Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Sonntag, 1. März 2026
Horoskop morgen: Widder
Sie können aus eigener Kraft viel erreichen. Legen Sie ruhig ein hohes Tempo vor, handeln Sie schnell und entschlossen. Spätabends bezaubern Sie jemanden mit Ihrem Charme.
Horoskop morgen: Stier
Konflikte im Beruf sollten Sie heute nicht zu kämpferisch austragen. Suchen Sie nach gemeinsamen Ansätzen und Zielen. Versöhnen Sie einander widerstrebende Kräfte!
Bis mittags sollten Sie ungewohnte Anstrengungen vermeiden. Der spätere Nachmittag ist Ihre beste Zeit, Sie beeindrucken mit Ihren Ideen. Lassen Sie sich abends nicht provozieren.
Horoskop morgen: Krebs
Lassen Sie sich heute von der Bedrückung anderer Menschen nicht anstecken. Versuchen Sie, positiv einzuwirken oder grenzen Sie sich ab, wenn Sie merken, dass es keinen Sinn hat.
Horoskop morgen: Löwe
Nehmen Sie heute Rücksicht auf Ihre Gesundheit, vergeuden Sie keine Kraft. Legen Sie vormittags immer wieder Pausen ein, um konzentriert zu bleiben. Gehen Sie abends früher schlafen!
Horoskop morgen: Jungfrau
Heute müssen Sie mit Verzögerungen rechnen. Lassen Sie Luft in Ihrem Terminkalender für unvorhergesehene Zwischenfälle. Machen Sie abends nur konstruktive Vorschläge!
Horoskop morgen: Waage
Lassen Sie sich heute nicht leichtfertig zu riskanten Handlungen verleiten. Fordern Sie Sicherheiten, wenn man Sie zu einer Beteiligung überreden möchte. Nicht erpressen lassen!
Horoskop morgen: Skorpion
Sie können heute mit großer Entschlossenheit eine weitreichende Entscheidung fällen. Offenbaren Sie sich nachmittags niemandem, der Ihre Vorsätze vernichten könnte.
Horoskop morgen: Schütze
Gehen Sie wichtige Vorhaben heute besser nicht an. Sie sind nicht vollkommen auf der Höhe und könnten selbst für unnötige Rückschläge sorgen. Seien Sie abends konsequent.
Horoskop morgen: Steinbock
Sie bringen heute guten Einsatz und erwerben damit Anerkennung, provozieren aber auch Neid. Fordern Sie keine Konkurrenzkämpfe heraus, verhalten Sie sich kollegial!
Horoskop morgen: Wassermann
Schalten Sie heute einen Gang zurück, schonen Sie sich körperlich! Ernähren Sie sich leicht und vitaminreich. Härten Sie sich ein bisschen ab, um sich gegen Infektionen stark zu machen.
Horoskop morgen: Fische
Sie entwickeln heute starke kreative Kräfte. Entfalten Sie sich spielerisch, experimentieren Sie! Abends kann es in der Partnerschaft zu Spannungen kommen. Gleichen Sie aus!
Dank Doppelpacker Harry Kane hat Bayern München den wütenden Angriff von Borussia Dortmund abgewehrt und den 35. Meistertitel weiter fest im Blick. Die Mannschaft von Trainer Vincent Kompany gewann ein umkämpftes Spitzenspiel beim Tabellenzweiten 3:2 (1:0) und baute ihren Vorsprung auf elf Punkte aus. Im Saisonendspurt haben die Bayern nun alle Trümpfe in der Hand, dem BVB droht hingegen nach dem Aus im DFB-Pokal und der Champions League eine weitere titellose Saison. Die Träume scheinen endgültig dahin.
„Wir wissen, dass es ein bedeutendes Spiel war“, sagte Jonathan Tah direkt nach dem Topspiel bei Sky. Die Frage, ob die Meisterfrage nun endgültig geklärt sei, wollte der Bayern-Verteidiger nicht direkt beantworten. Tah stellte aber klar: „Wir machen weiter und hören nicht auf.“
Schlotterbeck: Pleite ist für die Dortmunder „sau-ärgerlich“
BVB-Star Nico Schlotterbeck haderte mit dem Ergebnis. „Es war ein All-in-Spiel für uns. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir nicht alles gegeben haben“, sagte er und hielt fest: „Bayern macht ein Tor mehr.“ Die knappe Pleite sei „sau-ärgerlich“ für seine Mannschaft.
Schlotterbeck (26.) hatte die Dortmunder vom ersten Heimsieg gegen die Bayern seit November 2018 träumen lassen. Doch München konterte durch Kane (54.) – dann verwandelte der Stürmer einen von Schlotterbeck verursachten Foulelfmeter (70.). Kane steht nun bei 30 Saisontoren nach 24 Spielen. Daniel Svensson (83.) glich aus, dann konterte Joshua Kimmich (87.). Für die Dortmunder war es nach dem K.o in den Playoffs der Königsklasse unter der Woche bei Atalanta Bergamo ein weiterer herber Dämpfer.
Auch dank Kane! FC Bayern gewinnt mit 3:2 beim BVB
Die Bayern, bei denen der verletzte Torhüter Manuel Neuer von Jonas Urbig ersetzt wurde, bestimmten die Anfangsphase. Michael Olise (16.) vergab eine erste gute Möglichkeit, dann leistete sich Schlotterbeck ein heftiges Foul gegen Josip Stanisic (20.), der Nationalspieler hatte Glück, dass es Schiedsrichter Sven Jablonski bei der Gelben Karte beließ. Als dann Joshua Kimmich (24.) BVB-Torhüter Gregor Kobel aus der Distanz prüfte, schien der Bayern-Führungstreffer nah zu sein.
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Doch aus dem Nichts fiel das Tor auf der anderen Seite. Schlotterbeck traf nach einem Freistoß per Kopf. Der Treffer spielte dem BVB in die Karten, mit viel Einsatz und Härte in den Zweikämpfen nervten sie die Bayern. Maximilian Beier (34.) hätte das 2:0 nachlegen können. Die Bayern hatten Mühe, in der sehr hitzigen Atmosphäre zog Dortmund das Spiel nun auf seine Seite. Jeden Ballgewinn oder erfolgreichen Zweikampf feierten die Fans lautstark. In dem wilden Hin und Her entglitt den Münchnern immer mehr die Kontrolle.
Svensson glich noch mal aus – doch dann kam Kimmich
Mehr als ein weiterer Distanzschuss von Kimmich (45.) fiel den Bayern nicht ein. Noch vor der Pause musste der BVB verletzungsbedingt wechseln, für den starken Emre Can kam Pechvogel Ramy Bensebaini, der in Bergamo an allen vier Gegentreffern beteiligt gewesen war. Aber die Dortmunder Defensive wurde im zweiten Durchgang zunächst nicht geprüft, stattdessen drängte der BVB auf den zweiten Treffer. Doch wieder fiel das Tor auf der Gegenseite: Kane krönte eine starke Kombination über Kimmich und Serge Gnabry.
Die Bayern rissen nun wieder die Kontrolle an sich. Geduldig zogen sie ihr Kombinationsspiel auf, die Dortmunder, bei denen die Kräfte etwas schwanden, kamen nicht mehr so in die Zweikämpfe wie noch im ersten Durchgang. Nach einer Stunde brachte Kompany Jamal Musiala für Gnabry, um noch mehr Kreativität auf dem Platz zu haben. Als Schlotterbeck Stanisic zu Fall brachte, verwandelte Kane den Elfmeter nervenstark. Dortmund bündelte nun nochmals alle Kräfte, Svensson traf per Volley nach Flanke von Marcel Sabitzer. Doch Kimmich hatte das letzte Wort.
„Es liegt schon an uns, jetzt haben wir elf Punkte Vorsprung“, wusste der Matchwinner nach dem Schlusspfiff bei Sky zu berichten. Und dann versprach Kimmich: „Das werden wir nicht mehr abgeben!“ Heißt: Die Schale werde erneut an die Bayern gehen. (sid/mp)
Seit dem Morgen greifen Israel und die USA Ziele im Iran an. Nun gibt es Berichte über erste Todesopfer eines Raketenangriffs – in einer Grundschule.
Bei einem Raketenangriff im Süden Irans sind nach iranischen Angaben mindestens 85 Schülerinnen ums Leben gekommen. Getroffen worden sei eine Grundschule für Mädchen in der Provinz Hormusgan, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna. Mehr als 90 weitere Schülerinnen seien verletzt worden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.
Iranische Nachrichtenagentur spricht von direktem Raketenangriff
„Diese Schule war ein direktes Ziel dieses Angriffs“, hieß es in einem Bericht der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim. Die Trümmerbeseitigung sowie die Rettungsmaßnahmen für die Schülerinnen seien im Gange. Der Vorfall ereignete sich demnach im Kreis Minab unweit der Küste am Persischen Golf. Rund 170 Schülerinnen sollen sich in der Schule zum Zeitpunkt des Raketenangriffs aufgehalten haben.
In der Provinz Hormusgan liegen mehrere Marinestützpunkte der iranischen Streitkräfte. Weitere Details zu dem Angriff lagen zunächst nicht vor. Israel und die USA hatten am Samstagmorgen mit Angriffen auf den Iran begonnen. Zu dem im Iran gemeldeten Angriff auf die Mädchenschule gab es von den Ländern zunächst keine Angaben.
Das iranische Außenministerium veröffentlichte ein Foto, das die in Trümmern liegende Schule zeigen soll. „Dies ist ein offenkundiges Verbrechen. Die Welt muss sich dieser großen Ungerechtigkeit entgegenstellen“, sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai laut einer Mitteilung seines Ministeriums. (dpa/mp)
Der Kriegsherd im Nahen Osten umfasst zentrale Seefahrtgebiete wie den Golf von Oman, den Persischen Golf, das Mittelmeer und das Rote Meer. Die Folgen für Reeder und Welthandel sind nicht absehbar.
Von dem Krieg gegen den Iran sind deutsche Reedereien mit zahlreichen Schiffen und Besatzungen direkt betroffen. In vielen Unternehmen liefen Krisensitzungen, teilte der Verband Deutscher Reeder (VDR) mit. Schiffe würden – wo immer möglich – aus Gefahrenzonen herausgeführt, umgeleitet oder warteten außerhalb der Risikogebiete auf neue Anweisungen.
