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Berlin (dpa) –
Angesprochen auf sein 400. Bundesliga-Spiel pustete Maximilian Arnold mehrmals kräftig durch und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. «Es ist brutal. Schon besonders», sagte der Kapitän des VfL Wolfsburg nach seinem Jubiläum beim TV-Sender Sky. Dass die Niedersachsen zuvor mit 2:1 beim 1. FC Union gewonnen und neue Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft hatten, machte den Tag noch besonderer für den 31-Jährigen.
Ein einzelnes Spiel aus den 400 wollte Arnold nicht herauspicken und als das besondere hervorheben. «Ich würde lügen, wenn ich sagen würde: Ich hätte alle genossen. Jeder Sieg, den man in der Bundesliga feiert, ist etwas Besonderes. Ich genieße es einfach, Bundesliga zu spielen», befand der frühere Nationalspieler.
Anschließend richtete Arnold noch eine Liebeserklärung an seine Frau Jenny. Auf die Frage, welche Person in den Jahren die wichtigste gewesen sei, sagte Arnold: «Meine Frau. Ich bin nicht ganz einfach zu Hause. Sie nimmt mich so, wie ich bin. Ich bin manchmal echt sehr, sehr schwierig. Sie ist mein Fels in der Brandung», sagte der Wolfsburger.
© dpa-infocom, dpa:260418-930-962899/1
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Celle (dpa/lni) –
Die Feuerwehr hat einen Waldbrand am Fuhsekanal bei Celle gelöscht und eine Ausbreitung verhindert. Rund 500 bis 700 Quadratmeter Waldboden standen dort in Flammen, wie die Feuerwehr mitteilte.
Die alarmierten Ortsfeuerwehren Großmoor und Westercelle erhielten demnach Unterstützung aus der Luft: Ein Überwachungsflugzeug des Feuerwehr-Flugdienstes Niedersachsen erkundete die Lage und lieferte den Einsatzkräften wichtige Informationen zur Ausdehnung des Feuers. Im Anschluss an die Löscharbeiten wurden verbliebene Glutnester im Waldboden abgelöscht.
© dpa-infocom, dpa:260418-930-962816/1
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Braunlage (dpa/lni) –
Ein 72 Jahre alter Motorradfahrer ist bei einem Unfall nach einem zu knappen Überholmanöver bei Braunlage (Landkreis Goslar) schwer verletzt worden. Der Mann musste ausweichen und stürzte, wie die Polizei mitteilte. Der mutmaßliche Unfallverursacher flüchtete.
Nach ersten Erkenntnissen überholten am Nachmittag drei bislang unbekannte Motorradfahrer den 72-Jährigen. Beim Wiedereinscheren kam der letzte Fahrer ihm so nahe, dass er ausweichen musste. Dabei geriet der Mann auf den unbefestigten Seitenstreifen und stürzte.
Die Polizei ermittelt wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie fahrlässiger Körperverletzung und bittet Zeugen um Hinweise. Der flüchtige Motorradfahrer war den Angaben zufolge auf einer sportlichen Maschine unterwegs und trug eine bunte Motorradkombi. Weitere Angaben lagen zunächst nicht vor.
© dpa-infocom, dpa:260418-930-962765/1
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Endlich! Kapitän Maximilian Arnold (r.) und seine VfL-Kollegen bejubelten den ersten Erfolg seit drei Monaten. Andreas Gora
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Bremen (dpa) –
Zwei Tore von Jens Stage haben Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga einen wichtigen Derby-Sieg beschert. Durch das 3:1 (1:1) gegen den Hamburger SV machte der neue Tabellen-14. einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt und zog nach Punkten mit dem Erzrivalen gleich. Beide Nordclubs haben nun fünf Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz.
Vor 41.800 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion traf der Däne Stage in der 37. Minute zunächst per Kopf zum 1:0 für Werder. Robert Glatzels Ausgleich nur vier Minuten später (41.) war schon sehenswert. Doch nach der Pause schlenzte der 29-jährige Stage den Ball aus 17 Metern genau in den oberen rechten Winkel des HSV-Tores. Das 3:1 in der Nachspielzeit erzielte Cameron Puertas (90.+1). Doch Werders neuer Derby-Held heißt Stage. Bei der 2:3-Hinspiel-Niederlage in Hamburg hatte sein Tor zum 1:0 noch nicht gereicht.
