleidigend und abschätzig empfanden. Die deutsche Delegation sei froh gewesen, «von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt» zu sein, hatte er gesagt. Auch Lula hatte ihn zunächst dafür kritisiert, sich dann aber beim G20-Gipfel in Johannesburg wieder mit ihm versöhnt. 

Für seinen Besuch in Hannover hat Lula nun bei Merz einen besonderen Wunsch angemeldet. «Ich habe ihm gesagt, wenn ich nach Deutschland reise, esse ich gerne Wurst vom Straßenimbiss», sagte Lula, der bei seiner Reise von seiner Frau Janja begleitet wird, dem «Spiegel». «Das letzte Mal, als ich im Büro von Angela Merkel war, habe ich eine Wurst gegessen, die ich an einem Stand gekauft hatte. Wenn ich im Ausland bin, versuche ich die örtlichen Speisen zu probieren.»

Am Sonntagabend steht statt Straßenimbiss allerdings zunächst einmal ein Dinner mit Wirtschaftsvertretern im Schloss Herrenhausen auf dem Programm.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-964002/1

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Olympia-Bewerbung: Kieler Referendum hat begonnen

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Kiel (dpa/lno) –

In Kiel hat der Bürgerentscheid über eine Olympia-Bewerbung der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt begonnen. Die Wahllokale schließen um 18.00 Uhr. Bis dahin können die Einwohnerinnen und Einwohner darüber abstimmen, ob Kiel sich als Segelstandort an einer deutschen Bewerbung für die Spiele 2036, 2040 oder 2044 beteiligen soll. Stimmberechtigt sind rund 190.000 Menschen.

Die vier deutschen Kandidaten für eine Olympia-Bewerbung sind Hamburg, München, Berlin und die Region Rhein-Ruhr, in der es an diesem Sonntag ebenfalls ein Referendum gibt. Hamburg hat sich bereits für Kiel als Segelstandort ausgesprochen, Berlin für den Kieler Konkurrenten Rostock-Warnemünde. 

Die Entscheidung über den deutschen Bewerber soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) am 26. September getroffen werden.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963883/1

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Einsatzkräfte retten betrunkene Männer aus der Oker

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Braunschweig (dpa/lni) –

Die Polizei Braunschweig hat in der Nacht zwei Betrunkene aus der Oker gerettet. Beide Männer wurden dabei leicht verletzt, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Die Situation sei potenziell lebensgefährlich gewesen.

Die Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr wurden in der Nacht zum Eisenbütteler Wehr alarmiert. Beim Eintreffen habe eine zufällig anwesende Streife der Braunschweiger Polizei die beiden Betrunkenen bereits aus dem Wasser gezogen. Weitere Maßnahmen waren demnach nicht notwendig. Ein bereits gerufenes Rettungsboot und Taucher der Feuerwehr Wolfsburg brachen die Anfahrt deshalb ab. 

Die beiden Männer im Alter von 26 und 27 Jahren wurden unterkühlt in ein Krankenhaus gebracht. Wie die beiden Männer in die Oker gelangten, war laut einem Sprecher der Polizei unklar.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963867/2

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AfD-Vize: «Bin überzeugt, dass sie damit nicht durchkommen»

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Hannover (dpa/lni) –

Niedersachsens AfD-Vize Stephan Bothe sieht hinter der Kritik im eigenen Landesverband persönliche Motive und Interessen. «Es sind aus meiner Sicht einzelne Personen, die ihren Karriereweg nicht so gegangen sind, wie sie es wollten, und nun versuchen, mit einer Empörungskampagne einem erfolgreichen Landesvorsitzenden zu schaden», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. «Ich bin überzeugt, dass sie damit nicht durchkommen.»

Am Samstag, 25. April, kommt die AfD Niedersachsen in Dötlingen (Landkreis Oldenburg) zu ihrem Landesparteitag zusammen. Dort soll ein neuer Vorstand gewählt werden. Bothe zeigte sich zuversichtlich, dass Landeschef Ansgar Schledde mit großer Mehrheit bestätigt werde. Er selbst wolle erneut als stellvertretender Landesvorsitzender kandidieren.

Schwere Vorwürfe gegen Landesverband

Doch im Vorfeld des Parteitags sorgen interne Konflikte für Unruhe. Hintergrund sind zwei sogenannte Brandbriefe an den Bundesvorstand der Partei um die Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla, in denen die AfD-Europaabgeordnete Anja Arndt und weitere Parteimitglieder schwere Vorwürfe gegen den niedersächsischen Landesverband erheben. 

Zu den Unterzeichnern des ersten Schreibens vom 2. Februar zählt unter anderem der frühere niedersächsische AfD-Spitzenkandidat und Fraktionsvorsitzende Stefan Marzischewski-Drewes.

Worum es geht

Im ersten Schreiben ist unter anderem von einem «korrupten System» und einer «Parallelorganisation» die Rede. Man sei in tiefster Sorge um den AfD-Landesverband. Die Unterzeichner fordern den Bundesvorstand auf: «Ohne Ihr zügiges und beherztes Eingreifen ist unsere Partei der Alternative für Deutschland in Niedersachsen verloren.» 

Im zweiten Schreiben vom 18. Februar wird unter anderem der Vorwurf erhoben, Bewerber um ein Bundestagsmandat würden gedrängt, Einfluss auf einen Teil der ihnen zustehenden Mitarbeiterstellen abzugeben. Diese würden dann durch den Landesvorstand mit Gefolgsleuten besetzt. So entstehe ein Netzwerk von Abhängigkeiten; Beschäftigte in den Abgeordnetenbüros könnten nach Darstellung des Schreibens auch für Parteiarbeit eingesetzt werden.

Mitarbeiter von Abgeordneten werden aus öffentlichen Mitteln bezahlt. Sie dürfen während ihrer Arbeitszeit ausschließlich Aufgaben zur Unterstützung der parlamentarischen Arbeit wahrnehmen.

Ermittlungen und parteiinterne Prüfung

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt – unter anderem wegen des Verdachts der Untreue und wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Parteiengesetz. Der Landesvorstand weist die Vorwürfe zurück. Zur Prüfung der Vorwürfe hat der Bundesvorstand eine «Vertrauensgruppe» nach Niedersachsen entsandt, wie Bothe sie nennt.

Gegen Arndt läuft unterdessen ein Parteiausschlussverfahren. Nach einem Beschluss des Landesschiedsgerichts der AfD, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, sollen ihr bis zu einer Entscheidung im Hauptsacheverfahren die Mitgliedsrechte entzogen werden.

Bothe greift Arndt an

Durch Arndts Schreiben sei «erheblicher Schaden» für die Partei entstanden, sagte Bothe. «Deshalb sehe ich für sie keine Zukunft in der AfD Niedersachsen.» Wenn es ihr um die Aufklärung von Missständen gegangen wäre, hätte sie sich persönlich an den Bundesvorstand gewandt, statt Brandbriefe zu verfassen.

Zudem äußerte Bothe die Einschätzung, Arndt habe eigene Ambitionen auf den Landesvorsitz und nutze die Situation, um Parteichef Schledde zu schaden. Arndt äußerte sich auf Anfrage zunächst nicht.

