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Was man im TV nicht sah: HSV-Star nach Abpfiff in Rage – Stress im Kabinengang

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Er war überhaupt nicht zu bremsen, dabei war das Derby doch schon 20 Minuten lang vorbei. Weit nach Abpfiff der aus Hamburger Sicht so bitter verlaufenen Partie stürmte Jordan Torunarigha plötzlich aus der HSV-Kabine durch die Katakomben des Weserstadions wieder in Richtung Spielfeld und legte sich dort auf die Lauer, um einen Bremer abzupassen. Auch Teamkollegen und Mitarbeiter der HSV-Presseabteilung konnten den erbosten Abwehrmann zunächst nicht bremsen. Was genau war passiert?

Ausgangspunkt der Wut des HSV-Profis waren die Szenen nach dem Treffer zu Werders 3:1 (90.+1). Bei den heftigen Rangeleien vor der HSV-Ersatzbank, die zu drei Roten Karten für HSV-Assistent Loic Favé, Hamburgs Physio Tim Roussis und Bremens Co-Trainer Jan Hoepner führten, fiel auch zumindest ein Satz, der Torunarigha komplett auf die Palme brachte. Bereits da war er schon außer sich vor Wut. Emotionen, die nach Abpfiff dann aus ihm herausplatzten. Offenbar hatte Torunarigha noch eine Rechnung offen.

HSV-Profi Torunarigha hatte nach Abpfiff eine Rechnung offen

Zunächst positionierte sich der 28-Jährige am Ausgang des Spielertunnels und wartete dort auf einen Bremer. Die Werder-Profis und Offiziellen feierten zu diesem Zeitpunkt noch mit ihren Fans. Nach einiger Zeit des Wartens wanderte Torunarigha zusammen mit HSV-Sportdirektor Claus Costa in Richtung Werder-Kabine. Dort sollte die Angelegenheit dann geklärt werden.


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Darüber, welche Worte den Abwehrmann so außer Rand und Band brachten, herrschte hinterher Rätselraten. „Was bei Jordan genau an Worten gefallen ist, weiß ich nicht“, so HSV-Trainer Merlin Polzin. „Man kann es sich vielleicht vorstellen, weil er ansonsten eher ein ruhiger Charakter ist. Das war sicherlich etwas, was ihm weniger Freude gemacht hat.“

HSV-Profi Remberg unterstützt seinen Kollegen Torunarigha

Mittelfeldmann Nicolai Remberg ergänzte: „So, wie Jordan reagiert hat, war es etwas, das nicht korrekt war. Emotionen hin und her – es war irgendetwas, was ihm überhaupt nicht gefallen hat. Schon auf dem Platz, während des Spiels in der Situation, und auch danach.“

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Zuletzt erlebte man Torunarigha derart aufgebracht vor mehr als sechs Jahren. Im Februar 2020, damals noch im Dress von Hertha BSC, wurde er während der Pokalpartie der Berliner auf Schalke rassistisch beleidigt.

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Es lag wohl nicht am Pyro-Exzess: Darum stürmte die Polizei in den HSV-Block

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Als der Schlusspfiff ertönte, war das Derby noch lange nicht vorbei. Und was dann passierte, war genauso unschön wie überflüssig: Erst flogen Raketen aus dem HSV-Fanblock in Richtung Werder-Anhang, dann kam es im Hamburger Block zu massiven Schlägereien mit der Polizei.

Die aufgestaute Wut und der Frust des HSV-Anhangs entluden sich zügig nach dem Spiel. Als der Werder-Sieg feststand, warfen Hamburger Anhänger zunächst kleinere Leuchtfeuer in den mit Bremer Zuschauern gefüllten benachbarten Tribünenblock. Anschließend schossen sie Leuchtraketen mit einer so großen Reichweite ab, dass sie bis zum Werder-Fanblock auf der gegenüberliegenden Stadionseite flogen, wo die Bremer Spieler feierten und entsetzt zurückwichen. „Das ist brutal gefährlich“, erklärte Werder-Abwehrmann Amos Pieper: „Krasse Geschosse! Dass die über den ganzen Platz fliegen können, damit haben wir nicht gerechnet.“