Straße von Hormus erheblich „eingeschränkt bis gar nicht passierbar“
„Die aktuelle Eskalation trifft das Herz globaler Seehandelsrouten und auch die Schiffe deutscher Reedereien, vor allem aber die Menschen an Bord, unmittelbar“, sagte Martin Kröger, Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder. „Für viele unserer Mitgliedsunternehmen ist dies eine akute operative Krise, keine abstrakte geopolitische Entwicklung.“
Rund um den Iran liegt die Meerenge Straße von Hormus. Für die globale Energieversorgung sowie den Container- und Tankerverkehr sei sie weltweit einer der kritischsten Engpässe. Nach aktuellen Lageeinschätzungen sei die Passage derzeit erheblich eingeschränkt bis gar nicht nutzbar.
Suezkanal als wichtigste Handelsroute zwischen Europa und Asien bedroht
Westlich davon verliefen – zwischen Israel, der arabischen Halbinsel und Nordostafrika – die stark frequentierten Seewege durch das Rote Meer mit der Meerenge Bab al-Mandab und dem Suezkanal, so der Verband. Diese Verbindung zähle zu den wichtigsten Handelsachsen zwischen Europa und Asien.
Die Kombination aus militärischer Eskalation im Umfeld des Persischen Golfs und anhaltenden Bedrohungen im südlichen Roten Meer schaffe ein durchgehendes Risikoband entlang zentraler Seehandelsrouten zwischen Europa und Asien. Es drohe eine weitere Ausweitung des Konflikts mit erheblichen Risiken für die Handelsschifffahrt in der gesamten Region. (dpa/mp)
Israel und die USA greifen den Iran an, um einen Machtwechsel in Teheran auszulösen. Der Iran reagiert mit Gegenangriffen – die Sorge vor einer Eskalation wächst.
Die USA und Israel haben massive Luftangriffe auf den Iran mit dem Ziel eines Machtwechsels in Teheran gestartet. US-Präsident Donald Trump rief die Iraner auf, die Führung des Landes in die Hand zu nehmen. „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung“, wandte er sich an das 90-Millionen-Volk. Die Islamische Republik reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in mehreren Golfstaaten. Der neue Krieg nach Verhandlungen der USA mit dem Iran löste weltweit Besorgnis und Warnungen vor einer Eskalation aus.
Israel: Gezielt iranische Führung angegriffen
Israel hatte am Morgen den Beginn eines „Präventivschlags“ verkündet. Kurz darauf bestätigte Trump in einer Videobotschaft Angriffe auch des US-Militärs. Diese zielten auch darauf ab, die militärische Schlagkraft des Landes zu vernichten und den Iran an der Entwicklung einer Atomwaffe zu hindern.
Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu begründete die neuen Angriffe ebenfalls mit der atomaren Bedrohung durch den Iran – nicht nur für sein Land. „Es darf nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen“, sagte Netanjahu.
Israel versuchte im Iran nach Militärangaben, gezielt Vertreter der Führung in Teheran anzugreifen. Am Morgen seien gleichzeitig mehrere Orte in der Hauptstadt attackiert worden, teilte die israelische Armee mit. Dort hätten sich „hochrangige Vertreter der politischen und sicherheitspolitischen Führung Irans versammelt“. Der Iran betonte hingegen, wichtige Staatsmänner wie der Präsident seien wohlauf. Verlässliche Berichte über den Verbleib von Irans oberstem Führer Ajatollah Ali Chamenei, dessen Residenz zerstört wurde, gab es zunächst nicht.
Panik im Iran – Dutzende Kinder durch Rakete getötet
Schwere Explosionen versetzten die Menschen in der Hauptstadt Teheran und in anderen Landesteilen in Panik. Welche Ziele dabei getroffen wurden, blieb unklar. Ein Video der Nachrichtenagentur Mehr zeigte große Zerstörung mitten in der Millionenmetropole. Auf der Aufnahme war ein völlig zerstörtes Gebäude zu sehen. Mehrere Rettungskräfte waren am Rande der Trümmer zu sehen.
Augenzeugen berichteten per SMS, dass sich in Teheran lange Schlangen an Tankstellen gebildet hätten. Viele Menschen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen. Geschäfte waren vielerorts geschlossen. Ärzte und Personal im Gesundheitswesen wurden aufgefordert, sich bereitzuhalten.
Explosionen wurden auch aus anderen Landesteilen gemeldet, unter anderem in Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris. Auch nahe der Kulturmetropole Isfahan gab es Explosionen. Dort befindet sich ein zentrales Nuklearzentrum. Im Süden des Landes wurden nach Angaben von Staatsmedien durch einen Raketenangriff 85 Kinder in einer Mädchenschule getötet.
Der Iran griff auch US-Militärstützpunkte in Golfstaaten an, die mit den Vereinigten Staaten verbündet sind. Die Vereinigten Arabischen Emirate, wo in Abu Dhabi ein Mensch durch Trümmerteile einer Rakete getötet wurde, sprachen von einer „gefährlichen Eskalation“ und einem „feigen Akt“.
Der Iran hat nach Einschätzung eines Experten nicht die Schlagkraft, die Amerikaner militärisch zu schwächen. „Die Iraner versuchen zwar, überall dort anzugreifen, wo die Amerikaner im Nahen Osten stationiert sind“, sagte der Politologe Maximilian Terhalle von der kalifornischen Stanford University der Deutschen Presse-Agentur. Das seien aber eher Nadelstiche.
Raketenalarm in Israel
In vielen Teilen Israels und des Westjordanlands gab es den Tag über immer wieder Luftalarm wegen anfliegender Raketen und Geschosse. Auf Entwarnung folgte teils innerhalb kürzester Zeit ein neuer Alarm, sodass Normalität kaum möglich war. Medien berichteten über vereinzelte Einschläge, bei denen es jedoch keine Opfer gegeben habe. Einige Menschen hätten sich jedoch bei der Flucht in Bunker verletzt oder hätten wegen Angstattacken behandelt werden müssen, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit.
Am Donnerstag hatten die USA und der Iran noch über das umstrittene Atomprogramm des Landes verhandelt. Für eine Einigung hatte Trump Teheran ein Ultimatum bis Anfang März gestellt – und auch mit militärischen Maßnahmen gedroht, sollte keine Einigung erzielt werden.
Trump: Iran wollte einfach nur Böses tun
Trump rief die iranische Bevölkerung auf, Schutz zu suchen. „Bomben werden überall fallen.“ Die Führung des Landes beschuldigte er, sich gegen einen Deal über das Atomprogramm gesperrt zu haben. „Sie wollten einfach nur Böses tun.“
Der Iran forderte die UN und die internationale Staatengemeinschaft dazu auf, die Attacken zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen. Die Sicherheit der Region und der Welt seien einer beispiellosen Bedrohung ausgesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums.
Auch Russland verurteilte das Vorgehen der USA und Israels. Es handele sich um einen Angriff auf einen „souveränen und unabhängigen Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen“, teilte das Außenministerium in Moskau mit.
Krisenstab in Berlin
Die Bundesregierung berät über die neue Eskalation in Nahost. Im Auswärtigen Amt wurde der Krisenstab einberufen. Am Montag wollte Kanzler Friedrich Merz in die USA reisen und dort am Dienstag Trump treffen. Ob es dabei bleibt, war zunächst unklar.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete die Entwicklung als „äußerst besorgniserregend“. „Wir rufen alle Parteien auf zu größtmöglicher Zurückhaltung, Zivilisten zu schützen und das Völkerrecht zu achten“, schrieb sie auf X. (dpa/mp)
Wenn es dunkel wird in der Hamburger Innenstadt, leuchten im Passagenviertel neuerdings Kreise zwischen den Häuserschluchten. Die Lichtinstallation ist inzwischen ein beliebtes Fotomotiv – und hat einen sportlichen Hintergrund.
Die Kreise in der City sollen an die Olympischen Ringe erinnern – und die Hamburger auf das anstehende Referendum am 31. Mai hinweisen. Dann entscheidet sich, ob die Bürger Olympia in ihrer Stadt haben wollen.
Neben den leuchtenden Kreisen sind am Boden auch mehrere Aufsteller befestigt, die deren Zweck erklären. Neben Informationen über das Olympia-Konzept für Hamburg, ist auch ein großer QR-Code abgedruckt, der direkt zur Internetseite der Bewerbung führt.
Hamburg möchte sich für die Olympischen und Paralympischen Sommerspiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 bewerben. „Olympia wäre kein kurzes Sommermärchen, sondern ein langfristiges Versprechen: nachhaltige Stadtentwicklung, moderne Infrastruktur, ein Hamburg, das zusammenrückt“, heißt es zu der Lichtinstallation auf der Webseite des Passagenviertels. Die Geschäftsleute vor Ort unterstützen damit die Bewerbung um die Spiele. (abu)
Der deutsche 100-Meter-Rekordler Owen Ansah hat sich bei der Hallen-DM der Leichtathleten in Dortmund den Sprinttitel gesichert. Der Hamburger stellte in 6,55 Sekunden über 60 Meter seine persönliche Bestleistung ein und setzte sich bei seinem ersten Erfolg über diese Distanz vor Kevin Kranz (Wetzlar/6,56) und Titelverteidiger Robin Ganter (Mannheim/6,57) durch.
„Der Titel ist auf jeden Fall wichtiger als die Bestleistung, ich bin megahappy“, sagte Ansah in der ARD. Der einzige Deutsche, der je die 100 Meter unter 10 Sekunden gelaufen ist (9,99/2024), wird auf einen Start bei der Hallen-WM in Torun/Polen Ende März verzichten: „Das langfristige Ziel ist wichtiger und das ist die EM im Sommer in Birmingham.“
19-jährige gewinnt 60 Meter-Rennen bei Hallen-DM
Bei den Frauen gewann die erst 19 Jahre alte Philina Schwartz (Berlin) das 60-Meter-Rennen in 7,18 Sekunden. Gina Lückenkemper und Vorjahressiegerin Alexandra Burghardt waren nicht am Start.
