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Übergewinne der Ölkonzerne steigen während Waffenruhe im Irankrieg laut Greenpeace-Berechnung

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Übergewinne der Ölkonzerne steigen während der Waffenruhe

Hamburg (ots) – Die Übergewinne der Ölkonzerne haben während der aktuellen Waffenruhe zwischen den USA und Iran eine deutliche Zunahme erfahren. Dies geht aus einer Berechnung des Ölmarktexperten Steffen Bukold im Auftrag von Greenpeace hervor.

Überblick

In den ersten fünf Tagen der Waffenruhe, vom 8. bis 12. April, haben die Ölkonzerne pro Tag 37 Millionen Euro mehr verdient als im Durchschnitt der ersten beiden Monate des Jahres. Zum Vergleich: In den zwei Wochen vor der Waffenruhe lagen die Übergewinne bei 27 Millionen Euro pro Tag. Der durchschnittliche Ölpreis fiel in diesem Zeitraum auf 95 Dollar pro Barrel, nachdem er in den ersten Kriegswochen bei 100 Dollar lag.

Gesamtbilanz der Übergewinne

Die Übergewinne seit Beginn des Irankriegs summieren sich auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Matthias Lambrecht, Sprecher von Greenpeace, äußert sich dazu:

„Die Ölkonzerne machen schamlos Kasse auf dem Rücken all derer, die von einem Verbrenner abhängig sind.“ – Matthias Lambrecht, Greenpeace

Politische Maßnahmen

In Reaktion auf die Situation hat die Bundesregierung beschlossen, die Mineralölsteuer für zwei Monate um 17 Cent pro Liter zu senken. Diese Maßnahme wird jedoch als teuer und wenig spezifisch kritisiert. Lambrecht warnt:

„Die eigentliche Knappheit am Spritmarkt steht uns erst bevor. Wenn die Bundesregierung ausgerechnet jetzt Benzin und Diesel verbilligt, macht sie das Problem nur noch größer.“ – Matthias Lambrecht, Greenpeace

Er fordert einen langfristigen Plan zur Reduktion des Verbrauchs von Öl und Gas und eine Förderung fossilfreier Alternativen.

Bildunterschrift: Foto von Moritz Kindler auf Unsplash

Original-Content: news aktuell

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Waffenruhe ist Erfolg für den Iran und Niederlage für die USA

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Unter Vermittlung Pakistans haben sich die Vereinigten Staaten und der Iran kurz vor Ablauf eines Ultimatums von US-Präsident Donald Trump auf eine zweiwöchige Waffenruhe geeinigt.

Mutmaßlich gescheiterte US-Kommandoaktion
dürfte Trump zum Einlenken bewogen haben

Israel wird einerseits seine Angriffe auf den Iran ebenfalls einstellen, kündigte aber andererseits eine Fortsetzung seiner militärischen Aggression gegen das Nachbarland Libanon an. Abzuwarten bleibt – nicht zuletzt aufgrund der Sprunghaftigkeit Trumps –, ob die nun vereinbarte Waffenruhe zu einer dauerhaften Konfliktbeilegung führen wird.

Nach der Einigung erklärten sich beide Seiten zum Sieger. Während Trump von einem „vollständigen Sieg“ der USA sprach, berichtete der staatliche iranische Sender Press TV, dass der Iran eine „historische und vernichtende Niederlage“ der Vereinigten Staaten und des israelischen Regimes nach 40 Tagen Krieg, verkündete. Außerdem sei Washington gezwungen, einen 10-Punkte-Vorschlag des Iran anzunehmen, der einen dauerhaften Waffenstillstand, die Aufhebung aller Sanktionen und den Abzug der US-Kampftruppen aus der Region vorsieht. Ob die USA die Aufhebung aller Sanktionen gegen Teheran oder eine dauerhafte Kontrolle der Straße von Hormus durch den Iran oder eine weitere Urananreicherung akzeptieren können und wollen, erscheint mehr als fraglich.

Jedenfalls ist die Waffenruhe ein großer Erfolg für den Iran und eine Niederlage für die USA. In den 40 Tagen Krieg konnte die Islamische Republik zeigen, dass sie den USA, der größten militärischen Macht des Planeten, trotzen kann. Insbesondere hat der Iran US-Militäreinrichtungen in den arabischen Golfstaaten bei Vergeltungsschlägen schwere Beschädigungen zugefügt und aufgezeigt, dass die israelische Luftabwehr auf Dauer den iranischen Raketen nicht gewachsen ist.

Das Einlenken Trumps, der vor Ablauf seines Ultimatums dem Iran drohte, dass seine „Zivilisation stirbt“, ist vermutlich die Folge des gescheiterten US-Versuchs, iranisches Uran in Isfahan zu beschlagnahmen. Denn was der Weltöffentlichkeit als die heldenhafte Rettung des Piloten eines F-15-Kampfflugzeugs verkauft wurde, war in Wirklichkeit höchstwahrscheinlich eine gründlich misslungene US-Kommandoaktion.

Der türkische Sender TRT World weist darauf hin, dass die US-Armee Hunderte von Soldaten und mehr als 150 Flugzeuge – darunter vier Bomber, 64 Jäger, 48 Tankflugzeuge und 13 Rettungsflugzeuge – für den Betrieb des Waffensystemoperators (WSO) benötigt, der – im Gegensatz zum Piloten – laut Pentagon auf iranischem Territorium landete. Noch interessanter sei jedoch, dass laut einer offiziellen Erklärung ein MC-130-Militärtransportflugzeug zusammen mit mehreren Armeehubschraubern von der US-Armee zerstört wurden, weil sie aufgrund von Sand nicht vom Flugplatz Isfahan starten konnten.

Und weiter berichtet TRT World:

„Analysten und ehemalige Militäroffiziere hinterfragen, warum Hunderte von Soldaten sowie mehrere US-Flugzeuge und Hubschrauber in Isfahan stationiert waren, wo sich der Großteil des hochangereicherten Urans Irans befindet, weit entfernt von dem Absturzort, an dem die F-15E abgestürzt ist.“

Dieser Beitrag erschien auf ZURZEIT, unserem Partner in der EUROPÄISCHEN MEDIENKOOPERATION




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