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Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland aus. Das Tier aus dem Mittelmeerraum dringt inzwischen bis in den Norden vor. Doch die Begegnung mit dem Jäger kann für Menschen eine schmerzhafte Folge haben.

Hannover (dpa) –
Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva ist zum Auftakt seines zweitägigen Deutschlandbesuchs von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit militärischen Ehren am Schloss Herrenhausen in Hannover empfangen worden. Nach einem Gespräch unter vier Augen wollen die beiden am Abend gemeinsam die Hannover Messe eröffnen. Brasilien ist Partnerland der größten Industrieschau der Welt.
Am zweiten Besuchstag schließen sich nach einem gemeinsamen Messerundgang deutsch-brasilianische Regierungskonsultationen mit insgesamt 15 Ministern auf dem Schloss an. Wirtschaftliche Themen wie das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den lateinamerikanischen Mercosur-Staaten werden im Mittelpunkt stehen. Es dürfte aber auch um das Agieren von US-Präsident Donald Trump im Nahen Osten und in Lateinamerika gehen.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965867/1
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Oldenburg (dpa) –
Rund ein Jahr nach den tödlichen Polizeischüssen auf den 21-jährigen Lorenz haben Hunderte Menschen in Oldenburg gegen Polizeigewalt demonstriert. Die Demonstranten erinnerten an den jungen Mann, der bei einem Polizeieinsatz in der Nacht zum 20. April 2025 in der Fußgängerzone erschossen wurde. Der Polizist ist wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Ob der Fall vor Gericht verhandelt wird, entscheidet das Landgericht Oldenburg. Der gewaltsame Tod des Schwarzen hatte weit über die Grenzen der niedersächsischen Stadt hinaus für Entsetzen und Anteilnahme gesorgt.
Unter dem Titel «Ein Jahr ohne Lorenz» versammelten sich auf dem Pferdemarkt nach Angaben der Polizei rund 700 Menschen. Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» hatte im Vorfeld der angemeldeten Kundgebung rund 5.000 Teilnehmer erwartet.
Auf Bannern und Plakaten von Demonstrationsteilnehmern war etwa «Gerechtigkeit für Lorenz» und «Gerechte Aufklärung jetzt!» zu lesen. Die Initiative «Gerechtigkeit für Lorenz» und andere Aktivisten befürchten, dass die Schüsse auf den Schwarzen einen rassistischen Hintergrund haben.
«Mit der Demonstration wollen wir unsere Solidarität mit den Angehörigen von Lorenz ausdrücken und ein würdevolles und kraftvolles Zeichen in Gedenken an Lorenz setzen», teilte die Initiative mit. Gleichzeitig will die Initiative darauf aufmerksam machen, dass der gewaltsame Tod von Lorenz aus ihrer Sicht kein Einzelfall ist. Dazu beteiligten sich an der Kundgebung auch Gruppen, die an andere durch Polizeigewalt ums Leben gekommene Menschen erinnern.
«Wir fordern einen strukturellen Wandel», teilte die Initiative mit. Dazu gehöre unabhängige Ermittlungsstellen auf Bundes- und Landesebene, die vollständig von Polizei und Staatsanwaltschaft getrennt seien, sowie zivilgesellschaftlich getragene Untersuchungskommissionen bei jedem tödlichen Polizeieinsatz. Außerdem spricht sich die Initiative unter anderem für eine bundesweit verbindliche Bodycam-Pflicht und verpflichtende rassismuskritische Inhalte in der Polizeiausbildung aus.
Der 21 Jahre alte Lorenz war in der Nacht zum Ostersonntag 2025 erschossen worden. Die Kugeln trafen den Deutschen von hinten in Oberkörper, Hüfte und Kopf. Der deutsche Beamte, der schoss, soll den Ermittlungen zufolge irrtümlich geglaubt haben, sich in einer Notwehrlage zu befinden. Laut der Staatsanwaltschaft wollte der 21-Jährige zum Zeitpunkt der Schüsse fliehen, um nicht festgenommen zu werden. Freunde und Familie des Getöteten fordern eine Anklage wegen Totschlags.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965838/1
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Braunschweig (dpa) –
Für Eintracht Braunschweig wird es im Abstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga immer enger. Die Niedersachsen retteten beim 1:1 (0:1) gegen Hertha BSC zwar einen wichtigen Punkt. Durch den überraschenden Sieg des direkten Konkurrenten SpVgg Greuther Fürth kurz vor Schluss stehen die Niedersachsen aber weiterhin auf dem Relegationsplatz.
