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Gestern — 25. Juli 2026Trash

Matussek: „Unsere Demokratie stürmt auf ihren Kipp-Punkt zu“

25. Juli 2026 um 06:46

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In seiner aktuellen Kolumne in der Weltwoche richtet Matthias Matussek einen offenen Brief an den AfD-Politiker Martin Sichert. Darin kritisiert er den Umgang der etablierten Parteien mit der Opposition und findet ungewöhnlich deutliche Worte Ausgangspunkt für die Kolumne dieser Woche ist Sicherts Ausschluss als AfD-Kandidat aus dem Wahlausschuss. Matussek erinnert daran, dass Sichert „seit fünfzehn […]

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Wie Ulrich Siegmund selbst seine Gegner gewinnt

25. Juli 2026 um 06:00

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(David Berger) Gegner entwaffnen statt beschimpfen: Wie Ulrich Siegmund mit menschlicher Größe, sympathischer Gelassenheit und Dialogbereitschaft selbst Anti-AfD-Demonstranten erreicht. Es sind oft die kleinen Szenen am Rande politischer Veranstaltungen, die mehr über einen Politiker verraten als jede vorbereitete Rede. Ein kurzer Videomitschnitt, der derzeit in den sozialen Netzwerken kursiert, zeigt den Fraktionsvorsitzenden der AfD Sachsen-Anhalt, […]

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Der Gipfel der Merz-Blamage: Ausgerechnet Linnemann wird Gesundheitsminister

24. Juli 2026 um 16:06

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(David Berger) Mit seiner heutigen Kabinettsumbildung hat Friedrich Merz ein neues Level an Peinlichkeit erreicht. Viele Personalentscheidungen wirken beliebig, fachliche Kompetenz scheint erneut hinter parteipolitischen Erwägungen zurückzustehen. Den wohl unfreiwilligen Höhepunkt bildet jedoch die Ernennung von Carsten Linnemann zum Gesundheitsminister – ausgerechnet jenes Politikers, der noch vor einem Jahr selbst erklärte, warum er für dieses […]

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Merz‘ letzter Barock-Tanz: Schulden, schöne Bilder und bestellte Kinder

17. Juli 2026 um 06:29

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Während Deutschland wirtschaftlich abrutscht und die Schulden explodieren, inszeniert sich die politische Elite in Zollwesten und barocken Schlössern als große Gestalterin. Frank Wahlig über einen Kanzler, der mehr scheint, als er ist – und über den letzten Tanz der Mächtigen vor der Sommerpause.  Mit starken Bildern in die Sommerpause. Die Bilder sollen eine Zeit lang […]

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Exkursion des Historischen Vereins zum Silbersee-Stollen am Hüggel


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Erdgeschichte trifft auf Industriegeschichte

Abstieg zum Stolleneingang (Foto: Historischer Verein).

Am 4. Juli 2026 unternahm der Historische Verein Osnabrück eine Exkursion zum Silbersee-Steinbruch und zum Besucherstollen am Hüggel.

18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden von zwei Tourguides von TERRA.vita — Jörg Hillmann und Astrid Schmidtendorf — in zwei Gruppen rund 2,5 Stunden lang fachkundig durch das Gelände geführt.

TERRA.vita-Infohütte bei der Gaststätte zum Jägerberg. (Foto: Historischer Verein)

Anlass der Exkursion war die Kombination aus regionaler Geschichte, Geologie und Naturschutz: Der Hüggel ist ein geologisches Kleinod, das auf engem Raum Zeugnisse zahlreicher Erdzeitalter zeigt und zugleich die Spuren des historischen Bergbaus trägt.

Die Exkursion machte die Vielschichtigkeit dieses Höhenzugs zwischen Hagen am Teutoburger Wald und Hasbergen erfahrbar — von den Sedimenten vergangener Meere bis zu den tektonischen Kräften, die das Relief formten. Dabei trat besonders deutlich hervor, wie hier Erdgeschichte auf neuere Industriegeschichte trifft: die uralten Kalk- und Fossilschichten lieferten bis ins 20. Jahrhundert hinein Rohstoffe, die den regionalen Bergbau, die Arbeit der Eisenverhüttung in der Georgsmarienhütte und die Nutzung des Silbersees als Bade- und Industriegewässer prägten.

Im Mittelpunkt stand der Silbersee-Steinbruch mit seinem rund 240 Meter langen Kalkstollen. Die Teilnehmenden erfuhren, wie der etwa 25 Meter tiefe Bruch nach dem Abbau durch Grundwasser zum „Silbersee“ wurde und warum sein Wasser immer wieder stark im Pegel schwankt. Besonders eindrücklich war die Möglichkeit, in Trockenzeiten das versteinert erhaltene Kalkwatt aus der Trias-Zeit (ca. 247–245 Mio. Jahre) zu sehen — eine seltene Ansicht „von unten“, die Fährten und Lebensspuren früher Reptilien freilegt.

Besondere Aufmerksamkeit galt den 2001 entdeckten Reptilienfährten und den Ergebnissen späterer Grabungen, die zeigen, dass hier frühe Vorläufer der Dinosaurier unterwegs waren. Ebenso wurden die heutige Tier- und Pflanzenwelt des Steinbruchs sowie die Wechselwirkungen zwischen geologischer Struktur, Bergbaugeschichte und Naturschutz beleuchtet — ein deutliches Beispiel dafür, wie naturwissenschaftliche und kulturhistorische Perspektiven am Hüggel ineinandergreifen.

Die Exkursion verband anschauliche Wissenschaftsvermittlung mit Erlebnis: Wattähnliche Begehungen im mittelgebirgigen Kalkwatt (u.a. fossile Abdrücke von Hummer, Wattwürmern und Korallen), Einblicke in den Stollen, zahlreiche Fundstücke und Erläuterungen zur Industrievergangenheit machten die rund 2,5‑stündigen Führungen zu einem informativen und eindrücklichen Erlebnis für alle Teilnehmenden. Abschließend blieb bei vielen die Faszination für einen Ort zurück, der Erdgeschichte und Industriegeschichte auf so engem Raum zusammenführt.

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1.000 Jahre Johannisfreiheit – Die Geschichte eines besonderen Ortes in Osnabrück


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Blogserie zur Johannisfreiheit

An diesem Wochenende ist ein neuer Blog zur geschichtlichen Entwicklung der Johannisfreiheit gestartet worden (https://johannisfreiheit.blogspot.com/). Die Blogserie nimmt Leserinnen und Leser mit auf eine spannende Zeitreise durch die Johannisfreiheit – einen der ältesten Orte der Stadt.
In elf kompakten Kapiteln, die an den kommenden Wochenenden erscheinen, erfährt man, wie aus einer unscheinbaren Anhöhe ein zentraler Schauplatz von Stadtentwicklung, Macht und Wandel wurde.

Startseite des Blogs „Die Johannisfreiheit“ (https://johannisfreiheit.blogspot.com/).

Der Ort spiegelt über 1.000 Jahre Geschichte im heutigen Stadtbild wider. Die Serie verbindet überraschende Einblicke in die Vergangenheit mit aktuellen Entwicklungen und stellt Fragen, die zum Nachdenken und Mitreden anregen. Die Blogserie macht neugierig auf Stadtgeschichte und eröffnet, was die Johannisfreiheit für Osnabrück wirklich bedeutet und warum dieser Ort mehr Aufmerksamkeit verdient.

Kapitel 1 ist bereits online: es geht weit zurück in die Zeit vor der Gründung Osnabrücks. Damals gab es noch keine Stadt, sondern nur Hügel, Wiesen und Sümpfe – und einen wichtigen Fernweg, der von Süd nach Nord durch die Region führte. An einer sandigen, erhöhten Stelle, die heute die Johannisstraße ist, fanden Menschen einen idealen Siedlungsplatz: trocken, geschützt und strategisch günstig gelegen.

Archäologische Funde unter der heutigen Johanniskirche – Gräber mit Schmuckstücken aus dem 9. oder 10. Jahrhundert – belegen, dass hier schon vor der ersten urkundlichen Erwähnung Menschen lebten und ihre Toten bestatteten. Dieser Ort war also schon früh eine Keimzelle, aus der später Osnabrück entstand.

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75 Jahre Emslandplan – Ein würdiges Finale in Neugnadenfeld


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Am 20. Juni fand in der Kirche von Neugnadenfeld der Abschluss des Jubiläumsjahres „75 Jahre Emslandplan“ statt — ein Nachmittag, der Rückblick, wissenschaftliche Einordnung und künstlerische Gestaltung zu einem stimmigen Ganzen verband. Schon beim Empfang vor der Kirche setzte der Bläserchor Neugnadenfeld den feierlichen Ton; im Innenraum führten musikalische Beiträge von Firiël Werners und Ilse Kok durchs vielseitige Programm. Die Eröffnungsworte von Troels Eckerlin sowie die Grußworte von Marc‑André Burgdorf und Uwe Fietzek unterstrichen die regionale Bedeutung des Emslandplans und riefen dazu auf, das Erreichte kritisch und zugleich hoffnungsvoll zu betrachten.

Rückblick und wissenschaftliche Perspektive

Im Zentrum des Nachmittags standen die Bilanz des Jubiläumsjahres und eine externe, wissenschaftlich fundierte Perspektive. Veronika Olbrich und Dr. Benjamin van der Linde fassten die Projekte und Erkenntnisse des Jahres prägnant zusammen. Ergänzt wurde dies durch die Keynote von Prof. Dr. Marijn Molema aus Groningen, die das lokale Engagement in einen größeren Kontext stellte. Die Verbindung von praktischem Erfahrungswissen und akademischer Analyse machte deutlich: Der Emslandplan ist kein abgeschlossenes Kapitel, sondern ein fortlaufender Prozess, der ländliche Entwicklung, Kultur und Gemeinschaft miteinander verknüpft.

Ausblick, Begegnung und kulturelle Impulse

Ein besonderer Akzent des Finales war die Vorstellung des Projekts „lebens.wert“ durch Julia Windisch und Leo Marielle Amsbeck. Das Projekt steht exemplarisch für die Weiterarbeit an Themen wie kultureller Bildung, Teilhabe und der Frage, wie ländliche Räume lebenswert gestaltet werden können. Musikalische Zwischenspiele — von Albéniz über Piazzolla bis zu zeitgenössischen Stücken — gaben dem Nachmittag emotionale Tiefe.

