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Mobiles Blutspende-Angebot startet in Schleswig-Holstein

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Kiel (dpa/lno) –

Ein Blutspendemobil soll künftig in Schleswig-Holstein unterwegs sein. Der umgebaute Wohnwagen soll die bestehenden Blutspende-Angebote des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein ergänzen. Einsätze sind sowohl bei Unternehmen und Institutionen als auch auf öffentlichen Plätzen vorgesehen, hieß es. 

Ministerin spendet Blut

Bei der Eröffnung spendete Gesundheitsministerin Kerstin von der Decken (CDU) Blut. «Blutspenden sind ein Akt der Gemeinschaft, der Verantwortung und der Mitmenschlichkeit. Das Mobil bringt die Möglichkeit zur Blutspende näher zu den Menschen und stärkt damit die Gesundheitsversorgung in Schleswig-Holstein», sagte sie. 

Hintergrund sei die sinkende Zahl verfügbarer Blutspenderinnen und Blutspender. Das Mobil solle helfen, neue Zielgruppen zu erreichen und bestehende Spender besser einzubinden. In anderen Bundesländern gibt es bereits ähnliche Projekte.

Viele Blutspenden in kurzer Zeit

Das Fahrzeug ist mit vier Plätzen für die Blutspende ausgestattet und soll bis zu 60 Spenden innerhalb von vier Stunden ermöglichen. Außerdem gibt es einen Wartebereich mit Sitzgelegenheiten und eine kleine Küchenzeile.

Alle gesunden Menschen ab 18 Jahren, die mehr als 50 Kilogramm wiegen, können Blut spenden. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) hatte Anfang des Jahres mitgeteilt, in Schleswig-Holstein und Hamburg würden täglich zusammen rund 500 Blutspenden benötigt, um den Bedarf der KIiniken und Arztpraxen zu decken.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-180630/1

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Nach Attacke auf Frau: Hamburger Wolf wahrscheinlich tot

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Hamburg (dpa) –

Vor gut zwei Monaten hat ein Wolf eine Frau in einer Hamburger Einkaufspassage verletzt – nun ist das Tier laut Umweltbehörde wahrscheinlich tot. Der junge männliche Wolf war nach der Attacke im Stadtteil Altona in der Innenstadt eingefangen und bei seiner Auswilderung mit einem Sender versehen worden. 

Die automatisierten Sendedaten des Ortungshalsbandes liegen laut dem Behördensprecher bis Ende Mai vor. Dann sei das Signal abgerissen. «Die verwendeten Sender sind technisch äußerst verlässlich und erprobt; ein Defekt oder ein herkömmlicher Verlust des Halsbandes wird nach so kurzer Laufzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt», sagte er. 

Umfangreiche Suchaktionen blieben erfolglos

Umfangreiche Suchaktionen nach dem jungen Wolf seien erfolglos geblieben. «Es konnten bislang weder das Tier noch der Sender lokalisiert werden», so der Sprecher. «Aufgrund der vorliegenden Erkenntnisse ist der Tod des Tieres wahrscheinlich.» Zuvor hatte der NDR berichtet. 

Vor dem Zwischenfall war der Wolf tagelang durch Hamburg geirrt. Nach der Attacke lief er durch die Innenstadt und sprang in die Binnenalster, wo ihn die Polizei einfangen konnte. Er wurde in eine Wildtierstation nach Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gebracht und Anfang April im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert. 

Anschließend habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in einem ländlichen Bereich in Niedersachsen, über 150 Kilometer weit weg von Hamburg, niedergelassen, teilte der Sprecher jetzt mit. «Auf seiner gesamten Route hat sich das Tier völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten.» 

Frau soll auf panisches Tier zugegangen sein

Nach früheren Angaben geht die Hamburger Umweltbehörde davon aus, dass der Wolf die Frau gebissen hat, als diese mutmaßlich auf das panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren der Einkaufspassage nach draußen zu lassen. 

Naturschützer bezweifeln, dass der Wolf die Frau angegriffen und gebissen hat. Sie verweisen etwa auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau angesprungen, aber nicht gebissen habe. Dabei habe er sie möglicherweise mit der Pranke verletzt.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-180534/2

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Hamburger Polizei ermittelt gegen mutmaßliche Drogendealer

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Hamburg (dpa/lno) –

Bei einem größeren Einsatz hat die Polizei in Hamburg Marihuana, Haschisch, Kokain, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen sichergestellt. Zudem wurde rund 8.900 Euro mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben gegen elf Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren, die Drogen verkauft haben sollen.

Bei dem achtstündigen Einsatz wurden am Donnerstag an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Autos kontrolliert, mit dem Ziel sogenannte Lieferdienste für Drogen zu finden, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte. Der Einsatz habe zu Durchsuchungen von vier Fahrzeugen und elf Wohnungen geführt. Es werde außerdem gegen zwei Männer und eine Frau wegen des Erwerbs von Kokain oder Cannabis ermittelt.

Zwei Tage zuvor: Polizei stellt 42 Kilogramm Marihuana sicher

Bereits am Dienstag habe eine Streife der Polizei Hamburg bei einer Überprüfung eines Autos zwei Kilogramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch gefunden. Zudem hätten sich Hinweise ergeben, dass der 41 Jahre alte Fahrer Drogen verkauft. Bei der darauffolgenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes seien weitere Drogen – rund 40 Kilogramm Marihuana, rund 1 Kilogramm Ketamin und rund 500 Gramm Haschisch – sichergestellt worden.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-180225/1

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Nach Unwetter-Absage: Nena holt Konzert am Einheitstag nach

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Braunschweig (dpa) –

Das wegen Unwetters abgesagte Konzert von Nena in Braunschweig wird am Tag der Deutschen Einheit nachgeholt. Die 66 Jahre alte Sängerin («99 Luftballons») wird am 3. Oktober in der Volkswagen-Halle auftreten, wie die Veranstalter mitteilten. Tickets für das Konzert vom Donnerstagabend behalten ihre Gültigkeit. Wer nicht zum Ersatztermin kommen kann, könne seine Karte bei der Vorverkaufsstelle zurückgeben.

Eine Stunde vor dem geplanten Beginn des Konzerts am Donnerstag hatte der Veranstalter Undercover die Gäste aufgefordert, den Lokpark zu verlassen. Grund war eine amtliche Warnung des deutschen Wetterdienstes vor starkem Gewitter und Sturmböen. Zum Zeitpunkt der Absage waren schon einige Hundert Fans auf dem Gelände gewesen. «Die Evakuierung lief ruhig ab, sodass das Gelände bereits nach wenigen Minuten geräumt war», hieß es. 

Die Open-Air-Show war mit rund 2.500 Tickets ausverkauft. Erst am vergangenen Freitag musste an der gleichen Spielstätte ein Konzert der Band Sportfreunde Stiller wegen eines Unwetters abgebrochen werden.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179879/1

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Die ersten Heuler der Saison heißen Ernie und Bert

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Norden (dpa/lni) –

Sie heißen Ernie und Bert – doch statt in der Sesamstraße leben sie im niedersächsischen Wattenmeer: Es sind die ersten zwei mutterlosen Seehunde der Saison. Die Heuler wurden im Mai auf den Inseln Borkum und Norderney entdeckt und werden nun in der Seehundstation Norddeich aufgezogen, wie die Station mitteilte. Später sollen sie wieder ausgewildert werden.