HSV-Trainer Polzin verurteilte das Verhalten der Fans

Auch die Trainer der beiden Vereine verurteilten das Vorgehen der HSV‑Fans. „Ich habe es nicht gesehen, wir waren schon in der Kabine“, sagte HSV-Coach Merlin Polzin zwar, gab aber zu bedenken: „Das Derby steht für Emotionen. Aber es sollte immer darum gehen, dass das alles fair und vor allem verletzungsfrei abläuft. Wenn das scheinbar nicht gegeben war, wollen wir das natürlich in keiner Weise unterstützen oder gutheißen.“ Sein Bremer Kollege Daniel Thioune stellte fest: „Irgendwo sind Grenzen. Wenn die überschritten werden, gehört das auf keinen Platz und in keine Kabine.“


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Heftig ging es in den Minuten nach den Pyro-Vergehen im HSV-Block zu. Mit zahlreichen Einsatzkräften marschierte die Polizei in den zu diesem Zeitpunkt nicht mehr voll besetzten Hamburger Fan-Bereich. Dabei kam es zu Schlägereien. Schlimme Bilder, die niemand brauchte. Die Polizei stürmte aber offenbar nicht wegen der gefährlichen Pyro-Aktionen der HSV-Fans in den Block. Ein Brand auf einer Toilette im Gästeblock sei der Auslöser für den Einsatz gewesen, teilten die Bremer Beamten dem „Abendblatt“ mit. Daraufhin sei die Feuerwehr in Begleitung von Polizisten in den Block gegangen. Das vorrangige Ziel war es demnach, das Feuer zu löschen.

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„Es war klar, dass es in der Situation, in der beide Vereine stecken, aufgeheizt sein wird“, sagte Pieper. „Trotzdem sollten gewisse Grenzen nicht überschritten werden.“ Auch diesbezüglich wird das Derby ein Nachspiel haben. Die Polizei bestätigte, dass Beamte von HSV-Fans angegriffen worden seien. Es habe unter den Ordnungskräften allerdings keine Verletzten gegeben. Ob es Verletzte unter den HSV-Anhängern gab, ist aktuell noch nicht bekannt.

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„Scheiß-Tag für uns“: Dreimal Rot! HSV verliert das Derby und die Nerven in Bremen

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Mit großen Hoffnungen waren sie die 125 Kilometer vom Volkspark rüber nach Bremen gedüst. Doch frustrierender hätte das Nordderby für den HSV nicht verlaufen können. Ohne die verletzten Leistungsträger Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga verlor der Aufsteiger nicht nur die Partie mit 1:3 (1:1), sondern auch die Nerven und kassierte insgesamt drei Platzverweise. Nach nur einem Punkt aus den vergangenen vier Partien beginnt plötzlich wieder das Zittern um den Klassenerhalt. Trainer Merlin Polzin fasste zusammen: „Das war ein Scheiß-Tag für uns!“

Sie schäumten vor Wut – und das aus vielerlei Gründen. Der HSV war sauer auf Schiedsrichter Florian Exner und sich selbst, noch lange nach dem Abpfiff entluden sich die Emotionen. Denn diese Pleite, begleitet vom Jubel, Hohn und Spott des Werder-Anhangs, tat richtig weh. „Heute muss sich jeder von uns schlecht fühlen“, erklärte Mittelfeldmann Nicolai Remberg. „Wir tragen eine große Wut in uns“, ergänzte Trainer Polzin.

Glatzel glich für den HSV vor der Pause aus

Vorangegangen war eine Partie voller Emotionen, packender Szenen und reichlich Derby-Folklore. Nachdem Jens Stage Werder in Führung geköpft (37.) und Robert Glatzel sehenswert ausgeglichen hatte (41.), nahm der Wahnsinn in Hälfte zwei seinen Lauf. Und das vor allem zum Nachteil für den HSV.


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Abermals Stage brachte die Bremer per Traumtor mit 2:1 in Front (57.). Was in den Minuten danach geschah, dürfte auch in den nächsten Tagen noch für allerlei Diskussionen sorgen. Zunächst wurde Philip Otele des Feldes verwiesen, nachdem der VAR einschritt und Exner vor den Bildschirm bat. Nach Ansicht der Bilder wertete der Referee Oteles Einsteigen gegen Cameron Puertas als rotwürdig (79.). Eine harte Entscheidung.

Der Platzverweis für HSV-Profi Jatta wurde zurückgenommen

Weiter ging’s mit dem Wahnsinn an der Weser. Auch Bakery Jatta wurde nach seinem Einsteigen gegen Marco Grüll des Feldes verwiesen (85.), diesmal aber kassierte Exner die Rote Karte nach Ansicht der Bilder ein, zückte stattdessen Gelb.

