Ketamin, Kokain, Marihuana. Die Polizei hat Durchsuchungen in elf Wohnungen und vier Fahrzeugen durchgeführt und ist fündig geworden. Jetzt wird gegen mehrere Personen ermittelt.
Bei einem größeren Einsatz hat die Polizei in Hamburg Marihuana, Haschisch, Kokain, ein Messer und zwei Schreckschusswaffen sichergestellt. Zudem wurde rund 8900 Euro mutmaßliches Dealgeld beschlagnahmt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben gegen elf Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren, die Drogen verkauft haben sollen.
Auf der Suche nach Drogendealern: mehrere Autos kontrolliert
Bei dem achtstündigen Einsatz wurden am Donnerstag an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Autos kontrolliert, mit dem Ziel, sogenannte Lieferdienste für Drogen zu finden, wie eine Sprecherin der Polizei mitteilte.
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Der Einsatz habe zu Durchsuchungen von vier Fahrzeugen und elf Wohnungen geführt. Es werde außerdem gegen zwei Männer und eine Frau wegen des Erwerbs von Kokain oder Cannabis ermittelt.
Polizisten finden ein Kilo Ketamin
Bereits am Dienstag habe eine Streife der Polizei Hamburg bei einer Überprüfung eines Autos zwei Kilogramm Marihuana und 100 Gramm Haschisch gefunden. Zudem hätten sich Hinweise ergeben, dass der 41 Jahre alte Fahrer Drogen verkauft.
Bei der darauffolgenden Durchsuchung der Wohnung des Mannes seien weitere Drogen – rund 40 Kilogramm Marihuana, rund ein Kilogramm Ketamin und rund 500 Gramm Haschisch – sichergestellt worden. (dpa/esk)
Ob Fisch, Löwe, Zwilling oder ein anderes Sternbild – für alle Sternzeichen gibt es jeden Tag einen Blick in die Zukunft. Für viele Menschen ist ein Horoskop eine kleine, wertvolle Entscheidungshilfe. Lesen Sie hier, wie die Sterne für Sie stehen: Das Tageshoroskop gibt’s täglich kostenlos auf MOPO.de!
Horoskop für Samstag, 6. Juni 2026
Horoskop morgen: Widder
Nutzen Sie den Vormittag. Sie können andere überzeugen und für Ihre Pläne gewinnen. Nachmittags dürfen Sie nicht zu viel erwarten, man lässt Sie möglicherweise im Stich.
Horoskop morgen: Stier
Es kann Ihnen heute schwerfallen, Ihre Gedanken von Gefühlen freizuhalten. Bemühen Sie sich vor allem abends um Sachlichkeit. Gehen Sie keine unnötigen Risiken ein!
Sammeln Sie heute Kraft. Konzentrieren Sie sich fest auf ein bestimmtes Ziel. Suchen Sie abends den Kontakt mit älteren Menschen. Sie bekommen einen hilfreichen Hinweis.
Horoskop morgen: Krebs
Sie können am Vormittag in jeder Hinsicht erfolgreich sein. Suchen Sie die Nähe eines Menschen, der Sie schätzt und fördert! Handeln Sie mittags schnell und entschlossen!
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Horoskop morgen: Löwe
Nutzen Sie die Zeit bis zum Nachmittag intensiv. Sie sehen Chancen zum Weiterkommen! Im weiteren Tagesverlauf kann Unruhe entstehen. Bewahren Sie einen kühlen Kopf!
Horoskop morgen: Jungfrau
Nutzen Sie Ihre Chancen in der Liebe. Gehen Sie offen auf einen Menschen zu, den Sie für sich gewinnen wollen! Der Abend ist ideal für ein schönes Essen zu zweit.
Horoskop morgen: Waage
Kapseln Sie sich tagsüber nicht so sehr ab. Wenn Sie sich missverstanden fühlen, kann ein offenes Wort sehr hilfreich sein. Abends bekommen Sie wieder Oberwasser.
Horoskop morgen: Skorpion
Versuchen Sie vormittags, sich in vielversprechende Projekte anderer einzuklinken. Bringen Sie Ihre Stärken ohne Vorbehalt mit ein. Abends finden Sie in Ruhe zu einer Lösung.
Horoskop morgen: Schütze
Langwierige Grübeleien und trübe Gedanken sollten Sie heute vermeiden. Genießen Sie bewusst die schönen Sonnenseiten, die das Leben auch für Sie bereithält.
Horoskop morgen: Steinbock
Sie müssen sich heute dazu zwingen, auf dem festen Boden der Wirklichkeit zu bleiben. Lassen Sie sich vor allem nachmittags nicht übers Ohr hauen. Halten Sie Ihr Geld zusammen!
Horoskop morgen: Wassermann
Sie kommen heute nicht so recht in Form. Beschränken Sie sich auf das Allernotwendigste, fangen Sie möglichst keine neuen Unternehmungen an. Entspannen Sie abends bewusst!
Horoskop morgen: Fische
Nehmen Sie ein Angebot an, das man Ihnen vormittags macht. Sie können mit wenig Einsatz viel gewinnen! Am frühen Abend dürfen Sie sich nicht unter Druck setzen lassen.
Gefährliche Fahrt am Maschener Kreuz: Ein Autofahrer war ohne Licht unterwegs und stark alkoholisiert – doch die Polizei machte noch weitere Entdeckungen.
Am Donnerstagabend fiel einer Streife auf der A1 ein Honda auf, der ohne Beleuchtung an einem gesicherten Schwertransport vorbeizuziehen versuchte. Trotz angezeigtem Haltezeichen fuhr der Mann zunächst weiter und wechselte mehrfach die Spur.
Beamte stoppen stark alkoholisierten Fahrer
An der Anschlussstelle Harburg stoppten die Beamten den Wagen schließlich. Dabei stellte sich heraus: Der 52-jährige Fahrer war stark alkoholisiert, ein Atemtest war nicht mehr möglich.
Zudem war das Auto weder zugelassen noch korrekt gekennzeichnet – am Fahrzeug waren falsche Kennzeichen angebracht. Die Polizei stellte Führerschein, Schlüssel und Kennzeichen sicher und leitete mehrere Strafverfahren ein. (rei)
Ein 36-Jähriger aus Sachsen-Anhalt rollt auf einem längeren Skateboard durch Deutschland. Sein Ziel ist über 1000 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Rund 50 Kilometer will er am Tag zurücklegen.
Von Flensburg bis zum Bodensee auf einem Longboard – das will Paul William Hiersche schaffen. Ein Longboard ist länger und breiter als ein Skateboard und hat größere Rollen. Deshalb sind damit höhere Geschwindigkeiten schaffbar. Die Strecke ist 1170 Kilometer lang. Rund 50 Kilometer will er pro Tag zurücklegen, berichtete der 36-Jährige. Dafür habe er geübt. „Die Waden brauchten noch Training.“ Die Vorbereitung zahle sich nun aus. Normalerweise arbeitet Hiersche in einem Kino in Sachsen-Anhalt.
Quer durch Deutschland in maximal 28 Tagen
Nach einem Aufenthalt in Hamburg wollte der 36-Jährige am Freitag weiter durch Niedersachsen rollen. Weitere Städte auf der Reise gen Süden sind: Hannover, Hildesheim, Göttingen, Kassel, Marburg, Frankfurt, Karlsruhe, Freiburg und letztlich das Ziel: Friedrichshafen. Zudem sind Stopps in kleineren Orten geplant.
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Zu der Frage, warum er sich auf die Reise begeben habe, sagte Hiersche: „Das ist eine Tour, die ich für mich mache.“ Er habe mehrere Wochen Urlaub genommen. Gestartet war er am 1. Juni, also am Montag. Am 28. Juni müsse er spätestens Friedrichshafen am Bodensee erreichen, um einen Zug zu nehmen, der ihn nach Salzwedel bringe, wo er wohnt. „Am 29. stehe ich wieder im Kino und muss arbeiten.“
Longboarder schläft bei Freunden oder in Motels
Hiersche zufolge gibt es mehrere Varianten des Longboardfahrens. Er mag demnach Touren. Aber das Tourenfahren habe an Beliebtheit eingebüßt, was er bedauere, sagte er. Zum Longboardfahren inspiriert habe ihn eine Gruppe von YouTubern, die 2014 von Sylt zum Schloss Neuschwanstein gefahren ist.
Während der Reise schlafe er bei Freunden, in Hostels und in Motels, berichtete Hiersche. Zur Not, falls er keine Unterkunft finde, habe er einen Schlafsack dabei. Auf sozialen Plattformen informiert er über seine Tour. In den Videos beschwert er sich etwa über holprige Radwege – und berichtet, dass er das Board bei allzu schlechter Bodenbeschaffenheit auch mal in die Hand nehmen muss. Auch auf Landstraßen müsse er manchmal entlangfahren. (dpa/mp)
Emma Schindler gehört zu den ersten Augenärztinnen Hamburgs. Als die Nationalsozialisten sie deportieren, ist sie fast 60 Jahre alt. Sie hat ihr Leben von Anfang an gegen Widerstände geführt. Sie hat sich Bildung erkämpft, weil ihr als Mädchen der Weg aufs Gymnasium versperrt bleibt. Sie hat Medizin studiert, als Frauen in Hörsälen noch die Ausnahme waren. Sie hat promoviert, geforscht, publiziert, eine Praxis geführt und sich in der Hamburger Augenheilkunde einen Namen gemacht.
Mit der NS-Machtübernahme beginnt ihre systematische Entrechtung. Emma Schindler verliert ihre berufliche Grundlage, später darf sie sich nicht einmal mehr Ärztin nennen. 1942 wird sie in das Ghetto Theresienstadt deportiert, das größte NS-Ghetto im sogenannten Protektorat Böhmen und Mähren. Dort arbeitet sie unter unmenschlichen Bedingungen weiter. Schließlich verliert sich ihre Spur in Auschwitz.
Emma Schindler (1883-1945) war eine der ersten Augenärztinnen Hamburgs. Die Nazis ermordeten sie. Am Donnerstag (4. Juni 2026) wurde im UKE ein Hörsaal nach ihr benannt.Jeremy Shindler
Emma Schindler (1883-1945) war eine der ersten Augenärztinnen Hamburgs. Die Nazis ermordeten sie. Am Donnerstag (4. Juni 2026) wurde im UKE ein Hörsaal nach ihr benannt.
Jetzt kehrt ihr Name an einen Ort zurück, der zu ihrem Leben gehört: an das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Am 4. Juni hat die Medizinische Fakultät Hamburg den Hörsaal der Augenklinik nach ihr umbenannt. Eine späte Ehrung für eine Frau, deren Geschichte jahrzehntelang fast vergessen war.
Emma Schindler hat Medizin studiert, als Frauen in Hörsälen noch die Ausnahme sind
Emma Schindler wird am 23. Juli 1883 geboren. Der Vater Heinrich Schindler ist Kaufmann, betreibt zusammen mit einem Kompagnon eine Firma, die mit Gerbstoffen handelt. 1886 zieht die Familie von Berlin nach Hamburg, erst nach Eimsbüttel, später nach Harvestehude. 1901 bezieht sie ein Haus in der Hochallee 13.
Emma Schindler wächst behütet auf, in einem wohlhabenden jüdischen Elternhaus. Doch der Weg, der Jungen ihrer Schicht offensteht, bleibt ihr zunächst versperrt. Für Mädchen ist um 1900 keine akademische Laufbahn vorgesehen. Höhere Mädchenschulen bereiten sie auf das Leben vor, das für Frauen ihres Standes vorgesehen ist – nicht auf Abitur, Studium und Beruf. Wer trotzdem studieren will, braucht Geld, Unterstützung und großen Eigensinn.
