Ein 36-Jähriger aus Sachsen-Anhalt rollt auf einem längeren Skateboard durch Deutschland. Sein Ziel ist über 1000 Kilometer vom Startpunkt entfernt. Rund 50 Kilometer will er am Tag zurücklegen.
Von Flensburg bis zum Bodensee auf einem Longboard – das will Paul William Hiersche schaffen. Ein Longboard ist länger und breiter als ein Skateboard und hat größere Rollen. Deshalb sind damit höhere Geschwindigkeiten schaffbar. Die Strecke ist 1170 Kilometer lang. Rund 50 Kilometer will er pro Tag zurücklegen, berichtete der 36-Jährige. Dafür habe er geübt. „Die Waden brauchten noch Training.“ Die Vorbereitung zahle sich nun aus. Normalerweise arbeitet Hiersche in einem Kino in Sachsen-Anhalt.
Quer durch Deutschland in maximal 28 Tagen
Nach einem Aufenthalt in Hamburg wollte der 36-Jährige am Freitag weiter durch Niedersachsen rollen. Weitere Städte auf der Reise gen Süden sind: Hannover, Hildesheim, Göttingen, Kassel, Marburg, Frankfurt, Karlsruhe, Freiburg und letztlich das Ziel: Friedrichshafen. Zudem sind Stopps in kleineren Orten geplant.
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Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
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28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag
Zu der Frage, warum er sich auf die Reise begeben habe, sagte Hiersche: „Das ist eine Tour, die ich für mich mache.“ Er habe mehrere Wochen Urlaub genommen. Gestartet war er am 1. Juni, also am Montag. Am 28. Juni müsse er spätestens Friedrichshafen am Bodensee erreichen, um einen Zug zu nehmen, der ihn nach Salzwedel bringe, wo er wohnt. „Am 29. stehe ich wieder im Kino und muss arbeiten.“
Longboarder schläft bei Freunden oder in Motels
Hiersche zufolge gibt es mehrere Varianten des Longboardfahrens. Er mag demnach Touren. Aber das Tourenfahren habe an Beliebtheit eingebüßt, was er bedauere, sagte er. Zum Longboardfahren inspiriert habe ihn eine Gruppe von YouTubern, die 2014 von Sylt zum Schloss Neuschwanstein gefahren ist.
Während der Reise schlafe er bei Freunden, in Hostels und in Motels, berichtete Hiersche. Zur Not, falls er keine Unterkunft finde, habe er einen Schlafsack dabei. Auf sozialen Plattformen informiert er über seine Tour. In den Videos beschwert er sich etwa über holprige Radwege – und berichtet, dass er das Board bei allzu schlechter Bodenbeschaffenheit auch mal in die Hand nehmen muss. Auch auf Landstraßen müsse er manchmal entlangfahren. (dpa/mp)
Mit einer „angenehmen Trainingsatmosphäre“ wirbt das Fitnessstudio „Sportsfreunde“ in Oststeinbek (Kreis Stormarn) um Mitglieder. Murat Firat (28), Vorsitzender des Mümmelmannsberger SV, wollte dort Mitglied werden – doch nach monatelangem Warten lehnte das Studio seine Anmeldung ohne Begründung ab. Firat vermutet, dass dabei sein Name eine Rolle gespielt haben könnte, und fühlt sich diskriminiert. Andere Nutzer schildern ähnliche Erfahrungen. Das Fitnessstudio hat sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert. Inzwischen beschäftigt der Fall auch die Lokalpolitik in Hamburg.
„Ich wollte mich dort letztes Jahr im Sommer als neues Mitglied anmelden“, sagt Murat Firat. Denn das Studio wirbt mit niedrigen Preisen und befindet sich unmittelbar an der Grenze zu Billstedt. Er vereinbart ein Probetraining für den 16. Juli 2025. An diesem Tag bekommt Firat nur eine Mail: Das Studio storniert das Training. Der MOPO liegt der Mailverkehr vor. Es gibt weder eine Begründung noch einen Alternativtermin.
Mehrere Berichte über Diskriminierung im Fitnessstudio
Der 28-Jährige hat sich an dem Tag bereits freigenommen und geht trotzdem hin. Vor Ort gibt’s zwar kein Training, aber er darf laut eigener Aussage eine Anmeldung ausfüllen. Dann hört er nichts mehr von dem Studio. Immer wieder sei er hingefahren und habe nach dem Status seiner Unterlagen gefragt. Doch die Mitarbeitenden können ihm nicht helfen, die Chefin sei im Urlaub. Trotzdem hätten sie schon mal ein Foto für den Mitgliedsausweis gemacht.
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„Dann habe ich die Sache erst mal ruhen lassen“, sagt Firat. Er wartet und sieht sich schließlich die Google-Rezensionen des Studios genauer an. Dort berichten auch andere Nutzer mit ausländisch klingenden Namen von langen Wartezeiten.
„Ich weiß nicht, ob sie etwas gegen Ausländer haben, aber man sollte sich mal genauer ansehen, wie die Anmeldung dort abläuft“, schreibt ein Nutzer. Außerdem weist Google darauf hin, dass bei dem Studio zwischen 51 und 100 Rezensionen entfernt wurden. Als Grund wird „Diffamierung“ genannt. Wer die Löschung veranlasst hat und worauf sich die Angabe konkret bezieht, geht aus dem Hinweis nicht hervor.
Hamburger Fitnessstudio: Ablehnung ohne Begründung
Schließlich setzt Firat dem Fitnessstudio im März 2026 eine Frist und fordert eine schriftliche Rückmeldung zum Status seiner Anmeldung. Sollte er nicht aufgenommen werden, verlangt er die Löschung seiner Daten. Eine Woche später antwortet das Studio: „Aktuell bieten wir Ihnen keine Mitgliedschaft in unseren Studios an.” Es tut dem Studio leid, dass es keine Rückmeldung zum Antrag gab, und sie hätten keine personenbezogenen Daten erhoben.
Warum Firat keine Mitgliedschaft angeboten wird, bleibt unklar. Eine Anfrage der MOPO hat das Studio bislang nicht beantwortet.
Firat hat seinem Ärger schließlich in einem TikTok-Video Luft gemacht: „Ich bin in Hamburg geboren, aufgewachsen, ein voll integriertes Mitglied dieser Gesellschaft und ehrenamtlich als Trainer und Vorsitzender in einem Verein tätig.”
Überall suche das Fitnessstudio mit Werbeanzeigen nach neuen Mitgliedern – und dann das. „Das ist für mich ein riesiger Dorn im Auge. Wie so ein Gym so operieren kann. Wie an diesem Standort, an dem so Multikulti gelebt wird, nach Nachnamen gefiltert wird“, sagt Firat. Eindeutige Belege dafür, dass das Studio tatsächlich nach Herkunft oder Nachnamen unterscheidet, liegen bislang allerdings nicht vor.
SPD-Abgeordneter: „Gift für unser Miteinander“
Unter dem Video gibt es inzwischen zahlreiche Kommentare von Nutzern, die ähnliche Erfahrungen schildern. „Ich wollte dort Mitglied werden, die haben mich ignoriert und danach abgelehnt. Das mit dem Probetraining hatte ich auch”, schreibt ein Nutzer, der sich „Ali Abi” nennt.
Baris Önes, SPD-Bürgerschaftsabgeordneter im benachbarten Billstedt, macht das ebenfalls wütend: „Menschen nur wegen ihres Namens auszusortieren, ist inakzeptabel und Gift für unser Miteinander. Es darf nicht sein, dass selbst ehrenamtliche Vorbilder wie Murat immer wieder um ihren Platz in der Gesellschaft kämpfen müssen.” Das Gesetz verbiete solche Diskriminierung. Fitnessstudios müssten endlich begreifen, dass sie sich rechtlich nicht aus der Verantwortung ziehen können.
Sein Auftritt im Hamburger Stadtgebiet sorgte für mächtig Aufsehen. Doch der Wolf, der in Altona eine Frau attackierte, könnte bereits tot sein.
Ende März lief der junge Wolf noch durch Altona. Jetzt soll er tot sein. Laut NDR brach der Kontakt zu dem Peilsender, mit dem man das Tier ausgestattet hatte, Ende Mai ab. Das letzte Signal gab es 160 Kilometer entfernt von Hamburg.