Nach dem frühen 0:1 durch Fabian Reese (11. Minute) schossen die Braunschweiger den Ausgleich durch Max Marie (78.) in Überzahl. Denn Herthas Toptalent Kennet Eichhorn sah in der 73. Minute nach einem Einsatz des Videobeweises die Rote Karte.
Anfangs deutete vor 22.861 Zuschauern alles auf einen Hertha-Sieg hin. Luca Schuler lief schon früh allein auf das Braunschweiger Tor zu und wurde von Ron-Thorben Hoffmann im Strafraum gefoult. Der Eintracht-Keeper sah nur die Gelbe Karte und hielt auch den Elfmeter von Reese. Mit dem Nachschuss traf der Hertha-Kapitän jedoch zum 1:0.
Nach diesem Tor vergaben die Berliner mehrere gute Chancen, um dieses Spiel frühzeitig zu entscheiden. Zweimal galt das für Reese (24./30.). Schuler traf sogar nur Pfosten (34.) und Latte (60.).
Das rächte sich und das hielt die Braunschweiger im Spiel. Ab dem Ende der ersten Halbzeit kamen sie dem Ausgleich immer näher. Florian Flick (45.+3/45.4) vergab noch vor der Pause zwei gute Möglichkeiten. Lino Tempelmann (55.) und Jovan Mijatovic (62.) scheiterten nach dem Wechsel an Hertha-Torwart Tjark Ernst. Maries Tor fiel verdient.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965632/1
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Hamburg (dpa) –
Zahlreiche Menschen haben bei einer Mahnwache am Unfallort in Hamburg-Wilstorf des gestorbenen Elfjährigen gedacht, der am Mittwoch bei einem Lastwagenunfall ums Leben gekommen ist.
Die Polizei sprach von rund 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, darunter waren auch viele Kinder. Zu der emotionalen Mahnwache hatte der Hamburger Landesverband des Fahrradclubs ADFC aufgerufen. Zum Gedenken an das Opfer wurde ein weißes sogenanntes Ghostbike aufgestellt. Während der Gedenkminuten legten sich viele Menschen sich mitten auf die Straße, ihre Fahrräder legten sie neben sich.
Das Kind war am Mittwochnachmittag auf seinem Fahrrad unterwegs gewesen, als es an einer Einmündung mit einem Lastwagen zusammenstieß. Dabei habe der Junge lebensgefährliche Kopfverletzungen erlitten. Unfallzeugen begannen mit der Reanimation des Kindes, die von einer Rettungswagenbesatzung fortgesetzt wurde. Dennoch starb der Junge am Unfallort an seinen schweren Verletzungen.
Der ADFC fordert zum Schutz von Radfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern in Hamburg sichere Rad- und Gehwege sowie mehr Geschwindigkeitsbegrenzungen. Auch sollten Lastwagenfahrerinnen und -fahrer häufiger und konsequenter mit Blick auf die Geschwindigkeit beim Abbiegen kontrolliert werden.
Zudem forderte der ADFC obligatorische Abbiege- und Notbremsassistenten oder alternativ die Einführung einer Beifahrerpflicht. Ohne diese Dinge sollten Lastwagen nicht auf Hamburgs Straßen unterwegs sein dürfen, so der ADFC weiter.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965588/1
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Rund 800 Menschen nahmen am Samstag an dem Trauerkorso teil. (Symbolbild). Lino Mirgeler/dpa


Sulingen (dpa/lni) –
Ein Jugendlicher ist mit seinem Moped im Landkreis Diepholz vor der Polizei geflüchtet und dabei unter anderem über einen Friedhof gefahren. Der 16-Jährige habe bei einer Polizeikontrolle in Sulingen plötzlich Gas gegeben und sei davongefahren, teilte die Polizei mit. Anschließend fuhr er durch ein Wohngebiet und den Stadtfriedhof. Dabei habe er laut Polizei mehrere Passanten gefährdet.