Das Allgemeine Krankenhaus Eppendorf, das spätere UKE, um 1900. Hier bildet sich Emma Schindler nach ihrer Approbation in der Augenheilkunde weiter und ist von 1922 bis 1933 wissenschaftlich an die Eppendorfer Augenklinik angebunden.UKE
Das Allgemeine Krankenhaus Eppendorf, das spätere UKE, um 1900. Hier bildet sich Emma Schindler nach ihrer Approbation in der Augenheilkunde weiter und ist von 1922 bis 1933 wissenschaftlich an die Eppendorfer Augenklinik angebunden.
Emma Schindler nimmt trotzdem Anlauf. Sie besucht Privatschulen und wächst in einem Umfeld auf, in dem Frauen um mehr Bildung und Selbstständigkeit kämpfen. 1909 wird sie an der Staatlichen Kunstgewerbeschule zu Hamburg aufgenommen, der heutigen Hochschule für bildende Künste. Sie belegt Buchausstattung, Modellieren, Papparbeiten, Fotografie und Porträtzeichnen. Ihr Schwerpunkt ist der Kopf: Sie lernt, Gesichter zu betrachten, Linien, Licht und Ausdruck.
Sie macht mit 30 Abitur, um Medizin zu studieren
Früh sucht Emma Schindler auch praktische Aufgaben. Sie hilft in der Haushaltsschule von Agnes Wolffson, einer wichtigen Hamburger Sozialreformerin. 1911 leitet sie im Hammerbrooker Volksheim eine Knabenabteilung. Dort geht es um Fürsorge, Erziehung, soziale Arbeit. Doch Emma Schindler reicht das nicht. Sie will Medizin studieren.
Dafür braucht sie das Abitur. Emma Schindler bereitet sich an einer privaten Anstalt an der Rothenbaumchaussee auf die Prüfung vor. Im September 1913 tritt sie am Johanneum an – als Externe, als „Nichtschülerin“. Sie besteht erst im zweiten Anlauf. Sie muss nachholen, was Jungen selbstverständlich mitbekommen, und beweisen, was ihr lange nicht zugetraut wird.
Als sie das Abitur schafft, ist sie 30 Jahre alt. Zum Wintersemester 1913/14 nimmt sie das Medizinstudium auf. Sie studiert in Freiburg, Kiel, Berlin, Heidelberg und München. Frauen bleiben im Hörsaal Fremde. Sie werden geduldet, geprüft, beobachtet. Als Jüdin erlebt Emma Schindler zusätzlich eine Gesellschaft, in der Antisemitismus längst vor 1933 zum akademischen und bürgerlichen Alltag gehört.
Emma Schindler wurde 1943 zunächst nach Theresienstadt, im Oktober 1944 dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.dpa
Emma Schindler wurde 1942 zunächst nach Theresienstadt, im Oktober 1944 dann nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.
Emma Schindler ist eine der ersten Augenärztinnen Deutschlands
In München schließt Emma Schindler ihr Studium ab. Am 31. Januar 1920 erhält sie die ärztliche Approbation. Da ist sie 36 Jahre alt. Danach kehrt sie nach Hamburg zurück, bildet sich am Allgemeinen Krankenhaus Eppendorf, dem späteren UKE, in der Augenheilkunde weiter. 1922 richtet sie ihre Augenarzt-Praxis in der elterlichen Wohnung in der Hochallee 13 ein. Rahel Liebeschütz-Plaut, Physiologin, Kollegin und erste habilitierte Ärztin Hamburgs, notiert am 4. September 1922 in ihr Tagebuch, die Praxis sei „rasend elegant eingerichtet“.
1926 ist Emma Schindler die einzige Frau unter 37 Augenärzten in Hamburg. Aber sie will mehr, sie will forschen. Von 1922 bis 1933 ist sie an die Eppendorfer Augenklinik angebunden. Ihre wissenschaftlichen Arbeiten erscheinen in angesehenen Fachzeitschriften. In der Hamburger Augenärztlichen Gesellschaft trägt sie regelmäßig vor. Der Tübinger Augenarzt und Medizin-Historiker Jens Martin Rohrbach nennt ihre Arbeiten später „für die Zeit bemerkenswert“ und bescheinigt ihr ein „überdurchschnittliches wissenschaftliches Engagement“.
Dann kommt 1933.
Für Emma Schindler wird das Leben enger. Im Juli 1933 verliert sie die Kassenzulassung. Damit bricht ein wichtiger Teil ihrer beruflichen und finanziellen Grundlage weg. Ihre wissenschaftliche Tätigkeit an der Eppendorfer Augenklinik endet ebenfalls. 1936 verkaufen die Schindlers das Haus in der Hochallee 13. 1937 zieht Emma in den Mittelweg 121 und bietet dort weiter Sprechstunden an.
Ihre Geschwister fliehen vor den Nazis, sie aber bleibt – um der Mutter willen
Ihre Brüder können sich retten. Theodor und seine Frau Else emigrieren mit ihrer Familie nach England. Hans Joachim geht mit seiner Frau in die USA. Emma bleibt in Hamburg. Sie will ihre Mutter nicht allein lassen. Blanca ist 87 Jahre alt und schafft den Weg in die Fremde nicht mehr.
Zum 30. September 1938 verliert Emma Schindler wie alle jüdischen Ärztinnen und Ärzte die Approbation. Von einem Tag auf den anderen darf sie nicht mehr Ärztin sein. In Adressbüchern erscheint sie nun als „Emma Sara Schindler“. „Sara“ ist der Zwangsname für jüdische Frauen, so wie jüdische Männer den Namen „Israel“ tragen müssen. Erst verliert sie die Kassenzulassung, dann die wissenschaftliche Arbeit, dann die Approbation. Nun greift die Entrechtung bis in den Namen hinein.
imago/CTK PhotoIm 18. Jahrhundert wurde Theresienstadt als Festung erbaut und nach Kaiserin Maria Theresia benannt. Die Nazis nutzten die Stadt dann als Gefängnis – als Ghetto.
Im 18. Jahrhundert wurde Theresienstadt als Festung erbaut und nach Kaiserin Maria Theresia benannt. Die Nazis nutzten die Stadt dann als Gefängnis – als Ghetto.
Olaf WunderZeitweise lebten im Ghetto Theresienstadt mehr als 40.000 Menschen auf einem Gelände, das ursprünglich für rund 7000 Einwohner ausgelegt war.
Zeitweise lebten im Ghetto Theresienstadt mehr als 40.000 Menschen auf einem Gelände, das ursprünglich für rund 7000 Einwohner ausgelegt war.
IMAGO/H. Tschanz-HofmannGhetto Theresienstadt: In diesem Gebäude, der sogenannten „Genie Kaserne“, befand sich während der Nazi-Zeit die augenärztliche Praxis von Emma Schindler.
Ghetto Theresienstadt: In diesem Gebäude, der sogenannten „Genie Kaserne“, befand sich während der Nazi-Zeit die augenärztliche Praxis von Emma Schindler.
IMAGO/DepositphotosSo malerisch der Ort heute auch aussieht – in der NS-Zeit wr er die Hölle auf Erden: Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto, nur 23.000 überlebten, viele wurden weiter deportiert, u. a. nach Auschwitz.
So malerisch der Ort heute auch aussieht – in der NS-Zeit wr er die Hölle auf Erden: Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto, nur 23.000 überlebten, viele wurden weiter deportiert, u. a. nach Auschwitz.
Olaf WunderHeute wird Theresienstadt wieder bewohnt, aber viele der Gebäude und ehemaligen Kasernen im einstigen Ghetto zerfallen.
Heute wird Theresienstadt wieder bewohnt, aber viele der Gebäude und ehemaligen Kasernen im einstigen Ghetto zerfallen.
Olaf WunderGhetto Theresienstadt: Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, unter welchen Umständen die Ghetto-Bewohner leben mussten. Theresienstadt war völlig überfüllt, es gab nie genug zu essen. Heute erinnert ein Museum an diese furchtbare Zeit.
Ghetto Theresienstadt: Dieses Foto vermittelt einen Eindruck davon, unter welchen Umständen die Ghetto-Bewohner leben mussten. Theresienstadt war völlig überfüllt, es gab nie genug zu essen. Heute erinnert ein Museum an diese furchtbare Zeit.
Mutter Blanca Schindler stirbt am 22. Juni 1939 in Hamburg. Emma ist nun allein. Inzwischen sind die Möglichkeiten zur Flucht stark eingeschränkt. Freundinnen und Kollegen sind emigriert, andere werden verfolgt.
Ab Dezember 1940 darf Emma Schindler wieder medizinisch arbeiten – aber nicht als Ärztin, sondern nur als sogenannte „Krankenbehandlerin“. Schon dieses Wort ist Teil der Herabsetzung: Jüdische Ärztinnen und Ärzte dürfen nicht mehr Ärztinnen und Ärzte heißen. Emma Schindler arbeitet im Israelitischen Krankenhaus, das inzwischen in die Johnsallee 68 in Harvestehude umziehen musste. Dort ist sie die einzige Frau unter den Krankenbehandlern. Mit ihren Kollegen versorgt sie Tausende jüdische Menschen, die in Hamburg geblieben sind.
1942 wird Emma Schindler nach Theresienstadt deportiert, arbeitet dort weiter
Doch diese Hilfe ist Teil des Systems der Verfolgung. Die Gestapo zwingt Krankenbehandlerinnen und Krankenbehandler, über die „Transportfähigkeit“ jüdischer Menschen zu entscheiden. Stellen sie jemanden aus Krankheitsgründen zurück, kann das sein Leben für den Moment retten. Häufig bedeutet es aber, dass ein anderer Mensch deportiert wird.
Am 19. Juli 1942 ist Emma Schindler selbst an der Reihe: Sie wird nach Theresienstadt deportiert. Mit ihr werden an diesem Tag mehr als 800 Menschen aus Hamburg, Lüneburg, Kiel, Lübeck, Reinbek und Elmshorn verschleppt. Theresienstadt ist Ghetto, Sammellager, Durchgangsort in den Tod. Zeitweise leben dort mehr als 40.000 Menschen gleichzeitig auf einem Gelände, das ursprünglich für etwa 7000 vorgesehen war. Hunger, Kälte, Hitze, Schmutz, Enge, Krankheiten. Insgesamt durchliefen mehr als 140.000 Menschen das Ghetto. Etwa 34.000 bis 35.000 starben dort, rund 88.000 wurden weiter deportiert. Nur etwa 23.000 überlebten.
Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie vermutlich gleich nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet.Olaf Wunder
Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert. Dort wird sie vermutlich gleich nach ihrer Ankunft in der Gaskammer ermordet.
Emma Schindler arbeitet weiter. Sie leitet in Theresienstadt eine Augenpoliklinik. Grete Dublon, eine Hamburger Jüdin, die mit demselben Transport deportiert worden war, schreibt im Juli 1945 an Else und Theodor Schindler: „Frl. Dr. Schindler arbeitete als Augenaerztin in der Genie Kaserne in Theresienstadt. Sie hatte viel zu schaffen, ich war oft mit meinen Blinden bei ihr. Alle hatten sie gern, sie war, wie auch in Hamburg, tüchtig.“ In ihrer Arbeit habe Emma Schindler Befriedigung gefunden. Sie sei gesund und munter gewesen, habe „tadellos gepflegt“ ausgesehen und einen angesehenen Posten gehabt.
Im Oktober 1944 wird sie nach Auschwitz gebracht, wo sich ihre Spur verliert
Am 19. Oktober 1944 wird Emma Schindler nach Auschwitz deportiert, gemeinsam mit 1500 jüdischen Männern, Frauen und Kindern. Nach der sogenannten Selektion in Auschwitz-Birkenau werden 169 Frauen und 173 Männer als Häftlinge ins Lager eingewiesen. Die übrigen 1158 Menschen werden in der Gaskammer ermordet. Ob Emma Schindler unter ihnen ist oder zunächst registriert wird, ist unbekannt. Ihre Spur verliert sich. Sie gilt als „verschollen“. 1948 wird sie auf Antrag ihrer Angehörigen durch das Amtsgericht Hamburg auf den 8. Mai 1945 für tot erklärt.