Gefunden wurden Ernie und Bert mit einem Gewicht von 8,3 und 7,9 Kilogramm. Fachleute beobachteten zuerst, ob es sich wirklich um verwaiste Jungtiere handelte. Dann kamen sie erst in Quarantäne und schließlich in die Aufzuchtstation. 

Mehr als 150 Tiere pro Jahr in Aufzuchtstation

Sie werden wohl nicht die einzigen Heuler in dieser Saison bleiben. Für gewöhnlich nimmt die Seehundstation jährlich mehr als 150 Seehunde und Kegelrobben auf. Es handelt sich um mutterlose, verletzte oder kranke Tiere. 

Jungtiere werden meist von ihren Müttern verlassen, weil sie von Menschen – etwa am Himmelfahrtswochenende mit vielen Touristen – gestört werden. Die Seehundstation empfiehlt daher, mindestens 300 Meter Abstand von den Tieren zu halten.

Fachleute kümmern sich um Heuler 

Nach Angaben der Seehundstation steht die Geburtenphase und somit die Aufzuchtphase der Seehunde in der dritten Juniwoche vor ihrem Höhepunkt. Für gewöhnlich steigt dann auch die Zahl der gefundenen Heuler. Viele Jungtiere, die allein entdeckt werden, sind allerdings keine Heuler. Meist handelt es sich um Tiere, die kurz abgelegt wurden, während die Mutter nach Nahrung sucht.

Wer dennoch einen Heuler vermutet, soll die Seehundstation anrufen. Die Fachleute kümmern sich dann. Einzelne, unverletzte Tiere, die nach August entdeckt werden, müssen nicht gemeldet werden. Sie sind so erwachsen, dass sie ohne ihre Mutter leben.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179830/1

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Bedrohung und Angriffe – Wie sich Bürger wappnen sollten

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Bremen (dpa/lni) –

Bremens Innensenatorin Eva Högl fordert Bürgerinnen und Bürger auf, sich besser für Notfälle und gegen drohende Angriffe zu rüsten. «Je besser wir uns wappnen, desto weniger wahrscheinlich ist es auch, dass wir angegriffen werden», sagte die SPD-Politikerin der «Nordsee-Zeitung». Was die Senatorin empfiehlt: 

  1. Vorrat für 72 Stunden anlegen
    «Naturkatastrophe, Anschlag, Krise bis hin zu Krieg: 72 Stunden müssen Sie zurechtkommen – im Sommer wie im Winter», sagte Högl. Jeder Haushalt müsse für die Zeit über ausreichend Vorräte an Wasser, Lebensmittel und Medikamente verfügen.
  2. Grundausstattung für Stromausfall
    Bürgerinnen und Bürger sollten in der Lage sein, eine Weile ohne Strom auszukommen. «Es ist gut, zu Hause eine Kerze zu haben oder Notstromaggregat», empfiehlt die Innensenatorin.
  3. Handlungssicherheit gewinnen
    Viele hätten verlernt, wie sie sich im Notfall verhalten müssen. «Was mach’ ich denn, wenn der Alarm läutet?», sagte Högl. Es sei wichtig, Handlungssicherheit zu gewinnen und sich vorab zu überlegen, welche Schritte im Zweifel notwendig sind.
  4. Hilfsstrukturen aufbauen
    Die SPD-Politikerin rät dazu, sich ein Hilfsnetz in der Nachbarschaft aufzubauen. Dazu zähle etwa ein Alarmsystem oder das Vereinbaren von Treffpunkten.
  5. Verlässliche Informationen suchen
    Bürgerinnen und Bürger sollten sich an verlässlichen Quellen orientieren. Dazu zählen Angaben von Behörden, Verwaltung, Polizei, Feuerwehr, Technischem Hilfswerk und Berichte von objektiven Medien. Hilfreich seien auch Broschüren vom Amt für Katastrophenschutz sowie Apps, die im Notfall Alarm schlagen. «Es gibt mehrere Warn-Apps, ich habe Nina», sagte Högl. Die Innensenatorin spricht sich zudem dafür aus, Kinder und Jugendliche in der Schule über richtiges Verhalten im Ernstfall zu sensibilisieren.
  6. Schutz von Unternehmen
    Wer ein Unternehmen leite, sollte vorsichtig mit Daten umgehen. Die Innensenatorin empfiehlt, Angestellte sorgsam auszuwählen und kritische Infrastruktur zu sichern – etwa mit Zäunen oder Schutzmechanismen gegen Cyberangriffe. «Das Wesentliche ist, dass Angriffe erkannt werden und man dann auch schnell darauf reagiert», sagte Högl.
  7. Verantwortung übernehmen
    Es sei nicht die alleinige Aufgabe der Bundeswehr, Frieden, Freiheit und demokratische Werte zu schützen. «Da müssen alle mithelfen», sagte Högl. «Wir verteidigen unseren Frieden.»

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179739/1

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25 Millionen vom Bund für Schwimmbäder in Schleswig-Holstein

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Kiel (dpa/lno) –

Für die Sanierung oder den Neubau von Schwimmbädern in Schleswig-Holstein erhalten fünf Kommunen und der Landessportverband 25 Millionen Euro. Das Geld kommt aus dem Landesanteil des vom Bund geschaffenen Sondervermögens für Infrastruktur und Klimaneutralität.

4,5 Millionen Euro gehen nach Flensburg für die Erweiterung des Campusbads und 4,0 Millionen Euro nach Husum für den Neubau einer Schwimmhalle. Laboe (Kreis Plön) erhält 4,0 Millionen Euro für den Neubau des Strandbades, Ratzeburg kann 4,5 Millionen Euro für den Neubau des «Aqua-SiWa» einsetzen. Schließlich gehen 4,0 Millionen Euro für den Umbau der Wedeler «Badebucht» in den Kreis Pinneberg.

Eine Jury mit Vertretern von Innenministerium, Kommunalen Landesverbänden und Landessportverband hatte aus 17 eingegangenen Anträgen ausgewählt. Aufgrund der sportpolitischen Bedeutung wird das vom Landessportverband getragene Schwimmbad im Sport- und Bildungszentrum Malente (Kreis Ostholstein) außerhalb der Jury-Entscheidung bedacht. Für die Sanierung stehen ebenfalls vier Millionen Euro bereit.

«Wir stärken mit unserer Förderung die Schwimmsportinfrastruktur im Land», so Innenministerin Magdalena Finke (CDU). Positiv sei, dass die Jury auch Projekte ausgewählt habe in Regionen, in denen es einen hohen Bedarf an zusätzlichen Angeboten gebe.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179719/1

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Entwurf für Antidiskriminierungsgesetz eingereicht

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Kiel (dpa/lno) –

Ein schleswig-holsteinisches Antidiskriminierungsgesetz rückt näher. Die Koalitionsfraktionen von CDU und Grünen reichten einen entsprechenden Entwurf ein. Mit dem Gesetzentwurf werde es potenziell Betroffenen erleichtert, sich gegen Diskriminierung zu wehren, teilte CDU-Fraktionschef Tobias Koch mit.

Ein wesentlicher Punkt sei, dass Betroffene Diskriminierung künftig nicht vollumfänglich beweisen müssten, sondern lediglich Tatsachen beweisen, die es als überwiegend wahrscheinlich erscheinen ließen, dass die unterschiedliche Behandlung durch Behörden auf einer Diskriminierung beruhe, erklärte Koch. 