Wolf aus Altona vermutlich tot
„Die verwendeten Sender sind technisch äußerst verlässlich und erprobt; ein Defekt oder ein herkömmlicher Verlust des Halsbandes wird nach so kurzer Laufzeit als unwahrscheinlich eingeschätzt“, so ein Sprecher der Umweltbehörde. Man habe nach dem Wolf gesucht, doch weder ihn noch das Halsband gefunden, so der Sprecher. Vielmehr gehe man davon aus, dass er tot sei.
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Dass der Wolf erschossen und der Sender dabei zerstört wurde, sei möglich. Die Behörden ermitteln noch zu dem Fall.
Nach Angriff auf Frau in Altona – Wolf freigelassen
Nach früheren Angaben geht die Hamburger Umweltbehörde davon aus, dass der Wolf die Frau gebissen hat, als diese mutmaßlich auf das panische Tier zugegangen sei, um es durch die gläsernen Automatiktüren der Einkaufspassage nach draußen zu lassen.
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.Lars Ebner
Der Wolf wurde am Jungfernstieg eingefangen und ins Wildgehege Klövensteen gebracht.
Naturschützer bezweifeln, dass der Wolf die Frau angegriffen und gebissen hat. Sie verweisen etwa auf eine Zeugin, die gesehen haben will, dass der Wolf die Frau angesprungen, aber nicht gebissen habe. Dabei habe er sie möglicherweise mit der Pranke verletzt.
Polizei fand Tier in Binnenalster
Später fing die Polizei das Tier im Bereich der Binnenalster ein. Er wurde in eine Wildtierstation nach Sachsenhagen im niedersächsischen Landkreis Schaumburg gebracht. Was mit dem Wolf geschehen sollte, führte zu heftigen Diskussionen. Anfang April wurde das Tier im südlichen Stadtgebiet von Hamburg wieder ausgewildert.
Anschließend habe sich der Wolf unauffällig in einem festen Revier in einem ländlichen Bereich in Niedersachsen, über 150 Kilometer weit weg von Hamburg, niedergelassen. „Auf seiner gesamten Route hat sich das Tier völlig unauffällig und wolfstypisch verhalten“, so der Sprecher der Umweltbehörde. (dpa/esk)
Wenn Belle la Donna eine Party veranstaltet, dann wird es schrill. So viel steht fest. Und so verwandelte die Burlesque-Tänzerin, die sich selbstbewusst als deutsche „Queen of Burlesque“ bezeichnet, am Donnerstagabend das Hotel Reichshof in ein pinkes Wimmelbild. Die Hamburgerin hat anlässlich des 100-jährigen Geburtstages von ihrem Vorbild Marilyn Monroe zur großen Sause geladen. Die MOPO war dabei.
Stellen Sie sich vor, Sie sind für einen Wochenendtrip in eine deutsche Großstadt gefahren, haben Stunden auf der Autobahn hinter sich, stehen nun endlich mit Ihren Koffern an der Hotelrezeption – und um Sie herum wirbeln plötzlich Frauen mit Glitzerhüten und Männer in Netzoberteilen herum.
Party zum 100. Geburtstag von Marilyn Monroe
So spielte es sich am Donnerstag im Hotel Reichshof gegenüber vom Hauptbahnhof (St. Georg) ab, als Belle la Donna im Eventsaal des Vier-Sterne-Hotels feierte und das Partyvolk den Abend lang durch die marmorgetäfelte Lobby schwirrte.
MOPO
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Party im Hotel Reichshof: Belle la Donnas bunte Gäste schwirren durch die Lobby
Die Hotelgäste begutachteten teils verdutzt, teils amüsiert die bunte Gesellschaft. Da war unter anderem Belles Burlesque-Kollegin Eve Champagne, die in unheimlich hohen Schuhen umherstolzierte. Auch ein paar Teilnehmer:innen der diesjährigen Staffel der TV-Show „Germany’s Next Topmodel“ kamen; das Finale der Sendung lief in der vergangenen Woche.
I AM MIAZu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany's Next Topmodel”.
Zu Belle la Donnas Party kamen auch einige Teilnehmer von der TV-Show „Germany’s Next Topmodel”.
I AM MIABelle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
Belle la Donna performte am Donnerstagabend ihre Neuinterpretation des Marilyn-Monroe-Klassikers „Diamonds Are a Girl‘s Best Friend“.
I AM MIAEin Tortentraum in pink.
Ein Tortentraum in pink.
Die Models, die sich nun nach der Show im Medienrummel zurechtfinden müssen, posierten fleißig für Fotos auf dem pinken Teppich. Einer musste zu später Stunde mit Zigarette in der Hand bestürzt feststellen, dass er am Vortag eine Bildschirmzeit von 17 Stunden gehabt hatte. Mehr Handy als Schlaf: Das Leben als Modelshow-Kandidat findet offenbar zum Großteil in den sozialen Medien statt.
Marilyn Monroe wäre 100 Jahre alt geworden
Zurück zu Belle la Donna und ihrer Marilyn-Monroe-Fete. Die US-amerikanische Schauspiel-Ikone wäre am 1. Juni 100 Jahre alt geworden. „Ich bin ihr größter Fan“, sagt Belle la Donna, Monroe sei ihr großes Vorbild. Während der Bühnenshow mit Gesangs- und Burlesque-Performances promotete Belle la Donna ihren neuen Song „Diamonds Are a Girl’s Best Friend“, eine Neuinterpretation von Marilyn Monroes Jazz-Klassiker aus dem Jahr 1953.
Die Idee für die Party sei ihr vor einigen Wochen gekommen, sagte Belle la Donna im Vorfeld. Und wenn sie sich etwas in den Kopf gesetzt hat, dann setzt sie alles daran, dass das auch klappt. Die Frau mit den pinken Haaren tanzt auf vielen Hochzeiten: Sie ist Burlesque-Tänzerin, Sängerin, Entertainerin und Friseurmeisterin mit eigenem Salon am Fischmarkt – ein Organisationstalent.
Und so hat sie allerlei Gewerke zusammengetrommelt und die Veranstaltung mit rund 100 geladenen Gästen auf die Beine gestellt. Ein Gang durch die Räumlichkeiten glich einem Wimmelbild: In einer Ecke stach ein Tätowierer Spontanentschlossenen Farbe unter die Haut, in der anderen Ecke legte eine Wahrsagerin Karten. Eine pinke Marilyn-Torte schmeckte mehr nach Zucker als nach Kuchen und an einer Fotostation rotierte eine Kamera 360 Grad um einen herum.
Hielt man inmitten dieses Wirrwarrs kurz inne, so drängte sich einem die Frage auf: Was feiern die Leute hier eigentlich gerade? Belle la Donna? Marilyn Monroe? „Germany’s Next Topmodel“? Wirklich gewusst hat das wahrscheinlich keiner. Als die GNTM-Kandidaten auf der Bühne interviewt wurden, hörte jedenfalls kaum jemand zu.
Gegen Mitternacht war die Party vorbei. Einer der Gäste nannte die Veranstaltung einen „Fiebertraum“ und diese Bezeichnung ist ganz schön passend für diesen bunt-unordentlichen Abend.
Von Kinderprogramm am Nachmittag über Theater, Comedy und Konzerte bis zu großen Shows am Abend: Unser täglicher Überblick zeigt, was in Hamburg los ist – für Familien, Kulturfans, Nachtschwärmer und alle, die spontan das Haus verlassen wollen.
Samstag, 6. Juni 2026
Harburger Binnenhafenfest – Familienfest
Maritimes Stadtteilfest mit Mitmachprogramm, Schiffen, Musik und Aktionen für Kinder rund um den Harburger Binnenhafen. Ort & Uhrzeit:Kanalplatz, 21079 Hamburg-Harburg · ab 13 Uhr Preis: kostenlos
Medien-Kids – Mitmachprogramm
Kostenloses Mitmachprogramm in der Kinderbibliothek, für Kinder ab 4 – Robotik/Programmieren/Technik-Tüfteln. Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11 Uhr Preis: kostenlos
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Bücherflohmarkt – Zentralbibliothek
Flohmarkt mit gespendeten Büchern und aussortierten Exemplaren (Bücher ab 1 €). Ort & Uhrzeit:Zentralbibliothek, Hühnerposten 1, 20097 Hamburg · 11-17 Uhr Preis: kostenlos
Elphi – „5 Seasons“ – Hamburger Kammerballett
Ballettabend „5 Seasons“ als Uraufführung im Großen Saal. Ort & Uhrzeit:Elbphilharmonie, Platz der Deutschen Einheit 1, 20457 Hamburg · 16 Uhr o. 20 Uhr Preis: 10–119 €
Landgang Jamsession
Offene Jam-Session: erst Opener-Band, danach Bühne frei für alle Musikstile. Ort & Uhrzeit:Landgang Brauerei, Beerenweg 12, 22761 Hamburg · ab 18 Uhr Preis: kostenlos
Theater – „No Body”
Theaterabend von Mable Preach mit Popkultur- und Comic-Referenzen rund um Solidarität und Verantwortung. Ort & Uhrzeit:Thalia in der Gaußstraße, Gaußstraße 190, 22765 Hamburg · 19 Uhr Preis: ab 28 € (erm. ab 11 €)
Noch mehr Kultur, Events und Tipps finden Sie auf unserer Rausgehen-Seiteund auf MOPOP.
