Ein Mann ist in Hamburg-Harburg am Montag durch Schüsse schwer verletzt worden. Eine ähnliche Meldung über Schüsse in Harburg gab es bereits am Freitag. Verletzt wurde da nach heutigem Stand niemand. Und wiederum einen Tag davor hatten Anwohner:innen berichtet, Schüsse gehört zu haben. Im Zusammenhang mit den heutigen Schüssen sucht die Polizei nun zwei Männer – einer kräftig und 1,80 Meter groß mit blauem Shirt sowie weißer Jacke, der andere 1,70 Meter groß, schwarz, dicklich und mit blauem Kapuzenpullover. Zeug:innen sind aufgerufen, sich bei der Polizei zu melden.
Am heutigen Montag fand der 56. Tag im Prozess um Christina Block in Hamburg statt. Wer hat den Auftrag für die Entführung der Kinder aus Dänemark erteilt? Dies ist die alles entscheidende Frage. Der mutmaßliche Chef des Entführungskommandos aus Israel, David Barkay, hatte bereits ausgesagt und Christina Block belastet. Heute war er wieder als Kronzeuge vor Ort und stellte sich den Fragen der Verteidigung.
Bei einer Party in Garbsen (Niedersachsen) sind drei Frauen vermutlich durch K.-o.-Tropfen verletzt worden. Wie aus einer Mitteilung der Polizei hervorgeht, litten mehrere Frauen bei einer Ü-30-Party am Blauen See am Samstagabend unter Übelkeit und Erbrechen, drei von ihnen mussten medizinisch versorgt werden.
Die Symptome ließen vermuten, dass ihnen K.-o.-Tropfen verabreicht wurden. Zeugenaussagen ergaben Hinweise auf drei verdächtige Männer, die weiße oder gelbe Hemden oder Shirts trugen. Die Frauen wurden in Krankenhäusern weiterbehandelt. Bislang konnten die Männer nicht ausgemacht werden. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.
Der angeschossene Polizist ist inzwischen außer Lebensgefahr. Foto: Stefan Rampfel/dpa
Ein Polizist ist in der Göttinger Innenstadt angeschossen und schwer verletzt worden. Hintergrund war eine Auseinandersetzung zwischen zwei rivalisierenden Göttinger Großfamilien, wie es von der Polizei hieß. Der Täter sei weiter auf der Flucht, teilten die Ermittler am Sonntagabend – rund 24 Stunden nach der Tat – mit.
Der angeschossene Polizist sei außer Lebensgefahr, sagte eine Polizeisprecherin. Ob er von einem Schuss oder mehreren Schüssen getroffen wurde, ist noch unklar. „Das ist Bestandteil der Ermittlungen.“
Plötzlich Schüsse – „Alle auf den Boden“
Menschen aus zwei verschiedenen Gruppen waren an der Auseinandersetzung vor der Schussabgabe beteiligt. Wer genau, werde derzeit noch geprüft, hieß es von der Polizei.
Die Situation eskalierte am Samstagabend gegen 22:15 Uhr in der Nähe einer Tankstelle. Auf einem Video ist zu sehen, wie Menschen hinter einer Mauer Schutz suchen. Ein Polizist duckt sich hinter einem Streifenwagen, jemand schreit laut: „Alle auf den Boden. Auf den Boden.“ Schüsse sind zu hören.
Bei dem Einsatz wurde ein Polizist getroffen. Sanitäter brachten ihn schwer verletzt ins Krankenhaus. Am frühen Sonntag gab die Polizei Entwarnung: „Eine akute Lebensgefahr wird nach derzeitigem Stand nicht mehr angenommen.“
Warum eskalierte der Konflikt?
Worum es bei dem Konflikt ging und warum die Situation so eskalierte, blieb vorerst unklar. Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass die Schüsse mit einer scharfen Waffe abgegeben wurden. „Wie viele Schüsse gefallen sind, ermitteln wir noch“, sagte die Polizeisprecherin.
