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Gestern — 17. April 2026

Pressekonferenz von Sergey Lawrow zu seinem Chinabesuch – Teil 1

16. April 2026 um 22:28

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Erklärung und Beantwortung von Fragen der Medien am 15 April 2026 durch den Außenminister der Russischen Föderation, Sergey Lawrow, im Anschluss an seine Gespräche mit der Führung Chinas in Peking.

Sergey Lawrow: „Russland und China werden von der Weltmehrheit unterstützt!“ – Teil 1

Gestern und heute fand mein Besuch in der Volksrepublik China statt. Dabei haben der chinesische Außenminister Wang Yi und ich mehr als vier Stunden konferiert und ein breites Spektrum an Themen abgedeckt:

Dabei ging es sowohl um unsere bilateralen Beziehungen, wie aus naheliegenden Gründen auch um internationale Fragen. Das trifft umso mehr zu, nachdem sich die gegenwärtige internationale Lage durch das Vorgehen unserer westlichen Kollegen in der Ukraine, in Lateinamerika, in der Straße von Hormus und in anderen Teilen unseres mit China gemeinsamen eurasischen Kontinents verschärft hat und die Entwicklung der bilateralen Beziehungen zwischen allen Staaten direkt beeinflusst. Das betrifft auch die Beziehungen zwischen Russland und China sowie die zu unseren gemeinsamen Partnern von SCO, BRICS und anderen multilateralen Gruppierungen.

Wir überprüften, wie die Vereinbarungen, welche der russische Präsident Wladimir Putin und Vorsitzende der VR China Xi Jinping getroffen hatten, implementiert wurden. Sie dienen dazu den Ausbau des Handels und Kooperation für Wirtschaft und Investitionen vor dem schädlichen Einfluss derjenigen zu schützen, die nicht auf ihre Fähigkeiten im fairen Wettbewerb vertrauen, sondern vielmehr auf Sanktionen und andere illegale Methoden der Nötigung, Erpressung und von Diktaten zurückgreifen. Wir kamen zum Ergebnis, dass wir besagte Aufgaben, welcher von höchster Ebene aufgetragen worden waren, erfolgreich bewältigen.

Das beidseitige Handelsvolumen hat seit vier Jahren in Folge 200 Milliarden Dollar übertroffen. Das gesetzte Ziel wurde vorzeitig erreicht und bildet weiterhin die stabile Grundlage für unsere künftige materielle und praktische Zusammenarbeit.

Der Mechanismus jährlicher Treffen der Regierungschefs flankiert von fünf zwischenstaatlichen Kommissionen auf Ministerebene konnte die Aufgaben auf den unterschiedlichsten Bereichen lösen. Das Spektrum erstreckt sich ausgehend von der Energiewirtschaft, die gerade heute besondere Bedeutung erhält, bis hin zur Hochtechnologie, Raumfahrt, Kernenergieforschung, künstlichen Intelligenz sowie zu Bildung und Kultur.

Was zwischenmenschliche Kontakte angeht, so haben der russische Präsident Wladimir Putin und der Vorsitzende der VR China Xi Jinping im Januar dieses Jahres bereits das vierzehnte Jahresprogramm ausrufen lassen: Zuletzt waren es Kulturjahre, die jetzt durch ein Bildungsjahr abgelöst werden.

Im Zuge der Ausarbeitung des Programms für den Besuch von Präsident Wladimir Putin in China in der ersten Hälfte dieses Jahres 2026 haben wir in Vorbereitung der Tagesordnung für diesen Gipfel vorgeschlagen, dem Bereich des Bildungswesens besondere Aufmerksamkeit einzuräumen.

Auf internationaler Ebene sind wir daran interessiert, die unverhohlenen Versuche des Westens, sprich der Vereinigten Staaten zusammen mit Europa, um ihre Hegemonie fortzusetzen, wenn nicht an manchen Stellen sogar zu „erneuern“, scheitern zu sehen. Ihre fünfhundertjährige Erfahrung globaler Eroberung baut darauf auf, die Welt zugunsten eigener Interessen unterjochen zu lassen und Mechanismen globaler Steuerung einzusetzen, um weiter auf Kosten anderer leben zu können. Dazu zählen Sklavenhandel und Kolonialismus …

… samt Methoden einer „Modernisierung“, um andere weiter kujonieren und den eigenen Willen aufdrücken zu können!

Weder China noch Russland, wie die überwiegende Mehrheit der Länder der Welt, können einen solchen Ansatz akzeptieren!

Wir haben die Lage verschiedener Regionen betrachtet und dabei Eurasien, wo die Spannungsherde verstärkt anwachsen, besondere Aufmerksamkeit zukommen lassen. In Europa betrifft dies das Treiben von NATO auf der Suche nach einem neuen Daseinszweck mit dem Versuch die Ukraine in ihre Reihen zu bringen. Damit einher geht vor dem Hintergrund von Krisenerscheinungen der Nordatlantischen Allianz aufgrund von Unstimmigkeiten zwischen Washington und den europäischen Hauptstädten bzw. vor allem der Brüsseler Bürokratie, die Militarisierung der Europäischen Union!

