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Gestern — 07. Juni 2026Presse

Baubeginn in Hamburgs größtem neuen Wohngebiet: Hier entstehen 2300 Wohnungen

07. Juni 2026 um 14:49

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Kaum sind die letzten Baulücken im schönen Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook (1250 Wohneinheiten) geschlossen worden, geht es gegenüber auf der anderen Seite der Cuxhavener Straße weiter mit dem noch viel größeren Baugebiet Fischbeker Reethen, mit Platz für Tausende Bewohner, Gewerbe, Einkaufsmöglichkeiten, Kitas, einer Schule – und einem künstlichen See. Die Stadt verspricht: Die Hälfte der 2300 Wohnungen wird günstige Mieten haben – und es gibt sogar freistehende Einfamilienhäuser. Erstaunlich: Wenn alles bebaut ist, merkt niemand mehr, ob er gerade in Hamburg oder in Niedersachsen ist.

Hamburgs größtes neues Baugebiet entsteht in Neugraben-Fischbek zwar ganz am Stadtrand Richtung Neu Wulmstorf, wird aber zugleich als sehr urbanes Viertel geplant. Das heißt, das Quartier wird sehr eng bebaut mit Geschosswohnungen und es gibt nur wenige Parkplätze, denn die S-Bahn Fischbek ist nicht weit und die 7000 bis 10.000 neuen Bewohner plus die dort arbeitenden Menschen sollen möglichst Bahn und Fahrrad fahren.

Oder sie verlassen das neue Stadtquartier erst gar nicht. Denn vor Ort wird es auch Läden für die Nahversorgung geben, außerdem einen sehr großen Gewerberiegel entlang der Bahnstrecke, der etwa ein Drittel des Gebietes umfasst. Dort sollen vor allem forschungsintensives und produzierendes Gewerbe und Handwerksbetriebe angesiedelt werden. Wer dort arbeitet, kann dann quasi zu Fuß nach Hause gehen.

Fischbeker Reethen: vier Kitas und eine Stadtteilschule

Bei einer solchen Größe ist auch weitere Infrastruktur nötig. So bekommt das Stadtquartier eine Stadtteilschule, vier Kitas, ein Haus der Jugend sowie eine Sportanlage. Die Stadt verspricht zudem Freiflächen, Parkanlagen und viele Spielplätze.

Die Autos kommen in zwei zentralen Quartiersgaragen unter. Da im Großteil des Gebietes aufgrund des Grundwasserschutzes weder Keller noch Tiefgaragen zulässig sind, werden private Stellplätze zudem in ebenerdigen Parkdecks in den Innenhöfen vorgesehen. Sie sollen überdacht und begrünt werden. 

In den Fischbeker Reethen sind wenig Parkplätze geplant, dafür viel Platz für Fußgänger. IBA Hamburg/ARCHITECT / Project
In den Fischbeker Reethen sind wenig Parkplätze geplant.
In den Fischbeker Reethen sind Parkplätze in den Straßen geplant, es soll viel zu Fuß erledigt werden.

Das Quartier Fischbeker Reethen hat eine andere Ausrichtung als das jetzt fertig bezogene Neubaugebiet Fischbeker Heidbrook gegenüber auf der anderen Seite der „Cuxe“ genannten Verkehrsachse. Dort wurden vor allem Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie kleinteilige Mehrfamilienhäuser gebaut, mit sehr viel Grün drumherum.

In den Reethen entstehen günstige Wohnungen in deutlich engerer Bebauung. Etwa die Hälfte entsteht öffentlich gefördert und im sogenannten mietpreisgedämpften Segment. Trotzdem sind zur Abmischung auch ein paar Einfamilienhäuser und Reihenhäuser geplant.

Zentraler Ort des neuen Quartiers ist ein künstlicher See

Jetzt geht es zunächst los mit der Erschließung der Flächen und der Vorbereitung des Baugrundes. 2028 sollen die Flächen baureif sein. Bebaut werden soll die 70 Hektar große Fläche von der Mitte nach außen. Im Zentrum des Baugebiets liegt ein künstlicher See.

Im ersten Bauabschnitt entstehen dann die zentralen Gebäude rund um den Fischbeker Teich, ein Teil der Sophie-Scholl-Straße mit der ersten Quartiersgarage, eine Kita sowie die Schule im Osten des Gebietes. So soll bei Einzug der ersten Bewohner bereits wesentliche Infrastruktur vorhanden sein. Im zweiten Bauabschnitt liegen die westlichen Grundstücke und im dritten Bauabschnitt folgt die Entwicklung der östlichen Grundstücke.

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Das neue Stadtquartier ist das größte Neubaugebiet Hamburgs – wenn man bedenkt, dass Oberbillwerder mit bis zu 7000 Wohneinheiten ein eigener Stadtteil und kein Quartier wird. Durch die Bebauung der landwirtschaftlichen Flächen am westlichen Rand der Stadt wächst Hamburgs Bebauung dort in Harburg komplett mit der von Niedersachsen zusammen.

