Die deutsche Offshore-Windenergie steckt tief in der Krise: TotalEnergies und BP-Jera wollen ihre für Milliarden ersteigerten Flächen in der Nordsee zurückgeben oder verkaufen, weil die Projekte unter gestiegenen Zinsen, teurem Stahl, gesunkenen Strompreisen und fehlendem Netzausbau nicht mehr rentabel sind. Das 30-Gigawatt-Ziel bis 2030 ist damit faktisch gestorben; 2025 wurden statt nötiger 3,5 GW gerade mal 0,1 GW zugebaut. Die Energiewende zeigt ihr wahres Gesicht: ein ideologisches Desaster.
Was als grünes Jahrhundertprojekt verkauft wurde, entpuppt sich hier erneut als planwirtschaftlicher Irrweg, der eine Industrienation mit wetterabhängigen, teuren und unzuverlässigen Anlagen umbauen wollte, während man gleichzeitig die Kernkraft abgeschaltet hat. Nun flüchten genau jene fossilen Konzerne, die man als Feindbild brauchte, weil selbst sie die Verluste nicht tragen wollen. Das Ergebnis sind blockierte Flächen, drohende Entschädigungszahlungen in Milliardenhöhe, steigende Netzentgelte für alle Verbraucher und eine Industrie, die weiter auf teuren Gas- und Kohle-Strom angewiesen bleibt.
Die Merit Order lügt nicht: Weniger günstiger Windstrom bedeutet höhere Preise und sinkende Wettbewerbsfähigkeit. Deutschland opfert seine industrielle Basis einem moralischen Klimaspektakel, während China Kohle- und Atomkraft ausbaut und die USA unter Trump auf echte Energieunabhängigkeit setzen. Die Energiewende war nie Ingenieurskunst, sondern dekadente Selbstzerstörung einer Elite, die Physik und Ökonomie für verhandelbar hielt. Es wird Zeit für eine realistische Politik: Technologieoffenheit statt Verboten, Kernkraft und verlässliche Grundlast statt windiger Träume. Die Realität holt den grünen Wahn ein; und der Bürger zahlt die Zeche.