Der Nahe Osten und die Golfregion, wo sich derzeit Ereignisse großer Tragweite abspielen, stellen einen geballten Krisenherd dar. Dieser wird nicht leicht zu entwirren sein. Es kann meiner Meinung nach nicht funktionieren, dass man derzeit versucht, besagte Problemkreise auseinander zu dividieren: Denn die Krisen in Palästina, im Gazastreifen und Westjordanland dürfen nicht im Schatten bleiben bzw. in den Hintergrund gedrängt werden. Dies kam heute in der Diskussion mit der chinesischen Delegation sehr stark zum Ausdruck!

Auch in Zentralasien entfaltet sich ein „angespannter“ geopolitischer Kampf aufgrund der Versuche des Westens auch hier seine eigenen „Regeln“ durchzusetzen und eine führende Rolle einzunehmen, um vorzugeben, wie zentralasiatische Staaten ihr Leben zu gestalten hätten und mit wem sie Beziehungen einrichten sollten. Dasselbe, wenn nicht ganz so offensichtlich, zeigt sich auch im Südkaukasus. Ganz zu schweigen von den seit langem bestehenden Krisenherden, die sich infolge der Politik des Westens über viele Jahre hinweg in Südostasien, in Nordostasien, wie vor allem auf der koreanischen Halbinsel oder in der Taiwanstraße sowie im Süd- und Ostchinesischen Meer angesammelt haben.

Unser gesamter eurasischer Kontinent ist auf die eine oder andere Weise Schauplatz gravierender, gegensätzlicher Tendenzen und praktischer Aktionen seitens der führenden Mitglieder der Weltgemeinschaft. Der Kontinent ist der größte und reichste und seine Ressourcen sind im Grunde unerschöpflich. Daher kommt den geopolitischen und geoökonomischen Komponenten dort besondere Bedeutung zu.

Unsere Staatschefs, der russische Präsident Wladimir Putin und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping, widmen diesen Prozessen im Rahmen ihrer gegenseitigen Besuche traditionsgemäß besondere Aufmerksamkeit im Zuge ihrer vertrauensvollen Kontakte. Diesen Fragen messen Russland und China auch im Rahmen der SCO, von BRICS sowie in ihren Beziehungen zu ASEAN, zur Eurasischen Wirtschaftsunion und im Kontext von Pekings Projekt „Belt & Road Initiative“ besondere Bedeutung zu.

Wir sprachen hauptsächlich über die Probleme in Eurasien, die gerade heute in den Vordergrund der Weltpolitik rücken und zunehmend große Aufmerksamkeit erwecken. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir uns nicht um die Stärkung positiver Entwicklungen bzw. die Neutralisierung negativer Tendenzen in anderen Regionen der Welt kümmern. Das betrifft Lateinamerika mit vor allem Venezuela und Kuba. Dazu kommt der afrikanische Kontinent, der zwar den Prozess der politischen Entkolonialisierung durchlaufen hat, wirtschaftlich jedoch weiterhin in starker Abhängigkeit von den vormaligen Kolonialmächten steht.

Derzeit erlebt Afrika ein „zweites Erwachen“, worüber ich schon öfters sprach und strebt nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit, um für den Westen nicht länger dieselbe koloniale und neokoloniale Rolle als Rohstofflieferant spielen zu müssen, doch stattdessen die Vorteile der Industrialisierung zu nutzen. Man kann sich erinnern, wie die Sowjetunion den befreiten Ländern des schwarzen Kontinents aktiv dabei half, diesen Weg einzuschlagen, um ihre Unabhängigkeit aufzubauen. Gemeinsam mit der Volksrepublik China wollen wir den Afrikanern weiterhin helfen, um ihr Schicksal, ihre Staatsangelegenheiten und Wirtschaft in die eigenen Hände zu nehmen.

Es ist mir gelungen, mich kurz zu fassen und bin jetzt für Ihre Fragen bereit:

Frage: Im Jahr 2026 jährt sich zum 30. Mal die Aufnahme der „chinesisch-russischen Beziehungen der strategischen Zusammenarbeit und Partnerschaft“ sowie das 25-jährige Jubiläum zur Unterzeichnung des „Vertrags über gute Nachbarschaft, Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen China und Russland“.

 Der chinesische Außenminister Wang Yi hat die bilateralen Beziehungen als „unerschütterlich gegenüber allen Stürmen“ bezeichnet. Wie definiert Russland das Wesen und die globale Bedeutung der chinesisch-russischen Beziehungen mit der umfassenden strategischen Zusammenarbeit und Partnerschaft in der gegenwärtigen Etappe und neuen Ära?

Sergey Lawrow: Ich stimme der Charakterisierung unserer Beziehungen als „unerschütterlich gegenüber allen Stürmen“ voll und ganz zu: Das ist mehr als ein Slogan, nämlich Ausdruck des Beweises der stabilisierenden Rolle Russlands und Chinas gegenüber Trends, welche darum wetteifern auf der internationalen Bühne Dominanz zu erzeugen. Die Tendenzen, die wir unterstützen, bestehen gerade in der unermüdlichen Zusammenarbeit, um Ideale voranzubringen, wie:

  • für Gerechtigkeit, Gleichberechtigung, Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einzutreten!
  • zur Achtung der Souveränität jedes Staates und des Rechts der Völker, ihren eigenen Entwicklungsweg einzuschlagen, beizutragen!

All dies ist in der Charta der Vereinten Nationen verankert. Wenn Russland und China ihre Ziele in Form des von Ihnen gerade erwähnten Slogans zum Ausdruck bringen, so meinen wir damit in erster Linie die Notwendigkeit, dass alle Länder wieder zur Achtung der Charta der Vereinten Nationen zurückzukehren hätten. Russland und China stehen dabei Schulter an Schulter bzw. Rücken an Rücken, um ihre Prinzipien voranzubringen.