Das Finale in Neugnadenfeld war weniger ein Schlussstrich als ein Aufbruch: ein Impuls, die im Jubiläumsjahr angestoßenen Projekte weiterzuführen und die Region aktiv mitzugestalten.

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Führung durch den Silbersee Steinbruch und den Besucherstollen am Hüggel


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Samstag 4. Juli 2026, 15 Uhr

Der Historische Verein Osnabrück lädt zu einer Führung durch den Silbersee Steinbruch und den Besucherstollen am Hüggel ein.

Unter der Leitung von TERRA.vita führt der Ausflug in das sogenannte Mittelgebirgs Watt bei Hasbergen.

Der Hüggel bietet eine ungewöhnliche Perspektive auf einen uralten Küstenboden: Das hier sichtbare Watt ist rund 240 Millionen Jahre alt und im Laufe der Zeit zu festem Gestein geworden. Ein etwa 250 Meter langer Stollen im Grund des Steinbruchs ermöglicht Einblicke zwischen die Gesteinsschichten. Besucherinnen und Besucher können Spuren von Krebsen, Wattwürmern und sogar Fußabdrücke von Vorläufern der Dinosaurier entdecken.

Treffpunkt und nähere Informationen bei Anmeldung
Kontakt: Historischer Verein Osnabrück, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0541 3316214
Kosten: 15 Euro, Anmeldeschluss: 25. Juni 2026

Eine Veranstaltung im Rahmen des Exkursionsprogramm 2026 des Historischen Vereins.

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History Trail – Auf den Spuren der NS‑Zeit rund um das Stadion an der Bremer Brücke


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Donnerstag, 25. Juni 2026, 16 Uhr
Stadion an der Bremer Brücke

Der Historische Verein Osnabrück lädt zu einem digitalen Stadtteilrundgang rund um das Stadion an der Bremer Brücke ein.

Unter der Leitung von Mona Weber und Tina Schröter verbindet der Rundgang historische Orte im Stadtteil Schinkel mit den Lebenswelten und Biografien junger Menschen während der Zeit des Nationalsozialismus.

Der Rundgang entstand im Rahmen des Projekts „Dem Vergessen die rote Karte zeigen – Wege des Erinnerns schaffen“. Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 bis 12 des Graf‑Stauffenberg‑Gymnasiums Osnabrück haben gemeinsam mit dem VfL‑Fanprojekt die NS‑Geschichte ausgewählter Orte im Schinkel aufgearbeitet. Unterstützung erhielten sie vom VfL‑Bündnis „Tradition lebt von Erinnerung“.

Ausgehend vom Stadion an der Bremer Brücke beleuchtet der History Trail insbesondere die Situation von Jugendlichen im Nationalsozialismus. Auch der Fußball selbst hat eine NS‑Geschichte: Er war schon damals ein Ort der Begegnung – und der Ausgrenzung. Der Startpunkt am Stadion des VfL Osnabrück knüpft daran an und führt in das Thema ein. Das Projekt möchte Erinnerung lebendig, lokal und persönlich erfahrbar machen.


Treffpunkt und nähere Informationen bei Anmeldung
Kontakt: Historischer Verein Osnabrück, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0541 3316214
Anmeldeschluss: 15. Juni 2026

Eine Veranstaltung im Rahmen des Exkursionsprogramm 2026 des Historischen Vereins.

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Wulfs Erbe – Eine Hofgeschichte zwischen Leibeigenschaft und „Bauernbefreiung“


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Exkursion des Historischen Vereins zum Hof Grothaus in Wallenhorst
Sonntag, 7. Juni, 14 – 17 Uhr

Der Bauernhof „Wulfs Erbe“ heute
© Thorsten Heese, 2019

Am 23. Februar 1837 unterschrieb Kolon Franz Wulf seinen Ablösungsvertrag. Damit endete für den Vollerben in der Bauerschaft Lechtingen die Jahrhunderte währende Leibeigenschaft. Anhand der Geschichte des Bauernhofes vom 14. Jahrhundert bis zu seiner Ablösung im 19. Jahrhundert werden die Strukturen und Auswirkungen der Leibeigenschaft in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ständegesellschaft exemplarisch vorgestellt. Dem kurzweiligen Vortrag auf der Deele des Hofes Wulf/Grothaus folgt ein gemütliches Beisammensein mit Kaffee, Tee und Kuchen. Abschließend werden auf einem Spaziergang die Dimensionen der zugehörigen Ländereien im Jahre 1785 gemeinsam erkundet.

Treffpunkt: Hof Grothaus, Zum Gruthügel 18,
49134 Wallenhorst-Lechtingen
Verzehrkosten: 5 Euro
Anmeldeschluss: 1. Juni 2026
Leitung: Thorsten Heese

Anmeldung / Teilnahmegebühren
Für die Veranstaltung ist eine Anmeldung zwingend erforderlich. Dies kann schriftlich oder telefonisch erfolgen:
Kontakt: Historischer Verein Osnabrück, Schloßstr. 29, 49074 Osnabrück
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0541 3316214
Die Teilnahmegebühr kann vor Ort entrichtet werden.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Exkursionsprogramm 2026 des Historischen Vereins.

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Vergangenheit zum Anfassen: Studierende der Hochschule Osnabrück entwickeln interaktive Runen-Station für das Varusschlacht-Museum


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Zwei Media & Interaction Design-Studierende haben eine Touchscreen-Anwendung für die Sonderausstellung „VERLORENE KRIEGER – Germanen zwischen Macht und Mythos“ in einem Kooperationsprojekt mit dem Museum und Park Kalkriese entwickelt. Seit dem 25. April können Gäste des Varusschlacht-Museums in Bramsche im Osnabrücker Land eine einzigartige Präsentation von mehr als 1.200 germanischen Artefakten aus dem 2. bis 5. Jahrhundert nach Christi erleben und sich an interaktiven Stationen neue Perspektiven auf das Leben der Germanen erschließen.

Mehr Infos zum Projekt: https://www.hs-osnabrueck.de/nachrichten/2026/05/vergangenheit-zum-anfassen

Der Verein für Geschichte und Landeskunde besucht am kommenden Wochenende die Ausstellung. Es sind noch Restplätze vorhanden!

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Textile Schätze – Handwerkertradition und Archäologie


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Exkursion in die Werkstatt Torlage, das Tuchmachermuseum Bramsche und das Museum Varusschlacht in Kalkriese

Samstag, 9. Mai 2026, 10.30 – 17 Uhr

Nachdem die Tuchmacherinnung ihre Produktions­stätte, das heutige Tuchmacher Museum, Anfang der 1970er Jahre aufgegeben hatte, endete die lange Tradi­tion der Tuchherstellung in Bramsche. Eine Ausnahme bildete die Werkstatt der Familie Torlage. Bis heute ist das Wohn- und Arbeitshaus am Otterkamp, 1922 erbaut und 1946 um eine Weberei erweitert, unverändert und bewahrt seine ursprüngliche Atmosphäre. Neben der Besichtigung der Werkstatt Torlage steht auch ein kurzer Besuch des Tuchmacher Museums auf dem Programm.

Nach einer Mittagspause im Museum Varusschlacht wird dort die Sonderausstellung „Verlorene Krieger – Germanen zwischen Macht und Mythos“ im Rahmen einer Führung besichtigt. Die einzigartige Ausstellung präsentiert mehr als 1.000 hochkarätige Objekte aus der Sammlung des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf, darunter Waffen, Ausrüstungsstücke, Alltagsgegenstände und einige außergewöhnliche Texti­lien aus Wolle. Die Funde stammen aus dem Thorsberger Moor und dem Nydam Moor, wo sie zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert niedergelegt wurden.

Treffpunkt: Werkstatt Torlage (eigene Anfahrt, genaue Adresse bei Anmeldung)
Kosten: 15 Euro, Anmeldeschluss: 4. Mai 2026
Leitung: Ulrike Hindersmann und Ilka Thörner

Zu allen Veranstaltungen des Historischen Vereins ist eine Anmeldung – per Mail oder telefonisch – unbedingt erforderlich:
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0541 3316214
Teilnahmegebühren überweisen Sie bitte auf folgendes Konto: IBAN DE22 2655 0105 0000 2126 13

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„Christusmörder“ und „Brunnenvergifter“ – Das Entstehen antijüdischer Vorurteile im Mittelalter und die großen Wellen der Judenverfolgungen


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Vortrag von Prof. Dr. Thomas Vogtherr

Dienstag, 21. April 2026, 18 Uhr
Museumsquartier, Vortragssaal

Das Leben jüdischer Menschen im mittelalterlichen Deutschland war seit den Kreuzzügen vielfach bedroht und mit beträchtlichen Risiken verbunden. Glaubensunterschiede und daraus nicht selten erwachsener religiöser Fanatismus führten zur Ausgrenzung und Diskriminierung der jüdischen Bevölkerung. Der Vortrag zeigt die Entstehung langfristig wirkender stereotyper Grundmuster von Judenfeindlichkeit auf und beschreibt ihre gesellschaftlichen Auswirkungen in Form der regelmäßigen Verfolgungen jüdischer Menschen im deutschen Wirkungsraum.

Mehr Infos zur aktuellen Ausstellung “Van den Yoden” und der dazugehörigen Veranstaltungsreihe im Museumsquartier finden Sie hier.

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Archiv-Nachrichten Niedersachsen 29/2025


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Förderwege, Digitale Archivierung und regionale Netzwerke im Fokus

Die 29. Ausgabe der Archiv-Nachrichten Niedersachsen ist erschienen. Dieses Heft bietet ein kompaktes, praxisorientiertes Panorama aktueller Fragen, die die Archivlandschaft Norddeutschlands bewegen: Wie profitieren Archive von großen Förderprogrammen? Wie verändern die Digitale Archivierung und die Digitalisierung die Zusammenarbeit? Welche Rolle spielen regionale Netzwerke für die Zukunft der Archive?

Das Umschlagbild der Ausgabe 29 / 2025 der Archiv-Nachrichten Niedersachsen.
Das Umschlagbild der Ausgabe 29 / 2025 der Archiv-Nachrichten Niedersachsen.