Je nachdem, wo jemand seine Wohnung innerhalb der Fischbeker Reethen dann hat, ist womöglich auch der Weg zur S-Bahn Neu Wulmstorf näher als der zur Fischbeker Haltestelle. Ebenso die Erfrischung im Frei- oder Hallenbad – ins Freibad im Landkreis Harburg sind es etwa zwei Kilometer Fahrt. Ins bis dahin wiedereröffnete MidSommerland nach Harburg hingegen dauert es etwa eine Stunde mit öffentlichen Verkehrsmitteln und 25 Minuten mit dem Auto (für 14 Kilometer).

Baubeginn in Hamburgs größtem neuen Wohngebiet: Hier entstehen 2300 Wohnungen wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)

Hamburgs neue Müll-Sheriffs sollen sich selbst finanzieren – kann das klappen?

07. Juni 2026 um 13:54

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Säckeweise Müll neben Papiercontainern, abgeladener Sperrmüll an Straßenecken und die Reste vom Grillfest am Elbstrand. Hamburgs Waste Watcher haben alle Hände voll zu tun. Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) hatte daher bereits vor mehr als einem halben Jahr angekündigt, die Patrouille aufzustocken. Doch was ist daraus geworden? Und wie soll das anhand leerer Kassen bezahlt werden? Jetzt gibt es Neuigkeiten: Interessant ist dabei, wie die neuen Stellen finanziert werden sollen. Denn die Rechnung der Behörde geht nicht so richtig auf.

Die Waste Watcher der Stadtreinigung sind täglich mit 35 Mitarbeitenden in ganz Hamburg unterwegs, um laut Senat „Sauberkeitsverstöße zu verhindern und zu ahnden“. Müllferkel, die nicht direkt vor Ort erwischt werden, können dabei natürlich nur in überschaubarem Umfang ermittelt werden, aber immerhin. Im Jahr 2024 (neue Zahlen kommen erst im Herbst) wurden mehr als 12.000 Verwarnungen und Bußgeldbescheide erlassen.

Waste Watcher: Kontrolle von Müll, Kippen und Hundekot

Ins Stadtsäckel flossen so 540.064 Euro. Die meisten Verfahren betreffen weggeworfenen Müll, Kippen und Kot plus wilde Müllablagerungen, insbesondere an Depotcontainer-Standplätzen. Die Waste Watcher sind dafür zuständig, Beweise zu sichern und Ordnungswidrigkeitsverfahren einzuleiten.

Die Hamburger Waste Watcher kontrollieren auch Müll, der wild neben Containern entsorgt wird. Julius Schreiner/dpa
Die Hamburger Waste Watcher sind 2014 in Rahmen der Initiative „Saubere Stadt“ ins Leben gerufen worden.
Die Hamburger Waste Watcher kontrollieren auch Müll, der wild neben Containern entsorgt wird. Sie suchen nach Hinweisen auf die Täter.

Bei der Vorstellung des letzten Sauberkeitsmonitorings im Oktober 2025 kündigte Umweltsenatorin Katharina Fegebank an, dieses erfolgreiche Modell der Stadtreinigung auszubauen. Und zwar durch höhere Bußgelder für Müllsünder und damit verbunden eine Personalaufstockung um zehn Kräfte. Was natürlich mit erheblichen zusätzlichen Personalkosten verbunden ist.

Umweltbehörde Hamburg: Mehr Personal einstellen

Auf Nachfrage bei der BUKEA hieß es gegenüber der MOPO nun, der neue Bußgeldkatalog sei Ende Juni zu erwarten. Die Frage nach der Aufstockung der Waste Watcher wurde zunächst elegant unter den Tisch fallen gelassen. Auf hartnäckige Nachfrage gibt die Pressestelle nun recht unverbindlich und ohne konkrete Nennung einer Mitarbeiterzahl und eines Einstellungstermins an: „Aufgrund der positiven Erfahrungen streben wir weiterhin und trotz der angespannten Haushaltslage eine Ausweitung des Teams an.“

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Die klamme finanzielle Lage der Stadt scheint die Hürde zu sein. Deshalb sollen die Waste Watcher inzwischen offensichtlich selbst für ihre Löhne sorgen. So heißt es aus der Pressestelle: „Finanziert werden soll dies maßgeblich durch die erwarteten Mehreinnahmen aus der anstehenden Überarbeitung des Bußgeldkatalogs der Hamburgischen Bezirksämter.“

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Das ist aber eine äußerst ambitionierte, wenn nicht uneinlösbare Idee: Wenn man grob annimmt, dass ein Mitarbeiter der Waste Watcher etwa 40.000 Euro im Jahr „kostet“, dann würden zehn neue Kräfte gleich 400.000 Euro kosten. Und im letzten Sauberkeitsbericht haben 35 Mitarbeiter auch nur 540.000 Euro an Bußgeldern reingeholt. Da müssten in Zukunft selbst bei deutlich höheren Bußgeldern eine Menge mehr Verstöße geahndet werden, um solche Summen zu erwirtschaften. Oder aber: Die BUKEA geht von einer deutlich geringeren Aufstockung aus, vielleicht drei statt zehn neue Kräfte.

Hamburgs neue Müll-Sheriffs sollen sich selbst finanzieren – kann das klappen? wurde gefunden bei mopo.de

(Auszug von RSS-Feed)
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