«Dennoch können wir als CDU-Fraktion festhalten: in Schleswig-Holstein wird es keine Beweislastumkehr geben.» Die CDU-Fraktion vertraue den Beamtinnen und Beamten in den Behörden. «Die Entscheidung, ob eine Diskriminierung vorlag oder nicht, obliegt dann im Zweifel den Gerichten.»

Gesetz gilt nur für Landesbehörden

Sollte ein Gericht tatsächlich einen durch Diskriminierung entstandenen Schaden feststellen, werde dieser stets durch die verantwortliche Dienststelle beglichen, nie aber durch den einzelnen Beamten oder die Beamtin, betonte der Fraktionschef.

Das Landesantidiskriminierungsgesetz gilt dem Entwurf zufolge für alle öffentlichen Stellen des Landes. Gemeinden, Kreise und Ämter seien nicht betroffen. Weitere Ausnahmen sind Justiz und Polizei, wenn sie im Auftrag von Gerichten und Staatsanwaltschaften tätig sind.

Gewerkschaft der Polizei hält Gesetz für nicht nötig

Die Sprecherin für Antidiskriminierung der Grünen-Landtagsfraktion, Nelly Waldeck, betonte, gerade in Zeiten, in denen Diskriminierung, Ausgrenzung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit zunähmen, sei es wichtig, den Schutz vor Diskriminierung auf alle Bereiche auszuweiten. «Das Gesetz stärkt zudem Antidiskriminierungsverbände, die Betroffene beraten, unterstützen und Verstöße gegenüber öffentlichen Stellen beanstanden können.»

Die Gewerkschaft der Polizei nannte das Gesetz überflüssig. Es schaffe massiven bürokratischen Mehraufwand und stelle die Beschäftigten der inneren Sicherheit unter einen unberechtigten Generalverdacht, so der Landesvorstand.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179597/1

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Erdkunde-Finale: Wie wird man Geographie-Champion?

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Braunschweig (dpa) –

Die Atmosphäre gleicht einer spannenden TV-Quizsendung – die Aula ist abgedunkelt, das Scheinwerferlicht auf die Teilnehmer gerichtet: Wer setzt sich im Bundesfinale des «Diercke Wissen»-Wettbewerbs in Braunschweig durch? Am Ende wurde der 15-jährige Nic Möller aus Thüringen das Erkunde-Ass. Wie hat er das gemacht?

Der Schüler vom Staatlichen Gymnasium Goetheschule aus Ilmenau setzte sich in Niedersachsen gegen 16 Kontrahenten durch, die alle zuvor in ihrem jeweiligen Bundesland sowie an einer Deutschen Auslandsschule gewonnen hatten. Den zweiten Platz belegte Johan Caspar Hirsch-Hoffmann aus Bremen (Ökumenisches Gymnasium) und Rang drei holte sich Kajetan Röglin aus Hamburg (Gymnasium Bondenwald).

Bundesweit rund 300.000 Teilnehmer 

Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich um den größten Geographiewettbewerb Deutschlands, weil bundesweit rund 300.000 Schülerinnen und Schüler teilnahmen. Dazu seien etwa 3.500 Teilnehmer von Deutschen Schulen weltweit dabei gewesen. Ziel der Organisatoren ist es, das Fach Geographie und seine gesellschaftsrelevanten Themen zu stärken. 

Im Braunschweiger Wilhelm-Gymnasium absolvierten die Landessieger zunächst drei Vorrunden, bevor sich die drei Finalisten für die Endrunde qualifizierten. Es galt mehr als 20 Fragen aus den Kategorien Deutschland/Europa/Welt zu beantworten, die oft weit über den üblichen Schulstoff hinausgingen. 

Ordnen, wissen, schätzen

Sie sollten unter anderem deutsche Großstädte nach ihrer «Fahrradfreundlichkeit» und europäische Länder nach der aktuellen Lebenserwartung der Männer ordnen. Sie wurden gefragt, wie viele Kilometer in Wirklichkeit zwischen zwei Städten liegen, die auf einer Karte mit Maßstab 1 zu 500.000 zwei Zentimeter auseinander sind (Antwort: zehn Kilometer). 

Geschätzt werden sollte, wann der «Country Overshoot Day 2026» für Deutschland ist. Dabei handelt es sich um den Tag, an dem alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht sind, die die Erde innerhalb eines Jahres nachhaltig zur Verfügung stellen kann, wenn alle Menschen so leben würden wie die Menschen in Deutschland (Antwort: 10. Mai).

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179395/1

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Philipp will in Hamburg erneut triumphieren

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Hamburg (dpa) –

Triathletin Laura Philipp will bei der Ironman-EM der Frauen in Hamburg zum dritten Mal ganz oben auf dem Podest stehen. Im Kampf um Gold zählt sie am Sonntag (6.15 Uhr) über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den abschließenden Marathon zu den Favoritinnen. Als stärkste Herausforderin für die Titelverteidigerin gilt Weltmeisterin Solveig Lovseth aus Norwegen. 32 Profi-Frauen sind gemeldet. Dazu kommen rund 3000 Athletinnen und Athleten aus 83 Nationen, die in den Age-Grouper-Rennen antreten.

Im vergangenen Jahr hatte Philipp nach 8:03:13 Stunden das Ziel auf dem Jungfernstieg erreicht, musste sich dabei allerdings auf den letzten Kilometern durch sintflutartigen Regen kämpfen. Ungeachtet des für Sonntag angekündigten wechselhaften Wetters dämpfte Philipp aber aus einem andern Grund die Erwartungen an eine Zeit von unter acht Stunden.

«Die lange Wechselzone ist bestimmt ein Punkt, weil wir im Vergleich zu anderen Rennen sicher deutlich länger brauchen, um zum Fahrrad zu laufen und wieder zurück», sagte die Heidelbergerin. Sie räumte aber ein: «Ich weiß auch, dass es hier logistisch schwierig ist, es anders zu machen.»

Kritik an Radstrecke

Auch den Verlauf der Radstrecke, die zweimal absolviert werden muss, sieht Philipp kritisch. Nachdem bei der Männer-EM vor drei Jahren der Fahrer eines Begleitmotorrades nach einem Zusammenstoß mit einem entgegenkommenden Radfahrer verstorben war, war die Passage in den Vier- und Marschlanden aus Sicherheitsgründen verändert worden.

Aufgrund von Anwohnerbeschwerden wegen der starken Verkehrseinschränkungen führt ein Teilstück am Deich nun aber wieder in beide Richtungen. Philipp, die diese Problematik von ihrem Rennen 2022 bereits kennt, sagte: «Ich erinnere mich, dass es sehr eng war. Gerade die zweite Runde, wo ich ja eigentlich auf der Überholspur fahre.»

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179361/1

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Kieler Woche steht im Zeichen von Verbindungen

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Kiel (dpa/lno) –

Die Kieler Woche steht in diesem Jahr im Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. «Die Kieler Woche verbindet Sport, Kultur, Ehrenamt, Wissenschaft und ein einzigartiges internationales Flair», sagte Oberbürgermeister Samet Yilmaz (Grüne) vor seiner ersten Kieler Woche im neuen Amt. «Ich bin besonders begeistert von all den großartigen und kreativen Aktionen, die die Menschen auf ganz viele Arten zusammenbringen.»

Die Kieler Woche, die als eine der größten Segelsportveranstaltungen der Welt gilt und gleichzeitig ein riesiges Volksfest ist, beginnt am 20. Juni und endet am 28. Juni. Zur Eröffnung wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier erwartet. Zuletzt hatte die Veranstaltung rund 3,3 Millionen Besucher angezogen.