Konfliktlinie verläuft auch durch Fraktion

Mit Blick auf den Landtagsabgeordneten Marzischewski-Drewes, der den Brandbrief mitunterzeichnet hatte, sagte Bothe, dies sei «schon enttäuschend». Marzischewski-Drewes habe «möglicherweise nicht alle Hintergründe gekannt und ist hier vielleicht für etwas benutzt worden». Er gehe davon aus, dass es sich um Missverständnisse handele, die sich ausräumen ließen.

Marzischewski-Drewes teilte auf Anfrage mit: «Ich arbeite seit Jahren konstruktiv und gut mit Stephan Bothe im Landtag zusammen. Und das wird auch so bleiben!»

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963696/1

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Wenn der Rabe ein Gänseküken jagt – Kann ich es retten?

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Hamburg (dpa/lno) –

Ein einzelnes Gänseküken rennt Mitte April an der Außenalster entlang – und wird von einem Raben gejagt. Er steuert immer wieder direkt auf das kleine Tier zu. Dann erwischt er es. Mit dem Gänslein im Schnabel fliegt der große schwarze Vogel davon, Alster-Spaziergänger schreien an dem sonnigen Frühlingstag entsetzt auf. Sie fragen sich: Hätten sie das Tier retten sollen – und können?

Eine Chance für den Raben

«Für uns Menschen und das Tier ist es schrecklich. Aber das ist Natur», sagt Olaf Nieß vom Hamburger Schwanenwesen über das Geschehen. «Deswegen bekommen Tiere so viele Kinder.» Enten zum Beispiel bekämen 12 bis 14 Küken – und am Ende der Saison bleibe davon nur ein brutfähiges Pärchen übrig. «Die Natur hat es sich so ausgedacht, dass die Schlauesten und Kräftigsten durchkommen», erklärt Nieß der Deutschen Presse-Agentur. «Der Rabe hat die Ausnahme-Situation gesehen und seine Chance genutzt.» 

Den Angreifer vertreiben? 

Sollten und könnten Passanten einen Raben in solch einer Situation vertreiben? «Dann ist ja das Küken wieder alleine und kommt in die nächste Gefahrensituation», sagt Nieß. Aber: «Wenn man das Küken greifen kann, dann kann man es in eine Wildtierstation bringen.» Wenn das Jungtier schon verletzt ist, etwa weil ein Rabe es schon körperlich attackiert hat, sei es meist allerdings nicht mehr zu retten. 

Ist das Küken eine Trophäe für den Raben?

«Tiere gehen nicht los und verspeisen etwas als Trophäe. Entweder verspeisen sie es selbst – oder versorgen damit ihre Jungtiere», berichtet Nieß. Viele Jungtiere würden deshalb zur Beute. «Wenn der Fuchs junge Hasen fängt oder junge Rehkitze gefressen werden – oft bekommt das der Mensch nicht mit.»

Gänse-Eltern können nicht zählen

Ob an der Alster oder anderen Gewässern, ob Gänse oder Enten: Meist sind die Küken mit ihren Geschwistern und Eltern unterwegs, immer in der schützenden Nähe der Erwachsenen – und immer piepend. «Elterntiere können nicht zählen. Sie reagieren nur auf Rufe und Bewegung», beschreibt der Vogel-Experte. «Sie ziehen weiter, wenn sie nichts mehr hören.»

Dutzende Küken beim Hamburger Schwanenwesen 

Das Hamburger Schwanenwesen, das dem Umweltdezernat des Bezirksamtes Hamburg-Nord angegliedert ist, rettet in Not geratene Wildtiere. Aktuell kümmere es sich schon um 60 bis 70 Küken, sagt Nieß. «Wir ziehen jährlich zwischen 600 und 800 verwaiste Jungtiere auf.» Darunter sind neben Küken von Gänsen, Enten und Schwänen zum Beispiel auch junge Füchse.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963702/1

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Wieder Rot, wieder Pleite: HSV-Krise geht weiter

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Bremen (dpa) –

Nach der verdienten Niederlage im Nordderby war der Frust bei HSV-Coach Merlin Polzin groß. «Es ist eine Mischung aus Enttäuschung, Wut und Unzufriedenheit», sagte der Hamburger Trainer nach dem 1:3 (1:1) beim Erzrivalen Werder Bremen, durch das der Aufsteiger weiter mitten im Abstiegskampf steckt. Zwar beträgt der Vorsprung auf den FC St. Pauli auf dem Relegationsplatz 16 noch fünf Punkte, nach nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen sind beim HSV aber die Sorgen groß.

Vor allem, weil die Hamburger die hektische und emotionsgeladene Partie im Weserstadion wieder einmal nicht mit elf Spielern beendeten. Dieses Mal sah der erst kurz zuvor eingewechselte Philip Otele wegen groben Foulspiels die Rote Karte. Es war bereits der achte Feldverweis für einen HSV-Profi in der laufenden Spielzeit. Damit haben die Hamburger nun mehr Platzverweise als Siege (sieben) zu Buche stehen. In Bremen wurde zudem am Ende noch Co-Trainer Loïc Favé auf die Tribüne geschickt.

Platzverweise als Problem

«Wenn du als Aufsteiger in der Liga bestehen willst, dann hilft es mehr, wenn du mit elf gegen elf antrittst oder vielleicht sogar einer mehr bist, als wenn du einer weniger bist», sagte Polzin zu den vielen Roten und Gelb-Roten Karten. «Mit so vielen Roten Karten kannst du in der Bundesliga kein Spiel gewinnen», sagte auch Nicolai Remberg.

Doch auch ohne Rot für Otele wäre es für den HSV schwer geworden, in Bremen zu gewinnen. Vor allem im zweiten Durchgang fanden die Gäste offensiv fast nicht mehr statt. «Insgesamt war es ein verdienter Sieg für Werder, uns haben die Torchancen gefehlt», sagte Robert Glatzel, der mit seinem Traumtor zum 1:1 für zwischenzeitliche Hoffnung beim HSV gesorgt hatte.

Ausfälle wiegen schwer

Doch wie schon beim 0:4 in Stuttgart in der Woche zuvor konnten die Hamburger die Ausfälle von Schlüsselspielern wie Luka Vuskovic oder Sambi Lokongo nicht verkraften. Angesichts des schweren Restprogramms mit Partien gegen Hoffenheim, Frankfurt, Freiburg und Leverkusen sowie des seit Wochen andauernden Leistungsabfalls ist der einstige Bundesliga-Dino noch lange nicht auf der sicheren Seite.

Doch bei aller Niedergeschlagenheit über das verpatzte Nordderby ist Remberg weiter absolut davon überzeugt, dass es auch in der kommenden Saison zwei Duelle mit dem großen Rivalen aus Bremen geben wird. «Wir gehen nicht in die Zweite Liga. Das kann ich hier felsenfest sagen», versprach Remberg.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963684/1

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Wimmers Traumtor für die Ehefrau: «Genau 2.800 Tage»

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Berlin (dpa) –

Für Wolfsburgs Patrick Wimmer war der Tag beim 1. FC Union Berlin rundum perfekt. Eine neue Frisur, ein Traumtor mit dem Außenrist und ein ganz spezieller Liebestag mit Ehefrau Sarah. «Mit meiner Frau habe ich heute einen besonderen Tag, wie lange wir schon zusammen sind. Es ist witzig, dass ich die ganz genauen Zahlen weiß. Es sind 400 Wochen genau und 2800 Tage genau. Es sind alles gerade Zahlen», verriet der Österreicher nach dem 2:1 beim 1. FC Union Berlin mit einem Grinsen. 