Im Mittelpunkt steht die Dokumentation des 9. Norddeutschen Archivtags in Bremen unter dem Leitmotiv „Archive und ihre Partner“. Beiträge und Berichte zeigen eindrücklich, dass Archivarbeit heute nicht im Elfenbeinturm stattfindet, sondern als gemeinschaftliches Handeln: Werkstätten, Verwaltungen, Dienstleister und ehrenamtliche Initiativen arbeiten zusammen, um Originale zu erhalten, zu erschließen und nutzbar zu machen.

Ein Schwerpunkt des Hefts ist die neue Förderlandschaft: Das Programm „Schriftliches Kulturgut erhalten“ eröffnet Chancen für kleinere Einrichtungen, rückt Fotobestände stärker in den Fokus und ermöglicht modulare Antragstellungen. Die Beiträge geben konkrete Hinweise, wie sich Projekte bündeln, Partnerschaften vor Ort nutzen und Förderanträge als Teamarbeit gestalten lassen – pragmatisch, ressourcenschonend und wirkungsorientiert.

Zahlreiche Fallstudien liefern unmittelbare Praxis: Kooperationen zwischen Landesarchiven und Werkstätten, ein Citizen-Science-Projekt zur Erschließung, filmische Zugänge zur Stadtgeschichte sowie Erfahrungsberichte zur Übernahme elektronischer Akten. Ergänzt werden diese Einblicke durch Beiträge zu digitaler Überlieferung, Bestandserhalt und Notfallvorsorge – Themen, die nur im Verbund erfolgreich zu bewältigen sind.

Die Rubrik „Aus der Arbeit der Archive“ enthält zwei prägnante Beiträge: eine Analyse der welfischen Adelserinnerung und ein Rückblick auf 100 Jahre Universitätsarchiv Göttingen, die beide die Bedeutung von Archiven für Identität, Forschung und Lehre unterstreichen. Unter „VANB-Angelegenheiten“ informieren der Verband und seine Regionalgruppen über aktuelle Projekte und Planungen, die Sichtbarkeit und Zugänglichkeit vor Ort stärken.

Die Archiv-Nachrichten werden allen empfohlen, die nach konkreten Anregungen, erprobten Lösungen und vernetzten Perspektiven für die Archivarbeit suchen. Seien es Ideen für den Lesesaal, die Gestaltung der Werkstatt oder das Magazin.

Die Mitglieder des VANB (Verband der Archivarinnen und Archivare in Niedersachsen und Bremen e.V.) erhalten die Zeitschrift kostenlos im Rahmen ihrer Mitgliedschaft.

Die A-NN können über das Kreisarchiv Emsland erworben werden: Herzog-Arenberg-Straße 12, 49716 Meppen, 05931/446107, [email protected]

Inhalt

9. Norddeutscher Archivtag in Bremen

Konrad Elmshäuser, 9. Norddeutscher Archivtag in Bremen. Archive und ihre Partner – Bestandserhaltung, Erschließung und Vorsorge

Ursula Hartwieg, Das neue Förderprogramm für den bundesweit koordinierten Originalerhalt: „Schriftliches Kulturgut erhalten“

Thomas Bardelle, Die Kooperation der Abteilung Stade im Niedersächsischen Landesarchiv mit den Werkstätten des Deutschen Roten Kreuzes in Stade

Angela Huang, Citizen Science zur Erschließung historischer Quellenbestände an der FGHO

Henning Steinführer, Das Stadtarchiv Braunschweig und seine Kooperationspartner bei der Erschließung und Nutzung von Archivgut

Daniel Tilgner, Archiv auf ungewohnten Wegen: Zur Entstehung einer Kinodokumentation zur Stadtgeschichte im Landesfilmarchiv Bremen

Matthias Manke, Die eAkten-Übernahme im Landesarchiv Mecklenburg-Vorpommern mit dem DIMAG-Ingest-Werkzeug elektronische Akte (DIWA)

Uwe Leuenhagen, Anbietung und Übernahme von elektronischen Akten der Landesverwaltung in Schleswig-Holstein: ein Erfahrungsbericht

Olga Aginski und Viktor Pordzik, Die Archivierung elektronischer Akten im Staatsarchiv Bremen – ein Arbeitsbericht

Susanne Meinicke, Digitale Archivierung gemeinsam meistern. Erfahrungen aus der Aufbauphase der kommunalen Servicestelle für digitale Archivierung

Nele Bösel-Hielscher, Archive und ihre (Notfallverbund-)Partner – Podiumsdiskussion

Jörn Brinkhus, Zur rechtssicheren Onlinestellung von urheberrechtlich geschütztem Kulturgut. Die Regelungen für nicht-verfügbare Werke und das öffentliche Archivwesen

Dominik Dockter, Christian Hellwig und Ben Rieger, Archivalische Quellen zum (post-)kolonialen Erbe in Niedersachsen und Bremen. Ein Projektbericht

Aus der Arbeit der Archive

Arne Hoffrichter, Der „welfische“ Adel als Erinnerungsgruppe nach 1866: Gutsarchive als Fundus imaginierter Kontinuität

Holger Berwinkel, 100 Jahre Universitätsarchiv Göttingen. Produkt und Voraussetzung der Forschung

VANB-Angelegenheiten

Lars Nebelung, Bericht aus der Mitgliederversammlung des VANB e. V. am 4. Juni 2025

Kathrin Flor, VANB-Regionalgruppe Bentheim – Emsland – Osnabrück

Thomas Bardelle und Sönke Kosicki, Die VANB-Regionalgruppe Elbe-Weser plant einen Archivführer

8. Niedersächsisch-Bremischer Archivtag in Bremerhaven

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Ossietzkys Rückkehr ins Emsland. Erinnerungskultur Esterwegen


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Vortrag von Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke

Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr
Museumsquartier Osnabrück, Vortragssaal

Buchcover “Ossietzkys Rückkehr ins Emsland”

Vertuscht, verdrängt, verleugnet: In den 1960ern drohte die KZ-Vergangenheit des Emslandes dem Vergessen anheimzufallen. Zwei junge Redakteure stemmten sich dagegen. Ihre berufliche Laufbahn ist eng damit verwoben: Gerhard Kromschröder und Hermann Vinke waren in den 1960er Jahren Redakteure der „Ems-Zeitung“. Trotz heftiger Gegenwehr vor Ort rückten sie das Geschehen in den 15 Emslandlagern während der NS-Zeit und ihren prominentesten Häftling, den Friedensnobelpreisträger Carl von Ossietzky, in ihrer Berichterstattung immer wieder in die breite Öffentlichkeit.
Der Vortrag zeigt ein Bild von der verbreiteten Erinnerungsabwehr im Emsland. Die beiden jungen Journalisten bezahlten ihr Engagement gegen das Vergessen mit ihrem Arbeitsplatz. Doch auf dem Gelände des ehemaligen KZ Esterwegen steht heute eine Gedenkstätte, in der Carl von Ossietzky einen würdigen Platz gefunden hat. Er ist also an den Ort seines Leidens zurückgekehrt, wo er als Mahner gegen die aktuell vermehrt auftretenden Feinde der Demokratie weiterwirkt.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Der Eintritt ist frei.

Im Anschluss an den Vortrag findet die Jahreshauptversammlung 2026 des Vereins statt.

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Wie Konzerne das US-Militär sehen (und besitzen) – thebusinessofwar.substack.com

02. Januar 2026 um 06:52

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Eine gewinnorientierte Aktiengesellschaft ist ein Unternehmen, das auf die Maximierung des kurzfristigen Gewinns ausgerichtet ist. Die Aufgabe der Unternehmensleitung besteht darin, diesen Gewinn zu maximieren, während der Aufsichtsrat die Einhaltung dieser Maximierung überwacht.

Die häufigste Methode, mit der Unternehmen ihren Gewinn maximieren, ist die Unterbezahlung ihrer Angestellten. Die Arbeiter erwirtschaften den Gewinn, erhalten ihn aber nicht. Die Führungskräfte leiten diesen Gewinn an Investoren und sich selbst weiter.

Es versteht sich von selbst, dass die Arbeiter nicht das Sagen haben. Sie dürfen in einem Unternehmen keine Geschäftsentscheidungen treffen. Diese Entscheidungen werden von der Geschäftsleitung getroffen. Demokratie herrscht am Arbeitsplatz nicht.

Dies ist die Situation in jeder Branche, einschließlich der Rüstungsindustrie .

Was Sie über Unternehmensübernahmen wissen

Großkonzerne versuchen mit allen Mitteln, die US-Regierung zu beeinflussen. Gelingt ihnen dies, spricht man von Unternehmensvereinnahmung. Riesige Konzerne arbeiten zusammen, um die Institutionen und Entscheidungsprozesse der Regierung so zu beeinflussen, dass Politik und Regulierung (oder deren Fehlen) den Unternehmensgewinn statt dem Gemeinwohl steigern.

Sie kennen wahrscheinlich Denkfabriken, Lobbyarbeit und legale Bestechung.

  • Eine Denkfabrik veröffentlicht Informationen, die den Geldgebern nützen. Konzerne und Superreiche finanzieren Denkfabriken , die Bedrohungen erzeugen und aufbauschen und so den großflächigen Einsatz von US-Truppen sowie die enormen Militär- und Geheimdienstbudgets rechtfertigen.
  • Konzerne und Superreiche heuern Lobbyisten an , um den US-Kongress und das Pentagon zu beeinflussen. Lobbyisten entwerfen sogar Gesetzesentwürfe, die sie dann den Politikern übergeben.
  • Konzerne und Superreiche finanzieren die beiden politischen Parteien und einzelne Kandidaten. Einmal im Amt, verabschieden die gewählten Amtsträger Gesetze, die den Interessen dieser Großkonzerne entgegenkommen.

Denkfabriken, Lobbyarbeit und Bestechung im Rechtssystem bilden eine wirkungsvolle Kombination, doch die Vereinnahmung durch Konzerne geht weit darüber hinaus. Rüstungskonzerne (bekannt als „Militärauftragnehmer“ oder „Verteidigungsunternehmen“) kontrollieren Geist und Körper auf vielfältige Weise.