Sport auf dem Wasser, Volksfest an Land

Während sich auf der Kieler Förde Segler aus aller Welt in den unterschiedlichen Bootsklassen messen, läuft an Land entlang des Ufers und an weiteren Orten in der Landeshauptstadt ein Programm aus Kultur, Musik und Vergnügen. Klassiker sind unter anderem der Internationale Markt, die Spiellinie oder das Hoftheater. Neu sind etwa die Maskottchenparade an der Kiellinie und die Aktion «KiWo goes Blaupark», die einen Begegnungsort im Sport- und Begegnungspark auf dem Ostufer schafft.

«Kieler Woche verbindet – das ist für uns kein neues Etikett, sondern Teil der DNA dieser Woche», betonte der Leiter des Kieler-Woche-Büros, Philipp Dornberger. Die Kieler Woche bringe Menschen zusammen, mache Wasser und Stadt gemeinsam erlebbar und verbinde Wissen mit Neugier. «Genau das wollen wir 2026 besonders sichtbar machen.»

Segler aus mehr als 50 Nationen

Sportlich möchte sich Kiel nach dem erfolgreichen Olympiaentscheid in der Stadt als möglicher Austragungsort für olympische Segelregatten präsentieren. Nach Angaben der Veranstalter werden Aktive aus mehr als 50 Nationen in 21 Bootsklassen segeln.

Ebenfalls Teil der Kieler Woche ist die Deutsche Marine, die in diesem Jahr 27 Schiffe mit zusammen gut 2.500 Seeleuten begrüßen wird. Beim Open Ship am 20. und 21. Juni können verschiedene Schiffe im Marinestützpunkt besichtigt werden.

Erstmals offizielles Kieler-Woche-Schiff

Bei den Traditionsschiffen wird es erstmals ein offizielles Kieler-Woche-Schiff geben. Diese Rolle nimmt nach Angaben der Veranstalter der Großsegler «Mare Frisium» ein.

Wissenschaftliches gilt es an verschiedenen Orten zu entdecken. Das internationale Projekt «Science Comes to Town» wird von Kiel und der KielRegion gemeinsam mit den Städten Brest (Frankreich) und Split (Kroatien) gestaltet. Im Mittelpunkt steht eine Stadtrallye mit 22 über das Veranstaltungsareal verteilten Stationen.

Musik im Mittelpunkt

Ohne Musik keine Kieler Woche. Rund 500 Konzerte soll es während der Veranstaltungswoche geben. Auf der Rathausbühne sind unter anderem Kettcar, Mia und Heinz-Rudolf Kunze dabei. Ebenfalls in Kiel erwartet werden auf der Fördebühne Max Giesinger und Michael Schulte. Auf der Freilichtbühne Krusenkoppel treten unter anderem Gustav Peter Wöhler und Macy Gray auf.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-179205/1

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Marcel Rapp neuer Trainer beim FC St. Pauli

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Hamburg (dpa) –

Marcel Rapp wird neuer Trainer beim FC St. Pauli. Der 47-Jährige tritt beim Absteiger aus der Fußball-Bundesliga die Nachfolge von Alexander Blessin an. Von ihm hatten sich die Kiezkicker am Donnerstag rund drei Wochen nach dem verpassten Klassenerhalt getrennt.

Rapp war von 2021 bis Februar 2026 Trainer von Holstein Kiel. Er führte den Club aus Schleswig-Holstein 2024 in die Bundesliga und durfte auch nach dem direkten Wiederabstieg zunächst bleiben. Als der nächste Abstieg in Liga drei drohte, trennten sich die Kieler von Rapp.

«Beim FC St. Pauli wartet eine sehr spannende Aufgabe und ich habe große Lust, sofort in die Vorbereitung auf die neue Saison einzusteigen. Der Verein ist ambitioniert und hat sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich weiterentwickelt», sagte Rapp.

Keine Einigung mit Blessin

Mit Blessin hatten sich die Verantwortlichen in der Zeit nach dem Abstieg nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen können. «Alex‘ Qualitäten als Trainer sind unbestritten; wir sind nach unserer Analyse aber zu dem Schluss gekommen, dass eine Trennung und ein frischer Start mit voller Überzeugung in diesem Sommer der richtige Weg sind», sagte Sportchef Andreas Bornemann über Blessin, der am Millerntor noch einen Vertrag bis Sommer 2027 besaß.

In Rapp hoffen die Verantwortlichen, den richtigen Coach für die Mission Wiederaufstieg gefunden zu haben. «Wir freuen uns, dass wir in Marcel Rapp einen Trainer gewinnen, der Erfahrung im deutschen Profifußball mitbringt und bereits bewiesen hat, dass er sowohl Teams formen als auch Spieler weiterentwickeln kann», sagte Bornemann.

Kader bekommt neues Gesicht

Genau das wird auf Rapp bei den Kiezkickern nun zukommen. Denn das Gesicht der Mannschaft wird sich stark verändern. «Für die 2. Bundesliga werden wir unsere Ausrichtung erneut ein Stück weit anpassen müssen. Marcel hat uns in einem offenen Austausch mit seinen Ideen, Vorstellungen und viel Tatendrang absolut überzeugt», sagte Bornemann zum nun anstehenden Prozess des Neuaufbaus.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178832/1

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HSV verpflichtet Dänen Grönbaek fest

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Hamburg (dpa) –

Der Hamburger SV hat den Dänen Albert Grönbaek fest an sich gebunden. Der 25 Jahre alte Mittelfeldspieler, der bislang nur vom französischen Club Stade Rennes ausgeliehen war, unterschrieb beim Fußball-Bundesligisten einen langfristigen Vertrag. Über die genaue Laufzeit machten die Norddeutschen keine Angaben.

«Albert hat in seiner Zeit bei uns schnell gezeigt, welchen besonderen Mehrwert er unserem Spiel geben kann. Mit seiner Spielintelligenz, seiner technischen Qualität und seiner taktischen Flexibilität bringt er genau die Fähigkeiten mit, die unserem Kader in vielen Situationen helfen», sagte HSV-Sportdirektor Claus Costa.

Grönbaeks Wunsch geht in Erfüllung

Grönbaek kam seit dem vergangenen Winter in sieben Pflichtspielen für den HSV zum Einsatz und steuerte einen Treffer sowie zwei Vorlagen bei. Unter anderem war er beim 2:1-Auswärtssieg in Frankfurt am 32. Spieltag an beiden Toren direkt beteiligt und wurde zum «Man of the Match» gewählt. 

«Ich bin überglücklich, dass ich beim HSV bleiben kann. Es fühlt sich fantastisch an. Das ist alles, was ich wollte. Besser hätte es also nicht laufen können», sagte der Däne.

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Acht Jahre Haft nach tödlichen Schüssen in Neumünster

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Kiel (dpa/lno) –

Nach tödlichen Schüssen in einer Bar in Neumünster im vergangenen September ist ein 26 Jahre alter Mann zu acht Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Kiel sprach den Angeklagten wegen Totschlags schuldig. Der Vorsitzende Richter, Markus Richter, sagte: «Wir sind überzeugt, dass der Angeklagte nicht die Absicht hatte jemanden zu töten oder zu verletzen.» 

Den tödlichen Schüssen war nach Angaben des Richters bereits am Nachmittag ein Streit vorausgegangen. Am Abend suchte der Angeklagte eine Bar in Neumünster auf, um die Auseinandersetzung zu klären. Dabei trug er einen Revolver bei sich. 