Live-Musik – „Blues Road“
Livemusik-Abend mit Bluesrock/Rock/Blues in der Kneipe. Ort & Uhrzeit:Chattahoochee, Meiendorfer Straße 34, 22145 Hamburg · 20 Uhr Preis: kostenlos
Theater-Premiere – „The Boys Are Kissing“
Komödie über den Ausnahmezustand nach einem Kuss zweier Jungen auf dem Schulhof. Ort & Uhrzeit:Thalia Theater, Alstertor 1, 20095 Hamburg · 20 Uhr Preis: ab 34 € (erm. ab 17 €)
Neubaugebiete, Lückenbebauung und Aufstockungen: Hamburg baut neue Wohnungen, wo es nur geht. Eine weitere Möglichkeit wird von Genossenschaften und der SAGA immer häufiger genutzt: In der ganzen Stadt werden vermehrt alte Mietshäuser und ‑blocks abgerissen, um dann auf diesen Flächen neu und deutlich verdichteter zu bauen. Die MOPO zeigt, wo das bei der SAGA gerade passiert, was das für die Mieter und die zukünftigen Mietpreise bedeutet und welche Auswirkungen das auf die Nebenkosten haben kann.
Die SAGA hat in Horn (Culinstraße 8-12) soeben 51 öffentlich geförderte Wohnungen in einem Rotklinkerbau fertiggestellt. Auf dem Grundstück befanden sich zuvor 26 Wohnungen aus den 60er Jahren, die nicht barrierefrei waren und dringend energetisch hätten saniert werden müssen. „Wir konnten durch den Neubau die Anzahl der Wohnungen nahezu verdoppeln und die Wohnfläche sogar verdreifachen“, sagt SAGA-Sprecher Gunnar Gläser.
Zudem seien einige barrierefreie Wohnungen entstanden. Das hilft auch älteren Menschen, die so womöglich in ihrem Umfeld eine Wohnung finden und nicht umziehen müssen, wenn sie die Treppen nicht mehr steigen können.
SAGA reißt Mietshäuser aus den 60er Jahren ab
Nach Angaben der SAGA hat das sogenannte „Ersatzneubau-Programm“ mehrere Vorteile: Bei Abriss und Neubau entstehen mehr Wohnungen, es wird schonend mit dem Flächenverbrauch in der Stadt umgegangen, die Wohnqualität erhöht sich und der Energieverbrauch sinkt – was dem Geldbeutel der Mieter und auch der Umwelt zugute kommt.
Wann das städtische Wohnungsunternehmen lieber abreißt statt zu modernisieren? Das entscheidet sich nach einem internen Bewertungssystem. Faktoren sind dabei wirtschaftliche Aspekte, aber auch die Frage, ob sich auf einem Grundstück deutlich mehr Wohnraum schaffen lässt. Abgerissen wird nach Angaben der SAGA nur dann, wenn dadurch deutlich mehr Wohnungen entstehen. Allerdings ist der Abriss von Gebäuden unter Fachleuten durchaus umstritten, da dabei bestehende Bausubstanz verloren geht und durch Neubauten zusätzliche CO₂-Emissionen entstehen. SAGA-Sprecher Gläser verweist darauf, dass das Unternehmen bei seinen Berechnungen auch die sogenannte graue Energie berücksichtigt. Dabei werden die während Bau und Herstellung entstehenden CO₂-Emissionen erfasst.
Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung).cga czerner goettsch architekten
Am Jahnkeweg in Bramfeld baut die SAGA nach Abriss neue (Visualisierung).
Für die betroffenen Mieter in den Häusern ist der Abriss zunächst oft eine Schocknachricht. Bei der SAGA haben die Bewohner zwar immer ein Rückkehrrecht – allerdings müssen sie ja nun zunächst einmal aus- und umziehen. Und das meist für mehrere Jahre. Dabei können sie nicht unbedingt in ihrem gewohnten Umfeld bleiben. „Die betroffenen Mietparteien erhalten aber stets für sie passenden Ersatzwohnraum im Bestand der SAGA, umfassende Unterstützung sowie Kostenübernahme bei den notwendigen Umzügen“, versichert Gläser.
Mieter befürchten nach Rückkehr viel höhere Mietkosten
Bei vielen Mietern kommt die Sorge hinzu, dass sie sich die neu gebauten Wohnungen dann später gar nicht leisten können, weil die Mieten viel höher sind als ihre bisherigen. Da gibt Gläser zunächst einmal zu bedenken, dass die SAGA fast ausschließlich geförderte Wohnungen „mit dauerhaft sozial verträglichen Mieten“ baut.
Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.Florian Quandt
Die SAGA reißt am Friedrich-Ebert-Damm Häuser ab und baut neu.
Zudem verfügen die Neubauten über eine deutlich bessere Dämmung und modernere Heizsysteme als viele Gebäude aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Dadurch fallen die Energiekosten in der Regel niedriger aus. Nach Angaben der SAGA können die geringeren Nebenkosten einen Teil höherer Nettokaltmieten ausgleichen. Für die Mieter bedeutet das zugleich mehr Wohnkomfort in einem Neubau.
Am Jahnkeweg (Bramfeld) entstehen gerade 99 Wohnungen im ersten Förderweg. Dafür wurden zwei Gebäude mit 36 Wohnungen abgerissen. Ein weiteres aktuelles Beispiel für Ersatzneubau ist auch das Bauvorhaben am Friedrich-Ebert-Damm in Wandsbek. Die SAGA hat dort Ende März mit dem Abbruch der ersten beiden von insgesamt vier Gebäuden begonnen. In zwei Bauabschnitten werden dort 236 öffentlich geförderte Wohnungen (1. Förderweg), zwei Gewerbeeinheiten und eine Tiefgarage mit 40 Stellplätzen entstehen.
Beispiele für Ersatzneubau-Programme der vergangenen Jahre gibt es auch bereits: So sind laut SAGA rund 300 Neubauwohnungen an der Washingtonallee in Horn 2019 fertiggestellt worden. An der Denickestraße und am Thörlweg in Harburg sind 2018 mehr als 300 Wohnungen nach Abbruch von rund 170 nicht mehr zeitgemäßen Wohnungen in unmittelbarer Nähe zur TU Hamburg entstanden.
Der MDR im Osten Deutschlands will aus Kostengründen drei Jahre lang auf seine beiden Sonntagskrimis „Tatort“ und „Polizeiruf 110“ verzichten. Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) hat bislang keine entsprechenden Pläne.
„Beim NDR sind aktuell keine Einsparungen in den Bereichen Doku, Spielfilme, Serien, Unterhaltungs- und Quizshows geplant“, sagte eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg.
NDR produziert drei „Tatort“-Reihen und einen „Polizeiruf 110“
Im Sendegebiet des NDR laufen drei „Tatort“-Reihen: Hannover mit Maria Furtwängler, der Hamburger Bundespolizei-„Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring und Denis Moschitto und der Kieler „Tatort“ mit Almila Bagriacik und Karoline Schuch. Dazu kommt der Rostocker „Polizeiruf 110“ mit Anneke Kim Sarnau und Lina Beckmann.
Wegen einer angespannten finanziellen Lage will der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) die Produktion neuer Folgen der beiden Krimireihen zunächst aussetzen. Als Grund für die Kürzungen nennt der MDR vor allem die bislang nicht erfolgte Umsetzung der Erhöhung des Rundfunkbeitrags seit Anfang 2025. Bereits fertiggestellte oder vertraglich vereinbarte Produktionen sollen in den kommenden Jahren dennoch ausgestrahlt werden. (dpa/mp)
Die Deutsche Bahn schickt einen besonderen ICE auf die Strecke: Der Zug trägt künftig den Namen „Knuffingen”– was das mit dem Miniatur Wunderland zu tun hat.