Leider zeigten unsere westlichen Kollegen, selbst nach Unterzeichnung der UN-Dokumente 1945, weder die Absicht, die Charta der Vereinten Nationen noch den so wichtigen Grundsatz dieses bedeutenden völkerrechtlichen Dokuments wie die souveräne Gleichheit der Staaten respektieren zu wollen. Gleiches gilt für andere Dokumente, welch sie in der Folgezeit unterzeichnet haben. Wollte man beliebige Handlungen des Westens nach 1945, nachdem jener Grundsatz zum Völkerrecht geworden war, überprüfen, inwieweit der Westen die Forderung nach Achtung der souveränen Gleichheit jedes Staates eingehalten hätte, so kommt heraus:

In keinem Konfliktfall unserer vergangenen Geschichte war dies der Fall gewesen!

Bis heute war das nicht zu beobachten: Der Westen beansprucht hingegen das Recht, zu dem Europäer und Amerikaner sich selbst ermächtigten:

  • Staaten zu Paria erklären und über sie Sanktionen verhängen zu lassen!
  • Einreiseverbote verhängen zu lassen!
  • bereits unterzeichnete Vereinbarungen kulturellen Austauschs kündigen zu lassen!

So werden Staatsbürger von Großveranstaltungen ausgeschlossen, nur weil diese Personen sich nicht offen den rassistischen – und neonazistischen Parolen der Brüsseler Bürokratie angeschlossen hätten.

Wie man weiß, liegt die Kraft in der Wahrheit. Falls es wahr ist, dass alle die Charta der Vereinten Nationen ratifiziert haben, dann hätte man diese auch zu befolgen:

Wir, ebenso wie unsere chinesischen Freunde, bleiben all den hohen Idealen treu, welche in der Charta der Vereinten Nationen verankert sind und betrachten sie nicht nur als Ideale, sondern als Leitlinien unseres Handelns. Das verleiht uns eine sehr starke Position:

Deshalb werden Russland und China von einer riesigen Gruppe an Ländern unterstützt, die wir die Weltmehrheit nennen!

Fortsetzung mit Teil 2 folgt

***

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA




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Wissenschaftler werfen britischer Elite «Antirussismus & kulturellen Terrorismus» vor

14. April 2026 um 17:41

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Eine neue russische wissenschaftliche Studie über Londons „historischen Antirussismus“ der letzten Jahrhunderte, beleuchtet den Sabotage- und Terrorismus-Krieg, geführt auf russischem Territorium sowie Britanniens Weigerung, Kunstrelikte aus der Kolonialzeit zurückgeben zu lassen.

Über die Feindseligkeit des „angelsächsischen Establishments“ gegenüber Russland und anderen Staaten

Von REDAKTION | Zwei russische Militärwissenschaftler haben eine umfassende wissenschaftlich begründete Beschuldigungsschrift gegen das herrschende britische Establishment veröffentlichen lassen. Darin wird auf neue Konzepte mit Themen, wie zu „kulturellem Terrorismus“, „historischem Antirussismus“ und „kultureller Dekolonialisierung“ unter Berufung auf eine vemeintlich direkte britische Beteiligung an ukrainischen Terroranschlägen und Sabotageaktionen auf russischem Territorium, detailliert eingegangen.

Der Artikel, verfasst von Andrey Averyanov [Dr. mil. Wiss., korrespondierendes Mitglied der Akademie der Militärwissenschaften] und Pavel Shamarov [Dr. polit. Wiss., Professor an der Akademie der Militärwissenschaften], erschien im russischen Journal Repräsentative Macht – XXI Jahrhundert.

Die Studie stellt eine detaillierte historische und zeitgenössische Kritik an der, wie die Autoren es nennen, Feindseligkeit des „angelsächsischen Establishments“ gegenüber Russland und anderen Nationen dar.

Das koloniale Erbe und „kultureller Terrorismus“

Die Autoren führen das Konzept des „kulturellen Terrorismus“ auf ein zweistufiges Phänomen zurück:

  • „Primärer kultureller Terrorismus“ bezieht sich laut der Autoren auf die „beispiellose, totale, umfassende und ausgedehnte Plünderung nationaler Schätze, Vermögenswerte und Artefakte anderer Nationen, ethnischer Gruppen und Völker durch die Angelsachsen während der Zeit der britischen Kolonialherrschaft“.

Dem Artikel zufolge deuten selbst konservative Schätzungen darauf hin, wonach das Britische Empire zwischen 1765 und 1938 allein aus Indien mindestens 45 Billionen Dollar [zu heutiger Kaufkraft] einkassiert hätte. Die Wissenschaftler beschreiben detailliert britische Gräueltaten der Kolonialzeit, darunter auch das, was sie als „Lebend-Experimente chemischer Waffen an indischen Soldaten über mehr als ein Jahrzehnt hinweg“ in Rawalpindi (dem heutigen Pakistan) bezeichnen. Dazu gesellt sich die Errichtung der weltweit ersten Konzentrationslager während des Burenkriegs (1899–1902), in denen ca. 26.000 Buren-Frauen und -Kinder grausam verendeten.