Im Stabhochsprung reichte dem früheren EM-Zweiten Bo Kanda Lita Baehre (Düsseldorf) ein einziger gültiger Sprung über 5,60 Meter zum fünften Hallen-Titel. Der Olympiasechste Simon Batz (Mannheim) siegte im Weitsprung mit guten 8,09 Metern. (sid/ea)
Tausende Fahrgäste täglich müssen wegen der Bahnsanierung zwischen Hamburg und Berlin auf den Ersatzverkehr über Busse ausweichen. Die Fahrzeuge werden nun ausgetauscht. Hintergrund sind Änderungen beim Leasing.
Sieben Monate nach dem Start des Ersatzverkehrs wegen der Generalsanierung auf der Zugstrecke zwischen Hamburg und Berlin tauscht der Betreiber seine Busflotte aus. Die neuen Fahrzeuge werden bereits von Sonntag an unterwegs sein. Grund für den Wechsel sei eine Änderung beim Fahrzeugleasing, teilte das Busunternehmen Ecovista mit, das den Schienenersatzverkehr mit rund 200 Bussen und 500 Fahrern betreibt. Nach Angaben der Firma werden im Schnitt rund 30.000 Fahrgäste pro Tag mit den Bussen zwischen Hamburg und Berlin befördert.
DB kritisiert Ecovista
Die Deutsche Bahn hat Ecovista aufgefordert, bei den eingesetzten Bussen die vertraglich vereinbarten Vorgaben einzuhalten. Hintergrund ist der angekündigte Austausch der Busflotte. Die Bahn kritisiert, dass dabei abgestimmte Qualitätskriterien zu Fahrzeugdesign, Ausstattung und Reisendeninformation nicht eingehalten würden. DB InfraGO habe das Unternehmen aufgefordert, umgehend zum vertraglich vereinbarten Zustand zurückzukehren, und behalte sich rechtliche Schritte vor. Nach Angaben der Bahn gelten für den Schienenersatzverkehr klare Standards, darunter ein einheitliches Design im Farbton Verkehrspurpur, standardisierte Außenanzeigen sowie Systeme zur Fahrgastinformation.
„Wir tun alles dafür, die neue Fahrzeugflotte so schnell und unauffällig wie möglich einzuführen und den Ersatzverkehr weiterhin so stabil wie möglich zu fahren. Die Leitstelle und unser Fahrpersonal arbeiten wie gewohnt, um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen – rund um die Uhr, an sieben Tagen die Woche“, hieß es bei Ecovista.
Alle Linien würden wie gewohnt und nach Fahrplan bedient. Da die Fahrzeuge getauscht würden, seien die Busse teils mit anderen als den bekannten Ausstattungsmerkmalen im Einsatz. Das gelte mitunter für die bekannte Folierung im Farbton Verkehrspurpur. Vorübergehend werde es auch bei der Übertragung der Fahrdaten in Echtzeit Einschränkungen geben.
Der Tausch der Fahrzeugflotte stehe in keinem Zusammenhang mit der länger dauernden Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Auch über den 30. April hinaus könne der Schienenersatzverkehr durch Ecovista sichergestellt werden.
Die Sanierung der Strecke dauert länger als geplant – nach Bahn-Angaben eine Folge des frostigen Winters. Die Bahn-Tochter DB InfraGo teilte kürzlich mit, man gehe davon aus, dass die Wiederaufnahme des Betriebs zum 30. April nicht mehr möglich sein werde. Wie lange sich der Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke verzögern wird, blieb zunächst unklar. Einen neuen Zeitplan will die Bahn am 13. März bekannt geben. (dpa/mp)
Erlösung im Kellerduell: Dank Jovan Milosevic hat Werder Bremen seine Pleitenserie gestoppt und erstmals seit 13 Partien wieder ein Bundesliga-Spiel gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune setzte sich im Krisengipfel gegen den Tabellenletzten 1. FC Heidenheim nach einer guten Vorstellung mit 2:0 (0:0) durch und schöpft neue Hoffnung im Kampf gegen den Abstieg. Milosevic ließ die zuletzt so häufig leidgeplagten Werder-Fans mit seinem Treffer in der 57. Minute jubeln, zudem unterlief Hennes Behrens (90.+7) kurz vor Spielende ein Eigentor.
Der Letzte beim Vorletzten – mehr Druck ging nicht an der Weser. Und Werder kam mit der Belastung besser zurecht, nach 113 langen Tagen holten Milosevic und Co. wieder einmal einen Dreier. Für Thioune, Nachfolger von Horst Steffen, war es nach drei Pleiten in seinen ersten drei Spielen der erste Sieg.
Bremen-Ultras motivieren die Mannschaft vor dem Spiel
Die Heidenheimer von Trainer Frank Schmidt sind wohl nicht mehr zu retten, statistisch gesehen sind sie bereits abgestiegen. Denn: Mit einer Ausbeute von nur 14 Punkten nach 24 Spielen hat im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel noch kein Team am Saisonende den Klassenerhalt geschafft.
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Unter der Woche hatten sich Bremer Führungsspieler mit Fan-Vertretern zu einem „Schulterschluss“ getroffen, vor der Partie heizte ein Capo dem Team mit einer leidenschaftlichen Rede über die Stadionmikrofone noch einmal ordentlich ein – und so machte Werder auch von Beginn an Druck. Doch der Ball wollte trotz guter Möglichkeiten einfach nicht rein: Der vermeintliche Führungstreffer durch Olivier Deman (26.) wurde wegen einer Abseitsposition nach einem Videobeweis wieder einkassiert. Der spätere Matchwinner Milosevic, erst noch Chancentod, vergab aus kurzer Distanz kläglich (36.) und Romano Schmid (45.+2) traf nur den Pfosten.
Werder ideenlos im Angriff, aber konzentriert in der Abwehr
Heidenheim konzentrierte sich vor allem auf die Defensive – und so musste Werder stets aufpassen, nicht in einen Konter zu laufen. Wie etwa beim Versuch von Arijon Ibrahimovic (41.).
Insgesamt war beiden Teams vor 40.000 Zuschauern nach den dürftigen Ergebnissen der vergangenen Wochen der Mangel an Selbstvertrauen deutlich anzumerken. Die Angst, einen womöglich folgenschweren Fehler zu machen, war förmlich spürbar. „Bei allem Respekt: Werder Bremen sollte in der Lage sein, ein Heimspiel gegen Heidenheim zu gewinnen“, hatte Thioune vor der Partie gesagt, doch seinem Team fehlte es neben dem nötigen Glück vor dem Tor allzu oft auch an den nötigen Ideen, um die Heidenheimer Abwehr zu knacken.
Jovan Milosevic mit dem Erlösungstreffer
Doch dann passte plötzlich alles zusammen: Schmid flankte gefühlvoll in den Strafraum, Milosevic nickte per Kopf aus rund fünf Metern eiskalt ein. Und das Weserstadion explodierte.
Danach drängte Heidenheim immer stärker nach vorne, um die drohende Niederlage irgendwie noch zu verhindern. Werder versuchte alles, um den Vorsprung ins Ziel zu bringen – so sahen die Zuschauer keine hochklassige, aber immerhin spannende Partie. Justin Njinmah (86.) und Keke Topp (90.+2) verpassten jeweils die Vorentscheidung. Auf der Gegenseite vergab Mathias Honsak (90.+6) den Ausgleich, ehe Behrens‘ Eigentor alles klarmachte. (sid/ea)
Bis in die Mittagsstunden rollten Kolonnen von Hilfsorganisationen durch Hamburg. Geübt wurde der Einsatz im Ausnahmezustand.
Mehr als 300 Einsatzkräfte der sogenannten Medizinischen Task-Forces haben heute in Hamburg an einer Katastrophenschutzübung teilgenommen. Dabei sei vor allem die Anreise zu einer Einsatzstelle und die Einrichtung einer Notunterkunft an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) geübt worden, teilte ein Sprecher der Malteser mit. Hierfür waren in Hamburg mehrere Fahrzeugkolonnen unterwegs.
Einsatz im Katastrophenfall geprobt – Übung wurde geheim gehalten
Am frühen Morgen wurden unter anderem Kräfte der Malteser, der Johanniter, des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zu einem unklaren Einsatz gerufen. Die Alarmierung sei möglichst vage gehalten worden, um zu testen, ob die Strukturen der Task-Forces im Erstfall standhielten. Die geübten Szenarien hätten insgesamt gut funktioniert, berichtete der Sprecher der Malteser. Mittlerweile ist die Übung abgeschlossen.
Normalerweise kommen die Medizinischen Task-Forces im Spannungs- und Verteidigungsfall sowie im bundesländerübergreifenden Katastrophenschutz zum Einsatz. Ziel sei es dann schnellstmöglich ein Krankenhaus ersetzen zu können, so der Sprecher. Im gesamten Bundesgebiet gibt es laut dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz derzeit 61 dieser Einheiten. Zwei davon sind in Hamburg. (dpa/mp)
Israel und die USA bombardieren Ziele im Iran. Teheran schlägt zurück. Die Nahost-Region steht vor einer gefährlichen weiteren Eskalation.
Israel und die USA haben am frühen Morgen koordinierte Luft- und Raketenangriffe gegen Ziele im Iran gestartet. Teheran meldete als Reaktion Angriffe auf Ziele in Israel sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion. Israel nennt seine Operation „Brüllen des Löwen“, die USA sprechen vom „Einsatz gewaltiger Zorn“. Anbei ein Überblick:
Was wurde angegriffen?
Anders als beim zwölf Tage langen Krieg im vergangenen Juni begannen die Angriffe überraschend am Morgen und nicht in der Nacht. Außerdem koordinierten Israel und die USA ihr Vorgehen. Israels Generalstabschef Ejal Zamir sprach vom größten Einsatz in der Geschichte der israelischen Luftwaffe.
Explosionen wurden außer in der Millionenmetropole Teheran unter anderem aus Ghom, Lorestan, Kermanschah, Karadsch und Tabris gemeldet. Auch nahe der Kulturmetropole Isfahan gab es Explosionen – dort befindet sich ein zentrales Nuklearzentrum, das bereits im vergangenen Jahr Ziel von US-Bombardierungen war. Getroffen wurden Berichten zufolge Raketendepots, Luftverteidigungsanlagen und Ziele nahe Regierungsgebäuden.
