Alles wieder anders im Klövensteen: Ein Fine-Dining-Koch will die „Pony Waldschänke“ im Klövensteen in Rissen zum Ausflugs-Hotspot machen.
Die Gaststätte soll wieder das werden, was sie einmal war: ein echtes Ausflugsziel mit Qualität. Mit Jakob Luis Hielscher übernimmt jetzt ein Gastronom das Ruder, der eigentlich aus einer ganz anderen Welt kommt – dem Fine Dining.
„Pony Waldschänke“: Gutbürgerlich und regional
Statt filigraner Sterneküche setzt Hielscher künftig auf norddeutschen Wirtshauscharakter: mit bodenständigen Gerichten und großen Portionen zu kleinem Preis. Sein Ziel: „Zurück zu den Wurzeln – wieder einen Ort schaffen, an dem gerne der ganze Tag verbracht werden kann.“
Gutbürgerliche Küche mit regionalem Bezug, lautet das Speisekonzept. Vom Grünkohl bis zur Nudel soll möglichst alles selbst gemacht sein und saisonal aus der Region kommen. Die neue Karte wird rund 20 bis 30 Gerichte umfassen.
Vom Fine Dining in den Wald
Der Schritt wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Jahrelang war die gehobene Küche Hielschers Zuhause, zuletzt war er auf hohem kulinarischen Niveau mit einem Laden in der Stadt selbstständig. Doch die Entscheidung für die „Pony Waldschänke“ sei bewusst gefallen.
„Ich würde nirgendwo arbeiten, wo ich nicht mit ganzem Herzen dahinterstehe“, sagt er im Gespräch mit der MOPO. Die Waldschänke verbindet Hischler mit seiner Kindheit. Damals war er mit seinen Großeltern selbst oft im Waldgebiet Klövensteen unterwegs und es sei daher eine Herzensangelegenheit, die Gastronomie wieder besuchenswert zu machen.
„Pony Waldschänke“: 125 Jahre alt – und jetzt runderneuert
Auch baulich hat sich viel getan. Das rund 125 Jahre alte Gebäude wurde umfassend kernsaniert und modernisiert. Besonders der Biergarten erstrahlt in neuem Glanz – bleibt aber bewusst norddeutsch und unkompliziert im Design. Mit rund 300 Außenplätzen und bis zu 100 Sitzplätzen im Innenbereich ist die „Waldschänke“ bestens für große Besucherzahlen gerüstet. Etwa 20 Mitarbeitende sollen künftig den Betrieb stemmen.
Am 9. Mai ist die offizielle Eröffnung. Geplant sind Öffnungszeiten vom Mittagstisch über Kaffee und Kuchen bis spät in den Abend. Außerdem soll die Location künftig wieder für private Feiern und Events genutzt werden und insgesamt diverse Veranstaltungen anbieten.
Klare Ansage zur Vergangenheit
Zuletzt lagen die Bewertungen der „Pony Waldschänke“ bei Google eher im Mittelfeld. „Ich würde viele der schlechten Kommentare genauso unterschreiben“, so Hielscher. Der Neustart sei bitter nötig gewesen, vieles solle anders werden. Ein neues Team, eigene Hygienestandards und eine neue Patisserie für Kuchen sind nur ein kleiner Teil des Konzepts.
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Hielscher selbst packt überall mit an: kochen, organisieren, renovieren. „Ich bin sehr happy mit dem neuen Team und extrem motiviert“, sagt er. Sein Ziel ist klar: Die „Pony Waldschänke“ soll wieder ein Ort der Begegnung werden – für Jung und Alt, mit kleinem wie großem Geldbeutel.
Neustart ist bitter nötig: „Pony Waldschänke“ im Klövensteen hat einen neuen Chef wurde gefunden bei mopo.de