Dass er diese Zahlen so exakt parat hatte, kommt nicht von ungefähr. «Es kommt immer von mir. Kein Spaß», erklärte der Bundesliga-Stürmer und gab zu: «Ich muss sagen, ich habe schon eine App, die mitzählt.» Das besondere Datum habe ihm zusätzliche Energie verliehen. 

Wimmers Schlenzer mit dem Außenrist

Wimmer hatte den Tabellenvorletzten, der bis auf zwei Punkte an St. Pauli auf Platz 16 heranrückt, sehenswert in Führung gebracht. Der 24-Jährige nutzte die Räume im Mittelfeld, zog nahezu unbedrängt bis vor die Strafraumgrenze und schlenzte den Ball aus der Distanz mit dem Außenrist ins Eck. «Ich habe mich selber gewundert, dass ich den Ball treffen kann mit dem Außenrist. Bin selber froh, dass der dann so reingerutscht», sagte Wimmer ungläubig. 

Neue Frisur bringt Glück: «Frau hat das Machtwort»

Auch der neue, kürzere Haarschnitt hatte nach Meinung des Offensivspielers Anteil am Erfolgstag. «Heute kommt alles zusammen. Vor allem in Bielefeld und erste Saison in Wolfsburg hatte ich die Frisur», berichtete Wimmer. Die Idee kam aber nicht von ihm. «Die Frau hat das Machtwort. Wenn die Frau ja oder nein sagt, dann habe ich das so zu machen», scherzte der Wolfsburger.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963678/1

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23-Jähriger stirbt nach Kollision mit Baum

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Löningen (dpa/lni) –

Bei dem Zusammenstoß eines Autos mit einem Baum ist ein junger Autofahrer ums Leben gekommen. Der 23-Jährige kam mit seinem Wagen bei Löningen (Kreis Cloppenburg) von der Straße ab und prallte gegen den Baum, wie ein Polizeisprecher sagte. Durch die Wucht der Kollision fing der Wagen in der Nacht Feuer und brannte vollständig aus. 

Der Fahrer habe nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, berichtete der Sprecher weiter. Für ihn sei jede Hilfe zu spät gekommen. Warum er mit dem Wagen von der Straße abkam, war zunächst unklar.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963617/1

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München-Rekord ade, nun Pause: Zverev grübelt über Spielplan

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München (dpa) –

Alexander Zverev wirkte erstaunlich gefasst, als er etwa eine Stunde nach seinem deutlichen Aus beim ATP-Turnier von München über die nahe Zukunft sprach. Er freue sich über ein paar spielfreie Tage, verkündete der beste deutsche Tennisspieler – und erweckte fast schon den Eindruck, als komme ihm das verpasste Endspiel bei den BMW Open gar nicht so ungelegen.

Sogar auf eine Sause zu seinem 29. Geburtstag am Montag wolle er verzichten. «Die Party lasse ich ausfallen. Ich glaube, ich muss mich mal regenerieren», kündigte Zverev an. Dass ihm nicht nach Feiern zumute ist, ist verständlich.

Als Titelverteidiger war der Weltranglistendritte im Halbfinale mit 3:6, 3:6 gegen den famos aufspielenden Italiener Fabio Cobolli ausgeschieden. Er verpasste dabei auch die Chance, als erster Tennisprofi das Sandplatzevent im Norden von München viermal zu gewinnen. Der Rekord ist futsch.

Zverev zu Ausscheiden gegen Cobolli: «Beine waren nicht da»

Für Zverev aber hätte solch eine Bestmarke ohnehin keinen sonderlich großen Wert – der Olympiasieger von 2021 hat nur ein Ziel seit Jahren fest im Visier: Endlich mal ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Die nächste Chance bietet sich bei den French Open vom 24. Mai bis 7. Juni in Paris. Und just wegen des Sandplatzhöhepunkts macht sich Zverev Gedanken über die nächsten Wochen.

In München habe sich gezeigt, dass er wegen der vielen Spiele seit Jahresbeginn schlicht zu erschöpft war. «Meine Beine waren nicht mehr da», schilderte er als Fazit zu seinem Ausscheiden in der Vorschlussrunde.

Tod von Teenager-Kumpel: Cobolli in emotionaler Ausnahmesituation

Zudem wuchs Cobolli über sich hinaus. «Wenn du dann zehn oder zwanzig Prozent langsamer bist und er so ein Match spielt, dann wird es schwierig.» Gegen den Davis-Cup-Sieger war die Nummer eins der Setzliste chancenlos – der Italiener überragte mit 32 Winner-Schlägen, 20 davon allein im ersten Satz. 

Nach dem Sieg brach Cobolli in Tränen aus und erzählte, dass einen Tag vor dem Match ein guter Tennisfreund von ihm im Alter von nur 13 Jahren gestorben sei. «Ich habe das ganze Spiel an ihn gedacht», sagte er.

Verzichtet Zverev auf Hamburg? «Werden wir sehen»

Aber wie will Zverev sicherstellen, dass er bei den French Open in Roland Garros in Topform aufschlägt, wenn er bis dahin noch bei den zwei Masters-Events in Madrid und Rom sowie dem ATP-500-Turnier in seiner Geburtsstadt Hamburg gemeldet ist? Auf eine der Veranstaltungen zu verzichten, vielleicht sogar jener in Hamburg vom 16. bis 23. Mai, könnte die Lösung sein. «Das werden wir sehen», antwortete Zverev auf eine entsprechende Frage.

Zwei prominente Vorbilder hat der Deutsche: den Weltranglistenersten Jannik Sinner aus Südtirol und Spanien-Star Carlos Alcaraz. Beide lassen öfter als Zverev auch mal Turniere aus. «Ich glaube, so ein Carlos und so ein Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind.» Alcaraz etwa hat einen Start in Madrid – auch wegen einer Verletzung – abgesagt.

Fünf Halbfinals – fünf Niederlagen

Zverev freut sich auf eine kurze Pause bis zum Beginn des Masters in Madrid. «Ein paar freie Tage werden jetzt auch schon hilfreich. Und die habe ich jetzt, ich glaube sechs Tage bis zu meinem nächsten Match. Das sind mehr, als ich gehabt habe in den letzten paar Monaten», sagte er. Zverev stand in München in seinem fünften Halbfinale auf der ATP-Tour in diesem Jahr – das hatte neben ihm kein anderer geschafft. Allerdings verlor er auch jedes Mal.

«Das Hauptziel ist, in Paris das beste Tennis zu zeigen», unterstrich er. Deshalb gehe es nun darum, die gute Form zu halten oder gar zu steigern. «Da muss ich meinen Spielplan schlau gestalten.» Es ist möglich, dass ein Heim-Auftritt in Hamburg nun Zverevs modifizierter Frühlings-Terminplanung zum Opfer fällt.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963607/2

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Merz und Lula wollen strategische Partnerschaft ausbauen

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Hannover (dpa) –

Deutschland und Brasilien wollen ihre strategische Partnerschaft bei zweitägigen Beratungen in Hannover weiter ausbauen. Heute empfängt Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) den brasilianische Präsidenten Luiz Inácio Lula da Silva am Schloss Herrenhausen mit militärischen Ehren zu einem Gespräch unter vier Augen. Am Abend eröffnen beide im Congress Centrum die Hannover Messe, die als weltweit wichtigste Industrieschau gilt. 