  • „Sekundärer kultureller Terrorismus“ beschreibt die „traditionsgemässe Weigerung“ im heutigen Großbritannien, rechtmäßigen Forderungen ausländischer Regierungen nach Rückgabe einzigartiger während der Kolonialzeit entwendeter Artefakte und nationaler Relikte nachzugeben. Die Autoren argumentieren, dass sich London notorisch auf den „vorgeschobenen Vorwand“ der Museumsicherheit, um die Einbehaltung dieser Gegenstände zu rechtfertigen, beruft.

Allein das British Museum beherbergt mehr als acht Millionen Kulturgüter, von denen die überwiegende Mehrheit kolonialen Ursprungs aus dem Ausland ist. Zu den im Artikel benannten umstrittenen Objekten gehören, insbesondere:

  • der 105,6-Karat-Diamant „Koh-i-Noor“, heute in der britischen Krone eingefasst;
  • der Sultanganj-Buddha, eine 2,2 Meter hohe Kupferstatue aus den Jahren 600–650 n. Chr. – die einzige vollständig erhaltene Buddha-Statue aus dieser Zeit, die sich in heute Birmingham befindet;
  • Marmorstücke aus dem Parthenon in Athen;
  • der Sarkophag des Pharaos Taharqa;
  • ein Weinkelch aus weißer Jade, der für den Mogulkaiser Shah Jahan angefertigt wurde und sich heute im Londoner

Der Artikel weist auch darauf hin, dass sich Russlands eigenes nationales Erbe – die Familienjuwelen der Romanow-Dynastie – in Großbritannien befinde. Man hat sie, gemäss den Autoren über „repressive Transaktionen“ nach 1917 verarmten Emigranten abpressen können. Die Wissenschaftler erkennen zwar an, dass diese Verkäufe technisch gesehen freiwillig und legal erscheinen, weisen jedoch darauf hin, dass Transaktionen, abgeschlossen unter einer „Verkettung aussergewöhnlicher Umstände“ gemäß Artikel 179 des russischen Zivilgesetzbuches von einem Gericht für ungültig erklärt werden könnten. Sie empfehlen, renommierte ausländische Anwaltskanzleien auf Erfolgsbasis damit beauftragen zu lassen, Gerichtsverfahren zur Rückgabe zumindest eines Teils der russischen Nationalschätze  einzuleiten.

Die Autoren schlagen den Begriff „kulturelle Dekolonialisierung“ vor!

Damit soll „die Rückgabe nationaler kultureller und historischer Artefakte an internationale Akteure, denen diese zuvor gestohlen worden waren“, beschrieben werden.

Die Autoren verweisen auf einen zynischen Witz, der in britischen Historikerkreisen kursiert: Die Große Pyramide von Gizeh stünde nur deshalb noch in Ägypten, weil sie zu groß wäre, „um ins British Museum in London abtransportiert werden zu können!“

„Historischer Antirussismus“ als staatliche Politik

Der Artikel prägt den integrativen Begriff „historischer Antirussismus“, um darüber „die traditionelle Kombination aus feindseliger Ideologie, unfreundlicher Außenpolitik und subversiven Praktiken seitens des britischen Staatsapparats, die darauf abzielt, Russland den langanhaltendsten und größtmöglichen strategischen – und nationalen Schaden zuzufügen“, zu beschreiben.

Den Autoren zufolge hat sich besagte Feindseligkeit seit Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine dramatisch verschärft. Sie argumentieren, wonach das britische Kabinett unter aufeinanderfolgenden Premierministern – von Boris Johnson bis zum derzeitigen Premierminister Keir Starmer –nicht nur das Phänomen an nationaler Stagnation, „sondern auch ein extremes Maß an Feindseligkeit, gepaart mit einem typisch angeborenen Hass auf Russland, sein Volk und die föderale Führung“, demonstriert.

Die Wissenschaftler stipulieren, dass die Starmer-Regierung aktiv daran arbeite, „den sich abzeichnenden zwischenstaatlichen Dialog zwischen den Vereinigten Staaten und Russland torpedieren zu lassen“, wobei sie jede Beilegung des Ukraine-Konflikts als Bedrohung der nationalen Interessen Großbritanniens und als Scheitern der westlichen Strategie, die auf die „Zerstörung Russlands“ angelegt ist, betrachten.

Der Studie hebt mehrere institutionelle Entwicklungen als Beweis für besagte Anfeindungen hervor: Am 31. Juli 2025 hat das britische Parlament die „Allparteien-Parlamentsgruppe für Russland und Demokratie“ unter dem Vorsitz von Stephen Gethins einrichten lassen. Die Autoren beschreiben diese als eine informelle parteiübergreifende Gruppe, deren Aufgabe es ist:

  • Aktivitäten der „sogenannten pro-demokratischen Oppositionskräfte in Russland“ zu koordinieren,
  • neue antirussische Sanktionen zu entwickeln,
  • Informationsangriffe und Propagandakampagnen gegen Russland zu organisieren!

Darüber hinaus richteten das Vereinigte Königreich und Frankreich im September 2025…

… das «Gemeinsame Kommandohauptquartier der multinationalen Streitkräfte in der Ukraine» in Kiew ein!

Die Autoren bezeichnen dies als „effektive Übertragung der US-Kontrolle über die Streitkräfte der Ukraine auf London und Paris“. Sie weisen darauf hin, dass:

  • derzeit ein britischer Generalmajor das englischsprachige Hauptquartier leite!
  • das Vereinigte Königreich „die Operationen der ukrainischen Streitkräfte auf dem Territorium der Ukraine und Russlands“ koordiniere!

