Der internationale Γlpreis ist in den letzten drei Jahren um gut 27 Prozent gefallen und liegt aktuell bei nur noch 59 Dollar pro Barrel. FΓΌr die Industrie und die BΓΌrger wΓ€re das eigentlich ein Grund zur Freude, denn sinkende Rohstoffpreise sollten logischerweise zu gΓΌnstigerem Sprit an den ZapfsΓ€ulen fΓΌhren.
WΓ€re da allerdings nicht unsere Regierung: Statt die Preise fallen zu lassen, greift der Staat ΓΌber die COβ-Bepreisung massiv ein. Im Jahr 2026 steigt der Preis fΓΌr Emissionszertifikate in einen Korridor von 55 bis 65 Euro pro Tonne COβ. Das treibt die Heiz- und Treibstoffkosten unaufhΓΆrlich nach oben. WΓ€hrend die COβ-Abgabe auf Diesel 2024 bei ca. 14,2 Cent/Liter lag, stieg sie 2025 bereits auf 15β19 Cent. FΓΌr 2026 mΓΌssen wir nun mit einer Belastung von bis zu 20,7 Cent pro Liter rechnen.
Anstatt die BΓΌrger in wirtschaftlich angespannten Zeiten zu entlasten, wird der Preisdruck genau dort erhΓΆht, wo es am meisten schmerzt: bei den Pendlern und der Industrie. Es wΓ€re ein Leichtes, diese steuerliche Belastung zu streichen oder auszusetzen. Dies wΓΌrde nicht nur Autofahrer entlasten, sondern auch die Kosten fΓΌr Verkehrsbetriebe und Dienstleister senken β wovon am Ende auch Menschen profitieren wΓΌrden, die gar kein eigenes Auto besitzen. Doch egal, wie viele rationale Argumente man vorbringt: Bei der aktuellen Regierung scheint ein Kurswechsel leider nicht in Sicht.