Am Montag finden dann im Schloss die deutsch-brasilianischen Regierungskonsultationen statt, an denen aus Brasilien sieben und auf deutscher Seite acht Minister teilnehmen. Ziel ist es, die Beziehungen in Bereichen wie Handel, Rohstoffe, Rüstung, Digitalisierung, Forschung und Klimaschutz weiter auszubauen. 

Es dürfte auch um Trump gehen

Es wird aber auch um Außenpolitik gehen. Unter anderem dürfte das Agieren von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran, aber auch gegenüber lateinamerikanischen Ländern wie Venezuela und Kuba eine Rolle spielen.

«Trump wurde nicht zum Kaiser der Welt gewählt», sagte Lula vor seinem Deutschlandbesuch dem «Spiegel». «Er kann anderen Ländern nicht pausenlos mit Krieg drohen.» Der US-Präsident hatte vor wenigen Tagen gesagt: «Vielleicht werden wir in Kuba vorbeischauen, wenn wir hiermit fertig sind.» Damit meinte er den Iran-Krieg, den er zusammen mit Israel angefangen hatte.

Lula will der Großmachtpolitik Trumps eine Reform der Vereinten Nationen entgegensetzen und strebt wie Deutschland einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat an. Alle Versuche, das Gremium zu reformieren, sind in den vergangenen Jahrzehnten aber gescheitert. Derzeit hat der Sicherheitsrat fünf permanente Mitglieder, die Vetorecht besitzen: USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich – alles Atommächte. 

Mercosur-Abkommen kann ab 1. Mai angewendet werden

Es ist das erste Treffen von Merz und Lula seit der Ratifizierung des Freihandelsabkommens zwischen der Europäischen Union und dem südamerikanischen Staatenbund Mercosur. Das Abkommen kann ab dem 1. Mai vorläufig angewendet werden. Dadurch entsteht eine neue Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Einwohnern. Durch den Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll der Austausch von Waren und Dienstleistungen angekurbelt werden. Besonders große Chancen werden für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche erwartet.

Deutschland ist der viertgrößte Handelspartner Brasiliens mit einem Volumen von 20,9 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr und etwa 38 Milliarden Dollar an Direktinvestitionen. Mit rund 1.000 ansässigen deutschen Unternehmen ist beispielsweise der Großraum São Paulo Deutschlands größter Industriestandort im Ausland.

Brasilien will sich als innovative Industriemacht präsentieren 

Auf der Hannover Messe will sich Brasilien der Welt «als nachhaltige, innovative und wettbewerbsfähige Industriemacht» präsentieren, wie der Leiter der Abteilung für Handels- und Investitionsförderung im brasilianischen Außenministerium, Carlos Henrique Moscardo sagt.

Bei den Konsultationen im Schloss dürfte auch der Klimaschutz ein wichtiges Thema werden. Deutschland hatte bei der Weltklimakonferenz im brasilianischen Belém im vergangenen November für einen neuen Fonds zum Schutz des Regenwalds eine Milliarde Euro über einen Zeitraum von zehn Jahren zugesagt. 

Lula will Wurst vom Straßenimbiss 

Die Teilnahme des Bundeskanzlers an der Konferenz mitten im Amazonasgebiet blieb in Brasilien aber aus einem Grund in Erinnerung. Nach seiner Rückkehr hatte Merz sich auf eine Weise über die arme Stadt Belém geäußert, die viele Brasilianer als beleidigend und abschätzig empfanden. Die deutsche Delegation sei froh gewesen, «von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt» zu sein, hatte er gesagt. Auch Lula hatte ihn zunächst dafür kritisiert, sich dann aber beim G20-Gipfel in Johannesburg wieder mit ihm versöhnt. 

Für seinen Besuch in Hannover hat Lula nun bei Merz einen besonderen Wunsch angemeldet. «Ich habe ihm gesagt, wenn ich nach Deutschland reise, esse ich gerne Wurst vom Straßenimbiss», sagte Lula, der bei seiner Reise von seiner Frau Janja begleitet wird, dem «Spiegel». «Das letzte Mal, als ich im Büro von Angela Merkel war, habe ich eine Wurst gegessen, die ich an einem Stand gekauft hatte. Wenn ich im Ausland bin, versuche ich die örtlichen Speisen zu probieren.»

Am Sonntagabend steht statt Straßenimbiss allerdings zunächst einmal ein Dinner mit Wirtschaftsvertretern im Schloss Herrenhausen auf dem Programm.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963562/1

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In welchen Hamburger Parks gegrillt werden darf

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Hamburg (dpa/lno) –

Wenn die Temperaturen steigen und die Abende wieder länger werden, dann riecht es an den ersten Ecken Hamburgs nach Bratwurst und Grillkäse. Im Frühling schmeißen viele zum ersten Mal den Grill an. Was aber, wenn man keinen eigenen Garten oder geeigneten Balkon hat? Grundsätzlich ist Grillen in den Grünanlagen außerhalb der ausgewiesenen Grillzonen Angaben der Stadt zufolge nicht erlaubt. Ein Überblick, an welchen Orten man brutzeln darf – und ein kleiner Grill-Knigge im Anschluss:

Hamburg-Mitte

Wer in Hamburg-Mitte grillen möchte, kann das in mehreren Parks tun, allerdings auch hier nur in den ausgewiesenen Grillzonen. Gebrutzelt werden darf beispielsweise in Billstedt: Im Öjendorfer Park gibt es zwei Grillstellen – beide mit Seeblick. Auch im Hammer Park gibt es eine große Grillzone und auch im weitläufigen Wilhelmsburger Inselpark darf an zwei ausgewiesenen Grillplätzen gebrutzelt werden. 

Wer seine Bratwürste etwas zentraler grillen will, kann das auf der Michelwiese in der Neustadt mit Blick auf den Hamburger Hafen und die St. Michaelis-Kirche tun. Hier gibt es eine Grillstation mit drei Elektrogrills, die man für ein paar Euromünzen benutzen kann.

Altona

In Altona gibt es nur einen ausgewiesenen Grillplatz. In der Rissener Kuhle im Nordwesten der Stadt kann man einen bequemen Grillabend mit der ganzen Familie verbringen: Hier stehen mehrere gemauerte Grills sowie Tische und Bänke zur Verfügung. 

Eimsbüttel

In Eimsbüttel können Grill-Fans im Niendorfer Gehege brutzeln. Der Grillplatz befindet sich neben dem Waldcafé Corell und dem Parkplatz vom Ponyhof. Im Waldcafé gibt es auch öffentliche Toiletten. In anderen Teilen des Waldes gilt absolutes Grillverbot. 

Bergedorf

Wer in Bergedorf grillen will, kann das im Grünen Zentrum Lohbrügge tun: auf öffentlichen Grills mit Blick auf den Parksee. 

Harburg

Auch im Harburger Stadtpark gibt es ausgewiesene Grillplätze in den Langenbeker Wiesen. Nach dem Essen können sich Kinder noch auf dem Bolzplatz austoben.

Hamburg-Nord

Im Stadtpark in Winterhude stehen zwei offizielle Grillstellen auf der Festwiese und auf der Wiese westlich vom Planschbecken zur Verfügung. An anderen Stellen im Park ist das Grillen nicht erlaubt. Auch rund um die Außenalster laden zwei Wiesen zum Grillen ein: Gebrutzelt werden darf allerdings auch hier nur in den ausgewiesenen Grillzonen an der Fernsichtbrücke und am Schwanenwik. In Eppendorf darf im Haynspark gegrillt werden: Hier befinden sich die ausgewiesenen Grillplätze am Ufer der Alster und im Schatten der Bäume. 