Die Deutsche Bahn hat einen ICE 4 zum 25-jährigen Bestehen der Modellbahnausstellung auf den Namen „Knuffingen” getauft. Der Zug soll künftig mit einem Jubiläumsdesign durch Deutschland sowie die Schweiz fahren. Die Taufe fand am Freitag am Bahnhof Hamburg-Altona statt.
Frederik (l.) und Gerrit Braun vom Miniatur Wunderland. Die Hamburger Modellbahn-Austellung feiert Jubiläum – und als Geschenk trägt ein ICE nun den Namen „Knuffingen“picture alliance/dpa/Ulrich Perrey
Frederik (l.) und Gerrit Braun vom Miniatur Wunderland. Die Hamburger Modellbahn-Austellung feiert Jubiläum – und als Geschenk trägt ein ICE nun den Namen „Knuffingen“
Chef vom Miniatur Wunderland: „Ein Traum“
Der ICE erhielt ein Sonderdesign mit Figuren aus der Modellbahnwelt. „Das ist ein Märchen, was hier heute passiert”, sagte Wunderland-Mitgründer Frederik Braun bei der Zugtaufe. Er und sein Bruder seien für die Ehrung „wahnsinnig dankbar”.
Die Wunderland-Chefs am neuen ICE. picture alliance/dpa/Ulrich Perrey
Die Wunderland-Chefs am neuen ICE.
„Knuffingen” ist die fiktive Hauptstadt im Miniatur Wunderland.
Das Museum in der Hamburger Speicherstadt gilt als die größte Modelleisenbahn der Welt und zählt laut eigenen Angaben zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. (dpa/mp)
Hamburg liebt sein Wasser. Alster, Elbe und Fleete prägen die Stadt wie kaum etwas anderes. Doch so nah das Wasser oft ist: Meist bleibt es Kulisse. Man schaut darauf, spaziert daran entlang oder sitzt am Ufer. Als Lebensraum wird es dagegen bislang nur selten genutzt. Genau darüber will die Ausstellung „Rauf aufs Wasser!“ eine Diskussion anstoßen.
Noch bis zum 17. Juli steht auf der Alsterwiese am Schwanenwik ein temporärer Pavillon des Architekturbüros Störmer Murphy and Partners. Die Ausstellung zeigt Ideen, wie Hamburg seine Wasserflächen künftig stärker nutzen könnte.
In Hamburg mit dem Wasser leben – statt am Wasser
Manche Entwürfe gehen weit über das hinaus, was heute in Hamburg vorstellbar ist – etwa die Idee, Wege über die Alster zu führen. Das Architekturbüro beschreibt seine Entwürfe als Bilder einer Stadt, die „nicht gegen das Wasser baut, sondern mit ihm“. Konkret geht es um Fragen, die Hamburg ohnehin beschäftigen: Hitze, Starkregen und der Umgang mit knappen Flächen.
Zwei Beispiele zeigen das: Auf dem Rathausmarkt soll eine Wasserfläche mit Nebel und Licht an heißen Tagen für Abkühlung sorgen, ohne den Platz dauerhaft zu blockieren. Über den Alsterarkaden ist ein begehbares Gründach geplant, das Regenwasser speichern und zugleich neuen Aufenthaltsraum schaffen könnte. Die Entwürfe bleiben Visionen – sie zeigen aber, welche Rolle Wasser und Grün künftig in der Innenstadt spielen könnten.
Einige der Ideen wirken futuristisch, andere könnten tatsächlich eines Tages Realität werden. Die Bandbreite reicht von schwimmenden Gärten und Hausbooten bis zu neuen Badeorten und Wasserwegen in der Innenstadt.
Störmer Murphy and PartnersTidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
Tidehöft (Strandhöft): Die Visualisierung zeigt ein frei zugängliches Elbufer, an dem Ebbe und Flut sichtbar werden. Das Süßwasserwatt verändert sich mit den Gezeiten. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt eine künstliche Welle an der Elbe, die für Wassersport genutzt werden könnte. Die Strömungsverhältnisse würden sich mit Ebbe und Flut verändern. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt eine kombinierte Anlage zur Lebensmittelproduktion, Wasseraufbereitung und Energiegewinnung an der Elbe. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersWasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
Wasserweg (Binnenalster): Vorgesehen ist ein Steg über die Binnenalster, der Fußgängern einen direkten Weg über das Wasser bieten würde. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersHayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
Hayn-Spa (Haynspark): Im Haynspark wird das Planschbecken im Winter zum warmen Spa an der Alster. Dampfendes Wasser, der Blick auf Ufer und Himmel und die ruhige Lage machen den Ort zu einem besonderen Rückzugsraum. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersDie Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
Die Visualisierung zeigt einen Badebereich an der Alster mit abgetrennten Zonen für Schwimmer und Bootsverkehr. (Visualisierung KI-unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleetpfad (Nikolaifleet): Am Nikolaifleet führt ein Weg auf Holzstegen direkt am Wasser entlang – von der Elbe zur Alster. Neue Orte zum Gehen, Sitzen und Verweilen machen die Geschichte des Fleets wieder erlebbar. Pflanzen am Ufer verbessern Klima und Wasserqualität. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleetparade (Alsterfleet): Bunte Boote und die Blicke von den Brücken machen das Alsterfleet zum Ort für besondere Anlässe. Wenn sich Alster und Kanäle füllen, entsteht mitten in der Stadt ein lebendiges Fest auf dem Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
Fleethuus (Alsterfleet): Am Alsterfleet werden Hamburgs alte Wasserwege wieder belebt. Hausboote und schwimmende Stege schaffen neue Orte zum Wohnen und Leben direkt auf dem Wasser – mit einem Hauch von Amsterdam. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersFlusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
Flusscafé (Lehmweg): Am Lehmweg entsteht ein entspannter Treffpunkt direkt am Wasser. Kanus können anlegen, Getränke holen und an der Uferkante die Füße ins Wasser hängen. So wird das Ufer zum Ort für Erfrischung und Begegnung. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBillegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
Billegarten (Schwarze Brücke): An der Schwarzen Brücke entsteht ein Garten auf dem Wasser. Schwimmende Plattformen tragen Salat und Gemüse, darunter reinigen Muschelbänke das Wasser. Im Kiosk kann die Ernte direkt vor Ort probiert werden. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBillebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Billebad (Billebecken): Das Billebad bringt Erfrischung in den Hamburger Osten. Ein eigenes Badebecken und gestaffelte Liegeflächen schaffen Platz zum Schwimmen, Ausruhen und Schauen – mitten am Wasser. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersKlimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
Klimaplatz (Rathausmarkt): Wasser- und Nebelelemente sollen den Rathausmarkt an heißen Tagen abkühlen, ohne die Fläche dauerhaft zu verändern.(Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersSchwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
Schwammdach (Alsterarkaden): Über den Alsterarkaden entsteht ein begehbares Gründach mit Blick auf die Innenstadt. Es speichert Regenwasser, mildert Hitze und schafft einen kühlen Aufenthaltsort über den Dächern. (Visualisierung KI unterstützt)
Störmer Murphy and PartnersBlaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
Blaue Flora (Schulterblatt): Am Schulterblatt weichen Autos und Asphalt einem grüneren Straßenraum. Flächen nehmen Regenwasser auf, speichern es und kühlen die Straße. Ein flacher Wasserlauf lädt zum Abkühlen ein. (Visualisierung KI unterstützt)
„Rauf aufs Wasser!“ will zeigen, wie Hamburg seine Wasserflächen anders nutzen könnte: nicht nur als Kulisse, sondern als Raum für Wege, Treffpunkte, Grün und neue Ideen für die Stadt.
Pavillon aus wiederverwendeten Materialien
Auch der Pavillon selbst soll nachhaltig sein. Er besteht überwiegend aus Rest- und Überschussmaterialien. Die Fassadenplatten aus Faserzement stammen aus einer alten Farbcharge und können später wiederverwendet oder recycelt werden.