Dass Emma Schindlers Geschichte heute wieder bekannt ist, ist vor allem Dr. phil. Rebecca Schwoch zu verdanken. Die Historikerin und stellvertretende Direktorin des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf hat Schindlers Leben erforscht – und so eine Hamburger Ärztin ins Gedächtnis der Stadt zurückgeholt.
Druckfrisch im Buchhandel: Ein Porträt über Emma Schindler von Rebecca Schwoch, 126 Seiten, 12,90 EuroOlaf Wunder
Druckfrisch im Buchhandel: Ein Porträt über Emma Schindler von Rebecca Schwoch, 126 Seiten, 12,90 Euro
In der Böttgerstraße 5 in Rotherbaum, wo Emma Schindler zuletzt in Hamburg gewohnt hat, erinnert heute ein Stolperstein an sie. Seit dem 4. Juni 2026 trägt auch der Hörsaal der Augenklinik im UKE ihren Namen. Dort, wo sie einst wissenschaftlich gearbeitet hat, wird an sie erinnert als Hamburgerin, Augenärztin und Wissenschaftlerin. Als Frau, der die Nationalsozialisten erst den Beruf nahmen, dann die Freiheit – und schließlich das Leben.
Mit einer „angenehmen Trainingsatmosphäre“ wirbt das Fitnessstudio „Sportsfreunde“ in Oststeinbek (Kreis Stormarn) um Mitglieder. Murat Firat (28), Vorsitzender des Mümmelmannsberger SV, wollte dort Mitglied werden – doch nach monatelangem Warten lehnte das Studio seine Anmeldung ohne Begründung ab. Firat vermutet, dass dabei sein Name eine Rolle gespielt haben könnte, und fühlt sich diskriminiert. Andere Nutzer schildern ähnliche Erfahrungen. Das Fitnessstudio hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Inzwischen beschäftigt der Fall auch die Lokalpolitik in Hamburg.
„Ich wollte mich dort letztes Jahr im Sommer als neues Mitglied anmelden“, sagt Murat Firat. Denn das Studio wirbt mit niedrigen Preisen und befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Billstedt. Er vereinbart ein Probetraining für den 16. Juli 2025. An diesem Tag bekommt Firat nur eine Mail: Das Studio storniert das Training. Der MOPO liegt der Mailverkehr vor. Es gibt weder eine Begründung noch einen Alternativtermin.
Mehrere Berichte über Diskriminierung im Fitnessstudio
Der 28-Jährige hat sich an dem Tag bereits freigenommen und geht trotzdem hin. Vor Ort gibt’s zwar kein Training, aber er darf laut eigener Aussage eine Anmeldung ausfüllen. Dann hört er nichts mehr von dem Studio. Immer wieder sei er hingefahren und habe nach dem Status seiner Unterlagen gefragt. Doch die Mitarbeitenden können ihm nicht helfen, die Chefin sei im Urlaub. Trotzdem hätten sie schon mal ein Foto für den Mitgliedsausweis gemacht.
MOPO
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„Dann habe ich die Sache erst mal ruhen lassen“, sagt Firat. Er wartet und sieht sich schließlich die Google-Rezensionen des Studios genauer an. Dort berichten auch andere Nutzer mit ausländisch klingenden Namen von langen Wartezeiten.
„Ich weiß nicht, ob sie etwas gegen Ausländer haben, aber man sollte sich mal genauer ansehen, wie die Anmeldung dort abläuft“, schreibt ein Nutzer. Außerdem weist Google darauf hin, dass bei dem Studio zwischen 51 und 100 Rezensionen entfernt wurden. Als Grund wird „Diffamierung“ genannt. Wer die Löschung veranlasst hat und worauf sich die Angabe konkret bezieht, geht aus dem Hinweis nicht hervor.
Hamburger Fitnessstudio: Ablehnung ohne Begründung
Schließlich setzt Firat dem Fitnessstudio im März 2026 eine Frist und fordert eine schriftliche Rückmeldung zum Status seiner Anmeldung. Sollte er nicht aufgenommen werden, verlangt er die Löschung seiner Daten. Eine Woche später antwortet das Studio: „Aktuell bieten wir Ihnen keine Mitgliedschaft in unseren Studios an.” Es tut dem Studio leid, dass es keine Rückmeldung zum Antrag gab, und sie hätten keine personenbezogenen Daten erhoben.
Warum Firat keine Mitgliedschaft angeboten wird, bleibt unklar. Eine Anfrage der MOPO hat das Studio bislang nicht beantwortet.
Firat hat seinem Ärger schließlich in einem TikTok-Video Luft gemacht: „Ich bin in Hamburg geboren, aufgewachsen, ein voll integriertes Mitglied dieser Gesellschaft und ehrenamtlich als Trainer und Vorsitzender in einem Verein tätig.”
Überall suche das Fitnessstudio mit Werbeanzeigen nach neuen Mitgliedern – und dann das. „Das ist für mich ein riesiger Dorn im Auge. Wie so ein Gym so operieren kann. Wie an diesem Standort, an dem so Multikulti gelebt wird, nach Nachnamen gefiltert wird“, sagt Firat. Eindeutige Belege dafür, dass das Studio tatsächlich nach Herkunft oder Nachnamen unterscheidet, liegen bislang allerdings nicht vor.
SPD-Abgeordneter: „Gift für unser Miteinander“
Unter dem Video gibt es inzwischen zahlreiche Kommentare von Nutzern, die ähnliche Erfahrungen schildern. „Ich wollte dort Mitglied werden, die haben mich ignoriert und danach abgelehnt. Das mit dem Probetraining hatte ich auch”, schreibt ein Nutzer, der sich „Ali Abi” nennt.
Baris Önes, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter im benachbarten Billstedt, macht das ebenfalls wütend: „Menschen nur wegen ihres Namens auszusortieren, ist inakzeptabel und Gift für unser Miteinander. Es darf nicht sein, dass selbst ehrenamtliche Vorbilder wie Murat immer wieder um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen.” Das Gesetz verbiete solche Diskriminierung. Fitnessstudios müssten endlich begreifen, dass sie sich rechtlich nicht aus der Verantwortung ziehen können.
Bei einem Scheunenbrand ist am Freitagnachmittag in Gödestorf im Landkreis Diepholz erheblicher Sachschaden entstanden.
Der Brand brach gegen 16 Uhr in der Straße Am Moor aus. Ein Nachbar hatte zuvor einen Blitz und lauten Donner bemerkt und laut Feuerwehrangaben zunächst sein eigenes Wohnhaus kontrolliert. Dabei entdeckte er Flammen aus dem Dachstuhl der benachbarten Scheune. Er alarmierte sofort die Feuerwehr.
Nach Blitz: Scheune brennt komplett ab
Als die Feuerwehrleute eintrafen, stand die Scheune bereits in Vollbrand. Sie schützten das angrenzende Wohnhaus vor einem Übergreifen der Flammen und löschten die Scheune von der Drehleiter aus sowie mit einem Wasserwerfer. Verletzt wurde niemand, es entstand lediglich Sachschaden. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Laut „Kreiszeitung.de“ waren 115 Feuerwehrleute im Einsatz.
Die große Mehrheit der Deutschen traut der Nationalmannschaft nicht den Titel bei der anstehenden WM zu. Nur 15 Prozent glauben, dass die DFB-Auswahl beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko triumphieren wird, 72 Prozent bezweifeln das. Dies geht aus einer repräsentativen Umfrage für das ZDF-„Politbarometer“ hervor.
Nach dem Aus schon in der WM-Vorrunde bei den vergangenen beiden Endrunden meinen aber nur 3 Prozent, dass auch diesmal schon vor dem Achtelfinale Schluss ist. 15 Prozent erwarten ein Aus in der Runde der letzten 16 Mannschaften, 33 Prozent rechnen damit im Viertelfinale.
WM: Viele Fans rechnen mit Viertelfinale als Endstation
15 Prozent glauben an ein WM-Aus erst im Halbfinale und 2 Prozent an eine Niederlage im Endspiel am 19. Juli.
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An der WM nehmen diesmal 48 Mannschaften teil, die K.o.-Phase beginnt erstmals mit 32 Teams. Die Auswahl von Bundestrainer Julian Nagelsmann startet am 14. Juni gegen Außenseiter Curaçao. Weitere Gegner des viermaligen Weltmeisters Deutschland in der Vorrunde sind die Elfenbeinküste und Ecuador. Am Samstag (20.30 Uhr/RTL) gibt es in Chicago zunächst noch die WM-Generalprobe gegen Co-Gastgeber USA. Für die repräsentative Umfrage hatte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen in der Zeit vom 1. bis 3. Juni 1.274 Personen befragt.(dpa/ggg)
Tragisches Unglück in einem Wohnhaus in Aurich. Dort war ein Feuer ausgebrochen. Ein Mensch kam dabei ums Leben.
Beim Brand eines Einfamilienhauses in Aurich hat die Feuerwehr einen Toten geborgen. Das Feuer war am Freitag ausgebrochen, das Gebäude stand im Vollbrand, wie die Polizei mitteilte.
Ein Bewohner rettet sich bei Hausbrand ins Freie
Ein 19 Jahre alter Bewohner rettete sich mit Unterstützung von Nachbarn ins Freie. Er kam laut Polizei mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus. Ein Passant erlitt eine Rauchgasvergiftung und wurde ebenfalls in einem Krankenhaus behandelt.
Die Feuerwehr brachte den Brand unter Kontrolle und löschte das Feuer. Angaben zum Alter und Geschlecht des Toten machte die Polizei zunächst nicht. Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen rund 350.000 Euro. Die Brandursache war zunächst unklar, die Polizei ermittelt. (dpa)
Die Ermittler haben zugeschlagen: In Lüneburg hat die Polizei große Mengen Drogen sichergestellt – ein Verdächtiger sitzt jetzt in Untersuchungshaft.
Bei Durchsuchungen am Donnerstag nahmen Drogenermittler zwei Männer ins Visier, die im Verdacht stehen, im Stadtgebiet mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben.
Kokain und Bargeld sichergestellt
In Wohnungen und sogenannten Bunkerräumen fanden die Beamten unter anderem rund 800 Gramm Kokain, größere Mengen Amphetamine, mehrere hundert Tabletten sowie etwa 600 Gramm Cannabis. Auch Bargeld und Datenträger wurden sichergestellt.
Ein 25-jähriger Verdächtiger wurde festgenommen. Gegen ihn erließ ein Gericht Haftbefehl, er sitzt inzwischen in einer Justizvollzugsanstalt. Die Ermittlungen dauern an. (rei)
Bei der anstehenden Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) dürfen Fußball-Fans selbst leere Wasserflaschen nicht mit in die Stadien nehmen – trotz erwarteter Temperaturen von teils mehr als 30 Grad. Einen entsprechenden Bericht von „The Athletic“ am Mittwoch bestätigte die FIFA mit ihrem aktualisierten Verhaltenskodex für die Stadien. Dort heißt es nun: „Um Zweifel auszuschließen: Wiederverwendbare Wasserflaschen dürfen nicht ins Stadion mitgebracht werden.“
Im Mai noch hatte der Weltverband dort verlauten lassen, dass leere, transparente und wiederverwendbare Plastikflaschen mit einem Fassungsvermögen von bis zu einem Liter mit in die Arenen gebracht werden dürften. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP sagte ein FIFA-Sprecher, dass die Regeländerung aus Sicherheitsgründen erfolgt sei.