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Nachdem Puertas kurz darauf dann das 3:1 für Werder (90.+1) erzielte und die Partie entschied, kam es noch richtig dicke für den HSV. Nach dem Bremer Treffer spielten sich vor der HSV-Bank tumultartige Szenen und Handgemenge ab, in deren Verlauf HSV-Physio Tim Roussis und Assistenzcoach Loic Favé Rot sahen. Auch Werders Co-Trainer Jan Hoepner wurde von Exner nicht verschont, sah ebenfalls Rot.

Remberg kritisierte seine HSV-Kollegen

Reichlich was los – doch Remberg war weit davon entfernt, dem Schiedsrichter die Schuld geben zu wollen. „Es ist nicht fair, dem Schiri irgendetwas anzukreiden“, so der 25-Jährige, der sich allenfalls über die Kommunikation mit Exner ärgerte: „Ich habe oft das Gefühl, dass er denkt, er wäre etwas Besseres.“

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Grundsätzlich aber nahm Remberg seine Kollegen und sich in die Verantwortung. Niemals zuvor in der Vereinsgeschichte sah der HSV so oft Rot wie in dieser Spielzeit, Oteles Feldverweis war bereits der achte dieser Saison (dreimal Rot, fünfmal Gelb-Rot). „Ich verstehe nicht, wie man so viele Rote Karten sehen kann“, schimpfte Remberg. Und weiter: „Ich will hier keinen anzählen, aber das ist dann oft fehlende Cleverness und einfach doof. Wir rennen dann wieder mit einem Mann weniger hinterher.“

HSV-Fans benahmen sich in Bremen daneben

Äußerst doof war auch das Benehmen einiger HSV-Fans, die sich als schlechte Verlierer präsentierten und nach dem Spiel Raketen in den gegenüberliegenden Bremer Fanblock schossen. Wenig später kam es im Hamburger Block zu heftigen Schlägereien mit Einsatzkräften der Polizei. Schlimme Bilder, die dem HSV nicht gut taten.

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Im Endeffekt ein Tag zum Vergessen an der Weser. Bei noch fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang steigt der Druck vor den abschließenden vier Saison-Spieltagen. Der HSV muss dringend wieder punkten, um ein mögliches Drama nicht weiter zu forcieren. „Wir wollen am 34. Spieltag gegen 17.25 Uhr unser Ziel erreicht haben“, bekannte Polzin, wusste vor der Abreise aus Bremen aber: „Es wird eine unruhige Nacht, soviel steht fest.“

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HSV-Noten nach der bitteren Derby-Pleite in Bremen: Eine Handvoll Fünfen

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Das 1:3 (1:1) bei Werder Bremen wird für viele HSV-Fans eines der bittersten Erlebnisse dieser Saison gewesen sein. Drei Rote Karten kassierte der HSV, zwei davon gegen die Bank. Aber nicht nur daran lag es, dass die Hamburger verdient beim Erzrivalen verloren. Viele HSV-Profis kamen nicht an ihre Normalform heran. Die MOPO-Noten:

Heuer Fernandes: Lange Zeit sicher und ohne Probleme. Bei den ersten beiden Gegentoren war nichts zu halten. Vor dem 1:3 patzte dann auch der Torhüter und ging so am Ende mit unter. Note 4,5

Capaldo: Zurück in der Startelf. Brauchte ein bisschen Zeit, um das richtige Energielevel zu finden. Danach wurde geliefert. Hinten und vorn sehr aktiv. Starke Vorlage zum 1:1. Note 3

83. Downs: Kam für die Schlussphase, hatte aber kaum Einfluss auf das Spiel.

Torunarigha: Begann stabil und gewann viele Zweikämpfe. Beim 0:1 fehlte dem Abwehrchef im Zentrum der Überblick. Note 4

Omari: Rückte auf die linke Seite in der Dreierabwehrkette. Konzentrierte sich vor allem auf die Abwehrarbeit. Überzeugte erneut nicht. Vor dem 1:2 erst hart attackiert, danach kann er entschlossener verteidigen. Auch andere Szenen kann er besser lösen. Weiterhin nicht in Topform. Note 5

Mikelbrencis: Kam ganz schwer in die Partie. Fehlerhaft in der Defensive und auch auf dem Weg nach vorn wollte zunächst kaum etwas gelingen. In der zweiten Halbzeit etwas besser unterwegs. Note 5