Die iranischen Streitkräfte attackierten nach eigenen Angaben als Reaktion Ziele in Israel sowie US-Militärstützpunkte in der Region. Angegriffen wurden demnach Ziele in Bahrain, Katar, Kuwait, Saudi-Arabien sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
In Israel wurde bis zum frühen Abend wiederholt Raketenalarm ausgelöst. In mehreren israelischen Ortschaften wurden im Laufe des Tages Gebäude von iranischen Raketen getroffen.
Welche Angriffsziele verfolgt Israel?
Israels Ministerpräsident Netanjahu begründet die Angriffe auf Iran mit dem Schutz vor einer existenziellen Bedrohung durch Teheran. Gemeint ist damit Irans Atom- und Raketenprogramm. Es dürfe „nicht zugelassen werden, dass sich das mörderische Terrorregime mit Atomwaffen ausrüstet, die es ihm ermöglichen würden, die gesamte Menschheit zu bedrohen“, sagte Netanjahu weiter.
Die „New York Times“ berichtete, Israel lege den Schwerpunkt seiner Angriffe auf Raketenlagerstätten, Produktionsanlagen und Abschussvorrichtungen.
Was ist das Ziel der USA?
US-Präsident Donald Trump will nach eigenen Angaben Amerikanerinnen und Amerikaner verteidigen – vor einer Bedrohung durch die iranische Führung. Er zielte zudem in einer Videobotschaft auf das iranische Atomprogramm ab: „Sie dürfen nie eine Atomwaffe besitzen.“ Zudem ermutigte Trump die Iraner zu einem Machtwechsel. „Die Stunde eurer Freiheit ist gekommen“, sagte er. „Das wird wahrscheinlich für Generationen eure einzige Chance sein.“
Er fügte hinzu: „Wenn wir fertig sind, übernehmt eure Regierung.“ Er forderte die Revolutionsgarden, Streitkräfte und auch Polizei auf, ihre Waffen niederzulegen.
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Iran-Experten sehen die Aussichten auf einen Sturz der iranischen Führung kritisch. Als Gründe führen sie an, dass die iranische Opposition nicht geeint sei und keine Risse in der Elite oder den Revolutionsgarden erkennbar seien.
Welche Ziele verfolgt der Iran?
Irans Außenminister Abbas Araghtschi betont in einem Brief an den UN-Sicherheitsrat das nach Artikel 51 der UN‑Charta verankerte Recht seines Landes auf Selbstverteidigung. Der Iran betrachtet demnach alle Stützpunkte, Einrichtungen und Vermögenswerte der feindlichen Kräfte als legitime militärische Ziele.
Das Ziel der Führung in Teheran besteht aus Sicht des Iran-Experten Vali Nasr darin, die Angriffe der USA und Israels abzuwehren, seine Position zu halten, eine Ausweitung des Krieges anzukündigen und darauf zu warten, dass besorgte regionale Akteure einen Waffenstillstand vermitteln. „Sie gehen davon aus, dass Trump, wenn er keinen schnellen Sieg erringen kann, nach einem Ausweg suchen wird und die anschließenden Verhandlungen anders verlaufen werden“, schrieb Nasr auf X.
Die iranischen Revolutionsgarden schränkten den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus ein. Demnach erhielten Schiffe wiederholt Funkmeldungen, in denen ihnen die Durchfahrt untersagt werde. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Passagen im weltweiten Energiehandel.
Wie ist die Lage im Iran?
Abgesehen von offiziellen Mitteilungen dringen nur wenige Informationen nach außen. Die Behörden verhängten eine Internetsperre. Die auf Netzsperren spezialisierte Organisation Netblocks berichtete, es sei ein „fast vollständiger Internetausfall“.
Die staatliche Nachrichtenagentur Irna berichtete, dass bei einem Raketenangriff im Südiran mindestens 85 Schülerinnen einer Grundschule getötet und weitere 90 verletzt worden seien. Diese Angaben lassen sich derzeit nicht unabhängig überprüfen.
Augenzeugen berichteten per SMS, dass sich in der Millionenmetropole lange Schlangen an Tankstellen gebildet hätten. Viele Menschen versuchten, die Hauptstadt zu verlassen. Viele Geschäfte waren geschlossen. Im Norden der lebendigen Metropole herrschte gespenstische Stille.
Der Amtssitz des Obersten Führers, Ajatollah Ali Chamenei, wurde zerstört. Berichte über dessen Verbleib gab es zunächst nicht. Der Staat dürfte Chameneis Sicherheit zur obersten Priorität gemacht haben.
Warum haben sich die USA und Israel gerade jetzt zu einem Angriff entschlossen?
Die Verhandlungen in Genf über das iranische Atomprogramm brachten bislang keinen Durchbruch. Die USA zogen in den vergangenen Wochen massiv Marine- und Luftstreitkräfte im Persischen Golf zusammen. US-Präsident Trump hatte Teheran ein Ultimatum bis Anfang März gestellt. Die Angriffe begannen am Morgen des 28. Februar.
Der israelische Iran-Experte Danny Citrinowicz schrieb auf X, die Arbeitshypothese, die der Operation zugrunde liege, laute: Das iranische „Regime“ sei schwach und brüchig. Daher könne eine gezielte, schlagkräftige und breit angelegte israelisch-amerikanische Kampagne es erheblich untergraben und vielleicht sogar die Voraussetzungen für einen internen Wandel schaffen. Das zentrale Problem sei: Was passiert, wenn diese Annahme falsch ist?
Wie geht es weiter?
Der Iran warnte seit Wochen vor einem Angriff und drohte mit einer „vernichtenden Antwort“. US-Regierungsmitarbeiter sprechen laut US-Fernsehsender CNN von einer Operation, die über Tage oder Wochen andauern könne. Es sei „kein kleiner Schlag“.
Es besteht die Gefahr eines „umfassenden Regionalkriegs“, vor dem Irans Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei bereits gewarnt hat.
Der Iran-Experte Ali Vaez der Denkfabrik Crisis Group schrieb auf X, Vergeltungsmaßnahmen des Irans würden wahrscheinlich nicht nur direkt, sondern asymmetrisch erfolgen und möglicherweise mehrere Fronten gleichzeitig entfachen. „Wenn die Hisbollah aus dem Libanon heraus voll einsteigt, wenn Milizen US-Stützpunkte im Irak und in Syrien angreifen oder wenn die Huthi im Roten Meer eskalieren, ist dies kein bilateraler Konflikt mehr, sondern ein regionaler Krieg, der sich über den gesamten Nahen Osten ausbreitet“
Vaez wies auch auf mögliche Folgen für die Weltwirtschaft hin. „Der Iran liegt an der Straße von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung fließt. Selbst eine begrenzte Störung könnte zu einem Anstieg der Energiepreise, einer Beschleunigung der Inflation und einer Verunsicherung der globalen Märkte führen.“ (dpa)
Manuel Baum hat erstmals ein Engagement beim FC Augsburg als Trainer über den Sommer hinaus nicht ausgeschlossen. „Wir hatten ja so eine ähnliche Situation vor Weihnachten, wo wir gesagt haben: die drei Spiele. Am Ende der Saison werden wir uns sicher wieder zusammensetzen, und dann geht es immer darum, was sind die besten Rollen im Verein“, sagte Baum nach dem 2:0 (1:0) gegen den 1. FC Köln im 500. Bundesligaspiel der Vereinsgeschichte.
Unter Baum befindet sich der FCA im Höhenflug. Aus den letzten sechs Spielen holten die Schwaben fünf Siege. Er freue sich einfach, so der 46-Jährige, „da zu sein, egal in welcher Rolle es ist. Es macht natürlich jetzt gerade mega Spaß, weil wir wieder gewonnen haben“.
Manuel Baum schließt Rückkehr in alten Job nicht aus
Baum war im Dezember zunächst für drei Spiele als Nachfolger von Sandro Wagner eingesprungen. Noch vor Weihnachten wurde das Engagement bis Saisonende ausgedehnt. Und jetzt? Es wäre durchaus überraschend, wenn es langfristig auf dem Trainerstuhl weitergeht. Denn vorgesehen war bislang, dass Baum ab Sommer wieder als „Leiter Entwicklung & Fußballinnovation“ beim FCA tätig sein wird. Auch diese Rolle sei „herausragend“, sagte Baum am Freitagabend. Wenn es dieser Job wieder sein sollte, „ist es mir tatsächlich egal. Hauptsache, wir können in der Konstellation weiter arbeiten“.
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Noch vor der Partie gegen Köln hatte FCA-Geschäftsführer Michael Ströll von einer „klaren Absprache“ berichtet, „dass es bis Sommer geht“. Baum wolle „gerne wieder in seine Rolle zurück. Wir tun, glaube ich, ganz gut daran, einfach den Moment mit ihm zu nutzen, dass wir Woche für Woche idealerweise punkten. Dann schauen wir, wie weit es uns bringt“, sagte Ströll bei Sky.
„Nicht zu viel träumen“: FCA vor Duellen mit Spitzenteams
Mit inzwischen 31 Punkten hat der FCA sein Minimalziel Klassenerhalt fast schon geschafft. Von höheren Zielen will Baum aber (noch) nichts wissen. „Wir haben mit der Mannschaft eines vereinbart, dass wir jetzt nicht auf die Tabelle schauen. Wir ziehen einfach die Saison durch und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt“, sagte der Coach. Man sollte „nicht zu viel träumen“, betonte auch Kapitän Keven Schlotterbeck, fügte aber an: „Wir möchten angreifen. Wir sind extrem stabil.“
Mieter sollen vor hohen Heizkosten geschützt werden – doch wie viel Sicherheit bringt das neue Gesetz? Die Details sind entscheidend und zugleich hochumstritten.
Die SPD macht den Mieterschutz zu einer zentralen Bedingung für das geplante neue Heizungsgesetz der Regierungskoalition. „Mit mir wird es kein Gesetz geben, das Mieterinnen und Mieter auf den Kosten sitzen lässt. Der Mieterschutz ist für mich zentral“, erklärte SPD-Fraktionschef Matthias Miersch dem Magazin „Stern“. „Wir haben Eckpunkte vorgelegt, jetzt beginnt die Detailarbeit“, sagte er zum geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz.