Ob daraus irgendwann mehr wird als eine Ausstellung, bleibt offen. Klar ist aber: „Rauf aufs Wasser!“ stellt die Frage, wie Hamburg künftig stärker mit seinem Wasser leben könnte – und nicht nur daneben.
Der Sommer ist in Hamburg angekommen – und mit ihm die Saison der Straßenfeste, Festivals und Open-Air-Veranstaltungen. Überall in der Stadt wird gefeiert: mit Musik, Kultur, Kulinarik und maritimen Highlights. Mal laut und bunt, mal entspannt und familiär, mal mitten in der City, mal direkt am Wasser. Wer 2026 etwas erleben möchte, hat reichlich Auswahl. Wir haben die wichtigsten Veranstaltungen des Jahres chronologisch zusammengestellt.
Veranstaltungen im Juni:
Harburger Binnenhafenfest
Im Süden Hamburgs geht es dann vom 5. bis 7. Juni 2026 beim Harburger Binnenhafenfest rund um den Binnenhafen maritim weiter. Das Fest hat nicht ganz die Wucht des Hafengeburtstags, aber genau das macht es für viele angenehm: etwas entspannter, etwas weniger Gedränge, aber trotzdem mit Schiffen, Wasser, Bühnenprogramm und reichlich Atmosphäre. Dazu kommen Open Ships, Schiffsparaden und Angebote für Familien, die aus dem Wochenende mehr machen als nur einen kurzen Spaziergang am Hafenrand. Wer Lust auf Hafenflair hat, ohne gleich mitten im größten Besuchertrubel der Stadt zu landen, ist hier gut aufgehoben.
Altonale
Eines der größten Kulturfestivals Hamburgs startet dann am 12. Juni 2026: Bis zum 21. Juni 2026 wird bei der Altonale in Altona der ganze Stadtteil zur Bühne. Musik, Theater, Film, Kunst, Literatur und Street Art verteilen sich nicht einfach auf ein Gelände, sondern ziehen sich durch Straßen, Plätze und Häuser – und genau deshalb fühlt sich dieses Festival so lebendig an.
Mehr als 100 Veranstaltungen gibt's bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild). Thomas Panzau
Mehr als 100 Veranstaltungen gibt’s bei der diesjährigen Altonale – auch Musik ist wieder dabei (Archivbild).
Die altonale ist weniger ein einzelnes Fest als ein Zustand, in dem Altona für ein paar Tage noch ein bisschen voller, kreativer und offener wirkt als ohnehin schon. Wer Lust hat, sich treiben zu lassen und eher zufällig an guten Programmpunkten vorbeizukommen, dürfte hier ziemlich glücklich werden.
Uhlenfest
Am 13. und 14. Juni 2026 wird es dann beim Uhlenfest auf dem Hofweg und in der Papenhuder Straße sommerlich und nachbarschaftlich. Das Fest ist nicht auf maximale Eskalation aus, sondern auf genau die Art von Wochenende, an dem man in Ruhe über eine bunte Meile schlendert, hier etwas isst, dort kurz stehen bleibt und zwischendurch Musik hört. Gerade diese entspannte Mischung macht den Charme des Uhlenfests aus. Es passt gut in die Gegend und wirkt wie ein Stadtteil, der einfach beschlossen hat, sich für zwei Tage von seiner angenehmeren Seite zu zeigen.
STAMP Festival
Fast parallel dazu verwandelt das STAMP Festival vom 19. bis 21. Juni 2026 in Altona den öffentlichen Raum in eine große Bühne für Urban Art, Tanz und Artistik. Anders als bei vielen anderen Sommerveranstaltungen geht es hier weniger um klassische Festmeile und mehr um Performance, Überraschung und künstlerische Formate, die direkt auf Straßen und Plätzen stattfinden.
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild)picture alliance / Bodo Marks/dpa | Bodo Marks
Künstler nehmen im Rahmen des STAMP-Festivals an einer Parade teil. (Archivbild)
Man läuft also nicht bloß von Stand zu Stand, sondern gerät plötzlich in Aufführungen, bleibt an Performances hängen und schaut Dingen zu, die man so im Alltag eher nicht mitten in Altona erwartet. Genau das macht STAMP zu einem der spannendsten Termine im Hamburger Frühsommer.
Vierländer Erdbeerfest
Wer es etwas ländlicher und traditionsbewusster mag, dürfte am 20. und 21. Juni 2026 beim Vierländer Erdbeerfest am Rieck Haus gut aufgehoben sein. Dort geht es nicht um Großstadttrubel, sondern um Trachtentanz, Kunsthandwerk, regionale Traditionen und natürlich alles, was man mit Erdbeeren sinnvoll anstellen kann. Das Fest fühlt sich ein wenig an wie ein kurzer Ausflug aus dem urbanen Hamburg heraus, obwohl man die Stadt gar nicht wirklich verlassen hat. Gerade diese andere, ruhigere Stimmung macht den Reiz aus – besonders für alle, die im Juni mal etwas anderes suchen als Bühne, Bierstand und Gedränge.
Veranstaltungen im Juli:
Schlagermove
Richtig bunt, laut und komplett schamfrei wird es dann am 3. und 4. Juli 2026, wenn der Schlagermove rund um St. Pauli und die Innenstadt wieder durch Hamburg zieht. Perücken, Glitzer, Sonnenbrillen, Musiktrucks und eine Menge Menschen, die sich mit erstaunlicher Hingabe dem deutschen Schlager verschrieben haben, machen das Event zu einem der eigenwilligsten Großtermine des Sommers.
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild).Christian Charisius/dpa
Hamburg ruft wieder „Hossa!“: Tausende feiern beim Schlagermove an den St. Pauli Landungsbrücke (Archvbild).
Man muss das musikalisch nicht mal alles lieben, um den Unterhaltungswert zu erkennen – allein schon beim Zuschauen passiert genug. Für Fans ist es Kult, für andere immerhin ein Spektakel, an dem man kaum vorbeikommt.
Tibarg Fest
Direkt danach, am 4. und 5. Juli 2026, feiert Niendorf auf dem Tibarg wieder sein Stadtteilfest. Das Tibarg Fest ist klassischer, familiärer und deutlich weniger exzessiv als der Schlagermove, gerade das macht es aber sympathisch. Musik, Flohmarkt und Aktionen für Groß und Klein sorgen für ein Wochenende, das sich nicht wie Eventmaschine, sondern eher wie ein gut besuchtes Nachbarschaftsfest anfühlt. Wer ohne große Erwartungen hingeht, bleibt oft länger als gedacht – einfach, weil die Stimmung angenehm unkompliziert ist.
Bergedorfer Stadtfest
Im Osten der Stadt folgt dann vom 10. bis 12. Juli 2026 das Bergedorfer Stadtfest in der Bergedorfer Innenstadt. Für ein paar Tage wird das Zentrum dort zur großen Festmeile mit Bühnen, Marktständen, Livemusik und kulinarischem Programm. Bergedorf zeigt dann ziemlich eindrucksvoll, dass es innerhalb Hamburgs noch einmal wie ein eigener kleiner Kosmos funktioniert. Das Fest ist groß genug, um auch Besucher von außerhalb anzuziehen, bleibt aber stark im Stadtteil verankert. Genau diese Mischung macht es zu einem der wichtigeren Sommertermine jenseits der Hamburger Innenstadt.
Spielbudenfestival
Vom 24. bis 26. Juli 2026 wird es dann wieder sehr typisch St. Pauli: Beim Spielbudenfestival auf dem Spielbudenplatz lebt die alte Unterhaltungstradition des Ortes in moderner Form wieder auf. Künstlerinnen und Künstler, Buden, Shows und ein buntes Programm sorgen dafür, dass die Reeperbahn-Ecke für ein Wochenende noch etwas theatralischer und verspielter wirkt als sonst.
Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt.picture alliance/dpa/Christian Charisius
Zum sechsten Mal findet auf dem Spielbudenplatz auf der Reeperbahn das Straßentheaterfestival mit Artistik, Zauberei, Witz und Musik statt.
Das Ganze passt ziemlich perfekt an diesen Ort, weil es von seiner Mischung aus Kiez, Nostalgie und Live-Event lebt. Wer Hamburg gern in seiner etwas schillernderen Version mag, dürfte hier richtig sein.