Britisch-ukrainische „Terroristen-Symbiose“

Der Kernvorwurf des Papiers betrifft das, was die Autoren als „britisch-ukrainische Terroristenallianz“ oder „Terroristen-Symbiose“ bezeichnen, die sich auf russischem Territorium operierten. Sie behaupten, dass britische Geheimdienste „ideologisch, finanziell und organisatorisch-praktisch“ an terroristischen Aktivitäten gegen Russland beteiligt wären!

Der russische Bär könnte sein Habitat in Zukunft kompromissloser verteidigen | Quelle: UM AI generiert

Dem Artikel zufolge folgen gemeinsame ukrainisch-britische Terroranschläge und Sabotageakte einem festgelegten Muster: „Die Planung und operative Unterstützung solcher Operationen fällt in die Zuständigkeit der britischen Sonderdienste, während ihre direkte Durchführung dem Sicherheitsdienst der Ukraine oder der Hauptnachrichtendienstabteilung des Verteidigungsministeriums der Ukraine übertragen wird!“

Die Autoren führen konkrete Operationen an, bei denen dieser Mechanismus vermeintlich zum Einsatz gekommen wäre, darunter:

  •  Terroranschläge auf Eisenbahnstrecken in den Regionen Brjansk und Kursk zwischen dem 31. Mai und 1. Juni 2025;
  • Angriffe auf Flugplätze der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte am 1. Juni 2025 – die als Sabotageoperation des Sicherheitsdienstes der Ukraine unter dem Codenamen „Spiderweb“ bezeichnet werden;
  • massive terroristische Luftangriffe auf zivile Infrastruktur im Inland, darunter auf soziale Einrichtungen und Hochrisikostandorte wie die Kernkraftwerke in Saporischschja, Kursk, Leningrad und Kalinin!

Das Papier liefert geballte Statistiken:

  • Allein zwischen Februar 2022 und April 2024 wären auf russischem Territorium etwa 130 Sabotage- und Terrorakte verübt worden, während mehr als 200 verhindert worden wären.
  • Insgesamt soll die „britisch-ukrainische Terroristenallianz“ von 2022 bis 2024 mehr als 1.600 Terroranschläge gegen zivile, energie- und verkehrstechnische Infrastruktur in 25 Regionen, drei Republiken und der Region Krasnodar verübt haben.

Bei diesen Angriffen sollen mehr als 3.000 russische Zivilisten – darunter fast 150 Kinder – getötet und bis zu 11.000 Menschen verletzt worden sein. Über 31.000 zivile Infrastruktureinrichtungen wären zerstört oder teilweise beschädigt worden, darunter etwa 240 Bildungseinrichtungen, 40 medizinische Einrichtungen und rund 20 Kirchen.

Die Autoren gehen insbesondere auf den Terroranschlag vom 22. März 2024 auf die Crocus City Hall in Krasnogorsk ein, bei dem 144 Menschen getötet und 551 verletzt wurden. Sie erkennen zwar an, dass die britische Botschaft in Moskau den Anschlag verurteilt habe, verweisen jedoch auf das, was als Indizien für eine britische Beteiligung spricht: Eine gemeinsam mit den Vereinigten Staaten und der EU organisierte dringliche PR-Kampagne in westlichen Medien, „noch bevor die vorläufigen Ergebnisse der Ermittlungen vorlagen“, in welcher die Rolle der Ukraine kategorisch geleugnet wurde. Die Autoren stellten Ähnlichkeiten zwischen dieser Medienreaktion und dem Schema fest, die später für propagandistische Zwecke der Sabotageoperation „Spiderweb“ angewandt wurden.

Der Artikel nennt zudem Attentate auf hochrangige russische Militärs, wie auf:

  • Generalleutnant Igor Kirillow, Chef der Truppen für Strahlen-, Chemikalien- und Biowaffenabwehr und seinen Adjutanten Major Polikarpow im Dezember 2024;
  • die Generalleutnants Sarvarow und Moskalik, Chef der Operationsdirektion und stellvertretender Chef der Hauptoperationsdirektion des Generalstabs, im April 2025.

Die Autoren erklären, sie „schließen nicht aus, dass – aller Wahrscheinlichkeit nach mit Wissen britischer Drahtzieher“ – ukrainische Sonderdienste diese Morde geplant und ausgeführt hätten.

Zu weiteren besonders hervorgehobenen Vorfällen gehört ein versuchter Luftangriff in der Nacht vom 29. Dezember 2025 unter Einsatz von 91 unbemannten Angriffsflugkörpern [Drohnen]…

… gegen die Residenz des Präsidenten der Russischen Föderation in der Region Nowgorod!

Weiterhin ein Angriff in der Silvesternacht auf ein Hotel und ein Café im Erholungsgebiet von Chorly in der Region Cherson, bei dem etwa 80 Menschen ums Leben kamen.