Remberg: Ordentlich am Ball, vernünftig in den Zweikämpfen. Seinen Stempel konnte er dem Spiel allerdings nicht aufdrücken. Note 3,5

Vieira: In diesem Derby war mehr Kampf als spielerische Klasse gefragt. Entsprechend gering war auch der Einfluss des Portugiesen auf das Spiel. Holte ein paar Freistöße heraus. Mit dem Ball am Fuß kann er deutlich mehr bewegen. Note 5

Grønbæk: Hatte ein paar Standprobleme und konnte die Flanke vor dem 0:1 nicht verhindern. Im Spiel nach vorn bemüht, aber ohne entscheidende Akzente. Note 5

66. Otele: Sollte für Schwung in der Offensive sorgen und flog 13 Minuten nach seiner Einwechslung mit Rot vom Platz. Eine harte Entscheidung.

Muheim: Feierte sein Comeback nach Rot-Sperre. Defensiv immer wieder gefordert und zum Teil auch überfordert. So auch vor dem 0:1, als er mit seinem Fehler den Gegentreffer einleitete. Musste verletzt den Platz verlassen. Note 4,5

75. Jatta: Auch er sah wie Otele nur kurz nach seiner Einwechslung Rot. Diese Entscheidung wurde allerdings vom VAR zu Recht zurückgenommen. Zumindest der Einsatz stimmte.

Königsdörffer: Viel Laufarbeit, aber in 74 Minuten nur mit 18 Ballkontakten. Auch nur an einem Torschuss beteiligt. Ein schwacher Auftritt. Note 5

75. Stange: Kurz nach seiner Einwechslung spielte der HSV nur noch in Unterzahl. Bewegen konnte er auf dem Platz nichts mehr.

Glatzel: Haute sich von der ersten Minute an voll rein und musste teilweise ordentlich einstecken. Gewann sehr viele Zweikämpfe. Knallte den Ball mit 117 km/h zum zwischenzeitlichen 1:1 ins Netz. Sein drittes Tor im dritten Nordderby. Gereicht hat es diesmal allerdings nur zum Ehrentreffer. Note 3

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Nächtliche Stör-Aktion vor dem Team-Hotel: Werder-Fans ärgern HSV-Profis

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Lautstarke Unterstützung beim Training und Krach vor dem Hotel des HSV: Werder-Fans lassen vor dem Nordderby gegen den Rivalen offenbar nichts unversucht.

Bislang unbekannte Krachmacher haben in der Nacht vor dem brisanten Nordderby zwischen Werder Bremen und dem HSV Feuerwerkskörper vor dem HSV-Mannschaftshotel gezündet. Um 3.30 Uhr habe eine größere Gruppe Pyrotechnik eingesetzt, teilte die Bremer Polizei mit. Zuerst hatte das Portal „Deichstube“ über den Vorfall berichtet. 

Einige HSV-Profis werden vom Lärm geweckt

Die genaue Größe der Gruppe sei nicht bekannt, hieß es weiter. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte vor dem Hotel im Innenstadtbereich von Bremen sei der Krach vorbei gewesen. Und die Verursacher nicht mehr da. Ähnliche Aktionen kommen bei wichtigen Spielen immer wieder vor. 

Vereinzelt hätten Spieler von dem Lärm etwas mitbekommen, sagte ein Sprecher des HSV auf Anfrage. Viele Profis seien von der etwa ein- bis zweiminütigen Aktion aber nicht aufgeschreckt worden. 

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Das brisante Abstiegskampf-Duell an diesem Samstagnachmittag (15.30 Uhr/Liveticker bei MOPO.de) sorgt für Alarmbereitschaft. Polizisten aus Niedersachsen, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern sollen helfen, das Risikospiel zu sichern. Am Freitag unterstützten etwa 1500 Werder-Fans ihre Mannschaft beim Abschlusstraining und stimmten sie auf die Partie ein. (dpa/mp)

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HSV kämpft um die Nummer eins im Norden: So heiß wird das Derby in Bremen

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Mit einem Sieg im Nordderby in Bremen will der HSV am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker auf MOPO.de) einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt in der Bundesliga machen. Doch in diesem Spiel stecken mehr als nur drei Punkte. Vor allem für die Fans hat der Ausgang der Partie enorme Bedeutung. Dabei geht es auch um die Frage nach der Nummer eins im Norden. Diesen inoffiziellen Titel hatte der HSV nach einer kompletten Saison schon sehr lange nicht mehr.

