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Tetris Effect: Eine innovative Neuinterpretation des Klassikers
Die folgende Rezension basiert auf einem Podcast, der auch als Video verfügbar ist.
Wie lässt sich Tetris innovativ weiterentwickeln? Das Grundspiel ist seit über 30 Jahren genauso spielbar wie damals. Es gibt Veränderungen in den Spielregeln, die Einführung neuer Modi oder Kombinationen mit anderen Spielen. Während moderne Versionen von Tetris oft danach fragen, wie man das Spiel unterhaltsamer gestalten kann, bleibt die Frage offen: „Wie macht man Tetris zu einem Erlebnis?“
Hier tritt Tetsuya Mizuguchi von Enhance Inc. mit Tetris Effect auf den Plan. Das Spiel verbindet die grundliegenden Mechanismen von Tetris mit den einzigartigen visuellen und akustischen Stilrichtungen vergangener Werke wie Rez und Lumines. Im Hauptmodus „Journey“ werden die Spieler durch 27 Level geführt, die jeweils mit einem eigenen interaktiven Design und Musik ausgestattet sind. Das Räumen einer vorgegebenen Linienanzahl ermöglicht den Fortschritt von einer Stufe zur nächsten, begleitet von visuellen Klanglandschaften, die von fliegenden Windmühlen über vulkanische Hulas bis zu Weltraumwalen reichen. Die gesamte Reise dauert etwa zwei Stunden.
Tetris Effect gelingt es hervorragend, die Spieler in das Geschehen zu ziehen. Ein effektives Mittel dafür ist die Kontrolle über die Musik, die dynamisch durch Bewegungen der Tetriminos, deren Rotation und Abwurf sowie dem Räumen von Linien beeinflusst wird. Besonders bemerkenswert war die VR-Darstellung, die sich als meine bevorzugte Spielweise herausstellte. Die erste Erfahrung, in der ich in VR die fallenden Sterne sah und von tranceähnlicher Musik umhüllt wurde, war unvergesslich. Das Zusammenspiel von Musik, intensiven und teils überwältigenden visuellen Eindrücken und solidem Gameplay schafft ein emotionales Erlebnis, das das Spiel einzigartig macht.
Das Spiel bietet neben dem Journey-Modus auch den „Effect-Modus“, in dem verschiedene Tetris-Varianten gespielt werden. Das beinhaltet bekannte Modi wie Marathon (300 Linien so schnell wie möglich räumen) und Sprint (40 Linien in einer vorgegebenen Zeit). Neu hingegen ist der Modus „Purify“, bei dem Spieler infizierte Tetriminos so schnell wie möglich eliminieren müssen. Diese Variationen bieten eine willkommene Abwechslung und fungieren teilweise als Tutorials. Ein Beispiel ist der Modus „All Clear“, der den Spielern eine teilweise gefüllte Grube und eine vorgegebene Anzahl an Tetriminos bietet. Dies ermöglicht es, einzigartige Lösungen für Herausforderungen im regulären Tetris-Spiel zu entdecken.
Zusammen mit wöchentlichen Herausforderungen, bei denen Spieler gemeinsam Linien räumen müssen, schafft Tetris Effect Anreize, regelmäßig zurückzukehren und Avatare freizuschalten.
Tetris Effect ist insgesamt die für mich beste Iteration des Klassikers. Die Harmonisierung von Musik und visuellen Effekten schafft ein außergewöhnliches und immersives Tetris-Erlebnis, das durch die Virtuelle Realität weiter verstärkt wird.
Der Artikel Tetris Effect: Das süchtig machende Puzzle-Wunder für die Sinne! erschien zuerst auf Nordische Post