Verhinderte Komplotte und zukünftige Bedrohungen

Das Papier beschreibt zahlreiche vermeintlich britisch-ukrainische Komplotte, welche von den zuständigen russischen Behörden nach eigenen Angaben aufgedeckt und verhindert werden konnten. Dazu gehören:

  • Pläne zur Durchführung einer Reihe von Terroranschlägen gegen russische diplomatische Vertretungen in Europa, insbesondere in Deutschland, der Slowakei, Ungarn sowie in den baltischen und skandinavischen Ländern, mit dem Ziel, die Aussichten auf Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu unterminieren.
  • Provokationen in den Gewässern der Ostsee unter Einsatz von sowjetischen Torpedos und Seeminen, die sich im Besitz der Ukraine befänden. Es werden drei Szenarien skizziert:
    • die Inszenierung eines Torpedoangriffs auf ein Schiff der US-Marine, um Russland zu belasten;
    • die „zufällige Entdeckung“ von in Russland hergestellten Ankerminen auf internationalen Seewegen;
    • sowie die Versenkung eines ausländischen Schiffes unter Einsatz von in Russland hergestellten Seeminen, um NATO die Rechtfertigung zur Sperrung des Zugangs zur Ostsee zu verschaffen.
  • Verfolgung, Beschlagnahmung und Eskortierung der russischen sogenannten „Schatten-Tankerflotte“ in NATO-Häfen, einschließlich Pläne zur Organisation maritimer Sabotageakte durch das Inbrandstecken fahrender Tanker oder das Verursachen von Unfällen in Häfen, wobei Umweltschäden dazu herhalten sollen, harte Sekundärsanktionen rechtfertigen zu lassen.
  • Inszenierung für das Eindringen von Drohnen, die wie russische Geran-UAVs [Unmanned Aerial Vehicles] aussehen sollen, in den polnischen und rumänischen Luftraum, einschließlich Reparatur und Umrüstung abgeschossener russischer Drohnen für den Mehrfacheinsatz gegen NATO-Transportknotenpunkte.
  • Inszenierung einer Infiltration des polnischen Territoriums durch eine fiktive russisch-weißrussische Sabotagegruppe unter Einsatz von Kämpfern der „Legion Freiheit Russlands“ [eine in der Ukraine stationierte paramilitärische Einheit russischer Staatsbürger, die sich gegen Russland richtet] und des weißrussischen „Kastus-Kalinouski-Regiments“ [Gruppe von Freiwilligen der belarussischen Opposition, um gegen Russland zu kämpfen], die als vermeintlich russische und weißrussische Soldaten auftreten würden.
  • Sabotageakte gegen die TurkStream-Gaspipeline.
  • Angriffe auf Anlagen des Caspian Pipeline Consortiums (CPC – Kaspisches Pipeline Konsortium).
  • großer Sabotageakt, geplant auf das Kernkraftwerk Saporischschja und auf die aktive Zone seiner Kernreaktoren abzielt.
  • Komplott im November 2025 zur Ermordung „eines der ranghöchsten Bundesbeamten“ während eines Besuchs auf dem Trojekurowo-Friedhof in Moskau.

Die Autoren weisen darauf hin, dass London allein in den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 Kiew kostenlos mehr als 85.000 Drohnen zur Verfügung gestellt und über 600 Millionen Pfund in deren Produktion für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte investiert hätte.

Völkerrecht und Empfehlungen

In dem Papier wird argumentiert, dass die britisch-ukrainische „Terroristensymbiose“ gegen zahlreiche völkerrechtliche Vereinbarungen verstosse, insbesondere gegen:

  • die Genfer Konvention zum Schutz von Zivilpersonen (Artikel 33),
  • das Zusatzprotokoll zu den Genfer Konventionen (Protokoll I, Artikel 51),
  • das Internationale Übereinkommen zur Bekämpfung terroristischer Bombenanschläge (Artikel 7),
  • das Internationale Übereinkommen zur Bekämpfung von Terrorismus-Finanzierung (Artikel 2).

Die Autoren stipulieren, dass die Beteiligung Großbritanniens an subversiven und terroristischen Aktivitäten auf russischem Territorium „zu Recht als internationaler Terrorismus eingestuft werden kann, der von London durch die Förderung und Organisation der Tötung russischer Bürger begangen wird, um die Verwirklichung der Ziele der SMO und die Stärkung der souveränen Staatlichkeit Russlands durcheinanderzubringen.“

Der Beitrag schließt mit umfassenden politischen Empfehlungen. Die Autoren argumentieren, dass „der Appell an Vernunft, Pragmatismus und Besonnenheit“ gegenüber London „irrational, kurzsichtig und sinnlos“ sei, zumal …

… die Eliten der Insel nur das Gesetz der harten Macht verstünden!

Sie fordern „kraftvollen, entschlossenen und kompromisslosen“ Druck nach „allen Richtungen und allen nationalen Druckpunkten“ auf das Vereinigte Königreich.