WM: Sicherheitsbedenken trotz erwarteter Hitze
Mehrere WM-Austragungsorte hätten die Verwendung von wiederbefüllbaren Flaschen bereits untersagt – „die FIFA hat die Entscheidung getroffen, Flaschen zu verbieten, um Risiken und Verletzungen für Spieler und Besucher zu vermeiden“, hieß es in der Erklärung. Die Preise, zu denen Wasserflaschen innerhalb der Stadien verkauft würden, blieben unverändert, teilte die FIFA zudem mit.
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Ein im vergangenen Monat von der Forschungsgruppe „World Weather Attribution“ veröffentlichter Bericht war zu der Einschätzung gekommen, dass 26 der 104 Spiele der Weltmeisterschaft voraussichtlich unter Bedingungen ausgetragen werden, bei denen die sogenannte Wet-Bulb-Global-Temperature 26 Grad übersteigt – ab diesem Grenzwert gilt ein erhöhtes Gesundheitsrisiko für Sportler. Bereits bei der Klub-WM im vergangenen Jahr in den USA war es Fans untersagt gewesen, Wasserflaschen in die Stadien mitzubringen.(sid/ggg)
Sein Auftritt im Hamburger Stadtgebiet sorgte für mächtig Aufsehen. Doch der Wolf, der in Altona eine Frau attackierte, könnte bereits tot sein.
Ende März lief der junge Wolf noch durch Altona. Jetzt soll er tot sein. Laut NDR brach der Kontakt zu dem Peilsender, mit dem man das Tier ausgestattet hatte, Ende Mai ab. Das letzte Signal gab es 160 Kilometer entfernt von Hamburg.
Wolf aus Altona vermutlich tot
„Die verwendeten Sender sind technisch äußerst verlässlich und erprobt; ein Defekt oder ein herkömmlicher Verlust des Halsbandes wird nach so kurzer Laufzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt“, so ein Sprecher der Umweltbehörde. Man habe nach dem Wolf gesucht, doch weder ihn noch das Halsband gefunden, so der Sprecher. Vielmehr gehe man davon aus, dass er tot sei.
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Dass der Wolf erschossen und der Sender dabei zerstört wurde, sei möglich. Die Behörden ermitteln noch zu dem Fall.
Nach Angriff auf Frau in Altona – Wolf freigelassen
Nach früheren Angaben geht die Hamburger Umweltbehörde davon aus, dass der Wolf die Frau gebissen hat, als diese mutmaßlich auf das panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren der Einkaufspassage nach draußen zu lassen.
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.Lars Ebner
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.
Naturschützer bezweifeln, dass der Wolf die Frau angegriffen und gebissen hat. Sie verweisen etwa auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau angesprungen, aber nicht gebissen habe. Dabei habe er sie möglicherweise mit der Pranke verletzt.
Polizei fand Tier in Binnenalster
Später fing die Polizei das Tier im Bereich der Binnenalster ein. Er wurde in eine Wildtierstation nach Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gebracht. Was mit dem Wolf geschehen sollte, führte zu heftigen Diskussionen. Anfang April wurde das Tier im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert.
Anschließend habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in einem ländlichen Bereich in Niedersachsen, über 150 Kilometer weit weg von Hamburg, niedergelassen. „Auf seiner gesamten Route hat sich das Tier völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten“, so der Sprecher der Umweltbehörde. (dpa/esk)
Viele kannten ihn aus „Buffy“ oder „Ted Lasso“. Nun ist der Schauspieler Anthony Head im Alter von 72 Jahren gestorben.
Das berichten mehrere britische Medien wie die Nachrichtenagentur PA unter Berufung auf ein Statement seiner beiden Töchter. Demnach starb Head „an den Folgen einer Lungenentzündung im Kreise seiner Familie“, heißt es in dem Statement.
Anthony Head war bekannt aus „Buffy – Im Bann der Dämonen“
Der Brite war zuletzt vor allem durch seine Rolle in der Comedyserie „Ted Lasso“ einem breiten Publikum bekannt. Die vielfach gelobte TV-Serie von Apple TV dreht sich um das Geschehen beim fiktiven englischen Club AFC Richmond. Head verkörperte den ehemaligen Besitzer, Rupert Mannion.
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Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
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Auch in der US-amerikanischen Kult-Mysteryserie „Buffy – Im Bann der Dämonen“ wirkte Head in der Rolle des Bibliothekars Rupert Giles mit. Laut PA verließ er die Serie während der sechsten Staffel und trat anschließend nur noch als Gaststar auf.
„Wir wissen, wie sehr er von Freunden, Kollegen und Fans der Serien, in denen er mitgewirkt hat, vermisst werden wird“, heißt es von seinen beiden Töchtern, den Schauspielerinnen Emily und Daisy Head, in dem Statement. Die Trauer sei „weit größer als die Lücke, die sein Tod hinterlassen hat“. (dpa/esk)
Wenn Belle la Donna eine Party veranstaltet, dann wird es schrill. So viel steht fest. Und so verwandelte die Burlesque-Tänzerin, die sich selbstbewusst als deutsche „Queen of Burlesque“ bezeichnet, am Donnerstagabend das Hotel Reichshof in ein pinkes Wimmelbild. Die Hamburgerin hat anlässlich des 100-jährigen Geburtstages von ihrem Vorbild Marilyn Monroe zur großen Sause geladen. Die MOPO war dabei.
Stellen Sie sich vor, Sie sind für einen Wochenendtrip in eine deutsche Großstadt gefahren, haben Stunden auf der Autobahn hinter sich, stehen nun endlich mit Ihren Koffern an der Hotelrezeption – und um Sie herum wirbeln plötzlich Frauen mit Glitzerhüten und Männer in Netzoberteilen herum.
Party zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe
So spielte es sich am Donnerstag im Hotel Reichshof gegenüber vom Hauptbahnhof (St. Georg) ab, als Belle la Donna im Eventsaal des Vier-Sterne-Hotels feierte und das Partyvolk den Abend lang durch die marmorgetäfelte Lobby schwirrte.
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Party im Hotel Reichshof: Belle la Donnas bunte Gäste schwirren durch die Lobby
Die Hotelgäste begutachteten teils verdutzt, teils amüsiert die bunte Gesellschaft. Da war unter anderem Belles Burlesque-Kollegin Eve Champagne, die in unheimlich hohen Schuhen umherstolzierte. Auch ein paar Teilnehmer:innen der diesjährigen Staffel der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ kamen; das Finale der Sendung lief in der vergangenen Woche.
I AM MIAZu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany's Next Topmodel”.
Zu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany’s Next Topmodel”.
I AM MIABelle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
Belle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
I AM MIAEin Tortentraum in pink.
Ein Tortentraum in pink.
Die Models, die sich nun nach der Show im Medienrummel zurechtfinden müssen, posierten fleißig für Fotos auf dem pinken Teppich. Einer musste zu später Stunde mit Zigarette in der Hand bestürzt feststellen, dass er am Vortag eine Bildschirmzeit von 17 Stunden gehabt hatte. Mehr Handy als Schlaf: Das Leben als Modelshow-Kandidat findet offenbar zum Großteil in den sozialen Medien statt.
Marilyn Monroe wäre 100 Jahre alt geworden
Zurück zu Belle la Donna und ihrer Marilyn-Monroe-Fete. Die US-amerikanische Schauspiel-Ikone wäre am 1. Juni 100 Jahre alt geworden. „Ich bin ihr größter Fan“, sagt Belle la Donna, Monroe sei ihr großes Vorbild. Während der Bühnenshow mit Gesangs- und Burlesque-Performances promotete Belle la Donna ihren neuen Song „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“, eine Neuinterpretation von Marilyn Monroes Jazz-Klassiker aus dem Jahr 1953.
Die Idee für die Party sei ihr vor einigen Wochen gekommen, sagte Belle la Donna im Vorfeld. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt sie alles daran, dass das auch klappt. Die Frau mit den pinken Haaren tanzt auf vielen Hochzeiten: Sie ist Burlesque-Tänzerin, Sängerin, Entertainerin und Friseurmeisterin mit eigenem Salon am Fischmarkt – ein Organisationstalent.
Und so hat sie allerlei Gewerke zusammengetrommelt und die Veranstaltung mit rund 100 geladenen Gästen auf die Beine gestellt. Ein Gang durch die Räumlichkeiten glich einem Wimmelbild: In einer Ecke stach ein Tätowierer Spontanentschlossenen Farbe unter die Haut, in der anderen Ecke legte eine Wahrsagerin Karten. Eine pinke Marilyn-Torte schmeckte mehr nach Zucker als nach Kuchen und an einer Fotostation rotierte eine Kamera 360 Grad um einen herum.
Hielt man inmitten dieses Wirrwarrs kurz inne, so drängte sich einem die Frage auf: Was feiern die Leute hier eigentlich gerade? Belle la Donna? Marilyn Monroe? „Germany’s Next Topmodel“? Wirklich gewusst hat das wahrscheinlich keiner. Als die GNTM-Kandidaten auf der Bühne interviewt wurden, hörte jedenfalls kaum jemand zu.
Gegen Mitternacht war die Party vorbei. Einer der Gäste nannte die Veranstaltung einen „Fiebertraum“ und diese Bezeichnung ist ganz schön passend für diesen bunt-unordentlichen Abend.
Am Freitagnachmittag kreist die „Libelle“ über Ottensen. Der Polizeihubschrauber sucht aktuell nach einer Mutter und ihrem Kind. Laut Polizei ist ein Einsatz, wie er gerade läuft, keine Seltenheit.
„Das ist kein unüblicher Sachverhalt“, so ein Sprecher der Polizei Hamburg. Es geht um eine Mutter und ihr Kind, die gerade per Hubschrauber sowie mit Einsatzkräften am Boden gesucht werden.
Mutter samt Kind nach Termin mit Jugendamt verschwunden – Libelle im Einsatz
Nach einem Termin beim Jugendamt soll die Frau gegen 16.30 Uhr gemeinsam mit ihrem Kind das Gebäude durch eine Hintertür verlassen haben. Das Kind, für das die Mutter das Sorgerecht hat, lebt in einer betreuten Einrichtung. Die Polizei spricht von einem möglichen Fall von „Entziehung Minderjähriger“. Solche Lagen seien nach Angaben des Sprechers nicht ungewöhnlich. Eine Gefährdung des Kindes bestehe nach aktuellem Stand nicht.
Der Einsatz des Polizeihubschraubers „Libelle“ dient der Unterstützung der Suche am Boden. Nach Angaben der Polizei wird der Hubschrauber eingesetzt, wenn er verfügbar ist und zur Lagebewältigung beitragen kann. Aus der Luft habe man einen besseren Überblick über das Suchgebiet.
Bis zum Abend (Stand 20 Uhr) konnte die Frau nicht gefunden werden. Die Suche nach ihr dauert an, wie die Polizei bestätigt.
Das wird eine Fiesta!Popstar Shakira wird bei der WM-Eröffnungsfeier am 11. Juni in Mexiko-Stadt den offiziellen Song „Dai Dai“ erstmals live aufführen. Das kündigte der Weltverband FIFA an – eine Woche vor dem Start des Turniers. Gemeinsam mit Co-Sänger Burna Boy wird die Kolumbianerin vor den Fans im Aztekenstadion der mexikanischen Hauptstadt auftreten.Shakira macht die Mexikaner verrückt!
„Der mit Spannung erwartete Auftritt wird auf ein unvergessliches Eröffnungsspiel einstimmen, das Fans aus aller Welt zu einem Fest des Fußballs, der Musik und der Kultur zusammenbringt“, hieß es in einer FIFA-Mitteilung zur Bekanntgabe des Programms.
Große Shakira-Show vor dem Eröffnungsspiel der WM
Die Eröffnungsshow der WM soll 90 Minuten vor dem Anpfiff des Spiels zwischen Mexiko und Südafrika beginnen. Künstler wie Danny Ocean, J Balvin, Lila Downs und Alejandro Fernández werden ebenfalls auftreten.
