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Berge (dpa/lni) –
Bei einem Feuer in einem Einfamilienhaus in Berge (Landkreis Osnabrück) ist ein Sachschaden von rund 250.000 Euro entstanden. Der Dachstuhl des Hauses sei vollständig ausgebrannt, teilte ein Polizeisprecher auf Anfrage mit. Auch das Obergeschoss sei durch die Flammen stark beschädigt worden.
Ein Anwohner bemerkte das Feuer am frühen Morgen und informierte die Bewohner. Insgesamt befanden sich zu dem Zeitpunkt vier Personen in dem Haus. Alle konnten sich unverletzt selbst aus dem Gebäude retten. Wie es zu dem Brand kam, ist derzeit noch unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748353/1
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Kiel (dpa/lno) –
Ein gutes Jahr vor der nächsten Landtagswahl im Frühling 2027 hat sich der schleswig-holsteinische CDU-Fraktionsvorsitzende Tobias Koch zufrieden über die Zusammenarbeit in der Koalition mit den Grünen geäußert. Es sei es bei allen inhaltlichen Unterschieden ein gutes, harmonisches Miteinander. «Es ja nicht so, dass wir uns nicht streiten», sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur. «Aber das tun wir immer hinter verschlossenen Türen.» Dort werde hart und teilweise auch lange diskutiert. Man finde aber immer gute Ergebnisse. «Das Entscheidende ist, wir vertreten das gemeinsam nach außen.»
Auch die damalige harte Diskussion um den von den Grünen angestrebten Nationalpark Ostsee habe das gute Miteinander nicht beschädigt. Das Thema war mit offenem Ausgang im Koalitionsvertrag vereinbart. Obwohl die Entscheidung gegen einen Nationalpark ausgefallen sei, habe man trotzdem etwas für die Ostsee erreicht.«Wir haben mehr Ostseeschutz realisiert als jemals zuvor. Das erkennen auch die Grünen an, selbst wenn sie ursprünglich mehr wollten.»
«Ansonsten gibt es sicherlich auf beiden Seiten die eine oder andere Unzufriedenheit», sagte Koch. Es sei aber ein großer Wert an sich, zu zeigen, dass es funktioniert, dass es nicht immer nur mit Streit und Widerspruch geht, sondern auch gemeinschaftlich. «Ein großes Maß der Politikverdrossenheit resultiert doch daraus, dass man immer alles schlechtredet, was der andere fordert und es immer besser zu wissen meint, als der andere. Das leben wir hier einfach anders vor», so der Fraktionschef.
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748217/1
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Bremerhaven (dpa) –
Die Autorin Ronya Othmann erhält den mit 10.000 Euro dotierten Bremerhavener Jeanette-Schocken-Literaturpreis. Othmann zeige in ihrer Arbeit, «was Erinnerungsarbeit wirklich leisten» könne, begründete die Jury. In ihrem autobiografisch geprägten Roman «Vierundsiebzig» schreibt die Tochter eines kurdisch-jesidischen Vaters über den Genozid, der 2014 von der Terrorgruppe Islamischer Staat an den Jesiden verübt wurde. Grundlage dafür waren Recherchen im Nordirak und innerhalb der eigenen Familie.
Othmann, die 1993 in München geboren wurde und in Leipzig lebt, gehe es darum, Spuren der begangenen Verbrechen zu sichern und diese Berichte mit ihrer eigenen Geschichte zu verweben.
Der Preis wird ihr am 10. Mai im Historischen Museum in Bremerhaven überreicht. Die Auszeichnung wird alle zwei Jahre in Erinnerung an die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten vergeben. Die Bremerhavenerin Jeanette Schocken wurde in einem NS-Vernichtungslager ermordet.
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748223/1
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Stralsund (dpa) –
Der harte Winter hat nach Ansicht des Experten Christof Herrmann zeitweise ein Schrumpfen der hiesigen Kormoran-Population zur Folge. «Ich gehe jetzt ganz stark davon aus, dass der Brutbestand im Ostseeraum in diesem Jahr genauso einen Einbruch haben wird wie nach dem kalten Winter 2010», sagt Herrmann, der für das Landesamt für Umwelt-, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern Vogelpopulationen beobachtet und die Beringungszentrale Hiddensee leitet.