Zu den wichtigsten Empfehlungen zählen:

  • Die Abkehr von Vorhersehbarkeit auf dem Schlachtfeld und die Übernahme einer „proaktiven und offensiven militärisch-politischen Strategie“, welche den Gegner zwingt, nach Russlands Regeln zu spielen.
  • Die Erkenntnis, dass die wiederholte Aufgabe erklärter roter Linien innerhalb der NATO die „Illusion geschaffen hat, dass Russland sowohl den Willen als auch die Fähigkeit fehlt, für seine Souveränität zu kämpfen.“
  • um „die Angelsachsen aus ihrer Zone traditioneller internationaler und nationaler Bequemlichkeit aufzuscheuchen“, gelte es Großbritanniens interne Probleme – Migration, soziale Spannungen und innenpolitische Widersprüche – hervorzuheben, um Londons Fähigkeit zu antirussischen Aktivitäten darüber zu schwächen.
  • Schaffung einer „wirksamen ideologischen Barriere“ innerhalb Russlands, um die Ausbreitung einer „westlichen, egozentrischen, geistig verarmten und eurozentrischen Weltanschauung“ zu verhindern samt Säuberung staatlicher Institutionen von Personen pro-westlicher Gesinnung.
  • Die Einleitung von Gerichtsverfahren durch ausländische Anwaltskanzleien zur Rückgewinnung der Juwelen der Familie Romanow samt Initiierung „einer groß angelegten internationalen Kampagne, um konsolidierten außenpolitischen Druck auf London auszuüben“, um alle gestohlenen Kulturgüter wieder zurückzuerhalten.
  • Die Erwägung einer Abkehr vom Moratorium der Todesstrafe für ausländische Terroristen und ihre Komplizen auf russischem Territorium, was nach Stellungnahme des Verfassungsgerichts von 2022 entsprechende Verfassungsänderungen erfordern würde.

Der Artikel schließt mit der Metapher eines Aufrufs an Russland, sich von „dem noch gelegentlich nach Westen blickenden ‚gutmütigen, tollpatschigen Bären‘“ in „einen wilden russischen Bären zu verwandeln, der seine Jungen, deren Lebensraum und die gesamte russische Welt kraftvoll und unerbittlich verteidigt!“ 

***

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

 



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Warum erstrebt die EU „eigene“ Atomwaffen zu denen von Frankreich & UK?

11. April 2026 um 17:00

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Dank der Presseaussendung des russischen Auslandsnachrichtendienstes SVR vom 8. April 2026 weiß man, dass in den „endlosen Korridoren“ in Brüssel klammheimlich am Aufbau des „Potentials eigener Atomwaffen‟ geplant werde, um die „mythische russische Bedrohung‟ einzudämmen.

Nur ein ruhiges EU-Gewissen wäre ein sanftes Ruhekissen

Von REDAKTION | Linientreue EU-Bürger könnten sich inzwischen fragen:

Was ist in das vermeintliche „EU-Friedensprojekt“ nur gefahren?

Die Pressestelle des russischen Auslandsnachrichtendienstes löst das Rätsel:

… Diesmal hat sich die EU in Brüssel nach Informationen, die dem SVR vorliegen, auf einen gefährlichen Weg begeben: Dieser führt unweigerlich zur Untergrabung der Grundlagen der globalen Sicherheitsarchitektur und des internationalen Systems zur Nichtverbreitung von Massenvernichtungswaffen, um deren Plan eines neuen „Feldzugs nach Osten“ zu realisieren…

… In der Anfangsphase haben von der Leyen und Co. vereinbart, diese Vorbereitungen unter größtmöglicher Geheimhaltung durchzuführen. Um die Aufmerksamkeit der internationalen und europäischen Öffentlichkeit abzulenken, demonstriert Brüssel sein Bekenntnis zum traditionellen Kurs, der eine Abstützung auf den „nuklearen Schutzschirm“ der USA vorgibt. Die Führung der Europäischen Union rechnet damit, auf diese Weise Zeit für den heimlichen Aufbau einer eigenen nuklearen Rüstungsindustrie sowie zur Vorbereitung der Öffentlichkeit auf eine politische Entscheidung zur Anschaffung von Atomwaffen zu gewinnen.

 In dieser Zeit werden Großbritannien und Frankreich die engere Abstimmung ihrer nationalen Nukleardoktrinen weiter vorantreiben. In Zukunft ist vorgesehen, eine gesamteuropäische Doktrin der nuklearen Abschreckung offiziell zu verankern, die sich auf die militärisch-technischen Kapazitäten Frankreichs und Großbritanniens sowie auf die finanziellen und infrastrukturellen Beiträge der EU-Länder, die nicht über Atomwaffen verfügen, stützt. Gleichzeitig behält sich die Europäische Union die Möglichkeit vor, ein vollständig autonomes Kommando über die Nuklearstreitkräfte einzurichten.

Diese Pläne der EU stützen sich auf eine solide industriell-technische Grundlage. Bemerkenswert ist die Tatsache, dass Deutschland, Italien, Tschechien, Belgien, die Niederlande, Schweden und Spanien bereits über bedeutende Kompetenzen bei der Herstellung einzelner Komponenten für Atomwaffen verfügen. Diese Länder verfügen über das zivile und militärisch-industrielle Potenzial zur Herstellung der entsprechenden Komponenten. Auf ihren Territorien wird eine große Menge an verstrahltem Kernbrennstoffen aus stillgelegten Kernkraftwerksblöcken gelagert. Es besteht die Möglichkeit, diese ohne Genehmigung aus Lagern entnehmen und daraus Plutonium, das für die Herstellung einer Atombombe geeignet wäre, gewinnen zu lassen. Deutsche Spezialisten wären in der Lage, innerhalb von etwa einem Monat eine für einen nuklearen Sprengkörper ausreichende Menge an waffenfähigem Plutonium aus den Reaktorkammern der Forschungslabore in Karlsruhe, Dresden, Erlangen und Jülich entnehmen und in einer Woche in der Anreicherungsanlage in Gronau anreichern zu lassen…

 Zitatende SVR

Zum brisanten Thema „Atommacht-neu EU“ hat auch ein Medienvertreter bei der Sprecherin des russischen Außenministeriums Marija Sacharowa am 8. April 2026 noch nachgefragt:

Frage: Wie kommentieren Sie Informationen, die heute Morgen vom Pressebüro des russischen Auslandsnachrichtendienstes [SVR] zum Wunsch der EU, sich eigene Atomwaffen beschaffen zu lassen, veröffentlicht wurden?