Hamburger Grill-Knigge

Um die offiziellen Grillzonen zu erkennen, stehen entsprechende Schilder in den Grünanlagen, wie das Bezirksamt Hamburg-Nord mitteilte. Zusätzlich gebe es im Stadtpark saisonale Banner, die über die Grillzonen und den Umgang mit Grills informierten.

Wichtig ist laut Stadt, einen sicheren Standplatz mit ausreichend Abstand zu Bäumen und Sträuchern zu suchen. Die Grills müssen zudem mindestens 50 Zentimeter vom Erdboden entfernt sein. Das Benutzen von Einweggrills ist grundsätzlich verboten.

Klar ist auch: Die Grillplätze müssen nach der Benutzung sauber hinterlassen werden. Heiße Asche sollte vorsichtig abgelöscht und sicher entsorgt werden. Die Hamburger Feuerwehr rät außerdem von Spiritus zum Anzünden des Grills ab. Wenn es zu trocken ist, können die Bezirksämter das Grillen wegen Brandgefahr verbieten. 

Das Grillen auf dem Balkon ist durch den Mietvertrag oder die Hausordnung geregelt, die Feuerwehr rät aber vom Grillen mit Holzkohle ab. «Achten Sie auf einen sicheren Stand und halten Sie ein Löschmittel bereit. Sorgen Sie dafür, dass sich kein Rauch, beispielsweise in Nachbarwohnungen, ausbreitet. Wenn doch etwas schiefgehen sollte, rufen Sie sofort die Feuerwehr über den Notruf 112», teilte die Feuerwehr mit.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963544/1

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FDP fordert spätere Klimaneutralität für Schleswig-Holstein

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Kiel (dpa/lno) –

Schleswig-Holsteins FDP-Fraktion fordert eine Verschiebung des Ziels des Landes, bis zum Jahr 2040 klimaneutral zu werden. Dieses Ziel klinge zwar gut, sei aber «weder realistisch noch sinnvoll», sagte FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. «Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden, die Europäische Union erst bis zum Jahr 2050.»

Der europäische Emissionshandel führe dazu, dass unterschiedliche Klimaziele zwischen EU-Staaten und Regionen lediglich Emissionen verlagerten, erklärte Vogt. «Dem Klimaschutz helfen solche hehren Ziele also überhaupt nicht, sie sind aber brandgefährlich für unseren Wirtschaftsstandort und führen zu hohen gesellschaftlichen Kosten, die viele Menschen überfordern werden.»

Es sei unrealistisch, Klimaneutralität in nur 15 Jahren zu erreichen, ohne wirtschaftliche und soziale Verwerfungen auszulösen. «Da kann die Landesregierung gar nicht gegen an subventionieren», sagte der Fraktionschef. Er plädierte für ein einheitliches Vorgehen, mehr Anreize und weniger Verbote. 

Vogt warnt vor Deindustrialisierung

«Die Landesregierung sollte ihren sicherlich gut gemeinten, aber leider fatalen Sonderweg beenden und Schleswig-Holsteins Klimaziel schnellstmöglich wieder dem der Bundesebene anpassen», betonte Vogt. Überdies sollte sich Deutschland insgesamt an die europäischen Vorgaben halten und nicht darüber hinaus gehen. «Angesichts der hohen Energie- und Bürokratiekosten findet längst eine gefährliche Deindustrialisierung unseres Landes statt», warnte Vogt.

Diese Entwicklung müsse gestoppt werden, denn Klimaschutz verliere an Rückhalt, wenn vermeidbare Wohlstandsverluste die Akzeptanz in der Bevölkerung schwinden ließen. Produktion und Arbeitsplätze wanderten dann in Länder mit niedrigeren Standards ab. Der Fraktionschef kritisierte: «Durch den Sonderweg von CDU und Grünen bei der Klimaschutzpolitik droht das Leben für viele Menschen schlicht unbezahlbar zu werden.» 

Dies betreffe nicht nur die Mobilität, sondern auch das Wohnen, das seit Jahren immer teurer werde. Das Land dürfe nicht dazu beitragen, dass Eigentümer und Wohnungswirtschaft ihre Investitionen so stark vorziehen, dass die Quadratmeterpreise in den kommenden Jahren explodieren. «Wer die Verlustängste der breiten Mittelschicht weiter verstärkt, stärkt die politischen Ränder», mahnte Vogt.

Kritik auch von Verbänden

Die schwarz-grüne Landesregierung von Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) will Schleswig-Holstein bis 2040 klimaneutral gestalten. Die Bundesregierung will dieses Klimaziel erst 2045, die Europäische Union erst 2050 erreichen. FDP-Fraktionschef Vogt kündigte an, die kommende Landtagswahl im April 2027 zu einer Volksabstimmung über die richtige Klimaschutz- und Wirtschaftspolitik machen zu wollen, wenn die Landesregierung ihren «fatalen Sonderweg» nicht verlasse.

Der Sozialverband Deutschland, die SPD und der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen VNW hatten zudem im März vor Folgen der ehrgeizigen Klimapolitik der Landesregierung für Ärmere gewarnt. «Wir dürfen Menschen mit niedrigen und normalen Einkommen beim Klimaschutz nicht überlasten», sagte SPD-Landeschef Ulf Kämpfer der Deutschen Presse-Agentur damals. Notwendig sei gerechter Klimaschutz.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963517/2

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Sanierungsstau – wie zuverlässig ist der Nord-Ostsee-Kanal?

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Kiel (dpa) –

Seit Jahren investiert der Bund massiv in die noch aus der Kaiserzeit stammenden Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals (NOK). Trotzdem sieht der Vorsitzende der Initiative Kiel-Canal Probleme mit der Zuverlässigkeit. «Der Kanal ist keine zwingende Infrastruktur, sondern für Reeder nur eine Option, wenn die Kosten stimmen und die Planbarkeit gegeben ist, diese Abkürzung zu nehmen», sagt Jens Broder Knudsen der Deutschen Presse-Agentur.

Der Nord-Ostsee-Kanal «leidet darunter, dass dessen Nutzung so unplanbar und aufgrund von Ausfällen der Schleusen zunehmend unzuverlässig geworden ist», sagt Knudsen. Die rund 100 Kilometer lange Wasserstraße von Brunsbüttel nach Kiel ist eine Abkürzung im Vergleich mit der Route um Skagen. Schiffe sparen so eine Menge Treibstoff. Eine Kanalpassage dauert je nach Schiffsgröße bis zu etwa zehn Stunden.

Investitionen und Personal

Der Ausbau und die Sanierung der künstlichen Wasserstraße von Kiel bis nach Brunsbüttel laufen seit mehr als einem Jahrzehnt. Nach früheren Angaben des Wasserstraßen-Neubauamts Nord-Ostsee-Kanal sind bereits rund zwei Milliarden Euro verbaut, weitere zwei Milliarden werden schätzungsweise folgen. Ein Teil fließt in die 5. Schleusenkammer in Brunsbüttel (1,2 Milliarden Euro).