In der Bar eskalierte die Situation laut dem Richter erneut, es kam zu einem weiteren Streit und Handgreiflichkeiten. Im Verlauf der Auseinandersetzung schoss der 26-Jährige zweimal auf einen 24 Jahre alten Mann und verletzte ihn tödlich. 

Der Angeklagte hatte laut dem Richter die Schüsse vor Gericht eingeräumt und um Entschuldigung gebeten. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe von elf Jahren und sechs Monaten beantragt, die Nebenklage dreizehn Jahre Haft. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig.

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ICE «Knuffingen» startet zum Wunderland-Jubiläum

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Hamburg (dpa) –

Die Deutsche Bahn hat einen ICE 4 zum 25-jährigen Bestehen des Miniatur Wunderlands auf den Namen «Knuffingen» getauft. Der Zug soll künftig mit einem Jubiläumsdesign für die Hamburger Modellbahnausstellung werben und durch Deutschland sowie die Schweiz fahren. Die Taufe fand am Bahnhof Hamburg-Altona statt.

Der ICE erhielt ein Sonderdesign mit Figuren aus der Modellbahnwelt. «Das ist ein Märchen, was hier heute passiert», sagte Miniatur-Wunderland-Mitgründer Frederik Braun bei der Zugtaufe. Er und sein Bruder seien für die Ehrung «wahnsinnig dankbar».

«Knuffingen» ist die fiktive Hauptstadt im Miniatur Wunderland. Das Museum in der Hamburger Speicherstadt gilt als die größte Modelleisenbahn der Welt und zählt laut eigenen Angaben zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178534/1

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Kaputte Bahn-Infrastruktur – Wirtschaft macht Druck

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Berlin (dpa) –

Wirtschaftsunternehmen und Konkurrenten der Deutschen Bahn haben angesichts des maroden Schienennetzes Alarm geschlagen und befürchten Einschränkungen für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland. Die aktuellen infrastrukturellen Einschränkungen im Schienennetz führten zu «gravierenden Herausforderungen entlang der gesamten Logistikkette», teilte das Stahlunternehmen Salzgitter aus Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit. Das gelte sowohl für die Lieferung von Rohstoffen an Salzgitter als auch für den Abtransport der gefertigten Produkte. 

Die Eisenbahn sei für die Stahlindustrie der zentrale Verkehrsträger. «Die Situation zwingt uns zu aufwendigen Umleitungen und erheblichen Zusatzmaßnahmen, die mit massiven finanziellen Mehrbelastungen einhergehen und inzwischen auch spürbare volkswirtschaftliche Schäden verursachen», teilte Salzgitter mit. Zunächst berichtete die «Süddeutsche Zeitung» über die Beschwerden aus der Wirtschaft. 

Zwei wichtige Strecken im Norden wegen Bauarbeiten gesperrt

Der zweitgrößte Stahlhersteller in Deutschland, das Unternehmen Arcelor-Mittal, berichtete der «SZ» von «ersten Produktionskürzungen», weil nicht genug Eisenerz angeliefert worden sei. Ursache war demnach «das anhaltende Baustellenchaos im norddeutschen Schienennetz». Zudem räume die Bahn den Güterzügen zu wenig Priorität ein. 

Die Bahn baut derzeit an unzähligen Stellen im Netz, um den weiteren Verfall der maroden Schieneninfrastruktur zu stoppen. Zuletzt ballten sich die Bauarbeiten in Norddeutschland auf wichtigen Strecken: Die Verbindung Hamburg-Berlin ist wegen Verzögerungen bei der sogenannten Generalsanierung noch bis zum 14. Juni dicht, zwischen Hamburg und Hannover wird noch bis Mitte Juli gebaut. Die Bahn geht davon aus, dass sich die Lage damit Schritt für Schritt bessern wird. 

Verband sieht «halbwegs geordneten Betrieb» gefährdet

Bereits Ende Mai hat sich der Verband der privaten Güterbahnen an das Bundesverkehrsministerium gewandt und kritisiert, dass «insbesondere die zu hohe Dichte von unzureichend geplanten und koordinierten Baustellen im Schienennetz» Lieferketten und letztlich die Existenz von Güterbahnen bedrohe. Der Verband drohte damit, seine Zustimmung zur aktuellen Sanierungsstrategie aufzugeben, und politische wie rechtliche Maßnahmen zu ergreifen. Nach Ansicht des Verbands ist die Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo «nicht mehr in der Lage, einen halbwegs geordneten Betrieb zu gewährleisten».

Die Bahn teilte mit, dass sie die Situation in einigen Stahlwerken in den Tagen um Pfingsten bedaure. Man sei im Austausch mit den Güterbahnen, der Industrie und dem Handel. Für kurzfristige Maßnahmen sei eine sogenannte Taskforce gebildet worden. Der Konzern kündigte zudem ein vereinfachtes Verfahren für Schadenersatzleistungen in Millionenhöhe an, über das die Eisenbahnverkehrsunternehmen in Kürze informiert würden.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178185/2

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Schmuckhändler wird in Hamburg überfallen

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Hamburg (dpa/lno) –

Ein Schmuckhändler ist in Hamburg auf dem Weg zu seinem Auto von Unbekannten überfallen und beraubt worden. Nach Angaben der Polizei wurde der 30-jährige Mann am Donnerstagabend in einem Parkhaus im Stadtteil Harburg von drei bisher unbekannten Tätern angegriffen, auch mit Pfefferspray.

Der Mann sei bei dem Überfall leicht verletzt worden, habe aber keine ärztliche Versorgung benötigt. Eine Umhängetasche, in der sich unter anderem Altgold und Bargeld befunden haben soll, sei von den Tätern entwendet worden, bevor diese aus dem Parkhaus flüchteten. Trotz Fahndungsmaßnahmen habe die Polizei die Unbekannten bisher nicht finden können.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178088/1

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Ein Toter nach Brand in Einfamilienhaus in Aurich

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Aurich (dpa/lni) –

Beim Brand eines Einfamilienhauses in Aurich hat die Feuerwehr einen Toten geborgen. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen, das Gebäude stand im Vollbrand, wie die Polizei mitteilte. Ein 19 Jahre alter Bewohner rettete sich mit Unterstützung von Nachbarn ins Freie. Er kam laut Polizei mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Ein Passant erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt. 

Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und löschte das Feuer. Angaben zum Alter und Geschlecht des Toten machte die Polizei zunächst nicht. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 350.000 Euro. Die Brandursache war zunächst unklar, die Polizei ermittelt.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178097/1

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Kritik an Rot-Grün: Ex-Antisemitismusbeauftragter berät CDU

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Hamburg (dpa/lno) –

Hamburgs früherer Antisemitismusbeauftragter Stefan Hensel hat das Engagement des rot-grünen Senats gegen Judenhass in der Stadt als zu gering kritisiert. Es gebe einen großen Unterschied zwischen dem, was nach außen gesagt und beschlossen werde, und dem, was tatsächlich getan und umgesetzt werde, sagte Hensel auf einer Pressekonferenz der CDU, die er in den nächsten Monaten bei der Ausarbeitung eines Aktionsplans gegen Antisemitismus in Hamburg unterstützen werde.

«Ich habe mein Amt als Antisemitismusbeauftragter niedergelegt, weil notwendige Maßnahmen nicht umgesetzt wurden», sagte er. «Genau das darf sich Hamburg nicht länger leisten.» Die Herausforderungen seien groß, aber lösbar, «wenn politischer Wille vorhanden ist».