Polizei fahndet nach dem Täter
Laut Polizei floh ein Mensch direkt nach den Schüssen vom Tatort. Dabei könnte es sich um den Täter handeln. Zahlreiche Einsatzkräfte suchten noch in der Nacht nach ihm. Auch ein Hubschrauber kreiste zwischenzeitlich über der Stadt. „Wir wollen den Schützen kriegen. Darauf liegt jetzt unser Fokus“, betonte die Polizeisprecherin.
Dabei bitten die Ermittler:innen um Hilfe. Wer etwas Verdächtiges in der Nähe des Tatorts beobachtet hat, soll sich bei der Polizei melden. Die Beamten erhoffen sich Hinweise zur Schussabgabe und zum Schützen.
Schon kurz nach der Tat meldeten sich mehrere Zeug:innen bei der Polizei. „Wir haben Hinweise bekommen, die wir weiter auswerten“, sagte die Polizeisprecherin.
So nahm etwa ein Mann wahr, dass sich ein Mensch nach schussähnlichen Knallgeräuschen vom angrenzenden Gelände der Universität in Richtung Kreuzbergring entfernt habe. Der Zeuge konnte jedoch nicht berichten, wie die Person genau aussah. Die Einsatzkräfte werten zudem Videos von der Tat aus, die in sozialen Netzwerken kursieren.
Schüsse fielen während Stadtfest
Zum Zeitpunkt der Tat feierten Tausende Menschen in der Innenstadt die „Nacht der Kulturen“. Bei dem Stadtfest treten auf mehreren Bühnen verteilt Musiker:innen, Artist:innen und andere Künstler:innen auf.
Die Tat spielte sich laut Polizeiangaben aber ein gutes Stück entfernt am Rand der Innenstadt ab – direkt auf einem Gehweg neben der Bundesstraße 27, die aus Göttingen hinausführt. Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt Gefahr bestanden, betonten die Ermittler.
Innenministerin verurteilt Gewalt-Eskalation
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens zeigte sich schockiert. „Diese Eskalation der Gewalt ist erschreckend und absolut inakzeptabel“, teilte die SPD-Politikerin mit. „Wer einen Polizisten auf solch brutale Weise attackiert, verachtet den Rechtsstaat und greift damit uns alle an.“
Göttingens Polizeipräsidentin Tanja Wulff-Bruhn sagte, Priorität habe derzeit der Gesundheitszustand des schwer verletzten Polizisten. „Wir sind alle in Gedanken bei ihm, seinen Angehörigen, Freundinnen und Freunden und auch bei den Kolleginnen und Kollegen, die diese schreckliche Tat mit ansehen mussten.“ Es werde alles daran gesetzt, den Schützen so schnell wie möglich dingfest zu machen.
Der Leiter der Polizeiinspektion Göttingen, Marco Hansmann, sagte: „Es wird viel Präsenz in der Stadt geben, nicht nur um die Bürgerinnen und Bürger im Sinne der Gefahrenabwehr zu schützen, sondern ihr Sicherheitsgefühl vor dem Hintergrund dieser Tat wieder zu stärken.“
Die „Funny Girl“ erreicht am Abend Cuxhaven. Foto: Helge Toben/dpa/Archiv
Eine havarierte Helgoland-Fähre mit rund 60 Reisenden an Bord hat am Abend wieder Festland erreicht. Die „Funny Girl“ machte gegen 22:30 Uhr in Cuxhaven (Niedersachsen) fest, wie ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger der Nachrichtenagentur dpa sagte.
Wegen eines technischen Defektes hatte die Fähre mehrere Stunden manövrierunfähig vor der Nordseeinsel Helgoland getrieben. Fünf Kilometer vor der Insel sei der Motor ausgefallen, berichtete eine Sprecherin der Polizei.
Der Seenotrettungskreuzer „Herrmann Marwede“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger machte sich daraufhin auf den Weg zum Schiff, um es nach Helgoland zu schleppen. Nach Angaben der Polizeisprecherin war es aber nicht möglich, dort anzulegen.