Hamburger DOM – Sommerdom
Ebenfalls am 24. Juli 2026 startet auf dem Heiligengeistfeld der Sommerdom, der dann bis zum 30. August 2026 läuft. Klar, ein klassisches Straßenfest ist das nicht – aber als große Hamburger Freiluftveranstaltung gehört er natürlich trotzdem in jede Jahresübersicht.
Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an.picture alliance / Chris Emil Janßen | Chris Emil Janssen
Jedes Jahr lockt der Sommerdom ein Millionenpublikum an.
Zwischen Fahrgeschäften, Schmalzkuchen, gebrannten Mandeln und ein bisschen Jahrmarkt-Nostalgie funktioniert der DOM seit Generationen ziemlich zuverlässig. Manche kommen für die wilden Fahrten, andere eher für einen Abendspaziergang mit Snacks und Lichtern. Gerade im Sommer hat das Ganze aber noch einmal einen eigenen Reiz, weil man die typische DOM-Stimmung perfekt mit milden Abenden verbinden kann.
Hamburg Pride Week
Nur einen Tag später, am 25. Juli 2026, beginnt die Hamburg Pride Week, die bis zum 2. August 2026 an verschiedenen Orten der Stadt läuft. Höhepunkte sind wie immer das CSD-Straßenfest und die große Demonstration, die Hamburg für einige Tage sichtbar bunter, politischer und zugleich ausgelassener machen.
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week.picture alliance/dpa/Georg Wendt
Die CSD-Demo, der Höhepunkt jeder Pride Week.
Die Pride Week ist eben nicht nur Party, sondern immer auch Zeichen, Haltung und Öffentlichkeit. Gerade diese Verbindung sorgt dafür, dass die Stimmung zwar feierlich, aber nie beliebig wirkt. Es ist eine jener Veranstaltungsreihen, bei denen man merkt, wie stark ein Fest auch gesellschaftlich aufgeladen sein kann.
Veranstaltungen im August:
Veganes Straßenfest
Am 8. und 9. August 2026 wird der Spielbudenplatz dann zum Treffpunkt für alle, die Lust auf pflanzliche Küche, sommerliche Atmosphäre und ein etwas anderes Straßenfest haben. Beim Veganen Straßenfest geht es natürlich ums Essen, aber nicht nur: Viele Besucher kommen auch, um Neues auszuprobieren, sich inspirieren zu lassen oder einfach einen entspannten Nachmittag zwischen Food-Ständen und Open-Air-Stimmung zu verbringen.
Das Event wirkt deutlich lockerer, als der Titel vielleicht vermuten lässt, und spricht längst nicht nur Leute an, die ohnehin vegan leben. Wer gern probiert und durch die Stadt schlendert, dürfte hier ziemlich schnell fündig werden.
Eppendorfer Achtel
Genuss statt Großtrubel ist dann vom 14. bis 16. August 2026 beim Eppendorfer Achtel in Eppendorf angesagt. Das Wein- und Genussfest setzt auf entspannte spätsommerliche Stimmung, klirrende Gläser, gute Gespräche und ein Publikum, das es eher gemütlich als eskalativ mag. Gerade abends entwickelt das Fest seinen Reiz, wenn Musik, Essen und Wein in dieser typischen Open-Air-Gelassenheit zusammenkommen. Wer im August nicht schon wieder auf das nächste Riesenfestival will, sondern eher Lust auf einen netten Abend mit Atmosphäre hat, ist hier ziemlich gut aufgehoben.
Winzerfest St. Pauli
Nur wenige Tage später, vom 20. bis 23. August 2026, wird auf dem Spielbudenplatz beim Winzerfest St. Pauli weiterprobiert und angestoßen. Die Veranstaltung verbindet Wein, Kulinarik und Musik mit einer Lage, die man sonst eher mit langen Nächten und deutlich lauteren Formaten verbindet.
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.hfr
Das Winzerfest St. Pauli findet auf dem Spielbudenplatz statt.
Gerade deshalb funktioniert das Fest so gut: Es gibt St. Pauli-Flair, aber in einer etwas ruhigeren, beinahe mediterranen Variante. Wer einen Sommerabend in geselliger Atmosphäre verbringen will, bekommt hier dafür die ziemlich passende Kulisse geliefert.
Afrikafestival Hamburg Alafia
Zum Monatsende, vom 28. bis 30. August 2026, lädt dann das Afrikafestival Alafia in Altona zu einem der farbigsten und musikalisch lebendigsten Sommertermine der Stadt. Seit mehr als 20 Jahren kommen hier Live-Musik, Markt, Tanz und kultureller Austausch zusammen. Das Festival hat eine klare eigene Handschrift und hebt sich gerade deshalb von vielen beliebigen Stadtteilfesten ab. Man merkt schnell, dass hier nicht einfach nur Programm abgewickelt wird, sondern dass Musik, Begegnung und Atmosphäre tatsächlich den Kern ausmachen.
Veranstaltungen im September:
Volksdorfer Stadtteilfest
Nach dem Sommer startet der September dann vom 4. bis 6. September 2026 mit dem Volksdorfer Stadtteilfest in Volksdorf. Live-Musik, Familienprogramm, gastronomische Angebote und Mitmachaktionen sorgen dafür, dass sich das Fest angenehm klassisch anfühlt – also genau so, wie ein gut besuchtes Stadtteilfest eben sein sollte. Es ist groß genug, damit etwas los ist, aber nicht so überdreht, dass man sofort wieder weg möchte. Gerade für Familien oder alle, die den Hamburger Norden ohnehin mögen, ist das ein ziemlich verlässlicher Termin.
Bauernmarkt mit Weinfest in Niendorf
Zum Spätsommer gehört dann auch noch der Bauernmarkt mit Weinfest auf dem Tibarg in Niendorf, der vom 25. bis 27. September 2026 stattfindet. Pünktlich zur Erntezeit wird dort gebummelt, probiert und eingekauft, während regionale Produkte, Wein und herbstliche Stimmung den Ton angeben. Das Fest ist weniger laut als viele Sommerveranstaltungen, hat aber gerade deshalb seinen Reiz. Wer Ende September noch einmal draußen unterwegs sein will, ohne gleich in den ganz großen Trubel zu geraten, findet hier einen angenehm bodenständigen Termin.
Veranstaltungen in der kalten Jahreszeit:
Winterdom
Zum Jahresende verschiebt sich das Hamburger Freiluftleben dann wieder aufs Heiligengeistfeld, wo vom 6. November bis 6. Dezember 2026 der Winterdom stattfindet. Zwischen Lichtern, Fahrgeschäften und heißen Getränken bekommt der DOM in der kalten Jahreszeit noch einmal einen ganz eigenen Charakter.
Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der NikolausHamburger DOM
Darf auf dem Winterdom natürlich nicht fehlen: der Nikolaus
Vieles wirkt abends ein bisschen nostalgischer, ein bisschen gemütlicher und gleichzeitig natürlich weiter schön schrill. Gerade diese Mischung macht den Winterdom so verlässlich: Man weiß ziemlich genau, was einen erwartet – und geht oft genau deshalb hin.
Weihnachtsmärkte in Hamburg
Und wenn sich das Jahr langsam schließt, übernehmen schließlich die Weihnachtsmärkte in Hamburg, die sich ab November und durch den Dezember 2026 über die ganze Stadt verteilen – vom Rathausmarkt über den Jungfernstieg bis in viele Stadtteile. Glühwein, Kunsthandwerk, Lichter und die üblichen winterlichen Klassiker sorgen dafür, dass der Veranstaltungskalender in Hamburg eben nicht mit dem Sommer endet.
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt.imago/Panthermedia
Der Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt in Hamburg gehört zu den beliebtesten der Stadt.
Mal touristisch und groß, mal klein und gemütlich, mal eher klassisch, mal etwas verspielter: Die Märkte funktionieren fast wie ein eigener Festmonat zum Jahresabschluss. Wer 2026 also wirklich jede Saison mitnehmen will, kommt am Ende auch daran nicht vorbei.
Bibel TV verzeichnet positive Entwicklung auf Gesellschafterversammlung
Hamburg (ots) – Auf der Gesellschafterversammlung von Bibel TV am 5. Juni 2026 wurde die stabile Entwicklung des Medien- und Missionshauses festgestellt. Die Relevanz christlicher Inhalte in der Gesellschaft wurde durch den Erhalt des Public Value Status der Medienanstalten unterstrichen.