Hensel berät CDU-Fraktionschef bei Aktionsplan

Hensel werde ihn in den kommenden vier Monaten ehrenamtlich bei der Erarbeitung des Aktionsplans beraten, sagte CDU-Fraktionschef Dennis Thering. Antisemitismus sei für viele Jüdinnen und Juden in Hamburg «längst bittere Realität». «Gleichzeitig erleben wir, dass der rot-grüne Senat zentrale Maßnahmen nicht umsetzt.» 

Ziel der CDU sei es, einen Aktionsplan zu erarbeiten, «der Hamburg wieder handlungsfähig macht: mit klaren Regeln für öffentliche Räume, mit besserem Schutz für jüdische Einrichtungen, mit mehr Prävention an Schulen und einem Rechtsstaat, der konsequent durchgreift», sagte Thering. 

Hensel: Hamburg hat schon viel erreicht – Nur Umsetzung fehlt

Hamburg habe in den vergangenen Jahren schon viel erreicht, sagte Hensel. Es gebe eine Landesstrategie zum Antisemitismus und eine Dunkelfeldstudie. «Wir haben sogar die Präambel der Hamburger Verfassung geändert. Da steht jetzt ausdrücklich drin, dass die Bekämpfung von Antisemitismus Staatsziel ist.» Das seien keine Kleinigkeiten. «Aber Antisemitismus wird eben nicht dadurch bekämpft, dass man Strategien schreibt, sondern dadurch, dass sie umgesetzt werden, und genau da liegt das Problem.»

Beschlossene Projekte wie der hamburgisch-israelische Jugendaustausch oder die Fachstelle für antisemitismuskritische Bildung ständen still oder kämen nicht voran. Hensel bemängelte auch, dass es an den Schulen keine Meldepflicht für antisemitische Straftaten gebe. Auch finde israelbezogener Antisemitismus in der Hamburger Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern nicht statt. An den Schulen würden sie dann «ins kalte Wasser geworfen».

Er kritisierte auch Universitäten, die antiisraelischen Gruppen immer wieder Räume zur Verfügung stellten. «Es werden Veranstaltungen gefördert, die israelfeindliche und antisemitische Inhalte transportieren», sagte Hensel. «Und all das geschieht mit Hamburger Steuergeld, obwohl wir laut Landesstrategie so etwas eigentlich überhaupt nicht haben sollten.»

Hensel: Ich wäre gern Antisemitismusbeauftragter geblieben

Hensel hatte sein Amt Ende vergangenen Jahres nach viereinhalb Jahren niedergelegt und es mit der steigenden Zahl antisemitischer Übergriffe und mit Angriffen auf seine Person begründet. «Ehrlicherweise wäre ich gern Antisemitismusbeauftragter geblieben», sagte er – wenn er die Landesstrategie hätte umsetzen können.

Dies habe sich mit dem rot-grünen Senat aber als schwierig erwiesen – anders als bei anderen Formen gruppenbezogener Diskriminierungen. Bei Homophobie oder Frauenfeindlichkeit würde der Senat «direkt nach vorn gehen» und sagen: «Wir wollen das nicht, wir wollen ein Ort sein der Gleichberechtigung», sagte Hensel. «Wenn es um Juden geht, wird es irgendwie kompliziert.» Da brauche man erst «jemanden, der zu Schaden gekommen ist». 

Er erkläre sich das zögerliche Verhalten mit einer «Angst vor der Klarheit» – ein Problem, das viele Leute hätten. «Dass sie nicht diese Klarheit haben zu unterscheiden, was ist Antisemitismus oder israelbezogener Antisemitismus und was ist ganz normale Israelkritik, also Kritik an dem Staat Israel oder am staatlichen Handeln Israels, was ja vollkommen legitim ist», sagte Hensel. «Diese Unsicherheit sollte eigentlich die Landesstrategie beseitigen, hat sie aber nicht.»

Thering: Antisemitismus ist auch Angriff auf die Werte der Stadt

Die Ereignisse der vergangenen Wochen hätten gezeigt, wie sichtbar Antisemitismus in Hamburg inzwischen geworden sei, sagte Thering. «Auf dem Israel-Hasser-Camp auf der Moorweide und auf den Islamisten-Demonstrationen konnte jeder sehen, dass sehr wohl Platz für Antisemitismus in Hamburg ist.» Das Verbrennen einer israelischen Flagge auf dem Rathausmarkt sei ein Angriff «auf die Werte unserer Stadt» gewesen.

Anfang Mai war während einer propalästinensischen Demonstration auf dem Rathausmarkt eine israelische Flagge verbrannt worden. Die Anmelder der Demo kamen aus einem propalästinensischen Protestcamp auf der Moorweide am Dammtor. 

Wegen des historischen Kontextes der Grünfläche als Sammelplatz für Judendeportationen während des Holocaust hatte das Camp für Empörung gesorgt. Gegen ein von der Versammlungsbehörde ausgesprochenes Verbot der Versammlung hatten die Veranstalter erfolgreich vor dem Verwaltungsgericht geklagt. 

Politik soll Rahmen zum Kampf gegen Antisemitismus schaffen

Es sei Aufgabe der Politik, den Rahmen dafür zu schaffen, erfolgreich gegen Antisemitismus vorzugehen, sagte der Innenexperte der CDU-Fraktion, Dennis Gladiator. So habe die CDU sich in einem Antrag dafür eingesetzt, die Moorweide zu einem Gedenkort zu machen, um politische Versammlungen mit entsprechendem Kontext dort künftig untersagen zu können. Dies hätten SPD und Grüne in der Bürgerschaft jedoch abgelehnt.

«Wir brauchen eine klare Prioritätensetzung, eine bessere Koordinierung und den Mut, Fehlentwicklungen offen anzusprechen und vor allem auch, gegen sie vorzugehen», sagte Gladiator. «Unser Ziel ist eindeutig: Jüdinnen und Juden müssen in Hamburg frei, sichtbar und ohne Angst leben können.»

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178051/2

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Prozess um Hammerangriff auf Frau – Opfer liegt im Koma

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Hamburg (dpa/lno) –

Ein Mann soll kurz vor Weihnachten vergangenen Jahres eine Frau in Altona mit einem Hammer angegriffen haben. Mit mehreren Schlägen habe ihr der 36-Jährige gravierende Kopfverletzungen zugefügt, heißt es in der Anklage. Die Frau erlitt ein Schädelhirntrauma und einen Schädelbruch. Sie liege seit der Tat am 20. Dezember im Koma, teilte die Hamburger Staatsanwaltschaft mit. Gegen den 36-Jährigen hat nun am Landgericht der Prozess begonnen. 

Nach Verlesung der Anklage trug der Verteidiger im Namen seines Mandanten eine Erklärung vor, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte. Darin hieß es, der Angeklagte habe sich lediglich verteidigt. Nachfragen wurden nicht zugelassen. Im Anschluss hörte das Gericht eine Ärztin aus dem Universitätsklinikum Eppendorf als Sachverständige zum Zustand der verletzten Frau. 

Die Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben von einer Anklage wegen versuchten Totschlags abgesehen. Der 36-Jährige habe unmittelbar nach dem Angriff über einen Notruf Rettungskräfte alarmiert. Das wertet die Behörde als strafbefreienden Rücktritt vom Versuch des Totschlags. Darum lautet die Anklage jetzt auf schwere und gefährliche Körperverletzung. 