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Shakira war zuvor als eine der Künstler und Künstlerinnen angekündigt worden, die bei der erstmaligen Halbzeitshow des WM-Endspiels am 19. Juli in den USA auftreten sollen. Dort will sie „Dai Dai“ ebenfalls performen.
Mit „Waka Waka“ steuerte Shakira bereits 2010 den offiziellen FIFA-Song zur Weltmeisterschaft in Südafrika bei. Den Refrain „Dai, dai, iko, dale, allez, let’s go!“ betteten Shakira und der nigerianische Sänger Burna Boy in eine tanzbare Melodie ein. In dem Song werden neben Fußballstars wie Pelé, Diego Maradona, Lionel Messi und Kylian Mbappé auch große Fußballnationen wie Deutschland erwähnt. „Dai Dai“ bedeutet auf Italienisch so viel wie „Los geht’s“.(dpa/ggg)
Dreister Raub am Donnerstagabend in Harburg: Drei Unbekannte haben einen Schmuckhändler überfallen und Beute gemacht. Die Polizei sucht Zeugen.
Der Überfall ereignete sich gegen 19 Uhr in einem Parkhaus am Harburger Ring. Ein 30-jähriger Schmuckhändler hatte zuvor ein Juweliergeschäft beliefert und war auf dem Weg zurück zu seinem Auto.
Juwelier von Trio überfallen und ausgeraubt
Im Treppenhaus stellten sich ihm drei Männer in den Weg, bedrohten ihn mit einer Schusswaffe und griffen ihn anschließend mit Pfefferspray an. Die Täter raubten eine Umhängetasche mit Altgold und Bargeld und flüchteten unerkannt.
MOPO
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Der 30-Jährige wurde leicht verletzt, musste jedoch nicht medizinisch behandelt werden. Eine sofort eingeleitete Fahndung blieb ohne Erfolg.
Die drei Täter werden als etwa 25 bis 35 Jahre alt, rund 1,85 Meter groß und kräftig beschrieben. Sie sollen ein osteuropäisches Erscheinungsbild gehabt und Caps getragen haben. Einer hatte blonde, die beiden anderen schwarze Haare. Die Männer waren überwiegend dunkel gekleidet, einer trug ein helles Oberteil.
Hinweise nimmt die Polizei unter 040 4286-56789 entgegen. (rei)
Offenbar durch Aquaplaning haben zwei Insassen eines Kleinwagens auf der A7 im Kreis Rendsburg-Eckernförde die Kontrolle verloren.
Der Wagen hatte bei Loop zwischen dem Dreieck Bordesholm und der Abfahrt Neumünster-Süd den Wildschutzzaun durchbrochen und überfuhr eine Wiese, bis er schließlich an einer Baumreihe zum Stehen kam. Die zwei Insassen wurden bei dem Unfall verletzt und konnten sich nicht eigenständig aus ihrem Wagen befreien – sie waren eingeschlossen, aber nicht eingeklemmt.
Die Helfer befreiten die Verletzten schließlich und übergaben sie an den Rettungsdienst. Im Einsatz war auch der Rettungshubschrauber Christoph 42, der auf der Wiese landete. Während der Maßnahmen wurde der Verkehr über zwei Spuren an der Einsatzstelle vorbeigeführt.
Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.
Samstag, 6. Juni 2026
Harburger Binnenhafenfest – Familienfest
Maritimes Stadtteilfest mit Mitmachprogramm, Schiffen, Musik und Aktionen für Kinder rund um den Harburger Binnenhafen. Ort & Uhrzeit:Kanalplatz, 21079 Hamburg-Harburg · ab 13 Uhr Preis: kostenlos
Medien-Kids – Mitmachprogramm
Kostenloses Mitmachprogramm in der Kinderbibliothek, für Kinder ab 4 – Robotik/Programmieren/Technik-Tüfteln. Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11 Uhr Preis: kostenlos
Verpassen war gestern! Der MOPOP-Kulturnewsletter weiß Bescheid. Musik, Theater und Kino, Ausstellungen, Festivals und Literatur: Wir haben die besten Tipps und sagen Ihnen, was sich wirklich lohnt. Immer donnerstags. Immer persönlich. Immer kurz und knapp. Und immer direkt in Ihr Postfach. Natürlich kostenlos.Hier klicken und anmelden.
Bücherflohmarkt – Zentralbibliothek
Flohmarkt mit gespendeten Büchern und aussortierten Exemplaren (Bücher ab 1 €). Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11-17 Uhr Preis: kostenlos
Elphi – „5 Seasons“ – Hamburger Kammerballett
Ballettabend „5 Seasons“ als Uraufführung im Großen Saal. Ort & Uhrzeit:Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg · 16 Uhr o. 20 Uhr Preis: 10–119 €
Landgang Jamsession
Offene Jam-Session: erst Opener-Band, danach Bühne frei für alle Musikstile. Ort & Uhrzeit:Landgang Brauerei, Beerenweg 12, 22761 Hamburg · ab 18 Uhr Preis: kostenlos
Theater – „No Body”
Theaterabend von Mable Preach mit Popkultur- und Comic-Referenzen rund um Solidarität und Verantwortung. Ort & Uhrzeit:Thalia in der Gaußstraße, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg · 19 Uhr Preis: ab 28 € (erm. ab 11 €)
Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seiteund auf MOPOP.
Live-Musik – „Blues Road“
Livemusik-Abend mit Bluesrock/Rock/Blues in der Kneipe. Ort & Uhrzeit:Chattahoochee, Meiendorfer Straße 34, 22145 Hamburg · 20 Uhr Preis: kostenlos
Theater-Premiere – „The Boys Are Kissing“
Komödie über den Ausnahmezustand nach einem Kuss zweier Jungen auf dem Schulhof. Ort & Uhrzeit:Thalia Theater, Alstertor 1, 20095 Hamburg · 20 Uhr Preis: ab 34 € (erm. ab 17 €)
Neubaugebiete, Lückenbebauung und Aufstockungen: Hamburg baut neue Wohnungen, wo es nur geht. Eine weitere Möglichkeit wird von Genossenschaften und der SAGA immer häufiger genutzt: In der ganzen Stadt werden vermehrt alte Mietshäuser und ‑blocks abgerissen, um dann auf diesen Flächen neu und deutlich verdichteter zu bauen. Die MOPO zeigt, wo das bei der SAGA gerade passiert, was das für die Mieter und die zukünftigen Mietpreise bedeutet und welche Auswirkungen das auf die Nebenkosten haben kann.
Die SAGA hat in Horn (Culinstraße 8-12) soeben 51 öffentlich geförderte Wohnungen in einem Rotklinkerbau fertiggestellt. Auf dem Grundstück befanden sich zuvor 26 Wohnungen aus den 60er Jahren, die nicht barrierefrei waren und dringend energetisch hätten saniert werden müssen. „Wir konnten durch den Neubau die Anzahl der Wohnungen nahezu verdoppeln und die Wohnfläche sogar verdreifachen“, sagt SAGA-Sprecher Gunnar Gläser.
Zudem seien einige barrierefreie Wohnungen entstanden. Das hilft auch älteren Menschen, die so womöglich in ihrem Umfeld eine Wohnung finden und nicht umziehen müssen, wenn sie die Treppen nicht mehr steigen können.
SAGA reißt Mietshäuser aus den 60er Jahren ab
Nach Angaben der SAGA hat das sogenannte „Ersatzneubau-Programm“ mehrere Vorteile: Bei Abriss und Neubau entstehen mehr Wohnungen, es wird schonend mit dem Flächenverbrauch in der Stadt umgegangen, die Wohnqualität erhöht sich und der Energieverbrauch sinkt – was dem Geldbeutel der Mieter und auch der Umwelt zugute kommt.
Wann das städtische Wohnungsunternehmen lieber abreißt statt zu modernisieren? Das entscheidet sich nach einem internen Bewertungssystem. Faktoren sind dabei wirtschaftliche Aspekte, aber auch die Frage, ob sich auf einem Grundstück deutlich mehr Wohnraum schaffen lässt. Abgerissen wird nach Angaben der SAGA nur dann, wenn dadurch deutlich mehr Wohnungen entstehen. Allerdings ist der Abriss von Gebäuden unter Fachleuten durchaus umstritten, da dabei bestehende Bausubstanz verloren geht und durch Neubauten zusätzliche CO₂-Emissionen entstehen. SAGA-Sprecher Gläser verweist darauf, dass das Unternehmen bei seinen Berechnungen auch die sogenannte graue Energie berücksichtigt. Dabei werden die während Bau und Herstellung entstehenden CO₂-Emissionen erfasst.
Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung).cga czerner goettsch architekten
Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung).
Für die betroffenen Mieter in den Häusern ist der Abriss zunächst oft eine Schocknachricht. Bei der SAGA haben die Bewohner zwar immer ein Rückkehrrecht – allerdings müssen sie ja nun zunächst einmal aus- und umziehen. Und das meist für mehrere Jahre. Dabei können sie nicht unbedingt in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. „Die betroffenen Mietparteien erhalten aber stets für sie passenden Ersatzwohnraum im Bestand der SAGA, umfassende Unterstützung sowie Kostenübernahme bei den notwendigen Umzügen“, versichert Gläser.
Mieter befürchten nach Rückkehr viel höhere Mietkosten
Bei vielen Mietern kommt die Sorge hinzu, dass sie sich die neu gebauten Wohnungen dann später gar nicht leisten können, weil die Mieten viel höher sind als ihre bisherigen. Da gibt Gläser zunächst einmal zu bedenken, dass die SAGA fast ausschließlich geförderte Wohnungen „mit dauerhaft sozial verträglichen Mieten“ baut.
Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.Florian Quandt
Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.
Zudem verfügen die Neubauten über eine deutlich bessere Dämmung und modernere Heizsysteme als viele Gebäude aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Dadurch fallen die Energiekosten in der Regel niedriger aus. Nach Angaben der SAGA können die geringeren Nebenkosten einen Teil höherer Nettokaltmieten ausgleichen. Für die Mieter bedeutet das zugleich mehr Wohnkomfort in einem Neubau.
Am Jahnkeweg (Bramfeld) entstehen gerade 99 Wohnungen im ersten Förderweg. Dafür wurden zwei Gebäude mit 36 Wohnungen abgerissen. Ein weiteres aktuelles Beispiel für Ersatzneubau ist auch das Bauvorhaben am Friedrich-Ebert-Damm in Wandsbek. Die SAGA hat dort Ende März mit dem Abbruch der ersten beiden von insgesamt vier Gebäuden begonnen. In zwei Bauabschnitten werden dort 236 öffentlich geförderte Wohnungen (1. Förderweg), zwei Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen entstehen.
Beispiele für Ersatzneubau-Programme der vergangenen Jahre gibt es auch bereits: So sind laut SAGA rund 300 Neubauwohnungen an der Washingtonallee in Horn 2019 fertiggestellt worden. An der Denickestraße und am Thörlweg in Harburg sind 2018 mehr als 300 Wohnungen nach Abbruch von rund 170 nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur TU Hamburg entstanden.
JA! Hamburgs Tennis-Star Alexander Zverev ist ins Finale der French Open eingezogen und nur noch einen Sieg vom ersehnten ersten Grand-Slam-Titel entfernt. Der 29-Jährige gewann sein Halbfinale gegen den Tschechen Jakub Mensik (20) mit 7:5, 6:2, 3:6, 6:3 und könnte sich nun am Sonntag seinen großen Karriere-Traum erfüllen.Und seine Oma könnte ihren Enkel dann noch einmal kräftig feiern.
In seinem zweiten French-Open-Finale trifft der Hamburger auf Flavio Cobolli oder Matteo Arnaldi. Die beiden Italiener bestreiten im Anschluss auf dem Court Philippe Chatrier das zweite Halbfinale. Unabhängig vom Gegner ist Zverev der große Favorit im Titel-Duell. Der Weltranglistendritte hat im Turnierverlauf erst zwei Sätze abgegeben und dem Titeldruck auch gegen Mensik nervlich standgehalten.