Den Geist kontrollieren

  • Konzerne eröffnen (und schließen) regelmäßig Büros und Fabriken. Führungskräfte versprechen eine bestimmte Anzahl von Arbeitsplätzen an einem Standort, insbesondere wenn sie staatliche und kommunale Steuervergünstigungen beantragen (wobei das Kleingedruckte sicherstellt, dass sie diese Versprechen nie einhalten oder die Beschäftigten langfristig beschäftigen müssen). Das Ausspielen der „Arbeitsplatzkarte“ ist für Großkonzerne und ihre Politiker ein Vorwand, um vorzugeben, sich um die Arbeitnehmer zu kümmern.
  • Als gemeinnützige Organisationen nach § 501(c) anerkannt, zeichnen sich Wirtschaftsverbände (z. B. NDIA AIA AUSA ) durch ihre Fähigkeit aus, Kontakte zwischen aktiven Militäroffizieren und Industrievertretern zu knüpfen und so die Grenzen zwischen Regierung und Wirtschaft weiter zu verwischen. Bei Netzwerkveranstaltungen wie Seminaren, Frühstückstreffen und Rüstungsmessen dominieren die Standpunkte der Unternehmen. (Darüber hinaus sind gemeinnützige Organisationen nach § 501(c)4 geschickt darin, mit intransparenten Spenden politische Einflussnahme zu betreiben.)
  • Unternehmen wirken intern an der Gestaltung von Richtlinien und Strategien mit . Sie waren an strategischen Initiativen und Planungen der Marineführung, an strategischen Plänen und der politischen Unterstützung der Luftwaffe, an der Beschaffungspolitik und Programmentwicklung des Marine Corps, an Bewertungen und politischen Empfehlungen für den stellvertretenden Staatssekretär für Logistik und vielem mehr beteiligt!
  • Das Pentagon stellt Unternehmen kostenlos Militäroffiziere zur Verfügung. Im Gegenzug dürfen die Unternehmen diese Offiziere mit Empfehlungen zur Militärpolitik beeinflussen die die Offiziere nach ihrer Rückkehr zu ihren Einheiten mitnehmen.
  • Gierige Wirtschaftsmagnaten, darunter prominente Kriegsgewinnler, sitzen in verschiedenen Gremien , die das Pentagon beraten. Der Verteidigungspolitische Beirat ist eine dieser Gruppierungen.

    Den Körper kontrollieren

  • Das US-Militär kann ohne Konzerne weder operieren, noch bombardieren oder kommunizieren. Tatsächlich ist es ohne deren Produkte und Dienstleistungen völlig funktionsunfähig – vom größten Flugzeugträger (selbst eine Plattform für unzählige Güter und Dienstleistungen) bis zum kleinsten Mikrochip. Konzerne, die den militärischen Teil des Militärs bilden, verschlingen mehr als die Hälfte des Militärbudgets. Zwar gibt es noch uniformierte Truppen (Soldaten, Matrosen, Piloten, Marines und Angehörige der Sicherheitskräfte), doch sind sie in den Augen der Führungsspitze lediglich Nutzer von Konzernprodukten .
  • Firmenangestellte sind überall . Diese „Auftragnehmer“ sind an vielen Militärstandorten sogar zahlreicher als die Truppen.
  • Das US- Militär darf die meisten seiner Ausrüstungsgegenstände nicht selbst reparieren . Das müssen Unternehmen übernehmen. Das ist genauso, als würden Unternehmen Landwirte daran hindern, ihre Traktoren zu reparieren, oder Sie daran hindern, einen neuen Akku in Ihren alten Laptop einzubauen.
  • Ähnlich verhält es sich mit Konzernen, die Daten zu hochpreisigen Waffensystemen zu sichern. Das bekannteste Beispiel ist der Lockheed Martin F-35-Kampfjet , die teuerste Waffe aller Zeiten. Der Konzern besitzt den Softwarecode und die technischen Daten des Jets. Das US-Militär ist daher nicht in der Lage , den Jet eigenständig zu betreiben, zu warten oder zu modernisieren.
  • Wenn Sie es nicht besitzen, gehört es Ihnen nicht. Viele Konzerne verlangen vom US-Militär, dass es ihre Software lizenziert , anstatt sie direkt zu kaufen. Die Lizenzen umfassen alles von Buchhaltungs- und Datenintegrationssoftware bis hin zu Produkten zur Überwachung von Kommunikationsnetzwerken und Oracle- Datenbanken für eine riesige Spionageabwehrbehörde . Lizenzierung ist profitabler als ein einmaliger Verkauf.
  • Kapitalisten wechseln zwischen Industrie und Regierung hin und her . In der Regierung verfolgen sie eine Politik, die den Profit über das Wohl der Menschen stellt, und sie eignen sich Wissen an, um nach ihrem Ausscheiden aus der Regierung noch höhere Gewinne zu erzielen. (Auch hochrangige Militäroffiziere zieht es nach ihrer Pensionierung in Rüstungskonzerne, wo sie häufig Führungspositionen übernehmen.)

Konzerne geben nicht nur den Ton an. Konzerne sind die Show.

Das resultierende Verhalten

Diese Vereinnahmung durch Konzerne – mit Leib und Seele – garantiert, dass die Regierungspolitik darauf abzielt, den Unternehmensgewinn zu maximieren.

Das jährliche Militärpolitikgesetz, der sogenannte National Defense Authorization Act (NDAA), entsteht in dem oben beschriebenen Umfeld. Unternehmenslobbyisten und der US-Kongress füllen den NDAA mit unzähligen Paragraphen, die darauf abzielen, die Unternehmensgewinne zu maximieren.

Jahr für Jahr verpflichtet der NDAA das Pentagon zu Folgendem:

1. Ausländische Streitkräfte oder paramilitärische Gruppen ausbilden und bewaffnen . Dies steigert die Waffenexporte und kann dem Pentagon Einfluss auf die Ausgebildeten/Bewaffneten verschaffen.

Einige Beispiele von vielen sind: Ausbildung irakischer Streitkräfte und kurdischer Peschmerga (NDAA 2024); Ausweitung der Ausbildung osteuropäischer „nationaler Sicherheitskräfte“ (NDAA 2025); und Stärkung der militärischen Ausbildung und Ausrüstung im Libanon (NDAA 2026).

2. Die militärische Präsenz der USA weltweit aufrechterhalten oder ausbauen .

Die Hunderten von US-Militärstützpunkten weltweit steigern die Umsätze der Unternehmen – man bedenke, dass der Großteil der militärischen Aktivitäten der USA von Unternehmen getragen wird²  und ermöglichen es dem Pentagon, Regierungen und Gruppen, die eine unabhängige Außenpolitik verfolgen oder sich der Vorherrschaft von Unternehmen über ihr Land und ihre Ressourcen widersetzen, noch stärker unter Druck zu setzen.

Keine Region ist tabu.

Die Pacific Deterrence Initiative, die durch den National Defense Authorization Act (NDAA) von 2021 ins Leben gerufen und in allen nachfolgenden Gesetzen erweitert wurde, ist beispielsweise das wichtigste Instrument des Pentagons zur Militarisierung des Pazifikraums. Sie konzentriert sich auf den Aufbau militärischer Infrastruktur im Pazifik, den Kauf und die Stationierung von Waffensystemen, die Ausweitung militärischer Ausbildung und Übungen sowie die Förderung und Einbindung regionaler Führungskräfte.

3. Geld für Waren und Dienstleistungen von US-amerikanischen Rüstungskonzernen ausgeben. Beispielsweise verpflichtete Abschnitt 1640 des Verteidigungshaushaltsgesetzes von 2024 das Pentagon zur Einrichtung eines Programms für seegestützte nukleare Marschflugkörper. (Abschnitte 1513 des Verteidigungshaushaltsgesetzes von 2025 und 1633 des Verteidigungshaushaltsgesetzes von 2026 präzisierten die Ziele des Programms.) Raten Sie mal, welche Konzerne das Militär mit der Entwicklung dieser Waffe beauftragen wird!

4. Ermitteln Sie, was die offiziellen Feinde in einer bestimmten Region tun .

  • Prüfen Sie beispielsweise, was Moskau und Peking in Lateinamerika und der Karibik vorhaben (NDAA 2024, Abschnitt 7342).
  • Entwickeln Sie eine Strategie zur „Aufdeckung und gegebenenfalls Bekämpfung“ der „bösartigen Aktivitäten“ Chinas (NDAA 2025, Abschnitt 1254).
  • Bewertung des [angeblichen] Fentanylhandels durch die chinesische Regierung (NDAA 2026, Abschnitt 8313) und Planung einer „Reaktion“ auf Chinas „globale“ Militärbasen (Abschnitt 8367).

Dies sind nur einige Beispiele.

Die Einschätzungen werden dann genutzt, um Angst zu schüren und solche „Bedrohungen“ aufzubauschen. Vorsicht! [Land, vor dem man euch Angst einjagen soll] tut X, Y und Z in [Region, die US-amerikanische Kapitalisten beherrschen wollen]! Größere Budgets folgen. Mehr Geld für Kriegskonzerne.

5. Steuergelder sollten in die Erforschung von Technologien für Krieg und Spionage investiert werden. Beispielsweise haben die letzten drei Verteidigungshaushaltsgesetze (NDAAs) die Forschung in den Bereichen künstliche Intelligenz, Mikroelektronik, Atomwaffen und vielem mehr vorgeschrieben. Die Industrie betreibt diese Forschung und verlangt dafür hohe Gebühren. (Unterdessen verwenden Konzerne nur einen geringen Teil ihrer Gewinne für Forschung und Entwicklung. Der Gewinn fließt an Führungskräfte und Investoren.)

6. Sich in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen.

Das bekannteste Beispiel der letzten Jahre ist der National Defense Authorization Act (NDAA) von 2023, der mehrere Bestimmungen zu Taiwan enthielt . Eine dieser Bestimmungen erlaubte Taiwan den Erhalt von Militärhilfe aus dem Ausland (Foreign Military Finance, FMF) von der US-Regierung. Militärhilfe fließt üblicherweise an unabhängige Staaten, nicht an abtrünnige Provinzen. Sie besteht aus Krediten und/oder Zuschüssen der US-Regierung, mit denen ein Land Güter und Dienstleistungen der US-amerikanischen Rüstungsindustrie erwerben kann.

Und so wurde durch den NDAA 2023 die Aggressivität der USA gegenüber Peking weiter angeheizt und ein Krieg wahrscheinlicher, was gleichzeitig den Konzernen zugutekam.

Jedes nachfolgende NDAA erhöhte die Wahrscheinlichkeit eines umfassenden Krieges mit China. Das NDAA 2026 beispielsweise rüstete Taiwan mit einer Milliarde Dollar weiter auf, beschleunigte die gemeinsamen Drohnen- und Drohnenabwehrprogramme der USA und Taiwans, ermutigte das Pentagon, Taiwan zu der jährlichen Großübung RIMPAC einzuladen, und vieles mehr.