Gesellschaftliche Relevanz
In einer Zeit, in der globale Kriege, Klimawandel und wirtschaftliche Krisen zu Unsicherheiten führen, suchen viele Menschen Orientierung. Bibel TV bietet mit seinem wertebasierten Content Zugang zum christlichen Glauben, auch für Personen, die bislang keiner Kirche angehörten oder diese verlassen haben. Die Gemeinschaft umfasst über 66.000 katholische, evangelische und freikirchliche Unterstützer.
Nächste Mission
Die zentrale Frage der Aktivitäten ist, wie Medien Menschen einen einfachen Zugang zu Gott ermöglichen können. Ziel ist die NEXT MISSION, zu der unter anderem große Plakatkampagnen gehören. Diese sollen durch die Unterzeile „Mehr in deiner Kirche oder bei Bibel TV“ den Glauben in der Gesellschaft sichtbar machen.
Finanzielle Entwicklung
Obwohl das Spendenvolumen mit einem leichten Rückgang von -0,59 % im Vorjahr stagnierte, unterstützt die Spendergemeinschaft Bibel TV weiterhin verlässlich. Das Spendenvolumen betrug im letzten Geschäftsjahr 12.579.480,68 EUR. Die Werbeeinnahmen beliefen sich 2025 auf 1.824.845,58 EUR, was in einem Gesamterlös von 14.404.326,26 EUR resultierte.
Wachstum im On-Air-Bereich
Die Werbeerlöse im On-Air-Bereich wuchsen um 9,12 %. Dies wird auf Investitionen in neue Inhalte und das Vertrauen der Werbepartner zurückgeführt. Zu den neuen Inhalten zählen Serien wie „God Friended Me“ und die Fortsetzung von „Don Matteo“ sowie neue Predigtreihen.
Public Value Status
Im Jahr 2025 erhielt Bibel TV den Public Value-Status von den Medienanstalten in Deutschland. Diese Auszeichnung würdigt den Beitrag von Bibel TV zur gesellschaftlichen Wertschöpfung im Rundfunk, indem die Inhalte Orientierung und Toleranz fördern sowie den Dialog zu ethischen, sozialen und spirituellen Fragen anregen.
Reichweitenentwicklung
Die Reichweite blieb im letzten Geschäftsjahr stabil, während der Marktanteil im Gesamtmarkt gesteigert werden konnte. Dies wird den Investitionen in neue Inhalte und Angebote zugeschrieben.
Über Bibel TV
Bibel TV ist ein nach christlichen Werten orientiertes Medienhaus mit Sitz in Hamburg und bietet ein 24-stündiges TV-Programm, eine umfangreiche Mediathek sowie verschiedene Apps und Social Media-Kanäle an. Die Streaming-Plattform ermöglicht Live-Gottesdienste für über 120 Partner-Gemeinden.
Polizei kontrolliert mutmaßliche Drogenlieferdienste in Hamburg
Hamburg (ots) – Zivilfahnderinnen und -fahnder überprüften im Hamburger Stadtgebiet mehrere Personen im Verdacht, im Rahmen eines Lieferdienstes mit Betäubungsmitteln und Cannabis gehandelt zu haben.
Der Einsatz unter Führung der Abteilung für Rauschgiftdelikte des Landeskriminalamtes (LKA 68) fand am 04.06.2026 ab 14:00 Uhr statt und dauerte rund acht Stunden. Bei den Kontrollen durchsuchten Einsatzkräfte des LKA sowie der Schutzpolizei vier Fahrzeuge und elf Wohnungen und stellten rund 190 Gramm Marihuana, knapp 20 Gramm Haschisch, gut 12 Gramm Kokain, rund 8.900 Euro mutmaßliches Dealgeld, zwei Schreckschusswaffen, ein Messer sowie Verpackungsmaterialien und Mobiltelefone sicher.
Die Beamten identifizierten im Zusammenhang mit den Maßnahmen insgesamt 13 Männer im Alter von 17 bis 34 Jahren (neun Deutsche, zwei Türken sowie jeweils ein Italiener und ein Syrer) sowie eine 31-jährige Frau (deutsch). Gegen elf der Männer wird wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln beziehungsweise Cannabis ermittelt, gegen die übrigen wegen des Erwerbs von Kokain oder Cannabis. Alle Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen; bei sieben mutmaßlichen Rauschmittelhändlern erfolgte unter anderem eine erkennungsdienstliche Behandlung. Ein 18-jähriger deutscher Tatverdächtiger stand beim Ausliefern der Drogen offenbar unter dem Einfluss von THC und musste eine Blutprobe abgeben, nachdem er einen E‑Scooter genutzt hatte.
Bei einer Kontrolle in Barmbek-Süd wurde um kurz nach 20:00 Uhr ein 20-jähriger mutmaßlicher Kokainhändler vorläufig festgenommen und seine Wohnung in Dulsberg durchsucht. Daraus ergaben sich Hinweise auf einen weiteren Verdächtigen; dieser wurde in Neuköllner Ring (Rahlstedt) lokalisiert, flüchtete mit seinem Pkw Mercedes AMG mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit und überfuhr dabei auch Gehwege. Das Fahrzeug wurde in der Ebeersreye (Farmsen-Berne) gestoppt, der 26-jährige deutsche Staatsangehörige vorläufig festgenommen. Die Einsatzkräfte beschlagnahmten knapp zwei Gramm Kokain, 50 Euro mutmaßliches Dealgeld sowie das Fahrzeug und den Führerschein; gegen ihn wurden Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Handels mit Betäubungsmitteln, der Gefährdung des Straßenverkehrs und des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet.
Bereits am Dienstagabend kontrollierten zivile Einsatzkräfte des Polizeikommissariats 38 den Fahrer eines Peugeot und fanden im Kofferraum rund zwei Kilogramm Marihuana; der 41-jährige Deutsche führte außerdem 5.500 Euro Bargeld mit sich. Bei der anschließenden, mit Durchsuchungsbeschluss begleiteten Überprüfung des Fahrzeugs stellten die Beamten weitere 100 Gramm Haschisch und rund 8.000 Euro Bargeld sicher. In der Wohnung des 41-Jährigen wurden etwa 40 Kilogramm Marihuana, rund 1,3 Kilogramm Ketamin, circa 500 Gramm Haschisch sowie Verpackungsmaterial und Mobiltelefone sichergestellt. Der Tatverdächtige steht zudem im Verdacht, sein Fahrzeug unter dem Einfluss berauschender Mittel geführt zu haben; nach Blutprobenentnahme und erkennungsdienstlicher Behandlung wurde er dem Untersuchungsgefängnis zugeführt, ein Haftrichter erließ inzwischen einen Haftbefehl.
Die Ermittlungen werden durch das LKA 68 in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Hamburg geführt und dauern an.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Keine Kerzen, keine Blumen – nichts erinnert im Rewe-Markt an der Stresemannstraße an die tödliche Messerattacke auf einen Mitarbeiter am Montagabend. Nun meldet sich der Filialleiter Ahmad Ahad auf Instagram mit einer Trauerbekundung.
„Ich bin zutiefst erschüttert“, beginnt der Marktleiter seinen Post. „In meinem Rewe-Markt in Hamburg in der Stresemannstraße ist einer unserer Kollegen nach seiner Schicht durch einen Angriff ums Leben gekommen. Meine Gedanken sind bei ihm, seiner Familie und allen, die das miterleben mussten.“
Rewe-Chef bietet Mitarbeitern psychologische Hilfe an
Er habe seinen Kolleginnen und Kollegen psychologische Hilfe angeboten. „Wir stehen eng zusammen und unterstützen uns gegenseitig“, schließt Ahad seinen Beitrag.
MOPO
Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt! Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
Nach Olympia-Aus: Was Hamburger jetzt vom Bürgermeister erwarten
Block-Sündenbock: Warum der Familienanwalt Costard in den Fokus rückt
Public Viewing: In welchen Bars, Biergärten und Kneipen Sie die Fußball-WM gucken können
Große Rätselbeilage: Knobelspaß für die ganze Woche
16 Seiten Sport: Aus für Blessin bei St. Pauli & Jattas emotionale HSV-Reise
28 Seiten Plan7: Konzerte und mehr im Schanzenzelt, Gastro-Comeback & Tipps für jeden Tag
Am Mittwoch, zwei Tage nach der Bluttat, hatte sich die MOPO in dem Markt umgesehen. Der Betrieb lief weiter, als wäre nichts geschehen. Die MOPO-Reporterin fand keine Anzeichen des Gedenkens an den getöteten Angestellten vor. Auch die Mitarbeiter waren angewiesen worden, keine Fragen zum Geschehen zu beantworten, und verwiesen an die Pressestelle.