Er habe gewusst, dass es „die schwierigste Herausforderung“ bisher im Turnier werden würde, sagte Zverev: „Ich habe es geschafft, habe gewonnen – ich bin glücklich.“ Und mit Blick aufs Finale ergänzte der Hamburger: ”Ich hoffe, ich spiele am Sonntag ein weiteres großartiges Match.“
French Open: Zverev stürmt gegen Mensik ins Finale
Seine drei vorherigen Finals auf der Grand-Slam-Bühne hatte Zverev alle verloren: 2020 bei den US Open fehlten ihm gegen seinen österreichischen Kumpel Dominic Thiem zwei Punkte zum Sieg. 2024 in Paris musste er sich im Fünfsatzkrimi dem Spanier Carlos Alcaraz geschlagen geben. Und im Vorjahr war er bei den Australian Open gegen den Italiener Jannik Sinner chancenlos. Sinner ist früh in Paris gescheitert, Alcaraz ging verletzt erst gar nicht an den Start.
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverevimago/Hasenkopf
Oma Natalia beim Halbfinale der French Open von Alexander Zverev
Zverev hatte im Turnierverlauf vier Stunden weniger auf dem Platz gestanden als sein Halbfinalgegner, der zudem mit Krämpfen zu kämpfen hatte – sogar in einer Pressekonferenz. „20 Jahre jung, zwei Tage frei – der wird fit sein wie ein Turnschuh“, hatte Eurosport-Experte Boris Becker vor dem ersten Aufschlag prophezeit.
Zverev verwandelt direkt den ersten Matchball
Doch Mensik agierte deutlich weniger druckvoll als noch bei seinem Viertelfinalsieg gegen João Fonseca, außerdem unterliefen ihm viele leichte Fehler. Die Nervosität über das erste Grand-Slam-Halbfinale seiner Karriere war ihm deutlich anzumerken – und der deutlich erfahrenere Zverev schlug daraus eiskalt Kapital.
Im dritten Satz brauchte der Tscheche eine medizinische Auszeit, in der er im Nacken- und Schulterbereich behandelt wurde. Mensik war danach besser im Spiel, nahm Zverev den Aufschlag zum 4:2 ab und schöpfte nach dem Gewinn des dritten Durchgangs neue Hoffnung. Doch die nahm ihm Zverev mit dem Break zum 2:0 im vierten Satz schnell wieder. Nach rund drei Stunden beendete der Olympiasieger von 2021 die Partie mit seinem ersten Matchball. Und Oma Natalia im Publikum konnte erneut kräftig jubeln.
Stau-Chaos auf der A7: Nach einem schweren Verkehrsunfall geht seit Freitagmorgen in Richtung Hamburg nichts mehr.
Nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Lastwagen ist die Autobahn 7 am Walsroder Dreieck in Fahrtrichtung Hamburg weiterhin voll gesperrt. Zwei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten werden nach derzeitigem Stand bis in die späten Abendstunden andauern. Der Verkehr wird an der Anschlussstelle Westenholz abgeleitet, wie die Polizei weiter mitteilte. Die Fahrzeuge stauen sich auf mehreren Kilometern. In Fahrtrichtung Hannover ist aktuell der linke Fahrstreifen gesperrt.
Reifenplatzer vermutlich Ursache für den Unfall
Nach bisherigen Erkenntnissen platzte am Freitagmorgen ein Reifen an einem Lastwagen, der 50 Jahre alte Fahrer stoppte auf dem Seitenstreifen. Ein nachfolgender 52 Jahre alter Sattelzugfahrer prallte mit seinem Fahrzeug aus bislang ungeklärter Ursache auf den stehenden Lkw. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Sattelzug gegen die Mittelschutzplanke geschleudert. Dabei durchschlugen die geladenen Rohre eine Wand des Containers und ragten danach auf den linken Fahrstreifen der Gegenfahrbahn in Richtung Hannover.
Der 50 Jahre alte Fahrer wurde leicht verletzt, der 52 Jahre alte Sattelzugfahrer erlitt schwere Verletzungen. Beide wurden mit Rettungswagen in Krankenhäuser gebracht. (dpa/mp)
Gemeinsam auf kurvigen Landstraßen unterwegs sein – für viele Motorradfahrer gehört das zum perfekten Wochenende. Doch gerade bei Gruppenausfahrten lauern Risiken. Der TÜV Süd erklärt, worauf Biker achten sollten, damit Sicherheit und Fahrspaß nicht auf der Strecke bleiben.
Motorradtouren mit Freunden machen vielen Bikerinnen und Bikern besonders viel Spaß. Wer gemeinsam unterwegs ist, profitiert vom Austausch, von der gemeinsamen Streckenplanung und vom Erlebnis auf zwei Rädern.
Doch Ausfahrten in der Gruppe bringen auch Herausforderungen mit sich. Vor allem unterschiedliche Fahrniveaus können zum Problem werden. „Niemand sollte sich von schnelleren Fahrern mitziehen lassen oder versuchen, Manöver zu kopieren, die er nicht sicher beherrscht“, warnt Alexander Busch vom TÜV Süd.
Motorradtour mit Freunden: Route vorher gemeinsam planen
Schon vor dem Start empfiehlt der TÜV Süd einen gemeinsamen Streckencheck. Dabei sollten die Teilnehmer die Route besprechen und festlegen, wo Tankstopps und Pausen stattfinden.
Außerdem können mögliche Gefahrenstellen entlang der Strecke thematisiert werden. Dazu zählen etwa enge Kurven oder Straßenabschnitte in schlechtem Zustand.
Kommunikation früh festlegen
Damit unterwegs keine Missverständnisse entstehen, sollten Kommunikationswege bereits vor der Abfahrt geklärt werden. Wichtige Fragen sind dabei: Was passiert, wenn jemand den Anschluss verliert? Welche Signale werden bei einer Panne oder einem Tourabbruch genutzt?
Laut TÜV Süd eignen sich dafür beispielsweise Licht- oder Hupsignale. Diese können innerhalb der Gruppe weitergegeben werden, bis die vorausfahrende Person reagieren kann. Zusätzlich empfiehlt sich der Austausch der Handynummern. Besonders komfortabel ist die Kommunikation über ein Intercom-System. Idealerweise sollte dieses meshfähig sein und alle Fahrerinnen und Fahrer miteinander verbinden.
Handzeichen für Gefahren vereinbaren
Auch Handzeichen können die Verständigung während der Fahrt erleichtern. Sie helfen dabei, andere Gruppenmitglieder frühzeitig auf Gefahren aufmerksam zu machen. Dazu gehören beispielsweise Ölspuren, Schotter oder Hindernisse auf der Fahrbahn. Wichtig ist, dass alle Teilnehmer die vereinbarten Zeichen kennen.
Zu große Gruppen erschweren allerdings die Kommunikation. Deshalb rät der TÜV Süd, Gruppen mit mehr als acht bis zehn Motorrädern aufzuteilen. Gemeinsame Treffpunkte sorgen dennoch dafür, dass niemand auf das Gruppenerlebnis verzichten muss.
Kettenverantwortung sorgt für Zusammenhalt
Bewährt hat sich laut TÜV Süd außerdem das Prinzip der sogenannten „Kettenverantwortung“. Dabei achtet jede Fahrerin und jeder Fahrer auf die nachfolgende Person. Vergrößert sich der Abstand zu stark oder verliert jemand den Anschluss, wird das Tempo reduziert, bis die Gruppe wieder zusammen ist.
Auch die Reihenfolge innerhalb der Gruppe sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Der TÜV Süd empfiehlt, erfahrene Fahrerinnen und Fahrer an die Spitze sowie ans Ende der Gruppe zu setzen. Weniger erfahrene Teilnehmer sollten weiter vorn fahren, allerdings nicht direkt hinter der führenden Person.
Geschwindigkeit, Etappenlänge und Fahrtdauer sollten sich stets am Können der unerfahrensten Teilnehmer orientieren. So können alle entspannt unterwegs sein und die Tour genießen. Am Ende gilt dennoch: Keine Planung ersetzt die Einschätzung der aktuellen Situation. Der Rat des TÜV Süd lautet deshalb, „maßvoll und situationsabhängig“ zu fahren. (dpa/vd)
Der MDR im Osten Deutschlands will aus Kostengründen drei Jahre lang auf seine beiden Sonntagskrimis „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ verzichten. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat bislang keine entsprechenden Pläne.
„Beim NDR sind aktuell keine Einsparungen in den Bereichen Doku, Spielfilme, Serien, Unterhaltungs- und Quizshows geplant“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
NDR produziert drei „Tatort“-Reihen und einen „Polizeiruf 110“
Im Sendegebiet des NDR laufen drei „Tatort“-Reihen: Hannover mit Maria Furtwängler, der Hamburger Bundespolizei-„Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring und Denis Moschitto und der Kieler „Tatort“ mit Almila Bagriacik und Karoline Schuch. Dazu kommt der Rostocker „Polizeiruf 110“ mit Anneke Kim Sarnau und Lina Beckmann.
Wegen einer angespannten finanziellen Lage will der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die Produktion neuer Folgen der beiden Krimireihen zunächst aussetzen. Als Grund für die Kürzungen nennt der MDR vor allem die bislang nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit Anfang 2025. Bereits fertiggestellte oder vertraglich vereinbarte Produktionen sollen in den kommenden Jahren dennoch ausgestrahlt werden. (dpa/mp)
Beim Olympia-Referendum haben die Bewohner des Bezirks Harburgs geschlossen gegen eine Bewerbung gestimmt. In keinem anderen Hamburger Bezirk waren die Gegner des Senatsvorstoßes in jedem einzelnen Stadtteil in der Mehrheit. MOPO-Chefredakteur Maik Koltermann wohnt selbst südlich der Elbe und hat eine Idee, woran das liegen könnte …
Am Montag nach dem Olympia-Referendum sprach der Bürgermeister auf einer Pressekonferenz auf Nachfrage über die Harburger. Dort fühle man sich ja öfter mal „nicht genug beachtet“, die Zahlen des Statistikamts aber würden eine andere Sprache sprechen.
Hach ja, so sind sie halt, die Harburger. Immer ein wenig jammerig und bockig.
Ernst genommen fühlt man sich als Harburger da nicht
Nun wohne ich erst seit 15 Jahren im Bezirk Harburg und kann über die historischen Traumata, die aus dem 1937 von den Nazis initiierten Anschluss der einstigen preußischen Industriestadt an „Groß-Hamburg“ entsprungen sein mögen, nicht viel sagen. Aber die Gemütslage, die der Bürgermeister da beschreibt, die kann ich schon nachvollziehen. Und wenn die so lapidar abgetan wird, das ärgert mich.
Ich selbst habe für Olympia gestimmt. Aber ich kann gut verstehen, dass Harburg als einziger Bezirk eine Bewerbung geschlossen abgelehnt hat – in keinem Stadtteil gab es hier eine Mehrheit.
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Harburg ist ein vielfältiger Bezirk. Hoher Migrationsanteil. Ein paar Villen, aber viele Hochhausburgen. Viel Armut und Kriminalität. Aber auch große Parks mit uralten Bäumen und Neubaugebiete am Stadtrand, gefüllt mit Ex-Ottensenern, die Kinder bekommen haben und einen Garten wollten.
Gemein dürfte allen Harburgern das Gefühl sein, dass hier mehr als „normal“ hingenommen wird als anderswo. Wie konnte die Gewalt rund ums Phoenix-Viertel über Jahre wachsen, bevor sich die Stadt zu einem beherzten Einschreiten durchrang? Warum wird an der Sanierung des Midsommerland-Bads seit Ewigkeiten herumgehönkelt? Na ja, Harburg halt.