2013 war ein besonderes Jahr. Zum ersten Mal seit 1294 schied mit Benedikt XVI. ein Papst nicht durch seinen Tod, sondern durch seinen Rücktritt aus dem Amt. Die Bayern holten unter Trainer Jupp Heynckes mit einem Champions-League-Finalsieg gegen Dortmund das Triple – und der HSV war letztmals die Nummer eins im Norden.

Fink holte die letzte Nordmeisterschaft mit dem HSV

Auf Platz sieben verabschiedeten sich die Hamburger damals mit Trainer Thorsten Fink in die Sommerpause. Damit war der HSV der beste Nordklub im deutschen Profifußball. Auf Platz zwei der inoffiziellen Rangliste folgte Hannover vor Wolfsburg und Bremen (alle Bundesliga). St. Pauli und Braunschweig spielten in der Zweiten Liga, Osnabrück und Rostock in der Dritten Liga – und Kiel sogar nur in der Regionalliga.

Thorsten Fink und der HSV hatten 2013 Grund zur Freude. IMAGO / Contrast
Thorsten Fink und seine Trainerkollegen jubeln
Thorsten Fink und der HSV hatten 2013 Grund zur Freude.

Nach schweren Zeiten und dem zwischenzeitlichen Absturz auf Platz fünf im Nord-Ranking – hinter Wolfsburg, Bremen, St. Pauli und Kiel – kann der HSV nach 13 Jahren jetzt wieder den Sprung nach ganz oben schaffen. Ein fast schon historischer Moment, für den aber noch die letzten Schritte gegangen werden müssen. Der wichtigste wartet am Samstag im Weserstadion.

Die HSV-Bilanz gegen Nordklubs ist ausbaufähig

Für den HSV ist es gleichzeitig das letzte von insgesamt sechs Nord-Duellen in dieser Bundesliga-Saison. Auch wenn die Hamburger das Hinspiel gegen Bremen mit 3:2 gewannen, ist ihre Bilanz in dieser Spielzeit in den direkten Auftritten gegen die Nordklubs noch ausbaufähig. In einer Tabelle, die nur die Spiele zwischen dem HSV, Werder, St. Pauli und Wolfsburg berücksichtigt, steht aktuell noch Bremen an der Spitze.

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Immerhin neun Punkte hat Werder aus bislang fünf Nord-Vergleichen in dieser Saison geholt – mit zwei Siegen gegen Wolfsburg und einem gegen St. Pauli. Beim HSV und bei St. Pauli sind es jeweils sieben Zähler, bei Wolfsburg sechs. Richtig abgerechnet wird zum Schluss. Der HSV hat den Ausgang selbst in der Hand – und kann im besten Fall direkt an diesem Samstag gleich mehrfach jubeln. Für Werder ist das Nordderby auf der anderen Seite mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt und die Nordmeisterschaft ebenfalls eine große Chance. Noch ist alles möglich.

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Werder Bremen – HSV im Liveticker: Gewinnen die Hamburger das Nordderby?

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Herzlich willkommen zum MOPO-Liveticker. Es ist Derbyzeit im Norden. Die Crunchtime ist angebrochen und mitten im Kampf um den Klassenerhalt trifft der HSV auf Erzrivale Werder Bremen. Nach der 0:4-Pleite beim VfB Stuttgart wollen die Rothosen endlich den ganz großen Schritt zum Ligaverbleib schaffen. Doch auch die Grün-Weißen brauchen unbedingt die Punkte. Nach dem 1:3 beim 1. FC Köln trennen sie nur noch drei Punkte vom Relegationsrang. Anpfiff ist um 15.30 Uhr. Verpassen Sie keine entscheidende Szene im MOPO-Livteticker.

Das Spiel im Liveticker

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Kommentar: Der HSV hat ein Qualitäts-Problem

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In Stuttgart wurde es deutlich, für das Nordderby in Bremen sind die Befürchtungen wieder groß. Fehlen dem HSV seine Topspieler, wird es qualitativ dünn auf dem Rasen. Das ist jetzt erst einmal nichts Außerordentliches, wenn Profis wie Luka Vuskovic und Albert Sambi Lokonga fehlen. Gemeinsam mit Fábio Vieira gehören die beiden zum obersten Regal des HSV. Doch es macht die Rothosen eben auch schnell zu einer Mannschaft, die im ligaweiten Vergleich weit unten anzusiedeln ist.

