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Eine tote Frau, 16 Verletzte, von denen drei in Lebensgefahr schweben – das ist nach Polizeiangaben die vorläufige Bilanz des islamistischen Terroranschlags auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) am späten Samstagabend.
Tatverdächtig, mit einem Van in die Menschenmenge gerast zu sein, ist laut B.Z. der arabischstämmige Abdul B. (21). Der Flüchtige ist polizeibekannter Islamist und wurde erst im Mai aus dem Jugendarrest entlassen. Er soll Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) sein.
Die Fahndung nach dem mutmaßlichen CSD-Killer läuft seit den frühen Morgenstunden auf Hochtouren. Die Polizei hat ein Foto veröffentlich und warnt davor, den als äußerst gefährlich geltenden Tatverdächtigen anzusprechen.
Abdul B. ist schlank, ca. 1,90 Meter groß, hat schwarze Haare. Vermutlich trägt er einen schwarzen Hoodie-Pullover und eine weiße Hose.
Mietshaus in Schöneberg gestürmt
Laut Medienberichten fand in der Nacht durch Spezialkräfte der Polizei eine Durchsuchung in einem Mietshaus im Berliner Stadtteil Schöneberg statt – nur etwa 1,2 Kilometer vom Tatort im Berliner Tiergarten entfernt. Kurz nach Eins am Sonntagmorgen war in der Straße der Meldeadresse von Abdul B. ein explosionsartiger Knall, möglicherweise von einer Blendgranate, zu hören. Da der Gesuchte nicht anzutreffen war, rückten die Spezialkräfte 15 Minuten später wieder ab. Weitere Beamte blieben vor Ort.
Verletzte durch „Stichwerkzeuge“
Unklar war zunächst, ob Abdul B. der Fahrer des Tatfahrzeugs war oder ob er nur in dem Van saß. „Eine oder mehrere Personen sollen sich anschließend aus dem Fahrzeug entfernt haben. Des Weiteren sollen mehrere Personen durch Stichwerkzeuge verletzt worden sein“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
Die CSD-Veranstalter brachen das Event mit Hunderttausenden woken Besuchern aus aller Welt noch in der Nacht ab. Die Menschen wurden gebeten, das Gelände ruhig zu verlassen und den Bereich rund um die Siegessäule und den Tiergarten zu meiden.
Was geschah in der Nacht?
Über den Tathergang ist bisher folgendes bekannt:
Ein Autofahrer fuhr laut Polizei kurz vor 22.00 Uhr im Bereich des Tiergartens unweit des Potsdamer Platzes mehrere Menschen an. Ein Augenzeuge sagte, ein weißer Lieferwagen sei mit hoher Geschwindigkeit von der Lennéstraße in den Tiergarten abgebogen. Das Fahrzeug sei gegen einen Baum geprallt und zum Stehen gekommen. Eine Person, vermutlich der Fahrer, flüchtete. Der Mann wurde von der Polizei innerhalb von Stunden als Abdul B. identifiziert. Die Generalstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen an sich gezogen.
Erste Reaktionen aus der Politik
AfD-Bundessprecherin Alice Weidel schrieb auf X: „CSD Berlin: Erst fuhr der polizeibekannte, mutmaßliche Täter Abul B. mit einem Transporter in eine Menschenmenge, danach verletzte er weitere Menschen mit einem ‚Stichwerkzeug‘ und floh. Eine Frau wurde getötet, weitere 16 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Meine Gedanken sind bei den Opfern und Hinterbliebenen.“
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sprach von einer „abscheulichen Tat“ und einen „Angriff auf unsere Gesellschaft“.
Berlins Regierender Noch-Bürgermeister Kai Wegner (CDU) erschien kurz nach Mitternacht am Tatort. Er sagte: „Wir haben heute einen großartigen CSD erlebt – viele feiernde Menschen, die glücklich waren, die die Vielfalt dieser Stadt gefeiert haben, die Weltoffenheit, die Freiheit, ja, auch die Liebe. Dieser Tag wurde durch diese schreckliche Tat beendet.“ Weiter sagte Wegner, er „glaube, dass der CSD sehr, sehr gut geschützt war“. Hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht.e die Vielfalt dieser Stadt gefeiert haben, die Weltoffenheit, die Freiheit, ja, auch die Liebe. Dieser Tag wurde durch diese schreckliche Tat beendet.“ Weiter sagte Wegner, er „glaube, dass der CSD sehr, sehr gut geschützt war“. Hundertprozentige Sicherheit gebe es nicht.
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