CDU-Ministerin verteidigt Biogas
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) wies die Kritik am geplanten verstärkten Einsatz von weniger klimaschädlichem Biogas zurück. Größere Mengen davon könnten aus der Ukraine importiert werden. Die oppositionellen Grünen sehen die schwarz-rote Koalition dagegen auf einem Irrweg. Biogas sei schon heute teurer als Erdgas, weil kaum verfügbar, sagte die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner. „Und es wird ja nicht günstiger werden“, fügte sie hinzu.
SPD-Fraktionschef Miersch machte klar: „Die Förderung für klimafreundliche Heizungen muss verlässlich bleiben, damit der Austausch zu klimafreundlichen Heizungen weiter angereizt wird.“ Er erinnerte daran, dass es beim CO2-Preis bereits eine klare soziale Lenkung gebe, sodass Vermieter steigende Kosten nicht einfach an Mieter durchreichen könnten. „Daran werden wir uns in den parlamentarischen Beratungen zum neuen Gebäudemodernisierungsgesetz orientieren“, kündigte der SPD-Fraktionschef an.
Einbau von Öl- und Gasheizungen soll erlaubt bleiben
Seit Anfang 2023 müssen Vermieter in Deutschland einen Teil der CO2-Kosten beim Heizen mit fossilen Brennstoffen mittragen. Nach einem Stufenmodell werden die Kosten zwischen Mietern und Vermietern aufgeteilt. Je schlechter die Energieeffizienz des Gebäudes, desto höher der Anteil des Vermieters. Der Mieterbund hält die Regelung jedoch für fehleranfällig und sie enthalte zu viele Ausnahmen für Vermieter. Aus Sicht von Eigentümerverbänden fehlt ein Anreiz für Mieter, sparsam zu heizen.
Nach den Reformplänen von Union und SPD sollen Immobilienbesitzer weiterhin Öl- und Gasheizungen in ihre Wohnhäuser einbauen dürfen. Die pauschale Pflicht entfällt, dass jede neu eingebaute Heizung mit 65 Prozent erneuerbaren Energien betrieben werden muss. Allerdings müssen nun neue Gas- und Ölheizungen ab Januar 2029 mit einem wachsenden Anteil klimafreundlicher Brennstoffe betrieben werden.
Ministerin Reiche: Biomethan ist verfügbar
Zwar sagen Union und SPD, Mieter, die nicht selbst über ihre Heizung entscheiden könnten, sollten „vor überhöhten Nebenkosten durch den Neueinbau unwirtschaftlicher Heizungen“ geschützt werden. Aber Details müssen noch ausgehandelt werden.
Wirtschaftsministerin Reiche widersprach der Einschätzung von Kritikern, wonach „grüner Brennstoff“ knapp und teuer sei. „Biomethan ist verfügbar, wird hierzulande produziert und schon jetzt im Markt vertrieben. Wo eine Nachfrage ist, wird sich ein Markt bilden“, sagte Reiche den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Die Ukraine etwa biete Biogas in großen Mengen an.
Es gebe noch regulatorische Herausforderungen aufseiten der Ukraine und der EU. „Aber wenn diese gelöst sind, können wir mit signifikanten Biomethanimporten rechnen“, sagte Reiche.
Modell für Beimischung von Biogas soll bis Sommer kommen
Kritik am neuen Heizungsgesetz wies Reiche zurück. „Wir wollen die Verbraucher zu einer Investitionsentscheidung ermuntern, indem wir ihnen die Angst vor Überforderung nehmen und ihnen beim Umstieg auf ein modernes Heizungssystem helfen“, sagte sie. „In vielen Fällen werden sich die Verbraucher für eine Wärmepumpe entscheiden. Dort, wo das nicht möglich ist, können auch neue Gasthermen zum Einsatz kommen.“ Ein Modell für die Beimischung „grüner Gase“ werde bis zum Sommer entwickelt.
Reiche will zudem die Förderung von heimischem Gas ausweiten: „Wir haben eigene Reserven in Deutschland.“ Entscheidend sei, ob das Gas zu guten Bedingungen förderfähig sei. „Darüber müssen wir sprechen – gerade wenn man nicht so viele Rohstoffe hat, gerade in so herausfordernden geopolitischen Zeiten.“ Hierbei müsse „sehr sensibel zwischen Umweltinteressen und Rohstoffversorgung abgewogen werden“.
Grünen-Chefin Franziska Brantner warnte vor einer stärkeren Abhängigkeit Deutschlands von US-Präsident Donald Trump. „Donald Trump kann morgen schon auf die Idee kommen, uns kein LNG-Gas mehr zu liefern“, sagte Brantner der „Rheinischen Post“. „Dass wir uns mit Reiches Heizhammer in eine neue Abhängigkeit von den USA begeben, ist verrückt.“ Die nötige Energie könne Deutschland mit mehr Wind und Sonne, Speichern und optimierten Netzen selbst produzieren. (dpa/mp)
Das zum Internetstar avancierte Affenbaby Punch, das in einem Zoo nahe Tokio nach der Geburt von seiner Mutter verstoßen wurde und Trost bei einem Spielzeug-Orang-Utan fand, sorgt in Japan für einen ununterbrochenen Besucheransturm. „Bitte halten Sie sich an die 10-Minuten-Regel für die erste Reihe“ um das Affengehege, schrieb der Ichikawa City Zoo auf X. Das Affenbaby wurde von seinen Artgenossen „gemobbt“ und findet bei seinem Plüschtier Halt.
Affenbaby Punch geht es demnach gut und spielt nun öfter mit anderen Makaken. „Schade für alle, die ihn mit seinem Kuscheltierfreund sehen wollten“, hieß es. Die Tierpfleger freuten sich sehr, dass die Affen einander näherkommen.
Seit der Zoo Punch kürzlich mit seinem Plüschtier auf X vorgestellt hatte, geht der Hashtag „#HangInTherePunch“ und seine japanische Entsprechung viral. Frühe herzzerreißende Aufnahmen zeigen, wie Punch von anderen Makaken weggestoßen oder aggressiv im Kreis herum geschleift wurde, bevor er hinter einen Felsen rannte und sich an sein Stofftier klammerte.
Affenbaby Punch von Artgenossen „gemobbt“ – Plüschtier gibt ihm Halt
Seither nehmen Millionen zu Tränen gerührte Menschen in aller Welt Anteil am Schicksal des kleinen Japanmakaken. In unzähligen Memes wurde er zum Sinnbild für die Krisen unserer Zeit, für Vereinsamung, aber auch für Widerstandskraft gemacht.
Punch, der im Juli vergangenen Jahres zur Welt kam, lebe weiterhin mit seinem Stofftier zusammen, teilte der Zoo mit. Japanische Makakenbabys würden normalerweise ab einem Alter von etwa sechs Monaten mehr Zeit frei und ohne ihre Mütter verbringen. Sie kehrten in diesem Alter aber noch routinemäßig zur Mutter zurück, wenn sie Trost suchen oder gesäugt werden möchten.
„Punch klammert sich an sein Stofftier, um Trost oder Schutz zu finden, wenn er Gefahr wittert. Die Pfleger geben ihm dann Milch und helfen bei der Fütterung“, so der Zoo. Das Hauptziel sei es, den kleinen Makaken in die Truppe zu reintegrieren.
Alle Mitarbeiter würden ihr Bestes tun, um sicherzustellen, dass Punch „ein gesundes und erfülltes Leben als ein Mitglied der Truppe und als ein japanischer Makake leben kann“, versicherte der Zoo in einer Mitteilung. Derweil kann sich die Einrichtung kaum retten vor Massen an Besuchern. «Seit wann ist unser Zoo so international?», hieß es am Samstag scherzhaft auf X. (dpa)
Die Zahl sogenannter Kleiner Waffenscheine in Deutschland ist weiter gestiegen. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren im Nationalen Waffenregister 906.141 Kleine Waffenscheine gespeichert, wie das Bundesverwaltungsamt der „Rheinischen Post“ mitteilte. Dies sei ein Höchstwert. Ende 2021 lag die Zahl der gespeicherten Kleinen Waffenscheine demnach bei 740.038 – ein Anstieg um gut 22 Prozent in fünf Jahren. Polizei und Sicherheitsbehörden sehen die Entwicklung mit Sorge.
Der Kleine Waffenschein erlaubt es Inhabern, bestimmte Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen in der Öffentlichkeit bei sich zu führen. Allerdings darf die Waffe nur verdeckt mitgeführt werden, ein sichtbares Tragen ist nicht erlaubt. Auch bei öffentlichen Veranstaltungen ist das Tragen nicht erlaubt.
Um einen Kleinen Waffenschein zu erhalten, muss man mindestens 18 Jahre alt sein und seine persönliche Eignung sowie Zuverlässigkeit nachweisen – man darf etwa nicht vorbestraft sein. Laut Bundesverwaltungsamt ist die Benutzung der Waffen außerhalb von Schießständen und dem eigenen Grundstück verboten – sie dürfen nur bei Notwehr oder Notstand benutzt werden.
Zahl kontinuierlich gestiegen
Die Zahl der Kleinen Waffenscheine ist kontinuierlich gestiegen. Das Bundesverwaltungsamt beziffert sie laut der „Rheinischen Post“ Ende 2022 auf 781.186, 2023 auf 833.870 und Ende 2024 auf 871.838 Waffenscheine.
Über die Gründe für die Zunahme wird nur gemutmaßt. Die höhere Nachfrage nach solchen Waffen deute auf ein wachsendes Sicherheitsbedürfnis der Bürger hin, heißt es teils in Innenministerien der Länder. Die Gewerkschaft der Polizei sah in der Zunahme ein Indiz für die zunehmende Angst der Bevölkerung, dass der Staat ihren Schutz nicht mehr gewährleisten könne.
Kritik von Polizei und Sicherheitsbehörden
Sicherheitsbehörden und die Gewerkschaft der Polizei sehen die Entwicklung mit Sorge. Die Polizei warnt, dass es sich nur um eine scheinbare Sicherheit handele und solche Anscheinswaffen eher gefährlich seien. Die größte Gefahr bestehe darin, dass Schreckschusswaffen äußerlich meist baugleich mit scharfen Schusswaffen seien, was die Arbeit der Polizei enorm erschwere.
