Vorschau ansehen

Rezension zu „Porcus“ von Kim Hundevadt
Wenn du denkst, dass ein Buch über Schweinezüchter nicht spannend sein kann, dann mach dich bereit, deine Meinung zu revidieren! Kim Hundevadt bringt mit „Porcus“ einen packenden Thriller auf die Seiten, der von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Mit einem düsteren Geheimnis, unerwarteten Wendungen und Charakteren, die man einfach ins Herz schließen muss, haben wir hier den Start einer neuen Reihe, der dich garantiert nicht mehr loslässt.
Handlung und Hauptfiguren
In „Porcus“ folgt we der Journalist Mickael Moll und der Geheimdienstagentin Christiane Mielcke. Mickael, der kurz vor dem Karriereende steht, entdeckt eine Verbindung von einem einflussreichen Schweinezüchter zu einem russischen Oligarchen – klingt spannend? Ist es auch! Nach einem mysteriösen Treffen auf einem abgelegenen Hof wird es richtig schaurig; die Empfehlung lautet: nicht zu viel nachdenken! Christiane, die Hauptfigur, ermittelt im Zentrum öffentlicher Empörung rund um Tierschutz, steckt jedoch voller Geheimnisse und zeigt, dass nicht alles so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
Die Dynamik zwischen den beiden Protagonisten – der Idealist und die pragmatische Agentin – funktioniert perfekt. Hundevadt gelingt es, ihre innere Konflikte gekonnt einzufangen, während sie die Geschichte mit scharfer und lebendiger Sprache vorantreibt. Das ist kein Action-Krawall, sondern eher ein schleichender Thrill, der deine Gedanken herausfordert und dich zum Miträtseln anregt.
Stil und Atmosphäre
Hundevadts Stil ist angenehm direkt und gleichzeitig eindringlich. Die Beschreibung der dänischen Landschaft und der angstgeladenen Atmosphäre bringt das Setting fast zum Leben – man spürt förmlich die frische Nordseeluft! Ich fand es erfrischend, wie die Spannung schrittweise aufgebaut wird, während man gleichzeitig tief in die inneren Konflikte der Charaktere eintaucht. Ein großes Plus sind die kleinen humorvollen Einschübe, die die schleichende Angst perfekt ausbalancieren.
Kritikpunkte
Natürlich gibt es auch einige kleine Kritikpunkte. Manchmal neigt die Handlung dazu, etwas ins Stocken zu geraten, und der Cliffhanger am Ende könnte für einige etwas zu abrupt sein. Dennoch bleibt die Spannung bis zur letzten Seite erhalten, also sind diese Mängel leicht verzeihlich.
Fazit
„Porcus“ ist ein gelungener Auftakt, der dich weder mit leeren Klischees noch mit unlogischen Wendungen langweilt. Stattdessen wirst du mitnahmend in ein spannendes Spiel von Macht, Geheimnissen und tierischem Drama verwickelt. Wer also auf der Suche nach einem unterhaltsamen Thriller ist, in dem nicht nur die Action zählt, sondern auch die Charaktere und ihre Beweggründe im Fokus stehen, sollte Kim Hundevads „Porcus“ unbedingt in die Hände nehmen.



(4 von 5 Sternen)
Jetzt über iTunes herunterladen
Der Artikel Porcus – Kim Hundevadt erschien zuerst auf Nordische Post