Die Verkehrsanbindung an den Rest von Hamburg? Eine Qual
Sich mit seinen Sorgen eher belächelt zu fühlen, das schmerzt natürlich besonders, wenn man gerade in einer Notlage ist. Neulich war die S-Bahn von Neugraben in die Innenstadt über zwei Wochen für Sanierungsarbeiten gesperrt, der Ersatzverkehr war eine Katastrophe. Von den ständigen Ausfällen der Linie wollen wir hier gar nicht sprechen. Planungen für eine Verlängerung der U4? Kein Geld, im Norden wird ja die U5 quer durch die Stadt getrieben. Und Autofahrer werden hier dank permanenter Elbtunnel- und Elbbrücken-Sperrungen zu Meistern der Frustrationstoleranz erzogen.
Die Harburger haben auch Tausende Geflüchtete aufgenommen, in teils riesigen Unterkünften. Man hatte damals fest zugesagt, die jetzt zu schließen. Geht nicht, hieß es dann. Wir machen doch länger.
Andere haben Anwälte und Kontakte – Harburg hat keine Lobby
Die Harburger wollen helfen. Aber dass man es in Harvestehude und Blankenese für unzumutbar hält, nur eine Handvoll Geflüchtete aufzunehmen, wurde hier genau registriert. Und auch, wie die wohlhabenden Anwohner ihre Interessen dort knallhart durchsetzen konnten.
Haben Sie übrigens gesehen, welche spektakulären Planungen das Olympia-Konzept für Harburg vorgesehen hatte? Ich auch nicht. Schon bemerkenswert: keine einzige Idee für den Süden.
Aber als Gäste hätten wir schon kommen dürfen, vermute ich. Wenn der Verkehr es zulässt, zumindest.
Kurz vor dem Start der WM hat die Nationalmannschaft von Norwegen mit einem außergewöhnlichen Mannschaftsbild für Gesprächsstoff gesorgt. Die Spieler um Superstar Erling Haaland präsentierten sich nicht in Trainingskleidung oder Anzügen, sondern in aufwendig gestalteten Wikinger-Outfits. Das Foto wurde vor einer Kulisse mit traditionellen Langbooten aufgenommen und verbreitete sich innerhalb kürzester Zeit in den sozialen Medien.
Die Idee hinter dem ungewöhnlichen Shooting war es, die enge Verbindung des Landes zu seiner Geschichte hervorzuheben. Statt eines klassischen Teamfotos setzte der Norwegen-Verband auf eine Inszenierung, die sofort ins Auge fällt und die Besonderheiten des Landes in den Mittelpunkt stellt. Haaland und Co. als Wikinger? Das macht den WM-Gegnern sicher Angst!
Nach Angaben des Verbandes standen bei der Aktion nicht historische Klischees im Vordergrund, sondern Eigenschaften wie Zusammenhalt, Mut und Gemeinschaftsgefühl. Werte, mit denen sich die Mannschaft um Haaland auf dem Weg zur Weltmeisterschaft identifizieren möchte.
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Für die Umsetzung wurde die Kulisse eigens vorbereitet. Haaland und Co. schlüpften in detailreiche Kostüme, während historische Boote und weitere Requisiten für die passende Atmosphäre sorgten. Das Ergebnis wirkt wie eine Szene aus einem Kinofilm und unterscheidet sich deutlich von den sonst üblichen Mannschaftsfotos vor großen Turnieren. Es erinnerte eher an die Erfolgsserie „Vikings“.
Für Norwegen ist die WM ohnehin ein besonderes Ereignis. Erstmals seit fast drei Jahrzehnten ist die Auswahl wieder bei einer Endrunde vertreten. Mit Spielern wie Haaland und Martin Ødegaard reist das Team mit hohen Erwartungen nach Nordamerika und hat bereits vor dem ersten Anpfiff einen der auffälligsten Auftritte des Turniers hingelegt. (ggg)
Die Deutsche Bahn schickt einen besonderen ICE auf die Strecke: Der Zug trägt künftig den Namen „Knuffingen”– was das mit dem Miniatur Wunderland zu tun hat.
Die Deutsche Bahn hat einen ICE 4 zum 25-jährigen Bestehen der Modellbahnausstellung auf den Namen „Knuffingen” getauft. Der Zug soll künftig mit einem Jubiläumsdesign durch Deutschland sowie die Schweiz fahren. Die Taufe fand am Freitag am Bahnhof Hamburg-Altona statt.
Frederik (l.) und Gerrit Braun vom Miniatur Wunderland. Die Hamburger Modellbahn-Austellung feiert Jubiläum – und als Geschenk trägt ein ICE nun den Namen „Knuffingen“picture alliance/dpa/Ulrich Perrey
Frederik (l.) und Gerrit Braun vom Miniatur Wunderland. Die Hamburger Modellbahn-Austellung feiert Jubiläum – und als Geschenk trägt ein ICE nun den Namen „Knuffingen“
Chef vom Miniatur Wunderland: „Ein Traum“
Der ICE erhielt ein Sonderdesign mit Figuren aus der Modellbahnwelt. „Das ist ein Märchen, was hier heute passiert”, sagte Wunderland-Mitgründer Frederik Braun bei der Zugtaufe. Er und sein Bruder seien für die Ehrung „wahnsinnig dankbar”.
Die Wunderland-Chefs am neuen ICE. picture alliance/dpa/Ulrich Perrey
Die Wunderland-Chefs am neuen ICE.
„Knuffingen” ist die fiktive Hauptstadt im Miniatur Wunderland.
Das Museum in der Hamburger Speicherstadt gilt als die größte Modelleisenbahn der Welt und zählt laut eigenen Angaben zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. (dpa/mp)
Hamburg liebt sein Wasser. Alster, Elbe und Fleete prägen die Stadt wie kaum etwas anderes. Doch so nah das Wasser oft ist: Meist bleibt es Kulisse. Man schaut darauf, spaziert daran entlang oder sitzt am Ufer. Als Lebensraum wird es dagegen bislang nur selten genutzt. Genau darüber will die Ausstellung „Rauf aufs Wasser!“ eine Diskussion anstoßen.
Noch bis zum 17. Juli steht auf der Alsterwiese am Schwanenwik ein temporärer Pavillon des Architekturbüros Störmer Murphy and Partners. Die Ausstellung zeigt Ideen, wie Hamburg seine Wasserflächen künftig stärker nutzen könnte.
In Hamburg mit dem Wasser leben – statt am Wasser
Manche Entwürfe gehen weit über das hinaus, was heute in Hamburg vorstellbar ist – etwa die Idee, Wege über die Alster zu führen. Das Architekturbüro beschreibt seine Entwürfe als Bilder einer Stadt, die „nicht gegen das Wasser baut, sondern mit ihm“. Konkret geht es um Fragen, die Hamburg ohnehin beschäftigen: Hitze, Starkregen und der Umgang mit knappen Flächen.
Zwei Beispiele zeigen das: Auf dem Rathausmarkt soll eine Wasserfläche mit Nebel und Licht an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, ohne den Platz dauerhaft zu blockieren. Über den Alsterarkaden ist ein begehbares Gründach geplant, das Regenwasser speichern und zugleich neuen Aufenthaltsraum schaffen könnte. Die Entwürfe bleiben Visionen – sie zeigen aber, welche Rolle Wasser und Grün künftig in der Innenstadt spielen könnten.
Einige der Ideen wirken futuristisch, andere könnten tatsächlich eines Tages Realität werden. Die Bandbreite reicht von schwimmenden Gärten und Hausbooten bis zu neuen Badeorten und Wasserwegen in der Innenstadt.
Störmer Murphy and PartnersTidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
Tidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersWasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
Wasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersHayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
Hayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFlusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
Flusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBillegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
Billegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBillebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Billebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersKlimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
Klimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersSchwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
Schwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBlaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
Blaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
„Rauf aufs Wasser!“ will zeigen, wie Hamburg seine Wasserflächen anders nutzen könnte: nicht nur als Kulisse, sondern als Raum für Wege, Treffpunkte, Grün und neue Ideen für die Stadt.
Pavillon aus wiederverwendeten Materialien
Auch der Pavillon selbst soll nachhaltig sein. Er besteht überwiegend aus Rest- und Überschussmaterialien. Die Fassadenplatten aus Faserzement stammen aus einer alten Farbcharge und können später wiederverwendet oder recycelt werden.
Ob daraus irgendwann mehr wird als eine Ausstellung, bleibt offen. Klar ist aber: „Rauf aufs Wasser!“ stellt die Frage, wie Hamburg künftig stärker mit seinem Wasser leben könnte – und nicht nur daneben.
Der Sommer ist in Hamburg angekommen – und mit ihm die Saison der Straßenfeste, Festivals und Open-Air-Veranstaltungen. Überall in der Stadt wird gefeiert: mit Musik, Kultur, Kulinarik und maritimen Highlights. Mal laut und bunt, mal entspannt und familiär, mal mitten in der City, mal direkt am Wasser. Wer 2026 etwas erleben möchte, hat reichlich Auswahl. Wir haben die wichtigsten Veranstaltungen des Jahres chronologisch zusammengestellt.
Veranstaltungen im Juni:
Harburger Binnenhafenfest
Im Süden Hamburgs geht es dann vom 5. bis 7. Juni 2026 beim Harburger Binnenhafenfest rund um den Binnenhafen maritim weiter. Das Fest hat nicht ganz die Wucht des Hafengeburtstags, aber genau das macht es für viele angenehm: etwas entspannter, etwas weniger Gedränge, aber trotzdem mit Schiffen, Wasser, Bühnenprogramm und reichlich Atmosphäre. Dazu kommen Open Ships, Schiffsparaden und Angebote für Familien, die aus dem Wochenende mehr machen als nur einen kurzen Spaziergang am Hafenrand. Wer Lust auf Hafenflair hat, ohne gleich mitten im größten Besuchertrubel der Stadt zu landen, ist hier gut aufgehoben.
Altonale
Eines der größten Kulturfestivals Hamburgs startet dann am 12. Juni 2026: Bis zum 21. Juni 2026 wird bei der Altonale in Altona der ganze Stadtteil zur Bühne. Musik, Theater, Film, Kunst, Literatur und Street Art verteilen sich nicht einfach auf ein Gelände, sondern ziehen sich durch Straßen, Plätze und Häuser – und genau deshalb fühlt sich dieses Festival so lebendig an.
Mehr als 100 Veranstaltungen gibt's bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild). Thomas Panzau
Mehr als 100 Veranstaltungen gibt’s bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild).
Die altonale ist weniger ein einzelnes Fest als ein Zustand, in dem Altona für ein paar Tage noch ein bisschen voller, kreativer und offener wirkt als ohnehin schon. Wer Lust hat, sich treiben zu lassen und eher zufällig an guten Programmpunkten vorbeizukommen, dürfte hier ziemlich glücklich werden.
Uhlenfest
Am 13. und 14. Juni 2026 wird es dann beim Uhlenfest auf dem Hofweg und in der Papenhuder Straße sommerlich und nachbarschaftlich. Das Fest ist nicht auf maximale Eskalation aus, sondern auf genau die Art von Wochenende, an dem man in Ruhe über eine bunte Meile schlendert, hier etwas isst, dort kurz stehen bleibt und zwischendurch Musik hört. Gerade diese entspannte Mischung macht den Charme des Uhlenfests aus. Es passt gut in die Gegend und wirkt wie ein Stadtteil, der einfach beschlossen hat, sich für zwei Tage von seiner angenehmeren Seite zu zeigen.
STAMP Festival
Fast parallel dazu verwandelt das STAMP Festival vom 19. bis 21. Juni 2026 in Altona den öffentlichen Raum in eine große Bühne für Urban Art, Tanz und Artistik. Anders als bei vielen anderen Sommerveranstaltungen geht es hier weniger um klassische Festmeile und mehr um Performance, Überraschung und künstlerische Formate, die direkt auf Straßen und Plätzen stattfinden.