Totschlag wird mit fünf Jahren bis zu lebenslanger Haft bestraft, bei einem Versuch kann die Strafe gemildert werden. Für schwere Körperverletzung beträgt der Strafrahmen ein bis zehn Jahre Haft. Die Strafkammer hat sechs weitere Verhandlungstermine bis zum 3. Juli angesetzt.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-178007/1

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Ärzte warnen vor «Rasenmäher» im Gesundheitssystem

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Hannover (dpa/lni) –

Die vom Bund geplanten Kürzungen im Gesundheitssystem drohen nach Ansicht der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) die Versorgung deutlich zu verschlechtern. «Diese Rasenmähermethode der Bundesregierung lehnen wir ab», sagte ÄKN-Präsidentin Marion Charlotte Renneberg.

Damit es auch zukünftig gefestigte regionale Strukturen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten gebe, müsse der Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Krankenkassenbeiträge grundlegend überarbeitet werden, sagte die Ärztin. Das Gesetz sehe Einsparungen bei Praxen, Kliniken und den Herstellern von Arzneimitteln von 11,2 Milliarden Euro allein für das Jahr 2027 vor.

Der stellvertretende Präsident der Ärztekammer, Thomas Buck, warnte die aktuell geplanten Maßnahmen würden zu längeren Wartezeiten, insgesamt weniger verfügbaren Terminen und noch mehr Bürokratie führen. Man müsse damit rechnen, dass «bestehende Strukturen unkontrolliert wegbrechen» und niedergelassene Ärztinnen und Ärzte frühzeitig ihren Job aufgeben.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177998/1

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16-jähriger Schüler soll Gymnasium mit Bombe gedroht haben

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Winsen/Luhe (dpa) –

Nach einer Bombendrohung gegen ein Gymnasium in Winsen an der Luhe im Landkreis Harburg ermittelt die Polizei gegen einen 16-jährigen Schüler der Schule. Er steht nach Polizeiangaben im Verdacht, gegen 9.45 Uhr telefonisch eine Bombendrohung gegen das Gymnasium an der Bürgerweide ausgesprochen zu haben.

Gebäude wurde durchsucht 

Die Polizei hatte die Schule nach der Drohung evakuiert und das Gebäude durchsucht. Die Absuche sei um 13.15 Uhr abgeschlossen worden, teilte die Polizei mit. Gefährliche Gegenstände seien nicht gefunden worden. Verletzt wurde niemand. Gegen den Jugendlichen wurde ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten eingeleitet. 

Die Schülerinnen und Schüler sowie das Lehrpersonal wurden den Angaben zufolge mittlerweile von Erziehungsberechtigten abgeholt oder konnten die Sammelstelle selbstständig verlassen. Rund 50 Polizeikräfte waren im Einsatz. Vorsorglich war auch der Rettungsdienst an der Sammelstelle vor Ort.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177875/2

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Niedersachsen: Pflegereform droht zur Armutsfalle zu werden

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Hannover (dpa/lni) –

Die Bundesregierung muss ihre geplante Pflegereform nach Ansicht von Niedersachsens Gesundheitsminister Andreas Philippi grundlegend überarbeiten. Das Ziel, die Kosten für die Pflegebedürftigen zu begrenzen, werde mit dem von Bundesministerin Nina Warken (CDU) vorgelegten Gesetzentwurf nicht erreicht, kritisierte der SPD-Politiker: «Die vorgeschlagenen Einsparmaßnahmen in Höhe von elf Milliarden Euro lösen die strukturellen Probleme der Pflegeversicherung nicht, sondern verschieben die finanzielle Last einseitig auf die Länder, die Kommunen und die Betroffenen.»

Besonders kritisch seien die geplante Kürzung von Leistungszuschlägen für Heimbewohner sowie der Wegfall des Entlastungsbetrags im Pflegegrad 1. «Wenn Eigenanteile für die stationäre Pflege steigen und Hilfsangebote wegbrechen, werden unzählige Pflegebedürftige unter die Armutsgrenze gedrängt», warnte der Minister. Die Folge werde eine Kettenreaktion sein, weil die Betroffenen dann Hilfe zur Pflege beantragen müssten, was wiederum zu einer Kostenexplosion bei den Sozialhilfeträgern führen werde.

«Ich fordere die Bundesregierung auf, den Entwurf grundlegend nachzubessern. Einseitige Belastungen für Pflegebedürftige sowie Kommunen und Länder werden wir nicht akzeptieren», sagte Philippi.

In der kommenden Woche findet in Hannover eine Gesundheitsministerkonferenz unter dem Vorsitz Niedersachsens statt.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177858/1

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Junger Schweinswal strandet im Watt und stirbt

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Wangerland (dpa/lni) –

Ein Schweinswal ist im Wattenmeer im Landkreis Friesland gestrandet. Das Jungtier starb jedoch noch vor Ort, wie ein Sprecher der Ortsfeuerwehr Minsen mitteilte. Zeugen hatten der Polizei am Donnerstag das hilflose Tier vor Wangerland gemeldet. Polizei und Feuerwehr waren vor Ort, um den Wal aus dem Watt zu bergen. 

«Der junge Wal ist von der Mutter getrennt worden, er hatte keine Überlebenschance», sagte der Feuerwehrsprecher. Das Tier sei schon sehr abgemagert gewesen. Die Einsatzkräfte hatten das Jungtier noch in frisches Wasser gelegt, aber ohne Erfolg.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177772/1

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Schüsse auf Sylter Barber-Shop: Zwei Haftbefehle erlassen

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Westerland/Flensburg (dpa) –

Nach den Schüssen auf einen Barber-Shop auf der Insel Sylt sind auf Antrag der Staatsanwaltschaft Flensburg zwei Haftbefehle erlassen worden. Gegen einen 15-Jährigen werde wegen versuchten Totschlags ermittelt, gegen einen 23-Jährigen wegen Beihilfe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Drei Schüsse

Am Mittwochmittag waren in einer Einkaufsstraße in Westerland mindestens drei Schüsse auf einen Barber-Shop abgegeben worden. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. Der 15-Jährige steht unter dringendem Verdacht, geschossen zu haben. Er wurde danach am Bahnhof von Einsatzkräften aufgegriffen. Der 23-Jährige, der eine scharfe Schusswaffe bei sich trug, war bereits zuvor festgenommen worden.

Die Hintergründe der Tat sind unklar. Nach Angaben der Polizei wird dem 23-jährigen Türken zur Last gelegt, mit dem 15-jährigen Aserbaidschaner nach Sylt gefahren zu sein und dort dessen Tatausführung zumindest gefördert zu haben. Der Jugendliche wird auch beschuldigt, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. 

23-Jähriger zwischenzeitlich auf freiem Fuß

Der Erwachsene war nach Angaben der Staatsanwaltschaft nach seiner Festnahme am Mittwoch zunächst wieder freigelassen worden. Dann habe er – vermutlich in Niebüll – randaliert und sei am Donnerstag erneut festgenommen worden. Den Jugendlichen habe die Polizei am Mittwoch in Gewahrsam genommen, weil er seine Wohnunterkunft eigenmächtig verlassen hatte. Erst am Donnerstag sei er als Tatverdächtiger festgenommen worden, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. 