«Danach wird es weniger Krisenmodus und mehr geordneten Betrieb geben», sagt Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Claus Ruhe Madsen (CDU). «Der Kanal wurde über viele Jahre extrem vernachlässigt und weist daher einen Sanierungsstau auf, der jetzt langsam aber sicher abgearbeitet wird.» Die Investitionen erhöhten die Betriebssicherheit und Verlässlichkeit der Wasserstraße. «Auch wenn der Bund damit schon viel früher hätte anfangen müssen.»

Wenig Verständnis hat Madsen für das Festhalten der Bundesregierung am Stellenabbau. «Die Schifffahrtsverwaltung hat bereits jetzt Personalprobleme.» Der Bund müsse die Attraktivität seiner Arbeitsplätze im technischen und nautischen Segment erhöhen. «Sonst kann er die anstehenden Probleme nicht lösen und wird zudem als Arbeitgeber unattraktiv.»

Was zu tun wäre

«Die Symbolwirkung, etwas Neues zu bauen, ist politisch höher als bei Investitionen in den Erhalt einer Infrastruktur», sagt Knudsen. «Aber wenn der Bund den Bereich Wartung und Instandhaltung nicht mindestens auf gleichem Niveau sicherstellt, dann bringt der ganze Neubau und die Grundsanierung des Kanals nichts, weil dessen Fundament wegbricht.»

Nach Ansicht des Experten wird die Bedeutung maritimer Infrastruktur von der Politik noch immer unterschätzt: «Im Sondervermögen sind Straße und Schiene berücksichtigt worden, nicht aber die Wasserstraßen. Böse Zungen behaupten, weil der Wähler nicht auf der Wasserstraße unterwegs ist.» Manche verstünden die Bedeutung des Kanals für den Hamburger Hafen und die Lieferketten generell erst, wenn der Lieblings-Pudding nicht mehr im Supermarkt zu finden sei.

Kritisch sieht Knudsen die wegen Erosionsschäden an den Böschungen bereits 2023 beschlossene Geschwindigkeitsbeschränkung von Tempo 15 auf Tempo 12, die zu längeren Durchfahrtszeiten und damit zu höheren Entgelten für Lotsen und Kanalsteurer führt. «Kleinere Schiffe müssen wieder mit höheren Geschwindigkeiten fahren dürfen.»

Knudsen ist auch geschäftsführender Gesellschafter von Sartori & Berger, einem Kanalmakler, der Dienstleistungen für die Schifffahrt übernimmt. Die vom Bund aus Attraktivitätsgründen halbierte Befahrungsabgabe findet er richtig, einen in Rede stehenden kompletten Wegfall lehnt er dagegen ab. «Die Kundschaft begrüßt ausdrücklich die Beibehaltung der Reduzierung.» Sie sei dankbar für die Senkung.

«Der Bund sollte diese Einnahmen nicht aufgeben, sondern gezielt zum Nutzen der Kunden einsetzen, beispielsweise zur Finanzierung der Kosten im Zusammenhang mit der Schlepperannahmepflicht», sagt Knudsen. Diese könne für kleine Schiffe einen überproportionalen Anteil ausmachen, der die ganze Reise verhagele. Ein Wegfall der Schlepperkosten «wäre gerade für die kleinen Schiffe ein Punkt, den Kanal künftig nicht mehr zu meiden».

Der Leiter der Unterabteilung Seeschifffahrt in der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Heiko Böschen, verweist auf die Sicherheit. «Die Schlepperannahmepflicht ist eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, wenn nur eine große Schleusenkammer zur Verfügung steht. Diese Maßnahme trägt dazu bei, Havarien zu verhindern.» Die Schifffahrt akzeptiere diese Pflicht. «Der NOK ist dadurch jederzeit nutzbar.»

Statistik

Vor dem Hintergrund gestiegener Energiepreise haben im März wieder mehr Schiffe die künstliche Wasserstraße angesteuert. Den Kanal nutzten im vergangenen Monat 1.988 Schiffe und damit gut 500 mehr als im Februar. Im Januar waren es 1.785 Schiffe. Was noch wichtiger ist: Sie transportierten wieder mehr Ladung. Im März waren es knapp 6,46 Millionen Tonnen, knapp 158.000 Tonnen mehr als vor einem Jahr. Im Januar lag die Ladungsmenge bei 5,94, im Februar bei 5,07 Millionen Tonnen.

2025 war die Zahl der Schiffspassagen um fast 10,5 Prozent zurückgegangen. Zwischen Nord- und Ostsee befuhren den Kanal 22.262 (2024: 24.866) Schiffe. Dafür werden die Schiffe immer größer. Die sogenannte Bruttoraumzahl, die rechnerische Gesamtgröße eines Schiffes im Durchgangsverkehr von Kiel bis Brunsbüttel und umgekehrt, stieg von 5.688 auf 5.750.

Die Schiffe transportierten 2025 auf dem Kanal rund 69,5 Millionen Tonnen Ladung. 2024 waren es knapp 75,6 Millionen Tonnen. Wegen der Sanktionen gegen Russland transportierten Schiffe 2025 nur rund 1,85 Millionen Tonnen von und zu den russischen Häfen. 2021 waren es noch 14,22 Millionen Tonnen.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963493/1

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Wal soll transportiert werden – Zeit noch offen

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Kirchdorf (dpa) –

Wann geht es für den gestrandeten Wal Richtung offenes Meer? Ob der Buckelwal am Sonntag transportiert werden kann, ist zunächst noch offen. Dem Wal solle die für den Transport benötigte Plane vorgelegt werden, wie ein Teammitglied der privat finanzierten Rettungsaktion am Morgen der Deutschen Presse-Agentur in Kirchdorf sagte. Dann müsse man sehen, wie er darauf reagiere. 

Am Vormittag hatten sich Mitglieder des Rettungsteams im Hafen länger mit den Behörden und der DLRG besprochen. Zum Zeitplan hält sich die private Initiative bereits seit Tagen eher bedeckt – nach eigenen Angaben auch, um den Druck von außen auf das Team nicht zu erhöhen. Es sind deshalb weder Details zum Zeitplan noch zu den konkreten Arbeiten auf der Plattform bekannt. 

Der Wal selbst lag am Vormittag weitgehend bewegungslos in der Bucht, in der das Wasser in seiner Nähe etwa brusthoch ist. Am frühen Morgen war er ein wenig aktiver und bewegte seine Schwanzflosse so, dass sie außerhalb des Wassers zu sehen war.

Zwischen dem Hafen in Kirchdorf und dem vor der Insel Poel liegenden Wal waren DLRG-Boote unterwegs, die auch zur Sicherung des Einsatzpersonals vor Ort sind. Insgesamt sind fünf DLRG-Boote und ein Jet-Ski am Hafen von Kirchdorf und etwa 20 DLRG-Kräfte rund um den Buckelwal im Einsatz. 

Geldgeber hoffen auf Kooperation des Wals

Die Rettungsaktion wird von Unternehmerin Karin Walter-Mommert und Mediamarkt-Gründer Walter Gunz finanziert. In der «Bild»-Zeitung sagte Gunz, dass die Aktion, ihn in die richtige Richtung zu bewegen, am Sonntag beginnen soll. «Wir hoffen sehr, dass er wie bisher gut mitmacht und erkennt, dass wir ihm helfen wollen.»

Am Samstag hatte eine der Tierärztinnen, die für die Initiative den Wal betreut und äußerlich untersucht hat, erklärt, dass das Tier eine reelle Chance habe. Die Situation sei schwierig, sagte die Veterinärin Janine Bahr-van Gemmert, die auf Föhr ein Robbenzentrum leitet, bei einer Pressekonferenz im Hafen von Kirchdorf. 