Aus polizeilicher Sicht könnten Waffen zur Selbstverteidigung zudem oft gegen denjenigen eingesetzt werden, der sich schützen möchte. In Konfliktsituationen könnten sie zu einer Gewalteskalation führen. Zudem können diese Waffen bei unsachgemäßem Gebrauch oder aus nächster Nähe Verletzungen verursachen. (dpa)
Laura Dahlmeier war mehrfache Biathlon-Olympiasiegerin und liebte das Bergsteigen. Im Juli 2025 kam sie bei einer Tour in Pakistan ums Leben. Ihr Leichnam konnte nicht geborgen werden, doch darin sehen ihre Eltern kein Problem, sondern die perfekte Ruhestätte für ihre Tochter.
Die Eltern der in Pakistan tödlich verunglückten Laura Dahlmeier haben Frieden damit geschlossen, dass der Leichnam ihrer Tochter in den Bergen fernab der Heimat geblieben ist und nicht geborgen werden konnte. „Ich glaube, das ist der schönste Friedhof, den es für die Laura gibt. Verschmolzen mit dem Herzen der Berge. Das war sie und das ist sie“, sagt Mutter Susi Dahlmeier.
Mutter: Menschen wollen sich von Laura verabschieden
„Wenn sie geborgen oder gefunden worden wäre, dann hätte ich das auch akzeptiert. Aber für mich ist es auch ganz fein, dass sie da dort ihre Ruhestätte einfach hat“, sagte Susi Dahlmeier weiter. Ähnlich hatte sich früher schon auch Lauras Vater Andreas Dahlmeier geäußert.
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Für sie sei wichtig, dass es einen Erinnerungsort in der Heimatgemeinde Garmisch-Partenkirchen gebe, die gerade den Kurpark Patenkirchen in Laura-Dahlmeier-Park umbenannt hat. „Ich empfinde es als große Ehre, dass die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen den Park jetzt praktisch der Laura widmet. Das ist eine unheimlich schöne Geste“, sagt sie.
„Es gibt ja keinen Friedhof, wo man hingehen kann. Sie hat einfach so viele Menschen bewegt und begeistert. Wir haben gemerkt, dass es ganz wichtig ist für die Menschen, dass es einen Ort gibt, wo sie Abschied nehmen können, wo sie vielleicht noch mal sich erinnern an die besonderen Erlebnisse, die sie mit ihr hatten.“
Laura-Dahlmeier-Park: Ihre Mutter suchte Felsen aus
Die zweimalige Biathlon-Olympiasiegerin und siebenmalige Weltmeisterin war im Juli vergangenen Jahres im Alter von 31 Jahren am Laila Peak im pakistanischen Karakorum-Gebirge ums Leben gekommen. Wahrscheinlich war die ausgebildete Bergführerin sofort tot, nachdem sie auf 5700 Metern Höhe von einem Steinschlag am Kopf getroffen wurde.
Das Gebirge um den Laila Peak, wo Laura Dahlmeier tödlich verunglückte (Archivbild). picture alliance / robertharding | George Robertson
Das Gebirge um den Laila Peak, wo Laura Dahlmeier tödlich verunglückte (Archivbild).
Schon kurz nach dem Unglück richtete die Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen zusammen mit der Familie in dem Park einen Erinnerungsort ein: Ein Foto und eine an einem Felsen angebrachte Tafel. Den Felsen hat ihre Mutter Susi Dahlmeier ausgesucht, er ist aus dem Ferchenbach unweit der Partnachklamm.
Beim Bergsteigen wurde Dahlmeier von Steinen verschüttet
Trotz einer aufwendigen Hilfsaktion sowie einer zweiten Suche, an der unter anderem der bayerische Extremkletterer Thomas Huber beteiligt war, konnte Dahlmeiers Leiche nicht geborgen werden. Sie wurde mutmaßlich unter herabgefallenen Steinen begraben.
„Laura ist abgestürzt und ist von vielen Steinen verschüttet worden“, sagte Andreas Dahlmeier, der selbst Einsatzleiter bei der Bergwacht Garmisch-Partenkirchen ist. Es sei alles abgesucht worden am Berg. „Laura kann man nicht bergen, sonst hätten wir sie nach Hause geholt.“ (dpa/mp)
Deutschland wählt am Samstagabend (20.15 Uhr, ARD) seinen Beitrag für den Eurovision Song Contest 2026 aus. Beim ESC-Vorentscheid in Berlin gehen insgesamt neun Acts ins Rennen um das Ticket nach Österreich. Das Finale des internationalen Musik-Wettbewerbs findet am 16. Mai in Wien statt. Stefan Raab wird nicht wieder federführend sein.
Wer am Ende dort für Deutschland singen wird, lässt sich allerdings noch schwer prognostizieren. Einen klaren Favoriten gibt es nicht. Den bekanntesten Namen hat Sarah Engels (33), die mal im Finale der Casting-Sendung „Deutschland sucht den Superstar“ stand und viel Show-Erfahrung mitbringt. Weitere Bewerberinnen sind die Sängerinnen Malou Lovis (26), Molly Sue (25) und Laura Nahr (25). Bei den Männern treten der Deutsch-Amerikaner Myle (25), Songwriter Bela (23) und der Liechtensteiner Musiker Wavvyboi (27) an.
Neben den Einzelkünstlern haben es zudem zwei Formationen in den Vorentscheid geschafft – das Duo Ragazzki und die Gruppe Dreamboys The Band. Das auffälligste Lied wird wohl Ragazzki präsentieren – die beiden Musiker Marti Fischer (35) und David Starosciak (33) mischen Italo-Disco-Sound mit Beats aus Osteuropa und deutschem Text.
NDR und Raab weg – SWR übernimmt
Einen Wechsel gibt es hinter den Kulissen: Nachdem die ESC-Federführung innerhalb der ARD jahrzehntelang Sache des Norddeutschen Rundfunks (NDR) war, ist von diesem Jahr an der Südwestrundfunk (SWR) zuständig. Überdies ist Entertainer Stefan Raab nicht mehr Teil der Auswahlmaschinerie. Er war im vergangenen Jahr noch einmal für eine ESC-Mission reaktiviert worden. Das unter seiner Ägide ausgewählte Pop-Duo Abor & Tynna fuhr mit Platz 15 einen Mittelfeldrang beim ESC in Basel ein.
Um einen Nachfolger für das Geschwister-Duo zu finden, hat es bereits einen mehrstufigen Auswahlprozess gegeben. Der SWR setzte unter anderem auf sogenannte Songwriting-Camps, in denen Künstler mit erfahrenen Songwritern und Producern Titel für den ESC entwickelten. Anschließend bewerteten Experten die Ergebnisse.
ESC-Vorentscheid: Zwei Runden bis zum Sieg
Auch beim Vorentscheid wird es zwei Runden geben. Zunächst hat eine 20-köpfige Jury aus 20 ESC-Teilnehmerländern das Sagen. Sie soll aus den neun Bewerbern nur noch drei machen. Danach entscheidet das Publikum, wen es von den drei Acts für Deutschland zum ESC schicken will.
Moderiert wird die Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ von Barbara Schöneberger (51) und Hazel Brugger (32). Als prominente Gäste werden unter anderem Schlagersängerin Paola Felix (75), Komikerin Carolin Kebekus (45) und „Der Bergdoktor“-Schauspieler Hans Sigl (56) erwartet.
Deutschland hat beim ESC in den zurückliegenden zehn Jahren viele Tiefschläge einstecken müssen – oft gab es letzte oder vorletzte Plätze. Eine Top-Platzierung konnte nur Michael Schulte im Jahr 2018 (4. Platz) erzielen. Er wird beim Vorentscheid 2026 ebenfalls zu Gast sein. (dpa)
Eine dauerhaft dröhnende Sirene, hitzige Gespräche am Spielfeldrand – und am Ende die nächste Niederlage für Dennis Schröder und die Cleveland Cavaliers: Der deutsche Basketball-Weltmeister hat mit seinem NBA-Team an einem wilden Abend das Top-Duell der Eastern Conference verloren. Im schwierigen Auswärtsspiel bei den Detroit Pistons hieß es am Ende 119:122 nach Verlängerung, Schröder stand in der Startformation und kam auf 12 Punkte und 9 Assists.
Es war ein enges Duell auf Augenhöhe. Mit dem Sieg festigte Detroit die Führung im Osten, für die eigentlich seit Wochen starken Cavaliers war es die dritte Niederlage aus den vergangenen vier Spielen – der Abend bleibt aber auch aus anderen Gründen in Erinnerung. Im dritten Viertel musste die Begegnung für mehr als 10 Minuten unterbrochen werden, weil die Hallensirene dauerhaft ertönte.
Dennis Schröder offenbar aus der ersten Reihe beschimpft
Ursache war offenbar eine Störung der Anzeigetafel unter dem Hallendach, die Sirene sollte eigentlich nur das Ende der Auszeit signalisieren, doch sie dröhnte immer weiter. Letztlich wurde die Anzeigetafel abgeschaltet, um das Problem zu lösen.
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Im vierten Viertel stand dann Schröder unfreiwillig im Mittelpunkt. Es wirkte, als sei der Deutsche von einem Fan in der ersten Reihe beleidigt worden, Schröder jedenfalls suchte das Gespräch mit Pistons-Coach J.B. Bickerstaff, der immer wieder „tell me what he said“ („Sag‘ mir, was er gesagt hat“) rief. Wenig später wurde der Fan vom Sicherheitsdienst aus der Halle gebracht, das Spiel lief weiter. Was genau vorgefallen war, teilten die Teams nicht mit.
Die Cavaliers mussten zum zweiten Mal in Folge auf James Harden (gebrochener Daumen) und Donovan Mitchell (Leiste) verzichten. Schon am kommenden Dienstag treffen beide Mannschaften in Cleveland wieder aufeinander. Auch das Topspiel der Western Conference ging in die Overtime, Spitzenreiter Oklahoma City Thunder gewann gegen die Denver Nuggets 127:121. Der deutsche Center Isaiah Hartenstein steuerte für OKC 9 Punkte und 8 Rebounds bei. (sid/trh)
Darmstadt 98 hat im Aufstiegsrennen der 2. Liga überraschend gepatzt. Beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden verlor die Mannschaft von Trainer Florian Kohfeldt 1:3 (0:2) und verpasste nach dem Ende der Serie von 13 Ligaspielen ohne Niederlage den Sprung an die Tabellenspitze. Riesigen Frust gab es aufgrund der Schiedsrichter-Leistung. Es fielen deutliche Worte.