Nach Artikel 104 des Grundgesetzes darf jemand, der wegen einer Straftat festgenommen wird, nur nach Erlass eines Haftbefehls über den folgenden Tag hinaus in Haft gehalten werden.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177469/2

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«Rote Rosen» und «Sturm der Liebe» bis mindestens 2028

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München/Lüneburg (dpa) –

Die beiden ARD-Telenovelas «Rote Rosen» und «Sturm der Liebe» sind mit jeweils 180 Folgen um ein Jahr verlängert worden. Die ARD-Gremien stimmten dem zu, wie ein Sprecher am Freitag in München mitteilte. Die Erstausstrahlungen der «Rosen»-Episoden laufen montags bis freitags um 14.10 Uhr im Ersten, die von «Sturm der Liebe» um 15.10 Uhr.

«Beide Serien werden weiterhin in einer Länge von 50 Minuten pro Folge produziert. Nach derzeitigem Planungsstand werden beide Serien dann bis ins Jahr 2028 hinein laufen», sagte der Sprecher der ARD-Programmdirektion. Im Jahr 2024 hatte es eine Debatte gegeben, die Serien eventuell nur noch in halb so langen Folgen auszustrahlen.

«Roten Rosen» ist in Lüneburg angesiedelt. Die im historischen Zentrum gedrehten Außenaufnahmen locken viele Touristen in die Stadt. Am Freitag stand Folge 4.355 im ARD-Programm. Die Serie läuft seit November 2006.

«Sturm der Liebe» ist in Bayern beheimatet, am Freitag war Folge 4.608 im Ersten angekündigt. Die Serie läuft seit September 2005.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177425/1

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Opposition stellt Missbilligungsantrag wegen Northvolt

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Kiel (dpa/lno) –

Die Opposition im Schleswig-Holsteinischen Landtag hat eine Missbilligung zum Umgang der Landesregierung mit der Northvolt-Anleihe beantragt. Sie richtet sich gegen die gesamte Landesregierung und fordert diese auf, Konsequenzen aus dem Urteil des Landesverfassungsgerichts und dem Sonderbericht des Landesrechnungshofs zu der gescheiterten Industrieansiedlung zu ziehen, teilten die Fraktionen von SPD, FDP und SSW mit. Über den Antrag soll in der nächsten Landtagssitzung beraten werden.

Das Landesverfassungsgericht hatte festgestellt, dass die Regierung das Parlament vor einer Abstimmung nicht ausreichend über Bedenken am Gelingen der Gesamtfinanzierung des Northvolt-Ansiedlungsvorhabens bei Heide und an der Rückzahlung der Wandelanleihe informiert hatte. Zuvor hatte zudem der Landesrechnungshof bemängelt, dass Schwarz-Grün bei der Förderung gegen die Landeshaushaltsordnung verstieß. Die Vorgehensweise bei der Absicherung der Wandelanleihe habe nicht dem Wirtschaftlichkeitsgebot entsprochen.

«Die Landesregierung hat bisher keine angemessenen Konsequenzen aus dem Urteil des Landesverfassungsgerichts gezogen», kritisierte der FDP-Fraktionschef Christopher Vogt. Es könne nicht sein, dass die Landesregierung diesen Verfassungsbruch einfach weglächeln wolle.

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Serpil Midyatli betonte, das Urteil des Landesverfassungsgerichts lasse keinen Interpretationsspielraum. «Die Landesregierung hat den Landtag bei der Aufnahme der Wandelanleihe nicht vollständig und nicht rechtzeitig über die maßgeblichen Risiken informiert.»

Der Vorsitzende der SSW-Fraktion, Christian Dirschauer, sieht im Fall Northvolt mehr als eine gescheiterte Industrieansiedlung. «Der Fall steht exemplarisch für den Umgang dieser Landesregierung mit Parlament und Steuergeld. Die Regierung kannte die Risiken und Zweifel, informierte das Parlament aber trotzdem nicht rechtzeitig und vollständig.»

Die Opposition hat bereits mehrfach Konsequenzen aufseiten der Landesregierung gefordert – bis hin zur Entlassung des Staatskanzleichefs Dirk Schrödter (CDU)

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177359/1

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Forscher: Corona-Folgen reichen weit über Medizin hinaus

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Hannover (dpa/lni) –

Nach fünf Jahren Pandemie-Forschung in Niedersachsen sehen Wissenschaftler Fortschritte beim Verständnis von Corona und Long Covid – warnen aber zugleich vor anhaltenden sozialen Folgen. Forschende hätten unter anderem Antikörper gefunden, die einen breit wirksamen Schutz bieten könnten, wie die Universitätsmedizin Göttingen im Namen des Covid-19-Forschungsnetzwerks Niedersachsen (Cofoni) mitteilte.

Zudem seien Ansätze untersucht worden, um das Virus am Eintritt in Lungenzellen zu hindern oder bereits vorhandene Wirkstoffe so zu verändern, dass sie die Vermehrung des Virus unterdrücken könnten. Das Netzwerk präsentierte seine Ergebnisse bei einem Abschlusssymposium in Hannover.

Long Covid früh in den Blick genommen

Ein Schwerpunkt der Forschung lag den Angaben zufolge auf Long und Post Covid. Dabei ging es um immunologische, virologische und krankheitsbezogene Fragen – aber auch um die Folgen für Arbeitswelt und Gesellschaft. Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD) betonte, dass bereits 2021 langfristige Folgen der Pandemie in das Forschungsprogramm aufgenommen worden seien.

Gesundheitsminister Andreas Philippi (SPD) sagte, das Krankheitsbild von Covid-19 und seine Langzeitfolgen seien divers und komplex. Teils gehe der Behandlungsbedarf weit über die klassische haus- und fachärztliche Versorgung hinaus. Zeitnahe, strukturierte und fachübergreifende Behandlungen seien deshalb dringend erforderlich.

Soziologe warnt vor Vertrauensverlusten

Der Soziologe Berthold Vogel sagte, viele Post-Covid-Betroffene arbeiteten ohne entsprechende Anpassungen der Arbeitsbedingungen weiter. Betriebe müssten dafür aufmerksamer werden. Zudem habe die Pandemie erhebliche institutionelle und soziale Vertrauensverluste nach sich gezogen. «Die sozialen Langzeitfolgen der Pandemie gefährden den gesellschaftlichen Zusammenhalt», sagte Vogel.

Das Forschungsnetzwerk war im Oktober 2020 gegründet worden, um Forschung zu Corona, Long Covid und den gesellschaftlichen Folgen der Pandemie in Niedersachsen zu bündeln. Das Land förderte das Vorhaben mit rund 19 Millionen Euro.

25 Partnerinstitutionen in 38 Kooperationsprojekten beteiligt

Nach Angaben der Universitätsmedizin Göttingen waren 25 Partnerinstitutionen an 38 Kooperationsprojekten beteiligt, darunter die Universitätsmedizin Göttingen, die Medizinische Hochschule Hannover, das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung und die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177350/1

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Porsche-Cabrio in Celle gestohlen

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Celle (dpa/lni) –

Unbekannte Täter haben in Celle einen Porsche gestohlen. Der Schaden liegt im sechsstelligen Bereich, wie die Polizei mitteilte. Der Eigentümer hatte das grüne Cabrio am 28. Mai auf einem Hinterhof geparkt. Als er eine Woche später wieder zum Parkplatz kam, war das Fahrzeug verschwunden. Nach ersten Ermittlungen wurde der Porsche vermutlich zwischen dem 28. Mai, 17 Uhr, und dem 1. Juni gestohlen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen.

© dpa-infocom, dpa:260605-930-177100/1

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