Ganzfeldpresse

Die Übernahme von Unternehmen erfolgt gründlich.

Es handelt sich um Lobbyarbeit; die Finanzierung politischer Parteien und Wahlkämpfe; die Gründung und Finanzierung von Denkfabriken; Lügen über Arbeitsplätze; die Nutzung von Handelsgruppen zur Verflechtung von Militär und Industrie; die Gestaltung von Politik und Strategie im Inneren; die Nutzung von Gremien zur Beratung des Pentagons; die Überflutung des Militärs mit Firmengütern, Dienstleistungen und Personal; die Hortung von Daten und die Forderung nach Lizenzen; die Besetzung der höchsten Positionen im Pentagon; und die direkte Propaganda von Militäroffizieren.

Die Truppen nutzen Produkte und Dienstleistungen von Unternehmen.

Militärstützpunkte sind Einnahmequellen für Unternehmen.

So sieht die Großindustrie das US-Militär. Und sie hat ihre Vision erreicht.

Fußnoten im Originalartikel:
https://thebusinessofwar.substack.com/p/how-corporations-view-and-own-the?utm

(Auszug von RSS-Feed)

Trump und Netanjahu einig in Florida. Israel bekommt weiter Waffen und Geld sowie Zeit, um sich auf die nächsten Kriege – auch gegen den Iran – vorzubereiten – Von Karin Leukefeld (zlv.lu)

01. Januar 2026 um 21:40

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Zum fünften Mal in diesem Jahr ist der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von USA-Präsident Donald Trump empfangen worden. Das Treffen fand auf Bitten von Netanjahu statt und war von den Außenministern beider Länder Anfang Dezember vorbereitet worden. Man traf sich in Florida, auf dem privaten Trump-Anwesen in Mar-a-Lago. An den Gesprächen nahmen auf beiden Seiten Minister und Berater teil. Nach einem festlichen Mittagessen, traten Trump und Netanjahu gemeinsam vor die Presse.

Medien hatten die Öffentlichkeit auf kontroverse Gespräche über die 2. Phase des »Trump-Friedensplans für Gaza« vorbereitet, die auf sich warten läßt. Für Netanjahu war wichtig, daß sich am derzeitigen Zustand möglichst nichts ändern soll. Die USA sollen weiter Geld und Rüstung für Israel liefern, damit das Land seinen Krieg an sieben Fronten fortsetzen kann. Die einseitige Anerkennung von Somaliland durch Israel dürfte nur ein untergeordnetes Thema gewesen sein. Die stellvertretende Botschafterin der USAbei der UNO, Tammy Bruce, machte bei einer Sondersitzung des UNO-Sicherheitsrates zum Thema klar, daß die USA darin kein Problem sehen.

hier weiterlesen:
https://www.zlv.lu/db/1/1493170588918/0

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x – Twitter: Ukraine / Palestine / Gaza / Venezuela / Yemen / Iran / BRICS+

31. Dezember 2025 um 14:03

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HIER MEIN X UND TWITTER ACCOUNT:
x.com/berlinSTOPwar

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Die USA haben allein im Jahr 2025 weltweit mehr als 500 Bombenangriffe verübt (Nury Vittachi, Hongkong “Friday News”)

31. Dezember 2025 um 14:00

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Neue Zahlen zeigen, dass die Vereinigten Staaten allein im Jahr 2025 weltweit mehr als 500 Bombenangriffe verübt haben. Und dabei sind die Hunderte von US-Bomben, die von Israel abgeworfen wurden, noch nicht einmal berücksichtigt.

Laut Daten von Armed Conflict Location and Event Data, einem Konfliktbeobachtungsdienst, führten die USA weltweit Bombenangriffe durch und trafen dabei Asien, Afrika und Südamerika. „Sie sagen: ‚Wir haben dieses Militär, wir haben all diese Leute und all diese Bomben, wir könnten sie genauso gut einsetzen‘“, sagte die Präsidentin der Beobachterorganisation, Clionadh Raleigh, in einem Interview mit CBC, einem kanadischen Nachrichtensender, am 26. Dezember 2025.

Die USA haben sich bei Bombenangriffen mit Israel, Großbritannien und Saudi-Arabien verbündet. Die UNÜBERTROFFENE KONFLIKTGESTALTUNG All dies geschieht zusätzlich zu drei weiteren großen Operationen zur Erzeugung von Konflikten.

Erstens erzeugen Gruppen wie die CIA, die NED und der US-Militärgeheimdienst interne Konflikte in anderen Ländern und konzentrieren sich derzeit darauf, in Iran und Venezuela Zwietracht zu säen. Zweitens spielen die westlichen Mainstream-Medien eine Schlüsselrolle, indem sie positiv über Proteste in diesen Ländern berichten und gleichzeitig die US-amerikanische Finanzierung der Protestierenden verschweigen, wie sie es bekanntermaßen in Hongkong, Nepal, Indonesien, Bangkok, Georgien, Serbien und zahlreichen anderen Orten getan haben.

Ein Beispiel dafür ist der heutige britische Guardian, der genau dies im Fall der von den USA unterstützten Protestierenden im Iran tut. Der dritte Bereich ist die Herstellung und der Vertrieb von Kriegswaffen. Die Vereinigten Staaten sind mit Abstand der größte Waffenexporteur der Welt.

Allein dieses Land hielt zwischen 2020 und 2024 einen Marktanteil von 43 % am Weltmarkt, und Analysten prognostizieren für 2025 einen noch höheren Anteil. Und trotz alledem behaupten alle etablierten Nachrichtenmedien, dass China die Bedrohung für den Weltfrieden darstellt.

x.com/NuryVittachi/status/2006167627430089125

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Kein Frieden in Syrien. Alawiten protestieren, Kurden sagen Treffen in Damaskus ab – von Karin Leukefeld (zlv.lu)

31. Dezember 2025 um 00:42

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Während die Altstadt von Damaskus mit glitzerndem Schmuck und einem Lichtermeer zu Weihnachten erstrahlte, und in Aleppo – in alter Tradition – liberale sunnitische Geistliche die christlichen Gemeinden besuchten und ihren christlichen Nachbarn zum Weihnachtsfest gratulierten, wurde Syrien in anderen Teilen des Landes von Gewalt und Aufruhr erschüttert.

In einer Moschee in Homs explodierte während des Freitagsgebets eine Bombe. Acht Gläubige wurden getötet und mindestens 18 wurden verletzt. Rund 300 Besucher hatten sich zum Freitagsgebet versammelt, es ist für Muslime das wichtigste Gebet in der Woche. Freitag ist zudem in arabisch-muslimischen Ländern ein Feiertag. Der Anschlag ereignete sich in der Ali Bin Abi Talib Moschee im Viertel Wadi al Dahab, wo traditionell vor allem syrische Alawiten leben. Die Moschee ist ein Gotteshaus der Alawiten, einer Strömung des schiitischen Islam.

hier weiterlesen:
https://www.zlv.lu/db/1/1492665510403/0

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Die Schwäche des Dollars ist die Schwäche des Imperialismus (struggle-la-lucha.org)

31. Dezember 2025 um 00:35

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https://www.struggle-la-lucha.org/2025/12/30/the-dollars-weakness-is-imperialisms-weakness/

Die Ende 2025 erwarteten Wirtschaftsberichte aus den USA deuten auf ein System im Niedergang hin. Die Preise steigen weiter, während Arbeitsplätze verschwinden. Fabriken stehen still oder schließen, obwohl die Unternehmensgewinne durch höhere Preise und Entlassungen gehalten und sogar gesteigert werden.

Der Dollar ist nicht länger der Anker der Weltwirtschaft, sondern zwingt andere Länder, die US-Inflation, Zinsschocks und den Finanzdruck zu tragen. Dies sind keine voneinander getrennten Probleme. 

Der sogenannte „Niedergang des Dollars“ ist weder eine Stimmungsschwankung am Markt noch ein technisches Währungsproblem, sondern Ausdruck eines imperialistischen Systems, das nicht mehr in der Lage ist, Produktion, Preise und Beschäftigung auf einer stabilen Basis zu organisieren – oder das, was es produziert, ohne Kriegsausgaben, Monopolpreise und Verschuldung mit Gewinn zu verkaufen.

Im Monopolkapitalismus hat die Produktion die profitablen Märkte überholt. Die Produktionskapazität wächst schneller, als Gewinne erzielt werden können, sodass Waren zu Preisen unverkauft bleiben, die keine Gewinnmargen mehr ermöglichen.

Um dies auszugleichen, häufen sich Überkapazitäten an und die Preise werden erhöht, um das Gewinnwachstum aufrechtzuerhalten. Die Militärbudgets werden aufgestockt, um den Fabrikbetrieb aufrechtzuerhalten und die Einnahmen zu sichern. Doch immer weniger Länder sind bereit oder in der Lage, dieses System durch das Halten von US-Dollar zu finanzieren.

Dominante Unternehmen nutzen ihre Kontrolle über Energie, Wohnraum, Lebensmittelversorgungsketten und Rüstungsaufträge, um die Preise zu erhöhen, anstatt die Produktion zu steigern. Die permanente Kriegswirtschaft verstärkt diese Dynamik.

Eine ausgehöhlte produktive Basis

Nach dem Zweiten Weltkrieg produzierten die Vereinigten Staaten mehr als die Hälfte aller Fertigwaren weltweit. Heute liegt ihr Anteil an der globalen Wirtschaftsleistung unter 15 %. Die industrielle Basis, die einst die internationale Bedeutung des Dollars stützte, wurde durch Deindustrialisierung – Werksschließungen, Outsourcing und Kapitalabfluss aus der heimischen Produktion – systematisch abgebaut.

Die Folgen sind nun sichtbar. US-Werften verpassen Liefertermine um Jahre. Waffensysteme werden langsam und in begrenzten Stückzahlen produziert, obwohl die USA gleichzeitig mehrere Kriege führen und sich auf weitere Konflikte vorbereiten. Die Fabriken können nicht gleichzeitig den Bedarf der Ukraine, Israels, Taiwans und die heimischen Lagerbestände decken. Die militärische Reichweite, die einst den Dollar stützte, offenbart nun seine Schwäche.