Vincent Vermeijs Doppelschlag (45./45.+2) ließ die Dresdner letztlich jubeln, nachdem Darmstadts Patric Pfeiffer (42.) aufgrund einer strittigen Notbremse die Rote Karte gesehen hatte. Nach Gelb-Rot gegen Jakob Lemmer (53.) spielten auch die Sachsen, die mit dem dritten Heimsieg der Saison vorerst aus der Abstiegszone kletterten, zu zehnt. Christoph Daferner (81.) erhöhte, Yosuke Furukawa (90.) traf spät für die Lilien.
Dresden-Stürmer Vermeij mit Doppelpack vor der Pause
Die beiden Teams boten einen munteren Beginn. Die erste gute Chance erarbeiteten sich die Gäste, die unter anderem auf den erkrankten Fraser Hornby verzichten mussten, doch Dynamo-Keeper Tim Schreiber parierte gegen Niklas Schmidt (21.).
Dynamo Dresden gewann gegen Darmstadt um Ex-HSV-Profi Marco Richter (l.) mit 3:1.imago/Jan Huebner
Dynamo Dresden gewann gegen Darmstadt um Ex-HSV-Profi Marco Richter (l.) mit 3:1.
Kurz vor der Pause überschlugen sich die Ereignisse: Erst rutschte Pfeiffer weg und holte dann Ben Bobzien von den Beinen. Schiedsrichter Lars Erbst stellte den Verteidiger vom Platz – sehr zum Unmut von Kohfeldt, der sich an der Seitenlinie echauffierte. Der Ex-Werder-Coach war vor allemddeshalb so sauer, weil Dynamo-Verteidiger Thomas Keller bei einer ähnlichen Situation in der siebten Spielminute zuvor nur die Gelbe Karte gesehen hatte. Keller hatte Darmstadt-Stürmer Isac Lidberg als letzter Mann umklammert und hätte aus Kohfeldts Sicht dafür vom Platz gemusst, statt nur verwarnt zu werden.
„Es ist ein Halten. Uns wird immer gesagt: Halten ist viel schlimmer, als wenn die Aktion zum Ball geht“, so der 43-Jährige, den Pfeifers Platzverweis umso mehr aufregte: „Wie kann man da auf die Idee kommen, eine Rote Karte zu geben?“ Kohfeldt legte nach: „Wir hatten letzte Woche schon ein großes Problem mit dem Schiedsrichter, jetzt haben wir das Gefühl, es ist einfach zu viel. Heute ist es so offensichtlich falsch, das kann nicht ohne Kommentar bleiben.“ Zustimmung erhielt er sogar von Dresdens Trainer Thomas Stamm, der sagte: „Ich kann den Unmut verstehen, zu 100 Prozent. Es geht um eine einheitliche Linie. Die fehlt mir oft, heute auch.“
SVD-Keeper Marcel Schuhen ging am Sky-Mikrofon noch härter mit Referee Erbst ins Gericht. „Es sind zwei krasse Fehlentscheidungen aufgrund der Atmosphäre, die dieser geile Kessel mit sich bringt“, sagte der 33-Jährige, der die Ansetzung des unerfahrenen Schiris „eine absolute Vollkatastrophe“ nannte. Für Erbst war es erst der 24. Einsatz als Haupt-Unparteiischer in der 2. Liga.
Schuhen: Schiri Erbst hatte beim Spiel „nichts zu suchen“
„Ich glaube, wir brauchen gerade in so einer Situation im Aufstiegskampf Schiedsrichter, die so eine Stimmung auch gewohnt sind. Die wissen, was passiert“, meinte Schuhen. Vor diesem Hintergrund hätte Erbst bei einem Duell wie dem am Freitag im Rudolf-Harbig Stadion „nichts zu suchen“. Durch die Pleite verpasste Darmstadt den Sprung an die Tabellenspitze, während sich Dresden im Abstiegskampf Luft verschaffte.
Nach dem Platzverweis für Pfeifer, den Schuhen als „eine Frechheit“ bezeichnete“, schlug Vermeij eiskalt zu: erst per Kopf, dann per Volleyschuss. Der zweite Durchgang begann mit dem nächsten Platzverweis. Nach zwei Fouls direkt nacheinander war die Partie für Lemmer vorzeitig beendet. Die Gastgeber konzentrierten sich danach stärker auf die Defensive, ehe noch Joker Daferner per Abstauber und auf der Gegenseite der ebenfalls eingewechselte Furukawa trafen. (sid/mp)
Erst Trikot-Ärger, dann Messi-Wirbel: Turbulente Szenen haben ein Testspiel von Inter Miami mit Superstar Lionel Messi in Puerto Rico geprägt. In der Schlussphase beim 2:1‑Sieg der US‑Amerikaner gegen Independiente del Valle (Ecuador) stürmten mehrere Fans den Platz und brachten den Argentinier kurz zu Fall.
Ein Zuschauer verlangte ein Selfie, ein weiterer wollte eine Unterschrift. Ein dritter Fan lief von hinten auf den Weltmeister zu und umklammerte ihn, ehe ein Sicherheitsmann den Eindringling zu Boden riss – dabei fiel auch Messi. Der 38‑Jährige blieb unverletzt und stand schnell wieder auf.
Trotz Vorfall: Lionel Messi erzielt Siegestreffer für Miami
Schon vorher war es zu Irritationen gekommen: Wegen eines Streits über die Trikotfarben verzögerte sich der Anpfiff um rund eine Stunde. Eine Lösung wurde nicht gefunden, beide Mannschaften spielten schließlich in Schwarz.
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Messi, zur Pause eingewechselt, erzielte den Siegtreffer per Strafstoß in der 70. Minute. Zuvor hatte Santi Morales für Miami getroffen (16.), Patrik Mercado glich im Gegenzug aus (17.). Rund 20.000 Zuschauer in Bayamón feierten Messi bei seiner Einwechslung mit Standing Ovations.
Ein Tennisspieler aus Argentinien hat gleich mehrmals gegen Wettbestimmungen im Tennis verstoßen. Jetzt darf er bis 2032 keine Spiele bestreiten.
Der argentinische Tennisspieler Leonardo Aboian ist wegen mehrerer Wettvergehen zu einer Sperre von sechs Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Diese Entscheidung teilte die zuständige International Tennis Integrity Agency (ITIA) mit. Der 27 Jahre alte Aboian hatte zugegeben, zwischen 2018 und 2025 mehrere seiner Einzel- und Doppel-Matches auf der ITF World Tennis Tour und auf ATP-Challenger-Ebene verschoben zu haben.
Der Argentinier muss zudem 40.000 Dollar Strafe zahlen, von denen 25.000 Dollar auf Bewährung ausgesetzt wurden. Als beste Platzierung hatte Aboian im April 2025 Platz 229 erreicht. Der Argentinier war seit dem 19. September 2025 bereits vorläufig gesperrt, der Südamerikaner darf nun bis zum 18. Juni 2032 keine Spiele bestreiten. (dpa/trh)
Auch Trainer Daniel Bauer bekommt derzeit die angespannte Lage beim abstiegsbedrohten Bundesligisten VfL Wolfsburg zu spüren. „Die Fans leiden, viele Familien von Fans leiden – meine Familie leidet auch, weil aktuell jetzt wirklich nur der VfL zählt“, sagte der 43-Jährige am Freitag.
Sorgen um seine eigene Position macht sich Bauer trotz Platz 15 dennoch eher weniger. „Mir geht es um den Klub, mir geht es um den Verein und ich gebe mit meinem Trainerteam hier jeden Tag das Beste.“ Mehr könne er nicht tun, er sei trotz der jüngsten Rückschläge vor dem Duell mit dem VfB Stuttgart am Sonntag (15.30 Uhr/DAZN) „total davon überzeugt, dass wir gut gearbeitet haben mit den Jungs“ und dass man in der Lage sei, dem Tabellenvierten „Paroli zu bieten“.
Bauer nach 2:3-Niederlage: „Wie eine Schülermannschaft“
Zuletzt hatte Bauer, der den Job erst im November von Paul Simonis übernommen hatte, noch Rückendeckung von Sport-Geschäftsführer Peter Christiansen erhalten. Doch nach dem sechsten Spiel in Folge ohne Sieg stecken die Wölfe tief im Abstiegskampf. Nach dem bitteren 2:3 gegen den FC Augsburg war Bauer in der vergangenen Woche mit seinen Spielern hart ins Gericht gegangen, man verhalte sich „zum Teil wie eine Schülermannschaft“.
Die Wortwahl habe ihm „keiner krumm genommen, sonst wäre das Verhältnis auch nicht mehr intakt. Punkt“, stellte Bauer klar. Fakt sei, dass man im Moment „immer wieder Fehler“ mache, „die in der Bundesliga brutal bestraft werden“. Doch die „Mannschaft lebt, die Mannschaft brennt“, versicherte der VfL-Coach: „Das wollen wir am Sonntag in Stuttgart auch auf den Platz bringen, auch konstant.“
Dabei muss Bauer erneut auf Patrick Wimmer verzichten, auch für Kapitän Maximilian Arnold kommt die Partie in Stuttgart noch zu früh. Zudem fallen Pavao Pervan (Sprunggelenk) und Kevin Paredes (Muskelverletzung) aus. (sid/ea)
Bei einem Flugzeugunglück in Bolivien sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Die Militärmaschine der bolivianischen Luftwaffe sei bei der Landung von der Piste abgekommen und vollständig zerstört worden, berichtete unter anderem die Tageszeitung „El Deber“ unter Berufung auf die Feuerwehr. Dutzende Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden. Nach ersten Berichten wurden zudem etwa 15 Fahrzeuge am Unglücksort beschädigt oder zerstört.
