Kaum sind die letzten Baulücken im schönen Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook (1250 Wohneinheiten) geschlossen worden, geht es gegenüber auf der anderen Seite der Cuxhavener Straße weiter mit dem noch viel größeren Baugebiet Fischbeker Reethen, mit Platz für Tausende Bewohner, Gewerbe, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, einer Schule – und einem künstlichen See. Die Stadt verspricht: Die Hälfte der 2300 Wohnungen wird günstige Mieten haben – und es gibt sogar freistehende Einfamilienhäuser. Erstaunlich: Wenn alles bebaut ist, merkt niemand mehr, ob er gerade in Hamburg oder in Niedersachsen ist.
Hamburgs größtes neues Baugebiet entsteht in Neugraben-Fischbek zwar ganz am Stadtrand Richtung Neu Wulmstorf, wird aber zugleich als sehr urbanes Viertel geplant. Das heißt, das Quartier wird sehr eng bebaut mit Geschosswohnungen und es gibt nur wenige Parkplätze, denn die S-Bahn Fischbek ist nicht weit und die 7000 bis 10.000 neuen Bewohner plus die dort arbeitenden Menschen sollen möglichst Bahn und Fahrrad fahren.
Oder sie verlassen das neue Stadtquartier erst gar nicht. Denn vor Ort wird es auch Läden für die Nahversorgung geben, außerdem einen sehr großen Gewerberiegel entlang der Bahnstrecke, der etwa ein Drittel des Gebietes umfasst. Dort sollen vor allem forschungsintensives und produzierendes Gewerbe und Handwerksbetriebe angesiedelt werden. Wer dort arbeitet, kann dann quasi zu Fuß nach Hause gehen.
Fischbeker Reethen: vier Kitas und eine Stadtteilschule
Bei einer solchen Größe ist auch weitere Infrastruktur nötig. So bekommt das Stadtquartier eine Stadtteilschule, vier Kitas, ein Haus der Jugend sowie eine Sportanlage. Die Stadt verspricht zudem Freiflächen, Parkanlagen und viele Spielplätze.
Die Autos kommen in zwei zentralen Quartiersgaragen unter. Da im Großteil des Gebietes aufgrund des Grundwasserschutzes weder Keller noch Tiefgaragen zulässig sind, werden private Stellplätze zudem in ebenerdigen Parkdecks in den Innenhöfen vorgesehen. Sie sollen überdacht und begrünt werden.

Das Quartier Fischbeker Reethen hat eine andere Ausrichtung als das jetzt fertig bezogene Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook gegenüber auf der anderen Seite der „Cuxe“ genannten Verkehrsachse. Dort wurden vor allem Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie kleinteilige Mehrfamilienhäuser gebaut, mit sehr viel Grün drumherum.
In den Reethen entstehen günstige Wohnungen in deutlich engerer Bebauung. Etwa die Hälfte entsteht öffentlich gefördert und im sogenannten mietpreisgedämpften Segment. Trotzdem sind zur Abmischung auch ein paar Einfamilienhäuser und Reihenhäuser geplant.
Zentraler Ort des neuen Quartiers ist ein künstlicher See
Jetzt geht es zunächst los mit der Erschließung der Flächen und der Vorbereitung des Baugrundes. 2028 sollen die Flächen baureif sein. Bebaut werden soll die 70 Hektar große Fläche von der Mitte nach außen. Im Zentrum des Baugebiets liegt ein künstlicher See.
Im ersten Bauabschnitt entstehen dann die zentralen Gebäude rund um den Fischbeker Teich, ein Teil der Sophie-Scholl-Straße mit der ersten Quartiersgarage, eine Kita sowie die Schule im Osten des Gebietes. So soll bei Einzug der ersten Bewohner bereits wesentliche Infrastruktur vorhanden sein. Im zweiten Bauabschnitt liegen die westlichen Grundstücke und im dritten Bauabschnitt folgt die Entwicklung der östlichen Grundstücke.
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Das neue Stadtquartier ist das größte Neubaugebiet Hamburgs – wenn man bedenkt, dass Oberbillwerder mit bis zu 7000 Wohneinheiten ein eigener Stadtteil und kein Quartier wird. Durch die Bebauung der landwirtschaftlichen Flächen am westlichen Rand der Stadt wächst Hamburgs Bebauung dort in Harburg komplett mit der von Niedersachsen zusammen.
Je nachdem, wo jemand seine Wohnung innerhalb der Fischbeker Reethen dann hat, ist womöglich auch der Weg zur S-Bahn Neu Wulmstorf näher als der zur Fischbeker Haltestelle. Ebenso die Erfrischung im Frei- oder Hallenbad – ins Freibad im Landkreis Harburg sind es etwa zwei Kilometer Fahrt. Ins bis dahin wiedereröffnete MidSommerland nach Harburg hingegen dauert es etwa eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 25 Minuten mit dem Auto (für 14 Kilometer).
Baubeginn in Hamburgs größtem neuen Wohngebiet: Hier entstehen 2300 Wohnungen wurde gefunden bei mopo.de