Militärische Überdehnung und Inflation

Kriegsausgaben waren, ungeachtet der Mythen, die zu ihrer Rechtfertigung herangezogen werden, in keiner sozialen Hinsicht produktiv. Sie mobilisieren Arbeitskräfte, Material und Technologie, um Zerstörung zu produzieren – Güter, die weder zur sozialen Reproduktion beitragen noch die Gesellschaft erhalten. Waffen ernähren, beherbergen oder transportieren keine Menschen; sie sind dazu bestimmt, zerstört zu werden oder zu zerstören.

Die Militärproduktion ist vom normalen Preisdruck abgeschirmt. Langfristige Regierungsverträge garantieren hohe Absatzpreise, unabhängig von Effizienz oder gesellschaftlichem Bedarf. Die Kosten werden dem Staat aufgezwungen, Gewinne sind im Voraus gesichert, und es besteht kein Wettbewerbsdruck, die Produktion nutzbarer Güter auszuweiten. Die Kapazitäten bleiben gering, die Preise hoch, und Ressourcen werden in Waffen statt in Güter des täglichen Lebens investiert.

In früheren Zeiten generierten Kriegsausgaben weniger produktives Wachstum als vielmehr die Möglichkeit zur imperialistischen Expansion – die gewaltsame Aneignung von Märkten, Ressourcen und Arbeitskräften, die die inneren Grenzen des Kapitalismus vorübergehend außer Kraft setzte. Dieser Mechanismus existiert nicht mehr. 

Die heutige Militärproduktion treibt die Ausgaben in die Höhe, während sie gleichzeitig die Reproduktionsfähigkeit der Gesellschaft verringert. Geld zirkuliert und Gewinne werden verbucht, doch die zukünftige Produktion wird nicht entwickelt und die Güter, auf die die arbeitende Bevölkerung angewiesen ist, werden nicht in größeren Mengen produziert.

Die Vereinigten Staaten investieren derzeit massiv in mehrere Kriege und die Vorbereitung auf zukünftige, ohne die Wirtschaftslage zu stabilisieren oder die Industrie wiederaufzubauen. Zwar schaffen Militärausgaben Arbeitsplätze, doch geschieht dies, indem Arbeitskräfte in eine Produktion umgeleitet werden, die weder Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Nahrungsmittel noch Infrastruktur erweitert. Dadurch wird die Gesellschaft real ärmer, selbst wenn die Lohnsummen vorübergehend gedeckt sind.

Sanktionen verschärfen diesen Druck. Sie blockieren den Zugang zu Energie, Düngemitteln, Medikamenten, Metallen und Nahrungsmitteln und zwingen den Handel über längere und teurere Wege oder unterbrechen ihn vollständig. Die Treibstoffpreise steigen, die Transportkosten explodieren, und lebensnotwendige Güter kommen verspätet oder gar nicht an. Diese Maßnahmen sind per Definition strafend. Sanktionen stellen Wirtschaftskrieg dar, der sich direkt gegen die Zivilbevölkerung richtet, die Lebensbedingungen verschlechtert, um politischen Druck auszuüben, und die Lieferketten nach militärischen und geopolitischen Prioritäten statt nach sozialem Nutzen ausrichtet.

Zölle verschärfen den Schaden, da sie als Einfuhrsteuern fungieren. Obwohl sie an der Grenze erhoben werden, fließen ihre Kosten über die Preise in die Verbraucherpreise ein und werden letztendlich von den Arbeitnehmern getragen. Die Folge sind anhaltende Preissteigerungen ohne eine Ausweitung der Produktion – höhere Lebenshaltungskosten, Entlassungen, Betriebsschließungen und stagnierende Löhne.

Waffengestützte Finanz- und Währungsfolgen

Mit der Ausweitung der US-Kriege, Sanktionen und Haushaltsdefizite ist das Halten von Dollar zu einem politischen Risiko geworden, anstatt eine neutrale finanzielle Entscheidung zu sein. Dollarreserven bestehen nicht aus Bargeld, sondern aus staatlichen Konten, Anleihen und Einlagen bei US-amerikanischen und verbündeten Finanzinstituten. Länder, die diese Reserven einst als stabilen Wertspeicher betrachteten, mussten mitansehen, wie sie zu Zwangsmitteln wurden – eingefroren, beschlagnahmt oder unbrauchbar gemacht, sobald die politische Allianz zerbrach.

Die Beschlagnahmung der russischen Währungsreserven im Jahr 2022 kam nicht aus dem Nichts. Jahrzehntelang nutzten die Vereinigten Staaten die Kontrolle über das dollarbasierte Finanzsystem, um Regierungen, die ihnen missfielen, zu isolieren und zu bestrafen, indem sie Staatsvermögen einfroren und Länder von den internationalen Zahlungsnetzwerken abschnitten, die für den Verkauf von Waren, den Erhalt von Einnahmen oder den Zugang zu Devisen notwendig waren. 

Iranische Vermögenswerte wurden ab 1979 eingefroren und später von globalen Banken und Ölmärkten ausgeschlossen. Venezolanische Staatsvermögen und Goldreserven wurden beschlagnahmt, nachdem Washington einen Regimewechsel gefordert hatte. Die Reserven der afghanischen Zentralbank wurden 2021 nach der Machtübernahme der Taliban über Nacht eingefroren, was einen wirtschaftlichen Zusammenbruch und Massenhunger auslöste. In allen Fällen hing der Zugang zu den Reserven nicht von Gesetzen oder Verträgen ab, sondern von politischer Unterwerfung unter die imperialistische Autorität der USA.

Was sich 2022 änderte, war das Ausmaß. Erstmals wurden diese Maßnahmen auf eine G20-Volkswirtschaft und eine bedeutende Atommacht angewendet. Die Beschlagnahmung der russischen Währungsreserven machte die zugrundeliegende Regel unmissverständlich deutlich: Vermögenswerte innerhalb des von den USA kontrollierten Finanzsystems sind nur so lange geschützt, wie die Regierungen die politischen Bedingungen Washingtons akzeptieren. Wirtschaftliche Größe bietet keine Immunität. Staatsreserven fungieren nicht als neutrale Schutzmechanismen, sondern als bedingte Ansprüche, die bei Überschreitung geopolitischer Grenzen entzogen werden können.

Die Zentralbanken in Asien, Afrika und Lateinamerika haben ihre Goldreserven in den letzten Jahren deutlich erhöht. Die Reaktion war materieller, nicht ideologischer Natur, denn Staaten handeln aus Notwendigkeit, nicht aus Überzeugung.

Gold wird gehortet, weil es nicht durch Sanktionen eingefroren oder beschlagnahmt werden kann, während Dollarreserven – elektronische Guthaben innerhalb der US-amerikanischen und verbündeten Finanzsysteme – mit einem Tastendruck blockiert werden können.

Dass die Goldpreise historische Höchststände überschreiten, spiegelt diese Verschiebung wider: Wenn Dollarreserven aus politischen Gründen eingefroren oder beschlagnahmt werden können, greifen Staaten auf ein Gut zurück, das außerhalb der administrativen Kontrolle liegt.

Länder ergreifen Maßnahmen, um ihre Abhängigkeit vom Dollar zu verringern. China und Russland wickeln ihren Handel in Yuan und Rubel ab. Die BRICS-Staaten entwickeln Zahlungssysteme außerhalb von SWIFT, dem US-kontrollierten Netzwerk für internationale Zahlungen. Bilaterale Währungsswap-Abkommen wurden ausgeweitet, sodass Länder den Handel direkt abwickeln können, ohne über Dollar umrechnen zu müssen. Saudi-Arabien akzeptiert nun neben Dollar auch Yuan für Ölverkäufe. 

Dies sind keine vollständigen Alternativen zum Dollar-System, sondern vielmehr Infrastrukturmaßnahmen, die die Abhängigkeit von einer Währung verringern sollen, die mittlerweile Kriege finanziert, Sanktionen durchsetzt und das Risiko der Konfiszierung birgt. Der schwindende Einfluss des Dollars spiegelt diesen Wandel wider: Immer weniger Regierungen sind bereit, Reserven zu halten, die gleichzeitig als Druckmittel gegen sie eingesetzt werden können.

Stagflation und der Angriff auf die Arbeitnehmer

Die durch Krieg, Sanktionen und Währungszwang exportierte Instabilität bleibt nicht im Ausland. Sie kehrt in Form höherer Preise, Arbeitsplatzverlusten und zunehmender Unsicherheit für die arbeitende Bevölkerung zurück. Stagflation ist kein Mysterium und kein politisches Versagen; sie ist ein Ergebnis sozialer Ungleichheit.

Es handelt sich um die innerstaatliche Form eines imperialistischen Systems, das die Akkumulation international nicht mehr stabilisieren kann und dies dadurch kompensiert, dass es die Arbeit im Inland stärker ausbeutet.

Die Preise steigen, weil Monopole ihre Marktmacht nutzen, um ihr Gewinnwachstum aufrechtzuerhalten. Wenn Arbeitnehmer höhere Löhne erzielen, schmälert dies die Gewinnmargen – die Gewinne sinken, weil ein größerer Teil des geschaffenen Wertes an die Arbeitnehmer und nicht an die Kapitalisten fließt. Die Preissteigerungen selbst werden jedoch durch die Monopolkontrolle und nicht durch die Löhne verursacht.

Die Reaktion auf die letzte große Stagflation bestand darin, die arbeitende Bevölkerung zur Kasse zu bitten. Ende der 1970er und Anfang der 1980er Jahre trieb die US-Notenbank die Zinsen drastisch in die Höhe und löste damit tiefe Rezessionen aus. Millionen verloren ihre Arbeit. Gewerkschaften wurden geschwächt oder zerschlagen. Die Löhne sanken. Die Inflation ging schließlich nicht etwa zurück, weil sich das System stabilisierte, sondern weil die Arbeitslosigkeit stieg, die Löhne weiter sanken und die arbeitende Bevölkerung verarmte.

Die US-Notenbank Federal Reserve schwankt derzeit zwischen zwei Instrumenten, von denen keines die Krise löst. Steigen die Zinsen, verlangsamt sich die Einstellungspraxis, die Arbeitslosigkeit steigt und die Verhandlungsposition der Arbeitnehmer verschlechtert sich. Senken die Zinsen hingegen, wie in den letzten Monaten wiederholt geschehen, führt dies nicht zu einer Wiederbelebung der Produktion, sondern zu billigeren Krediten, steigender Verschuldung und einer Vermögenspreisinflation, von der Unternehmen und Investoren profitieren, während die Preise für die arbeitende Bevölkerung hoch bleiben.