„Unter den betroffenen Fahrzeugen befinden sich Kleinbusse, Privatwagen und sogar ein Sattelzug, die beim Absturz des Flugzeugs in der Gegend getroffen wurden. Einige Fahrzeuge wurden zu einem Haufen Schrott zerquetscht, und unter den Trümmern befinden sich Tote“, zitierte „La Razón“ den nationalen Feuerwehrdirektor Pavel Tovar. Er schloss demnach nicht aus, dass die Zahl der Todesopfer noch steigen könnte. Die Ursache des Unglücks war zunächst unbekannt.
Den Berichten zufolge transportierte das Flugzeug vermutlich Bargeld. Am Unglücksort versammelte sich eine große Menschenmenge und versuchte, Geldscheine an sich zu nehmen. Einsatzkräfte setzten demnach Wasser und chemische Mittel ein, um die Menge zu zerstreuen und die Kontrolle wiederherzustellen. (dpa)
In Deutschlands größter Dönerfabrik „Birtat“ im baden-württembergischen Murr war am Freitagmorgen ein Feuer ausgebrochen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot im Einsatz – verletzt wurde niemand.
Der Qualm sei so stark gewesen, dass die Feuerwehr die Räume zunächst nicht habe betreten können, sagte ein Polizeisprecher dem „Spiegel“. Polizei und Feuerwehr waren beide mit mehreren Wagen vor Ort.
Dönerfabrik: Alle Mitarbeiter rechtzeitig in Sicherheit
Drei Mitarbeiter sollen sich während der Frühschicht im Gebäude aufgehalten haben, als der Brand bemerkt wurde. Alle konnten rechtzeitig das Gebäude verlassen.
Der in einem Kühlhaus entstandene Brand wurde inzwischen gelöscht. Die Brandursache ist bislang unklar, ebenso wie die Höhe des entstandenen Schadens. „Birtat“ soll eigenen Angaben zufolge der größte Produzent von Dönerfleisch in Deutschland sein – mit 25 Tonnen pro Tag. Insgesamt sind hier rund 120 Mitarbeiter beschäftigt. (mp)
DNA-Analysen haben die Aufklärung von Verbrechen revolutioniert. Hautschüppchen am Opfer – und per Analyse einem Menschen zugeordnet. Fall gelöst? So einfach ist es aber nicht. Auch darum geht es derzeit bei einem wichtigen Experten-Treffen.
An einem Gewaltopfer werden Hautpartikel gefunden und per DNA-Analyse einem bestimmten Menschen zugeordnet. Tatverdächtiger identifiziert, Fall gelöst? Dass es längst nicht so einfach ist, darum geht es unter anderem beim 46. Spurenworkshop der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin, der aktuell in Greifswald stattfindet.
DNA-Gipfel: Das fehlt bei der Arbeit mit DNA noch
„Wie wahrscheinlich ist das, dass jemand Hautschüppchen überträgt?”, fragt Anja Klann vom Institut für Rechtsmedizin der Universitätsmedizin Greifswald. „Jede Hautstruktur ist anders. Jeder Mensch verliert unterschiedlich viele Hautschüppchen. Es ist eine Frage der Zeit. Wie lange war jemand irgendwo? Wie lange war der Kontakt? Wie intensiv lag Reibung vor?”
Während die Analyse von Proben im Labor extrem standardisiert sei, müssten für die Beantwortung solcher Fragen der sogenannten Kontextualisierung noch stärker Standards festgelegt werden. „Es gibt ja wirklich unendlich viele Übertragungsszenarien. Und da muss man vor allem Standards entwickeln, wie man diese Art der Untersuchung überhaupt vergleichbar macht.”
DNA-Analysen mitunter wichtig für Urteile
Das ist auch insofern wichtig, als von der Interpretation mitunter viel abhängt. Je nach Fall seien DNA-Spuren unterschiedlich bedeutend, sagt Klann, die in Greifswald den Arbeitsbereich Forensische Molekulargenetik leitet. „Es kann natürlich auch in einer Urteilsbegründung unter Umständen einen hohen Stellenwert haben.” Besonders, wenn es etwa zuvor keine Zeugenaussagen gegeben habe und eine gute DNA-Spur direkt zu einer Person führe, könne das ein großer Vorteil sein.
Das Treffen von Wissenschaftlern, Richtern, Strafverteidigern sowie Sachverständigen aus Landeskriminalämtern (LKA) und dem Bundeskriminalamt in Greifswald sei die zentrale Veranstaltung im deutschsprachigen Raum zum Thema Spurenuntersuchung, vor allem mit Schwerpunkt auf forensische Genetik, sagt Organisatorin Klann. Mehr als 300 Experten und Expertinnen hätten sich angekündigt.
Teils Hunderte Analysen für einen Fall
In Mecklenburg-Vorpommern kümmern sich laut Klann die rechtsmedizinischen Institute in Rostock und Greifswald sowie das hiesige LKA um Analysen von Genmaterial. Dabei entfalle der größte Teil auf das LKA. Aber auch in Greifswald liefen praktisch permanent solche Analysen. „Das kann schon in die Hunderte gehen, auch bei einem Fall manchmal. Deswegen haben wir auch kontinuierlich immer was zu tun.” Die Fälle reichten von Einbruchsdelikten bis hin zu Tötungsdelikten.
„Eine extrem hohe Qualität” habe diese Arbeit in Deutschland. Dafür sorgten auch ein Akkreditierungssystem und externe Begutachtungen. Bei all der Faszination, die die Rechtsmedizin nicht zuletzt auch wegen Krimis und True-Crime-Formaten ausübt, gehört laut Klann auch weniger glamouröse Arbeit dazu. „Was man sich vorm Fernsehen anguckt, da steckt auch viel, viel wirklich wissenschaftliche Grundlagenforschung dahinter, eben dass wir nachher Verfahren in der Routine anwenden können.” Diese Arbeit sei im Nachhinein kaum sichtbar, sei aber auch zur würdigen. (dpa/mp)
Drei Spiele in Serie haben sie nicht gewonnen, da kann der Durst auf ein erlösendes Sieger-Bier schon einmal groß werden. Und so verspüren auch die Bremer Sehnsucht auf ein „Kaltgetränk“, wenn sie dann „mal wieder ein Fußballspiel gewonnen“ haben, sagt Werder-Trainer Daniel Thioune. Wenn, ja, wenn. Der Zeitpunkt am Wochenende könnte jedenfalls nicht besser sein.
Schließlich ist Werder nach der jüngsten Pleite zuletzt auf den vorletzten Platz abgeschmiert, am Samstag (15.30 Uhr/Sky) kommt nun der Tabellenletzte FC Heidenheim ins Weserstadion – mehr Druck, mehr Krisengipfel geht nicht. Doch von einem Endspiel im Kampf um den Klassenerhalt will Thioune nichts wissen. „Die Aufgabe wird jede Woche schwieriger“, sagt der 51-Jährige, der seine bisherigen drei Spiele als Nachfolger von Horst Steffen allesamt verloren hat, aber: „Meine Energie ist ungebrochen. Weil ich wusste, dass es bis zum Ende dauern wird, bis zum 34. Spieltag.“
Keine Trainerdiskussion – Fritz stärkt Thioune den Rücken
Doch irgendwann müssen die Bremer mal anfangen zu gewinnen, sonst geht es nach 1980 und 2021 wohl zum dritten Mal in der Vereinsgeschichte hinab in die Niederungen der 2. Liga. „Wir haben aktuell nicht mehr viel, was für uns spricht, deshalb müssen wir uns das Stück für Stück selbst zurückholen“, sagt Thioune, dem ein historisches Missgeschick droht: Er könnte der erste Werder-Trainer werden, der seine ersten vier Bundesliga-Spiele mit Bremen verliert.
„Natürlich ist die Situation gerade nicht einfach“, sagt Clemens Fritz, Geschäftsführer Fußball in Bremen, doch der Glaube, dass Thioune die Wende gelingt, ist weiterhin da: „Es gibt überhaupt keine Trainerdiskussion bei uns.“ Thioune agiere „sehr energetisch, vermittelt seine Inhalte präzise und arbeitet sehr lösungsorientiert mit den Jungs“. Die Mannschaft nehme „seine Vorgaben gut an und arbeitet an deren Umsetzung“.
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Doch womöglich spielen Taktik und Muskeln in diesem Kellerduell gar nicht so die große Rolle. Am Ende habe der Kampf gegen den Abstieg „unheimlich viel“ mit dem „Kopf zu tun“, sagt Heidenheims Coach Frank Schmidt. Und dieses Duell „Letzter gegen Vorletzter“ sei noch einmal ein ganz „besonderes Kopfspiel“ in dem man „im richtigen Moment eiskalte, richtige Entscheidungen treffen“ müsse.
Heidenheim bei Niederlage statistisch abgestiegen
Beide Teams können sich eine Niederlage eigentlich nicht leisten, doch sollte Heidenheim verlieren, wäre der Klub kaum noch zu retten. Schon jetzt ist der FCH statistisch gesehen abgestiegen. Mit nur 14 Punkten auf dem Konto nach 23 Spielen schaffte in Zeiten der Drei-Punkte-Regel noch keine Mannschaft am Ende den Klassenerhalt.
„Wenn du eine Chance haben willst, musst du irgendwann anfangen, den Rückstand abzubauen“, sagt Schmidt: „Und deswegen ist es schon ein Spiel, das du gewinnen solltest, um dann auch weiter fest daran zu glauben, dass du die Chance hast.“ (sid/ea)
Ein 32 Jahre alter Mann aus Niedersachsen ist in Schleswig-Holstein von zwei Unbekannten mit einem Messer angegriffen und verletzt worden.
Das Opfer habe am Samstag auf einem Supermarktparkplatz in Heiligenhafen im Kreis Ostholstein Einkäufe in sein Auto geladen, als zwei Männer aus einem neben ihm parkenden SUV mit einem Messer auf ihn zugegangen seien, berichtete die Polizei. Beim Abwehren des Angriffs habe sich der 32-Jährige an der rechten Hand verletzt. Die beiden Männer seien unerkannt entkommen.
Vorangegangen war nach Angaben der Polizei ein Wortwechsel zwischen dem Opfer und dem Fahrer des SUV, der seine Autotür mehrfach gegen das Fahrzeug des 32-Jährigen geschlagen haben soll. Die Polizei sucht nach Zeugen und hat die Ermittlungen aufgenommen. Der Mann kam in ein Krankenhaus. (dpa)