Daraufhin wurde entschieden, die „Funny Girl“ mitsamt aller Reisenden nach Cuxhaven zu schleppen. Dafür waren zwei Schlepper im Einsatz. Westwind mit rund 60 Kilometern pro Stunde erschwerte die Aktion.
Gestartet war das Schiff am Morgen in Büsum – wie jeden Tag seit Anfang April. Normalerweise braucht es für die Fahrt zu Deutschlands einziger Hochseeinsel je nach Wetterlage und Strömung etwa zweieinhalb Stunden.
Reederei organisiert Rückreise der Fahrgäste
In Cuxhaven soll die „Funny Girl“ der zuständigen Reederei Adler & Eils zufolge einer technischen Untersuchung unterzogen werden. So soll die Ursache des Defektes festgestellt werden. Für die Fahrgäste wurde ihre Weiter- oder Rückreise organisiert. Auch für die auf der Nordseeinsel Helgoland wartenden Reisenden wurden Ersatzlösungen eingerichtet.
Die Fährfahrten zwischen Helgoland und Büsum wurden für Sonntag und Montag zunächst abgesagt. Wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, ist noch unklar.
Der Prozess um Christina Block und die Entführung ihrer Kinder aus Dänemark ist am Freitag mit regelrechten Plädoyers fortgesetzt worden. Diese werden für gewöhnlich erst am Ende gehalten. Doch heute hatten die Anwälte die Möglichkeit, Erklärungen über die Aussagen von Zeugin und möglicher Mittäterin aus Israel, Keren T., abzugeben. Diese hatte Christina Block belastet.
Ein Urteil in dem Mammutprozess könnte im August oder Herbst fallen.
Naturkatastrophen, aber auch die Kriegsgefahr in Europa richten den Fokus in Deutschland verstärkt auf den Bevölkerungs- und Katastrophenschutz. Das Rote Kreuz in Bremen hat den nun gebündelt: Ein neues Katastrophenschutzzentrum soll dazu beitragen, dass Hilfe im Ernstfall schnell zu den Betroffenen kommt.
Alle Reisende mussten den Bereich hinter den Sicherheitskontrollen verlassen. Frank Molter/dpa
Gut zweieinhalb Stunden nach der Sperrung des Sicherheitsbereiches des Hamburger Flughafens ist der Betrieb wieder aufgenommen worden. Die Sicherheitskontrollen seien wieder geöffnet, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg. „Wir kehren wieder in den Normalbetrieb zurück.“
Nach Angaben des Hamburger Flughafens und der Bundespolizei war am Morgen, gegen 9:00 Uhr, ein Teil des Airports geräumt worden, weil ein Mann – wohl aus Versehen – einen Sicherheitsbereich betreten hatte.
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann eventuell gefährliche Gegenstände im Sicherheitsbereich hinterlegt hatte oder andere Gefahren bestanden, war der leer geräumte Bereich komplett durchsucht worden. Alle Fluggäste mussten deshalb wieder vor die Sicherheitskontrollen zurück.
In einem Waldstück im Hamburger Stadtteil Rissen ist am Nachmittag eine leblose Person gefunden worden. Der Lagedienst der Polizei bestätigte entsprechende Berichte vom „Hamburger Abendblatt“ und von der „Bild“-Zeitung. Die Mordkommission habe die Ermittlungen übernommen. Mehr Informationen gebe es bislang nicht, hieß es.
Dem Bericht der „Bild“-Zeitung zufolge hatten zwei Frauen die Leiche eines jungen Mannes an einem Golfplatz gefunden. Dem Blatt zufolge gingen Ermittler:innen von einem Gewaltverbrechen aus. Der Körper des Mannes weise erhebliche Verletzungen auf. Angeblich sei der Mann bereits längere Zeit tot gewesen und erst kürzlich am Fundort abgelegt worden sein.
Die Spurensicherung des Landeskriminalamts ist nach Polizeiangaben bereits eingetroffen und untersucht den Fundort. Dem „Hamburger Abendblatt“ zufolge wurden Zelte angefordert, um die Spurenlage vor Regen zu schützen.