Tierärztin: «Wir machen das Beste für den Wal!»

Kritik von Wissenschaftlern und anderen Fachleuten an der Aktion wies Bahr-van Gemmert zurück: «Diese Leute haben diesen Wal ja nicht gesehen. Wir haben ihn vor Ort gesehen.» 

Wissenschaftler, Fachleute von Behörden sowie Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen waren sich nach umfassender Prüfung zuletzt einig, dass der Wal Ruhe brauche und weitere Eingriffe dem Tier massive Schäden zufügen würden. Der Buckelwal sei orientierungslos und so schwach und geschädigt, dass er die Heimreise nicht schaffen werde.

Bahr-van Gemmert und der Rest des Teams sind jedoch überzeugt: «Wir machen das Beste für den Wal.» Helfer hatten unter anderem versucht, das Maul des Tieres zu kontrollieren. «Es sollte geguckt werden, ob noch ein Stück Netz in den Barten ist», sagte die Tierärztin weiter. Das sei jedoch nicht gelungen. Außerdem legten sie wieder schützende Decken mit Zinksalbe auf die geschädigte Haut des geschwächten Tieres.

Wal soll mit schwimmenden Plattformen transportiert werden

Die Aktion wird vom Umweltministerium beobachtet und eng mit Behördenvertretern abgestimmt. Geplant ist, dass unter den Wal eine zwischen Pontons – also schwimmenden Plattformen – befestigte Plane geführt wird. Damit soll er aus dem flachen Bereich geborgen und später Richtung Nordsee gebracht werden.

Die Pontons sollen dazu von einem Schlepper an einer langen Leine gezogen werden. Messungen des Umweltministeriums zufolge ist der Buckelwal 12,35 Meter lang, 3,20 Meter breit und 1,60 Meter hoch.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963499/4

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Fährpreise nach Spiekeroog steigen – andere Inseln warten ab

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Spiekeroog (dpa/lni) –

Wer in nächster Zeit für eine Auszeit auf die ostfriesische Insel Spiekeroog reisen möchte, muss sich auf höhere Ticketpreise bei den Fährfahrten einstellen. Die Nordseebad Spiekeroog GmbH kündigte an, einzelne Fährtarife wegen gestiegener Kraftstoffkosten infolge des Krieges im Iran anzuheben. Andere Fährgesellschaften an der ostfriesischen Nordseeküste prüfen die Lage, wieder andere wollen solche Preissteigerungen unbedingt vermeiden. Ein Überblick: 

Spiekeroog erhöht Preise, Langeoog prüft

Eine Hin- und Rückfahrt nach Spiekeroog kostet bei Onlinebuchung für eine erwachsene Person ab sofort 63 Cent und für Jugendliche 27 Cent mehr. Damit würden sich die Preissteigerungen je nach Ticketart in einem «moderaten, niedrigen einstelligen Prozentbereich bewegen», teilte die Nordseebad Spiekeroog GmbH mit. Gestiegene Betriebskosten vor allem beim Treibstoff machten die Preiserhöhungen notwendig. Die Preise für Schiffsdiesel seien im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 50 Prozent gestiegen. Für den Fährbetrieb entstünden dadurch zurzeit zusätzliche Kosten in fünfstelliger Höhe. 

Die Inselgemeinde Langeoog, die den Fährverkehr von und zur Insel selbst betreibt, meldete: Alle Optionen bezüglich einer Fahrpreiserhöhung würden derzeit geprüft. Noch gebe es kein Ergebnis. «Die gestiegenen Kraftstoffpreise treffen die Schifffahrt Langeoog in vollem Umfang», sagte eine Sprecherin der Inselgemeinde. 

Keine Erhöhung für Baltrum und Wangerooge 

Keinen Treibstoffzuschlag plant vorerst die Baltrum-Linie, die den Fährverkehr zwischen dem Festland und der kleinsten ostfriesischen Insel betreibt. «Wir beobachten die Lage aufmerksam und würden nur dann neu kalkulieren, wenn ein länger anhaltender Engpass beim Treibstoff sowie ein außergewöhnlich hoher Einkaufspreis dies zwingend erforderlich machen», teilte die Baltrum-Linie mit. Ziel der Reederei sei es, den Fahrgästen zusätzliche Kosten «so weit wie möglich zu ersparen und dies bei einem unveränderten Fahrplan».

Auch im Fährverkehr von und nach Wangerooge sollen die Ticketpreise der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge (SIW), ein Tochterunternehmen der Deutschen Bahn, vorerst unverändert bleiben. «Aktuell ist nicht geplant, die Preise zu erhöhen», sagte eine Bahnsprecherin. Die Energieversorgung sei für das laufende Jahr weitestgehend gesichert. «Die Entwicklung der Marktpreise schlägt daher kurzfristig nicht voll und unmittelbar durch.»

Langfristige Lieferverträge bringen Sicherheit 

Eine ähnliche Vorsorge hat auch die Reederei Norden-Frisia getroffen, die mit ihren Fähren die Inseln Juist und Norderney ansteuert. «Um auf Schwankungen bei den Kraftstoffpreisen vorbereitet zu sein, sichern wir einen definierten Teil unseres kalkulierten Jahresbedarfs frühzeitig zu einem Festpreis ab», teilte eine Reederei-Sprecherin mit. Nur für die benötigte Menge an Treibstoff, die darüber hinaus gehe, falle der tagesaktuelle Marktpreis an. 

Das schaffe Planungssicherheit und trage dazu bei, Preisentwicklungen besser abzufedern, sagte die Frisia-Sprecherin. «Eine Fahrpreiserhöhung ist aktuell nicht geplant.» Gleichzeitig wolle die Reederei weiter daran arbeiten, ihre Flotte unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen. Seit vergangenem Jahr gehört ein E-Katamaran zur Flotte. 

Entwarnung gibt auch die AG Ems, die mit Fähren von Emden und Eemshaven zur Insel Borkum fährt. Ein Großteil des jährlich benötigten Gasöls und Flüssigerdgases (LNG) sei durch langfristige Verträge abgesichert, teilte eine Reederei-Sprecherin mit. «Aus diesem Grund sind wir von der derzeitigen Preisentwicklung bislang kaum betroffen.» Für die Fahrgäste bedeute das auch in turbulenten Zeiten stabile Ticketpreise. 

Zudem sind die Kapitäne der Nordseefähren nach Angaben vieler Reedereien ohnehin angehalten, ressourcenschonend zu fahren. Zusätzliches Einsparpotenzial gibt es im Linienverkehr der Fähren laut Fährunternehmen aber kaum, zum Beispiel, weil Fähren wegen der Gezeiten oder für Bahnanschlüsse am Festland zu bestimmten Zeiten fahren müssen.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963447/1

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«Ein Jahr ohne Lorenz» – Demo erinnert an tödliche Schüsse

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Oldenburg (dpa/lni) –

Unter dem Titel «Ein Jahr ohne Lorenz» wollen sich heute (14.00 Uhr) zahlreiche Menschen zu einer Demonstration in der Oldenburger Innenstadt versammeln. Sie erinnern an den 21-jährigen Lorenz, der bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum 20. April 2025 in der Fußgängerzone erschossen wurde. 

Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» ruft zum Gedenken und Protest auf. Ihr zufolge haben auch Menschen aus Bremen, Hamburg, Osnabrück und Hannover ihr Kommen angekündigt. Möglicherweise werden auch Angehörige von Lorenz sprechen. An der Kundgebung beteiligen sich auch Gruppen, die an andere durch Polizeigewalt ums Leben gekommene Menschen erinnern wollen. 

Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» und andere Aktivisten befürchten, dass die Schüsse einen rassistischen Hintergrund haben. Sie fordern Aufklärung und Gerechtigkeit.

© dpa-infocom, dpa:260419-930-963312/1

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Paderborn springt mit 1:1 bei Hannover 96 an die Spitze

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Hannover (dpa) –

Der SC Paderborn hat vorerst Platz eins der 2. Fußball-Bundesliga erobert. Durch das 1:1 (1:0) im Topspiel bei Hannover 96 steht das Team von Trainer Ralf Kettemann mit 58 Punkten dank des besseren Torverhältnisses zumindest bis Sonntag vor Schalke 04 an der Spitze. Hannover 96 (54) liegt auf Tabellenplatz vier nun einen Punkt hinter dem Dritten SV Elversberg (55).

 

In den ersten 20 Minuten war einzig die eindrucksvolle Choreographie der Fans von Hannover 96 mit schwarz-weiß-grünen Fahnen zum 130. Vereinsgeburtstag bemerkenswert. Die erste gute Chance des Spiels entstand eher zufällig: Eine Flanke von 96-Stürmer Benjamin Källman wollte Paderborns Raphael Obermair klären. Sein Versuch landete am Kopf von Hannovers Waniss Taibi, von dort ging der Ball an den Pfosten.

Götze trifft nach Torwart-Fehler

Auf der Gegenseite sorgte ein 96-Fehler für das erste Tor. Hannovers Schlussmann Nahuel Noll faustete nach einer Obermair-Ecke am Ball vorbei, Felix Götze musste nur noch zur Gäste-Führung eindrücken (40. Minute).

Nach der Pause verpasste ausgerechnet Stefano Marino (51./56.) das 2:0. Der Stürmer lief in der vergangenen Saison für die zweite Mannschaft von Hannover 96 auf.

Paderborn verteidigte in der zweiten Hälfte lange Zeit sehr klug. Doch eine perfekte Flanke von Mustapha Bundu wirbelte die Verteidigung durcheinander: Benjamin Källman köpfte unbedrängt zum 1:1-Ausgleich (78.) ins Paderborner Tor. Mit seinem 14. Saisontreffer rettete der Finne seiner Mannschaft einen Punkt.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-963155/1

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Akku-Brand in Hannover: Zwei Verletzte nach Wohnungsfeuer

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Hannover (dpa/lni) –

Beim Brand eines Akkus in einer Wohnung in Hannover Linden-Nord sind zwei Menschen verletzt worden. Beim Eintreffen der Feuerwehr in dem Mehrfamilienhaus sei eine Fensterscheibe durch die Hitze bereits geborsten gewesen, teilte die Feuerwehr mit. Das Feuer sei zu diesem Zeitpunkt weitgehend erloschen gewesen, habe aber noch Nachlöscharbeiten und eine Entrauchung der Wohnung erforderlich gemacht.

Der Bewohner habe zunächst versucht, den Brand selbst zu löschen, und danach sich sowie eine weitere Person ins Freie gebracht. Er habe Verbrennungen und eine Rauchgasvergiftung erlitten. Die zweite Person habe ebenfalls Rauch eingeatmet. Beide seien nach der Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht worden.

Weitere Angaben zur Brandursache, zur Art des Akkus und zur Höhe des Schadens lagen zunächst nicht vor.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-963019/1

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Schiffe von MSC und TUI haben Straße von Hormus passiert

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Genf/Hamburg (dpa) –

Durch den Iran-Krieg im Persischen Golf gestrandete Kreuzfahrtschiffe haben erfolgreich die Straße von Hormus durchquert und sind auf dem Weg nach Europa. Darunter sind «Mein Schiff 4» und «Mein Schiff 5» von TUI Cruises und die «MSC Euribia» der Schweizer Gesellschaft MSC. 

Die Schiffe seien am Samstag im Konvoi durch die Meerenge vor dem Iran gefahren, sagte ein MSC-Sprecher. «Die Durchfahrt erfolgte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden», hieß es. 

Die TUI-Schiffe seien auf dem Weg Richtung Mittelmeer, teilte das Unternehmen in Hamburg mit. Weitere Details zum Routenverlauf und Zeitplan will die Reederei mitteilen, sobald diese verlässlich feststehen. Die «MSC Euribia» fährt nach Angaben ihrer Gesellschaft nach Nordeuropa. Die Kreuzfahrt der «Euribia» ab Kiel am 16. Mai werde wie geplant stattfinden. 

Straße von Hormus angeblich wieder zu

Die USA und der Iran hatten gerade erst die Öffnung der Straße von Hormus verkündet, doch machte ein Sprecher des Hauptquartiers der iranischen Streitkräfte dies laut Nachrichtenagentur Fars dies am Samstag wieder rückgängig. Der Iran gehe militärisch gegen Schiffe vor, hieß es. Als Grund nannte er die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA.

Nach Angaben des Schiffsdatendienstes MarineTraffic war das Kreuzfahrtschiff «Celestial Discovery» -die ehemalige «Aida aura» – am Freitag das erste, das seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar die Straße von Hormus durchquerte. Mehrere Kreuzfahrtschiffe waren unter anderem in verschiedenen Häfen gestrandet, nachdem die USA und Israel Ende Februar Angriffe aus den Iran starteten und der Iran einen Beschuss von Schiffen in der Meerenge androhten.

Die «MSC Euribia» saß in Dubai fest, «Mein Schiff 4» in Abu Dhabi und die «Mein Schiff 5» in Doha. Nach der Evakuierung der Passagiere waren kleine Crews an Bord verblieben. Deutschlands größter Kreuzfahrtanbieter Aida Cruises hat keine Schiffe in der Golfregion. Die Reederei hatte vergangenen Sommer entschieden, aufgrund der Lage keine Reisen in der Region anzubieten.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962930/1

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Wolfsburgs Arnold weint nach Jubiläum: «Es ist brutal»

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Berlin (dpa) –

Angesprochen auf sein 400. Bundesliga-Spiel pustete Maximilian Arnold mehrmals kräftig durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. «Es ist brutal. Schon besonders», sagte der Kapitän des VfL Wolfsburg nach seinem Jubiläum beim TV-Sender Sky. Dass die Niedersachsen zuvor mit 2:1 beim 1. FC Union gewonnen und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft hatten, machte den Tag noch besonderer für den 31-Jährigen. 

Ein einzelnes Spiel aus den 400 wollte Arnold nicht herauspicken und als das besondere hervorheben. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich hätte alle genossen. Jeder Sieg, den man in der Bundesliga feiert, ist etwas Besonderes. Ich genieße es einfach, Bundesliga zu spielen», befand der frühere Nationalspieler.

Anschließend richtete Arnold noch eine Liebeserklärung an seine Frau Jenny. Auf die Frage, welche Person in den Jahren die wichtigste gewesen sei, sagte Arnold: «Meine Frau. Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Sie nimmt mich so, wie ich bin. Ich bin manchmal echt sehr, sehr schwierig. Sie ist mein Fels in der Brandung», sagte der Wolfsburger.

© dpa-infocom, dpa:260418-930-962899/1

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