NDS-News

🔒
❌
Stats
Es gibt neue verfügbare Artikel. Klicken Sie, um die Seite zu aktualisieren.

☐ ☆ ✇ MOPO

„Bilderechos aus Peru“: Alte Fotos – neu gesehen

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Archive müssen keineswegs Orte mit verstaubten Dingen sein. Das beweist die Ausstellung „Bilderechos aus Peru“ im MARKK, die im Rahmen der 9. Triennale der Photographie stattfindet.

Es sind Bilder und Tonaufnahmen des deutschen Ingenieurs und Amateurforschers Hans Heinrich Brüning (1848-1928), der über Jahrzehnte Menschen, Landschaften und das Alltagsleben im Norden Perus dokumentierte. 1875 war Brüning als Schiffsingenieur nach Peru gekommen und verdiente seinen Lebensunterhalt mit der Wartung und Weiterentwicklung landwirtschaftlicher Maschinen. Brüning bereiste das Land und machte mehr als 2000 Fotografien, deren Glasfotoplatten erhalten sind.

Ausstellung: Künstler interpretieren „Bilderechos aus Peru“

Was zunächst wie ein koloniales Bildarchiv aus dem späten 19. Jahrhundert erscheint, entfaltet sich zu einer faszinierenden Reise durch die Zeit, denn seit den 1980er Jahren entdecken unterschiedliche Akteur:innen in Nordperu Brünings Archiv neu für sich. Spannend ist, dass die Ausstellung die Fotografien nicht als historische Dokumente behandelt. Stattdessen fragt sie: Was geschieht, wenn Menschen der Gegenwart auf diese Bilder blicken? Welche Geschichten entdecken die Nachfahren der Porträtierten? Welche Bedeutungen entstehen neu?

Messdiener mit Reliquienschrein beim Herz-Jesu-Fest im Jahr 1903 MARKK/Hans Heinrich Brüning
Messdiener mit Reliquienschrein beim Herz-Jesu-Fest im Jahr 1903
Messdiener mit Reliquienschrein beim Herz-Jesu-Fest im Jahr 1903

So entsteht im MARKK ein lebendiger Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Historische Fotografien treffen auf zeitgenössische künstlerische Arbeiten und neue Formen wie die künstlerischen Fotokeramiken von Enzo Miguel Matute oder die gestickten „Interventionen“ von Marystela Camacho. Die Bilder werden weitergedacht, hinterfragt und ergänzt.

Das könnte Sie auch interessieren: Was es hier alles zu sehen gibt! Die „Triennale der Photographie“ findet wieder statt

„Bilderechos aus Peru“ ist eine Einladung, darüber nachzudenken, wie Bilder unser Verständnis von Geschichte prägen – und wie jede Generation ihre eigenen Antworten auf die Fragen der Vergangenheit findet. Dass dies berührend und überraschend unterhaltsam gelingt, macht den Reiz dieser sehr besonderen Ausstellung aus.

MARKK: bis 27.6.2027, Di-So 10-18 Uhr, Do bis 21 Uhr, Eintritt 9,50 Euro

Der Plan7 vom 5. Juni 2026 MOPO
Der Plan7 vom 5. Juni 2026
Der Plan7 vom 5. Juni 2026

Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.

„Bilderechos aus Peru“: Alte Fotos – neu gesehen wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)

☐ ☆ ✇ MOPO

„Wohnraum schaffen“: So viele ungenutzte Möglichkeiten!

veröffentlicht.
Vorschau ansehen

Es ist eine der drängendsten Fragen der Gegenwart: Wie und wo kann neuer Wohnraum entstehen? Anstatt die Antwort in immer neuen Großprojekten oder der Expansion an die Peripherie zu suchen, widmet sich die Ausstellung „Lücken füllen – Wohnraum schaffen“ in der Freien Akademie der Künste diesem Thema.

Die Schau richtet den Blick auf das Dazwischen – auf Baulücken, Restflächen, Hinterhöfe, Aufstockungen und urbane Zwischenräume. Die ausgezeichneten Projekte des Gestaltungspreises 2024 der Wüstenrot-Stiftung zeigen eindrucksvoll, dass Verdichtung nicht zwangsläufig Verlust bedeuten muss. Im Gegenteil: Die intelligente Nutzung vorhandener Strukturen bedeutet: Die Stadtarchitektur wird klug  und nachhaltig weitergeschrieben.

Freie Akademie der Künste: Ausstellung zeigt intelligente Entwürfe

Die präsentierten Entwürfe zeigen Häuser, die sich einfügen, Nachverdichtung, die nicht wie ein Kompromiss wirkt, sondern wie eine neue Form urbaner Eleganz. Lücke ist nicht Mangel, sondern Möglichkeit! Und das hat Geschichte: Die europäische Stadt war immer ein Organismus des Wandels, des Anstückelns, Überformens und Ergänzens. „Lücken füllen – Wohnraum schaffen“ erinnert daran, dass Urbanität aus Schichtung, Improvisation und kluger Anpassung entstehen kann.

Das könnte Sie auch interessieren: Was es hier alles zu sehen gibt! Die „Triennale der Photographie“ findet wieder statt

Die Schau im Rahmen des Hamburger Architektursommers zeigt 20 Projekte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz – darunter etwa Bauten von snarq Architekten Halle und Leipzig oder Eyrich-Hertweck Architekten Berlin. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Umweltschutz, denn das Ausfüllen von Lücken und die Nutzung bereits versiegelten Bodens kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, nachhaltig mit Flächen umzugehen.

Freie Akademie der Künste: bis 5.7., Di-So 10-17 Uhr, Klosterwall 23, Eintritt 5 Euro

Der Plan7 vom 5. Juni 2026 MOPO
Der Plan7 vom 5. Juni 2026
Der Plan7 vom 5. Juni 2026

Dieser Tipp kommt aus Plan7, der Kultur- und Veranstaltungsbeilage in der neuen WochenMOPO (jeden Freitag neu am Kiosk, hier im günstigen Kennenlern-Abo). Plan7 – das sind 28 Seiten voller Kultur und Inspiration für Ihre Freizeit: Kultur-Tipps für jeden Tag der Woche, Tipps für Gastro-Fans und für Hamburg- und Umland-Entdecker. Dazu gibt’s Interviews und Verlosungen für Konzerte, Lesungen, Shows und mehr.

„Wohnraum schaffen“: So viele ungenutzte Möglichkeiten! wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)
❌