In einer Wohnunterkunft in Bergedorf ist es in der Nacht zum Samstag zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Großfamiliengekommen. Die Feuerwehr war mit mehreren Rettungswagen im Einsatz. Es gab einen Verletzten.
Wie die Polizei auf Anfrage bestätigte, wurde gegen 3 Uhr im Containerdorf an der Brookkehre eine größere Schlägerei zwischen zwei Familien gemeldet. Mehrere Streifenwagen und drei Rettungswagen sowie ein Notarzt waren im Einsatz.
Mann verletzt in Klinik
Ein Mann kam verletzt in die Klinik. Eine Frau, die vor Aufregung einen epileptischen Anfall erlitt, wurde vom Rettungsdienst versorgt.
Den Polizisten gelang es, die aufgebrachte Menge zu beruhigen. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, sei laut dem Lagedienst eine Familie verlegt worden.
In Billstedt ist es vor rund einer Woche zu einer brutalen Attacke auf einen Radfahrer gekommen. Eine Gruppe Jugendlicher soll den Mann angegriffen haben, als er mit seinem Fahrrad eine Straße überqueren wollte. Die Angreifer schlugen und traten auf ihn ein und verletzten ihn schwer.
Wie die MOPO erfuhr, ereignete sich der Vorfall am 28. Mai gegen 20 Uhr am Öjendorfer Weg/Ecke Goldkoppel. Dort wollte ein 38-Jähriger laut Polizei mit seinem Fahrrad die Straße überqueren, als sich ihm etwa 15 Jugendliche in den Weg stellten und ihm die Weiterfahrt verwehrten.
Billstedt: Täter in Vereinskleidung schlugen und traten auf ihr Opfer ein
Zunächst soll der 38-Jährige aus der Gruppe heraus beleidigt worden sein. Anschließend sollen etwa sieben Jugendliche auf den Mann losgegangen sein und auf ihn eingeschlagen sowie eingetreten haben. Die Täter flüchteten anschließend. Der Radfahrer erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Täter sollen Vereinskleidung des Fußballvereins Vorwärts Wacker Billstedt getragen haben.RUEGA
Die Täter sollen Vereinskleidung des Fußballvereins Vorwärts Wacker Billstedt getragen haben.
Nach Angaben der Polizei trugen die Täter Vereinskleidung eines nahegelegenen Fußballclubs – Vorwärts Wacker Billstedt. Die Ermittler schließen nicht aus, dass es sich um Spieler des Vereins handeln könnte. Die Gesuchten sind zwischen 15 und 18 Jahre alt, etwa 1,65 bis 1,85 Meter groß und haben ein sportlich-athletisches Erscheinungsbild. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen und rund um den Tatort Flyer mit einem Zeugenaufruf verteilt.
Verein meldet sich mit einem Statement zum Vorfall
Wie reagiert der Verein? Man habe mit großer Bestürzung von einem aktuellen Zeugenaufruf der Polizei Hamburg Kenntnis genommen, teilte der Vorstand am Freitag mit. „Sollte sich im Zuge der polizeilichen Ermittlungen bestätigen, dass Mitglieder unseres Vereins an dieser Tat beteiligt waren, wird dies unweigerlich die härtesten vereinsinternen Konsequenzen nach sich ziehen – bis hin zum sofortigen Vereinsausschluss. Wer unsere Vereinsfarben trägt, hat sich an unsere Werte zu halten. Wer Gewalt ausübt, hat in unserem Verein keinen Platz“, heißt es in einer Stellungnahme.
Und weiter: „Wir möchten an dieser Stelle im Namen des gesamten Vereins in aller Deutlichkeit betonen: Der SC Vorwärts-Wacker 04 Billstedt verurteilt jegliche Form von Gewalt auf das Schärfste. Unsere Gedanken sind bei dem Geschädigten. Wir wünschen ihm eine schnelle und vor allem vollständige Genesung.“
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen oder zu den Tätern geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (040) 4286 56789 bei der Polizei zu melden.
Große Aufregung an einem Bahnübergang in Sülldorf: Ein Radfahrer wird von einer S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Der Zug wird geräumt, die Strecke gesperrt. Was bisher über den Vorfall bekannt ist.
Laut Feuerwehr wurden die Einsatzkräfte gegen 19.10 Uhr in die Straße Sieversstücken gerufen. Vom dortigen halbbeschrankten Bahnübergang war gemeldet worden, dass eine Person von einer S-Bahn erfasst worden sei.
Hamburg-Sülldorf: Schwerer Unfall am Bahnübergang – Bundespolizei ermittelt
Nach aktuellen Erkenntnissen der Bundespolizei handelt es sich bei dem Unfallopfer um einen 59-jährigen Mann (zunächst hatte man das Alter mit 45 Jahren angegeben). Er soll sich laut Zeugenaussagen aus nicht geklärten Gründen mit seinem Fahrrad im Gleisbereich befunden haben. Dabei sei er von einer S-Bahn der Linie S1 auf der Fahrt von Rissen Richtung Sülldorf erfasst, aber nicht überrollt worden.
Der Triebfahrzeugführer hatte den Mann an den S-Bahngleisen erkannt und soll mehrmals das Signalhorn betätigt und sofort eine Schnellbremsung eingeleitet haben. Er konnte aber trotzdem eine Kollision nicht mehr verhindern.
„Der Mann erlitt nach jetzigem Sachstand der Bundespolizei schwere Verletzungen am Schulterbereich sowie weitere Knochenbrüche am Körper und wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses medizinisch versorgt“, so die Bundespolizei am Freitagmorgen.
Die S-Bahn blieb nach dem Unfall zunächst stehen und musste geräumt werden. Rund 50 Fahrgäste wurden von Sanitätern gesichtet. Ein Notfallseelsorger betreute Zeugen vor Ort. Der Triebfahrzeugführer stand unter Schock und musste vor Ort abgelöst werden.
„Gegen den Verunfallten wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet“, so die Bundespolizei. Der S-Bahnverkehr wurde zwischen den Stationen Sülldorf und Blankenese vorübergehend eingestellt. Ab 21 Uhr am Donnerstagabend fuhren die Züge wieder regulär.