In beiden Fällen liegt die Last an derselben Stelle. Arbeitsplätze bleiben unsicher, die Löhne stehen unter Druck und die Preise sinken nicht, weil das zugrundeliegende Problem nicht die Geldpolitik ist, sondern eine Wirtschaft, die ihre Produktion nicht mehr gewinnbringend ausweiten kann. Die Stagflation hält an, weil der Kapitalismus im Niedergang des Imperialismus keinen politischen Weg mehr kennt, der Stabilität wiederherstellt. Sie führt zu Inflation und Arbeitslosigkeit zugleich.

Vom Gläubiger zum Schuldner

Die Vereinigten Staaten waren einst der größte Gläubiger der Welt, da sie einen Großteil der weltweiten Güter produzierten, Handelsüberschüsse erwirtschafteten und Kapital verliehen, um den Kapitalismus zu stabilisieren und die US-Vorherrschaft in Europa und Japan nach dem Zweiten Weltkrieg zu festigen. Diese materielle Grundlage existiert nicht mehr.

Die Vereinigten Staaten sind heute der größte Schuldner der Welt, weisen chronische Handelsdefizite auf und nehmen kontinuierlich Kredite auf, um Konsum, Kriegsausgaben und die Finanzstabilität im Inland zu finanzieren. Diese Situation wird nicht durch eine gesteigerte Produktion aufrechterhalten, sondern durch die Ausgabe immer größerer Mengen an auf Dollar lautenden Schulden – Staatsanleihen, Krediten und Finanzforderungen –, die aufgrund der Reservewährungsfunktion des Dollars weltweit absorbiert werden.

Seit den frühen 1970er Jahren operieren die Vereinigten Staaten ohne Golddeckung ihrer Währung. Zuvor konnten ausländische Regierungen im Rahmen des Nachkriegssystems von Bretton Woods US-Dollar zu einem festen Kurs gegen Gold tauschen, was die Menge an Dollar, die Washington ausgeben konnte, begrenzte, ohne seine Goldreserven aufzubrauchen.

1971 beendete Präsident Richard Nixon diese Vereinbarung. Von da an war der Dollar nicht mehr an Gold gebunden. Sein Wert beruhte stattdessen auf der Macht des US-Staates, seiner Dominanz im Welthandel und Finanzwesen sowie seiner Fähigkeit, die Verwendung des Dollars mit politischen und militärischen Mitteln durchzusetzen.

Diese Umstellung ermöglichte es den Vereinigten Staaten, dauerhaft hohe Haushaltsdefizite anzuhäufen. Anstatt internationale Verpflichtungen durch den Export von Waren oder Gold zu begleichen, konnte Washington nun mit Dollar zahlen, deren Wert mit der Zeit sank. In der Praxis bedeutete dies, Kriege, Importe und Rettungspakete zu finanzieren, indem einfach mehr Dollar gedruckt wurden – nun nicht mehr durch Gold gedeckt – und Schulden aufgenommen wurden. Die Kosten wurden durch Inflation und Dollarabwertung auf andere abgewälzt, anstatt die Produktion auszuweiten.

De facto werden Schulden mit Forderungen beglichen, die real weniger wert sind – das entspricht in etwa der Bezahlung von Verbindlichkeiten mit beschnittenen Münzen. Die Reservewährungsfunktion des Dollars stützt dieses System zwar weiterhin, doch beruht sie nun auf der Fähigkeit, Inflation zu exportieren und globale Ersparnisse aufzusaugen, nicht mehr auf der materiellen Stärke der US-Industrie.

Geld, das früher in Fabriken und Ausrüstung geflossen wäre, fließt heute in Aktienrückkäufe, Immobilienspekulation und Finanzmärkte. Der KI-Boom folgt demselben Muster: Unternehmen werden anhand von Versprechen bewertet, Arbeitskräfte zu ersetzen und Kosten zu senken, anstatt mehr Güter zu produzieren, die die Menschen tatsächlich benötigen. Die Produktionskapazität schrumpft, während Buchvermögen, Unternehmensbewertungen und Managergehälter in die Höhe schnellen.

Frühere Phasen der Dollarabwertung und Defizitfinanzierung dienten dazu, die Rentabilität wiederherzustellen und gleichzeitig die Monopolstellung zu sichern. Diese Maßnahmen verlagerten die Verluste auf die Arbeitnehmer und schwächere Volkswirtschaften, wurden aber durch eine wachsende industrielle Basis gestützt.

Automatisierung und die schrumpfende Dollarbasis

Der Drang zur Automatisierung wird nicht durch Überfluss oder gesellschaftlichen Nutzen angetrieben, sondern durch die Unfähigkeit des Kapitalismus, profitabel zu expandieren. Unternehmen investieren in Maschinen, weil eine Produktionsausweitung nicht mehr verlässlich höhere Gewinne abwirft. Arbeitsplätze gehen verloren, nicht weil die Gesellschaft weniger Arbeit benötigt, sondern weil Löhne in einer Wirtschaft, die nicht mehr profitabel wachsen kann, als Kostenfaktor betrachtet werden, der eingespart werden muss.

Mit zunehmender Automatisierung und Investitionen in Maschinen anstelle von Arbeitskräften sinken die Gewinnmargen, da Maschinen keinen neuen Wert schaffen. Dies geschieht ausschließlich durch arbeitende Menschen. Die Folge ist eine Überproduktion im Verhältnis zu den profitablen Möglichkeiten: Es werden mehr Güter mit weniger eingesetzten Arbeitskräften produziert, während sich Kapital schneller anhäuft, als es profitable Absatzmärkte findet.

Die Rolle des Dollars als Reservewährung beruhte einst auf der Produktivitätsstärke des US-Kapitalismus – seine Fabriken zogen Investitionen an und organisierten die Produktion weltweit. Automatisierung unter Krisenbedingungen bewirkt das Gegenteil: weniger produktive Arbeitsplätze, schrumpfende Möglichkeiten für profitable Investitionen und eine Wirtschaft, die Instabilität statt Wachstum verbreitet. Der Dollar wird zum Instrument für Verschuldung und Spekulation, nicht zum Aufbau von etwas.

Selbst Teile der herrschenden Klasse erkennen die Sackgasse. Vorschläge für ein bedingungsloses Grundeinkommen spiegeln das Bewusstsein wider, dass die Automatisierung im Kapitalismus Arbeitskräfte schneller verdrängt, als das System Löhne oder sichere Arbeitsplätze bieten kann. Arbeitsplätze gehen verloren, Einkommen brechen weg und die Kaufkraft schwindet, sodass Waren übrig bleiben, die nicht mehr zu gewinnbringenden Preisen verkauft werden können.

Der Kapitalismus verfügt über keinen Mechanismus, um Überfluss zu organisieren, ohne das Profitsystem selbst zu untergraben. Was bleibt, ist eine Reservewährung, die nicht durch produktives Wachstum, sondern durch finanziellen Zwang, militärische Gewalt und Verschuldung gedeckt ist – eine immer kleiner werdende Basis, die kein stabiles globales Währungssystem tragen kann.

Imperialistischer Verfall

Die Schwächung des Dollars kennzeichnet ein fortgeschrittenes Stadium des imperialistischen Niedergangs. Sie spiegelt eine Wirtschaft wider, die sich nicht mehr durch Produktion selbst stabilisieren kann, sondern stattdessen auf Schulden, Krieg, Monopolpreise und Zwang angewiesen ist.

Die Gewinne der Imperialisten stammen zunehmend nicht mehr aus der Produktion und dem Verkauf von Waren auf wettbewerbsorientierten Märkten, sondern aus der Monopolisierung von Energie, Technologie, Schifffahrt, Kreditwesen und Zahlungssystemen – und dem Einsatz militärischer Gewalt zur Aufrechterhaltung dieses Monopols.

Die Dollarkrise ist untrennbar mit dem umfassenderen Zusammenbruch des Imperialismus selbst verbunden. Es handelt sich nicht um eine technische Störung oder eine vorübergehende Anpassung, sondern um die Auflösung eines imperialistischen Systems, das nicht mehr aus eigener Kraft expandieren kann. Sein Niedergang lässt sich nur noch bewältigen, indem es die Kosten – durch Inflation, Krieg und Sparmaßnahmen – auf Arbeiter und unterdrückte Völker weltweit abwälzt.

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Sumud – Standhaftigkeit im Heiligen Land – Von Karin Leukefeld (globalbridge.ch)  

31. Dezember 2025 um 00:28

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Die Weihnachtsgeschichte ist keine europäische Erfindung. Alle drei monotheistischen Religionen, das Judentum, der Islam und das Christentum, sind im heutigen Nahen Osten entstanden. Es gibt keinen Grund, warum Palästina allein den Juden gehören sollte. Ein Blick zurück in die Geschichte – und ein aktueller Blick, wie Israel immer mehr von Palästina für sich allein beansprucht. (cm)

Hier weiterlesen:

https://globalbridge.ch/sumud-standhaftigkeit-im-heiligen-la

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Anti-War Café Berlin zu Sylvester am Mittwoch 31. Dezember geöffnet

30. Dezember 2025 um 14:39

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Liebe Freunde,

hiermit laden wir alle Freunde zu unserer Sylvesterfeier ins Coop Anti-War Café  ein.

Jeder der will kann auch gerne Essen mitbringen!

Ab 18 Uhr ist Einlass !! Bis zum frühen Morgen !!

Wir wissen, dass nicht jeder kommen kann.

Aber wir wünschen allen ein gesundes und hoffentlich friedliches Neues Jahr!

(Auszug von RSS-Feed)

2025 – Indiens Jahr des geopolitischen Schocks (Glenn Diessen Deutsch)

30. Dezember 2025 um 01:42

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Einar Tangen ist Senior Fellow am Teihe Institute und Senior Fellow am CIGI. Tangen spricht über den strategischen Schock Indiens im Jahr 2025, als sich die Welt veränderte.