Die Ermittler fassten den Mopedfahrer schließlich am Samstagabend an seiner Wohnadresse. Warum der Jugendliche vor der Polizei flüchtete, sei noch Gegenstand der Ermittlungen, hieß es. Wegen der rasanten Fahrt wird nun wegen mehrerer Straftaten gegen ihn ermittelt.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965509/1
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Bremen (dpa/lni) –
Nach dem Einbruch in eine Goldschmiede in der Bremer Altstadt hat die Polizei den mutmaßlichen Einbrecher bei seiner Flucht auf einem Fahrrad verfolgt und schließlich gestoppt. Anwohner waren in der Nacht im Schnorrviertel von lauten Geräuschen geweckt worden, wie die Polizei mitteilte. Sie beobachteten einen Mann, der in der Goldschmiede Vitrinen einschlug. Der Einbrecher flüchtete danach mit Beute aus der Goldschmiede.
Alarmierte Polizisten entdeckten kurze Zeit später ein paar Straßen entfernt einen Mann auf einem Fahrrad, auf den die Beschreibung des Einbrechers passte. Der 43-Jährige soll zunächst versucht haben, mit seinem Fahrrad zu flüchten, wie die Polizei weiter mitteilte. Auf seiner Flucht warf er einen Rucksack und das Fahrrad weg und rannte zu Fuß davon. Polizisten liefen ihm hinterher und nahmen den Mann fest. Im weggeworfenen Rucksack entdeckten sie gestohlenen Schmuck aus der Goldschmiede. Gegen den Mann ermittelt nun die Kriminalpolizei.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965501/1
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Wolfsburg (dpa) –
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies spricht sich dafür aus, den Bau von chinesischen Autos in den deutschen VW-Werken zu prüfen. Man könne nicht verhindern, dass chinesische Autobauer verstärkt in den europäischen Markt drängen, sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung». Für ihn stehe aber auch im Fokus, die Beschäftigung in deutschen VW-Werken zu sichern und Produktionsstätten auszulasten. «Wir müssen für die Beschäftigten eine Antwort finden, wie das gelingen kann.»
Der Regierungschef, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt, sagte der Zeitung weiter, bald kämen neue Modelle auf den chinesischen Markt, die VW in China sowohl mit chinesischen Partnern, als auch allein entwickelt habe. «Da stellt sich ganz automatisch die Frage, welche Perspektiven sich daraus ergeben und ob man auch in Europa zusammenarbeiten könnte», sagte Lies. «Das muss man offen diskutieren und prüfen, ob sich daraus Chancen für die Produktionsstandorte von VW und der Zulieferindustrie ergeben könnten.» Die Mitarbeiter bei VW hätten einen enormen Beitrag dazu geleistet, die deutschen Werke zu erhalten. «Deshalb geht es darum, diese Werke auch auszulasten.»
Das Land Niedersachsen ist mit 20 Prozent der Stimmrechte zweitgrößter Anteilseigner von VW nach der Holding der Familien Porsche und Piëch. Bei wichtigen Entscheidungen hat Niedersachsen ein Veto-Recht.
Lies war in der vergangenen Woche auf einer mehrtägigen Auslandsreise in China. Dabei wollte sich der Ministerpräsident vorrangig über das China-Geschäft von Volkswagen und innovative Verkehrskonzepte informieren. VW unterhält mehr als 30 Produktionsstätten in China.
Der SPD-Politiker sagte der «Neuen Osnabrücker Zeitung» auch, er nehme von seiner Reise die Frage mit, wie man weiter mit China umgehen wolle. «Ist China ein Konkurrent, vor dem wir uns schützen müssen? Oder müssen wir nicht Wege finden, wie wir auch partizipieren von den Erfolgen, die wir ja selber hier auch erzielen», sagte Lies. «Ich glaube: Wir sind klug beraten, wenn wir selbst Teil der Entwicklung sind und mit China zusammenarbeiten.» Dazu bräuchte es auch eine überarbeitete nationale Chinastrategie.
© dpa-infocom, dpa:260419-930-965447/1
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