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Getöse mit Tradition, spektakulär, bunt und verdammt laut. Am Freitagabend platzte das dritte und letzte Feuerwerk des diesjährigen Hamburger Frühlings-Doms auf dem Heiligengeistfeld mitten in die umkämpfte Nachspielzeit des St. Pauli-Heimspiels hinein. Bumm! Boom! Bäng! Es war aber nur das zweite große Feuerwerk auf dem Kiez an diesem Abend. Das wird mal wieder teuer für den FC St. Pauli, den eine Strafe durch den DFB erwartet, aber deutlich teurer für den 1. FC Köln, dessen Anhang im Millerntorstadion vor dem Anpfiff Silvester feierte.
Die sportlich bedeutsame Partie gegen die Kölner war auch in beiden Fankurven zum Pyro-Wettstreit geraten. Während sich die St. Pauli-Ultras auf der Südtribüne beim Einmarsch beider Mannschaften auf das Entzünden roter Bengalos beschränkt hatten, um die eigene Kurve zu erleuchten, waren im Gästeblock gegenüber auch noch Rauchtöpfe gezündet und Raketen abgeschossen worden – und das nicht zu knapp.
St. Pauli gegen 1. FC Köln mit viel Pyro – Anpfiff verspätet
Dicke Rauchschwaden hingen über der Spielfeldhälfte vor der Nordtribüne und zogen nur langsam ab, denn es war fast windstill. Die schlechte Sicht sorgte dafür, dass erst mit fünfminütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte. Die Spieler beider Mannschaften hielten sich mit kurzen Sprints und anderen Übungen warm.

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Es war auch diese Verzögerung, die dafür sorgte, dass das um 22.30 Uhr beginnende Dom-Feuerwerk ins laufende Spielgeschehen platzte und nicht erst nach Anpfiff des Spiels ertönte.
Mehr als 50 Bengalos in der Südkurve von St. Pauli
Das gesamte Spiel über war in beiden Kurven immer wieder Pyrotechnik gezündet worden, und jedes Mal hatte der Stadionsprecher gebetsmühlenartig verlesen, dass dies nicht erlaubt sei, was auch auf der Anzeigetafel zu lesen war. Allein: beides blieb – wenig überraschend – total wirkungslos.
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Während in der Kurve der Köln-Fans immer wieder mal nur ein Bengalo gezündet wurde – vielleicht ein ökonomischer Ansatz der Sparsamkeit, oder aber sie hatten das Pulver schon gleich am Anfang nahezu komplett verschossen –, leuchtete es in der Südkurve der St. Pauli-Ultras mehrmals üppig. In der 23. Spielminute, in der 57. und 70. Minute sowie in der Nachspielzeit (90.+2) wurden jeweils rund ein Dutzend rote Fackeln gezündet.
Köln in Strafentabelle Zweiter hinter HSV, St. Pauli Neunter
Das Abbrennen von Pyrotechnik wird vom DFB pauschal mit 1000 Euro Geldstrafe pro Gegenstand sanktioniert, bei abgeschossenen Pyros sind es jeweils 3000 Euro. Eine Spielunterbrechung oder Verzögerung des Anpfiffs wird je nach Dauer noch härter bestraft: Ab einer Minute erhöht sich die Gesamtsumme um 50 Prozent, ab fünf Minuten um 100 Prozent. Das wird in diesem Fall den 1. FC Köln treffen. Die hohe Anzahl an Bengalos bei den St. Pauli-Ultras dürfte mit 50.000 bis 60.000 Euro zu Buche schlagen dürfte.
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In der Strafentabelle der Bundesliga sind die Fans des 1. FC Köln mit einer Gesamtsumme von 604.000 Euro bislang übrigens Zweiter hinter dem HSV (634.400). St. Pauli liegt in diesem Ranking mit vergleichsweise bescheidenen 147.600 Euro auf Rang neun.
Feuer, Feuer, das wird teuer! Raketen, Rauch, Verzögerung – St. Pauli erwartet Strafe wurde gefunden bei mopo.de