Nach dem damaligen Winter sei der Brutbestand etwa in Mecklenburg-Vorpommern um 25 Prozent eingebrochen. Auch anderswo im südwestlichen Ostseeraum, also auch in Schleswig-Holstein, Dänemark und Südschweden sei mit einem Bestandsrückgang und einem veränderten Zugverhalten zu rechnen. So könnten besonders in den kommenden Wintern Kormorane in diesen Regionen teils deutlich seltener sein.
«Wir gehen davon aus, dass die Vögel durchaus von so einem harten Winter, wie wir ihn jetzt hier hatten, lernen und in den nächsten Wintern nur noch in deutlich geringerer Zahl im Ostseeraum bleiben zum Überwintern.»
Das legten Januar-Wintervogelzählungen aus der Vergangenheit nahe. Nach dem kalten Winter 2009/2010 seien im Winter 2011 fast gar keine Kormorane mehr in Mecklenburg-Vorpommern geblieben. Es habe Jahre gedauert, bis der Winter-Rastbestand wieder das vorhergehende Niveau erreichte.
«Das erklärt sich nicht damit, dass die alle gestorben sind und deswegen im nächsten Winter nicht mehr da waren.» Der Brutbestand habe sich viel schneller wieder erholt. Vielmehr wanderten die Tiere wieder weiter Richtung Süden. So seien 2011 zwei beringte hiesige Kormorane im Winter in Tunesien aufgetaucht. Dass Kormorane aus dem Ostseeraum bis nach Nordafrika ziehen, habe es zuvor schon lange nicht mehr gegeben. Auch dieses Mal rechnet Herrmann mit einem Effekt auf das Rastgeschehen an der Ostseeküste für fünf bis sechs Jahre.
Eigentlich blieben Kormorane zunehmend im Norden oder zögen nicht mehr so weit wie in der Vergangenheit. Grund seien strenge Winter seltener. «In den letzten fünf Jahren machten die Vögel, die innerhalb von 500 Kilometern geblieben sind, laut Beringungsdaten 60 Prozent aus. In den 1930er Jahren betrug die kürzeste Entfernung 915 Kilometer.»
Dieser Winter habe den Kormoranen auf unterschiedliche Weise zugesetzt. Zum einen kamen die auf Fisch spezialisierten Vögel wegen des Eises vielerorts nicht mehr an ihre Beute. Aber auch dort, wo es kein Eis gab, seien Tiere verendet – wegen der Kälte.
Anders als andere Wasservögel schützten sich Kormorane nicht vor ihr, indem sie ihr Gefieder einfetten. «Wenn sie zu lange im Wasser nach Nahrung tauchen müssen, dann verlieren sie zu viel Wärme, zu viel Energie.» Die Vögel seien darauf angewiesen, möglichst effizient Beute zu machen. So sei etwa nachgewiesen, dass Kormorane im Winter, gezielt größere Fische fressen.
«Das heißt also, der Kormoran kann im kalten Wasser nur leben, wenn die Fischdichte entsprechend hoch ist.» Wenn nicht, könnten die Vögel verenden.
Zahlen, wie viele Kormorane dem jüngsten Winter zum Opfer gefallen sind, sind aktuell kaum zu ermitteln. Mit einiger Verzögerung lässt sich laut Herrmann aus Ringfunddaten jedoch die Sterblichkeit berechnen, die in diesem Winter sicherlich höher gewesen sei als in den vergangenen Jahren. Ein Teil der Vögel sei offenbar aber auch während der Kälteperiode abgewandert.
Auf der kleinen Insel Greifswalder Oie östlich des Greifswalder Boddens wurden laut Herrmann zu Beginn der Kälteperiode etwa 3.000 Kormorane gezählt. «Jetzt waren da noch 700 zum Schluss.» Auch dort seien einige tote Kormorane gefunden worden.
Aussterben wird der Kormoran unterdessen bei uns nicht. Laut Kormoran-Bericht Mecklenburg-Vorpommern von 2024 war der Bestand im südwestlichen Ostseeraum einschließlich Dänemark, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein abgesehen von dem Einbruch nach 2010 weitgehend konstant. Für 2025 geht Herrmann von etwa 46.000 Brutpaaren im südwestlichen Ostseeraum aus. Nach seiner Einschätzung wird sich der Bestand nach den Verlusten dieses Winters in drei bis fünf Jahren wieder erholen.
Dürfen Fischer nun auf mehr Fisch hoffen? So einfach sei es nicht, sagt Herrmann. Einfache Hochrechnungen funktionierten nicht. Fischbestände könnten bestimmte Verluste etwa durch den Kormoran ohnehin kompensieren, weshalb ein direkter Effekt schwer darzustellen sei. Für Fischteiche oder Netzkäfige könne man zwar die Verluste durch den Kormoran ermitteln. Besonders attraktive Gebiete wie Fischteichanlagen würden Kormorane aber auch bei einem niedrigeren Bestand besonders stark aufsuchen.