Der Rewe an der Stresemannstraße: Nichts erinnert daran, dass hier am Montag ein Mitarbeiter erstochen wurde.Zoe Clausen
Der Rewe an der Stresemannstraße: Nichts erinnert daran, dass hier am Montag ein Mitarbeiter erstochen wurde.
Am Montag gegen 21.30 Uhr war ein Streit zwischen dem Mitarbeiter und einem 29-jährigen Kunden eskaliert. Er begann vor dem Markt, verlagerte sich dann nach innen, wo der Kunde schließlich mit einem Messer auf den Oberkörper des 31-Jährigen einstach. Die Verletzungen waren so schwer, dass er kurz darauf im Krankenhaus starb.
Der Verdächtige stellte sich, als die Polizei eintraf. Er ließ sich widerstandslos festnehmen. Seit Dienstag sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Die genauen Hintergründe der Tat sind weiterhin unklar. (tst)
Der Hamburger Presseclub ist ein Netzwerk für Journalist:innen, Medienmacher und Kommunikationsexperten. Im Madison-Hotel am Baumwall hat der Verein nun seinen Vorstand neu gewählt – und anschließend mit Moderator Reinhold Beckmann und Sport-PR-Managerin Katja Kraus über Hamburgs geplatzte Olympia-Ambitionen und die anstehende WM gesprochen.
Zwischen der geplatzten Entscheidung über eine Olympia-Kandidatur der Stadt und dem Start der WM nutzte der Presseclub den Donnerstagabend für eine sportpolitische Diskussion. Beckmann und Kraus, die einst im Vorstand des Hamburger SV tätig war, bedauerten beide, dass sich Hamburg nun nicht mehr für die Ausrichtung der Spiele bewerben kann. Ein Zuschlag hätte ihrer Einschätzung nach gerade dem Sport einen großen Schub gebracht.
Vorstandswahl beim größten Presseclub Deutschlands
Diesmal als Gäste dabei: Katja Kraus und Reinhold BeckmannBertold Fabricius
Diesmal als Gäste dabei: Katja Kraus und Reinhold Beckmann
Zuvor hatten die Mitglieder des Hamburger Presseclubs ihren Vorstand neu gewählt. Der Club ist mit weit mehr als 400 Mitgliedern der größte seiner Art in Deutschland. Präsident Jörn Lauterbach (Welt/Welt am Sonntag) wurde im Amt bestätigt, ebenso seine Stellvertreterin Ilka Steinhausen (NDR) und Schatzmeister Matthias Iken („Hamburger Abendblatt“).
Auch Mathis Neuburger, stellvertretender Chefredakteur der MOPO, Jan Bulig (RTL Nord), Florian Zinnecker („Die Zeit“) und Alessa Brings (freie Journalistin) bleiben im Vorstand. Neu dabei sind Sofie Donges (NDR) und Vicky Bargel („Spiegel“). Sie ersetzen Susanne Beyer („Spiegel“) und Andreas Cichowicz (NDR), die nach vielen engagierten Jahren nicht erneut kandidierten. Finanziell stehe der Club gut da, hieß es. Für die kommenden Monate ist eine Reihe neuer Veranstaltungen geplant.
Schmuckhändler in Parkhaus in Hamburg-Harburg überfallen
Hamburg (ots) – Am Donnerstagabend wurde ein 30-jähriger Schmuckhändler in einem Parkhaus am Harburger Ring überfallen; die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Die Tat ereignete sich am 04.06.2026 gegen 19:00 Uhr im Parkhaus. Nach Angaben des Harburger Raubdezernats (LKA 184) hatte der 30-jährige Mann ein nahegelegenes Juweliergeschäft beliefert. Auf dem Rückweg zu seinem Fahrzeug wurden ihm im Treppenhaus drei Unbekannte begegnet.
Die Täter bedrohten den Mann demnach zunächst mit einer Schusswaffe, setzten Pfefferspray ein und raubten eine Umhängetasche mit Altgold und Bargeld. Anschließend flüchteten sie aus dem Parkhaus in unbekannte Richtung. Der 30-Jährige wurde leicht verletzt, eine ärztliche Versorgung war nicht erforderlich.
Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen mit mehreren Funkstreifenwagen führten nicht zur Festnahme von Tatverdächtigen. Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) übernahm die ersten Ermittlungen am Tatort; die weiteren Ermittlungen führt das Raubdezernat der Region Harburg (LKA 184) fort.
Die drei gesuchten Männer wurden als 25 bis 35 Jahre alt, etwa 185 cm groß und kräftig beschrieben. Sie sollen ein osteuropäisches Erscheinungsbild gehabt und Caps getragen haben; einer hatte blonde, die anderen beiden schwarze Haare. Die Täter waren überwiegend schwarz gekleidet, einer trug ein helles Oberteil.
Die Polizei bittet Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise zu den Angreifern geben können, sich beim Hinweistelefon der Polizei Hamburg oder bei einer Polizeidienststelle zu melden.
Bildunterschrift: Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Hamburg (ots) – In einem halbtägigen Online-Workshop stellt Ann-Marie Utz, KI-Trainerin und Innovation Editor bei dpa, vor, wie KI-Tools effektiv genutzt werden, um Themen strategisch zu entwickeln und Trends frühzeitig zu erkennen.
Inhalte des Workshops
Der Workshop beschäftigt sich mit der Entwicklung tragfähiger Konzepte aus ersten Ideen, insbesondere für Redaktion, Content-Strategie und professionelle Kommunikation. Ann-Marie Utz erklärt die Nutzung von KI als strukturiertes und analytisches Werkzeug in der Themenplanung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Recherche, Priorisierung, Formatentwicklung und langfristiger Planung, nicht auf automatischer Textproduktion.
Lernziele
Teilnehmende lernen unter anderem:
Wie KI für systematisches Brainstorming verwendet wird.
Wie sich Zielgruppenanalysen vertiefen lassen.
Wie Themen identifiziert und bewertet werden.
Wie aus einer Idee ein durchdachtes Formatkonzept entsteht.
Wie man Formatideen entwickelt und direkt Feedback dazu erhält.
Anhand konkreter Beispiele entwickeln die Teilnehmenden eigene Ansätze und übertragen die Methoden auf ihre Arbeitsrealität. Zudem wird auch die Begrenzung von KI in kreativen und strategischen Prozessen reflektiert.
Programmübersicht
Der Workshop bietet folgende Inhalte:
Themen-Brainstorming: KI zur Entwicklung konkreter Story-Konzepte nutzen
Zielgruppen-Analyse: Aspekte ermitteln, die Leser interessieren
Format-Entwicklung: Von der Grundidee zum fertigen Konzept
Redaktionsplanung: Strategische Verknüpfung von Themen und Entwicklung langfristiger Content-Strategien
Der Workshop fördert die direkte Interaktion mit der Trainerin, sodass individuelle Fragen eingebracht werden können. Die Durchführung erfolgt über MS Teams.
Zielgruppe und Vorkenntnisse
Der Workshop richtet sich an Redakteurinnen und Redakteure, Ressortverantwortliche, CvDs, Themenplaner sowie Mitarbeitende in Social-Media-Redaktionen und Investigativ-Teams. Auch Kommunikations- und PR-Verantwortliche sind angesprochen, die sich journalistisch mit Recherche und Themenplanung beschäftigen. Grundlegende Vorkenntnisse mit KI-Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini sind empfehlenswert.
Über die Referentin
Ann-Marie Utz ist Journalistin und Innovationstreiberin im Medienbereich. Ihr Fokus liegt auf Künstlicher Intelligenz und der Entwicklung zukunftsfähiger Arbeitsprozesse und Formate. Sie leitet Trainings zu KI und Journalismus und ist in verschiedenen Projekten zur Medienkompetenz aktiv.
Leo Stahlberg, Redakteur im Faktencheck-Team der dpa, begleitet den Workshop.
Workshop-Details
Der Workshop findet am Mittwoch, 24. Juni 2026, von 09:00 bis 12:30 Uhr statt. Die Teilnehmerzahl beträgt zwischen sechs und 24 Personen. Eine kostenfreie Stornierung ist bis 14 Tage vor der Durchführung möglich.