Marija Sacharowa: Den Informationen des russischen Nachrichtendienstes sollte mit großer Ernsthaftigkeit nachgegangen werden – vor allem auch unter dem Gesichtspunkt des Völkerrechts.

Dabei handelt es sich nicht um eine Entwicklung der letzten Jahre, sondern um eine der letzten Monate oder sogar nur Wochen. Wir stellen inzwischen einen explosionsartigen Anstieg des Interesses am Thema Atomwaffen seitens europäischer Hauptstädte fest, …

… die bis vor kurzem noch für nukleare Abrüstung eintraten!

… Hier in Europa hat sich bereits eine Warteschlange an Interessenten gebildet, welche versuchen sich solchen Programmen anzuschließen, um in vielerlei Hinsicht amerikanischen Konzepte „erweiterter nuklearer Abschreckung“ nachzustreben. Allerdings wirft dies Fragen auf:

Nachdem die USA ihre Atomwaffenarsenale auf den Territorien Westeuropas stationiert hatten, ließen sie die betroffenen EU-Länder nicht damit „spielen“ und haben entsprechenden europäischen Strukturen dazu auch keinen Zugang gewährt. In gewissen Ländern der Europäischen Union gibt es somit Atomwaffen, doch was mit diesen zu geschehen hätte, in welchem Zustand sie sich befänden und wie diese Länder darauf Einfluss nehmen könnten – diese Fragen wurden bisher nicht einmal ansatzweise behandelt. Niemand in Washington legte dazu gegenüber EU-Ländern Rechenschaft ab, …

… wie es um besagte Atomwaffen auf deren vermeintlich eigenen „souveränen“ Territorien stehe!

Die „pro-nukleare Bewegung“ würde zugleich zu einer deutlichen Aushöhlung und Schwächung des globalen Nichtverbreitungsregimes für Atomwaffen [Nuklearer Nichtverbreitungsvertrag – NVV] beitragen: Besagtes Interesse europäischer Staaten zur Atomwaffenbeschaffung steht im Widerspruch zu Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag [NVV].

Diese Entwicklung folgt damit der falschen Reihenfolge: Man negiert den internationalen Rechtsrahmen aus dem NVV, indem man Erklärungen zur Atomwaffenbeschaffung abgibt. Doch man scheint davon auszugehen, den internationalen Rechtsrahmen nach der Beschaffung noch regeln zu können. Niemand folgt der anderen Logik, um:

  •  erst den völkerrechtlichen Rahmen prüfen zu lassen, wie sich atomare Beschaffungen mit den entsprechenden Verpflichtungen [aus dem NVV] vereinbaren ließen.
  • die Beschaffungen so zu gestalten, dass sie nicht im Widerspruch [zum NVV] stünden.

Niemand möchte Gespräche zu diesem Thema führen, obwohl das wichtig wäre. All diese Punkte werden im Rahmen der am 27. April beginnenden Überprüfungskonferenz zum Nuklearen Nichtverbreitungsvertrag (NVV) ernsthaft zu untersuchen sein. Wir sind überzeugt, dass eine der Schlüsselaufgaben zu Stärkung des Nichtverbreitungsregimes gerade darin bestünde, den destruktiven Bestrebungen der Europäer entschieden Einhalt zu gebieten und ihren Atomwaffen-Träumen ein Ende zu setzen!

Zitat Ende Marija Sacharowa

 Gesammelte Erfahrungen seit der Gründung der EU im Jahr 2007 [Vertrag von Lissabon 2007 – 2009] zeigen, dass vermeintliche Souveränitätsbestrebungen unter dem Deckmantel der EU nur einem trojanischen Pferd gleichen, um das wahre Ziel zu vertuschen, welches nur heißt: „Atlantischer Lastenausgleich!“

Darüber hat NATO militärisch zu wachen und unterhält ihr Hauptquartier am Boulevard Leopold III in Brüssel mit ca. 4.000 Mitarbeitern oder Kolonialverwaltern – nicht weit von der EU!

Denn ohne Finanzierung durch die EU-Exportnationen, wäre das US-Kriegsministerium nicht in der Lage, auch künftig ihre globalen Angriffskriege, so ausufernd wie bisher, weiter zu führen. Dazu kommen noch die militärischen Niederlagen, die aufgrund des Ausfalls ursprünglich fest eingeplanter Kriegsbeute, extrem teuer ausfallen. Genau dort haben die vermeintlich „souveränen“ EU-Staaten einzuspringen, um immer tiefer in die Taschen ihrer Steuerzahler zu greifen und am „burden sharing“ [Lastenausgleich] mit den USA, wie es US-Kriegsminister Pete Hegseth im Februar unmissverständlich formuliert hatte, gebührend teilzuhaben. Eroberungsfeldzüge werden immer riskanter und verschlingen Unsummen an Geld:

Für die atlantische Kriegspolitik ist daher NATO und eine daran angekettete EU existentiell überlebensnotwendig!

Übersetzung: UNSER-MITTELEUROPA

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