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Das Wörterbuch der Kriegstüchtigkeit (XX) – „heute Abend“, „junge Wilde“, „Klimapflege“ sowie „Kosmetik und Hohlkörper“ (Nachdenkseiten)

30. Dezember 2025 um 01:37

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Vokabelkritik ist zu Kriegszeiten das Gebot der Stunde. Ich veröffentliche in unregelmäßigen Abständen eine Sammlung teils verharmlosender, teils lügenhafter Wörter oder Formulierungen, deren Sinn und Funktion es ist, unsere Gesellschaft – uns alle – an das Undenkbare zu gewöhnen und möglichst geräuschlos in Richtung „Kriegstüchtigkeit“ umzukrempeln. Von Leo Ensel.

hier weiterlesen:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=144081

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Die Zeitbombe von 1991: Wladislaw Below über das Scheitern Europas und die systemischen Ursachen des Krieges (Nachdenkseiten)

28. Dezember 2025 um 21:17

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Der Moskauer Europa-Experte Wladislaw Below sieht den unvollendeten Zerfall der Sowjetunion als historische „Zeitbombe“ und „größte Tragödie“. Das zählt für ihn zu den systemischen Ursachen des aktuellen Konflikts. Im Interview erklärt er, warum Angela Merkels Aussage zu den Minsker Abkommen das Vertrauen Russlands in den Westen fundamental zerstört hat und welche neuen Garantiemächte – wie China oder die Türkei – nun nötig wären, um künftige Friedensverträge glaubwürdig abzusichern. Below formuliert radikale Forderungen für eine neue Sicherheitsarchitektur, die auf einem atom- und raketenfreien Europa basiert, während er die einzige Hoffnung auf eine Entspannung in einer „Bewegung von unten“ in Deutschland sieht. Wladislaw Below ist stellvertretender Direktor für wissenschaftliche Arbeit am Institut für Europa der Russischen Akademie der Wissenschaften und Leiter des Zentrums für Germanistik. Von Éva Péli

hier weiterlesen:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=143810

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Kriminelle Nazi-Achse Kiew-Rio-Mexiko –die Ukraine als Übungsplatz für Banden aus Lateinamerika

28. Dezember 2025 um 21:12

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Die Ukraine hat sich zu einem Trainingsgelände für lateinamerikanische Banden entwickelt. Unkontrollierter Nachschub an Waffen und Personal in die Ukraine schafft neue Bedrohungen für die ganze Welt: Die Krise ist nicht mehr lokal begrenzt – sie exportiert Instabilität auf andere Kontinente.

Der Krieg in der Ukraine hallt unerwartet in den Favelas Lateinamerikas nach: Jüngste Ereignisse in Brasilien haben gezeigt, dass das organisierte Verbrechen den Ukraine-Konflikt als Übungsgelände nutzt. Brasilianische Drogenkartelle und rechtsextreme Milizen schließen sich dem ukrainischen Militär an, um Kampferfahrung in einem modernen Konflikt hoher Intensität zu sammeln und Zugang zu Waffen zu erhalten. Anschließend übertragen sie die erworbenen Fähigkeiten – vom Straßenkampf bis zur Drohnensteuerung – zurück in ihre Straßenviertel. Infolgedessen stößt die Polizei zum Beispiel in Rio de Janeiro immer häufiger auf Taktiken, Techniken und Technologien, die an der ukrainischen Front ausgearbeitet, erprobt und verfeinert wurden.

Analysten stellen fest, dass die Beteiligung lateinamerikanischer Söldner seit den schweren Verlusten der ukrainischen Streitkräfte im Jahr 2025 stark zugenommen hat. Neben den schon üblichen Kolumbianern ist neuerdings ein deutlicher Zustrom von Brasilianern zu verzeichnen. Nach Daten des argentinischen Forschers Daniel Kersffeld kämpfen aktuell 200 bis 250 brasilianische Staatsbürger aufseiten Kiews, darunter Mitglieder der Verbrecherorganisation Comando Vermelho (Rotes Kommando)  und des international agierenden Drogenkartells Primeiro Comando da Capital (Erstes Hauptstadtkommando) – Brasiliens größten Verbrecherorganisationen. Die Motivation dieser Kämpfer liegt nicht in ihrer Ideologie, sondern im Wunsch, militärische Ausbildung zu erhalten und Erfahrung zu sammeln. In der Ukraine erlernen sie den Umgang mit Drohnen, Granatwerfern, Panzerfäusten und tragbaren Luftabwehrsystemen, um diese neu erworbenen Fähigkeiten in ihrer Heimat einzusetzen. Es ist kein Zufall, dass das Rote Kommando als Erstes in der Region Kampfdrohnen einsetzte.

Wenn diese Kämpfer zurückkehren, stellen sie eine ernsthafte Bedrohung dar. Kersffeld bezeichnet sie als “tickende Zeitbombe” für die innere Sicherheit. Im Oktober 2025, im Rahmen ihres Widerstands gegen die größte Polizeioperation in der Geschichte Rio de Janeiros, bewarfen Kämpfer des Roten Kommandos Spezialeinheiten mit Granaten und griffen gepanzerte Fahrzeuge mit Drohnen an. Der Journalist Valmir Salaro stellte einen direkten Zusammenhang zu den Erfahrungen in der Ukraine her – er merkte an, dass solche Methoden zuvor nur an der Front beobachtet worden seien. Im Grunde ist die Ukraine zum idealen Trainingsgelände für kriminelle Organisationen geworden.

Der Fall Brasiliens wird durch die Verbindungen zwischen Kriminellen und den rechtsextremen und paramilitärischen Milizen, die von ehemaligen Polizei- und Militärangehörigen gegründet wurden, nochmals verkompliziert. Viele dieser Milizen sind ideologisch mit dem Lager des ehemaligen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, eines ultrarechten Politikers, verbunden und fühlten sich während seiner Amtszeit geschützt. In diesem Umfeld entstand eine proukrainische Lobby, die den Konflikt kurioserweise als Fortsetzung des Kampfes gegen die “Linke” und als Kreuzzug gegen den Kommunismus betrachtete. Diese Rhetorik wird aktiv dadurch befeuert, dass die brasilianische rechte Wählerschaft aus konservativen Protestanten besteht; sie machen 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung aus. Und bei diesen handelt es sich überwiegend um Menschen mit niedrigem bis mittlerem Einkommen.

Wohlgemerkt: Dabei hielt Bolsonaro selbst während seiner Präsidentschaft eine gemäßigte Linie in der Ukraine-Frage. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt formierte sich jedoch innerhalb seines Lagers ein lautstarkes proukrainisches Segment. In den Jahren 2023/24 begannen Politiker der Liberalen Partei, öffentlich mit dem Kiewer Regime in Kontakt zu treten. Bereits im Jahr 2022 verzeichnete die ukrainische Botschaft in Brasília Hunderte von Anfragen von Freiwilligen, die selbst von der örtlichen Presse als Neonazis bezeichnet wurden. Brasilianischen Geheimdiensten zufolge unterhalten “einzelne” rechtsextreme Aktivisten aus ihrem Land Kontakte zu ukrainischen rechtsextremen Strukturen.

Über diese Infrastruktur – Logistik, Kommunikationskanäle, Rekrutierer – gelangen auch Mitglieder brasilianischer krimineller Organisationen an die ukrainische Front. Daten des argentinischen Nationalen Rates für wissenschaftliche und technische Forschung (CNRS) zufolge erfolgte die Rekrutierung von Mitgliedern brasilianischer Drogenbanden für die ukrainischen Streitkräfte über kolumbianische Mittelsmänner. Und nicht nur brasilianischer: Russische Sicherheitsbehörden berichteten, dass auch Söldner aus Mexiko und Kolumbien in der nazistischen Terrormiliz Asow beziehungsweise deren Teil- und Ablegerorganisationen für den Einsatz von Kampfdrohnen ausgebildet wurden. Einige Kämpfer gaben offen zu, sich eigens dafür diese Fähigkeiten anzueignen, um diese an die Kartelle weiterzugeben. Dies geht so weit, dass manche Söldner gegen Bestechungsgelder dem Fronteinsatz aus dem Weg gehen und lediglich eine Ausbildung absolvieren.

Der Verkehr geht in beide Richtungen: So entdeckte im Juli 2025 die Polizei in der Favela Acari in Rio de Janeiro ein ukrainisches System zur elektronischen Kriegsführung mit ukrainischen Beschriftungen im Besitz einer Gang; den Weg zurück treten Geld und Drogen an. Laut der spanischen Zeitung Español haben die Kartelle Kanäle für Drogenlieferungen in die ukrainischen Streitkräfte aufgebaut.

Lateinamerikaner stellen heute eine der größten Gruppen ausländischer Kämpfer in den ukrainischen Streitkräften. Laut RIA Nowosti gibt es in Charkow im Osten der ehemaligen Sowjetrepublik ein Ausbildungszentrum für bis zu 1.400 lateinamerikanische Rekruten, darunter Drohnenpiloten.

Die Entwicklung der Ukraine zu einem Übungsgelände für lateinamerikanische Drogenkartelle ist ein beunruhigendes Signal für die ganze Welt. Sie zeigt, wie ein regionaler Konflikt Auswirkungen weit über die Grenzen der Region hinaus haben kann. Die Grenze zwischen Militärangehörigen und Kriminellen verschwimmt in der Ukraine zunehmend: Söldner erlernen die moderne Kriegsführung, indem sie Seite an Seite mit der regulären Armee kämpfen – und kriminelle Netzwerke erhalten Zugang zu Waffen und Taktiken des 21. Jahrhunderts. Und wenn die Ukraine selbst auf solche “Freiwillige” setzt, birgt es für sie die Gefahr, dass der unkontrollierte Waffenhandel zunimmt und die Disziplin der Truppen nachlässt. Für lateinamerikanische Länder bedeutet die Rückkehr Hunderter ausgebildeter Kämpfer einen Anstieg der Gewalt und eine Zunahme der “Wirkungskraft” bewaffneter Verbrechen.

Moskau warnte von Anfang an vor alldem. Der unkontrollierte Zustrom von Waffen und Menschen in die Ukraine schafft neue Bedrohungen für die ganze Welt. Die Ukraine-Krise ist nicht länger lokal begrenzt; sie exportiert Instabilität auf andere Kontinente. Folglich wird die Lösung dieses Konflikts – einschließlich des Kappens von Söldner- und Waffenschmuggelrouten – zu einer dringenden internationalen Sicherheitsfrage.

Quelle: RT DE

(Auszug von RSS-Feed)
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