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Ein Mann hatte am späten Freitagabend die Polizei gerufen und sagte, er habe seine Frau erstochen. Vor Ort zeichnete sich dann ein ganz anderes Bild.
Ein angeblicher Messerangriff auf eine Frau hat am Freitagabend in Harburg einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr ausgelöst. Gegen 22 Uhr ging der Notruf bei der Polizei ein. Ein Mann erklärte, dass er seine Frau erstochen habe.
Weil auf Klingeln und Klopfen niemand reagierte, brachen die Polizisten die Tür der Wohnung in der Marienstraße auf. Sie fanden: nichts. Keinen Täter, kein Opfer, keine Spuren eines Verbrechens. Auch andere Anwohner erklärten gegenüber einem Reporter, sie hätten nichts Aufälliges bemerkt, schon gar nichts, was auf ein Verbrechen hindeuten würde. Nach anderthalb Stunden beendete die Polizei den Einsatz.
Ähnlicher Einsatz vor einem Jahr bei Streamer
Inzwischen gehen die Beamten davon aus, dass es sich um eine Abart des sogenannten „Swatting“ handelt: Dabei werden Polizei und Rettungskräfte mit einem falschen Notruf zu bekannten Computerspielern geschickt, die gerade im Livestream sind. Im vergangenen Jahr war es bei einem bekannten Streamer in der HafenCity zu einem ähnlichen Einsatz gekommen.
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Was in diesem Fall der Auslöser für den falschen Notruf war, ist noch nicht bekannt. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen: Sollte der Anrufer gefunden werden, muss er sich wegen Vortäuschen einer Straftat verantworten und die Kosten des Einsatzes übernehmen. (mp)
Mann behauptet, er hätte seine Frau erstochen – und löst Großeinsatz aus wurde gefunden bei mopo.de