Das soll keine Kritik an der Kaderplanung sein. Im Gegenteil: Die Mannschaft kurz vor Ende des Sommertransferfensters noch einmal so zu verstärken, war ein Coup, der den HSV erst wirklich bundesligatauglich hat werden lassen. Doch die mitunter sehr guten Spiele wie gegen den FC Bayern (2:2) haben vielleicht den Eindruck entstehen lassen, dieser Aufsteiger könne weiter oben stehen, hätte schon mehr Abstand nach unten haben müssen.

HSV-Spiel in Stuttgart zeigt: Kader ist sehr ungleich

Wie heterogen der Kader des HSV ist, wurde in Stuttgart mehr als deutlich. Zwischen der Spitze und den Spielern auf den Positionen zehn bis 15 klafft eine Riesenlücke. Eine, die andere Klubs rund um den HSV in der Form nicht haben. Da fehlt dann eher der Ausreißer nach oben oder wie in Gladbach irgendetwas anderes.


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Hinter der Top-Kategorie Vuskovic, Sambi Lokonga und Vieira kommen gute Bundesliga-Spieler wie Daniel Heuer Fernandes, Nicolai Remberg, Miro Muheim und Nicolás Capaldo – mit Abstrichen Jordan Torunarigha. Auch beim Fehlen von Remberg, Muheim und Capaldo war der Impact auf die HSV-Qualität ersichtlich. In der Gruppe dahinter kommen dann einige Profis, die an guten Tagen mithalten, aber an mittelmäßigen sofort abfallen können.

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Der HSV geht bislang überwiegend sorgenfrei durch die Saison, weil ihn seine Topleute tragen und Trainer Merlin Polzin seine Mannschaft defensiv so stabil hat werden lassen, dass es schwer ist, gegen sie zu gewinnen. Es würde dem Umfeld sicherlich gut tun, das anzuerkennen und die Mannschaft in den verbleibenden Spielen über die Ziellinie zu tragen. Ist das geschafft, liegt es an den Bossen, den Kader fürs zweite Jahr etwas homogener zu gestalten. Das oberste Regal wird vermutlich dann ausgedünnt sein.

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Über Hoeneß, Ärger beim HSV und mit seinen Beratern: Legende Ailton packt aus

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Vorschau ansehen Kaum einer kennt das Derby so gut wie er. Ailton hat es für beide Vereine gespielt, sowohl im Werder-Dress als auch im Trikot des HSV. „Es ist Emotion, Rivalität, einfach nur geil“, sagt der frühere Top-Torjäger. Und es lebt von Geschichten. Wer könnte sie besser erzählen als Ailton?

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HSV-Kapitän Yussuf Poulsen deutet Comeback an: „Liege gut in der Zeit“

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Vorschau ansehen Im Interview blickt Kapitän Poulsen auf Bremen, wehrt sich gegen den Vorwurf einer stagnierenden Entwicklung und erklärt den HSV-Plan für den Klassenerhalt.

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Nord-Derby zum Nachlesen: HSV verliert bitter gegen Werder Bremen

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Vorschau ansehen Der HSV musste im Nordderby ohne Luka Vuskovic und Sambi Lokongo auskommen. Am Ende verloren die Hamburger 1:3.

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Von Papierkugel bis Kung-Fu-Tritt: Die größten Derby-Momente zwischen dem HSV und Werder Bremen

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Vorschau ansehen Das Nordderby zählt zu den größten Duellen im Deutschen Profifußball. Am Samstag duellieren sich der HSV und Werder Bremen zum 158. Mal. Wir blicken auf die 15 größten Derby-Momente der Geschcihte.

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Stars auf die Bank? - Überraschender Handball-Plan beim HSV

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Vorschau ansehen Nach oben geht wenig, beim Blick nach unten droht auch kein Unheil für den HSV Hamburg.
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Kempa-Kunst & Keeper-Kracher - Kiel bleibt cool beim HSV

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Vorschau ansehen Klare Kante vom Handball-Rekordmeister!
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„Manchmal bin ich sprachlos“ - Was Weltstar Duvnjak beim THW Kiel ärgert

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Vorschau ansehen Wenn Kapitän Domagoj Duvnjak über den Zustand seines THW Kiel spricht, wird ihm unwohl.
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