Die Forderung des CDU-Wirtschaftsrates, Zahnarztbesuche privatisieren zu wollen, ist mehr als nur grotesk – sie ist ein Schlag ins Gesicht aller Beitragszahler. Während die Krankenkassenbeiträge unaufhaltsam steigen, wird im Gegenzug der Leistungskatalog immer weiter zusammengestrichen.
Anstatt die strukturellen Ursachen der Finanzkrise im Gesundheitssystem anzugehen – etwa die Belastung durch die ungesteuerte Migration in die Sozialsysteme oder die ineffizienten Abrechnungsmodalitäten in Kliniken und Praxen – setzt man den Rotstift bei der Basisversorgung an.
Dieser Vorstoß ist so logisch, wie bei einem Auto das vierte Rad einzusparen, um Kosten zu senken: Es ist nicht nur kontraproduktiv, sondern gefährlich. Werden Zahnarztbesuche zum Luxusgut, sinkt die Hemmschwelle zur Vorsorge. Die logische Folge ist kein Spareffekt, sondern eine rapide Verschlechterung der allgemeinen Volksgesundheit, die das System langfristig durch teure Notfalleingriffe weitaus schwerer belasten wird. Einmal mehr zeigt sich hier eine Politik der CDU, die Symptome bekämpft, statt Lösungen zu schaffen.