HSV-Stürmer Philip Otele sah in der 79. Minute noch die Rote Karte. Und schon vor dem Spiel war vieles nach Bremer Geschmack gelaufen.
Die beiden Hamburger Schlüsselspieler Luka Vuskovic (Knieprellung) und Sambi Lokongo (Oberschenkelprobleme) wurden nicht mehr rechtzeitig fit und gehörten nicht einmal zum Spieltagskader. Dazu wurden die Werder-Profis auf dem Spielfeld mit einer gigantischen Fan-Choreographie über mehrere Tribünen empfangen. Darauf waren eine Krake mit Werder-Emblem und eine klare Ansage an den Erzrivalen HSV zu sehen: «Wir waren euer Untergang. Wir bleiben euer Untergang».
Derart angespornt, waren die Bremer von Beginn die aktivere Mannschaft, während sich die Hamburger eher abwartend verhielten. Das Problem war lange Zeit nur: Werders Offensivaktionen fehlten Durchschlagskraft und Präzision.
Die erste gute Chance des Spiels hatte der HSV durch Ransford-Yeboah Königsdörffer (26.), weil die Bremer Angriffe häufig so endeten wie in der Szene unmittelbar zuvor: Romano Schmid dribbelte sich auf Höhe des Hamburger Strafraums an mehreren Abwehrbeinen vorbei und wollte den Ball zu dem besser postierten Njinmah passen. Doch er spielte ihn stattdessen in den Fuß des HSV-Verteidigers Miro Muheim (26.).
Und auch als Stage nach einer Flanke von Yukinari Sugawara zum Bremer 1:0 getroffen hatte, war der Jubel im Weserstadion zwar laut und überschäumend – aber er hielt auch nicht lange an. Denn nur vier Minuten später setzte sich Glatzel im Zweikampf robust gegen Werder-Verteidiger Karim Coulibaly durch und hämmerte den Ball von der Strafraumgrenze in den linken oberen Torwinkel. Der Videoschiedsrichter überprüfte noch einmal ein mögliches Foulspiel des HSV-Stürmers – aber der sehenswerte Treffer zählte.
Rund um das Spielfeld bot sich ein bemerkenswerter Kontrast. Hunderte Polizisten waren im Einsatz, um die rivalisierenden Fangruppen voneinander fernzuhalten. Beide Trainer aber begrüßten sich herzlich. Denn Werders Daniel Thioune und Hamburgs Merlin Polzin sind seit gemeinsamen Zeiten beim VfL Osnabrück eng befreundet.
Nach der Pause sahen beide zunächst ein ähnliches Spiel wie zu Beginn: Wieder kam Werder deutlich griffiger und zielstrebiger aus der Kabine. Stages Traumtor war der Lohn dafür.
Der große Unterschied war jetzt: Der HSV konnte es nicht nutzen, dass die Gastgeber sich ab Mitte der zweiten Halbzeit immer weiter zurückzogen. Die Hamburger machten zwar das Spiel, kamen aber kaum zu Torchancen. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich war ein viel zu harmlos ausgeführter Freistoß von Muheim in der 72. Minute.
Kurz darauf schwächten sich die Hamburger auch noch selbst: Der erst elf Minuten vorher eingewechselte Otele traf Werders Puertas mit offener Sohle am Bein. Schiedsrichter Florian Exner sah sich die Szene am Videobildschirm an und stellte den Nigerianer vom Platz (79.). Eine weitere Rote Karte für Bakery Jatta (86.) nahm er nach VAR-Eingriff wieder zurück. Dafür kam es unmittelbar nach dem 3:1 noch zu einer Rudelbildung vor der HSV-Bank, für die je ein Betreuer beider Teams Rot sah.
© dpa-infocom, dpa:260418-930-962673/1
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