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748195/1
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Hamburg (dpa/lno) –
In Hamburg war im vergangenen Jahr nicht einmal jede Dritte nach dem sogenannten Dublin-Verfahren angestrebte Überstellung eines Asylbewerbers in das für ihn zuständige Mitgliedsland erfolgreich. Mit knapp 30 Prozent liegt die Quote in der Hansestadt aber doppelt so hoch wie im Bundesdurchschnitt, wie aus der Senatsantwort auf eine Große Anfrage aus der AfD-Bürgerschaftsfraktion zur Effektivität des Hamburger Dublin-Zentrums hervorgeht.
Asylbewerber, die bereits in einem anderen EU-Land oder in Norwegen, Island, der Schweiz oder in Lichtenstein um Schutz nachgesucht haben, können nach der Dublin-III-Verordnung in diesen für sie zuständigen Staat zurückgebracht werden. Solche Rückführungen sind aber bislang nur in den ersten sechs Monaten nach Einreise möglich. In der Vergangenheit scheiterten sie häufig an der Frist.
Sogenannte Dublin-Zentren sollen die Verfahren beschleunigen. Das Hamburger Zentrum in Rahlstedt gibt es seit einem Jahr.
Laut der Senatsantwort auf die Große Anfrage wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.043 Übernahmeersuchen aus Hamburg gestellt, von denen in 656 Fällen die Zustimmung des zuständigen Mitgliedstaates erteilt wurde. «In 312 Fällen konnte anschließend eine Überstellung vollzogen werden», heißt es darin weiter. Daraus ergibt sich in Bezug auf die Ersuchen eine Quote von 29,9 Prozent.
Bundesweit gab es 2025 laut dem von den Hamburger Behörden monatlich herausgegebenen Lagebild «Flüchtlinge» 35.942 Übernahmeersuchen. 23.912 wurden demnach positiv beschieden. 5.377 Mal sei eine Überstellung erfolgt – was einer Quote von 14,9 Prozent entspricht.
«Hamburg befindet sich damit im Bundesvergleich weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau bei der Durchführung von Dublin-Überstellungen», schreibt auch der Senat in seiner Antwort an die AfD.
Seit März vergangenen Jahres würden im Hamburger Dublin-Zentrum ausschließlich alleinreisende, volljährige und nicht vulnerable Männer untergebracht. 201 Personen waren es im vergangenen Jahr. Zeitgleich mit der Hamburger Einrichtung war eine zweite im brandenburgischen Eisenhüttenstadt in Betrieb genommen worden.
81 im Rahlstedter Zentrum Untergebrachte hätten im vergangenen Jahr «das Unterkunftsobjekt mit unbekanntem Verbleib verlassen». Insgesamt nennt der Senat als Gründe für gescheiterte Überstellungen häufig «untergetaucht» oder «nicht angetroffen».
Im Gegensatz zur Abschiebehaftanstalt in Glückstadt handelt es sich beim Dublin-Zentrum nicht um eine geschlossene Einrichtung.
Für eine abschließende Bewertung, inwieweit sich das Zentrum bewährt habe, «ist der bisherige Zeitraum seit der Einrichtung des Dublin-Zentrums noch zu kurz», schreibt der Senat. «Es zeichnen sich jedoch positive Entwicklungen ab, etwa im Hinblick auf verbesserte Abläufe und eine stärkere Koordinierung.»
Die AfD zeigt sich mit der Arbeit des Zentrums indes unzufrieden: «Wer ein spezialisiertes Zentrum betreibt, um Überstellungen effektiver zu gestalten, darf nicht akzeptieren, dass dutzende Asylmigranten schlicht verschwinden», sagte Fraktionschef Dirk Nockemann.
Die hohe Zahl von untergetauchten oder nicht anzutreffenden Personen zeige: «Das Problem liegt nicht nur bei der Zustimmung anderer EU-Staaten – es liegt beim Vollzug», sagte er. Wenn es dem Senat nicht gelinge, die Durchsetzungsquote deutlich zu erhöhen, bleibe «das Dublin-Zentrum ein kostspieliges und rein symbolpolitisches Instrument mit geringer Wirkung».
© dpa-infocom, dpa:260228-930-748082/1
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