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild)picture alliance / Bodo Marks/dpa | Bodo Marks
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild)
Man läuft also nicht bloß von Stand zu Stand, sondern gerät plötzlich in Aufführungen, bleibt an Performances hängen und schaut Dingen zu, die man so im Alltag eher nicht mitten in Altona erwartet. Genau das macht STAMP zu einem der spannendsten Termine im Hamburger Frühsommer.
Vierländer Erdbeerfest
Wer es etwas ländlicher und traditionsbewusster mag, dürfte am 20. und 21. Juni 2026 beim Vierländer Erdbeerfest am Rieck Haus gut aufgehoben sein. Dort geht es nicht um Großstadttrubel, sondern um Trachtentanz, Kunsthandwerk, regionale Traditionen und natürlich alles, was man mit Erdbeeren sinnvoll anstellen kann. Das Fest fühlt sich ein wenig an wie ein kurzer Ausflug aus dem urbanen Hamburg heraus, obwohl man die Stadt gar nicht wirklich verlassen hat. Gerade diese andere, ruhigere Stimmung macht den Reiz aus – besonders für alle, die im Juni mal etwas anderes suchen als Bühne, Bierstand und Gedränge.
Veranstaltungen im Juli:
Schlagermove
Richtig bunt, laut und komplett schamfrei wird es dann am 3. und 4. Juli 2026, wenn der Schlagermove rund um St. Pauli und die Innenstadt wieder durch Hamburg zieht. Perücken, Glitzer, Sonnenbrillen, Musiktrucks und eine Menge Menschen, die sich mit erstaunlicher Hingabe dem deutschen Schlager verschrieben haben, machen das Event zu einem der eigenwilligsten Großtermine des Sommers.
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild).Christian Charisius/dpa
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild).
Man muss das musikalisch nicht mal alles lieben, um den Unterhaltungswert zu erkennen – allein schon beim Zuschauen passiert genug. Für Fans ist es Kult, für andere immerhin ein Spektakel, an dem man kaum vorbeikommt.
Tibarg Fest
Direkt danach, am 4. und 5. Juli 2026, feiert Niendorf auf dem Tibarg wieder sein Stadtteilfest. Das Tibarg Fest ist klassischer, familiärer und deutlich weniger exzessiv als der Schlagermove, gerade das macht es aber sympathisch. Musik, Flohmarkt und Aktionen für Groß und Klein sorgen für ein Wochenende, das sich nicht wie Eventmaschine, sondern eher wie ein gut besuchtes Nachbarschaftsfest anfühlt. Wer ohne große Erwartungen hingeht, bleibt oft länger als gedacht – einfach, weil die Stimmung angenehm unkompliziert ist.
Bergedorfer Stadtfest
Im Osten der Stadt folgt dann vom 10. bis 12. Juli 2026 das Bergedorfer Stadtfest in der Bergedorfer Innenstadt. Für ein paar Tage wird das Zentrum dort zur großen Festmeile mit Bühnen, Marktständen, Livemusik und kulinarischem Programm. Bergedorf zeigt dann ziemlich eindrucksvoll, dass es innerhalb Hamburgs noch einmal wie ein eigener kleiner Kosmos funktioniert. Das Fest ist groß genug, um auch Besucher von außerhalb anzuziehen, bleibt aber stark im Stadtteil verankert. Genau diese Mischung macht es zu einem der wichtigeren Sommertermine jenseits der Hamburger Innenstadt.
Spielbudenfestival
Vom 24. bis 26. Juli 2026 wird es dann wieder sehr typisch St. Pauli: Beim Spielbudenfestival auf dem Spielbudenplatz lebt die alte Unterhaltungstradition des Ortes in moderner Form wieder auf. Künstlerinnen und Künstler, Buden, Shows und ein buntes Programm sorgen dafür, dass die Reeperbahn-Ecke für ein Wochenende noch etwas theatralischer und verspielter wirkt als sonst.
Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt.picture alliance/dpa/Christian Charisius
Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt.
Das Ganze passt ziemlich perfekt an diesen Ort, weil es von seiner Mischung aus Kiez, Nostalgie und Live-Event lebt. Wer Hamburg gern in seiner etwas schillernderen Version mag, dürfte hier richtig sein.
Hamburger DOM – Sommerdom
Ebenfalls am 24. Juli 2026 startet auf dem Heiligengeistfeld der Sommerdom, der dann bis zum 30. August 2026 läuft. Klar, ein klassisches Straßenfest ist das nicht – aber als große Hamburger Freiluftveranstaltung gehört er natürlich trotzdem in jede Jahresübersicht.
Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an.picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an.
Zwischen Fahrgeschäften, Schmalzkuchen, gebrannten Mandeln und ein bisschen Jahrmarkt-Nostalgie funktioniert der DOM seit Generationen ziemlich zuverlässig. Manche kommen für die wilden Fahrten, andere eher für einen Abendspaziergang mit Snacks und Lichtern. Gerade im Sommer hat das Ganze aber noch einmal einen eigenen Reiz, weil man die typische DOM-Stimmung perfekt mit milden Abenden verbinden kann.
Hamburg Pride Week
Nur einen Tag später, am 25. Juli 2026, beginnt die Hamburg Pride Week, die bis zum 2. August 2026 an verschiedenen Orten der Stadt läuft. Höhepunkte sind wie immer das CSD-Straßenfest und die große Demonstration, die Hamburg für einige Tage sichtbar bunter, politischer und zugleich ausgelassener machen.
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week.picture alliance/dpa/Georg Wendt
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week.
Die Pride Week ist eben nicht nur Party, sondern immer auch Zeichen, Haltung und Öffentlichkeit. Gerade diese Verbindung sorgt dafür, dass die Stimmung zwar feierlich, aber nie beliebig wirkt. Es ist eine jener Veranstaltungsreihen, bei denen man merkt, wie stark ein Fest auch gesellschaftlich aufgeladen sein kann.
Veranstaltungen im August:
Veganes Straßenfest
Am 8. und 9. August 2026 wird der Spielbudenplatz dann zum Treffpunkt für alle, die Lust auf pflanzliche Küche, sommerliche Atmosphäre und ein etwas anderes Straßenfest haben. Beim Veganen Straßenfest geht es natürlich ums Essen, aber nicht nur: Viele Besucher kommen auch, um Neues auszuprobieren, sich inspirieren zu lassen oder einfach einen entspannten Nachmittag zwischen Food-Ständen und Open-Air-Stimmung zu verbringen.
Das Event wirkt deutlich lockerer, als der Titel vielleicht vermuten lässt, und spricht längst nicht nur Leute an, die ohnehin vegan leben. Wer gern probiert und durch die Stadt schlendert, dürfte hier ziemlich schnell fündig werden.
Eppendorfer Achtel
Genuss statt Großtrubel ist dann vom 14. bis 16. August 2026 beim Eppendorfer Achtel in Eppendorf angesagt. Das Wein- und Genussfest setzt auf entspannte spätsommerliche Stimmung, klirrende Gläser, gute Gespräche und ein Publikum, das es eher gemütlich als eskalativ mag. Gerade abends entwickelt das Fest seinen Reiz, wenn Musik, Essen und Wein in dieser typischen Open-Air-Gelassenheit zusammenkommen. Wer im August nicht schon wieder auf das nächste Riesenfestival will, sondern eher Lust auf einen netten Abend mit Atmosphäre hat, ist hier ziemlich gut aufgehoben.
Winzerfest St. Pauli
Nur wenige Tage später, vom 20. bis 23. August 2026, wird auf dem Spielbudenplatz beim Winzerfest St. Pauli weiterprobiert und angestoßen. Die Veranstaltung verbindet Wein, Kulinarik und Musik mit einer Lage, die man sonst eher mit langen Nächten und deutlich lauteren Formaten verbindet.
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.hfr
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.
Gerade deshalb funktioniert das Fest so gut: Es gibt St. Pauli-Flair, aber in einer etwas ruhigeren, beinahe mediterranen Variante. Wer einen Sommerabend in geselliger Atmosphäre verbringen will, bekommt hier dafür die ziemlich passende Kulisse geliefert.
Afrikafestival Hamburg Alafia
Zum Monatsende, vom 28. bis 30. August 2026, lädt dann das Afrikafestival Alafia in Altona zu einem der farbigsten und musikalisch lebendigsten Sommertermine der Stadt. Seit mehr als 20 Jahren kommen hier Live-Musik, Markt, Tanz und kultureller Austausch zusammen. Das Festival hat eine klare eigene Handschrift und hebt sich gerade deshalb von vielen beliebigen Stadtteilfesten ab. Man merkt schnell, dass hier nicht einfach nur Programm abgewickelt wird, sondern dass Musik, Begegnung und Atmosphäre tatsächlich den Kern ausmachen.
Veranstaltungen im September:
Volksdorfer Stadtteilfest
Nach dem Sommer startet der September dann vom 4. bis 6. September 2026 mit dem Volksdorfer Stadtteilfest in Volksdorf. Live-Musik, Familienprogramm, gastronomische Angebote und Mitmachaktionen sorgen dafür, dass sich das Fest angenehm klassisch anfühlt – also genau so, wie ein gut besuchtes Stadtteilfest eben sein sollte. Es ist groß genug, damit etwas los ist, aber nicht so überdreht, dass man sofort wieder weg möchte. Gerade für Familien oder alle, die den Hamburger Norden ohnehin mögen, ist das ein ziemlich verlässlicher Termin.
Bauernmarkt mit Weinfest in Niendorf
Zum Spätsommer gehört dann auch noch der Bauernmarkt mit Weinfest auf dem Tibarg in Niendorf, der vom 25. bis 27. September 2026 stattfindet. Pünktlich zur Erntezeit wird dort gebummelt, probiert und eingekauft, während regionale Produkte, Wein und herbstliche Stimmung den Ton angeben. Das Fest ist weniger laut als viele Sommerveranstaltungen, hat aber gerade deshalb seinen Reiz. Wer Ende September noch einmal draußen unterwegs sein will, ohne gleich in den ganz großen Trubel zu geraten, findet hier einen angenehm bodenständigen Termin.
Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit:
Winterdom
Zum Jahresende verschiebt sich das Hamburger Freiluftleben dann wieder aufs Heiligengeistfeld, wo vom 6. November bis 6. Dezember 2026 der Winterdom stattfindet. Zwischen Lichtern, Fahrgeschäften und heißen Getränken bekommt der DOM in der kalten Jahreszeit noch einmal einen ganz eigenen Charakter.
Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der NikolausHamburger DOM
Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der Nikolaus
Vieles wirkt abends ein bisschen nostalgischer, ein bisschen gemütlicher und gleichzeitig natürlich weiter schön schrill. Gerade diese Mischung macht den Winterdom so verlässlich: Man weiß ziemlich genau, was einen erwartet – und geht oft genau deshalb hin.
Weihnachtsmärkte in Hamburg
Und wenn sich das Jahr langsam schließt, übernehmen schließlich die Weihnachtsmärkte in Hamburg, die sich ab November und durch den Dezember 2026 über die ganze Stadt verteilen – vom Rathausmarkt über den Jungfernstieg bis in viele Stadtteile. Glühwein, Kunsthandwerk, Lichter und die üblichen winterlichen Klassiker sorgen dafür, dass der Veranstaltungskalender in Hamburg eben nicht mit dem Sommer endet.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt.imago/Panthermedia
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt.
Mal touristisch und groß, mal klein und gemütlich, mal eher klassisch, mal etwas verspielter: Die Märkte funktionieren fast wie ein eigener Festmonat zum Jahresabschluss. Wer 2026 also wirklich jede Saison mitnehmen will, kommt am Ende auch daran nicht vorbei.